Mabtells smischaften i und Ab⸗ bunden zu den Gott in wotden. . gesorgt, zade ange⸗ reges In⸗ d kommen, einer Ver⸗ s hat der n Amerika ) Trondle, us einer Lenstedt— Nagdebuug strecke von r, die fünf Ergebnisse: ing, Berlin tel, Berlin. saß, Frank⸗ indesverein die Jura⸗ aus allen r Sceber⸗ einen über⸗ von 34,445 eth 5 15:00, ind⸗Leipzig, furt a. M. elangte auf über 100 gte schließ⸗ ung gegen 1 Dederichs der Pijnen⸗ Wettkampf e Deutschen dennbahn in nn et holte hröckel, hn. m am Juße erledigenden neter wild en gachlagen N shenbek lich . — f a i Einzelpreis 20 Ryf. Einzelpreis 20 Rpf. e f Gießen. 1900, duch lustig I urteile 0 5 22 55 92 allgemeine hessische Sport⸗öeitung verbreitet im Bezirk hessen⸗Hannover des W. S. D. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, Dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. 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Der Bürokratismus unseres Ver⸗ bandsapparates auf der einen und der Egoismus der Vereine auf der anderen Seite haben die erstrebenswerte Teilung und Konzentrierung in kleinere Gruppen unmöglich gemacht. Das eine Mal stieß man sich an Verbandsbestimmungen, gefaßt von einem Gremium, daß keine Ahnung von den mißlichen Verhält— nissen in unserem Grenzzipfel hat, und kam mit Einwendungen, .. das dürfen wir nicht machen... jenes ist uns nicht er⸗ laubt... und dieses wird der Verbandsvorstand nicht geneh⸗ migen. Auf der anderen Seite kam der deutliche Wunsch zum Ausdruck, soviel wie möglich für sich herauszuschlagen. Eine Auffüllung und Zweiteilung der 1. Bezirksklasse käme nicht in Frage, von wegen Spielstärke usw. Und als man sich die Welt vorn und hinten mit Brettern zugenagelt hatte— kam man nach vielen schönen Reden zu dem Ergebnis, alles beim alten zu lassen. Die Lahngruppe der 1. Bez.⸗Klasse spielt also im Spieljahr 1932/33 wie folgt: Bottenhorn, Breidenbach, Butz⸗ bach, Frohnhausen, Gießen 1900, Gießen VfB, Ockershausen, Wallau, Wetzlar und Wiesenbach. Die„Kameradschaftlichkeit“ einiger Vereinsvertreter ver⸗ stieg sich sogar so weit, einzelnen Vereinen, die durch die Bei⸗ behaltung dieser Gruppeneinteilung finanziell schwer betroffen werden, nahezulegen, auszuscheiden aus der 1. Bezirksklasse. Was man amtlich hört Meldeschluß für die Pokalspiele ist der 29. Juli 1932, bis dahin müssen auch die Mannschaftsmeldungen bei dem Fußball—⸗ Sachbearbeiter eingegangen sein. Niedergirmes und Weilburg aus dem Gau Gießen-Wetzlar werden zur Bezirksklasse 2, Gruppe 1, geschlagen; dafür werden die zweiten Mannschaften der beiden Wetzlarer Vereine in die Gauklasse 1 eingereiht. Die Gruppe 1 setzt sich sich dem⸗ nach wie folgt zusammen: SC. Wetzlar, Weilburg, Ehrings— hausen, Aßlar, Löhnberg, Bissenberg, Burgsolms, Steindorf, Biskirchen, Oberbiel. Am 31. Juli 1932 ist in Grünberg Vereinsvertretertag; außerdem finden noch Vertretertage in Wetzlar und Gießen statt. Termine werden noch bekannt gegeben. Spiele zwischen Vereinsmannschaften während der Sperre sind verboten, auch unter dem Deckmantel„Belehrungsspiele“. Das Spielen von Schiedsrichtermannschaften gegeneinander, zum Zwecke der Belehrung, fällt nicht unter dieses Verbot; jedoch darf Eintritt zu diesen Spielen nicht erhoben werden. Weiter teilt der Verbands-Fußballausschuß mit: Die Reklame wird immer noch entgegen den Satzungen mit Nen— nung einzelner Spieler auf den Plakaten aufgezogen. Es ist auch nicht gestattet, den Gegner auf den Plakaten etwa zu be— zeichnen„Kreß⸗Mannschaft“, wie geschehen. Zuwiderhand⸗ lungen werden bestraft. Am Anfang der Spielzeit werden Gesellschaftsspiele mit Mannschaften anderer Verbände abgeschlossen werden. Die Anterlagen müssen rechtzeitig eingereicht werden, sonst müssen die Spiele unterbleiben, und die Vereine haben sich etwaige Verluste selbst zuzuschreiben. Die Vereinsleitungen werden gebeten, sich in den Satzungen darüber zu unterrichten, wie die Spiele abgeschlossen werden dürfen!!(nicht Garantie- summe und Teilung der Einnahme, sondern nur eins von beiden), bei den ermäßigten Tarifen usw. ist antustreben, daß die Vergütungen gegen früher herabgesetzt werden, damit nicht Vereine bei Fehlschlägen der Spiele in Zahlungsschwie⸗ rigkeiten kommen. Der Verbands⸗Fußball⸗Ausschuß macht auch darauf auf⸗ merksam, daß Sportlehrer, Trainer usw. keine Tätigkeit aus⸗ üben dürfen, bevor nicht der Abschluß mit genauen Bedin⸗ gungen dem Verbande mitgeteilt worden. Versäumtes ist umgehend nachzuholen. Die Bezirksliga der nächsten Verbandsspiele in Süddeutschland Schon in drei Wochen beginnen wieder die Verbandsspiele, der Kampf um die heißbegehrten Punkte setzt wieder ein, wes⸗ halb es sicher von großem Interesse sein dürfte, die Teilnehmer der Bezirksliga innerhalb des Bezirks Main⸗Hessens kennen zu lernen: Gruppe Main: Eintracht Frankfurt, FSpV. Frankfurt, Rotweiß Frank⸗ Vortreffliche Worte sprach der Bezirks⸗Fußballsachbearbeiter Uhl-⸗Kassel, der sich bis zuletzt bemühte, aus der verzwickten Lage einen besseren Ausweg zu finden. Seine Ausführungen waren getragen von dem Willen: Einer für alle, alle für einen. Während man bei manchem anderen Redner dieses Hintanstellen jeder egoistischen Regungen nicht bemerken konnte. * Es ist also nichts besser geworden! Deshalb darf man aber nicht aufhören, den unmöglichen Zuständen hier weiter zuzu⸗ setzen— und sei es gegen die Kurzsichtigkeit mancher Vereins- führer, die den Ueberblick über das Ganze nicht haben. Der Bezirk„Lahn“, ein Wunsch vieler unserer Freunde, verstaubt in irgendeinem Aktenbündel in Duisburg, der Wunsch nach Naum⸗Konzentration in der 1. Bezirksklasse unseres Heimat⸗ gebietes durch Aufteilung soll beim VW nicht durchzusetzen sein! — Man wundert sich und wartet auf den Führer, der die Inter⸗ essen unserer Heimat⸗Vereine erfolgreich vertritt. Bei der Zahl der Vereine in den drei Gauen Gießen-Wetzlar, Marburg und Dill(ca. 240) ist es bei einer Gruppe der 1. Bezirksklasse nicht zuviel behauptet, daß der Aufstieg in Zukunft so gut wie un⸗ möglich sein wird. Sollte noch ein Bezirksligist wieder in unsere Gruppe der 1. Bez.⸗Klasse zurückkommen, dann wird es womög⸗ lich nur einem Anwärter der 2. Bezirksklasse, die in 5 Grup⸗ pen in den 3 Gauen spielt, gelingen, aufzusteigen. Das ist na⸗ türlich ein Unding und eine Benachteiligung gegenüber anderen Gauen unseres Bezirkes. Zunächst hat man sich wohl oder übel mit der augenblick— lichen Einteilung abzufinden— aber aufgeschoben ist nicht auf⸗ gehoben! furt, Kickers Offenbach, Union Niederrad, Germania Bie- ber, Vfe Neu⸗Isenburg, Hanau 93, Sportfr. Frankfurt, VfB Friedberg. Gruppe Hessen: FSp Mainz 05, Wormatia Worms, FVgg Kastel, 1. FC Langen, Alemannia Worms, SV Wiesbaden, Olympia Worms, Viktoria Lorsch, VfR Bürstadt, FVgg Mainz⸗Mom⸗ bach. Sportneuigkeiten Ohne Anfall in Rekordzeiten wurde vor 150 000 Zuschauern auf dem Nürburgring der Große Preis von Deutschland von den besten Automobilrennfahrern Europas ausgetragen. Sieger blieb Caracciola-Deutschland vor seinen Markengefährten Nu⸗ volari und Borzacchini auf Alfa Romeo. Das Davispokalspiel Italien— Deutschland in Mailand, das bereits am zweiten Tage von der deutschen Vertretung gewonnen war, brachte auch in den zwei restlichen Einzelspielen noch zwei deutsche Siege, so daß Deutschland mit dem eindrucksvollen 5:0⸗ Ergebnis Sieger der Europazone wurde. Glänzende Proben ihres hervoragenden Könnens gab die Meisterriege der Deutschen Turnerschaft bei dem großen mehr⸗ tägigen Turnfest in Aarau, das aus Anlaß der Hundertjahr⸗ feier der Schweizer Turner veranstaltet wird. Der Klubkampf Sportklub Charlottenburg Deutscher Sport⸗ club wurde von Charlottenburg mit nur knapp mit 190,5—182,5 Punkten gewonnen. Ueberraschend war die Niederlage des Sc gegen den DSC in der 20-mal-400⸗Meter⸗Staffel. Reglin⸗Spandau, der am Samstag bei Danzig die Deutsche Meeres⸗Meisterschaft gewonnen hatte, holte sich am Sonntag auch die Deutsche Strom-Meisterschaft. Der Deutsche Keglerbund brachte von Samstag bis Montag seine 10. Deutsche Meisterschaft in der zweitgrößten deutschen Keglerhalle im neuen Leipziger Keglerheim zur Durchführung. Oesterreich siegte im Fußball⸗Länderkampf im Stockholmer Stadion über Schweden mit einer zweiten Garnitur knapp 413 (271). Im Mitropa⸗Cupspiel fertigte Vienna Wien auf der Hohen Warthe in Wien vor 50 000 Zuschauern den FC Bologna mit 10 ab. Da aber die Italiener das Vorspiel 2:0 gewannen, so haben sie sich für das Mitropa⸗Cupendspiel qualifiziert. Bei einem Flugmeeting in Dieppe(Frankreich) fiel der Pokal für die größte Entfernung unter 24 Bewerbern aus Deutschland, Frankreich, England und Belgien dem deutschen Flieger Achgelis zu. Dem englischen Rennfahrer Kaye Don ist es bei Versuchs— fahrten auf dem Loch Lomondsee in Schottland gelungen, den bis jetzt von dem Amerikaner Gar Wood gehaltenen absoluten Schnelligkeitsrekord für Motorboote zu schlagen. Durch Kaye Dons Rekord ist England wieder offiziell im Besitze der Ge— schwindigkeitsrekorde zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft. 4 die Amaleurfrage im Sport. In der Nr. 119 der„Leipz. Neuesten Nachr.“ nimmt hier ein bekannter mitteldeutscher Leichtathlet zu diesem Problem u. a. wie folgt Stellung: Es ist beliebt, daß Amateurproblem von der sozialen Seite anzufassen, weil das am leichtesten ist und am drastischsten wirkt. Das soll hier nicht geschehen. Denn es ist klar, daß ein vermögen⸗ der junger Aktiver zwar auf eigene Kosten zu einer sportlichen Veranstaltung fahren kann, ein arbeitsloser ohne Fahrtersatz und Tagegelder aber nicht. Und es ist durchaus nichts Unrechtes, wenn der vermögende junge Mann auf dieser Fahrt 50 Mark mehr ausgibt, der arbeitslose sich hingegen einige für die fol⸗ gende Woche zurücklegt. So kommen wir dem Kern der Sache nicht näher. Wir müssen von der Tatsache ausgehen, daß unsere sport⸗ lichen Großveranstaltungen, soweit sie von Vereinen organisiert sind, in fast allen Sportarten mehr oder weniger geschäftliche Unternehmen geworden sind, zu denen bekannte Sportler als Schauobjekte den Eintritt zahlenden Zuschauern dargeboten werden. Bei vernünftiger Kalkulation sind solche Veranstaltungen ein finanzielles Geschäft, vor dessem Erfolg wie bei jedem Ge— schäft das Risiko steht. Das Risiko liegt einmal in der glück⸗ lichen Wahl des Termines, zweitens im Wetter(hier kann es durch Regenversicherung ausgeschaltet werden) und drittens in der Verpflichtung von Trägern bekannter und beliebter Namen. Das sagt uns weiter, daß die Vereine als Großperanstalter bemüht sein müssen, die Spitzensportler der einzelnen Sportarten zu verpflichten. Sie werden ihnen also möglichst viel bieten. Und hier liegt die Gefahr. Eine Gefahr, die allerdings in ihrem Ausmaße für die gesamte Sportbewegung maßlos überschätzt wird. Denn aus dem Ganzen wird schon ersichtlich, daß sie sich nur auf einen ganz kleinen Kreis von Spitzensportlern erstreckt, auf diejenigen nämlich, die wir Sonntag für Sonntag und wo— möglich in der Woche noch ein paarmal wie auf einer zusammen⸗ hängenden Sommerreise auf den Sportfesten am Start sehen und in den Siegerlisten lesen. Wir kennen sie alle, sie sind die Träger unseres sportlichen Könnens. Halten wir also auf jeden Fall fest: Ein Amateurproblem gibt es nur für die zahlenmäßig und prozentual kleine Spitzen⸗ klasse. Auf die deutsche Leichtathletik übertragen heißt das: für höchstens 50 Aathleten, denen auf der anderen Seite 500 000 Aktive gegenüberstehen, die von solchen Fragen gar nicht berührt werden. Das Verhältnis ist also 1:50 000! Was ist aber mit diesen 50 Leichtathleten? Sie verkör⸗ pern das gemeinsame Leistungsstreben aller und sind mit ihren Spitzenleistungen der antreibende Motor für die Gesamtheit. Die Höchstleistung erfüllt eine Aufgabe in der Persönlichkeitsbil⸗ dung, und wenn man die Dinge unter diesem kulturellen Ge— sichtspunkt sieht, dann wird die Spitzenklasse etwas Organisches, ja zum Bestand des Ganzen sogar Notwendiges. Wenn wir also das Wesen des Kampf- und Höchstleistungs⸗ sportes als für die Gesamtheit bedeutungsvoll anerkennen, hebt sich die Spitzenklasse als etwas Besonderes aus der Masse her⸗ aus. Nun verlangt der Sport vom Spitzenkönner den restlosen Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit; ohne eine besondere Lebens⸗ haltung gibt es keine Erfolge. Er steht also außerhalb des ge— meinhin üblichen. Seine Opfer an Zeit, Geld und beruflicher Eigenarbeit sind groß. In konsequenter Verfolgung dieser Ge⸗ danken müßte ihm ein Ersatz zuteil werden. Das hat mit seiner sozialen Lage gar nichts zu tun und ist auch im Sinne einer stren⸗ gen Amateurauffassung nicht ethisch minderwertig. Es ist aber ehrlicher und schafft klare Verhältnisse. Entweder gehen wir also in Zukunft wieder zu den groß— väterlichen Kniebeugen zurück oder wir bleiben beim Kampf⸗ sport und tragen den Gegebenheiten Rechnung! * Wie würde sich das also abspielen? Am einfachsten durch Schaffung einer Sonderklasse, in der die besten Athleten automatisch eingereiht werden. Das wäre noch lange kein Berufssport. Gerade in der Leichtathletik kann ein solcher sich gar nicht entwickeln. Erstens ist sie kein Publikumssport und die Verdienstmöglichkeit mithin gering (nur wenige, ganz bekannte Athleten könnten wirklich von ihr leben), und dann ist die Zahl der aktiven Jahre sehr begrenzt. Wenn heute von Laien dem großen Kreis unserer besten Leicht⸗ athleten, nehmen wir einmal die fünf Besten jeder Wettkampf⸗ art, der Vorwurf gemacht wird, sie seien Halbprofis, so kann ich dem nur entgegnen: dann ist Spitzensportler einer der schwersten und schlechtestbezahlen Berufe. Leben von Veranstalters Gnaden könnten nur die ganz Gro— ßen, und die können wir an einer Hand abzählen. Da kommt es allerdings schon heute vor, daß einfache junge Menschen von Vereinen und Verbänden so nach und nach betört werden. Dann 1 Dienstag, den 19. Juli 1932. Allgemetne Hessische Sportzeitung. ommt es auch vor, daß, wenn ein Fanatiker(vom Konkurrenz⸗ verein) einmal einen konkreten Fall nach jahrelanger stillschwei⸗ gender Duldung aller Seiten erwischt, so ein unkomplizierter junger Mensch in die Gosse gezogen wird, nachdem man für Vereins⸗ und Verbands kassen Hunderttausende durch ihn verdient hat. Was hier moralisch und nicht moralisch ist, festzustellen, fällt nicht schwer. Ladoumegue wird in Los Angeles nicht am Start sein, weil er als armer Schlucker durch seinen Sport sich ein freieres Leben schuf, das seine großen Leistungen überhaupt erst ermög⸗ lichte. Nurmi wird starten, weil der finnische Verband klüger ist als der französische, und die amerikanischen Studentenathle⸗ ten sind bekanntlich alle Amateure, auch wenn sie von Stipendien leben und zum Studium oft gar nicht qualifiziert sind. Spielabbruch und Fahnenflucht Im Westdeutschen Spielverband ist man zu dem Entschluß gekommen, den Schiedsrichtern folgende Konzession zu machen: „Wenn ein Schiedsrichter begründeten Anlaß hat, ein Spiel vorzeitig abzubrechen, aber befürchten muß, daß er damit eine Gefährdung seiner Person heraufbeschwört, so kann er das Spiel fortführen, muß aber die Angelegenheit unbedingt der vorgesetzten Behörde wahrheitsgemäß melden, damit eine Bestrafung der Schuldigen erfolgen kann.“ Diese Bestimmung ist vom Standpunkt der Humanität nicht nur leicht verständlich, sondern sogar ganz angebracht, wenn sie auch vom Standpunkt des Bürokratismus einen krassen Regel⸗ verstoß darstellt; denn wenn ein begründeter Anlaß zum Spiel⸗ abbruch vorliegt, dieser jedoch nicht vorgenommen wird, so ist das genau so falsch als wenn wegen Handspiels im Strafraum ein Elfmeterstoß verhängt werden müßte, aber nicht verhängt wird. Wann ist denn überhaupt ein Grund zum Spielabbruch gegeben? Abgesehen von dem Einwirken„höherer Gewalten“, z. B. schlechte Platzbeschaffenheit, Unwetter, Dunkelheit usw. sind als triftige Gründe unbedingt anzusehen: die Einmischung der Zuschauer in das Spiel dergestalt, daß eine ordnungsmäßige Durchführung nicht mehr möglich ist; das renitente Verhalten einer Spielpartei oder einzelner Spieler dermaßen, daß keine Disziplin mehr aufrechterhalten werden kann, und ähnliche Ge⸗ schehnisse. Aber auch für solche Fälle schreibt die Regel 13 vor: „Zum Abbruch eines Spieles soll der Schiedsrichter erst schrei⸗ ten, wenn er alle Mittel zur Fortsetzung des Spieles erschöpft hat.“ Und damit drängt sich wieder die Streitfrage um den Begriff„alle Mittel“ in die Betrachtung hinein. Der Umfang und Inhalt dieses Begriffes ist aber nicht allgemein festlegbar, sondern umgrenzt sich von Fall zu Fall. Zum Beispiel: Ein Schiedsrichter hat alles versucht, um das Publikum vom Be⸗ treten des Spielfeldes abzuhalten, hat auch die Störenfriede im- mer wieder zurückdrängen lassen, aber schließlich doch das Spiel abgebrochen, und dennoch muß er später bei der Verhandlung den Vorwurf hören:„Weshalb haben Sie das Spiel nicht zeit⸗ weilig unterbrochen und die Polizei herbeigeholt, die für Ord— nung und Disziplin beim Publikum sorgte oder im Notfalle die Zuschauer vor die Tür setzte?“ Man sieht also, die Ansichten gehen auseinander, und gerade am grünen Tisch denkt man oft viel zu schematisch, anstatt sich in die betr. Lage des Schieds⸗ richters hineinzuversetzen. Dieser hat nämlich bei jedem Spiel nicht nur von vornherein die 22 Spieler als heimliche oder offene Widersacher gegen sich(weil sie ihm doch immer den Stein des Anstoßes erblickten, der an ihrem Pech oder Mißerfolg schuld ist), sondern er muß auch bedenken, daß im Hintergrunde das Publikum lauert, bereit, ihn zu verschlingen, sobald der Augenblick günstig erscheint, selbst wenn es ihn gestern noch in den Himmel erhoben hatte, denn„das Publikum, das ist ein Kind, heute so und morgen so gesinnt.“ Man kann es also keinem Schiedsrichter verübeln, wenn er alles zu vermeiden sucht, was die Zuschauer reizen könnte; die neue, eingangs zi⸗ tierte Bestimmung, die diesem Zweck nur dienlich ist, erscheint daher vielen sehr willkommen. Die Hauptsache für jeden Schieds⸗ richter ist aber immer und überall, daß er kaltes Blut und klaren Verstand behält, damit er stets, besonders in kritischen Momen⸗ ten, die richtige Entscheidung trifft und so den besten und sicher⸗ sten Schutzwall gegen die Zuschauer für sich schafft. Wie es einem Schiedsrichter ergehen kann, der kopflos wird, schildert in kur⸗ zen Worten eine amtliche Mitteilung des Süddeutschen Fuß⸗ ballverbandes vom 12. 7. 1932: Leichtathletik Vorsicht bei Wurfübungen! Tödliche Sportunfälle. In den letzten Tagen haben sich auf deutschen Sportplätzen zwei Unfälle ereignet, bei denen blühende junge Menschen ihr Leben einbüßten. Im Osnabrücker Stadion wurde der nord— deutsche Sportwart Menkhaus von einem Speer durchbohrt und erlag sofort seinen furchtbaren Verletzungen. In Bitterfeld wurde die 18jährige Sportlerin Rose Jentzsch beim Kugelstoßen so schwer am Kopfe verletzt, daß auch für sie ärztliche Hilfe zu spät kam. Die Mahnung, bei Wurfübungen größte Vorsicht walten zu lassen, wird leider immer noch nicht genügend beachtet. Die bedauernswerten tödlichen Unfälle beweisen einmal mehr, wie groß die Gefahr ist. Es ist höchste Zeit, daß die Aufsichtsorgane auf Turn- und Spielplätzen gegen die eingerissenen Uebelstände mit größter Strenge vorgehen. Gute Jugend⸗Leichtathletikleistungen Bei den leichtathletischen Vereinsmeisterschaften des Fuß⸗ ballsportvereins Frankfurt gab es zwei ausgezeichnete Sprung⸗ ergebnisse. Im Hochsprung erreichte ein Jugendlicher eine Sprunghöhe von 1,77 Meter und im Weitsprung kam ein Ver⸗ einskamerad auf 6,63 Meter. Deutsche Leichtathleten in Paris ein internationales Sportfest. Es deutsche Leichtathleten eingeladen: 100 und 200 Meter: Heithoff⸗Düsseldorf, 400 Meter: Nöl⸗ ler⸗Köln, 800 Meter: Paul, Stuttgarter Kickers, 1500 Meter: Wichmann⸗Berlin, 5000 Meter: Schaumburg⸗Oberhausen, Weit⸗ sprung: Mölle⸗Köln. Westdeutschland gegen Holland Für diesen Länderkampf am 31. Juli in Haarlem hat der Verbands⸗Athletik⸗Ausschuß des WSW folgende Mannschaft auf⸗ gestellt: 100 Meter: Heithoff, Buthe⸗Pieper. 400 Meter: Berg⸗ mann, Kisters. 800 Meter: Gausepohl, Linke. 1500 Meter: Neu, Schaumburg. 5000 Meter: Kelm, Schaumburg. 110 Meter Hürden: Wienecke, Pollmann. 4 mal 100 Meter: Heithoff, Mölle, Halfmann, Buthe-Pieper; Ersatz: Bergmann. Hochsprung: Plieth, Steggewenze. Weitsprung: Mölle, Halfmann. Stabhoch⸗ prung: Born, Zwiza. Diskus: Hoffmeister, Kilo(Wetzlar). Speer: Vögelin, Hoffmeister. Leichtathletische Wettkämpfe in Frankenberg! Der Sportverein Hessen 1916 Frankenberg a. d. Eder ver⸗ wurden dazu folgende Antrag auf Streichung des Schiedsrichters Anken kirchen). Entscheid: Schiri Anken wird von der Liste gestrichen. Aus⸗ weis ist einzuziehen; Entscheid rechtskräftig. Begründung: Anken hat ein Spiel abgebrochen und ist da⸗ vongelaufen. Fahnenflucht zieht die Streichung nach sich. Leider fehlen nähere Angaben über den Anlaß zu dem Spiel⸗ abbruch, woraus sich dann wohl auch der Grund zu der„Fahnen⸗ flucht“ ergeben würde oder erraten ließe. Immerhin aber müssen doch gewiß ganz besondere Entgleisungen des Schieds⸗ richters vorgelegen haben, daß man auf Grund derselben und ihrer direkten Folgen seine Amtsenthebung verfügt hat; diese war jedenfalls im Interesse des Ansehens des Schiedsrichter⸗ wesens, aber auch im Interesse einer ordnungsmäßigen Durch⸗ führung des Spielbetriebes nicht zu vermeiden. anstaltet am 31. Juli ds. I., seine diesjährigen leichtathletischen Wettkämpfe. Zu dieser Veranstaltung sind alle größeren und kleineren Vereine des Bezirks Hessen Hannover eingela⸗ den worden. Es liegen heute schon Meldungen von guten Vereinen vor. Unter anderem wird Hessen-Preußen seine besten Leichtathleten und eine 4-mal-100⸗Meter⸗Staffel entsenden. Der Verein für Bewegungsspiele Diez a. d. L. wird ebenfalls eine Staffel entsenden. Die Frankenberger besitzen eine neu ange⸗ legte 400-Meter⸗Aschenbahn, welche in guter Verfassung ist. Auch für Landvereine ist hier Gelegenheit geboten auf einer guten Bahn ihre Kräfte zu messen. Für diese Vereine ist eine be⸗ sondere Klasse eingelegt worden. Da der Meldeschluß am 25. d. M. abläuft, wird hiermit nochmals auf die Einsendung der Meldungen hingewiesen. Gute Besetzung bei den nationalen Wettkämpfe der Spielvereinigung 1900 Gießen Trotz der Schwere der Zeit führt die Spielvereinigung 1900 am kommenden Sonntag ihre 11. Nationalen Wettkämpfe durch. Eine Reihe der besten Könner auf leichtathletischem Gebiet der engeren Heimat und den übrigen Teilen des Reiches werden sich ein Stelldichein geben. Besonders interessante Kämpfe werden sich in den Sprintstrecken, dem 5000-Meter⸗Lauf, dem Hochsprung und in den Wurfwettbewerben entwickeln. So ist so gut wie ge⸗ sichert die Mitwirkung vom Eldracher und Mährlein(Eintracht Frankfurt), Kelm(Hammer Spielvereinigung), Schilgen(ASC Darmstadt), Kraatz(Hessen-Preußen Kassel), Fuchs-Wissemann (Kasseler Turngemeinde), Weil(1900), des weiteren Kilo(Vfe Wetzlar), Debus(ASV Köln), Gugel Gießen(1900) u. a. m. Die Veranstaltung ist auch für DT Vereine offen. Hier wird insbesondere das Abschneiden des Männerturnvereins Gießen interessieren. Vordrutke f. Mannsthafts⸗Aufftellungen (an die Schiedsrichter). Geblockt zu 20 Stück. Preis pro Block 80 Pfg. Mannschafts⸗Meldebogen (an die Instanzen). 7 Pfennig. sind nur zu beziehen durch den Vorlag der„Allg. Hess. Sport⸗ Zeitung“ Südanlage Nr. 21 Gießen Fernspr. 2528 u. 2526 Abgabe nur unter Voreinsendung des Betrages zuzügl. Porto. Preis das Stück Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. (11. Fortsetzung.) Hasso, der langausgestreckt unter dem Tisch lag, den Kopf zwischen den Vorderfüßen, knurrte plötzlich und spitzte die Ohren. Ein Schatten fiel in die geöffnete Tür. „Kommt Besuch, Hasso?“ fragte Theo lächelnd und sah sich um.„Sieh, guten Tag, Adolf. Es ist nett, daß du mir ein wenig Gesellschaft leisten willst. Hier ist übrigens bald Feier— abend. Hasso und ich haben Hunger nach frischer Luft. Wenn es dir recht ist, machen wir nachher zu dritt einen Spaziergang.“ „Ja.. aber laß dich durch mich nicht in deiner Arbeit stören,“ entgegnete der Mittelläufer und betrachtete die halb⸗ fertige Maschine.„Sag mal, Theo, was soll dies hier eigent⸗ lich vorstellen?“ „Das ist der bescheidene Versuch, einen luftgekühlten Fahr⸗ zeugmotor zu konstruieren.“ „Luftgekühlt? Warum denn das? so billig wie Luft.“ „Ja, natürlich. Aber der Fortfall der Wasserkühlung be— deutet doch eine erhebliche Gewichtsverringerung, die dann wie— der einen verminderten Brennstoffverbrauch zur Folge haben würde. Ferner wird ein luftgekühlter Motor im Winter schnel⸗ ler anspringen, geräuschloser laufen und das Risiko des Einfrie⸗ rens ganz beseitigen. Die Wasserkühlung erfolgt ja auch durch die Luft. Warum soll die Luft diese Aufgabe nicht alleine er— füllen können?“ „Das ist ein guter Gedanke,“ gab Adolf Müller zu. „Seit Jahren beschäftigt sich die Technik schon mit diesem Spezialgebiet,“ erklärte Theo.„Es gibt dabei so viele Probleme zu lösen, daß ich darauf gefaßt bin, mit meiner Arbeit noch oft an einem toten Punkt anzukommen... Sieh, Adolf, dies ist das Gebläse. Hier über den Zylindern liegt der Luftzufüh⸗ rungskasten. Das Zylindervolumen hat sich natürlich bedeutend vergrößert. Diese abnehmbaren Köpfe über den Zylindern sind aus Leichtmetall. Durch die Luftreglerklappe.. Theo brach plötzlich ab. Er fühlte, daß Adolf Müller ihm nicht mehr zuhörte. Mit einer raschen Bewegung schob er den Motor zurück. „Wie ist es, Theo,“ scherzte der Mittelläufer schuldbewußt, „kannst du nicht mal versuchen, Gold zu fabrizieren? Bei dei⸗ ner Erfindungsgabe...“ „Ich bin doch kein Alchimist,“ fiel ihm Theo ein wenig ver⸗ Wasser ist doch genau stimmt ins Wort und goß Wasser in eine Schale.„Gold macht auch nicht froh.“ „Nein, das stimmt. Reichtum macht nicht glücklich; die Hauptsache ist, daß man Geld hat,“ lachte der Mittelläufer bitten. Theo hatte seine blaue Arbeitsjacke ausgezogen und wusch sich die Hände. Jetzt drehte er sich plötzlich um und mustexte besorgt das Gesicht seines Freundes. Die letzten Worte Adolf Müllers hatten so seltsam geklungen, fast ein wenig verzweifelt. Es war ihm schon seit ein paar Tagen aufgefallen, daß der sonst so fröhliche Mittelläufer ein anderes Wesen zur Schau trug. Wie kein anderer Spieler hatte Wolf es sonst verstanden, die Mannschaft durch seinen nie versiegenden Humor zu erfreuen. Aber jetzt trat oft ein gequälter Ausdruck in sein Gesicht, wenn seine Kameraden scherzten. Ihn mußte irgend etwas bedrücken. „Sag mal, Adolf“, begann Theo zögernd und setzte sich zu seinem Freund,„du hast irgend etwas auf dem Herzen. Kannst du es mir nicht sagen? Vielleicht ist es eine Angelegenheit, die du mit dir alleine abmachen mußt. Dann will ich nicht weiter fragen. Aber wenn die Möglichkeit besteht, daß ich dir nur ein wenig helfen oder beistehen kann, dann bitte ich dich, mir doch dein Vertrauen zu schenken.“ Adolf Müller wehrte ab. „Laß doch, Theo. Du meinst es gewiß gut...“ „Ja, Adolf. Es ist bestimmt keine Neugier. Wir sind doch Freunde. So wie wir auf dem Sportplatz zusammenhalten, sollten wir doch auch außerhalb des Mannschaftsspiels treue Kameraden sein. Nicht nur in guten Tagen. Ein Freund be⸗ währt sich erst in der Not. Es ist ja möglich, daß dir ein ande⸗ rer Spieler unserer Mannschaft näher steht als ich, dem du dich besser anvertrauen könntest. Die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst.“ „Wenn ich irgend jemandem vertraue, Theo, dann bist du es. Ich will dir auch sagen, was mich bedrückt. Mit noch drei anderen Bankbeamten ist mir gestern gekündigt worden. Jetzt bin ich arbeitslos und kann stempeln gehen. Ich wußte es schon seit einigen Tagen.“ „Besteht gar keine Aussicht, daß du wieder eine Stelle be— kommst, Adolf?“ fragte Theo leise und mitfühlend. „Nein... oder doch. Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen, hätte ich wohl Aussicht, einen anderen Platz zu bekommen. Aber ich habe das Geld nicht...“ Er brach plötzlich ab, mutlos und verzagt. „Neunhundert Mark, Adolf? Ich verspreche dir, daß du das Geld bis morgen haben sollst, wenigstens den größten Teil,“ erklärte der Mittelstürmer schnell und bereitwillig und sein Ge⸗ sicht erhellte sich. Adolf ergriff Theos Hand. „Du brauchst mir nicht zu danken,“ wehrte der Mittelstürmer ab.„Es ist doch unter Sportskameraden selbstverständlich, daß einer dem anderen hilft, soweit es in seinen Kräften steht.. Ich fahre jetzt gleich nach Hause. Sei morgen nachmittag gegen 4 Uhr bei mir, dann erledigen wir die Sache. Ich freue mich ja, daß ich dir helfen kann. Oder glaubst du, daß ein Spiel⸗ führer seinen Mittelläufer im Stich läßt? Und wie gesagt, die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst...“ Ein paar Stunden später saß Theo Hansen in seiner Stube am Schreibtisch. Nachdenklich stützte er den Kopf in die Hand. „Bis morgen muß Adolf das Geld haben“, dachte er. „Fünfhundert Mark habe ich auf der Bank. Wenn es irgend möglich ist, muß ich ihm die ganze Summe beschaffen. Aber woher die vierhundert Mark nehmen?“ In Gedanken ging er die Reihe seiner Bekannten durch. Aber er fand keinen darunter, dem er seine Bitte vortragen möchte.„Wenn ich mein Motorrad verkaufte?“ dachte er einen Augenblick.„Aber erstens werde ich es nicht so schnell los und zweitens ist es ein Geschenk von Johannisson.“ Johannisson! Daß er daran nicht eher gedacht hatte. Das war der Mann, der ihm helfen konnte. Was hatte er damals doch zu ihm gesagt:„Wenn Sie ein Anliegen haben sollten, kommen Sie ruhig zu mir. Ich bin immer für Sie zu spre⸗ chen...“ Ja, der konnte ihm das Geld geben und würde es auch tun. Leicht würde es ihm allerdings nicht fallen, eine solche Bitte vorzubringen; aber es mußte sein.. Am anderen Morgen in der Frühstückspause ging Theo Han⸗ sen aus der Fabrik hinüber nach den Büroräumen. Im Vor⸗ zimmer des Direktors saß der Prokurist über seine Arbeit ge⸗ beugt. „Guten Morgen! Ich möchte den Herrn Direktor sprechen. Wollen Sie mich bitte anmelden?“ Theo saß seinem Chef gegenüber. „Es freut mich, Herr Hansen, Sie wieder einmal bei mir zu sehen. Uebrigens Ihre Gangschaltung an dem neuen Mo⸗ torrade hat sich glänzend bewährt. Der Absatz dieser Maschinen ist in letzter Zeit gewaltig gestiegen. Ich hatte damals ja meine Bedenken... Wie sind Sie denn mit Ihrem Rade zu⸗ frieden?“ „Sehr gut, Herr Direktor, es läuft tadellos.“ Eine kleine Pause trat ein. „Jetzt muß ich meine Bitte vorbringen,“ dachte Theo. Es fiel ihm doch schwer. Aber da sah er auf einmal wieder Adolfs trauriges Gesicht und hörte seine Worte:„Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen...“ (Neun⸗ sen unden in Jof die He Diet! den fegte ben Neues finn Mit Nurmi Kutz nac in Los Ange dem amerika dum Es Hirt, feine Sundpunkt n Tier, genau 10 pofstigen Auch Spanie Nun ist at gelah. Nachd genommen wo doch eine klei von Gibralta zwei Pistolenf nischen Intete 75 Athentis Die Teiln Von den südc Aktive, und z munter den A einen Ringet besteht aus A pieherg und lediglich der sest in Rio d als Durchschn kum eine R. 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Das er damals en ollen, je zu sste würde e allen, eine Theo Hal In Vor⸗ Atbeit ge⸗ o sniehel ul bei ni fenen Mo⸗ Machine dafsal⸗ 12 n Node zu- Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung Rund um die Olympiade Hirschfelds Weltrekord verbessert!() Als letzte aller an den Olympischen Spielen beteiligten Na⸗ tionen hielten am Freitag die Amerikaner die Endausscheidun⸗ gen ihrer Leichtathleten für die Kämpfe in Los Angeles ab. Dabei gab es in Palo Alto(Kalifornien) wieder ganz hervor⸗ ragende Ergebnisse. So wurde auch der Weltrekord von Emil Hirschfeld im Ku⸗ gelstoßen von 16,045 Meter endgültig unter offizieller Kontrolle erledigt. Der bestens bekannte Wurfathlet Leo Sexton stellte mit 16,05 Meter eine neue Welthöchstleistung auf und überbot damit Hirschfelds bestehenden Rekord um einen halben Zenti⸗ meter. Auch im Diskuswerfen wartete John Anderson mit einer fabelhaften Leistung auf, er schleuderte die Scheibe 50,43 Meter weit und verbesserte damit auch den offiziell noch be⸗ stehenden Weltrekord seines Landsmannes Krenz aus dem Jahre 1929 mit 49,90 ganz erheblich. Allerdings harrt der Wurf von Jessup⸗Amerika mit 51,73 Meter noch der Anerkennung. Eddie Tolan(Detroit) zeigte sich im 100⸗Meter⸗Laufen wieder in guter Form und siegte in 10,4 Sekunden, womit er sich die Teil⸗ nahme an den Olympischen Spielen sicherte. Ueber 400 Meter endete der Besieger von Ben Eeastmann Bill Carr in 47,6 Se⸗ kunden in Front. Weitere Glanzzeiten gab es über 200 Meter, die Hec Dyer in 21,6 Sekunden gewann. Ueber 110 Meter Hür⸗ den siegte Georg Staling in 146 Sekunden. Neues finnisches Ultimatum Mit Nurmi oder gar nicht! Kurz nach dem Eintreffen der finnischen Olympfamannschaft in Los Angeles gab es die ersten Auseinandersetzungen mit dem amerikanischen Olympia⸗Komitee in der Agelegenheit Nurmi. Es kam schließlich dazu, daß der finnische Führer er⸗ klärte, seine Mannschaft zurückzuziehen, wenn man den finnischen Standpunkt nicht respektiere, Nurmi sei, so erklärte der finnische Führer, genau so gut Amateur, wie viele der amerikanischen und sonstigen Olympiateilnehmer. Auch Spanien nimmt teil Nun ist auch die Frage der Teilnahme Spaniens endgültig gelöst. Nachdem zunächst eine größere Expedition in Aussicht genommen war, hatte man später endgültig verzichtet, jetzt aber doch eine kleine Mannschaft zusammengestellt, die am 18. Juli von Gibraltar aus die Ueberfahrt antreten wird. Ein Segler, zwei Pistolenschützen und drei Karabinerschützen werden die spa⸗ nischen Interessen in Los Angeles wahrnehmen. 75 Argentinier und Brasilianer Die Teilnehmerliste für Los Angeles vervollständigt sich. Von den südamerikanischen Staaten entsendet Argentinien 35 Aktive, und zwar 16 Leichtathleten, 8 Boxer, 7 Schwimmer, da⸗ runter den Amsterdamer 400⸗Meter⸗Sieger Zorilla, 2 Schützen, einen Ringer und einen Gewichtheber. Die brasilianische Truppe besteht aus 20 Leichtathleten, 12 Ruderern und 8 Wasserball⸗ spielern und Schwimmern. Von den Leichtathleten zeigte jedoch lediglich der Stabhochspringer de Castro beim Abschiedssport⸗ fest in Rio de Janeiro mit einem Sprunge von 4,05 Meter mehr als Durchschnittskönnen. Alle übrigen werden in Los Angeles kaum eine Rolle spielen. Mit 46 Aktiven dürfte Mexiko am stärksten von allen süd⸗ amerikanischen Staaten vertreten sein. 9 Reiter, 9 Fechter, 6 Schützen, 5 Turner, 5 Schwimmer, 4 Leichtathleten, 3 Boxer, 3 Fünfkämpfer und 2 Radfahrer umfaßt die Truppe. Wußten Sie schoen ... daß ein Elsaß⸗Lothringer namens J. E. Strasser im Olympischen Dorf als Dolmetscher tätig sein wird? Strasser, Seemann von Beruf, hat 47 Jahre lang alle Meere durchkreuzt, war 18 Jahre Kapitän großer Ozeanschiffe und spricht nicht we⸗ niger als 17 Sprachen. Strasser, der von sich selbst erzählt, daß es kein Land der Erde gibt, wo er nicht schon gewesen sei, hat in Los Angeles das Vergnügen, die Vertreter all dieser Länder auf einem kleinen Fleckchen Erde beisammen zu sehen und ihnen aus sprachlichen Nöten helfen zu können. Es ist sicher interessant zu erfahren, welche Sprachen und Dialekte dieser Mann beherrscht: holländisch, norwegisch, schwedisch, dänisch, finnisch, belgisch, den tschechisch, südslawisch, ungarisch, rumänisch, bulgarisch, alle Sprachen von Süd⸗ und Zentralamerika einschließlich mexika⸗ und in holländisch⸗Ostindien gesprochen werden. 1924 war Strasser übrigens bei den Olympischen Spielen in Paris und 1928 in Amsterdam. .. daß die Zeitnahme bei allen Läufen in Los Angeles nicht durch elektrische Uhren, sondern durch gewöhnliche Hand⸗ Stopp⸗Uhren erfolgt? ordnet. 1936 in Berlin anwenden. .. daß USA nach Los Angeles nicht mehr Athleten ent⸗ lich rund 400 einschließlich der Trainer, Masseure usw.? Die Beteiligung erstreckt sich auf 18 verschiedene Sportarten wie folgt: Leichtathletik 67 Männer und 18 Frauen; Schwimmen 38 Männer und 18 Frauen; Rudern 32 Männern; La Crosse 25; Turnen 22; Fechten 18 Männer und 3 Frauen; Hockey 17; Boxen 16; Ringen 14; Segeln 14; Gewichtheben 10, Reiten schießen 3. .. daß Amerikas Geher bei den Ausscheidungskämpfen zu Ueber 50 Kilometer gewann Harry Hinkel in 5:12.27, eine Zeit, die über Stunde schlechter ist als die der deutschen Geher Sievert und Hähnel. auf der Offenbacher Regatta Der erste Tag der 14. Offenbacher Regatta, die wieder von der Offenbacher R„Undine“ auf der 2000⸗Meter⸗Strecke vor Rumpenheim veranstaltet wird, brachte wiederholt spannende und scharfe Kämpfe, wenn auch einzelne Felder durch mehrfache Abmeldungen kleiner wurden. wieder Gießens 77er. Die zwölf Rennen des ersten Tages, die bei fast windstillem Wetter, vollkommen glattem Wasser und ver⸗ Zweiten Einer gelang ohne Zwischenfälle, was sehr für die Eignung der Strecke spricht. Vortage, sondern übertrafen diese noch. In erster Linie ist die „Was macht denn das Fußballspiel?“ erkundigte sich Jo⸗ hannisson.„Ihr Verein hat sich ja gut entwickelt. In der Zeitung las ich davon. Mein Sohn, der bei keinem größeren Spiel fehlt, ist ganz begeistert über die Leistungen Ihrer Mannschaft.“ „Ja,“ entgegnete Theo zerstreut,„wir haben schon ganz schöne Erfolge errungen...“ Wieder trat eine Pause ein. Da sagte Theo entschlossen:„Ich habe eine Bitte, Herr Di⸗ rektor. Ich benötige sofort vierhundert Mark.“ Johannisson sah Theo Hansen einen Augenblick erstaunt an. „Ja... natürlich... selbstverständlich, die können Sie gerne bekommen.“ „Sie haben vielleicht ein Recht, Auskunft darüber zu ver⸗ langen, wozu ich das Geld gebrauche. Ich bitte Sie aber, mich nicht zu fragen. Ich möchte es nicht gerne sagen.“ „Nein, Herr Hansen, das ist auch nicht nötig. Ihnen einen Scheck ausschreiben?“ Theo nickte. „Sie können mir die Summe dann an meinem Lohn wie⸗ der abziehen lassen.“ „Ausgeschlossen,“ lachte Johannisson.„Sie geben mir das Geld zurück, wenn Sie dazu in der Lage sind. Diese Angelegen⸗ heit bleibt ganz unter uns...“. „Gott sei Dank, auch das wäre erledigt,“ dachte Theo, als er wieder draußen war Nachmittags kam Adolf Müller. Es bereitete Theo Han⸗ sen große Freude, dem Mittelläufer das Geld überreichen zu können. Seine Hilfsbereitschaft trug die besten Früchte: Es gelang Adolf Müller bald darauf, eine neue Existenz zu finden... Als Theo Hansen ein paar Tage später von der Fabrik nach Hause kam, fand er auf seinem Schreibtisch einen Brief, dessen Schriftzüge ihm unbekannt waren. Ein feiner betäuben⸗ der Duft entstiegt dem Büttenumschlag. Zögernd öffnete er den Brief. Dann las er: „Verehrter Herr Hansen! Ich bitte Sie um eine Zusammenkunft acht Uhr im Hotel Bristol. Wenn ich auch annehmen muß, daß eine Einladung un⸗ ter solchen Umständen und in dieser Form wohl noch kaum an Sie ergangen ist, bin ich trotzdem davon überzeugt, daß Sie kommen werden. Marliese Henderson.“ Lächelnd legte Theo den Briefe wieder auf den Schreibtisch zurück. Die Absenderin war sicher eine seiner vielen unbekann⸗ ten Verehrerinnen; denn seit sein Ruf als Mittelstürmer über Darf ich heute abend F die Grenzen seiner Heimatstadt gedrungen war, erhielt er dann und wann schwärmerische Briefe. Meistens waren es Bitten um Autogramme. Noch nie hatte er solchen Wünschen Folge geleistet. Es war nicht eitel. Und alles Ueberschwengliche war ihm zuwider. Aber eine Einladung in dieser Form war noch nie an ihn ergangen. Darin hatte Marieliese Henderson recht. Uebrigens ein hübscher Name. Aber sicher wollte auch sie nur ein Auto⸗ gramm. Wie selbstbewußt sie schrieb! Das imponierte ihm ein wenig. Gewiß war es ein reiches verwöhntes Mädel, dem noch nie eine Bitte abgeschlagen worden war. Das Hotel Bri⸗ stol war das vornehmste Hotel der Stadt. „Wenn ich nur wüßte, ob die Dame jung und hübsch ist?“ dachte er.„Der Name und die Schrift besagen ja nichts, höch⸗ stens, daß sie vermutlich eine Ausländerin ist. Deshalb kann sie aber ebenso gut die häßliche Witwe eines reichen Plantagen⸗ besitzers aus Brasilien sein.“ Bis zum Abend überlegte Theo. ob er der Einladung Folge leisten sollte. Dann entschloß er sich, hinzugehen.. Ein paar Stunden später saß der Mittelstürmer in der vornehmen, eleganten Tanzdiele des Hotels Bristol, die von einer bunten, internationalen Gesellschaft belebt war. Auf jedem Tisch stand eine kleine Lampe; gelbseidene Schirme dämpften das Licht und machten den Raum behaglich. Draußen versank die Nacht, hier begann das Leben. Theo Hansen sah auf die Uhr. Marieliese Henderson schien sich zu verspäten. Fast verspürte er Lust, wieder fortzugehen. Nachdenklich zündete er sich eine Zigarette an. „Guten Abend, Herr Hansen,“ sagte plötzlich eine Stimme neben ihm. Er fuhr erschrocken auf, aus seinen Gedankengängen gerissen, und sah in ein hübsches, helles Gesicht Der Kellner rückte den freien Sessel für die junge, elegante Dame zurecht, die sich langsam darin niederließ. Sie reichte ihm ihre schmale Hand. „Ich danke Ihnen, daß Sie gekommen sind, Herr Hansen.“ begann sie gewandt und überglitt alles Peinliche.„Vorigen Sonnteg sah ich Sie spielen...“ Ihre Art, sich zu geben, war einfach und von natürlicher Schlichtheit. Eine kleine Pause entstand. Der Ober stellte einen Sekt⸗ kübel neben den Tisch, füllte aus einer goldbehalsten Flasche die beiden Spitzgläser und entfernte sich geräuschlos. „Ich wohne seit ein paar Tagen in diesem Hotel,“ unter⸗ brach Marieliese das Schweigen, das bedrohlich zu werden be⸗ gann.„Wollen Sie sich, bitte, als mein Gast betrachten und ein Glas Wein mit mir zusammen trinken?“ schweizerischen und österreichischen Dialekt, spanisch, portugiesisch, Der technische Leiter der Olympischen, Spiele, William M. Henry, hat diese Maßnahme soeben ange⸗ Elektrische Stoppuhren will man wahrscheinlich erst sendet, als 1928 zu den Olympischen Spielen in Amsterdam, näm⸗ 9; Radfahren 8; Revolverschießen 3; Zehnkampf 3; Gewehr⸗ den Olympischen Spielen ziemlich mäßige Zeiten erreichten? die Gleßener Nuder⸗Gesellsthaft 1877 Vorzügliche Leistungen zeigten hältnismäßig gutem Besuch ausgefahren wurden, verliefen ein⸗ wandfrei, selbst der gleichzeitige Start von sechs Booten im Was die sportlichen Leistungen des zweiten Tages anbe⸗ trifft, so standen diese nicht nur auf der gleichen Höhe wie am Nr. 293 Mainz⸗Kasteler Rudergesellschaft und im Zusammenhang hier⸗ mit auch die Gießener Rudergesellschaft zu nennen. Die Kasteller Mannschaft lieferte zusammen mit den Gießenern in dem Schluß⸗ Rennen der Regatta, dem Jubiläums-Achter, einen äußerst har⸗ ten Kampf. Die ausgezeichneten Gießener, die wieder, wie am Vortage im Zweiten Achter die vollwertigen Ersatzleute Timpe und Georgi, zwei bekannte Skuller, im Boot hatten, bewiesen diesmal recht deutlich, daß sie mit zu den allerbesten süd⸗ und westdeutschen Senior⸗Achter⸗Mannschaften zu zählen sind. Nach dem Offenbacher Rennergebnis ist man auf das Zusammentref⸗ fen dieser großen Klasse auf der Mainzer Regatta besonders gespannt. Die Mainz⸗Kasteler Trainingsleitung sollte die schon oftmals erhobene warnende Stimme anhören, die besagt, daß durch die Starts im Vierer die Achtermannschaft in ihrer aus⸗ gezeichneten Gesamtarbeit gestört wird. Auch wenn eine Mannheimer Amicitia augenblicklich nicht zu fürchten ist, so sollte Kastel doch daran denken, daß in den letzten Wochen zwei ganz gefährliche Gegner— Gießen 1877 und Kölner Wassersport — aufgekommen sind, die sich allen Ernstes auf die Meisterschaft vorbereiten. Die Rennen, an denen die Gießener beteiligt waren: Jubiläumspreis. Erster Achter(Herausforderungspreis): 1. Kasteler RG 1880 5:15,6; Gießener RG 1877 515,8. Taunus⸗Preis. Zweiter Achter.(Ehrenpreis): 1. Gießener NG 1877 510,4; 2. RG Worms 513,2; Offenbacher RV 1874 nicht gestartet. Theodor⸗Boehm⸗Gedächtnispreis. Doppel⸗Zweier ohne Steuermann.(Wanderpreis): 1. Wassersportverein Godesberg (Georg und Leo Arenz) 6709,5; 2. Gießener RG 1877(Joedt⸗ Timpe) 620,8; 3. Offenbacher RG Undine 624,2; 4. Frankfurter RV 1865 5,2. Preis von Isenburg. Zweiter Einer.(Ehrenpreis): 1. Gießener RG 1877(Joedt) 6:05,2; 2. Mannheimer RW Baden (Frisch) 6:13,6; 3. Alemannia Karlsruhe 614,8; 4. Offenbacher Undine 6716; 5. Offenbacher Undine 618,6; 6. Hanauer Hassia. * Universitätsmeisterschaft im Kleinkaliberschießen in Gießen Die Beteiligung der Studierenden war gut. Für den Mann⸗ schaftskampf waren 10 Mannschaften gemeldet, außerdem eine Anzahl von Einzelschützen. Den Mannschaftssieg errang die Turnerschaft Hasso⸗Nasso⸗ via, gefolgt vom Corps Silvania, Burschenschaft„Germania“ mit 441 Ringen,„Frankonia“ und„Merovingia“. Den Mehrkampf für Einzelschützen und den dafür gestifte⸗ ten Wanderpreis errang cand. med. G. Janke(Corps Silvania). Zweiter wurde stud. Schilling(Adelphia). Nach dem 5:0⸗Sieg der Deutschen Italiens Presse über Prenn und v. Cramm. Die einzige italienische Zeitung, die vor den Spielen um den Daviscup in Mailand das Können der Deutschen in geradezu lächerlichster Weise unterschätzte, war die offizielle„Littoriale“. Dort hat man mit einem 4 für Italien gerechnet. Wie man am Grünen Tisch zu dieser Rechnung gekommen ist, ist ein biß⸗ chen schleierhaft. Der„Littoriale“ ist aber ehrlich genug, um den deutschen Erfolg ohne Einschränkung einzugestehen und zu Alle Blätter geben zu daß Italien gegen diese Deutschen, die in so großartiger Form antraten, nicht gewinnen konnte. * Die Termine für die Deutsche Wasserballmeisterschaft mußten verschoben werden, da nicht alle Kreismeister und Teilnehmer feststehen. Sie lächelte ihn an, aber ihr Lachen fand keine Erwiderung. „Verzeihung, das kann ich nicht annehmen,“ entgegnete der Mittelstürmer ein wenig schwerfällig und sah sie aus seinen klaren blauen Augen verwundert an. Sie mußte über seine forschenden Augen lachen und über⸗ wand schnell die Ansicherheit, die sie einen Augenblick zu über⸗ fallen drohte. „Eine Sportkameradin aus Amerika möchte mit Ihnen auf das Wohl Ihrer Mannschaft trinken,“ erklärte sie übermütig, legte ihr Glas an das seine und sah ihn bittend an. Theo Hansen blickte in die aufsteigenden Perlen des schäu⸗ menden Weines und hob dann, angesteckt von der unbekümmer⸗ ten Fröhlichkeit seiner Partnerin, gehorsam sein Glas. „Es ist entschieden leichter, die Situation auf dem Spiel⸗ feld zu beherrschen, als mit einer unbekannten Dame Konver⸗ sation zu treiben,“ dachte er ein wenig unbehaglich und ver⸗ suchte, seine Befangenheit abzustreifen. „Sie betreiben auch Sport, gnädiges Fräulein?“ fragte er höflich und setzte sein Glas auf den Tisch zurück. „Ich spiele Tennis. Nicht sehr gut. Meine Technik läßt zu wünschen übrig,“ stellte sie sachlich fest und lehnte sich im Sessel zurück. „Sie werden schon gut spielen können,“ mutmaßte Theo mit einer gewissen achtungsvollen Freundlichkeit. „O nein. Tausend andere spielen besser,“ entgegnete sie und schüttelte bekümmert den Kopf.„Aber ich bin ehrgeizig und spiele gerne. Ich lasse den Mut nicht sinken.“ „Nein, das dürfen Sie auch nicht,“ pflichtete Theo ihr kameradschaftlich bei.„Was man will, erreicht man auch.“ „Sie spielen sehr gut Fußball, Herr Hansen,“ erwiderte sie warm und herzlich.„Ich sehe gerne solche Kämpfe. Sie lieben das Fußballspiel wohl sehr?“ Theo freute sich über das unerwartete Lob. „Ja, ich bin mit großer Lust dabei. Aber so sehr gut, wie Sie glauben, spiele ich nicht,“ wehrte er bescheiden ab. Sie streifte mit einem raschen Blick sein junges von der Sonne gebräuntes Gesicht und spürte den Wunsch, von sich zu erzählen. „Ich bin vor vierzehn Tagen aus Amerika hier angekom⸗ men,“ erklärte sie wie entschuldigend.„Mein Vater hat eine Reise durch Deutschland angetreten. Er kauft alte Gemälde für seine Privatgalerie. Mir sind diese Fahrten zu eintönig, des⸗ halb bin ich hiergeblieben. Und weil ich mich gerne einmal mit Ihnen über Sport unterhalten möchte, bat ich Sie, hierher zu kommen.“ Fortsetzung folgt. —— 5 5„Ä„ꝗ„⏓V„:ʒ 2 * Dienstag, den 19. Juli 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung Deulsche Nadsport⸗Meisterschaften Die neuen Meister Die Bahnwettbewerbe der Deutschen Radsportmeisterschaften wurden am Samstagnachmittag auf der weit außen von Nürn⸗ berg gelegenen Bahn am„Reichelsdorfer Keller“ mit der Flie⸗ germeisterschaft der Berufsfahrer, sowie mit den Vorläufen der Amateur⸗Fliegermeisterschaften über 1 und 25 Kilometer ein⸗ geleitet. 2000 Zuschauer sahen sowohl bei den Profis wie auch bei den Herrenfahrern spannende Kämpfe. In der Meisterschaft von Deutschland für Berufsfahrer über 1000 Meter mußte Peter Steffes-Köln seinen Titel erwartungs⸗ gemäß an seinen Landsmann Mathias Engel abgeben, der ihn im Endlauf knapp mit einer Viertellänge schlug. Die Ergebnisse: Meisterschaft von Deutschland für Berufsflieger(über 575 Me⸗ ter): 1. Math. Engel⸗Köln(Deutscher Meister), 2. Peter Steffes⸗Köln„ Länge zurück. Letzte 200 Meter in 12 5 ek. 3. Paul Oszmella, 4. Bernhardt. Der neue Meister Engel und der Zweite, wurden auf ihrer Ehrenrunde stürmisch gefeiert. Punktefahren über 4000 Meter: 1. Theo Frankenstein⸗Köln 10 Punkte 4:37,41 Min., 2. Rieger⸗Breslau 10 Punkte, 3. Ehmer⸗Berlin 8 Punkte, 4. Oszmella⸗Köln 8 Punkte. Beim 49. Bundesfest des Bundes Deutscher Radfahrer in Nürnberg hatten im Laufe des Samstagnachmittags in zwei Sälen die Kämpfe im Radball, sowie im Reigen- und Kunst⸗ fahren stattgefunden. Abends wurde dann im Kollosseum vor überfülltem und sehr beifallsfreudigem Hause ein Saalsport⸗ Prunkfest abgewickelt, bei dem die neuen Meister im Kunst⸗ und Reigenfahren ihre Künste zeigten. Gleichzeitig kamen auch die Entscheidungsspiele im Zweier⸗Nadball zur Durchführung. In einem sehr schönen Spiel verteidigte Wanderlust Frankfurt a. M. seinen Titel erfolgreich durch einen 7:4(5:1)⸗Sieg über Leipzig⸗Lindenau. Die übrigen Meisterschaftswettbewerbe hatten folgende Er⸗ gebnisse: Einer⸗Kunstfahren: 1. Gerhard Heidenreich-RV Adler Breslau 294,4 Punkte, 2. Glatz⸗Glogau 271,8 P., 3. Küsters⸗Neuwerk. Zweier⸗Kunstfahren: 1. Gebr. Rolle-RW Preußen Halle 409,3 P., 2. Usinger⸗Huhn⸗Flottweg Kassel 298 P., 3. Betzner⸗Mayer⸗ Wanderlust Heilbronn. Sechser⸗Kunstreigen: 1. RW Blitz Neukölln 14,158 P., RV Flottweg Kassel 17 91 P., 3. RW Panther e Achter⸗Kunstreigen: RW Blitz Neukölln 14,670 P., 2. RV enn dan 13,413 P. Dasch, Fliegermeister der Amateure. Die Bahnwettbewerbe der Deutschen Radmeisterschaften fan⸗ den am Sonntagnachmittag am„Reichelsdorfer Keller“ vor mehr als 10 000 Zuschauern ihren Höhepunkt und Abschluß. Zu⸗ nächst war die Entscheidung in der Meisterschaft der Amateure über 1000 Meter fällig. Nach dem Ausscheiden des Favoriten Richter⸗Köln kam es zu dem erwarteten Zweikampf zwischen Dasch⸗Berlin und Frach⸗Breslau, aus dem der Berliner als Sie⸗ ger hervorging. Den dritten Platz belegte Merkens-Köln vor Arndt⸗Krefeld. Nach diesem Titelkampf wurde die National- Peter Steffes, mannschaft des BDR mit folgenden Fahrern neu besetzt: Dasch⸗ Berlin, Frach-Breslau, Merkens⸗-Köln, Hammerbach-Köln, Knops⸗Krefeld, Kohlhardt-Leipzig, Steger⸗Augsburg, Hassel⸗ berg⸗Bochum, Gangel-Berlin, Arndt⸗Krefeld, Lorentz⸗Chemnitz, Golz⸗Berlin.— Die Meisterschaft von Deutschland im Vereins⸗ Mannschaftsfahren über eine deutsche Meile holte sich anschlie— ßend Excelsior⸗Dresden in 9:53,3 Min. vor Germania Charlot— tenburg und Wanderer Augsburg. Die Ergebnisse: Meisterschaft von Deutschland im Vereins⸗Mannschaftsfahren über eine deutsche Meile(7,5 Kilometer): 1. Excelsior Dres⸗ den 9:53,3 Min., 2. Germania Charlottenburg 9:54,2 Min., 3. Wanderer Augsburg 10:05,1 Min. Punktefahren für Amateure 4000 Meter(Einlage): 1. Walter⸗ Leipzig 15 Punkte 5:29,2 Min., 2. Gleye⸗Leipzig 11 P., 3. Karl Steger⸗Augsburg 11 P. Amateurmeisterschaft über 1000 Meter: Endlauf: 1. Dasch⸗ Berlin, 2. Frach⸗Breslau 1 Länge.— Um den dritten Platz: 1. Merkens⸗Köln, 2. Arndt⸗Krefeld. Nach der Amateur⸗Fliegermeisterschaft wurde wenig später auch die Meisterschaft von Deutschland im Zweisitzerfahren für Amateure über 5000 Meter entschieden. Das Ergebnis lautete: 1. Frach⸗Breslau—Merkens⸗Köln 19 Punkte 6.25 Min., 2. Wend Pietsch⸗Dresden 11 P., 3. Koch—Siehl⸗Offenbach 9 Punkte. Möller vor Sawall und Krewer. Die Deutsche Meisterschaft der Dauerfahrer. Im Laufe des Sonntagnachmittags war auf der Nürnber⸗ ger Bahn am„Reichelsdorfer Keller“ die Zuschauermasse auf 12 000 angewachsen. Ihr Hauptinteresse konzentrierte sich auf die Deutsche Stehermeisterschaft, bei der die besten acht deutschen Dauerfahrer an den Start gingen. Nach einem spannenden Kampf behielt der Hannoveraner Erich Möller vor dem Titel- verteidiger Walter Sawall und dem Kölner Paul Krewer die Oberhand. Sawall war mit der Spitze vor Möller, Hille und Schäfer abgegangen, jedoch eroberte sich Möller schon nach 17 Runden die Führung. Sawall mußte beim 10. Kilometer auch Krewer passieren lassen, bald darauf verwies aber der Welt⸗ meister den Kölner wieder auf den vierten Platz. Möller fuhr im weiteren Verlauf ein glänzendes Rennen. In seinem flüs⸗ sigen Stil und seiner hervorragenden körperlichen Verfassung war er allen anderen Fahrern klar überlegen. Mit ihm gewann auch der beste Mann die Meisterschaft. Sawall eroberte sich auf dem letzten Teil der Strecke noch den zweiten Platz, wäh⸗ rend Krewer trotz aller Anstrengungen nicht über den dritten Platz hinaus kam. Recht gut hielt sich auch Schindler. Hille und der Frankfurter Schäfer, die zeitweise ein sehr schönes Rennen fuhren, wurden leider durch Motordefekte weit zurückgeworfen. Recht mäßig waren Dederichs, Schindler und Wißbröcker. Das Ergebnis: Meisterschaft von Deutschland für Steher, 100 Kilometer: 1. 2 10 Möller⸗Hannover(Deutscher Meister) 1:26.27, Std., Walter Sawall-Berlin 1100 Meter zurück, 3. 1155 Kre⸗ wer⸗Köln 2350 Meter zurück, 4. Schindler⸗Chemnitz, 5. De⸗ derichs⸗Köln, 6. Wißbröcker⸗Hannover, 7. Scöfer⸗Frantfurt a. M., 8. Hille⸗Leipzig. 45 Bei den deutschen Radsportmeisterschaften in Nürnberg wurde am Montag die Amateur-Straßenmeisterschaft über 230 Kilometer entschieden Der Titel fiel an den jungen Nürn⸗ berger Scheller in 7:19,40 Stunden.— Bei den Altersfahrern siegte über 100 Kilometer der Berliner Rappold.— Meister im Dreier⸗Radball wurde die Erfurter Turnerschaft. Die neunte Etappe der Tour de France über 191 Kilometer von Marseille nach Cannes gewann wieder der Italiener di Pacco im Spurt vor dem Belgier Ronsse. Im Gesamtklassement hat sich keine Aenderung ergeben. Der Einfluß des Radfahrens auf Muskeln und Nerven Sportsinn und sportliche Betätigung haben in den letzten Jahren einen ungeheuren Aufschwung genommen. In weiten Kreisen, wo man früher auf größte Gleichgültigkeit, ja schroffe Ablehnung dem Sport gegenüber traf, begegnet man heute reg— stem Interesse an sportlichen Dingen und eigener sportlicher Ausübung. Was auch der Grund zu diesem so plötzlich auftre— tenden Wunsch nach ausgiebiger Körperbewegung sein mag, die Pflege der Leibesübungen jeder Art ist ein begrüßenswertes Mittel zu einem erstrebenswerten Zweck; ein Mittel, den Kör⸗ per zu stählen, zu kräftigen, ihn widerstandsfähig zu machen ge— gen alle schädlichen Einflüsse. In der Medizin wird heute die Pflege der Leibesübungen als ein wertvolles Heilmittel bei den verschiedensten Erkrankun⸗ gen angesehen, mehr noch wegen ihrer vorbeugenden Wirkung geschätzt. Der Körper des Kopfarbeiters, der den größten Teil des Tages über seinen Schreibtisch gebeugt sitzt, noch mehr der des Handarbeiters, der bei den heutigen Fabrikbetrieben seine stets gleich bleibende Bewegung in oft unglücklichster Stellung ausführt, schreit nach freier Ausarbeitung, vor allem in der heutigen Zeit der wirtschaftlichen Not und der feuchten, viel zu engen Wohnräume. Welcher Art die sportliche Betätigung ist, entscheidet natur⸗ gemäß Geschmack und Vorliebe eines jeden für diesen oder je— nen Sportzweig; jeder hat seine besonderen Vorzüge. Wenn sich das Radfahren einer besonderen Beliebtheit erfreut, so mag dies z. T. an dem Umstand liegen, daß das Rad den Menschen rasch aus dem engen, drückenden Häusermeer hinausträgt in die helle, strahlende Sonne und in die frische, würzige Luft. — Licht und Luft— zwei mächtige Heilfaktoren! Mehr und mehr wird der heilbringende Einfluß des Sonnenlichtes erkannt und verwandt, gibt es doch Krankheiten, die heute— im Gegen- satz zur operativen Methode früherer Zeiten— lediglich durch die Sonnenstrahlen behandelt und geheilt werden. Betrachtet man eingehender die Wirkung radfahr-sportlicher Betätigung auf den menschlichen Körper, so ist naturgemäß am auffallendsten der Einfluß auf die Muskulatur. Sie gewinnt sowohl an Kraft als auch an Ausdauer. Die Muskeln werden nicht wie bei den Schwerathleten und Ringern stark entwickelt — eine Folge einer sehr großen Anstrengung mit einmaliger Zusammenziehung des Muskels— sondern sehnig, frei von Werbt für die H. H. S. Z.! überflüssigen Bestandteilen; die Einzelspannung ist nicht so groß, aber dauernd, wodurch schließlich auch eine recht hohe Arbeitssumme zustande kommt. Was die Ausdauer eines Mus⸗ kels anlangt, so hat man berechnet, daß sie bei regelmäßigem Training von 12 Wochen Dauer um 1143 Prozent gesteigert werden kann; diese enorme Steigerung wird darauf zurückge⸗ führt, daß der Muskel oder die Muskelgruppen durch ihre Tätigkeit immer mehr mit kleinsten Blutgefäßen versorgt wer⸗ den, die schließlich eine raschere Entfernung der sauren Stoff⸗ wechsel⸗Produkte, die die Ermüdung hervorrufen, und eine bessere Versorgung mit sauerstoffhaltigem Blut ermöglichen. Hand in Hand mit der Kräftigung der Muskeln geht die der Gelenke und Knochen. Die Bänder der Gelenke werden fester und elastischer, der ganze Körper beweglicher, und die Knochen, durch die Tätigkeit der an ihnen ansetzenden Muskeln gereizt, werden stärker und— dieses von größter Wichtigkeit für die heranwachsende Jugend— in ihrem Wachstum an⸗ geregt. Von großer Bedeutung ist die Wirkung des Radfahrsports auf die Lungen. Die Atmung ist in der Ruhe sehr gering, nur ungefähr ein Siebentel der gesamten Lungenoberfläche beteiligt sich an ihr, vor allem die Lungenspitzen, der Wohnort der gefürchteten Lungentuberkulose, sind kaum in Tätigkeit. Dazu kommt die oft durch den Beruf bedingte Inhalation schädlicher Gase und Dämpfe und das Einatmen staubförmiger Abfallstoffe. Bei jeder körperlichen Arbeit erhöht sich die Lungentätigkeit; es muß dem Blut mehr Sauerstoff zugeführt werden, die Lei⸗ stung der Lungen kann auf das zwanzigfache steigen, wobei zu berücksichtigen ist, daß in der Ruhe bei 12—14 Atemzügen in der Minute 5—7 Liter Luft eingeatmet werden. Infolgedessen wird die Lunge viel besser durchblutet und Krankheitskeime können sich viel weniger ausarbeiten oder lebensfähig halten, wozu noch kommt, daß der Radfahrer rasch frische, reine unver⸗ dorbene Luft aufsuchen kann. Durch die größere Durchblutung des Körpers wird weiter das Herz gekräftigt. Die Herzmuskeln werden mehr zur Arbeit herangezogen, infolgedessen— wie die Skelettmuskeln— kräfti⸗ ger und allen inneren und äußeren Anforderungen gegenüber leistungs⸗ und widerstandsfähiger; überflüssiges Fett, das die Herztätigkeit stark, ja bedrohlich einschränken und behindern kann, wird weniger angesetzt. Hierbei muß aber gleichzeitig vor dem Zuviel gewarnt werden. Bei der günstigen Verteilung der Fahrtätigkeit auf starke Muskelgruppen kommt die zu leistende große Arbeit nicht zum Bewußtsein, und so konn es bei über⸗ triebenem Training und zu stark forcierten Augenblicksleistun⸗ gen— z. B. schnelles Bergauffahren— zu großen Herzverände⸗ rungen kommen, zumal bei unvernünftiger Lebensweise, starken Mißbrauch von Alkohol und Nikotin. Man wird nun ohne weiteres zugeben müssen, daß unter Sporttreibenden viel weniger gesündigt wird in Beziehung auf Gebrauch von schädlichen Genußmitteln als unter denen, die tagein, tagaus im Hause sitzen, wo die Eintönigkeit und vielleicht auch Gemütlichkeit geradezu zum Wohlleben verführt. Wenn auch vielleicht übertrieben wird,— daß der Alkohol und der Tabak keine harmlosen Menschenfreunde sind, ist heute nicht mehr zu bestreiten; ihre Wirkung auf das Herz, das gesamte Gefäßsystem und auf das Nervensystem ist leider nur zu be⸗ kannt. Was das Nervensystem betrifft, so muß auch hier von der ungemein günstigen Wirkung des Radfahrsports gesprochen werden. Beschäftigung aller Art gilt als wichtige Kurbehand⸗ lung bei einer großen Anzahl Nervenleiden, und viel Bewegung in frischer Luft wird jedem Nerven- und Gemütskranken drin⸗ gend angeraten als Ausgleich zu der oft so niederdrückend empfundenen Eintönigkeit in Beruf und Häuslichkeit. Wenn man endlich noch die appetitsteigernde Wirkung be⸗ rücksichtigt, und das ständige Vibrieren des Rades und des Körpers auf dem Rade, besonders auf Kopfsteinpflaster, als eine nicht zu verachtende Massage ansieht, kommt man zu dem Schluß, daß die Ausübung des Radfahrsports einen außer⸗ ordentlich wohltuenden Einfluß auf den menschlichen Organis⸗ mus hat, und vom ärztlichen Standpunkt eine körperliche Aus⸗ arbeitung auf dem Rade durchaus empfohlen werden kann. Es muß dabei allerdings betont werden, daß schlechte Haltung, übertriebene Leistungen und unvernünftige Lebensweise anstatt zur Kräftigung und Stärkung des Körpers zu seiner Schädi⸗ gung führen können; weshalb man dringend zu nur vernünf⸗ tiger Ausübung dieses Sportes raten kann. In diesem Sinne aber wird der Radfahrsport niemals seinen wohltätigen Ein⸗ fluß auf Körper und Geist vermissen lassen. 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