„Bunz ga DID u“ 6 0 e muß e 70 Berchellu te nicht d oreli. 77 e ö Schinen jete gung Gebloct fg. 11 Glu 1 15 daß Einzelpreis 20 Rpf. A. I. 8. Z. allgemeine hessische Sport⸗Seitung verbreitet im Bezirk Hessen⸗Hannover des W. S. D. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. Abonnements⸗ und Anzeigen⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 531 Fraukf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Klein jun. und Georg Burg eleit. Dienstag, den 10. Mai 1932 Start zur Deulschen Fußballmeisterschast Faboritensiege auf der ganzen Linie, aber zum Teil nur knappe Ergebnisse Mit der gewohnten großen Anteilnahme verfolgte am Sonntag die deutsche Fußballgemeinde die Vorrundenkämpfe um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Die 16 Vertreter der Landesverbände traten in acht Spielen an, die durchweg die er⸗ warteten Sieger gebracht haben. Eigentliche Ueberraschungen blieben zwar aus, aber manche Kämpfe verliefen doch anders, als man er erwartet hatte. Den sichersten Sieg buchte der Süd⸗ deutsche Meister Eintracht Frankfurt, der in Königsberg vor 6000 Zuschauern bei schlechtem Wetter die Soldatenmannschaft von Hindenburg Allenstein ganz überlegen mit 60(4:0) ab⸗ fertigte. Ziemlich überzeugend fertigte auch der 1. FC. Nürn⸗ berg in Fürth vor 12 000 Zuschauern den westdeutschen Zweiten, Borussia Fulda, mit 5:2(2:0) ab. Die Nürnberger hatten be⸗ teits eine 5:0⸗Führung, als sie verhaltener spielten und Fulda zu den Gegentreffern kommen konnte.— Schwerer hatte es der füddeutsche Zweite, Bayern München, der in München bei Mi⸗ nerva 93 Berlin immerhin harten Widerstand zu überwinden hesoc ehe er mit 4:2(1:1) einen keinswegs imponierenden Sieg erfocht. Süddeutschland hat also alle drei Vertreter in, die Zwischen⸗ runde gebracht. Aehnlich erfolgreich war nur noch Norddeutsch⸗ land, dessen Vertreter HSV. und Holstein gleichfalls siegreich geblieben sind. Der Hamburger SW. kam allerdings in Altona egen Vfe Benrath erst in den letzten acht Minuten zu den zwei Treffern, die seinen 3:1⸗(1:0) Sieg sicherstellten. Dagegen ge⸗ wann Holstein Kiel in Breslau gegen den SC 08 41(2:0) mit weniger Mühe, als man glaubte. Nur je einen Vertreter haben Berlin, Mitteldeutschland und Westdeutschland durchgebracht. Der Westen wäre zur allgemei⸗ nen Ueberraschung faft ganz ausgeschieden, denn sein Meister, Schalke 04, konnte in Dortmund gegen den unterschätzten mittel⸗ deutschen Pokalmeister SuBc Plauen erst in der Verlängerung knapp mit 5:4(2:1) gewinnen. Zur Ueberraschung der 25 000 Zuschauer lag Plauen zeitweise sogar 4.2 in Führung. Ber⸗ lins Meister Tennisborussia gab in Berlin vor 2000 Zuschauern gegen Viktoria Stolp nur eine höchst mäßige Vorstellung. Mit 3:0 wurde zwar Stolp äußerlich glatt geschlagen und damit der Baltenverband ganz ausgeschifft, aber die Leistungen der Ber⸗ liner waren so schwach, daß das ublikum die„Veilchen“ schließ⸗ lich 5 901— Mitteldeutschlands Meister, Pol. SV. Chemnitz, t in Chemnitz den übermäßig hart spielenden süddeutschen eister, Beuthen 09, überraschend glatt mit 5/1(3:0) bezwun⸗ n. Wie der Baltenverband, so ist also auch Südostdeutschland in der Vorrunde gleich ganz ausgeschieden. Wie die Wesldeulschen sith schlugen: Schalke enttäuscht! Schalke 04— SuBC. Plauen 5:4(2:1) nach Verl. 25 000 Menschen kamen zu diesem Vorrundenspiel ins Sta⸗ dion„Rote Erde“ zu Dortmund. Fast alle rechneten mit einem sicheren Siege ihres hoch favorisierten 8 Schalle. Aber sie hatten mit dem Gegner nicht gerechnet. ährend Schalke sich in engmaschige Kombinationen verstrickte, Unsicherheiten in der Hintermannschaft zeigte und schließlich sehr nervös wurde, stell⸗ den die Vogtländer eine schnelle entschlossene Mannschaft, die zum Pokalsystem wie geschaffen ist. Plauen setzte sich so erfolg⸗ reich zur Mehr, daß der westdeutsche Meister erst in der Ver⸗ längerung einen knappen Sieg buchen konnte. Szepan 905 zwar in der 7. Minute da⸗ eee als aber Tibulsti vorübergehend verletzt ausscheiden mußte, kam Plauen durch seinen, Mittelläufer Böttcher zum usgleich. Nattkämper brachte die Knappen“ in der 33. Minute erneut zur Führung. Nach dem Wechsel griff Plauen elanvoll an. Die Sachsen konnten zur allgemeinen Ueberraschung nicht nur durch Schaarschmidt ausgleichen, sondern durch zwei Tref⸗ fer von Wark eine 4.2⸗Führung erreichen. Schalke drängte nun, aber Plauen verteidigte geschickt, und nur mit Mühe konnte Schalke bis zum Ende der regulären Spielzeit durch Treffer pon Szepan und Rothardt den Ausgleich erreichen. In der 5. Mi⸗ nute der Verlängerung wurde dann das so sensakionell verlau⸗ fene Spiel durch ein Tor von Rothardt entschieden. der Sport am Himmelfahrtstag Im Fußball interessierte zunächst das Entscheidungsspiel um die dritte süddeutsche Vertreterstelle für die Deutsche Mei⸗ sterschaft. Vor 15000 Juschauern, schlug in Nürnberg der 1. FC. Nürnberg den süddeutschen Pokalmesster Stuttgarter Kickers ganz überlegen mit 50(40). Süddeutschland nimmt jetzt also an der Deutschen Meisterschaft mit den drei Mannschaften Ein⸗ tracht Frankfurt, Bayern München und 1. FC. Nürnberg teil. In Frankfurt kam im Nahmen der Stadionkampsfspiele auch das Endspiel um den Frankfurter Goldpokal zur Durchführung. Das Spiel endete überraschend mit einem 4.3(3:2) Sieg des Kreis⸗ ligisten Griesheim 02 über Union Niederrad. Die Leichtathleten traten bei vier größeren Veranstaltun⸗ gen in Erscheinung. In Berlin gab es einen Clubkampf SCC. gegen BSC., den erwartungsgemäß der Sec gewann. Kohn⸗ Berlin, der Deutsche Waldlaufmeister, siegte im Düsseldorfer e während Holthuis⸗Weener ein stark besetztes Hindernislaufen in Hamburg gewann. Die Frankfurter Sta⸗ dion⸗Kampfspiele waren zwar nur lokal besetzt, sie brachten aber doch einige bemerkenswerte Resultate. So siegte Geerling Ein⸗ tracht in 11,1 Sek. über die kurze Strecke gegen seinen Club⸗ Kameraden Eldracher. Berg vom JG. Sportverein zeigte im Kugelstoßen, das er mit 14,39 Meter gewann, eine erfreuliche Verbesserung, und auch der. Weitspringer Hassinger⸗Eintracht war mit seiner 6,82⸗Meter⸗Leistung in Anbetracht dessen, daß die Saison gerade erst beginnt, schon recht gut in Form. Borussia Fulda hält sich gut 1. FC. Nürnberg gegen Borussia Fulda 52(2:0) Im Fürther Ronhof trug der„Club“ sein erstes Spiel in der diesjährigen Dae B⸗Meisterschaftsrunde egen den westdeutschen Zweiten, Borussia Fulda, aus. Dem Treffen wohnten 12 000 Zuschauer bei, die einen sicheren Sieg der Nürnberger sahen. Im allgemeinen hatte man wohl nicht mit einem besonderen Er⸗ eignis gerechnet, da die Zahl von 12 000 Zuschauern in Nürn⸗ berg bei anderen Spielen schon wesentlich überboten worden ist. Man war aber doch auf die Fuldaer Gäste gespannt, deren Siegeszug im Westen bekanntlich erst im Endspiel von dem West⸗ deutschen Meister FC Schalke elde werden konnten. Die Fuldaer überraschen trotz ihrer Niederlage nach der angenehmen Seite. In ihre ganzen Mannschaft befand sich kein schwacher Punkt.— Der„Club“ war nicht gerade in Hochform, hatte aber genügend Können, um seinen Gegner niederzuhalten. Schieds⸗ richter Zimmermann⸗Leipzig leitete den Kampf nur mittelmäßig. Nürnberg spielte in der ersten Halbzeit mit dem Wind im Rücken und hatte dadurch einen kleinen Vorteil. Die Mann⸗ schaft zeigte in den ersten zwanzig Minuten großes Können, um dann auf einige Zeit abzubauen. Zehn Minuten vor der Pause gelang es aber dem„Club“ wieder, die Oberhand zu gewinnen. Der erste Treffer fiel durch eine sehr harte und nicht ganz ge⸗ rechtfertigte Entscheidung des Schiedsrichters. Bei einem Zu⸗ sammenstoß fiel Schmitt über den Fuß des Fuldaer Tormannes Büttner, ohne daß dieser etwas dafür konnte. Der verhängte Elfmeter wurde von Oehm in der 35. Minute sicher zum Füh⸗ rungstreffer verwandelt. Aus einem Angriff des gesamten Nürnberger Sturmes ergab sich zwei Minuten vor der Pause durch einen Schuß von Friedel der zweite Treffer. In der neunten Minute schaffte Friedel für den„Club“ den dritten Treffer. Auch in der 17. Minute war's wieder Friedel, der einen Treffer eta und damit den„hat trick“ vollbrachte. Die vollkommene der 5 te der Nürnberger kam durch ein Tor Schmitts in der 25. Minute nochmals zum Ausdruck. Von da ab ließ der„Club“ etwas nach und Fulda kam leicht auf. Doch erst in den letzten zehn Minuten gelang es den Borussen, über⸗ raschend zu zwei Erfolgen zu kommen. Den ersten Treffer schoß der Antzaußen Bonard, während Leuchers in der letzten i⸗ nute einen Fernschuß anbringen konnte. Hamburger SV.— VfL. Benrath 321(1:0) Der 31⸗Sieg, mit dem sich der norddeutsche Meister HSV beim Vorrundenspiel im Stadion zu Altoma vor 6000 Zuschauern gegen den westdeutschen Pokalmeister Vis Benrath behauptete, war durchaus nicht überzeugend. Benrath, das zwar im Zusam⸗ menspiel enttäuschte, aber hart war und mit guten Einzelleistun⸗ gen aufwartete, gab sich erst nach zähem Widerstand geschlagen. An sich war der Hamburger Sieg verdient, denn die Rothosen demonstrierten die bessere Zusammenaxbeit und reifere Technik. Nach einem Fehler der westdeutschen Verteidigung konnte Dör⸗ fel in der 16. Minute das Rahhenmettoo e den HSW erzielen. Nach dem Wechsel spielten die schnellen estdeutschen eine Zeit lang überlegen, und es 5 555 ihnen auch, in der 22. Minute durch ihren Mittelstürmer Hohmann den Ausgleich zu erzwin⸗ gen. Benrath blieb noch eine Weile überlegen, und nur mit Mühe verhinderte der H58VV weitere Treffer der Rheinländer. Erst in den letzten, acht Minuten konnte der HSW durch Tore von Dörfel und Sveistrup die Entscheidung erzwingen. Das Ergebnis hat der 58 in erster Linie seiner Abwehr und der guten Läuferreihe zu danken. Der Sturm war schwach.— Die zweite Runde In Frankfurt: 1 In Hamburg: 7 Holstein Kiel— 1. FC Nürnberg. In Leipzig: 1 Polizei Chemnitz— Bayern München. In Bochum: Schalke 04— Hamburger Sp. Fußball in Hessen⸗Hannover In der Nordgruppe gab es am Sonntag noch ein Verbands⸗ spiel, wobei es sich darum drehte, wer den letzten Tabellenplatz einzunehmen hat. Die SpVgg. Göttingen unkerlag gegen Ein⸗ beck 05 mit 1:4 und liegt nun endgültig am Schwanz der Ta⸗ belle. Sonst gab es nur einige Privatspiele. Am Samstag schlug Sport Kassel den SC. 03. verdient mit 3:1 und am Sonn⸗ tag fertigte Hessen 09 Tura Kassel mit 41 Treffern ab. Um die Kasseler Stadtmeistersch aft standen sich am Sonntag Spiel⸗ verein und SC 03 gegenüber. Spielverein siegte verdient. Einbeck 05— SpVgg. Göttingen 4:1(3:0) 0 Im letzten Verbandsspiel der Nordgruppe, dessen Verlierer endgültig den letzten Tabellenplatz belegen muß, konnte sich Einbeck 05 mit einem sicheren Siege behaupten. Das Spiel zeigte auf beiden Seiten nur schwache Leistungen. Bei Einbeck war die Verteidigung bester Mannschaftsteil. Die Mannschaf⸗ ten waren sich im großen und ganzen gleichwertig. Göttingen hatte lediglich einen sehr schwachen Tormann. Spielverein Kassel— SC. 03 Kassel 32(0:1) 5 Vor 1000 Zuschauern standen sich die Mannschaften auf dem Kurhessenplatz um die Kasseler Stadtmeisterschaft gegenüber. Bis zur Pause führte SC. 03 mit 1.0 und konnte diesen Vor⸗ sprung bald nach dem Wechsel auf 20 erhöhen. Dann über⸗ nahm Spiel verein das Kommando, holte bald den Ausgleich und konnte in einem kräftigen Endspurt sogar noch den Sieges⸗ treffer erzielen. — Tennis⸗Borussia Berlin. Einzelpreis 20 Rpf. Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.⸗Pfg. Nr. 19 Streife durch den Bezirk Etwa 10 Jahre vor dem Krieg beteiligte sich ein Kasseler Verein an den Kämpfen um die Deutsche Fußballmeisterschaft, aber nicht als Vertreter unseres heutigen hessisch⸗hannoverschen Bezirkes, denn die Einteilung war damals noch anders. Erst den Fuldaer Borussen war es vergönnt, diese Würde und Ehre zu erlangen. Welchem Verein wird sie wohl das nächste Mal zu⸗ fallen? Und wann? Schon in den Spielen um die Westdeutsche Meisterschaft hat Borussig den Bezirk ehrenvoll vertreten. Die Vorrunde mußte am 10. April in Elberfeld(also auf Heimatbo⸗ den des Gegners) ausgetragen werden; es war daher ein großer Erfolg unseres Meisters, daß er dort Schwarz⸗Weiß Barmen mit 2˙1(1:1) schlug. In der Zwischenrunde am 17. April hieß der Gegner Spielvgg. 07 Köln⸗Sülz, die den FV Neuendorf glatt mit 40(2:0) aus dem Rennen geworfen hatte; zum Glück fand das Spiel in Kassel statt; dank der einmütigen moralischen Un⸗ terstützung von 8000 Zuschauern behielt Fulda mit 20(0:0) die Oberhand und qualifizierte sich dadurch für die Teilnahme am Endspiel. Diesmal war es ausgerechnet Schalke, dem sich die Bo⸗ russen am 1. Mai stellen mußten, u. zw. in Köln; trotz größten Kampfeifers unterlagen sie zum Schluß mit 1:5, nachdem sie bis in die zweite Halbzeit hinein ein torloses Unentschieden ge⸗ halten hatten. So traten sie als Zweiter des WSW in die Reihen der Vereine, die am 8. 5. die Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft bestreiten sollten. Durch Verletzungen waren in⸗ zwischen einige Spieler schon kampfunfähig oder stark behindert worden, und zu allem Pech beschled das Los den Borussen für den ersten Gang gleich den FE Nürnberg als Gegner, der sich in seinen letzten Spielen von sehr guter Seite gezeigt hatte und dessen Anhänger den Gang gegen Fulda als eine ganz leichte Partie für den süddeutschen Vertreter auffaßten. Sie mußten sich aber überzeugen, daß der„Außenseiter“ von Hessen⸗Hannover ich nicht so leicht Mine n bekennt und selbst bei einem Rück⸗ stand von 0:5 die linte nicht ins Korn wirft, obwohl er in Fürth von den 14000 uschauern wohl keine 2 Prozent als mo⸗ ralische Rückendeckung betrachten durfte. Das Endresultat von 5˙2 für Nürnberg stellt also unserm Bezirksmeister das beste Zeugnis aus, und wenn er auch durch die Niederlage von der weiteren Beteiligung ausgeschlossen ist, so gebührt ihm doch der Dank des Bezirkes für die unter so schwierigen und teil⸗ weise mißlichen Verhältnissen durchgeführte Vertretung der hei⸗ matlichen Farben und Interessen, durch sein Eingreifen in die Spiele der. Meisterschaft und auch schon durch seine 5 bei den sdentschen Meisterschaftsspielen ist man auf unsern Bezirk in den letzten Monaten mehr aufmerksam gewor⸗ den als in den letzten Jahrzehnten. Vivant sequentes! * Die Wahlversammlung ist vorüber. Den Hauptpunkt der Verhandlungen bildete die Frage um das Schicksal des im vori⸗ gen Jahre in Münster gutgeheißenen und in, die Satzungen auf⸗ genommenen neuen Spielsystems. Die höchsten Verbindsinstan⸗ zen haben ihren Standpunkt, der kürzlich von Becker im„Ful“ klipp und klar ue war, durchgedrückt, und der Antrag der Bezirke Rhein und Berg⸗Mark, der dem Resumé won Becker entsprechend eine unveränderte Einführung des neuen Spiel⸗ systems forderte, wurde mit 104 gegen 115 Stimmen angenom⸗ men, da eine Satzungsänderun weidrittel⸗Mehrheit verlangt. Demnach fielen alle anderen Anträge betreffs des Spielsystems ins Wasser, und auch die Dringli keitsanträge von Südwest⸗ . e und Hessen⸗Hannover wurden glatt ab⸗ gelehnt. Es bleibt also bei der festgesetzten Zehnerliga. Wenn die Kasseler Zeitungen trotzdem schreiben: einen Weg.. ges besteht die Hoffnung, daß doch noch die ge⸗ wünschte Zwölferliga gebildet werden kann.., so sind das „Hoffnungen und Entwürfe,“ deren Wurzel nur in Kassel keimt. mehr zu machen; was noch etwa „Es gibt vielleicht noch Auf legalem Wege ist nichts Sportneuigkeiten Bei den Kämpfen um die Deutsche Handballmeisterschaft siegten in den Zwischenrundenspielen bei den Sportlern Pol.⸗ SW Berlin, SpVgg. Fürth und Pol. Dessau, sowie bei den Tur⸗ nern TV 1(Worms), TöC Niederpleis, TB Berlin und ATG Gera. Im Davispokalkampf hat sich Deutschland durch eine 3:0⸗ Führung gegen Indien bereits die Teilnahme an der zweiten Runde gesichert, wo unsere Mannschaft auf Oesterreich trifft, das in Prag über die Tschechoflowakei mit 32 siegreich bleiben konnte. Bei den Deutschen Fecht⸗Meisterschaften in Offenbach sieg⸗ ten am Sonntag Frau Oelkers⸗Offenbach im Florettfechten der Damen und Moos- Berlin im Säbelfechten der Herren: Dem anhaltenden Regen des Sonntags fielen neben zahl⸗ reichen Radrennen u. a. auch die Deutschen Kunstflugmeister⸗ schaften, der Mannheimer Großstaffellauf und der Kampf Carnera— Schönrath zum Opfer. Der Fußballlampf Ungarn Italien in Budapest endete vor 40 000 Zuschauern mit einem Unentschieden von 11(1:1). Italiens B⸗Mannschaft schlug in Florenz Ungarns Amateure mit 4:2(12). Das Sechstagerennen in Mannschaft Peden⸗Fielding schaft Stübbecke⸗Bartel bele achten Platz. Beim 25⸗Kilometer⸗Lausen„Quer durch Berlin“ siegte Brauch⸗Berlin vor Mottmüller⸗Lettland, im Gehen siegte dage⸗ gen der Lette Dahlin vor den Deutschen Schwab und Sievert. Jungdeutschland Darmstadt gewann das Marburger Wasserballturnier vor dem 1. Frankfurter SC. und Delphin Frankfurt. Bär⸗Sossenheim gewann das die Taunusberge“ vor Trapp und Toronto siegte die einheimische Die deutsch⸗amerikanische Mann⸗ mit sieben Runden Rückstand den Straßenrennen„Quer durch Mähs(beide Frankfurt). 5 r r „97S — Dienstag, den 10. Mai 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung . versucht und vielleicht erreicht wird, kann nur durch Hinter⸗ türchen Eingang finden. Aber alle Instanzen des Bezirkes werden sich wohl hüten, gegen die Satzungen einen Verstoß zu begehen, der so ostentativ ist, daß er auffallen und die satzungsmäßigen Folgen nach sich ziehen muß, und wenn Kassel aus eigener Initiative und auf eigenes Nisiko einen Staats⸗ 1285(auf sportlichem Gebiete natürlich) unternehmen sollte, ann verlangen die Vereine, die wie jetzt einige Kasseler Ver⸗ eine, schon öfters in derselben schlechten Lage gwesen sind oder augenblicklich gerade sind, daß der Verband mit demselben eiser⸗ nen Befen eingreift, mit dem er vor Jahren unseren Bezirks⸗ vorstand abgesägt hat, als dieser sich über die Satzungen hinweg⸗ setzte. Kassel ist nicht Trumpf und die Provinzvereine haben es nicht nötig, sich so etwas gefallen zu lassen. 15 Mit dem Beschluß der Wahlversammlung fällt natürlich auch der Empfehlungsantrag des Verbandsvorstandes, daß aus der 1. Bezirksklasse der eine und der andere Meister aufsteigen kann. Es gibt nur einen allgemeinen Abstieg, der sich bis in die 2. Gauklasse auswirkt. Die Gruppen der 1. Bezirksklasse dürfen nur bis zu zehn Vereine umfassen. 3 In der Südgruppe der Bezirksliga müssen nun Hessen 09 Kassel und Kurhessen Kassel ein Entscheidungsspiel um den Abstieg austragen, während in der Nordgruppe Sport Kassel dem Abstieg verfallen ist. Ergebnisse himmelfahrt: Süddeutsche Meisterschaft: Um Süddeutschlands dritte Vertreterstelle: Entscheidungsspiel in Nürnberg: 1. FC. Nürnberg— Stuttgarter Kickers 5:0(4:0) Westdeutschland: Gesellschaftsspiele: Städtespiel: Krefeld— Mühlheim-Ruhr 4:0 Wuppertal— Düsseldorf 3:5 Oberhausen— Hagen 14:1 Buer— Gladbach 471 Herne— Bottrop 62 FSV. Mainz 05— Schwarz-Weiß Barmen 2:4 Sp.⸗Vgg. Köln⸗Sülz 07— FV. Saarbrücken 2:5 Marburg Stadtmannsch.— Kassel Stadtmannsch. 42 Holzhausen b. Gl.— Weidenhausen 4:6(2:1) Erda 1.— Sinn 1. 0.8 Bechlingen— Altenkirchen 0:6 W.⸗Steinberg— Groß⸗Karben 1. 2.3( Leihgestern J.— Butzbach 2. 8:1(5:0) Leihgestern 2.— Butzbach 3. 3:0(1:0) Merenberg 1.— Stockhausen 1. 2:3 Merenberg 2.— Stockhausen 2. 0:3 Lollar 2.— Ebsdorf 1. 11 Lollar 3.— Ebsdorf 2 41 Garbenteich 1. Igd.— Klein⸗Linden 1. Igd. 1:0(0:0) Wetzl. SpV Sch.— Leihgestern Sch. 870(4:0) 5 Turnier in Beilstein: Holzhausen— Bissenberg 01 Fleisbach— Merkenbach 0:1 Merkenbach— Holzhausen 1:0 Holzhausen 2.— Driedorf 1. 30 Ockersdorf 1.— Holzhausen 2. 1:0 n. V. Bissenberg Igd.— Driedorf Igd. 1:0 Merkenbach— Bissenbeng Igd. 2:1 Sonntag, den 8. Mal: Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft: in Königsberg: Hindenb. Allenstein— Eintr. Frankf. 06(0:4) in München: Bayern München— Minerva Berlin 42(121) in Fürth: 1. FC. Nürnberg— Borussia Fulda 5:2 600 in Chemnitz: Polizei Chemnitz— Beuthen 09 5:1(3:0) in Berlin: Tennis⸗Bor: Berlin— Viktoria Stolp 3:0(2:0) in Breslau: Breslau 08— Holstein Kiel 1:4(0.2) in Dortmund: FC. Schalke 04— SuBC. Plauen 54(2:1) in Altona: Hamburger SV.— Pfe. Benrath 31(3:0) Repräsentativspiel in Hannover: Norddeutschland— Nordholland 2:0 Süddeutschhand: Gruppe Main: Aufstiegspiele: Sporfreunde Frankfurt— Kickers Obertshausen 470 Germania Okriftel— Kickers Aschaffenburg 5:0 Sp.⸗Vgg. Rüla— VfB. Friedberg 3:4 Westdeutschland: Hertha BSc Berlin— Fortuna Düsseldorf 0:3(Sa.) Eintr.“ Spfr. Leipzig— Fortuna Düsseldorf 1:2 SV. Wiesbaden— Schwarz⸗Weiß Barmen(Sa.) 3:3 Vid. Hörde— München 1860 175(Sa.) Schwarz⸗Weiß Essen— München 1860 2 Sp.⸗Vgg. Hamm— Sp.⸗Vgg. Fürth 0: SC. os Münster— Sp.⸗Vgg. Fürth 46 FV. Neuendorf— VfR. Fürth 5:1(Sa.) Tura Bonn— VfR. Fürth 3.8 Turu Düsseldorf— Rheydter SV 22 Eller 04— SSW Oberkassel 22 BW 04 Düsseldorf— Ratingen 04 42 Hamborn 07— Turu Düsseldorf 8:3 Preußen Krefeld— Homberger SW 413 Alemannia Aachen— Meidericher SV Meidericher SpV— Rheydter SpV die Landsknethte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (1. Fortsetzung.) Eine Stunde war vergangen, als es klopfte. stand Theos Vereinskamerad Adolf Müller. „Guten Tag, Theo. Ich war eben schon in deiner Woh⸗ nung. Frau Bauer sagte mir, daß du wahrscheinlich hier seist. Machst du noch nicht bald Schluß?“ „Ja, Adolf, einen Augenblick noch. Platz... Gibt es etwas Neues? Du ganze Gesicht!“ „Ja, Theo. Eine große Neuigkeit! Fall' nur nicht vom Stuhl. Vorhin traf ich Bewig vom Spielausschuß. Also: Karl Schäfer Günter Freund, Du und ich aus der Reserve sind für die kommende Spielzeit für die 1. Mannschaft cufgestellt wor⸗ den. Das haben wir zur Hauptsache dem neuen Trainer zu verdanken. Die Liga-Mannschaft hat ein ganz anderes Gesicht bekommen „Das ist ja famos Rasch packte er seinem Freunde auf d abschiedeten sich die beid „Auf Wiedersehen, T zu dir und Schü Tag doch doc a 19 2:3 0 In der Tür Bitte, nimm solange strahlst ja über das rief Theo und errötete vor Freude. Sachen zusanmen und machte sich mit Heimweg. Vor Theos Wohnung ver⸗ Spieler. Vielleicht komme ich heute abend er und Freund mit. Wir müssen diesen etwa 1 olf e Treppen zu f r Wohnung binauf. Post für mich da, Frau Bauer?“ „Eine Karte.“ Da lag die Nachricht! Augen: „Im Einvernehmen mit dem Spielausschuß sind Sie als Mitlelstürmer für die 1. Mannschaft aufgestellt worden. Erste Zusammenbunft morgen, zwanzig Uhr, im Klubhaus. Mit Sportgruß H. Bringhoff, Trainer.“ Ein heißer Wunsch war ihm in Erfüllung gegangen. Mittel⸗ stürmer in der 1. Mannschaft. Am s Uhr kamen Adolf Müller, Karl Schäfer und Günter Freund mit großem Hallo bei Theo an. „So, Kinder,“ rief Adolf Müller,„nun wollen wir das große Er überflog sie mit leuchtenden Hessen⸗Hannover. Spogg. Göttingen— Einbeck 05 114 Sport Kassel— SC 03 Kassel 3:1(Sa.) Hessen 09 Kassel— Tura Kassel 41 Spielverein Kassel— SC 03 Kassel 3·2(071) Germania Marburg— BC Oberrad 2:2(1:2) Viktoria Aschaffenburg— VfB Gießen 6:4 1900 Gießen— Weidenau 31(2:0) Wetzl. SpV.— Ehringshausen 4:0 5 W. Niedergirmes— Weilburg 32(3:0 Breidenbach— Gladenbach 60(3:0) Lauterbach— Horas 32(2:1) Gau Dill Bischoffen 1.— Altenkirchen 1 3:2 Hohensolms 1.— Offenbach 1. 011 Hohensolms 1. Igd.— Offenbach 1. Igd. 1:0 Altenkirchen Sch.— Offenbach Sch. 7:1 Marburg Breidenstein— Wiesenbach 3:3(1:2) Wetter 1.— Cölbe 1. 3:1 Marbach— Biedenkopf 2:6 Cappel— Sarnau 56 Ockershausen 2.— Michelbach 5:2 VfB Kurh. Marburg 2.— Niederwalgern 1. 1:3 Wallau 2.— Holzhausen b. Gl. 1. 2:2 Weidenhausen 1.— Dernbach 1. 2:3(2:0) Gau Wallau 3.— Holzhausen b. Gl. 2. 670 Wehrda 1.— Schönstadt 1. 2:1 Caldern— Amönau 211 VfB Kurh. Marburg 3.— Niederwalgern 2. 71 Sarnau 2.— VfB Kurh. Marb. 4. 1:1 Rund um den Marburger Schloßberg Stadtmannschaft Marburg— Stadtmannschaft Kassel 4:2. Am Himmelfahrtstage standen sich vorgenannte Mannschaf⸗ ten in Marburg auf dem VfB⸗Kurhessen⸗Sportplatze gegenüber. Man hatte sich ursprünglich von diesem Treffen mehr verspro⸗ chen, jedoch als man die Mannschaften zu sehen bekam, mußte es jedem einseuchten, daß Besonderes nicht vorgeführt werden konnte. Da dieses Spiel eine dauernde Einrichtung werden soll, so wollen wir jedoch für die Zukunft hoffen, daß die stärksten Vertretungen ins Feld gestellt werden. Marburg gewann ver⸗ dient. Das Resultat hätte noch höher lauten können, wenn die beiden Außenstürmer der Marburger besser gewesen wären Drei Tore wurden von dem flinken Zschokke erzielt, während der 4. Treffer von Merlau aus dem Hinterhalt erzielt wurde 1000 Zuschauer wohnten dem Spiele bei, was von Köditz⸗VfBK. bis auf einige Abseitsfehler gut geleitet wurde. Germania Marburg— Ballspielklub Oberrad 2:2(1:2). Auch dieses Treffen konnte die Zuschauer nicht befriedigen. Germania trat mit einigen Ersatzleuten an, nahm dann ab und zu noch Umstellungen vor, die sich jedoch nicht bewährten. Die Gäste zeigten mitunter recht gute Ansätze von Kombinations⸗ spiel, aber dabei blieb es auch. Man war in der letzten Zeit durch führende süddeutsche Vereine etwas verwöhnt worden Na⸗ türlich läßt sich dies nicht immer durchführen, da die finanziellen Sorgen sonst zu groß werden. Das Spiel verlief äußerst fair und hatte in Schneider⸗Marbach einen gerechten Leiter. Wetter 1.— Cölbe 1. 3:1. Die Wtteraner revanchierten sich und schickten die Gäste mit dieser Niederlage nach Hause. Aus Watzenborn⸗Steinberg. Aus Gießen. 1900 Gießen— Weidenau 3:1(2:0) Die Gäste, die am Samstag gegen Betzdorf noch einen 82 Sieg herausholten, enttäuschten stark. Den 3. Tabellenplatz in der Liga des Südwestfalenbezirkes merkte man ihnen überhaupt nicht an. Das Spiel stand zudem unter der Leitung eines Pfei⸗ Ereignis mal vernünftig begießen! Ich schlage vor, wir bleiben heute abend hier. Theo liefert uns auf seinem Klavier die nötige Musik, Getränke können wir uns holen. Dann bleiben wir wenigstens ganz unter uns.“ „Wenn wir bloß nicht zu früh feiern,“ warnte Karl Schä⸗ fer.„Ebenso schnell wie wir in die 1. Mannschaft reingekom⸗ men sind, können wir auch wieder rausfliegen...“ Theo Hansen lachte. „Das glaube ich nicht. Soweit ich unsern neuen Trainer in diefen paar Wochen kennen gelernt habe, weiß er, was er will. Und er weiß auch, was wir leisten können...“ Er stellte ein paar Flaschen auf den Tisch. „Heute seid ihr meine Gäste Ich habe nämlich noch einen besonderen Grund zum Spendieren.“ Er füllte die Gläser und erhob sich. „Liebe Freunde! Bevor wir anstoßen und dieses erste Glas leeren, möchte ich ein paar Worte an euch richten. Nicht aus einer augenblicklichen Stimmung heraus, die morgen wie⸗ der verflogen ist... Wir kennen uns schon lange. Und wenn wir von nun an zusammen in der 1. Mannschaft kämpfen, hoffe ich zuversichtlich, daß wir uns noch mehr zusammenschlie⸗ ßen werden. Laßt es uns in diesem Augenblick geloben, treu zusammenzuhalten, wie es sich für Sporkskameraden geziemt. Das gilt nicht für uns vier. Wir von der 1. Mannschaft wollen durch gegenseitiges Vertrauen treu zu dem Wahlspruch halten: Alle für einen, einer für alle! Dann wird der Erfolg nicht ausbleiben. Und noch eins: Wir wollen uns in unserer Mannschaft einer fairen Kampfesweise befleißigen. Gegen einen unritter⸗ lichen Gegner fair zu spielen, ist gewiß nicht leicht, aber letzten Endes ist doch jeder echte Fußballspieler für sein Tun und Lassen allein verantwortlich... So laßt uns denn bei diesem Glas geloben, fest zusammen⸗ zuhalten als treue Fußballkameraden...“ Die Gläser klangen zusammen. „So Theo,“ rief Günter Freund, der lange Torwart,„nun mal ran ans Klavier! Hau mal rein in die Drahtkommode! Aber nicht so leichte Musik! Ich bin mehr für klassische Sachen. Kannst du nicht das Lied von der Schwiegermutter spielen?“ „Ach was,“ entgegnete Theo,„wir wollen erst mal ein Lied singen... Wohlauf, es ist befreit vom Eis.. Es steigt der erste Vers!“ Und aus vier frischen Kehlen klang es durchs Zimmer: Mellnau 2.— Vollmar 2:1 Germania Marb. 3.— Bortshausen 1. 5:2 Wetter A. H.— Cölbe A. H. 31 Marbach Igd.— Biedenkopf Igd. 1:1 Germ. Marburg Igd.— Niederweimar Igd. 1:4 Gau Gießen⸗Wetzlar Lollar 1.— Germ. Marburg 2. 6:5(4.3) Biskirchen— Alm 173 Burgsolms— Bissenberg 05 Leihgestern— Grünberg 1. 5:0(4.0 Wetterfeld 1.— Garbenteich 1. 1:9 Schotten 1.— 1900 Gießen 3. 5:0 Stockhausen 1.— Hermannstein 1. W.⸗Steinberg 2.— Heuchelheim 1. Daubringen 1.— Lollar 2. 61 Lich 2.— 1900 Gießen 5. 2:2 ) (1:3) 1 8 4(2 Stockhausen 2.— Hermannstein 2. 1:0 abgebr. 5 Wetzl. SpV 3.— Werdorf 1. 1:1(1:0) Schotten 1. Igd. 1900 Gießen 2. Igd. 13 1 Leihgestern Igd.— Klein⸗Linden Igd. 2:0 1 W.⸗Niedergirmes Igd.— Hermannstein Igd. 71 1 Biskirchen Igd.— Alm Igd. 12 Bad⸗Nauheim Jad.. Ae 0.2(0:0) 1900 Gießen 2. Sch.— Wieseck 2. 31 Klein⸗Linden Sch.— W.-Steinberg Sch. 120(0:0) 1 Sport an Pfingsten Uns sind bis jetzt folgende Spielabschlüsse für die Pfingst⸗ Feiertage bekannt geworden: 1. Feiertag: VfB.⸗Kurhessen Marburg— Sp.⸗Vgg. Für Garbenteich— FSV. Frankfurt a. M. Reserve Garbenteich Igd.— Nidda Igd. Garbenteich Schüler— 1900 Gießen 1. Schüler 2. Feiertag: VfR. Butzbach— Höntrop Breidenstein— Lichtenplatz⸗Gevelsberg 2. Weidenhausen— Rot⸗Weiß Frankfurt a. M. Reserve Garbenteich Igd.— Nieder⸗Arsel Igd. Am 2. Feiertag steigt in Gießen zur Eröffnung der Leichtathletiksaison auf dem 1900er⸗Platz eine Veranstaltung von besonderem Anreiz. Die 1900er empfangen zum Klubkampf den Akademischen Sportverein Köln. stärksten westdeutschen Leichtathletik⸗Mannschaften. Sie konn⸗ ten 1931 sieben e e an sich bringen. Die be⸗ kanntesten Leute sind: Busch 180 Meter im ee De⸗ bus(42,50 Meter im Diskuswurf und 13,90 Meter im Kugel⸗ stoßen); Nottbrock(1:57 Min. im 800 Meter⸗Lauf); Hocke(lief die 400 Meter in 49,3 Sek.). 1 fenmannes, Herrn Schaaf-Biskirchen, der dem Spiel ganz und gar nicht gewachsen war. So nur ist es zu erklären, 100 die Gäste verärgert über ihren Mißerfolg sich zu einer Spiel⸗ weise hinreißen ließen, die man hier in den härtesten Verbands⸗ spielen nicht gewohnt ist. Ein Opfer dieser Unfairnes wurde ae der verletzt in der zweiten Halbzeit ausscheiden mußte. Die Gäste spielten zunächst mit dem Wind, kamen aber ge⸗ 15 die famos kämpfende Platzmannschaft nicht an. Die Gäste⸗ Jäuferreihe bediente ihren recht schwachen Sturm höchst e und zeigte nur schwaches Zerstörungsspiel. Dadurch spielte si der Kampf vornehmlich vor des Gegners Tor ab. Zweimal aber nur fand bis zur Pause der Ball unter vielen Torschüssen seinen Weg in das Weidenauer Tor, Arnold und Heilmann waren die glücklichen Torschützen. Nach der Pause erhöhte Wil⸗ helmi— Heilmann war schon verletzt ausgeschieden— auf 3.0. Trotzdem sie nur noch mit 10 Mann spielten, drückten die 1900er dauernd. Ein Fehler des rechten Verteidigers der Platzmann⸗ schaft, der den im übrigen recht schwachen Linksaußen nicht ge⸗ nügend bewachte, ließ diesen zu einer guten Flanke kommen, die der Halbrechte zum Ehrentor für die Gäste verwandelte. Die 1900er zeigten ein selten gesehenes, schönes und über⸗ aus schnelles Zusammenspiel. langsam zum Ligatormann. In der Verteidigung glänzten Lippert und Zeiler— die beste Verteidigung, die 1900 z. Zt. wohl aufweist.— Die Läuferreihe war mit Henrich, Langsdorf, Glitsch wie gewohnt vorzüglich besetzt. Die Außenläufer müssen allerdings 1255 Plätze ein wenig besser halten. Im Sturm war man noch ein wenig egoistisch eingestellt, im übrigen aber sehr schußfreudig, auch als nur noch vier Stürmer da waren. Bei ein wenig mehr Glück oder Schußgenauigkeit— je nachdem, wie man es nennen will— hätte das Ergebnis vernichtend für die Gäste ausfallen können. Die Stürmer müssen sich daran ge⸗ wöhnen, den ihnen von hinten zugespielten Ball nicht mit dem Rücken zum Gegner gewandt, aufzunehmen, dadurch würde der Sturm noch schneller im Angriff. hat verdient gewonnen.— Bei den Gästen: Tormann schwach; Verteidigung bester Mannschaftsteil; Läuferreihe mit Katz, früher 1900, als Mittelläufer schwach; der Sturm zerfahren, ohne Schußvermögen.— Der Schiedsrichter ist diesen Spielen noch nicht gewachsen. g „Wohlauf, es ist befreit vom Eis die frühlingsjunge Erde, es grünt die Wies' in neuer Weis', daß uns ein Kampfplatz werde. Heraus nun aus dem dumpfen Haus, wer lange liegt, muß rosten, strömt auf den grünen Platz hinaus, sollt wieder Freiheit kosten. Valleri, vallera, valleri, vallera, sollt wieder Freiheit kosten!“ 9 Theo wandte sich auf seinem Klavierbock um. Kinder, tut mir den einzigen Gefallen und brüllt nicht so. Hier wohnen noch mehr Leute im Haus... Vers zwei! Aber pianissimo!“ „Wie einst zu Armins Lebenszeit auszogen deutsche Helden; zu Kampf und Trunk allstets bereit, so soll's für uns auch gelten. Wir ziehen in die weite Welt mit jedermann zu fechten, der's Fußballspiel in Ehren hält und Trinken hält im rechten. Valleri, vallera, valleri, vallera, und Trinken hält im rechten.“ „Es steigt der letzte Vers!“ „Wir spielen flott und spielen hart und stoßen fest im Zorne, doch wem da eine Wumde ward, dem sitzt sie stets nur vorne. Wir trinken viel und trinken hart nach alter deutscher Weise, und wem's dabei zuviel je ward, ist nicht aus unserem Kreise. Valleri, vallera, valleri, vallera, ist nicht aus unserem Kreise.“ Wieder klangen die Gläser zusammen. „Auf das, was wir lieben!“ „Unsinn!“ rief Günter Freund. Ich lieb' nur meinen Fußball.“ „Das stimmt,“ entgegnete Theo. Neulich abends hab' ich dich noch gesehen, wie du mit deinem Fußball spazieren gingst. Ich glaube, er war hellblond.“ Alle lachten. Fortsetzung folgt Die Kölner stellen eine den Schlarb im Tor entwickelt sich 1 Die blau⸗weiße Mannschaft 1 „Was wir lieben 2* Hinnelsn . wen ein Elf e Mubßkum betet alle 0 „och r ci en Er . MStende wales enwand Vagenbe Am bergan Son 1020 Hel Tashi che in den fen 2. U Steinber bahelheim seß wurnschaft lat ail bereingege um elsten Tor und stürmen if kueglech. Da er Teutonen, listet, bedient geferes Zusan bettet bis zur Pouse stellen dus Ergebnis faumpf wurde FEilaubten zu Bacher Gießen MU Am Hinm schaft von Ebed puppte sich als hast hatte te Hütten sogar ge ihnen verschent Namschaft zy die zweite von later Sturm u in der ersten e heitssegel n gelegenheit. Am Sonnte ln und die er ee mit n Aberlage him me schlechtet 5 Lollar Die erste! der gage u wn gezwu ber ein hr ufer waren lage in den St eas schwäche in gan; 9 dung drei Pre nd vent aft spielte eis toß weg geh lug nicht fang ch von Mit äche findet Lie Lollarer e Lind ah ul 5 g Wegl. erde nung der ltung von ampf den aan da Sie konn⸗ Die be⸗ ung) De. m Kugel⸗ Hocke(ließ piel gan lären, daß ner Spiel. Verbands, nes wurde mescheiden Naber ge⸗ Die Gülle. gt spätlich spielte sic Zweimal Torschüsen Heilmam hte M -auf die 100hen latznan:⸗ n nicht ge⸗ e kommen, handelte. und üben widelt seh g glänzten 1900.. Langsdof, ufer müsser Sturm w n aber feht garen. De achdem, wit end füt du daran ge ht mit den würde de Mangschaft in schwach mit Kas q gersahtel en Spiele! — cht 1 1 Abel schaftsrückspiel und verlor trotz Dienstag, den 10. Mai 1932. Aus Watzenborn⸗Steinberg W.⸗Steinberg 1.— Groß⸗Karben Liga 2:3(11). Am Himmelfahrtstag weilte eine jüddeutsche Kreisliga⸗ Mannschaft in Watzenborn⸗Steinberg. Die Erwartungen, die die zahlreich erschienenen Zuschauer an dieses Spiel knüpften, erfüllten sich voll und ganz. Das Spiel war jederzeit fesselnd, ungemein schnell und abwechslungsreich und stand auf einer technisch hohen Stufe. Der Ball wanderte so schnell von Mann zu Mann, daß die Teutonen alles hergeben mußten, um eine höhere Niederlage zu vermeiden. Spielverlauf: Groß⸗Karben beginnt vielversprechend, ist in den ersten Minuten Überlegen, kann aber die Hintermann⸗ schaft der Platzbesitzer vorerst nicht überwinden. Bald finden sich auch die Teutonen und greifen unentwegt an. In der 12. Mi⸗ mute kommt der Sturm der Einheimischen vor das Gästetor, der linke Verteidiger wehrt schwach ab, der Mittelstürmer der Platz⸗ besitzer nimmt den Ball auf, umspielt den einen Verteidiger und bringt seine Mannschaft durch einen unhaltbaren Schuß aus 16 Meter Entfernung mit 1:0 in Führung. Die Gäste steigern jetzt das Tempo, um den Ausgleich zu erzielen. In der 16. Mi⸗ nute steht das Spiel 1:1. Durch technisch schönes Spiel kommen beide Tore noch öfters in Gefahr, an dem Resultat ändert sich bis zur Pause aber nichts mehr. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit spielt sich der Kampf meistens in der Hälfte der Teutonen ab. Die Ein⸗ heimischen müssen stark verteidigen, können aber nicht verhin⸗ dern, daß die Gäste in der 8. Minute mit 2·1 in Führung gehen. Nachdem dann die Hintermannschaft der Platzbesitzer verschiedenemal im letzten Augenblick klärt, finden sie sich all⸗ mählich wieder, und das Spiel wird ausgeglichener. In der 18. Minute spielt sich der Rechtsaußen der Teutonen schön durch, flankt zur Mitte und der Halblinke sendet unter dem Jubel der Zuschauer zum Ausgleich ein. Das Spiel steht 2.2. Die Süddeutschen ziehen Endspurt, um die Führung wieder an⸗ ich zu reißen, was ihnen dann auch kurz darauf gelingt. Die artie steht 32. Kurz darauf wird von dem Torwart der Teu⸗ onen ein Elfmeter in blendender Manier gehalten, wofür ihm das Publikum stürmischen Beifall zollt. Jetzt setzen die Platz⸗ besitzer alles daran, zum Ausgleich zu kommen, doch die sichere Abwehr der Gäste und Schußpech des Teutonensturmes verhin⸗ Es war das schönste Spiel, das bis jetzt dern jeden Erfolg.— 5 0 Schiri Kunze⸗Gießen in W.⸗Steinberg ausgetragen wurde. leitete einwandfrei. Watzenborn, Steinberg 2.— Heuchelheim 1. 8:4(4:2). Am vergangenen Sonntag weilte die 1. Mannschaft des Sp 1920 Heuchelheim in W.⸗Steinberg zum fälligen Gesell⸗ schaftsrückspiel. Die Gäste gingen mit den größeren Siegesaus⸗ sichten in den Kampf, mußten aber der in fester Verfassung be⸗ findlichen 2. Mannschaft der Teutonen den Sieg überlassen. — W'. Steinberg hat Platzwahl und spielt gegen den Wind. Heuchelheim setzt sich sofort vor Steinbergs Tor fest, die Hinter⸗ mannschaft klärt aber sicher. Das Spiel geht hin und her. Eine gut hereingegebene Flanke wird von Steinbergs Mittelstürmer zum ersten Tor verwandelt. Die Gäste lassen aber nicht locker und stürmen immer wieder. Kurze Zeit darau fällt auch der Ausgleich. Das Spiel nimmt an Tempo zu. ie Läuferreihe der Teutonen, die in Aufbau und Zerstörung Vorbildliches leistet, bedient den Sturm immer wieder mit Vorlagen. Durch besseres Zusammenspiel und großem Eifer können die Platz⸗ besitzer bis zur Halbzeit das Nesultat auf 42 1 1 5 Nach der Pause stellen die Teutonen durch vorzügliche Zusammenarbeit das Ergebnis auf 8:4. Die Platzbesitzer siegten verdient. Der Kampf wurde ziembich hart durchgeführt, ohne die Grenzen des ben zu überschreiten. Das Spiel verlief stets spannend. Böcher⸗Gießen leitete korrekt. F. Aus Lollar Am Himmelfahrtstage hatte Lollar die 1. und 2. Mann⸗ schaft von Ebsdorf zu Gast. Die erste Mannschaft der Gäste ent⸗ puppte sich als eine spielstarke Elf und Lollars zweite Mann⸗ ane hatte redlich Mühe ein 171 herauszuholen. Die Gäste ätten sogar gewinnen können. Einen Handelfmeter wurde von Schiedsrichter Grote war gut. Die dritte Mannschaft spielte mit einer kombinierten Mannschaft gegen die zweite von Ebsdorf und blieb mit 41 Sieger. Der Lol⸗ larer Sturm war sehr schußfreudig und entschied das Spiel schon in der ersten Spielhälfte. Der Sturm von Ebsdorf war mit der Abseitsregel nicht recht vertraut und verscherzte manche Tor⸗ gelegenheit. ihnen verschenkt. Daubringen 1.— Lollar 2. 6:1 Am Sonntag trafen sich in Daubringen die zweite von Lol⸗ lar und die erste von Daubringen. Lollar war gezwungen 5 mit nur neun Mann zu spielen und mußte eine 6•1 Niederlage hinnehmen, obwohl die Mannschaft keinesfalls sechs Tore schlechter war als Daubringen. Lollar 1.— Germania Marburg 2. 6:5(4:3) Die erste Mannschaft hatte sich einen spielstarken Gegner in der Liga⸗Reserve von Germania Marburg verpflichtet. Lol⸗ lar war gezwungen, mit zwei Mann Ersatz zu spielen, zeigte aber ein sehr gutes Spiel. Der Mittelläufer und der rechte Läufer waren in bester Verfassung und gaben brauchbare Vor⸗ lagen in den Sturm, wo nur der Halbrechte und der Linksgußen etwas schwächer spielten als die übrigen. Der Mittelstürmer war in ganz großer Form, er allein schoß aus weiter Entfer⸗ nung drei Prachttore. Bei Marburg war der Torwart sehr ut und verhütete eine höhere Niederlage. Die gesamte Mann⸗ alete einen sehr schönen Fußball. Lollar kam gleich vom ustoß weg sehr gefährlich vor das Tor der Gäste. Es dauerte auch nicht lange und Lollar geht mit 170 in Führung. Marburg zieht vom Mittelanstoß sofort mächtig los und versucht auszu⸗ Nie 98 findet aber Lollars Hintermannschaft auf dem Posten. ie Lollarer Stürmer tragen weiter gefährliche Angriffe vor und nach kurzer Zeit heißt es 3:0 für Lollar. Dann kommt Germania für 29 10 Zeit auf und kann auch ein Tor aufholen. Aber auch die Lollarer lassen kurze Zeit nach, bekommen aber dann wieder etwas mehr vom Spiel. Ein Lollarer Verteidiger macht Hand, der gegebene Elfmeter wird vom Lollaxer Tor⸗ wart gehalten. kurze Zeit später springt der Ball wieder einem Verteidiger der Platzmannschaft an die Hand. Der zweite Elfmeter wird vom Mittelstürmer der Gäste verwandelt. 3˙2 lautet das Resultat. Lollar legt nun bis zur Pause noch ein weiteres Tor vor. Nach der Pause spielen die Marburger mit aller Energie auf einen Sieg. Wieder springt der Ball einem Verteidiger Lollars an die Hand. Auch dieser Elfmeter wird vom Mittelstürmer der Gäste verwandelt. Es ist noch eine halbe Stunde zu spielen. Lollar rafft sich noch einmal auf und erzielt ein fünftes Tor. Die Marburger lassen nicht locker und olen bis zum Ausgleich— 5:5— auf. Dann verschießt Lol⸗ ar einen Elfmeter und geht zum Endspurt über, wie man ihm bei der Mannschaft selten gesehen hat. Aus einem Angriff heraus kommt der Ball zum Mittelstürmer, der aus zirka 20 eter Entfernung mit einem Bombenschuß den Siegestreffer erzielt. Kurz nach dem Wiederanstoß ertönt dann der Schluß⸗ pfiff. Schiedsrichter Wlodareck⸗Wieseck hatte keinen* ten Stand, aber eine große Vorliebe für Elfmeter, Aus Leihgestern Am Himmelfahrtstag. Leihgestern 1.— Butzbach 2. 8:1(5:0). Leihgestern 2.— Butzbach 3. 3:0(1:0). Wetzl. Sp Sch.— Leihgestern Sch. 8:0 90 Am Himmelfahrtslag weilte die Ligareserve des R Butz⸗ bach in Leihgeftern bei der 1. Mannschaft zum fälligen Gesell⸗ Verstärkung unerwartet hoch Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung mit obigem Resultat. Trotz der hohen Niederlage war das Spiel gar nicht einseitig, wie man annehmen könnte. Beide Mannschaften legten ein mörderisches Tempo vor, welches bis zum Schluß auch durchgehalten wurde. Aber hier siegte die bessere Technik und das gute Stehvermögen. Und dieses war bei der Platzelf der Fall. Der Sturm war schußfreudig und wurde gut unterstützt von der Läuferreihe, auch die beiden Ver⸗ teidiger und der Tormann arbeiteten ausgezeichnet. Von den acht Toren schoß der Mittelstürmer allein vier, der Linksaußen und der Rechtsaußen je 1 und der Halblinke zwei Tore. Bei den Gästen war die Verteidigung schwach und der Sturm war vor dem Tor auch nicht immer in Fahrt. Das Spiel war hart. Schiri Tetzner leitete einwandfrei. Vorher trat die 3. Mannschaft von Butzbach gegen die 2. Mannschaft von Leihgestern auf den Plan. Hier 55 Leihgesbern die bessere Mannschaft, spielle dauernd überlegen, brachte es aber nur zu drei Erfolgen. Ein Elfmeter für Butzbach wurde vom Tormann tadellos gemeistert und so blieb den Gästen das Ehrentor versagt. Schiri Walter-Daubringen war gut. Leihgestern 1.— Grünberg 1. 5:0(4:0). Leihgestern Igd.— Klein⸗Linden Igd. 2:0. Am. Sonntag hatte die 1. Mannschaft die Ueiche dess Fußballklub Grünberg im Gesellschaftsspiel zum begner. Beide Mannschaften bestritten das Spiel fast durch⸗ weg mit 10 Mann. Die Platzelf war heute nicht so in Form, trozdem erzielten sie fünf schöne Tore, während den Gästen das Ehrentor versagt blieb Die Gäste waren flink, machten vereinzelt schöne Durchbrüche, aber der Torwart der Platzelf hielt meisterhaft. Schiri Beck-Gießen war gut. d Die Jugend fertigte die von Klein-Linden glatt mit 2:0 Toren ab! Beide Stürmerreihen hatten Schußpech und zwei gute Torleute vor sich. Der Gästetormann ist schuldlos. R. Aus Garbenteich Wetterfeld 1.— Garbenteich 1. 1:0(1:3). Die 1. Elf des Sportvereins 1928 Garbenteich trug am ver⸗ gangenn Sonnbag ein Gesellschaftsrückspiel gegen die gleiche Mannschaft des Fußballvereins 1929 Wetterfeld auf dor⸗ tigem Platze aus. Garbenteichs 1. Mannschaft trat in kom⸗ pletter Ausstellung an und war dem Gastgeber in punkto Ball⸗ behandlung sowie Schußvermögen weit überlegen. Die Stür⸗ merreihe der Gäste befand sich wie bei den letzten Spielen, in ganz großer Form, was das Resultat 9:1 zum Ausdruck bringt. Die Verteidigung ließ noch zu wünschen übrig, Läuferreihe und Torwart aber waren gut. Erwähnenswert ist noch, daß Wetter⸗ feld trotz der hohen Niederlage ein schönes, faires Spiel vor⸗ führte, und dasselbe stets ein Werbespiel für den WSW war. Schiri Jox⸗Ettingshausen hatte ein leichtes Amt. Garbenteich 1. Igd.— Klein⸗Linden 1. Igd. 1:0(0:0). Die 1. Jugendmannschaft gewann am Himmelfahrtstag gegen A von Klein⸗Linden auf 8 Platze mit 10 Toren. Garbenteich verschoß bei diesem Spiel 3 Elfmeterbälle. Schiri⸗Noll⸗Gießen war dem Spiel ein korrekter Leiter. Rund um Ulm Am Himmelfahrtstage hatte der Fe Beilstein einen Sport⸗ werbetag. Der Einladung hatten Bissenberg umd Holzhausen mit je zwei Mannschaften Folge geleistet. In der Ligaklasse trafen die Bissenbergr auf ihren Nachbar und ewigen Rivalen, den Spielverein Holzhausen, die beiden Lokalmatadore lieferten das beste Spiel des Tages. Der Aus⸗ spruch von unbekannten Zuschauern„Gerne hätten wir 90 statt 30 Minuten zugesehen...“ charaktevisiert den sportmännischen Geist, besonders jedoch das Können, dieser 22 Akteure zur Ge⸗ nüge. Mit 1:2 Toren blieben die Bissenberger durch bessere Gesamtleistung verdienter Pokalsieger. Einen weiteren 2⸗mal⸗15⸗Minutenkampf machte Holzhau⸗ sens 1. in der A⸗Pokalklasse mit. Der 1:0⸗Sieger über Fleis⸗ bach, der FV Merkenbach, war der Endspielgegner. Verteiltes und spannendes Spiel. Mit 170 Toren wurde Merkenbach glück⸗ licher Pokalgewinner. Driedorf 1., Holzhausen 2. und Ockersdorf 1. kämpften um den B-⸗Klassenpokal. Ockersdorf bekam Freilos. Gegen Drie⸗ dorf 1. holte sich Holzhausen in 2 mal 15 Minuten einen über⸗ zeugenden 3:0-Sieg durch gute Leistumgen. Das Endspiel Ockersdorf 1.— Holzhausen 2. brachte zwei gleichstarke Gegner zusammen. Erst in der Verlängerung wurde der Sieger mit 10 für Ockersdorf ermittelt. Die C-Klasse brachte als erste Begegnung Bissenberg Ju⸗ gend gegen Driedorf Jugend. 10 blieb Bissenberg Sieger.— Der Entscheidungskampf Vissenberg Jugend gegen eine ver⸗ stärkte Merkenbacher Mannschaft brachte nach einem 11 erst in der Verlängerung die Entscheidung mit 2˙1 Toren zugunsten Merkenbachs. 5 E. Kr. Am Sonntag bamen ferner folgende Gesellschaftsspiele zum A1 Austrag: 4 5 85 Der Fc Ulm und der Meister der A⸗Klasse, VfR Biskirchen, Aus dem Finterland Aus Breidenstein Breidenstein 1.— Wiesenbach 1. 3:3(1:2). Am Sonntag weilte Wiefenbach mit seiner 1. Mannschaft zum fälligen Freundschaftsspiel in Breidenstein. Am 2,30 Uhr gab Schiri Born⸗Wallau den Ball frei. Sofort entwickelte sich ein flottes Spiel, wobei Wiesenbach zunächst die Oberhand be⸗ hält, welches auch durch 2 Tore zum Ausdruck kommt. Lang⸗ sam findet sich nun auch die hiesige Mannschaft, wo man im Sturm ein bischen munterer wird. Gefährliche Angriffe auf beiden Seiten werden zunächst durch die Hintermannschaften mit viel Glück unterbunden und doch können es die Wiesen⸗ bacher nicht verhindern, daß Breidenstein ein Tor aufholt. Eine feine Leistung übrigens. Bis Halbzeit bleibt das Resultat 21 zugunsten Wiesenbachs. Nach Seitenwechsel kommt Breiden⸗ stein stark auf und ein famoser Durchbruch bringt durch den Halblinken den verdienten Ausgleich. Bei diesem Stande glaubt der Wiesenbacher Linksaußen sich einige unschöne Mätz⸗ chen erlauben zu dürfen. Aber Schiri Born stellt ihn vom Platz. Nach diesem Zwischenfall wird das Spiel härter. Breidenstein ist bis zum e dominierend, kann aber nur ein Tor erzie⸗ len, wohingegen Wiesenbach den Ausgleich schafft, welches nach den gezeiglen Leistungen auch gerecht ist. Die besten Leute von Breidenstein waren der Halblinke, Linksaußen und der linke Bei Wiesenbach konnte die gesamte Hintermannschaft Läufer. 0 0 0 und die linke Sturmseite gefallen. Schiri Born⸗Wallau leitete korrekt. D 5 standen sich in der wierten Begegnung gegenüber. Mit 11:0 endete das erste Spiel in Biskirchen; in Alm gewannen die Ul⸗ mer mit 4:0 im zweiten Gange. Die dritte Paarung in Bis⸗ kirchen sah die Platzbesitzer mit 40 wieder siegreich. Wegen Spielplatzmangel trugen die Almer diesmal den Rückkampf auf dem Gelände des Spielvereins Bissenberg aus. Was niemand von den Zuschauern erwartet hatte, glückte den Ulmern, denn sie triumphierten mit 371 Toren über den A⸗Meister. Das Spiel selbst konnte wenig befriedigen, obwohl beide Gegner aufopfernd und mit großer Schnelligkeit kämpften, konstatferte man auch schlechtes Stellungsspiel, wenig Kombinationsspiel usw. Das Endergebnis wax dem Spielverlauf entsprechend irre⸗ gulär; denn Biskirchens Angriffsreihe hatte großes Schußpech. Die Bilanz: 22 Siege Bissenbergs E weilte bei ihren Sportfreunden in Burg⸗ solms. Die zwölfte Begegnung beider Mannschaften innerhalb drei Jahren kennzeichnet die Sportkameradschaft unter den Akti⸗ ven und die Freundschaft der Vereine; die Spiele werden mit größter Fairnis und Ritterlichkeit ausgetragen. Alles in allem: Fußballpropagandaspiele. Das Spielende sah Bissenberg mit 5:0 Toren als Sieger. 2 Nach einer Niederlage in ihrem ersten Spiele konnte die Jugendmannschaft des Fc Ulm gegen die Jugend aus Bis⸗ Archen ihr zweites Spiel siegreich gestalten. Mit 2:1 Toren gewannen sie die Partie. Aus Moroenberg Merenberg 2.— Stockhausen 2. 0:3 Merenberg 1.— Stockhausen 1. 2:3 Stockhausens Fußballer machten am Himmelfahrtstage einen Ausflug nach dem schönen Westerwalddörschen Merenberg. Sie benutzten diese Gelegenheit zur Erfüllung einer Rückspielver⸗ pflichtung gegen die erste und zweite Ef des dortigen VfB. Man war sehr gespannt auf den Ausgang der beiden Spiele, zumal Merenberg in den Vorspielen in Stockhausen erhebliche Niederlagen erlitten hatte. Stockhausen wurde auch an diesem Tage wieder Sieger, aber überzeugend waren diese Siege für die Gäste nicht. Die zweite Elf von Stockhausen hat mit 3:0 Toren verdient gewonnen. Sie war der zweiten Elf des Platz⸗ besitzers fast während des ganzen Spieles überlegen. Anders war es jedoch im Spiel der beiden ersten Mann⸗ schaften. Hier lagen die Platzbesitzer fast dauernd im Angriff. Trotzdem mußte sich Merenbergs Elf am Schlusse 2.3 geschlagen bekennen. Stockhausen hatte nicht nur das Glück auf seiner Seite, sondern auch scheinbar noch den Merenberger Tormann. Zwei von den drei Toren des Siegers wären sonst nie zu er⸗ zielen gewesen. Schiedsrichter Kleemann⸗Bissenberg, der in Merenberg gerne gesehen wird, war dem fairen Spiel ein gerechter Leiter. Seine Entscheidungen waren sachlich, schnell und korrekt. Bei anschließend fröhlichen Stunden im Vereinslokal ver⸗ ging gar zu schnell die Zeit bis zum Aufbruch. um 10 Uhr abends erreichten die Stockhäuser den Heimatort. Für alle wird diese Wanderung eine schöne Erinnerung bleiben. Aus Skockhausen Stockhausen 1.— Hermannstein 1. 1:2(1:1) Stockhausen 2.— Hermannstein 2. 1:0 abgebr. Am Sonntag weilte Hermannstein hier mit zwei Mann⸗ schaften. Um 3 Uhr betraten die beiden ersten Mannschaften den Platz und lieferten sich ein schönes, faires Spiel. Hermann⸗ stein geht durch ein vom Schiedsrichter übersehenes Abseitstor in Führung; kurz darauf gleicht der Mittelstürmer von Stock⸗ hausen aus. 1:1 geht es in die Halbzeit. In der zweiten Spielhälfte versuchen beide Mannschaften die Führung an sich zu bringen. Stockhausen trägt Angriff auf Angriff vor, aber der Torhüter von Hermannstein in vorzüglicher 1 meistert mit großer Manier. Vom Glück begünstigt gelingt Hermann⸗ stein der Siegestreffer. Stockhausen kann trotz einem Eckenver⸗ hältnis von 11˙1 für Stockhausen an dem Resultat von 21 für Hermannstein nichts mehr ändern. Anschließend betraten die zweiten Mannschaften das Feld, dieses Spiel wurde beim Stande von 10 für Stockhausen vom Schiedsrichter in unverständlicher Weise(angeblich wegen eines 5 Minuten⸗Regen) abgepfiffen. Aus Altenkirchen Bechlingen 1.— Altenkirchen 1. 0:6(Si.) Der Sieg Altenkirchens 5 nie in Frage, er hätte dem Spielverlauf nach auch 1070 lauten können. Bezeichnend ist, daß Bechlingen nur eine Torchance hatte. Bischoffen 1.— Altenkirchen 1. 3:2. Treffen am Sonntag sah man zwei gleichwertige Gegner, die sich auch einen ausgeglichenen Kampf lieferten. Das Resultat hätte ebenso gut umgekehrt lauten können. Das ent⸗ scheidende dritte Tor fiel durch einen Handstrasstoß an der Strafraumgrenze, der dem Torhüter Schumann von dem nach⸗ setzenden Bischoffener Mittelstürmer aus den Fingern getreten. wurde. R. In diesem Aus Breidenbach Breidenbach— Gladenbach 6:0(3:0) Der Meister der 2. Bezirksklasse führte sich trotz der Nieder⸗ lage gut ein. Vor allem erweckte er durch sein gutes Auftreten und faires Spielen Sympathien. Und dazu konnten die Leute etwas! Ihre technische Durchbildung steht auf annehmbarer Stufe und ihr Zusammenspiel ist gut. Die Gladenbacher trafen aber diesmal auf eine gut dis⸗ Turn⸗ und Sportvereine erhalten beste Uebersicht und leichte Geschäftsführung, wenn sie sich von den veralteten Kassebüchern abwenden und dafür mein Spezial⸗Vereinskassebuch gebrauchen! Für die einzelnen Spezial⸗Einnahmen und Spezial⸗ Ausgaben sind Spalten vorgedruckt, so daß die Führung dieses Buches sehr leicht ist und die Kassenabschlüsse zu jeder Minute erfolgen können Albin Klein, Gießen. Die nächste Nummer erscheint w der beiden Pfingstfeiertage wegen erst Mittwoch, den 18. Mai a. t. r ee 2 Fe eee 1 5 Dienstag, den 10. Mai 1932. Allgemeine Hessrsche Sportzettung ponierende Breidenbacher Elf, die Tore zu erzielen wußte. In der ersten Halbzeit hieß es schon 3:0. Die dann besser aufkom⸗ menden Gladenbacher hatten zwar mehr Aussichten auf Tor⸗ chancen, lockerten aber wieder ihre Tordeckung und gaben den Einheimischen noch dreimal Gelegenheit, die Torzahl zu erhöhen. Die Breidenbacher Tore schossen: Seibel 2(3), Nauholz 1(2) und Bergen(1). Aus Weidenhausen Himmelfahrtstag: Holzhausen b. El. 1.— Weidenhausen. 1. 4:6(2:1). Am Himmelfahrtstage machte der RSV Weidenhausen einen Ausflug nach Holzhaufsen und Umgegend, und im Anschluß da⸗ ran spielte die 1. Mannschaft gegen die gleiche von Holzhausen. Obwohl Weidenhausen mit 4 Mann Ersfatz antrat, der sich aller⸗ dings ganz gute bewährte, konnte es das Treffen mit 6:4 Toren zu seinem Gunsten entscheiden. Weidenhausen zeigte das rei⸗ fere Spiel und die bessere Zusammenarbeit, während der Gegner einen wuchtigen und flinken aber zu hohen Fußball spielte. Sonntag: Weidenhausen 1.— Dernbach 1. 2:3(2:0). Am Sonntag mußte sich Weidenhausen seit langem die erste Niederlage gefallen lassen. Das Spiel wurde wuchtig und schnell durchgeführt. In der ersten Halbzeit zeigte Weidenhausen sein wie gewohnt flaches und stoßkräftiges Kombinationsspiel und konnte bis zur Pause mit 2:0 Toren führen. Nach der Pause spielle Weidenbach weiter überlegen, doch wurden die schönsten Gelegenheiten, die sonst todsichere Tore waren, verpaßt. Aller⸗ dings gebrauchte Dernbach alle Mittel, um Tore zu verhindern. Dabei wurde der Rechtsaußen der Platzmannschaft so verletzt, daß er auf längere Zeit ausscheiden mußte. Weidenhausen spielte fast die ganze zweite Halthzeit hindurch nur mit 10 Mann, da später auch noch der Mittelläufer ausschied. Durch dieses Spiel etwas deprimiert, ließ die Platzmannschaft nach. Dernbach kam auf und konnte in kurzer Zeit ausgleichen, ja so⸗ gar durch Verwandlung eines unnötigerweise verschuldeten Elf⸗ meters die Führung an sich reißen und bis zum Schluß halten. Der Weidenhaufener Sturm fand sich überhaupt nicht mehr, da er sich das hohe Spiel von Dernbach aufdringen ließ. Gegen Schluß war das Spiel nur noch Gebolze von Verteidigung zu Verteidigung. Weidenhausen war überhaupt in seinen zwei letzten Spielen gegen Dernbach stark von Pech verfolgt. Aus Wallau FV. Wallau 2.— Holzhausen b. Gl. 1. 2:2 5 Die Gäste aus Holzhausen, die erstmals in Wallau auf⸗ traten, hinterließen spielerisch einen recht guten Eindruck. Vor allem gefiel die schnelle Stürmerreihe, die zwar nur selten, da⸗ für aber um so gefährlicher ihre Angriffe vortrug. Die Läu⸗ ferreihe machte aber durchweg den großen Fehler defensiv zu wirken, dadurch war die Verbindung mit dem Sturm recht mäßig. Auf einem kleinen Platz ist diese Taktik vielleicht ganz gut, aber mit einer besseren Läuferreihe der Gäste, hätten sich noch eine Anzahl kitzlicher Momente im Wallauer Strafraum abgespielt. Die Einheimischen Reserven kamen erst nach dem ersten Tor der Gäste in Fahrt. Feine durchdachte Kombinalsdnen, gaben dem Spiel ein gutes Gepräge. Nachdem der Ausgleich nach guter Vorarbeit fertig war, gelang auch der Führungstreffer. Die Gäste, die man nicht für so ausdauernd hielt, begannen ge⸗ gen Schluß nochmal groß aufzuziehen. Das blitzschnelle Erfassen im Sturm ergab dann auch noch den verdienten Ausgleichstref⸗ fer durch den Linksaußen. Die„zweite“ Elf der Gäste wußte gegen Wallaus 3. nicht viel anzufangen und ließ sich schließlich mit 076 Toren rein⸗ legen. oh“ „ Radsport Von der Nadfahr⸗Vereinigung 1892⸗96 Bad Nauheim Einem Bericht entnehmen wir: Unsere R.⸗V. 92⸗96 scheint ihren Winterschlaf beendet zu haben. Der neue außerordentlich rührige Vorstand hat die dies⸗ jährige Saison bei einer Beteiligung von 21 Fahrern im Ge⸗ biet des Johannisberges am 28. April mit einer Fuchsjagd eröffnet.— Einen guten Fortschritt ihres Sportes zeigten unsere Radfahrer dann beim Saalsportfest in Gambach, veranstaltet vom Radfahrer⸗Bund 1922. Es gelang hier der ber⸗Mannschaft gegen starke auswärtige Konkurtenz in ihrem ersten Auftreten nach sechsjähriger Pause den Ehrenpreis zu erringen. Die Rad⸗ ballspieler standen dem nicht nach. Sie erkämpften sich den ersten Preis, den dritten Preis und den vierten Preis. Amateur⸗Bahnrennen in Frankfurt a. M. Im Rahmen der Stadion⸗Kampfspiele des Deutschen Reichsausschusses f. Leibesübungen kamen auf der Frankfurter Stadionbahn Amateurrennen zum Austrag. Das Hauptfahren holte sich Gleim⸗Quaxtett aus dritter Position gegen Göttmann und Hohbein, der Offenbacher Siehl kam zu spät zum Angriff. Im Punktefahren sicherte sich Cöttmann in. den 1 Wertun⸗ gen so viel Punkte, daß er den Sieg schon gleich sicher hatte. Im Rennen um die„Armbinde des Stadions“ gewann Siehl⸗Offen⸗ bach den ersten Lauf knapp gegen Göttmann. Im zweiten 5 war dann Bär⸗Offenbach überlegen gegen Gleim⸗Quartett erfolgreich. Karl von Opel⸗Gedächtnisrennen in Frankfurt a. M. Das vom Bon durchgeführte Mannschaftsrennen über 50 Kilometer sah in der Hauptgruppe erwartungsgemäß den Vilo⸗ cipedoklub Frankfurt siegreich, der won Beginn an die Spitze behaupten konnte. Die nächsten Plätze belegten die Mannschaf⸗ ten des Radfahrervereins Quartett und der Germania. Die Zeit von 1:11.18 Stunden spricht für ein sehr schnelles Rennen und so konnten auch nur wenige Mannschaften mit allen gestar⸗ teten Fahrern das Ziel passieren.— Die Ergebnisse: 1. VC Frankfurt(Hohbein, Göttmann, Lortz, Gugau, Buchberger, Gretzner) 1:11.18 Std.; 2. Frankfurter Radfahrer Quartett 1:12.05; 3. RV Germania. Alterssahrer: 1. Nadrennklub Mars(Mesch, Schätzlein, Siegel) 1:24.35, 2. Nadfahrer⸗Verein Germania 1:24.40, 3. Radfahrer Quartett 1:26.30. Straßenrennen„Rund um München“ Hauser⸗Freiburg siegt im Endspurt. Die klassische Rad⸗Zuverlässigkeitsfahrt„Rund um Mün⸗ chen“ brachte 44 Teilnehmer an den Start. Die Favoriten Hauser⸗Freiburg, Gebr. Steger⸗Augsburg und! der Stuttgarter Giebler behaupteten sich stets im Vorderfeld und es gelang die⸗ sem Trio, kurz vor dem Ziel dem Felde davonzuziehen. Im Endspurt erwies sich dann Heß als der schnellste. Ergebnis: 1. Albert Hauser⸗Freibung 6:07 Stunden, 2.1 Giebler⸗ Stuttgart 1 Länge, 3. K. Steger⸗Augsburg eine halbe Länge, 4. Krückl⸗München 6:09,54 Std. 4 Sport, Technik und Mode. Der Titel dieser kleinen Abhandlung kann leicht den An⸗ schein erwecken, als wolle ein Taschenspieler drei grundverschie⸗ dene Dinge durch Fingerfertigkeit unter einen Hut bringen, aber der Titel ist durchaus ernst gemeint und wir werden sehen, daß die tyrannische Königin Mode sowohl zur Technik, als auch zum Sport Beziehungen besitzt. Es soll hier nicht die Rede von dem Einfluß der Mode auf die Bekleidung der Sportsleute sein, sondern auch die von ihnen benutzten, von Technikern hergestell⸗ ten Geräte. Wohl könnte man sagen, daß bei den großen Fort⸗ schritten in der Technik von einer Mode nicht gesprochen werden kann, sofern es sich um Verbesserungen der Sportgeräte auf Grund won Erfahrungen handelt, aber dieser Einwurf ist nur dann berechtigt, wenn man die vom Techniber gewissermaßen „trocken“ hingebegte Verbesserung anerkennt, aber die Macht der Mode, d. h. das Verlangen nach dem Neuen leugnet. Schon vor fast einem halben Jahrhundert hat man in der Technik die werbende Kraft der Mode erkannt und wenn wir aus der Fülle der Sportgeräte nur das Fahrrad herausgreifen, werden wir bald sehen, welchen Einfluß der Wunsch nach Neuem, Epochalen auf die Vervollkommnung des Fahrrades gehabt hat. Wir wollen nicht zu weit zurückgehen und den Einfluß der Mode auf das Dreirad und das Hochrad erörtern, sondern nur so weit zurückblicken, wie es die in den besten Mannesjahren stehenden Sportleute vermögen, und zwar bis auf das Erscheinen des Niederrades, wie wir es heute zu Millionen in Deutschland sehen. Wohl stieß die Einführung des mit gleichen Rädern aus⸗ gestattetem„Rovers“ auf Widerstand, aber dieser Widerstand entsprang weniger der Ueberzeugung von der Unbrauchbarkeit des„Rovers“, als der Sucht, das Neue zu bekämpfen und am Althergebrachten festzuhalten. Die kleine Maschine setzte sich durch und als sie die ue weiterer Kreise gewonnen hatte, begann der Kampf der Techniker um die Gunst der Masse. Das Luxusbedürfnis der ersten Radfahrer ließ den Fahr⸗ radverschönern einen weiten Spielraum. Man suchte zuerst die Linie des Fahrrades zu verbessern. Alsdann suchte man sein Gewicht zu erleichtern und seinen Schwung zu erhöhen. Später verlegte man die Modernisierung auf das Aeußere und unbewußt wurde die Radlerwelt in den Strudel der Mode gerissen. Die Technik ließ sich diese Förderung gern gefallen und so schwankte das Fahrradmodell vor weiland 40 Jahren von der Parteien Haß und Gunst verwirrt in der Geschschte des Sports. Einen Stillstand gab es, als man den heute noch üblichen Rautenrahmen als das alleinseligmachende Modell erkannt hatte, als die heute noch verwendete Tangentspeiche sich durch⸗ gesetzt hatte und man zu der Ueberzeugung gekommen war, daß man das Fahrrad aus bestem Stahl herstellen, mit luftgekühlten Reifen versehen und seine schwingenden und drehenden Teile mit Kugellagern Wee mußte. Ehe es aber soweit kam, 1 das Fahrrad viele Modekrankheiten über sich ergehen lassen, und wir wollen hier einige dieser„Kinderkrankheiten“ unseres Stahlrosses der Vergessenheit entreißen. 5 n der Hand der„oberen Zehntausende“ war das Fahrrad ein Luxusgerät. Alles was praktisch wirken konnte, war ver⸗ pönt. Man hatte beine Schmutzfänger, sah auch eine möglichst kleine Glocke, auf ein Lämpchen mit vernickeltem Gehäuse und auf eine möglichst unscheinbare und ebenso unwirlsame Bremse. Das Fahrrad mußte schick aussehen, aber in der Praxis zeigte sich die Schattenseite dieser„Eleganz“ des Rades bald. ie Rad⸗ ler und Radlerinnen wurden von oben und von unten naß, die Gefahr der unwirlsamen Brems- und Signalvorrichtungen wuchs und man versuchte nun Eleganz und Komfort zu vereinen. Dieser Versuch brachte einen harten Kampf, in dem die Fahr⸗ radindustrie kein leidtragender Teil war. Sie belieferte beide Kämpferparteien und in unermüdlichem Verbesserungstreiben gab sie dem Fahrrade die von der Mode diktierte Gestalt. Eine Modenarrheit war die Benutzung hoher Uebersetzun⸗ gen. Die„Lanzierer“ dieser Mode verlangten wahre Schwung⸗ scheiben als Kettenräder, um mit der Uebersetzung über 100 Zoll zu kommen. Hand in Hand mit diesem Uebersetzungsfimmel ging die Mode der tiefgebogenen Lenker. Bis unter den Gabel⸗ kopf reichten manche Lenkstangen und in unmöglicher Haltung rasten die Modenärrchen die Landstraße entlang. Dann kam die Zeit der ganz kleinen Kettenräder, der holzartig lackierten Lenker und Felgen, der e Glocken und Laternen, der vernickelten oder verkupferten Felgen, der sogenannten„Polizei⸗ bremse“ die mehr dekorativ, als zweckentsprechend war, dann sehnte man sich nach ungeheuer breiten Lenkstangen, nach far⸗ bigen Gummireifen und nach farbigen Rahmen. Der Techniker wurde allen gerecht und der Lackierer stand nicht hinter ihm zurück. Eine Zeit lang mußten die Fahrräder rot, grün, gelb oder blau sein, alsdann verlangte man bambusartig de ve Fahrräder und die ganz Feinen wollten vernickelte oder ver⸗ kupferte Fahrradrahmen haben. Die Haltung des Fahrers auf dem Rade wurde ebenfalls von der Mode diktiert. Als der Hannoveraner Willy Arend die Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wollte jeder Jüngling so auf dem Rade sitzen, wie Arend. Sattel und Lenker wurden „arendmäßig“ montiert, aber Arend kam aus der Mode, als der Münchener Dauerfahrer Robl populär wurde. Unter un⸗ säglichen Qualen versuchten die Moderadler die für Rennen hinter Motoren gebauten Spezialmaschinen mit dem kleinen Vorderrade und nach vorn gerückten Sattel und Lenker auf der Landstraße zu benutzen und schließlich wurden sogar die Zwei⸗ sitzer auf Huberseidl montiert, als diese Mannschaft ihre großen Erfolge hatten. Die Mode erstreckte sich auch auf Einzelteile, wie Pedale, Ketten, Tretkurbellager und Kurbeln, aber eine epochale Ver⸗ änderung erfuhr das Fahrrad erst durch die Feilaufnabe, ohne die ein„modernes Fahrrad“ damals undenkbar war. Und wenn man heute von einem Fahrrade spricht, sagt man. ohne dabei etwas zu denken: Jedes moderne Fahrrad hat Freilaufnabe. Man gibt also den Einfluß der Mode unbewußt zu, was zu beweisen war. Leichtathletik Leichtathletikkämpfe in Frankfurt a. M. Die Frankfurter Sportvereinigung GDA. hielt am Sonn⸗ tag zum zweiten Male ein Leichtathletikfest ab, zu dem 700 Meldungen eingegangen waren, das also wesentlich besser be⸗ schickt war als das Himmelfahrts⸗Sportfest des Reichsausschus⸗ ses. Besonders wertvoll ist, daß die abgegebenen Meldungen mit geringen Ausnahmen auch erfüllt wurden. Die Beteili⸗ gung wäre wohl noch weitaus stärker geworden, wenn den Tur⸗ nern aus formalen Gründen nicht Startverbot erteilt worden Werbt für die H. H. S. Z.! n wäre. Es gab in allen Wettbewerben recht interessante und spannende Kämpfe. Die Ergebnisse: Herren: 4 mal 1 Meter: 1. Eintracht 45,4 Sek.; 2. Postsportverein 47,6 Sek. 10 mal Halbrundenstafsel: 2. Postsportverein. 100 Meter: 1. Welscher, Eintracht, 11,4 Sek.; 2. Schmid, Ein⸗ tracht 11,5 Sek. 800 Meter: 1. Schilgen, ASC. Darmstadt, 2:01,4 Min.; 2. Knöckel, SC. 1880, 2:03,4 Min. Viertelstunden⸗Paarlaufen: 1. Habig⸗Lindner, 5 339 Meter; 2. Peters⸗Reitz, 1900 Gießen. 1. Eintracht Frankfurt 4:03,8 Min.; Darmstadt 98, Damen: 4 mal 100 Meter⸗Staffel: FSV. Frankfurt 55,6 Sek. 100 Meter: 1. Lorenz, Eintracht, 12,5 Sek. Kräfte der Spielvereinigung 1900 Gießen mit, die die ihres Vereins würdig vertraten, 2.51 Minuten. Klubkampf in Wetzlar Vfe. Wetzlar— VfB. Dietz 141:158 * nicht überragend. dient besiegen. die sich im Laufe des Sommers noch steigern wird. 1. Eintracht Frankfurt 51,6 Sek.; 2. Die Leistungen waren, die Saison beginnt ja auch erst, noch Aber die Gäste waren schon mehr in Fi und konnten die durch Ersatz geschwächte VfL⸗Mannschaft ver⸗ — Erwähnenswert ist lediglich der Diskuswurf von Kilo, Vfe. Wetzlar, der 43,30 Meter warf, eine Leistung, In den unteren Leistungsklassen, wirkten auch einige jüngere 1 Farben indem sie Erster wurden in der 4 mal 100 Meter⸗Staffel Klasse 3 mit Klas 2 8 Schicke⸗ danz, Koch 2, Felsing; im 200 Meter⸗Lauf Klasse 2 Koch 2 in e Sek. und im 1000 Meter⸗Lauf Jugend A Baumstieger in orm 3 — „Auf froher Wanderfahrt!“ Das a J Luberpool in, adsetgewohllic I uulen Vetter Fbannschaft im, wulf e Mann Ehütz, Hatinge Faak Nut schienen ih iht. Der Kamp länder fanden ö in der dan dann dutt Unser Nathwuchs Schüler⸗Fußball⸗Turnier in Butzbach reibungslos ab. ist, gilt im WSV. nicht. konnten sich die Süddeutschen in die Butzbach in bester Erinnerung halten. Die Ergebnisse: 1. Gruppe: Spiel⸗Vgg. Fürth— VfB. Gießen 1170 VfB. Friedberg— VfB.⸗K. Marburg 00 Kickers Offenbach— Sp.⸗Vgg. Fürth 0:0 VfB. Gießen— VfB. Friedberg 1·0 VfB.⸗K. Marburg— Kickers Offenbach 12 Sp.⸗Vgg. Fürth— VfB. Friedberg 00 Kickers 1— VfB. Gießen 2:0 VfR. Butzbach— Sp.⸗Vgg. Fürth 03 VIB. A. enn— Kickers Offenbach 2:0 VfB.⸗K. Marburg— VfB. Gießen 2. Gruppe: Sportverein Wetzlar— TV. Wieseck 2:0 Sp.⸗Vgg. 1900 Gießen— Hanau 93 5:0 Of. Neu⸗Isenburg— Sp.⸗V. Wetzlar 13 TV. Wieseck— Sp.⸗Vgg. 1900 Gießen 071 Hanau 93— VfL. Neu⸗Isenburg 171 Sp.⸗V. Wetzlar— Sp.⸗Vgg. 1900 Gießen 3:0 TV. Wieseck— Pf. Neu⸗Isenburg 171 Sp.⸗V. Wetzlar— Hanau 93 2:0 reise teilen und TV. Wieseck— Hanau 93 1:0 Das Turnier wickelte sich bei starker Beteiligung nicht ganz Der Jahrgang 1916 brach den westdeutschen Teilnehmern das Genick, denn was in Süddeutschland erlaubt Unverständlicherweise entschied man salomonisch so, daß die westdeutschen Vereine, denen vorher die Einstellung von Spielern des Jahrgangs 1916 vom Veranstalter genehmigt war, nur außer Konkurrenz teilnehmen durften. Sp.⸗Vgg. 1900 Gießen— VfL. Neu⸗Isenburg 270 Tule für die t Figländer aus dun dritten, niht vom 8 gits tellamie ait konnte Ko Aebnis auf J länder das Sp il, die ihnen In Breslau So Deutsche werden Das zwei hütte am Mor 1 95 ang Areß(Frankfl (Zaborczc), L. aa, Joppich 1 aa Ne Aensscieden 1 gusgeeiftes K hlastes Seellun 0 aber doch etw Eindruck hinten ken. Das Sy Deulschen, die gelassen wurd Hatte öfters Minute fällt e in fi Schuß, der, f der 44. Mini * Teeffet NM der zz e die tie us deulsche L dlzeicht but, AS e mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände ete. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN. GIESSEN Ferusprecher Nr. 2525, Sddanlage 21 eichssseuer galten Treffe Ach ernst 1 unn und Gr J bhelfe Lon 1 Preußet . der l un Pfingffan und Rodheimerstr. 58 Türl ODperbeck. Uleben, Feinmech-Mesee Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen 9 Neue und gebrauchte Maschinen in Kauf und Miete Telephon Nr. 37