Dungl h. N 9 Geh . Jussorz Grein. u. dasgenehlh die und hel düesunh fe, Kap. 5 t und Jug fach. Sich im Abend ahl für di erantv, Je, E. Otmang, 00 jenlt: rk an, k an, ark an, hren n, K an. und hills. neter, b, er oder später f ift. 2211. b⸗ ell e zu mpfehlt Ta. welcher vergangene Nacht wütete Manchem schlaflose Stunden bereitete, — Gießen, Sonntag, den 8. März Ausgabe deszeikun Gießen. * 5 Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Tage nach Sonn- und Feiertagen. D Y 2. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. B— Lokales und Provinzielles. * Gießen, 7. März. Wie aus unserm heutigen Bericht über die Stadtverordne— ten⸗Versamm lung zu ersehen ist, werden nun— mehr die so viel bewitzelten Marktlauben ihrem eigentlichen Beruf, den sie so lange ver— sehlt haben, übergeben. 5 * Gießen, 27. März. Gestern verhängte die Strafkammer über eine unnatürliche Mutter eine harte, aber gerechte Strafe. Die Ehefrau des Taglöhners Sack II von Gießen wurde zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt und sofort in Haft genommen, weil sie ihr 4jähriges außer— eheliches Kind in harsträubender Weise miß⸗ handelt hat. Der Erste Staatsanwalt Dr. Güngerich erklärte mit Recht, die bestialische Rohheit, welche die Angeklagte ihrem Kinde hat zu Teil werden lassen, grenze nahe an Mord— bersuch— das mißhandelte arme Kind wurde dem städtischen Hospital übergeben. * Gießen, 7. März. Der Bürgermeister von Steinbach wurde gestern verhaftet. Es soll sich um Unterschlagungen handeln, doch ist dies um so merkwürdiger, als der Verhaftete als gut situirter Mann allgemein bekannt ist. Gießen, 7. März. Wie die„Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung“ hört, soll einer im Laufe der nächsten Woche stattfindenden Generalversammlung des Vereins zur Errrichtung eines Volks- Schwimmbades seitens des Ausschusses der Kostenvoranschlag unterbreitet werden. Der⸗ selbe beträgt angeblich 160 000% Wie die genannte Zeitung berichtet,„soll sich der Ausschuß dahin geäußert haben, daß man die Stadt mit % der Kosten heranzuziehen versuchen will,/ soll durch Aktien à 200/ und der Rest durch eine Anleihe aufgebracht werden.“ Wie uns bersichert wird, sind diese Augaben richtig. Jedoch soll Vorsorge getroffen werden, daß die Stadt in etwa 20 Jahren Allein-Eigentümerin des Bades werden wird. Wir wollen wünschen, daß das gemeinnützige Institut recht bald er— stehen möge. Gießen, 7. März. Der heftige Sturm, und gewiß scheint mürgends ernstliches Unheil angerichtet zu haben. Einzelne Fahnen jedoch, die gestern noch stolz in ihrer ganzen Schönheit flatterten, sind übel zugerichtet. Die Fahne auf dem„Kaiserhof“ z. B. klönute heute wohl in Bezug auf„Zerfetztsein“ erfolgreich konkurrieren mit manchem Feldzeichen von 1813. * Gießen, 7. März.(Stadtverord⸗ neten⸗Lversammlung.) 4 Das Gesuch des J. Hildebrand von Heuchelheim um Er⸗ laubnis zur Belassung eines Backsteinhäuschens im Neustädterfeld, sowie das Gesuch des Fabrikanten H. Emmelius um Erlaubnis zur Errichtung einer Remise am Schwarzlachweg aus Fachwerk wird ausnahmsweise genehmigt.— Das Baugesuch des Karl Brück für den Kreuz⸗ Matz welches wegen Raummangel in Holzfach⸗ werk auszuführen geplant ist, wird genehmigt nter der Bedingung, daß das Parterregeschoß an der Ecke der Kaplausgasse abgeschrägt wird. Zum Neubau einer Kreisstraße von Gießen nach Wismar werden/ der Kosten, L 7500 —, bewilligt. Vom Rest, 22,500—, trägt — . 7500 der Kreis Gießen und, 15,000 die Provinz, so daß die ganze Straße 4 30,000 kosten wird.— Die der Versammlung in letzter Sitzung vorgelegene Polizeiverordnung wegen des Schrittfahrens vor der Stadt— kirche während des Gottesdienstes wird nach lebhafter Debatte unter der Bedingung ange⸗ nommen, daß bei Tage deutlich erkennbare Schilder mit der Aufschrift Schrittfahren an entsprechender Stelle an der Straße placiert werden, an denen Abends Laternen angebracht sein müssen. Das Kollegium genehmigt eineneue Wochenmarkts— ordnung, deren wesentliche Bestimmungen fol— gende sind:„Es finden Wochenmärkte statt: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die Märkte beginnen vom April bis 15. September um 7 Uhr Morgens und dauern während dieser Zeit bis 1 Uhr Mittags, im Uebrigen wird die Markt— zeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags festgesetzt. Feilgehalten dürfen werden alle nach § 66 der Gewerbeordnung als Gegenstände des Marktverkehrs zulässigen Artikel, besonders Lebeus— mittel. Als Marktplätze sind bestimmt: a) für Geflügel, Wild und Fische der Markt— platz; b) für Beeren und Obst in einzelnen Körben die Schulstraße; c) für Kartoffeln im Kleinen, für Blumen, Pflanzen und Samen der Lindenplatz; d) für Butter, Käse und Eier die Marktlaubenstraßez e) für Kar⸗ toffeln Krauf und Obst in Wagenladungen Kanzleiberg und Brandplatz; 0) für Heu, Stroh, Holz und Brennmaterialien Oswalds-— garten; g) die Gegenstände a b und e dürfen nur in den Marktlauben feil gehalten werden. DiefPlätze der Marktlauben werden nur fürs Jahr, frei bleibende Räume auch wochen— weise überlassen. Nur während der Zeit des Marktverkehrs dürfen auf öffentlichen Straßen Wochenmarktsgegenstände zum Verkauf gebracht werden. Der Handel in den Marktlauben ist jedoch jederzeit gestattet. Die Versammlung genehmigte dann ein neues Reglement, das wir in nächster Nummer veröffentlichen werden. Zur Beschaffung weiterer Unterrichtsräume für das Realgymnasium und die Real- schule wird ein dreistöckiger Neubau mit der Front nach der Bismarckstraße, Voranschlag 78 750, genehmigt. Es werden dadurch sechs neue Schulsäle geschaffen.— Bei der Beratung der Erhöhung städtischer Trottoirs waren aus der Versammlung Wünsche betreffs einer Verbesserung der Marxktstraße, des Neuenweges, des Kirchenplatzes und der Wagengasse laut ge— worden. Die Wagengasse ist für Trottoiranlagen zu eng. Den Anliegern ist eine Erhöhung des Trottoirs nicht erwünscht. Es bleibt also bei den früher von der Baudeputation gemachten Vorschlägen, wozu noch eine Verbesserung der Marktstraße kommt.— Zur Erbauung einer Brücke über die Wieseck im Zuge der Goethe— straße und zum Ausbau dieser Straße zwischen Südanlage und Wieseck werden 38 000. be⸗ willigt.— Zur Chaussierung eines Feld⸗ weges im Neustädterfeld an der Heuchelheimer— straße werden 6600 ½¼ genehmigt. Die Kanalisation des chemischen Labora— toriums und eines Teiles des Universitäts⸗ gebäudes wird widerruflich gestattet.— Ebenso wird genehmigt der Ankauf zweier kleiner Par— zellen am Riegelpfad seitens der Stadt vom Hospital für 1, 12& pro Quadratmeter.— Zur versuchsweisen Abhaltung eines Kursus konfirmierter Mädchen in der Haushaltungs— schule, die der Allgemeine Verein für Armen— und Krankenpflege unterhält, bewilligt die Ver⸗ sammlung die Kosten in Höhe von 788 /.— Eine Eingabe der Lohnkutscher der Stadt Gießen betreffs der Schädigung ihres Ge— werbes durch die Omnibusgesellschaft, insbesondere durch deren Touren nach Wieseck und dem Schiffenbergerwald, verlangt von der Stadt, diesem Unternehmen für die Folge keine Zuschüsse aus der Stadtkasse mehr zu gewähren. Die Versammlung ist der Meinung, daß das Omnibusunternehmen im Interesse der Allge— meinheit unterstützt wurde und geht deßhalb zur Tagesordnung über.— Die Allarmsignale bei Bränden für den Türmer werden so ge— ordnet, daß die Stadt für diese Zeichen in 5 statt wie bisher in 4 Bezirke geteilt wird. Dem Anton Koch wird für das Haus Bahnhofstraße 48, dem Karl Rühl für das Haus Schanzen⸗ straße 2 die Erlaubnis zum Wirtschaftsbe— trieb erteilt. Die Prüfung der Rechnung für das Gas- und Wasserwerk pro 1894/95 ergiebt keinen Anstand.— Die Abrechnung für die Erbauung resp. Erweiterung der Wasser⸗ werke, welche im Voranschlag mit ι 400,000 veranschlagt war, hat einen Mehraufwand von b 89,500—, ergeben. Oberbürgermeister Gn auth motiviert die Kreditüberschreitung und wird die— selbe von der Versammlung nachträglich gut ge⸗ heißen.— In Abwesenheit des Oberbürger⸗ meisters referiert Stadtverordneter Scheel namens der Finanzdepatation über die Prü⸗ fung der Rechnuug pro 1894/95 und wird dieselbe hierauf ohne Debatte genehmigt.— Es folgt eine geheime Sitzung. Sehwurgerichtssitzung. Gießen, 6. März. Zeuge Johann Hofmann von Saamen be— bekundet, der Schmied Möller habe die Absicht gehabt, ihm einen alten Schlitten für einen neuen anschmieren zu wollen. Ein weiterer Zeuge be— schuldigt den Zeugen Möller, daß er Gelder, die er an ihn gezahlt, nicht an den berechtigten Em— pfänger abgeliefert hat, sodaß er noch einmal Zahlung leisten mußte. Später hat Möller ihm sein Geld wiedergegeben. Sebastian Damer von Bermuthshain beschuldigt den Zeugen Hergen— röder der Verleitung des Meineides. Ph. Wolf⸗ Orb hat den Schimmel von Ey für 130. ohne Währung gekauft und denselben für 200 mit Währung weiter verkauft. Der Gaul habe nur leichte Arbeit gethan. Er habe gelahmt. Anton Keiling von Orb hat den Schimmel von Wolf gekauft. Er hatte gehört, das Tier sei lahm, aber beim Kauf habe er nur ein zartes Auftreten beobachtet; seine Arbeit habe das Tier gethan. Das Pferd hat, als er es weiter ver— kaufen wollte, gelahmt. Er hat das Tier zum Schmied gebracht, der hat den Huf ausgeschnitten und es drei Tage stehen lassen. Dann hat er das Pferd für 203, verkauft. Zeuge war bei dem Nachbesitzer und wollte das Schimmelchen für 250. wieder kaufen, weil es für seine leichte Arbeit passend war. Eduard Kröber, Gastwirt in Orb, ist mit dem Schimmelchen, als es Keiling hatte, nach Wächtersbach gefahren. Es ging die gelahmt hat es nicht. Tour sehr gut, zwar langsam, aber Matthäus Elsässer⸗ Wiesen in Bayern, der jetzige Besitzer des Schimmels, erklärt, das Tier sei willig und folgsam, es sei aber für schwere Arbeit nicht geeignet. Der Zeuge benutzt das Tier zur Feld⸗ arbeit. Es hinke ab und zu. Der eine Schmied meine, es sei vernagelt, der andere meine, es läge am Huf. Das Schimmelchen habe ihm 203 /. gekostet, er habe es mit 50 Gewinn verkaufen können. August Elsässer-Wiesen in Bayern, erklärt, kein Pferdekenner zu sein. Das Schimmelchen habe er im leichten Wägelchen selber gefahren, das Tier sei willig und sei gern gelaufen. Bei einer Sand- und einer Holzführe habe der Schimmel seine Schuldigkeit gethan, doch waren beide Fuhren nicht schwer. Makler Grünebaum⸗Ulrichstein: Es sei auf dem Schottener Markte gewesen, er habe den Ey ge⸗ kannt und dieser habe ihn aufgefordert, ihm beim Pferdehandel zu helfen. Unter welchen Be⸗ dingungen der Handel geschlossen worden sei, wisse er nicht mehr. Der Zeuge bestreitet dem Ey, nicht später nach dem Kauf vom Ey nach dem Namen des Verkäufers des Schimmels gefragt worden zu sein. Er erinnert sich ferner nicht, den Ey nach dem Pferdehandel getroffen zu haben. Die Zeugenvernehmung ist damit beendet. Tierarzt Nuß erklärt als Sach⸗ verständiger, daß das Leiden des Pferdes seit dem zweiten Jahre durch eine Krankheit entstanden ist. Dadurch hat sich der Zwang⸗ und Flachhuf gebildet, der es nur allein am ordentlichen Gebrauch der Vorderfüße ab⸗ hielt. Der Sachverständige glaubt, daß jeder Bauer die abnorme Hufbildung des Pferdes hätte sehen müssen. Er selber hat, als er das Tier sah, auf den Fehler infolge des Ganges und der Haltung des Tieres geschlossen. Dieser Fehler war zu vermeiden, wenn ein entsprechen— der Beschlag aufgelegt worden wäre. Professor Dr. Pflug erklärt, am vergangenen Dienstag das Pferd in Wiesen gesehen und untersucht zu haben. Das Tier hat sogenannte Rehhufe, der linke Vorderhuf ist ein Rennhuf, der andere ist Vollhuf. Das Pferd war links lahm. Die Hinterhufe waren vernachlässigt. Das Pferd resp. dessen Hufe sind nicht hochgradig verbildet. Nach dem Befund ist das Tier seit dem zweiten Jahr durch eine Entzündung lahm gegangen und ist nach den Zeugenaussagen bald besser, bald schlechter gewesen. Bei Seipel hat es durch eine Anstreugung einen Rückfall erhalten. Die Frage, ob der Angeklagte hätte wissen müssen, warum das Pferd lahmt, ob er den Fehler gekannt hat, sei schwer zu sagen. Er glaube es nicht.— Allerdings mußte jeder Mensch sehen, daß das Tier am ordnungsmäßigen Gebrauch seiner Vorderfüße gehindert gewesen. Tierarzt Remy schließt sich dem Gutachten seines Kollegen Nuß an.— Es wird nun vom Vorsitzenden die an die Geschworenen zu richtende Schuldfrage ver— lesen. Sie lautet: Ist der Angeklagte schuldig des wissentlichen Meineides? Auf Antrag der Verteidigung wird noch für den Fall der Verneinung der 1. Frage die Hilfsfrage gestellt: Ist der Angeklagte schuldig, einen fahrlässigen Eid geleistet zu haben? Nachmittags um 5 Uhr beginnen die Plai⸗ doyers. Staatsanwalt Koch führt den Ge— Das Recht des Kindes. Von Reinhold Herrmann. (Schluß.) „Meine Liebe? Wissen Sie, wem ich dieses roße Opfer elnst brachte? Hat sie Sie vielleicht zu ir geschickt? Hat sie Ihnen die Geschichte unserer Freunung erzählt? Wahr erzahlt? Auch von der Ilxutalen Wirklichkeit jener Scene vor Gericht, in „ velcher man mir mein Kind absprach, weil ich als 100 eben erst aus dem Gefängnis Freigelasseuer 000 ( beigerte mir ja Ihre Mutter— begründen zu nir noch nicht so viel erschrieben hatte, um einen seuen Hausstand— die Trümmer des alten ver— Unnen, und hat sie Ihnen auch gesagt, wie leicht 8 ist, Jemand, der durch verschuldetes oder zu— illiges Unglück in despektierliche Verhältnisse ge— ten, tötlich zu treffen? Haben Sie eine Ahnung, die ich über diese Wirklichkeit das schöne Märchen, 1* vergaß? Was seitdem das Glück mit nem Zauberstabe um mich geschaffeu, darf Ihnen icht zum Maaße meiner Empfindungen dienen. l war zu stolz, un Recht zu betteln, dessen gätt⸗ sche Freiheit irdische, armselige Bestimmungen ver— N rebt und zerdeutelt hatten.“ Sylvia war betäubt, eine Beute rasenden Schmerzes. Sie erkannte nur zu wohl die felsen— ug, welche aus diesen Worten sprach etwa von falschen Gefühlen getragen wurde. Sie empfand, daß dieser Mann so wenig heucheln würde, wie sie. Aber ihn aufgeben? Das Glück, die Tochter eines solchen Vaters zu sein, begraben in dem nichtigen Sichbegnügen mit dem stillen Bewußtsein? Nimmermehr! Lieber kämpfen bis zum letzten Atemzug! Lieber ein lautes eisiges Nein, als einen freundlichen Händedruck zum Lebewohl. Sie faßte sich gewaltsam.„Und das natürliche Gefühl? Gilt Ihnen das nichts? Opferten sie es so leicht einem Spruch des Gerichts? Ich las von Männern, die ihr Kind raubten— sie kamen mir wie Helden vor und ich verstand sie. Aber von einem Vater, der sein Kind aufgab, nie.“ Er verließ seinen Platz am Kamin und trat dicht vor das junge Mädchen, welches sich ebenfalls erhoben hatte. „Sie verstehen das nicht, weil die Chronik der Zeiten für Sie kein Beispiel dazu hatte! Bitte, behalten Sie Platz, mein Fräulein, und danken Sie Gott, daß Ihrer Seele die Vorgänge in der meinen fremd geblieben sind. Ich bin müde geworden in dem Kampf um das Recht der menschlichen Em— pfindung. Ich habe mich gewehrt, wie Einer, dem man das Herz aus dem Leibe schnitt. Und Ge— walt? Die einzige Gewalt, welche mir nach dem Recht der menschlichen Empfindung zustand, war, Sie zu töten. Kein Mord im allgemeinen Sinne, Fräulein; nur einer an dem Leben, das Sie in — r That. Das klingt weniger romantisch, war aber eine schwerere Aufgabe.“ „Und nach ihr finden Sie keinen Weg, auf dem ein Vater seinem Kinde begegnen könnte? O, ich ie eee „Keinen. Ju die erste Jugend, in die Freude am Aufblühen, in die ersten, lieblichen Tändeleien führt keiner zurück. Ich müßte lügen, wollte ich auch die leiseste Regung dahin zugeben.“ „Dann allerdings——“ Ein tiefer, beinahe schluchzender Atemzug... sie hatte sich zum Gehen gewendet, und der Dichter war mit einer höflichen Verbeugung zur Seite ge— treten. „Noch eine Frage“, kam es tonlos über Sylvias Lippen, indem sie sich noch einmal, die Hand schon auf dem Knauf der Thür, bleich, mit tötlicher Ruhe in Miene und Wort, zurückwandte:„Sie haben mir noch nicht gesagt, wen ich dafür verant— wortlich machen soll.“ Ein paar Sekunden fixierte er sie schweigend. Augenscheinlich überlegte er den Sinn ihrer Frage. „Wenn es Ihnen darauf ankommt“, sagte er dann einfach—„den Richter. Etwas weniger Aeußerlichkeit im Verfahren und dafür mehr Durch— dringen der Wahrheit, und es wäre nie so viel Unheil über drei Menschen gekommen, welche Liebe mir lebten— in meinem Herzen vollzog ich die und Natur verband. Wir hätten einander heute nicht fremd sein zu brauchen.“ Die Thür fiel hinter ihr zu— die Tochter des Dichters war hinausgetreten.— Auf der Straße war es inzwischen vollständig dunkel geworden und es hatte von Neuem zu schneien angefaugen. Sylvia ging unter den herab— fallenden Flocken weg, ohne ihrer zu achten. Ihr Schritt war jetzt nicht mehr beflügelt, sondern ihr Fuß trat schwer und langsam auf— sie kam sich vor, wie auf einmal zur Matrone geworden. Auf halbem Wege nach Hause trat sie in ein Postbüreau und schrieb mit fester Hand auf ein ihrem Notiz— buch entnommenes Blatt: „Ich erinnere Sie noch einmal, auf schriftliche Weise, daß Sie eine Tochter haben. Aber ich er— innere Sie daran nur, um Ihnen zu sagen, daß ich Ihr Andenken, wie es die Mutter bis heute in mir hegte, jetzt mit vollem Recht aus meinem Herzen tilge. Es giebt noch einen höheren, als den kurzsichtigen, irdischen Richter— das eigene Gefühl. Ist das erst tot, verbraucht in dem ge— meinen Lauf der Dinge, vermag es die heißeste Kindesliebe nicht wieder zu erwecken. Das haben Sie mich heute gelehrt. Sylvia König.“ schworenen zuerst den in Rede stehenden Pferde— handel vor, kommt dann auf den Prozeß Seipel⸗ Sommer und weist darauf hin, daß der Schimmel wie zahlreiche Zeugen in der Beweisaufnahme bekundet, gelahmt habe— zu allen Zeiten, bald mehr, bald weniger. Trotzdem hat der Ange⸗ klagte das Pferd ein gutes Pferd, ein braves, ein stolzes, reines und klares Tier geheißen. Allerdings nur so lange, wie es sein Vater im Stall hatte und er es Jemand aufhängen wollte. Der Angeklagte hat leichtsinnig gehandelt, als er den ihm vom Laudgericht Hanau aufgegebenen Eid leistete. Er durfte diesen Eid nicht leisten, denn er wußte, daß das Pferd lahmte infolge eines Huffehlers. Folglich hat er einen wissent⸗ lichen Meineid geschworen. Der Staatsanwalt führt den Geschworenen noch einmal diejenigen Momente der Beweisaufnahme vor, die es für jeden denkenden Menschen klar machen müssen, daß der Angeklagte Gesetz und Recht mißachtend, das Verbrechen begangen und bittet die Ge⸗ schworenen seinen Ausführungen zu folgen und den Angeklagten schuldig zu sprechen des wissent⸗ lichen falschen Eides. Der Verteidiger Rechtsanwalt Ka ttz plaidirt für Freisprechung seines Klienten. Es gehe nicht an, künstlich etwas in die Aussage, die der An⸗ geklagte auf Erfordern bei der Zivilkammer in Hanau beschworen, hineinzuinterpretieren. Der Angeklagte habe nicht geschworen, es sei ihm un⸗ bekannt, daß das Pferd lahme oder daß es am Gebrauch seiner Vorderfüße gehindert. Dieses brauchte ja gar nicht beschworen zu werden, denn das wußte das Hanauer Landgericht bereits. Der Verteidiger verliest nun die Eidesaussage des Sommer, wonach er beschworen, daß er nicht gewußt habe, daß das verkaufte Pferd Zwangs- und Flachhufe habe und dadurch an dem ordeut⸗ lichen Gebrauch seiner Vorderbeine behindert ge⸗ wesen. Durch die Beweisaufnahme sei nicht das Min deste bewiesen, daß sein Klient diesen Fehler, auf den es allein ankommt, gekannt habe, daß er wußte, daß Zwangs- und Flachhuf die Ur⸗ sache des Lahmens bei dem Schimmel sei. Wenn er als Verteidiger eine Nebenfrage gestellt, so habe er nur seine Pflicht als Verteidiger gethan. Aber seiner Meinung nach müßten die Geschwo⸗ renen beide an sie gerichteten Fragen verneinen. Es folgte eine kurzegieplik des Staatsanwalts, welche damit schloß, daß er den Geschworenen erklärte, der Angeklagte gehöre ins Zuchthaus. Wenn sie die Frage aus§ 153 des R.⸗Str.⸗G. wegen wissentlichen Meineides nicht mit ja beantworten würden, dann sollten sie die zweite Frage nur ruhig auch verneinen. Nachdem der Vertei⸗ diger noch einmal seinen Standpunkt präzisiert, zogen sich die Geschworenen nach geschehener Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden zur Be⸗ ratung zurück. Das Resultat der„ stündigen Beratung war die Bejahung der ersten Frage wegen wissentlichen Meineides. Staatsanwalt Koch beantragte darauf eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren und 5 Jahre Verlüst der bürgerlichen Ehrenrechte. Rechtsanwalt Katz hob alle vor⸗ liegenden Milderungsgründe hervor und bat, bei Zumessung der Strafe möge der Gerichtshof wesentlich heruntergehen unter die von der Staats— behörde beantragte. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 3 Jahr Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren und sprach dem Angeklagten dauernd die Fähigkeit ab, vor Gericht als Sachverständiger fungieren zu können. Um 9 Uhr abends war die Sitzung beendet. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Dem Fabrikant Margaretha. Dem Steinhauermeister Jakob Atzbach Am 23. Februar. Gustav Mueller 1 Tochter, Käthe Am 25. Februar. 1 Sohn. Am 26. Februar. Am 26. Februar. Dem Taglöhner Christoph Steih 1 S. Dem Universitätsdiener Johannes Ruhl 1 Sohn, Curt Friedrich Adam Christian Konrad. Am 29. Februar. Dem Hüttenbeamten Max Baumann 1 Tochter, Helene Gertrud. Am 29. Februar. Dem Bahnarbeiter Heinrich Lotz 1 Tochter, Karoline Elisabeth. Am 29. Februar. Dem Tapezier Wilhelm Sohn, Friedrich Franz. Am 2. März. Dem Schutzmann Hermann Tochter, Hedwig. Am 2. März. Dem Karussel-Besitzer Rudolf Winter 1 Tochter, Wilhelmine Emilie Elise. Am 3. März. Dem Schuhmacher Jakob Gimbel 1 T., Minna Johanna Friederike Bertha Helene Dorothea. Aufgebote. Am 3. März. Wilhelm Gustav Cellarius, Forstassessor zu Mainz, mit Friederike Luise Ottilie Gerbode dahier. Am 3. März. Franz Joseph Ganß, Schmied zu Gießen, mit Johanna Christine Luise Mathilde Elisabeth Rinn hierselbst. Am 4. März. Friedrich Christian Marx, Bauaufseher⸗ Aspirant dahier, mit Karoline Auguste Brühl hierselbst. Am 4. März. Karl Friedrich Wilhelm Ludwig Flamme, Hausdiener zu Gießen, mit Anna Maria Lotz zu Butzbach. Am 6. März. Karl Friedrich August Emil Berthold Gerbode, Kaufmann zu Gießen, mit Pauline Auguste Felsing zu Zehlendorf bei Berlin. Eheschließungen. Wilhelm Nuhn, Schneider Schuldt 1 Schäfer 1 Am 6. März. dahier, mit Pauline Meckes hierselbst. Am 6. März. nrich Wilhelm Bastian, Kellner dahier, mit Karoline Luise Seidewand hierselbst. Am 6. März. Jakob Leinweber, Kutscher dahier, mit Maria Schmidt hierselbst. Sterbefälle. Am 28. Februar. Elisabeth Leib geb. Rinn, 67 Jahre alt, Ehefrau von Fabrikaufseher Konrad Leib dahier. Am 29. Februar. Frieda Friederike Katharine Christiane Selzer, 3 Monate alt, Tochter von Former Peter Friedrich Selzer dahier. Am 29. Februar. Heinrich Tag 2., 53 Jahre alt, Ge⸗ meinderechner von Trais-Münzenberg. Am 1. März. Johanna Magnus, 1 Monat alt, Tochter von Schuhmachermeister Friedrich Magnus dahier. Am 2. März. Luise Pauline Magdalene Ruff, 5 Jahre alt, Tochter vom verstorbenen Kaufmann Robert Ruff dah. Am 2. März. Katharine Johanna Kreuter, 1 Jahr alt, Tochter von Schlosser Ludwig Kreuter dahier. Am 2. März. Franziska Mühl, 28 Jahre alt, Privatin dahier. Am 3. März. Willy Heinrich Schmidt, 1 Jahr alt, S. von Former Friedrich August Schmidt dahier. Am 3. März. Rudolf Wilhelm Bepler, 9 Monate alt, Sohn von Metzgermeister Konrad Bepler dahier. Am 3. März. Elisabethe Peter geb. Groß, 51 J. alt, Ehefrau von Leinweber Konrad Peter von Grünberg. Am 3. März. Hedwig Schäfer, 1 Tag alt, Tochter von Schutzmann Hermann Schäfer dahier. Am 3. März. Wilhelm Kieper, 20 Jahre graph von Hameln in Hannover. Am 4. März. Elisabeth Wilhelmine Schlabach, 24 J. alt, Tochter vom verstorbenen Kaufmann Rudolf Schlabach dahier. Am 4. März. Wilhelm Hansmann, 38 I. alt, Rangirer alt, Photo⸗ dahier Am 4. März. Emil Stecker, 8 Monate alt, dahier. Am 5. März. Lina Rödel, 2 und dreiviertel Jahre alt, Tochter von Schwimmlehrer Andreas Rödel dahier. Am 6. März. Heinrich Wittmann, 1 und einhalb Monat alt, Sohn von Wirth Karl Wittmann dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Trauungen. Den 6. März. Jakob Leinweber, Kutscher zu Gießen, und Marie Schmidt, Tochter des Feldschützen Heinrich Karl Schmidt zu Burkhardsfelden. Beerdigte. Den 5. März. Wilhelm Hansmann, Rangirer, 38 Jahre alt, starb den 4. Merz. Marcusgemeinde. Taufen. Den 5. März. Eine uneheliche Tochter, Wilhelmine Lina, geb. den 11. Februar. Beerdigte. Den 2. März. Elisabetha Leib, geb. Rinn, Wittwe des verstorbenen Fabrikaufsehers Konrad Leib zu Gießen, 67 Jahre alt, starb den 28. Februar. Lukusgemeinde. Taufen. Den 1. März. Dem Bäcker Karl Schoder ein Sohn, Eduard Karl Konrad, geb. 1. Februar. Denselben. Dem Bahnarbeiter Johannes Weinandt ein, Sohn, Wilhelm, geboren den 24. Januar. Denselben. Dem Schreiner Ludwig Beckee ein Sohn, Ludwig Karl Adam Franz, geboren den 31. Dezember. Beerdigte. Den 5. März. Franziska Mühl, Tochter des verstorbe— nen Schuhmachers Christian Mühl zu Wetzlar, 29 Jahre alt, starb den 2. März. Johannes gemeinde. Getaufte. Den 3. März. Dem Schutzmann Hermann Schäfer eine Tochter, Hedwig, geboren den 2. März. Den 5. März. Dem Forstassessor Christian Walter eine Tochter, Frida-Ottilie, geboren den 24. Januar. Beerdigte. Den 6. März. Elisabeth Schlabach, Tochter des ver- storbenen Kaufmanns Rudolf Schlabach, 24 Jahre alt, starb den 4. März. 5 0 1 0 l. 59 schluß des Solinger Parteitages über! die Entwürdigungserklärung Schuma⸗ chers nicht billige, weil prinzipielle ründe dafür völlig mangeln. Die Fraktion ift nicht in der Lage, einem der beiden— Recht zu geben, spricht vielmehr bei Teilen ihren entschiedenen Tadel den seit langer Zeit im Solinger We kreise unter den Parteigenossen herrschen⸗ den Streit aus. 2. Die Fraktion erklärt, um den Streit in Solingen zu be U und endgültig Ruhe zu schaffen, d Solinger„Arbeitsstimme“ müsse in den Besitz der Partei übergehen, und ersucht die Parteileitung, dieses in Erwägung zu ziehen. Hd. Berlin, 7. März. Der Pariser Kor⸗ respondent des„Kleinen Journals“ meldet seinem Blatte, er habe mit dem Verteidiger Friedmauns, Maitre Laine, eine Unterredung gehabt, in der dieser erklärte, er hoffe die Auslieferung Fried manns zu verhindern und auch die neuerlich er⸗ hobenen Anschuldigungen gegen Friedmann in — Teak Kreuzule Zur 10 Sachen der rheinisch-westfälischen Bank zu ent⸗ kräften. Heute hat Maitre Laine eine Audienz beim Justizminister, dem er das von ihm ver⸗ Der il bei faßte, von Friedmann unterzeichnete Schriftstück“ d gange! überreichen wird. Nach der Ansicht Laines er- e Uffe l f folgt die Entscheidung des Justizministers frühestens in zwei Wochen. 9 Hd. Paris, J. März. Der„Temps“ schreibt in einem Artikel über Italien: Wenn der König ein Cabinet Ricotti bildet, so wird dasselbe von ganz Italien und allen Staaten Europas sym⸗ pathisch aufgenommen werden. Jede andere Combination aber würde alle verheerenden Ele⸗ mende Italiens mobil machen. J U Hd. Rom, 7. März. Aus Massaua wird mitgeteilt, daß die Verluste der e Italiener sich auf 12000 Mann beziffern. 15 uff, Im Publikum glaubt man, die Regie 2 1 90 u. d ol find il e und n Flamen die o an freudig z u bill, Aaggemach, auc licht ert! rung halte den wahren Sachverhalt ge, heim, weil zu befürchten sei, daß bel. J Bekanntwerden der vollen Wahrheit. de die eine Revolution im ganzen Lande zum dg behal Ausbruch kommen werde, cen viedetgeben 140 A 3 1 daß le! 7 Marktpreise. b dete Gießen, den 7. März. Alt werden kö Wochenmarkte kostete: Butter per Pfund 75—80, Hühner⸗ Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 7. März. Die sozia⸗ listische Reichstagsfraktion hat sich in zwei Sitzungen unter Zuziehung von Anhängern und Gegnern Schumachers aus dessen Wahlkreise mit der Solinger Angelegenheit beschäftigt und dem„Vor⸗ wärts“ zufolge folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die Fraktion erklärt nach Anhörung beider streitenden Teile, daß sie den Be⸗ Auf dem heutigen eceaufscht f ale legt und si 0 ehr verscht cen Seite ste l aber die lu Ficksam eingegri colftonsingenieu ie Betriebe über uns bei fortschrei e für Unfallbe berbeaufsicht in letzte und ent igel, über ge Aurlächer Einricht eier per St. 5—6, Enteneier 78, Gänseeier 12— 13, Käß 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 80 Pfg., Tauben per Paar 0,85— 1 Mk., Hühner p. St. 1,10 1,40, Hahnen 1,50— 1,80, Enten 1,702 Mk., Gänse per Pfund 46—54, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 66 bis 68, Schweinefl. 56—68, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 60—00, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,00—5, Zwiebeln per Zentner 5 0,00 Mk., Milch per Liter 16— 18 Pfg. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmaun, beide in Gießen. N Volle aber d F wfändnisses! 1——— Holzversteigern Fh. Strupbach von Schenk'scher Wald. Distr. Eschen: 4 Stangen mit 0,33 km, sahl. Eichen: 21 Stamme und Stangen mit 5,79 fm, Buchen: 484 rm Scheite und Knüppel, 921 rm Reiser 1—3. Kl bolz: 18 Reiser. 9 Donnerstag, den 12. März, Vormittags 9 Uhr. im Holzschlage, Distrilt Horschbach. Oberförsterei Johannisburg bei Löhnberg. = 162 fm(darunter Schneidholz bis 103 em, 4 fm), 85 St. 27 rm Nutzscheit(Küferbolz), 90 Stg. 1. und 2 Kl.; Buchen:? 4 fm, 17 rm Nutzscheit und Knüppel; Fichten: 240 St. 1. und 2. Kl.— 220 fm(Distr. 29 Sammerland), 400 St. 3. Kl.= 100 fm, 840 1. und 3. Kl., 7 Het. 4.—6. Kl., 38 rm Nutzscheit und Knüppel; Kiefer: 220 Stämme Grubenbolz), i 48 fm(bis 55 em); Weichbolz: 6 St Stg. 2 Kl.= 160 fm.(Blümenstein bei Niedershausen), 50 St. 3. Kl. 15 fm, 10 rm Nutz⸗ scheit. Mittwoch, den 11. und Donnerstag, den 12. März, Vor⸗ mittags 10 Uhr. f d. Oberförsterei Schiffenberg. Eschenstämme von 15—40 em Durchm. und von 20—26 em Durchm. und 8—14 m Länge, mit 144 fm. bis 14 em Durchm. und 4— 10 m Länge mit 6,09 fm, 20 Fichtenderbstangen von 7 em Durchm. und 8 m Länge, mit 0,62 fm; Buchen: 29,9 xm Scheiter, 19 rm Knüppel, 1550 Wellen, 38 rm Stöcke; Eichen: 83,8 rm Scheiter, 28 rm Knüppel, 1800 Wellen, 1290 Wellen; Erlen: 17 rm Knüppel, 20 rm Stöcke; Weichholz: 6010 Wellen. Diens⸗ tag, den 10. März.— Abteilung Braunhof 3a, Sommerberg 35a, Kirchberg 39 Rückars 1 41, Brauhofsberg 42, 43. Buchen: 104,4 rm Scheiter, 51 rm Knüppel, 6110 Wellen, 104,8 rm Stöcke, Eschen: 9,5 rm Knilppel, 130 Wellen, 4 rm Stöcke; Eichen: 14,5 rm Knüppel, 1550 Wellen, 34,3 rm Stöcke; Nadel: 17,5 rm Kuüppe 2 Donnerstag, kunft an beiden Tagen jedesmal um 9 Uhr Morgens am Braubofsweiher. Das im Sommer- berg, Kirchberg und Rilckars lagernde Buchen-, Eichen- und Nadelscheiter-, und Stockholz, sowie das zerstreut liegende Nadelreisig im Häuserborn und Häuserseite wird 1115 5 5 9; 5 5 g vom 5 nicht vorgezeigt; es kommt gegen Mittag im Brauhofsberg zum Ausgebot; Steigliebhaber Stöcke; Weichholz: 4400 Wellen. wollen dieses vorher einsehen Stämme und Stangen mit 1,70 fm, Nadelholz: 9 Stämme mit 2,51 fm und 5 rm Eichen: 175 Stämme 1. und 2. Kl. Verkauf in der Wirtschaft zu Obershausen. Abteilungen Brauhof 1a, 1b, 3, 3—9 m Länge, mit 2,94 km, 3 Fichtenstämme 5— 9 5 gen. Holzver Horschbach, Rotherde und Dieb⸗ und 9 rm Stockholz, Weich⸗ Zusammenkunft werden im 3. Kl.= 25 km(Bau⸗ und Schneidstämme 4a und 4b. 11 118 Eschenderbstangen von 6 71 rm Stöcke; Nadel: —. e 5 5 5 steigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 9. März, Vormittags 9% Uhr beginnend, 5 5 Gießener von heute an für eigene Rechnunz in Betrieb genommen habe, bitte ich um geneigten Zuspruch, „Hochwarte“ versteigert: 37 Eichenstaͤmme mit 21,26 Fm., 1 Nadelstamm mit 1,01 Fm. 85 Rmtr. Buchenscheitholz, 158 Rmtr. Eichenscheitholz, 9 Rmtr. Aspenscheitholz, 491 Rmtr. Buchenknüppelholz, 101.5 Rmtr. Eichenknüppelholz, 7 Rmtr. Aspenknüppelholz, 6870 Wellen Buchenreisig, 760 Wellen Eichenreisig, 96 Rmtr. Buchenstockholz, 87 Rmtr. Eichenstockholz. Die Zusammenkunft ist auf dem alten Anneröderweg an der Happelswiese. Gießen, den 2. März 1896. Großh. Bülrgermeisterei Gießen. Indem ich einem geehrten Stadtwald, Distrikt El 2* 22 Geschäfts⸗ Empfehlung. mache, daß ich das in meinem Hause Liebigstrasse 71 befindliche — KRolonialwaaren⸗Gesehäft Aahah machen, ei sten dem, wa⸗ e cr ver , pürde er d pon sein T elne ung dene Beha . alge sein un Ten bei Unt hiesizen, sowie auswäctigen Publikam die ergebene Mitteilung Hochachtungsvoll Chr. Bischoff. rm Scheiter, 350 Wellen, 3 rm März. Zusammen⸗ Gießen, des de 2 ssc den 12 Armenkasse und Knüppel, Reisig⸗ Jagd⸗Verpachtungen. Langsdorf. 1 Freitag, den 13 März, dem Gemeindehaus dabier die Feld- und Waldjagd auf weitere sechs Jahre verpachtet. Gießen, den 4 Bekanntmachung. Der Entwurf des Voranschlags der Stadt Stidterweiterungsfonds, der 4 5 des städtischen Gas- und l liegt 8 Wasserwerks für das Etatsjahr 1896/97 in Gemäßbeit des Art. 83 — 13. Marz 1896 im Bürger meisterei- Gebäude— Zimmer Nr. 15— zur Einsicht der Beteiligten offen. März 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. a Lager fertiger Herren- und Knaben- Kleider. Tuch, Bukskin und Manufakturwaaren. Anfertigung eleganter Herren-Garderobe nach Maaß. S SDS e igt wetden, dus allen die chen dadon, d Aden agen u amen vermag . der Gewerb. knnen. Nun! sltet dur einen h durch eine een Großhe ahl hersehen w . Aenztin, wi c Ates beg * e den N J 2 der Städte⸗Ord⸗ ee, ee. eee ee n, Nachmittags 3 Uhr, wird auf Submissionen. Für Großherzogl. Landgericht und die Staatsanwaltschaft Gießen soll die Lieferung der für 1896097 erforderlichen Schreib materialien und die Fertigung der Angebotswege öffentlich vergeben werden und sind versiegelte Angebote und Muster der Mate rialien(Papiere, Packpapiere, Briefumschläge und Altendeckel) kostenfrei bis zum Eröffnungs termin Montag, den 23. März, Vormittags, 11 Ubr, auf der Gerichtsschreiberei Gr. Land- 33) niederzulegen gerichts Gießen(Justizgebäude, Zimmer Nr. mieten. Buchbinderarbeiten im sofort zu vermieten. Die Vergebung erfolgt unter Gnauth. Eins Wohnung, bestehend aus 5 Zim mern mit allem Zubehör nebst Pferde stallung per 1. April anderweitig zu ver— . Grüunbergerstraße 32. Der untere Stock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehös auf 377 Ludwigsstraße Nr. 3 324 den in Anlage A. zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, betreffend das Verdingungs Ein braves, tüchtiges 374 wesen, enthaltenen allgemeinen und den dabier aufgestellten besonderen Bedingungen, welche, 1 Dienstmädchen 1 eln wie auch der Tarif filr Buchbinderarbeiten, auf der Gerichtsschreiberei zur Einsicht offen liegen sucht zu Ostern Frau Dr. Hempel, Der Unterzeichnete, welcher das Konser⸗— Haus 1 i 4 bleibe r Dae brbebakten. 8 n 5 5 ete, welcher das Konser— 1 bezw. erhältlich sind Zuschlag bleibt 7 Tage vorbehalten Wallthorstr. 24, III. vatorium in Sondershausen(unter K 1 ge 2 Ein Lehrling gesucht. Leitung des Herrn Professor Karl Schröder) 82 f ö ache N. IU In O 0 O 2 DN H 45 II 1 S. Hermann Vogk, Backermeister, besucht hat, empfiehlt sich den geehrten Herr⸗ r 55 bank., droßen 0 5 340 Seltersweg. schaften, sowie Vereinen bei vorkommenden— Heute 2 I e hohe ö Sanspuesche gef biolin. 1 Schweinefleisch a Meiner verehrl. Kundschaft zur gefl. Nachricht, dass ich mein photo— 8 Hausbursche gesucht. Violin— und Clavierspiel 1 iber hisches Geschäft sei 5 8;. bz: Ein braver Bursche von 15 bis 17 Jahren 9 8 2 7 5 45 1 est graphisches Geschäft seit 1. April d. J. nicht mehr in meinem frühe- findet gute Stelle für sogleich nach auswärts Auch erteilt derselbe gründlichen Unterricht in uicht laden rein, pr. Pfd. ö b ren Atelier, Diezstrasse 4 ausübe, sondern in dem neuerbauten Alelier Näh, bei Frau Schmidt, Neustadt 59. 380 beiden Fächern 291 N 2 55 Chr. Hüttenberger, Musillehrer, 5 N 31⁴ Seltersweg 67. Junge Schnittbohnen, Cu ,,j,.g ens tueus Se No. 10. Aufnahmen fünden Nachmittags 5 Uhr statt. G. Mook, Photograph. zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Ein Lehrling gesucht bei 5 J. Klingelhöfer, Bäckermstr., Asterweg 26. I 2 Pfund von 35 Pfg. an, 226) Gießen, Weidengasse 8. 234 Empfehle meine Korb- und Stuhl⸗ Hochachtungsvollst flechterei zu soliden Preisen. in zuter Geschäftslage mit oder ohne Wohnung 8 Aug. Werner. Korbmacher, per 1. Juli zu vermieten. Exped. ds. Bl. Kleiner Laden Näheres in der Junge Erbsen, 2 Pfd. von 30 Pfg. an empfiehlt J. M. Schul bo 27