1896. 0 Postzig. Nr. 3239a Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen, Sonnabend, den 5. Dezember andeszeitung. Gießen. Postztg. Nr. 3239a. Telephon⸗Nr. 112. Heinrich kbvangelische Dekanat Nidda, ebangelische Pfarrstelle zu Ranstadt, Dekanat Nidda, t dem Pfarxverwalter Heinrich Wolf endgültig übertragen. Ernannt wurden am 20. November 1. der Heizer bei den Oberhessischen Eeisenbahnen Martin Hartmann zum Lokomo— stbführer, 2. der Bremser Johann Dechert zum Schaffner, 3. der Hilfsheizer Ludwig Aff aus fseiskirchen zum Heizer, 1 Friedrich Fey aus Kohden und Peter Stom⸗ mel Vorsitzender, Jolferkin am Freitag, I Uhr, im ofs zum Einh. Direßtordetz arte, Hambun er die larfra noch keine Mit den gebeten, sich l. es anssgelegten Lifte ur Anmeldung netz sind. Familienas en frtien Zulritt, And Schüler geges her wle Der Vorseh nstraße mpfielt: 1 er, 4 Pfd. Ml.! ff. Echinken, Ausschnitt Ml. 0 hinken, gul gal d. M. 10„ sch. J Id, 907 rkäse, 1 pb. 00 Wart), ter Würsiche at 0 Ig 90 scher Würstcha ar 15 fg, liener Ele auen e otten 0 9 N 1 se Es nkase, aneß le 1 .: bon 3 bis 6 Uhr, Redaktion: . Kreuzplatz Nr. 4.. Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen: 10 Pfg. Tage nach Sonn- und Feiertagen. für die Zspaltige Petitzeile. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 2 eokales und Provinzielles. * Gießen, 4. Dezember. Ernannt der Gefangenwärter am Propinzial⸗Arresthaus in Gießen Heinrich Otto Wahl zum Ge— fangenaufseher Wirkung vom 14. Dezember d. J. an. Dem Pfarrer an dieser Anstalt * Gießen, 4. Dezember. olkewitz zu Monsheim Pfarrstelle übertragen worden. — aus Gießen zu Bremsern ssischen Staatsbahnen, * Gießen, 3. Dezember. Die liegen in der Zeit vom 5. bis 8. Dezember, bormittags von 9 bis 12 Uhr, und nachmittags für die Interessenten Buresu des Kammermitgliedes A. Heichelheim 12 Einsichtnahme offen, und müssen Einwen⸗ ungen gegen die Wahl selbst binnen der Frist angebracht werden.— Der Detalllisten⸗ erein kann mit diesem Erfolge zufried Mag dieses Beispiel andern Berufsständen zur Macheiferung dienen, denn vereinte Kräfte führen weit leichter zum Ziel. * Gießen, 4. Dezember.(Stadttheater.) Sudermanns„Morituri“ Abend zum zweiten Male zu mustergültiger Auf⸗ führung auf hiesiger Bühne. ünstlerinnen und Künstler setzten ihr bestes können ein und erzielten auch bei dem— leider Hur spärlich erschienenen— Publikum einen burchschlagenden Erfolg. Abend, gastiert bekanntlich Käthe Basté vom Lessingtheater in Berlin als„Kleiner Lord“. g bn wünschen der rührigen Direktion ein volles aus. gelangte Heute, * Gießen, 3. Dezember. chwurgerichts. Sitzung S beide Die von Steinfurth, lad Reitz, Anklage vertritt: Meineids. Staatsanwalt Dr. Güngerich. Die Verteidigung 1 Rechtsanwalt Grünewald.— Dienstag, den 8. Dezember, gegen Franz Milkan bon Schellen wegen Verbrechens gegen die vertritt Erster Sittlichkeit. Die Anklage iit zu Dauernheim, 4. die Hilfsbremser bei 5 11 sämtlich Wirkung vom 1. Dezember l. J. an. 1 Die Großherzogl. Handelskammer macht bekannt, daß bei der gestern vollzogenen Wahl gewählt sind der fandidat des Detaillisten⸗Veins dessen 8 Papierwarenhändler E. Balser it 57 Stimmen, Fruchthändler A. Katz mit 54 Stimmen und der Fabrikant Louis Hom⸗ herger mit 53 Stimmen. Wahlakten Die mitwirkenden Montag, den 7. De⸗ zember, gegen Heinrich Balzer und Kon⸗ Staatsanwalt Dr. Güngerich. Die Vertei⸗ digung führt Rechtsanwalt Weidig.— Mitt⸗ woch, den 9., und Donnerstag, den 10. Dezember, gegen Heinrich Eckstein II und Georg Ludwig Pauli, beide von Kirdorf, wegen Mein eids resp. Anstiftung und unternommener Verleitung dazu. Die Anklage vertritt Gerichts⸗Assessor Dr. Friedrich. Die Verteidiguag führen Rechtsanwalt Metz und Rechtsanwalt Grünewald.— Freitag, den 11., und Samstag, den 12. Dezember, gegen Heinrich Scheerer von Rüddings⸗ hausen wegen Verbrechens im Amt, Ur⸗ kundenfälschung und Betrugs. Die Anklage wird vertreten vom Staatsanwalt Zimmermann. Rechtsanwalt Kraft führt die Verteidigung.— Montag, den 14. Dezember, gegen den Eisenbahn-Assistenten Karl August Laatsch, früher in Butzbach, jetzt in Gießen, wegen Verbrechens im Amt. Die Anklage vertritt Gerichts⸗Assessor Dr. Friedrich. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Grünewald. Gießen, 4. Dezember. Von Offenbach wird geschrieben: Das Großh. Hauptsteueramt teilte mit, daß das Großh. Ministerium der Finanzen den von der Handelskammer bean⸗ tragten Anschluß des Hauptsteueramts an die Stadtfernsprechanlage genehmigen will, wenn die Handelskammer die Hälfte der Kosten übernimmt.— Die Handelskammer hat sich zu der Uebernahme der halben Kosten bereit erklärt. — Für Gießen zur Nachahmung empfohlen. Steinberg, 2. Dezember. Am Sonntag wurden die Mitglieder des Krieger-Vereins auf Veranlassung des Verbandsvorsitzenden, Post⸗ sekretär Meyer aus Gießen, zu einer Ver- sammlung eingeladen. Die Einberufung der Versammlung geschah aufgrund der Denunzfation eines Mitgliedes, die darin gipfelte, als hätten sich mehrere Kriegervereinsler gelegentlich der Wahl als sozialdemokratische Agitatoren entpuppt. Thatsächlich war an der ganzen Sache nichts weiter, als daß einige Mitglieder des Kriegervereins, die einer antisemitischen Ver⸗ sammlung beiwohnten, in der man, wie gewöhn⸗ lich, von einer Bureauwahl nichts wissen wollte, energisch für eine solche eintraten. Herr Meyer, der sich für verpflichtet gehalten, die Sache zu untersuchen, erklärte aufgrund dessen, zu irgend welchen Maßregeln keine Veranlassung zu haben. Von einzelnen Beteiligten wurde dem Sinne nach ausgeführt, daß sie die Eigenschaft als Mitglied des Krieger⸗ vereins nicht bestimmen könne, bei einer Reichs⸗ tagswahl ihre Interessen als Arbeiter hintenanzustellen. Der Denunziant aber, der schon mehr Unfrieden unter den Mitgliedern gesät hat, hat sich durch diese„edle That“ in ein besseres Licht stellen und sich vor dem bevor⸗ stehenden Ausschluß aus dem Verein retten wollen. * Neu⸗Ulrichstein, 3. Dezember. In der Arbeiterkolonie waren zum heutigen Ter⸗ mine 68 Arbeits-, bezw. Stellenlose, darunter 17 aus dem Großherzogtum, 9 aus wurde ist die Die den mit im gleichen en sein. gestern Freitag en des wegen Erster dem Regierungsbezirk Kassel, 10 aus dem Re⸗ gierungsbezirk Wiesbaden. Arbeiter waren es 42, Kaufleute 4, Anstreicher, Bäcker, Gärtner, Schneider, Schuhmacher je 3 usw. Man zählte 1472 Arbeits-, 1700 Verpflegungstage. Auf eigenen Wunsch wurden 8, weil ihnen die Arbeit zu schwer 2 Mann entlassen. Die Anstalt hat im ganzen jetzt 3147 Mann aufgenommen. * Butzbach, 3. Dezember. Den Ehenleuten Jakob Meier und Frau, geb. Bendheim, hier, wurde anläßlich der Feier ihrer goldenen Hochzeit ein Ehrengeschenk des Groß⸗ herzogs übermittelt.— Bei der am 30. November in Niederweisel abgehaltenen Stichwahl wurde Herr Georg Dietz mit 139 Stimmen zum Beigeordneten für die Gemeinde Nieder⸗ weisel gewählt. Herr Jakob Winter erhielt 118 Stimmen. * Darmstadt, 3. Dezember. Infolge der bevorstehenden neuen Eisenbahnorganisa⸗ tion wird Finanzrat Welcker mit Wirkung vom 1. April k. J. der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. zugeteilt, während Oberfinanz⸗ assessor Dr. Clemm Mitglied der neu zu er⸗ richtenden Eisenbahndirektion Mainz wird. Beide Herren waren seither im Finanzministerium beschäftigt. * Darmstadt, 3. Dez. Bei der Heran⸗ ziehung der Reichsbank zu den Gemeinde- umlagen handelt es sich um die Gemeinde⸗ Einkommensteuer; zur Gewerbesteuer ist die Reichsbank von der Gemeinde bereits heran— gezogen. Der Provinzialausschuß Darmstadt hat sich nun für die Heranziehung der Reichs⸗ bank zur Gemeindeeinkommensteuer ausgesprochen, während der Kreisausschußantrag Darmstadt in einer früheren Sitzung gegenteiliger Meinung war. * Mainz, 3. Dezember. Die städtische juristische Kommission hat in ihrer gest⸗ rigen Sitzung das Statut des städtischen Arbeitsnachweises nach dem Gießener Muster mit einigen von sozialdemokratischer Seite gestellten Anträgen angenommen. Ge⸗ ändert wurde der Titel, indem an Stelle des Wortes„Arbeitsnachweis“ die Vezeichnung „Städtisches Arbeitsamt“ gewählt wurde. Der Strikeparagraph, wonach das Ar⸗ beitsamt bei Strikes seine Thätigkeit für die Beteiligten einstellt, falls nur von einem Teil das Gewerbegericht als Einigungsamt angerufen wird, wurde beibehalten und im§ 1 wurde be⸗ stimmt, daß das Arbeitsamt fremden Arbeitern auch über Wohnungs⸗ und Lebensverhältnisse Auskunft geben soll. Den letzten Passus hatte die Regierung in der früheren Vorlage ge⸗— strichen. * Mainz, 3. Dezember. Die Militär- behörde hat an sämtliche Intendantur⸗ beamte der Reserve oder der Landwehr, die des Reitens nicht kundig sind, das Ersuchen gestellt, alsbald Reitunterricht zu nehmen, damit sie nötigen Falls Proviant⸗ oder Muni⸗ tionskolonnen zu Pferde begleiten können.— An der städtischen Gasfabrik wurde gestern einem Arbeiter, der zwischen einen Wagen und das Thor geraten war, die Brust ein- gedrückt.— Einem Ackersmann aus Weisenau gingen die Räder seines Wagens über die Oberschenkel, wodurch der Mann schwer verletzt wurde. Mainz, 3. Dezember. Bei der Station Weiterstadt(Strecke Darmstadt⸗Mainz) ent⸗ gleiste heute früh durch Achsenbruch ein Güter- zug. Der Unfall verursachte eine größere Ver⸗ kehrsstörung. Die herausgesprungenen, zum Teil mit Frucht beladenen Wagen versperrten beide Geleise. Der Verkehr wurde durch Um⸗ steigen vermittelt, was für die Züge mit stunden⸗ langen Verspätungen verknüpft war. Gegen halb 9 Uhr war ein Geleise frei, das zweite dürfte nachmittags fahrbar werden. * Mainz, 3. Dez. In der Angelegenheit der Errichtung einer genossenschaft⸗ lichen Zuckerfabrik für die Provinz Rhein⸗ hessen angestellte Erhebungen ergaben, daß in den letzten Jahren in Rheinhessen etwa 7600 Morgen mit Zuckerrüben bebaut gewesen sind, davon im Kreise Worms etwa 5100 Morgen, im Kreise Alzey etwa 1100 Morgen, im Kreise Mainz etwa 780, im Kreise Oppenheim etwa 480 Morgen. Den stärksten Rübenbau haben die Orte zwischen Alzey und Monsheim, zwischen Osthofen und Guntersblum und das Eisbach⸗ thal. Neuerdings sind durch die Eröffnung der Linien Bodenheim—Alzey und Wendelsheim— Essenheim neue Rübenbaugebiete dem großen Verkehr erschlossen worden. Mainz, 3. Dezember. Der gefährliche Einbrecher Ziegler von Pettau, der wegen Einbruchs bei einer Krankenkasse in Worms zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt war und Reviston eingelegt hatte, ist heute Nacht ent- sprungen. * Worms, 3. Dezember. Unsere Polizei macht einen recht praktischen Gebrauch von der wegen„Wässerung“ konfiszierten Milch. Gestern wurden etwa 70 Liter verwässerter Milch, die zwar minderwertig, aber keineswegs gesund⸗ Nee ist, an bedürftige alte Leute verteilt. Vermischtes. — Ueber die moderne Fahrrad⸗Industrie sprach kürzlich Herr Ingenieur Alexis Schleimer in der letzten Versammlung des Vereins deutscher Ingenieure in Berlin. Das Fahrrad, so führte der Vortragende aus, ist eine deutsche Erfindung, denn zwei Nürnberger, ein Uhrmacher und ein Zirkelschmied, kamen um die Mltte des 17. Jahrhunderts zuerst auf den Gedanken, zwei in eine Linie gestellte Räder durch ein verbindendes Gestell mit Sattel zu einem„Triumphwagen“ genannten Vehikel zu gestalten, und der Oberforstmeister Willi von Dräse hat im Jahre 1816 die Idee der beiden Nürnberger wieder aufgenommen. Allein die„Dräsine“ blieb nur ein Spielzeug, bis 1867 Michand in Paris die Pedale er⸗ fand. Mit dieser Verbesserung war der Boden für die praktische Verwertung des Fahrrades gegeben. Dennoch dauerte es noch länger als zwanzig Jahre, ehe diese Folge eintrat. Für den Techniker, der die Entwickelung Mächte der Finster Roman von Helmuth Wolfhard (Fortsetzung.) Milow zu nehmen. an aus dienstlichen Rücksich en nicht gut zuführen ist.“ N „Ja, er ist ein unverbesserlicher Trin tätigte Einer.„Ich habe diese Leidenschaft lalb scherzend und halb im Ernst gewar Nilow ist im Grunde ein tüchtiger Kerl, ühlte ihn früher zu meinen besten Freunden. is war kein Halten mehr auf der schiefen Bahn. Mit dem Tode seiner Frau fing es an. Die Beiden satten eine wahrhaft rührende Liebe für gehabt, und als das junge, gackte den Milow die Verzweiflung so naß wir glaubten, Davor ist er nun nis. Nachdruck verboten.) „Was hat er angestellt?“—„Ist es denn so schlimm gewesen?“—„Erzählen Sie doch, Herr Inspektor!“ ertönten mehrere Stimmen. Alle schie⸗ sen ein gewisses Interesse an dem Packmeister „Es sind da Dinge vorgekommen, über welche ann“, lautete die ausweichende Antwort,„aber Sie lennen den Mann ja zur Genüge, um zu wissen, auf welche Ursache schließlich Alles bei ihm zurück n ihm heranwachsen sehen und habe ihn oft genug blühende Weib plötzlich sach einer Krankheit von wenigen Stunden starb, er würde sich ein Leid anthun. freilich bewahrt geblieben, denn * versuchte es eben auf audere Weise, seinen Schmerz wenigstens vorübergehend zu beta Gorher hatten ihn die Bekannten oft mit seiner übermäßigen Nüchternheit und Enthaltsamkeit auf⸗ gezogen; jetzt aber sahen wir ihn zu unserer Ueber⸗ raschung zum ersten Male schwer berauscht. Und wenn er auch für die Zukunft der verderblichen Neigung zeitweilig noch Herr zu werden vermochte, so fiel er ihr doch nach kurzer Besserung immer von Neuem zum Opfer, und es war am Ende vor⸗ auszusehen, daß sie ihn früher oder später seine Stellung kosten müsse.“ „Hat er denn gar keine Kinder?“ warf ein Anderer dazwischen. „Ja, einen Jungen, um den es mir noch mehr leid thut als um den Packmeister, der am Ende sein Schicksal selber verschuldet hat. Bernhard war beim Tode der Mutter ein hübsches Kind mit den besten Anlagen; aber bei dieser unglückseligen Schwäche des Vaters konnte natürlich nichts Ordentliches aus ihm werden. Erst wollte Milow den Knaben selber erziehen, aber er gab den Gedanken bald auf; denn nachdem er ein paar Mal betrunken nach Hause ge⸗ kommen war, fürchtete sich das Kind vor ihm und er schämte sich vor dem Kinde. Er gab den kleinen Bernhard dann nach auswärts in Schule und Pension; aber obwohl er verhältnißmäßig große Opfer für seine Erziehung brachte, mußte er viel Ungemach au ihm erleben. Der Junge war zu sehr an die treue, sorgsame Liebe einer vortrefflichen Mutter gewöhnt gewesen, als daß er so schnell hätte lernen können, sich unter einer fremden Zucht⸗ rute zu beugen. Wohl zehn Mal lief er davon und marschierte oft Tage lang, ohne auch nur einen Pfennig in der Tasche zu haben, nach Rothhaide zurück. Der Packmeister hatte sich's in den Kopf 1 sprechen ker“, be⸗ langsam nt, denn und ich Aber einander gewaltig, betäuben. unter solchen Umständen natürlich nichts werden, und vor einem Jahr hat er ihn denn endlich weit von hier bei einem Maschinenbauer in die Lehre gegeben. Er soll eine große Geschicklichkeit für diesen Beruf haben, und hoffentlich ist er inzwischen auch einigermaßen zur Vernunft gekommen.“ „Das wäre zu wünschen“, meinte der Inspektor, „denn von dem Vater wird er nicht mehr viel zu erwarten haben. Der Mann hat sich unter dem Einfluß des Branntweins so traurig verändert, wie ich es nie zuvor bei einem andern Menschen gesehen habe. Wenn er nüchtern ist, läßt es sich ja trotz seiner Wortkargheit und Menschenscheu noch einiger— maßen mit ihm auskommen, sobald aber die bösen Geister des Rausches ihre Herrschaft über ihn ge⸗ wonnen haben, ist nichts mehr mit ihm anzufangen, und man thut am besten, ibm weit aus dem Wege zu gehen. Es ist dann etwas Wildes und Tückisches in feinen Augen, das mich manchmal geradezu un— heimlich berührt hat.“ „Und war es denn nicht wirklich nur ein glück— licher Zufall, daß der Bauer Steffens mit dem Leben davonkam, als ihn Nilow einmal in der Trunkenheit niedergeschlagen hatte? Drei Tage vor— her hatten sie einen ganz unbedeutenden Wortwechsel mit einander gehabt, und Steffens dachte kaum noch an den kleinen Streit, als er den Packmeister auf dem schmalen Feldwege daher kommen sah. In demselben Augenblicke aber, als er dem Milow ganz freundlich einen„Guten Abend!“ bietet, erhält er einen Schlag über den Kopf, daß er wie tot zu— sammeubricht. Hätte Steffen nicht einen so harten gesetzt, ihn studieren zu lassen; daraus konnte aber nicht durch die dicke Pelzmütze einigermaßen abge— schwächt worden, so würde ihm wohl kein Doktor mehr auf die Beine geholfen haben. Milow konnte von Glück sagen, daß der Andere gutmütig genug war, keinen Strafantrag gegen ihn zu stellen, denn wer weiß, was für ein bedenkliches Aussehen die Sache drinnen der Stadt vor dem grünen Tische gewonnen hätte.“ Auch einige Andere stimmten dem Erzähler darin bei, daß sie den Packmeister Milow für einen äußerst rachsüchtigen und in der Berauschtheit ge⸗ radezu gefährlichen Meuschen hielten, und Einer erwähnte noch, daß er dem so übel beleumundeten Manne in der Frühe dieses Tages fast eine Meile hinter Rothhaide auf der mit dem Bahndamme parallellaufeuden Landstraße begegnet sei und daß er sich über das wilde und verstörte Aussehen des Packmeisters, der sich aus irgend einem unbegreif— lichen Grunde vor ihm zu verbergen gesucht, sehr gewundert habe. Dann kam die Unterhaltung an dem runden Tische auf andere Diuge, und als sich gerade jetzt der einsame, grauhaarige Herr aus dem halbdunklen Hintergrunde des Wartezimmers erhob, um nach einer nochmaligen ungeduldigen Vergleichung der beiden Uhren durch die auf den Bahnsteig hinaus— führende Thür zu verschwinden, da wendete sich durch eine hingeworfene Bemerkung des Bahnhofs inspektors das Gespräch auf ihn. (Fortsetzung folgt.) Bauernschädel und wäre die Wucht des Schlages 9 * 2 — . 5 —— Ä 2 5 * miterlebt und beobachtet hat, liegt die Ursache der an⸗ scheinend unbegreiflich langsamen Entwickelung seit 1867 ziemlich klar. Mit Anbringung von Pedalen war zwar ein bedeutender Fortschritt gemacht worden; aber ein Fahr⸗ rad wog noch immer 80 Pfund und seine praktische Ver⸗ wendbarkeit litt unter dem Festhalten an dem Hochrade, dessen Handhabung schwer zu erlernen und das unter allen Umständen gefährlicher ist, als das später erfundene Niederrad. Bevor das Fahrrad wirklich praktisch war, mußten noch eine Menge Verbesserungen ersonnen werden. In England, wo seit 1871/72 etwa das Fahrrad fabrik⸗ mäßig hergestellt wird, ersetzte man zunächst die schweren Holzspeichen durch Stahldrähte. Bald auch belegte man den Radkranz mit Gummi. Später glaubte man durch das Dreirad einen großen Wurf zu thun, was sich aber in der Folgezeit als ein Fehlschluß erwies, denn das Ende der 80 er Jahre erfundene Niederrad trat alsbald in den Vordergrund des Interesses. Das Gewicht des Rades wurde immer geringer. Man lernte das Gestell aus Gasrohr formen, man versah das Niederrad mit einer Uebersezung, die am Hochrade nur in sehr be⸗ schränktem Grade anzubringen ist, man wußte die Kette zwischen Pedalrad und Zahngetriebe an der Hinderradachse immer vorteilhafter zu konstruieren. Endlich erfand der Engländer Dunlop 1888 den Pneumatikreifen, der als die Krönung der Erfindung des Fahrrades anzusehen ist. Seine Andwendung hatte die von uns miterlebte Folge, daß fast plötzlich das Fahrrad in die allgemeinste Auf⸗ nahme kam. Seit Einführung des Pneumatik in Deutsch⸗ land sind sechs Jahre verflossen. In dieser Zeit sind über eine Million Fahrräder in Deutschland fabriziert worden. Die Leichtigkeit, Schnelligkeit und Bequemlichkeit der gegenwärtigen Form des Niederrades ist allein dem Pneumatik zu danken. Das Gewicht ist auf 20 bis 25 Pfund herabgekommen!— Der Redner gab alsdann eine Kritik der verschiedenen Bauarten, sowie der noch wünschens⸗ werten Verbesserungen. Als zu beseitigende Mängel gelten ihm u. A. die Hartlötung der Rahmenteile, vor allem jedoch die Ketten⸗Uebertragung; doch giebt es bisher noch nichts Besseres. Von großem Interesse war, was der Rebner von der kolossalen Verbreitung des Fahrradbaues in Amerika und England erzählte. Verglichen damit wird Deutschland noch Jahre bedürfen, ehe es die gleiche Stufe des Fahrradbaues erreicht. In ganz Deutschland sind im letzten Jahre 300 000 Räder gebaut worden, eben⸗ soviel als allein in Coventry und Birmingham in der gleichen Zeit gefertigt wurden, wo jetzt bereits die ganze nächste Jahresproduktion ausverkauft ist. Da Deutschland 1895 noch 140 000 Fahrräder eingeführt hat, und der Konsum noch bestäudig zunimmt, so ist noch eine große Ausdehnung unserer Fahrrad⸗Fabrikation möglich, be⸗ sonders da ein Export nach Rußland in bestimmter Aus⸗ sicht ist. Man darf auf das Anhalten dieser Verhältnisse für die nächsten zehn Jahre wohl mit Sicherheit rechnen; denn das Fahrrad ist ein wichtiges Verkehrsmittel geworden. — Ein herrenloser Hauptgewinn. Ein glücklicher Gewinner wird gesucht. Am 22. Oktober hat bereits die Ziehung der 13. Landesausstellungslotterie stattgefunden. Von größeren Gewinnen ist bis jetzt der vierte Hauptgewinn im Werte von 10000& auf Loos⸗ nummer 299 259 noch nicht abgeholt worden. Die nicht bis 1. Dezember geholten Gewinne werden versteigert und der Erlös noch bis zum 30. Dezember gegen Rückgabe der Gewinnlose ausgefolgt. Nach diesem Termin ist er zu Gunsten des Ausstellungsunternehmens verfallen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 7. Dezember 1396, vormittags 9/ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Distrikten Franzosenschneise und Alte Viehweide(hinter dem Exerzierplatz) versteigert werden: 946 Fichten⸗ und Kiefernstämme mit 301,78 fm, 1165 Fichtenstangen mit 143,75 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger⸗ 1312 — Der„gröbste“ Zeitungsschreiber. Im humoristischen Teile der Schweizerischen Wochenzeitung stand kürzlich zu lesen: Saßen da jüngst einige Journa⸗ listen beisammen und besprachen die Personalien der schweizerischen Journalisten. Man meinte, die ältesten im Beruf sind Condrau(Gazetta Romanscha) und Stephan Born(„Basler Nachrichten“), die reichsten Micheli(Jour⸗ nal de Geneve) und Zellweger(Allgemeine Schweizerische Zeitung), die gröbsten Dürrenmatt(GBuchsizeitung) und Attenhofer(„Stadtbote“), die jüngsten Wettstein und Schurier(von der„Züricher Post“), aber die liebens⸗ würdigsten seien Baumberger(von der„Ostschweiz“) und der ewig ledige Bühler(vom„Bund“). Darauf ant⸗ wortet Attenhofer(einer der Gröbsten) im„Stadtboten“ dem Redakteur der Schweizerischen Wochenzeitung(Jean Frey) folgendermaßen:„Dein Register hat ein Loch, großer Versicherungs-Hauptmann. Du hast unter den schweizerischen Journalisten den dümmsten weggelassen— aber ich kanu es Dir nicht verargen.“ — Die Barrisons in Amerika. Lona Barrison, eine von den fünf storchbeinigen„Schwestern“, die man in Berlin einst gesehen haben mußte, wenn man für„voll“ gelten wollte, stand jüngst in Newyork wieder einmal im Mittelpunkte des Tagesgesprächs. Lona hat sich jetzt ein Reitpferd zugelegt, das auf den Namen „Maestoso“ hört, und ein Verehrer der edlen Dame, der in Newyork durch seine„göttliche Schönheit bekannte „Graf“ Georg Keßler, Vertreter einer Champagnerfirma, hat Lonas vierfüßigem Liebling Hufeisen im Werte von 500 Dollars geschenkt; diese Huf, eisen“ sind nämlich aus purem Platin. Der„Graf“ hat infolge dieses Geschenks einen Bruchteil von Lonas Liebe erhalten, die im Ueb⸗ rigen dem„Maestoso“ gehört. Die„Sister“ brannte natürlich vor Begierde, den platinbehuften Hengst öffent⸗ lich zu zeigen, und dazu schien sich in der großen Pferde⸗ Ausstellung, die dieser Tage in Newyork stattfand, eine vortreffliche Gelegenheit zu bieten. Schön-Lona wollte persönlich den Hengst vorführen und hatte sich zu diesem Zwecke ein Kostüm zurecht gemacht, wie Eva vor dem Sündenfalle: oben nichts und unten nichts und in der Mitte auch sehr wenig. Außerdem bestand dieses Urbild edler Weiblichkeit darauf, nach Männerart zu reiten— sie wollte eben gar zu gern eine wirksame Reklame haben. Der Zuschauerraum war natürlich dicht besetzt, denn Jedermann erwartete sich ein seltenes Fest. Aber Herr Clarke, der Leiter der Pferdeausstellung, machte der holden Lona einen dicken Strich durch die Rechnung, indem er ihr verbot, im„Badekostüm“ die Bahn zu betreten. Lona schmollte und grollte und tollte, aber es nützte ihr nichts, und wütend verließ sie schließlich die Halle, mit der Erklärung, sie werde die„Horse Show Asso ciation“ um 50000 Dollars Schadenersatz verklagen! Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 6. Dezember, 2. Advent. Gottesdienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Dingeldey Nachmittags 2½ Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für die Markusgemeinde. Zu dieser Feier wird besonders die Pfarrer konfirmierte Jugend der Gemeinde eingeladen. Anmel⸗ dungen zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Donnerstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr: Bibel⸗ stunde im Konfirmandensaal, Neustadt 61, Pfarrer Schlosser. Am Sonntag, den 13. Dezember(3. Advent) findet im Abendgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die Matthäusgemeinde statt, wozu besonders auch die kon⸗ firmierte Jugend der Gemeinde eingeladen wird. An⸗ meldungen werden zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche: Vormittags 97¼ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst der Johannes⸗ gemeinde. Pfarrer Dr. Naum ann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. Montag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Matth. Kap. 5, Vers 20 usw. Pfarrer Dingeldey. Künftigen Sonntag, den 13. Dezember,(3. Avent) Beichte und heiliges Abendmahl für die Johannesgemeinde. (Insbesondere sind auch die Neukonfirmierten der letzten Jahre eingeladen.) Ueber die aus unserer Gemeinde eingegan genen Gaben für die Waisen und Witwen der ermor⸗ deten christlichen Armenier sei folgendes mitge⸗ teilt: Es wurden übergeben an Pfarrer Dr. Naumann 550 J 50 3, an Pfarrer Schlosser 17, an Pfarrer Dingeldey 45, an Pfarrer Dr. Grein 56, 54&. (Darunter 7 4& von den Kindern der Kinderkirche.) Als Kirchenkollekte am Todtenfest gingen ein in beiden Kirchen und der Friedhofskapelle 187, 17. Ins⸗ gesamt wurden demnach für die Armenier aus unserer Gemeinde gespendet 856 Mack 21 Pfennige. Hier⸗ von wurden 70/ 50 c bereits besonders abgeschickt; heute werden die übrigen 785/ 71“ nach Berlin ge⸗ sandt. Allen freundlichen Gebern, insbesondere auch dem Spender der Gabe von 500 Mark, sei aufs herzlich ste gedankt. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 4. Dezember. Dem„Vor⸗ wärts“ wird aus Hamburg gemeldet: Gestern sind 40 schwedische Arbeiter wieder abgereist. Der dänische Land⸗ arbeiter⸗Verband schickte 10 000 Kronen (11250 Mark). Auf 150 Schiffen, die im Hafen liegen, wird keine Hand angerührt.. Hd. Berlin, 4. Dezember. Die dritte Lesung der Strafprozeßnovelle wird Donnerstag, den 10. d. M. im Reichstag statt⸗ finden. Das Zentrum hat gestern Abend über seine endgültige Stellung hierzu beraten. Hd. Berlin, 4. Dez. Wie die„Nat.⸗Ztg.“ hört, hat das Zentrum mit der Regierung über die Justiznobelle die Kompromiß⸗Ver⸗ handlungen begonnen. Seine Führer sind bereit, die Besetzung der Strafkammern mit fünf Richtern preis zu geben, ebenso die Beseitigung des Zeugnißzwanges gegen die Presse. Die Be⸗ rufung soll nicht an das Ob 0 sondern an ein anderes Londgericg age welches in erster Instanz abgeurteilt hat, das, Trotzdem gelten bis jegt die Aussictten rede Verständigung als gering. reine Hd. Mannheim, 4. Dez. Wegen J 0 1 11 r 55 wurde der Kasster astner von der„Oberrheini N hafket⸗ heinischen Bank“ per Hd. Cannstadt, 4. Dezember. i gestrigen Landtagswahl Hurd der Ai der deutschen Partei, Pfaff, gewählt 9 Hd. Par is, 4. Dezember. Der, Figaro giebt der Meinung Ausdruck, Daß des e such des Präfidenten Faude in einigen Ronaten in Petersburg* folgen werde, etwas mehr sein wet de, ald ein bloßer Höflichkeitsbesuch de Hd. Paris, 4. Dez. Die 1 Fürstin Ludmika Wrede hat ihre Furt lich in Gee verklagt, da de ürst kürzlich in Gent eine rei i geheiratet hat. e Hd. Nancy, 4. Dezember. Hier v tete sich ein zweijähriges Mbh en helge fene Milte eng Bache e utter aus Ver lufee sehen hatte stehen Hd. Constantin, 4. Dez. Das Kri gericht hat den Soldaten Pachen Tode verurteilt. Pachez war bereits dreimal wegen thätlicher Vergehen gegen Vorgesetzte bon, bestraft. Diesmal hatte er während der Sitzung des Kriegsgerichts dem Gerichtsschreshes sein Käppi an den Kopf geworfen. 2 Hd. Konstantinopel, 4. Dezember. Die Schifffahrts⸗Gesellschaft erhob gegen die Verfügung des Hafenpräfekten, daß nach Sonnenuntergang kein Schiff in den Bos, porus einlaufen soll, Protest. Hd. Sofia, 4. Dez. Nach' räglich wird he⸗ kannt, daß am Abend des Wahltages auch mehrere Dynamitbomben zur Explossas gebracht wurden. Viele Personen sind det halb verhaftet worden. Die Opposition he⸗ hauptet, daß die Regierungspartei dich Bomben⸗Explosionen angezettelt habe. Privattelegramme der„Hessischen Landeszeg! Hamburg, 4. Dezember, 2.20 Uh nachm. Nach beendetem Frühstück e heute Morgen zweitausend Staal quaiarbeiter die Arbeit ein. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verautw. Rebgl teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen, Restaurant und Cafe Oranilen- Bräu. 6 Ludwigsstraße 6. Mittagstisch im Abonnemet 63—85 Pfg, Speisen à la carte zu jeder Tageszeit. Separate Zimmer für Gesellschaften. f. Weine., Biere und Lidqueure. straße an der Germania Gießen, den 30. November 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Verdingung. Die Ausführung der Pflaster⸗ und Chaussierarbeiten zum Ausbau des oberen Teils der Stephanstraße(220 bezw. 1050 qm) soll Montag, den 7. Dezember d. J. 5 vormittags 11/ Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeilsbeschreibung und Bedingungen liegen zur Einsicht bei uns offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular find bis zum genannten Termin einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. ießen, den 1. Dezember 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Die Nieferung des an Stadtarme zu verab- reichenden Mittagessens und einzelner Portionen Suppe soll im Wege der Submission vergeben werden. Offerten sind bis zum 7. d. Mts. bei uns einzureichen.(Es werden durchschnittlich pro Tag 6 Portionen Essen benötigt) Gießen, den 2. Dezember 1896. . 60060000 Probieren Sie! Martini Gas-Glüh-Licht! tadellose, blendend weiße Flamme. Kompletter Brenner mit Cylinder und Glüh⸗ strümpfchen nur 4 Mark. Ersatz-Glühkörper, für jedes Brennersystem passend, per Stück 1 Mark 20 Pfg. 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