dden „ Engelter gende Her⸗ fl, Vettel; ttettosphe; iuchhausen; tech, Hell tist, Ober⸗ dug, Vol Goßfelden, binllich — haft der ö Einzelpreis 20 Ryf. 8 Einzelpreis 20 Ryf. 4. U. 5 Z. Allgemeine hessische Sport⸗Seitung verbreitet im Bezirk Hessen⸗ Hannover des W. S. v. und in den Gauen Gießen⸗ Wetzlar, Dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Abonnements⸗ und Anzeigen⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postschecktkonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 7. Jahrg. Diens Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.-Pfg. Aus dem Fußball⸗Vezirk Lessen⸗Sannober Ergebnisse Bezirksliga: Hermannia Kassel— Borussia Fulda 22(1:2) Germania Marburg— Kurhessen Kassel 2:2(1:2) Sc 05 Göttingen— Spielverein Kassel 4:3(371) Spiele gew. unent, verl. Tore Punkte Borussia Fulda 10 9 1 0 39:11 19:1 Kurhessen⸗Kassel 118 1 2 35:10 17:5 SC. 03 Kassel 10 5 2 3 25.20 12:8 Herm. Kassel 10 3 3 4 17:20 9211 SC. 05 Göttingen 10 4 1 5 25:31 911 VfB. Kurh. Marburg 9 2 4 3 16:22 8:10 Tura Kassel 9 3 2 4 15:25 8:10 Spielverein Kassel 11 2 2 6 20:30 8:14 Hessen⸗Hersfeld 9 2 2 5 18:24 6212 Germania Marburg 11 0 4 7 17:34 4:18 1. Bezirksklasse: Alsfeld— Schlüchtern 2:0 Elm— Lauterbach 10 Bebra— Sterbfritz; St. nicht angetr. Warburg— BW 06 Kassel 1:0(0:0) Hessen⸗Pr. Kassel— Niederzwehren 314(1:2) Homberg— Sport Kassel 2:0(1:0) Melsungen— Wilhelmshöhe 2:0(1:0) Corbach— Sportfreunde Kassel 5:2(2:2) Eschwege— Grone 313(2:3) Lichtenau— Witzenhausen 1:7(0:3) Petershütte— VfB Holzminden 21(2:1) Uslar— Germania Osterode 3:4(2:3) SpuSp Northeim— SW 05 Einbeck 2:0(0:0) Lauterberg— VfB Northeim 1:2(1:0) Gesellschaftsspiele: f VfB Gießen— VfR Butzbach 1•3(01) FV Wallau— Vfb Kurh. Marburg 5·3(11) Germania Fulda— Großalmerode 5:1(2:1) Hessen⸗Hersfeld— Hessen 09 Kassel 3:1(8:0) Blauweiß Göttingen— Univ. Göttingen 0:5(0:8) Fritzlar— SC 03 Kassel 2. 4:4(3:2) Gau Gießen⸗Wetzlar 2. Bezirksklasse: Biskirchen— Bissenberg 3:5(14) Ehringshausen— Burgsolms 31(31) Löhnberg— Steindorf 5:0(2:0) Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bissenberg 10 8 0 2 48:15 16:4 Weilburg 10 7 0 3 31:19 14:6 Burgsolms 10 6 2 2 27:19 14:6 SC. Niedergirmes 10 6 1 3 3828 137 Ehringshausen 10 6 1 3 25:15 13:7 Aßlar 9 4 1 19 19 919 Löbnberg 9 4 1 4 24:25 9:9 Wetzl. Sp. V. 2 10 4 1 5 19:28 911 Btiskirchen 9 2 1 6 30 41 5:13 Steindorf 9 1 0 8 15:40 2:16 Oberbiel 10 1 0 9 16:42 2:18 Lollar— Steinberg 2:0(1:0) Ettingshausen— Laubach verlegt Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Butzbach 9 20 1 1 34:6 15:3 Lollar 10 7 1 2 9 15:5 W.⸗Steinberg 9 6 1 2 39:15 13:5 1900 Gießen 2. 7 5 0 10 Daubringen 9 5 0 4 21:28 10:8 Leihgestern 9 4 1 4 2831 99 Ettingshausen 8 1 1 6 5:22 3213 Laubach 8 0 1 7 9:37 115 VfB. Gießen 2. 7 0 0 7 7225 0 14 1. Gauklasse: Burgsolms 2.— SC W.⸗Niederg. 2. SC. nicht angetr. Nauborn— Oberndorf 2:0(0:0) Braunfels— Hermannstein 219(1:5) Garbenteich— Niederweisel 3:2(11) Wieseck— Steinbach 2:1(1:1) Heuchelheim— Butzbach 2 2:2(1:1) Licht— VfB Gießen 3. 7:0(4:0) Geilshausen— Ulrichstein 2:4(0:1) Grünberg— Flensungen 2:1(1:1) abgebrochen Gräveneck— Ulm 472(3:2) Weilburg 2.— Merenberg, W. nicht angetr. Stockhausen— Hirschhausen 3:1(2:0) Holzhausen— Niedershausen 0:0 Allendorf— Löhnberg 2. verlegt Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Holzhausen 12 11* 0 51110 21 Ulm 11 9 1 1 50:16 19:3 Allendorf 10 8 0 2 38:16 16:4 Niedershausen 13 7 2 4 37:23 16:10 Stockha usen 13 70 0 6 35:22 14:12 Löhnberg 2. 11 5 1 5 ee eee Gräveneck 13 4 2 77 19:39 10:16 Merenberg 13 4 0 92818 Hirschhausen 14 2 1 1K 961 5323 Weilburg 2. 12 0 0 12 9:22 0:24 2. Gauklasse: Obershausen— Gaudernbach, G. nicht angetr. Odersbach— Arborn 01(0:0) Weilmünster— Laubuseschbach 1:1, abgebrochen Wirbelau 2.— Bermbach 1:2(0.2) Weinbach— Wirbelau 1. 3:4(1:0) Ulm 2.— Biskirchen 2., B. nicht angetr. Tiefenbach— Stockhausen 2., ausgefallen Oberbiel 2.— Philippstein 1:2(02) Büblingshausen— Berghausen 3:3(2:1) VfL Wetzlar— Schwalbach 1:3(0:2) Büblingshausen 2.— Nauborn 2. ausgefallen Garbenheim— SW Wetzlar 4 11(0:0) Lollar 2.— Lollar 3. 2:0(0:0) Krofdorf— Bieber 275(1:3) Niederweisel 2.— Steinberg 2. 2:3(0.2) Butzbach 3.— Lich 2. 1:3(1:0) Leihgestern 2.— Muschenheim 1. 6:0(0:0) Handball. Oc Gießen 1.— TW 1846 Gießen 2. 2:5 Tischtennis: 8 TW Wetzlar— Vfe Wetzlar 11:7 Gau Marburg 2. Bezirksklasse: Frankenberg— Marbach 6:2 Gladenbach— Wetter 3:3 Biedenkopf— Erdhausen 8:1 Wommelshausen— Breidenstein 51:3 Wiesenbach— Frechenhausen, Fr. nicht angetr. 1. Gauklasse: Gemünden— Allendorf 4:1 Kirchhain— Erksdorf 51 Friedensdorf— Buchenau 14 Cölbe— Wehrda 5:0(2:0) Mellnau— Schönstadt 41(2:1) Germania Marburg 2.— Ockershausen 2. 4:2 Wetter 2.— VfB Kurh. Marburg 2. 2:3 2. Gauklasse: Wolfgruben— Friedensdorf 2. 51 Michelbach— Goßfelden 3:6 Gesellschaftsspiele: Gemünden 2.— Allendorf 2. 3:5 Wallau 2.— Holzhausen b. Gldb. 41 Jugend: VfB Kurh. Marburg 1.— Germania Marburg 1. 7:1 50 Mill. Franken für Sport⸗ und Spielplätze Die französische Regierung hat für den Aufbau von Turnen⸗ Spiel und Sport ein Subvention in Höhe von 50 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Neuesten Informationen zur Folge soll diese Summe in erster Linie dazu dienen, im ganzen Lande neue Sportplätze, Turnhallen, Schwimmbäder und Spielfelder für die Allgemeinheit herzustellen. 30 000 Dollar für Jaffee Ein einträglicher Olympiasieg. Auf Grund seines Doppelerfolges bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid ist der amerikanische Eis-Schnell⸗ läufer Irving Jaffee von einer Schlittschuhfabrik in Philadel⸗ phia gegen ein Jahresgehalt von 30 000 Dollar verpflichtet worden die Erzeugnisse dieser Fabrik in Schauvorführungen zu benutzen. Dempsey ist Manager geworden Jack Dempsey, einst der Meister aller Meister, kann sich vom Boxsport nicht trennen. In aller Heimlichkeit ist er unter die Manager gegangen. Sein Schützling ist der bisher noch unbekannte Mittelgewichtler Kid Barger, den jedoch Dempsey als den kommenden Mann bezeichnet. tag, den 13. Dezember 1932 Nr. 50 Streife durch den Bezirk Nun ist also auch in unserer Bezirksliga kein Verein mehr ohne Verlustpunkte. Diese Tatsache war vor einiger Zeit schon an dieser Stelle vorausgesagt. Dann zwird zweifellos auch die Behauptung, daß das Bild des Tabellenstandes sich im Laufe der zweiten Halbzeit noch stark ändern würde, zur Wirklichkeit werden. Einstweilen, und zwar bis zum 8. Januar tritt eine, durch das Weihnachtsfest und das Neujahrsfest, die beide zuf einen Sonntag fallen, bedingte Ruhepause ein, da am 18. Dezem⸗ ber nur das Treffen Hessen⸗Hersfeld— VfB Kurh. Marburg zum Austrag kommt. Beide Mannschaften müssen sich anstren⸗ gen, um nicht an die Gefahrenzone des Abstieges zu kommen, and werden daher hart um Sieg und Punkte kämpfen. Für Kassel war der 11. Dezember ein„schwarzer Tag“: von neun Vexeinen, die im Rennen lagen, wurde kein Sieg gebacht; außer zwei Unentschieden⸗gab es sieben Niederlagen; das Tor⸗ verhältnis betrug insgesamt 13:25. Nun fühlt man sich in Kassel gleich sehr beunruhigt und erörtert das Thema„Hebung der Spielstärke“ ausgiebig, wobei sogar die Forderung erhoben wird, daß sich die zahlreichen Kasseler Vereine mehr konzentrie⸗ ren, d. h. durch Zusammenschlüsse die Vereine zahlenmäßig und pielerisch verbessern sollen. Vorgeschlagen ist die Vereinigung don Sportklub 03 und Sport, Kurhessen und Tura, Spielverein und Hermannia, Hessen 09 und Wilhelmshöhe, BW 06 und Sportfreunde sowie Hessen⸗Preußen und Niederzwehren. Dazu heißt es(wohl etwas sehr kühn):„Ein Abstieg aus der Oberliga wäre unmöglich.“ Am 18. Dezember werden in unserm Bezirk bei der Verbandspolalspielserie die Meister der Gruppen Fulda, Kassel und Südhannover er⸗ mittelt. Dafür sind folgende Spiele bestimmt: Schlüchtern— Borussia Fulda, Hermannia Kassel— Tura Kassel Spielogg. Göttingen— SC 05 Göttingen. Dem Bezirks⸗Fußballsachbearbeiter ist bei der Ansetzung dieser Treffen wohl ein Irrtum unterlaufen: nach den Ausführungs⸗ bestimmungen darf ein Verein, der für einen Sonntag das Freilos gezogen hat, am nächsten Sonntag nicht Platzverein sein. Hermannia und Spielvgg. Göttingen waren am 4. De⸗ zember spielfrei; mithin müssen die Spiele am 18. Dezember auf den Plätzen der Gegner— also Tura Kassel und SC 05 Göttingen— ausgetragen werden. Der Fußball⸗Länderkampf Belgien gegen Oesterreich brachte den Oesterreichern einen grandiosen Sieg won 61. Das erfolgreiche Abschneiden der österreichischen Länder⸗ mannschaft in London wird wahrscheinlich nunmehr zu dem Ab⸗ schluß von zwei weiteren Länderspiesen mit England in den nächsten Jahren Veranlassung geben Die ersten Verhandlungen haben bereits stattgefunden. Der Internationale Fußballverband(Fifa) tagte in Paris. U. a. wurde gegen verschiedene südamerikanische Vereine Spielverbot erlassen. Die ursprünglich nach Budapest für den 17. und 18. Dezem⸗ ber einberufene Tagung der für die Leichtathletik⸗Europamei⸗ sterschaften eingesetzten Kommission des Internationalen Ver⸗ bandes ist nach München verlegt worden. Der Tennis⸗Länderkampf Dänemark endete 8:2 für Deutschland. Im zweiten Ausscheidungskampf um die Deutsche Meister⸗ schaft im Halbschwergewichtsboxen siegte in Hamburg der Ber⸗ liner Witt über Trollmann(Hannover) überlegen nach Punk⸗ ten. Witt trifft nun im Titelkampf auf den Meister Hartkopp. Im Städtekampf der Ringer siegte Paris über Saarbrücken mit 710. Kanadas Eishockey⸗Repräsentative siegte im letzten Spiel auf englischem Boden über Englands Nationalvertretung leicht 6˙0. Zwei deutsche Viererbobs unter Führung von Kilian⸗Gar⸗ misch und Düsedau⸗Berlin werden sich an der Viererbob⸗Welt⸗ meisterschaft beteiligen, die am 4. und 5. Februar in Chamonix ausgetragen wird. Der Deutsche Ruderverband trat in Essen zu einer wichtigen Sitzung zusammen. Die wichtigsten Beschlüsse waren: Förderung von Renngemeinschaften und Auslandsstarts. Beim Einsturz eines Teiles der Zuschauertribüne wurden bei einem Fußballspiel in Santiago de Chile 114 Menschen mehr oder minder schwer verletzt und ein Kind getötet. gegen Deutschland — —— — — 2—U——— —— e Dienstag, den 13. Dezember 1932. Allgemeine Hesiische Sportzettung Nr. 50 Aus dem Gau Marburg Aus Marburg Germania Marburg— Kurhessen Kassel 2:2(1:2). In dem Marburger Lager hatte man allgemein mit einem sicheren Siege der Germanen gerechnet und dem Spielverlauf nach hätte die Germanen⸗Elf auch bestimmt gewinnen müssen. Torchancen boten sich reichlich, jedoch hatten die Kurhessen das Glück auf ihrer Seite; aber auch Schaub hat viel dazu beige⸗ tragen, daß noch ein Punkt nach Kassel gewandert ist. Er war in seiner Mannschaft der einzige, der nicht gefallen konnte, er ist viel zu langsam. Dagegen zeigten all die anderen ein Spiel, wie man es seit langem nicht gesehen hat. Die Mann⸗ schaft bildet ein geschlossenes Ganzes. Ganz hervorragende Arbeit leistete der rechte Verteidiger Emmler; Happ 2. im Tor hielt was zu halten war, mitunter allerdings scheint er reichlich nervös. Werner 2. stand neben Emmler recht sicher. Die bei⸗ den Außenläufer Happ 1. und auch Putsch hielten ihre Flügel mustergültig. auch Werner 1. als Mittelläufer war recht an⸗ sprechend; auf jeden Fall stellte er sein Gegenüber stark in den Schatten. Im Sturm klappte es bis auf Schaub wie am Schnürchen. Leiser allerdings taute erst so recht auf, als die Zuschauer ihm etwas anfeuerten. Die Kurhessen⸗Mannschaft zeigte wohl technisch ein recht ansprechendes Spiel— schöner Flachpaß, sonst aber ist sie viel zu energielos. Wenn die Mann⸗ schaft sich nicht umstellt und nicht aus ihrer Reserve heraus⸗ geht, dann dürfte es wohl recht schwierig sein, den 2. Platz zu halten. Die Germanen⸗Elf spielte einen harten, jedoch fairen, ungekünstelten Fußball und brachte hierdurch die Kurhessen aus ihrem Konzept. Das Fehlen von Tragesus machte sich aller⸗ dings auch bemerkbar und Mausch konnte ihn nicht ersetzen. Auch die gesamte Läuferreihe hing förmlich in der Luft. Kniep hatte Glück, sonst, o weh! Der Boden war hart gefroren und stellte große Anforderungen an die Spieler. Germania hat sich schneller gefunden und werden auch den Kurhessen sehr ge⸗ fährlich. In der 28. Minute täuscht Zscholke und an Kniep vorbei rollt die Lederkugel ins Netz. Nicht lange sollte es je⸗ doch bei diesem Stande bleiben, denn schon 3 Minuten später stellt Jordan das Resultat auf 1:1. Jetzt wird der Kampf spannend. Kurhessen gelingt es, noch ein weiteres Tor zu erzie⸗ len und bei diesem Stande bleibt es bis Halbzeit. Nach Wieder⸗ beginn haben die Germanen kolossal aufgedreht und wollen be⸗ stimmt das Resultat verbessern. Willi Wagner gelingt auch durch Bombenschuß der Ausgleich, jedoch der Führungstreffer bleibt aus. Kurhessen kann froh sein, einen Punkt aus diesem Kampfe mit nach Kassel genommen zu haben. 1000 Zuschauer wohnten diesem Kampfe bei, die auch von Anfang an in Span⸗ nung gehalten wurden. Der Schiedsrichter Arbanski vom VfB Weidenau leitete korrekt. Vordrutke f. Mannsthafts⸗Aufstellungen (an die Schiedsrichter). Geblockt zu 20 Stück. Preis pro Block 50 Pfg. Verlag der„Allg. Ho. Spor Zeitung“ Südanlage Nr. 21 Gie Fernspr. 2525 u. 2526 Abgabe nur unter b des Betrages zuzügl. Porto. Bs Kirchhain 1.— Erksdorf 1. 5:1. Dieses Resultat ist dem Spielverlauf nach etwas zu hoch ausgefallen, da Erksdorf ein recht schönes Spiel zeigte. Die Mannschaft ist an und für sich körperlich zu schwach. Bei Kirch⸗ hain zeigte Kachelmuß die beste Leistung. Aus dem Hinterland Wallau revanchiert sich! FV Wallau— VfB Kurhessen Marburg 5:3(1:1). Die im Wallauer Fußballager ersehnte Revanche für die im Vorspiel erlittene Niederlage ist gelungen. Die Wallauer konnten nach überlegenem Spiel die Marburger Kurhessen klar und deutlich abfertigen. Ja der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn nicht die Wallauer Stürmer so furchtbar viel vermasselt hätten. Daß bei diesem eisigen Ostwinde nur die größten Fanatiker erschienen, war vorauszusehen, bei dem Wetter muß man eben auf viel Publikum verzichten. Beide Mannschaften waren sofort bei Beginn in Schwung. Es gab vor beiden Toren aufregende Momente. Einen Strafstoß nahe der 16⸗Meter⸗Grenze schoß Runkel flach zum 1:0 für die Einhei⸗ mischen ein. Im Anschluß an ein Gedränge erzielte aber Fi⸗ scher noch bis zur Pause den Ausgleich. Nachher waren die Wallauer mit großem Ehrgeiz bei der Sache. Der wieselflinke Mittelläufer schickte seinen Sturm immer wieder auf Reisen, trotzdem ihm jede Unterstützung seiner Ne⸗ benleute fehlte, und daß da Treffer kommen mußten, war vor⸗ auszusehen. Zunächst gab es eine Anzahl Ecken für die Wal⸗ lauer, die aber nichts einbrachten. Bonacker 2. erhöht dann nach gutem Zuspiel auf 2:1. Noch einmal konnten aber die Marburger ausgleichen. Aber nach kurzem Hin und Her lagen die Wallauer wieder in Führung. Blöcher köpfte eine sehr schön hereingebrachte Ecke an dem wie angefroren erscheinenden Weyand vorbei ein. Kurz danach erhöhten Runkel und Bo⸗ nacker 2. sogar auf 5:2. Schade, daß daraufhin vorne jede Ver⸗ ständigung fehlte, denn bei diesem Zusammenbruch der Mar⸗ burger hätte auch der schwächste Sturm noch Tore erzielen müssen. Der dritte Treffer der Marburger war zweifelhafte Entscheidung des Schiris, denn ob der Ball die Linie übeschritten hatte, konnte nicht überzeugend genug gesagt werden. Wallaus Zweite fertigte vorher die 1. Elf von Holzhausen b. Gldb. mit 4:1 ab. Biedenkopf— Erdhausen 81. Die Biedenköpfer eilen von Sieg zu Sieg. Diesmal war der Sturm wieder in besonderer Laune, Mittelstürmer und Linksaußen waren die besten. Erdhausen setzte sich zwar am Anfang tüchtig zur Wehr, klappte aber nachher vollständig zusammen. Wommelshausen— Breidenstein 4:3. Die Breidensteiner hielten sich auf fremdem Gelände über⸗ raschend gut und nach Hergabe des ganzen Könnens der Ein⸗ heimischen konnten die beiden Punkte gesichert werden. Wiesenbach— Frechenhausen. Die Gäste schrieben vorher schon ab, so daß die Punkte kampflos an Wiesenbach fallen dürften. Buchenau 1. gewann gegen den Rivalen Friedensdorf 1. klar 41, trotzdem die Ueberlegenheit nicht so groß war, wie dies in dem Ergebnis ausgedrückt ist.„oh“ Aus dem Gau Gießen⸗Meßlar Aus Lollar Sportverein 1920 Lollar. Die seitherige Sportabteilung des Turnvereins Lollar hat sich selbständig gemacht und den Namen des früheren Vereins angenommen. Welchen Ruf die Fußballsportler innerhalb unse⸗ res Ortes genießen, beweist die Mitgliederzahl des neuen Ver⸗ eins. Rund 90 Anhänger haben ihren Beitritt ab sofort er⸗ klärt. Die Gründungs⸗Versammlung am Samstag hatte einen sehr guten Besuch zu verzeichnen und die Bildung des Vorstan⸗ sehr guten Besuch zu verzeichnen und die Bildung des Vorstan⸗ standes sind alte treue Fußballanhänger und bringen wiel Er⸗ fahrung mit in den Sportverein 1920 Lollar. Lollar 1.— Steinberg 1. 2:0(1:0). Am Sonntag hatte sich zum Spiel der beiden Rivalen eine recht stattliche Zahl Zuschauer eingefunden. Das Wetter war wohl nicht gerade das beste, aber doch besser kalt als Regen. Der Platz war in einigermaßen guter Verfassung. Pünktlich pfeift der Anparteiische Piek⸗Löhnberg das Spiel an. Lollar geht mit dem Wind, aber gegen die Sonne spielend sofort zu sehr gefährlichen Angriffen vor. Steinberg zeigt, von der Verteidigung abgesehen, große Nervosität. Der sonst so ge⸗ fährliche Sturm verrät wenig Können. Beide Mannschaften spielen viel zu hoch, um zu Erfolgen zu kommen. Der gefrorene Platz läßt ein genaues Zuspiel nicht aufkommen. Lollars Linksaußen und der Halbrechte kommen auch gar nicht in Schwung, aber die übrige Mannschaft tut voll ihre Pflicht. Steinberg hat viel Glück bei der Abwehr und kann manchmal gerade vor der Torlinie retten. Der Rechtsaußen von Lollar jagt mit unheimlicher Wucht einige Strafstöße auf das Teu⸗ tonentor, wo nur mit viel Mühe gerettet werden kann. Stein⸗ berg kann sich kaum der ungestümen Angriffe erwehren, die Lollar auf das Tor vorträgt. Kurz vor Halbzeit kommt Lol⸗ lar gefährlich vor das Tor, Steinbergs Verteidigung wehrt ab, Lollars linker Läufer schießt kurz entschlossen auf das Tor und Lollar führt 1:0. Großer Jubel bei den Lollarern. Steinberg begeht einen großen Fehler, seine Mannschaft vollständig um⸗ zukrempeln, kann aber bis zur Pause nichts erreichen. Nach der Pause sieht man bei Steinberg keinen Mut, jeder spielt auf eigene Faust, wobei selbstverständlich kein zählbarer Erfolg erzielt werden kann. Lollar dreht noch einmal mächtig auf, die Läuferreihe steht fast im Sturm, die Verteidigung auf der Mitte. Steinbergs Verteidiger arbeiten fieberhaft und leisten ganz Großes. Der Rechtsaußen Lollars wird scharf bewacht, trotzdem geht er etliche Male durch, kann aber gegen das Schlußdreieck nicht viel ausrichten. Allmählich läßt Lollars Druck nach, Steinberg kommt etwas mehr auf und Lollars Hü⸗ ter muß sein ganzes Können aufbieten, um sein Heiligtum rein zu halten. Bei einem schönen Angriff Lollars übertritt der Gästeverteidiger den Ball, Lollars Rechtsaußen ist zur die Landsknethte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (32. Fortsetzung.) „Handelt es sich um einen Krankheits- oder Todesfall, gnä⸗ diges Fräulein?“ „Nein.“ „Hallo... das ist nicht der Fall.... so natürlich...“ Marieliese stand auf und nahm dem verdutzten Direktor den Hörer aus der Hand. „Sind Sie noch da?...“ Hier ist Marieliese Henderson. Ich möchte Sie herzlich bitten, doch den Flug auszuführen. Ihre finanziellen Bedingungen akzeptiere ich ohne weiteres. Wenn Sie ein Gentleman sind, schlagen Sie mir meine Bitte nicht ab... Sie wollen es sich überlegen...2 Schön, ich warte hier eine halbe Stunde auf Sie.“ „Da können sie lange lauern,“ meinte der Direktor ein we⸗ nig verstimmt und schadenfroh. „Oder auch nicht,“ entgegnete Marieliese Lippen und ging trotzig aus der Tür. Draußen Chauffeur neben dem Wagen. „O, Henry, vielleicht wird nichts aus unserer Reise. Der einzige Pilot, der als Flugzeugführer in Frage kommt, hat dienstfrei. Er will es sich überlegen. Glauben Sie, daß er sich für die Fahrt entschließen wird?“ „Wenn Sie ihn darum gebeten haben, sicherlich, gnädiges Fräulein,“ tröstete der Wagenführer. 5 Die Zeit verging. Marieliese sah auf die Uhr. halb sechs. „Wir wollen abfahren, Henry,“ Lächeln das Schweigen und schien recht enttäuscht. Stunde ist längst um. Es hat nicht sollen sein.“ Der Motor sprang an. In demselben Augenblick bog ein Wagen in schneller Fahrt von der Straße auf den Flugplatz N Marieliese stand dem Flugzeugführer gegenüber. „Sie wollen nach Köln starten, Herr Laquoche?“ „Wenn es sein muß, gewiß, gnädiges Fräulein,“ entgeg⸗ nete er und musterte Marieliese mit einem bewundernden Blick. Sie reichte ihm die Hand. „Ja, es ist mir sehr viel daran gelegen. für Ihre Bereitwilligkeit. Köln?“ In 10 Minuten ist die Maschine startbereit. mit zuckenden stand der Es war unterbrach sie mit müdem „Die halbe Ich danke Ihnen Wann sind wir voraussichtlich in Rechnen wir bei dem leichten Gegenwind dreieinhalb Stunden für die Fahrt, würden Sie also zwischen neun und halb zehn Uhr am Ziel sein.“ Marieliese nickte. „Es wird eine Hehiagd werden,“ dachte sie„Aber einerlei. 4 Sie gab ein Telegramm an ihren Vater auf und bestieg dann mit Henry, der inzwischen den Wagen untergestellt hatte, das Flugzeug. Ein paar Decken wurden hineingereicht, dann schlug die Tür zu. Der Motor sprang an. Langsam erhob sich der große Vogel in die Luft. Die Dämmerung brach ein. Nichts war unten auf der Erde mehr zu erkennen. Eintönig surrte der Motor. Marieliese schloß die Augen und erlebte noch einmal in Ge⸗ danken den Fußballkampf der beiden Länder:... Der Mittel⸗ stürmer hat sich ganz frei gestellt... jetzt hat er den Ball. er schießßt Tor „Jede Umdrehung des Propellers bringt mich ihm näher,“ dachte sie beruhigt und glücklich und gab sich ganz der Vorfreude des Wiedersehens hin. Um halb zehn landeten sie auf dem Kölner Flugplatz. Ein Auto stand bereit. „Zum Hauptbahnhof,“ sagte Marieliese Henry im Wagen Platz. Sie fuhren durch hellerleuchtete Straßen... Halt...! Eine Straßenkreuzung... Rotes Licht... Marieliese sah un⸗ geduldig aus dem Fenster. Grünes Licht... Gott sei Dank! Sie waren am Ziel. Marieliese sah auf die Bahnhofsuhr: Zwölf Minuten vor zehnn „In zweiundzwanzig Minuten fährt der Zug, Henry. Wir haben Glück gehabt.“ Auf dem Bahnsteig war wenig Verkehr. nicht eingelaufen. „O Henry, mir fällt gerade ein: Wir haben ja das ganze Handgepäck in unserem Wagen. Nun hat Vater nicht einmal ein Nachthemd und eine Zahnbürste! Na, hoffentlich ist der Rubens echt. Das kann uns alleine noch retten.“ Der Bahnsteig füllte sich. Donnernd lief der Zug in die Halle. Die Uhr war zehn „Würden Sie Herrn Hansen wohl wiedererkenne, Henry? fragte Marieliese und ihre Stimme klang ein wenig mutlos. „Im Dreß sicherlich, gnädiges Fräulein, aber in Zivil wohl schwerlich.“ „Das ist schade, sonst können Sie.. Da sah Marieliese den Mittelstürmer in blauem Trenchcoat und hellem weichen Hut die Treppe heraufkommen. Neben ihm ging Adolf Müller und hinter ihnen folgten noch ein paar Fuß⸗ ballspieler. Der Mittelläufer hatte gerade eine scherzhafte Be⸗ merkung gemacht, denn Theo sah lachend seinen Kameraden an. Jetzt war er dicht bei ihr. „Theo...“ sagte Marieliese leise. Der Mittelstürmer blieb stehen und sah zur Seite. Auf einmal strahlten seine Augen. „Marlies, du... Bist du es wirklich?!“ rief er über⸗ rascht vor Freude. und nahm mit Der Zug war noch 9 40 Sie gaben sich die Hände und gingen langfam den Zug ent⸗ lang. Seine blauen Augen sahen sie glücklich an. „Marlies, ich begreife immer noch nicht... Das ist ja eine wunderbare Ueberraschung,“ sagte er laut und herzlich und tastete nach ihrer Hand.„Bist du schon länger hier?“ „Nein, ungefähr zwanzig Minuten... Heute nachmittag hörte ich in Paris die Uebertragung des Länderspiels durch Rundfunk. Als das Spiel zu Ende war, hatte ich solche Sehn⸗ sucht nach dir... na, und da bin ich einfach ausgerissen. Mit einem Flugzeug. Vater weiß nichts davon, deshalb muß ich auch gleich wieder zurück.“ „Du willst gleich wieder fort, Marlies?“ fragte der Mittel⸗ stürmer ein wenig erschrocken und versuchte, sie umzustim men. „Nur ein paar Stunden, Marlies. Ich nehme den nächsten Zug.“ Es fiel ihr schwer, seine Bitten zu widerstehen. „Nein, Theo,“ entgegnete sie endlich tapfer und bestimmt, „es ist unmöglich. Das Flugzeug wartet. Ich muß gleich wieder nach Paris zurück.“ Als sie sah, wie zwischen seinen Brauen eine trotzige Falte stand, fuhr sie begütigend fort:„Ich freue mich ja so, Theo, daß wir uns einmal wiedergesehen haben... Du hast übrigens heute nachmittag famos gespielt.“ „Na, so berühmt war das nun gerade nicht, Marlies,“ ent⸗ gegnete der Mittelstürmer, rasch versöhnt.„In der zweiten Halbzeit klappte es allerdings etwas besser. Heute abend haben wir den Sieg ein wenig gefeiert. Aber ich hatte solche Unruhe und drängte immer wieder zum Aufbruch. Das ist doch beinahe, als wenn ich es geahnt hätte, daß du hier auf mich wartetest.“ „Gedankenübertragung,“ versuchte Marieliese zu scherzen. „Ja.. Wann sehen wir uns nun wieder, Marlies?“ „Voraussichtlich in Mai, Theo. Meine neue Adresse schreibe ich dir gleich.“ Er nickte und streichelte zärtlich ihre Hand; Marieliese fühlte sich unter dieser leisen Berührung beschützt und beheimatet. Die Wagentüren wurden zugeworfen. „Einsteigen! Platz nehmen!“ Der Mittelstürmer lehnte aus dem Fenster. sich der Zug in Bewegung. „Auf Wiedersehen, Marlies. Gute Reise!“ „Auf Wiedersehen, Theo!“ wiederholte sie leise und lauschte ihrer Stimme, die fremd klang. Ein letzter Gruß. Auch Theos Kameraden waren ans Fenster getreten und winkten und sangen: „. Vater, Mutter, sahn mir traurig, und die Liebste sah mir nach, und die Liebste sah mir nach...“ Fast wären ihr die Tränen gekommen, aber sie bezwang sich und verließ mit Henry langsam den Bahnsteig. (Fortsetzung folgt.) Langsam setzte die pelsc m Verb 86d gin ou. Deelben 15 eine ihten Die bet zu eigen gef Vet lach die 10 Pg bewe Auf poche Al donn das Wo Sele und e Lollat. Steif Nesultat zu Volsptung auch die let verdientet e Kriti Die gesamte stellung. Zu cat nie gei det gesa in der Verte beachtlicher f dus. Det 9 auf die Einf am Spielan Auch muß e Torhüter wi weht, bei ei Die zwe das fällige wattungsgem d Lollar 1 Niederweise Nach fesse Spiele mußt derlage hin Mannschafte liche Kämpft nung. Lollg in den Kam berger Elf nicht ander stellung. Es dies die Nie versagten at bela ganz läufet gelang abschuß abzuf diele zu su shaft nicht! ein. Das helehtt heiß dem in der War es mit vorbei. Woh doh die Hint Steinberg ge mannes wied hatten Tor e war also für 170 nen nd etwas Spieler beide 1 gemac ie zwe gleichwertige wertrolle 10 ie Mane N d. N Jun 25 in Som ag al war er und war am Hiärdig e über⸗ er Ein⸗ Punkie dorf J. dat, wie „ohe icht in Nllich. unchmal n Lollar as Teu⸗ Stein⸗ ten, die mt Lol⸗ vehrt ab, Tor und teinberg dig um⸗ n. Nach er spielt r Erfolg lig uf, auf der d leisten bewacht, en das Wins lars Hü⸗ seiligtum ühertritt ist zut . Zug ent⸗ t jn eine lich und achmittag 5 durch he Sehn⸗ en. Mit ö ich auch 1 Mittel⸗ istim nen. rächten bestmnt, ich wiede ige Halle 0, Theo, übrigen est ell. t zweiten end haben r Untihe beinahe, 1tetel“ f Daubringen gmal als Sieger hervorgehen. Dienstag, den 13. Dezember 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗Zettung Wirkliche Vereinsverwaltungsunfähigkeit klingt aus den Zuschriften der und jener Vereinsvorsitzenden und ⸗kassierer heraus, die uns schreiben, daß sie die längst über⸗ fälligen Zeitungs⸗Abonnementsgelder nicht rechtzeitig zusammenbringen und an uns abliefern können, aber trotzdem bitten: die Zeitungen möchten weiter geliefert werden, weil sie das Interesse am Verein bei den Mit⸗ gliedern wach halten! All die verschiedenen Entschuldigungen: die Zeiten sind schlecht, die Mitglieder haben kein Geld, der Verein hat andere drin⸗ gendere Verpflichtungen, von den Mitgliedern ist die Mehrzahl arbeitslos, die Verhältnisse sind trostlos und was noch alles ins Feld geführt wird, ob wahr oder gemogelt bleibt dahin gestellt, das hebt die Pflicht der verantwortlichen Vereinsmänner nicht auf, daß zu den Vereinsschulden nicht noch weitere Schulden gemacht werden dürfen! Dieselben trostlosen Verhältnisse, ja noch schlimmere, sind auch bei anderen Vereinen und trotzdem kommen diese anderen Ver⸗ eine ihren Verpflichtungen pünktlich nach. Warum und wie? Die betreffenden befähigten und pflichtbewußten Vereinsführer haben sich unseren wiederholt veröffentlichten Vorschlag zu eigen gemacht und— was die Zeitungsgelder anbetrifft— lassen sich bei der Aushändigung der Zeitung sofort von dem Mitglied 10 Pfg. bezahlen. Die so einkassierten Zeitungsgelder werden wöchentlich an den„A Sz3.“⸗-Verlag(Postscheckkonto Nr. 695 31 Amt Frankfurt) eingezahlt. Wer nach dieser einfachen Methode seine Mitglieder resp. die Bezieher der„Ah S3.“ dann trotzdem nicht zum Bezahlen der 10 Pfg. bewegen kann und die so kassierten Gelder nicht an den Verlag abliefert, der betr. Verein soll die Zeitung abbestellen. Auf solche Abonnenten verzichten wir gern. Uns aber immer und immer wieder mit Zahlungsversprechungen vertrösten und dann das Wort nicht halten, ein solcher Verein sollte sich lieber auflösen! Stelle und eine Bombe landet unhaltbar im Netz. 2:0 für Lollar. Steinberg macht noch einmal große Anstrengung, um das Resultat zu verbessern, aber Lollar versteht es meisterhaft, seinen Vorsprung zu halten. Steinbergs Widerstand ist gebrochen, auch die letzte Umstellung bewährt sich nicht und Lollar bleibt verdienter Sieger. Kritik: Von Steinberg hatte man sich mehr versprochen. Die gesamte Mannschaft litt schwer unter der dauernden Am⸗ stellung. Zu einer einheitlichen Leistung konnte sich die Mann⸗ schaft nie aufraffen. In früheren Spielen sah man mehr Ehr⸗ geiz der gesamten Mannschaft. Bei Lollar klappte es diesmal in der Verteidigung tadellos. Auch die Läuferreihe war auf beachtlicher Höhe. Im Sturm fielen 2 Mann diesmal ganz aus. Der Halbrechte war nicht im Bilde und ging nur schwer auf die Einfälle seiner Nebenleute ein. Der Linksaußen wurde am Spielanfang schwer angegangen und muß mehr laufen. Auch muß er einmal einen Schuß aufs Tor wagen. Lollars Torhüter war immer zur Stelle und leistete ganz große Ab⸗ wehr, bei einigen schönen Schüssen. Die zweite und dritte Mannschaft spielten am Vormittag das fällige Verbandsspiel. Die zweite Mannschaft blieb er⸗ wartungsgemäß mit 210 siegreich. D. Aus Watenborn⸗Steinberg Lollar 1.— FC„Teutonia“ W.⸗Steinberg 1. 2:0(1:0). Niederweisel 2.— FC„Teutonia“ W.⸗Steinberg 2. 23(0:2). Nach fesselndem, in sportlicher Beziehung stets hochstehendem Spiele mußten die Teutonen gestern in Lollar die zweite Nie⸗ derlage hinnehmen. Wohl selten sah man bei gleichwertigen Mannschaften im derartig entscheidenden Spiele dieses ritter⸗ liche Kämpfen. Die zahlreichen Zuschauer kamen auf ihre Rech⸗ nung. Lollars Mannschaft ging mit ungeheurem Siegeswillen in den Kampf und lieferte eine sehr gute Partie. Die Stein⸗ berger Elf hat der seelischen Belastung in den letzten Spielen nicht standegahlten. Diesmal versuchte man es mit einer Am⸗ stellung. Es muß mit Bestimmtheit angenommen werden, daß dies die Niederlage besiegelte. Mittelläufer und Mittelstürmer versagten auf ihren neuen Posten vollkommen. Der Sturm bekam ganz selten brauchbare Vorlagen. Dem neuen Mittel⸗ läufer gelang es in den seltesten Fällen, einen gegnerischen Tor⸗ abschuß abzufangen. Sein Platz dürfte wohl wieder im Schluß⸗ dreieck zu suchen sein. Im allgemeinen schlug sich die Mann⸗ schaft recht tapfer und setzte sich jeder einzelne für seine Farbe ein. Das Resultat 1:0 in der Pause konnte wohl auch umge⸗ gekehrt heißen. Lollar war wohl hier der Glücklichere. Nach⸗ dem in der zweiten Spielhälfte Lollar den 2. Treffer erzielte, war es mit den geschlossenen Kampfhandlungen der Teutonen, vorbei. Wohl gab es noch kritische Momente vor Lollars Tor, doch die Hintermannschaft war vorzüglich. Ein vom Schiri für Steinberg gegebenes Tor wurde auf Drängen eines Ordnungs⸗ mannes wieder rückgängig gemacht. Herr Schiedsrichter! Sie hatten Tor entschieden, und auf die Mittellinie verwiesen. Es war also für Sie ein Tor. Der Mittelstürmer der Teutonen hatte Ihnen bestimmt auf Befragen gesagt, daß er mit der Hand etwas mithalf. Durch das sehr anständige Betragen der Spieler beider Mannschaften wurde Ihnen Ihr Amt nicht allzu schwer gemacht. Die zweite Mannschaft sicherte sich in Niederweisel gegen gleichwertigen Gegner eine 3:2-Sieg und damit zwei äußerst wertvolle Punkte. Schiri Michel⸗Gießen leitete einwandfrei. Die Mannschaft nimmt in der Tabelle den zweiten Platz ein. Aus Daubringen Lokaltreffen: Daubringen— Lollar. Zum 26. Male treffen sich obige Mannschaften am kommen- den Sonntag, den 18. Dezember, auf dem Gelände in Daubrin⸗ gen. Aus den vergangenen Spielen konnte Lollar 13mal und 4 Spiele blieben unentschieden. Daubringen hat nun Gelegenheit, die Differenz zu kürzen. Ob es ihnen aber gelingt, bleibt der Ausstellung abzuwarten. Bisher trat die Mannschaft in den Verbandsspie⸗ len nur 1mal in stärkster Ausstellung(in Ettingshausen) an. Der kommende Sonntag wird wohl kaum die verletzten Spieler in ihren Reihen sehen. Lollär, das zurzeit in Hochform spielt, wird sich den Sieg auch nicht streitig machen lassen. Ihr vor⸗ züglicher Sturm wird Daubringens Hintermannschaft auf harte Probe stellen, so daß den Zuschauern guter Fußball, den Schlach⸗ tenbummlern aber die Nerven geprüft werden. A. O. Aus Leihgestern Leihgestern 2.— Muschenheim 1. 6:0(0:0). Muschenheims 1. Mannschaft weilte zum fälligen Ver⸗ bandsspiel in Leihgestern. Durch einen eindrucksvollen Sieg hat sich die 2. Mannschaft der Spielvgg. die Führung der Ta⸗ belle weiterhin gesichert. Vorweg muß gesagt werden, daß die Gäste aus der Wetterau sich als eine sportlich sehr gut erzogene Mannschaft vorgestellt haben. In ihren Reihen schlummern Kräfte, sie müssen nur noch besser verwertet werden. Nun eini⸗ ges vom Spiel: Punkt 2 30 Uhr gab der Schiri den Ball frei, es geht sofort lebhaft zu, aber viel zu nervös, um zu Erfolgen zu kommen. Die Platzelf setzt sich durch, der Sturm wird gut von den Flügeln bedient, hauptsächlich der Linksaußen gibt schöne Flanken herein, auch werden zwei Tore erzielt; aber der Schiri annulliert sie wegen Abseits. Auch die Gäste werden zeitweise durch schöne Angriffe gefährlich, nur ist an dem siche⸗ ren Bollwerk der Leihgesterner nicht gut durchzukommen. Mu⸗ schenheim verstärkt jetzt bei jedem Angriff der Leihgesterner seine Verteidigung, und bei dem Sturm der Hiesigen vermißt man den Druck zum Durchsetzen; so kam es, daß in der ersten Hälfte keine Tore fielen. Nach dem Wechsel taute der Sturm Leihgesterns merklich auf; der nötige Schwung war da. Schon in der 1. Spielminute fiel der 1. Treffer. Die Läuferreihe rückte auf, bediente den Sturm immer gut und so fallen jetzt in regelmäßigen Abständen noch 5 Tore und somit das Endresultat won 60 herstellend. Die Gäste nahmen ihre Niederlage sehr sportlich und hoch an⸗ ständig hin. Da sich beide Mannschaften einer sehr fairen und ritterlichen Spielweise befleißigten, so hatte der Schiri ein lechtes Amt, mußte aber mehr auf Ballhöhe bleiben. Am kommenden Sonntag, den 18. Dezember empfängt die 1. Mannschaft die erste des VfR Butzbach zum fälligen Ver⸗ bandsspiel. Das Spiel hat seine besondere Wichtigkeit darin, daß der Ausgang für die weitere Führung der 2. Bezirksklasse ausschlaggebend ist. Spiel Leihgestern in derselben Ver⸗ fassung wie gegen Lollar und Steinberg, so liegt ein Sieg im Bereich der Möglichkeit. Es ist deshalb mit einem sehr ho interessanten Kampf bestimmt zu rechnen. R. Aus Garbenteich Garbenteich 1.— N.⸗Weisel 1. 3:2(1:1). Zum zweitletzten Verbandsspiel der Vorrunde trat Garben⸗ teichs 1. Mannschaft auf eigenem Platze gegen die gleiche des Sportvereins Nieder⸗Weisel an. Der wegen des starken Fro⸗ stes nicht in bester Verfassung befindliche Platz stellte große An⸗ forderung an Spieler und Schiedsrichter. Trotz der großen Kälte waren zahlreiche Zuschauer erschienen, die einen fesselnden Kampf zu sehen bekamen. Garbenteich hat Anstoß, spielt mit dem Wind im Rücken und kann in der 22. Minute trotz verzwei⸗ felter und hartnäckiger Abwehr der Gäste zum ersten Erfolg kom⸗ men. Die Freude hielt jedoch nicht lange an, da ein Torschuß von Nieder⸗Weisel dem Torwart von Garbenteich aus den Händen fiel, und ein Stürmer der Gäste ihn zum 1. Erfolg ein⸗ schob. Garbenteich ging nun mächtig aus sich heraus, konnte aber bis zur Halbzeit nichts Zählbares mehr erreichen. da die Stürmerreihe von großem Schußpech verfolgt war. Der Geg⸗ ner glaubte jetzt schon, durch seine gute Haltung gegen den Wind das Spiel gewonnen zu haben, aber seine Meinung war ver⸗ fehlt. Gleich nach Wiederbeginn der zweiten Spielhälfte setzte Garbenteich alle Reserven ein und brachte es auch fertig, durch Bombenschuß von Bärenfänger und kurze Zeit darauf war es Mohr, die das Spiel auf 3:1 stellten. Das letzte Tor fiel durch eine prachtvolle Flanke des rechten Läufers, die der kleine Halblinke aufnahm und an dem herauslaufenden Torwart zum dritten Erfolg einsandte. Die erste Elf des Sportvereins setzte das Spiel nun meistens auf Abwehr, was ihr bald zum Verhängnis geworden wäre, da Nieder⸗Weisel jetzt alles nach vorne warf, auf 3:2 aufholen konnte und der Ausgleich im Bereich der Möglichkeit lag. Beide Mannschaften führten einen ritterlichen fairen Kampf vor, bei dem Garbenteich einen knappen und den Torchancen nach ver⸗ dienten Sieg herausholen konnte. Schiri Walter⸗Daubrin⸗ gen war der geeignete Mann für dieses Spiel, der es verstand, dasselbe zur größten Zufriedenheit beiderseits zu leiten. H. W. Aus Wioseik Wieseck 1.— Steinbach 1. 2:1(1:1). Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft von Steinbach in Wieseck, um das fällige Verbandsspiel auszutragen. Während die Gäste in kompletter Aufstellung antraten, mußte Wieseck wieder mit 3 Mann Ersatz antreten. Der Gastgeber mußte seine beiden Verteidiger und den guten Mittelläufer ersetzen. Gleich zu Beginn entwickelte sich eine schneller und ritterlicher Kampf. Der Gastgeber erzielte das Führungstor, aber die Gäste schaffen noch vor der Pause den Ausgleich. Nach der Pause ringen zwei gleichwertige Mannschaften um den Sieg. Wiesecks Sturm schafft immer wieder brenzliche Sachen vor dem Gästetor, aber Nr. 50 es will nicht gelingen. Endlich, eine Minute vor Schluß, er⸗ zielt der Gastgeber durch einen Kopfball das Siegestor. Schiri Rohn, 1900 Gießen, war ein guter Leiter. Aus Nauborn Für den Erfolg, den BC Nauborn im Spiel gegen Obern⸗ dorf 1. erfocht, war die bessere Gesamtleistung der Nauborner ausschlaggebend. Der Platzverein zeigte sich der Situation mehr gewachsen, als der zwischen Zusammenhanglosigkeit und enger Kombination hin⸗ und herpendelnde Gegner. Das Spiel war sehr fair und temperamentvoll und stand unter sicherer Lei⸗ tung von Schiri Willer⸗Wetzlar. Spielverlauf? Ein be⸗ drohlicher Strafstoß in der Strafraumgrenze des Platzvereins verlief für die Gäste ergebnislos. Mehrere Torchancen verpaßte Obevndorf. Nauborn spielte noch nicht so zusammenhängend, wie man es seither gewohnt war, man wechselte mit 0:0. Zum Führungstor konnte Nauborn durch Kunz gelangen. Oberndorf versuchte auszugleichen, seine Läuferreihe leistete gute, brauch⸗ bare Vorlagen, doch der Innensturm versagte. Kurz vor Schluß gelang es Nauborn zum zweiten Male, durch Diehl sicher zu verwandeln. Alles in allem, eine beiderseitige gute Mann⸗ schaftsleistung, nur das Innentrio Oberndorfs versagte. Die Sprache von zahlen In Nr. 47 der A. H. S Z. war ein summarischer Ueberblick über die Gesellschaftsspiele von Vereinen der Hessisch-Hannover⸗ schen Bezirksliga und 1. Bezirksklasse gegen Vereine aus anderen Verbänden des D. F. B. und aus anderen Bezirken des W. S. V. gegeben worden, und zwar für die Zeit vom 8. August 1931 bis einschließlich 16. November 1932. Dabei waren im ganzen 104 Spiele berücksichtigt, die auf Grund der in den Sportru⸗ briken der Tageszeitungen veröffentlichten Spielberichte oder Resultate ermittelt worden sind. Nun dürfte es wohl auch inter⸗ essieren, welche Vereine an diesen Spielen beteiligt gewesen sind und wie sie dabei abgeschnitten haben. Diesen Zwecken mag die folgende Tabelle dienen: Spiele gew. unentsch. verl. 4 Tore 22 14 14: Kurhessen⸗Kassel SC. 03 Kassel Spielverein Kassel. Hermannia⸗Kassel Sport⸗Kassel Sportfreunde⸗Kassel. Großalmerode Warburg Lichtenau Borussia⸗Fulda Germania⸗Fulda Hersfeld. Zora, SC. 05 Göttingen Spielpgg. Göttingen SpuSp. Northeim VfB. Northeim Einbeck 05 5 Germania⸗Osterode VfB. Holzminden — S co A A — E et E .— O e M s ——— FFP — — S e- eee 8 S - e eee SSS SS SSS SSS SSS SSS SSS e 11 Vf. Marburg 19 Germania⸗Marburg 24: 36 VfB. Gießen 20: 2 1900⸗Gießen 32 7 SV. Wetzlar 5* Butzbach 3 Breidenbach 9.1 104 43 14 47 286: 309 Es kann vielleicht sein, daß das eine oder andere Spiel in dieser Statistik nicht erfaßt ist, weil kein Resultat oder Spiel⸗ bericht davon zu erlangen war, doch kommt es wohl auf eins mehr oder weniger nicht an. Die Hauptsache ist doch, daß aus allen Gegenden des Bezirks und dabei besonders von den Ver⸗ einen, welche eine Rolle im Fußballsportbetrieb spielen oder ge⸗ spielt haben, Ergebnisse erwähnt sind, so daß man sich ein Bild von der Spielstärke unserer Vereine wohl leicht daraus kon⸗ struieren kann. Immerhin ist aber noch in Rechnung zu setzen, daß eine ganze Anzahl von namhaften Vereinen als Gegner auf⸗ getreten sind, darunter VfR. Fürth, FV. 04⸗Würzburg, FL 96⸗ Halle, Kickers⸗Offenbach, Arminia⸗Hannover, Eintracht⸗Frank⸗ furt, Union⸗Niederrad, SV. Wiesbaden, VfL. Neu⸗Isenburg, Spielogg. Fürth, Viktoria⸗Urberach, Rot⸗Weiß⸗Frankfurt, Ein⸗ tracht⸗Braunschweig, SV. 96⸗Hannover, BV. 04⸗Düsseldorf, F. Schwelm, BC. Köln, Sportfreunde⸗Essen, Mainz 05, Wormatia⸗ Worms, VfB. Bielefeld, Würzburger Kickers, Hütten 09, Ale⸗ mannia⸗Olympia⸗Worms, FC. Schweinfurt, BV. Altenessen, Bo⸗ russia⸗Eisenach u. a. In Anbetracht dessen ist das Verlustkonro mit 47 Spielen gegenüber dem Gewinnkonto von 43 Spielen eigentlich nicht so schlimm; es sieht sich erst schlimmer an, wenn man weiß, daß von den 104 Spielen 78, also drei Viertel, auf eigenem Platz und 26 auswärts stattfanden und daß von den 78 Spielen 2 gewonnen, 34 verloren und 12 unentschieden ge⸗ staltet wurden, so daß man also vermuten muß, daß der Vorleil des eigenen Platzes nicht ausgenutzt werden konnte. Demgegen⸗ über ist aber zu beachten, daß gerade die guten und schweren Gegner nur auf den Plätzen des Bezirkes spielten und auf einen Gegenbesuch der Hessisch-Hannoverschen Vereine keinen Wert leg⸗ ten. Von den auswärts ausgetragenen Spielen wurden 11 sieg⸗ reich und 2 unentschieden gestaltet, so daß die Hälfte, nämlich 13, verloren ging; hier erscheint also das Bild etwas freund⸗ licher, was aber besonders darauf zurückzuführen ist, daß die Gegner keine allzu großen Ansprüche machten und es sich meisten⸗ teils um Vor⸗ und Rückspiele handelt; das Torverhältnis bei diesen 26 Spielen ist 82 81, demnach bei den anderen 78 Spie⸗ len 204: 228. 7 Sportler! Les U. fördert de f. f..J. Dienstag, den 13. Dezember 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗Zetrung Nr. 50 Amaleure oder Berufsspieler? Hessen⸗Hannover ist erhaben über die Zumutung, das Be⸗ rufsspielertum zu dulden oder sogar einzuführen. Auch von dem verkappten Berufsspielertum will man nichts wissen; es soll nur mal jemand wagen, in dieser Beziehung einen Stein zu werfen! — Hand aufs Herz! Ist es wirklich so? Gewiß, wir haben in unserem Bezirk nur wenige sogenannte„Großvereine“, die also nicht nur gegenüber den anderen eine überwiegende Mit⸗ gliederzahl aufweisen, sondern auch— dank der Anterstützung ihrer passiven Mitglieder, vielleicht auch einiger Gönner, die deswegen irgend etwas mit dem Beiwort„Ehren-“ verliehen bekommen— finanziell auf der Höhe sind. Im allgemeinen müssen sich unsere Vereine aber mühselig durchs Dasein schla⸗ gen und der Not der Zeit die Existenzmittel auf dem Sport⸗ platz abtrotzen, so gut es eben geht. Sie sind darauf angewie⸗ sen, ihren Bestand an Ligaspielern aus den eigenen Reihen herauszuholen und zu ergänzen; das hat natürlich das Gute an sich, daß sie nicht von dem Wohlwollen der Spieler abhängig find, weil diese es für eine Ehre halten, sich in der obersten Spielklasse betätigen und vielleicht sogar Lorbeeren ernten zu können. Trotzdem findet man, wenn man ein bißchen tiefer in die Sache hineinschaut, hier und da auch Verhältnisse, die ein anderes Gesicht zeigen. Es gibt nämlich auch bei uns Vereine, die eine ganze Anzahl„fremder Elemente“ in ihrer Liga ber⸗ gen, also Spieler, die nicht auf heimischem Boden geboren und groß geworden, vielmehr erst in ihren jetzigen Standort ver⸗ pflanzt worden sind. Ob sie dort dauernd ansässig werden, hängt erstens davon ab, welche Früchte sie zeitigen(d. h. was sie leisten) und zweitens, wie lange ihre Züchter(d. h. Brot⸗ herren) ihre Pflege bestreiten können. Natürlich gehören zu dieser Kategorie nicht solche Spieler, die beruflich umgewandert sind(3. B. Studenten, Reichswehrangehörige, Beamte, Kaufleute zusw.) und aus demselben Grunde vielleicht öfters ihren Betäti⸗ gungsplatz freiwillig wechseln oder wechseln müssen. Gemeint sind nur jene Fußballspieler, auf die man das Dichterwort „halb zog sie ihn, halb sank er hin“ in entsprechender Ammode⸗ lung anwenden kann oder muß. Es ist wohl überflüssig, hier mit Namen aufzuwarten, die ja schon die Spatzen von den Dächern pfeifen, aber es ist dringend notwendig, die Bezirks⸗ leitung und andere verantwortliche Instanzen darauf kinzuwei⸗ sen, daß sie rechtzeitig einen Riegel dort vorschieben, wo Aus⸗ wüchse zu wuchern drohen, welche die gute Saat zu vernichten ümstande sind. Es geht doch z. B. nicht an, daß ein Spieler, der noch vor acht Tagen bei einem Verein in H. gemeldet war und gespielt hat, in nächster Zeit schon bei einem Nachbarverein in Mals bezahlter Trainer fungiert und gleichzeitig den Posten eines Sturmführers in der dortigen Liga einnehmen soll(siehe „Hersfelder Brief“ in der„K.-Post“ Nr. 334). Wenn es auch sehr vernünftig ist, daß Vereine ihre Spielstärke auf jede nur mögliche Weise zu heben suchen, und wenn es auch sehr kol⸗ legial gehandelt ist, daß Vereine gute Spieler, die sie selbst aus irgendeinem Grunde nicht gebrauchen können oder ab⸗ schieben wollen, an befreundete Vereine weiterleiten, so muß doch verlangt werden, daß alles auf legalem Wege, d. h. ohne Hintansetzung der Amateurbestimmungen und dergleichen An⸗ ordnungen geschieht. Andernfalls wollen wir doch lieber so ehrlich sein und sagen:„Her mit dem Berufsspielertum! Wir haben Geld und auch sonst alles, um offen als Berufs⸗ spielervereine existieren zu können! Wer mitmachen will, ist uns lieb und wert! Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“ Die r III. der N nationalen Polizei- Sternfahri Eine deutsche Rekordleistung: Mit dem Motorrad durch die glühende Sahara. Schluß) Oase Tolga: Nicht immer nur trockener Sand— auch Wasser mußte zuweilen durchquert werden. 2000 fm Wustenfahrt Algier—Bon⸗Saada—Biskra. Am Montag, dem 15. August waren wir in Algier ange⸗ kommen. Am Donnerstag, dem 18. schon war die Organisation der Fahrt ausgebaut. Wir starteten am Nachmittag, da wir die erste Etappe von ca. 250 Kilometer noch am späten Abend er- reichen wollten. Zuerst ging die Fahrt auf gut ausgebauten Wegen steil bergan ins Atlas⸗Gebirge. Wenn es schon in Algier recht heiß war, wuchs die Hitze am ersten Nachmittag der Fahrt beinahe bis ins Unerträgliche; erst als die Sonne langsam unterging war es einigermaßen erträglich zu fahren. Nachdem wir Algier 3— 4 Stun- den verlassen hatten, kamen wir bei der ersten Tankstation in Aumale, einst Auzia, ein altes Kastell der Römer, an. Bei unserem Eintreffen in Aumale wurden wir gleich von einer ungeheuren Anzahl von Eingeborenen begrüßt. Unsere erste te an war natür⸗ lich nach dem„Standard“-Vertreter. Man teilte uns mit, daß dieser würdige Herr, A. Djaoui, bereits Schlafen gegangen ware. Da wir Betriebsstoff brauchten, hatten wir die Absicht, ihn aus dem Bett zu trommeln. Es war jedoch nicht nötig, denn der brave Tankwart lag mitten auf der Straße, 20 Meter von seiner Pumpe entfernt und schlief den Schlaf des gerechten Muselmann. Es ist im Orient während der großen Hitze nicht möglich, in Häusern zu schlafen und jeder macht es sich daher irgendwo in der freien Natur gemütlich. Unser Herr Djaoui hatte sich einen alten Sack über den Kopf gezogen und schlief so fest, daß es gar nicht leicht war, ihn aufzuwecken. Als er jedoch wach war, sprang er auf und lud uns in recht mohamedanischer Gastfreundschaft, bevor wir bei ihm tank⸗ ten, also das Geschäft abschlossen, zu einem kleinen Apéretiv in seinem Hause ein. Das ganze Dorf interessierte sich selbstverständ⸗ lich für diese Fahrt. Wir erzählten noch Verschiedenes über unsere Reise, Herr Diaoui verdolmetschte es seinen Landsleuten, aber es ist wohl kaum anzunehmen, daß sie besonders viel von dem Unter⸗ nehmen verstanden haben. Nach einer guten halben Stunde wurde wieder gestartet, weiter gings noch ca. 130 Kilometer bis nach Bou⸗Sanda. Auch wir mußten selbstverständlich wegen der Hitze im Freien übernachten und legten uns in einen geschlossenen Hof bei dem „Standard“-Vertreter. Am anderen Morgen fuhren wir gegen 10 Uhr weiter hinein in die Wüste nach Biskra. Wir durchquerten zuerst tief ausgefurchtete Bachbette, es ging an Bergflanken vorbei, und gelangten so in die waldigen Regionen von Ain Smara, kamen dann später in nächster Nähe der Wasserverbauungen des Ued Chair u den malerischen Schluchten des Bou Mellel und nach der Ueber- fahrt des Col Ras Chaiba, von dessen Höhe aus die ferne Wüste wie ein bläulich stilles Meer erscheint, fuhren wir in die sandigen Regionen von Fugala, um endlich die wunderschöne Oase Biskra zu erreichen. Wir en hier in Biskra die 2. Nacht. Wieder ein⸗ mal haben wir bei dem„Standard“-Vertreter übernachtet, und 9 bei ihm auf dem Hof zwischen seinen Benzin- und Oel⸗Fässern. m anderen Morgen ging es weiter über Djamas nach El Qued. Sand, Sand, Sand Tantstelle an einer Oasen⸗Stadtmauer, mitten in der Wüste Sahara. Nachdem wir in Quargla übernachtet hatten, selbstverständlich auch wieder unter freiem Himmel, fuhren wir am nächsten Morgen wieder nach Touggourt zurück, wo wir am Nachmittag ankamen. Wir wollten gern sofort in westlicher Richtung weiterfahren, um noch am selben Abend in unserem offiziellen Startort Dzioua ein- zutreffen, mußten jedoch infolge eines Defektes am Seitenwagen noch einmal in Touggourt übernachten und fuhren am nächsten Morgen rechtzeitig nach Dzioua, wo wir gegen Mittag ankamen. Sand, Sand, Sand Die Strecke von Touggourt bis Dzioua war die unangenehmste der ganzen Reise. Meterhohe Sanddünen, sie erreichten eine Höhe von beinahe 10 Meter, stellten sich uns in den Weg, wenn gerade eine Sanddüne überwunden war, kam schon die nächste. Die Ent⸗ fernung zwischen diesen einzelnen Dünen war ca. 20 Meter. Es kommt oft vor, daß diese Dünen an der einen Seite in einiger maßen stumpfem Winkel bergan gehen, daß sie aber an der an⸗ deren Seite durch Sandverwehungen oft recht steil viele Meter tief abfallen. Man kann aus diesem Grunde also nicht einfach über diese Dünen hinwegfahren, sondern muß sich erst vorher sehr genau vergewissern, wie die Verhältnisse an der anderen Seite des Ab⸗ hanges, den man natürlich nicht sehen kann, liegen. War nun fest⸗ gestellt, daß auch die andere Seite der Düne für die Maschine passierbar wurde, wurde mit einem Anlauf im ersten Gang die Anhöhe genommen und mit dem 2. und 3. Gang ging es bergab, um das Tal schon durch den Schwung der Maschine möglichst weit zu überwinden. Sodann kam die nächste Düne, bis wir schließlich wieder in den festeren Grund, in die Steinwüste, also in ein Ge⸗ lände, wo der lose Sand fortgeweht war, hineinkamen. Im allgemeinen stellt man sich die Sahara recht eintönig vor; jedoch bemerkt man bei diesen Fahrten viele grundsätzliche Ver⸗ schiedenheiten. Der weiße feine Wüstensand, schneeweiß, herrscht vor, aber außerdem gibt es Felslandschaften ohne Sand, die den Eindruck einer Mondlandschaft machen. Diese Veränderungen geben dem Auge wieder die dringend nötigen Abwechselungen. Außerdem gibt es noch roten Sandstein, unterbrochen von ausgetrockneten Salz- und Moor Seen, so daß oft die ganze Oberfläche dieser Hügel den Eindruck macht, als ob sie mit einer leichten Schicht von Salz überzogen ist. EHICTPPEHIL LE L B Man steht darin immer wieder von neuem, daß die Organk⸗ ation der Betriebsstoffversorgung nicht nur wichtig für die Durch⸗ führung derartiger Fahrten, sondern sogar durchaus notwendig. stiemals wäre es möglich gewesen, diese Fahrt ohne die bereits be⸗ stehende Organisation der Standard-Gesellschaft durchzuführen, enn gerade im Orient kommt es vor allen Dingen darauf an, über⸗ 2 jedem Ort gut bekannt zu sein, bzw. gute Empfehlungen zu haben. Dzioua; wir werden„verheiratet“. In Dzioua sahen wir die Maschine in allen Einzelheiten na weil ja hier der offizielle Start beginnen sollte. W e 1 als Gast bei dem Scheich von Dzioua geladen, der schon durch die Organisation der„Standard“ Hesellschaft über die Ziele unserer Veranstaltung genau orientiert war. Der alte Scheich hatte uns bald ins Herz geschlossen, zumal wir Deutschen bei den Arabern sehr beliebt sind. Diese Beliebtheit machte sich besonders dadurch bemerkbar, daß uns der alte würdige Scheich mit Geschenken über⸗ häufte. Das für ihn wertvollste Geschenk war, daß er uns zwei der schönsten Frauen aus seinem Harem schenkte. Es gilt dieses als eine besondere Ehre in der Sahara, weil ja die Frau dort direkt als Ware, als Wertobjekt, W wird und der Preis sich zwi⸗ schen 5—10 000 Francs beläuft. Wir nahmen dieses Geschenk r e 80 Dank Ab es nachher aber nicht gern nit nach Europa nehmen, was die dunklen Damen ständli nicht wenig betrübte. E Auf nach Kaiserslautern. Am 22. August um 10 Uhr begann der offizielle Start zur Polizei⸗Sternfahrt. Wir hatten also die Strecke von Dzioua, 8 südlichen Algerien in der Wüste Sahara bis nach Kaiserslautern (Pfalz) über Frankreich, Belgien, Holland, zu fahren. Von Dzioua aus ging es über Guerrara südwestlich nach Ghardaia, wo wir 1 eintrafen. on jetzt ab ging es in einem rasenden Tempo ohne Aufens⸗ halt die Nacht durch, nachdem der Kontrollstempel 5 der 1 zösischen Regierung geholt war, nördlich über Laghout nach W In Dlelfa wurde eine gute Chaussee erreicht. In einem 80 Kilo⸗ meter-Tempo fuhren wir immer weiter nördlich, so vaß wir am anderen Morgen um 10 Uhr todmüde Algier erreichten. Von Dioun bis Algier ist eine Strecke von 750 Kilometer, also in 24 Stunden durch die Sahara als erste Tagesetappe der Internationalen Stern⸗ fahrt, wahrscheinlich ein Start zu einer Zuverlässigkeitsfahrt, wie er einzig im Motorismus dasteht. Allmählich war die Fahrt durch die Karawanen und dur die Vorbereitungen so bekannt geworden, daß wir von großen Men; schenmassen umringt wurden. Aber wir durften uns leider nicht aufhalten, mußten die zahlreichen Einladungen ablehnen, bzw. das Versprechen geben, bald einmal zurückzukommen. Die nun folgende Fahrt durch Frankreich, Belgien und Holland verlief durchaus programmäßig; in Kaiserslautern und im ubrigen Rheinland wurden wir von alten und neuen Freunden mit sir. em Jubel empfangen.— (Der Erfolg für die Gebr. Auffermann für diese so ganz aus dem üblichen Rahmen fallende abenteuerliche Zuverlässigkeitsfahrt war ein Sonderpreis der III. Internationalen olizet⸗Skernfafe Amtliches Gau Gießen⸗Wetzlar Aenderungen für den 18. Dezember 1932: Garbenteich— 1900 Gießen 3.(Ebner⸗Butzbach, nicht Schulz) Berghausen— Werdorf 2.(Petry⸗Wetzlar) Hermannstein— Aßlar 2.(Becker⸗Dutenhofen, n. Kreiling) Waldgirmes— Garbenheim(Kreiling⸗Gießen, nicht Becker) Wirbelau 1.— Weilmünster(Müller⸗Niedershaufen, nicht Schermuly) Oberndorf— Braunfels(Pick) verlegt Bieber— Lollar 2.(Wlodareck) verlegt Lich 2.— Niederweisel 2.(Wlodareck, nicht Weinand) Werdorf— Wetzlar 3.(Schultz⸗Butzbach, nicht Böcher) Verbandsspiel am 25. Dezember 1932: Steinberg— 1900 Gießen 2.(Wlodareck) 1. Bestrafungen: Steinmüller(Heuchelheim) 2. M. Spiele Ausschluß St. B. 3, Pfaff 40(Stockhausen) 2 M.⸗Spiele St. B. 1, Gilbert 25(Dutenhofen) 2 M.⸗Spiele wegen groben unsportlichen Verhaltens, Strafantrag Schr. Rabe an GV., Akten vom Spiel Nauborn⸗Werdorf an GV. 2. Anfrage Hochweisel: Spieler auf der Mannscheftsmeldung nicht aufgeführt, Untersuchungen stellt der GV. an und wollen Sie beweisbare Unterlagen für Ihre Behauptung erbringen. Gau Marburg Verbandsspiele am 18. Dezember 1932: 2. Bezirksklasse: Dreihausen— Marbach, Peter Frankenberg— Wetter, Kunze Breidenstein— Erdhausen, Feußner Frechenhausen— Feudingen, Feuring 1. Gauklasse: Allendorf— Kirchhain, Weintraut Speckswinkel— Langenstein, Abels Buchenau— Eckelshausen, Weber Bürgeln— Cölbe, Klipp Wehrda— Schönstadt, Böß Cappel— Mellnau, Lucy VfB Kurh. Marburg 2.— Germania Marburg 2. Schneider⸗Marbach Weidenhausen— Wommelshausen, Eichert Mornshausen— Endbach, Wießner Hartenrod— Sinkershausen, Scheld⸗Wom. Steinperf— Bottenhorn, Graf Obereisenhausen— Breidenbach, Hofmann Lixfeld— Gönnern, Fischbach Banfe— Wallau, Steinhansen 2. Gauklasse: Berghausen— Erndtebrück, Born Banfe— Schameder, Reuter Raumland— Birkelbach Friedensdorf— Eckelshausen, Kamm Hommertshausen— Kombach, Koch Buchenau— Allendorf, Kremer Sterzhausen— Sarnau, Heuser Cölbe— Unterrosphe, Sauer Schönstadt— Oberrosphe, Naumann VfB Kurh. Marb. 3.— Cappel 2., Braun Germania Marburg 3.— Ockershausen 3. Dreihausen— Holzhausen, Goßmann Leidenhofen— Großseelheim, Lemmer Frechenhausen— Roth, Pfeiffer Haddamshausen— Weipoltshausen, Trusheim Oberwalgern— Lohra Holzhausen— Weidenhausen, Kühl Frohnhausen— Günterod Niederofleiden— Schweinsberg, Engelter Neustadt— Langenstein, Kaisinger Neustadt 2.— Niedenwald, Haar Roda— Amönau, Schacht Eult Bezirtslig ef Borusg Kurhessen⸗ SC. O0 K Herm. Kaf S6. G G0 Tura Kase Hessen⸗ Her, VfB. Kuch Spielverei Germania 1. Bezirls Lau Hor Neu Als Spo Wil Hes Nie Wie Uf Pet Pol