5 Klaft⸗ der 0 Jugend deits vor Rude. o ch einen haben“ iet und ich nach m Fahr erwählte heit der cht. Man eils will s Itter⸗ der Ju⸗ ide An⸗ muß man erwellt. lt. Von luto und scheinung e an der ett, abel man das d in ern⸗ gehören ur Schule. ind wird ich langer ind wird eg steuen, nde Kind d gewon⸗ aufgaben nit seinen eines Na⸗ uttet oder im Walde mehr Se⸗ Spielen die Natur it erzogen. b, sich mit Geist Be⸗ Kinder die u zu groß. indes mit kenlos mit belebteste Vergleicht traßenbah⸗ wird man ie zu Rad nen Augen eobachung lehr weit Vei Be⸗ hrsbedenlen n bat, daß en itt, bun Einzelpreis 20 Ryf. 705 . I. 5 Z. Einzelpreis 20 Ryf. Allgemeine hessische Sport⸗öeitung verbreitet im Bezirk Hessen⸗Hannover des w. S. v. und in den Gauen Gießen⸗ Wetzlar, dill und Marburg — springen, laßt sie auf den Fußballplatz, geht selber mit ihnen Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50 4, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Abonnements⸗ und Anzeigen⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Klein jun. und Georg Burgeleit. Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.⸗Pfg. 7. Jahrg. Dienstag, den 28. Juni 1932 Die Verbandspokalspiele 1932-1933 Der Durchführung der Verbandspokalspiele im Spieljahr 19321933 scheint man von seiten des Verbandes eine größere Aufmerksamkeit zuzuwenden als im Vorjahre. Leider läßt es der Wortlaut und Sinn der(in den Satzungen festgelegten) Aus⸗ schreibung nicht zu, die Meldung zur Teilnahme offiziell zu ma⸗ chen; es liegt also auch diesmal wieder im Belieben der Vereine, sich zu melden oder nicht; hoffentlicht ist aber die Zahl der Teil⸗ nehmer trotzdem größer als beim ersten Male. Wer sich beteiligen will, muß die Meldung bis spätestens 29. Juli 1932 einreichen; die Vereine der Gauklassen und 2. Bezirks⸗ klasse richten diese an den Fußballsachbearbeiter ihres Gaues, die Vereine der 1. Bezirksklasse und Bezirksliga an den Fußballsach⸗ bearbeiter des Bezirkes. Teilnahmeberechtigt sind alle Vereine des WSW und die Gastmannschaften der D(natürlich soweit keine Sperre oder kein zeitlicher Ausschuß vorliegt). 2 Die Vorrunde wird bestritten von den Vereinen der Gau⸗ klassen und 2. Bezirksklasse, die in unserem Bezirk wie im Vor⸗ jahr innerhalb ihrer Gaue spielen u. dort unter sich den Meister ermitteln; da im Bezirk Hessen⸗Hannover 7 Gaue bestehen, gibt es also 7 Gaumeister. Diese treten zu der Zwischen runde über, an der sich die Vereine der 1. Bezirksklasse und Bezirksliga be⸗ teiligen und in welcher der Bezirkspokalmeister ausgespielt wird. Letzterer trägt schließlich mit den Meistern der anderen 7 Bezirke des WSW die Endrunde aus, deren Sieger als dritter Vertreter des WSW in die Spiele um die Deutsche Meister⸗ schaft eingreift. Für die Spiele der Vorrunde sind vorgesehen: der 14. August, 21. August, 28. August und 4. September, für die Zwischenrunde der 30. Oktober, 13. November, 4. Dezember, 18. Dezember, 8. Januar, 22. Januar und 5. Februar; dieser ist als letzter Termin zur Feststellung des Bezirksmeisters unbe⸗ dingt innezuhalten. Die Termine der Vorrunde dürfen auf kei⸗ nen Fall mit Meisterschaftsspielen der Gauklassen und 2. Be⸗ zirksklasse belegt werden; auch an den Terminen der Zwischen⸗ runde sind alle Vereine der beiden beteiligten Spielklassen frei von Meisterschaftsspielen zu lassen, mit anderen Worten: die Fußballsachbearbeiter der Gaue und des Bezirkes entwerfen zu⸗ Jugend und Sport Wir bringen heute im Anschluß an unseren ersten Aufssatz eine weitere Betrachtung zum Jugendtag des Deutschen Fußball⸗Bundes und der Deutschen Sport⸗ behörde. Wir empfehlen ihn der Aufmerksamkeit un⸗ serer Leser. Die Redaktion. Oft genug wird der Jugend noch der Vorwurf der„Sport⸗ fexerei“ gemacht. Der Sport wird als eine sehr überflüssige Sache dargestellt und als ein bloßer Zeitvertreib. Mit dieser Meinung übersieht man völlig, daß der Sport der Jugend auf den Leib geschnitten ist wie nur je eine Sache. Der Sport ist nämlich eine der Formen, in der sich die jugend⸗ liche Kraft auslebt und in Leistungen zum positiven Werke kommt! Jeder Junge will, wenn er gesund ist, Taten vollbringen. Sein Sinn steht auf große und kühne Dinge, er sucht Kampf und Sieg und all dies findet er im Sport wie nirgends sonst! Der Junge will die wachsenden Kräfte mit anderen messen, will stark und kühn und tüchtig sein,— der Sport ist ihm ein Uebungsplatz dieser seiner drängenden Kräfte. So ist er sinnvoll und kein zeitvertrödelndes Tun! Jungen, die als Zwölfjährige nicht durch alle Welten träumen, die nicht über die Kontinente hinweg wollten in ferne Länder des Abenteuers; Jungen, die nicht schlagen und wagen, die nicht streiten und reiten um den Sieg, denen fehlt die le⸗ bendige Kraft! Ist die Sehnsucht, Sieger zu sein, nicht ein erstes Abbild der dahinter stehenden Sehnsucht: die Welt und ihre Widrig⸗ keiten zu überwinden? Ist sie nicht sichtbares Vorbild des un⸗ sichtbaren Kampfes um Bezwingung des Lebens und seiner dunklen Mächte? So laßt die Jungen die Kräfte reifen und stählen. Wer im Sport ernsthaft übt, dem wächst innere Kraft hinzu und die kann er überall brauchen, sei es wo es sei. So ist der Sport kein Luxus, sondern lebensnotwendig. Er wendet ein Stück Not der Jugend in Glück um! Er ver⸗ schafft Anerkennung durch Leistung. Er gibt dem Geltungsbe⸗ dürfnis Raum zur Bewährung, er gibt den Kräften Arbeit und bewahrt sie so vor Abfall in die Spelunken des Lebens! So laßt, Eltern und Vorgesetzte, unsere Jungen laufen und nächste ihre Terminkalender für die ganze Spielzeit der Meister⸗ schaftsserie unter Freilassung der oben genannten Sonntage, können dann natürlich— jedoch nur in der Zwischenrunde!— später angesetzte Spiele vorverlegen, wenn die betreffenden Ver⸗ eine, soweit sie sich an den Pokalspielen beteiligt haben, inzwi⸗ schen aus diesem Wettbewerb ausgeschieden sind. Zu beachten ist aber, daß nicht alle vorgesehenen Sonntage zur Austragung der Pokalspiele ausgenützt werden sollen; vielmehr müssen diese auf möglichst wenige Spieltage beschränkt werden; dies geschieht da⸗ durch, daß man alle noch teilnahmeberechtigten Vereine an je⸗ dem folgenden Spieltage einsetzt; auf diese Weise wird man voraussichtlich die zwei oder sogar drei letzten Termine zur Austragung von Meisterschaftsspielen frei bekommen. Die Gegner werden ausgelost. Bleibt ein Verein in der Vorrunde spielfrei, so wird für ihn am nächsten Spieltag sofort der Gegner ausgelost; das Spiel findet stets auf des Gegners (nicht auf des Freigelosten!) Platz statt. Im übrigen ist jedes⸗ mal der zuerst gezogene Verein Platzverein. Ein Verein, der einmal in der Vorrunde das Freilos gezogen hat, kann dies während der ganzen Runde nicht noch einmal tun; in diesem Falle muß also die Auslosung geändert werden. Für die Zwi⸗ schenrunde ist ein besonderes Verfahren vorgeschrieben worden, durch welches nach dem ersten Spieltag entweder 64 oder 32 Vereine bleiben, so daß an den nächsten Spieltagen stets gerade Zahlen vorhanden sind(64, 32, 16, 8, 4, 2). Tritt während der Zwischenrunde ein Verein von dem Wettbewerb zurück, so ist er für den nächsten Spieltag dennoch mitauszulosen; der Verein, der ihm dabei als Gegner bestimmt wird, gewinnt das Spiel kampflos, nimmt also an den Spielen des übernächsten Sonntags wieder teil. Im übrigen sind die Bestimmungen über die Durchführung der Pokalspiele dieselben geblieben wie im Vorjahr. Wer also Lust hat, sich zu beteiligen— hoffentlich sind es mehr als bis⸗ her, besonders aus den beiden oberen Klassen!— melde sich recht bald und lese die Ausführungsbestimmungen im„Ful“ nach. Je eher die Meldungen vorliegen, desto eher können die Sach⸗ bearbeiter danach ihre Terminkalender für die Meisterschafts⸗ spiele entwerfen. sie Euch, wie der Sport und die vernünftige Leibesübung ganz herrliche Dinge sind; haltet Euch den„Jugendtag“, den 10. Juli, frei! Der Sport des Sonntags Das Schwergewicht im Sportprogramm des Sonntags ver⸗ schiebt sich nun radikal von den Rasenspielen zu den reinen Sommersports. Westdeutschland hat seinen Fußball und Hand⸗ ball bereits vor einer Woche in die Ferien geschickt und die übri⸗ gen Verbände folgen jetzt mit dem Ende des Monats. Schon an diesem Sonntag war die Zahl der Freundschaftsspiele er⸗ heblich zusammengeschrumpft. Auch die Aufstiegsspiele konnten endgültig abgeschlossen werden. In der Gruppe Main heißt der zweite neue Bezirksligist VfB Friedberg. Die mainischen Be⸗ zirksligavereine werden also in der kommenden Saison zur Ab⸗ wechslung einmal nach Oberhessen fahren müssen. Die bedeutsamsten sportlichen Ereignisse des Sonntags spiel⸗ ten sich in der Leichtathletik ab, die einige interessante Reprä⸗ sentativkämpfe auf der Tagesordnung hatte. In Wiesbaden kam es zum Vierverbändekampf, den überraschend Branden⸗ burgs ersatzgeschwächte Mannschaft mit 41 Punkten vor Mittel⸗ deutschland mit 37 Punkten gewann, während sich die favori⸗ sierte westdeutsche Mannschaft mit Süddeutschland(beide 36 Punkte) in den dritten Platz teilen mußte. Ueberragende Er⸗ gebnisse gab es bei diesem Kampf nicht, da die Laufbahnen sehr schlecht waren. Lediglich die Würfe und Sprünge brachten einige bemerkenswerte Resultate. So erreichte Wegener im Stabhochsprung 4 Meter und Weimann im Speerwerfen 66 Me⸗ ter. In Elberfeld gab es beim Frauenländerkampf Deutsch⸗ land Frankreich mit 58:41 Punkten einen deutschen Sieg, ob⸗ wohl die deutsche Vertretung nur eine westdeutsche Mannschaft, verstärkt durch die Frankfurterinnen Haux und Lorenz war. In den zehn Wettbewerben siegten achtmal die deutschen und nur zweimal die französischen Damen. Aus dem Ausland erhalten wir neue Nachrichten von der vorzüglichen Form, in der sich besonders die amerikanischen und finnischen Olympiakandidaten befinden. Sogar einigen Weltrekorden wurde das Licht aus⸗ geblasen. Wie kann die Gruppe Lahn der 1. Bozirksklasse eingeteilt werden? Heute bittet Wallau um die Veröffentlichung nachstehen⸗ den Eingesandts: Ueber diese Frage schreibt Herr Buß⸗Butzbach in Nr. 24 der „Ah S3“ in einer Weise, die vom Wallauer Verein nicht un⸗ widersprochen bleiben kann. Von unserer Grundeinstellung aus⸗ gehend, daß der Sport— und dazu gehört auch der Fußball⸗ sport— das Gemeinschaftsleben fördern soll, sehen wir uns ver⸗ anlaßt, gegen die Art der Polemik des Herrn Buß, die das Streitbeil wirft zwischen Stadt und Land, entschieden Verwah⸗ rung einzulegen. Herr Buß! Den auch von Ihnen vertretenen Standpunkt, daß sich der Spielbetrieb mit den Vereinen des„Hinterlandes“ — und hierzu zählt auch der FV Wallau— spielerisch und fi⸗ nanziell unrentabel, also auf gut Deutsch nicht einträglich ge⸗ staltet habe, kann der Wallauer Verein keinesweg⸗ teilen. Denn gerade der Verein für Rasenspiele Butzbach hätte gelegent⸗ lich des Meisterschaftsspieles Butzbach Wallau bei etwas Auf⸗ merksamkeit in spielerischer Hinsicht und auch in bezug auf„fair play“ sehr viel von den„Hinterländern“ lernen können. Wenn er das nicht getan hat, so ist das nicht unsere Schuld. Ueber die schlechte Beschaffenheit der Sportplätze im„Hin⸗ terland“ gegenüber den städtischen Platzanlagen wollen wir nicht streiten. Herr Buß hat jedenfalls unseren Sportplatz noch nicht mit eigenen Augen gesehen, sonst hätte er zu einem derar⸗ tigen Urteil nicht kommen können. Ansere Platzverhältnisse haben bei unseren Erfolgen jedenfalls nicht„unzweifelhaft“ den Ausschlag gegeben und wenn man bei dieser Gelegenheit be⸗ rücksichtigt, daß wir die Vereine Butzbach und Wetzlar auf ihren eigenen Plätzen je 41 geschlagen haben, dann erscheint das „unzweifelhaft“ doch in einem ganz anderen Lichte. Demgegen⸗ über kann uns niemand, auch Herr Buß nicht, weismachen, daß die beiden 13:0⸗Niederlagen, die sich der VfR Butzbach während der Verbandsspiele im„Hinterland“, und zwar in Bottenhorn und Breidenbach, geholt hat, lediglich auf die schlechte Beschaf⸗ fenheit der Sportplätze zurückzuführen sind. Eine spieltechnisch gut durchgebildete Mannschaft muß auch auf kleinen und unebe⸗ nen Plätzen spielen können. „Wir sollen uns erst einen Namen machen, um für die städtischen Vereine ein zugkräftiger Gegner zu sein“, so lautet der Vorschlag des Herr Buß. Wir— der FW Wallau— wären diesem Wunsche gerne nachgekommen, Meister der Lahngruppe der 1. Bezirksklasse waren wir bereits, aber da es in diesem Jahre einen Ausstieg bekanntlich nicht gibt, müssen wir aller Voraussicht nach weiter in der 1. Bezirksklasse spielen. Daß Sie die anderen, also uns Landvereine, nicht an die Wand drücken wollen, glauben wir Ihnen gerne; dieses Vor⸗ haben würde auch sicher schon an unserem Widerstand scheitern. Herr Buß! Auch wir haben um unser Fortbestehen zu kämpfen und wir wagen sogar zu behaupten, daß unser Kampf ein sehr viel schwierigerer ist als der der Stadtvereine. Auch wir betreiben neben dem Fußballsport noch andere Sportarten. Sportneuigkeiten Im Vierverbändekampf der Leichtathleten in Wiesbaden siegte vor 5000 Zuschauern nach spannenden Kämpfen Branden⸗ burg mit 41 Punkten, vor Mitteldeutschland mit 37 und West⸗ und Süddeutschland mit je 36 Punkten. Die besten Einzellei⸗ stungen waren der Speerwurf von Weimann mit 66 Meter und 4 Meter im Stabhochsprung von Wegener. Der Frauen⸗Länderkampf Deutschland Frankreich in der Leichtathletik wurde im Elberfelder Stadion vor 4000 Zu⸗ schauern von der deutschen Vertretung mit 58:41 Punkten ge⸗ wonnen. Von den zehn Wettbewerben gewannen die Fran⸗ zösinnen nur zwei. Adolf Heuser aus Bonn wurde Europameister im Halb⸗ schwergewichtsboxen. Er schlug in der überfüllten Arena von Valencia den Spanier Martinez bereits nach einer Minute k. o. Der Mittelläufer Tiefel von Union Niederrad, der schon häufig repräsentativ für Süddeutschland gespielt hat, ist zur Eintracht Frankfurt übergetreten. Das Lückendorfer Bergrennen wurde in Anwesenheit von 70 000 Zuschauern in der Wagenklasse von Levy⸗Dresden(Bu⸗ gatti) vor v. Brauchitsch(Mercedes-Benz) gewonnen. Der Frankfurter Dauerfahrer L. Schäfer wird neben Möller, Sawall, Krewer, Dederichs, Schindler, Hille, Metze und Wiß⸗ bröcker an der Deutschen Stehermeisterschaft am 17. Juli in Nürnberg teilnehmen. schwimmen und kommt mit ihnen zum Jugendtag, dort zeigen Werbt für die H. H. S. Z.! ———————— —— 2— —— N J 1 1 8 — Dienstag, den 28. Juni 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung Aber was sollen wir uns streiten? Wir ziehen doch alle, Sie mit dem VfR Butzbach und den anderen Stadtvereinen und wir mit unseren lieben„Hinterländer“ Vereinen, an einem Strange. Wir wollen doch alle dasselbe und aus diesem Grunde bitten wir Sie und die anderen Stadtvereine, auch für die Zukunft mit uns zusammenzuhalten. Das können Sie aber nur, wenn Sie unserem Vorschlage über die künftige Gestaltung der Lahngruppe der 1. Bezirksklasse zustimmen. Er lautet: „Beibehaltung der seitherigen Lahngruppe der 1. Bezirks⸗ klasse mit 10 Vereinen, die in ihrer Zusammensetzung nur in⸗ sofern eine Aenderung zu erfahren hat, als für die beiden aus der Sonderklasse hinzukommenden Vereine, VfB Gießen und IW Ockershausen, die beiden Tabellenletzten SpVgg. Dillen⸗ burg und SC Niedergirmes in die 2. Bezirksklasse absteigen.“ Eine andere Gestaltung der Lahngruppe, insbesondere einen im Widerspruch zu den Verbandssatzungen stehenden Aufstieg, können und werden wir nicht zulassen. Im übrigen hat unser Vorschlag noch das Gute an sich, daß mit ihm sowohl die Beschlüsse der vorjährigen Wahlversamm⸗ lung in Münster, nach denen in dem als Uebergangsjahr gedach⸗ ten Spieljahr 1931/32 nur ein Abstieg, aber kein Ausstieg statt⸗ finden darf, als auch der Beschluß der letzten Wahlversammlung in Koblenz, in dem das unabänderliche Weiterbestehen des in Münster beschlossenen Spielsystems festgelegt wird, gewahrt sind. Otto Eckel, 1. Vorsitzender des FV Wallau 1913 e. V. * Südhannover will nur eine Gruppe 1. Bezürksklasse Die vorgesehene Versammlung der Vereinsvertreter für Südhannover fand am Sonntag, den 26. Juni, in Northeim statt. Bezeichnenderweise setzte sich die Mehrzahl der Erschie⸗ nenen für strikte Befolgung der Satzungen ein, welche dem Be— zirk zwar mehrere Gruppen 1. Bezirksklasse zugestehen, aber für jede Gruppe einen Bestand von nicht mehr als 10 Vereinen vorschreiben. Demnach stimmte über die Hälfte gegen den Vorschlag des Bezirksvorstandes bzw. Sachbearbeiters, wonach im ganzen 18 Vereine zur 1. Bezirksklasse gehören und in zwei Abteilungen von 8 bzw. 10 Vereinen spielen sollen, und gab ihre Ansicht dahin kund, daß nur eine Gruppe mit 10 Vereinen gebildet werden könnte und müßte. Für diese kämen in erster Linie in Betracht die aus der Bezirksliga absteigenden Ver⸗ treter: Spielvogg. Göttingen, FC Grone, SW Einbeck, Spusp. Northeim und evtl. noch FC Großalmerode, das der Lage nach eigentlich zur Gruppe Kassel geschlagen werden muß. Dazu träten die 5 bzw. 6 ersten Vereine der Tabelle des vergangenen Spieljahres, so daß der Rest absteigen muß. Wenn schon die Vereine selbst sich an die Satzungen halten wollen und gegen die weitere zahlenmäßige Ausdehnung der 1. Bezirksklasse protestieren, so wird den Instanzen wohl nichts anderes übrig bleiben, als sich ebenfalls diesen Standpundt zu eigen zu machen. Mit einer solchen(den Satzungen entspre⸗ chenden) Maßnahme wäre von vornherein jeder Opposition der Vereine der Boden entzogen. Was man amtlich hört Der Fußball⸗Sachbearbeiter des Gaues Gießen-Wetzlar for⸗ dert die Vereine auf, die Meldungen für die Verbandsspielserie 1932/33 einzureichen, sowie die Teilnahme an den Verbands⸗ Pokalspielen der Bezirksklasse 2, Gauklasse 1 und 2 anzumelden. Meldeschluß 29. 7. Die hierzu erforderlichen vorgeschriebenen Formulare sind beim Verlag der AHS Gießen, Südanlage 21, erhältlich, desgl. Mannschaftsblocks; alles nur gegen Voreinsen⸗ dung des Betrages auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. 69531, AH Sz, Albin Klein, Gießen. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (8. Fortsetzung.) „Ja,“ meinte Bringhoff,„durch seine Schnelligkeit, Geistes⸗ gegenwart und Ballsicherheit ist er für den Posten des Tor⸗ wartes wie kein anderer geeignet. Wenn er, wie eben, die hohen Bälle so ruhig und sicher wegfaustet oder die halbhohen Schüsse fängt, ahnt wohl niemand, wieviel Arbeitsstunden am Punching⸗ ball, im Kugelstoßen, Hoch- und Weitsprung hinter ihm liegen, ehe er diese Sicherheit und Kraft erreicht hat. Aber je elegan— ter und ruhiger eine Leistung ausgeführt wird, um so mehr er⸗ weckt sie bei den Zuschauern den Eindruck der Leichtigkeit und Einfachheit,“ „Da haben Sie recht,“ stimmte Dr. Bargmann bei.„Viel mehr wirkt auf den Besucher des Fußballspiels das Hinwerfen des Torwarts, die Robinsonade.“ „Ich bin kein Anhänger dieser Hechtsprünge,“ entgegnete Bringhoff.„Sie sind nur in wenigen Fällen, nämlich bei über- raschenden flachen Schüssen nach der Seite, erforderlich. Ein guter Torwart läßt sich aber nicht oft überraschen. Sicheres Fausten und Fangen, blitzschnelles Erfassen der Situation, schneller Start und richtige Stellung beim Erwarten des Leders kennzeichnen den Klassetorwart. Von diesen Gesichtspunkten habe ich mich auch bei der Trainingsarbeit Freunds leiten lassen. Und ich kann wohl sagen, daß ich mit ihm zuffieden bin. Am meisten Schwierigkeiten bereitete ihm wegen seiner Länge die Abwehr der flachen Bälle. Aber ich habe nicht locker gelassen. Ich glaube, daß er jetzt auch in der Abwehr der flachen Schüsse die erforderliche Fertigkeit und Sicherheit besitzt.“ „Freund würde wohl kaum so ruhig und sicher arbeiten, wenn er nicht wüßte, daß er zwei gute Verteidiger vor sich hat,“ meinte Dr. Bargmann. „Das ist wohl wahr,“ entgegnete Bringhoff.„Auf Schmidt und Zille kann er sich jederzeit verlassen. Die beiden Verteidi— ger ergänzen sich vorzüglich. Schmidt ist die Kaltblütigkeit selbst. Nie verliert er vor dem Tor die Nerven. Haben Sie gesehen, wie famos er den Ball zum Torwart zurückspielte? Das war in dieser Situation auch das einzig richtige. Ja, Schmidt ist ein guter Taktiker und so leicht durch keinen Trick zu überrumpeln.“ „Und Hans Zille? Mit seinem Lockenkopf ist er ja der Liebling aller weiblichen Zuschauer, die nicht abgeneigt schei— Albin Klein in Gießen Ergebnisse Süddeutschland: Aufstiegspiele: Gruppe Main: Sportfreunde Frankfurt— Kickers Aschaffenburg 42 VfB Friedberg— Germania Okriftel 211 Spogg. Rüla— Kickers Obertshausen 2:1 Gesellschaftsspiele: FSW Frankfurt— 1. FC Nürnberg 02(Sa.) Kickers Offenbach— Rotweiß Frankfurt 31(Sa.) SWV Wiesbaden— Eintracht Frankfurt 0:2(Sa.) Bayern München— Boldklubben Kopenhagen 671(Sa.) Kickers Stuttgart— Boldklubben Kopenhagen 2:1 Eintracht Frankfurt— Union Niederrad 471 Wormatia Worms— 1. FC Nürnberg 2:3 Aufstiegsentscheidung am Main gefallen Sportfreunde Frankfurt und VfB. Friedberg Bezirksliga In der Gruppe Main ist am Sonntag die Entscheidung da⸗ rüber gefallen, wer zusammen mit den Frankfurter Sport⸗ freunden in der kommenden Spielteit in der Bezirksliga spie⸗ len darf. Kickers Obertshausen verloren in Rückingen gegen die Sp.⸗Vgg. Rüla mit 1:2 und waren damit ausgeschaltet. Die Entscheidung fiel in Friedberg zwischen dem dortigen VfB. und Germania Okriftel. Friedberg siegte 211 und sicherte sich damit den Ausstieg. Rund um den Marburger Sthloßberg Die Fußballsperre hat ihren Einzug gehalten und ruhig ist es des Sonntags auf den Spielfeldern geworden. Hoffentlich lassen aber die Vereine die Sperre nicht unausgenutzt. Nicht nur daß sich dieselben nach den richtigen Mannschaften m⸗ schauen, sondern auch die Spielregel in Spieler und Zuschauer hineinbringen, damit in Zukunft manch unschöne Szene auf dem Spielfeld vermieden werden kann. Die Schiedsrichter des Gaues Marburg sind auch am rüsten. Der Sachbearbeiter besucht die einzelnen Ortsgruppen, um eine einheitliche Regelauslegung herauszubringen. Ueberall neh⸗ men die Versammlungen einen recht regen Verlauf und weisen auch einen guten Besuch auf. Am Mittwochabend fand in Marburg eine theoretische Prü⸗ fung statt, die allerdings nicht zur vollsten Zufriedenheit aus⸗ gefallen ist. Es ist dies wieder ein Beweis, daß das Schieds⸗ richteramt doch nicht so leicht, wie sich das mancher denkt, zu erlernen ist. Viel Arbeit und viel Zeit kostet es. Der Gauvorstand tagte am Freitag in Gladenbach und mußte einige Spielabbrüche verhandeln. Tabellen der einzelnen Spielgruppen sind seither noch nicht erschienen und man kann sich daher auch kein Bild über die Spielstärke der einzelnen Vereine machen. Der Obmann des Verbands-Schiedsrichter⸗Ausschusses wird auf einer Vortragsreise in nächster Zeit auch Marburg auf⸗ suchen und werden Schiedsrichter und Vereine gebeten, hieran zahlreich teilzunehmen. Eventuell läßt sich der geplante Ver⸗ einsvertretertag hiermit verbinden. E. Aniversal⸗Vereinskassebuch erleichtert den Verbands- und Vereinsrechnern die Ein⸗ tragungen der Einnahmen und Ausgaben außerordentlich Für jeden Verein geeignet. nen, ihm ihr kleines Herz zu seinen schußgewaltigen Füßen zu legen.“ „Zille ist gut im Sperren des Gegners. Gewandt wie ein Wiesel versteht er es famos, den Gegner vom Ball zu drängen, seine Laufbahn zu durchkreuzen oder ihn aus einer ungünstigen Position zum Schuß zu zwingen. Er ist auch hart im Geben Aber sehen Sie, da dribbelt er wieder mit dem Ball in der Nähe des Tore. Er kann sich noch immer nicht daran gewöhnen, das Leder möglichst schnell abzugeben... Bravo! Das war eben ein sauberer Flachschuß von Schmidt. Haben Sie beobach⸗ tet? Mindestens fünszig Meter. Und schön dem Rechtsaußen vorgelegt. So ist es recht. Ein erstklassiger Verteidiger muß in der Lage sein, aus allen Stellungen saubere, lange und flache Stöße den Stürmern vorlegen zu können.“ Der Ball war in der feindlichen Spielhälfte. „Stehen Schmidt und Zille nicht zu weit vorne?“ fragte Dr. Bargmann. „Nein,“ entgegnete Bringhoff.„Die Verteidigung gehört nicht in den Strafraum. Sie muß weiter nach vorne, damit beim Ueberspielen noch die Möglichkeit besteht, den feindlichen Stür⸗ mer einzuholen, während dies beim Ueberspielen im Strafraum ausgeschlossen ist.“ „Wie sind Sie denn mit der Läuferreihe zufrieden?“ „Gut. Adolf Müller, unser Mittelläufer, verfügt über eine fabelhafte Ausdauer. Er ist einfach nicht tot zu kriegen. Mit taktisch geschultem Blick erkennt er den Aufbauplan des feind— lichen Innensturms schon im Entstehen und richtet seine Ab— wehrarbeit danach ein. Aber auch beim Einleiten eigener An— griffe weiß er geschickt die Schwächen des Gegners auszunutzen 5 Sehen Sie, jetzt ist er wieder am Ball... Nun gibt er das Leder an den Rechtsinnen ab. Das war eine saubere Vor⸗ lage!“ „Verstehen die beiden Außenläufer sich gut mit Müller?“ „Doch... Körner und Janßen passen gut in die Deckungs⸗ reihe. Heute haben sie noch nicht so Gelegenheit gehabt, ihr Können zu zeigen. Aber es ist Ihnen vielleicht doch schon auf⸗ gefallen, wie schön sie die feindlichen Außen- und Innenstürmer abdecken. Auch ihr Kopfspiel ist gut. Ihre Stärke liegt aber entschieden in den überraschenden und genauen Querpässen, die sie gelegentlich loslassen. So ein schnell eingeleiteter Angriff ist oftmals von Erfolg gekrönt. Gutes Stellungsspiel ist natür⸗ lich Vorbedingung... Jetzt ist gerade Einwurf. Körner wirft ein. Achten Sie mal darauf, ob Ihnen nichts auffällt.“ „Alle Achtung,“ rief Dr. Bargmann,„das war ja ein ge⸗ waltiger Wurf! Ungefähr zwanzig Meter ins Spielfeld!“ Aus Frankenberg Am letzten Spiel⸗Sonntag mußte die Ligamannschaft des Sportvereins Hessen 1911 ein noch fälliges Rückspiel gegen die Ligamannschaft von Gladenbach austragen. Die Hessenelf fuhr mit etwa gemischten Gefühlen, denn einmal ist Gladenbach von jeher eine recht gute Mannschaft gewesen und hatte es fertig gebracht, die komplette Hessenelf beim letzten Spiel 870 zu schla⸗ gen; zu anderem mußte die Frankenberger Mannschaft mit vier Mann Ersatz antreten. Als das Spiel begann, und man Gla⸗ denbachs Hünengestalten gegenüber den durchweg kleinen ju⸗ gendlichen Gästespielern sah, mochte allen Freunden der Fran⸗ kenberger Mannschaft, die mit nach Gladenbach gefahren waren, die Hoffnung auf einen Erfolg geschwunden sein. Aber es kam anders. Die Formverbesserung der Mannschaft, die in den letz⸗ ten Spielen schon stark zu Tage trat, fand in dem Spiel gegen Gladenbach ihren Höhepunkt. Die Gladenbacher waren wie aus sämtlichen Wolken gefallen, als es zur Halbzeit 21 für die kleinen Hessen hieß. Als in der zweiten Halbzeit die Hessen nur mit 10 Mann spielen konnten, mußten sie sich durch einen Elfmeter, durch den sehr viel Streit entstand und selbst den Gladenbachern nicht recht behagte, und nach einem weiteren Glückstreffer mit 3 zu 2 geschlagen geben. Dieses Ergebnis be⸗ deutet gegen eine Mannschaft wie Gladenbach keineswegs eine Niederlage, sondern einen Erfolg. Die Gästemannschaft hinter⸗ ließ den denkbar günstigsten Eindruck. Große Freude machten allen Zuschauern der kleine bewegliche Torwart und der ganz famos spielende Mittelstürmer der Mannschaft. Wir Franken⸗ berger aber dürfen wieder freudig zum Sportplatz wandern, um unserer eifrigen Mannschaft durch wachsendes Interesse eine starke Stütze zu geben. Aus Lich Am vergangenen Sonntag weilte die Schiedsrichtervereini⸗ gung Gießen-Butzbach mit zwei Mannschaften in Lich, um auf dem Platze des VfR Lich zwei Belehrungsspiele auszutragen. Die 1. gewann mit 32, dagegen verlor die 2. mit 2:6. Die Spiele selbst wurden sehr anständig und fair durchgeführt, auch muß das sportliche Verhalten der Zuschauer hervorgehoben werden. Der Empfang war herzlich. Nach den Spielen fand man sich im Vereinslokale des VfR Lich zusammen und verlebte noch einige fröhliche Stunden. Nur zu rasch verstrich die Zeit. Den Schiedsrichtern wird die gastfreundliche Aufnahme noch lange in Erinnerung bleiben. Vorsthau Am nächsten Sonntag, den 3. Juli steigt in Dutenhofen auf dem Platze des Turnvereins das von langer Hand vorbereitete und mit Spannung erwartete Gau-Schiedsrichter⸗Treffen. 6 Mannschaften werden um die Vorherrschaft kämpfen: 3 Uhr: Oberlahn— Grünberg 4 Uhr: Gießen 2.— Wetzlar 2. 5 Uhr: Gießen 1.— Wetzlar 1. Bei diesen Spielen soll unter anderem festgestellt werden, in welcher Gruppe des Gaues die besten Kräfte vorhanden sind. Als voraussichtlichen Sieger der 1. Mannschaften der Ortsgrup⸗ pen Wetzlar und Gießen tippt man auf Gießen. Zu diesem Treffen wird in allen Lagern recht rege gerüstet. Sogar Auswahlspiele haben stattgefunden, um die besten Kräfte herauszufinden. Nach den Spielen findet im„Jagdschlößchen“ eine Ehrung der älteren Schiedsrichter der Ortsgruppe Gießen statt, anschlie⸗ ßend gemütliches Beisammensein mit Tanz. Gäste und Gönner sind recht herzlich willkommen. „Ja,“ lachte Bringhoff,„das ist das Ergebnis eingehender Uebungen. Die Wichtigkeit des Seiteneinwurfs wird ja meistens unterschätzt. Aber da es nach der neuen Regel beim Einwurf kein Abseits mehr gibt, ist ein solcher Ball, besonders wenn er in der Nähe des Tores schnell und weit geworfen wird, min⸗ destens einem Freistoß oder Eckball gleich zu rechnen.“ „Es ist eigentlich eigenartig, daß die drei Läufer sich im Zu⸗ sammenspiel so gut verstehen und dabei in ihrem Wesen ganz verschieden sind,“ meinte Dr. Bargmann.„Müller ist die Stim⸗ mungskanone des Vereins. Er ist stets lustig und zu jedem Schabernack aufgelegt. Das Gegenteil davon ist Fritz Körner, der große Schweiger. Immer macht er ein ernstes Gesicht. Neu⸗ lich behauptete Müller, Körner lache nur einmal im Jahr und dann ginge er auch noch in den Keller, damit es niemand sähe .. And Janßen, glaube ich, ist nicht ganz frei von Eitelkeit.“ „Kritik kann er allerdings schlecht vertragen,“ entgegnete der Trainer.„Dabei sind seine Leistungen nicht beständig. Er kann blendend spielen, aber auch plötzlich versagen... Ach⸗ tung! Nun ist Theo Hansen am Ball! Haben Sie gesehen, wie wunderbar weich er das Leder direkt aus der Luft abstoppte? Das wird eine brenzliche Sache für die Gegner... jetzt schießt er... Tor! Ein famoser Schuß aus vollem Lauf! Der war be⸗ stimmt nicht zu halten!“ „Ich glaube, es war ein guter Griff, daß wir Hansen aus der Reserve als Mittelstürmer in die 1. Mannschaft rübergeholt haben.“ „Bestimmt. Er ist der geborene Fußballspieler. Sein Kopfspiel, seine rasanten Schüsse aufs Tor, seine Schnellig⸗ keit und sein blendendes Zuspiel sind einfach nicht zu übertref⸗ fen. Dabei besitzt er das richtige Kämpferherz. Trotz aller Fairniß im Kampf ist sein Spiel doch nicht weich. Stets setzt er seinen Körper voll ein. Härte im Geben und Nehmen zeichnen ihn besonders aus. Kneifen, feiges Zurückweichen kennt er nicht.“ „Er besitzt auch das Vertrauen seiner Kameraden“, meinte Dr. Bargmann.„Das beweist doch die Tatsache, daß sie ihn einstimmig zu ihrem Spielführer gewählt haben. Ueberhaupt, die ganze Stürmerreihe gefällt mir...“ „Die beiden Innenstürmer Schäfer und Hoffmann ver⸗ stehen sich im Zusammenspiel gut mit Theo Hansen. Ihre Ball⸗ abgaben sind präzise und ihre Schußfreudigkeit vorm Tor ist durchaus zweckdienlich. Schäfer hat nur den einen Fehler, daß er sich im Eifer des Spiels oft vergißt. Er ist von Natur etwas jähzornig. Augenblicklich spielt er z. B. ganz ruhig. Er darf nur nicht von einem Gegner unfair angegangen werden. Dann muß Theo Hansen als Spielführer schon seinen ganzen Einfluß eeuc 100 Meter: . Geetli 200 Meter ü Kutz 70 Y Meler: 5 Nölle A 800 Meter: 3 Abrah 1500 Meter: Min. Bit 5000 Meter: Min.. Ilg Meter 554 Se Speerwerfen Melet/ disluswetfef 4286 Me Kugelstoßen: Met. g. Weilsprung: 3. Meier Hochsptung: 3. Fliste Durch S Stabhochspru Metet;! 4. Schul 4 mal 100 N le, Jonc Süddeut Gel., 4. 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Im Verlauf des Kampfes lag zuerst Brandenburg in Front, dann setzte sich Mitteldeutschland an die Spitze, die es aber in den Schlußwettbewerben wieder an Brandenburg abgeben mußte. Berlin siegte mit 41 Punkten vor Mitteldeutschland mit 37 Punkten, während Westdeutschland und Süddeutschland dichtauf mit je 36 Punkten gemeinsam den dritten Platz be⸗ legten. Die Ergebnisse: (Westdeutschland S W, Süddeutschland= S, Mitteldeutschland — M, Brandenburg S B.) 100 Meter: 1. Jonath W 10,6 Sek.; 2.1 Müller B 10,8 Sek.; 3. Geerling S 10,9 Sek.; 4. Kreher M 11 Sek. 200 Meter: 1. Jonath W 22,3 Sek.; 2. Vogt B 22,6 Sek.; 3. Kurz S 22,6 Sek. Brustbreite zurück; 4. Kreher M. 400 Meter: 1. Büchner M 50,4 Sek.; 2. Pöschke B 50,6 Sek.; 3. Nöller W 50,7 Sek.; 4. Nehb S. 800 Meter: 1. Paul S 159,4 Min.; 2. Danz W'1:59,6 Min.; 3. Abraham B; 4. Stöckicht M. 1500 Meter: 1. Hellpapp B 4:01, Min.; 2. Schilgen S 4.01.2 Min. Brustbreite zurück; 3. Gaß M 4208 Min.; 4. Neu W. 5000 Meter: 1. Schaumburg Wü 15:25 Min.; 2. Kohn B 15:34 Min.; 3. Bäumer M; 4. Werner S. 110 Meter Hürden: 1. Welscher S 15,3 Sek.; 2. Wienecke W̃ 15,4 Sek.; 3. Schulze B 15,6 Sek., 4. Duve M. Speerwerfen: 1. Weimann M 66,00 Meter; 2. Barth S 61,61 Meter; 3. Eberle B 60,58 Meter; 4. Hoffmeister W 56,39. Diskuswerfen: 1. Seraidaris M 43,305 Meter; 2. Vogl B 42,36 Meter; 3. Hoffmeister W 42,10 Meter; 4. Lampert S. Kugelstoßen: 1. Reymann B 14,76 Meter; 2. Berg S 14,40 Met.; 3. Seraidaris M 14.07 Meter; 4. Debus Wü 13,46 M. Weitsprung: 1. Biebach M 7,26 Meter; 2. Scheck S 7,11 Meter; 3. Meier B 6,96 Meter; 4. Mölle W 6,94 Meter. Hochsprung: Dr. Beetz B 1,83 Meter; 2. Böwing M 1,77 Met.; 3. Flister S 1,72 Meter; 4. Stechenmesser W'e 1,72 Meter Durch Stechen entschieden). Stabhochsprung: 1. Wegener M 4,00 Meter; 2. Born Wö 3,40 Meter; 3. Reeg S 3,40 Meter(durch Stechen entschieden); 4. Schulz B. 4 mal 100 Meter: 1. Westdeutschland(Heidhoff, Hendrix, Möl⸗ le, Jonath) 42,2 Sek.; 2. Mitteldeutschland 42,6 Sek.; 3. Süddeutschland(Kurz, Welscher, Mährlein, Geerling) 42,8 Sek.; 4. Brandenburg. Olympische Staffel: 1. Brandenburg 3:21 Min., 2. Süddeutsch⸗ land 321,8 Min.; 3. Westdeutschland(Lefebre, Danz, Jo⸗ nath, Heidhoff) 3:27,6 Min.; 4. Mitteldeutschland 3:28 M. Gesamtergebnis: 1. Brandenburg 41 Punkte; 2. Mitteldeutsch⸗ land 37 Punkte; 3. West⸗ und Süddeutschland je 36 Punkte. Deutlicher Sieg im Frauenländerkampf gegen Frankreich mit 58:41 Punkten Der zweite Frauenländerkampf Deutschland gegen Frank⸗ aufbieten, um ihn zu beruhigen. Schäfer muß es eben noch mehr lernen, sich zu beherrschen... Die beiden Außenstürmer Gehle und Drees passen sich den anderen Stürmern gut an. Besonders Drees ist sehr ehrgeizig, und arbeitet unablässig an sich selbst...“ Als Dr. Bargmann den Sportplatz verließ, nahm er die Ge⸗ wißheit mit, daß die 1. Mannschaft schon ganz vorzügliches lei⸗ stete und sich keinen besseren Trainer wünschen konnte. Bei aller technischen Ausbildung der Spieler vergaß Bring⸗ hoff doch nicht, auch die Taktik zu ihrem Recht kommen zu lassen. Seinem Ziel, aus den elf Spielern der Mannschaft ein Ganzes zu schaffen, versuchte er, neben dem praktischen Zusammenspiel auf dem grünen Rasen, auch durch theoretischen Unterricht und durch gemeinsame Spaziergänge näher zu kommen. Zweimal in der Woche hatten die Spieler im Klubhaus Un⸗ terricht im Fußballspiel. Bei dem vorigen Trainer waren diese Stunden immer sehr langweilig verlaufen. Er hatte zuviel selbst gesprochen und es nicht verstanden, die Spieler zur Mit⸗ arbeit und Stellungnahme heranzuziehen. Als der Trainer ein⸗ mal etwas verspätet zum Unterricht erschienen war, hatte zu seinem großen Aerger an der Wandtafel gestanden: Wenn alles schläft und einer spricht: Dies ist Fußballunterricht... Bringhoff gestaltete den Unterricht interessant und lebendig. Was er auch aus der Fülle seiner Erfahrungen und Kenntnisse zur Sprache brachte, immer besaß er die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer und regte sie zu regem Meinungsaustausch an. Durch anschauliche Skizzen an der Wandtafel erklärte er ihnen den planmäßigen Aufbau eines Angriffs, die verschiedenen Spiel⸗ systeme bei hartem und weichem Boden, die richtige Stellung beim Eckball, Freistoß, Einwurf usw. Durch solche Beispiele führte er den Spielern immer wieder vor Augen, wie der Fehler eines Einzelnen allen andern schadet und wie jede vorzügliche Leistung allen zugute kommt. So brachte er die Spieler zu der Erkenntnis, daß die Mannschaft den größten Erfolg hat, in der jeder Einzelne sein Bestes hergibt und sich dem Ganzen willig unterordnet. Einer für alle, alle für einen! Auch die Wanderungen, die Bringhoff mit seinen Spielern regelmäßig unternahm, dienten zur Hauptsache dem Zweck, die Spieler untereinander bekannt zu machen und das Gemeinschafts⸗ und Kameradschaftsgefühl zu fördern. Diese Märsche in der frischen Luft bildeten natürlich auch ein vorzügliches Lungentraining. Um möglichst schnell der Groß⸗ stadt den Rücken zu kehren, fuhren die Spieler mit der Straßen⸗ bahn bis zum Ausgang der Stadt. Von hieraus ging es dann in flottem Marsche durch Feld und Wald. Nach einer halben reich in der Leichtathletik führte die beiden Nationalmannschaf⸗ ten am Sonntag im Elberfelder Stadion zusammen. Etwa 4000 Zuschauer hatten sich eingefunden. Der Sport des Tages war ausgezeichnet, die Franzosen konnten sogar zwei neue Landesrekorde buchen. Sie kamen aber nur zu zwei Siegen, und zwar über 80 und 1000 Meter. Alle übrigen Wettbe⸗ werbe wurden von der deutschen Vertretung mehr oder weniger glatt gewonnen. Die Ergebnisse:(Deutschland= D, Frankreich S F): 200 Meter: 1. Lorenz D 26,9 Sek.; 2. Erfling D; 3. Ma⸗ bille F; 4. Amaridon F.— Diskuswerfen: 1. Heublein D 39,37 Meter; 2. Velu F; 3. Busch D; 4. Sastegnier F.— Hochsprung: 1. Horchler D 1,50 Meter; 2. Laudré F; 3. Gruß F; 4. Weyer⸗ graf D.— 80 Meter Hürden: 1. Haux D 12,6 Sek.; 2. Laudré F; 3. Combernoux F; 4. Weyergraf D.— Speerwerfen: 1. Graul D 40,02 Meter; 2. Busch D; 3. Verck F; 4. Sastegnier F.— 80 Meter: 1. Velu F 10,2 Sek.; 2. Horchler D; 3. Ma⸗ bille F; 4. Treue D.— Kugelstoßen: 1. Heublein D 13,12 Me⸗ ter; 2. Busch D; 3. Velu F; 4. Gruß F.— 1000 Meter: 1. Hedounin F 3:07,2 Min.(Neuer französischer Rekord); 2. Le⸗ noir F; 3. Hüschelbach D; 4. Nöll D.— Weitsprung: 1. Busch D 5,21 Meter; 2. Schlarp D; 3. Laudré F; 4. Combernoux F. — 4 mal 100 Meter: 1. Deutschland 50,8 Sek.; 2. Frankreich 520 Sek.— Gesamtergebnis: 1. Deutschland 58 Punkte; 2 Frankreich 41 Punkte. Neuer Weltrekord über 4 mal 200 Meter Frauen. Im Rahmen des Athletikverbandskampfes der Frauen zwischen Brandenburg und Mitteldeutschland, den die Mittel⸗ deutschen mit 59,5:40,5 Punkten gewinnen konnten, gelang es den mitteldeutschen und brandenburgischen Staffelvertretungen über 4 mal 200 Meter eine neue Weltrekordzeit von 1:45,8 Minuten zu erreichen. Brandenburg gewann mit Handbreite. Wieder neue Athletik⸗Weltrekorde Die Serie der Rekordleistungen wurde auch am letzten Wochenende nicht unterbrochen. Der Pole Heliasz verbesserte in Posen den Weltrekord des Ungarn Darany im beidarmigen Kugelstoßen auf 28,86 Meter(seither 28,67 Meter). Selbst⸗ verständlich warteten auch die Amerikaner mit neuen Höchst⸗ leistungen auf. George Saling von der Universität Jowa durchlief die 110 Meter-Hürdenstrecke in der neuen Weltrekord⸗ zeit von 14,3 Sek. Allerdings wurde diese Zeit schon einmal unterboten, die Anerkennung steht aber noch aus. Bei den Ausscheidungskämpfen im Marathonlauf qualifizierte sich Al⸗ bert Michelson für die amerikanische Olympia⸗Mannschaft mit einer Zeit von 2:44:11 Std. für die 41,842 Kilometer lange Strecke. George Simpson erzielte in Cincinnati über 200 Met. die ausgezeichnete Zeit von 21½2 Sek. Neue österreichische Rekorde Im Lauf über 25 Kilometer gelang es am Sonntag dem österreichischen Meisterläufer Tuschek auf dem WAC.⸗Platz im Prater neue österreichische Rekorde aufzustellen. Tuschek legte 15 Kilometer in 52:07,6 Min. zurück, 20 Kilometer in 1:10,05 Std. und 25 Kilometer in 1:28,12 Std. Auch den bisherigen Rekord im Stundenlaufen konnte Tuschek verbessern auf 17,245 Kilometer. Kampfspielsieger Schuhmacher ausgeschlossen Der Sieger der Kampfspiele 1930 über 100 Meter, Ernst Schuhmacher⸗Stuttgart, wurde von seinem Verein Kickers Stutt⸗ gart mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen, weil er für Tus. Bochum in letzter Zeit gestartet war, obwohl er von seinem Verein zu den süddeutschen Meisterschaften gemeldet war. r Heimat zuging. Das Leib⸗ und Es Absingen fröhlicher Lieder de Magenlied der Mannschaft war das„Landknechtslied“. wurde jedesmal mit neuer Begeisterung gesungen: „Vom Barette weht die Feder wiegt und biegt im Winde sich. Unser Wams von Büffelleder ist zerfetzt von Hieb und Stich. Stich und Hieb und ein Lieb muß ein, ja muß ein Landsknecht haben.“ Der Lieblingsvers Adolf Müllers aber lautete: „Landknechtsleben, lustig Leben, in der Schenke Tag und Nacht. Sitzt ein fauler Bursch daneben, der nicht trinkt und der nicht lacht: Schmeißt ihn raus! Einen Strauß muß ein, ja muß ein Landsknecht haben.“ Besonders die Aufforderung:„Schmeißt ihn raus!“ sang er jedesmal mit wahrer Hingebung und, großem Stimmenauf⸗ wand. Fast immer ging es auf diesen Wanderungen sehr lustig zu. Am meisten trug natürlich Adolf Müller zur Unterhaltung bei. Aber auch Bringhoff war kein Spielverderber. Er konnte sogar recht vergnügt sein. Am beliebtesten waren bei den Spielern die Ruhepausen, die unter munteren Scherzen und gegenseitigem Anulken nur zu schnell vergingen. Bei einer solchen Gelegenheit, als die Spieler an einer schat⸗ tigen Stelle im Walde lagerten, wurde Theo Hansen von allen Seiten bestürmt, auch einmal etwas zum besten zu geben. „Man zu, Theo,“ rief Günter Freund,„du hast heute den ganzen Nachmittag noch nicht viel gesagt.“ „Na, meinetwegen. Mir fällt da auch gerade so eine Ge⸗ schichte ein. Hört mal zu: Da gingen einmal an einem heißen Nachmittage drei Fuß⸗ ballspieler spazieren. Sie hatten einen tüchtigen Durst, aber der nächste Gasthof war noch eine halbe Stunde entfernt. Da meinte der eine Spieler: Um uns die Zeit zu verkürzen, muß jeder eine Lüge erzählen. Wer's am besten kann, wird von den beiden anderen im nächsten Wirtshaus freigehalten'. Die zwei anderen stimmten zu. Da fing denn der Erste an zu erzählen: Also da war mal ein Fußballwettspiel im hohen Norden. Die 2 Fugend⸗Sommerspiele in Gießen Die vom Gau auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 an⸗ gesetzten volkstümlichen Wettkämpfe der Jugendabteilungen wa⸗ ren leider nur schwach besucht. In der A-Klasse war nur die SpVgg. 1900 und der VfR Butzbach mit je einer Mannschaft vertreten. Die B-⸗Klasse fehlte ganz. In der CKlasse(Schüler) waren vertreten: VfR Butz⸗ bach, SV Wetzlar, FV Großen-Buseck und SpVgg. 1900 1. u. 2. Die Kämpfe wurden als Mannschaftskämpfe(je 12 Mann) durchgeführt und nach der Gesamtleistung jeder Mannschaft ge⸗ wertet. In der A⸗Klasse gab es folgende Kämpfe: 1. Bahnstaffel 12 mal 212 Meter, 2. Kugelstoßen, 3. Weitsprung, 4. Tauziehen, 5. Grenzball; in der C⸗Klasse: 1. Weitsprung, 2. Ballweitwurf, 3. 50 Meter Hopserlauf, 4. Kreisringen. Ergebnisse: A⸗Klasse: 1. 1900 5:59,2 1 P., Butzbach 6:37,8 2 P., 2. 1900 96,30 Meter 1 P., Butzbach 75,54 Meter 2 P., 3. 1900 53,26 Meter 1 P., Butzbach 44,81 Meter 2 P., 4. 1900 1 P., Butzbach 2 P., 5. Butzbach gewinnt Grenzball, da 1900 nicht antritt, also Butzbach 1 P., 1900 2 P..— Sieger in A-⸗Klasse 1900 mit 6 P. gegen Butzbach 9 P. C⸗Klasse: 1. 1900 1. 41,48 Meter 1 P., Wetzlar 40,70 Meter 2 P., Großen⸗Buseck 38,34 Meter 3 P., Butzbach 37,47 Meter 4 P., 1900 2. 34,84 Meter 5 P.; 2. Wetzlar 631,50 Meter 1 P., Gr. Buseck 565,60 Meter 2 P., 1900 1. 563,60 Meter 3 P., Butzbach 561,80 Meter 4 P., 1900 2. 495,20 Meter 5 P. 3. Wetzlar 1 P., 1900 1. 2 P., Butzbach 3 P., 1900 2. 4 P., Großen⸗Buseck 5 P. 8 4. 1900 1. 1 P., Großen⸗Buseck 2 P., Butzbach 1 P., Wetzlar 2 P., 1900 2. 2 P. Gesamtergebnis Klasse C: SW Wetzlar 6 Punkte, 1900 1. 7 Punkte, Butzbach 12 Punkte, Großen⸗Buseck 12 Punkte, 1900 2. 16 Punkte. Albin Rlein Giessen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitäts- ausführung schnellstens und preiswert geliefert. Aonad-sdungez pun uong 10 Fernruf Nr. 2525 und 2526 nun kam, weiß ich nicht, jedenfalls wurde an den linken Außen⸗ stürmer überhaupt kein Ball abgegeben. Ein paar Mal lief er vergeblich von der Spielmitte nach vorne, und wieder zurück, bis er schließlich dachte: was nützt die zwecklose Lauferei? Ich stelle mich hier hin und warte, bis man mir von selbst den Ball zuspielt. Na, er wartet und wartet, bekommt aber keinen Ball. Vielleicht war er ein schlechter Spieler oder seine Kame⸗ raden hatten ihn in ihrem Eifer einfach übersehen. Endlich pfeift der Schiedsrichter: Halbzeit. Die Spieler verschwinden in ihren Kabinen, nur der linke Außenläufer bleibt unbeweglich stehen. Plötzlich winkt er mit den Armen und fängt an, jäm⸗ merlich zu schreien. Die Spieler stürzen herzu und sehen zu ihrem Schrecken, daß ihr Außenstürmer mit den Füßen am Boden fest⸗ gefroren ist und sich nicht von der Stelle rühren kann. Na, mit heißem Wasser und einem Brecheisen haben sie ihn dann wieder aufgetaut und losgeeist.“ „Junge, Junge, kann der aber lügen,“ meinte Adolf Müller. „Na, erzähl mal weiter, Theo.“ „Nun beginnt der Zweite: Da war vor einiger Zeit ein hochinteressantes Pokalspiel. Beide Mannschaften kämpfen wie die Löwen, aber das Spiel steht immer noch unentschieden 11. Der Schiedsrichter sieht auf die Uhr, gleich muß der Schlußpfiff kommen. Der Ball geht über die Torlinie. Abstoß vom Tor. Nun hat diese Mannschaft einen Torhüter gehabt, der die Bälle gewaltig weit ins Feld befördern konnte. Dieser Hüne reißt nun alle Kraft zusammen, nimmt einen Anlauf, schießt, und der Ball fliegt.. fliegt... und landet haarscharf und unhaltbar in der linken Ecke des gegnerischen Kastens, vom Torwart nur mit den Fingerspitzen berührt. Tor...] Der Schiedsrichter pfeift. Der Kampf ist zu Ende und die Mannschaft mit dem phänomenalen Torhüter und Torschützen ist glücklicher Pokal⸗ sieger... Nun fängt der dritte Spieler an zu erzählen: Es fand ein⸗ mal ein Punktspiel statt. Der Kampf wurde ziemlich hart durch⸗ geführt, denn es handelte sich bei beiden Mannschaften um Auf⸗ oder Abstieg. Es waren ungefähr viertausend Zuschauer anwe⸗ send; jeder Verein hatte die gleiche Anzahl Anhänger auf dem Platze. Als das Spiel zu Ende war— die bessere Mannschaft hatte gewonnen— jubelten nicht zweitausend, sondern vier⸗ tausend Zuschauer dem Sieger zu; der Schiedsrichter konnte, ohne auch nur im geringsten vom Publikum belästigt zu werden, den Platz verlassen, und nach dem Umkleiden saßen beide Mann⸗ schaften noch eine Zeit lang gemütlich im Klublokal beisammen.“ Da riefen die beiden anderen Spieler: Du hast uns die größte Lüge aufgetischt, dir gebührt der Preis 1 Luft war eisig kalt, so ungefähr minus zwanzig Grad. Wie es Stunde gab es eine Ruhepause, bis es dann wieder unter dem (Fortsetzung folgt.) 3 f — 11 n 1 Dienstag, den 28. Juni 1932. zur Belehrung! Wann darf der Torwüthler ausgewechselt werden? Die neuesten Spielregeln besagen: Der Torwächter darf während des Spieles gewechselt werden, doch muß der Schieds⸗ richter vorher von diesem Wechsel benachrichtigt werden(Regel 8 Absatz 3). Wenn ein Torwächter gewechselt worden ist, ohne daß der Schiedsrichter davon benachrichtigt wurde, und der neue Torwächter spielt den Ball innerhalb seines Strafraumes mit der Hand, muß ein Strafstoß(Elfmeter) verhängt werden(Amt⸗ liche Entscheidung). Achte darauf, wer das Spiel als Torwäch⸗ ter begonnen hat, und gestatte keinem anderen Spieler, als Torwächter zu handeln und dessen Vorrechte in Anspruch zu nehmen, bis man dich von dem Wechsel des Torwächters ver⸗ ständigt hat(Anweisung für Schiedsrichter). Ein Torwächter muß, um die Unterscheidung von den Feldspielern zu erleichtern, anders gekleidet sein als die übrigen Spieler(Ausführungsbe⸗ stimmung des D.). Was heißt nun„Während des Spieles“?— Die Dauer des Spieles beträgt 90 Minuten, wenn nichts anderes verein⸗ bart worden ist(Regel 2 Absatz 1). Das Spiel beginnt durch den Anstoß vom Mittelpunkt des Spielfeldes aus in der Rich⸗ tung auf die gegnerische Torlinie(Regel 2 Absatz 3). Die Seiten werden nur bei Halbzeit gewechselt. Nach Seiten⸗ wechsel bei Halbzeit hat diejenige Partei Anstoß, die ihn zu Beginn des Spieles nicht hatte(Regel 3). Die Spieler haben bei Halbzeit das Recht auf eine Pause von 5 Minuten(Amt⸗ liche Entscheidung). Soll nach unentschiedenem Spiel bis zur Entscheidung weitergespielt werden, so wird die Spieldauer ver⸗ längert..(Ausführungsbestimmung des DFB. zu Regel 2, Ziffer 7). Der Schiedsrichter ahndet auch Verstöße, die begangen werden, während das Spiel zeitweilig unterbrochen oder der Ball aus dem Spiel ist. Die Pause gilt als zeitweilige Unterbrechung des Spieles(Ausführungsbestimmung des DFB. zu Regel 13, Ziffer 1 und 13). Demnach ist der Begriff„während des Spieles“ nicht allein auf die beiden Halbzeiten der regulären Spieldauer und auf die Zeit der etwaigen Verlängerung(Fortsetzung) des Spieles, son⸗ dern auch auf die dazwischen eingeschobenen Pausen anzuwenden. (Den Spielern steht zwar das Recht auf die Einschaltung einer Pause bei Halbzeit zu, sie können sich aber auch dahin einigen, daß sie auf dieses Recht verzichten, d. h. bei Halbzeit sofort den Seitenwechsel vornehmen und weiterspielen.) Der Torwächter darf also nach den Regeln niemals— auch nicht in den Pausen— ausgewechselt werden, ohne daß der Schiedsrichter davon benachrichtigt wird. Anterläßt eine Partei die Benachrichtigung, so kann der Schiedsrichter auf die Unter⸗ lassung aufmerksam machen und den Austausch beanstanden; das ist aber ein Entgegenkommen gegenüber der betr. Partei. Er kann ebensogut den neuen(nicht gemeldeten) Torwächter ruhig spielen lassen, bis derselbe sich die(ihm nicht zustehenden) Vor⸗ rechte eines Torwächters(Rempeln, Handspiel usw.) zunutze macht; dann tritt kurzerhand die Strafbestimmung der Regel 8, Amtliche Entscheidung— Strafstoß wegen Handspiels usw.— in Kraft. Ein Appell an die Schiedsrichter Von W. Henkel, Wetzlar. Vom 19. bis 22. Mai fand in Duisburg ein Schiedsrichter⸗ Kursus statt, bei welchem als Referenten die Kollegen Koppehel vom DF B⸗Schr.⸗A. und Welker vom V.⸗Schr.⸗A. fungierten und den anwesenden Führern von Schiedsrichter⸗Vereinigungen theoretisch und praktisch eine Menge wichtiger Lehren und Winke gaben, welche durch die Teilnehmer selbst oder doch durch deren Vermittelung der Allgemeinheit zur Kenntnis gebracht werden sollen. Auf diese Weise will man allmählich überall eine ein⸗ heitliche Auslegung und Anwendung der Spielregeln durch die Schiedsrichter erzielen, darüber hinaus aber auch in den Rei⸗ hen der Spieler und Vereinsmitglieder eine bessere Regelkennt⸗ Nudsport Großer Starkenburg⸗Preis Der Große Preis von Starkenburg, der zugleich als Meister⸗ schaft der Straße für den Gau Frankfurt(BDR.) galt, konnte reibungslos abgewickelt werden. Das 61 Mann starke Feld fiel in der ersten Hälfte der Fahrt im Gebirge vor Hanau durch einen Massensturz auseinander. Die kurvenreichen Stra— ßen in Hanau und das Pflaster von Klein-Steinheim taten das Weitere. Zehn Fahrer lieferten sich einen packenden Endkampf. Ergebnisse: Sieger und Straßenmeister des Gaues Frankfurt (BDR.): Georg Göttmann(Velocepidklub Frkf.) 4:28 St.; 2. Bär(RV. Sossenheim) 1 Länge; 3. Reiländer(Rot⸗ Weiß)„ Länge. Deutsche Straßenmeisterschaft der VDV. Mit der achten Austragung der deutschen Straßenmeister⸗ schaft der Vereinigten Deutschen Radsportverbände wurde in dieser Saison der Bayerische Rad- und Motorfahrerverband be⸗ traut. Dieser Titelkampf wurde am Sonntag im Rahmen des Großen Industrie⸗Straßenpreises von Bayern auf der 210 Kilo⸗ meter langen Strecke München— Starnberg— Weilheim— Peißenberg— Schongau— Landsberg— Augsburg— Mün⸗ chen abgewickelt. Von 37 gemeldeten Teilnehmern stellten sich 26 dem Starter, die sich einen spannenden Kampf lieferten. Als knapper Sieger ging der Münchener Josef Held vom NC. Expreß⸗Plinganser hervor, der in 706,2 Stunden neuer deut—⸗ scher Meister wurde. Ergebnis: 1. Held⸗München 706,2 Std.; 2. Nießl, Schwalbe München; 3. Schramm⸗Bamberg; 4. Reger, Brennabor Nürnberg; 5. Ickes, Opel Wiesbaden. Startorte für die 500 Kilometer⸗Wanderfahrt nach Nürnberg Für die allen Radfahrern und Radfahrerinnen offene Sternfahrt nach Nürnberg ist die Startzeit auf Freitag, den 15. Juli, vormitt. 10 Uhr festgesetzt worden. Die Startorte be⸗ Allgemeine Hessische Spert⸗Zeitung nis herbeiführen, die mit der Zeit auch der Masse der Zuschauer zu eigen werden und dieselbe zu einer objektiven Beurteilung und sportlich⸗einwandfreien Einstellung gegenüber den Gescheh⸗ nissen auf dem Spielfeld erziehen soll. Zu diesem Zwecke muß vor allen Dingen die Unsitte fortfallen, daß Kollegen, die als Zuschauer einem Spiel beiwohnen, sich abfällig über das Auf⸗ treten und über Entscheidungen des amtierenden Schiedsrichters äußern und damit bei den Umstehenden nicht nur dessen Auto⸗ rität untergraben, sondern auch allgemein unter das Publikum Verwirrung inbetreff der Regelauslegung bringen. Vielmehr sollen sie gegenüber abfälligen Bemerkungen, die ihnen aus der Zuschauermenge zu Ohren kommen, Stellung nehmen und auf⸗ klärend wirken. Es hat sich herausgestellt, daß eine große Anzahl von Schiedsrichtern— selbst solche, die man verständiger eingeschätzt hatte— die Regeln ganz anders auslegten und handhabten, als es der Wortlaut oder Sinn erfordert und die amtlichen Entschei⸗ dungen und Ausführungsbestimmungen vorschreiben, eine Pra⸗ xis, die wohl teilweise auf lückenhafte Kenntnis und auf Man⸗ gel an schneller Auffassungsgabe und Entschlußfähigkeit in kri⸗ tischen Momenten zurückgeführt werden kann, oft aber auch aus Angst vor Fehlentscheidungen und deren Auswirkung auf Spie⸗ ler und Publikum geübt wird, so daß sie dann eine Konzession an diese auf Kosten der tatsächlichen Befähigung darstellt und in Wirklichkeit nur das Ansehen des Schiedsrichters untergräbt. Diese Mängel sollen auf dem oben angedeuteten Wege aus⸗ gemerzt werden. Zunächst gilt es, auf die Schiedsrichter selbst in diesem Sinne einzuwirken; das geschieht in den Belehrungsabenden und Versammlunggen durch entsprechende Hinweise auf die be⸗ stehenden Mängel und die Notwendigkeit ihrer Abstellung, die im Notfalle auch nicht davor zurückschrecken darf, Kollegen oder Anwärter, welche durch ihre Spielleitung dem Ziele entgegen⸗ arbeiten, auszuschalten. Das ist Sache der Sachbearbeiter und Gruppenleiter. Ein geeignetes Mittel zur Belehrung sowohl der Schiedsrichter und Anwärter, als auch der Spieler und Ver⸗ einsmitglieder ist die Abhaltung von Vorträgen, denen die strittigen Punkte zugrunde gelegt werden. Einen guten Vor⸗ trag zu halten, ist ja allerdings nun nicht jedermanns Sache. Alle Schiedsrichter(und auch die Verbandsbeamten), welche zum Besten unserer Sache einen Vortrag halten wollen, tun gut, sich vorher einen Entwurf anzufertigen und ihn in der Rede genau zu befolgen. Der Entwurf umfaßt 1. die Einlei⸗ tung, 2. die Ausführung und 3. den Schluß. Soll der Vortrag eine Spielregel, z. B.„Abseits“ behandeln, so bearbeitet man den Stoff etwa folgendermaßen: 1. Einleitung: Bekanntgabe des Themas(Abseits⸗ regel), Begründung der Wahl(viel falsche Auslegung), Entstehung und Zweck der Regel(Offenhaltung des Spieles usw.), Geschichtliches(Wandlung und Auslegung der Regel im Lauf der Zeit), Uebergang zur heutigen Form und Handhabung. 2. Ausführung: Besprechung der Regel, am praktisch⸗ sten an Hand des Textes, der amtlichen Entscheidungen und der Ausführungsbestimmungen, und zwar in der Reihen⸗ folge der geschaffenen Abschnitte, wobei jedesmal auf die Fehler, die gemacht werden, hingewiesen wird. 3. Schluß: Hinweis auf die Bedeutung der Regel für einen glatten Spielverlauf und auf die Notwendigkeit und Pflicht, ihr unter allen Uuntänden Geltung zu verschaffen. Ermahnung: Der Schiedsrichter soll sich bei seinen Ent⸗ scheidungen nie von persönlichen Gefühlen eum und Antipathie) leiten lassen und nicht psycho ogisch, sondern rein logisch die Tatsachen(spielerische und sportliche Ge⸗ schehnisse) beurteilen und in seinem Urteil dokumentieren. Praktische Darstellungen, durch Skizzen an einer Tafel oder durch Figuren auf einem Uebungsbrett, tragen natürlich viel zum besseren Verständnis und zur größeren Wert⸗ schätzung eines Vortrages bei. Liegt dem Vortrag eine andere spielerische oder sportliche, mit dem Spiel verknüpfte Materie zugrunde, so ist der Ent⸗ wurf und die Durchführung entsprechend zu gestalten. (Fortsetzung folgt.) finden sich für Strahl 1 des Sterns in Leimen unweit Heidel⸗ berg, für den Strahl 2 in Herdecke auf der von Hörde kom⸗ menden Straße, für Strahl 3 in Barby bei Magdeburg, für Strahl 4 in Pahlwitz bei Liegnitz und für Strahl 5 12 Ki⸗ lometer vor Thyrow bei Berlin. Des kleinen Rades großer Bruder Der von den Deutschen als Erfinder des Fahrrades geprie— sene badische Forstmeister Freiherr Drais von Sauerbrunn hatte bei Schaffung seines Laufrades die Absicht, der Postkutsche den Rang abzulaufen. Die Verwirklichung seiner Idee scheiterte an den schlechten Straßen, die das„Reiten“ auf der hölzernen „Draisine“ zu einer„erschütternden“ Angelegenheit machten, und als man nach langen Jahren die Erfindung des Herrn von Drais wieder ausgrub, ließ man den Gedanken fallen, der in⸗ zwischen an die Stelle der Postkutsche getretenen Eisenbahn Konkurrenz zu machen. Man schuf ein Sportgerät, das sich vom Niederrade über Hochrad und Dreirad wieder zum Modell der „Draisine“ entwickelte, und erst nach Erreichen dieses Standart— modells und nach Erfindung des Luftreifens der Eisenbahn den Krieg erklären konnte. Was Freiherr von Drais und seine Nachfolger nicht hatten erreichen können, rückte mit der Umgestaltung des„Velocipeds“ zum luftbereiften Niederrad in greifbare Nähe, und neben dem Haß der in ihrer Existenz bedrohten Droschkenkutscher lud der Radfahrer den Groll der Eisenbahn auf sich. Er ertrug Haß und Groll mit Humor und gelangte sowohl mit den Rosselenkern als auch mit dem fauchenden Ungeheuer insofern zu einer Ver⸗ ständigung, als er sie in Anspruch nahm, wenn das Stahlroß lahm geworden war, oder er weder Lust noch Kraft besaß, einen weiten Weg tretend zurückzulegen. Die Eisenbahn wurde der„große Bruder“ des Fahrrades, und wenn dieses Vervandtschaftsverhältnis auch kein herzliches werden konnte, so fügte sich der„große Bruder“ doch in das Unvermeidliche, und der„kleine Bruder“ zeigte eine immer grö⸗ ßere Zuneigung, je entgegenkommender der„Große“ wurde. Es war nicht leicht, dem„Kleinen“ zu seinem Recht auf Beförderung zu verhelfen, und in vielen Kämpfen standen Eisenbahn und Radfahrerschaft sich gegenüber. Um einen Einblick in diesem Kampf zu geben, sei erwähnt, daß die Eisenbahn vor rund drei⸗ ßig Jahren die Beförderung eines Fahrrades von einer Ver⸗ packung in Lattengestalt abhängig machte. Anverpackte Fahr⸗ räder wollte sich nicht mitnehmen, und der auf der Landstraße von seinem Stahlroß verlassene oder eingeregnete Radfahrer hätte erst ein Lattengestell beschaffen müssen, um sein lahmge⸗ wordenes Stahlroß nach Hause befördern zu können. Dem Mit⸗ nehmen eines Lattenverschlages stellten sich immerhin einige Hin⸗ dernisse in den Weg, und so mußten die Radfahrer weiter käm⸗ pfen, bis es ihnen gelang, eine Beförderung unverpackter Fahr⸗ räder durchzusetzen. Dieser Entschluß der Eisenbahn gestaltete das Verhältnis zwischen dem großen und dem kleinen Bruder nicht nur freund⸗ licher, sondern hatte auch eine starke Inanspruchnahme der Eisen⸗ bahn durch die Radfahrer zur Folge. Die Radfahrer benutzten den„großen Bruder“, um den oft langweiligen und beschwer⸗ lichen Weg aus der Stadt zurückzulegen, und das Rad frisch und munter erst dort zu besteigen, wo die Natur sich entfaltet. Waren die Fahrten der Ausflügler nur kurz, so machten die mit Tau⸗ senden von Kilometern jonglierenden Wanderfahrer auf weiten Strecken von der Eisenbahn Gebrauch, und bei diesem guten Einvernehmen zwischen den ehemals feindlichen Brüdern schmolz der Erdball immer mehr zusammen. Die Wanderfahrer dehnten ihre Fahrten weiter aus und Weltumradelungen gehörten bald nicht mehr zu den Seltenheiten. Heute ist das Einvernehmen zwischen Eisenbahn und Rad⸗ fahrern das denkbar beste, wenn auch der„große Bruder“ den Schmerz noch nicht verwinden kann, den ihm der„Kleine“ im allgemeinen durch seine kecke Kriegserklärung vor Jahren zu⸗ gefügt hat. Wer sein Fahrrad auf der Eisenbahn befördern lassen will, braucht sich am Schalter nur eine Fahrradkarte zu lösen und das Fahrrad am Packwagen gegen Quittung abzu⸗ geben. Auf der Zielstation bekommt er das Rad zurück und kann nun als freier Mann seines Weges ziehen. Da auch die Auf⸗ bewahrungsstellen dem Fahrrade Aufnahme gewähren, kann der Radfahrer sein Rad dort abgeben, wenn er aus irgend einem Grunde von ihm keinen Gebrauch machen will oder kann. Ganz besonders stark wird die Aufbewahrung an Vorortsbahnhöfen in Anspruch genommen, die die Radler auf ihren Stahlrossen er⸗ reichen, um mit der Eisenbahn ihrer Arbeitsstätte zueilen zu kön⸗ nen. Abends holen sie das Fahrrad wieder ab und sind in wenigen Minuten ohne Anstrengung zuhause.— Die Eisenbahn hat in vielen Bezirken auch dem Fahrradtransport durch beson⸗ dere Vorrichtungen Rechnung getragen. Sie hängt die Räder auf und spart damit nicht nur Raum, sondern vermeidet auch Be⸗ schädigungen der Maschinen, die bei einem Gegeneinanderstellen oft sich ereignen. Auch in den Aufbewahrungsstellen sind Vor⸗ richtungen zum Aufstellen und Aufhängen der Fahrräder ge⸗ schaffen worden, und so darf man behaupten, daß das Verhältnis zwischen dem„großen“ und dem„kleinen Bruder“ sich fast herz⸗ lich gestaltet hat. Die Gießener Ruder⸗Gesellschaft 1877 auf der Frankfurter Regatta Die Gießener Rudergesellschaft, die am Samstag im Kampfe mit der Mainz⸗Kasteler Rudergesellschaft eine gute Rolle im Jubiläumsachter(1. Achter) gespielt hatte, siegte am Sonntag im Heinrich-Heyter⸗Gedächtnis⸗Achter(2. Achter) in der vorzüglichen Zeit von 622,2 Min vor der Rudergesellschaft Worms und dem Ruderverein 1875 Würzburg mit folgender Mannschaft: Steuer: Loh; Weidig, Hartmann, Flimm, Strauch, Köhler, Becker, Neuroth, Götz. * Die Gründung eines Sportärzteverbandes erfolgte auch in Wien. Der neue Bund soll nach dem Muster des deutschen Aerztebundes zur Förderung der Leibesübungen arbeiten und nur aus erfahrenen Sportärzten bestehen. * Kürzlich fand in Riga die erste deutsche Turnlehrertagung in Lettland statt, die 64 Teilnehmer aus dem ganzen Land ver⸗ einigte. Die Tagung bvachte als erstes den Zusammenschluß aller deutschen Turnlehrer Lettlands in der Sektion für Tur⸗ nen, Sport und Spiel des Deutsch⸗Baltischen Lehrerverbandes. Vordrütke f. MannschaftsAuffellungen (an die Schiedsrichter). Geblockt zu 20 Stück. Preis pro Block 30 Pfg. Mannsthafts⸗Meldebogen (an die Instanzen). 7 Pfennig. sind nur zu beziehen durch den Verlag der„Allg. Hesj. Sport⸗ Zeitung“ Südanlage Nr. 212. Gießen Fernspr. 2528 u. 2526 Abgabe nur unter Voreinsendung des Betrages zuzügl. Porto. Preis das Stück dun drerdeck. Uechen, Füunech-Madter Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen Neue und gebrauchte Maschinen in Kaul und Miete Rodheimerstr. 58 Telephon Nr. 3715 Falt boote alle Marken zu Werstpreisen, sowie eigene Anfertigung v. 68.-Mk. an. SPORT-ZERNDT, WETZLRR Ruf 3038 Langgasse 24 1. Spezial- Geschäft feiner Sportartikel. berb — — dull Bei windig lag die del stadion in Hon allgemeinen 0 einige Ueberte Vormittags w bei dem Weg 8888 Meder Miller Cann Sptung übe primer, miß von weiteren Die 100 lig, Geetling, Die beste Zeit Vorläufen m. den besten Ei bon Dr. Pelt Poschle⸗Berlin Ju den 800 J Vorlauf den b die vor ihm li tet wurde. d der Turner V dunn. Der 1 Aer lief Sc nührend im e endeten died Front. 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