Einzelpreis 20 Rypf. Einzelpreis 20 Nyf. 4. I. 8. Z. allgemeine hessische Sport⸗öeitung 80 2 2 2 1 a verbreitet im Bezirk Hessen⸗Hannover des W. S. D. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, Dill und Marburg ein; Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ Abonnements⸗ und Anzeigen⸗Geschäftsstelle: Anzeigenprei i i: i ig f Aae en führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel⸗ Gießen, Südanlage 21. 9 0 B e belle on dere deen 5 ue Jarl 24 Mr. Erscene jeden Dienstag. Redaktionsschluß:. 05 755 Postscheckonto Nr. 69 531 Frautf⸗M. Anzeigen mit bestimmtem Platz ae imm deß e 1 die ge. 8 Uhr vormittags. ruck und Verlag: Albin Klein, Gießen. i itzei en Phan 50 2 Verantwortlich: 112 10 jun. und Georg ke W imm breite Pen de 9 ddr en.. — 5——— eee—— 55 8 7. Jahrg. Dienstag, den 26. April 1932 Nr. 17 czirkstag in Kassel Was will Groener? Der auf den 24. April nach Kassel einberufene diesjährige 5. Antrag:„Besetzung und Teil! der Gru 5253= Die Leipziger Neuesten Nachrichten schreiben dazu; ordentliche Bezirkstag wurde um 11 Uhr vom Vorsitzenden Happ zirtsklasse bleibt den Wer tag inden überlassen.“ Ans Die dieser Tage an die Oeffentlichkeit gedrungenen Nach⸗ mit der üblichen Begrüßungsansprache eröffnet und vom Ver⸗ nommen. richten, nach denen der derzeitige Reichsinnen⸗ und Reichswehr⸗ minister Groener die Schaffung einer Art staatlicher Sportor⸗ treter des Kasseler Rasensportverbandes willkommen geheißen. 6. Antrag:„Nach Schluß eines jeden Spieles stellen sich die Die Feststellung der Anwesenheitsliste 1 daß nur 63 Vereine vertreten waren, die insgesamt 391 Stimmen hatten; dazu kamen noch 8 Stimmen von den Vorstandsmitgliedern und Sach⸗ bearbeitern. Auf die Gaue verteilt ergibt sich folgende Betei⸗ ligung: Harz⸗Weser 8 Vereine mit 32 Stimmen, Göttingen 6 Vereine mit 40 Stimmen, Kassel 24 Vereine mit 123 Stimmen, mit 64 Stimmen, Marburg 5 Vereine mit Spieler auf der Mitte des Spielfeldes auf, bringen den Sport⸗ ruf aus und verlassen zusammen mit dem Schiedsrichter den Platz!“ Angenommen. J. Antrag Steinberg(Gießen⸗Wetzlar):„Der nächste Be⸗ zirkstag findet in Marburg statt.“ Angenommen. Die angenommenen Anträge werden nun, soweit es sich nicht ganisation beabsichtige, haben in den Kreisen der deutschen Sport⸗ und Turnverbände ein völlig begreifliches Aufsehen er⸗ regt. Dieses Moment der Ansicherheit wurde noch dadurch we⸗ sentlich erhöht, daß den ersten unklaren Ankündigungen, nicht wie erwartet, entsprechende ergänzende Mitteilungen über die Einzelheiten dieses Planes folgten. Trotzdem auch bis heute noch keine näheren Nachrichten — Fulda 12 Vereine lediglich um lokale Dinge handelt, der Wahlversammlung(7. vorlie i N ürf 5 di fü 5 8 1 555 5 i. glich un Dinge he t, 5 sammlung(7. gen, glauben wir doch sa di die 2. Schwene 32 1 e 7 1 5 5 5 0. und und 8. Mai) vorgelegt, die über ihr weiteres Schicksal entschei⸗ ge Per Pete 0e a on e — Dill 1 7 55 52 1 der 6 u Gießen Weßle 5 1 det. Es handelt sich also in erster Linie um Antrag 1, 4 und 6; die sich durch eine derartige staatliche Neuschaffung in ihrem Be⸗ 30-43 tet und dabei bedenkt, daß der Gau Gießen⸗ etzlar allein schon] die beiden letzteren werden wohl im Interesse der Allgemeinheit stande und vor allem in ihrem Mitgliederbestande bedroht füh⸗ 65 Vereine umfaßt, so muß man feststellen, daß die Beteiligung nicht so ohne weiteres ad acta gelegt werden können; der erstere len, unbegründet, mindestens jedoch übertrieben sind. sehr schwach war, hauptsächlich wohl aus Sparsamkeitsrücksichten, stellenweise aber auch aus Interesselosigkeit. Nach Entgegennahme der verschiedenen Jahresberichte, die keine erheblichen een erfuhren, fanden unter dem 11215 von Dr. Weber(Kurhessen) Entlastungen und Neuwah⸗ len statt. Beide gingen schnell vonstatten und ergaben die Wie⸗ derwahl der Vorstandsmitglieder und Sachbearbeiter, durchweg einstimmig, nur dem Vorsitenden Happ entzog der VfL Wetzlar mit 6 Stimmen seine Gunst, aus Opposition gegen eine Bestra⸗ fung, Dann wurden die eingereihten Anträge erledigt, nämlich: 1. Antrag Rasensportverband Kassel:„Die Bezirksliga umfaßt 19321933 eine Gruppe von 12 bzw. 13 Vereine.“ Angenom⸗ men mit 267 gegen 103 Stimmen und 21 Enthaltungen.(Da⸗ für: Gau Kassel, Gießen⸗Wetzlar und Dill ganz; Marburg zum Teil dafür, zum Teil enthalten; die anderen Gaue teils dafür, teils dagegen.) 2. Antrag Südhannover:„Die Bezirksliga spielt in zwei dagegen dürfte nicht viel Gegenliebe beim Verbands vorstand finden, weil sonst die anderen Bezirke mit ähnlichen Wünschen kommen würden. Ueberhaupt ist es eigenartig, ein neues Spiel⸗ system, das dazu auch noch als Bestandteil der Satzungen erklärt worden ist, gleich wieder umwerfen zu wollen, noch ehe es prak⸗ tisch eingeführt ist. Gerade Kassel hat beständig auf eine Ver⸗ minderung der Zahl der Oberligavereine gedrungen und sich be⸗ sonders für die e ins Zeug gelegt; weshalb soll man jetzt den Kasseler Vereinen Extrawürste braten, zumal man sich aus der Abstimmung ein Bild von dem Standpunkt der Provinz machen kann(indem man die 123 Kalleler e von den 267 Ja⸗Stimmen abzieht und den schwachen Besuch der Tagung von seiten der Provinzvereine in Rechnung setzt!). ie Abhaltung des nächsten Bezirkstages in Marburg wird sicher allgemein begrüßt werden; denn bis zu diesem Ort kann mancher Verein fahren, der nach Kassel oder noch weiter nord⸗ wärts zu reisen wegen der Unkosten nie imstande ist. Die Tagung am Sonntag nahm noch eine Anzahl Anregun⸗ Soweit man hört, laufen die Vorschläge Groeners, die im Reichskabinett übrigens nur informatorisch besprochen wurden, also noch keine konkrete Gestalt angenommen 5 in erster Linie darauf hinaus, die Betätigung der aufgelösten bezw. noch vorhandenen Wehrvereinigungen auf das Gebiet des freiwilligen Arbeitsdienstes in Verbindung mit Körperpflege, Leibesübungen und Sport abzulenken. Es sei insbesondere nicht im geringsten geplant, den bestehenden Sport⸗ und Turnverbänden auf diese Weise etwa die jüngeren Mitglieder entziehen zu wollen. Das hört man nicht nur mit Befriedigung, das ist eine Selbstverständlichkeit. Nachdem im Laufe der Fahr ehnte mit ungeheuerem Idealismus und Opfermut die deutsche Sport⸗ und Turnbewegung aufgebaut wurde— sie umfaßt in 69 Verbänden 80000 Vereine mit rund acht Millionen Mitgliedern!— geht es natürlich nicht an, dieser gleichen Bewegung, deren volkserzieherischen und volksgesundheitlichen Wert in einer Un⸗ zahl von Reden oft und oft anerkannt wurde, irgendwelche Knüp⸗ pel zwischen die Beine zu werfen. Gruppen mit je 12 Vereinen.“ Abgelehnt. gen und Wünsche, die sich aus der praktischen Erfahrung ergeben Im übrigen: der Gedanke, der dem deutschen Doppelminister 3. Antrag Germania Fulda:„Die Bezirksliga spielt in 2 hatten, entgegen und wurde dann von dem wiedergewählten vorschwebt, die SA besonders die erperbslose Jugend Gruppen mit je 8 Vereinen.“ Some Porsitzenden mit Worten des Dankes und mit den besten Wün⸗ mit freiwilligem Arbeitsdienst in Verbindisuß mit Sport und 2 4. Antrag Gau Fulda:„Die Sommersportzeit dauert vom schen für die Zukunft geschlossen(worauf man zum Sportplatz Turnen zu beschäftigen, ist in den Sport⸗ un Turnverbänden 950 15. Juni bis 15. Juli 1932.“ Angenommen. eilte oder zum gemütlichen Teil überging.). bereits seit langem mit allerbestem Erfolge ein⸗ und durchgeführt. 50 Wenn dieser freiwillige Arbeitsdienst bislang keine größeren 29—38 Ausmaße angenommen hat— er ist trotzdem schon weit be⸗ 29—1 trächtlicher, als die breite Oeffentlichkeit ahnt— so liegt das 8 — — ——— Fußball in gesjen⸗Hannover Hermannia Kassel bleibt in der ersten Klasse. In der Nordgruppe gab es ein wichtiges Spiel. Jermanniag Kassel siegte nach überlegenem Kampf gegen den BC Sport Kas⸗ sel mit 61. Damit haben sich die Struthbacher vor dem Abstieg Fe auch für den Fall, das daß noch ausstehende Spiel gegen rone nicht gewonnen werden sollte. Sport Kassel dagegen hat 17 Verlustpunkte und müßte, wenn nicht Aenderungen in der Spielsystemfrage eintreten, zur zweiten Klasse absteigen. SpVgg. Göttingen— Sus. Northeim 3:0(1:0). In diesem Treffen kamen die Göttinger zu einem sicheren Siege und stellten damit erneut ihre Formverbesserun unter Beweis. In der ersten Halbzeit schoß Schirner den Fübrungs⸗ treffer, Heiden erhöhte wenig später auf 250. Ein leichtsinniger Abstoß des Northeimer Torhüters führte zum dritten Erfolg für die Göttinger. SCC 03 Kassel— Göttingen 05 7:2. Zu diesem Kampf traten die Göttinger mit einigen jungen Leuten an, die sich aber in der Mannschaft noch nicht zu Recht fanden, so daß keine einheitliche Aktion zustande kam. Die Kasse⸗ ler dagegen zeigten sich in guter Form und kamen zu einem auch in dieser Höhe verdienten Siege. Kurhessen Kassel— Eintracht Braunschweig 1:2(0:0. Beide Mannschaften bestritten den Freund chaftskampf vor einigen 100 Zuschauern mit Ersatz. Die Gäste waren im Zu⸗ sammenspiel besser und hätten schom in der ersten Halbzeit einen klaren Gieg sicherstellen müssen, als die Kurhessen meist in die Verteidigung zurückgedrängt waren. Nach ständiger Ueber⸗ legenheit kamen die Braunschweiger erst in der 36. Minute zum Führungstreffer. Bald nach der Pause erzwangen die Kurhessen den Ausgleich, mußten sich aber schließlich doch noch ein weiteres Tor gefallen lassen. Union Niederrad gewinnt in Marburg Germania Marburg— Union Niederrad 2:7(1:6). Es mögen 1200 Zuschauer gewesen sein, die sich zu diesem mit Interesse erwarteten Treffen. eingefunden hatten. Allerdings erlebten dieselben insofern eine Enttäuschung, da die Germanen⸗ Elf fast nichts zeigte, worüber man erwärmt hätte sein können. Einzig und allein Zschokke war mit Rieseneifer bei der Sache, jedoch ihm allein war es nicht möglich, etwas zu erreichen. Die Läuferreihe war fast nie zur Stelle. Die beiden Verteidiger waren bei dem schnellen Sturm machtlos. Happ im Tor war, wie schon bei den letzten Spielen reichlich unsicher, wenn er auch verschiedene scharfe Schüsse in recht schöner Weise hielt. Die Ger⸗ manen⸗Mannschaft befriedigte also nicht, hat aber hoffentlich von der Spielweise der Gäste etwas gelernt. Die Gäste⸗Elf war tadellos ausgeglichen, wenn auch 5 1 und Lindner fehlten. Sie zeigte ein gut durchdachtes Spiel. Kombinationen, Stel⸗ lungsspiel, Zerstörung, alles klappte mustergültig. Bis auf das letzte Drittel der zweiten Hälfte war das Spiel schön und auch anständig; dann wurde es Uninteressant, da einige Spieler ihre gute Kinderstube vermissen ließen. Han⸗ Wagner wurde auf ganz gemeine Art verletzt und mußte ausscheiden. Ger⸗ mania stellte einen Ersatzspieler ein, der jedoch nichts leistete, sondern sich durch unfaire 9 ätzchen einigen der Gegner anschloß. So wurde also ein Mißton in das Spiel gebracht, von dem auch der Schiedsrichter nicht verschont blieb. Auch gegen ihn setzte man sich ein. Es verstrichen die letzten Minuten und man war froh, als der Schiedsrichter seinen Schlußpfiff ertönen ließ. In der ersten Hälfte zeigten die Gäste ein äußerst flüssiges Spiel und die Kombinationsmaschine arbeitete. 2 Minuten Spielzeit 2:0 für die Gäste, 1 Minute später kann Zschokke im Anschluß an eine Ecke ein Tor aufholen. Die Gäste sind durchweg dauernd im Angriff. Bei Halbzeit stand das Spiel bereits 61. Ger⸗ mania hat umgestellt und Werner auf Mittelläufer und Happ als Mittelstürmer gestellt; auch diese Umstellung bewährte sich nicht. Die Gäste erzielen das 7. Tor. Germania bekommt in der 30. Minute einen Elfmeter zugesprochen, den W. Wagner auch verwandelt. So endet das Spiel mit 7˙2 für die Gäste. Wohlar meldet: Wetzlar schlägt Kassel 09 in Kassel 3:1(1:0)!! Mit größter Spannung erwartete man das Ergebnis aus Kassel. Das Radfo⸗Gerücht einer 7:1⸗Niederlage der Wetzlarer bewahrheitete sich glücklicherweise nicht, um so größer war die Freude des 3:1⸗Sieges. Für Wetzlar spielten: Szuskalski, Ben⸗ ner, Benner, Ackermann, Zielberg, Dreier, Kaletsch, Blech, Wohl⸗ gemuth, Fischer, Blech und Krickau in der 2. Hälfte für Blech 25 Nach den langen, schweren Verbands⸗ und Pokalspielen hatte die Elf einen Sonntag ausgesetzt und machten sich bei diesem Spiel die frischen Kräfte günstig bemerkbar. Kassel winkte schon bald nach Spielanfang ein Erfolg durch Handelfmeter, welcher aber verschossen wurde. Nach schönem Spiel der ersten Hälfte, in der sich besonders beide Torhüter und die Wetzlarer Verteidigung auszeichneten, fiel kurz vor der Pause durch Wohlgemuth für Wetzlar der Führungstreffer. Nach dieser kamen auch die Wetzlarer Läufer, besonders Ackermann, besser in Schwung. Eine Stunde lang dauerten die Angriffe auf beiden Seiten, aber ohne jeden Erfolg. Es ist noch eine Vietelstunde zu spielen, wird Wetzlar seinen Vorsprung hal⸗ len können?, das ist die bange Frage der Wetzlarer Anhänger. Innerhalb weniger Minuten war die Frage gelöst, denn Wettar schoß kurz hintereinander zwei schöne Tore, das 9 esultat auf 3:0 stellend. Das zweite Tore schoß Blech 1. mit wuchtigem Schlag unhaltbar ein, das dritte Tor fiel aus kurzer Entfer⸗ nung durch Kaletsch. Der Jubel war groß, auch die Kasseler Zuschauer gaben reichlich Befall. 5 a Kurz vor dem Abpfiff kam Kassel zu dem verdienten Ehren⸗ tor, an dem auch die schwelldurchspielte Wetzlarer Hintermann⸗ schaft nichts ändern konnte. 5 Die 3. Elf d. SpV. Wetzlar weilte in Dutenhofen und trug gegen die 1. von dort ein Gesellschaftsspiel unter der guten Lei⸗ kung des Herrn Kreiling, Gießen, aus und konnte, trotzdem sie in der zweiten Hälfte durch Verletzung eines Spielers nur noch mit 10 Mann kämpfte, 2:1 gewinnen. In der ersten Spielhälfte war Dutenhofen mit dem Wind überlegen, ging auch 1 Minute vor der Pause 1:0 in Führung; nach dieser stellte Wetzlar um, vertauschte Mittelläufer Mingon mit Mittelstürmer Weber. Nach rasanten Angriffen der Wetzlarer stellten diese innerhalb 5 Minuten das Ergebnis durch Mingon auf 21 für Wetzlar, dann verließ Weber verletzt das Feld, wodurch Wetzlar nicht mehr zu Erfolgen kam, aber das Spiel vollkommen offen hielt. Die 4. Mannschaft d SpV. Wetzlar spielte in Nauborn gegen deren 2. Elf 1:1 umentschieden Ueber dieses Resultat wunderte man sich allgemein, da Wetzlar in schwacher Aufstellung antreten mußte, doch wie man hört, soll Zimmermann im Wetzlarer Tor in glänzender Verfassung gewesen sein und dadurch eine Nieder⸗ lage vermieden haben. g. 1 Die Schülermannschaft brachte einen 4:0⸗Sieg von Burgsolms nach Hause, die 1. Jugendelf wartete vergebens auf ihren Geg⸗ ner.( Oberndorf.) W. 3. W. nicht an den Sport⸗ und Turnverbänden, ist es keine Frage des Nichtwollens, sondern ergibt sich einfach daraus, daß bisher nur in sehr beschränktem Umfange öffentliche Gelder dafür zur Ver⸗ fügung gestellt wurden. Es ist darum für die deutschen Sport⸗ und Turnverbände im Grunde genommen nur ein Kompliment, daß ihnen Minister Groener macht, wenn er auf amtlichem Wege für einen bestimm⸗ ten Kreis das durchführen will, was diese neutralen Verbände für ihre jugendlichen Erwerbslosen bereits seit Jaht und Tag tun. Und so schwer es ihnen auch wird— in Zu uft weiter tun werden. Westdeutsche Turner schlagen die WSV. ⸗Elf 5 Handball⸗Rrepräsentatipspiel in Krefeld. 115 Krefeld kam am Sonntag ein Handball⸗Auswahlspiel zwischen den Repräsentativmannschaften des Westdeutschen Spiel⸗ verbandes und einer aus den besten Spielern der Turnkreise Rheinland und Westfalen gebildeten Turnerelf zum Austrag. Die Vertretung des Westdeutschen Spielverbandes mußte sich dabei mit 9:7(4) verdient geschlagen bekennen. Sportneuigkeiten Bayern München und Eintracht Frankfurt bestreiten am 1. Mai in Stuttgart das Endspiel um die Süddeutsche Fußball⸗ meisterschaft. Beide sind aber bereits süddeutsche Vertreter für die DF B⸗Meisterschaft. Um den dritten, Platz spielen zunächst 1. Fc Nürnberg und FSW Frankfurt. Der Sieger trifft dann auf den Pokalmeister Stuttgarter Kickers. Die drei westdeutschen Vertreter für die D B⸗Meisterschaft heißen Schalke 04, Borussia Fulda und VfL Benrath(Pokal⸗ meister). Schalke und Fulda spielen am 1. Mai um die West⸗ deutsche Meisterschaft. Neue Verbandsmeister wurden in borussia Berlin) und im Baltenverband(Hindenburg ermittelt. Im Länderkampf der Amateurringer siegte Nürnberg über die Tschechoslowakei mit 6.1.— In besiegte Baden⸗Pfalz eine Mannschaft des Elsaß mit Peden⸗Audy gewannen das Sechstagerennen in Der Deutsche Stübbecke schied am letzten Tage aus. In Frankfurt gewann auf der Stadionbahn Erich Möller ein 30⸗Kilometer⸗ und ein Stundenrennen vor Schäfer⸗ Bréau, Dederichs und Christmann. Die Deutsche Waldlaufmeisterschaft fiel im Einzellauf an Kohn⸗Pol. SW Berlin vor Holthuts⸗Weener und im Mann⸗ schaftslauf an Polizei Berlin vor Viktoria Hamburg. Schmelings Schaukampfreise durch die USA. wurden wegen des schlechten Publikumserfolges abgebrochen. Ein Fußballkampf Lothringen Süddeutschland wird am 29. Mai voraussichtlich in Metz zum Austrag kommen. Süd⸗ deutschlands Mannschaft soll der Bezirk Rhein⸗Saar stellen. Trotz der Not der Zeit hat nach Abzug der Besatzungs⸗ truppen in den Turnvereinen in der Pfalz eine besonders rege Tätigkeit eingesetzt. Es wurden allein im letzten Jahre 15 neue Turnhallen in der Pfalz eingeweiht. Die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik hat Olympia⸗ marken herstellen lassen, deren Erlös als Zuschuß für die Be⸗ schickung der Olympischen Spiele 1932 durch deutsche Leicht⸗ athleten bestimmt ist. Brandenburg(Tennis⸗ Allenstein) Deutschland in Mannheim 7:0. Montreal. N ß cc ä Dienstag, den 26. April 1932. Ergebnisse Endspiele in den DF B.⸗Landesverbänden: Brandenburg: Tennis⸗Borussia Berlin Norddeutschland: Arminia Hannover— SV. Hamburg 013(0:0) Altona 93— Holstein Kiel 1:6(0.2) Mitteldeutschland: Pokal⸗Vorschlußrunde: Su BC. Plauen— Wacker Halle 4:0(3:0) Baltenverband: Viktoria Stolp— VfB. Königsberg 1:2(1:0) Süddeutsche Meisterschaft: Abteilung Nordwest: Eintracht Frankfurt— FK. Pirmasens 1:0(1:0) Abteilung Südost: TC. forz Sp.⸗Vgg. Aufstiegspiele: Gruppe Main: Sp.⸗Vgg. Rüla— Kickers Aschaffenburg 212 Germania Okriftel— Sp.⸗Fr. Frankfurt 2:2 VfB. Friedberg— Kickers Obertshausen 314 Wesldeulschland Meisterschafts⸗Vorschlußrunde: in Duisburg: Schalke 04— Meidericher Sp.⸗V. 521(3:0) Pokal⸗Endspiel: in Düsseldorf: VfL. Benrath— Rheydter Sp. V. 3.2(3.1) Gesellschaftsspiele: Germania Herne— Rot⸗Weiß Frankfurt(Sa.) 0:3 SV. Höntrop— Rot⸗Weiß Frankfurt 1:1 Borussia München⸗Gladbach—Kickers Offenbach 33(Sa.) e Essen— Kickers Offenbach 3:2 8 Neuendorf— Phönix Ludwigshafen 1:1 Fortung Düsseldorf— Alemannia Aachen 2:2 Tura Barmen— SSV. Elberfeld 13 EfR. Köln— Sp.⸗Vgg. Köln⸗Sülz 07 3˙3 SV. Mühlheim— Schwarz⸗Weiß Barmen 3.1 Alemannia Aachen— SV. Duisburg 171 Germania Bochum— W. 08 Duisburg 3:0 BWV. Altenessen— Sp.⸗Vgg. Herten 5:0 TuS. Bochum— Sp.⸗Vgg. Hamm 3:1 Arminia Bielefeld— Teutonia Lippstadt 311 Sp.⸗Vgg. Hamm— Hüsten 09 22 Hagen 05— Gelsenkirchen 07 2.4 hessen⸗Hannover ermannia Kassel— Sport Kassel 6:1 Sp.⸗Vgg. Göttingen— SuS. Northeim 370 Kurhessen Kassel— Eintracht Braunschweig 12 ssen 09 Kassel— Sp.⸗V. Wetzlar 1:3(071) ermanig Marburg— Union Niederrad 2:7(1:6) 1900 Gießen— 5 Frankfurt 4:3 Dillenburg— VfB. Gießen 1:2(Sa.) Wallau— Ockershausen 4:0(0:0) SC. Wetzlar⸗Niedergirmes— Ehringshausen 311 — SC. Stettin 2:2(1:1) im— Bayern München 1:1(1:0) ürth— FV. RNastatt 64 7:0(4:0) Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung Germania Fulda— Sportgemeinde Höchst 3:3(3:2) Horas— Elm 413(2.2) Gau Gießen⸗Wetzlar Weilburg— Hanau 93 Res. 5:2 Amönau 1.— Löhnberg 1. 2:6 1900 Gießen 2.— Watzenborn⸗Steinberg 1. 1:5(1.1) Daubringen 1.— Butzbach 2. 6:1(4:0) Lollar 1.— Leihgestern 1. ausgefallen Lollar 1.— Lollar 2. 0:6 Wieseck— Braunfels 3.1 Heuchelheim 1.— VfB. Gießen 2. 9:2(821) Garbenteich 1.— Lich 1. 4:1(2:0) Steinbach 1.— VfB. Gießen 3. VfB. nicht angetreten Dutenhofen 1.— Sp.⸗V. Wetzlar 3. 1:2(1:0) Steinbach komb.— Muschenheim 1. 9:0(2:0) 1900 Gießen 3.— Aßlar 1. 4:0 Leun— Albshausen 10 Tiefenbach— Allendorf a. d. U. 2:3 Werdorf— Holzhausen 413 Waldhausen 1.— Odersbach 1. 0:5 Bechlingen 1.— Dutenhofen 2. 7:0(4:0) Lollar 2.— Leihgestern 2. ausgefallen Nauborn 2.— Sp.⸗V. Wetzlar 4. 11 Bissenberg 2.— Burgsolms 3. 3:0 Amönau 2.— Löhnberg 2. 0:4 Steinbach 3.— Krofdorf 1. Krofd. nicht angetreten Lich 2.— 1900 Gießen 5. 2:3 Waldhausen 2.— Odersbach 2. 9:0 Löhnberg Igd.— Weilburg Igd. 2:0 Garbenteich 1. Igd.— Ettingshausen 1. Igd. 121 Braunfels Igd.— Bissenberg Igd. 31 Sp.⸗V. Wetzlar 1. Igd.— Oberndorf Igd. Obernd. nicht angetreten 1900 Gießen 1. Schüler— Großen-⸗Buseck Schüler 21:2 Wieseck Schüler— 1900 Gießen 2. Schüler 2:0 Garbenteich Schüler— Lich Schüler 0:1 Leihgestern Schüler— Butzbach Schüler 471 Burgsolms Schüler— Sp.⸗V. Wetzlar Schüler 014 Gau Dill Burg 2.— Altenkirchen 1. 0:1(0: Ackersdorf 1.— Offenbach 1. 42 Offenbach 2.— Oberndorf 1. 3:5 Beilstein 1.— Ulm 1. 1:7 Arborn 1.— Ulm 2. 3:1 Gau Marburg Eckelshausen— Breidenbach 7:4(2:2) Wiesenbach— Banfe 510(1:0) Sarnau— Wetter 12 Breidenstein— Laasphe 42 ba Germania Marburg 2.— Lohra 1. 101 Weidenhausen— Erdhausen 613(4:2) Nieder⸗Walgern 1.— PfB.⸗Kurhessen Marburg 2. 3:4 Nieder⸗Weimar 1.— VfB.⸗Kurhessen Marburg 4. 11 en— Elnhausen 6˙2 Sarnau 2.— Wetter 2. 1:3 Nieder⸗Walgern 2.— VfB.⸗Kurhessen Marburg 3. 13 Wallau Igd.— Feudingen Igd. 21 Buchenau Igd.— Biedenkopf Igd. 372 Cappel Igd.— VfB.⸗Kurhessen Marburg 1. Igd. 0:6 VfB.⸗K. Marburg 2. Igd.— Marbach 2. Igd. 6:0 1) 13 Endspiel⸗Teilnehmer ermittelt Vor dem Start zur Deutschen Fußball⸗Meisterschaft. Von den 16 Mannschaften, die am 8. Mai zur Vorrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft antreten sollen, waren am Abend des 24. April 13 ermittelt. Diese 13 verteilen sich auf die einzelnen Landesverbände wie folgt: Westdeutschland: Borussia Fulda, Schalke 04 und VfL. Benrath; Süddeutschland: Bayern München und Eintracht Frankfurt; Norddeutschland: 5 5 Hamburger Sportverein und Holstein Kiel; Mitteldeutschland: Polizei S.⸗V. Chemnitz; Brandenbur Tennis⸗Borussia Berlin und Minerva Berlin; Balten verband: Hindenburg Allenstein; Sü dostdeutschland: Beuthen 09 und Breslauer SC. 08. 2 Es fehlen noch je ein Vertreter aus Süddeutschland(1. FC. Nürnberg, FSV. Frankfurt oder Stuttgarter Kickers), Mittel⸗ deutschland(SBC. Plauen oder VfB. Schönebeck) und dem Baltenverband(Vf. Königsberg oder Viktoria Stolp). Von den feststehenden 13 Mannschaften nehmen vier, nämlich Borussia Fulda, Pol.⸗S.⸗V. Chemnitz, Minerva Berlin und Hindenburg Allenstein zum erstenmale an Endspielen um die Bundesmeisterschaft teil. Westoenischlands örel Vertreter ermittell Nachdem schon am Vorsonntag in Borussia Fulda der erste westdeut Vertreter ermittelt worden war, konnte der West⸗ deutsche Spielverband am 24. April auch die beiden übrigen Ver⸗ treter für die Bundesmeisterschaft nennen. Im zweiten Zwischen⸗ rundenspiel um die WSV Meisterschaft schlug Schalke 04 im Duisburger Stadion vor 30 000 Zuschauern den Meidericher Spielverein ganz überlegen 5˙1(3:0) und qualifizierte sich da⸗ mit für das Endspiel um das„grün⸗weiße Band“ des Westens, das am nächsten Sonntag in Köln oder Düsseldorf zwischen Schalle und Borussia Fulda zum Austrag kommt. Die beiden Endspielteil mer sind automatisch„Vertreter“. Der dritte westdeutsch rtreter wurde im Pokal⸗Endspiel zwischen Vfe Benrath 1 heydter Spielverein ermittelt. Benrath siegte im Düsseldor zer Stadion vor 10 000 Zuschauern mit 3:2(3:1). 522 int Aus dem Hinterland FV Wallau FC. Ockershausen 4:0(0:0). Zu diesem Freundschaftstreffen erschien nur wenig Publi⸗ klum, das allerdings auch nicht viel zu sehen bekam. Das Spiel stand nämlich nicht auf großem Niveau. Wer Ockershausen spielen sah, kann verstehen, daß diese Elf in der Sonderklasse keine Lorbeeren ernten konnte, denn die Spielweise ist derart primitiv und durchsichtig, daß damit auch in der 1. Bezirksklasse nicht viel zu erreichen gewesen wäre. 5 Die Wallauer konnten sich gegen den Wind spielend zuerst auch nicht finden. Nachher wurde viel in der Hälfte der Mar⸗ burger Vorstädter gespielt und in der Mitte der zweiten Hälfte der Torreigen eröffnet Eckelshausen Breidenbach 7:4(2:2). Die Breidenbacher waren gezwungen, mit Ersatz anzutreten und kamen an einer Niederlage der spieltüchtigen Leute von Eckelshausen nicht vorbei. Die Gäste hatten eine schwache Hin⸗ termannschaft, die es nicht verstand, dem flinken Sturm der Ein⸗ heimischen erfolgreich entgegenzutreten. Trotzdem die Breiden⸗ bacher verheißungsvoll begannen und mit 2:0 in Führung gehen konnten, wurde bis zum Seitentausch der Ausgleich geschaffen. Nachher wurde Eckelshausen immer gefährlicher, 5 sauberen To⸗ ren hatten die Breidenbacher nur noch 2 entgegenzusetzen. Wiesenbach— Banfe 5:0(1:0). Wiesenbach hatte einen Vertreter aus der 1. Gauklasse zu Gast und gewann mit einer jungen Mannschaft in dieser Höhe vollauf verdient. Mit dem Wind spielend hielten die Gäste einigermaßen stand, aber als es gegen den Wind ging, mußten sie sich der besseren Spielkultur der Wiesenbacher beugen. Breidenstein— Laasphe 4:2(2:2). Beide Mannschaften lieferten sich ein wechselvolles Spiel. Bis zum Seitentausch waren auf beiden Seiten die Stürmer je zweimal erfolgreich. Erst gegen Spielschluß konnten die Ein⸗ heimischen das bessere Ende für sich buchen.„oh“ Aus Weidenhausen Weidenhausen 1.— Erdhausen 1. 6:3(4:2). Mit wechselnden Angriffen und schönen Kombinations⸗ zügen beginnt das Spiel. Schon nach kurzer Zeit kann Weiden⸗ hausen, mit dem Winde spielend, 2 Tore vorlegen. Es dauert aber nicht lange und Erdhausen stellt aus einem Gemenge vor dem Tor und durch Verwandlung eines Strafstoßes die Partie wieder remis. Kurz darauf aber heißt es wieder 4·2 für Weiden⸗ hausen. Mit diesem Resultat geht in in die Pause. Nach Wiederbeginn hat nun Weidenhausen stark gegen den Wind an⸗ zukämpfen und wird von Erdhausen in der ersten Viertelstunde vollständig zurückgedrängt. Doch die Hintermannschaft ist glän⸗ zend in Fahrt. Ganz hervorragend spielt die Läuferreihe. Gut unterstützt durch diese kommt der Sturm auch wieder in Schwung und kann in kurzer Zeit durch 2 plazierte Schüsse seines Mittelstürmers das Torverhältnis auf 6:2 erhöhen. Erdhausen hat nun kaum noch etwas zu bestellen. Bei Weidenhausen klappt es wie am Schnürchen. Der Ball wandert flach von Mann zu Mann. Ansturm auf Ansturm rollt gegen das Erdhausener Tor. Nur durch Ueberkombination und Schußpech(Rechtsaußen) wer⸗ den weitere zählbare Erfolge ausgelassen. Kurz vor Schluß konnte Erdhausen durch Elfmeter das Torverhältnis auf 3:6 verbessern. Hervorzuheben ist noch, daß das Spiel im großen und ganzen anständig und fair durchgeführt wurde.— Es steht jedenfalls fest, daß die hiesige 1. Mannschaft in letzter Zeit an Technik und Stoßkraft stark zugenommen hat, das bekamen auch die Gäste zu spüren. Aus Lollar Nachdem Leihgestern am Freitag alle Spiele gegen Lollar abgesagt hatte, spielten am Sonntag Lollars 1. gegen Lollars 2 Mannschaft hatte einen schlechten Tag, und der 2. Mannschaft glückte ein 6:0-Sieg. Die Ueberraschung dürfte einiges Auffehen erregen, zumal die 2. Mannschaft für den Linksaußen und Torwart Ersatz hatte. D. Aus Watenborn⸗Steinberg 1900 Gießen 2.— W.⸗Steinberg 1. 1:5(1:1). Die 1. Mannschaft der Teutonen lieferte in Gießen der Liga-Reserve von 1900 das fällige Rückspiel. Das Spiel begann mit flotten Angriffen beiderseits. Bei einem schönen Durch⸗ bruch kam der Mittelstürmer der Gäste gut durch, aber durch ein Foul des Ligaspielers Jäckel wurde er zu Fall gebracht. Der verhängte Elfmeter brachte aber sofort Disziplin in das Spiel und wurde dasselbe nun recht fair ausgetragen. Bis zur Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Die Platzbesitzer erzielten kurz vor der Pause den Ausgleich.— Nach der Pause änderte sich das Bild. Die Teutonen sind tonangebend, aber Zählbares kommt nicht zustande. Die Gießener sind in die Verteidigung gedrängt, werden immer wieder die Abseitsfalle mit Geschick an. (Wann endlich stellt sich der Teutonensturm darauf ein?). Aber die Gäste lassen nicht locker. Sämtliche 1900er-Torabschläge wer⸗ den vom Mittelläufer abgefangen, der unterstützt von den bei⸗ den Nebenleuten, den Sturm gut bedient. Der Sturm trägt in prächtigem Stil Angriff auf Angriff vor. Immer ersichtlicher ist die Ueberlegenheit der Gäste. Die Platzbesitzer versuchen das 1:1 zu halten. Noch 15 Minuten sind zu spielen. Nach schöner Kombination sendet Steinbergs Mittelstürmer zum zweiten Tor ein. Wieder ist es der Mittelstürmer, der, unterstützt von seinen Nr. 17. Nebenleuten, zum 3. Mal einschießt. Nun sind die Gießener deprimiert. Sie halten dem Tempo des Endspurts nicht mehr stand. Durch schöne Vorlage aus der Läuferreihe wird dur Kopfball zum 4. Erfolg eingeköpft. Die Teutonen eben sich n. nicht zufrieden. Es gilt zu zeigen, daß sie sich 5 auf fremden Plätzen behaupten. Es klappt in allen Mannschaftsteilen. Die Platzbesitzer wehren ab so gut sie können, müssen sich aber ein 5. Tor gefallen lassen. Das Spiel wurde außer der oben 1 ten Entgleisung äußerst fair ausgetragen. Schiri Schnaut⸗Lollar leitete gut. H. Aus Steinbach Der FSpW 1926 Steinbach hatte sich für vergangenen Sonn⸗ tag ein schönes Programm ausgesucht, denn es sollten wieder drei Mannschaften auf dem 5 kämpfen. Aber leider wurden die 33 Spieler sowie sämtliche Anhänger unserer e stark enttäuscht, denn der Gegner der ersten(V5 B Gießen 3. und der Gegner der 3.(VFB Krofdorf 1.) traten nicht an u vernichteten den Sportbegeisterten einen schönen Sonntag(Nicht rechtzeitige Absage müßte gauseitig mit einer Konventionalstrafe, zahlbar an den geschädigten Verein, geahndet werden. D. Red.) Nur Muschenheims 1. hielt Wort und erschien, um gegen eine durch diesen Zwischenfall kombiniert aufgestellte Mannschaft um den 5 8 2 us dem Spiel: Stein seht gleich nach Anstoß auf des Gegners Tor los, aber Muschenheim leistet Weng Wider- stand(in der Hauptsache der Tormann) und kommt keine Mann⸗ schaft zu einem Erfolg. Steinbach, technisch überlegen, spielt dann fachlicher und kann kurz vor Halbzeit zweimal einsenden. Mit diesem Resultat werden die Seiten gewechselt. Steinbach drückt den Gegner jetzt ganz in seine Hälfte und kann bis Schluß noch siebenmal einsenden, während es bei Muschenhe im 2 7 um Ehrentor langte. Die 5 hinterließen trotz der hohen Nieder⸗ lage einen guten Eindruck. H. Aus Daubringen Daubringen 1.— Butzbach 2. 6:1(4:0). Trotz der hohen Niederlage lieferte Butzbach ein recht span⸗ nendes Treffen und konnte das Publikum mit den beiderseitigen Leistungen sehr zufrieden sein. Daubringen mit 2 Ersatzleuten schlug sich wider Erwarten sehr gut und konnte mit dem Wind spielend den Gegner viermal schlagen. Ein gut getretener Elfer wird vom Tormann Butzbachs schön gehalten. Nach der Halbzeit holt Butzbach seinen längst verdienten Ehrentreffer, kann aber nicht verhindern, daß Daubringen noch zweimal ein⸗ sendet und so daß Schlußergebnis auf 6˙1 stellt. Dem Spiel⸗ verlauf entsprechend hätte Butzbach mindestens zwei Gegentref⸗ fer mehr markieren müssen. Schiedsrichter Grote leitete ein⸗ wandfrei. W. Aus Garbenteith Garbenteich 1.— Lich 1. 4:1(2:0). Garbenteich Igd.— Ettingshausen Igd. 1:1. l Sch.— Lich Sch. 0:1. Am Sonntag hatte Garbenteich 1. Lich 1. als Gegner zu Hause. Punkt 3 Uhr gab der Schiri den Ball frei. Es ent⸗ wickelte sich sofort ein flottes Spiel, in dem auf beiden Seiten die Torleute eingreifen mußten. Aber schon in der achten Mi⸗ nute 1991 der Halblinke das erste Tor für Garbenteich. In kurzem Abstand erhöht der Mittelstürmer auf 2:0. So blieb es bis Halbzeit. Nach der Halbzeit verschärfte sich das Tempo. Garbenteichs Mittelstürmer erhöhte auf 3:0. un riß sich Lich zusammen, um das Resultat zu verbessern, aber Garbenteichs Hintermannschaft war auf dem Posten. Durch einen S kam Lich dann allerdings doch zum Ehrentor. Kurz vor Schluß ging Garbenteich zum Endspurt vor und Garbenteichs Halb⸗ linker konnte das Endresultat auf 411 herstellen. Die Jugend von Garbenteich hatte die von Ettingshausen zum Rückspiel um den B⸗Meister⸗Titel. Im Vorspiel gewannen sie 2:0 und gestern erzielten sie ein Unentschieden: 1:1. Sie sind also jetzt B-Meister geworden, wozu der Verein gratuliert.(Wir schließen uns an. D. Red.) C. Alls Leihgestern Die Spielvereinigung Leihgestern hatte für Sonntag seine 1. und 2. Mannschaft zum Rückspiel nach Lollar verpflichtet, war aber leider gezwungen, am Freitagabend wegen eines schweren Trauerfalls die Spiele abzufsagen. Nur die Schüler traten auf dem Plan. Sie hatten die Schüler des Vf. R Butzbach auf eige⸗ nem Platz im Pflichtspiel zum Gegner. Die Kleinen lieferten eines ihrer schönsten Spiele und gewannen dieselben verdient mit 4:1 Toren. N. Aus Heuchelheim VfB Sießen 2. mit 9:2 geschlagen. Einen schönen Sieg errangen die Einheimischen am letzten Sonntag gegen die Ligareserve des VB Gießen. Ueber den Spielverlauf ist folgendes zu berichten: Heuchelheim legt sich mit großem Eifer ins Zeug und kann bis zur Halbzeit die VfBer mit 8.1 niederhalten. Anteil an den Toren hatten Bach, O. (2), Römer(3); Henkelmann, L.(2) und Rinn, K.(1). Die Gäste bringen manche günstige Gelegenheiten heraus, aber an der guten Abwehr der Einheimischen zerschellen alle Angriffe. Wer gedacht hatte, der VfB würde nach der Halbzeit aufdrehen, war bitter enttäuscht. Die Hiesigen waren gezwungen, mit 10 Mann zu spielen und konnten dank ihres unbeugsamen Sieges⸗ willen das Spiel gewinnen. Gießen erzielte noch ein zweites 95 durch den Halbrechten und Heuchelheim den 9. Treffer durch omer. Aus Nauborn Am Sonntag trug auf dem Nauborner Platz die 4. Mann⸗ schaft des Wetzlarer SpV mit einer kombinierten Mann⸗ schaft des BC ein Gesellschaftsspiel aus. Bei den Wetzlarern war überragend der Mittelläufer, dessen Unermüdlichkeit die Gegner stark beschäftigte. Auch Sturm und Tormann gefielen gut. Weniger in Erscheinung trat die Verteidigung. Bei der Nauborner Mannschaft war der Sturm weniger in Form, die Flügel waren die schwächsten Stellen. Besser standen die Läufer. Die Verteidigung mußte sehr auf der Hut sein, und der Tor⸗ mann vereitelte manchen gegnerischen Ueberraschungsvorstoß. Das Spiel endete unter sachgemäßer Leitung unentschieden mit 171. N F ͤ.. ˙ ͤ§2⅜ß — 7 2 Jeder Verbands- u. Voreins⸗Vorsitzender der schnell, bequem, sicher und übersichtlich die Einnahmen und die Ausgaben sofort spezialisiert verbuchen will, so wie es für Verband und Verein notwendig ist, bestelle sofort das Aniversal⸗Vereinskassebuch bei dem Herausgeber Albin Klein in Gießen ö 0 — 925 . — — 1 1 1 Allgemeine Rund 5 5 Ve le Preußen Spielplätze Bissenb aus Burgse des ganzen Allende gen die All bach Pal konnte, blie , Un u In Veilsein verein. 90 heut ihre d esterwald Ersten den Halen B⸗Meister 9 kebanchierte gewannen. Ag Altenki spiel“ in B. an daß maf piel perglei icht mit Af chenheit de A sch soga Spieler vu i Spiele . — S echt pan. etseitigen satzleuten nit dem etretener Nach der entreffer, mal ein⸗ m Spiel⸗ hegentref⸗ ete ein⸗ segner zu Es ent⸗ en Seiten chten M⸗ eic In blieb es s Tempo. sich Lich rbenteichs n Fehler ot Schluß „ Hel- Wshausen gewannen Sie sind ert.(Wit C. itag seine chtet, war schweren naten auf auf eige⸗ lieferten verdient R. am letzten leber den legt sich die VfBer Lach d. (J. Die aber an wa 1 drehen, 0 ff 10 0 Sieges⸗ in zweites effet dun 4 Mann Manf⸗ Betzlarern schleit die 1 gefielen Bei der Fort die 2.— S 2 1 0 2 8—— E 52 S 888 N. 22 8 8 1 a EA 22 — 181 8 8 8 8 8 88 88 3 S 8 e 8 8 8 388 85 5 8 8 88 SE FFT 0 8 2 23 58 2 2 5—f 7 EN 2„88.5— 3 7 AS 7 * 3 8 080 7 88 555 S A e e e 0 8 e S„ 8 SE 88 8 8 8 E S SS Ss S e = 5 82 2 3 8. 5 S 8 8 S E S Sie 8 1 E 2 22 2 8 8 2 S823 2825 2„ S 8 A SE SSS„ S 2 2 2 . 2 S. 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Bissenbergs zweite Mannschaft hatte als Gast die dritte aus Burgsolms. Leicht dominierten die Bissenberger während des ganzen Spieles. 3:0 hieß es am Ende zu ihren Gunsten. Allendorf weilte in Tiefenbach zum Rückspiele 473 gewan⸗ nen die Allendorfer die erste Begegnung zu Hause. Auf Tiefen⸗ bachs Waldsportplatze, wo bis jetzt nur Bissenberg gewinnen konnte, blieben die Allendorfer knapper 3:2-Sieger. 85 Alm war mit der ersten Mannschaft auf dem Westerwalde. In Beilstein kreuzte man die Klingen mit dem dortigen Spiel⸗ verein. Hoch mit 7˙1 Toren siegten die Almer und bewiesen er⸗ neut ihre derzeitige gute Form.— Ulms 2. machte auch einige Westerwaldtour. Sie war in Arborn und mußte der dortigen Ersten den Sieg mit 3:1 überlassen. Holzhausen weilte mit mehreren Ersatzleuten im Dilltale. B⸗Meister Werdorf war der Gastgeber. Für die 2:0⸗ Niederlage revanchierten sich die Werdorfer, indem sie diesmal die Partie gewannen. e ee Aus Allenkirchen Burg 2.— Altenkirchen 1. 0:1(0:1). Altenkirchen weilte am Sonntag zu einem„Freundschafts⸗ spiel“ in Burg. Das Spiel nahm jedoch derart harte Formen an, daß man es schon eher mit einem ausgearteten Verbands⸗ spiel vergleichen muß. Bei den Gastgebern gab es Leute, die nicht mit Anstand verlieren konnten und die spielerische Ueber⸗ legenheit der Gäste durch rohes Spiel zu ersetzen versuchten, so daß sich sogar der Vorsitzende von Burg gezwungen sah, einzelne Spieler zu rügen. Unter den gegebenen Umständen etwas über den Spielverlauf zu sagen, erübrigt sich. R. 23. April litt durch Sportlern hold; die Jugendfragen im MSB. Die am 8. Mai in Koblenz stattfindende Verbandshaupt⸗ versammlung wird sich neben vielen anderem auch mit Fragen der Jugendbewegung in unserem Verband zu befassen haben und erscheint es angebracht, schon jetzt auf einige eventuelle Aende⸗ rungen in unserem Jugendspielbetrieb hinzuweisen. Bereits in den amtlichen Mitteilungen Nr. 39 vom 29. September 1931 wur⸗ den die Schiedsrichter vom Verbands⸗Jugend⸗Ausschutz ermächigt, bei leichteren Regelverstößen Jugendlicher diese während des Spieles für einige Zeit(z. B. 10 Minuten) herauszustellen. Diese Herausstellung gilt nicht als Platzverweis, sondern soll an Stelle einer ernstlichen Verwarnung angewandt werden. In einigen anderen Landesverbänden ist dieses Verfahren schon seit längerem mit Erfolg angewandt worden. Auch in unserem Be⸗ zirk wurde es im Gau Kassel mit Beginn der Spielzeit 1929/30 eingeführt und es muß zugegeben werden, daß da, wo dies Ver⸗ fahren von den Schiedsrichtern richtig angewandt wurde, es seinen erzieherischen Wert nicht verfehlte. Nach den gemachten Erfahrungen dürfte es meiner Ansicht nach ratsam erscheinen, die zeitliche Herausstellung Jugendlicher für das ganze Ver⸗ bandsgebiet einzuführen und einen entsprechenden Antrag bei der Verbandshauptversammlung zu stellen zumal es sich hierbei nur um einen entsprechenden Zusatz zum§ 18 der Jugend-Ord⸗ nung handelt. Eine weitere wichtige Frage ist die Frage der Senioren⸗ erklärungen.§ 7 der Jugendordnung besagt hier: Anträge auf vorzeitige Ueberführung von Jugendlichen zu den Senioren sind nur in besonders begründeten Ausnahmefällen zulässig. Ueber sie entscheidet nach gutachtlicher Stellungnahme des Gau⸗Jugend⸗ leiters der Bezirks⸗Jugendleiter. Als Ergänzung dieses Para⸗ graphen wurde auf der 1930 in Godesberg stattgefundenen Ver⸗ bandshauptversammlung beschlossen, daß nur der jeweils älteste Jugendjahrgang der betreffenden Spielzeit zu Senioren erklärt werden kann. Beizufügen sind einem solchen Gesuch auf Senioren⸗ erklärung eine ärztliche Bescheinigung über gesundheitlichen Be⸗ fund des betreffenden Jugendlichen und eine Einwilligungserklä⸗ rung der Eltern oder Erziehungsbe rechtigten. Da im letzten Jahre eine Reihe von Anträgen seitens der Vereine gestellt wur⸗ den, die den Zweck verfolgten auch jüngere Jugendliche zu Senio⸗ ren erklären zu lassen, hat der Verbands⸗Julgend-⸗Ausschuß be⸗ schlossen, der Hauptversammlung einen Antrag vorzulegen, wo⸗ nach der§ 7 der Jugend⸗Ordnung folgende Fassung erhält: Anträge auf vorzeitige Ueberführung von Jugendlichen zu den Senioren sind nur in besonders begründeten Ausnahmefällen zu⸗ lässig. Ueber sie entscheidet nach gutachtlicher Stellungnahme des Gau, Jugendleiters der Bezirks⸗Jugendleiter, wenn es sich um Jugendliche des ältesten Jahrgangs handelt. Bei jüngeren Ju⸗ gendlichen trifft die Entscheidung der Verbands⸗Jugend⸗Ausschuß. Was den Sportsmann interessiert! Charles Hoff plaudert aus der Schule Charles Hoff, der frühere Weltrekordnann im Stabhoch⸗ sprung, veröffentlicht seine Stellungnahme zum Fall Nurmi, die geradezu eine Blamage für Eklund, den Generalsekretär des internationalen Leichtathletik⸗Verbandes, darstellt. Hoff, der über die schwedischen Verhältnisse sicher sehr genau informiert ist, stellt fest, daß Eklund selber an die in Schweden startenden Leichathleben gute Spesensätze gezahlt habe. Recht freimütig er⸗ zählt Hoff von der Zeit, in der er selbst noch Amateur war und in dieser Eigenschaft mit Eklund in sogen. Engagementsverhand⸗ lungen gestanden hat. Ihm seien nicht nur seine Reisekosten an sich, sondern auch andere Spesen vergütet worden, von deren Zah⸗ Ich glaube bestimmt, daß auch eine Reihe von Vereinen in unserem Bezirk, die Annahme dieses Antrages begrüßen wer⸗ den, entspricht er doch einem schon sehr oft gehegten Wunsche und mancher Verein wird die ihm dadurch gegebene Bewegungs⸗ freiheit auszunützen versuchen. Neben dem hier gesagten, dürfte auch die Frage des Ju⸗ gendspielsystems, wenn man es so nennen darf, für die Ver⸗ bandshauptversammlung von großem Interesse sein. Seitens des Rheinbezirks ist jedenfalls ein Antrag zu erwarten, der dahin geht, die Verbandsjugendspiele, zum mindestens aber die der ältesten Jugendjahrgänge, als Jugendmeisterschaftsspiele mit Führung von Punkttabellen durchzuführen. Bisher war es so, daß die Bezeichnung der Jugendspiele als Jugendmeisterschafts⸗ spiele nach S 14 der Jugend-Ordnung unzulässig war, ebenso die Veröffentlichung etwa geführter amtlicher Punkttabellen. Unsere Jugend spiekte also bisher nur um des Spieles willen. Bei der Begründung, des vom Rheinbezirk zu erwartenden Antrages dürfte jedenfalls darauf hingewiesen werden, daß die Bedenken, die man bisher in unserem Verbande gegen die Mei⸗ sterschaftsspiele der Jugend hatte, in einigen anderen Landes- verbänden und besonders in den weltanschaulich orientierten Sportverbänden 6.. in der D. J. K.) nicht geteilt werden. Man trägt dort schon seit Jahren Jugendmeisterschaftsspiele aus und man wird es verstehen können, wenn der Rheinbezirk von einer gleichen Regelung bei uns einen starken Auftrieb des Interesses für Jugendspiele erwartet. Auch in unserem Bezirk wird man mit einer derartigen Regelung der Jugendspiele nur einverstanden sein können, da ja dadurch den Spielen das bis⸗ her fehlende, gewisse Etwas, das unsere Jugend nun einmal in den Spielen sucht, gegeben wird. In diesem Zusammenhang dürfte es auch angebracht erscheinen, einmal auf den Gau Wup⸗ pertal hinzuweisen. Dieser Gau führt schon seit einer Reihe von Jahren die Jugendspiele mit Punktwertung durch. Grund zu dieser Maßnahme war einmal nicht hinter der DJK. usw. zurückzubleiben, zu deren Meisterschaftsspielen sich die Jugend⸗ lichen hingezogen fühlten und zum anderen, um dadurch die Möglichkeit zur besseren Bekämpfung von Auswüchsen auf dem Spielfelde zu haben. Für jede Platzverweisung eines Jugend⸗ lichen wird dem betreffenden Verein neben der satzungsgemäßen Strafe, vom Gau ein Minuspunkt angekreidet, eine Maßnahme die sich in den Jahren ihrer Anwendung, nach den Berichten des Gaues sehr gut bewährt hat. Am Schluß der jeweiligen Spielzeit war diejenige Mannschaft, die nach Abzug der Verlust⸗ punkte die meisten Gewinnpunkte hatte, Sieger und erhält vom Gau einen in ihren Vereinsfarben gehaltenen Wimpel. Sollte sich nun, was ja zu erwarten ist, die Verbandshaupt⸗ versammlung für den Antrag des Rheinbezirkes Einführung der Jugendmeisterschaftsspiele aussprechen, so wäre es meiner An⸗ sicht nach gut, wenn man darüber hinaus das Wuppertaler Ver⸗ fahren zur allgemeinen Anwendung bringen würde, das heißt, dasselbe verbandsseitig einführen würde. Christ⸗Kassel. lung Eklund sehr genau wisse. Er erinnere z. B. nur an einen Start in Stockholm, wo ihm die Spesen in gut aufgerundeter Form im voraus bezahlt worden seien Verzichtet Schweden auf Los Angeles? Dem schwedischen Olympischen Komitee ist von maßgebender Seite der Vorschlag unterbreitet worden, mit Rücksicht auf die schwere wirtschaflliche Lage von einer Beteiligung an den Olym⸗ pischen Spielen in Los Angeles abzusehen. Maßgebend für diese Forderung war die durch den Zusammenbruch des Kreuger⸗Kon⸗ zerns besonders in Schweden eingetretene erhebliche Verschlechte⸗ rung der allgemeinen Verhältnisse. In dem Vorschlag wird gleichzeitig gefordert, sämtliche schwedischen Sportverbände an⸗ zuweisen, die Olympia-Vorbereitungsarbeiten sofort abzubrechen. r 8 e * 5 1 3 —— E——————— S. Se 3 3 3 F888 8 8 8 2 8. 2.8 8 22 Sr SS d S S 2 2 3.3 8 2 S S2 28—. S2 2— S— 2 2 S 2 2 S 22. 2 2 E S s 8 2 5 2. 2 2. S. S. SSS 2 2 2. S. 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Wir entnehmen dem bei der Hanseatischen Verlags⸗ anstalt, Hamburg, erschienenen Werk„Wikinger u. Normannen“ den folgenden intereffanten Abschnitt: Voran stand der Umgang mit Waffen, Pferden und Schiffen. Das Edelste schien ein Schwertspiel. Dabei hielt man in jeder Hand ein Schwert fest, und warf das dritte in die Luft. Fiel es herab, so mußte der Griff wieder richtig in die Faust springen, die inzwischen durch Hochschleudern der ersten oder zweiten Klinge 125 geworden war. Ein Meister im Handschwerterspiel ist Olaf 1 Nach der ihm gewidmeten Sage ging er bei fen ahrt auf dem äußersten Bordrand seines Drachen⸗ schiffes„Langwurm“ hin und ließ unaufhörlich eins seiner Schwerter in der Luft stehen, und stets wußte er das niedersau⸗ sende wieder am Heft zu packen. Auf Bahnen übte man sich im Schießen. Schon aus den äl⸗ testen Sagen, wie vom Meisterschützen Egil, aus dem sich der Tell entwickelt hat, blitzt die hohe Wertschätzung von Pfeil und Bo⸗ gen. Wiederum Olaf Tryggvissohn( 1000), der Bahnbrecher des christlichen Gedankens im Norden, war ein Gen Er legte einem Knaben ein Brett auf den Scheidel und schoß es herab. Einar Tambarskelfi aus Björnsons Ballade„Bergliot“ konnte einen so hart gespannten Bogen meistern, daß ein stumpfer Bolzen von seiner Sehne eine freihängende rohe Ochsenhaut durchfuhr. Dem Schießen verwandt ist das Werfen, bei dem sich Kraft und Sicherheit des Arms mit dem festen Blick des Auges ver⸗ eint. Für die Seekämpfe galt es, mit großem Schwung Steine zu schleudern. Speere mußten mit Festigkeit und Wucht entsandt werden. Die Schlacht führte in viele ungewohnte Einzeltreffen. Da übte man sich schon im Umkreis der Heimat, auf den ein⸗ samen Halden und Holmen, zwei Spieße gleichzeitig zu werfen oder den heransausenden feindlichen aufzufangen und gegen den Entsender zu richten; mit dem Schwert in der einen, mit dem Speer in der anderen Hand dem Gegner zu Leibe zu gehen. Dann legte man diese Waffen beiseite und übte sich mit dem Schild im Deckungnehmen oder in der Abwehr eines Speerhagels. Endlich warf man die Waffen fort und maß sich im Ringkampf. Die Wikingerzüge beweisen, wie notwendig daneben die Uebung im Laufen, Hoch- und Weitsprung und im Klettern war. Die Raschheit normannischer Märsche und Ueberfälle gehört zu ihren Haupteigentümlichkeiten. Alle westlichen Chronisten sind voller Bewunderung darüber. Man lief mit den schnellsten Pfer— den um die Wette. König Harald Blauzahn war ein glänzender Schneeschuhläufer. Gunnar in der Njalssage sprang in woller Waffenrüstung über Manneshöhe, rückwärts ebenso gewandt wie vorwärt In derselben Sage springt ein anderer Isländer bei Glatteis über einen zwölf Ellen breiten Bach. Ein Sprung über sechs rde war keine Seltenheit. Und ebenso wußte man un⸗ erwartetem Geschoß blitzrasch auszuweichen. Der ganze Körper war auf sicheren und schnellen Gehorsam erzogen. Die nordischen Hochgebirge lenken von selbst zum Ersteigen mächtiger Höhen und steiler Felsen. In Island hat mancher Aech⸗ ter 75 verwegen wochenlang in wilden Bergklüften aufgehalten. Olaf Tryggvissohn erstieg den Felsen Smalsarhorn und errichtete auf der Spitze seinen Schild. Einst ankerte er mit seinem Drachen am Fuß einer steilen Alpenwand; zwei seiner Recken wetteten, wer von ihnen am höchsten die Bergseite hinaufklettern könne. Alles sah gespannt zu. Als beide einen ziemlich hohen Punkt erreicht hatten, gab der eine das Spiel auf. Der andere stieg weiter und blieb schließlich an einer Stelle sitzen, von der er weder vorwärts noch rückwärts kommen konnte. Der König er⸗ munterte seine Se chez den hühnen Kletterer zu befreien, aber allzu jäh drohte der Absturz. Da warf 1 seinen Mantel ab und kletterte selbst nach oben, nahm den ann unter den Arm und kam unbeschadet wieder in die Tiefe. In seiner Ge⸗ schichte„Das Adlernest“ erzählt Björnson einen ähnlichen Vor⸗ fall aus dem heutigen Norwegen. Und genau wie dieser moderne Wiking waren seine Vor⸗ fahren meisterhafte Schwimmer. Dazu erzog schon der Umgang mit den Schiffen. Vielfach erlaubte ein übermächtiger Feind der Besatzung, ihr Leben durch Schwimmen zu retten. war ist die Siebennächteleistung Beowulfs sagenhaft, beweist aber, wie hoch dieser Sport eingeschätzt wurde. Häufig sehen wir in den Sagas Männer von hohen 2 sich ins Meer stürzen. Die Halfsrecken rechnen wie jeder Wikinger mit dem Schwimmen als letzter Ausweg, wenn die Waffen versagen. Auch Frauen waren darin geübt. In der Egilssaga jagt Skallagrim hinter einer Magd her, die zauberkundig wie ein Mann war, bis sie an eine Klippe kam, von der sie ohne Besinnen ins Meer sprang. Und der galt für den Sieger, der nackt oder voll bekleidet in der kürzesten Zeit am weitesten schwamm oder am längsten tauchte. Im Wasser wurden Ring⸗ und Boxkämpfe ausgeführt. Der Stärkere suchte den Unterliegenden so lange zu ducken, bis er fast erstickt war und nun womöglich vom Sieger gerettet werden mußte. Karl Overbeck, Ulenen, Feinmech.-M²eister Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen Neue und gebrauchte Maschinen in Kauf und Miete Rodheimerstr. 58 Telephon Nr. 5371 Albin Rlein Giessen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitäts- ausführung schnellstens und preiswert geliefert. nonad-sdunez pun qong .o Fernruf Nr. 2525 und 2526 Faltboote alle Marken zu Werstpreisen, sowie eigene Anfertigung v. 68.-Mk. an SPORT-ZERNDT, WETZLRR Ruf 3038 Langgasse 24 1. Spezial- Geschäft feiner Sportartikel. Vereine mit einer zielbewußten praktischen Führung beziehen die„Allg. Hess. Sport⸗zeitg.“ in großer Zahl! Die Einwendungen: wir haben sehr viel Arbeitslose, unsere Mitglieder haben jetzt einen viel ge⸗ ringeren Wochenlohn, könnten alle Vereinsvorsitzenden vorbringen. 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