a Allgemeine ie Su. Mang Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ burg führt, vierteljährlich 150., für sonstige Bezieher viertel ⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Abonnements- und Anzeigen-⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 531 Fraukf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Einzelpreis 20 Rpf. 8 2 Einzelpreis 20 Rypf. 4. U. E— essische Sport⸗Feitung Verbreitet im Bezirk hessen⸗ Hannover des W. S. D. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.⸗Pfg. 7. Jahrg. Dienstag, den 23. August 1932 Nr. 34 Die ersten Punkt⸗Kämpfe Ctrgebnisse hesjen⸗ Hannover SC. 03 Kassel— Spielverein Kassel 3:4(2:1) Kurhessen Kassel— BC. Sport Kassel 2:0(0:0) Tura Kassel— Hessen 09 Kassel 2˙2(1:0) 06 Kassel— Sportfreunde Kassel 11(011) Hermannia Kassel— Hessen-Preußen Kassel 6:1(0:0) Kassel⸗Wilhelmshöhe— Rot⸗Weiß Homberg 2:2(2:2) Kassel⸗Niederzwehren— Immenhausen 82(211) ausen Gau Dill: denbach BC. Sinn 1.— SV. Wetzlar 1. 5:3(2:2) Sa. 8 BC. Sinn 1.— Pf. Gießen 1. 1:6 ö Burg 1.— VfB. Gießen 1. 1:2(Sa.) Dillenburg 1.— Breidenbach 1. 4:9(214) Gau Gießen⸗Wetzlar 1900 Gießen 1.— SV. 06 Alsfeld 1. 7:5 15 SV. Wetzlar 1.— SC. Wetzlar 1. 1:1(011) aufer W VfR. Butzbach 1.— Watzenborn-Steinberg 1. 1:4(1:4) P. 0 g FV. Weilburg— Ehringshausen 72(3:2) Wieseck 1.— Großen⸗Buseck 1. 4:5(1:0) Ettingshausen 1.— Steinbach 1. 0˙1(0.4) 6 Lollar 1.— Leihgestern 1. 6·1(111) Dutenhofen 1.— Watzenborn⸗Steinberg 2. 8:3 Ehringshausen 1.— VfB. Gießen 2. 0:7 1900 Gießen 2.— SV. Wetzlar 2. 32 Lollar 2.— Leihgestern 2. 4:3(2:2) Ettingshausen 2.— Steinbach 2. 0:0 1900 Gießen 3.— SV. Wetzlar 3. 1:3 1900 Gießen 4.— SV. Wetzlar 4. 0:0 1900 Gießen 5.— SV. Wetzlar 5. W. nicht angetreten. 1900 Gießen 1. Igd.— SV. Alsfeld 1. Igd. A. n. angetr. Klein⸗Linden Igd.— Watzenborn⸗Steinberg Igd. 212 Nauborn Igd.— Steindorf Igd. 1:0(1:0) Lollar 1. Sch.— 1900 Gießen 1. Sch. 2:0 1900 Gießen Sch.— Leihgestern Sch. 0:5(0:3) Nauborn Sch.— Steindorf Sch. 12 Gau Marburg Germania Marburg 1.— Hessen Hersfeld 1. 5:2(11) VfL. Biedenkopf 1.— Rspv. Wommelshausen 1. 4:1(11) urg au lee⸗Tapp. jusen Walgern prnshous. inkel 1 17 5 Jihres⸗ 09 Corbach 1.— FV. Wallau 1. 1:2(1:1) Wetter 1.— Dreihausen 1. 3·2 VfB. Kirchhain 1.— Langenstein 1. 41(3.1) Caldern 1.— Mornshausen 1. 175 Cappel 1.— Wehrda 1. 2:2 Nieder-Walgern 1.— Schönstadt 1. 2:4 Bürgeln 1.— Mellnau 1. 2:3 Hartenrod 1.— Mornshausen 1. 5: Speckswinkel 1.— Erksdorf 1. 52 Marbach 1.— Sarnau 1. 312 Erdhausen 1.— Wiesenbach 1. W. nicht angetreten. Breidenstein 1.— Frechenhausen 1. 50 Unter⸗Rosphe 1.— Sterzhausen 1. 0:10 Beltershausen 1.— Wehrda 2. 311 Ebsdorf 1.— Leidenhofen 2. 11:1 Lohra 1.— Haddamshausen 1. 1:0 Neustadt 1.— Nieder-Ofleiden 1. 7:1 Wollmar 1.— Roda 1. 24 Germania Marburg 2.— Cölbe 1. C. nicht angetreten. Erdhausen 2.— Frohnhausen 1. 5:3 Dreihausen 2.— Leidenhofen 1. 211 Cölbe 2.— Ober-Rosphe 1. 1:6 Schönstadt 2.— Goßfelden 3:5 Sarnau 2.— Michelbach 1. 61 VfB. Kirchhain 2.— Schweinsberg 1. 0:5 Wallau 2.— Nieder-Laasphe 1. 3:1 Pf. Biedenkopf 2.— Buchenau 1. 3:2 Marbach 2.— Ockershausen 2. M. nicht angetreten. Germania Marburg 3.— VfB.⸗K. Marburg 3. 31 Germania Marburg 1. Igd.— VfB. Kirchhain 1. Igd. 5:1 Ockershausen 1. Igd.— Cölbe 1. Igd. 811 Sarnau 1. Igd.— PfB.⸗K. Marburg 1. Igd. 1:4 VfB.⸗K. Marburg 2. Igd.— Cappel 1. Igd. 2:2 Holzhausen 1. Igd.— VfB.⸗K. Marburg Sch. 713 0 Süddeutschland: Gruppe Main: Rot⸗Weiß Frankfurt— Eintracht Frankfurt 22 FSV. Frankfurt— Pfe. Neu⸗Isenburg 51 Kickers Offenbach a. M.— VfB Friedberg 5 Sportfreunde Frankfurt— Germania Bieber 3:2 Union Niederrad— FC. Hanau 1893 3:0 tren. Germania 08 Marburg 1.— Hessen Hersfeld 5:2(171). Die Marburger Germanen wollten für ihre vor 8 Tagen in 1 Hersfeld erlittene 3:2⸗Niederlage Revanche nehmen, was ihnen ja auch gelungen ist, und zwar ziemlich dicke. Es war seitens gold. Germania ein recht ansprechendes Spiel und man sah, daß die Elf schon wochenlang ein eifriges Training, unter einem Wie⸗ ner Trainer, betreibt. Zu bemerken ist noch, daß vier Spieler ersetzt werden mußten. Erstmalig wirkte in der Mannschaft cllockt n Leiser“, früher Horas, mit, was unbedingt eine Verstärkung für die Mannschaft sein dürfte. Die Gäste waren ihrem Geg⸗ „ ner technisch fast ebenbürtig, arbeiteten gute Torchancen heraus, ohne es jedoch zu verstehen, dieselben auszunutzen. Als Schieds⸗ 4 Suit richter amtierte Wäller-⸗ Wetzlar, der nicht immer mit seinen Entscheidungen die Zustimmung der Spieler und Zuschauer hatte. Die Germanen spielten in folgender Aufstellung: Stein⸗ müller; Emmler, Brauer; Werner, Happ, Ruhl; Pusch, Schaub, Leiser, Zschokke, Wagner. Germania Marburg 2.— Cölbe 1. fiel aus, da letztere ab⸗ gesagt hatten. Germania Marburg 3.— VfB K. Marburg 3. 3:1. Dies war das diesjährige erste Punktespiel mit allen seinen häßlichen Begleiterscheinungen. Auf Seiten des VfB K. gab es einen Platzverweis. FV Erksdorf hat seine 2. Mannschaft zurückgezogen; an — dessen Stelle ist Niederwald 1. eingereiht. 1 Mr. 37¹⁵ N VfB Kirchhain 1.— Langenstein 1. 4:1(3:1). Das erste Verbandsspiel in dieser Runde brachte gleich zwei alte Rivalen zusammen, die sich auch einen erbitterten, ar aber doch ritterlichen Kampf lieferten. Gluthitze wie überall so auch in Kirchhain. Beide Mannschaften in stärlster Aufstel⸗ kel. lung. Langenstein war siegessicher, dagegen verhielten sich die — Platzbesitzer ganz reserviert. In der 4. Minute kann Kirchhain 7 Lal 1 bereits in Führung gehen und ist hiernach auch immer leicht im Vorteil. 2 Tore werden noch erzielt und mit dem Halb⸗ Jeitpfiff erzielt Langenstein das einzige Tor. Nach Wechsel sind die Gäste im Vorteil, ohne aber zu Erfolge zu kommen. Rund um den Marburger Ethloßberg Kirchhain macht sich wieder frei und leitet Angriff auf Angriff ein. Trotz der Hitze ist das Spiel immer noch flott, bis auf die letzten 5 Minuten, wo einige Spieler Langensteins stark schlapp machen. Kirchhain erzielt noch ein viertes Tor und Schluß ist's mit dem Rennen. Während Kirchhain ein gutes System im Spiel zeigt, gefielen die Gäste weniger gut. VfB Kirchhain 2.— Schweinsberg 1. 0:5. Die Gäste waren in jeder Beziehung besser. Mitunter lie⸗ ßen einige Spieler beider Mannschaften ihren sportlichen An⸗ stand stark vermissen. Das Spiel war äußerst scharf und hat bestimmt keine Anhänger geworben. Wetter 1.— Dreihausen 1. 3:2. Die Dreihäuser leisteten es sich, mit nur 10 Mann anzu⸗ treten. Die siegende Mannschaft hatte keinen guten Tag und ihr Spiel konnte keinesfalls befriedigen. Marbach 1.— Sarnau 1. 3:2. Ein Spiel, bei dem das Glück viel mit sprach. Sonntag, 28. Hugust, nachm. 2 Uhr auf dem Sportplatz von 1900 Giesen Propa andaspiel der AI jugendmannschaften Slelvereinigung Fürih eben 1000 dilenen Elreise durch den Bezirk Ein besonderes Interesse beansprucht in diesem Spieljahr der Verlauf der Meisterschaftskämpfe in der reduzierten Be⸗ zirksliga. Diese umfaßt bekanntlich nur noch 10 Vereine in einer Gruppe; davon wohnen 5 in Kassel, 2 in Marburg und je 1 in Fulda, Hersfeld und Göttingen. Die Spiele werden sich also sozusagen zu einem Wettkampf zwischen der Großstadt und der Provinz auswirken; wer dabei das bessere Teil für sich be⸗ halten wird, ist heute noch eine große Rätselfrage, die erst im Laufe der Spielzeit geklärt werden kann. Die Spiele beginnen am kommenden Sonntag, den 28. August; der Terminkalender reicht bis einschließlich 27. November und betrifft nur die Vor⸗ runde. An den 12 Sonntagen werden ausgetragen einmal 5 Spiele, achtmal je 4 Spiele, zweimal je 3 Spiele und einmal 2 Spiele, zusammen 45 Spiele. Freigelassen sind der 30. Okto⸗ ber und der 13. November, weil an diesen Tagen Verbands⸗ pokalspiele der Gruppe 2 stattfinden. Pokalspielsonntage sind außerdem noch der 4. Dezember, 18. Dezember, 8. Januar. 22. Januar und 5. Februar. Da der 25. Dezember und der 1. Ja⸗ nuar als Feiertage für Verbandsspiele wohl nicht in Frage kommen, sind nur der 11. Dezember, der 15. Januar und der 29. Januar für solche frei, so daß erst nach dem 5. Februar wie⸗ der Vollbetrieb in der Nachrunde der Bezirksliga eintreten kann. Um eine reibungslose Abwicklung der Spiele herbeizufüh⸗ ren, hat der Bezirkssachbearbeiter verschiedene wichtige Bestim⸗ mungen in Erinnerung gebracht, welche von den Vereinen und Mannschaften in ihrem eigenen Interesse immer und überall streng befolgt werden müssen. Der Anfang der Spiele ist bis auf weiteres um 3 Uhr nachmittags; hoffentlich macht sich nicht mehr die Gluthitze der letzten Zeit bemerkbar, sonst dürfte das Spielen zu einer mehr oder minder großen Qual werden, die dem Ganzen den Charakter als„Sport“ nimmt oder wenigstens schmälert. Die ersten Paarungen am 28. August sind: Kurhessen Kassel— Germania Marburg, VfB K. Marburg— Tura Kassel, Sportklub 03 Kassel— Sportklub 05 Göttingen. Für den Ausgang der Spiele an den ersten Sonntagen einen richtigen Tip aufzustellen, dürfte schwierig sein; man kennt die Mannschaften noch zu wenig oder überhaupt nicht; die Erfolge oder Mißerfolge der vergangenen Spielzeit lassen sich nicht als Maßstab anlegen, und noch unzuverlässiger sind die Resultate der letzten Privatspiele, weil bei diesen meistens noch Neueinstellungen oder Umstellungen in den Mannschaften vor⸗ genommen und ausprobiert worden sind. Immerhin sollte man bei den obigen drei Spielen den Platzvereinen die besseren Ge⸗ winnchancen einräumen können; vielleicht wird aber das erst⸗ genannte Treffen auch einen anderen Ausgang haben. Es ist klar, daß jede Mannschaft versuchen wird, schon in den ersten Spielen einen möglichst großen Vorrat von Punkten zu sam⸗ meln nach dem bewährten Spruch: Wer hat, der hat! Das darf aber nicht dazu führen, den Spielen gleich eine Härte Zum Fina⸗Präsidenten wurde auf der Tagung des Inter⸗ nationalen Schwimmverbandes in Los Angeles der Schwimm⸗ wart des Deutschen Schwimmverbandes, Binner⸗Breslau, ge⸗ wählt. In Frankfurt endete ein Handball⸗Repräsentatipspiel zwi⸗ schen Turnern und Sportlern mit 919 unentschieden. Die Heeres-Schwimm⸗Meisterschaften wurden Erfolg in Magdeburg durchgeführt. Ein Boxländerkampf Deutschland— USA. wurde in Mil⸗ waukee von der deutschen Mannschaft mit 14:0 Punkten über⸗ legen gewonnen. Die Di veranstaltete ihre Schwimm⸗Meisterschaften in Erfurt. Leipzig schnitt besonders gut ab. Die Omnium⸗Meisterschaft der Amateure des Bezirks Frankfurt im BDR. wurde von Reiländer⸗Siehl gewonnen. Der„alte Linart“, der mehrfache Weltmeister der Dauer⸗ fahrer und älteste aktive Steher Europas, der auch wieder für die Weltmeisterschaften in Rom gemeldet ist, siegte am Donners⸗ tag im Vierländertreffen in Amsterdam im Gesamtergebnis vor Schlebaum, Degrave, Thollembeck, Sawall und Möller. Beim Europa⸗Rundflug, dessen flugsportlicher Teil am Sonntag begann, wurde am Freitag die letzte„technische Prü— fung vorgenommen. Beim ADAC⸗Begrekordrennen auf dem Schauinsland bei Freiburg i. Br. siegte Rudolf Carraciola auf Alfa Romeo wieder in der Rennwagenklasse; Hans v. Stuck auf Mercedes- Benz blieb in der Sportwagenklasse Sieger, während Bullus auf NSu. die schnellste Zeit der Motorräder fuhr. mit bestem Dienstag, den 23. August 1932. oder Schärfe zu verleihen, die den Zwecken und Zielen der ide⸗ alen Anschauungen zuwider laufen. Sollten solche Mißstände sich bemerkbar machen, dann ist es Pflicht der Schiedsrichter und Instanzen, sofort mit allen Mitteln dagegen einzuschreiten. Es brauchen am Ende des Spieljahres nicht wieder 50 Prozent (und mehr) abzusteigen, sondern nur 20 Prozent,(also 2 Ver⸗ eine, und die beiden letzten Plätze müssen doch gerade so besetzt sein wie die anderen; wen es trifft, den trifft es eben; des⸗ wegen brauchen die Inhaber durchaus nicht um so und soviel mal schlechter zu sein als die anderen.— Von der 1. Bezirksklasse beginnt die Gruppe Kassel auch am 28. August mit ihren Spielen, während die übrigen Grup⸗ pen erst am 4. September einsetzen. Die Vereine der 2. Bezirksklasse und der Gauklassen haben stellenweise schon mit den Meisterschaftsspielen angefangen, während in anderen Gauen erst die Verbandspokalspiele er⸗ ledigt werden. Aus Wohlar Der Sportverein war mit allen Mannschaften stark beschäftigt. Für den Samstag war die 1. Elf des Sportvereins zum Rückspiel nach Sinn verpflichtet. Das Vorspiel in Wetzlar ge⸗ wann der Sportverein sicher und verdient. Daß Sinn diesmal auf eigenem Gelände verdient gewann, lag wohl in erster Linie daran, daß Wetzlar gezwungen war, mit Ersatz anzutreten. Bereits nach einer Viertelstunde überlegenem Spiel der Sin⸗ ner Jungens führten diese 220. Wetzlar glich in kurzen Ab⸗ ständen mit 2 Toren durch Sauer aus. Nach der Pause zunächst dasselbe Bild wie beim Beginn des Spieles, Sinn erhöht nach schönem Zuspiel mit 2 weiteren Toren auf 4:2. Als Ackermann für W. einen Strafstoß verwandelte, schien der Sieg Sinns noch einmal gefährdet, aber bald erzielten diese noch ein fünftes Tor, welches den Sieg sicher stellte und das Endresultat von 5:3 für Sinn ergab. Das Spiel wurde anständig von, beiden Mannschaften vor großer Zuschauermenge unter guter Leitung ausgetragen. Und am Sonntag Lokaltreffen an der Naubornerstraße! Die Sportvereinsler standen bis auf Benner 1 und Hertstein kom⸗ plett, für welche durch Schneider und Hahn vollwertiger Ersatz gestellt war. Durch die große Hitze war der Beginn des Spieles auf 5 Uhr angesetzt. Der Besuch war auffallend schwach. Nie⸗ dergirmes stellte eine stark verjüngte Mannschaft, welche den gewaltigen Angriffen des Sportvereins standhielt, allerdings hatte der Sportklub das Glück, daß viele Schüsse von der Latte zurück ins Feld sprangen und Hoffmann auf dem rechten Flü⸗ gel des Sportvereins einen Versagertag hatte. Der Sportver⸗ ein lag meistens im Angriff, aber die Hintermannschaft des Sc wehrte sich tapfer und aufopfernd. Der Erfolg war das Unentschieden 11, auf das die Mannen von Niedergirmes stolz sein können, denn dieses Resultat wurde nach dem Vorfspiel auf der Spilburg nicht erwartet. Das erste Tor fiel kurz vor der Pause für Niedergirmes im Anschluß an eine Ecke, wodurch das Halbzeit⸗Ergebnis von 1:0 für Niedergirmes von Plättel hergestellt wurde. Es dauerte auch noch lange Zeit, bis der Sportverein nach vielen Angriffen durch Wohlgemuth zum Aus⸗ gleich kam. Aus kurzer Entfernung war dieser Ball für den sehr gut gehaltenen Hüter aus der Vorstadt nicht erreichbar. Trotz der Ueberlegenheit der Wetzlarer hat Niedergirmes kurz vor Schluß eine sichere Siegeschance, denn bei einem plötzlichen Vorstoß kommt ihr Halbrechter in gefährlicher Tornähe frei zum Schuß, aber dieser geht wuchtig knapp über das Wetzlarer Tor. Auch dieses Spiel wurde unter einwandfreier Leitung flott Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) 16. Fortsetzung. Er ist der Jüngste von uns, noch nicht einmal neunzehn. Hat er darum nicht dieselbe Existenzberechtigung in der 1. Mannschaft wie wir älteren Spieler?“ „Selbstverständlich.“ „Siehst du. Und deshalb haben wir durchaus kein Recht, ihn bei einem Mißerfolg zu beschimpfen oder zu verspotten. Gün⸗ ter leistet im Tore ebensoviel wie wir im Felde. Nur hat er es schwerer, weil sich bei ihm fast jeder Fehler bitter rächt, während wir im Spielfeld doch eher Gelegenheit haben, be⸗ gangene Schnitzer wieder gut zu machen. Wenn Günter mal etwas versiebt, müssen wir mach Möglichkeit versuchen, den Feh⸗ ler auszugleichen und nicht, wie Bubi Zille es schon getan hat, ihn sogar noch für eigene Versehen verantwortlich zu machen. Das ist doch gerade das Gegenteil von Sportskameradschaft.. Na, die Hauptsache ist, daß wir unsere Fehler einsehen. Dann wird es schon besser werden.“ An der Tür verabschiedeten sich die beiden Spieler. „Deine Mutter sagte mir vorhin, daß du abends viel allein seist. Wenn du Lust hast, Karl, dann besuche mich doch mal. Ich bin abends auch meistens zu Hause.“ „Gerne, Theo...“ An einem schönen Herbstnachmittag war Theo auf dem Hofe mit dem Putzen und Oelen seines Motorrades beschäftigt. Um ihn herum standen ein paar Jungs aus der Nachbarschaft, die mit Kennermiene seine Arbeit verfolgten und ihre Meinun—⸗ gen über das Motorrad austauschten. „Das ist eine saubere Maschine,“ meinte einer der kleinen Zuschauer.„Die hat mindestens fünf PS.“ „Ach du bist wohl nicht!“ rief ein achtjähriger Knirps, der die Mütze verwegen auf einem Ohre sitzen hatte.„Zwei Zylinder und dann bloß fünf PS...! Herr Chauffeur,“ wandte er sich an Theo,„wieviel PS hat Ihre Maschine?“ „Zwölf,“ lachte Theo. „Siehst du,“ wandte er sich triumphierend an den ersten Jungen,„das kann doch ein Blinder sehen, daß das eine schwere Maschine ist. Was meinst du wohl, wieviel Kilometer die rausholt bei Vollgas?“ „Na, so fünfzig.“ Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung Nr. 34. Manche Vereine handeln übrigens unglaublich leichtsinnig und zeigen sich unverantwortlich nachlässig. Man verfolge ein⸗ mal die amtlichen Mitteilungen der letzten Wochen: der größte Teil besteht aus Anmahnungen von rückständigen Pauschalge⸗ bühren, Spielabgaben, Strafgeldern, Mannschafts⸗ und Spieler⸗ meldungen usw. Wenn die Instanzen dies nicht täten— nötig haben sie es nicht, immer dasselbe zu wiederholen!— so würde eine ganze Anzahl von Vereinen überhaupt nicht zu den Mei⸗ sterschaftsspielen zugelassen. Dann müßte man einmal die Kla⸗ gen und Beschwerden kören, die überall losgelassen würden! Denn natürlich trägt die Schuld alles andere, nur nicht der Verein bzw. sein Vorstand selbst! Bei gut geleiteten und wahr⸗ haft sportlich eingestellten Vereinen aber kann und wird eine solche Lotterwirtschaft nicht einreißen, die selbstverständlich ihre üblen Folgeerscheinungen auch über die Grenzen des Vereins⸗ betriebes ausdehnt. Also etwas mehr Ehrgeiz und größere Rücksichtnahme auf die Allgemeinheit! und fair ausgetragen— nur die Tore, die die Zuschauer sehen wollten, fielen nicht. 5 Die unseren Mannschaften, und zwar die 2., 3. und 4. liefer⸗ ten der Spielvereinigung 1900 in Gießen einen kleinen Fußball⸗ Klubkampf, welcher unentschieden endete, denn 1900 gewann mit der zweiten Mannschaft 3:2, verlor mit der dritten Mann⸗ schaft 0:3, während die beiden vierten Mannschaften unentschie⸗ den spielten. W. Z. W. In der kommenden Woche ist die erste Elf des SW eben⸗ falls stark beansprucht; am Mittwoch trägt sie in Marburg bei den Kurhessen das Rückspiel aus und am Freitag auf eigenem Platze gegen eine Kombination Bissenberg⸗Biskirchen. Dieses Vorspiel endete bekanntlich in Bissenberg unentschieden 2˙2 und wird daher mit Spanung erwartet. Aus Lollar Am Sonntag herrschte in Lollar zum erstenmal nach der Fußballpause wieder Hochbetrieb. Die 2. Mannschaft Lollars blieb über die gleiche von Leihgestern nach schönem Spiel mit 4·3 knapper Sieger. Lollars 1. Schüler⸗Mannschaft ichlug die 1. Schüler⸗Elf der Spielvereinigung 1900 Gießen mit 210. Für die Kleinen von Lollar war dies ein großer Erfolg. Dann betragen die 1. Mannschaft von Leihgestern und die erste von Lollar den Platz. Beide Mannschaften haben sich schon früher sehr schöne Kämpfe geliefert und war man auf daß Tref⸗ fen allgemein gespannt. Lollar tritt in veränderter Ausstel⸗ lung an und es will auch zuerst nicht recht klappen. Nach wech⸗ selvollem Spiel erzielt Lollar nach einer halben Stunde den längst verdienten Führungstreffer. Leihgestern aber zieht kurz von Halbzeit noch gleich und mit 11 werden die Seiten gewech⸗ selt. Nach der Pause sieht es für Lollar nicht rosig aus, denn die Gäste drängen stark nach Lollars Läuferreihe, der sonst stärkste Teil der Mannschaft, zeigte hier große Schwächen, aber die Verteidigung zeigte sich in guter Verfassung und sshlägt jeden Angriff ab. Das Spiel flaut nun etwas ab und man rechnet mit einem Unentschieden, aber weit gefehlt. Noch 15 Minuten Spielzeit; Lollar geht zu einem, seit langem nicht mehr gesehenen guten Endspurt über, der zunächst zum 2˙1 ver⸗ hilft. Alsdann geht die gesamte Mannschaft aus sich heraus und in kurzen Abständen folgen noch vier weitere Tore; ein 5. wurde nicht gegeben und Lollar ist mit 6:1 Sieger. Bei Lol⸗ lar spielte diesmal die Läuferreihe keine große Partie, aber die Verteidigung war mit Komp und Römer und Stafel im Tor das Beste der Mannschaft. Im Sturm waren noch Mängel vorhanden, die sich aber bei längerem Zusammenarbeiten aus⸗ märzen ließen. Schiri Enders⸗Gießen war gut. „Da bist du aber schief gewickelt. Die fährt glatt hundert Kilometer in der Stunde!“ Theo war mit seiner Arbeit fertig. Mit befriedigten Blicken betrachtete er sein Werk. Zur Probe ließ er den Motor anspringen. „Wie wäre es,“ dachte er plötzlich,„wenn ich Fräulein Henderson heute nachmittag zu einer Motorradfahrt einladen würde...“ Er wandte sich an die Jungs. „Weiß von euch jemand, wo das Hotel Bristol ist?“ „Ich,“ meldete sich der kleine Sachverständige von vorhin. „Da steht doch immer ein Mann vor dem Eingang mit einem grünen Anzug und roten Streifen an der Hose.“ „Richtig, das ist der Portier. Du kannst für mich gleich mal eben dahin gehen. Bleib hier solange beim Rad stehen und paß auf, daß keiner dabei geht. Ich bin sofort wieder da.“ Theo wusch sich die Hände und sprang die Treppen zu seiner Wohnung hinauf. Er setzte sich an den Schreibtisch und schrieb: „Verehrtes Fräulein Henderson! Darf ich Sie heute nachmittag zu einer Motorradfahrt einladen? Geben Sie bitte dem Jungen Nachricht mit. Ihr Theo Hansen. Er verschloß den Brief sofort ohne ihn nochmals durchzulesen und eilte die Treppe hinab. Unten auf dem Hofe gab er dem Jungen den Brief. „Dieses Schreiben gibst du im Hotel ab und sagst, du solltest auf Antwort warten. Hier hast du eine Mark. Du fährst mit der Elektrischen hin und zurück. Den Rest kannst du für dich behalten. Aber'n bißchen dalli. Ich warte hier auf dich.“ Theo arbeitete noch ein wenig an seiner Maschine herum, zog ein paar Schrauben an und prüfte die Federung des So⸗ ziussitzes. Dann sah er ungeduldig auf die Uhr und trat auf die Straße. Nach einer halben Stunde sah er den Jungen zurück kom⸗ men mit leeren Händen. „Das war anzunehmen“, dachte Theo.„Wenn man gewohnt ist, nur auf weichen Polstern im Luxuswagen zu fahren, ver⸗ zichtet man gerne darauf, einen weniger bequemen Soziussitz zu besteigen. Aber sie hätte ihre Absage doch wenigstens schrift⸗ lich niederlegen können.“ Da kam der Junge atemlos bei ihm an. „Schönen Gruß. Und das Fräulein hat mir fünf Mark Alls Leihgestern Die erste und zweite Mannschaft der SpVgg Leihgestern weilte zu Gesellschaftsrückspielen in Lollar. Beide Mannschaften traten mit reichlich Ersatz an. Die erste Mannschaft leistete den Lollarern bis eine Viertelstunde vor Schluß tapferen Widerstand. Bis dahin stand das Spiel 1:1. Lollar zog einen fabelhaften Endspurt und vermachte noch fünfmal einzusenden.— Die zweite Mannschaft hielt sich ebenfalls sehr tapfer. Den Chancen nach hätte sie mindestens unentschieden spielen müssen.— Die Schüler weilten in Gießen bei den Schülern von 1900 und lieferten ein gutes Spiel. Diese Kleinen zu sehen ist eine Freude. Aus Watzenborn⸗Sleinberg Endlich wieder ein Fußballsonntag, an dem die Anhänger des Fußballsportes ihre Freude haben konnten. Trotzdem die 1. Mannschaft der Teutonen in Butzbach zum Verbandspokal⸗ spiel antrat und einige Spieler der 2. Mannschaft nicht spielen konnten, war es dank der Disziplin der Spieler doch möglich, allem gerecht zu werden. Die in dieser Serie das erste Mal auf den Plan tretende Jugend spielte in Klein⸗Linden und brachte ein anerkennens⸗ wertes Unentschieden mit nach Hause.(22. Die zweite Mannschaft mußte ersatzgeschwächt in Dutenhofen gegen die dortige 1. Mannschaft antreten. Da nicht genügend aktive Spieler zur Stelle waren, sprangen ältere Spieler ein und gaben damit den jüngeren ein Beispiel, wie es in einem Sportverein sein soll. Gegen die recht spielstarke Platzmann⸗ schaft hatten die Teutonen einen schweren Stand. Die 1. Mannschaft der Teutonen trat in Butzbach gegen die dortige 1. Mannschaft des VfR an. Allgemein rechneten die Steinberger Anhänger mit einer— wenn auch knappen Nieder⸗ lage. Gleich mit dem Anstoß trug die Platzmannschaft einen schnellen Angriff vor. Die Verteidigung wird überspielt. Schuß aufs Tor. Der Tormann läßt den Ball fallen. Der Nachschuß geht am Tor vorbei. Einige recht brenzliche Sachen für die Teutonen⸗Elf. Doch nach einigen Minuten finden sie sich. Was die gesamte Elf nun in der Folge zeigt, löst Beifall bei allen Zuschauern aus. Trotz dieser Sonnenglut diesen Siegeswillen, dieses Tempo. Der ganze Spielaufbau, ausgehend von der sicheren Verteidigung, ließ den Gegner nicht recht zur Geltung kommen und war die Gewähr für den kaum erwarteten Sieg. Der Teutonensturm brachte durch flüssige Kombination die Butzbacher Hintermannschaft oft in Verwirrung. Die Gastgeber waren den Gästen im Feldspiel gleichwertig, nur fehlte die Entschlossenheit vor dem Tore. Das 1. Tor für Steinberg: Der Linksaußen drückt den schön getretenen Eckball ins Butzbacher Netz. Kurz darauf stellt der Halblinke das Resultat auf 02. Die Veröffentlichung der Berichte in der Gießener„A. H. S. 3.“ ist Sache der beteiligten Vereine. Kurz und wahrheitsgetreu über stattgefundene Spiele zu schreiben, ist jeder Vereinsvorsitzende oder Schriftführer oder ein dafür beauftragtes Mitglied in der Lage. Wenn sofortige Veröffentlichung gewünscht wird, dann muß das betreffende Manuskript bis spätestens Dienstag früh 8 Uhr in unseren Händen sein. Die Redaktion der„A. H. S. Z.“ Gießen, Südanlage 21. Fernspr. 2525 und 2526. en man in einer halben Stunde geschenkt und gesagt, Sie sollt vor dem Hotel sein.“ „Schon gut, kleiner Mann,“ lachte Theo. Mark kaufe dir man ein Rittergut...“ Eine Viertelstunde später hielt Theo vor dem Hotel. Er brauchte nicht lange zu warten. Da kam Marieliese auch schon aus der Hotelhalle auf ihn zu. Sie sah entzückend aus in dem hellgrauen Sportanzug und der braunen Lederkappe. „Guten Tag, Herr Hansen. Das ist ja ein famoser Einfall. Wohin soll denn die Reise gehen?“ „Na, wir fahren so etwas durch die Gegend. Wo es schön „Für die fünf ist, steigen wir ab und trinken eine Tasse Kaffee. Wenn es Ihnen recht ist, natürlich.“ „Selbstverständlich. Es wäre ja schade, diesen schönen Herbstnachmittag in der Stadt zu verbringen.“ Sie bestieg das Rad. „Legen Sie nur vertrauensvoll Ihre Hände auf meine Schultern,“ wandte sich Theo lächelnd um. besser...“ Sicher lenkte er das Rad durch das Gewühl der Großstadt. Bald kamen sie auf die freie Landstraße. Wie ein Pfeil schoß daß Motorrad über die schnurgerade Chaussee dahin. Marie⸗ liese sah Theo über die Schulter: 60... 70... 80,„, Kilo⸗ meter zeigte der Zähler an. Aber trotz der großen Geschwindig⸗ keit spürte sie keine Furcht. Ein süßes Gefühl des Geborgen⸗ seins überkam sie. „So durch die Welt zu fahren, immer weiter. weiter...“ dachte sie und schloß die Augen. Felder und Wiesen flogen vorbei... Manchmal kam auch An Dorf „Angst hat sie nicht“, dachte Theo.„Das hat sie mit Adolf Müller gemeinsam. Dem kann es auch nie zu schnell werden.“ Sie waren ungefähr eine Stunde gefahren, als Theo vor einem kleinen, idyllisch am Walde gelegenen Bauernhause halt⸗ machte.„Zum kühlen Grund“ stand auf dem Schild über der Haustür. „Hier ich es schön!“ rief Marieliese und sprang vom Rad. ein Garten ganz voll Blumen... Astern und Geor⸗ 00 „Es fährt sich dann immer O ginen. Theo hatte sein Rad neben das Haus gestellt. Die Wirtin kam und legte auf den Tisch, der draußen unter der breitästigen alten Linde stand, ein blütenweißes Tischtuch. Marieliese und Theo nahmen auf den grünen Gartenstühlen Cortsetzung folgt.) Platz. Deren f bm Bubba te 61 zwichen.. ofen f können b. 0 Poi va petbessetl. 10 0 lun Sl hun peitel, dannn Sieh 10 el Vetgaltg dun Ned Etat zwei die beiden ein flottes kamen. E schaft die se dieses dul aug bis f Manschaft dus unentsh Ahl geb Stein fer votzügli war es hau seht gtoßes guten Veit Minute de Fopfball er gen Erfolg Torerfolgen elt. 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Die Steinberger Läuferreihe und Verteidigung stoppen alle gutgemeinten Angriffe ab. Butzbach kämpft bis zum Schlußpfiff des gut amtierenden Schiri Kunze⸗Gießen fair weiter.— Die 1. Mannschaft der Teutonen hat ihr Selbst⸗ vertrauen wieder und alle haben Anteil an dem schönen 4.1⸗ Sieg. Aus Steinbach Vergangenen Sonntag weilten die 1. und 2. Mannschaften vom FSpW 1926 in Ettingshausen zu Gast und konnten trotz Ersatz zwei schöne Erfolge erzielen. Gegen 2.30 Uhr betraten die beiden 2. Mannschaften den Platz. Es entwickelte sich sofort ein flottes Spiel, indem beide Tore verschiedentlich in Gefahr kamen. Ettingshausen stellte die körperlich kräftigere Mann⸗ schaft, die sehr wuchtig und hart spielte; aber Steinbach glich dieses durch sein flinkes Spiel voll wieder auf. Das Spiel ging bis zum Schluß abwechselnd weiter, jedoch konnte keine Mannschaft Tore erzielen, obwohl Gelegenheiten gegeben waren. Das unentschiedene 070 entspricht dem Spielverlauf. Anschließend betraten die beiden 1. Mannschaften das Feld. Steinbach griff gleich gut an, doch sah man, daß der Geg⸗ ner vorzüglich war. Trotzdem war Steinbach tonangebend und war es hauptsächlich der Mittelläufer von Steinbach, welcher ein sehr großes Spiel lieferte. Auch die Stürmerreihe unter der guten Leitung von Schmidt schaffte gut und konnte in der 15. Minute den Führungs- und damit den Siegestreffer durch Kopfball erzielen. Beide Mannschaften brachten nun durch die⸗ sen Erfolg angeschnürt ein mächtiges Tempo ins Spiel, aber zu Torerfolgen kam es nicht. Mit 1:0 wurden die Seiten gewech⸗ selt. Ettingshausen ging gleich zum Generalangriff über, um das Resultat zu verbessern, aber die Steinbacher Hintermann⸗ schaft war sehr auf der Hut und vereitelte jede für den Gegner gegebene Chance. Steinbach hielt dem Angriff Stand. Den Steinbacher Mannschaften gebührt für ihr schönes fachliches Spiel ein Gesamtlob. H. Aus Nauborn Trotz der Augusthitze am Sonntag zeigten die Jugendlichen eine muntere Spielweise. Angetreten zum Freundschaftsspiel waren Schüler und Jugend Steindorfs. Die Gästeschüler zeigten einen geschlossenen und angriffswilligen Sturm und gewannen verdient mit 2:1. Die Gästejugend fand einen technisch guten Gegner. Bei den Gästen war die Verteidigung sicher und ein⸗ wandfrei, der Sturm jedoch ließ zu wünschen übrig. Gleich zu Beginn gelang es Nauborn, mit einem meisterhaft geschossenen Ball sich das Führungstor zu sichern. Zwar blieb es bei diesem Ergebnis auch in der 2. Halbzeit, obwohl Nauborns Sturm un⸗ ermüdlich bis zu Ende kämpfte. Immer wieder drängten die Gäste zum Ausgleich. Ihre Nervosität läßt kein geschlossenes Spiel aufkommen. Sogar einen Elfmeter verschießen sie. Mit 1:0 mußte sich Steindorf geschlagen bekennen. Alus dem Hinkerland Punktekämpfe: Vfe Biedenkopf 1.— Nspv. Wommelshausen 1. 4:1(1:1). Wenn man auch hier allgemein den Kreisstädtern einen knappen Sieg über den vorjährigen Meister zutraute, so hatte man dies doch nicht in dieser überlegenen Weise erwartet. Bis zur Pause war der Kampf ausgeglichen und außerordentlich schnell. Die flinken Gäste hätten sich sogar einen knappen Vor⸗ sprung verschaffen können. Nachher kamen aber die Bieden⸗ köpfer groß ins Spiel, Wommelshausen sah sich in die Deven⸗ sive gedrängt und in kurzen Abständen erzielten die Kreis⸗ städter unter großem Jubel ihrer Anhänger drei feine Treffer. Erdhausen 1.— Wiesenbach 1.(ausgefallen). Das Spiel dürfte auf einen späteren Termin verlegt wer⸗ den, da die Wiesenbacher Verlegung beantragt hatten. Breidenstein 1.— Frechenhausen 1. 5:0. Das Ergebnis drückt eine glatte Ueberlegenheit der Brei⸗ densteiner aus, die man auf dem Spielfeld bestätigt sah. Gut aufgelegt waren die Stürmer der Einheimischen, wovon der kleine brillante Mittelstürmer ein Sonderlob verdient. Die Gäste mußten, tapfer und fair spielend, die bessere Spielweise der Breidensteiner ohne weiteres anerkennen. * Wallaus Zweite holte sich einen verdienten 3:1-Sieg in Nieder⸗Laasphe. Eine Ueberraschung gab es in Biedenkopf, wo die dortige „Zweite“ die erste Elf von Buchenau, die ganz und gar nicht auf der Höhe zu sein scheint, 3:2 hineinlegte. Freundschaftstreffen: SVp 09 Corbach 1.— JV Wallau 1. 1:2(1:1). Endlich scheinen sich die Wallauer wieder auf ihre frühere Spielweise zu besinnen. Wenn auch der Sieg etwas knapp aus⸗ gefallen ist, so war doch Wallau wieder einmal eine Kampf⸗ einheit von bester Qualität. Es gelang bald dank der wunder⸗ baren Anterstützung der Läuferreihe das Mannschaftsgefüge in ein harmonisches Ganzes zusammenfließen zu lassen, wobei Schnelligkeit und Gewandheit besonders hervorstachen. Auch die Abwehr war ganz auf dem Posten. Wenn jedenfalls die Schießerei im Sturm so geklappt hätte wie die Spielerei, wäre eine eindeutige Niederlage des Gastgebers nicht zu vermeiden gewesen. Aber die Wallauer Stürmer spielten sich immer und immer wieder schön durch, standen ganz frei, um dann immer noch vorbei oder dem Torhüter in die Hände zu schießen. Zu loben ist die Corbacher Gastfreundschaft. Dann hatten die Gastgeber einen Platz, wie man ihn sich herrlicher gar nicht vorstellen kann. Die Elf der Corbacher zeigte verschiedenemal blendende Leistungen, wenn auch die Zusammenarbeit dann wieder zusammensackte. Die Hintermannschaft, sowie die linke Sturmseite waren besonders gut besetzt. Das erste Tor erzielte Wallau durch seinen Mittelstürmer im Anschluß an eine mustergültige Kombination. Durch den Halblinken konnten die Covbacher bis zum Seitenwechsel gleich— ziehen. Nachher wurden die Wallauer überlegen, der Gegner mußte sich viel auf Abwehr beschränken. Trotz der klarsten Sachen gelang aber nur noch der Siegestreffer durch Bonacker 2.— Die Leitung hatte ein Corbacher Schiedsrichter inne, der den Gästen vieles verdarb. Dillenburg 1.— Breidenbach 1. 49(2:4). Die neun Tore der Breidenbacher Stürmer besagen wieder alles. Da wurde vor dem Tore nicht gezögert, oder etwa noch⸗ mal hin und her kombiniert, sondern aus jeder Lage sausten die Schüsse auf das Tor des Gastgebers. Diesmal klappte es zwar in der Hintermannschaft nicht immer wie sonst, aber es langte immer noch zu einem eindeutigen Sieg. Trotz der Breidenbacher Ueberlegenheit war der Kampf spannend, zumal die Dillenburger sich bemühten, die Breidenbacher Spielweise nachzuahmen.„oh“ Großes Lehr⸗ und Werbespiel 1900 Gießen A 1.— Spiel⸗Vereinigung Fürth A 1. Da bekanntlich der zuverlässige Ersatz für die Senioren⸗ mannschaften wohl meist nur aus den eigenen Jugendabteilungen entnommen werden kann, ist es für jeden Sportverein, wenn er nicht an auswärtige, oft unbekannte Spieler gebunden sein will, zwingend notwendig, für den erforderlichen Nachwuchs, also für eine gute und zahlreiche Jugend— sowie Schülerabtei⸗ lung Sorge zu tragen. Daß dieser Standpunkt auch von der Spielvereinigung 1900 vertreten wird, beweist die große Ju⸗ gendabteilung dieses Vereins, die ohne Arbeit, Mühe und Un⸗ kosten in der jetzigen schweren Zeit zu scheuen, auch in diesem Jahre wieder über 80 Köpfe zählt. Die finanzielle Notlage nicht nur der meisten Spieler, sondern auch der Vereine erlaubt es aber nur, die Wettspiele mit den Gegnern der näheren Am⸗ gebung auszutragen. Unter diesen befinden sich aber keine Mannschaften, die spielerisch so besonders hervorragen, daß man mit ihnen wirkliche Lehr- und Propagandaspiele veranstalten könnte, die in erster Linje im Interesse der Aus- und Fortbil⸗ dung aller Jugendlichen erforderlich sind und sich zugleich als hervorragendes Werbemittel für unsern Fußballsport aus⸗ wirken. Aus diesen Gründen ließ der Jugendausschuß in den letzten Jahren stets einige Jugendmannschaften von namhaftem Ruf der süddeutschen Großvereine kommen, die hier ihr Können unter Beweis stellen mußten. Auch in diesem Jahre soll in demselben Sinne fördernd auf die Jugend und unsere Bewe⸗ gung eingewirkt werden. Zum ersten Lehr- und Propaganda⸗ spiel wurde daher sofort ein ganz großer Gegner verpflichtet, und zwar die A. 1. Jugend des früheren deutschen Meisters, der bekannten Spielvereinigung Fürth, die außer hier noch in Wetz⸗ Leichtathletik lar und Marburg antritt. Daß diese Jugend etwas kann, steht fest, denn neben einem guten Trainer hat sie in ihrer Meister⸗ liga den besten Lehrmeister. Daß sie dieser nachahmt und sich schon vieles von dem Können des ehemaligen Meisters angeeig⸗ net hat, beweisen ihre erzielten Erfolge.(12 Jahre Gaumeister im Bezirk Nürnberg⸗Fürth und Sieger in vielen Pokalturnie⸗ ren.) Der Jugendausschuß hat nichts gescheut, um diesen Geg⸗ ner nach Gießen kommen zulassen, weil er erwartet, daß alle Ju⸗ gendlichen u. Schüler von diesem Spiel nicht nur in spiekerischer Hinsicht, sondern auch in sportlicher Beziehung etwas lernen. Und so kann man nur wünschen, daß dies erste der Lehr⸗ und Propagandaspiele nicht nur ein Erfolg, sondern sofort ein gro⸗ ßer Erfolg wird und damit die Gewähr für die Durchführung der weiteren vorgesehenen Spiele dieser Art gibt. V. Was man amtlich hört Der Fußball⸗Sachbearbeiter des Gaues Gießen-Wetzlar teilt mit: Die Terminlisten sind bis Freitag, den 26. 8. fertig und können abgeholt werden. In der nächsten Ausgabe der „A9 S3“ erscheinen die Termine für den 11. 9. mit Angabe des Schiedsrichters und dann fortlaufend in jeder Ausgabe. Vereine, die noch mit Pauschalsteuer der vorjährigen Se⸗ rie rückständig sind, können an der Verbandsrunde 1932/33 nicht teilnehmen, bis Rückstände eingezahlt sind. Spiele werden je⸗ weils in der Woche durch Karte wieder abgesetzt, wenn Beleg über Einzahlung beim FSB nicht vorliegt. Das Gnadengesuch des SC 1920 Herbornseelbach für die Spieler R. Welsch und E. Bott ist von der Spruchkammer des WoW aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt worden. Eine erneute Eingabe der Sport-Vgg. 1911 Dillenburg zwecks Begnadigung des Spielers Rosemann ist auch von der Spruch⸗ kammer des WSW abgelehnt worden. In der Untersuchungssache gegen Borussia Fulda wegen des Spielers Konrad Maisel hat die Spruchkammer die Akten an den V.⸗V. des WSV zurückgegeben. Der Gauvorsitzende des Gaues Dill, Herr Hoffmann, hat sein Amt niedergelegt. Zuschriften sind an den Gau⸗ Geschäfts⸗ führer Göbel zu senden. Ueber den Fußball⸗Verein Haiger(Dillgau) ist Spielsperre verhängt worden. Der Gau⸗Fußball⸗Sachbearbeiter Adolf Müller, Frohnhau⸗ sen(Dill), hat bis zum außerordentlichen Gautag die Ge⸗ schäftsführung der Schiedsrichter⸗Vereinigung des Gaues über⸗ nommen. Die Verbandsspiele im Gau Dill beginnen am 11. Septem⸗ ber 1932. Für die Festsetzung der Spieltermine in der Nachrunde des Gaues Marburg haben die Vereine bis spätestens 15. September 1932 dem Gau⸗Fußball⸗Sachbearbeiter ihre Wünsche mitzuteilen. Deuljthe Leichtathleten in Ehikago erfolgreich Auf dem weltberühmten Soldiers Field in Chikago, wo einst der Weltmeisterschaftsboxkampf zwischen Dempfey und Tun ney stattfand, trafen sich im Anschluß an die Olympischen Spiele noch einmal die Leichtathleten von zwölf Nationen zu einer Veran⸗ staltung, die jedoch bei dem herbstlich kühlen Wetter nicht den erwarteten Publikumserfolg hatte. Nur etwa 35 000 Zuschauer hatten sich eingefunden, doch mögen auch die Eintrittspreise et⸗ was schuld daran gewesen sein. Anscheinend hatten sich die Veranstalter mit einem Preis von zwei Dollar pro Platz ver⸗ kalkuliert. Die teuren Plätze waren nur wenig besetzt, während die billigeren Plätze alle verkauft worden waren. Kurz vor Beginn wurde von der Menge auch noch der Innenraum ge— stürmt, wodurch die Laufbahn, die schon vorher keinen allzu guten Eindruck gemacht hatte, noch weiter verschlechtert wurde. Mit dem Start zum 110⸗Meter⸗Hürdenlauf wurden die sportlichen Wettkämpfe eingeleitet, wobei Deutschland durch Wegener vertreten war. Sieger wurde der Amerikaner Beard in 14,9. Wegener mußte mit dem fünften Platze vorlieb neh⸗ men. Im 100⸗Meter⸗Lauf befanden sich die Deutschen Hendrix und Borchmeyer. Metcalfe ging sofort in Front, gefolgt von dem Italiener Salviati und den beiden Deutschen Borchmeyer und Hendrix. Borchmeyer schob sich an die zweite Stelle vor. Die Zeit des Siegers mit 10,3, also Weltrekordzeit, spricht für die Schärfe des Kampfes. War bei diesem Lauf der Jubel der Zuschauer groß, kam das Publikum erst so recht bei Austra⸗ gung des 800⸗Meter⸗Laufes auf seine Kosten. Die beiden Deut—⸗ schen Danz und Dr. Peltzer hatten die Innenseite, während auf den Außenstartplätzen der Kanadier Edwards und der Amerika⸗ ner Hornbostel Aufstellung nahmen. Auf den letzten 100 Metern riß sich der Stettiner zusammen und zeigte einen phantastischen Endspurt. Den Amerikaner Hornbostel konnte er noch über⸗ spurten, den Kanadier erreichte er aber nicht mehr. Edwards siegt in 1:55,. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das Revanche— treffen des Amerikaners Hill mit dem Finnen Lethinen über 5000 Meter. Dazu kam, daß in letzter Minute auch noch der Pole Kusoczinsti, der in Los Angeles an diesem Wettbewerb wegen wundgelaufener Füße nicht teilnehmen konnte, nachgemeldet hatte. Plötzlich bei 1600 Meter gibt der Finne unerwartet weit vor Hill liegend, auf. Mit fünf Meter Vorsprung siegt Kosoczinski in 14:59,9 vor dem Amerikaner Hill. Im 100-Me⸗ ter⸗Lauf der Frauen gab es gleichfalls einen polnischen Sieg, und zwar durch Frl. Walasiewiecz. Sie belegte den ersten Platz in 11,9. Mit einer ausgezeichneten Leistung wartete die Polin Weiß im Diskuswerfen der Frauen auf. Sie konnte mit einer Weite von 41,84 Meter die Leistung der Amerikanerin Copeland in Los Angeles um über einen Meter überbieten. Der 400⸗ Meter⸗Hürdenlauf wurde eine Beute des Italieners Facelli, der das Rennen in 52,5 gewann. Im Weitsprung mußte sich der Olympiasieger, der Neger Gordon, diesmal mit dem dritten Platz begnügen. Sieger wurde der Neger Cator- Haiti, der Zweite bei den Olympischen Spielen in Amsterdam und Welt⸗ rekordinhaber mit 7,51 Meter. Das Kugelstoßen wurde eine Beute des Olympiasiegers Sexton-US A. mit 15,60 Meter vor dem Finnen Järvinen. Der Deutsche Hirschfeld mußte mit dem dritten Platze vorlieb nehmen. Den 200⸗Meter⸗Lauf der Frauen holte sich ebenfalls die Polin Walasiewicz in der ausgezeichneten Zeit von 24,1, womit sie einen neuen Weltrekord aufstellte. Der 200⸗Meter⸗Lauf wurde ein deutscher Erfolg. Borchmeyer siegte unangefochten in 21,2 Sek., von Anfang an in Front lie⸗ gend. Zwei Meter zurück kam der Finne Strandvall ein, der kurz vor dem Ziel den Deutschen Hendrix passieren konnte, der sich mit Brustbreite geschlagen bekennen mußte. Im 1500⸗Me⸗ ter⸗Lauf gab es einen Sieg des Amerikaners Frank Crowley in 4:38. Das 3000⸗Meter⸗Hindernislaufen sah den Amerikaner MacCluskey als Sieger in 9718. Den Hochsprung gewann der Amerikaner Willi Ward mit der ansprechenden Leistung von 1,88 Meter. Im 8o-Meter⸗Hürdenlaufen der Frauen gab es einen kanadischen Sieg. Das Diskuswerfen brachte den deut⸗ schen Teilnehmern durch Hirschfeld wenigstens einen guten zwei⸗ ten Platz und durch Sievert auch noch den dritten Platz. Sie⸗ ger wurde aber der Amerikaner Laborde mit einer Weite von 47,39 Meter. Im 400⸗Meter⸗Lauf startete wieder Dr. Peltzer, der sich aber hier nicht zur Geltung bringen konnte. Sieger wurde der Amerikaner Fouqua in 47,8. Eine Negermannschaft startete für USA. in der 4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel, gegen die nur Italien antrat. Die Neger siegten in 42 Sek., ohne sich, mit Tolan und Metcalfe am Schluß, besonders anstrengen zu müssen. Als man zur letzten Konkurrenz, dem 10 000⸗Meter⸗ Lauf, aufrief, war es bereits Mitternacht geworden. Der Deutsche Syring beendete das Rennen als Sieger in der Zeit von 32.24. * Athletikkämpfe auf der Hessenkampfbahn Die bezirksoffenen Leichtathletik-Wettkämpfe des VfL Hes⸗ sen⸗Preußen Kassel hatten nicht nur die Beteiligung gefunden, wie man erwartet hatte. Die Wettkampffreudigkeit scheint bei einigen Vereinen erheblich nachzulassen. Bei den Frauen war nur Hessen-Preußen vertreten. Von den Ergebnissen ist der 200⸗Meter⸗Lauf von Klee(ASC Göttingen) in 22,4 Sekunden bemerkenswert, der auch die 100 Meter in 11,1 gewann. Walpert lief über 5000 Meter diesjährige Kasseler Bestzeit in 16.30, und Knappe sprang 6,55 Meter weit. Anschließend an die Leichtathletik-Wettkämpfe fand ein Fußballspiel Hermannia— Hessen-Preußen statt, das Hermannia 6:1 gewann. Rekorde auch im Besuch und in den Einnahmen Bei den 10. Olympischen Spielen in Los Angeles sind nicht nur in den Kämpfen die alten Weltrekorde serienweise gestürzt, auch in manch anderer Hinsicht wurden Ziffern aufgestellt, die man bei ähnlichen Anlässen noch nicht verzeichnet hat. Die Gesamtbesucherzahl der Spiele stellt sich auf zirka 1% Millionen. Davon entfallen auf die Leichtathletik 500 000, auf die Schwimmkämpfe 150 000, auf die Eröffnungs- und Schluß⸗ feiern etwa 200 000 Menschen. An den Hauptkampftagen der Ruderer fanden sich jeweils 75000 Menschen ein. Im Audito⸗ rium waren täglich an die 10000 Besucher. Hinzu kommen noch die Massen, die beim Reitturnier, beim Segeln, bei den Radrennen auf der Bahn und auf der Straße, bei den Schützen und Fechtern versammelt waren. Die Gesamteinnahmen werden auf ungefähr 3 Millionen Dollar geschätzt. —— 2 Dienstag, den 23. August 1932. Amiliches Bezirksvorstand Seniorenerklärungen: Nachstehende Jugendliche werden entsprechend den durch die Jugendreferenten der Gaue befürworteten Anträge zu Se⸗ nioren erklärt: Gau Marburg: Heinrich Dörr, geb. 1. 2. 1915 VfB Lohra, Wilhelm Odermatt, geb. 14. 8. 1915, Spiel u. Sport Sin⸗ kershausen, Heinrich Saßmannshausen, geb. 20. 2. 1915, Fußballklub Wolfgruben, Karl Isenberg, geb. 15. 8. 1915, VfR Goßfelden, Wilhelm Ebert, geb. 5. 8. 1915 und Jakob Damshäuser, geb. 12. 1. 1915, Fußballverein Sarnau. Gau Gießen⸗Wetzlar: Friedrich Klaus, geb. 19. 5. 1915, Fußz⸗ ballklub Sturm Ulm, Heinrich Schorge, geb. 19. 6. 1915, VfB Vonbaden, Albert Wambach, geb. 19. 4. 1915, Fußball⸗ Hub Werdorf, Rudolf Lang, geb. 7. 5. 1915, Teutonia Watzenborn⸗Steinberg. Gau Dill: Adolf Haas, geb. 28. 12. 1915, Alemannia Sechs⸗ helden. Durch den Verbands⸗Jugend⸗Ausschuß wurden die Jugend⸗ lichen Hermann Vöbel, geb. 15. 5. 1916, Vf. B. Bon baden, und Ludwig Matern, geb. 27. 2. 1916, VfR Butzbach(Gießen⸗Wetzlar) zu Senioren erklärt. Antrag Ockershausen betreffs Senioren⸗ erklärung des Jugendlichen Georg Ortwein im Einvernehmen mit GV. Marburg abgelehnt. Verschiedene Anträge, die nicht ordnungsgemäß eingereicht, werden den betreffenden Vereinen wieder zurückgegeben. Die Gauvorstände und Fußball⸗ Sachbearbeiter werden er⸗ sucht, die Seniorenerklärungen genau zu beachten, damit verbo⸗ tenes Spielen von Jugendlichen in Herrenmannschaften von vornherein unterbunden wird. Verschiedene Anfragen geben Veranlassung darauf hinzu⸗ weisen, daß Jugendliche bei leichtathletischen Veranstaltungen nicht in der Herrenklasse starten dürfen, ausgenommen die Groß⸗ staffeln mit über 20 Läufern. Christ. Gau Gießen⸗Wotzlar Verbandsspiele: Bezirksklasse II. 1. Abteilung: 11. 9.: Steindorf— Sportverein 2. Sportclub Wetzlar— Ehringshausen Weilburg— Biskirchen Oberbiel— Löhnberg Bissenberg— Aßlar 18. 9.: Burgsolms— SC Steindorf— Aßlar Ehringshausen— SV 2. Biskirchen— Oberbiel Löhnberg— Weilburg 25. 9. SC— Löhnberg Aßlar— Ehringshausen SW 2.— Biskirchen Bissenberg— Burgsolms Weilburg— Oberbiel 2. 10. SC— SWV 2. Ehringshausen— Steinidorf Oberbiel— Bissenberg Burgsolms— Aßlar Löhnberg— Biskirchen 9. 10: Aßlar— SC SW 2.— Weilburg Ehringshausen— Löhnberg Biskirchen— Burgsolms Steindorf— Bissenberg 16. 10.: Weilburg— SC Löhnberg— Aßlar Oberbiel— Ehringshausen Bissenberg— SWV 2. Biskirchen— Steindorf 23. 10.: Aßlar— Weilburg SW 2.— Löhnberg Steindorf— SC. Burgsolms— Oberbiel Ehringshausen— Biskirchen 30. 10.: Oberbiel— Aßlar SC— Bissenberg Weilburg— Ehringshausen Löhnberg— Steindorf SW 2.— Burgsolms 6. 11.: Aßlar— Biskirchen SW 2.— Oberbiel Burgsolms— Weilburg 13. 11: SC— Oberbiel Steindorf— Weilburg Löhnberg— Burgsolms Bissenberg— Ehringshausen 27. 11.: Biskirchen— SC Burgsolms— Steindorf Weilburg— Bissenberg 4. 12.: Bissenberg— Löhnberg Ehringshausen— Burgsolms Oberbiel— Steindorf Aßlar— SV 2. 11. 12.: Biskirchen— Bissenberg 2. Abteilung: 11. 9.: 1900 Gießen 2.— Butzbach Daubringen— VfB Gießen 2. Laubach— Ettingshausen Leihgestern— Steinberg 18. 9.: Butzbach— Laubach Ettingshausen— Daubringen VfB 2.— Leihgestern 25. 9.: 1900 2.— Lollar Daubringen— Butzbach Leihgestern— Ettingshausen Laubach— Steinberg 2. 10.: Butzbach— VfB 2. Allgemeine Hessische Sportzeitung. Nr. 34. 1900 2.— Ettingshausen Steinberg— Daubringen Leihgestern— Laubach 9. 10. VfB 2.— Lollar Daubringen— Leihgestern Laubach— 1900 2. Ettingshausen— Butzbach Lollar— Daubringen Butzbach— Leihgestern Steinberg— Ettingshausen 23. 10.: Butzbach— Lollar Laubach— Daubringen 1900 2.— NB 2. Lollar— Steinberg VfB 2.— Laubach Leihgestern— 1900 2. 6. 11.: Daubringen— 1900 2. VfB 2.— Steinberg Ettingshausen— Lollar 16. 10. 30. 10. 13. 11.: Lollar— Laubach Steinberg— Butzbach Ettingshausen— VfB 2. 27. 11.: Lollar— Leihgestern Gau Marburg Verbandsspiele am 28. August 1932: 2. Bezirksklasse: Dreihausen— Gladenbach(Schneider-Marbach) Frankenberg— Sarnau(Rupp) Wommelshausen— Feudingen(Barth) Frechenhausen— Erdhausen(Berghof) Wiesenbach— Breidenstein(Feußner) 1. Gauklasse: Speckswinkel— Allendorf(Heuser) Langenstein— Erksdorf(Vockenroth) 2.30 Uhr Mornshausen a. D.— Biedenkopf 2.(Ochs) Buchenau— Caldern(Jung⸗Bdk.) Wehrda— Bürgeln(Weber) 2.30 Uhr Schönstadt— Cappel(Nowack) Germania 2.— Marbach 2.(Rüdiger) 11 Uhr Wommelshausen 2.— Gladenbach 2.(Ullrich) 1 Uhr Hartenrod— Endbach in Gladenbach(Wiesner) 1 Uhr Sinkershausen 1.— Dernbach(Weigand) Steinperf— Breidenbach 2.(Seibel) Lixfeld— Niedereisenhausen(Graf) Gönnern— Bottenhorn 2.(Schwarz⸗N. E.) Laasphe— Banfe(Boß) Berleburg— Wallau 2.(Marx) 2. Gauklasse: Banfe 2.— Berghausen(Jung⸗Herb.) Raumland— Erndtebrück(Horn) Herbertshausen— Birkelbach(Kühn) Eckelshausen 2.— Dautphe(Koch) Kombach— Holzhausen(Bösser) Friedensdorf— Wolfgruben(Bamberger) Sterzhausen— Schönstadt 2.(Becker⸗Friedensdorf) Goßfelden— Oberrosphe(Braun) Michelbach— Unterrosphe(Trusheim) Ockershausen 3.— Cappel 2.(Falk) 11 Uhr VfB K. 3.— Beltershausen(Kronemann) 11 Uhr Leidenhofen— Bortshausen(Bier) Holzhausen— Leidenhofen 2.(Cloos) Ebsdorf— Großseelheim(Lemmer) Oberdieten— Frechenhausen(Michel) Haddamshausen— Oberwalgern(Pfeil) Roth— Weipoltshausen(Abels) 2 Uhr Holzhausen— Erdhausen 2.(Schwarz) Weidenhausen 2.— Frohnhausen(Zacharias) 1 Uhr Runzhausen— Hartenrod 2.(Schulz) Schweinsberg— Neustadt(Fritz) Kirchhain 2.— Neustadt 2.(Hahn) Momberg— Erksdorf(Haar) 1 Uhr Großseelheim— Langenstein 2.(Funk) 2.30 Uhr Roda— Münchhausen 2.(Schacht) Münchhausen— Wollmar(Rößer) Frankenberg 2.— Amönau(Keller) 1 Uhr (Alle Spiele, mit Ausnahme derjenigen, wo die Zeit angegeben ist, begininen um 15 Uhr ohne Wartezeit.) Aus Vereinen Spielvereinigung 1900 Gießen Jugendabteilung. Mittwoch, den 24. August, abends 8 Uhr, im Jugendheim Jugendvollversammlung. Unterricht durch Schiedsrichter. Es wird hiermit jedem zur Pflicht gemacht, das Propa⸗ ganda⸗ und Lehrspiel der 1. Jugend gegen die Spielvereinigung Fürth zu besuchen. Der Jugendausschuß. Allgemeine Sport⸗ Nachrichten Berlin nach dem Vorbild von Los Angeles Alles klar für 1936. Die Olympischen Spiele des Jahres 1936 in Berlin werden in den Grundzügen genau nach dem Muster der Kämpfe in Los Angeles durchgeführt werden. So, wie die Amerikaner sich die Veranstaltung von 1928 zum Vorbild nahmen und sich aller Er⸗ fahrungen der Holländer bedienten, so werden jetzt die gesam⸗ ten Vorarbeiten Amerikas in den Dienst für das Jahr 1936 ge⸗ stellt. Zach Farmer, der Organisator der Kämpfe in Los An⸗ geles, hat von dem gesamten Schriftwechsel und allen Ver⸗ fügungen und Anordnungen ein Duplikat für Deutschland an⸗ fertigen lassen. Das gesamte Material dieser Spiele wird von Amerika Deutschland zur Verfügung gestellt. Die sportliche Ausbeute von Los Angeles 20 neue Welt⸗ und 31 Olympische Rekorde. In Los Angeles wurden, wie eine interessante Statistik zeigt, 20 Weltbestleistungen überboten und 31 Olympische Re⸗ korde gebrochen. Davon entfallen 15 Weltrekorde auf die Leichtathletik, 5 auf das Schwimmen. Auch diese, wie viele andere Aufstellungen, beweist, daß Los Angeles sportlich ein sehr großer Erfolg geworden ist. Finnland hinter Nurmi Edströms Straßenbahnwagen werden boykottiert. Nurmis Kaltstellung hat in Finnland so großen Unwillen erregt, daß man jetzt sogar zum Wirtschaftsboykott gegen Schwe⸗ den auffordert. Der Aerger richtet sich in besonderem Maße gegen den Vorsitzenden des Internationalen Komitees, Edström, der Generaldirektor des großen schwedischen Elektrizitätskonzerns Asea ist. Edström hat sich die finnischen Sympathien gründlich verscherzt. In Abo, der Heimatstadt Nurmis, ist er geradezu verhaßt. In diesen Tagen hat die Stadtverwaltung Abos zwei Straßenbahnwagen bei Asea bestellt. Die führende Zeitung Abos protestiert in schärfster Form gegen diesen Kauf und fordert die Stadtbewohner auf, diese Straßenbahnwagen Ed—⸗ ströms zu boykottieren.„Niemand“, so schreibt das Blatt,„darf jemals die Straßenbahnwagen des Herrn Edström benutzen!“ Kommentar überflüssig. * 1933 in Berlin und 1935 in Stockholm Länderkämpfe Deutschland— Schweden. Da die regelmäßigen Leichtathletik⸗-Länderkämpfe mit Finn⸗ land durch die Nurmi⸗Angelegenheit in Frage gestellt sind, hat Schweden die Olympischen Spiele in Los Angeles benutzt, um mit Deutschland und Frankreich ein Uebereinkommen über die Austragung von Länderkämpfen in den kommenden Jahren zu treffen. Um die Nadball⸗Weltmeisterschaft Der Sportausschuß des Bundes Deutscher Radfahrer ist jetzt daran, die deutschen Mannschaften für die am 2. Oktober in Straßburg stattfindenden Radball⸗Weltmeisterschaften aufzu⸗ stellen. Zur Meisterschaft im Zweier⸗Spiel wurden die Frank⸗ furter deutschen Meister Schreiber-Blersch(RV Wanderlust) aus⸗ gewählt. Ob die Wanderlust aber als geschlossene Mannschaft im ber Rasenradball dort teilnimmt, ist zurzeit noch sehr frag⸗ lich. Es ist möglich, daß der Sportausschuß neben den Haupt⸗ spielern der„Wanderlust“ noch Spieler aus anderen Vereinen hinzuzieht. England hält alle Schnelligleitsrekorde Flugzeuge:(Et. Staiforth) 655,808 St.⸗Km., Automobile:(Sir Malcolm Campbell) 408,047 St.⸗Km., Motorräder:(J. S. Wright) 142,528 St.⸗Km., Motorboote:(Kaye Don) 192,715 St.⸗Km., Kleinwagen:(G. Eyston) 190,384 St.⸗Km., Eisenbahnen:(Der„fliegende Schotte“) 131,332 St.⸗Km. AEAUAP............. 6 Hugust Best, Wetzlar Beste Bezugsquelle ür Qualitätssportartikel. Dr ür Overbeck, ehen, Feinmech-Melster Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen Neue und gebrauchte Maschinen in Kauf und Miete Rodheimerstr. 58 Telephon Nr. 3715 Fußballstiesel nur 8.50 RM Kniekappen. 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Die so vereinnahmten Gelder sind sofort, also wöchentlich, Wo dieser Vorschlag streng durchgeführt wird, können monatelange Abonnementsschulden gar nicht ein⸗ reißen. Ein nach diesem Vorschlag arbeitender Fußballsportverein wird jederzeit auf dem Laufenden bleiben, eine gute Disziplin unter seinen Mitgliedern und der Verein ein gutes Ansehen haben. Beweis: ein derartig handelnder Verein bezog bisher 6 Exemplare der„A. 5. C..“, heute bezieht er 40! Sportfreunde! Also nochmals: handelt nach unserem Vorschlag und die Vereine fahren nur gut dabei. Werden innerhalb der Sportvereine mehr„A. H. S. Z.“ gelesen und die gelesenen Zeitungen an andere Inter⸗ essenten weiter gegeben, dann ist es auch leichter, neue Vereinsmitglieder zu bekommen. Ein Verein dagegen, der eine lockere Vereinsführung hat und für die Verminderung der Schulden nicht sorgt, der geht rückwärts; in einem solchen Verein entsteht Uneinigkeit und Mißstimmung zum Nachteil der Vereinsaufgaben. 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