5 Einzelpreis 20 Ryf. f 8 A. H 2 15 Z. allgemeine hessische Sport⸗zeitung Einzelpreis 20 Rpf. verbreitet im Bezirk hessen⸗Hannover des W. S. V. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Abonnements⸗ und Anzeigen⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.-Pfg. Dienstag, den 27. Dezember 1932 Ein Glütkauf für 1933 Es ist diese Ausgabe der„A. H. S. 3.“ die letzte für das Jahr 1932. Sie möge daher unseren Lesern, wenn auch um Stunden zu früh, doch schon unsere besten Wünsche für das neue Jahr zutragen. Wir sind bescheiden geworden! Glück und Reichtum sind heute Begriffe, die wir unseren Kindern wie ein Märchen, mit den Worten:„Es war einmal.% erzählen. Wir sind bescheidener geworden, aber wir sind auch härter geworden. Wir wollen nur eins: Arbeit und Brot— und daß wir gesund bleiben. Was lange rastet, rostet— sagt ein Sprichwort. Wieviele Freunde sind durch grausames Geschick auf das Abstellgeleise rangiert worden, liegen ohne Arbeit zu Hause, und ihre gesunden Körper und ihr gesundes Denken drohten einfach zu verkommen— wenn nicht der Sport, unser Sport, das Seine dazu beitrüge, sie jung und elastis zu erhalten. Dieser Dienst, den unsere Vereine damit unserem Vaterlande leisten, werden unsere Kinder erst recht zu würdigen wissen. Und wer kennt die Opfer, die diese Arbeit fordert. Und so wünschen wir unsern Vereinen für 1933: Sportlichen Erfolg, wachsende Mitgliederzahlen und gesunde Finanzen. Verlag und Sthriftleitung der„A. h. C. 8.“ zum neuen Jahr Von Johanna Weiskirch, Düsseldorf. Dumpf dröhnt von den Türmen die Mitternacht! Mit ehernen Klängen haben Die Glocken das Jahr zur Ruh gebracht, Das alte und es begraben. Ein Jahr ist's gewesen, so schwer, so schwer! Kein Tag frei von Nöten und Sorgen; Wir alle trugen es kaum noch mehr— Dies Elend am Abend und Morgen. Fahr' hin, das uns allen nur Geißel war! Glück auf! Nun steht auf der Schwelle Mit jungfrohen Augen das neue Jahr, In hoffnunggeborener Helle; Noch ist's Geheimnis, was es uns bringt, Wird's unsere Nöte beenden? Glück dem, der die Sorgen des Lebens bezwingt Mit mutigen, kraftvollen Händen! Wir alle wollen bei Tag und Nacht Das Ziel uns'rer Wünsche erreichen Und, bis uns die Sonne froher lacht, Nicht zittern, nicht wanken, noch weichen. Wir lieben das Land, drin die Wiege uns stand, Wir lieben die Arbeit, das Leben— Glück auf, neues Jahr! In deine Hand Sei unsere Zukunft gegeben! zum Jahreswechsel Mit dem 31. Dezember geht eines der schwersten Jahre für die deutschen Spotvereine zu Ende. Dennoch haben, allein und auf sich gestellt, die Landesverbände und ihre Vereine es vermocht, ihre sportliche Arbeit im Rahmen ihrer Gemeinschaf—⸗ ten durchzuführen und in einem langsam sich noch steigernden Aufbau fortzusetzen. Dies war nun dadurch möglich, daß mit besten Kräften einer zum andern stand. Darüber hinaus arbeiteten Verbände und Vereine nicht nur im eigenen Hause, sondern halfen auch in der großen Volksgemeinschaft mit, wo zu helfen am notwendigsten war. Hierbei sei dankbar anerkannt, daß die Maßnahmen des Reiches im freiwilligen Arbeitsdienst vielen unserer Vereine eine we⸗ sentliche Stütze im schweren Schaffen um die Erhaltung ihrer Sportstätten waren und damit zugleich einer großen Anzahl von Kameraden in der körperlichen und seelischen Pein der Arbeitslosigkeit eine Linderung boten. Leider ist gegen Ende des Jahres insofern eine Wandlung in der Bewertung der Be— deutung unserer Einzelvereine als gewichtige Faktoren zur Erhaltung der Volksgesundheit und der Jugendpflege einge⸗ treten, als der Ausbau von Sportplätzen und Uebungsstätten nicht mehr als volkswirtschaftlich wertvoll angesehen wurde. Wir hoffen im Interesse unserer Vereine für das kommende Jahr, daß es hierbei nicht sein Bewenden haben möge und in Erkenntnis des Wertes der Leibesübung pflegenden Vereine die maßgebenden Stellen ihre uns nachteilige Einstellung zu uns aufgeben läßt. Die über die letzten Jahre hinweg sich ständig steigernde Krise hat kein Gemeinwesen, keine Körperschaft, auch nicht den kleinsten Verein unberührt gelassen. Manche Anhänger haben den Sport aufgeben müssen, aber die Werbekraft unseres Sports hat es vermocht, die entstandenen Lücken wieder voll auszufüllen. Sollten wir auch im kommenden Jahre noch wei— tere Verluste erleiden, so möge doch mit der Freude an Spiel und Sport auch die innere Stärke unserer Vereine auf der Grundlage sportkameradschaftlicher Verbundenheit mehr und mehr an Festigkeit zunehmen. Dann wird es uns auch gelin⸗ gen, über die noch ungewisse künftige Zeit hinwegzukommen und so vornehmlich unserer Jugend durch den Sport den notwen⸗ digen Rückhalt in der Notzeit dieses Lebens zu geben. In dieser Hoffnung sendet der Deutsche Fußballbund seinen Landesverbänden und ihren Vereine, allen Freunden und Gön⸗ nern, deren Anterstützung er sich bisher erfreuen durfte, zum Jahreswechsel herzliche Wünsche und Grüße! Eine verdiente Auszeichnung Der weit über die Grenzen des Gaues Gießen-Wetzlar hin⸗ aus bekannte Gau⸗Fußballsachbearbeiter, Herr Hugo Henkel⸗ Gießen, hat anläßlich der Weihnachten vom W.S. V. die goldene Verbandsehrennadel, die höchste Auszeichnung des W. S. V., ver⸗ liehen bekommen. Damit sind endlich die Verdienste eines der besten Pionier des WSV. im Bezirk Hessen⸗Hannover in etwas gewürdigt worden. Nur die wenigsten unserer Leser werden sich einen Begriff davon machen können, welche verantwor⸗ tungsvolle Arbeit und mit welcher peinlichen Korrektheit der Ausgezeichnete dieselbe geliestet hat und sie noch leistet.— Wir freuen uns über diese wahrlich verdiente Auszeichnung und sind sicher, wenn jede Verbandsehrennadel durch solches Maß an geleisteter Arbeit und geopferter Zeit zu erringen wäre, nur wenige mit Herrn Henkel heute diese Nadel tragen könnten. Das Begleitschreiben des Verbandes lautet wie folgt: „Sehr geehrter Herr Henkel. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, daß der Vorstand Ihnen in Anerkennung Ihrer langjährigen Ver⸗ dienste um die Sache des Sports und des Westdeutschen Spielverbandes die Ehrennadel des Verbandes ver⸗ liehen hat. Wir hoffen, daß Sie diese Nadel noch lange Jahre als Freund und tätiger Förderer des Westdeutschen Spielver⸗ bandes tragen werden. Mit sportlicher Hochachtung Westdeutscher Spielverband e. V. Verbands⸗Vorstand gez.: J. A. Becke r.“ * Wie wir weiter hören, soll die gleiche Auszeichnung auch der wohl älteste Schiedsrichter unseres Gaues, Herr Ober⸗ postsekretär Friedr. Kreiling, Gießen, erhalten haben * Wir gratulieren den beiden Herren herzlichst und ho'fen, daß sie unserem Sport noch lange Jahre gesund weiter so dienen können, wie seither. Die Schriftleitung. Nr. 32 Ergebnisse Die Ausbeute auf den Spielfeldern war an beiden Weih⸗ nachtsfeiertagen recht dürftig. Während noch in den früheren Jahren jeder Verein bemüht war, seinen Freunden und An⸗ hängern durch den Abschluß eines Gesellschaftsspieles mit ir⸗ gendeiner bekannten Mannschaft entfernterer Gegenden eine besondere Weihnachtsfreude zu machen, erlaubten Zuschauer⸗ schwund und Kassendefizit derartige Experimente in diesem Jahre nicht. So mußte das Marburger Publikum und auch unsere Freunde im Hinterland dieses Jahr aus den oben an⸗ geführten Gründen auf ein Weihnachts⸗Gesellschaftsspiel ver⸗ zichten. In Wetzlar waren die Weihnachtstage den Feiern vor⸗ behalten, sowohl der Wetzlarer Sportverein wie auch der Sportklub W.⸗Niedergirmes ließen Fußball Fußball sein und erfreuten sich am geschmückten Lichterbaum. Auch der f Gießen hatte für die Festtage seine Spieler ruhen lassen. So kommt es, daß wir heute nur wenige Spiele melden können. Wir hoffen aber, daß das neue Jahr vom ersten Tag an schon wieder mehr Leben auf den Sportplätzen bringen wird. 1. Weihnachtstag: Verbandsspiele: Schlüchtern— Neuhof 41 25. Dezember: W.⸗Steinberg— 1900 Gießen 2. 11(0:1) Spiele gew. unent. verl. Punkte Butzbach 11 9 1 1 42:8 19:3 Lollar 11 8 1 2 43:25 17:5 W.⸗Steinberg 10 6 2 2 40:16 14:6 Daubringen 10 5 0 5 21:32 10:10 1900. Gießen 2. 7 4 1 2 14:8 975 Leihgestern 10 4 1 5, 3034 9 11 Ettingshausen 8 1 1 6 5:22 3713 Laubach 8 0 1 15 9:37 115 VfB. Gießen 2. 7 0 0 7 72 01 Gesellschaftsspiele: Schwarz⸗Weiß⸗Essen— SpVgg Fürth 114 Stadtelf Köln— Wien AC 3:5 Spielverein Kassel— SC 03 Kassel 22 Sport Kassel— SpVgg Göttingen 2:3 Hessen 09 Kassel— Tura Kassel 219 FV Melsungen— Germania Fulda 213 1900 Gießen— Kickers Offenbach 2·5(1:4) Weilburg— Pf Friedberg komb. 313 Leihgestern 1.— Sondermannschaft Eintracht Frankfurt 227(2:3) Lich— Ettingshausen 61 Heuchelheim— Laubach 312 2. Weihnachtsfeiertag: 26. Dezember: Studenten⸗Länderspiel: in Catania: Italien gegen Deutschland 3:3(1:3) Gesellschaftsspiele: Fortung Düsseldorf— Schalke 04 1:0(0:0) VfB Benrath— SpVgg Fürth 2:3 Alemannia Aachen— SpVgg Köln⸗Sülz 54 Stadtelf Düren— Wien AC 0:6 Stadtelf Kassel— D§C Prag 12 Borussia Fulda— Phönix Karlsruhe 372 Kurhessen Kassel— Union Niederrad 171 SV Homberg— Germania Fulda 0:5 Lollar— VfB Friedberg komb. 0:12 Lich— Eintracht Frankfurt Sonderm. 2:8(14) Süddeutsche Meisterschaft: 1. FC Nürnberg— Phönix Ludwigshafen 371(1:0) Bayern München— 1. FC Kaiserslautern 2:0(2:0) Union Böckingen— Eintracht Frankfurt 2:0(2:0) FSW Frankfurt— Stuttgarter Kickers 2:0(2:0) Karlsruher FV— Wormatia Worms 213(0:3) * Berichtigung: Die Tabelle der 2. Bezirksklasse, Gruppe 1, in der Nummer 51 der„AH Sz“ ist auf Grund eines Irrtums in den amt⸗ lichen Listen nicht richtig gewesen; wir bringen nach Klar⸗ stellung die Tabelle nunmehr einwandfrei: Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bissenberg 10 8 0 2 48215 16:4 Weilburg 10 7 0 3 32:20 14:6 Burgsolms 10 6 2 2 27:19 14:6 Ehringshausen 10 6 1 3 1327 SC. Niedergirmes 10 6 1 3 137 Aßzlar 10 5 1 4 11:9 Löbnberg 10 4 1 5 911 Wetzl. Sp. V. 2 10 4 1 5 9 1¹ Biskirchen 9 2 1 6 5:13 Stein orf 9 2 0 7 4:14 Oberbiel 10 1 0 9 2:18 Dienstag, den 27. Dezember 1932. Allgemeine Hessische Sportzeitung. Aus dem Gau Gießen⸗Wetzlar 10 0 ießen gegen Kitkers⸗ Offenbach 2.5(1:0 2 susgerechnet am 1. Weihnachtsfeiertag mußte sich der Wetter. Zott wieder einmal von der schlechtesten Seite zeigen. Trüber Himmel, feuchte Luft und erfrorene Erde mixten einen Nebel zu) ammen, in welchem die Spieler wie geisterhafte Schemen u um etwas liefen, sprangen und kämpften. Genau wie vor faff 4 Jahren beim Spiel 1900— VfB Gießen am 24. 2. 1929, 1 7 für VfB.) Die trotzdem erschienenen schätzungs⸗ weise 700 Zust hauer verfolgten aber mit größter Anteilnahme den spannenden und schnellen Kampf. Die Mannsa, aft der Offenbacher Kickers war entschieden die bessere, die de e schon am Vorsonntag von Union⸗Nieder⸗ rad gezeigten techn ischen Jeinheiten in höchster Vollendung bot. Fabelhafte Ba Ütechnik, die Kunst sich freizustellen, das kurze Paßspiel im D reieck waren Sachen, von denen unsere Mannschaften sich noch vieles abgucken können. Wenn die 1900er den größten Teil der Spielzeit das Treffen offen halten konnten, so ist das ihrem loben-werten Eifer zuzusch reiben. Schon 4 Minuten nach dem Anpfiff des gut amtierenden Kunze⸗Gießen stellte Lippert(Mittelstürmer) durch Allein⸗ gang das Ergebnis auf 170 für Gießen. Die Offenbacher glichen schon 2 Minuten später, unhaltbar für Schlarb, aus und ging⸗ gen in der 10. Minute durch weiten, hohen Schuß— der im übrigen zu halten war— mit 2:1 in Führung. Dann wurde das Spiel verteilter. Zwei Drittel der ersten Halbzeit waren schon verflossen, als die Gäste in nur wenigen Minuten Ab⸗ stand zwei weitere Tore vorlegten. Das 3. Tor, eine seine Flante von recht, war Schlarb⸗ 1900 nicht übel zu nehmen, wäh⸗ rend das 4. Tor bei ein wenig mehr Aufmerksamkeit der ge⸗ samten Gießener Hintermannschaft nicht zu sein brauchte. 1 Nach der Pause ging der Kampf in schnellstem Tempo weiter. Ein Foul des linken Gästeverteidigers wurde, mit Elfmeter geahndet, der das Ergebnis auf 42 stellte. Die Gäste, die sich die Sache doch wohl einfacher vorgestellt hatten, spiel⸗ ten wuchtiger und wurden reichlich nervös. Auf beide Tore ging mancher Angriff, aber zunächst ohne Erfolg. Erst in der 75. Minute sahen die Offenbacher ihr Bemühen— nach einem Edball— belohnt und erhöhten auf 5:2. Die Platzmannschast, die nicht weniger Torgelegeheiten hatte, hatte kein Glück, trotz ihres so günstigen Eckenverhältnisses von 915 konnte sie die Tordifferenz nicht— wie sie es wirklich verdiente— verringern. Kritik: Die Offenbacher hatten keinen schwachen Punkt in ihrer Mannschaft. Ihr Bester war der linke Läufer. Die Gie⸗ ßener hatten 3 Mann Ersatz eingestellt— der Ersatz blieb, der Sturm kam dadurch ins Hintertreffen. Lippert(Mittel⸗ stürmer) und Göbel(Halblinker) konnten gefallen. Die Läu⸗ ferreihe arbeitete vorzüglich, vor allem Heilmann Mittel⸗ läufer) verdiente sich das Lob, der beste Gießener Spieler im Felde gewesen zu sein. In der Verteidigung Lust, Zeiler hatte, vor allem Zeiler seinen guten Tag; er möge aber manchmal besser Platz halten, er macht sonst seine Tormann unsicher. Schlarb gab im übrigen gute Proben seines Könnens. Aus Leihgestern Leihgestern 1.— Eintracht Frankfurt Sondermannschaft 2:7 (1:3). Die Spielvereinigung Leihgestern hatte mit der Verpflich⸗ tung der Sondermannschaft der Sportgemeinde Eintracht am ersten Feiertag bestimmt einen guten Griff getan. Was die Gäste zeigten, war hervorragender Fußball. Die Mannschaft war eine geschlossene Einheit, gepaart mit einer ausgezeichneten Technik. Auch die Ballbehandlung war mustergültig. Sämtliche Tore fielen aus sehr kurzer Entfernung, der Ball wurde so⸗ zusagen ins Tor hineingetragen. Die Gäste haben also ihr gegebenes Versprechen gehalten und ein wirkliches Prop Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) 34. Fortsetzung. „Gewiß. Wir müssen allerdings in Betracht ziehen, daß ein Endscheidungskampf auf neutralem Platz nicht die gewohnte Zuschauerzahl anziehen wird. Aber das ist schließlich von untergeordneter Bedeutung.“ Die Kapelle spielte den Marsch„Alte Kameraden“. Der Vorsitzende sah gedankenvoll dem blauen Rauch seiner Zi⸗ garre nach. „Ich habe Ihnen noch eine Mitteilung zu machen,“ begann er zögernd,„die Sie gewiß überraschen wird: Bringhoff will zum 1. Juli wieder nach England zurück.“ Einen Augenblick herrschte unter den Fußballspielern be— stürztes Schweigen. Adolf Müller, der eben noch übermütig zu der Marschmelodie die Worte:„Mein Mann, der fährt zur See“ gesummt hatte, verstummte plötzlich. Aber dann wurde Dr. Bargmann mit Fragen bestürmt: Bringhoff will uns verlassen!? Warum? Ist ihm jemand zu nahe getreten? Einer von unserer Mannschaft? Oder vom Vorstand? Sonnabend beim Training hat Bringhoff doch noch nichts da⸗ von gesagt! „Unser Verein hat damit nichts zu tun,“ entgegnete der Vorsitzende.„Die Sache liegt so: Zu dem Spiel Viktoria gegen Eintracht gestern vormittag mußten wir den Schiedsrichter stellen. Für den verhinderten Brecht ist dann Bringhoff ein⸗ gesprungen. Ja... und bei diesem Spiel muß irgend etwas passiert sein. Genaueres weiß ich auch nicht. Jedenfalls ist unserm Trainer eine schwere Kränkung widerfahren. Bringhoff war heute morgen bei mir und erklärte, daß er den Vertrag, der ja auf beiderseitigen Wunsch damals nur für ein Jahr abgeschlossen worden ist und bis zum 1. Juli läuft, nicht wie⸗ der erneuern wolle. Ich war über diese Eröffnung natürlich ebenso überrascht wie Sie jetzt. Auf meine Fragen erklärte er, sein Entschluß, nach England zurückzukehren, hinge zum größten Teil mit dem gestrigen Spiele zusammen. Näheres weiß ich auch nicht, da unsere Unterhaltung durch einen Be⸗ sucher vorzeitig beendet wurde.“ gandaspiel gezeigt. Leihgestern hat, bestimmt von diesem Spiel etwas gelernt. Nun einiges vom Spiel: Pünktlich gab der Schiri Michel⸗Gießen den Ball frei und schon liegen die Gäste im Angriff. Leihgesterns Hintermannschaft hat schwere Arbeit zu leisten. Trotzdem dauert es doch 10 Minuten, bis das erste Tor fällt. Der Mittelanstoß Leihgesterns wird sofort wieder abgefangen und in wunderbarer Flachkombination wandert der Ball nach vorne und das 2 Tor ist fertig. Jetzt merken die Platzherren, wen sie vor sich haben, und zwar eine auf Erfolg eingestellte Mannschaft. Aber auch Leißgestern strengt sich sichtlich an, zu Erfolgen zu kommen. Die sehr schlagsicherenund mit einer eisernen Ruhe spielende Hintermannschaft der Gäste vereitelt jeden Angriff. Wieder rollt ein exakter Angriff der Blauen na chvorne, der Gästeverteidiger wehrt im letzten Mo⸗ ment auf der 16⸗Meter⸗Linie mit der Hand ab. Strasstoß. Wuchtig geschlossen kann ihn der Tormann nur abllatschen, aber der Mittelstürmer steht auf der Lauer und lenkt einn 21. 5 Minuten später haben die Gäste bereits auf 3:1 erhöht und eine schöne erste Hälfte ist um. Der dichte Nebel behindert die Sicht merklich, und deshalb wird gleich weitergespielt. Auch tat das schlechte Wetter dem Besuch dieses so interessanten Spie⸗ les großen Abbruch. Jetzt brillieren die Gäfte mit ihrem wun⸗ derbaren Flachspiel immer mehr. Der Ball wanderte immer zum freistehenden Mann und so erzielen dieselben in regel⸗ mäßigen Abständen noch drei Tore und hiermit das Resultat auf 611 stellend. Leihgestern hält das Spiel aber stets⸗ offen, und versucht immer wieder, durchzukommen. Und einmal sollte es nochmals klappen. Ein fauberer Kombinattonszug wird vom Halbrechten mit einem unhaltbaren Schuß abge⸗ schlossen. Kurze Zeit danach mußte Leihgesterns Hüter noch einmal hinter sich greifen. Leihgestern setzt noch einmal alle Reserven ein und drückt kräftig nach vorne. Aber außer einigen Lattenschüssen wird nichts mehr erzielt. Der Schlufpfiff er⸗ tönt und ein schnelles, faires Spiel ist zu Ende. Aus Buhzbath „O du fröhliche, o du selige.. Mit diesem Lied eröff⸗ nete am vergangenen Donnerstag die Schülermannschaft des VfR Butzbach die diesjährige Weihnachtsfeier, die in schlichter Weise, der Notzeit entsprechend, veranstaltet war. Das Ver⸗ einslokal, die„Eule“, war voll besucht von kleinem und großen Kindern. Das Licht erlosch, hell strahlte der Weihnachtsbaum, heller noch die Augen der Kleinen! und dann kam er herein, der Weihnachtsmann, erzählte den Kleinen vom Weihnachtsfest, ermahnte und belehrte, sagte, wozu wir Sport treiben und wie jeder Einzelne stolz auf seine ZJu⸗ gehörigkeit zum Verein sein müsse, und daß er ihm immer die Treue zu halten habe. Dann packte er aus, für jeden seine Gabe: Einen großen Weihnachtsmann, Birnen, Aepfel, Nüsse und in jedem Paketchen das beliebte Jugendsportheft, das in dankenswerter Weise vom WSW zur Verfügung gestellt worden war. Glücklich strahlend aus lachenden Jungenaugen, schallte der Sportruf wie ein Gelöbnis durch den Raum.„Stille Nacht, heilige Nacht!“ klang es dann, und mit freuderoten Wangen gingen sie nach Hause, sicher um eine bleibende Erin⸗ nerung reicher! Anschließend begann die Feier für die Großen. Der Vor⸗ sitzende begrüßte die Erschienenen, dankte im Namen des Ver⸗ eins den Spendern der Gaben für die Feier, wodurch diese erst ermöglicht wurde, dankte den Herren, die sich die Mühe zur Arrangierung der Veranstaltung gegeben hatten, sprach über den Zweck des Sportes, über Weihnachten und ermahnte dazu, sich ein kindliches Herz zu bewahren, um in echtem Sinne im⸗ mer Weihnachten feiern zu können. Als Weihnachtswunsch gab er jedem Freude mit auf den Weg. Der Pianist des Ver⸗ „Ich glaube noch nicht, daß Bringhoff uns so ohne wei⸗ teres verlassen wird,“ entgegnete Theo Hansen zuversichtlich. „Jeder andere, aber nicht Bringhoff... bestimmt nicht.“ „Davon bin ich nicht so sehr überzeugt,“ entgegnete Dr. Bargmann.„Tatsache ist doch, daß Bringhoff in England sehr beliebt ist und einige Vereine sich immer noch bemühen, ihn als Trainer wieder nach dort zu engagieren. Außerdem ist Bringhoff auch nicht der Mann, der einen so schwerwiegenden Entschluß wie diesen faßt, um ihn gleich wieder umzustoßen, weil er gerne genötigt sein will.“ „Sieh doch mal nach, Günter, was über das gestrige Spiel Viktoria gegen Eintracht in der Zeitung steht?“ schlug Adolf Müller vor und leerte gedankenvoll sein Glas. Der Torwart überflog den Bericht. „Eintracht hat das Spiel 4:3 gewonnen... Am Schluß steht hier noch, daß es während des Spiels und auch nach Be—⸗ endigung zu unliebsamen Ausschreitungen gekommen ist.“ „Na, das mag eine schöne Holzerei gewesen sein,“ mut⸗ maßte Ernst Gehle. „Ich will heute abend zu Bringhoff gehen,“ meinte Theo Hansen aus seinen Gedanken heraus. Seine vier Kameraden und auch Dr. Bargmann stimmten ihm zu. Theo ließ seinen Plan, heute abend einen Brief an Marie⸗ liese zu schreiben, fallen. Dazu blieb ihm morgen noch Zeit geug. Die Hauptsache war, daß er die quälende Ungewißheit, die Dr. Bargmanns Mitteilung in ihm hervorgerufen hatte, los wurde und sich mit Bringhoff aussprechen konnte. Gleich nach dem Abendbrot machte sich der Spielführer auf den Weg. Zuerst wollte er zu Fuß gehen, um seine Gedanken zu sammeln. Aber dann packte ihn die Ungeduld und er be⸗ stieg eine Elektrische. Eine Viertelstunde später saß der Mittelstürmer seinem Trainer gegenüber. „Das ist recht, Theo, daß du mich wieder einmal besuchst. Hast du schon zu Abend gegessen? Sonst will ich...“ „Danke, ich komme gerade vom Essen.“ Der Trainer musterte den jungen Fußballspieler mit einem besorgten Blick. Es schien ihm, als sähe er müde und ange⸗ griffen aus. „Na, jetzt gibt es erst mal ein paar spielfreie Sonntage, Ansprache des Vorsitzenden Nr. 52 .———— eins, Herr Ungewetter, intonierte dann wieder, nach einer Paraphrase über Weihnachtslieder das alte„O du fröhliche“ und kräftig stimmten die Anwesenden ein. Nach Beendigung dieses Liedes kam, schmer beladen, der Weihnachtsmann wie⸗ der herein und teilte, nach einigen einführenden Worten, an jeden der 4 aktiven Mannschaften seine Gabe aus, mit einem Händedruck für jeden Einzelne, einige särkastische Worte, die aber richtig als belehrend aufgefaßt wurden verbindend. Der Spiekführer der 1. Mannschaft bekam einen neuen Ball aus⸗ gehändigt. Die Mittell dazu waren durch freiwillige Spenden beschafft worden. Dann überreichte der älteste aktive Spieler des Vereins, Herr Greif, dem verblüfften Spielausschußvor⸗ sitzenden, Herrn Buß, einen herzlichen Weihnuchtskorb, dankte Herrn Buß für die bisher geleistete Atbeit und sagte, daß dieses Geschenk der Dank der aktiven Maännschusten für Herrn Buß sei. Erst nach einer Weile hatte sich Herr Buß gefaßt und konnte für die Ehrung danken. Jawohl, Herr Buß, es gibt auch noch einmal in einem Verein eine Anerkennung für ein Vorstandsmitglied, und wenn einer diesen Dank verdient hat, sind Sie es! Die Feier hatte hierdurch ihren Höhepunkt er⸗ reicht.„Stille Nacht, heilige Nacht“ sangen auch jetzt die gro⸗ ßen, wieder jung gewordenen Menschen. Still, um nicht zu stören, stapfte der Weihnachtsmann wieder weiter, innerlich mit einer großen Freude und der Gewißheit, daß der VfR einer der Vereine ist, die es verstehen ihre Leute anzupacken und auch in schwerer Zeit eine Feier zu veranstalten, die allen, die da⸗ ran teilnehmen durften, unvergeßlich sein wird.— Anschließend sprach von den eingeladene Gästen das Gau⸗Vorstandsmitglied, Her Busch, der ebenfalls seiner Freude über die gelungene Verunstaltung Ausdruck gab, mit der Mahnung, immer treu seinem Verein und damit dem WSW zu sein. Zum Schluß kam dann, nach Dankesworten des Vorsitzenden, nochmals der Weihnachtsmann in Zivil, und beschloß mit dem herzlichen „Das Glöcklein von Innisfär“, das nebenbei gesagt, auch Tränen entlockt haben soll, die wirklich gelungene Weihnachtsfeier. S. Reichssfeuer a8 buch mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände ete. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN- GIESSEN Fernsprecher Nr. 2525, Sadanlage 21 Theo. Drei Wochen wird es gewiß noch dauern, bis alle Ver⸗ bände ihren Meister gefunden haben. Diese Ruhezeit ist nach den letzten anstrengenden Spielen auch nur zu begrüßen.“ „Ich brauche keine so lange Erholungspause,“ entgegnete der Mittelstürmer kurz.„Meinetwegen könnten wir schon näch⸗ sten Sonntag wieder spielen.“ „Ja, ja, die Jugend,“ lächelte Bringhoff.„Nichts wird ihr so leicht zu viel.“ Theo Hansen stützte seinen Kopf in beide Hände und sah vor sich hin. Sein junges Knabengesicht hatte einen traurigen, versonnen Ausdruck. Bringhoff kannte feinen lebensfrohen Schüler kaum wieder. „Theo, Junge,“ begann er vorsichtig,„fehlt dir etwas? Hast du irgendeinen Kummer?“ Der Mittelstürmer richtete sich auf und sah seinem Trainer in die Augen. „Ja, ich habe etwas auf dem Herzen. Deshalb bin ich ja hierher gekommen. Ist es wahr, daß Sie fort wollen? Ich kann es nicht glauben und meine Kameraden auch nicht.“ Und eine leise, verborgen gehegte Hoffnung stieg wieder in ihm auf. „Hast du heute schon mit Dr. Bargmann gesprochen, Theo?“ fragte Bringhoff schuldbewußt. Ja.. vor ein paar Stunden.“ „Du darsst nicht glauben, daß ich irgend etwas hinter eurem Rücken abmachen wollte“, fuhr der Trainer mit seltsam rauher Stimme fort.„Morgen beim Training hätte ich euch natürlich meine Absicht gleich mitgeteilt.“ Er verstummte, als er einen Blick aus Theos Augen auf⸗ fing. „Also ist es doch wahr, daß Sie uns verlassen wollen!“ rief der Mittelstürmer verbittert und enttäuscht.„Wie treue Kameraden haben wir zusammengehalten, und jetzt...“ „Werde ich euch untreu?“ „Ja.. ich weiß kein anderes Wort dafür,“ entgegnete Theo aufrichtig. Ganz still war es im Zimmer. Unten auf der Straße fuhr eine Elektrische vorbei. Die Wanduhr tickte. Bringhoffs Augen ruhten auf seinem jungen Freund, der bekümmert vor sich nieder sah. Er liebte diesen ehrlichen Jun⸗ in det gi zun Aust Wie l Raptumsf Heut Af bunmen. mit dem; iche lichkeit il Deut Wolf W Seelig Teeschla Der bis 20. schaften! zehn Nati Das lag in de schaften e schen Pa kommen, belamen. 1309 Ki Punkten. Erich Großen N Marechal. Hansen. Um werben ft dutch Bar treten. Die Juhren a Tagung; die weite waten. genden J in Stuttt Die samen 1 band unt Besprechi schluses! Die — —— gen, an „Sie auf ein sucht, me Sie da wenigfke ganz and Ih wei „Du Aafner“ er sich j. mit un zusamme „Nei auch sehr —— alle r⸗ t ist nuch en ntgegnete en nüc⸗ wird iht e und sah trautigel, ensftohen 1 ebuns? m Trainer in ih fr 9 0 lan N % wieder ieh wied P Dienstag, den 27. Dezember 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung Was den Sportler interessiert Anläßlich des Fußball⸗Länderspieles Deutschland— Italien am 1. Januar in Bologna werden die Italiener Gelegenheit nehmen, sich mit den OF B. Vertretern über eine etwaige deutsche Beteiligung am Mitropacup⸗Wettbewerb zu unterhalten. Im Düsseldorfer Rheinstadion wurden vor 20 000 Zu⸗ schauern die Knappen von Schalke 04 von Fortuna Düsseldorf 1:0(0:0) in einem hervorragenden Spiel geschlagen. Hertha BSc gewann vor 20 000 Zuschauern das Endspiel um den Berliner Pokal gegen BSV 92 mit b München 1860 wurde beim Internationalen Turnier in Nom Zweiter. Einen schönen Erfolg erzielte die Mannschaft von Wacker München, die gegen die Professionalmannschaft von Verona ein AUnentschieden von 2:2 herausholen konnte. Der früher in Köln bei Sülz 07 spielende Wiener Inter⸗ nationale Swatosch ist nach einem vorübergehenden Aufenthalt in Wien jetzt in der Schweiz gelandet. Swatosch nimmt einen Posten als Trainer und Spieler bei dem IC Oerlikon ein. Die Deutschen Hallen⸗Tennismeisterschaften, die auch in die⸗ sem Jahre wieder international ausgeschrieben wurden, kommen in der Zeit vom 23. bis 30. Januar in der Bremer Tennishalle zum Austrag. Wie nicht anders zu erwarten war, ist der angekündigte Boxkampf zwischen Exweltmeister Max Schmeling und dem Deutsch⸗Amerikaner Max Baer nunmehr endgültig zustande ge⸗ kommen. Joe Jacobs, Schmelings Manager, hat den Vertrag mit dem jetzt als Veranstalter auftretenden Jack Dempsey unter⸗ zeichnet. Der Kampf wird im Juni mit größter Wahrschein⸗ lichkeit in Chicago ausgetragen. Deutscher Meister im Halbschwergewichtsboxen wurde Adolf Witt(Kiel), da sein Gegner, der Mittelgewichtsmeister Seelig(Berlin) beim Titelkampf in Hamburg wegen eines Tiefschlags in der zweiten Runde disqualifiziert werden mußte. Der Finnische Sportverband als Ausrichter der vom 17. bis 20. März 1933 in Helsingfors stattfindenden Europameister⸗ schaften der Amateurringer hat heute schon die Zusage von zehn Nationen erhalten. Das große Dreistundenrennen am zweiten Weihnachtsfeier⸗ tag in der Frankfurter Festhalle brachte insgesamt elf Mann⸗ schaften an den Start, darunter die augenblicklich besten deut⸗ schen Paare. Es waren ungefähr viertausend Zuschauer ge⸗ kommen, die ein sehr schnelles und spannendes Rennen zu sehen bekamen. Sieger blieben Schön⸗Buschenhagen mit 64 Punkten, 130,9 Kilometer vor dem Paar Göbel-Pijnenburg mit 40 Punkten. Erich Möller gewann im Pariser Wintervelodrom den Großen Weihnachtspreis der Steher vor Grassin, Lacquehai und Marechal. Im Großen Fliegerpreis siegte Michard vor Falk⸗ Hansen. Um die Veranstaltung der Olympischen Spiele 1940 be⸗ werben sich bisher nicht weniger als zehn Städte. Europa ist durch Barcelona, Budapest, Dublin, Helsingfors und Rom ver⸗ treten. Die Deutsche Turnerschaft ruft in Abständen von zwei Jahren alle Kreisfachwarte sämtlicher Uebungsgebiete zu einer Tagung zusammen, deren Auswirkung stets richtunggebend für die weitere Gestaltung und Organisation der einzelnen Sparten waren. Wegen des Deutschen Turnfestes wird die erst im fol⸗ genden Jahre fällige Tagung bereits vom 28. bis 30. Dezember in Stuttgart durchgeführt. Die deutsche Flugsportbewegung steht vor einer bedeut⸗ samen Vereinigung. Zwischen dem Deutschen Luftfahrt⸗Ver⸗ band und dem Aero⸗Club von Deutschland haben in letzter Zeit Besprechungen stattgefunden mit dem Endziele des Zusammen⸗ schlusses beider Verbände. Die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf werden für Herren gen, an dem kein Falsch war, wie einen Sohn. „Sieh mal, Theo,“ begann er zögernd,„ich bin damals auf ein Jahr zu euch gekommen. In dieser Zeit habe ich ver⸗ sucht, meine Pflicht zu tun.“ „Sie haben noch viel mehr getan,“ unterbrach Theo ihn. „Das weiß ich nicht. Es mag wohl sein. Und wenn nun mein Vertrag abgelaufen ist...“ „Ach, ein Vertrag,“ meinte der Fußballspieler traurig. „Uns bindet doch mehr, als ein solches Stück Papier. Ich habe wenigstens geglaubt, daß das, was uns trennen könnte, etwas ganz anderes, etwas... Er stockte und fuhr dann leise fort: „Ich weiß überhaupt nicht, was das sein könnte.“ „Du überschätzt mich, Theo. Es gibt doch auch noch andere Trainer.“ „Ja, gewiß.. noch andere,“ nickte der Mittelstürmer be⸗ klommen. Er dachte nach, ehe er langsam fortfuhr, als müßte er sich jedes Wort abringen:„Hängt Ihr Fortgang irgendwie mit unserer Mannschaft oder überhaupt mit unserm Verein zusammen?“ „Nein, bestimmt nicht... Deshalb wird mir der Abschied auch sehr schwer.“ Der Mittelstürmer erhob sich. Eine hoffnungslose Trau⸗ rigkeit überkam ihn und ohne zu wissen, seufzte er tief auf. „Ich will jetzt nach Hause gehen,“ sagte er dann gleich⸗ mütig, während ihm das Herz in der Brust klopfte. Mit einer müden Bewegung nahm er seinen Hut, der auf dem Stuhl lag. „Nein, Theo, bleib noch. So wollen wir nicht auseinan⸗ dergehen. Ich will dir jetzt erzählen, warum ich diesen schwer⸗ wiegenden Entschluß gefaßt habe, euch zu verlassen.“ Der Spielführer stand an der Tür. „Ja, aber nicht heute abend,“ entgegnete er ausweichend. „Ich mochte jetzt allein sein... Wie ich hierher kam, dachte ich, es würde noch alles gut.“ Der Tariner stand neben dem Fußballspieler und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Es ist das erste Mal, Theo, daß wir uns nicht verstehen. Ich habe die ganze Zeit über das Gefühl gehabt, als säße ich auf der Anklagebank. Gewiß, der Schein spricht auch ja gegen mich. Aber sieh mal, mein Junge, solange du nicht die Gründe kennst, die meinen Fortgang veranlassen, darsst du mich auch nicht verurteilen.“ am 18. und 19. Februar in Zürich, für Damen und Paare am 11. und 12. Februar in Stockholm ausgetragen. Im Berliner Sportpalast schlugen die kanadischen Eis⸗ hockeyspieler den Berliner Schlittschuhtlub bei einem neuer⸗ lichen Gastspiel mit 40. Wntersport gab es an den Festtagen fast gar nicht. Selkbst in der Schweiz mußten die vorgesehenen Skirennen wegen Schneemangels abgesagt werden. * Ein 33 im Fußball⸗Länderkampf der Studenten gegen Italien. Die deutschen Studenten haben auf fremder Erde, in unge⸗ wohntem Klima, einen guten Erfolg errungen. Sie spielten gegen eine sehr starke italienische Studentenelf in Catania auf der Insel Sizilien 3:3, nachdem sie g bei der Pause 3:1 geführt hatten. Anläßlich der Studenten⸗Wettspiele in Darmstadt hatten die Italiener die deutschen Akademiker 21 schlagen können. Nach langwierigen Verhandlungen war nun das Rückspiel zu⸗ stande gekommen. Deutschland ließ sich durch eine reine Stu⸗ dentenelf vertreten, während Italien es mit dem akademischen Charakter seiner Spieler nicht so sehr genau nahm. Man sah in der italienischen Elf eine ganze Reihe von Spielern, die be⸗ reits zu internationalen Ehren gekommen waren. Das Wetter war keineswegs günstig, es war warm und regnete ununterbrochen, trotzdem waren zahlreiche Zuschauer gekommen; auch die Spitzen der Behörden wohnten dem Spiel bei. Der italienische Schiedsrichter und die Zuschauer waren objektiv. Bis zur Pause spielten die Deutschen überlegen. Das erste Tor erzielte der Freiburger Gäßler. Grebe⸗Offenbach schoß das zweite Tor, der auch noch einen Strafstoß für Deutschland verwandelte. Ottani schoß den ersten Gegentreffer. Nach der Pause ließen die Deutschen, die mehrfach die Italiener richtig⸗ gehend belagert hatten, nach, dafür wurde das Spiel der Ita⸗ liener geschlossener und systemvoller. Ottani erzielte auch noch die beiden Treffer, die zum Ausgleich führten. Das Spiel zeigte durchweg gute Leistungen. 97. Kurse Vom 15. bis 21. Januar 1933 wird am Institut für Leibesübungen der Universität Hamburg unter starker Beteili⸗ gung ein Fußball⸗Kurs für Studierende abgehalten, zu dem der Deutsche Fußball⸗Bund als Leiter den Bundessportlehret. Herrn Nerz, entsendet. Weiter führt dann in der Zeit vom 13. bis 25. März 1933 der Bundessportlehrer einen 12tägigen Fuß⸗ ball⸗Lehrkurs an der Pädagogischen Akademie Darmstadt⸗Mainz durch. Hieran schließt vom 26. März bis 1. April der erste D B⸗ Auswahlkursus an, der voraussichtlich in Frankfurt a. M. statt⸗ findet. Hier sollen 25 bis 30 junge befähigte Nachwuchsspieler zusammengefaßt werden, die für Spiele in repräsentat. Mann⸗ schaften des Bundes in Frage kommen. Fußball⸗Weltmeisterschaft Italiens Bemühungen, die Fußball⸗Weltmeisterschaft 1934 zu einem großen Erfolg zu gestalten, haben bereits die ersten Erfolge gezeitigt. Es haben so viele Länder ihre Bereitwillig⸗ keit zur Teilnahme erklärt, daß man mit 47 Bewerbern schon heute rechnen kann. Bekanntlich werden nur die Schlußrun⸗ den der sechzehn letzten Länder auf italienischem Boden aus⸗ getragen, aber trotzdem sollen möglichst alle Fußball treibenden Nationen verpflichtet werden. Aus Europa fehlen nur noch Nr. 52 Deutschland, England, Schottland und Wales. In Suüd⸗ amerika werden Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Uru⸗ guay um die Teilnahme an den Endspielen kämpfen. Wesldeulschland und der Fußball⸗Professsonalismus Der Westdeutsche Spielverband gibt amtlich folgendes be⸗ kannt: „Zu den verschiedenen in der Presse verbreiteten Mittei⸗ lungen über das Vorhaben des WSW. in der Profifrage geben wir zur Richtigstellung folgendes bekannt: 1. Dem Vorstand des WSV. haben sich einige erfahrene und im Fußballsport bekannte Persönlichkeiten, darunter Dr. Pecco Bauwens, zur Verfügung gestellt, welche als Vertrauens⸗ leute des WSW. die Aufgabe übernommen haben, zu prüfen, ob und in welchen Großstädten die Einrichtung juristisch selbst⸗ ständiger Berufs⸗Fußballvereine vorgenommen werden kann. Bestimmte Angaben über die Zahl der gegebenenfalls zugelas⸗ senen Berufsspielermannschaften können nicht gemacht werden, weil die Festsetzung von dem Ergebnis der Untersuchungen der Vertrauensleute abhängig ist. Indessen wird die Zahl von 12 nicht über⸗ und die Zahl von 8 nicht unterschritten werden. 2. Die Bedingungen für die Zulassung der Einrichtung einer Berufsfußballmannschaft können endgültig erst nach Ab⸗ schluß der Prüfungen der Vertrauensleute festgesetzt werden. Die Bedingungen werden die Gesamtheit der bestehenden Ama⸗ teurvereine schützen und nicht einzelne Vereine durch Erteilung einer Lizenz ungerechtfertigt bevorteilen. 3. Ein Berufsspieler⸗Statut ist noch nicht fertiggestellt. Es wird indessen dem Deutschen Fußball⸗Bund rechtzeitig vor der Ende Januar stattfindenden Bundes⸗Vorstandssitzung zugestellt werden. 4. Der WSW. wird seine Ausarbeitungen und das Er⸗ gebnis der eingeleiteten Prüfungen dem Deutschen Fußball⸗ Bund in der Form bestimmter Vorschläge unterbreiten und mit dem Vorstand des DFB. in kameradschaftlicher Weise nach einer befriedigenden Lösung aller schwebenden Fragen unter Einhal⸗ tung seines grundsätzlichen Standpunktes suchen.“ Sportplatzbau nitht wertvoll für die Vollswirtsthaft. Der Freiwillige Arbeitsdienst ist von den Turn⸗ und Sportvereine, sowie der bündischen Jugend geschaffen worden, und diese Verbände waren es auch, die den Freiwilligen Ar⸗ beitsdienst, nachdem er vom Reich übernommen worden war, über den recht schweren Anfang hinweggeholfen haben. Der Dank, der jetzt den Sportlern, Turnern und Jugend⸗ bewegten für diese Tat abgestattet wird, verdient einmal im Museum für bürokratische Schildbürgerstreiche in eine beson⸗ dere Vitrine unter Glas für alle Ewigkeit aufbewahrt zu wer⸗ den. Dr. Syrup, der zuständige Reichskommissar für den Freiwill. Arbeitsdienst, erklärte, daß Sportplatzbau, volkswirtschaftlich gesehen, keine wertvolle Arbeit sei. Recht höflich, aber ablehnend lautete der Bescheid, den der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen auf eine An⸗ frage in dieser Richtung erhielt, nachdem sich herausgestellt Vordrucke f. Mannsthafts⸗Aufstellungen (an die Schiedsrichter). Geblockt zu 20 Stück. Preis pro Block 80 Pfg. Verlag der„Allg. Hesj. Sport⸗zeitung“ Südanlage Nr. 21 Gießen Fernspr. 2525 u. 2526 Abgabe nur unter Voreinsendung de Betrages zuzügl. Porto. Theo hatte wieder Platz genommen. „Ich kann es immer noch nicht glauben, daß Sie wirklich fort wollen, Herr Bringhoff,“ erklärte Theo verzagt und müde wie ein Läufer, der sein Aeußerstes hergegeben und dennoch als letzter angekommen ist„Meine Kameraden wissen, daß ich heute abend hier bin. Sie rechnen gewiß damit, daß es mir gelingen wird, Sie zum Bleiben zu bewegen. Es geht uns eben allen überein. Ich glaube, es gibt nicht viele Mannschaften, die so an ihrem Trainer hängen wie wir. Das wissen Sie doch auch, Herr Beringhoff. Wenn Sie fortgehen.. ich weiß nicht, ich werde das Gefühl nicht los, als müßte dann unsere Mann⸗ schaft an Kampfgeist und Gemeinschaftsgefühl verlieren... Wenn ich Sie nun bitte, Herr Bringhoff, von Herzen bitte, auch im Namen meiner Kameraden, bei uns zu bleiben, könn⸗ ten Sie Ihren Entschluß nicht doch noch ändern?“ Der Trainer hatte den Kopf in die Hand gestützt und sah sinnend vor sich hin. Er hatte geglaubt, durch ein paar Worte eine Verbindung zu lösen und dabei vergessen, daß es eine Ju⸗ gend gab, die in ihrem heißen Wollen und in ihrer rührenden Treue stärker war als alles „Ich weiß von unserm Vorsitzenden, daß man Sie gestern sschwer gekränkt hat,“ fuhr der Mittelstürmer erregt fort und ballte seine braunen sehnigen Fäuste unter dem Tisch.„Das war feige und gemein. Ich bin gerne bereit, Ihnen Genugtuung zu verschaffen... auch mit der Faust!“ Bringhoff war aufgestanden. „Laß nur, Theo. Du meinst es gewiß gut, aber mit roher Kraft sind die gestrigen Vorfälle nicht aus der Welt zu schaffen. Da gibt es nur zweierlei: Das Feld zu räumen oder den Glau⸗ ben an den deutschen, fairen Fußballspieler nicht zu ver⸗ lieren Damit ging er zum Schreibtisch, nahm einen Brief in die Hand und riß ihn mitten durch. „Das war meine Zusage an die englische Mannschaft. Ich bleibe bei euch, Theo, und.. es fällt mir nicht schwer.“ Unten an der Haustür nahmen sie Abschied. „Am Freitag habe ich Geburtstag, Herr Bringhoff. Dazu werde ich meine Kameraden einladen. Ich möchte auch Sie bitten, zu kommen. Wir wollen mal recht vergnügt sein.“ „Ja, gewiß Theo.“ Langsam ging der Mittelstürmer die Straße hinunter. „Nun ist alles wieder gut“, dachte er und flötete das Landsknechtslied. * Am Freitag abend saßen die Fußballspieler im Klubzimmer der„Sportklause“, um Theos Geburtstag zu feiern. Auch Bring⸗ hoff war erschienen. Adolf Müller führte an dem langen Tisch das Präsidium. Vor ihm standen ein Gong und ein Noten⸗ ständer. „Das ist das Mikrofon,“ erklärte er lachend.„Wir wer⸗ den die Feier auf den Rundfunk übertragen. Gleich geht es 1„ Als die Uhr acht schlug, setzte er den Gong in Bewegung und stand auf. „Hier ist der Sender Foulsdorf auf Welle 0,0! Meine Da⸗ men und Herten! Wir übertragen heute abend aus der Sport⸗ klause das Festbankett, das Herr Hansen anläßlich seines Ge⸗ burtstages veranstaltet. Ich darf Sie wohl zunächst kurz mit den teilnehmenden Herren bekannt machen: Mir zur Linken Günter Freund, der reine Tor, der auch das Tor auf dem Spielfeld stets rein hält. Neben ihm Ernst Gehle, Rechtsaußen, Scheitel auf der linken Seite, neuer Schlips, Schuhnummer 44... Weiter unten Karl Schäfer, Rechtsinnen, frisch rasiert, kleine Kratzer im Gesicht, aber nicht verheiratet,... Daneben Otto Drees, Linksaußen, Mamas Liebling, Betragen sehr gut, Skatspielen mangelhaft. Mir gegenüber Theo Hansen auf bekränztem Stuhl, Mittel⸗ stürmer, Spielführer, Geburtstagskind und nicht mehr zu haben... Neben ihm Herr Bringhoff, Trainer der Lands⸗ knechte, Mädchen für alles... An der rechten Seite Willi Hoff⸗ mann, Linksinnen, blauer Anzug, Nichtraucher... Weiter Erich Janßen, linker Läufer, energisch, aber noch nicht vorbestraft.. Nun kommt Fritz Körner, rechter Läufer, der Mann, der nie lacht. Wenn er heute abend lachen sollte, werden wir Ihnen das sofort mitteilen. Er hat eben schon einen Anlauf gemacht, aber das war noch nicht recht was... Daneben Hans Zille, ge⸗ nannt Bubi, linker Verteidiger, Lockenkopf, Liebling aller jungen Mädchen... Neben mir Hugo mit dem seltenen Namen Schmidt, rechter Verteidiger, Nichtsänger und Skatspielenr Zum Schluß darf ich mich Ihnen selbst vorstellen: Adolf Müller, Mittelläufer, Sprecher, bescheiden und schweigsam. Sie hörten eben den Beifall der Anwesenden..(Forts. folgt.) —— Dienstag, den 27. Dezember 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗Zeirung 5 Nr. 52 hatte, daß man den Sportplatzbau nicht weiter mit Hilfe des Freiwilligen Arbeitsdienstes fördern wollte. Es hieß in der Pe⸗ tition des DNA., es sei zu befürchten, daß bei der augenblick⸗ lichen Regelung die Beendigung einer einmal begonnenen und nun halbfertigen Sportplatzanlage unmöglich gemacht würde. Die Bezirkskommissare möchten angewiesen werden, bei beson⸗ deren Umständen und auf Antrag der Träger des Dienstes die Förderungsdauer der mit der Anlage von sportlichen Uebungs⸗ stätten beschäftigten Arbeitsdienstwilligen über die vorgesehenen 20 Wochen hinaus zu verlängern. Und der Erfolg— eine höf⸗ liche Antwort— aber ablehnend. Wit steht es mit unserer Fußballjugend? Die Gaujugendleiter beschweren sich, daß immer so wenig Jugendmannschaften gemeldet werden und von den gemeldeten auch noch ein Teil wieder zurückgezogen wird. In der Tat dürfte man auf Grund der in dem alljährlichen„Anschriften⸗ verzeichnis des WSV“ gemachten Angaben über den Bestand an jugendlichen Mitgliedern eine größere Beteiligung von Jugend⸗ und Schülermannschaften erwarten. Der Gau Gießen⸗ Wetzlar z. B. hatte für 1932 zusammen 1527 Mitglieder unter 18 Jahren gemeldet; er mag daher augenblicklich vielleicht 1540 haben; dann müßten daraus 140 Mannschaften gebildet wer⸗ den können; in Wirklichkeit sind aber nur 40 Mannschaften ge⸗ meldet. Daraus muß man folgern, daß entweder die Vereine ihren Bestand an Jugendlichen falsch angeben, nämlich über⸗ treiben, oder daß mehr als zwei Drittel der Jugendlichen nicht aktiv tätig sind, sondern nur den Zuschauer oder die Vereins⸗ staffage bilden. Prozentual auf den ganzen Bezitk übertragen, der rund 9240 Jugendliche haben mag, heißt das, daß der Be⸗ zirk nur 240 Jugendmannschaften aufweist, was einem Be⸗ stand von 2640 entspricht. Diese Berechnung wird aber hof⸗ fentlicht nicht ganz stimmen, da anzunehmen ist, daß in ande⸗ ren Gauen— der Bezirk hat deren 7— die Zahl der Jugend⸗ und Schülermannschaften größer ist. Jedenfalls aber entspricht die Gesamtzahl der gemeldeten und am Spielbetrieb beteiligten Mannschaften keineswegs den offiziellen Angaben der Ver⸗ eine über ihren Bestand, auch dann nicht, wenn man die Jugendlichen abzieht, die vielleicht nur Leichtathletik betreiben und vom Fußballspiel nichts wissen wollen. Wenn z. B. ein Gießener Verein rund 200 Jugendliche angibt, müßte er doch mindestens 10 Mannschaften stellen können, wobei für jede Mannschaft 20 Schüler in Anrechnung kommen; von den 9 Jun⸗ gens, die hier den Etat der„Elf“ überschreiten, dürften ruhig 3 keinen Fußball spielen, so bleiben doch immer noch 6 übrig oder ein Mannschaftsbestand von rund 17 Spielern. Aehnlich liegen die Verhältnisse auch bei andern Vereine, unter deren Mitgliederbestand die Zahl der Jugendlichen einen hohen Pro⸗ zentsatz ausmacht. Hier einige Proben aus dem Anschriften⸗ verzeichnis 1932: bei Borussia Fulda 104 Jugendliche gegen⸗ über 236 Senioren, Kurhessen Kassel 207:525, SC 03 Kassel 119:404, Hermannia Kassel 78:192, Tura Kassel 128:265, Spielverein 101:171, Sc 05 Göttingen 114:299, SV Wetzlar 56:114, Bottenhorn 29:46 usw. Es ist aber schließlich nicht einmal nötig, daß die Vereine — allgemein!— einige Dutzend Jugend- und Schülermann⸗ schaften auf die Beine bringen, auch wenn sie eine ent⸗ sprechend hohe Zahl von Jugendlichen als Bestand angeben. Viel besser und schöner ist ja das Ziel: weniger Mannschaften, dafür aber nur gute, spielstarke! Und dieses Ziel müßte doch erreicht werden, wenn tatsächlich so reichhaltige Auswahl an Spielern zur Verfügung steht, wie das Papier(geduldig) ver⸗ rät. Dem ist aber nicht so, denn sonst müßte man doch auch hier und da etwas von den guten und spielstarken Jugend⸗ mannschaften aus dem Bezirk Hessen⸗Hannover hören oder lesen. Unsere Vereine lassen sich Jugendmannschaften aus Süd⸗ deutschland, Westdeutschland, Mitteldeutschland usw. kommen; wir bewundern deren Spielkunst und wundern uns nicht, wenn. wir später hören oder lesen, daß dieser und jener Spieler aus solchen Mannschaften bereits in die Liga eingereicht ist und dort seinen Posten voll und ganz ausfüllt. Haben aber Almlliches Gau Gießen⸗Wetzlar Verbandsspiele am 15. Januar 1933: 2. Bezirks⸗Klasse: Bissenberg— Steindorf(Schmidt⸗Hirschhausen) Ehringshausen— Oberbiel(Koob⸗-Garbenheim) Burgsolms— Löhnberg(Zitzer-Gießen) SW Wetzlar 2.— SC W.⸗Niederg.(Hohmann⸗Gießen) Weilburg— Aßlar(Köhler⸗Gießen) VfB Gießen 2.— 1900 Gießen 2.(Deis⸗Nauborn) Laubach— Butzbach(Grote-⸗Mainzlar) Ettingshausen— Leihgestern(Kreiling-Gießen) 1. Gauklasse: Niedershausen— Merenberg(Schermuly-Löhnberg) Gräveneck— Holzhausen(Pick-Löhnberg) Hirschhausen— Allendorf(Kleemann-Bissenberg) Ulm— Weilburg 2.(Presber) Löhnberg 2.— Stockhausen(Willer) Wetzlar 3.— Aßlar 3.(Zutt) Oberndorf— Burgsolms 2.(Wallbott⸗Steinberg) Werdorf— Braunfels(Wlodareck-Wieseck) Hermannstein— Nauborn(Hilberg-Daubringen) Großen⸗Buseck— Lich(Rabe-Gießen) VfB 3.— Heuchelheim(Bernhard ⸗Wieseck) Steinbach— 1900 Gießen 3.(Weinand⸗Leihgestern) Dutenhofen— Niederweisel(Henkel-Wetzlar) Wieseck— Butzbach 2.(Mengel-Gießen) 2. Gauklasse: Weinbach— Bermbach(Müller⸗Niedershausen) Wirbelau 1.— Wirbelau 2.(Schr. vom Platzverein) Allendorf 2.— Biskirchen 2.(Weber⸗Alm) Holzhausen 2.— Ulm 2.(Heinz⸗Stockhausen) Tiefenbach— Stockhausen 2.(Kiebach-⸗Bissenberg) Schwalbach— Büblingshausen 2.(Klier) Waldgirmes— Pfe Wetzlar(Geu⸗Aßlar) Nauborn 2.— Vorstädter(Scharf) schon Jugendmannschaften unseres Bezirkes einen ehrenvollen Ruf nach auswärts erhalten? Vielleicht hat die eine oder andere schon einmal hier und da ein Gastspiel gegeben, aber wie ist es verlaufen? Und wieviele Jugendliche unseres Be⸗ zirkes zieren heute die Liga? Weshalb lassen die Vereine, und gerade diejenigen, die im Bezirk eine Rolle spielen, sich lieber Spieler aus anderen Vereinen kommen, anstatt auf die eigene Jugend zurückzugreifen?— Das sind Fragen, die sich aus den eingangs besprochenen Mißständen ergeben und zum Nachden⸗ ken anregen müssen, nicht nur die offiziellen Jugendleiter, sondern die ganzen Vereine und ihre Vorstände, sowohl im Interesse der Jugendlichen als auch der Vereinszukunft. Man behauptet nicht umsonst, daß heute die Jugendpflege zugunsten der Seniorenmannschaften und besonders der„Ersten“ viel⸗ fach vernachlässigt wird. Das darf aber nicht sein, sonst wird der Boden für das Berufsspielertum nur noch mehr bereitet und erhalten. „Mith seht ihr nicht mehr!“ Grimmig murmelt diesen Satz der echte Fanatiker vor sich hin, wenn er den Platz verläßt, auf dem soeben„seine“ Mann⸗ schaft geschlagen wurde. Er schwört es sich— er läßt sich nicht mehr foppen. Ihn haben„sie“ zum letzten Male ges sehen. Wie kommt er dazu, sich aufzuregen, bis ihm die Nervenstränge rei⸗ ßen? Ha? Muß er sich das gefallen lassen? Aber um Gottes willen, was hat man ihm, dem armen Kind, getan? Gax nichts. Seine Mannschaft hat ein Spiel verloren. Nun will er es plötzlich nicht mehr wissen. Einen Tag vor dem Kampf war er noch stolz darauf, einem der Spie⸗ ler auf die Schulter klopfen zu dürfen, väterlich, wohlwollend „jetzt aber möchte er den Anblick des gleichen Spielers am liebsten fliehen auf immerdar. Der Mann hat ihm nichts getan. Er hat schlecht gespielt. Er hatte eine schlimmen Tag gehabt. Nun ja, vielleicht hat er nicht gut geschlafen, vielleicht hat er Sorgen, vielleicht hat ihm auch das Mittagessen nicht geschmeckt— aber solche Dinge dürfen nur dem Herrn Anhän⸗ ger— sie dürfen nie dem Spieler passieren! Es ist wahr, kein Mensch fühlt sich gern als Hammel, keiner gern als blinder Verehrer. Jeder möchte für den entrichteten Obolus einen Sieg der eigenen Elf erleben. Leider haben die Anhänger der gegnerischen Mannschaft den gleichen Wunsch. Gewinnen kann nur eine Partei— also! Seid sanftmütig, Männer! Ihr wißt ja alle von euch selbst, das Leben besteht nicht nur aus Siegen, eigentlich sind die Niederlagen häufiger. Warum soll es gelegentlich einer Fuß⸗ ballmannschaft nicht auch so gehen? Da spielt so vieles mit. Die Form des Gegners, ein zerrissener Schnürsenkel vielleicht, eine Unebenheit des Bodens, die Leute um die Barrieren sehen das nicht, sie schreien nur, der Spieler aber kann ihnen nicht klar machen, was los ist. Am Zorn unseres aufgeregten Freundes versöhnt schließlich eines: Daß er es gar nicht so meint. Er schimpft und tobt und wettert und möchte vor Scham in den Boden sinken, für eine Sache, die gar nicht sein Verschulden ist. Er macht seinem Herzen Luft, und das ist gut. Das heilt ihn. Die Abneigung gegen den nächstsonntäglichen Sportplatzbesuch währt nur bis spätestens Mittwochabend. In dieser Nacht erwägt er, ob er es am nächsten Sonntag noch einmal, nicht wahr, selbstver⸗ ständlich ein allerletztes Mal, probieren solle, vielleicht? Einen Tag später steht der Entschluß schon fest. Leise grollt noch der Aerger. Aber dann kommt die Vorschau in der Zeitung. Und gerade weil ihm die Ansicht des Kritikers nicht gefällt, just des⸗ wegen wird er nun erst recht auf den Sportplatz gehen— er muß das genau wissen. So setzt sich fort von Jahr zu Jahr das liebliche Spiel. Denn wen es einmal gepackt hat, das Fußballfieber, wen es richtig angesteckt hat, der wird es nicht mehr los. Wer kann, der fährt Hunderte von Kilometern, um ein gutes Match zu sehen, und wer sich solche Extravaganzen verkneifen muß, geht zu Krümelshausen— Kuchendorf, die Begeisterung ist die gleiche, auf sie allein kommt es an und auf sonst gar nichts. Bieber— Steinbach 2.(Walter⸗Daubringen) Dutenhofen 2.— Krofdorf(Seitz⸗Gießen) Steinberg 2.— Lich 2.(Michel⸗Gießen) Niederweisel 2.— Butzbach 3.(Helwig⸗Hochweisel) Flensungen 2.— Ruppertsburg(Naumann) * Der Platz des TV Gandernbach wird hiermit bis zur Ver⸗ handlung vor dem GW auch für Gesellschaftsspiele gesperrt. Gaudernbach hat umgehend(3 Tage) an GV Klier zu den Vorfällen schriftlich Stellung zu nehmen. Beschwerde Schr. Schmidt(Krofdorf) vom 18. 12.: Akten 9 51 an GV. Biskirchen: Das Vorspiel gegen Steindorf findet in Biskirchen statt. Burgsolms: Wenn ein gesperrter Spieler als Linienrichter fungiert, so ändert das an der Spielwertung nichts, Akten an GV. Leun zur Kenntnis, daß das Vorspiel in Oberbiel durch eigene Schuld abgebrochen worden und aus diesem Grunde keine Rückspielverpflichtung besteht. Ulrichstein und Geilshausen teilen mir umgehend(3 Tage) mit, ob eine Einigung erzielt worden ist, andernfalls Spiel für Geilshausen als verloren gewertet wird. Henkel. Sthiedsrichter⸗Bereinigung Gießen⸗Butzbath Die Anforderung der Schiedsrichter zu Gesellschaftsspielen für Neujahr sind an den Fußballsachbearbeiter Henkel⸗ Gießen, Kaplansgasse, zu richten, da der Gruppenleiter Kunze verreist ist. Rütkjpieltermine. der Gauklasse 1, Abteilung 2: Hermannstein— Werdorf Burgsolms 2.— Braunfels Oberbiel— Wetzlar 3. SC Niedergirmes 2.— Aßlar 2. 29. 1. Burgsolms 2.— Wetzlar 3. Nauborn— Aßlar 2. 8 SC Niedergirmes 2.— Werdorf 5 5. 2. Oberndorf— Braunfels Hermannstein— Aßlar 2. SC Niedergirmes 2.— Nauborn Werdorf— Wetzlar 3. . Wetzlar 3.— Aßlar 2. Werdorf— Braunfels Hermannstein— Nauborn 19. 2. Oberndorf— Hermannstein Braunfels— SC Niedergirmes 2. Nauborn— Burgsolms 2. Aßlar 2.— Werdorf 26. 2. Wetzlar 3.— Hermannstein 5. 3. Aßlar 2.— Oberndorf Werdorf— Wetzlar 3. 12. 3. Oberndorf— Braunfels Gauklasse 2, Abt. 7: 22. 1. Dutenhofen 2.— 1900 Gießen 4. Steinbach 2.— Lollar 2. Krofdorf— Lollar 3. 29. 1. Bieber— Lollar 2. 5. 2. Lollar 2.— Steinbach 2. Rückspieltermine 12. * der Gauklasse 2, Abt. 8: 22. 1. Hochweisel— Muschenheim Leihgestern 2.— Niederweisel 2. 29. 1. Muschenheim— Leihgestern 2. Butzbach 3.— Steinberg 2. 5. 2. Steinberg 2.— Leihgestern 2. Muschenheim— Niederweisel 2. 12. 2. Lich 2.— Steinberg 2. Butzbach 3.— Muschenheim Muschenheim— Steinberg 2. Jeder Verbands- u. Vereins⸗Vorsitzender der schnell, bequem, sicher und übersichtlich die Einnahmen und die Ausgaben sofort spezialisiert verbuchen will, sowie es für Verband und Verein notwendig ist, bestelle sofort das Aniversal⸗Vereinskassebuch bei dem Herausgeber Albin Klein in Gießen Gelegenheitskauf! 1 Fußballstutzen, schwarz m. farb. Rand—,50 Mk. Fuffballstiefel, Rindbox Gr. 30—35 6,50 Mk. Fuffballstiefel, Rindbox Gr. 36—39 7,25 Mk. Fuß ballstiefel, Rindbox Gr. 40—45 7,85 Mk. Fuffbälle Gr. 5 mit Blase Cug.) Stück 5,85 Mk. SPORT- zZ ERNDT. wWZTzLIAR 2 Langgasse 24 195 * 2 für Gewerbe, Handel und 8 Industrie, Vereine u. Private 1 2[ Qualitätsarbeit 3 1 5 Gute Austattung, pünktlich, J 8 1 rasch u. preisgünstig liefert E. a SHTRICKER e ALBIN KLEIN elkss El Vereine mit einer zielbewußten praktischen Führung beziehen die„Allg. Hess. Sport⸗zeilg.“ in großer zahl! Die Einwendungen: wir haben sehr viel Arbeitslose, unsere Mitglieder haben jetzt einen viel ge⸗ ringeren Wochenlohn, könnten alle Vereinsvorsitzenden vorbringen. Nein, ein Sportvereinsvorsitzender, der seine Mitglieder sportlich⸗geistig auf dem Laufenden erhalten will, und die Zeitung dementsprechend als nützliches und notwendiges Sportunterrichtsmaterial benutzt, führt die„AH S3.“ obligatorisch d. h. für alle seine aktiven Mitglieder ein und läßt jedesmal bei der Ausgabe der Zeitung sich gleich sofort die 10 Pfg. geben. Es gibt Land vereine, die auf diese Weise 20, 30, 40, ja sogar nahe 50„Allgem. Hess. Sport⸗Zeitungen“ regelmäßig beziehen und wöchentlich die Abonnementsgelder pünktlich abliefern. kostet die„ASZ.“ pro Nummer 20 Pfg. Im Einzeln U DNUICRSACIIENC .— 0 ——— 8 2 Annen COlorchecker —— xrite eee erfchearg War Fer f. Me 99. Wefist hier Run das Resultat, soweit es sich auf den Westdeutschen Spiel⸗ verband und speziell auf den Bezirk Hessen⸗Hannover bezieht, betrachtet wird, so ist dabei zweierlei in Erwägung zu ziehen Erstens liegen den Berechnungen die statistischen Bestands⸗An⸗ gaben der Vereine vom 1. Januar 1931(Anschriften⸗Verzei nis 1931) zugrunde; vom 1. Januar bis 1. Mai können und wer⸗ den die Angaben über den Mitgliederbestand aber fast überall eine Aenderung(meistenteils eine Vergrößerung der Zahl) er⸗ fahren haben. Zweitens wird der Mitgliederbestand der Ve eine und damit auch die Zahl der Arbeitslosen vom 1. Mai bis jetzt, d. i. Ende des Jahres, wiederum eine Erhöhung ae n die nicht berücksichtigt ist. Die Betrachtung kann also keinen A spruch auf Erfassung der momentan tatsächlich bestehenden Ver⸗ hältnisse machen, sondern nur einen Anhalt bieten, aus dem man 35 weitere Schlüsse zu kombinieren vermag. Am 1. Januar 1931 hatte der WSW acht Bezirke oder 53 Gaue mit 2179 Vereinen und 293 247 Mitgliedern, nämlich 210313 Senioren(über 18 Jahre alt) und 82 934 Jugendlichen (unter 18 Jahren). Die Fragebogen des Dey7B wurden von 1570 Vereinen mit 152011 Senioren beantwortet, die sich auf 48 Gaue verteilen. Von diesen 152011 Senioren waren am 1. Mai 64334 arbeitslos; das sind 42,3 Prozent. Der Bestand an Senioren betrug am 1. Mai im Bezirk Hessen⸗Hannover 21988, von diesen lag über 18 284 aus 315 Vereinen eine Mi teilung vor, und diese ergab, daß 8351 oder 45,7 Prozent arbeit los waxen. Auf die einzelnen Caue fallen folgende Berechnun⸗ gen: Dill 60,8, Marburg 54,3, Fulda 46,0, Gießen⸗Wetzlar 44.6, Harz⸗Weser 44,6, Kassel 39,1 und Göttingen 30,5 Prozent. Der Anterschied in den einzelnen Gauen erklärt sich aus der ver⸗ schiedenen Bevölkerungsstruktur, d. h. der beruflichen Tätigkeit (Industriearbeiter, Landwirte, Handwerker, Kaufleute, Be⸗ amte usw.). Interessant dürfte es auch sein, daß von den 1570 Einzelpreis 20 Rypf. ö 0 Vereinen im Verband 21 Vereine leine und 19 Vereine nur Ar⸗ —— O em 6 8 — Die Weihnachtsspiele sind vorüber. Ungünstige Witterung und schlechte Platzbeschaffenheit machten Zuschauern und Spie⸗ lern das Vergnügen recht zweifelhaft. Im großen Ganzen war die Zahl der Darbietungen ziemlich spärlich und dabei auch mei⸗ . stens auf Wettkämpfe von Bezirksvereinen untereinander be⸗ schränkt. Selbst die sogenannten„großen“ Vereine sahen dieses Jahr von der Verpflichtung auswärtiger Gegner ab, wegen der Unkosten, die vielleicht durch die Einnahmen nicht gedeckt wor⸗ den wären. Nur in Kassel will man nachträglich, am 10. Ja⸗ nuar, etwas Besonderes bieten: die drei Vereine: Sportklub 0. Sport und Kurhessen haben sich zusammengetan und den FC 97 aus Budapest zu einem Gastspiel engagiert, Dieser Verein hat früher als Amateur neunmal und jetzt als Pro⸗ sessional zweimal die Ungarische Meisterschaft errungen, woraus ches die elf Spieler für den Kampf gegen die Ungarn deklarieren soll. Kassel wird also doch noch ein„großes“ Spiel zu sehen bekomme Nun sind aber für den 10. Januax die drei Mei⸗ sterschaftskämpfe der Bezirksliga: Horas— SC 03, Hessen— Kurhessen und Sport— Tura angesetzt. Die beteiligten drei Vereine werden natürlich um Verlegung ersuchen, die ihnen jedenfalls auch zugebilligt werden wird. Hoffentlich gibt es da⸗ durch aber keinen neuen Wirrwar in der Tabelle. zum Soll dies ohne 20. März muß der Bezirksmeister gemeldet sein. i hn Umwälzungen in dem Terminkalender geschehen, so bleiben für die Verlegungen nur folgende Tage übrig: am 31. Januar Sport— Tura, am 28. Februar Horas— SC 03 und am 6. März Hessen Kurhessen. An allen anderen Tagen ist schon der eine und andere Verein angesetzt. Man darf wohl erwar⸗ ten, daß durch die Sonderinteressen Kassels die Interessen der Provinzvereine nicht geschmälert werden. Sportneuigkeiten Köln gegen Budapest, der im Kölner Stadion am 1. Ja⸗ nuar vor 12000 Besuchern ausgetragene Fußball⸗Städtekampf endete mit einem nur knappen 3.2⸗(0:2)⸗Erfolg der Magyaren. FTE Budapest konnte in Düsseldorf vor 6000 Zuschauern gegen eine Kombination VfL Benrath Fortung Düsseldorf nur ein 22 erzielen. München kam im Fußball⸗Städtespiel gegen Berlin in der Reichshauptstadt vor 25 000 Zuschauern am Neujahrstage zu einem wohlverdienten 4:2(371) Sieg. 59385 Bei den Endspielen um die Süddeutsche Fußballmeisterschaft gab es am 3. Januar nur zwei Spiele in der Abteilung Südost, die Treffen der Abteilung Nordost fielen dem schlechten Wetter zum Opfer. In der Abteilung Südost schlug die SpVgg. Fürth Reer hora fienfe in. Ra⸗ 11 12 14 15 16 7 18 19 * Bet den Baer(Sossenheim) im Stunde mit Rundenvorsprung vor Glein furt). Südbayern schlug im Länderkampf der Amateurringer die Mannschaft von Württemberg mit 1018 Punkten. Der Voxländerkampf Italien Schweiz in Basel endete mit einem 10:6⸗Sieg der Italiener. Die Olympischen Winkerspiele 1936 werden Partenkirchen abgehalten. Deutschlands Eishockey⸗Mannschaft fährt nicht zu den Olym⸗ pischen Spielen nach Lake Placid, da die finanzielle Frage nicht befriedigend gelöst werden konnte und da auch selbst mit einem sportlichen Achtungserfolg kaum zu rechnen war. umu e 5 kannschaftsrennen Über raschend Hohbein(Quartett/ VC Frank⸗ in Garmisch⸗ = 8 D 5 N — suunmutumumlunnumalmunnnmuul““ N mu 1 n n* nd Volk verantwortlich fühlenden Arbeit dienen. Es gibt eine ganze Reihe von Geschichts- und Heimatsvereinen, die eine Massenflucht der einst sie stützenden Mitglieder beklagen. Nicht die gehen von ihnen, die dort selbstlose Arbeit leisten und auch nicht die, die diese Arbeit lieben und denen diese Arbeit etwas bedeutet, son⸗ dern andere: solche Mitglieder, die sich einst zur Ehre anrechne⸗ ten, dabei zu sein, die die Verpflichtung empfanden, einzusprin⸗ gen. Leider sind die Gründe der Abkehr mit notwendig gewor⸗ denen„persönlichen Sparmaßnahmen“ zu rechtfertigen. Viel⸗ fach sind sie nur ein Zeichen für das Schwinden eines kulturel⸗ len und auch sozialen Verantwortlichkeitsgefühls. Man läßt die Dinge eben laufen, weil das so der Zug der Zeit zu sein scheint. Es bringt persönlich nichts ein. Man kann gewiß niemandem vorschreiben. wo er helfend dabei sein sollte, auch wenn es un⸗ mittelbar keinen persömlichen Vorteil für ihn bedeutet. Aber die Bitte soll doch an alle, die es angeht, ausgesprochen werden, zu prüfen. ob nicht der oder jener Beitrag für eine Sache, die man sonst als wertvoll und berechtigt anerkannte, nicht doch weiter geleistet werden kann und ob es nicht Sparmaßnahmen an anderen Stellen gibt, wo sie weniger zerstörend wirken. 5 gibt es da viele Wünsche, die bei gutem Willen erfüllbar sind. Aber auch an die Vereine, Verbände und Bünde geht der Ruf, in ihrer Arbeit sich auf das Notwendige einzustellen, auf das Notwendige: d. h. um zu wiederholen, auf das, was zur Notwende führen kann. Die Mittel der Organisationen und auch die Mittel, die etwa von anderen Stellen noch hinzukommen, gilt es, sorgfältigst zu verwalten und nur dort einzusetzen, wo sie auch einen inneren Ertrag bringen. Es ist die schon in besseren Zeiten ausgesprochene Bitte, an die Mitglieder keine Anforderungen zu stellen, die sie nicht vor sich selbst oder ihren Familien verantworten können, daß den erwerbslosen Freunden der Beitrag erlassen wird und daß darüber hinaus einer dem andern beispringe. Das ist durchweg wohl bereits ausgefühet. Feste und Feiern sind eingeschränkt und erhalten ein dem Ernst fa——— Punsch aber, der als be⸗ sgesprochen werden mag, 20 ö 50 53 4 2 Bünden und Verbänden 7 25 e, volksverbunden in dem Verbände nicht versteckte — 7 den, nicht nur der innere 11 5 15 0 hnen soll von dem Willen zt Brücken abzubrechen nicht auch das erfüllbare Wuünsche? Der weitere Kreis unserer kulturellen, volksbildnerischen und jugendpflegerischen Organisation will aber auch angefüllt sein mit Menschen innerster Anteilnahme. Die wirkende und die aufnehmende Betätigung in ihnen erfordert fast durchweg kein besonderes finanzielles Opfer. Sie gibt aber innere Be⸗ reicherung, Weitung des Gesichtsfeldes, gibt edle Geselligkeit, treue Freundschaft, echte Kameradschaft und sinnvolle Ausfül⸗ lung der freien Zeit. Unsere Organisationen ringen hart mit der äußeren Not, sie wollen aber noch härter kämpfen gegen die inneren Nöte unseres Volkes, wollen die Notwende herbeiführen helfen. Darum wenden sie sich zum Jahresbeginn an jeden ein⸗ zelnen unserer Volksgenossen mit der Bitte: Laßt nicht brach a.. b ch eigene e keine ac mit Spiel für 0 tsspielen enkel⸗ * Kue dle 0 1 buch 0 —ä DA Paar 50 Mk. 650 Mk. 725 MK. 785 Mk. . 585 Mk. ETZLHR nggasSe CN — el und privale arbeit nkllich l uu zahl! — 5— ———————