Gladenbach Gauaufscht) . „Cölbe och melshausen steinpelf burg shausen Alfgruben d. eln dershausen Caldern zisenhausen f 1sheim 15 laden bach ladenbach Hem. hweinsberg genstein, fa irbach) appel) ⸗Hattent. 0⸗Breid. Einzelpreis 20 Ryf. A 8. 2 Einzelpreis 20 Rpf. 2 2 2 Allgemeine he Sport⸗ͤeitung verbreitet im Bezirk hessen⸗Hannover des W. S. D. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50 4, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Abonnements- und Anzeigen-⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Paul CEhristian Klein in Gießen. Dienstag, den 20. September 1932 Aus dem Fußball⸗Bezirk Hessen⸗Sannoper Ergebnisse Bezirksliga: Germania Marb.— Herm. Kassel 12(12) Sc 03 Kassel— Kurh. Marburg 21(111) Borussia Fulda— Spogg. Kassel 8:1(6:1) Kurh. Kassel— Hessen-Hersfeld 41(3.1) Göttingen SC 05— Tura Kassel 576(3.40 1. Bezirksklasse: Breidenbach— VfB Gießen 313(111) Ockershausen— Frohnhausen 5:3 Wetzlar SpV— Wallau 121 Spiele unent, verl. Tore 1 0 92 — 0 0 1 1.5 1 2 gew. Punkte 52 1 Breidenbach Frohnhausen Ockershausen VfB. Gießen Wallau Bottenhorn 1900 Gießen SpV. Wetzlar Gau Gießen⸗Wetzlar 2. Bezirksllasse: Burgsolms— SC Wetzlar 3.1 Steindorf— Aßlar 0:4(0:3) Ehringshausen— SW Wetzlar 2. 2:2(10) Biskirchen— Oberbiel 82(41) Löhnberg— Weilburg 12(171) unent. e 0 c d de d d% O ——— 0— 282 = e o A = Ne 88888 Spiele gew. verl Punkte 2 * Weilburg Bissenberg Burgsolms Biskirchen SC. Niedergirmes Aßlar Steindorf Löhnberg Wetzl. SpV. 2. Ehringshausen Oberbiel Butzbach— Laubach 40 Ettingshausen— Daubringen 1:5(0:3) VfB Gießen 2.— Leihgestern 14(1:0), 0 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 de de de do 10 de e E 22„ 222282888 90 de. de b S be Se S N O i S d S S* O o% W d de ds io 1 S F( —- n Spiele gew. unent. verl— Punkte d Daubringen W.⸗Steinberg 1900 Gießen 2. Butzbach Leihgestern Laubach Ettingshausen VfB. Gießen 2. Lollar 1. Gauklasse: Allendorf— Holzhausen 1:2(0:1) Niedershausen— Gräveneck 571(3:0) Merenberg— Stockhausen 3:2(2.2) Oberndorf— SC Wetzlar 2. 5:3(2:1) Wetzlar SpV. 3.— Braunfels 5:0(2:0) Hermannstein— Burgsolms 2. 1:3(12) Werdorf— Nauborn 313(2.1) Butzbach 2.— 1900 Gießen 3. 0:1(0:0) Großen⸗Buseck— Wieseck 8:1(2.1) Vic Gießen 3.— Niederweisel 3:3 Lich— Heuchelheim 11:0(4:0) Dutenhofen— Garbenteich 471 Flensungen— Geilshausen 223(1:0) 2. Gauklasse: Hasselbach— Obershausen 311(374) Waldhausen— Odersbach 5:0(2:0) Arborn— Merenberg 2. M. n. angetr. Gaudernbach— Allendorf 211 Wirbelau 1.— Weinbach 1:0(1:0) Leun— Alm 5:0(2:0) Holzhausen 2.— Stockhausen 2. 571(3:0) Allendorf 2.— Tiefenbach 14(1:2) Philippstein— Albshausen 02(01) Oberbiel 2.— Bonbaden 2:7(2:4) Oberndorf 2.— Bonbaden 2. 13:0(7:0) Bechlingen— Werdorf 2. 31(2:1) Schwalbach— Garbenheim 71(3:0) o Od d d s% 9 5 5 8 8 Se d o E= S O AS AE 0 0 0 11 1 1 1 2 0 2— 1 S 228888 SS 0⁰ S Büblingshausen 2.— Wetzlar SpV 4. 671(011) Wetzlar SpV 5.— Waldgirmes, Wetzl. n. angetr. Krofdorf— Dutenhofen 2. 1:0(1:0) Lollar 3.— 1900 Gießen 4. 7:0(3:0) Butzbach 3.— Niederweisel 2. 51(2:0) Hochweisel— Steinberg 2. 113 Muschenheim— Garbenteich 2. 5·2(310) Leihgestern 2.— Lich 2. 6:0(2:0) Flensungen 2.— Nonnenxoth, ausgefallen Gesellschaftsspiele: Sc W.⸗Niederg. komb.— Pf Wetzl. 1. 613(1:1)(Sa.) Steinbach 1.— Sportfr. Wetzlar 5:4(2:2) Jugend: Schwalbach— SpV Wetzlar 1:9 Jugendspiel Klein⸗Linden Igd.— Leihgestern Igd. 11 Vfb Gießen Sch.— Leihgestern Sch. 170(1:0) Steindorf— Sp Wetzlar 6:1 Schüler Gau Marburg 2. Bezirksklasse: Wetter 1.— Gladenbach 1. 22 Marbach 1.— Dreihausen 1. 42 Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Marbach 3 3 0 0 11:6 620 Gladenbach 4 2 2 0 175 62 Sarnau 4 2 1 1 876 5:3 Wetter 3 1 1 1 7:8 3:3 Dreihausen 4 1 0— 5:12 276 Frankenberg 2 0 0 4 5:16 08 Wommelshausen 1.— Frechenhausen 1. 8.2 Wiesenbach 1.— Biedenkopf 1. 22 1. Gauklasse: Kirchhain 1.— Allendorf 1. 22 Langenstein 1.— Speckswinkel 1. 570 Eckelshausen 1.— Buchenau 1. 10 Cölbe 1.— Bürgeln 1. 11 Schönstadt 1.— Wehrda 1. 211 Mellnau 1.— Cappel 1. 2:6 Wetter 2.— Germania Marburg 2. 275 Ockershausen 2.— VfB K. Marburg 2. 6˙2 Mornshausen a. S. 1.— Dernbach 1. 12 Gladenbach 2.— Hartenrod 1., Gl. n. angetreten Lixfeld 1.— Steinperf 1. 32 2. Gautlasse: Birkelbach 1.— Raumland 1. 3.2 Eckelshausen 2.— Friedensdorf 2. 2:0 Allendorf 1.— Buchenau 2. 1:0 Sarnau 2.— Unter⸗Rosphe 1. 5˙4 Sterzhausen 1.— Goßfelden 1. 14 Michelbach 1.— Schönstadt 2. 711 Germania Marburg 3.— Cappel 2. 770 VfB K. Marburg 3.— Wehrda 2. 714 Holzhausen 1.— Dreihausen 2. 5:0 Großseelheim 2.— Leidenhofen 1. 077 Ebsdorf 1.— Bortshausen 1., ausgefallen Lohra 1.— Ober⸗Walgern 1. 871 Weidenhausen 2.— Holzhausen 1. 1.7 Erdhausen 2.— Runzhausen 1. 1·3 Großseelheim 1.— Erksdorf 2. 171 Jugend: Lohra— Ockershausen 1:3 VfB K. Kurh. 2.— Germania 2. 274 Cölbe— Wehrda 32 Weidenhausen— Holzhausen 0˙2 Sterzhausen— Goßfelden 2˙2 DF B⸗Meisterschaft Für die nächstjährigen Spiele in der D B.⸗Meisterschaft sind folgende Termine bestimmt worden: Vorrunde am 7. Mai 1933; 1. Zwischenrunde am 21. Mai 1933; 2. Zwischenrunde am 28. Mai 1933 und das Endspiel am 11. Juni 1933. Vorrunde um den Bundespokal des DS B Die Vorrunde um den Bundespokal des DFB. am 9. Oktober wird wie folgt ausgetragen: Baltischer Sportverband gegen Verband Brandenburgischer Ballspielvereine in Danzig; Verband Mitteldeutscher Ballspiel⸗Vereine: Süddeutscher Fußball- u. Leichtathletik-Verband in Dresden oder Leipzig. Westdeutscher Spiel⸗Verband: Südostdeutscher Fußball-Verband in Gladbeck(Stadion). Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.⸗Pfg. 38 Glreife durch den Bezirk Der Bezirksfußballsachbearbeiter hat noch einmal die Ver⸗ eine darauf aufmerksam gemacht, daß gleichzeitig mit der Ab⸗ meldung der 1. Mannschaft von den Verbandsspielen automatisch auch die unteren Mannschaften von der Teilnahme an den Ver⸗ bandsspielen ihrer Klassen ausgeschlossen find. Ferner weist derselbe Sachbearbeiter noch besonders darauf hin, daß ein Verein, dessen 1. Mannschaft zu den angesetzten Verbands⸗ spielen dreimal nicht antritt, mit allen Senioren⸗ Mannschaften von der weiteren Teilnahme an den Verbandsspielen ausge⸗ schlossen ist und und im folgenden Spieljahr in die unterste Gauklasse eingereiht wird; die Spiele, die ein solcher Verein bis zu seinem Ausscheiden ausgetragen hat, gelten als nicht ge⸗ spielt und werden ohne Rücksicht auf ihren Ausgang in den Ta⸗ bellen der verschiedenen Klassen gestrichen. Wie erinnerlich, konnten die in Frage kommenden Vereine des Lahnkreises, wie im Vorjahr so auch in diesem Spieljahr sich nicht über die Zusammensetzung der Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse einig werden, so daß schließlich vom Bezirksvor⸗ stand und Bezirksfußballsachbearbeiter die Regelung in die Hand genommen werden mußte, die zur Annahme des Antrages auf eine Gruppe mit 10 Vereinen führte; durch den freiwilligen Verzicht von Butzbach und Wiesenbach ist die Anzahl dann auf 8 herabgegangen, die nun nolens volens die angesetzten Spiele austragen.— In Südhannover haben ähnliche Verhältnisse zu unliebsamen Vorkommnissen geführt. Dort umfaßte die Gruppe im Vorjahr 12 Vereine; dazu kamen durch Abstieg aus der Oberliga 4 Vereine(Spielogg. Göttingen, FC Grone, SW 05 Einbeck und SpuSp. Northeim), ferner durch Ueberweisung aus der Gruppe Kassel 2 Vereine(FC Großalmerode— Abstieg!— und VfR Lichtenau), so daß im ganzen 18 Vereine der 1. Be⸗ zirksklasse angehört haben würden, wenn alle zugelassen worden wären. Die meisten Vertreter waren aber bei der deshalb einberufenen Vertretersitzung für die Bildung von nur einer Gruppe mit 10 Vereinen, in welche außer den 5 abgestiegenen Oberligisten und dem überwiesenen Lichtenau nur 4 Vereine der vorjährigen Gruppe hätten eingereiht werden können; da⸗ durch wären also 8 Vereine dem Abstieg verfallen gewesen, von denen die Hälfte ihrer Spielstärke und ihrem Tabellenstand ent⸗ sprechend dieses Schicksal nicht verdient hätten; natürlich wider⸗ setzten sie sich daher auch der Durchführung des Eingruppen⸗ projektes mit allen Mitteln. Da eine Einigung nicht zustande kam, mußten schließlich wieder der Vorstand und Sachbearbeiter des Bezirkes eingreifen und vermitteln. So kam denn folgende Lösung zustande: von den 18 Vereinen stiegen nur 2 ab; die andern 16 wurden in 2 Gruppen(Nord und Süd) mit je 8 Ver⸗ tretern geteilt. Dementsprechend fertigte der Sachbearbeiter die Spieltermintabellen an. Aber nun traten die Verfechter des Eingruppenprojektes in Opposition: sie verlangten eine Aende⸗ rung gemäß ihrem Vorschlag, traten zu den angesetzten Ver⸗ bandsspielen nicht an und trugen untereinander Gesellschafts⸗ spiele aus. Der Sachbearbeiter hielt sich aber an die getroffene Einteilung und erklärte kurzerhand alle Spiele, zu denen die Vereine nicht antraten, für dieselben verloren; so gingen ver⸗ schiedene Spiele für beide Parteien verlustig, wo beide nicht mitmachten; gleichzeitig wies der Sachbearbeiter die Oppo⸗ nenten auf die leingangs dieser Ausführungen schon erwähn⸗ ten) Folgen eines dreimaligen Verzichtes hin. Dadurch hat sich die Situation noch mehr zugespitzt, und man darf gespannt sein, wie die Sache ausgeht. Für die Vereine ergibt sich aber aus diesen Geschehnissen die unbedingte Notwendigkeit, solche Machtproben rechtzeitig auszuschalten, d. h. sofort nach Schluß der Verbandsspiele, wenn ein Ueberblick über den Stand der Dinge in allen Klassen und Gruppen gegeben ist, die nötigen Schritte zu tun, um eine den regionalen Verhältnissen ange- paßte Einteilung herbeizuführen, sei es durch gegenseitige Ver⸗ handlungen, sei es durch Vermittlung der Bezirksinstanzen, sei es durch eine Entscheidung des Verbandstages. Diese Mahnung gilt auch für die Vereine des Lahnkreises. Die Gruppe Fulda, für welche nur 8 Vereine der 1. Bezirksklasse vorgeschlagen waren, zu denen die beiden Abstiegsvereine der Oberliga(Germania Fulda und Horas) zählten, ist durch güt⸗ liche Vereinbarung um zwei Vertreter des Vorjahres(Schlüch⸗ tern und Sterbfritz) auf 10 Vereine erweitert worden, die nun einmütig ihr Spielpensum erledigen.— Ebenso friedlich geht es in der Gruppe Kassel zu, welche 11 Vereine umfaßt, von de⸗ nen 6 in Kassel zu Hause sind. Von den 11 aus der Bezirksliga abgestiegenen Vereinen erhielten 4 Gruppen der 1. Bezirksklasse je 2 Vereine, während die Südabteilung der Gruppe Südhannover 3 Vereine überneh⸗ men mußte. Wenn man zu der Ansicht neigte, daß es diesen Mannschaften ziemlich leicht sein würde, sich an die Spitze ihrer Tabellen zu setzen, so haben die bisherigen Kämpfe gezeigt, daß die anderen Vereine nicht gewillt sind, diese Theorie zur Praxis 11 Dienstag, den 20. September 1932 Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung Nr. 38 werden zu lassen; bei 20 ausgetragenen Spielen(in Südhanno⸗ ver streikt man stellenweise) ist nur Sport Kassel ohne Punkt⸗ verlust geblieben, dagegen haben alle anderen beteiligten 8 Ver⸗ eine durch Niederlagen oder Unentschieden schon mehr oder we⸗ niger Punkte eingebüßt. * Der vierte Spieltag der Bezirksliga brachte außer der einen, dafür aber auch ziemlich hohen Niederlage in Fulda den. Kasseler Vereinen auf der ganzen Linie Erfolge über die Pro⸗ vinzvereine ein; allerdings war dabei laut Berichten mehrfach das Glück sehr auf ihrer Seite. Die Tabelle sieht nun so aus: Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Kurhessen⸗Kassel 3 3 0 0 14:1 60 Borussia Fulda 3 3 0 0 1525 60 SC. 03 Kassel 3 2 0 1 10:6 4:2 Spielverein Kassel 3 2 0 1 8:11 42 VfB. Kurh. Marburg 4 1 2 1 5:4 44 Tura Kassel 3 1 1 1 8:10 33 Herm. Kassel 3 1 1 1 3:4 3:3 Hessen⸗Hersfeld 3 1 0 1 72 10 2:4 SC. 05 Göttingen 3 0 0 3 6:13 0:6 Germania Marburg 4 0 0 4 5817 0˙8 Wie nicht anders zu erwarten, sind alle Spiele dieser Klasse bisher hart auf hart ausgetragen worden; so wird es wohl auch weiter gehen. Wenn dabei hier und da leichtere Verletzungen vorkommen, ist das nicht zu verwundern; dagegen kann man nicht verstehen, wenn sich Spieler derselben Partei gegenseitig wehe tun; das kann nur einem Kampfesübereifer zugeschrieben werden, den die Betreffenden eigentlich an dem Gegner aus⸗ lassen wollten, und das deutet doch immer auf eine unfaire Spielweise hin. Dieser Fall ist aus Fulda vom Spielverein Kassel berichtet worden, und Unfairnis hat der Kasseler Bericht auch einigen Spielern des Sportklubs 03 Kassel gegen die Aus Wehlar Wetzlarer SpV.— Wallau FV 1:1(0:1). Auch dieses Spiel brachte den Wetzlarern nicht die ge⸗ wünschte Wendung in der Tabelle. Nach dem unglücklichen Start der ersten beiden Spiele wirkt das Ergebnis mager. Das Unglück verfolgt die W.⸗Elf weiter, Benner 1. stürzte am Sonntagvormittag so schwer mit dem Rad, daß er das Bett hüten mußte, Ackermann hatte am Samstag einen Motorrad⸗ Unfall und konnte mit verletztem Knie nicht seine übliche Lei⸗ stung vollbringen. Immerhin war die Elf im Spiel etwas über⸗ legen, der Sturm konnte aber die oft schönen Kombinationen nicht erfolgreich abschießen. Das einzige Tor wurde von Diehl durch Elfmeterstoß erzielt, Die Wallauer waren in ihrer Spielweise schneller und kräftiger, in dem Torwart, Mittel⸗ stürmer und linken Verteidiger hatten diese besonders gute Stützen, jedoch spielt letzterer oft etwas hart. Das Spiel bei⸗ der Mannschaften stand auf keinem besonderen Niveau; man muß jedoch berücksichtigen, daß das hohe, nasse Gras auf dem Platze eine genaue Ballbehandlung erschwerte. Schiri Dietz⸗W. leitete in gewohnt sicherer Art. Die 2. Elf des SpV. konnte in Ehringshausen gegen deren erste Mannschaft ein Anentschieden erkämpfen. Ehringshausen ging zunächst in Führung. Wetzlar hatte in Form eines Elf⸗ meters eine gute Ausgleichsmöglichkeit, welche aber Plech ver⸗ schoß. Nach der Pause erhöhte Ehringshausen durch Verwand⸗ lung eines Elfers von Nell auf 2:0. W. wurde dann gegen Schluß überlegen, holte ein Tor durch Mignon auf und Rehm konnte eine Flanke von Schindler wenige Minuten vor Schluß zum Ausgleich verwandeln. Nach Ansicht der Ehringshausener soll der Ball vorher ausgewesen sein. Die Entrüstung gegen diese Entscheidung hatte nach dem Spielende noch unliebsame Folgen. Pause durch Bährwinkel aus. Marburger Kurhessen vorgeworfen. Hier hat der Schiedsrichter aus Göttingen versagt, als der Kampf hart wurde: er ließ die Zügel schießen und schritt gegen die dadurch hervorgerufenen „kleinen Gemeinheiten“ und„Unfairheiten“ der Kasseler nicht streng genug ein. Es liegt klar auf der Hand, daß unter sol⸗ chen Verhältnissen die„faire“ und auch„zweifellos bessere“ Mannschaft leiden muß, so daß sie keine Erfolge erringt; ganz verwerflich ist es aber, wenn das Publikum ohne jede Objektivi⸗ tät für seine Partei eintritt und damit deren Unsportlichkeiten beifällig unterstreicht.— Am 25. September finden 4 Spiele statt: Germania Marburg— Tura Kassel, Hessen Hersfeld— Borussia Fulda, Spielverein Kassel— SC 05 Göttingen, Hermannia Kassel— Kurhessen Kassel. In der Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse geht auch nicht alles nach Wunsch der Vereine, das haben, wie schon die Spiele vorher, so auch die Resultate des vergangenen Sonntages wieder deutlich gezeigt, und wenn man den Dingen ohne die Voreingenommenheit eines Parteigängers gegenüber⸗ steht, dann muß man auch weiterhin mit Komplikationen rechnen, die eine Voraussicht der Entwickleung unmöglich machen.— Auf den 25. September sind drei Spiele angesetzt: Spielogg. 1900 Gießen— Breidenbach, Bottenhorn— VfB Gießen. Ockershausen— SW Wetzlar. Die Paarungen sind sehr interessant und lösen unter Be⸗ rücksichtigung der bisherigen Spiele die Fragen aus:„Wie wird Breidenbach auf großem fremdem Platze zum ersten Male abschneiden? Wird der VfB auf dem ungewohnten Ge⸗ lände Bottenhorns sich durchsetzen oder nicht zurechtfinden? Kann Wetzlar in Ockershausen Punkte erben oder muß es sie dort lassen?“ Das Raten bleibt einstweilen den Lesern über⸗ lassen; die Antwort wird erst durch die Spiele selbst geliefert. Die 3. Elf brachte überraschend einen hohen 5:0-Sieg gegen die erste von Braunfels fertig, welche durch Wörner und Hun⸗ ger(früher SpV. W.) verstärkt antrat. Die Braunfelser Mann⸗ schaft ist bei weitem nicht so schlecht als das Resultat vermuten läßt. Trotz der sehr guten Ausstellung der W. hat der Braun⸗ felser Hüter die Hauptschuld an der Niederlage, welcher einige Bälle leicht passieren ließ, wodurch der Braunfelser Mannschaft die Lust am Spiel verging, zumal die Punkte vor dem Spiel bereits an Braunfels vergeben wurden. Die 4. Mannschaft trat in Büblingshausen gegen deren 2. Elf mit nur 8 Mann an und verlor hoch 61 Galbzeit 0:1). Die 1. Jugend konnte in Schwalbach einen 91Sieg lan⸗ den; dagegen verloren die Schüler des SpV. 61 in Steindorf überraschend hoch. Am Samstag stellte sich der VfL. erstmalig mit einer Fuß⸗ ballmannschaft in Niedergirmes vor. Als Gegner stellte der SC. eine kombinierte Elf aus Spielern der 2. Mannschaft und der A.⸗H.⸗Mannschaft, verstärkt durch Kling, welcher auch den Hauptanteil an den 6 Toren für N. hatte. R. ging zuerst in Führung. Nach verteiltem Spiel glich der VfL, noch vor der Kurz vorher wurde der Mittel⸗ läufer Waldschmidt, VIL., stark verletzt und mußte ausschei⸗ den, wodurch die Elf sehr geschwächt wurde. In der Pause wechselte der VfL. mehrere Spieler probeweise aus, um eine bessere Ausstellung für die Zukunft heraus zu bringen. Nach der Pause kam N. durch 2 Selbsttore der noch unsicheren VfL⸗ Verteidigung zu einer 3:1⸗Führung. Die VfLer konnten dann eine Zeit lang drängen, jedoch ohne Erfolg. Auf der Gegenseite ist es Kling, welcher Flanken von Dietz verwandelt und somit die Tordifferenz wesentlich erhöht. Nach verteiltem Spiel holt Bährwinkel ein Tor auf und der alte Kämpe Voß erzielt im Alleingang mit schönem flachen Schuß das dritte und letzte Tor für VfL. Auch N. ist noch einmal erfolgreich, so daß das Spiel am Schlusse 6:3 für Niedergirmes lautet. Die VfL-Elf ist noch unausgeglichen, gute Spieler stehen neben Anfängern. Im Sturm wurden zeitweise gute Ansätze zur Kombination gezeigt, aber das Schießen will gelernt sein, der plazierte Torschuß ist schwerer als der Torwurf! Das Stellungsspiel, welches beim Handball ähnlich ist, kam den Spielern zum Vorteil. Die Haupt⸗ sache für den VfL ist nicht das Resultat, sondern die Tatsache, daß ein Anfang gemacht ist. Am kommenden Sonntag tritt der Vfe im 2. Spiel den Sportfreunden im Anschluß an ein Handballspiel auf dem Klo⸗ sterwaldsportplatz gegenüber. Die Sportfreunde, welche entgegen unserer letzten Ver⸗ öffentlichung die endgültige Aufnahme in den WSV. noch nicht erhalten haben, hatten am Sonntag auf eigenem Platze in Steinbachs 1. Mannschaft einen starken und gleichwertigen Gegner. Der Spielverlauf entspricht dem Ergebnis von 574 für Steinbach. Bei der Gleichwertigkeit beider Mannschaften waren die Gäste die glücklicheren. Die Wetzlarer mußten die erste halbe Stunde mit nur 10 Mann spielen, gingen aber trotz⸗ dem in Führung. Den 2:0⸗Stand glichen aber die Steinbacher bis zur Pause aus, kamen nach dieser in Vorteil, aber die Rot⸗ weißen konnten beim Stande 4:3 für Steinbach abermals aus⸗ gleichen. Der Sieg stand dauernd in Frage. Steinbach war der Glücklichere, denn kurz vor Schluß gelang ihnen noch ein 5. Treffer. Der kommende Samstag ist für den Wetzlarer Sport von besonderer Bedeutung, denn der Sportverein stellt erstmalig eine Boxermannschaft, abend 8 Uhr, im Schützengarten der Ein⸗ tracht Frankfurt gegenüber. Wenn auch die Frankfurter durch ihre besonderen Kräfte und Ringerfahrung als sichere Sieger erwartet werden, finden wir doch in der Wetzlarer Vertretung bekannte, kampferprobte Boxer, wodurch sehr spannende Kämpfe zu erwarten sind. Das Interesse für diesen Kampf ist in Wetz⸗ lar sehr groß. W. 3. W. Alls Leihgestern VfB Gießen 2.— Leihgestern 1. 2:4(1:0). Leihgestern 2.— VfR Lich 2. 6:0(2:0). Klein⸗Linden Igd.— Leihgestern Igd. 1:1. Vfch Gießen Sch.— Leihgestern Sch. 1:0(1:0). Die Spielvereinigung Leihgestern hatte am vergangenen Sonntag alle ihre Mannschaften auf dem Plan. Die 1. Mann⸗ schaft trat mit sehr gemischten Gefühlen in Gießen an, denn sie war gezwungen, mit nur 10 Mann zu spielen, da der Tormann ohne weiteres nicht antraten. Aber die kampferprobten Leih⸗ gesterner haben es doch geschafft. Die VfBer brachten zwar eine etwas harte Note ins Spiel, doch auch diesem war Leihgestern gewachsen und konnte nach überaus hartem Kampf mit 42 Toren als Sieger den Platz verlassen. Ein weiter erzieltes Tor wurde vom Schiri nicht gewertet. Die 2. Mannschaft hatte die gleiche von VfR. Lich im Ver⸗ bandsspfel zum Gegner. Es dauerte geraume Zeit, bis sich die Platzelf gefunden hatte. Die Gäste waren sehr auf Kampf ein⸗ gestellt, während es bei den Platzbesitzern vorerst gar nicht klap⸗ pen wollte. Endlich in der 28. Minute klappte es. Der Mittel⸗ stürmer gab das Signal und in regelmäßigen Abständen konnte Leihgesterns Sturm noch fünfmal erfolgreich sein, darunter war ein Elfmeter. Der Kampf war hart, auch waren die Gäste reich⸗ lich laut. Der Schiedsrichter war gut.— Die Jugend weilte zum Rückspiel in Klein⸗Linden und erzielten dieselben ein ge⸗ rechtes Unentschieden: 11. Die Schüler waren bei den Schülern von Gießen VB, um ebenfalls ein Kückspiel zu erledigen. Aber gegen eine solche körperlich starke Schülermannschaft in Gießen waren die Klei⸗ nen aus Leihgestern, die sie dort vorfanden, machtlos. Das Vor⸗ spiel endete 310 für Leihgestern. —...r—8 r————— Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (20. Fortsetzung.) Sie lag in seinen Armen. Mit zärtlichen Augen sah der junge Mittelstürmer auf ihren blonden Bubenkopf. Hell schien der Mond in die efeuumsponnene Veranda. Ein leiser, warmer Wind bewegte die bunten Lampions. „Wie schön ist es hier,“ flüsterte Marieliese, ganz hingegeben der Stimmung des Abends. Sie tanzten schweigend, bis die Melodie verklang. Theo schenkte Wein in die Gläser. „Danke, mir nicht mehr.“ „Ein letztes Glas,“ bat er mit einem sehnsüchtig heißen Lächeln und blickte tief in Marieliesens Augen. „Auf ein recht baldiges Wiedersehen... Marlies!“ F Sie tranken die Gläser bis zur Neige leer. Marieliese stand auf und lehnte an der offenen Tür der Veranda. Theo folgte ihr und trat hinter sie. Goldig schimmerte ihr Haar. Ein zarter Glanz lag auf ihrer von Sport, Luft und Sonne getönten Haut. „Welch eine Nacht,“ sagte sie so leise, daß er es kaum hören konnte. Der Vollmond schien auf das herbstbunte Laub und vom See her klang der zärtliche Ruf der Nachtschwalben. Theo nahm Marliesens Hand und hielt sie wunschlos in der seinen... Die Morgensonne lag hell und warm auf dem Frühstückstisch. Spiegelblank schimmerte der See herüber. Kein Luftzug kräu⸗ selte seine Oberfläche. „Mit dem Segeln ist es heute nichts, Marlies,“ sagte Theo und sah in die Ferne.„Hättest du Lust zu einer Ruderpartie? Wir können dann auf der anderen Seite anlegen und einen Morgenspatiergang durch den Wald machen.“ „O ja,“ stimmte sie angeregt zu. Sie fuhren über den schilfumkränzten See. am Steuer. Theo hatte seine Jacke ausgezogen. Bei Marieliese saß jedem Riemenschlag glitzerten die aufsprühenden Wassertropfen in der Morgensonne wie silberne Perlen... In einer halben Stunde waren sie an der anderen Seite. Theo sprang an das Ufer und legte die Bootskette um den Pfahl. „Hier an der Landungsstelle ist es feucht und moorig, Mar⸗ lies. Du bekommst nasse Füsse. Wart, ich will dich ein Stück tragen.“ Er nahm sie in seine starken Armee und spürte kam die Last... Hand in Hand gingen sie durch den Wald. Auf einer Lichtung blieben sie stehen. In breiten, hellen Streifen fiel die Morgensonne durch das herbstbunte Laub. „Ich will ein paar Blumen pflücken,“ sagte Marieliese.„Da hinten am Waldrand steht wilder Mohn.“ Theo legte sich in das lange, weiche Gras und schloß die Augen.. Als er sie wieder öffnete, saß Marieliese neben ihm, den Schoß voll Blumen. „Habe ich geschlafen, Marlies?“ fragte Theo leise und zärt⸗ lich. „Ja,“ lachte sie.„Hast du etwas Schönes geträumt.. 2 Aber sieh mal, was für feine Herbstblumen ich gefunden habe: Maßliebchen, Tausendgüldenkraut, roter Mohn und silberhelles Wollgras. Daraus binde ich mir jetzt einen Kranz... Du bekommst auch einen, Theo. Aus Eichenblättern. So viele Fußballsiege hast du schon errungen und nie einen Kranz erhal⸗ ten. Aber ich will dich krönen.“ Sie beugte sich ein wenig über ihn und ließ ihre Hand durch sein helles blondes Haar gleiten. „Daß ich an einem spielfreien Sonntag noch einmal einen Siegerkranz bekommen würde, hätte ich mir niemals träumen lassen. Aber eigentlich müßtest du elf binden, Marlies. Für jeden Spieler der Mannschaft einen Kranz.“ „Du bist doch der Spielführer, Theo, und trägst ihn für alle.“ Der junge Fußballspieler verschränkte die Armee hinter dem Kopf und sah in den blauen Herbsthimmel. „Wenn du im nächsten Jahr zurückkommst, Marlies, dann wollen wir wieder hierher gehen, nicht wahr?“ „Dann ist Mai,“ sagte sie und ließ die Hände in den Schoß sinken.„Im Herbst nehmen wir Abschied, im Frühling sehen wir uns wieder.“ Nach einer Weile erhob sie sich und setzte den fertigen Blumenkranz auf ihr blondes Haar. Hell leuchteten die roten Mohnblüten. f „Gefall ich dir so?“ Theo war aufgesprungen. „Wunderschön siehst du aus, Marlies!“ rief er und betrach⸗ tete sie andächtigt.„Wie eine Waldprinzessin!“ „Ist das wahr? Jetzt will ich dir den Eichenkranz aufsetzen, Theo. Du mußt den Kopf etwas neigen,“ Sie drückte ihm den grünen Blätterkranz auf sein krauses, blonde Haar. Ihm schoß das Blut in die Backen. „Für deine Siege im Fußballkampf, Theo, lieber Junge..“ Einen Augenblick lagen ihre Hände auf seinen Schultern. „Hier, wo uns niemand sieht, will ich dir den Abschieds⸗ kuß geben,“ sagte sie leise. Sie stellte sich auf die Fußspitzen und küßte ihn auf den Mund „Und Bruder, trauter lieber Freund, wir kämpften heut' zu zweien so treugesinnt und unverzagt in unsrer Brüder Reihen. Schau mir ins Auge, edles Blut, sei mir von Herzen ewig gut, dann hab' ich recht gestritten.“ Die Punktspiele um die Bezirksmeisterschaft neigten sich ihrem Ende zu. Tapfer hatten die Landsknechte gestritten, denn keinem Gegner war es gelungen, diese starke Elf zu schlagen. Von sechszehn Ausscheidungsspielen hatte Theos Mannschaft fünfzehn hinter sich und führte mit dreißig Punkten überlegen an erster Stelle. Die Bezirksmeisterschaft war ihnen sicher, denn der Tabellenzweite folgte mit acht Punkten Abstand. Das Ge⸗ heimnis der Erfolge der Landsknechte lag, abgesehen von ihrem beachtlichen Können, zur Hauptsache in der Vereinstreue der Spieler begründet. In Freud und Leid hielten sie zueinander und fanden so den erstrebenswerten und vorbildlichen Zusam⸗ menschluß als Menschen und Spieler. Gegen eine solche Mann⸗ schaft aus einem Guß und in dieser Form gab es, wenigstens im Bezirk, kaum einen gleichwertigen Gegner. Fortsetzung folgt. An iam in in. Gießels. Munch dr duberhosen JI die — — Vergange 15 in Pe 685 und be Aus dem 7 fte, Spie, hen kunt wude jet b. weil einse gegilzen bo gen, Tioßt Hnternannse jezt um den Ausgleich bl einen Fehler a gleiche und ent im epiel wurde Müller einen gemeinsam Sportfteund 0 Wieder e Hase zu eint knten die N den Sportpl⸗ des durch den von beiden J es sich durch dem Vonjahr. Waldhausener merkbar, und sen. Bis zur Torchancen hähen. lei aufzuholen, a mes zerschelt hausen. Na erfolg erziel Spiel, aber! leitete, verw hatte scheinb daß sie es e daß gegen S hatte. 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Aus Lollar Am vergangenen Sonntag standen sich in Lollar die vierte Mannschaft von 1900 Gießen und die dritte Mannschaft von Lollar im Verbandsspiel gegenüber. Gießen hatte das Spiel schon in der Vorschau sicher gewonnen, aber in Lollar sind schwer Punkte zu holen. Die dritte Mannschaft Lollars schickte die 1900er mit einer 710 Packung nach Hause. Das Resultat hätte bei etwas mehr Glück leicht höher lauten können. Gießen brachte es nicht fertig auch nur das Ehrentor zu erzielen. Schiri Walter ⸗Daubringen leitete gut. Am kommenden Sonntag steht Lollar mit drei Mannschaf⸗ ten in den Verbandsspielen. Die 1. Mannschaft muß zu 1900 Gießens 2. Mannschaft, die 2. Mannschaft spielt gegen die 4. Mannschaft von 1900 Gießen und die 3. Mannschaft fährt nach Dutenhofen und spielt gegen die dortige 2. Mannschaft. Aus Sleinbath Vergangenen Sonntag weilte die 1. Mannschaft des F SpV 1926 in Wetzlar bei der 1. Mannschaft der Sportfreunde zu Gast und konnte mit 54 Toren das Spiel für sich entscheiden. Aus dem Spiel: Mit Spielbeginn entwickelte sich gleich ein flottes Spiel, wobei Steinbach in der 5. Minute in Führung gehen konnte. Aber Wetzlar glich bald darauf aus. Das Spiel wurde jetzt verteilt, und konnte Steinbach bis zur Pause noch zweimal einsenden, dem die Wetzlarer nur noch ein Tor ent⸗ gegensetzen konten. Nach der Pause ist Steinbach leicht über⸗ legen. Trotzdem konnte Wetzlar durch Fehler der Steinbacher Hintermannschaft ausgleichen. Beide Mannschaften kämpften jetzt um den Sieg, wobei Steinbach auf 4173 erhöhte. Aber der Ausgleich blieb nicht lange aus, denn Wetzlar konnte abermals einen Fehler der Steinbacher Hintermannschaft aus nützen u. auf 4•4 gleichziehen. Der Sieg Steinbachs schien gefährdet zu sein, und erst im Endspurt fiel der Siegestreffer für Steinbach. Das Spiel wurde von beiden Seiten fair ausgetragen und hatte in Willer einen korrekten Leiter. Nach dem Spiel verlebte man gemeinsam noch einige frohe Stunden im Vereinslokal der Sportfreunde. Aus Waldhaujen Waldhausen 1.— Odersbach 1. 5:0(2:0). Wieder einmal trafen sich die beiden Rivalen der 2. Gau⸗ klasse zu einem Verbandsspiel. Mit gemischten Gefühlen be⸗ traten die Mannschaften sowie eine stattliche Anzahl Zuschauer den Sportplatz des SV Waldhausen. Das Spiel wurde trotz des durch den Regen aufgeweichten Platzes mit größter Energie von beiden Mannschaften ausgetragen. Waldhausen zeigte, daß es sich durch intensives Training in der Spielsperre gegenüber dem Vorjahre erheblich gebessert hat. Die Ueberlegenheit der Waldhausener machte sich schon kurz nach Spielbeginn stark be⸗ merkbar, und bald fiel auch schon der erste Treffer für Waldhau⸗ sen. Bis zur Pause wurden von dem Platzverein noch mehrere Torchancen verschossen, jedoch konnte Waldhausen auf 2:0 er⸗ höhen. Gleich nach der Pause versuchte Odersbach ein Tor aufzuholen, aber sämtliche Durchbrüche des Odersbacher Stur⸗ mes zerschellten an der tadellosen Hintermannschaft von Wald⸗ hausen. Nachdem die Waldhausener noch einen weiteren Tor⸗ erfolg erzielt hatten, versuchte es Odersbach durch unfaires Spiel, aber Schiri Kiebach⸗Bissenberg, der das Spiel korrekt leitete, verwies 4 Odersbacher vom Platze. Diese Entscheidung hatte scheinbar 3 weitere Spieler Odersbachs derart gekränkt, daß sie es ebenfalls vorzogen, das Spielfeld zu verlassen, so daß gegen Schluß des Spieles Waldhausen nur noch 4 Gegner hatte. Die Waldhausener Mannschaft konnte noch 2 weitere Treffer erzielen. Aus dem Hinterland Breidenbach— Pf Gießen 3:3(1:1). Dieses Punktespiel mußte eigentlich in Gießen stattfinden, aber da die Breidenbacher gern„Kirmes“ mitfeiern wollten, vereinbarte man die Austragung mit Gießen in Breidenbach. Bravo VfB Gießen! Zu dem Spiel selbst: Gießen brachte das Kunststück fertig, wenigstens einen Punkt in Breidenbach zu retten und mit etwas mehr Glück in den letzten Minuten wäre sogar ein Sieg mit nach Hause genommen worden. Das Spiel stand zeitweise auf hohem Niveau. Blitzschnelle Angriffe wechselten auf beiden Seiten und dem Führungstreffer der Breidenbacher durch Meu⸗ ser, ließen die Gießener noch bis zur Pause den Ausgleich fol⸗ gen. Die Breidenbacher hatten in dieser Hälfte etwas mehr vom Spiel, aber die ausgezeichnete Gießener Verteidigung mit Tormann ließen weitere Treffer nicht zu. Der zweite Teil be⸗ gann gleich verheißungsvoll für die Breidenbacher. Einen schönen Angriff schloß der schnelle Rechtsaußen Kamm mit dem Breiden⸗ bacher Führungstreffer ab. Breidenbach versuchte noch mehr Torabstand, aber auch die Gießener kamen immer mehr und mehr auf. Die Gäste versuchten es einmal mit einer kleinen Umstellung. Haupt, der rechter Läufer spielte, ging auf seinen alten Posten als Mittelstürmer und machte hier seinen Neben⸗ männern vor, wie man einen Sturm dirigiert und nach vorne reißt. Er hat jedenfalls den größten Verdienst daran, daß seine Farben bald eine 3:2⸗Führung eroberten. Die Breidenbacher gaben aber noch nichts verloren und jeder leistete sein Bestes. Gießen wehrte immer und immer wieder fabelhaft ab. Bis dann kurz vor Schluß der schußsichere Halblinke Bergen-Breiden⸗ bach den Ausgleich herstellte. So trennten sich nach großem Kampf mit wechselvollen Leistungen die Mannschaften, die bisher noch keinen Verlustpunkt zu verzeichnen hatten. Jede der Mannschaften zeigte auf ihre Art, was sie kann. Die Gießener waren in der Ballbehandlung etwas besser, aber die Einheimischen waren sehr schnell. Der FW Wallau spielte in Wetzlar 1:1 unentschieden. Erst eine zweifelhafte Elfmeterentscheidung brachte den Wetzlarern den Ausgleich. Die Wallauer Stürmer wurden nämlich mehr als einmal in der Weise im Strafraum gelegt, wie es bei dem Wetzlarer Stürmer geschah. Wallaus Verteidiger hatte den Ball weggefegt und über seinen ausgestreckten Fuß fiel Wetz⸗ lars Stürmer, der genau so gut auf den Beinen bleiben konnte. Warum entsendet man überhaupt einen Schiedsrichter aus dem Wetzlarer Vorort Niedergirmes? Wiesenbach— Pf Biedenkopf 2:2. Nun haben auch die bisher nur siegreichen Kreisstädter den ersten Punkt abgeben müssen. Die Elf war nicht in der ge⸗ wohnten Form, vor allem versagte die Fünferreihe. Wiesenbach hatte weit mehr vom Spiel und diktierte durchweg den Gang der Dinge. Kein Wunder, wenn auch wieder verschiedene alte Kämpen mit dabei waren! Neben einer ganzen Anzahl unaus⸗ genutzter Chancen vermasselten die Wiesenbacher auch noch zwei Germania Marburg 1.— Hermannia Kassel 1. 1:2(1:2). Wieder einmal mußten die Germanen-Anhänger eine Ent⸗ täuschung erleben. 4 Spiele und 8 Verlustpunkte, das ist schon eine bittere Pille, zumal man noch reichliche Gelder für einen Trainer ausgegeben hat. Die auswärtigen Mannschaften haben die Tücken des Germanenplatzes anscheinend erkannt und stellen sich dementsprechend ein. Germania hatte ja nun auch das Pech, auf einige gute Spieler wie Zschokke, Schmidt, Sauerwald und Steinmüller verzichten zu müssen, jedoch mit solchen Aus⸗ fällen hat ja schließlich jeder Verein einmal zu rechnen. Stein⸗ müller wurde durch Happ im Tore recht gut ersetzt, so daß man hier von Ersatz eigentlich nicht reden kann. In der Verteidi⸗ gung lieferte Emmler eine recht gute Partie, während Brauer stark abfiel. Die Läuferreihe konnte nicht so recht überzeugen. Werner als Mittelläufer ließ jeglichen Aufbau vermissen. Im Sturm war Wagner 2. die treibende Kraft, doch allein kann er nichts machen. Seine Nebenleute gehen zu wenig auf sein Spiel ein. Schaub hat schon bedeutend bessere Spiele geliefert. Scheinbar ist er noch zu jung(Jahrgang 1914), um das richtige Verständnis für ein Stürmerspiel zu haben. Winter ließ sich ganz gut an. Bei den Gästen war der Torhüter in ausgezeichneter Form. Die beiden Verteidiger befriedigten restlos, auch beide Außen⸗ läufer taten ihre Pflicht, während der Mittelläufer nicht so recht bei der Sache war. Der Sturm war äußerst beweglich und zeigte zeitweise recht gute Kombinationszüge. Schiedsrichter Spurk“-⸗Butzbach leitete gut. In der 12. Minute kommt Kassel durch einen Fehler des Verteidigers Brauer zum ersten Erfolg. Germania gleich durch Schaub aus. Eine rechte sichere Sache verdirbt Germania durch Abseits. Die rechte Sturmseite der Gäste erweist sich als äußerst gefährlich und verschafft auch den 2. Treffer und damit den Sieg. Die 2. Hälfte verläuft torlos. Zirka 800 Zuschauer wohn⸗ ten diesem Treffen bei. SC 03 Kassel— VfB Kurh. Marburg 2:1. Wie ich höre: Die Platzbesitzer erringen mit viel Glück diese beiden Punkte. Das Spiel soll zeitweise seitens 03 recht Elfmeter. Die Biedenköpfer können froh sein, wenigstens noch einen Punkt gerettet zu haben. Wommelshausen— Frechenhausen 8:2 Frechenhausen, der Besieger Wiesenbachs, hatte in Wom⸗ melshausen fast gar nichts zu bestellen. Die Einheimischen spiel⸗ ten wie sie wollten und erst beim Stande von 8:0, als die Wom⸗ melshäuser Hintermannschaft leichtsinnig wurde, hatten die tap⸗ fer kämpfenden Gäste sich im Nu zwei Tore verschafft.„oh“ Rund um den Marburger Schloßberg unschöne Formen angenommen haben, wobei der Rechtsaußen Wilhelm sich ganz besonders groß gezeigt haben soll, ohne daß vom Schiedsrichter, der ein recht mangelhaftes Können bewies, eingeschritten worden sei. 2 regulär von Marburg er⸗ zielte Tore wurden ebenfalls nicht anerkannt. Auch die Gast⸗ freundschaft seitens 03 soll viel zu wünschen übrig gelassen haben. Ein halber Eimer Wasser war zum Reinigen der elf Spieler da. Beleidigende Aeußerungen, sogar Tätlichkeiten sollen vor⸗ gekommen sein. Hoffentlich waren Führer unseres Sportes anwesend, um mal bei maßgebender Stelle passende Worte zu sprechen. Wir kommen vielleicht doch noch mal auf die Grün⸗ dung eines Bezirks Lahn zurück und werden diese Gründung be⸗ grüßen. Ockershausen 1.— Frohnhausen 1. 5:3. Ein flottes Spiel, welches Ockershausen verdient gewann. In Gemünden a. Wehra ist kommenden Sonntag Platzein⸗ weihung. VfB K. Marburg wird mit kompletter 1. Mannschaft ein Propagandaspiel dort austragen. Der FW Mellnau hatte am vergangenen Sonntag Platz⸗ weihe. Leichtathletische und Fußballspiele gaben der Veranstal⸗ tung ein recht schönes Gepräge. Im Verbandsspiel unterlag Mellnau 1.— Cappel 1. 2:6. Germania 1. empfängt Tura Kassel. Nach den leither gezeig⸗ ten Leistungen der Germanen werden wir nicht fehl gehen, Tura die größeren Gewinn⸗Aussichten einzuräumen. Ockershausen spielt gegen Wetzlar. Es wird ein hartes Ringen geben, das erst mit dem Schlußpfiff den Sieger fest⸗ stellen dürfte. Vordrunte f. Mannschafts⸗Austellungen (an die Schiedsrichter). Geblockt zu 20 Stück. Preis pro Block 30 Pfg. Vorlag der„Allg. Hess. Sport⸗ zeitung“ Südanlage Nr. 21 Gießen Fernspr. 2525 u. 2526 Abgabe nur unter Voreinsendung des Betrages zuzügl. Porto. Tor oder nitht Tor? Tatbestand: Bei dem Lokaltreffen Würzburger Kickers gegen Fußballverein 04 Würzburg 2:1(2:0) am 4. September gab der rechte Läufer der Kickers plötzlich einen scharfen Fern⸗ schuß auf des Gegners Tor ab. In demselben Augenblick ging ein Zigarettenhändler vom Platzverein vor dem Tor entlang; Der Ball flog ihm an den Kopf und wurde dadurch über die Latte abgelenkt. Trotzdem entschied der Spielleiter Boh n⸗ Mannheim auf Tor— das erste für die Kickers. Begründung der Entscheidung durch den Schiedsrichter: Der Bundesspielausschuß und der Bundesschiedsrichteraus⸗ schuß haben zu den Spielregeln 1930, Regel 4, folgenden Zusatz geschaffen:„Wenn der Ball sich unbehindert in der Richtung zum Tor bewegt(d. h. fliegt oder rollt), das Ueberschreiten der Torlinie(in der Luft oder auf der Erde) aber durch das Ein⸗ greifen einer am Spiel nicht beteiligten Person im letzten Augenblick verhindert wird, so kann der Schiedsrichter trotzdem Tor geben, wenn sein sportliches Empfinden diese Torentschei⸗ dung verlangt.“(Siehe:„Der Schiedsrichter“, 1930, von Ro⸗ senberg und Hosschneider.) Nach meiner festen Ueberzeugung wäre der Ball unbedingt ins Netz gegangen, wenn der junge Mann ihn nicht abgelenkt hätte: Die Flugbahn ging in die rechte Torhälfte, während der Torwart in der linken Torhälfte stand. Ich konnte also die Partei der Kickers nicht um einen Erfolg bringen, der ohne ihr Verschulden vereitelt wurde; mein sportliches Empfinden trieb mich zu der Torentscheidung für die Kickers. Die Kehrseite der Medaille: Man kann den Fall auch von einem anderen Standpunkt aus betrachten. Erstens war es durchaus nicht„totsicher“, daß der Ball ins Netz geflogen wäre, auch wenn der Schiedsrichter fest davon überzeugt war; es sind ja schon soviele sog.totsichere“ Torschüsse von den Torwarts im letzten Moment unschädlich ge⸗ macht worden, daß man auch im vorliegenden Falle mit dieser Möglichkeit rechnen mußte; daher ist es fraglich, ob die Kickers durch den Zwischenfall um einen Erfolg gebracht worden sind, also einen spielerischen Nachteil erlitten haben. Zweitens ist der Zwischenfall nicht ohne Verschulden der Kickers zustande ge⸗ kommen. In der Regel 13, amtliche Entscheidungen, steht: „Ohne Genehmigung des Schiedsrichters ist es keiner Person außer den Linienrichtern und Spielern gestattet, während des Spieles das Spielfeld zu betreten.“ Wenn trotzdem jemand, der kein Recht dazu besitzt, das Spielfeld betritt, so begeht er eben einen Regelverstoß, denn jede Zuwiderhandlung gegen eine Spielregel ist doch ein Regelverstoß. Nun gehört der Zigaret⸗ tenverkäufer in Würzburg zu den Kickers(ob als Mitglied oder Anhänger oder Angestellter, bleibt sich gleich); mithin ist der Regelverstoß von einem Angehörigen des Platzvereins begangen worden; indirekt ist er auch von dem Verein selbst verschuldet worden, denn die Platzordner, die während des Spieles offi⸗ zielle Vertreter des Vereins waren, hätten den jungen Mann an dem Betreten des Spielfeldes hindern müssen. Ob dieser die Absicht gehabt hat, in das Spiel einzugreifen oder nicht, bleibt außer Betracht; nur die Tatsache, daß er einen Torschuß seines eigenen Vereins aus der Bahn gelenkt hat, ist zu berüchsichtigen. Für dieses Mißgeschick, das eine Folge des erwähnten Regel⸗ verstoßes(sowohl von seiner eigenen Seite als auch von seiten der Platzordner) war, kann aber niemals die Spielpartei, welche Regelverstoß weder begangen noch verschuldet hat, verantwort- lich gemacht und bestraft werden, sondern nur die Partei, durch deren Spieler oder Angehörige der Regelverstoß begangen oder verschuldet worden ist. Das sportliche Empfinden des Schieds⸗ richters war in diesem kritischen Moment abwegig und hat ihn zu einer Entscheidung veranlaßt, welche nicht angebracht war, weil sie der Situation nicht entsprach. Das sportliche Empfin⸗ den der Schiedsrichter, der Instanzen, der Zuschauer usw. muß sich doch selbst zugunsten der Partei regen, welche einen vorge⸗ kommenen Regelverstoß weder begangen noch verschuldet hat; diese Einstellung kommt auch in den Spielregeln überall zum Ausdruck, nämlich dadurch, daß dieser Partei ein spielerischer Vorteil(Freistoß, Strasstoß, Schwächung der Gegnerpartei durch Platzverweis usw.) zugesprochen wird. Der Schiedsrichter durfte also auch im vorliegenden Falle nicht„Tor für die Kickers!“, sondern zugunsten des Fußballvereins„Kein Tor!“ entscheiden. Das wäre— zusammen mit der Entscheidung„Torabstoß!“— nur eine angebrachte Strafe für den selbstverschuldeten Regel⸗ verstoß des Platzvereins gewesen, gegen welche der Verein keinerlei Einwendungen hätte machen können. Auch hätte aus den angeführten Gründen für ihn kein Anlaß vorgelegen, we⸗ gen dieses nicht erzielten Tores pfychisch depremiert zu sein, während andererseits die Torentscheidung des Schiedsrichters den Fußballverein depremieren mußte, weil er dadurch für den Regelverstoß des Gegners zur Rechenschaft gezogen wurde und dies als eine Ungerechtigkeit empfinden konnte(und wohl auch empfand). Anders wäre natürlich der Fall zu beurteilen ge⸗ wesen, wenn die Person, die unbefugterweise das Spielfeld be⸗ trat und den Zwischenfall verursachte, dem Fußballverein ange⸗ hört hätte; dann hätte eben dieser Verein durch Torentscheidung bestraft werden können, weil ein Angehöriger desselben den Re⸗ gelverstoß begangen hatte. Aber auch in diesem Falle hätte nie⸗ mand dem Schiedsrichter einen Vorwurf machen können, wenn er„Kein Tor!“ entschieden haben würde, denn in der Auslegung der beiden Bundesinstanzen heißt es nicht: er„muß“, sondern nur: er„kann“ Tor geben, und wenn sich ein Schiedsrichter ge— nau nach den„Spielregeln Ausgabe 1930“, die für die Spiele des DB maßgebend sind, richtet, so gibt er in allen derartigen Fällen, wie einer in Würzburg vorgekommen ist, niemals „Tor!“, sondern befolgt nur die Regel 4, in der es heißt: „Der Schiedsrichter darf unter keinen Umständen auf Tor entscheiden, wenn er nicht vollkommen davon überzeugt ist, daß der Ball in seinem vollen Umfange das Spielfeld verlassen hat.“ Die Spielregeln 1930 sind auf Wunsch der„Fifa“ unter An⸗ lehnung an die internationalen Spielregeln geschaffen und in ihrer Fassung von der„Fifa“ genehmigt worden. Das Regel⸗ heft bringt auf 80 Seiten die Regeltexte, amtliche Entscheidun⸗ gen, Anweisungen für Schiedsrichter, Anweisungen für Vereine und Anweisungen für Spieler sowie als Anhang die inoffiziellen Ausführungsbestimmungen des DB, also eine erschöpfende Fülle von Material. Sonderbestimmungen, die etwa deutscherseits noch dazu herausgegeben werden, erlangen niemals internationale Gültigkeit, also sollte man sie lieber ganz außer acht lassen, zumal wenn sie in Widerspruch mit den internationalen Regeln stehen, auf welche die deutschen Schiedsrichter eingespielt werden sollen. —— — — . 0 1 Dienstag, den 20. September 1932 Sportneuigkeiten Westdeutschlands Fußballelf wurde in Schalke vor 8000 Zuschauern von der technisch unterlegenen, aber produktiver spie⸗ lenden Mannschaft Norddeutschlands mit 3:1(2:1) überraschend geschlagen. Schottland siegte im Fußball⸗Länderkampf gegen Irland am Samstag in Belfast vor 35 000 Zuschauern überlegen mit 4:0. Um den Handballpokal der Deutschen Sportbehörde fanden gestern drei Vorrundenspiele statt: Südostdeutschland— Mit⸗ teldeutschland 2:6, Süddeutschland— Norddeutschland 1517, Brandenburg— Baltenverband 14:8. Der Zweifrontenkampf der deutschen Leichtathleten brachte zwei erfreuliche Siege. Frankreich wurde mit 87764 Punkten geschlagen, die Schweiz mit 91:47. Westdeutsche Geher⸗Meisterschaft. Unter Beteiligung von 21 Gehern wurde am Sonntag in Dortmund die westdeutsche Geher⸗Meisterschaft über 50 Kilometer zur Entscheidung ge⸗ bracht. Den Sieg errang der Duisburger Loges in 5:50,06 Std. Bei den Junioren war Kleinstoll vom VfB Ruhrort erfolgreich und die Mannschaftsmeisterschaft gewann Duisburg 1900. Die süddeutsche Meisterschaft im 50-Kilometer-Gehen fiel an Franz Reichel⸗München, während der Titel im 25⸗Kilometer⸗ Laufen in 1233,17, Std. an Zeilenhofer⸗München fiel. Ohne Nurmi wird der für den 9. Oktober in Paris verein⸗ barte Leichtathletik⸗Länderkampf Frankreich— Finnland aus⸗ getragen werden. Eine ganz ausgezeichnete Beteiligung weisen die Welt⸗ meisterschaften der Tennislehrer auf, die heute in Berlin ihren Anfang nehmen und sich bis Sonntag, den 25. September, hin⸗ ziehen werden. Am Sonntag wurden auf der Frankfurter Stadionbahn die Meisterschaften des Landesverbandes Hessen im BDR. über 1 und 10 Kilometer ausgefahren. Ueber die kurze Strecke siegte der Frankfurter Gleim, während über 10 Kilometer Bruno Roth (Frankfurt) Meister wurde. Der Kampf Schmeling— Walker ist erneut, und zwar auf den 26. September verschoben worden. Deutschland mit acht Höchstleistungen. Die Federation In⸗ ternationale de Halterophile hat sämtliche in der letzten Zeit aufgestellten Weltrekorden im Gewichtheben bestätigt. In der neuen Weltrekordliste hält Deutschland mit acht Höchstleistungen hinter Oesterreich mit elf den zweiten Platz. Der älteste Rekord ist der des deutschen Schwergewichtlers Gäßler(Lahr i. B.) im linksarmigen Stoßen, der sich noch aus der Vorkriegszeit be⸗ hauptet hat. Länderspiel Schweden gegen Deutschland Der Bundesspielausschuß des D5 B. hat für das Länderspiel Deutschland gegen Schweden in Nürnberg folgende Mannschaft aufgestellt: Jakob; Haringer, Stubb; Knöpfle, Leinberger, Oehm⸗Nürn⸗ berg; Bergmaier, Krumm, Rohr, Hofmann, Kobierski. Die schwedische Mannschaft ist noch nicht endgültig bekannt. Das Spiel wird von Herrn Barlassina⸗Mailand geleitet, dem die Herren Dr. Bauwens⸗Köln und A. Birlem-⸗Berlin als Linienrichter zur Seite stehen. Die zweite Halbzeit des Spiels wird auf den Deutschlandsender und die meisten anderen deut⸗ schen Sender übertragen. Neun Länderkämpfe Schweden gegen Deutschland liegen hin⸗ ter uns; fünfmal waren die Schweden Sieger, zwei Spiele en⸗ deten unentschieden, und zweimal siegte die deutsche Mannschaft, davon das letzte Mal im Jahre 1929 in Köln mit 30. Internationaler Mannschaftskampf im Kunstturnen in Frankfurt a. Main. Die Frankfurter Turngemeinde Eintracht hat sich für den 30. Oktober die Städtemannschaft von Budapest und die Na⸗ tionalmannschaft von Luxemburg zu einem großen Mannschafts⸗ kampf im Kunstturnen mit ihrer bekannten„Jahnriege“ ver⸗ pflichtet. Die große Frankfurter Festhalle wird die Stätte die⸗ ses Treffens sein, das an Bedeutung alle bisherigen Wett⸗ kämpfe dieser Art in den Schatten stellen wird. Wenn man, be⸗ denkt, daß die„Jahnriege“ zu den besten deutschen Kunstturn⸗ mannschaften zählt, daß die Nationalmannschaft von Luxemburg, die seit 1914 zum ersten Male wieder in Deutschland antritt, bei den Geräte⸗Weltmeisterschaften in Paris eine führende Rolle spielte und daß bei den Ungarn der Olympia⸗ und Weltmeister Pelle, sowie vier weitere Olympiasieger sind, dann kann man ermessen, daß es sich hier um eine ganz besondere Veranstal⸗ tung handelt. Da der Kampf nach den internationalen Be⸗ stimmungen durchgeführt wird, werden die Zuschauer auch Ge⸗ legenheit haben, das in Deutschland bisher wenig gepflegte Turnen an den Ringen zu sehen, dem die ausländischen Turner besondere Bedeutung beimessen. Im übrigen werden die üblichen Kämpfe an Reck, Barren und Pferd zu bestreiten sein. Amtlithes Gau Gießen⸗Wotzlar Aenderungen für den 25. 9.: SC. W.⸗Niedergirmes— Löhnberg, Grote-Mainzlar, nicht L. Schäfer Laubach— Steinberg, Zitzer Gießen, nicht Grote Holzhausen— Merenberg, Goßmann-Weilburg, nicht Pick Aßlar 2.— Wetzlar 3., Drescher Harbenheim, nicht Schäfer Hasselbach— Waldhausen, Müller-Niedershausen, nicht Goß⸗ mann 1900 Gießen 4.— Lollar 2., Henkel-Wetzlar, nicht Peußer Ulm— Löhnberg 2., Koob⸗Garbenheim Verbandsspiele am 2. Oktober: SC. Wetzlar— SV. Wetzlar 2., Schnaut⸗Lollar Ehringshausen— Steindorf, Kreiling-Gießen Oberbiel— Bissenberg, Zitzer-Gießen Burgsolms— Aßlar, Busch-Butzbach Löhnberg— Biskirchen, Hohmann-Gießen Butzbach— VfB Gießen 2., Klier-Wetzlar Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung 1900 Gießen 2.— Ettingshausen, Deis-Nauborn Steinberg— Daubringen, Petry-Wetzlar Leihgestern— Laubach, Dauser⸗Wetzlar Ulm— Gräveneck, Wolf-⸗Bissenberg Merenberg— Weilburg 2., Schermuly-Löhnberg Hirschhausen— Stockhausen, Prinz⸗Albshausen Niedershausen— Holzhausen, Kleemann-Bissenberg Löhnberg 2.— Allendorf, Goßmann-Weilburg SC. Wetzlar 2.— Burgsolms 2., Wagner⸗Garbenheim Werdorf— Aßlar 2., Becker⸗Dutenhofen Oberndorf— Nauborn 2., Presber-Stockhausen Hermannstein— Braunfels, Noll-Gießen Butzbach 2.— Garbenteich, Nicolai-Niederweisel Großen⸗Buseck— Niederweisel, Kreuder-Grünberg VfB. Gießen 3.— 1900 Gießen 3., Schulz-⸗Butzbach Dutenhofen— Heuchelheim, Mengel-Gießen Steinbach— Lich, Jung⸗Lollar Ulrichstein— Grünberg, Jox⸗Ettingshausen Flensungen— Villingen, Diehl⸗Ulrichstein Odersbach— Hasselbach, Göbel-Gräveneck Arborn— Obershausen, Müller-Niedershausen Merenberg 2.— Waldhausen, Kneitl⸗Weilburg Weinbach— Wirbelau 2., Schmidt-Hirschhausen Hirschhausen 2.— Essershausen, Krauß⸗Allendorf Laubuseschbach— Bernbach, Scheerer-Gräveneck Allendorf 2.— Ulm 2., Hein⸗Stockhausen Tiefenbach— Holzhausen 2., Kiebach-Bissenberg Biskirchen 2.— Stockhausen 2., Langen bach-Waldhausen Albshausen— Bonbaden, Claas-Oberndorf Oberndorf— Niederbiel, Bernard-Tiefenbach Oberbiel— Burgsolms 3., Trautmann-Büblingshausen Büblingshausen— Werdorf 2., Uhl-Steindorf Hermannstein 2.— Berghausen, Geus⸗Aßlar Wetzlar 4.— Waldgirmes, Ißleib⸗Dutenhofen Nauborn 2.— Garbenheim, Eichenauer Wetzlar Wetzlar 5.— Büblingshausen 2., Ißleib⸗Dutenhofen Steinbach 2.— 1900 Gießen 4., Hillebrecht-Großen-Buseck Butzbach 3.— Leihgestern 2., Reitz⸗Niederweisel Muschenheim— Hochweisel, Schmidt-Butzbach Garbenteich 2.— Steinberg 2., Walter-Daubringen Niederweisel 2.— Lich 2., Kais-Butzbach Bobenhausen— Ruppertsburg, Knobel⸗Ulrichstein Flensungen 2.— Ettingshausen 2., E. Keil⸗Ettingshausen Im Oktober beginnen die Spiele der 1. Mannschaften um 15 Uhr. SV 25 Bermbach wird in Gauklasse 2, Abt. 2 eingereiht, Hirschhausen zieht seine 2. Mannschaft zurück. Terminliste ändern: 2. 10. Laubuseschbach— Bermbach, 9. 10.: frei; 16. 10: Essershausen⸗B., 23. 10.: B.— Weinbach; 30. 10.: Wirbelau 1.— B., 6. 11.: B.— Wirbelau 2., Rückspiel⸗ termine und Termine mit Hirschhausen 2. streichen. Jugend⸗Gruppenleiter Schiedsrichter⸗Ansetzungen für den 25. 9.: A. Jugend: VfB Gießen— Muschenheim, Mengel-Gießen Leihgestern— Grünberg, Gerhard⸗Steinbach B. Jugend: Klein⸗Linden— Steinberg, Noll-Gießen Schüler: Wieseck— VfB Gießen, Rohn Leihgestern— Klein⸗Linden, Gerhard⸗Steinbach Hochweisel— Niederweisel, Kais-Butzbach Jugendgruppe Wetzlar⸗Oberlahn Spiele am 25. September 1932: Aßlar— Berghausen, Beinecke Kölschhausen— Werdorf, Abel Schwalbach— Oberbiel, Kranz Braunfels— Nauborn, Rosenkranz SW Wetzlar— Burgsolms, Eichenauer Leun— Weilburg, Karl Heinz-Leun Burgsolms— Braunfels, Velten-Oberbiel Steindorf— Nauborn, Schmidt⸗Steindorf Spiele am 2. Oktober 1932: A. Jugend: Werdorf— Ehringshausen, Abel Berghausen— Kölschhausen, Becker Burgsolms— Braunfels, Graulich-Oberndorf Nauborn— Schwalbach, Steuernagel Oberbiel— SW Wetzlar, Kröner Bissenberg— Leun, Kiebach Weilburg— Stockhausen, Liebermann C. Jugend: SV Wetzlar— Burgsolm, Eichenauer Braunfels— Steindorf, Rosenkranz 1. Die Terminlisten für die Jugendspiele gehen den Ver⸗ einen zu. In Gruppe bzw. Abteilung 1 sind die Termine mit Hermannstein zu streichen. 2. Für die Beschaffung der Jugendpässe mit Lichtbild lasse ich den Vereinen nochmals Frist bis zum 5. Oktober ds. Is. Nach diesem Termin können nur noch Jugendmannschaften spielen, die im Besitz der Pässe sind. 3. Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß die Mannschaften nach Beendigung des Spiels in der Mitte des Spielfeldes zusammentreten müssen. den Marburg Verbandsspiele am 25. September: 2. Bezirksklasse: Dreihausen 1.— Sarnau 1., Abels⸗Marburg Wetter 1.— Frankenberg 1., Rösser(Gauaufsicht) Gladenbach 1.— Marbach 1., Spurck-Butzbach Erdhausen 1.— Breidenstein 1., Weigand-Gladenbach Wiesenbach 1.— Wommelshausen 1., Feußner⸗Fr. Feudingen 1.— Frechenhausen 1., Lauber⸗Wallau 1. Gauklasse: Momberg 1.— Kirchhain 1., Vockenroth⸗-Marburg Mornshausen 1.— Buchenau 1., Metzger Niederwalgern 1.— Wehrda 1., Nowack Schönstadt 1.— Cölbe 1., Schneider-Marbach Cappel 1.— Cölbe 1., Peter-Mar. Wallau 2.— Banfe 1., Fischbach 2. Gauklasse: Banfe 2.— Laasphe 2., Feuring⸗Wa. Birkelbach 1.— Erndtebrück 1., Boß⸗Wallau Raumland 1.— Berghausen 1., Kühn Wolfgruben 1.— Holzhausen 2., Plank-Biedenkopf Eckelshausen 2.— Buchenau 2., Koch⸗Frd. Kombach 1.— Allendorf 1., Saßmannshausen Oberrosphe 1.— Sterzhausen 1., Schütz Schönstadt 2.— Sarnau 2., Fourier Goßfelden 1.— Cölbe 2., Ochs Germania Marburg 3.— Elnhausen 1., Pfeil-Marburg VfB.⸗K. Marburg 3.— Ockershausen 3., Braun Cappel 2.— Wehrda 2., Seip Dreihausen 2.— Ebsdorf 1., Rüdiger Leidenhofen 1.— Holzhausen 1., Cloos Bortshausen 1.— Leidenhofen 2., Bier Oberdieten 1.— Wiesenbach 2. Born-Wallau Frechenhausen 2.— Wallau 3., Luckhardt Roth 1.— Altenvers 1., Rupp Oberwalgern 1.— Niederweimar 1., Becker⸗Marb. Frohnhausen 1.— Holzhausen 1., Hoof Hartenrod 2.— Erdhausen 2., Scheld-Gladenbach Schweinsberg 1.— Großseelheim 1., Funk Kirchhain 2.— Langenstein 2., Sauer Momberg 2.— Neustadt 2., Klipp Neustadt 1.— Erksdorf 2., Thomas Amönau 1.— Münchhausen 1., Falk⸗Biedenkopf Wollmar 1.— Roda 1., Dersch. Jugendspiele am 25. 9. 1932: Ockershausen— Cappel, Kronemann Dreihausen— Germania, Abels Germania 2.— Cölbe, Senger Niederweimar— VfB K. 2., Eidam⸗Niederw. Kirchhain— Großseelheim, Schulz Bürgeln— Momberg, Heuser Wetter— Frankenberg, Becker-Mellnau Sarnau— Michelbach, Schneider-Goßfelden Wallau— Dautphe, Jung-Biedenkopf Biedenkopf— Caldern, Becker-Friedensdorf Buchenau— Biedenkopf 2., Müller Gladenbach— Erdhausen, Hartmann Bottenhorn— Weidenhausen, Kirch Feudingen— Berleburg, Steinhausen Erndtebrück— Birkelbach, Marx. 3 Schlager!!! Gemünden 1.— Langenstein 1., Vockenroth(Gauaufsicht) Caldern 2.— Eckelshausen 1., Schneider-Cölbe(Gauaussicht) Ockershausen 2.— Germania 2., Vaupel VscB Kurhessen 2.— Wetter 2., Klee⸗Ca. Dernbach 1.— Weidenhausen 1., Schneider ⸗Lixfeld Endbach 1.— Wommelshausen 2., Wießner Sinkershausen 1.— Gladenbach 2., Scheld⸗-Wommelshausen Bottenhorn 2.— Steinperf 1., Graf Breidenbach 2.— Obereisenhausen 1., Michel Gönnern 1.— Lixfeld 1., Feuring-⸗Br. Wettspielbälle Gr. 5 mit Blase, goldchr. nur Mk. 10.50 Dresskoller, stab. 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Ehringshauf Assenberg Steindorf Biskirchen Löhnberg Aßlar Oberbiel 1900 6 Daub Leihg Quube ASkeinber Bußbach Lelhgeserm Daudringen Lollar 1000 Gießer Etingshauf Laubach Vid Geezer Weilb Grüd. Hol Stoc Ahla Burt Maul Heut Nied Wies Garth 1000 rü Ultit Geils Ulen Oder Hase 11 olz Un Stoch