0 Jug de dach de. lat Shlosz 2 55 :„ihr 1 . 8 Ene Ft. 90-1 3 f per din 5 g U ubs 1 Falz. 70-1 artuffch zn 500 f, N ann, bebe richtun* Angriff 1 Wohnung len Stabt meldung 9.3 fungen kaum b laufenden te Anschlise Ausfühung ktor, e k. * ———— pen. 8 1 — 2 2 — —..———— fllüsterte sie dem Burschen zu. ———ů— - ͤ—T—.. ͤ—.... Gießen, Dienstag, den 4. August ische * Ausgabe landes; Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 5 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die FIspaltige Petitzeile. Expedition: 1 E Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 3. August. Die Trennung des großherzoglich hessischen Ministeriums des Innern und der Justiz wurde am Samstag, den 1. August, vollzogen. Chef des Justizministeriums mit dem Titel und Rang eines Ministerialdirektors wurde Geheimer Rat Dittmar; als Räte fungieren Geheimrat Schmitt und Ministerialrat Pickel. Der Chef der Schulabteilung, Geheimer Staats⸗ rat von Knorr, wurde zum Wirklichen Ge⸗ heimen Rat mit dem Prädikat Excellenz und Geheimrat von Werner zum Geheimen Staats⸗ rat ernannt. * Gießen, 3. August. Ueber den Anspruch auf Inpaliden⸗ und Altersrente bestehen trotz vielfacher Belehrungen immer noch irrige Meinungen. So sind z. B. Viele der Ansicht, man könne erst Rente bekommen, wenn man das 70. Lebensjahr erreicht hat. Es ist aber nicht die Gewährung der Altersrente mit dem 70. Lebensjahre, sondern die Gewährung der Invalidenrente der Hauptzweck des Gesetzes betreffend die Invaliditäts- und Alters⸗ versicherung vom 22. Juni 1889. Diese Invaliden⸗ rente erhält ohne Rücksicht auf sein Lebensalter im Falle der Erwerbsunfähigkeit Derjenige, welcher im Stande ist, 5 mal 47235 Wochen durch Beitragsmarken oder bescheinigte Krankheit oder militärische Dienstleistung nachzuweisen. Als Altersrente erhält der Versicherte Rente mit dem 70. Lebensjahr, ohne daß der Fall der Erwerbs⸗ unfähigkeit vorzuliegen braucht. h. Gießen, 3. August. Wir erfahren soeben, daß Unterhandlungen schweben, die ungarische Capelle Vilmos Budai zu einen Concert in Gießen zu gewinnen. Die Küustlerschaar, unter welcher sich 4 Komponisten befinden, hat mit großem Beifall im Scheffelgarten⸗Frankfurt und im Deutschen Haus⸗Hanau in den letzten Tagen gespielt. Die Kapelle wird in den nächsten Tagen vor dem Landgrafen von Hessen und auf besonderen Wunsch auch vor der Kaiserin Friedrich sich hören lassen, um zwischendurch bei uns ein Concert zu geben und dann ein Tournee durch sümmtliche deutsche Bäder anzutreten, um später sich nach Frankreich und England zu begeben. * Gießen, 3. August. Eine am vorigen Freitag in den Verkaufsläden der Stadt vorgenommene polizeiliche Revision der . Aan und Gewichte förderte wieder eine Anzahl alte, längst verworfene Gewichtsteine zu Tage, die beschlagnahmt wurden. Auch Gewichte ah den gesetzlichen Aichungsstempel fanden sich vor. * Gießen, 3. Aug. Ein Arbeiter entwendete amSamstag Abend in einer Metzgerei in der Bahn⸗ hofstraße zwei Leberwürste, wurde aber er⸗ wischt und ihm die Beute wieder abgenommen. — In der Samstag Nacht überfielen unbe⸗ kannte junge Leute in der Frankfurterstraße einen auf dem Heimwege befindlichen Bahnbe⸗ diensteten und mißhandelten ihn derart, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. — Eine Menge Rohheiten sind in den letzten beiden Nächten begangen worden. So wurden in der Ludwigstraße mehrere Kellerfenster einge⸗ stoßen, die Drahtgitter weggerissen und fortge⸗ worfen u. s. w. Auch auf der Mäusburg wurde mit einem Stein im zweiten Stockwerk eines Hauses eine Fensterscheibe zertrümmert. Gießen, 3. August. Ueber den Mittags⸗ schlaf der Kinder schreibt ein Arzt: Wenn es den Müttern bekannt wäre, wie schädlich es ist, wenn ihr Liebling nachmittags angekleidet in die Betten zum Schlafen gelegt wird, so würden sie ganz gewiß nicht die Mühe scheuen, ihn zum Schlafen auszuziehen. Namentlich jetzt, zur heißen Sommerszeit, ist das Ausziehen der Kinder von ganz besonderer Wichtigkeit. Das Kind, das in seinen Kleidern geschlafen hat, wacht vielfach vom Schweiß ermattet und erschöpft auf und ist deshalb, anstatt vom Schlaf erquickt, vielfach mißgestimmt. Die Bänder und Knöpfe der Kleider haben die Unterleibs⸗- und Brustorgane und das Atemholen und die Ver⸗ dauung erschwert. Es versäume keine Mutter, die Kinder auch beim Mittagsschlaf ihrer Kleider zu entledigen. Fröhliche Kindergestchter beim Erwachen werden der Lohn für diese kleine Mühe sein. Gießen, 3. August. Unser Turnfest ist zwar gründlich verregnet, nichtsdestoweniger aber suchte man die Feier, so gut es eben ging, in geschlossenem Raum abzuhalten. Das Bankett, welches am Samstag Abend in Leibs Saal abgehalten wurde, war sehr stark besucht. Unter den Versammelten bemerkten wir viele Veteranen der edlen Turnsache, welche in ihrer Jugendzeit mit Feuereifer und Hingebung im Gießener Turnverein turnerisch gewirkt haben. Man be⸗ fand sich in festlich gehobener Stimmung, als die Musik(verstärkte Bauersche Zivilkapelle) den Turnermarsch von Beringer intonierte, dem die Jubel⸗ Ouvertüre von Fiedler folgte. Eid⸗ mann⸗Gießen begrüßte mit kurzen aber kernigen Worten die Turnet und deren erschienenen Gäste, worauf ein gemeinsam gesungenes Lied überführte zu der eigentlichen Festrede, welche vom Stadt⸗ verordneten Löber als Sprecher des Turn⸗ vereins gehalten wurde. Dieselbe bestand in einer Darlegung der Entwickelung des Turnens überhaupt und der Geschichte des hiesigen Turn⸗ vereins insbesondere. Dankbar gedachte er der Männer, die für die Ideen des Vater Jahn ge⸗ litten und gestritten und die durch unermüdliche und aufopferungsvolle Thätigkeit für das Wachsen und Gedeihen des Jubiläumskindes, des Turn⸗ vereins, gearbeitet haben. Die Festrede schloß mit einem kräftigen Gut Heil auf das fernere Wachsen, Blühen und Gedeihen des Gießener Turnvereins. Beigeordneter Georgi sprach als Vertreter unseres Stadtoberhauptes dessen Be⸗ dauern aus, daß dieser verhindert, an der Feier teilzunehmen. Er wünscht, daß der Turnverein so weiter arbeiten und die edle Turnerei kräftig weiter pflegen möge, wie er es die 50 Jahre her gethan habe. Diesem Wunsche galt sein Gut Heil. Kreisturnwart Heydecker⸗ Wiesbaden überbrachte die Glückwünsche der Wiesbadener Turnerschaft; sein Gut Heil galt der Einigkeit der beiden Gießener Vereine. Lebende Bilder, die Entwickelung des Turnwesens darstellend, sowie Gesangsvorträge der unter Leitung des Musiklehrers Polster stehenden beiden Vereine „Bauerscher Gesangverein“ und„Männer-Ge⸗ sangverein“ unterhielten die Festteilnehmer aufs Beste.— Gestern Morgen wurde die Feier mit einem Weckruf eingeleitet. Zahlreiche Turner von außerhalb trafen am Vormittag hier ein. Die Vereine Usingen und Wetzlar mit Fahnen, T.⸗V. 0 8 Butzbach, Nauheim, Wieseck, Grünberg und Büdingen waren durch mehr oder weniger starke Abordnungen vertreten. Die Fest⸗ genossen sammelten sich zum Frühschoppen in Röhrles Bierhalle, wo sich bei den Klängen der Musik bald eine feucht⸗fröhliche Stimmung ein⸗ stellte. Um 4 Uhr nachmittags, als der Regen etwas nachgelassen hatte, wurde von der Turn⸗ halle aus nach Steins Garten der projektierte Festzug durch die allerdings nur spärlich beflaggte Stadt angetreten. Es war ein Umzug mit Regen⸗ schirmen, nichtsdestoweniger ließen sich die Turner die Laune nicht verderben. In Steins Saal saß man bald, eingekeilt in fürchterlicher Enge. Zahlreich hatte sich die Damenwelt in hellen Ge⸗ wändern eingefunden. Das vorgesehene Pro— gramm konnte allerdings weder am Nachmittag noch am Abend zur Ausführung kommen, weil sämtliche Räume des Steinschen Etablissements mit Menschen überfüllt waren. Am Nachmittag wurde dem Jubiläums⸗Verein von dem Männer⸗ Turnverein Gießen eine kostbar gestickte Stand⸗ arte überreicht. In feierlicher Weise erhielt der Verein von seinen Turnschwestern, von den Turn⸗ vereinen Marburg, Wetzlar und Nauheim je eine Fahnenschleife dediciert. Der Turnverein Ober⸗ stein hatte eine Abbildung des reizend gelegenen Oberstein unter Glas und Rahmen übersandt. Ferner schenkten die Frauen und Jungfrauen des Vereins einen Sprungtisch, die passiven Mit⸗ glieder des Turnvereins einen Barren und eine Gangschaukel für die Damenriege. Die aktiven Turner des Vereins hatten ein Lawn⸗Tennis⸗ Spiel gestiftet.— Dem Turnwart Wiegand wurde von der Damenriege in Anerkennung seiner Verdienste um diese Riege eine goldene Uhr überreicht. Bei Musik und Gesang blieben die Festteilnehmer bis spät in die Nacht hinein zusammen und amüsierten sich, so gut es eben ging, auf das Beste. Nur die Damenwelt schien uns mit der ganzen Sache so gut, wie sie sich abspielte, nicht zufrieden zu sein. Wegen Mangel an Raum konnte nicht getanzt werden und darauf hatte man sich doch so sehr gefreut. Wie wir hören wird der tanzlustigen Jugend demnächst 910 für das entgangene Vergnügen geboten werden. *Daubringen, 3. August. In vergangener Nacht wurde bei einem hiesigen Landwirt, Na⸗ mens Heinrich Braun, ein Einbruchsdiebstahl Der Dieb ist mittelst einer Leiter durch ein Fenster eingestiegen und hat Würste, ausgeführt. Speck und Schinken mitgenommen. Die zum Einbruch benutzte Leiter fand man heute Morgen in der Lumda, auch eine Waschbütte und ein, Faß hatten die Diebe ins Wasser geworfen. Jedenfalls war es dieselbe Einbrecherbande, welche in letzter Zeit die Gegend unsicher machte. * Grünberg, 1. August. des hiesigen Turnvereins hatte lürzlich in einer Eingabe den Stadtvorstand um Gewäh⸗ 1 eines Beitrags zu den Kosten für den beabsschtigten Turnhallebau gebeten und gleichzeitig angefragt, ob die Stadt die fertig⸗ gestellte Halle später als Turnraum für den Turnunterricht von den städtischen Schulen gegen Entrichtung einer entsprechenden jährlichen Miete benutzen wolle. Der Stadtvorstand hat nunmehr beschlossen, sich dem Antrag des Turnvereins gegenüber ablehnend zu verhalten. * Butzbach, 3. August. Zwei Einbrüche kamen hier vor, bei denen die Einbrecher es auf die Kassenschränke des Restaurateurs Kalbfleisch und des Bäckers Theis abgesehen hatten. In beiden Fällen sprengten sie die Böden der Schränke ab und suchten mit dem baren Inhalt das Weite. Darmstadt, 1. August. Der Verwaltungs⸗ bericht der Vereinigten Ortskrankenkasse pro 1895 ist erschienen. Die Kasse zählte am 1. Januar 1896 7171 Mitglieder und finanziellen Verhältuisse haben sich seit dem 1. September 1892, woselbst sie aus den Händen der Stadt Darmstadt mit einem Defizit von gegen 80 000. in die Verwaltung des jetzigen Vorstandes übergegangen ist, erheblich ge⸗ bessert. Nach dem Rechnungsabschluß betrugen die Einnahmen 219027, denen 195 963. Ausgaben gegenüberstehen. Darunter sind 26900 Mark für Aerztehonorar, 16 900% für Arzneien, 84 500, für Krankengelder und 26000. für Verwaltungskosten, worunter ein Posten von 5000 /. für Abzahlung an die Stadt Darm⸗ stadt, von der früheren Verwaltung herrührend; 2000 ¼ mußte die Kasse auf die Kosten der Geschäftsführung für die Alters- und Juvaliditäts⸗ versicherung dranf legen. Der Ueberschuß der Aktiva über die Passiva seit 1. Januar 1895 beträgt rund 30000%, so daß das bei der großh. Bürgermeisterei Darmstadt deponierte Vermögen der Kasse am 15. März 1896 32000 Mark betrug. der Verwaltung durch die Arbeiter in der kurzen Zeit von vier Jahren. * Mainz, 1. August. In einer Sitzung des Schulvorstands kam ein Reskript des Ministeriums des Innern, Abteilung für Schul⸗ angelegenheiten, zur Vorlage, worin auf Grund der letzten Schulvisitation durch Oberschulrat Dr. Eisenhuth ernste Klagen über die Volksschule erhoben werden. Namentlich wird die große Zahl der Repetanten gerügt, die so beträchtlich ist, daß fast ein Drittel der Schüler n — Das blaue Herz. Roman von Karl Ed. Klopfer. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Und sie erzählte, wie sie ihn gestern überrascht habe— auf ihrem Schreibpult knieend, das Ge⸗ mälde mit den Händen betastend. Degenstein schnitt diese Erörterungen mit einer Entschiedenheit ab, die man mit dem Verdruß darüber erklären konnte, daß dieser Lakai sich hier in die Erinnerungen an Thekla eingedrängt hatte.— Im Vorzimmer empfing Wetti den heraus⸗ tretenden Bedienten mit verwunderter Miene. Der kurze Abstand zwischen ihr und der Salonthür ließ darauf schließen, daß ihr die Vorgänge da drinnen „zu Ohren gekommen waren“. „Was machen Sie denn für ein Gesicht?“ „Die Geschichte ist ja sehr günstig für Sie abgelaufen. Das blaue Herzel werden Sie jetzt doch verschmerzen Bien 0 Ignaz fiel es aber merkwürdiger Weise gar nicht ein, an diesen unvollendeten Schlußsatz der kleinen Kokette in der erwarteten Art anzuknüpfen. Es war wirklich, als wandle er in Träumen. Sagen Sie“, raunte er ihr dann ganz unver⸗ mittelt zu,„kannten Sie die selige Gräfin Degen⸗ stein?“ „Nein, ich kam erst ein Jahr nach ihrem Tode zu meiner Baroneß. Aber warum—“ „Haben Sie niemals gehört— woran Sie „Ach ja, das hab' ich just gestern erfahren— die Herrschaften haben beim Souper mit dem Grafen darüber viel geredet; so viel ich hab' hören können, hat die Gräfin an der Kopf— Kopf— warten Sie— es war noch was dabei— es hat wie Rosen geklungen. Haben Sie schon was von einer Kopfrose gehört?“ „An der Kopfrose?“ entschlüpfte es dem Ge⸗ hege von Nazis Zähnen, und seine Sehorgane erlitten wieder eine außerordentliche Vergrößerung. „Das ist eine Krankheit am Kopf nicht wahr?“ „Ja, ja, das ist— eine— Kopf-Krankheit“, murmelte Ignaz unter stockendem Atem. Wetti wollte gegenüber diesem sonderbaren Ge⸗ haben auf's Neue erforschen,—„was denn der Herr Ignaz habe“, aber er winkte ihr zu schweigen und ihn fortzulassen. Man dürfe ihn nicht mehr hier antreffen, und die Herrschaften würden ja bald heraustreten. Dann empfahl er sich mit einem einfachen Kopfnicken, ohne zu versuchen, ob Mamsell Wetti nicht einem Händedruck zugänglich gewesen wäre, und machte sich mit raschen Schritten davon. Auf der Straße angelangt, verminderte er seine Eile, blieb sogar zögernd stehen und nahm seinen Weg dann nicht seitwärts, sondern nach dem gegenüberliegenden Trottoir. Unter einem Thor⸗ wege der jenseitigen Häuserzeile im Schatten eines steinernen Bogens, wartete er, bis die Equipage des Freiherrn, die er im Hofe halten gesehen, gegenüber herauskam. Graf Degenstein ging neben dem langsam herausfahrenden Wagen einher, mit eigentlich gestorben ist?“ den Insassen desselben noch im lebhaftesten Ge⸗ plauder. Er hatte es abgelehnt, mitzufahren, und verabschiedete sich vor dem Thore von der Braut und ihren Eltern. Nazi beguckte sich während dieses kurzen Auf—⸗ trittes den Grafen mit lauerudem Interesse, und als der Herr dann die Straße hinabschritt, während der Landauer der freiherrlichen Familie in der ent⸗ gegengesetzten Richtung davonrollte, folgte er ihm noch so lange als möglich mit seinen forschenden Blicken. *** „Herr Attachh „Was soll's?“ fragte Fröden, von seiner Zeitungslektüre in dem bequemen Schaukelstuhle aufsehend und dem vor ihm stehenden Bedienten eine Rauchwolke aus seiner Havannah entgegen— blasend. „Nehmen es mir der gnädige Herr gütigst nicht übel, wenn ich so frei bin, eine Frage zu Pr „Heraus damit— ohne weitere Präambeln— mit militärischer Kürze!“ „Nicht wahr, es giebt in Paris doch auch ein — Meldewesen?“ Der Attaché verständnislos an. (Fortsetzung folgt.) sah den seltsamen Fragesteller — Schmetterlinge und Fasanen. In der neuesten Nummer der Wochenschrift„Prometheus“ finden wir zwei interessante Beobachtungen verzeichnet. Ueber die Zähigkeit des Insektenlebens erzählt Herr J. C. Warburg im„Entomologist“;„Als ich als Neuling in Südfrank⸗ reich sammelte, entdeckte ich eines Tages zu meiner großen Freude ein riesiges Weibchen des Wiener Nachtpfauenguges (Saturnia pyri) im Gebüsch versteckt. Das Exemplar war das erste, welches ich jemals fing, und ich entschied mich in Anbetracht seines dicken Körpers, denselben aus⸗ zustopfen(eine ganz überflüssige Operation, denn seitdem habe ich Dutzende unausgestopft aufgehoben). Der Spinner wurde zunächst anscheinend getötet, nachdem ich ihn eine Stunde lang in einer Zyankaliumflasche den Blausäuredämpfen ausgesetzt hatte. Darauf wurde der Hinterleib geöffnet, ausgenommen und mit Watte ausge⸗ stopft, die mit einer gesättigten Auflösung von Quecksilber⸗ Sublimat getränkt war. Am nächsten Tage fand ich, daß das genadelte und auf dem Spaunbrett befestigte Tier einen Versuch gemacht hatte, davonzufliegen.— Die Wirkung des Donners auf die Fasanen ist sehr merk⸗ würdig. Mag er nun von einem Gewitter oder von fernem Artilleriefeuer herrühren, jeder dieser Töne stachelt die Hähne zu einem Alarm- oder Trotzkräheu auf. Herr G. T. Rope schrieb in einem Briefe an den„Zoologist“, daß er an einem Orte, der 5 bis 6 lengl.) Meilen vou der Garnisonsstadt Colchester liegt, jeden Artillexieschuß wie durch ein Echo von den Hähnen der Fasanen beant⸗ wortet hörte, und daß ihm dies mehr wie eine Heraus⸗ forderung als wie ein Schreckensschrei klang. Schon vor Der Vorstand ihre Gewiß ein hübscher Erfolg einem Jahrhundert bemerkte Gilbert White, der gefeierte Verfasser der Naturgeschichte von Selborn, daß die Fasanen seiner Nachbarschaft die Kanonenschüsse von Portsmouth, wenn der Wind den Schall herübertrug, beantworteten, und Charles Waterton schrieb 1837 in seinen Versuchen über Naturgeschichte: Der Fasan kräht zu allen Jahres⸗ zeiten, wenn er sich auf seine Schlafstange zurückzieht. Er wiederholt diesen Ruf oft während der Nacht und gegen die Morgendämmerung, auch häufig während des Tages bei dem Erscheinen eines Feindes oder bei dem Knall einer Kanone oder während eines Donnerwetters. das Lehrziel der Volksschule nicht erreicht. Auch der Lehrplan und die Art, wie der Auschauungs⸗ und der naturwissenschaftliche Unterricht gegeben werden, wurden beanstandet und der Gedanke zum Ausdruck gebracht, daß anscheinend mehr Rücksicht auf die Lehrer genommen werde, als auf das Fortkommen des Schülers. Geeignete Lehrer könne man getrost auch mehr als 26 Stunden in der Woche beschäftigen. Der Schul⸗ vorstand beschloß, über die Beschwerden zunächst die Oberlehrer mit Bericht zu hören. . Vermischtes. L. Wetzlar, 2. August. Gestern wurde der 56 Jahre alte Kaufmann Stock aus Braunfels aus dem hiesigen Amtsgerichtsgefängnis nach der Strafanstalt in Ziegenhain überführt. St. wurde von der hiesigen Strafkammer, wegen Sittlichkeits verbrechen, 1 in 11 Fällen an Kindern unter 14 Jahren, zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Sträfling ist Vater von sechs erwachsenen Kindern. Zur Ueberführung vom Gefängnis nach dem Bahnhof ließ er sich einen Wagen bestellen, da er zu denen gehört, die es sich leisten können. — Die Absonderlichkeiten deutscher Klein⸗ staaterei werden trefflich illustrirt durch folgende, der „Rudolstädter Zeitung“ aus Kranichfeld zugegangene Zuschrift: Komische Zustände herrschen in Kranichfeld a. J. Diese Stadt gehört zum größeren Teil zum Herzog⸗ tum Sachsen⸗Meiningen, zum kleineren zum Großherzog⸗ tum Sachsen⸗Weimar, so zwar, daß die Häuser mit grün⸗ weißer und diejenigen mit grün:gelb⸗schwarzer Staats⸗ flagge mosaikartig sich in allen Straßen dem Beschauer präsentiren. Oft wechselt die Grenze auf weniger als 100 Schrttte zehn, und mehrmal und derjenige Be⸗ wohner Kranichfelds, welcher ohne eine große und scharf kolorierte Karte über die Staatsangehörigkeit aller Ge⸗ bäulichkeiten seiner Vaterstadt Auskunft geben kann, müßte erst geboren werden. Dazu kommt aber, daß die Grenze keineswegs immer an der Brandmaner eines Hauses oder der Abzäunung einer Hofraithe Halt macht, sondern nicht selten die Häuser selbst, ja sogar die Wohnungen teilt. Es wohnen dort Familien, welche sich in Stube und Kammer auf meiningischen, in Küche und Holzstall aber auf weimarischem Boden befinden. Zwei Mal geht die Grenze durch die Küche und das Wirtszimmer im Rathaus ist in dem der Hauptstraße zugekehrten Teile weimarisch, im Hintergrunde aber meiningisch. Es ist selbstverständlich, daß solche Zustände zu den absonder⸗ lichsten Vorgängen führen. So konnte einmal eine Ver⸗ haftung erst dann ausgeführt werden, als Sicherheits⸗ beamte beider Staaten gleichzeitig die Wohnung des Delinquenten betraten, weil dieser stets den großherzog⸗ lichen Wohnraum mit der herzoglichen Schlafstube wechselte. In einer Erbschaftsangelegenheit wurde erst lange darüber prozessiert, welches Gericht zuständig sei, da der Erblasser im Momente des Ablebens auf beiden Staatsgebieten lag. Derartige Absonderlichkeiten können wir nach Dutzende anführen. Nun haben zwischen den Regierungen in Weimar und Meiningen allerdings wiederholte Verhand⸗ lungen stattgefunden, die auf der Basis geführt wurden, daß Meiningen den weimarischen Anteil an Kranichfeld erhalten und dafür ein paar seiner kleinen Enklaven im Gebiete des Großherzogtums(das Bierdorf Lichtenhain bei Jena u. s. w.) abtreten sollte. Es scheiterten die⸗ selben aber einerseits an der nicht erfolgten Einigung über den Tausch aus Steuerkapital und andererseits an .—— b—— dem Einspruche der auszutauschenden Meininger Staats⸗ angehörigen, welche den Herzog baten, sie nicht aus dem Staatsverbande des Herzogstums zu entlassen. Für Kranichfeld freilich wäre es nur von Vorteil, wenn die Vereinbarung schließlich doch noch zu Stande käme. 5 — Die Züricher Krawalle. Für die Opfer der Ausschreitungen in Zürich sind zahlreiche Liebesgaben eingegangen. Amtlicherseits wird mitgeteilt, daß die Blättermeldungen, eine oder mehrere Personen seien den bei den Unruhen erhaltenen Verletzungen erlegen, unbe⸗ gründet sind.— Die sozialistiiche Vereinigung der in der Schweiz lebenden Italiener hielt eine Versammlung ab, an der 1500 Italiener teilnahmen. Die Versammlung nahm eine Resolution an, worin sie sich gegen die Messer⸗ helden ausspricht und mit den Arbeitern der übrigen Länder solidarisch erklärt.— Viele aus der Zürich geflohenen Italiener haben es vorgezogen, ihre Reise von einer entfernt liegenden Haltestelle anzutreten, nm nicht in Zürich unliebsamen Erfahrungen ausgesetzt zu sein. Eine dieser Haltestellen war das an der Strecke Zürich⸗Luzern liegende Altstetten. Von dem Treiben am dortigen Bahn⸗ hof giebt ein Korrespondent der„Zür. Post“ ein anschau⸗ liches Bild. Er berichtet:„In riesigen Rucksäcken, ge⸗ flickten Handkoffern und schmierigen Bündeln schleppen die braunen Gesellen ihre Habe, an starken Stöcken über die Schultern gehängt, fort. Farbige Kleidungsstücke, ausgediente Hausgeräte, blanke Werkzeuge und selbst grün⸗ lich angehauchte Blechinstrumente reisen mit. Größere „Zügelten“ erfolgen auf Stoß⸗ oder Handkarren und manches Ischwarzhaarige Mädchen giebt seinem Geliebten treues Geleit. Ganze Familien ziehen an uns vorbei. Kleine Kinder und Säuglinge werden zwischen die Ballen geschoben, während die größeren an den„Möbelwagen“ gespannt sind.... Sechzig Männer und fünf Frauen mit Kindern auf deu Armen zählte ich am Bahnhof. Der ausgestandene Schrecken war auf allen Gesichtern zu lesen. Schweigend, in sich gekehrt, saßen die Meisten da. Einzelne mit nassen Augen. Einige halbwüchsige Knaben mit verschüchterten Gesichtern bilden eine Gruppe. Zum ersten Male vielleicht haben sie dieses Frühjahr die Wanderung nach dem Norden angetreten. Einige Gesellen von wilden Aussehen reden und geberden sich heftig. Tief ergriffem mußte man werden beim Anblick der Frauen. Eine Mutter hält ihren Säugling, in Lumpen eingewickelt, auf dem Arm; die Milchflasche guckt aus der Tasche. Sie plaudert mit einer zweiten Frau, die ihr Mädchen um⸗ schlungen hält. Jetzt kommen, schweißtriefend, neue Flüchtlinge. Ein hier sich aufhaltender Italiener fährt auf feinem Handkarren den fliehenden Landsleuten ihre Habe auf den Bahnhof. Ein junger Mann, seinen ganzen Reichtum in seinem Nastuch bergend, schleppt keuchend sein großes Musikinstrument mit sich. Die gleichen Szenen wiederholteu sich. Von den Flüchtlingen wandten sich die meisten sogleich ihrer Heimat zu. Kleinere Truppen be⸗ gaben sich nach Waldshut, Luzern, Arth, Goldau. Am Abend suchten einzelne in Zürich in Arbeit stehende Ita⸗ liener hier Schlafstätten, schaarenweise zogen solche über Albisrieden und die Birmesdorferstraße, um wahrscheinlich die Nacht im Walde zuzubringen. — Eine tragikomische Liebesgeschichte fand am Montag in Breslau vor der Ferienstrafkammer ihren Abschluß. Angeklagt war die 20 jährige Kellnerin Martha Sczymalla aus Halbendorf(kreis Grottkau) und zwar wegen Betruges. Die Angeklagte, Tochter eines Tage⸗ löhners, war zu Aufang v. J. Kellnerin im„Preußischen Hof“ zu Ohlau, wo ein Breslauer Ausflügler, der da⸗ mals 20jähriger Bautechniker N., ihre Bekanntschaft machte, sich in sie verliebte und sie veranlaßte, zu ihm nach Breslau überzusiedeln. Der junge Mann befand sich im Besitze eines Vermögens von C 42 000, mit welchem Kurzengasse wurden fröhliche Champagnerdiners arrangiert, und im Sommer unternahm das Liebespaar eine Bade⸗ reise nach der Grafschaft Glatz. Um aber das Verhältnis zu festigen und sich die Zukunft zu sichern, schwindelte Martha Sczymalla ihrem Verehrer vor, sie sei eigentlich nur zum Spaß Kellnerin gewesen, denn sie stamme aus guter Familie und besitze ein Rittergut, sowie ein Baar⸗ vermögen von, 60 000. Sie führte auch den Beweis dafür, indem sie von dem Gelde, das sie nur der Frei⸗ giebigkeit des jungen Mannes verdankte, diesem allerhand kostspielige Geschenke machte: eine wertvolle Jagdzimmer⸗ Einrichtung, einen großen Bernhardiner u. A. m. So⸗ gar eine Equipage mit zwei Pferden schaffte sie an; der Kutscher, den sie dazu engagiert hatte, mußte seinem neuen Herrn vorreden, das Gespann sei aus Grottkau angekommen, vom Gute der Gnädigen. Der verblendete Liebhaber ließ sich dadurch bewegen, der Kellnerin ein notarielles Eheversprechen zu geben und sein Geld für sie bis auf den letzten Rest zu verschwenden. Erst im Dezember vorigen Jahres, als schon die Vorbereitungen für die Hochzeit mit der vermeintlichen reichen Erbin be⸗ trieben wurden, gelang es einem älteren Bruder des Bräutigams, diesem mit Hilfe der durch verschiedene Büreaus eingezogenen Auskünfte ordentlich die Augen zu öffnen, und nun ließ der junge Mann die Schöne wieder laufen. Er hätte sie auch gar nicht behalten können, denn er besaß nichts mehr. Das Gericht erachtete nach der „Bresl. Ztg.“ für erwiesen, daß die Angeklagte den jungen Mann um einen Teil seines Vermögens lediglich durch ihre Schwindeleien gebracht habe, und verurteilte die Angeklagte zu drei Monaten Gefängnis und einjäh⸗ rigem Ehrverlust. Wegen ihrer unstäten Lebensweise wurde Martha Sczymalla sofort verhaftet. — Die Flutwellen⸗Katastrophe in Japan. Ueber die Folgen der Flutwelle, welche am 16. Juni über einen großen Teil der Nord⸗Ostküste von Japan hereinbrach, bringen nach der„Nat.⸗Ztg.“ die soeben ein⸗ getroffenen Nachrichten aus Japan Einzelheiteu: Nach den ursprünglichen Telegrammen hatte es den Anschein, als ob das gewaltige Aufbäumen des Meeres die Folge eines Erdbebens gewesen. Die ausführlicheren Nachrichten lassen das aber doch zweifelhaft erscheinen. Zwar ist hier und da ein Zittern der Erde wahrgenommen worden, aber man neigt doch der Ansicht zu, daß aus unbekannten Gründen eine Veränderung des Meerbodens eingetreten ist, die nicht von innen heraus, sondern durch andere Umstände herbeigeführt worden ist. Jedenfalls aber war die furchtbare Empörung des Wassers die Folge irgend welcher solcher Veränderungen. Die furchtbare Flutwelle war 80 Fuß hoch und erstreckte sich 300 englische Meilen weit von Südwest nach Nordost. Die Katastrophe ereignete sich um 8 Uhr abends. Da aber die Japaner an der Küste die Gewohnheit haben, sehr früh aufzustehen und ebenso früh zur Ruhe zu gehen— die Arbeiten sind fast immer bis um die Mittagsstunde beendet— so wurden die Bewohner der heimgesuchten Distrikte im Schlaf, ohne voraufgegangene Warnung, hinweggerafft. Zehntausende versanken in wenigen Minuten mutlos und ahnungslos ins Meer. Ursprünglich glaubte man selbst in Nokohama, daß die ersten Meldungen über den Umfang des Unglücks übertrieben seien. Aber mit jedem Tage nahmen die Hiobsposten gräßlichere Gestalt an und am 22. Juni unterlag es keinem Zweifel mehr, daß mehr als 30 000 Personen getötet, eine große Zahl verwundet sind und daß die Befürchtungen wegen Ausbruchs einer Epidemie durchaus nicht unbegründet seien, da in Folge des Mangels an Arbeitskräften und bei der plötzlich ein⸗ getretenen warmen Witterung die Leichen nicht beerdigt werden konnten. Natürlich hat es an Sendungen zur Unterstützung der Ueberlebenden nicht gefehlt. Aber die gangen und die Zahl der Ueberlebenden ist gering. In der Provinz Ywate meldet die Polizei allein 25 043 Tote 0 1250 Verwundete und 5030 zerstörte Häuser.— Nach 5 den allerletzten Nachrichten wird das Naturereignis felbst 15 noch unbegreiflicher. Dampfer, welche während der Kata⸗ f strophe nur etwa 30 Meilen von der Küfste entfernt vorüberfuhren, berichten, daß sie nichts außergew liches wahrgenommen haben. Die See sei ruhig gewesen, und Fischer, die hinausgezogen waren, ihrem Berufe nachzu⸗ gehen, kehrten ahnungslos am Morgen mit ihrem Fang zurück und fanden ihre Heimatsorte zerstört. Man wird also auf weitere Anhaltspunkte für die Beurteilung des Vorganges warten müssen.* Brieftasten. 0 Nacht gegen 11 Uhr entstand in dem Hol der Firma Roeder— Wunderlich 105 91 in der Nähe des Güterbahnhofes ein Schaden⸗ feuer, das die aufgespeicherten bedeutenden Holzvorräte nebst Schuppen total zerstörte. Beide Sch. in L. Das Wesentliche haben wir veröffent⸗ licht. Damit ist für uns die Angelegenheit erledigt. 1 8 Neueste Telegramme. 1, Hd. Frankfurt a. M., 3. Aug. Gestern e 1 grell 1 Löschzüge der Feuerwehr erschienen am Platze 1 und beseitigten gegen 11¼ Uhr jede Gefahr. Steine Hd. Wiesbaden, 3. Aug. In der Nacht fut vom Samstag auf Sonntag wurde der 25 Jahre 0 4 alte Taglöhner Holtmann nach einem voraufge 1E gangenen Streit vor der Maria⸗Hilf⸗Kirche er⸗ stochen. Drei der That verdächtige Brüder sind verhaftet. g ö 8 Ae g Hd. Wiesbaden, 3. August. Der„Wies⸗ badener Generalanzeiger“ veröffentlicht einen längeren Artikel, worin die Ansichten des Contre-Admirals a. D. Werner über den Untergang des Iltis wiedergegeben werden. Das Wesentlichste ist die Antwork des c alten Seemanns auf die Frage, ob das Schiff noch seetüchtig und manövrirfähig gewesen fei. Hierauf erwiderte Contre-Admiral Werner: Die Behauptung, daß das Schiff nicht mehr seetüchtig war, ist dummes A en hatte eine alte Maschine, die nur noten in der Stunde btb macht, während die neuen Kreuzer 16 Knote chen re laufen, und es war auch ein altes Holzschiff, an dem sich keine Abteilungen ubrigen en, während die neuen Kreuzer aus Stahl gebaut und mit Abteilungen versehen find. Aber das Schiff war gut imstande, auch richtig manöv⸗ 1 rirungsfähig. Modern und kriegstüch war es Jaldlang de Oesf nicht, aber für den Dienst in den chinesischen uh der Alagebesc Gewässern völlig genügend. Wäre es das nicht ö Gießen 4. gewesen, so hätte, da wir ja so strenge, bestimmte Hein wurde 1895 Vorschriften besitzen, der Kapitän des„Iltis“ Natz hne sofort darüber nach Berlin berichten müssen. Von Seeuntüchtigkeit kann also keine Rede fin. Hd. Brüssel, 3. August. Bei den gestrigen Stichwahlen in Belgien er⸗ hielten von den 68 Mandaten, welche zu vergeben sind, die Liberalen 81, die Katholiken 20, die Sozialisten 17. 0 bon sesam 422 ö Hund& 5. Dee Jon den Gemein wichen 2 und 5 Oberhessen unte euer 244 Hunde 9360.50 eiubrachten eftfullen 758 Hund erttag von I 900 Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ Geld sich nun das Pärchen in Breslau vortrefflich amü⸗ Not ist nicht so groß, als man annahm: es sind eben dakteur: Wilhelm Sell, Druck. 1 sierte. In der elegant eingerichteten Wohnung in der! die Familien mit allen ihren Gliedern zu Ude Gießen. n ac e n ü 9 1 4. 3 nr— r eee— N sen ungel, Au Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzten Kundschaft sowie einem geehrten hiesigen wie auswärtigen f dae kieen befindet. Carl Brück, Gold- und Silberarbeiter. Publikum ergebenst mitzuteilen, dass sich mein Geschäft wegen Errichtung eines Neubaues bis auf Weiteres Seltersweg 2, neben Herrn Kaufmann Adolf Geisse Aufschriften be Hirgewesen, Zur Jamlienname(md 440 un und Truppen ompagnie, Cskadt und für gewöhnlich ort, eintretenden Hachzusenden“. Die Verdingung. Die zum Ausbau des Riegelpfads und der Bruchstraße erforderlichen, nach⸗ J., vormittags 11 Uhr, a) Erd⸗ und Planierarbeiten. stehend verzeichneten Arbeiten und Lieferungen sollen Donnerstag, den 20.. öffentlich verdungen Mee 8. 1 1) Dammschüttung(Bruchstraße) 5 b) Bordsteinlieferung. g 2) Lieferung von Bordsteinen(Lungsteinen) Profil — für den Riegelpfad 942 Ifde. m 22/30 em —„„die Bruchstraße 328 c) Maurerarbeiten · 1456 cbm Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. impfeslt sch mr 0 1270 lfde. m 1 l. An- und Verkauf säure, dem E Aunsteis. Wir haben den Vertrieb unseres Kunsteises, Quellwasser unter Anwendung von eomprimierter Kohlen⸗ bekannt und dora so zeltig an 15 Alltrifft, um vor d gelommen werden Jclung bon der 9 Vurteß sscht. Da dir agen Batu ei berschiedenen Ahnen, so it e hergestellt aus Herrn Emil Sehmall in Gießen 765 Kaplansgasse 10. für den Kreis Gießen, einen Teil der Provinz Oberhessen und den nördlich von Gießen gelegenen Orten übertragen. Es unterhält genannter Herr Lager, übernimmt Saison⸗ und Monats⸗ lieferungen, sowie Abschlüsse größerer Lieferungen ab Werk nach Ueber⸗ 9 1 von Bordsteinen 1270„„— 5 erlegen von Steinzeugröhren 296,6„„ Kl 0 0 von 1„ 10 Stück getragenen eidern erstellung von Revistonsschächten 5 5 g 2. den äußer i 7) Ueberwölben eines alten Schlammfangs 1 1 eee 9 Ebanssermng ber Sf 6 2 asel einc Materia ussterung der Straßen mit Basalt, einschl. Material- 5 lieferung— im Riegelpfad IU 0 — 3 5 550 0 5 2250 qm%%% e) Pflasterarbeiten. 7 9) Herstellung von Gossenpflaster einschl. Materiallieferung 0 Jwiehelkuchen — im Riegelpfad 650 0 2 850 9 0 N — in der Bruchstraße 200 2 Dienstag, Donnerstag und 10) Herstellung von Kiesbanketen einschl. Erdarbeiten und Materiallieferung— im Riegelpfad — in der Bruchstraße 1350(. 420 e . pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden zur Einsicht bei uns offen. Angebote auf Vordruck, der von uns zu bezieben ist, sind spätestens bis zum obengenannten Termin bei uns einzureichen.— Zuschlagsfrist 4 Wochen. Das Stadtbauamt: Schmandt. Gießen, den 1. August 1896. Gebr. Stan G. Tuch, Bukskin lager 8 fertiger Herren- und Knaben- Kleider. 2 Manufakturwaaren. und 901 2 2 Samstag. Fritz Schreiner., Lindenplatz 4. 877 — Eine Last Wäsche zur Bleiche(auch andere Körbe) zu je 8 Pfg., sowie andere Besorgungen zu billigen Preisen übernimmt 773 90 einkunft zu den billigsten Preisen. Wasserwerk Bad Nauheim. Hochachtungsvoll Ich nehme auf Vorstehendes Bezug und offeriere neben meinem 0 Natureis das vorzügliche Kunsteis obigen Werkes und halte 1 mich verehrlichen Interessenten bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Emil Schmall. W. Stein, Große Mühlgasse 14. 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