1 10 ———— rift sieds⸗ cord ungen Wei⸗ iper⸗ inisse por⸗ n ist, beider hat ja auch Nedel⸗ selbst halten* pile schrei⸗ eines zal Als 10 di lch 0 en ge⸗ hieran nung Stel⸗ —— 1 — — — — — 100 1 0 3105* Einzelpreis 20 Rpf. Allge A. 10 Einzelpreis 20 Rpf. 1 Z. meine hessische Sport⸗Seitung verbreitet im Bezirk Hessen⸗Hannover des W. 8. v. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg jahrlich 2.40 Mk. Erscheint jeden Die besseren g 5 einen guten Ruf. e Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 150, für sonstige Bezieher viertel⸗ Montag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Wotzlar gegen Vollenborn 2.1(1:1) Bottenhorn hat auf Grund seiner letzten Spiele in Wetzlar Auch die Wetzlarer Mannschaft, welche in ter Zeit von Sieg zu Sieg eilt, hat neue Anhänger gefun⸗ den. So kam es, daß viel Volks der Spilburg zuströmte. Man wußte, daß der Sieg nicht leicht fallen würde, daß es aber so lange— bis wenige Minuten vor, Schluß— dauern würde, bis der Albdruck durch ein erlösendes Tor wich, hatte wohl niemand erwartet, zumal die Wetzlarer Zuschauer gewöhnt sind, einen Haufen Tore von ihren Schützen zu sehen. Oft glaubte man den Ball im Wetzlarer oder Bottenhorner Tor, aber die Torrufe waren immer umsonst, immer weiter gings mit dem ungewissen 121.— Bottenhorn spielt zuerst mit starkem Wind im Rücken, ver⸗ legt das Spiel die ersten 10 Minuten in die Hälfte der Gast⸗ geber, mit unerhörtem Tempo stürmen sie vor, suchen 15911 eine Entscheidung, sie wissen von den letzten Spielen, daß Wetzlar stark Endspurt zieht. Die Angriffe sind nicht umsonst, nach 10 Minuten geht ihr Rechtsaußen durch, flankt, Mittelstürmer ver⸗ längert geschickt zu dem vors Tor gelaufenen Halblinken, welcher aus 2 Meter zum ersten Treffer einschießt. Allmählich kommt Wetzlar auf, es wird ernst, die Ueberlegenheit Bottenhorns wird gebrochen, das Spiel ist offen und ausgeglichen. Der Wetz⸗ larer Sturm kommt öfters gefährlich durch, es entstehen fast sichere Torchancen für Wetzlar, aber aus nächster Nähe wird der Ball verschossen. Wetzlar drängt jetzt leicht, ein Bottenhorner Verteidiger macht Hand im Strafraum— Elfmeter. Blech täuscht den Tormann, im letzten Augenblick zieht er den Ball in die Etke, aus welcher der Tormann gestartet war, 1:1. Bei verteiltem Spiel bis zur Pause hatte Bottenhorn noch einmal großes Glück, denn Hoffmann schoß an die Innenkante des Pfo⸗ stens. Die Wetzlarer nahmen sich in der Pause vor, sofort mit gro⸗ ßem Spurt eine Wendung herbeizuführen, welche auch gelang, aber nicht zahlenmäßig, denn Bottenhorn verstärkte sofort seine Hintermannschaft, so daß der Wetzlarer Sturm, obwohl über⸗ Fußballjkandal in Gießen Der geheimnisvolle Telephonanruf. In Gießen waren für gestern zwei Spiele angesagt: ein Verbandsspiel des VfB gegen die Fuldger Germanen, um 2,30 Uhr, und ein Gesellschaftsspiel der Spiel⸗Vereinigung 1900 gegen den VfB. Friedberg, um 2 Uhr mittags. 1 Am 2 Uhr hatten sich ca. 300 Zuschauer auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 eingefunden. Als nach Astündlichem Warten der Gegner immer noch nicht erschien, verließen die Zu⸗ schauer protestierend den Platz, um sich zum größten Teil das andere, das Verbandsspiel auf dem VfB.⸗Platz anzusehen. Vor⸗ stand und Spielausschuß der Spielvereinigung 1900 aber setzten sich sofort mit dem VfB. Friedberg in Verbindung. Von dort kam die Antwort, daß um 11,30 Uhr vormittags, kurz vor Abgang des Zuges nach Gießen, von dort tephonisch mitgeteilt wäre, die Friedberger brauchten nicht zu kommen, das Gesell⸗ schaftsspiel sei vom Verband abgesetzt, da zu gleicher Zeit am Platze ein Verbandsspiel stattfinde. Die Friedberger hatten sich nichts Böses dabei gedacht und waren zu Hause geblieben, Die Spielvereinigung 1900 Gießen forschte sofort nach dem Apparat, von dem aus um 11,30 Uhr nach Friedberg gesprochen worden war. Es war vom Warte⸗ saal 1. und 2. Klasse des Gießener Bahnhof, Sofortige Re— cherchen ergaben alle erforderlichen Anhaltspunkte, um den mut⸗ maßlichen Täter festzustellen. Die Kriminalpolizei wird, wäh⸗ rend diese Zeilen geschrieben werden, dabei sein, die Zusammen⸗ hänge dieser mehr wie dunklen Affäxe aufzudecken. Zur Sache noch: Es ist natürlich ein Unding, weil ein Die„Ahe.“ erscheint wieder wie früher Dienstags! Von vielen Vereinen, die etwas abseits von den Verkehrsstraßen liegen und schlechte Post⸗ und Eisenbahnverbindungen haben, konnten deren Berichte usw. in den letzten Wochen nicht immer rechtzeitig, d. h. bis Montags Pormit⸗ tags in der Redaktion sein. Die betreffenden Vereine haben darum den Wunsch ausge⸗ sprochen, die„As Sg.“ doch wieder, wie früher, Dienstags zu drucken, damit auch ihre am Montag früh zur Post gegebenen Berichte uw. gleichzeitig mit den Be⸗ 0 4 richten der anderen Vereine veröffentlicht wer⸗ den können. Diesen berechtigten Wünschen wird ab näch⸗ ster Nummer entsprochen. Trotz alledem un— seren Vorschlag: Alle Verichtle schon am Montag früh zur Post geben! nicht außer Acht lassen. Verlag und Redaktion. Abonnements- und Anzeigen-Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Klein jun. und Georg Burgeleit. Montag, den 11. Januar 1932 nicht durchkommen konnte. Die Wetzlarer Läufer bauen gut auf, immer wieder rollen die Angriffe auf Bottenhorns Tor, doch der Sturm fand sich heute nicht recht zusammen, die Halbstürmer schossen auff lig viel den Gegner an, auch Wohlgemuth in der Mitte konnte sich nicht recht ent⸗ falten, lediglich gute Vorlagen zum Rechtsaußen brachten stets Hoffnung, aber der linke Verteidiger und Tormann von Botten⸗ horn waren ausgezeichnet, machten fast jeden Angriff zunichte. Bei defensivem Spiel rasten die Bottenhorner Stürmer blitzschnell durch und brachten kurz hintereinander größte Gefahr für Wetz⸗ lar. Zweimal verschoß der Ersatz-⸗Mittelstürmer der Gäste aus 3—5 Meter; obwohl er allein frei vorm Tor war. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, die Zeit war bereits bedenklich vorgeschritten, wer gewinnt?, ja richtig: wenn Bottenhorn gewinnt, dann sind sie mit Wetzlar punktgleich auf dem 2. Platz, wenn Wetzlar gewinnt, haben sie noch Meisterschaftschancen! Die Zuschauer feuern an, der Bottenhorner Hüter wird stark angegangen, verliert den Ball, Kaletsch schießt ein, aber immer noch lein Tor, Schiri Engelter gibt Strafstoß gegen Wetzlar. Bottenhorn ist wieder gut durch, jeder weiß, wer das nächste Tor schießt, hat gewonnen, denn es sind nur noch ca. 10 Minuten zu spielen, der Angriff ist aber noch einmal glücklich für Wetz⸗ lar ausgegangen, Bottenhorn verschießt aus guter Stellung. Wetzlar zieht Endspurt und ist stärker, Bottenhorn abgekämpft, will das Resultat halten, aber da— jetzt ist es passiert— Wohl⸗ gemuth hat 0 eine Steilvorlage durchgegeben, dieser eilt mit mächtigen Sätzen nach innen, gibt zur Mitte, der Botten⸗ honer Hüter greift vergebens, Wohlgemuth streift den Ball mit dem Kopf, welcher durch die Hände des Hüters an den Pfosten und von da ins Netz geht. Alles atmet auf, tosender Beifall, die Entscheidung ist endlich gefallen, die noch wenigen Minuten än⸗ derten nichts mehr an dem Wetzlarer Siege, der wie geschildert, ganz knapp und reichlich spät, aber verdient erkämpft wurde. Für den kommenden Sonntag rülstet der Sportverein für das Lokaltreffen gegen Niedergirmes. W. Z. W. legen gespielt wurde, Ortsverein ein Verbandsspiel austrägt, dem zweiten Ortsverein jegliche sportliche Tätigkeit am Platze— also auch ein Gesell⸗ schaftsspiel verbandsseitig zu untersagen. Keine Verbands⸗ instanz wird auf solch eine Idee kommen, und ist es auch nicht, wie wir hören. Auf alle Fälle dürfte dem Täter und seinen eventuellen Hintermännern nicht nur verbandsseitig, sondern auch straf⸗ und zivilrechtlich aller Hand am Zeuge zu flicken sein. Aus Alsfeld Alsfeld— Sterbfritz 4:0(3:0) Das Spiel, auf das viele Fußballfreunde gewartet hatten! War es doch gerade die Mannschaft, die Alsfeld die einzige Niederlage beigebracht hatte. Aber das, was man heute sah, zeigte wenig oder gar nichts. Der Kampf spielte sich fast nur in einer Hälfte ab. Die Gäste waren eifrig am Ball, um eine höhere Niederlage zu vermeiden, was ihnen auch infolge ihrer Taktik gelang. Kommenden Sonntag dürfte wohl in der Gruppe Fulda die Entscheidung fallen, denn die beiden Spitzenführer Alsfeld und Bebra treffen sich in Alsfeld. Hoffentlich steht hier ein Pfei⸗ fenmann, der dem Entscheidungskampf gewachsen ist. Nachstehend der Tabellenstand der vier führenden Vereine: Verein Spiele Tore Punkte Alsfeld 1 31:19 18.4 Bebra 10 28 11 14.6 Neuhof 9 1915 1 7 Künzell 9 17:19 10:8 Was der Sonntag brachte Der Süddeutsche Fullballverband hat vor acht Tagen das Experiment unternommen, seine Vertretung mit Ausnahme einiger erprobten Internationalen gegen Norddeutschland jun⸗ gen, versprechenden Talenten anzuvertrauen. Das Experiment glückte, glückte so gut, daß man es zum Teil gegen Budapest wiederholte. Und abermals machte man recht gute Erfahrun⸗ gen. Den Abschluß machte nun am Sonntag das Zwischen⸗ rundenfpiel um den Pokal des Deutschen Fußball⸗Bundes gegen Brandenburg in Saarbrücken. Die süddeutsche Mann⸗ schaft zeigte sich in einer glänzenden Verfassung und abermals konnten die jungen Repräsentativen sich ihren internationalen Mitspielern als ebenbürtig erweisen. Und das Fazit ist, daß der Süden wieder um einige Spieler reicher ist, mit denen er seine Verbandsmannschaft bestreiten kann. Am vergangenen Sonntag hatte sich der ganze süddeutsche Fußballbetrieb in den Dienst der Winternothilfe gestellt. Ueber⸗ all im ganzen Verbandsgebiet wurden zahlreiche Begegnungen durchgeführt, die für die Zuschauer von einem besonderen Inter⸗ esse waren. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, die mei⸗ sten Spiele hatten auch eine stattliche Zuschauerzahl und damit den erwünschten finanziellen Erfolg gefunden, so daß der Win⸗ ternothilfe sicher eine schöne runde Summe zur Ve ung ge⸗ stellt werden kann. Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daß sich der Sport jetzt in einer Zeit bitterster Not für weite Volkskreise der Wohltätigkeit zur Verfügung stellt, aber weniger selbstverständlich ist, daß in derselben Zeit der Deutsche Fuß⸗ ball⸗Bund plant, sich ein Haus für 180 000 Mark anzulegen. Gerade heute, wo die Vereine nicht wissen, wie sie ihren Jugend⸗ betrieb weiter finanzieren sollen, dürfte es dem De wirklich nicht schwer fallen, sein Barvermögen besser und auch zweck⸗ entsprechender anzulegen. Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.-Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im teztlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.-Pfg. Gegenwartsfragen Ja, was könnte man unter diesen Worten nicht alles ver⸗ stehen und wünschen. Eins vor allem, jedem Menschen soviel, daß er für seine Arbeit, die heute Millionen versagt ist, das er⸗ hält, was er zur anständigen Fristung seines Lebens nötig hat. Man könnte dieses Kapitel beliebig vermehren. Nun sollte aber der kostbare Raum einer Sportzeitung, die von der Dauerkrise im wirtschaftlichen Leben durchaus nicht verschont blieb, nicht ausgesprochen für wirtschaftliche Probleme verwendet werden, sondern ihrer ureigensten Aufgabe dienen, dem Sport Wegweiser, Berater und Helfer zu sein. Gerade an der Jahreswende lohnt es sich, dieser Frage einmal näherzutreten. Ein Artikel der letzten Nummer der AHS. bietet hierzu die beste Veranlassung. Mußte es, oder darf es soweit kommen, daß die AH Sz. von einem Scheideweg spricht? Da hat man sich jahrelang bemüht, ein Sportblatt, das die Interessen der engeren Heimat besonders vertrat, das für alle Instanzen, trotz deren reichhaltigen amtlichen Protokolle und sonstigen Verfügungen, als ein sich immer mehr unentbehrlichexes Bindeglied zwischen Vereinen und Instanzen herausschälte, selbst in dieser krisendurchwebten Zeit, zu schaffen und zu erhalten, da soll auch dieses einzige im Bezirk Hessen-Hannover noch be⸗ stehende Sportblatt den Weg ihrer Vorgänger beschreiten. Ist es möglich, dieses zu verhüten und wie? Da durch Beschluß der Hauptversammlung des WSV. nur noch! der„Fuß“ als Amt⸗ liches Organ betrachtet werden darf und damit auch die Einrich⸗ tung, daß die Vereine, die bis jetzt in Form von Pflichtbezügen die Erhaltung der AH Sz. in etwas gesichert hatten, in Wegfall kam, bleibt die Frage für jeden Sportler, der seine Heimatsport⸗ zeitung nicht vermissen will, offen,„Was nun?“ Es führen ja mehrere Wege nach Rom und so sei mir ge⸗ stattet, einen solchen vorzuschlagen. Nach der Statistik des letzten Jahres hat der Bezirk Hessen⸗Hannover rund 30 000 Mitglieder. Könnte jetzt, wo nur noch ein Verlag das Risiko der Herausgabe einer Sportzeitung trägt, nicht der ganze Bezirk Hessen-Hannover und dessen Vereine sür die Erhaltung der„Allgemeinen Hessischen Sportzeitung“ interessiert werden. Wenn man die Zahl der Arbeitslosen und auch noch die Jugendlichen von den 30 000 abzieht, so blieben m. E. immer noch 14⸗ bis 15 000 Mitglieder übrig. Bei allerungünstigster Lage, in der ja alle Vereine stecken, müßte sich bei einigermaßen gutem Willen der Vereine die Erhaltung der„Allgemeinen Hessischen Sportzeitung“ er⸗ möglichen lassen. Es könnte ein jeder Verein mindestens 2 Exemplare halten. Alle anderen Sportblätter in Ehren, aber was nützen uns diese von ganz anderen Interessenkreisen beein⸗ flußten Zeitungen? Wer soll das Sprachrohr unserer Wünsche sein und wie sollte die sachliche Kritik alles Sportgeschehens innerhalb unseres Wirkungskreises besser zu Wort kommen lassen, als gerade ein Heimat⸗Fußball⸗Sportblatt? Wer also ein richtiges und gesundes Verständnis für die Fußball⸗Sport⸗ bewegung hat, der wird sich die paar Pfennige für die„AHS.“ noch erübrigen können. Um zu beweisen, daß es Probleme gibt, die ohne die Spalten einer Zeitung nicht so reibungslos zu lösen sind, als wenn sie zur Erreichung des Zieles in weitgehendstem Maße zur Ver⸗ fügung stehen, ziehe ich nur das jahrelange Auftauchen und Ver⸗ schwinden des Planes„Bezirk Lahn“ an. Zurzeit hält dieser früher so gewichtige Punkt wahrscheinlich seinen Winterschlaf. Wie sollen die paar damit Beauftragten diesem immerhin sehr diskutablen Bemühen näher kommen, wenn die Vermittlung nur auf ein paar, meist terminlich auseinanderliegenden Ta⸗ gungen geschehen soll. Hier kann ein Heimatsportblatt wert⸗ Sportneuigkeiten In der Zwischenrunde um den Di B⸗Pokal schlug am Sonn⸗ tag Süddeutschland in Saarbrücken Brandenburg vor 25 000 Zuschauern mit nicht weniger als 821(4) Treffern, während in Hamburg vor 15 000 Zuschauern der Norden über Südost⸗ deutschland nur knapp mit 32(271) erfolgreich blieb. Süd⸗ undd Norddeutschland bestreiten also das Endspiel. Der Hockeylampf Deutschland Oesterreich findet am 10. April in Leipzig statt. Die deutsche Eishockey⸗Mannschaft fährt, einem neuen und letzten Beschluß des Deutschen Eislauf⸗Verbandes zufolge, nun doch nicht zu den Olympischen Spielen nach Lake Placid. Beim Dortmunder Sechstagerennen führten am Sonntag⸗ nachmittag 5 Uhr nach sehr bewegtem Verlauf des Renne Charlier⸗Deneef und Wambst⸗Broccardo mit einer Runde Vo sprung vor den Paaren Schön-Göbel, Dülberg⸗Tietz und Pijnen⸗ burg⸗Piet van Kempen. Bei den Amateurrennen in Frankfurt gewann Gleim(Quar⸗ tett Frankfurt) ein 50-Kilometer⸗Einzelsahren mit 17 Punkten vor Bär(Sossenheim) 14 Punkte. Ein 100⸗Kilometer⸗Mannschaftsfahren für Amateure in Stuttgart wurden von Schuler⸗Krimmig(Stuttgart) in 2:17.54 Stunden vor Giebler-Göttmann(Stuttgart⸗Frankfurt) gewon⸗ nen. Alle anderen Paare endeten eine bis 12 Runden zurück. Die Europameisterschaft im Eisschnelllausen in Davos wurde erwartungsgemäß von dem Titelverteidiger Klas Thunberg (Finnland) vor seinem Landsmann Blomquist und dem Wiener Riedl. gewonnen. Ein Radländerkampf Deutschland Belgien findet am 23. Januar in Brüssel statt. Zwei Handball⸗Städtespiele fanden in Deutschland zugun⸗ sten der Nothilfe statt. Fürth schlug Nürnberg mit 10:8(2:6) und Darmstadt siegte über Franksurt mit 11:4 65:1). Ein Olympia⸗Werbefest des süddeutschen Verbandes findet am 5. Juni in Frankfurt a. M. statt, die süddeutschen Leicht— athletik⸗Meisterschaften werden 14 Tage später in München aus⸗ getragen. . Montag, den 11. Januar 1932. vollste Dienste leisten. Wenn dieses aber, vornehmlich im Inter⸗ essentenkreis selbst, in ungenügendem Maße gelesen wird, ist das ganze Vorhaben zur Aussichtslosigkeit verurteilt. Man sollte doch der Not nicht allein überlassen, die Lösung dieses Problems u bestimmen, denn dann könnte es passiert sein, daß einige ereine sich totgewirtschaftet haben. Akut dürfte die Frage der Bezirksneubildung wieder beim Schluß der Meisterschaftsspiele werden, wenn die Vereine sich einen Ueberblick über die finanziellen und spieleri⸗ schen Auswirkungen geschaffen haben. Ratsam wäre es aber jetzt schon, wenn man das Für und Wider, das die inzwischen ein⸗ getretene neue Lage geschaffen hat, eröffnete und dem feder⸗ führenden Ausschuß das tatsächlich jetzt noch vorhandene Stim⸗ mungsbild vor Augen führen würde. ies kann aber nur dann geschehen, wenn die Sportpresse, in diesem Falle die„AH Sz.“, auch in den kleinsten Verein Einzug gehalten hat, damit auch die kleinen Vereine über den Gang der Sache orientiert werden können. Ein weiteres Kapitel, warum eine, die ureigensten Interessen des Gaues berührende Zeitung vorhanden sein muß, gibt die in Aussicht gestellte ˖ D Grenzregulierung ab. Daß hierbei vom grünen Tisch nicht alles so geregelt werden kann, wie es die in Frage kommenden Grenzvereine wünschen möchten, ist fast ausgeschlossen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß bei den Vereinen der Peripherie immer wieder Konfliktstoffe an der Tagesordnung sind. Aber einmal muß ein Schlußstrich gemacht werden, um den Instanzen, die mit der Werbung neuer Vereine betraut sind, einen festumrissenen Arbeitsplan zu schaffen. N 5. Wünschenswert wäre es, dabei an das vorerwähnte Problem „Bezirk Lahn“ zu denken, damit bei dessen Verwirklichung nicht von vorne mit neuen Grenzen gerechnet werden braucht. Der Gau Gießen-Wetzlar wurde nun schon öfters„reguliert“. Jetzt steht unmittelbar eine neue Festsetzung von Grenzen bevor. Wie man hört, ist es hauptsächlich der Anschluß nach Süden, der zu diesem Beginnen führt. Der VfR Butzbach und die um Bußz⸗ bach herum existierenden Vereine sind durch ihre Lage zu den übrigen Gebietsteilen des Gaues in eine nicht beneidenswerte Situation gekommen. Die Spielreisen, die besonders für die Vereine der 1. Bezirksklasse in Frage kommen, sind so kostspie⸗ lig, daß sie im Interesse der Existenz der Vereine einfach nicht mehr wiederkehren dürfen. Dies dürfte auch der triftigste Grund sein für den neuerlichen Anschluß des genannten Vereins. Schade, daß dabei der erst kürzlich übergetretene Polizei⸗ sportverein, der die ohnehin schwache Handballgruppe im Gau in etwa vergrößerte und bereits einen regen Spielverkehr pflegte, aus seinen jetzigen in den früheren Wirkungskreis zu⸗ rückkehren dürfte. Denn in einer Stadt zwei Vereine verschie⸗ dener Verbände zu unterhalten, dürfte sich aus verschiedensten Ergebnisse Vorschlußrunde um den D§B⸗Bundes pokal: in Saarbrücken: 5 Südddeutschland— Brandenburg 81(4:1) in Hamburg: Norddeutschland— Südostdeutschland 3:2(211) Süddeutschland: Verbandsspiele: Gruppe Main: Eintracht Frankfurt— Kickers Offenbach 00 Anion Niederrad— Fußballsportverein 42 1. FC Hanau 1893— Germania Bieber Spogg. 02 Griesheim— FSW Heusenstamm 20 Westdeutschland: Mittelrhein: SWV Niederlahnstein— Sc Oberlahnstein 121 SC Horressen— Germania Metternich 151 10 9 1551— SC e 5˙2 FCE Kottenheim— SpVgg. Andernach 110 Berg. Märk.: 95 5 Germania Elberfeld— Düsseldorf 99 32 Solingen 95— SSW Elberfeld 13 SS Barmen— Schwarzweiß Düsseldorf 513 Viktoria— Turu Düsseldorf 07 BV Lüttringhausen— BW 04 Düsseldorf 211 Rolli, der Stürmer. Roman von Falk Heldburg. 2. Fortsetzung. Ein Montagmorgen. „Dunnerkiel,“ sagte Emil Schläfke, der Pförtner, anerken⸗ nend, als Roland Lichti um 8 Uhr das Bankhaus Carl Brosang e„Das war ein Kampf! Meine Hochachtung, Herr ichti! Oben wurde dieser mit Glückwünschen förmlich überschüttet. Selbst der Prokurist, der Montags grundsätzlich schlechten une war, zwang sich zu einem freundlichen Wort. Der Kassierer behauptete, daß er selten in seinem Leben drei Mark so günstig angelegt hätte. Sogar seine Frau wäre begeistert. Ob Herr Lichti nicht mal zu einem einfachen Abend⸗ brot kommen möchte? Seine Frau würde sich sehr freuen. Schließlich aber war es dem Prokuristen doch zu dumm ge⸗ worden.„Hier ist keine Fußball⸗Börse,“ hatte er gerufen,„ich bitte mir aus, daß gearbeitet wird.“ g Der Chef saß, auch nicht in bester Stimmung, hinter seinem e und entlockte der Brasil dicke Rauch- wolken. Das Geschäft war schlecht. Verluste über Verluste.. Ein Lehrling brachte ihm eine Karte. Ueberrascht fuhr der Chef hoch. Ich lasse bitten.“ Direktor Kornberg stand, ganz wie ein Machthaber, im Tür⸗ rahmen. Der Bankier erhob sich, und die beiden schüttelten sich die Hände. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen über die Kon⸗ junktur erteilte Kornberg im Vertrauen auf seine glückliche Hand mehrere Aufträge für seine Spekulationen an der Börse. Brosang notierte und nickte. Dann fragte Kornberg, sich erhebend, wie beiläufig: haben einen Angestellten, namens Lichti?“ Brosang blickte überrascht auf:„Ja, ganz recht!“ „Spielt Fußball? Ich glaube, ihn gestern gesehen zu haben.“ „Das wird stimmen. Seit Tagen ist dieser Lichti wohl der große Sohn unserer Stadt?“ Direktor Kornberg räusperte sich. „Der Mann ist gut, aber sportlich nicht am richtigen Platz. Er spielt bei Rot⸗Weiß. Ich selbst bin durch meinen Sohn Alex am Sport⸗Club Fortuna interessiert. Sie kennen doch meinen Jungen? Sonst ein ganz vernünftiger Kerl!— Kurz und gut: Ich möchte den Mann, den Lichti, gern in meine Fortuna haben. Schließlich wird's ihm selbst nicht viel ausmachen, wo er den Ball tritt. Er wird bei der Fortung weiterkommen. Würden Sie ihn einmal abklopfen?“ „Sie Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung Gründen nicht gut auswirken. Möge die Regulierungskom⸗ mission bei ihrer Aktion von einem glücklichen Stern begleitet sein zum Wohle aller beteiligten Vereine. Auch hier könnte die Presse, wenn sie richtig mit Vorschlägen aus den Reihen der Grenzvereine bedient würde, ein gut Teil zu dem Gelingen beitragen. Nach Südwesten wäre die Grenze des Gaues mit der des Kreises Wetzlar in Einklang zu bringen mit Brand⸗ oberrdorf als Grenzlinie. Hier ist Raum für eine lebensfähige Gruppe vorhanden. Alle anderen Gebiete des Gaues grenzen an verbandseigene Orte- über deren Einverleibung schneller entscheiden werden kann. 5 Nun noch einiges über verkehrtes Sparen. Wenn man sich heute einmal die Protokolle der Instanzen ansieht, die bei deren Sitzungen und Verhandlungen entstehen, so muß man sich wundern, daß es immer noch Vereinsführer gibt, die mit einem Aufgebot von 2 bis 10 Zeugen erscheinen, um eine Sache in einem ihnen besseren Licht erstehen zu lassen. In den meisten Fällen scheitert dieses Vorhaben durch falsche Auffassung der Satzungsbestimmungen. Wenn man diejenigen Spieler oder Mitglieder seines Vereins, die sich gegen die sportlichen Sit⸗ ten einer Gemeinschaft auflehnen oder sie schädigen, noch schützt, dann muß das vom Standpunkt der sportlichen Moral zunächst bedauert, vom wirtschaftlichen Standpunkt, indem man Gelder für Fahrten, Spesen usw. noch dazu verbraucht, ein durchaus falscher Begriff von Sparsamkeit sein. Abgesehen, daß diese oft 10⸗ bis 13stündigen Sitzungen auch den Verband belasten, wäre doch eine größere Zurückhaltung am Platze. Wer etwas „ausgefressen“ hat, soll auch dafür büßen. Wären diese über⸗ flüssigen Gelder der Vereinskasse nicht besser angewendet, wenn man einen vernünftigen Lehrstoff beschaffen würde, oder wenn man dafür wenigstens den Mitgliedern die Sportpresse, die „A S3.“ mehr zuführen würde. Gerade jetzt, wo so viele unserer Sportkameraden dem Zeitübel, der Arbeitslosigkeit mit all ihren innewohnenden Eigenschaften verfallen sind, ist die Erfassung der Mitglieder und ihre geistige Belebung ein Ge⸗ bot für alle ernstdenkenden Vereinsführer. Sparen heißt auch, alle erreichbaren arbeitslosen Mitglie⸗ der zur Ausbesserung der Spielplätze heranzuziehen, damit die ewigen Klagen über schlechte Plätze verstummen. Gerade der vorletzte Sonntag hat gezeigt, daß fast zwei Drittel aller Plätze spielunfähig waren, weil sich die vorhandenen Mulden auf der Spielfläche voll Wasser angesammelt hatten. Diese Arbeiten bedürfen keiner Fachausbildung, sie können von jedem, der noch Vereinsliebe besitzt, im Verein mit Gleichgesinnten ausgeführt werden. Die Vereisversammlungen gestalte man nicht zu Kneipabenden, hier muß das praktische Sparen in allen Teilen besprochen werden, ohne den kameradschaftlichen Verkehr und Unterhaltung zu schmälern. Zusammengefaßt, lassen sich Gegenwartsfragen und Pro⸗ bleme, die heute so wichtig und einschneidend für die Sport⸗ bewegung sind, nicht ohne die Presse behandeln. Ein Kenner. Nheinbezirk: Rhenania Köln— Kölner EfR. 1:4 Alemannia Aachen— Borussia Gladbach 5:2 SC Düren— Kölner BC 1:0 Sülz 07— SC Gladbach 171 Bonner FV— VfB Aachen 6:0 Mühlheimer SV— SW Düren 41 Odenkirchen— Kölner EfR. 113 SV Siegburg— Tura Bonn 413 Niederrhein: Meidericher SV— VfoB Ruhrort 312 Hamborn 07— Duisburg 88 0:0 VfB Bottrop— Spogg. Oberhausen 0:0 SV Mörs— Meiderich 06 12 Spfr. Krefeld— Union Krefeld 02 Duisburger SV— Homberger SV 21:4 Duisburg 99— Pr. Krefeld 372 SV Osterfeld— Union Hamborn 6:3 Nuhrbezirk: Essen⸗West 81— Spfr. Essen 12 Horst⸗Emscher— Essen 99 3:2 Schwarzweiß Essen— BWöAltenessen 51 Germania Bochum— Pf Hörde 3:0 Preußen Bochum— Tu Mengede 423 STW Herne— MB Linden 223 Schalke 04— Germania Herne 370 Westf. Herne— Un. Gelsenkirchen 42 SW Höntrop— Schalke 96 5:2 Castrop 1911— Castrop 02 0:1 „Lieber Kornberg— ich beneide Sie um Ihre Sorgen. Es liegt etwas Tröstliches darin, wenn der Kalikönjg mit dem Fuß⸗ ball geht. Aber ein gewisses Umbehagen kann ich nicht unter⸗ drücken, wenn ich mir vorstelle, daß ein Beamter von Brosang u. Co. demnächst gar noch Reiseurlaub wünscht, nur um zu spielen.. Artisten gehören nicht ins Bankhaus.“ „Wollen Sie sich gegen den Zeitgeist auflehnen, bester Bro⸗ sang? Die Internationalen des Sports von heute sind die Ge— sandschaftsattaches von ehemals „Vielleicht sehen Sie als liebender Vater in die Dinge mehr hinein, als aus ihnen wieder rausschaut... Mir ist es mehr als gleich, wo meine Angestellten spielen, nur möchte ich aus Fortuna oder Rot⸗Weiß oder Blau-Grün oder Rot-Gelb keine Frage für mein Bankhaus machen...“ „Dann bitte ich ergebenst darum, Ihre Bemühung als einen Akt der Freundschaft gegenüber dem Kunden Kornberg anzu⸗ sehen. Die Sache verlangt keine Uebereilung. Meinetwegen warten wir noch zwei, drei Wochen.“ „Gut, ich werden zu gegebener Zeit mit Lichti sprechen.“ Kornberg lenkte die Unterhaltung wieder auf seine Börsen⸗ interessen, dann griff er unvermittelt nach Hut und Stock, und der Bankier kam beinahe zu spät, um seinen Geschäftsfreund bis an die Tür zu begleiten.——— Als Hilde Gorenflo ihren Kollegen nach zartduftenden Brie— fen, den Tributen, die einem Fußballkönig zukomme, gefragt hatte, da wußte sie, daß bekannte Spieler bei gewissen Frauen die gleiche Chance haben wie Operntenöre, Stehgeiger und Her⸗ renreiter. Auch Roland Lichti hatte ip dieser Beziehung schon einige Erfahrungen gesammelt, nur hatten sie auf ihn keinen Eindruck gemacht. Aber der Brief, den ihm während des Kom⸗ merses der Chauffeur eines Privatwagens überreicht hatte, war doch anderer Art. Jetzt im Büro entfaltete er nochmals das Billett. Da stand Wort an Wort mit der Selbstverständlichkeit, die das Vorrecht unabhängiger Menschen ist. Roland Lichti las: Sehr geehrter Herr Lichti! Würden Sie die große Freundlichkeit haben, und der Mutter meines einzigen Sohnes, der sich zu seinem fünften Geburtstag als Geschenk eine Fußballausrüstung wünscht, die nötige Belehrung über das Was, Wie und Wo eines solchen Einkaufs geben? Sie könnten das telephonisch tun, aber be⸗ glückender wäre es, wenn wir uns Ihrer liebenswürdigen Führung anvertrauen dürften. Zu Ihrem heutigen schönen Erfolge meinen Glückwunsch! Noch verstehe ich nur wenig von Ihrem prächtigen Sport. Aber mein Gefühl wird von dem Eindruck bestimmt. den seine Repräsentanten auf mich machten. Daß dieser Eindruck ein ganz famoser und nachhaltiger war, das mögen Ihnen, ge—⸗ ehrter Herr Lichti, Ihnen besonders und ganz persönlich, diese Zeilen bezeugen. Mit bestem Gruße Maria Hedemann, geb. Freiin Grotefend. Albin Klein, Gießen. Westfalen: Union Herford— VfB Bielefeld 1˙2 Arm. Bielefeld— Sc 08 Unna 61 Teut. Lippstadt— Bielefeld 06/07 0˙2 4 SpVgg. Herten— Borussia Rheine 4:3 Fc 09 Gronau— SC 08 Münster 21 Südwestfalen: Hagen 05— Hagen 1911 2:1 BC 07 Siegen— VfB Weidenau 113 Germania Mudersbach— Sc Hemer 08 571 hessen⸗Hannover Germania Marburg— Ockershausen 2:1(0.1) VfB Gießen— Germania Fulda 02 FC. Großalmerode— FC. Grone 111 Göttingen 05— Einbeck 05 52 Kurhessen⸗O3⸗Sport Kassel komb.— dapest 0:7 Breidenbach— Wallau 416(3:3) Wetzlar SpV.— Bottenhorn 21(1:1) VfR. Butzbach— Wiesenbach, Wies. nicht angetreten. Alsfeld— Sterbfritz 4:0(3:0) Elm— Bebra 2:5 Dill Wissenbach— Holzhausen 317 Straßebersbach 1.— Niederscheld 1. 6·2(3:1) Straßebersbach 2.— Niederscheld 2 Offenbach 2.— Altenkirchen 1. 6: Eibelshausen— Weidelbach 2. Erda— Bicken 22(2.1) Erda Igd.— Bicken Igd. 02 Gießen⸗Wetzlar Weilburg 1.— Ehringshausen 1. 311 Löhnberg 1.— Steindorf 1. 32 Leihgestern 1.— Garbenteich 1. 10:0(9:0) Daubringen 1.— VfR. Butzbach 2. 42(01) Lollar 1.— Kirchhain 1. 5:3(1:2) Steinberg 1.— Wieseck 1. 4:0(2:0) VfB. Gießen 2.— Hermannstein 1. 1:4 Ulrichstein— Grünberg 2:0(1:0) Wetterfeld— Flensungen 075 1900 Gießen 4.— Steinberg 2. 3:4(11) Lollar 2.— Lollar 3. 6:1 Bonbaden 1.— Wetzlar SpV. 4. 6:3 Nauborn 2.— Schwalbach 1. 2:3 1 Weilburg 1. Igd.— Waldhausen 1. Igd. 211 Weilburg 2. Igd.— Allendorf 1. Igd. Marburg SC. Gladenbach— Marbach 6:3 Wommelshausen— Feudingen 714 Erdhausen—Breidenstein 812 VfB.⸗Kurhessen Marburg 2.— Bürgeln 1. VsB.⸗Kurhessen nicht angetreten. Germania Marburg 2.— Ockershausen 2. 12(011 Erksdorf— Langenstein 2:3 Allendorf— Speckswinkel 071 Dreihausen 2.— Rüddingshausen 1. 11:4(4:3) Germania Marburg 3.— Bürgeln 2. 10:0 Lohra 2.— Damm 1. 22 Oberwalgern 1.— Roth 1. 44 Hesselbach— Banfe 2:2 Feudingen 2.— Wallau 2., Wall, nicht angetreten. Wallau 3.— Breidenstein 2., Breid. zurückgetreten. Eckelshausen 2.— Hommertshausen 1. 1:3 Turn⸗ und Sportvereine erhalten beste Uebersicht und leichte e e wenn sie sich von den veralteten Kassebüchern abwenden und dafür mein Spezial⸗Vereinskassebuch gebrauchen! J Für die einzelnen Spezial-Sinnahmen und Spezial⸗ Ausgaben sind Spalten vorgedruckt, so daß die Führung dieses Buches sehr leicht ist und die Kassenabschlüsse zu jeder Minute erfolgen können Ferenczvaros Bu⸗ Gau Gau Gau Roland Lichtig las den Brief noch einmal. Ob ihm diese Frau vielleicht 105 zu sagen hatte, als in dem Briefe stand? Sollte er ihn beantworten? Oder ihn Dr. Kurth zeigen? Oder, einem seiner Klubkmeraden? Nein— es gab ja noch ein Le⸗ ben außerhalb der rotweißen Grenzpfähle! Die anderen aus der Mannschaft der Wollersen, Pirchan, Rodewald e die sich ihren Verkehr nicht auch nach ihtem Geschmack? ielleicht war es höchste Zeit, daß er auch wieder Anschluß an solche Kreise bekam, bei denen sich nicht alles um den Fußball drehte, der schließlich doch nur von Leder war. Er holte sich das Adreßbuch. Er las: Maria Hedemann, geb. Freiin Grotefend, Legationsratswitwe, Hindenburgstraße 134. Richtig. Den Namen Hedemann hatte er oft in der Firma gehört. Der verstorbene Legationsrat mußte in der Schwer⸗ industrie, im Saargebiet oder sonstwo, zu Hause gewesen sein. Nun— Hilde Gorenflo wußte da bestimmt Bescheid. Vermögens⸗ verwaltungen für diese Sporte von glücklicheren Zeitgenossen waren das Vorrechte des Prokuristen Windecker, und was der wußte, das wußte auch seine Sekretärin. Er würde sich bei der Hilde erkundigen. Maria. Roland Lichtig sah aus dem Fenster. Wie große geheimnis⸗ volle Segler zogen die Wolken dahin, und da lachte beseligend ein Stückchen Himmelsblau. Wenn er doch fliehen könnte aus der Enge des Büros, in die lachende lockende Ferne. Er hatte die Feder aus der Hand gelegt. Seine Augen blickten verlegen, als der Prokurist wie zufällig an ihm vorbei⸗ ging. „Entschuldigen Sie, Herr Lichti, wenn ich Sie aus Ihren gewiß sehr angenehmen Träumen in die rauhe Wirklichkeit zu⸗ rückrufe.“ Hilde Gorenflo stand neben ihm. Briese auf seinen Tisch. „Dies, Herr Lichti, ist Ihre Post.“ „Sie scherzen wohl, Fräulein Gorenflo, soviel Eingänge habe ich sonst kaum in der ganzen Woche erledigt... Uebri⸗ gens schade, daß Sie gestern so schnell auf und davon waren Sie sind doch nicht etwa eingeschnappt? Sollte ich Sie vielleicht ins Klubhaus einladen— wir irgendein kleines Mädel? Erstens mag das Dr. Kurth gar nicht...“ Sie sah ihn kühl an. „Was Sie sollen, was Sie sollten, Herr Lichti? Sie sollten jetzt die Effektenpost durchsehen, Herr Windecker hat vorhin so⸗ wieso gemeint: Hoffentlich spielt unser Lichti auch noch ein bißchen Bankbeamter!? Und der Chef denkt ganz gewiß nicht anders. Alles zu seiner Zeit. Die Heinzelmännchen, die Ihnen so manchen Tag die Arbeit abgenommen haben, sind— husch— husch verschwunden.“ Sie legte einen Stapel Fortsetzung folgt (273) g 11·˙0 4 1 pie lol hau auf, ch Pau imm cha ufd ein Mas dul und pie Wei die lang futte nis schei dun ditt lule ober nen nen Ehri wirk dom 70 stän er felt! aber liches tos VBus eduelen 80•1 ftsfümung, abwenden buch ) Spezial⸗ e Fühtung pchlüsse zu — ihn diese ee stand? gen? Oder ch ein Le⸗ „ Pirchan, nach ihten lch wiebel t alles um et wal. Genom Abugstase der Jiu et Schmale wesen sein. Jermögens= eitgenossen d was del eimnis⸗ f beeeligend Büto⸗, in ane Lage ihm vorber ue, Pre, Aigle zu en Sine ingänge l 215 bli⸗ — Montag, den 11. Januar 1932. Rund um den Marburger Schloßberg Auf dem Germanja⸗Platz am Kafferweg herrschte heute Hochbetrieb. Die 3. Germanig⸗Mannschaft eröffnete den Rei⸗ gen mit einem Spiele gegen Bürgeln 2., was die Platzmann⸗ aft sicher mit 1070 gewann. 11 15 5 funschlteß end hieran spielten die 2. Mannschaften von Ger⸗ mania und Ockershausen. Es war ein sehr flottes und finessen⸗ reiches Spiel, welches erst mit dem Schlußpfiff entschieden wurde. Ockershausen führte bereits bei Halbzeit durch einen guten Schuß von Reinhard Schmidt mit 1:0. Nach dem Wechsel konnte Ger⸗ mania durch einen Handelfmeter ausgleichen, konnte es aber nicht verhindern, daß kurz vor Schluß Ockershausen noch ein zweites Tor erzielen konnte und so verdienter Sieger wurde. Germania 1.— Ockershausen 1. 2:1(0:1) Schon während des vorausgegangenen Spieles füllten sich die Reihen der Zuschauer und es mögen ca. 800 Zuschauer ge⸗ wesen sein(ausgenommen sind die recht vielen Zaungäste) als S derichter Bönig⸗Kassel, der recht gut amtierte,— sich auch zum erstenmal in Marburg vorstellte,— pünktlich anpfiff. Mit Spannung sah man diesem Lokalderby entgegen. Ockers⸗ ausen trat mit einer stark verjüngten Mannschaft an: auch ermania mußte auf Willi Wagner, den ausgezeichneten Sturm⸗ führer verzichten. l 5 28 Ockershausen eröffnete das Spiel mit forschen Angriffen, vor allem tatkräftig unterstützt von seinem Mittelläufer Haupt, der übrigens der beste Mann auf dem Platze war. Germania dagegen enttäuschte sehr, trotzdem sich Happ die redlichste Mühe 2 50 System in das Spiel zu bringen, fing auch er allmählich an zu schwimmen, ferner erwies sich Emmler als keine Ver⸗ stärkung des Sturmes. Ockershausen kann infolge eines Hand⸗ elfmeters zum Führungstor kommen. Halbzeit 011. 0 Nach dem Wechsel führt Ockershausen sein gewohntes Spiel weiter und drängt mächtig, jedoch verstand es der Sturm nicht die Ueberlegenheit zahlenmäßig auszunutzen. Bei einem Ge⸗ dränge gelang es dem flinken Zschokke auszugleichen und der⸗ selbe Spieler kann kurz vor Schluß einen Fehler der Verteidi⸗ gung ausnutzen und das siegbringende Tor erzielen. Aus Dreihausen Dreihausen 2.— Rüddingshausen 1. 11:4(4:3) Am Sonntag trat Rüddingshausen zum fälligen Verbands⸗ spiel in Dreihausen an. Sofort nach Anpfiff entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem Rüddingshausen in Führung ging. Drei⸗ hausen glich bald darauf aus und kann das Resultat weiter auf 4:1 erhöhen. Rüddingshausen ließ sich nicht entmutigen und schaffte das en Na bis zur Pause auf 4:3. Nach der Pause wurde der Kampf recht zerfahren, wodurch Dreihausen immer mehr vom Spiel bekam. Die Stürmerreihe Dreihausens schaffte, unermüdlich unterstützt durch eine gute Läuferreihe Müddingshaufen setzte doch bald darauf alles auf eine Karte und konnte durch einen schönen Durchbruch des Mittelstürmers ein Tor aufholen. Bald ertönte der Schlußpfiff und beide Mannschaften trennten sich mit obigem Resultat. SW. Aus Sterzhausen Sterzhausen 1.— Schönstadt 1. 1:6(1:2) Am 3. Januar war Schönstadt zum letzten Gegner der Ver⸗ bandsrunde 1931⸗32, nach Sterzhausen, gefahren und konnte dort einen glatten 1:6⸗Sieg landen. Ungeschlagen mit 24:0 Punkten und 64:11 Toren ee Schönstadt an der Spitze der Tabelle und ist verdienter Meister der 2. Gauklasse, Gruppe 3. 9 Das Spiel selbst sah die Gäste, nachdem dieselben sich auf dem aufgeweichten Platze eingespielt hatten, dauernd in Front. Leider artete das Spiel, das zunächst hart aber fair ausgetragen wurde, gegen Schluß aus. chiedsrichter Heuser brachte es jedoch noch heil unter Dach und Fach. Entjcheidungsspiel der 2. Bozirksklasse im Gau Gießen Wotzlar Weilburg 1.— Ehringshausen 1. 3:1 Den Anstoß von Ehringshausen fängt Weilburg ab, bricht durch, schießt, Hebus wehrt ab, tritt gegen seinen Verteidiger und— sich selbst ins Tor. Aber die Freude hält nicht lange an. Ehringshausen greift an und K. Diehl, der beste und fairste Spieler auf dem Platze, sendet unhaltbar den Ausgleich ein. Weilburg drängt nun eine Zeitlang, bis es ihm gelingt, wieder die Führung an sich zu reißen. Bis zur Halbzeit ein flottes Flies etwas zugumsten des Gastes. Nach der Pausse legt Ehringshausen mächtig los und drückt Weilburg zwölf Minuten. lang vollständig in seine Spielhälfte. Nur seinen beiden Frank⸗ furtern hat Weilburg zu verdanken, daß es aus dieser Bedräng⸗ nis ohne Verluste davon kam. Damit hat Ehringshausen sich scheinbar etwas erschöpft, Weilburg kommt wieder auf, drängt nun seinerseits, erzielt eine Ecke und aus dem Gedränge das dritte Tor. Weilburg läßt nun bis zum Schlußpfiff nicht mehr locker und hat damit die Spitze in der 2. Bezirks⸗Klasse er⸗ obert.— Kritik: Weilburg gewann verdient und hatte kei⸗ nen Versager bis auf den linken Läufer, der mangelndes Kön⸗ nen durch mehr wie hartes Spiel glaubt ersetzen zu können. Ehringshausen ließ den Kampfgeist vermissen. Sein Spiel zeigte wirklich nicht, daß es um die Meisterschaft ging. Alles in allem aber doch ein schönes, anständiges Spiel, das vom Schiedsrichter Raabe ⸗Gießen einwandfrei geleitet wurde. Aus Löhnberg Löhnberg 1— Steindorf 1. 3:2 Auch Löhnberg hatte gestern sein letztes Verbandsspiel, das trotz schlechter Platzverhältnisse von beiden Vereinen in sehr an⸗ . Weise durchgeführt wurde, sodaß Schiedsrichter Wil⸗ ler- Wetzlar der sehr gut leitete ein leichtes Amt hatte. Löhn⸗ berg ist im Ganzen überlegen und führt auch 3:0. Vorne aber felt es am nötigen Schießen, um die Torzahl zu erhöhen, hinten aber werden dicke Fehler begangen, die es Steindorf ermög⸗ lichen das Resultat auf 3˙2 zu stellen. Mit diesem Spiel hat Löhnberg in seinen sechs Spielen fünf Punkte erreicht— alle anderen Spiele war es gesperrt— und kommt dadurch auf den zweitletzten Platz. erm. Alls Nauborn Unter guter Leitung des Schiedsrichters Dauser-Wetz⸗ lar fand das Rückspiel Nauborn zweite gegen Schwalbach erste auf dem hiesigem Platze statt. Die Schwalbacher gingen mit einem knappen Sieg nach Hause. Entsprechend ihrer körper⸗ lichen Stärke und ihrer technischen Leistung mußte für sie das Spiel mit weit höherem Torunterschied ausgehen. In der ersten Spielhälfte waren beide Mannschaften gleichwertig. Der Schwal⸗ bacher Sturm zeigte gute ee b und Schußfreudigkeit. doch fehlt ihm noch der klare Blick, blitzschnell günstige Situ⸗ ationen auzunutzen. Die Gästeverteidigung war ein gutes Teil besser als ihr Gegenüber. In der zweiten Halbzeit erlahmte Schwalbachs Sturm und Nauborn drängte sehr, sodaß es für sie günstig zu werden begann. Doch gelang es Nauborn nicht mehr, seinem Gegner den Sieg zu entreißen. Nauborns Tor⸗ mann nerhütete manchen Erfolg versprechenden Angriff. Mit 32 für Schwalbach endete das bei günstigem Wetter ausge⸗ tragene Spiel. Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung Eckenverhältnis 673 für Ockershausen. Wie schon so oft, so hat auch heute Ockershausen unverdient verloren. Aber dies soll die Mannschaft nicht verärgern, son⸗ dern soll zu neuem Ansporn beitragen. Zu den vielen Zaungästen sei erwähnt. Wir alle wollen die schlechte finanzielle Lage jedes Einzelnen nicht verkennen, doch ist es viel schöner und dem Sport dienlicher zum Spiel in den Sportplatz zu bommen, als abseits zu stehen. Auch ein ge⸗ ringes Eintrittsgeld genügt zum Spiel zu kommen. VfB.⸗Kurhessen 2. -Bürgeln 1. Die Platzbesitzer traten nicht an; anscheinend hat der Platzverein den eingeschobenen e vergessen. Zwei Punkte sind Bürgeln, die antraten, sicher. Gladenbach 1.— Marbach 6:3. Die Niederlage, die Gla⸗ denbach in Sarnau hinnehmen mußte, war dem Verein zur Lehre geworden. Gladenbach hat weiter die erste Stelle in der Tabelle inne. Auch Wommelshausen trat von der Spitze nicht zurück, son⸗ dern befestigte seine Position mit einem 74 Sieg über Feu⸗ dingen. Erdhausen— Breidenstein 812. Zeichen des Platzvereins stand. In Erksdorf gab es eine Ueberraschung. Die auf eigenem Platz gut eingespielte Mannschaft mußte sich gegen Langenstein eine 3:2⸗Niederlage gefallen lassen. Allendorf gegen Speckswinkel 011. durch einen Elfmeter. Lohra 2. gegen Damm 1. 2:2. Ein äußerst spannendes Treffen, welches Damm, der Ueberlegenheit gemäß, hätte ge⸗ winnen müssen. Ein Spieler von Damm, welcher es an der nö⸗ tigen Disziplin fehlen ließ, mußte den Platz verlassen. Oberwalgern 1. gegen Roth 1. 44. Es war ein Spiel, bei welchem die Elfmeterentscheidungen ziemlich Platz griffen. Auch hier wurde ein Spieler von Roth herausgestellt. Fußball in hesjen⸗Hannover Ungarn⸗Lehrspiel in Kassel. Das Gastspiel der Ungarn in Kassel hat den größten Teil der für den Sonntag angesetzten Punktekämpfe ausfallen lassen. Die Ungarn zeigten ein richtiges Lehrspiel und schlugen die aus den Kasseler Vereinen zusammengesetzte Elf mit nicht we⸗ niger als 7:0! In der Südgruppe wurden zwei recht knappe Er⸗ gebnisse gemeldet. So konnten die Marburger Germanen nur knapp über Ockershausen mt 21 die Punkte erringen. Der VfB Gießen mußte sich Germania Fulda mit 0:2 beugen. In der Tabelle der Südgruppe führt nach wie vor Borussia Fulda mit 22:4 Punkten vor Germania Marburg mit 19:7 und SC 03 Kassel mit 16:10 Punkten. Auch in der Nordgruppe war nur die Provinz tätig. SC. 05 Göttingen siegte über Einbeck 5:2 und der FC. Großalmerode konnte gegen den FC. Grone auf eigenem Ge⸗ lände nur ein mageres 1.1 herausholen. In der Nordgruppe führt Göttingen 05 mit weitem Vorsprung(242 Punkten vor Spielverein Kassel(20:8 Punkten) und Sport Kassel mit 1977 Punkten. Ein Spiel, das dauernd im Das einzige Tor fiel VfB Gießen— Germania Fulda 0:2. Zum ersten Male traten die Germanen wieder mit ihrer vollständigen Mannschaft an, auch Lerner war im Sturm wieder dabei. Die Elf führte ein recht gutes Spiel vor, das erken⸗ nen ließ, wie sehr die Mannschaft wieder im Kommen ist. FC. Großalmerode— FC. Grone 1:1(0:1) Ein für die Gästemannschaft recht günstiges Ergebnis Vor der Pause lag Grone, mit dem Winde spielend, leicht im Vor⸗ Lokalkampf im Hinterland Breidenbach gegen F. Wallau 4:6(3:3) Schon von jeher war ein Fußballkampf zwischen diesen bei⸗ den alten Rivalen im Hinterland eine ganz große Sache! Jedes⸗ mal steigt ein Fußballfieber, das alles außer Rand und Brand bringt und wobei die großen Fanatiker 8 Tage vorher nicht mehr ruhig schlafen können. Diesmal kam noch dazu, daß Wallau die Spitze hält und Br. sich einen guten Mittelplatz sichern will. Es entspannt sich daher ein prickelndes Spiel, spannend von Anfang bis zu Ende, manchmal sozusagen hinreißend durch die Fülle an wundervollen Kampfmomenten. Zwei Mannschaften, die wußten, um was es ging. Zwei Gegner, die sich aus zahl—⸗ reichen Schlachten auf das genaueste kannten und die nur das eine nicht nicht wußten: den Verlauf und den Ausgang dieses neuesten, so oft schon wiederholten Kräftevergleichs. Merkwürdig wird es klingen, aber wahr ist es, daß seit Beginn der Fußballkarriere im Hinterland, eine Wallauer erste Elf, den ersten Sieg in Br. errungen hat. Der Verlauf des Treffens zeigte, daß Wallau durchaus zu Recht gewann, daß aber Beidenbach heineswegs hätte zu ver⸗ lieren brauchen. Br. war fit mit allen seinen Mannen, war zwar technisch unterlegen, zeigte aber dafür einen kämpferischen Ehr⸗ geiz wie nie zuvor. Man kann nicht viel an Einzelheiten stöbern, dazu reicht der Platz nicht. Die hohe Tonziffer besagt schon jedem, daß es sich um ein typisches Regenwetter-Resultat handelte. Wallau ging zunächst in Führung, Br. erzielte aber den Ausgleich und kurz hintereinander eine 3:1 Führung. In dieser Periode waren die Breidenbacher ohne Zweifel überlegen. Bis zur Pause konnten aber die Gäste gleichziehen. Nachher wurde der 1 9 10 immer noch spannender, langsam bekam Wallau die führende Oberhand, erhöhte schnell auf 5:3, Br. verringert auf 5:4, aber ein 6. Treffer vom Wallauer sabelhaften Mittelstürmer bringt das Endresultat. Die besten Spieler auf dem Platze waren ohne Zweifel, der Wallauer schnelle Rechtsaußen, der Mittelstürmer und Links⸗ 0 0 und der Breidenbacher ewig junge Mittelstürmer Nau— holz. Aus Leihgestern Leihgestern 1.— Garbenteich 1. 10:0(9:0) Zum letzten Verbandsspiel der laufenden Saison empfing gestern die erste Mannschaft der Spielvereinigung 1926 die gleiche des Sportvereins 1928 Garbenteich. Punkt 2 Uhr gab der Un⸗ paxteiische den Ball frei. Trotz des aufgeweichten Bodens ent—⸗ wickelte sich sofort nach dem Anstoß ein lebhafter Kampf. Die Platzmannschaft ist fast stets überlegen und zwingt die Gäste in ihre Hälfte zurück. Garbenteich muß stark verteidigen, kann aber nicht verhindern, daß der Halblinke won Leihgestern in der 5. Minute zum Führungstreffer einschießt. Es fallen nun in regelmäßigen Abständen bis zur Pause noch acht Tore, darunter ein Elfmeter. Leihgesterns Torwart bekam bis zum Seitenwech⸗ sel recht wenig den Ball. Nach der Pause verteiltes Feldspiel. Die Gäste drücken zeitweise sogar. Aber die Schüsse sind ent⸗ weder zu unplaziert oder der Tormann macht sie zunichte. Gar⸗ benteich bringt jetzt eine härtere Note ins Spiel. Durch einen schönen Kopfball des Halblinken erzielt Leihgestern sein 10. Tor, während den Gästen das verdiente Ehrentor versagt blieb. Schiedsrichter Noll-Gießen leitete gut. große Mühe, um den vielen Angriffen stand zu halten. Die Sonntagsheiligungsfrage Fajülr die Sportvereine Preußens ist die am 15. Dezember in Kraft getretene neue Polizeiverxordnung des preußischen Mi⸗ nisters des Innern über die Sonntagsheiligung von ganz besonderer Bedeutung. Sie hat für das gesamte preußische Staatsgebiet die lang entbehrte Vereinheitlichung und Klar⸗ heit über die sportliche Tätigkeit der Vereine an Sonn⸗ und Feiertagen gebracht. Hiernach gelten für die Vereine folgende Richtlinien: a) an Sonn⸗ und Feiertagen: Spiele aller Art sind gestattet. Eine Beschränkung ist nur vorgesehen für die Zeit des Hauptgottesdienstes, d. i. 9 bis 11,30 Uhr. Spiele, die eine unmittelbare Störung des Gottesdienstes herbeiführen, sind nicht ge— stattet. b) am Charfreitag: Spiele aller Art sind gestattet. Nicht gestattet sind Spie⸗ le, an denen Berufsspieler teilnehmen oder die mit Um⸗ zügen, Musik oder Festveranstaltungen verbunden sind. Während der Zeit des Hauptgottesdienstes(9 bis 11,30 Uhr) sind am Charfreitag Sportveranstaltungen jeder Art verboten. c) am Buß⸗ und Bettag und am Totensonntag: Spiele aller Ark sind gestattet, vorausgesetzt, daß bei ihnen der ernste Charakter gewahrt bleibt. Die neuen Bestimmungen stellen das Ergebnis der mehr⸗ jährigen Verhandlungen zwischen den Ministerien, Kirchenbe⸗ hörden und Sportverbänden dar. Es wäre zu wünschen, daß nun auch die Regierungen der anderen Bundesstaaten sich zur Herausgabe gleicher Bestimmungen entschließen würden. Den Vereinen ist zu empfehlen, in Zweifelsfällen nähere Auskunft bei der Geschäftsstelle des DF B. einzuholen. N l Hl. S. Z.! r dlie Werbt fü teil und konnte nach schnellem Durchbruch den ersten Treffer er⸗ zielen. Nach der Pause glückte Großalmerode durch einen von Schaal 3 direkt verwandelten Strafstoß der Ausgleich. SC. 05 Göttingen— Einbeck 5:2(3:1) Trotz des Ergebnisses, das einen sicheren Sieg der Göttinger glauben läßt, gaben die Einbecker einen überraschend starken Gegner ab. Bei der Pause führte Göttingen durch zwei schöne Tore und einen verwandelten Elfmeter 31. Obwohl nur mit 10 Mann spielend konnten die Gäste auf 3:2 verbessern, muß⸗ ten aber noch zwei weitere Tore hinnehmen. „Lehrspiel“ des FTC Budapest. Eine kombinierte Kasseler Elf 710 geschlagen. Die bekannte ungarische Mannschaft FTC Budapest trug in Kassel auf dem Kurhessenplatz vor etwa 8000 Zuschauern ihr letztes Spiel in Deutschland aus. Der ungarische Herbstmeister konnte dieses Spiel gegen eine Kombination der Kasseler Ver⸗ eine Kurhessen, Sport, und SC 03 in ganz überlegenem Stile gewinnen. Bis zur Pause lagen die Budapester durch Tore von Turay und Toldi bereits mit 3:0 in Front. Nach dem Wechsel wurde die Kasseler Elf fast ganz in die Defensive gedrängt, die Ungarn siegten nach Belieben. Gegen Schluß des Spieles be⸗ schränkten sich die Gäste nur auf das Demonstrieren ihres hohen Könnens, ohne auf Torerfolge auszugehen. Die Kasseler Elf hatte ihre Achillesferse in der Verteidigung, in der auch der Internationale Weber eine recht schwache Partie lieferte. Untenstehendes Bild zeigt die Wallauer Mannschaft am 13. 12. 1931, dem Tage ihres 4:1⸗Sieges über den Wetzlarer Sportverein in Wetzlar. Während sich dieselbe Mannschaft im vergangenen Jahre nach einem recht unglücklich verlaufenen Endspurt schließlich mit dem 2. Tabellenplatz hinter den in die Bezirksliga aufgestiegenen Marburger„Germanen“ begnügen mußte, scheint ihr diesmal der große Wurf gelingen zu wollen, nicht zuletzt ein Verdienst der zielbewußten Vereinsleitung mit Herrn Lehrer Meyer an der Spitze. Auf dem Bilde von links nach rechts: Der Spielausschuß⸗vorsitzende Albert Balzer, die Spieler Otto Bonacker, Adolf Roßbach, Karl Bonacker, Karl Schwarz, Heinrich Henkel, Otto Henkel, Hermann Schneider, Richard Henkel, Karl Runkel(Spielführer), Heinrich Bonacker, Christian Schwarz und rechts nebenstehend der Vereinsschriftführer Ewald Müller. Aus Lollar Lollar 1. Kirchhain 1. 5:3(1:2) Lollar hatte sich eigentlich am Sonntag etwas viel vorge⸗ nommen, denn eine Mannschaft wie Kirchhain zu schlagen, das ist sehr schwer. Trotzdem gelang es Lollar, die lechnisch besseren Gäste in einem schönen Spiel zu bezwingen. Selten sah man in Lollar ein so spannendes Spiel. Die Platzbesitzer haben An⸗ stoß, der aber von Kirchhain abgefangen wird und gleich da⸗ rauf rollt der erste Angriff auf Lollars Tor. Schon sieht es be⸗ denklich aus, denn die Gäste erzielen gleich eine Ecke; diese wird wohl schön abgewehrt, aber schon in der fünften Minute heißt es 1:0 für Kirchhain, Von nun an setzt Kirchhain mehr Dampf auf und gt ein sehr schönes und schnelles Spiel. Lollar kommt hierbei ins Hintertreffen und sucht dies durch Eifer aus⸗ zugleichen; aber die Gäste sind im Vorteil und erzielen in der 15. Minute das zweite Tor. Nach dem Wiederanstoß geht Lol⸗ lar mehr aus sich heraus und hat auch Kirchhains Verteidigung In dieser Zeit versiebt Lollars Halbrechter einige schöne Chancen. Die Gäste kommen zu einigen Eckbällen, können sie aber nicht 125 r N S S 22 . —B——————— * r Montag, den 11. Januar 1932. Es liegt Veranlassung vor, die Herren Berichterstatter um strikteste Objektivität bei der Abfassung ihrer Berichte zu bitten, da wir vom Redaktionstisch aus nicht alles prüfen können. Die Berichterstatter wollen von der Verantwortlichkeit ihrer Berichte sich selbst bewußt bleiben. Die Schriftleitung. Lollar wieder im Angriff; der Rechtsaußen flankt schön vors Kirchhainer Tor und der Halb⸗ linle setzt eine unhaltbare Bombe ins Netz. Die Gäste stellen um und wollen das Resultat verbessern, aber bis zur Pause ändert sich nichts mehr. 271 für Kirchhain. Nach dem Seitenwechsel legen die Gäste 1 der ersten Minute der zweiten Spielhälfte heißt es auch schon 3:1 für Kirchhain. Man glaubt jetzt allgemein an eine hohe Niederlage der Lollaxer, sieht sich aber getäuscht, denn Kirchhain läßt auf einmal merklich nach und Lollar hat noch soviel Kraft⸗ reserve, um das Tempo nicht nur zu halten, sondern noch zu verschärfen. Nach weiteren fünf Minuten Spielzeit hat Lollar ein Tor aufgeholt. Die Platzbesitzer werden von ihren An⸗ hängern mächtig angefeuert und als ein Gästeverteidiger direkt im Strafraum mit der Hand den Ball spielt, weiß man schon im voraus, daß der gegebene Strafstoß vom Rechtsaußen als Straf⸗ stoßspezialist, verwandelt wird. Der Schiedsrichter pfeift und unhaltbar saust der Ball hoch in die linke Torecke. Der Schütze wird vom Publikum mit stürmischem Beifall belohnt. Der Ausgleich ist da. Lollar drückt seine Gäste immer mehr in seine Hälfte zurück und wird in jedem Angriff gefährlicher. In der 63. Minute wird vom Rechtsaußen eine schöne Ecke hereinge⸗ geben und zum vierten Tor, für Lollar verwandelt. Kirchhain setzt noch einmal an, das Resultat zu verbessern, aber außer einigen Ecken können die Gäste leinen zählbaren Erfolg mehr erzielen. Die Mannschaft fällt ihrem eigenen Tempo zum Opfer und Lollar kommt immer mehr auf. Angriff auf Angriff folgt und der Gästetorhüter hat alle Hände voll zu tun, um seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage zu bewahren. Er kann es aber nicht verhindern, daß Lollar in der 75. Minute zum 170 Male erfolgreich ist. In den letzten Minuten zeigt ollars Hüter noch einigemal sein, Können und dann macht der Schlußußff des Unparteiischen Volkmann⸗ Wetzlar einem sehr spannenden Spiel ein Ende. Kritik: Die Gäste gefielen durch schönes, schnelles Zu⸗ spiel und hatten in Lotz eine große Stütze in ihrer Mannschaft. Bei Lollar gefiel die gesamte Mannschaft, nur stachen der Mit⸗ telstürmer, Torwart und der Rechtsaußen etwas hervor. Schiri Volkmann⸗Wetzlar leitete sehr gut. Am Vormittag spielten, Lollars zweite gegen die dritte Mannschaft, um einige neue Leute auszuprobieren. Man konnte hier einige neue Größen hinter dem Ball sehen. Wohl war die zweite Mannschaft der dritten überlegen, aber so überlegen, daß die zweite sechs Tore schoß, war es nun doch nicht. In der zweiten Mannschaft sollte der Spielausschuß ein Auge auf den Halblinken, Mittelläufer und den rechten Verteidiger haben. In der dritten Mannschaft konnte die gesamte Mannschaft gefallen. Schlußresultat 6:1 für die zweite Mannschaft. Aus Daubringen Daubringen 1.— Pf. Butzbach 2. 4:2(0:1) 8 Die beiden Mannschaften lieferten sich ein schnelles, aber auch reichlich hartes Spiel. Vom Anstoß weg ging Daubringen im Feldspiel stets überlegen zum Angriff über. Die Butzbacher Hintermannschaft ist jedoch auf der Hut und verhindert in der ersten Halbzeit jeden Erfolg der Platzelf. Im Gegenteil kurz vor der Pause können die Gäste aus einem Gedränge vor dem Daubringer Tor heraus den Führungstreffer erzielen. In der zweiten Spielhälfte erlahmt der Widerstand der Butzbacher Schlußleute. Der Halblinke der Platzmannschaft gleicht zunächst mit schönem Flankenschuß aus und der Halbrechte beendigt einen schönen Kombinationszug mit 2.1. Butzbach kämpft aber auch noch mit und kann einen Fehler des Torhüters der Platzelf aus⸗ nützen, um nochmals gleichzuziehen. Daubringen drängt num mächtig, verschießt vor lauter Aufregung zwei Handelfmeter, um dann aber nach regulärem Feldspiel durch seinen Mittelstürmer noch zwei schöne Tore für sich zu erzielen.— Zwei Spieler, von jeder Partei einer, wurden wegen unfairen Spieles von dem sicher amtierenden Schiedsrichter vom Platz gestellt. Aus Watzenborn⸗Steinberg Steinberg 1.— Wieseck 1. 4:0(2:0) 1900 Gießen 4. Steinberg 2. 3:4(1:1) Gestern trugen unsere beiden aktiven Mannschaften Freund⸗ schaftsspiele aus. Die erste Mannschaft empfing die gleiche von Wieseck. In der ersten Spielhälfte sah man ein recht flottes Spiel. Beide Mannschaften spielten mit viel Eifer und warte⸗ ten mit schönen Leistungen auf. Die Teutonen zeigten sich über⸗ legen und stellten das Resultat bis zur Halbzeit auf 2:0. Nach der Pause machten sich die recht mäßigen Bodenwperhältnisse be⸗ merkbar, ein schönes Spiel konnte deshalb nicht mehr aufkom⸗ Steinberg war auch hier wieder tonangebend und ver⸗ auf 4:0. Die Tore waren Schiedsrichter L. Schäfer⸗ verwerten. Jetzt sieht man schwer los und in men. besserte das Resultat bis zum Schluß 3 Wiesecks Torhüter unhaltbar. Hießen leitete korrekt Die zweite Mannschaft der Teutonen stand in Gießen der vierten von 1900 im Gesellschaftsspiel gegenüber. Nach recht ansprechenden Leistungen konnten die Gäste bis zum Schluß des Spieles einen 4:3(1:1) Sieg erringen. Durch Zugang neuer Spieler hat die zweite Mannschaft der Teutonen an Spielstärke wesentlich zugenommen und ist für die Zukunft recht vielver sprechend.— Am kommenden Sonntag stehen beide Mannschaf⸗ ten den gleichen von Steinbach in Steinberg in Verbandsspie⸗ len gegenüber. H. Aus Vonbaden Die für den 8. Januar, abends 8,30 Uhr, bei Mitglied Ru- dolf Sorg einberufene Jahreshauptversammlung war sehr stark besucht. Von den 73 Mitgliedern des Vereins waren 62 an⸗ wesend. Der 1. Vorsitzende Karl Kranz eröffnete die Versammlung. Er zeichnete in kurzen Worten die schweren Zeitverhältnisse und gab der Hoffnung Ausdruck, daß echter Sportgeist auch diese von jedem schwere Opfer verlangende Zeiten meistern wird. Punkt 1 der Tagesordnung war Entlastung des Kassierers. Die Prüfung der Kassenverhältnisse durch zwei dazu beauftragte Mitglieder ergab vollkommene Richtigkeit. Punkt 2 der Ta⸗ gesordnung war Wahl des Vorstandes. Zunächst wurde der se herige 1. Vorsitzende Karl Kranz mit ee oßer Mehrheit wieder⸗ gewählt. e Wahl des Schriftführers ergab eine Mehrheit für den schon bisher mit den schriftlichen Arbeiten vertrauten Wilh. Löhr. Zum Kassierer wurde der seitherige Kassenverwalter Alb Kühn wiedergewählt. Auch die Wahl de Jugendleiters ergab Wiederwahl des seitherigen Jugendleiters. Der Spielausschuß erhält eine neue Zusammensetzung. Es wurden die Mitglieder Wilhelm Ott, Wilhelm Hecker und Karl Schäfer in den Spiel⸗ ausschuß gewählt Punkt 3 ergab verschiedene Anfragen. Die Hauptfrage galt der Inangriffnahme der Platzarbeiten Leider sind in dieser Angelegenheit fast unüberwindbare Schwie⸗ rigkeiten zu beseitigen. Diese Schwierigkeiten liegen in der Hauptsache in Interessenlosigkeit und Nichtanerkennung der Be deutung des Sportes. Es wäre tatsächlich Zeit. daß diese für das Heil der Dorfjugend und den Aufbau des ganzen Volkes wichtige Frage in der rechten Weise gelöst würde Der Vor⸗ sitzende schloß darauf die Versammlung mit dem Sportgruß. D Allgemeine Hessische Sportzettung Bonbaden 1.— SpV. Wetzlar 4.(4:1) Das letzte Verbandsspiel unserer ersten Mannschaft gegen die vierte Mannschaft des Wetzlarer Sportvereins endete mit einem verdienten hohen Sieg. Bonbaden lieferte trotz des ungünstigen Bodens ein ausgezeichnetes Spiel. Es war kein schwacher Punkt in der Platzelf, Vom Anpfiff an setzte ein Spiel ein, das an Schnelligkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Der Schiedsrichter Schmidt⸗Hirschhausen leitete zufriedenstellend. Alis Offenbath Offenbach 2.— Altenkirchen 1. 6:4(2:3) Gleich mit dem Anstoß entwickelte sich ein flotter Kampf, in dem Altenkirchen infolge seiner etwas besseren Spielweise bis zur Pause 3:2 führt. Kurz vor der Pause verliert Alten⸗ kirchen jedoch durch Verletzung seinen guten Mittelläufer. Die⸗ ser Verlust macht sich stark bemerkbar, da dieser Spieler in der zweiten Hälfte nur noch als Statist mitwirkt. Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit immer härter. Einige Unangenehme Zwischenfälle finden leider durch den Schiedsrichter nicht die erforderliche, energische Ahndung. So ging das Spiel unter einem unglücklichen Stern seinem Ende zu. Altenkirchens Hin⸗ termannschaft leistete sich noch einige Schnitzer, die Offenbach noch leicht den Sieg brachten. Aus Erda Ein neuer Sportplatz Unser neuer Sportplatz ist fertig. In gemeinsamer Arbeit aben Gemeinde, Turn⸗Verein und Sport-Verein ein großes Werk vollendet. Nach zwei Seiten im Walde geschützt liegend, repräsentiert sich der über 100 Meter lange und annähernd 70 Meter breite Platz als ein schönes Beispiel von echter Sports⸗ kameradschaft und Opferbereitschaft. Mitte März letzten Jahres wurde mit den Vermessungsarbeiten begonnen. Dabei stellte sich heraus, daß annähernd 6 000 Kubikmeter Erde zu bewegen waren. Mancher mag ob solchen Beginnens in so armer Zeit den Kopf geschüttelt haben. Aber— bis zum Beginn der Erntearbeiten war schon ein gutes Stück erarbeitet. Mit dem Ende der Feldarbeiten, die naturgemäß einen Stillstand in den Platzarbeiten brachte, gings wieder rüstig los Ende No⸗ vember konnte das erste Spiel auf dem neuen Platze ausge⸗ tragen werden. Abgesehen von ganz geringfügigen Beträgen sind den Vereinen Dank der Opferwilligkeit der Mitglieder und der großzügigen Unterstützung der Gemeinde keinerlei Schulden erwachsen. In einer Zeit größter wirtschaftlicher Not, in der die meisten Mitglieder unter der Arbeitslosigkeit zu leiden hat⸗ ten, entstanden, ist es doppelt hoch anzurechnen, daß sich alle Mit⸗ glieder ohne jede Geldforderung unentgeltlich in den Dienst der Sache gestellt haben Ihnen allen, die keine Opfer und keine Zeit gescheut haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Möge der Platz von nun ab immerdar ein Tummelplatz fröhlicher, gesunder und sportbegeisterter Jugend sein. Möge sich die Jugend immerdar bewußt bleiben, welcher echten Sportskameradschaft und Opferwilligkeit sie diese für eine kleine Gemeinde hervorragende Platzanbage zu verdanken hat. Ein Fest zur Krönung der Arbeiten zu veranstalten, verbot der Ernst der Zeit. Werden die Zeiten mit Beginn des Som⸗ mers besser, soll es gerne nachgeholt sein. Erda 1.— Bicken 1. 2:2(2:1) Ein gleichwertiges Spiel lieferten sich unter der vorzüg⸗ lichen, Leitung von Schiedsrichter Wacker⸗Bischoffen obige Mannschaften. Das Ergebnis entspricht ganz dem Spielverlauf. Die technische Ueberlegenheit der Gäste in der ersten Halb⸗ zeit wurde ersetzt durch größeren Eifer des Platzvereins. In der zweiten Spielhälfte spielte die Platzmannschaft überlegen und ein bis zwei weitere Treffer wären bei besserem Schußvermögen des Sturmes der Platzelf sicher gewesen. in Erda. Sportneuigkeiten Fußballkampf Oesterreich— England in der Schweiz? Der unerwartet hohe Sieg Englands im Fußball⸗Länder⸗ kampf über die Vertreter Spaniens hat in Schweizer Sport⸗ kreisen einen sensationellen, nichtsdestoweniger aber durchaus ernsthaften Plan entstehen lassen. Man will einen Fußball⸗ Länderkampf zwischen Oesterreich, der fraglos zurzeit stärksten FTußball⸗Nation des Kontinents, und England auf neutralem Schweizer Boden zustande bringen. Dieser Plan hat schon etwas sür sich, wenn man bedenkt, welchen Erfolg das erste Mitropacup⸗⸗Endspiel zwischen Vienna⸗ Wien und dem Wiener A. C. in Zürich zu verzeichnen hatte. Die Kosten des geplanten Länderspiels sind natürlich enorm hoch, man rechnet auf rund 3000 englische Pfund, das wären etwa 0 000 Schweize Franken. Es hat sich bereits ein Schweizer Sportmäzen unden, der bereit ist, einen etwaigen Ausfall zu decken. In Wien sieht man der weiteren Gestaltung des Pro— jekts mit größter Spannung entgegen. Verbundsspiele der 1. Vezirkskl. Lahn) am 17. Januar 1932: Niedergirmes Wetzlar, Kunze⸗Gießen Dillenburg— Gießen, Speckhardt⸗Gießen Bottenhorn Wallau, Weber-Marburg Frohnhausen Breidenbach, Busch-Butzbach am 24. Januar 1932: Bottenhorn, Engelter-Marburg Breidenbach, Beck⸗Gießen 15 Wiesenbach, Philipp-Gießen Frohnhausen Dillenburg, Dörr⸗Grünberg Wallau SC. Wetzlar⸗Niedergirmes, Weintraut-Mrbrg. Verbandsspiele im Gau Dill am 17. Januar 1932. Hirzenhain 1., Paul 3., Haiger Dillenburg 2., Krök⸗Langenaubach 0 Rittershausen 2., Metz-Manderbach Straßebersbach 1. Offdilln 2., Schmidt⸗Dillenburg Straßeber bach 2. Dillenburg 3 Krau⸗Rittershausen Bischoffen 2. Herbornseelbach 2., Sältzer-Offenbach Oberndorf 1.— Altenkirchen 1. Weber-Bicken Erda 1. Offenbach 2., Krzmarie-Eisemroth VfR. Butzbach Sp. Wetzlar— 1900 Gießen Weidelbach 1. Holzhausen 1. Haiger 2. 2 Die für das erste Quartal 1932 ausgestellten Abonnements rechnungen find den Vereinen zugegangen. Wir erwarten Vor⸗ auszahlung derselben oder zu mindestens rechtzeitige Zahlung der jeweils für einen Monat fälligen Beträge. . Der Verlag. Verbandsspiele im Gau Gießen⸗Wetzlar Aenderungen für den 17. Januar 1932: Lich— Dutenhofen, Jox⸗Ettingshausen nicht Kreuder Gräveneck— Wirbelau, Schermuly⸗Löhnberg, nicht Dragässer Bieber— Niederweisel, Wlodarek, nicht Böcher Burgsolms 2.— Hermannstein, Michel-Gießen. nicht Drescher am 24. Januar 1932: Aßlar— Steindorf, Dietz⸗Wetzlar Hermannstein— SC. Wetzlar⸗Niedergirmes 2., Wallbott⸗ Steinberg SpV. Wetzlar 2.— VfB. Gießen 2., Kleemann-Bissenberg Ehringshausen 2.— Burgsolms 2., Dauser⸗Wetzlar Obershausen— Merenberg 1., Schmidt⸗Hirschhausen Holzhausen 2.— Tiefenbach, Schäfer⸗Ehringshausen Hermannstein 2.— Schwalbach, Uhl⸗Steindorf Büblingshausen— Berghausen, Schulz⸗Butzbach Lich— Bieber, Böcher⸗Gießen Niederwessel— VfB. Gießen 3. Bernhard⸗Wieseck Ruppertsburg— Grünberg, Gesellschaftsspiel, 8 Diehl⸗Ulrichstein Freienseen— Flensungen, Jox⸗Ettingshausen Verbandsspiele im Gau Marburg Am 17. Januar 1932: Marbach— Wetter(Klier-Wetzlar) Breidenstein— Biedenkopf(Engelter) Feudingen— Erdhausen(Röditz) Bürgeln— Cölbe(Henkel-Wetzlar, Lottestraße 3) Marbach 2.— Niederwalgern 1. Lixfeld 1.— Breidenbach 2.(Eckel) Obereisenhausen 1.— Gönnern 1.(Schwarz⸗Niedereisen⸗ 7 hausen.) Steinperf 1.— Niedereisenhausen 1.(Born) Laasphe 2.— Berleburg 1.(Barth) Banfe 2.— Hesselbach 2.(Hoftus) Kombach Buchenau 2.(bei Boß anfordern) Dautphe Eckelshausen(Jung-Biedenkopf) Mornshausen— Friedensdorf(Metzger) Hommertshausen— Holzhausen(Michel) Unterrosphe— Michelbach(Fourier⸗Oberrosphe) Cölbe 2.— Sterzhausen 1.(Henkel⸗Anterrosphe) Ockershausen 3.— Schönstadt 2.(Müller⸗Caldern) Holzhausen 1.— Bortshausen 1.(Cloos) Ebsdorf 1.— Dreihausen 2.(Klee) Leidenhofen 1.— Rüddingshausen 1.(Bier) Wiesenbach 2. Frechenhausen 2.(bei Boß anfordern) Dautphe 2.— Breidenstein 2.(bei Boß anfordern) Roth 1.— Oberdieten(Feußner) Wolzhausen 1.— Wallau 3. Graf) Roth 1.— Damm 1.(Hahn⸗Marburg) Lohra 2.— Weipoltshausen 1.(Eidam⸗Cappel) Haddamshausen— Oberwalgern(Pfeil) Momberg 1.— Homberg 1.(Heuser) N.⸗Ofleiden— Neustadt(N.-Ofleiden Platzsperre) Kirchhain 2.— Schweinsberg 1.„8 Neustadt 2.— Momberg 2.(Hah ⸗Schweinsberg) Erksdorf 2.— Langenstein 2.(Kaisinger) Roda— Frankenberg 2.(Vockenroth) Münchhausen— Mellnau(Senger-Marburg) Oberrosphe— Willersdorf(Zitzer) Aus Vereinen. Sport⸗Abteilung des Turnvereins Wieseck. Durch Rücktritt meinerseits, hat Herr O. Bernhardt, Eich⸗ gasse 9, die Leitung übernommen. Bitte„Fußball“ betreffende Sachen dorthin zu senden. Och. Schmidt. Sport-Zerndt- Wetzlar Langgasse 24 Ruf 3038 liefert g SRI S r EE Reparaturen⸗Montage fach 0 in eigener Werkstatt 5 Anleitung 1 Anfänger (über 10 Jahre aktiver Skiläufer im D. S. V.) 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Nein, ein Sportvereinsvorsitzender, der seine Mitglieder sportlich-geistig auf dem Laufenden erhalten will, und die Zeitung dementsprechend als nützliches und notwendiges Sportunterrichtsmaterial benutzt, führt die„AHSz.“ obligatorisch d. h. für alle seine aktiven Mitglieder ein und läßt jedesmal bei der Ausgabe der Zeitung sich gleich sofort die 10 Pfg. geben. Es gibt L a'n d vereine, die auf diese Weise 20, 30, 40, ja sogar nahe 50 regelmäßig beziehen und wöchentli ch die Abonnementsgelder pünktlich abliefern. kostet die„Ag SZ.“ pro Nummer 20 Pfg. „Allgem. Hess. Sport⸗Zeitungen“ Im Einzeln . An eischienen, Icdoch nic Kurz macht Kr 0 1 eine flac mehr, licht gefa gleich dich ein. 171 gemuth o mit schön 1 0d Sbeilvorl. Aus Nied Juatt un das Spie dt Auel Eines