Gießen, Freitag, den 3. April 1896. Ausgabe ische Landeszeilun Gießen. Redaktion: A Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. D Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. 2. Kreuzplatz Nr. 4. Aus dem Verwaltungsbericht der Großh. Bürgermeisterei. * Gießen, den 2. April 1896. XI. Verschiedenes. Eine Kommission zur Förderung der Lahn⸗ kunalisation hatte auch an unsere Stadt sich ut der Bitte 0 einen Beitrag zu leisten den auf 12000 Mk. veranschlagten Kosten für sarbeitung eines neuen Lahnkanalisations⸗ sojektes. Bei den geringen Aussichten für Ver⸗ Arklichung dieses neuen, für größere Schiffs⸗ imensionen bestimmten, Projektes und bei dem angel eines erheblichen Interesses der Stadt eßen an Ausarbeitung desselben hat die Stadt⸗ frordneten⸗Versammlung jedoch beschlossen, von 2 er Leistung eines Kostenbeitrages abzusehen. , Nerat Zur Bestreitung der für Zwecke der Stadt⸗ eon. Ona, weiterung und zur Erbauung eines Kaserne⸗ ents erforderten Kosten hat die Stadt unterm 3.29. Juli 1894 bei dem Bankhaus Aron seichelheim in Gießen und der Mitteldeutschen sreditbank zu Fraukfurt a. M. ein zu 3½% ezinsliches Anlehen von 500000, zum „ bernahmekurs von 98,25% aufgenommen; fandgasse 9. gleichen zum Zwecke der Konsolidierung shwebender Schulden unterm 23.) 24. März 1895 11 e von 200000, zum Kurs von 4 7 0. Zugleich wurde auch der Zinsfuß für die us der Plockschen Stiftung bei der Stadt an⸗ legten Stiftungskapitalien auf 3 ¼ // ermäßigt. Die im vorigen Jahresbericht erwähnte Er⸗ er Zeitung, ad e a kante in U sch be obig Aftrages ert en und 6 * fechten mußte, um wenigstens an einzelnen Bühnen die Aufführung des als sozialdemokratisch ver— dächtigten Schauspiels zu ermöglichen. Glücklicher— weise sei die Erklärung der Breslauer Polizei, daß es sich um eine Dichtung handle, die ge— wöhnlich in der Sprache, künstlerisch aber wertlos sei, für die litterarische Welt nicht maßgebend. Zur Rezitation eigne sich nach viel— fachen Erfahrungen am besten der zweite, vierte und fünfte Akt. Nachdem er kurz den Inhalt des ersten Aktes skizziert hatte, begann Herr Oppmar mit dem Vortrag des zweiten Aktes, dem er sofort den vierten und nach einer kleinen Pause den fünften folgen ließ. Herr Oppmar rezitierte meisterhaft. Man hörte nicht nur die hüstelnden Weber, nein, man sah die abge— hungerten, elenden Gestalten auch. Der Eindruck des Vortrages war auf das Auditorium ein so mächtiger, daß sich nach Schluß des ersten Aktes kein Finger rührte, um den Vortragsmeister aus⸗ zuzeichnen. Es war wie in einer Kirche, deren heilige Stille niemand zu unterbrechen wagte. Und erst nach dem vierten und fünften Akt brach mit elementarer Gewalt der Beifallssturm los. Der Kaufmännische Verein kann mit dem gestrigen Abend zufrieden sein. Ihm sowohl als besonders auch Herrn Oppmar für die genußreichen Stunden warmen Dank. * Gießen, 2. April. Wegen der Polizei⸗ verordnung betreffend Schrittfahren vor der Stadtkirche während des Gottes dienstes teilte der Oberbürgermeister gestern vor Eintritt in die Tagesordnung der Stadtverordneten-Ver⸗ sammlung folgendes mit: In Rücksicht auf die vom Kollegium geäußerten Bedenken gegen diese Maßnahme wolle man versuchen, durch einen Hinweis die Besitzer von Fuhrwerken zu veran⸗ lassen, an der gedachten Stelle der Straße Schritt zu fahren und die Verordnung vor— erst nicht in Kraft zu setzen. * Gießen, 2. April.(Stadtverord⸗ netensitzung.) Um 3½ Uhr wurde die gestrige Sitzung eröffnet. Gegen den Voranschlag des Großh. Realgymnasiums und der Realschule für 1897/1900 hat die Versammlung nichts einzu⸗ wenden. Derselbe balancirt in Einnahme und Ausgabe mit, 101727.— Der Zuschuß, den die Stadt zu leisten hat, beträgt zu den persön⸗ lichen Ausgaben 24 713.50, für sachliche Aus⸗ gaben 6173.05, im Ganzen also* 30 886.55, mithin ein Mehr von, 4655 gegen den vor⸗ herigen Voranschlag. Auf ihr Gesuch wird der Realschule ein an ihren Schulgarten grenzendes Gelände, welches bisher mit 1 5.— pro Jahr verpachtet war, zur Vergrößerung dieses Gartens überlassen.— Beim Geilfus'schen Neubau in der Marktstraße hatte man genehmigt, diesen ohne Durchfahrt nach dem Hofe ausführen zu können, wenn nach Fertigstellung des Hauses zur Feuersicherheit auf dem Hofe ein Hydrant angebracht würde. Die Versammlung genehmigt, daß ein Feuerhahn, auch innerhalb des Gebäudes angebracht, genügt, und man von dem Hydranten auf dem Hofe absehen könne.— Dem Brauerei⸗ besitzer J. Ihring zu Lich, dem Besitzer der Liebigshöhe, wird gestattet, daselbst einen Saal zu erbauen.— Außer dem schon bestehenden Abort auf dem Friedhof soll eine zweite der— artige Anlage auf dem neuern Teil desselben geschaffen werden. In den Etat pro 1896/97 sind hierfür ι 320 vorgesehen. Die Versamm— lung genehmigt das vorgelegte Projekt des Stadtbauamts.— Die Unterhaltung der Wege des Teiles vom Friedhofe, welcher Eigentum der israelitischen Religionsgemeinde bildet, hat schon einmal in jüngster Zeit das Kollegium beschäftigt. Nach einer Vereinbarung, die der Zustimmung der Stadtverordneten bedurfte, sollte die Religionsgemeinde pro Jahr, 20 bezahlen, wofür die politische Gemeinde die Unterhaltung der Wege besorgen lassen wollte. Stadtverord— neter Homberger wollte s. Zeit, wie auch heute diese Arbeit von der Stadt unentgeltlich besorgt wissen und zwar aus rechtlichen und toleranten Gründen und im Interesse der Einig— keit der Konfessionen. Der Oberbürgermeister hob hervor, daß nach den der juristischen Kom⸗ missiou vorgelegenen Kreisamts- und städtischen Akten die israelitische Gemeinde keines Falles ein Recht habe, diese Arbeit auf Kosten der All- gemeinheit ausgeführt zu verlangen. Stadtver⸗ ordneter Schmall stellt den Antrag, die in Rede stehende Unterhaltung auf städtische Kosten zu übernehmen, wenn die Eigentümer des Fried⸗ hofs auf die Grasnutzung zu Gunsten der Stadt verzichten. Stadtverordneter Dr. Gutfleisch verwahrt die juristische Kommission dagegen, daß sie mit ihrem Beschluß intolerant handle, wie der Kollege Homberger gemeint habe. Die Kon⸗ sequenz des Eigentums an Grund und Boden des Friedhofs bedingt auch die Unterhaltungs⸗ pflicht seitens der isralitischen Gemeinde. Das Kollegium beschließt die Instandhaltung der Wege des israelitischen Friedhofs auf städtische Kosten ausführen zu lassen, wenn der Stadt dafür als Vergütung pro Jahr. 20 gezahlt werden. (Stadtverordneter Heichelheim hat bei der Abstimmung den Saal verlassen.) Ein Gesuch der Apotheker W. Weiß und Dorn⸗ berger um Rückvergütung von Oktroi für 24 Flaschen Malkonwein à 6 wird dem Antrag der Finanz⸗Deputation gemäß abgelehnt.— Der deutsche Patriotenbund zu Leipzig hat si. g an die deutschen Städte gewandt mit der Bitte, um Beiträge für die Errichtung eines Völker⸗ schlachtsdenkmals bei Leipzig. Zur Errich⸗ tung desselden wurden Y 800000 gebraucht. Die Stadt Leipzig hat 10000 gezeichnet. Der Oberbürgermeister erklärt, daß man sich die Frage vorgelegt habe, ob man sich in Form einer Sammlung an der Sache beteiligen solle, um doch wie viele anderen deutschen Städte bei dem Werke beteiligt zu sein, man habe sich entschlossen, eine einmalige Bewilligung von 100 A. nachzu⸗ suchen. Stadtverordneter Haubach erklärt sich gegen diese Bewilligung aus öffentlichen Mitteln für solchen Zweck. Das Denkmals-Komitee möge sich an das deutsche Volk wenden, es sei nicht Sache, der Stadtverwaltung für den in Rede stehenden Zweck Gelder zu bewilligen. Stadt⸗ verordneter Grünewald ist der gleichen An⸗ sicht, ebenso der Stadtverordnete Jughardt. Stadtverordneter Schmall tritt sehr warm für die Bewilligung eines Beitrages für das Völker⸗ schlachtdenkmal bei Leipzig ein. Die Leipziger Schlacht brachte uns die Entscheidung für die Geschicke unseres Vaterlandes. Stadtverordneter Dr. Gutfleisch weist ebenfalls auf die Be⸗ deutung der Leipziger Schlacht in nationaler Beziehung hin und tritt für eine Beteiligung der Stadt durch die Bewilligung an* 100 ein. Die Summe wird gegen eine geringe Minorität bewilligt. Das Gesuch des Ausschusses zur Förderung des Ciller deutschen Studententums um Widmung eines Beitrages wird ohne Debatte abgelehnt.— Die folgenden Gesuche um Wirt⸗ schaftskonzessionen werden genehmigt: Des Metzger Fr. Führer für das Haus Bleichstraße 5, August Mühleisen Brandgasse 3(Schnellsche Wirtschaft), Ludwig Flammi Schiffenbergerstraße(Hauser'sche Wirtschaft), Ludwig Feldhaus(Wiener Hof). Ferner wird der Firma Jean und Karl Noll. für deren Spezereihandlung Bahnhofstraße 6 die Erlaubnis erteilt, Branntwein über die Straße verkaufen zu dürfen. Es folgt eine geheime Sitzung. * Gießen, 2. April. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung fand eine Debatte zwischen den Stadtverordneten Dr. Gutfleisch und Grünewald bezüglich der Fernieschen Steuerangelegenheit statt. Wir werden die Dar⸗ legungen der Redner in der nächsten Nummer unseres Blattes bringen und für heute uns da⸗ rauf beschränken zu berichten, daß Herr Stadt⸗ verordneter Grünewald das Verfahren der Herren Dr. Gutfleisch und Oberbürgermeister Gnauth als unzulässig und den parlamentarischen Sitten und Gebräuchen widersprechend bezeichnete. Man hätte die Angriffe nicht erheben und eine Zu⸗ stimmung der Stadtverordnetenversammlung zu denselben nicht provoziren dürfen in seiner Ab⸗ wesenheit.„Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede, man muß sie billig hören Beede“. Redner legte dar, daß ihn nicht der leiseste Vor⸗ wurf in dem Sinne treffe, daß er die Stadt⸗ verwaltung getadelt habe; der Stadtverordnete Dr. Schäfer habe sogar durch Antragstellung wirksamer sich betheiligt wie er. Warum seien gegen diesen keine Vorwürfe erhoben?— Er, Redner, werde, wenn man die Sache weiter — Neu eröffne 5 9 0 schtung einer Diezstiftung von Seiten der N dtadt hat in der Fachlitteratur der romanischen fel 9 länder mehrfach rühmende Anerkennung gefunden; üchdem die Satzungen der Stiftung mit dem geren Senat der Landesuniversität endgültig le kreinbart waren, ist im Juli 1895 erstmals ein diezpreis zuerkannt worden. 1 tz 1 Der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft 9 at zurde zur Veranstaltung eines Preisausschreibens, 11 1105 treffend Klärung der Abwässer, ein Bei⸗ dag von 100. zur Verfügung gestellt; dem Pd. M. Lad deutschen Hilfsverein in Paris ein ständiger Duft Jahresbeitrag von 50 4 verwilligt. Pfd. M. 0 d 5 e kokales und Provinzielles. „ 0,30* Gießen, 1. April. Der Kaufmännische len erein hat mit seinen diesjährigen Winter⸗ 25 ktragsabenden Glück gehabt. Würdig wurde id,„ 0, sstern die Saison durch die Rezitation der Ger⸗ „rt Hauptmannschen„Weber“ durch den kgl. 1 ofschauspieler Herrn Oppmar zu Ende gebracht. wurst herr Oppmar erläuterte zunächst die Entstehungs⸗ Pfd. Ii schichte des Werfafserr Dramas und den Kampf, velat⸗ helchen dessen Verfasser erst mit den Behörden durch⸗ Pp. Margot's Muff. 1„ ee Von Cethegus. 1„„0,(Schluß.) Sie wagte es nicht, den Großen, Edlen, Un— 10 llcklichen anzureden oder auch nur länger zu be⸗ i kachten; eilenden Fußes lenkte sie seitab in einen leinen, hübsch mit Akazien eingefaßten und mit „ Ruhebänken ausgestatteten Thalgrund, in dessen itte sich ein schmalfadiges Springbrünnchen seines tu erwachten Daseins freute. Margot's Herz bte vor Wonne, indem sie sich ausmalte, welch' 5 idvolle Gesichter die Freundinnen im Kränzchen hen würden, wenn sie ihnen von ihrer Begegnung it dem Dichter der„Götterdämmerung und Toten⸗ Kfompeten“ berichtete. Doppelt mächtig ergriff sie in dieser Stimmung Eindruck ihrer stillen und einsamen Umgebung; d harmlose Akazienrondell erhielt von ihrer in krgnüglichem Weltschmerz schwelgenden Seele einen bglanz des Schauerlichen, der ihm in Wahrheit kwiß sehr mangelte, und an eine Bank neben dem g Springbrünnchen gelehnt deklamierte sie voll schmerz⸗ her Wonne Lenau's Verse: „Wildverwachs'ne dunkle Fichten, Leise klagt das Bächlein fort; Herz, das ist der rechte Ort Für Dein schmerzliches Verzichten!“ Als sie kaum einige hundert Schritte weiter ge⸗ solendert war, merkte sie erst, daß ihr Muff ver⸗ wunden war. Es war ein sehr hübscher, kleiner Puff von Nerz, mit vier allerliebsten Schwänzchen. dermutlich hatte sie ihn unbewußt von der Hand reift, um besser deklamieren zu können, und dann der Bank stehen lassen. Somit wandte sie sich (lends wieder dem Rondell zu. Als sie aber halb demlos dort aulangte, bot sich ihr ein merkwürdiger b Kobin umer mit ern mit einem Kneifer an goldenem Fädchen vor der Brust, sehr elegant gekleidet und von wahrhaft blühendem Aussehen; in der fein behandschuhten Linken hielt er eines von den vier Nerzschwänzchen, mit der Rechten bedrohte er eifrig und erfolglos einen großen Wolfsspitz, der in ausgelassenen Sprüngen umherkreiste und leider den Muff im Maul trug. „Mein Herr, Margot entrüstet. Der junge Herr überreichte ihr mit gezierter Verbeugung das Einzige, was er einstweilen von ihrem Muff besaß.„Aeh, gnädiges Fräulein,— bedauere unendlich——“ „Aber so nehmen Sie doch dem Hund den Muff ab!“ befahl Margot. Der junge Herr blickte ziemlich hülflos erst sie und dann den Hund an.„Aeh“, machte er,„die verfluchte Bestie pariert nicht!— Habe sie nämlich erst heute gekauft. Aber warten Sie, wenn ich sie erst habe!“ Der Hund, sanguinisch wie alle seiner Rasse, schien sich aus diesen Worten nicht das geringste zu machen. In frevelhaftem Uebermut turnte er mit seiner Beute weiter herum und schickte sich an, zu— nächst auch die drei übrigen Schwänzchen abzu- reißen, unbekümmert um dte Bitten, welche ihm nun auch Margot fast weinend vortrug. Was ihre Lage noch peinlicher machte, war die Entdeckung, daß der junge Herr sie mit beleidigen— dem Eiser durch das Augenglas musterte. Auch näselte er etwas von„angenehmer Bekanntschaft,— äh,— unter sonderbaren Umständen,— eigentlich dem Köter noch dankbar, äh—“ Aber nun kam Hilfe. Aus einem Seitenwege das ist mein Muff!“ rief und betrübender Anblick. Da stand ein junger Herr trat plötzlich in seiner ganzen Größe Margot's Dichter auf den Schauplatz. „O Macht des Genies!“ flüsterte Margot unter Thränen lächelnd. Denn kaum hatte der Wolfs— spitz den neuen Ankömmling bemerkt, so ließ er den Muff fallen und versuchte mit eingeklemmtem Schweife zu entrinnen. Aber der Mann im Flausrock war behender als der Hund. Mit einer blitzschnellen Bewegung zog er einen langen Strick aus der Tasche des Flausrocks, und im nächsten Augenblicke zappelte der Wolfsspitz in der Schlinge, worauf der Sieger Margots Muff aufhob und ihr mit freundlichem Lächeln überreichte „Dank edler Mann,“ hauchte sie—„aber nun lassen Sie, bitte auch das arme Tier wieder frei!“ „Ja, Fräulein, das geht nicht so schnell,“ er⸗ widerte der Andere,„der muß jetzt mit, später können Sie ihn auslösen.“ „Herr, was unterstehen Sie sich!“ rief der junge Herr, der bisher dem Gang der Dinge ziemlich blöde zugesehen hatte.„Wollen Sie wohl augen— blicklich das Tier frei lassen!“ „Nur immer man sachte,“ erwiderte der Andere und hielt ihm ein merkwürdiges Blechschild vor die Nase. „Wenn Sie mir zu nahe kommen, dann kostet die Geschichte noch mehr. Hier ist meine Leschiti— mazyon,— ich bin der städtische Hundefänger. Gehen Sie man lieber gleich mit dem Fräulein Braut zur Polizei, da können Sie das Protokoll vor sie bezahlen. Nich wahr, Fräulein, das schickt sich?“ „Lassen Sie mich in Ruhe,“ rief Margot mit halberstickter Stimme,„der Hund gehört mir gar nicht, der gehört dem Herrn da!“ „Ja woll,“ meinte der verwandelte Dichter, „gehört der Herr denu nich zu Ihnen?“ Auf diese letzte Kränkung vermochte Margot kein Wort mehr hervorzubringen, fassungslos lehnte sie an einem Baum. Der junge Herr hatte in⸗ zwischen aus seiner Börse ein Goldstück herausge— fischt und hielt es dem Manne hin:„Aeh, nehmen Sie sich das und lassen Sie jetzt mal das Biest los!“ Aber der Mann schüttelte den Kopf.„Nee, Herr Baron,“ meinte er,„das könnte mich meine ganze Stellung kosten. Bestechung is nich. Aber wenn Sie mit mich zu meine Wohnung gehen, da will ich Ihnen das Tier ausnahmsweise gegen Em- pfangsschein und eintägige Fütterungskosten aus⸗ liefern, die Polizeistrafe zahlen Sie dann später extra. Aber Sie müssen sich leschitimiren können, wer sind Sie eigentlich?“ „Zum Donnerwetter,“ rief der junge Herr,„dann lassen Sie uns doch gehen, mein Name ist Franz Tober, Schriftsteller und Rittergutsbesitzer, ich denke, das genügt für Sie einstweilen!“ Es genügt auch für Margot. Sie hörte weiter nichts von der Wechselrede der Beiden und hatte auch für die überhöflichen Entschuldigungs- und Abschiedsworte des jungen Herrn nur ein schwei⸗ gendes Kopfnicken, so stolz und abweisend, daß ihm unwillkürlich ein halblautes„Aeh,— alle Hasen!!“ entfuhr. Als aber dann die Beiden mit dem kläg⸗ lich seufzenden Hunde zwischen den Büschen ver⸗ schwunden waren, eilte sie, so schnell sie konnte, auf einem anderen Wege der Villa ihrer Tante zu⸗ nur von einem Wunsche beseelt, möglichst bald aus ihrem zierlichen Handkörbchen daheim ihr aller⸗ zierlichst in blauen Saffian gebundenes Hand⸗ exemplar der„Götterdämmerung und Toten⸗ trompeten“ hervorzuholen und so recht con amore Blatt für Blatt in den Ofen zu werfen. Hoffen wir, daß sie es gethan hat. * treibe, eine gerichtliche Klarstel Sache herbeiführen. Ein Mann wie fleisch hätte nicht auf Leute und unzuverlässige a) für einmalige Anschaffungen die Summe von 53 100 A und. 5 bp) für den laufenden Betrieb im Winter⸗ lung der Herr Gut⸗ Quellen hin gegen seinen Collegen solche semester 1896097 die Summe von 1910 A Angriffe erheben, der Leiter der Ver- zur Verfügung zu stellen. 5 8 sammlung hätte sie nicht billigen sollen!„Offenbach, 1. April. Die Untersuchung Herr Dr. Gutfleisch erwidert, daß er griffe aufrechterhalte, daß er sie entnommen habe dem„Gießener Anzeiger“, der ein Referat über die Sitzung des Südwestvereins gebracht hätte und daß dieses Referat zum mindesten zwischen den Zeilen lesen lasse, es seien Angriffe gegen die Stadtverwaltung von Herrn Grünewald be⸗ thätigt. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt schließlich, Herr Grünewald habe zum den„Gießener Anzeiger“ berichtigen müssen, Beschluß der Versammlung wurde die gefaßt. ö * Gießen, 2. April. 5 Stadtverordneten Versammlung in Sitzung, unsere Stadtanleihe im Be 18 Frankfurt a. M. und der bank Frankfurt a. a 15 Prozent zu übertragen. Beide Instit ihre Offerte gemeinsam ab und enthie das Höchstgebot und entsprach auch sonst den Be⸗ Es ist wegen der sonst abgegebenen Offerten Amtsverschwiegenheit proklamiert, doch dingungen. sind wir in der Lage, unsere gestrige hin noch zu ergänzen, daß auch die Handel⸗ und Industrie Darmstadt, Bank Frankfurt a. M., Ephraim Meyer u. Sohn at und das hiesige Bankhaus Jakob rünewald ihre Angebote machten Grünewald Gießen legte für sich allein das Ge⸗ bot von 101,30 ¼ Prozent ein. * Gießen, 2. April. auf den 18. Mai festgesetzten Gerichtste von den Drückebergern einfinden werden. r. Lollar, 2. April. Für unseren verstorbenen seitherigen zweiten Hauptmann der freiwilligen Feuerwehr, Johannes Schön, wurde Jo— Rau war bisher Ob⸗ mann bei der freiwilligen Feuerwehr. Wir wollen hoffen, daß er sein neues Amt ebenso gewissenhaft hannes Rau gewählt. führen wird wie sein Vorgänger. * Darmstadt, 1. April. Mit Genehmigung des Großherzogs richten die Großh. Ministerien des Innern und der Justiz, sowie der mit Bezug auf die Voranschläge an die Stäude des Großherzogtums, und zwar zunächst an die Zweite Kammer, das Ansinnen: zum Zwecke des Betriebs des hygi Instituts der Landes universität der Großh. Regierung zu Lasten der Ueberschüsse vorderer Finanzperioden: Gestern beschloß die 0000 an die deutsche Genossenschaftsbank von Sörgel, Parrisius und Komp. Kommandite Mitteldeutschen Kredit⸗ M. zum Kurse von 101,38 Nicht weniger als 64 Wehrpflichtige werden in der„Darmst. Ztg.“ namhaft gemacht, die dem Vaterlande den Rücken gekehrt haben, um sich der Militärpflicht zu ent⸗ ziehen. Wir glauben kaum, daß sich zu dem gegen den Metzger Schiff, der Fleisch ver⸗ endeter resp. für die Abdeckerei bestimmter Tiere in den Handel brachte, zieht immer größere Kreise. Der Mensch hat es verstanden, sein ge⸗ meingefährliches Treiben derart zu maskieren, daß auch einige hiesige Wirte zu den stän⸗ digen Abnehmern gehörten, die im Glauben lebten, von der Fleischbeschau für gut befundenes seine An⸗ mindesten Fleisch gekauft zu haben. Ja selbst Metzger soll Ein er zu täuschen verstanden haben. * Mainz, 1. April. Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurde in der Gemarkung Biebesheim im Rhein eine männliche Leiche ohne Kopf und ohne. Arme geländet.— Heute wurde hier eine Diebsbande von 7 Köpfen und eine Hehlerin verhaftet; die Verhafteten sind zumeist junge Burschen, die bei der Hehlerin Unterschlupf fanden und dorten auch die gestohlenen Gegen— stände versteckten. * Mainz, 1. April. Der Kreisausschuß be⸗ schäftigte sich dieser Tage mit der Einführung des Charfreitags als allgemeiner Feiertag in den Landgemeinden. Er entschied, da sich die meisten Gemeinden gegen die Einführung des Charfreitags als allgemeiner Feiertag aussprachen, es solle jeder Gemeinde überlassen sein, diese Angelegenheit selbständig zu regeln. Von den 22 Gemeinden des Kreises haben sich nur 8 für den Charfreitag als Feiertag ausgesprochen.— Heute Nacht erschoß sich in seiner Wohnung der Buchhalter des städtischen Gaswerks, Bager. Schwermut soll die Ursache des Selbstmords sein. Vermischtes. — Der interessante Unbekannte. Ein Ber- liner Blatt weiß folgende charakteristische Geschichte zu erzählen: In einer adeligen Familie im Thiergartenviertel war neulich die einzige Tochter erkrankt. Es wurde ein Buch aufgelegt, in das alle ihre Namen eintrugen, die sich pflichtschuldigst nach dem Befinden der Patientin er⸗ kundigten. Es waren stolze, klangvolle Namen, die da neben einander standen, und von denen der immer wieder⸗ kehrende schlichte Name eines Bürgerlichen seltsam abstach. Dieser Unbekannte zog täglich als Erster über das Befin⸗ den Erkundigungen ein und schien von der langwierigen Krankheit der jungen Dame am peinlichsten berührt zu sein. Kein Wunder also, daß die Millionärstochter, als sie wider Erwarten genas, in ihrem Glück und ihrer Freude nach dem Unbekannten zu forschen begann, der sich durch den Standesunterschied nicht abhalten ließ, für ihr Leben zu zittern!„Er ist gewiß ein Künstler“, sagte sie,„der unsere Vorurtheile nicht gelten läßt; ein heim⸗ licher Verehrer, der in der Angst seines Herzens jede Zurückhaltung ablegt!“— Armes Kind, wie hattest Du Dich getäuscht! Wie spätere Nachforschungen ergaben, war der interessante Unbekannte der— umsichtige Vertreter eines großen Trauermagazins, Smal nicht geheimer trage von ute gaben lt dieselbe Notiz da⸗ Bank für Pfälzische . Jakob rmin viele Finanzen einischen — Das letzte Pfeifchen. Aus Linz in Ober⸗ österreich wird berichtet: Kürzlich erkrankte in einem Orte des oberen Ennsthale ein altes Bäuerlein. Da sich sein Zustand in sehr bedenklicher Weise verschlimmerte, wurde ein Priester gerufen, der dem todtkranken Manne die letzte Wegzehrung reichte. Nachdem die Ceremonie beendigt war, bemerkte der Geistliche, der noch eine Weile im Krankenzimmer geblieben, daß der Kranke seinem Weibe mit der Hand winkte und dieser dann heimlich etwas ins Ohr raunte. Zum Erstaunen Aller ersuhr man alsbald, daß der Sterbende noch ein Pfeifchen Ta bak zu rauchen zialdemokraten dies gestatten. Der Gau lois bemerkt, daß weder Bourgeois noch der Seine⸗Präfekt diese Erklärung de mentiren könnten. findet die Meldung in politischen Kr nur wenig Glauben.. Hd. Kiew, 2. April. ö General-Gouverneur Graf Ignatiew beim Zare in Ungnade gefallen sei und daß er gleich nat dem Krönungsfeste seinen Posten verlassen we Nichtsdest oweniger Es verlautet, wünschte. Sein Wunsch wurde erfüllt, und bald blies das Bäuerlein die blauen Rauchwolken seelenvergnügt aus seinem Stummel. Nachdem er eine Weile geraucht, sagte der Kranke:„Jetzt is mir leichter!“ Sprachs und ent⸗ schlummerte sanft. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 2. April. Freiherr v. Manteuffel⸗Croßen erklärt in der „Kreuzzeitung“, daß ihm davon, daß der Hof den Wunsch geäußert habe, Stöcker außerhalb der konservativen Partei zu sehen, nichts bekannt sei und daß ein solcher Wunsch weder an ihn persönlich noch an die Parteileitung her⸗ angetreten sei. Gottesdienst in der Synagoge. Vorabend: 6.30 Uhr. Morgens: 8 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Abends: Morgengottesdienst 8 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Festesausgang: 7.45 Uhr. Während der Sommermonate begin 855„ am Sabbath un 72 r. Samstag, den 4. April. Passahfest, 7. Tag. %½30 Uhr Sonntag, den 5. April. 8. Tag. . b N Hd. München, 2. April. Der König von Schweden ist gestern Abend 9 Uhr mit dem Frankfurter Schnellzuge hier eingetroffen. Er wurde von dem schwedisch-norwegischen Konsul Maison und der schwedischen Kolonie am Bahn⸗ hofe empfangen. Der König, welcher im strengsten Inkognito reist, nahm im„Bayerischen Hof“ Absteige⸗Quartier. Hd. München, 2. April. Einem hie⸗ sigen Blatt wird vom Starnberger See geschrieben, daß das Bis marck⸗Denkmal, falls es wirklich dort errichtet werden sollte, keinesfalls lange oben stehen werde. Hd. Budapest, 2. April. Nach Privat⸗ depeschen aus Bukarest herrscht in politischen Kreisen daselbst große Beunruhigung über die Reise des Fürsten Ferdinand von Bulgarien nach Petersburg. Man will erfahren haben, daß ein geheimer Vertrag zwischen Rußland und Bul⸗ garien abgeschlossen werden soll, durch welchen die Hafenplätze von Varna und Burgas von russischen Truppen besetzt werden sollen. Außer⸗ dem soll in Petersburg ein Balkanbund, dem Gießen machen. Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht big fl allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern I helle es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht zu 1.6 u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten in durch Güust av Durch 40jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des J und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreichen 5 Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, u reden; fit dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu Alle Aufträge werden prompt und billigst aus⸗ geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitungen Firma vor Vergebung eines Annoncen⸗Auftrages erst ge⸗ nau zu informiren. N be e 15 en 1 Stodtbe fleisch! ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird il folgt: 10 sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines u de Tel erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be⸗ en baigt ib 5 dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mi abtendnckel einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufener in bit Herre Führer ist die älteste Annoncen⸗Expeditlon Haasenstein n donna un ihn cht de Gch F bnmual euer! suttge Wohlmuth, Seltersweg. l daß didselbe gen tile persteckt Alt eathält. berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang F gh ul nic zune reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abrech⸗. gage die Adar nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obiger Ion fd, J hal eum ih w i fn Sitte ist, Serbien, Montenegro und Bulgarien angehören, unter russischem Patronat zum Abschluß gebracht werden. Hd. Paris, 2. April. Der Gaulois behauptet, Bourgeois habe bei seiner Reise nach Chalons dem Seinepräfekten gegenüber folgende Aeußerung gethan: Wir machen unsere Leser auf di unserer Stadtauflage beiliegende Petition a die Stadtverordneten-Versammlung betreffend Verlegung des Viehmarktplatzes aufmerksam. ich auch eile 0 1 dee ficht dul ug ent Augeleg asonliche ge mali einen Folle A um wäß, daß e ed sein wid,! Ich bin meines Amtes müde und möchte je eher je lieber gestürzt werden. Meine Lage ist in Wirklichkeit unhaltbar, aber ich möchte das Terrain meiner künftigen Thätigkeit selbst wählen, wenn die So⸗ Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 0 zu fein und U. dach dies untere gude die Abwef . Jh nuß ein 9 kellöcen; ich! auch das Herschi ——*———— Verdingung. Holzversteigerungen. Ses Fu. Sauerkraut, p. Bf. 10 Die zur Aufstellung von Ruhebänken in Breitenbach(Gemeindewald). 96 rm Lärchen-Nutz⸗Reiserstangen in Haufen 1. Kl., Frische„Speise- und Salat- verschiedenen Anlagen und auf dem Friedhofe erforderlichen Arbeiten, wie Maurerarbeit(Versetzen der Postamente), Steinhauerarbeit(Lungsteinlieferung), Schreinerarbeit(Herstellung der Sitze), Schlosserarbeit(desgl.), Weißbinderarbeit(Anstrich der Bänke), sollen öffentlich bei uns verdungen werden und ist Termin hierfür auf 5 Dienstag, den 14. April d. J., Vormittags 11 Uhr, festgesetzt. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns wäbrend der Diensistunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zum genannten Termin einzureichen.— Zu⸗ schlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 31. März 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Verdingung von Pflasterarbeit. Die laufende Unterhaltung des Straßen ⸗ pflasters im Rechnungsjahr 1896—97, ver⸗ anschlagt zu 2000 qm, soll 2 Samstag, den 11. April d. J., Vormittags 11½ Uhr, öffentlich verdungen werden. Bedingungen und Arbeitsbeschreibung liegen zur Einsicht der Interessenten bei uns während der Dienst⸗ stunden offen. Angebote auf Vordruck, der von uns zu beziehen ist, sind bis zum genannten Termin einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 31. März 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Verdingung von Kieslieferung. Die Lieferung und Anfubr des im Rechnungs- jahr 1896—97 zur Unterhaltung der Schoor- und Anlagewege pp. erforderlichen Lahn⸗ kieses(Naturkies), insgesammt 1000 ebm, soll Samstag, den 11. April, Vormittags 11 Uhr, loosweise oder im Ganzen vergeben werden. Es umfaßt Loos 1 300 ebm Loos 2 400„ Loos 3 330* Die dieferungsbedingungen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht der Intexessenten offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis zum genannten Termine einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 31. März 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Ein möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermieten. 403 Grüubergerstraße. Bleiche 333 Stück Reiserwellen, 3,40 km Kiefernstammholz, 1.01 km Eichenstämme 4. Kl., 10, m Eichennutzholz 3. Kl., 5 m Buchenscheit- und Knllppelholz, 180,6 rm Buchendurchforstungs⸗ z Hefe? abzugeben durch anschlagt zu ca. 500 resp. 200 Mark(Erd- und Pflasterarbeiten). Mülnchholzhausen, veranschlagt zu ca. 350 Mark. Mark. Rechtenbach einzureichen. wellen 2. und 3. Kl., 240,0 rm Eichenwellen. 5— Mittwoch, den 8. April, Morgens 9 Uhr. Zusammerkunft beim Vorsteh er. 2 7 Submissionen. 1. Herstellung der Wege von Kützellinden nach Allendorf und Groß-Rechtenbach, ver 2. Desgl hausen nach Wetzlar, zu ca. 800 Mark(Erd- und Pflasterarbeiten). 3. 5 0 4. Herstellung der Beläge auf zwei Brücken der Gemarkungen Hochelbeim und Lützellinden, von Zorreseisen, veranschlagt zu 350 und 450 Schriftliche Angebote mit bez. Aufschrift versehen, sind verschlossen bis zum 11. April, Vormittags 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung erfolgt, an das Bürgermeistereiamt Groß— Kostenanschläge und Bedingungen vorher daselbst einzusehen. J. Arnold, zum Schipkapass, 487 Bahnhofstrasse 7. 8— Unerreicht in Haltbarkeit, von Weiden⸗ Entwässerung im Orte S 5„ Schweine Gießen, den 11. März 1896. 1.— L. Vogt, Vorsitzender. für Rinder, Stiere Kühe Mk. 3.— bezw. Mk 5.— Die Schlachtvieh⸗Versicherungs⸗Gesellschaft zu Gießen. Paßform, Bekanntmachun Liegen. 93* Preiswürdigkeit sic e daß vom 15 März 1896 ab die unterfertigte Ver⸗ sind die icherungsgese af Ochsen zum Prämiensatz von Mk. 8.30 Schuhwaaren . Kälber, Hämmel und Schafe zu einem solchen„„ 0.20 991 479 ersichert. 5— 5 Die Prämiensatze für die übrigen Tiergattungen bleiben unverändert und zwar: 5 Louis Süss, Marktstr. 9 und Wettergasse. Ein Wagen, Pflug und Egge zu verkaufen. 444 Eichgärten 1. 410 Marburg u. id. Laulin. D Hotel I. Ranges. e„NN N S ARN OF, In nächster Nähe des Bahnhofes, gegenüber der Post. Vorzügliche Betten. ff. Küche. — Solide Preise. Hausdiener zu jedem Zug am Bahnhof.(125 Inhaber: Julius Böminghaus. uh den Beticht ha a Anregung“ Ausführungen des kartoffeln. Alle Sorten Setzkartoffeln in grosser Aus- wahl zum billigsten Tagespreise. J. Hankel,. 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März 1896. 96%%%%%%%%%%%% Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum hierdurch die ergebene Mit teilung, daß ich die in meinem Hause, Liebigstrasse 71, befindliche nach vorausgegangener Renovierung von heute an für eigene Rechnung betreibe, und Hochachtungsvoll Chr. Bischoff. 475 2 2 2 2 2 * COCNAC Zur Ausführung von Wandbekleidungen aus Die in Thüringen schon seit 20 Jahren so beliebten und Marktplatz 9 und 3 beweisen. Vergang. eee%%%%%%%%%%%, empfiehlt sch A. Wegerieh, Büpftedt i. Ch. schindel haben auch in Marburg a. d. L. Eingang gefunden, wie die vielen von mir ausgeführten Arbeiten, u. A. bei den Herren H. Spruck und Leipoldt, Bei guter us führung keine Reparatur, kein 478 (Marke Adler-Schott) per Liter flasche incl. Glas Mark 1.80 empfiehlt Zinkblech bewährten Zink⸗ Ph. Herrmann, Sellersweg 33. Feu auftrest, Haus- und Fahrburschen er bersorzten Der bill Wirksberein Süd sowie Oeconomiepersonal empfiehlt zu jeder Zeit das Plac irungs- bureau von C. Stiasny, Asterweg 6. 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