h, U Apen mieten l. Gießen, Sonnabend, den 7. März k Ausgabe Gießen. andeszeikun Nedaktion: N Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. D 2. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 8 —— 0 U Lokales und Provinzielles. Gießen, 6. März. Auch das gestern Abend im Cafe Leib vom Schlierseer Ensemble zur Aufführung gebrachte Volksstück„Jäger- blut“ erntete verdientermaßen den ungeteiltesten, oft zu stürmischen Aeußerungen übergehenden Beifall des Publikums. Das war nicht mehr allein, die Kunst der Wiedergabe, welche unwill— kürlich die Kritik herausfordert; das war pul- sirendes Leben, wahre Wirklichkeit, welche un— widerstehlich hinriß und den Zuschauer miterleben ließ, sowohl in der komischen, als in den tief ergreifenden Szenen. Bei allen Darstellern kam ihr bestes Können zum vollen Ausdruck, wir unterlassen es darum, Einzelnes besonders her— borzuheben. Die eingelegten Tänze und Ge— sänge, das Zitherduett und Streichzithersolo fanden die lebhafteste e Der Saal und die Gallerie waren fast vollständig aus⸗ verkauft. 5 5 Friedberg, 4. März. Der hiesige Vor⸗ schuß⸗ und Kreditverein erzielte im abge— laufenen Jahre einen Reingewinn von 46,040,734. Die Einnahmen und Ausgaben erreichten die Höhe von je 12,239,627,66 J. Die Mitglieder⸗ zahl beträgt 1073. * Friedberg, 5. März. Im geräumigen Steinhäußerschen Gartensaale veranstaltet der bor Jahresfrist gegründete„Wetterauer Ge— flügelszuchtverein“ in den Tagen vom 21. bis 23. März seine erste allgemeine Ge— flügel⸗ und Vogelausstellung. Den Mitgliedern und Freunden des Vereins soll da⸗ durch Gelegenheit gegeben werden, sich in den Besitz von gutem Rassengeflügel, hauptsächlich Nußgeflügel, zu setzen. Die Ausstellung wird Hühner, Fasanen, Pfauen, Gänse, Enten, Tauben, Ziertauben, Kanarien, sowie in- und ausländische Sing⸗ und Ziervögel umfassen, ferner Käfige und Gerätschaften zur Geflügelzucht, Futtermittel, Litteratur u. s. w. D. Z. Vom hessischen Maine, 4. März. In landwirtschaftlichen Kreisen geht man mit d Kessel. dem Plane um, in unsrer Gegend, aus welcher eslau. engührung, Handlungen. Swerlll. Twen Gesellschaft, tlektrischen Bahn Kastel⸗Biebrich-Wies⸗ alljährlich Zehntausende von Doppelzentnern startoffeln bis nach Schleswig und Dänemark bersandt werden, Kartoffelverkaufsgenossenschaften ins Leben zu rufen. Das Gleiche erstrebt man behufs geregelten Absatzes des Obstes. Die betreffenden Genossenschaften bestehen in ver— schiedenen andren Landesteilen seit Jahren und haben zumeist recht segensreich gewirkt. * Darmstadt, 4. März. Wie mitgeteilt bird, hat die Süddeutsche Eisenbahn— welche die Erbauung einer baden anstrebt, die Erlaubnis zur Vornahme cen heute nun von Vorarbeiten dazu erhalten. ernseife vollene Wich bleibt wei Furschen * Mainz, 4. März. Die Frage der Was⸗ serversorgung der Stadt aus der Gegend bon Weisenau nimmt immer greifbarere Ge— stalt an. In der gestrigen Sitzung der Wasser⸗ bersorgungskommission wurden den Mitgliedern derselben über die Ergebnisse der derzeitig vor⸗ enommenen Bohrversuche auf dem Gebiete der 5 ersonal heinischen Brauerei Mitteilungen gemacht, die Ius Peirungs' zur Stunde schon mit Sicherheit darauf schließen Asterweg lassen, daß das sehr teuere Kelsterbacher Projekt noch in weite Ferne gerückt wird. Sowohl in Bezug auf Menge als Güte sind die Ergebnisse der Wassergewinnung in Weisenau ganz über— raschende. Stadtv. Dr. Frank machte in dieser Sitzung Mitteilung über die Wasserverhältnisse auf der Jungenfelder Aue. * Mainz, 5. März. Für die am Samstag beginnende große Geflügel⸗ und Vogelaus⸗ stellung sind die Käfigreihen in der Stadt— halle jetzt aufgebaut und harren der gefiederten Gäste. Einige Stämme Hühner sind bereits ver— früht eingetroffen. Für das Wassergeflügel sind die Aufenthaltsräume auf der Terrasse der Stadt⸗ halle hergerichtet. Ueber 200 mächtige Tannen bekleiden die Wände der Ausstellungsräume mit frischem Grün und vier Mainzer Gärtner sorgen jetzt für die übrige gärtnerische Ausschmückuug des großen Saales, der Vorhalle und der Käfig⸗ reihen. In einem prächtig aufgebauten Gaben— tempel werden sich die Ehrenpreise für die Sieger im friedlichen Wettkampf präsentiren. Das Bassin um die Fontaine hat einen Durchmesser von 5,50 Meter erhalten. Für die Ausschmückung der Halle und die Aufstellung der Käfige hat der Bau- und Dekorationsausschuß einen Kredit von 2500 Mark bewilligt. Mainz, 4. März. Der Prozeß gegen den Uhrmacher Adam Toussaint aus Mainz wegen betrügerischen Bankerotts und gegen dessen Ehefrau Bertha, geb. Moens aus Belgien, dessen Bruder den Uhrmacher Wilhelm Toussaint und den Tapezierer Josef Kratzschmer, beide aus Mainz, wegen Beihilfe zum betrügerischen Ban⸗ kerott, ging heute Abend um 10 Uhr zu Ende. Die Geschworenen erklärten die drei Angeklagten des ihnen zur Last gelegten Verbrechens für schuldig, gegen den Angeklagten Kratzschmer sprachen sie das Nichtschuldig aus, billigten aber dem für schuldig Erkannten mildernde Umstände zu. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen Adam Touis saint 1 Jahr 8 Monat Gefängnis, gegen die Ehefrau Bertha Toussaint 8 Monate und gegen den Wilhelm Toussaint 5 Monate Gefängnis, ferner Abrechnung der erlittenen Untersuchungs—⸗ haft in Höhe von 11 Monaten. Das Ehepaar Toussaint sitzt nämlich seit Ende März v. J. in Untersuchungshaft. Das Gericht verurteilte hie— rauf den Adam Toussaint unter Abrechnung der erlittenen Untertuchungshaft von 11 Monaten zu 15 Monaten, die Ehefrau Bertha Toussaint zu 8 Monaten und den Wilhelm Toussaint zu 6 Wochen Gefängnis. Kratzschmer wurde frei— gesprochen. Die Ehefrau Toussaint wurde sofort in Freiheit gesetzt. Schwurgerichtssitzung. Gießen, 5. März. Augustin Seipel von Ulmbach hat er⸗ klärt, am 3. Januar das in Rede stehende Pferd gekauft zu haben, und zwar unter Gewähr für alle gesetzlichen und ungesetzlichen Fehler. Nach⸗ dem er das Pferd 2 Tage im Stall gehabt, hat er es zuerst angespannt und gesehen, daß das Tier vorn lahmte. Beim Kauf hat das Pferd bei seinem vielen Hin- und Herführen nicht gelahmt, obgleich es auch trab gelaufen. Der Schimmel sei im Laufe des Prozesses für 57 Nl versteigert. Seipel erklärt, selbst für diesen Preis das Tier nicht gewollt zu haben, es habe beim Ackern sich hingelegt und alle Viere von sich ge⸗ streckt. Den Kaufpreis hat Zeuge nicht gezahlt. Die Kosten des Prozesses sind von des Zeugen Bruder, dem Bürgermeister Seipel bezahlt, der den Prozeß auch geführt hat. Zeuge habe das Pferd ungefähr ein halbes Jahr gehabt. Auf Befragen des Verteidigers erklärt Seipel, er habe beim Kauf des Pferdes seine beiden Brüder und andere Zeugen zugezogen. Er sei 57 Jahre alt und gehe seit seiner Jugend mit Gäulen um, habe aber am Huf des Schimmels nichts Auf— fallendes bemerkt. Der Vorsitzende konstatiert, daß der Bürgermeister Seipel auch den Sommer angezeigt hat, der als weiterer Zeuge vernommen wird. Der Zeuge bemerkt, für ihn sei die Hauptsache das aufgenommene Protokoll gewesen. Nach dem Geschäft wurde das Tier eingespannt, ging wie ein Geisbock und schnappte vorn ein wenig. Sommer er⸗ klärte diesen Umstand damit, das Pferd sei schlecht beschlagen. Die Kosten des Prozesses wegen des Schimmels— mehr wie 600 ¼.— zahlte der Bürgermeister für seinen Bruder Augustin, aber wegen eines eventuellen Rückzahlens dieser Geld— summe durch den Bruder ist zwischen ihnen nicht gesprochen. Meyer Stern, Handelsmann, der Veranlasser des Pferdehandels, war beim Kauf und der Vorführung des Tieres zugegen. Ihm ist besonderes an den Hufen nichts aufgefallen. Der Gaul machte auf ihn den Eindruck des arg Mitgenommenen. Ihm hat Sommer erklärt, als er denselben später auf das Lahmen hinwies, bei ihm habe das Pferd nicht gelahmt.— Markus Seipel-Ulmbach, Bruder des Augustin und des Bürgermeisters Seipel, schil⸗ dert den Abschluß des Pferdehaudels zwischen Sommer und seinem Bruder Augustin wie dieser. Der Zeuge Amand Hergenröder von Ulmbach hat den Gaul für ein altes steifes Tier, über 6 Jahre alt, gehalten. So oft er das Pferd gesehen, hatte es den lahmen Gang. Franz Huber-Ulmbach war ebenfalls Zeuge des Pferdehandels. Als das Pferd anging, hat es auf ihn einen lahmenden Eindruck gemacht. Die Hufe des Tieres hat der Zeuge nicht be⸗ trachtet. Wenn das Pferd auf weichem Acker— boden ging, machte sich dessen Gang besser, war der Boden aber hart, dann hüpfte das Tier wie ein Hase.— Titus Huber von Ulmbach hat 14 Tage nach dem Kaufe den Schimmel in Steinau lahmend gefunden, er konnte nicht von der Stelle; woher aber das Lahmen kam, weiß der Zeuge nicht. Der Schmied Jobst von Ulmbach hat dem Schimmel die Eisen abge— nommen und neu aufgelegt, weil er schnappte. Einige Tage nachher wurde er von Seipel in dessen Stall geholt. Das Pferd konnte nicht gehen, doch hat er sich überzeugt, daß es am Beschlag nicht lag. Das Pferd hatte, wie er sich überzeugte, Flachhuf und Zwangshuf.(Hier folgt die Mittagspause.) Nachmittags 3 Uhr wird die Sitzung wieder eröffnet. Es werden vernommen die Zeugen Augustin Bräscher, Adam Jobst und Gebrüder Seipel. Kaufmann Höchster-Lauterbach depo⸗ niert, daß ihm Sommer im Jahre 1893 den Schimmel für 15. habe verkaufen wollen. Zeuge Keibel-Herbstein hat das Tier gezogen, in seinem Stall ist es 1887 geboren. Vom 4. Jahre ab habe man den fehlerhaften Gang des Tieres bemerkt. Er hat es damals vertauscht. Sein Wert war damals 300 4. Später kam das Pferd abermals in seinen Besitz, war aber sehr abgemagert. Er verhandelte dann das Pferd an Sommer gegen einen Braunen, er mußte noch 20, zulegen. Zeuge behauptet, er sei bei dieser Gelegenheit von Sommer gründlich hineingelegt. Die nächstvernommenen Zeugen sagen nichts be⸗ merkenswertes aus. Zeuge Schmied Klein⸗ Ilbshausen hat das Pferd beschlagen. Es hatte einen flachen Huf und lahmte. Es werden noch mehrere Zeugen vernommen, deren Aussagen mehr oder weniger für Sommer belastend sind. Zeuge Amtsrichter Beyke von Herbstein erklärt, den Angeklagten vor der Eidesleistung besonders ermahnt zu haben. Es war zu den Akten ein Schreiben und ein Gutachten des Tierarztes Nuß eingegangen. Der Amtsrichter machte Sommer darauf aufmerksam, daß, wenn er den Eid leiste, er wahrscheinlich ein Verfahren wegen Meineids gegen ihn einleiten werde. Sommer blieb aber dabei, er wolle den Eid leisten. Amtsrichter Beyke bekundete, daß der Angeklagte aus ver⸗ schiedenen Prozessen ihm als rechthaberischer Mensch bekannt sei.— Schluß der Sitzung abends 7 Uhr. Gießen, 6. März. Heute wird in der Verhandlung gegen Sommer fortgefahren. Die Zeugen Kaspar Dietrich II und III von Frauenstein sowie Heinrich Hergen⸗ röder von Lichenrod behaupten, daß der frag⸗ liche Schimmel gelahmt habe. Der Vater des Angeklagten, Feist Sommer, wird unvereidet vernommen. Er bestreitet, den Keibel gefragt zu haben, als er das Pferd das zweite Mal von ihm übernommen hat, ob das Tier lahme. Der Zeuge bestreitet, gesehen zu haben, daß das Tier geschnappt hat. Der Zeuge erklärt, er würde den Eid, den sein Sohn geleistet, in gleicher Lage selbst geschworen haben. Hufschmied Möller-Crainfeld hat den Schimmel ein Mal am Vorderhuf beschlagen und die fehlerhaften Hufe dabei gefunden. Das Tier habe gelahmt und er habe den Sommer darauf aufmerksam gemacht. Es kann 3 Jahre her sein, daß dieses passiert sei. Das Pferd habe der Angeklagte Nathan Sommer selbst zum Beschlag gebracht. Angeklagter bestreitet, mit dem Pferd bei Möller gewesen zu sein. Bürgermeister Schmalbach VI. von Crainfeld erklärt: Die Sommers treiben Handel. Er hat nie etwas Belastendes über sie gehört. Der Angeklagte sei etwas rechthaberisch. Der Pferde⸗ handel der Sommer sei unbedeutend, dagegen sei der Viehhandel, den sie treiben, sehr bedeutend. — Es folgte nun die Vernehmung der von der Verteidigung geladenen Zeugen. Hirsch Stern von Crainfeld hat am Tage des Verkaufs des Tieres an Seipel die Fahrt nach Ulmbach mit⸗ gemacht. Der Schimmel habe auf der Tour nicht gelahmt. Leopold Sommer von Crain⸗ feld hat das Tier 1892 für Mk. 151— er⸗ worben und nach 14 Tagen weiter verkauft. Loeb — —— Das Recht des Kindes. Von Reinhold Herrmann. (Fortsetzung.) Sylvia preßte die behandschuhte Linke einen Moment fest auf das ängstlich pochende Herz und atmete, tief und hörbar— dann war das letzte Zagen, das ihr aus einer niedere! Sphäre anhaftete, überwunden, und sie zog entschlossen die Glocke Ein ältlicher Mann in einer Dienermütze kam an das Gitterthor und öffnete dasselbe mit einer loflichen Frage nach ihrem Begehr. „Herr Schriftsteller König?“ wiederholte er nit einem lei en Beiklaug des Zweifels die Ant— hort der jungen Dame und warf einen flüchtigen Blick rückwärts zu zwei hellerleuchteten Fenstern des cberen Stockwerks hinauf; ich glaube nicht, daß ie ihn jetzt werden sprechen können. Aber wenn se sich hinaufbemühen wollen——? Zu Hause it er jedenfalls.“ Wenige Miuuten später stand Sylvia in dem Jorsaal der für sie heiligen Räume, in denen ihr Jater wohnte. Unter reichverzierter Bronzekrone, de an sich sa on ein Kun twerk war, ein achtecklger, wichtiger Tisch mit polierten Säulen und auf em Blccher und Bildwerk in reicher Auswahl, zum d Ls deil in offenen Mappen lose beieinander, größten— ils aber zu schwerhandlichen Prachtbänden ver— ente, Im Hintergrunde ein Werk der Plastik 150 wunderbar ergreifendem Eindruck— ein Dichter— 5 pffim richtigen Augenblick geistigeuvebensinnig erfaßt. — Sie kam nicht weiter. Schritte, vornehm ge— dämpft von weich den Fuß umschmeicheludem Teppich, nahten rasch von der Seite her, nach welcher der Diener mit Sylvias Karte verschwunden war, und gleich darauf trat Herr König über die Schwelle. Sylvia verschlaug die Gestalt des Vaters fast mit ihren Blicken, ihr Auge suchte in seinen Zügen nach einer Aehnlichkeit mit ihr, nach etwas Liebem, Auheimelndem, Blutsverwandtem, ach! es war dessen so viel darin, daß sie hätte aufjudeln, di Arme aus breiten und sich an sein Herz flüchten mögen. Er sah sie befremdet an. „Ich las auf Ihrer Karte einen dem meinigen gleichlautenden Familieunamen,“ begann er mit einem höflichen, leichten Neigen des Kopfes gegen sie„und dies bewog mich, Sie zu empfangen Darf ich bitten, daß Sie mir kurz sagen, was Ste zu einer so außergewöhulichen Stunde zu mir führte? Ich bin von der Arbeit aufgestanden.— Damit bot er freundlich einen Stuhl und sah ihr gespannt in die Augen, die verwirrt den Boden suchten. „Herr Kö..„ Papa“, sagte sie mit warmem Aufblick, mutig gegen das Zittern ihrer Stimme ankämpfend.—„Sie sehen Ihre Tochter vor sich, die Sie vor 18 Jahren als ein kleines Kind ver— lassen haben—“ Sie verstummte. Ueber das Gesicht des Mannes war eine blitzartige Ueberraschung gegangen. Er machte mit der Hand eine abwehreude Bewegung. „Sylvia? Ich hätte mich erinnern sollen“, sagte er daun gelassen;„die Karte sagte es ja. Darf ich wissen, was—“ „Was mich hergeführt? Sie fragten es schon eiumal—“ ihre Stimme klang fester, ihr Blick, heftete sich brennend, flehend auf die strengen, ruhigen Züge des Vaters.„Das Verlangen, einen Vater zu haben. Die Sehnsucht, mit ihm zu teilen, was mein sein sollte von Geburt. Nicht Ihren Reichtum, noch die Vorzüge der Stellung, die Sie ihr verdanken. Nur zu deuselben Eigenschaften des Charakters, zu dem überdurchschnittlichen Deines Geistes war ich legitimiert, Papa! Auf Deine Liebe hatte ich ein Recht!“ Er ging auf ihre Stimmung ein. Das frische, schöne Mädchenantlitz mit den dunkeln klaren Augen — die ganz jungfräulich vollendete Erscheinung ver⸗ mittelte durch seinen Künstlersien seinem Herzen eine wärmere Regung. Aber er blieb dennoch ein Mang, welcher mit der Zeit, die jetzt einen Schatten auf seine Erfolge werfen und den mühsam er— kämpften Frieden seiner heißen Natur durchbrechen wollte, sorgfältig abgerechnet hatte, ehe er sie wie einen falschen Posten aus dem Exempel seines Lebens ausstrich. Er stützte seinen Arm auf den Vorsprung eines französischen Kamins, der das Zimmer im Hinter— grunde zierte. (Schluß folgt.) Woher stammen die Namen unserer Münzen? Die älteste deutsche Münze ist der Kreuzer. Das Prägen der Münzen lernten die Deutschen von Missionaren aus dem byzantinischen(griechischen) Kaiserreich. Da man in diesem Reiche bereits zu Constantins des Großen Zeiten das Kreuz auf Münzen geprägt hatte, so wurde dies in Deutschland beibehalten, und so entstand der Kreuzer. Solche mit Kreuzer versehene Kupferstücke findet man noch in Münzsammlungen. Der Name Pfennig stammt her von dem althochdeutschen phantine(Pfand); Münzen dieses Namens kommen zur Zeit Ottos 1. (936 bis 973) vor. Ursprünglich waren es Silber- münzen, die aber später auch in Kupfer geschlag en wurden, so um 1300 in der schwäbischen Stadt Hall, weshalb diese Münzen den Namen Häller erhielten, woraus sich die Schreibweise Heller bildete. Unter Otto 1. wurden auch Schillinge geprägt, was die deutsche Bezeichnung für Brakteaten(Hohlmünzen) ist und vom althochdeutschen scilt(Schild) herkommt. Man könnte die Brakeaten daher auch Schildmünzen nennen. Um das Jahr 1300 kamen auch Dickpfennige vor, und da man im Mittelalter die Manie hatte, Alles zu latinisiren, so nannte man sie Grossus, woraus Groschen entstand. Auch der Name Mark stammt wahrscheinlich aus dem Lateinischen, näm⸗ lich von marcus(großer Hammer). Die Mark war die älteste deutsche Reichsmünze, ursprünglich ein Münzgewicht von 22, später(1042) von 16 Loth, wobei zur Ver⸗ hütung weiterer Werthverringerung ein Zeichen(Marke, also von marcus, Hammer, ein heiliges altdeutsches Zeichen) darauf angebracht wurde. 4 5 5 1 41 1 15 1 . 1 1 Stern, Viehhändler von Eugenrod, hat einmal eine Tour gemacht mit Sommers Schimmel. Das Tier ging dabei sehr flott, mußte natürlich angetrieben werden. Josef Schneider, Leine⸗ weber von Herbstein, hat 1893 den Schimmel im Schlitten gefahren. Das Pferd ging flott und schnappte nicht. Vermischtes. — Ein entwürdigtes Haus. Ueber den Unter⸗ nehmungen im alten Reichstagsgebäude in Ber⸗ lin schwebt ein Unstern. Ungeschick und Taktlosigkeit haben sich von dem Monat an, in dem es an private Unternehmer vermiethet wurde, die Hand gereicht und Alles, was darin begonnen wurde, diskreditirt. Die Aus⸗ stellung für Spiel und Sport ging jämmerlich in die Brüche, Konzerte, welche darin veranstaltet wurden, blieben unbesucht, eine geplante Obstausstellung kam gar nicht zu Stande, die Unternehmer liegen mit einander in Fehde, die Verunstaltung des historischen Gebäudes durch jämmer⸗ liche Reklameschilder rief die helle Empörung ganz Berlins hervor. Jetzt aber soll sich im alten Reichstagsgebäude etwas abspielen, das ohne lauten Protest nicht vor sich gehen darf. Es soll dort eine„Berliner Ausstellung für Kochkunst, Volksernährung, Bäckerei, Konditorei und alle verwandten Gewerbe mit besonderer Zerücksichtigung der Volksgesundheits⸗Pflege“ stattfinden, und zwar in den Tagen vom 21. bis 29. März. An sich läßt sich gegen den Plan sicherlich nichts einwenden, wenn das alte Reichstagsgebäude überhaupt solchen Aufgabeu zugeführt werden soll. Eine ganze Anzahl Interessenten mit guten vertrauenerweckeuden Namen ist in das Comitee einge⸗ treten und es hat sich ein Damenausschuß gebildet, der auch seinerseits die Bethätigung der Frau auf dem weit⸗ gesteckten Gebiete zur Darstellung bringen will. Beiläufig, so schreibt die„Nat.⸗Ztg.“, sei bemerkt, daß das Damen⸗ Comitee bereits mitgetheilt hat, es habe mit dem Haupt⸗ ausschuß nichts zu thun. Nun aber ging von letzterem dem Blatte eine Notiz zu folgenden Wortlauts:„Wäh⸗ rend der Ausstellung für Kochkunst ꝛc. vom 21. bis 29. März d. J. im alten Reichstagsgebäude findet auf ärztliche Anregung hin ein Wettessen statt. Dasselbe gibt dem siegenden Theil außer eines opu⸗ lenten Mahles Aussicht auf klingenden Lohn.“— Die „Nat.⸗Ztg.“ bemerkt dazu sehr richtig: Man traut seinen Augen nicht. Die Ausstellung„mit besonderer Rücksicht der Volksgesundheitspflege“ veranstaltet, wie sie behauptet,„auf ärztliche Anregung“, ein Wettessen! Das heißt mit anderen Worten: es werden Prämien in klingendem Lohn Demjenigen versprochen, der den„besten Rekord“ entweder im„Vielfressen“ oder im„Hinunter⸗ schlingen“ hat. Von jedem Sport, auch dem der rohesten und widerlichsten Art, ist dieser der elendeste und ge⸗ meinste. Die Ringer, Boxer und Schläger stellen ihre Hoffnung neben der brutalen Kraft doch immer noch auf Gewandtheit und Uebung. Die Wettesser und Wetttrinker rufen einfach Ekel hervor. Durch solche Schaustellun will man das Publikum in die Räume des alten Reichstags⸗ gebäudes locken. Für die voraufgegangenen Mißgriffe gab es vielleicht immer noch eine Entschuldigung und mildernde Umstände. Hier versagt aber jeder Versuch einer Begütigung. Auf eine schimpflichere Idee hätte man nicht verfallen können. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 6. März. In Frankfurt a. M. Karlsruhe i. B. und anderen deutschen Orten hat die Polizei bei Anarchisten(Huhu!) Haus⸗ suchungen vorgenommen. Die Ahuarchisten Henkel und Machner sind in Freiburg i. B. ver⸗ haftet worden. Es handelt sich jedenfalls darum, festzustellen, wie weit die Verbindungen der Anarchisten in Deutschland gehen. Hd. Berlin. 6. März. Die Anarchisten Berlins haben unter dem Namen„Freie auarchistisch-sozialistische Vereinigung“ eine feste Organisation geschaffen. Von den Mitgliedern werden Beiträge nach Belieben erhoben. Die Vereinigung wird mehr als bisher öffentliche Versammlungen abhalten. An der Spitze der Vereinigung stehen Gustav Landauer, Spohr, Petersdorf und andere Berliner Anarchisten. Hd. Wien, 6. März. Der Hof⸗ und Gerichts⸗Advokat Dr. Heinrich Franzos versuchte sich gestern im Prater durch einen Schuß in den Leib zu töten. Der lebensgefährlich Verletzte gab als Motiv der That äußerste Not an. Hd. Mährisch⸗Ostrau, 6. März. Während sich im Karwiner Bezirk die Situation bessert, nimmt im hiesigen Revier die Streikbewegung zu. Auf dem Dreifaltigkeits-Schacht mußte der Direktor nachts mit Aufsichtsbeamten einfahren, um einen drohenden Grubenbrand zu verhindern(?). Die Streikenden erhalten aus dem Auslande reichliche Gel dunterstützungen. Hd. Rom, 6. März. Der König wird trotz des entgegengesetzten Beschlusses des Ministerrats einen königlichen Prinzen, und zwar den Grafen von Turin auf den Kriegsschauplatz entsenden.— Der österreichische Militärbevollmächtigte in Rom drückte der italienischen Regierung die wärmste Teilnahme an dem Miß⸗ geschick der italien. Waffen in Afrika aus. Hd. Rom, 6. März. Die Oppositions⸗ blätter bezeichnen das diktatorische Auf⸗ treten Crispis als einen Skandal, welchen die Bevölkerung nicht dulden dürfe. Die Blätter verlangen, daß General Bara⸗ tieri nicht nur wie ein gemeiner Deser⸗ teur kriegsrechtlich erschossen, sondern daß auch Crispi und seine Anhänger in Anklagezustand versetzt werden. Der Krieg gegen Menelik koste täglich 1200 000 Frs. Diese Ausgabe würde noch verdoppelt werden, wenn weitere 30 000 Mann nach dem Kriegsschauplatze abgehen sollten. Hd. Amsterdam, 6. März. Von einer schrecklichen Feuersbrunst wurde in der vergangenen Nacht die Ort⸗ schaft Asperen heimgesucht. Viele Wohnhäuser sind ein— geäschert. 20 Personen sind umgekommen oder verbrannt. Privattelegramme der„Hessischen Landesztg.“ n. Duisburg, 6. März, 3 Uhr 20 Nm. Der Referendar Rotberg aus Berle⸗ burg, welcher den Kaufmann und Re⸗ serveoffizier Lehnzering im Duell tötete, m-: N zu zwei Jahren Festung verur⸗ eilt. 5 85 a. Hamburg, 6. März, 3.30 Nachm Der wegen Betrugs verfolgte Graf Wil⸗ helm von Wittenburg wurde heute Morgen hier verhaftet. 4 5 — Sterbefälle. Am 6. März. Heinrich Wittmann, 1 Monat, Sohn von Wirt Karl Wittmann dahier, Schanzen⸗ straße 2. Die Beerdigung findet Samstag, den 7. d. M., nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. Kirehliehe Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 8. März. Oculi. In der Stadtkirche. Vormittags halb 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr Militärgottesdienst: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags halb 3 Uhr Kinderkirche: Pfarrer Dr. Grein. Mittwoch, den 11. März, Abends 6 Uhr: 4. Passions⸗ andacht in der Stadtkirche: Pfarrer Dr. Grein. In der Johanneskirche. 8 Vormittags halb 10 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags halb 3 Uhr Kinderkirche der Lukasgemeinde:; Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann, Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde. N Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandensaal. 1. Petrusbrief, Mancherlei heilsame Mahnungen an Alt und Jung. Pfarrer Dr. Nau mann. 0 Mittwoch, den 11. März, 4. Passionsandacht. Siehe Stadtkirche. ö . Kap. 5, f freuzb falco! 15 110 Ver 0 besen u 1 U die so 10 10 Agetlächen ö l lobe, iber Gießen, . Etastaumer . Etraftae i halle, lle, 0 Aaglöhuers Künftigen Sonntag, den 15. März, wird im Abend-( hel gottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasgemeinde gefeiert werden. 1 Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmaun, beide in Gießen. 2 22 Holzversteigerungen. Oberförsterei Oberscheld 423 Eicheustämme— 172 fm, 170 Stangen 1, 179 2., 187 3., 70 4. Kl., 2 rm Nutzholz; 349 Buchenstämme— 277,54 fm, 11 Eschenstämme S. 3,52 fm, 11 rm Bu beurollscheit(1—2 mel. 25 em slark), 35 rm Hainbuchennutzholz(2 und 2,4 m lang), 2035 Nadelholzstämme 1585 fm, 107 xm Nutzscheit und Knüppel, 337 Stang. 1. 203 2., 100 3. Kl., 10 Erlenstämme— 5,99 fm. Unter dem Nadelholz befinden sich eine Menge starke Fichten(bis 8 im Gehalt) auch ausgezeichnetes Kiefern- und Lärchenschneidholz (Stämme bis zu 4 fm). Außerdem kommen aus dem Schutzbezirk Nanzenbach, Distr. Meer- vachstannen noch ca, 900 km schönes Fichtenstammholz zum Ausgebot. Die Abfuhr des Holzes kann größtenteils, sowohl nach den Stationen Dillenburg und Herborn der Deutz-Gießener Eisenbahn als nach dem Kreise Biedenkopf erfolgen, auch die Verladung auf der Station Nikolausstollen der mitten ins Revier hineinfilbrenden Scheldethalbahn ist für eine Anzahl der Schläge möglich— Das Ausgebot erfolgt beim Schneideholz und Rundholz 1. Kl.(über 2 fm) sowie bei den Lärchenstämmen einzeln, sonst in kleineren und größeren Loosen. Die betr. Förster zeigen das Holz auf Verlangen vor. Spezielle Angaben werden auf Wunsch gratis, Verzeichnisse der zu verkaufenden Hölzer gegen Entrichtung von 50 Pfennig für 100 Nummern geliefert Montag, den 9. und Dienstag, den 10. März, jedesmal Morgens 9½ Uhr. Zusammenkunft und Verkauf in Dillenburg(Deutz-Gießener Eisenbahn) im Hotel„Zur Stadt Frankfurt“. iefenbach(Braunfels, Gemeindewald). Distrilt Birken. Die abgehaltene Brenn- holzversteigerung ist nicht genehmigt— Distrikte Birken, Rauher Berg und Bruchdell. 440 Im Buchenscheitholz 1. Qualität, 125 rm Buchenknüppelholz, 5130 Buchenwellen, 76 rm Eichen— scheit⸗ und Knilppelholz, 1250. Wellen.. Montag, den 9 März, Vor mittags 9 Uhr. Zusammenkunft im Distritt Birken in der Nähe der Grube Würgengel Altenkirchen bei Hohensolms,(Gemeindewald). 1 Eichenstamm 1 Kl mit 3.51 fm, 16 Eichenstämme 2. mit 24,52 fm, 97 3. mit 54,61 fm, 78 4 mit 14,28 fm, 8 Eichenstangen 3. mit 0,16 fm, 6 Birkenstämme 3. mit 1,43 fm, 30 4. mit 4,63 fm, k Kiefernstämme 2. mit 5,43 fm, 164 3 mit 90,25 fin, 147 4. mit 30,81 fin, 12 Kiefernstangen 1. Kl. mit 1,08 fm. Mittwoch, den 11. März, Mittags 12 Uhr. Zusammenkunft und Verkauf im Gemeindehause Altenkirchen. 7 7 Fischerei⸗Verpachtung. Lich. Die auf den 9. März anberaumte Verpachtung der Fischerei in dem Ettings⸗ bäuser Bach kann an diesem Tage nicht abgehalten werden. Neuer Termin wird demnächst bekannt gegeben. Submissionen. Die bei der Herstellung von Einfriedigungen und Gartenanlagen zwischen der Landesuniversität zu Gießen vorkommenden Arbeiten als: 1. Erd- und Maurerarbeit(ca. 20 ebm Bruchsteinmauerwer!), verbunden mit Basaltlavalieferung(ca. 5, ebm) für Treppenanlagen ꝛc. 2. Zimmerarbeit(ca. 160 Ude. Mir Eichenholz⸗Spalierzaun). 3. Wasserleitungsherstellung(ca. 180 Ifde. Mtr. Rohrleitung nebst 3 Hydranten ꝛc.) 4. Erdbewegung zur Bodenregulierung(ca 170 ebm) verbunden mit Her— stellung von Plätzen und Wegen(ea. 1120 qm). 5. Lieferung von Humusboden(ea. 400 ebm) sollen auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden Die Angebo tunterlagen können im Amtslokal der Baubehörde für die Universitäts⸗Neubauten— Goethestraße 52— ein- gesehen und Angebotformulare daselbst bezogen werden.— Bezilglich der Bedingungen für die Bewerbung um diese Arbeiten und ihre Ausführung wird auf den Ministerialerlaß vom 16. Inni 1893 verwiesen. Die Angebote sind bis Montag, den 16 Marz, Vorm 11 Uhr, einzureichen Zuschlagsfrist 14 Tage. 5 8 8 Wieseck. Zur Herstellung einer Ueberfahrt am neuen Stallgebäude der Ge— meinde Wieseck soll Mittwoch, den 11 März, Nachmittags 5 Uhr, die Lieferung und Legung von Cementröhren unter den vor der Versteigerung noch näher bekannt gegeben werdenden Bedingungen auf dem Bülrgermeisterei-Bureau versteigert werden. 5 g Wetzlar. Die Lieferung der für das Armen⸗Institut pro 1896/97 erforderlichen 80 Paar Schuhe, 40 Paar Sohlen, 180 m Halbleinen, 50 m Kittelzeug, 150 m Beiderwolle, 80 m Gedrucktes, 60 m Köper, 33 m Futterbarchent, 20 fertige Knabenanzüge, 200 Laib Brod 1. Sorte, 6000 Laib Brod 2. Sorte, 38000 Weißbrödchen, 10200 kg Ochsenfleisch(ohne Bei— ube von Kopf, Hals oder Beinen), 200 kg Schweinefleisch, 50 kg Rindsfett, 25 kg Wurstfett, 0 kg Schweineschmalz, 100 kg Wurst, 25 kg Kalblleisch, 200 kg Weißmehl, 150 kg Vorschuß⸗ mehl, 50 kg Graupen, 175 kg Weizengries, 25 kg Hirse, 150 kg Kaffee, 60 kg Zucker, 30 kg Gesundheitskaffee, 25 bg Surogat, 50 kg Apf elkraut, Gießen. er He g der medieinischen und pfychiatrischen Klinik 50 Liter gereinigten Leberthran, 15 Liter Baumzl, 25 Liter Rüböl, 50 Liter raffinirtes Oel, 150 Liter Petroleum, 50 Liter Essig, 75 kg Schmierseife, 50 kg weiße Stangenseise, 75 kg schwarze Stangenseife, 15 kg Rauch tabak, 10 kg Rolltabak, 50 kg Soda, 62 kg Linsen, 50 kg Erbsen, 100 kg Bohnen, 125 kg Reis, 30 kg Nudeln soll im Wege der Submission vergeben werden. Lieferungslustige werden hierdurch eingeladen, ihre schriftlichen, versie alten Sub missionen unter der Adresse:„Sub⸗ misston auf Verpflegungs⸗ und Bekleidungsgegenstände für das Armen Institut Wetzlar nnd unter Beifügung von Proben bis spätestens zum Montag, den 9. Marz, Vorm 12 Ubr, auf dem Rathause daselbst abzugeben, wo auch die Lieferungs-Bedingungen eingesehen werden können. Marburg d. dd. Lain. Hotel I. Ranges. 2 In nächster Nahe des Bahnhofes, gegenüber der Post. Vorzügliche Betten. 5 ff. Küche. — Solide Preise.. Hausdiener zu jedem Zug am Bahnhof,(125 Inhaber: Julius Böminghaus. feinst. Tafelhonig, prä— Honig, miirt, versendet die 10 Pfd.⸗Dose zu 6 ½ Mk. franko. Garantie, Adolph Gerstenberg, Tapezier unfrank. Zurücknahme nicht konvenir. 145) Kirchenplatz 18 Sendung. Steinkamp, Großimkereien, .(Cboypenburg, Oldenburg 2 ar ler reine* Zum Aufarbeiten von garantiert reinen, nur Sophas und Matratzen. 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