8 —— 3 r ——— 9 Einzelpreis 20 Ryf. 718 M, 4—— 8 Einzelpreis 20 Rpf. A I. 2 Z. allgemeine hessische Sport⸗Seitung verbreitet im Bezirk Hessen⸗Hannover des W. S. v. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, Dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel⸗ jährlich 2.40 Mk. Erscheint jeden Montag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. 7. Jahrg.. Fußball in gessen⸗Hannover Erwartete Ergebnisse Das plötzlich einsetzende Tauwetter hatte die Spielfelder in einen Morast verwandelt, so daß drei Spiele der Nordgruppe ausfallen mußten. Das einzige Treffen in dieser Gruppe sah den Spielv. Kassel mit 2:0 über den Fc Großalmerode siegreich In der Tabelle führt nach wie vor unangefochten Göttingen 5 mit 22:2 Punkten vor Spielverein Kassel 2018 und Sport Kassel 19:7 Punkte. In der Südgruppe siegte der SC 03 Kassel über den VfB Gießen mit 4:0, die Kasseler Kurhessen bezwangen den Tabellenletzten Ockershausen mit 5:0, Kurhessen Marburg be⸗ zwang Hessen 09 Kassel 3:2 und Germania Fulda leistete sich die einzige Ueberraschung des Tages: Die Germanen ließen sich von Horas mit 34 schlagen. An der Tabellenspitze liegt nach wie vor Borussia Fulda mit 22:4 Punkten, gefolgt von Germania Mar⸗ burg(17:7) und SC 03 Kassel(16:10 Punkte. Das einzige Spiel der Nordgruppe Spielverein Kassel— FC Großalmerode 2:0(120). Auf schwerem morastigem Boden gab es einen harten Kampf, den Spielverein auf Grund besserer Gesamtleistung in der zweiten Halbzeit verdient für sich entschied. Miller verwan⸗ delte in der ersten Halbzeit einen Elfmeter sicher und nach dem Wechsel, als Spiel verein stark im Angriff lag, war es der' gleiche Spieler, der mit wuchtigem Schuß den zweiten Erfolg erzielte. Großalmerode hatte seinen besten Mannschaftsteil in der Deckung. Die Spiele der Südgruppe SC 03 Kassel— BfB Gießen 4:0(2:0). Der Bezirksmeister gewann diesen Kampf durchaus sicher. Er hätte das Ergebnis auch zahlenmäßig höher stellen können, wenn er mehr in die Breite gespielt hätte. Außerdem wurde ein Elfmeter verschossen. Die Torschützen waren: Engelhardt (2), Wilhelm und Markert. Kurhessen Kassel— Ockershausen 5:0(0:0). Die Kurhessen konnten den Widerstand des Tabellenletzten erst in der zweiten Halbzeit überwinden, nachdem Weber in den Streife durch den Bezirk Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Hessen⸗Hannover. Der Deutsche Fußball-Bund hatte eine Erhebung angestellt über die Arbeitslosigkeit der Senioren⸗Spieler und Mitglieder in seinem Bereich. Stichtag war der 1. Mai 1931. Wenn hier nun das Resultat, soweit es sich auf den Westdeutschen Spiel⸗ verband und speziell auf den Bezirk Hessen⸗Hannover bezieht, betrachtet wird, so ist dabei zweierlei in Erwägung zu ziehen. Erstens liegen den Berechnungen die statistischen Bestands⸗An⸗ gaben der Vereine vom 1. Januar 1931(Anschriften⸗Verzeich⸗ nis 1931) zugrunde; vom 1. Januar bis 1. Mai können und wer⸗ den die Angaben über den Mitgliederbestand aber fast überall eine Aenderung(meistenteils eine Vergrößerung der Zahl) er⸗ fahren haben. Zweitens wird der Mitgliederbestand der Ver⸗ eine und damit auch die Zahl der Arbeitslosen vom 1. Mai bis jetzt, d. i. Ende des Jahres, wiederum eine Erhöhung 7175 die nicht berücksichtigt ist. Die Betrachtung kann also keinen An⸗ spruch auf Erfassung der momentan tatsächlich bestehenden Ver⸗ hältnisse machen, sondern nur einen Anhalt bieten, aus dem man sich weitere Schlüsse zu kombinieren vermag. m 1. Januar 1931 hatte der WSW eacht Bezirke oder 53 Gaue mit 2179 Vereinen und 293 247 Mitgliedern, nämlich 210313 Senioren(über 18 Jahre alt) und 82 934 Jugendlichen (unter 18 Jahren). Die Fragebogen des DB wurden von, 1570 Vereinen mit 152011 Senioren beantwortet, die sich auf 48 Gaue verteilen. Von diesen 152 011 Senioren waren am 1. Mai 64334 arbeitslos; das sind 42,3 Prozent. Der Bestand an Senioren betrug am 1. Mai im Bezirk Hessen⸗Hannover 21.988, von diesen lag über 18 284 aus 315 Vereinen eine Mit⸗ teilung vor, und diese ergab, daß 8351 oder 45,7 Prozent arbeits⸗ los waren. Auf die einzelnen Gaue fallen folgende Berechnun⸗ gen: Dill 60,8, Marburg 54,3, Fulda 46,0, Gießen⸗Wetzlar 446, Harz⸗Weser 44,6, Kassel 39,1 und Göttingen 30,5 Prozent. Der Anterschied in den einzelnen Gauen erklärt sich aus der ver⸗ schiedenen Bevölkerungsstruktur, d. h. der beruflichen Tätigkeit (Industriearbeiter, Landwirte, Handwerker, Kaufleute, Be⸗ amte usw.). Interessant dürfte es auch sein, daß von den 1570 Vereinen im Verband 21 Vereine keine und 19 Vereine nur Ar⸗ beitslose meldeten; das sind 1,3 bzw. 1,2 Prozent; dazwischen lagen 297 Vereine mit bis 24 Prozent, 553 Vereine mit 25 bis 49 Prozent, 453 Vereine mit 50 bis 74 Prozent und 227 Vereine mit 75 bis 99 Prozent. Rechnet man noch die Zahl der arbeits⸗ losen Jugendlichen hinzu, so werden die Ziffern überall größer, auch in Hessen-Hannover, wo am 1. Januar 8760 Jugendliche notiert worden waren. * 1 Der Ungarische Meister in Kassel. Die Weihnachtsspiele sind vorüber. Ungünstige Witterung und 5 Platzbeschaffenheit machten Zuschauern und Spie⸗ lern das Vergnügen recht zweifelhaft. Im großen Ganzen war die Zahl der Darbietungen ziemlich spärlich und dabei auch mei⸗ stens auf Wettkämpfe von Bezirksvereinen untereinander be⸗ chränkt. 9 5 die sogenannten„großen“ Vereine sahen dieses Jahr von der Verpflichtung auswärtiger Gegner ab, wegen der Unkosten, die vielleicht durch die Einnahmen nicht gedeckt wor⸗ den wären. Nur in Kassel will man nachträglich, am 10. Ja⸗ nuar, etwas Besonderes bieten: die drei Vereine: Sportklub 055 Sport und Kurhessen haben sich zusammengetan und den FC 1 5 aus 9215 zu einem Gastspiel engagiert, Dieser Verein hat früher als Amateur neunmal und jetzt als Pro⸗ fessional zweimal die Ungarische Meisterschaft errungen, woraus an, den 4. Janne 1222 Abonnements- und Anzeigen⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich? Klein jun. und Georg Burgeleit. 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Bei Marburg waren der Torhüter und Fischer im Sturm die besten Leute. Dazu schreibt man uns von anderer Seite: Allgemein rechnete man damit, daß infolge des eingetre⸗ tenen Tauwetters dieses Treffen ins Wasser fallen würde. Schiedsrichter Kuntze ⸗Gießen ließ jedoch spielen, doch wa⸗ ren Spieler und auch Zuschauer froh, als der Schlußpfiff er⸗ tönte. Fußballspiel und Fußbad müssen getrennt werden. Die Spieler spielten so gut sie eben konnten, hatten auch durch den schweren Boden ihre liebe Not. Die Marburger fanden sich mit den schlechten Bodenverhältnissen besser zurecht und liefer⸗ ten ein bedeutend besseres Spiel als die Gäste. Hart wurde um die Punkte gekämpft, mitunter wurden auch die Grenzen des Erlaubten überschritten. Fischer mußte den größten Teil der zweiten Hälfte als Statist mitwirken auch Knackstedt schied infolge einer Verletzung aus. Die Marburger Mannen ver⸗ dienen ein Gesamtlob, jedoch muß Böttner, der heute ganz her⸗ vorragende Leistungen zeigte, besonders erwähnt werden. Die Torschützen waren Adorf(1) und Böttner(2). Kurz vor Schluß versuchte Kassel bei dem Schiedsrichter infolge des schlechten Wetters einen Spielabbruch zu verursachen. Dem Spiel voraus ging das Treffen VfB.⸗Kurhessen 2. ge⸗ gen Wehrda 1., was die Gäste mit 1:0 gewannen. Jedoch dürfte eine Wiederholung erfolgen, da es frühzeitig abgebrochen werden mußte. man schon auf seine Spielstärke einen Rückschluß wagen darf. Am 3. Januar spielte er in Düsseldorf gegen eine Stadtmann⸗ schaft. Die drei Kasseler Vereine hatten für den 1. Januar ein Probespiel zweier kombinierter Mannschaften geplant, wel⸗ ches die elf Spieler für den Kampf gegen die Ungarn deklarieren soll. Kassel wird also doch noch ein„großes“ Spiel zu sehen bekommen. Nun sind aber für den 10. Januax die drei Mei⸗ sterschaftskämpfe der Bezirksliga: Horas— SC 03, Hessen— Kurhessen und Sport— Tura angesetzt. Die beteiligten drei Vereine werden natürlich um Verlegung ersuchen, die ihnen jedenfalls auch zugebilligt werden wird. Hoffentlich gibt es da⸗ durch aber keinen neuen Wirrwar in der Tabelle. Bis zum 20. März muß der Bezirksmeister gemeldet sein. Soll dies ohne Umwälzungen in dem Terminkalender geschehen, so bleiben für die Verlegungen nur folgende Tage übrig: am 31. Januar Sport— Tura, am 28. Februar Horas SC 03 und am 6. März Hessen— Kurhessen. An allen anderen Tagen ist schon der eine und andere Verein angesetzt. Man darf wohl erwar⸗ ten, daß durch die Sonderinteressen Kassels die Interessen der Provinzvereine nicht geschmälert werden. Sporineuigkeiten Köln gegen Budapest, der im Kölner Stadion am 1. Ja⸗ nuar vor 12000 Besuchern ausgetragene Aa de e en endete mit einem nur knappen 3.2(0:2) ⸗Erfolg der Magyaren. FTC Budapest konnte in Düsseldorf vor 6000, Zuschauern gegen eine Kombination VfL Benrath Fortung Düsseldorf nur ein 22 erzielen. München kam im Fußball⸗Städtespiel gegen Berlin in der Reichshauptstadt vor 25 000 Zuschauern am Neujahrstage zu einem wohlverdienten 4·2(31) Sieg. 98 Bei den Endspielen um die Süddeutsche Fußballmeisterschaft gab es am 3. Jauuar nur zwei Spiele in der Abteilung Südost, die Treffen der Abteilung Nordost fielen dem schlechten Wetter zum Opfer. In der Abteilung Südost schlug die SpVgg. Fürth den VfB Stuttgart 3:0(2:0), der 1. FC Nürnberg siegte in Ra⸗ statt 5:0(1:0). e Mannheims Fußball⸗Stadtmannschaft spielt am 10. gegen Budapest zugunsten der Winterhilfe. Admira Wien trägt am 10. Januar in Nürnberg ein Not⸗ hilfespiel gegen eine Nürnberger Fußball⸗Städtemannschaft aus. Der Kölner Sechstagefahrer Frankenstein wurde wegen der Vorfälle beim letzten Kölner Sechstagerennen für die Zeit vom 15. Januar bis 15. April disqualifiziert. 3 Bei den Amateur⸗Radrennen in Frankfurt siegten Fries⸗ Baer(Sossenheim) im Stunden⸗Mannschaftsrennen über raschend mit Rundenvorsprung vor Gleim⸗Hohbein(Quartett VC Frank⸗ furt). 0 Südbayern schlug im Länderkampf der Amateur ringer die Mannschaft von Württemberg mit 10:8 Punkten. Der Boxlanderkampf Italien— Schweiz in Basel endete mit einem 10:6⸗Sieg der Italiener. Die Olympischen Winterspiele 1936 werden Partenkirchen abgehalten. Deutschlands Eishockey⸗Mannschaft fährt nicht zu den Olym⸗ pischen Spielen nach Lake Placid, da die finanzielle Frage nicht befriedigend gelöst werden konnte und da auch selbst mit einem sportlichen Achtungserfolg kaum zu rechnen war. Januar in Garmisch⸗ Erfüllbare Wünsthe. Volksbildung und Jugendpflege im neuen Jahr. Von Heinrich Hassinger, Darmstadt. Selbst heute noch, da der Zweifel in jeden Wunschsatz hinein⸗ klingt, besteht für die Tage um Neujahr herum das Vorrecht, daß sie angefüllt werden dürfen mit Wünschen vielerlei Art. Laßt uns von diesem Recht für eine Sache Gebrauch machen, deren un⸗ aufhörliche Förderung ein dringender Wunsch aller Volks⸗ genossen sein sollte, und dazu noch eines, dessen Erfüllung wir trotz äußerer Nöte Schritt für Schritt näherkommen können. Ich meine die Sache der Volksbildung und die auf das engste mit ihr verbundenen Sache der Jugend. Wünsche für Volksbildung und Jugend, d. h. zunächst Münsche für die verschiedenen Organisationen, die Träger dieses Wollens, Wünsche einmal ganz äußerer Art: Wir wissen, daß auch das Leben unserer Vereine unter den harten Zeitverhält⸗ nissen zu laden hat, um so stärker zu leiden hat, je selbstloser, je weniger„interessen-verknüpft“ ihr Wirken ist. Daß jemand seiner Standesorganisation durch dick und dünn die Treue hält, das ist eine Selbstverständlichkeit, denn er schnitte sich ja ins eigene Fleisch, wenn er sich des Schutzes beraubte, den ihm dieser Zweckzusammenschluß gibt. Aber da, wo nicht die gewissen not⸗ wendigen materiellen Interessen gewahrt werden, wo man die Notwendigkeit nicht sofort einsieht, da setzt die Not am stärksten ein. Notwendig dünkt uns alles, was die äußere Not wenden oder abwenden kann. Darüber wird denn vieles vergessen, was niht minder notwendig ist, weil es neben den äußeren Nöten noch andere gibt, die auch zur Notwende gehören, oft stärker noch dazu gehören, als manches, was sich als notwendig ausgibt. Für unsere kulturellen Vereine, Jugendbünde und Juͤgendherbergs⸗ verbände ist aus dieser— wie wir meinen— abwegigen Denkart eine schwierige, vielfach verzweifelte Lage entstanden. Weitere Schichten ihrer Mitglieder müssen sich überlegen, wo und wie sie einsparen können. Da wird dann die Reihe der Organisa⸗ tionen durchgegangen, denen man angehört. Bei dem reichent⸗ wickelten Vereinsleben, das wir in Deutschland in Stadt und Land haben, sind das meist eine ganze Reihe. Nun, so könnte man sagen, das wäre kein Schaden, wenn wir auch auf diesem Gebiet zur„Rationalisierung“ kämen. Einverstanden! Niemand wird dagegen etwas einzuwenden haben, wenn der gedankenlosen Vereinsmeierei und dem Unfug, den sie vielerorts anrichtet, guf solche Weise gesteuert würde. Aber die Praxis sieht— das hat sich in den letzten Jahren zur Genüge gezeigt— doch meist anders aus. Jene Vereinsmeierei, die so oft berechtigten Grund zur Bespöttelung und Selbstbespöttelung der Deutschen angab, leidet nicht Not. Not aber leiden die ernsthaften Organisationen, die keinen Wert auf Reklame und Betrieb legen, die der wert⸗ vollen Geselligkeit und der stillen, sich für Heimat, Jugend und Volk verantwortlich fühlenden Arbeit dienen. Es gibt eine ganze Reihe von Geschichts- und Heimatsvereinen, die eine Massenflucht der einst sie stützenden Mitglieder beklagen. Nicht die gehen von ihnen, die dort selbstlose Arbeit leisten und auch nicht die, die diese Arbeit lieben und denen diese Arbeit etwas bedeutet, son⸗ dern andere: solche Mitglieder, die sich einst zur Ehre anrechne⸗ ten, dabei zu sein, die die Verpflichtung empfanden, einzusprin⸗ gen. Leider sind die Gründe der Abkehr mit notwendig gewor⸗ denen„persönlichen Sparmaßnahmen“ zu rechtfertigen. Viel⸗ fach sind sie nur ein Zeichen für das Schwinden eines kulturel⸗ len und auch sozialen Verantwortlichkeitsgefühls. Man läßt die Dinge eben laufen, weil das so der Zug der Zeit zu sein scheint. Es bringt persönlich nichts ein. Man kann gewiß niemandem vorschreiben. wo er helfend dabei sein sollte, auch wenn es un⸗ mittelbar keinen persönlichen Vorteil für ihn bedeutet. Aber die Bitte soll doch an alle, die es angeht, ausgesprochen werden, zu prüfen. ob nicht der oder jener Beitrag für eine Sache, die man sonst als wertvoll und berechtigt anerkannte, nicht doch weiter geleistet werden kann und ob es nicht Sparmaßnahmen an anderen Stellen gibt, wo sie weniger zerstörend wirken. ft gibt es da viele Wünsche, die bei gutem Willen erfüllbar ind. Aber auch an die Vereine, Verbände und Bünde geht Ruf, in ihrer Arbeit sich auf das Notwendige einzustellen, auf das Notwendige: d. h. um zu wiederholen, auf das, was zur Notwende führen kann. Die Mittel der Organisationen und auch die Mittel, die etwa von anderen Stellen noch hinzukommen, gilt es, sorgfältigst zu verwalten und nur dort einzusetzen, wo sie auch einen inneren Ertrag bringen. Es ist die schon in besseren Zeiten ausgesprochene Bitte, an die Mitglieder keine Anforderungen zu stellen, die sie nicht vor sich selbst oder ihren Familien verantworten können, daß den erwerbslosen Freunden der Beitrag erlassen wird und daß darüber hinaus einer dem andern beispringe. Das ist durchweg wohl bereits ausgefühet. Feste und Feiern sind eingeschränkt und erhalten ein dem Ernst der Zeit entsprechendes Gesicht. Der Wunsch aber, der als be⸗ sonders dringlich für das neue Jahr ausgesprochen werden mag, ist, daß das Leben in unseren Vereinen, Bünden und Verbänden noch stärker volksverbunden werde, als je, volksverbunden in dem Sinne, daß unsere Vereine, Bünde und Verbände nicht versteckte Herde für entzweiende Betätigung werden, nicht nur der innere Zusammenhalt mit anderen Organisgtionen soll von dem Willen zum Miteinander bestimmt sein. Nicht Brücken abzubrechen gilt es, sondern brücken zu bauen. Sind nicht auch das erfüllbare Wünsche? Der weitere Kreis unserer kulturellen, volksbildnerischen und jugendpflegerischen Organisation will aber auch angefüllt sein mit Menschen innerster Anteilnahme. Die wirkende und die aufnehmende Betätigung in ihnen erfordert fast durchweg kein besonderes finanzielles Opfer. Sie gibt aber innere Be⸗ reicherung, Weitung des Gesichtsfeld gibt edle Geselligkeit, treue Freundschaft, echte Kameradschaft und sinnvolle Ausfül⸗ lung der freien Zeit. Unsere Organisationen ringen hart mit der äußeren Not, sie wollen aber noch härter kämpfen gegen die inneren Nöte unseres Volkes, wollen die Notwende herbeiführen helfen. Darum wenden sie sich zum Jahresbeginn an jeden ein⸗ zelnen unserer Volksgenossen mit der Bitte: Laßt nicht brach der Montag, den 4. Januar 1932. n Volkstums und ver⸗ das deutsche Gemüt, Es lebt eine Sehn⸗ d Leib in unserem der Wille gesellen, d. h. die llung nicht in der Hand auch seinen Teil r ihrer Erfüllung im neuen 5 Bildungsgut unseres deutsche icht die tiefen Que che Seele ihre Nah Gesundheit von Geist, u der Sehnsucht muß sich nd wünschen, deren Erfü u dem aber de muß, damit wi llen, aus denen rung schöpfen. Einzelnen liegt, 3 beitragen kann und Jahr näherkommen Zeit hat fürchterliche Zeichen! chwillt, das Hohe senkt sich nieder, Platz des andern erwort'ner Wünsche finden, lücklich fühlen, wenn nichts mehr eiden wäre, wenn wir alle, n vermischt dahingerissen, Im Ozean uns unbemerkt verlören. O, laßt uns widersteh Was uns und unser Mit doppelt neuverein Laßt endlich uns d Der Große gegen Große Das Schiff durchbohrt, da Geschlossen kämpfend nur Ergebnisse vom 1. Januar 1932 Repräsentativspiele: Das Niedre f Als könnte jeder nur am Befriedigung v Nur dann sich g Von einem Stron en, laßt uns tapfer Volk erhalten kann, ter Kraft erhalten! wist vergessen, reizt, von innen s gegen äußere Wellen sich halten kann. In Mannheim: Süddeutschland— — München 24(1:3) Budapest 2:3(2:0) Westdeutschland: BW 04 Düsseldorf— Schalke 04 12 V' Fortuna Düsseldorf 22 Süddeutschland: Gruppen⸗Verbandsspiele: Kickers Offenbach(31. 12) 0˙2 t— Ve Neu⸗Jle Frankfurt 1˙2 Norddeutschland 5·2(311 Gruppe Main: Eintr. Frankfur Germ. 94 Frankfurt— vom 3. Januar 1932 Westdeutschland: Rheinbezirk: Jugend Berghei Mittelrhein: m— SC. München⸗Gladbach 0.3 Boppard— VfR. Limburg? 5— SV. Weyer 0.1 en 04— KE. 05 Düsseldorf 31 rfeld— Solingen⸗Gräfrath 1˙3 FC. Ohligs— BV. Lüttringhausen 5:3 Eller 04— VfR. Ohligs ortuna Düsseldorf und VfL. Ferenovaros Budapest 22 Benrath kombiniert gegen 96— Gelsenkirchen 07 1˙3 Dortmund 95— Scha Münster— Spog Union Recklinghausen— Viktoria Recklinghaus Borussia Rheine— Sparta Nordhorn Bielefeld Gütersloh— Arminia bessen⸗ Hannover Kurhessen Kassel— F SC. 05 Kassel— VfB. Spogg Kassel— Großal VfB.⸗Kurhessen Marburg Germania Fulda— Horas FC. Grone— 9. öttingen BC. Spor Dillenburg— Wetzlaxere Bottenhorn— Wiesenbach— allau— Butzbach verlegt. Gießen⸗Wetzlar Löhnberg 1.— Sp. Wetzlar Burgsolms 2.— Steinbach 1. Leihgestern 1.— Gr. — Butzbach Griedel 1. 1:0 — Steinberg 1. — Nauborn 1. Obershausen O. n. angetr. C. 09 Gronau 5. VfL. Osnabrück 42 Westfalen Scherleb 61 5 Recklinghausen 04 Westfalen Ahlen 92 Bielefeld 2:1 C. Ockershausen 50 — Hessen 09 Kassel 3˙2 Kassel ausgefallen Göttingen 05 ausgefallen t Kassel ausgefallen r SpV. 1:4(0:1) en 3:2(3:2) abgebr. Breidenbach 1:1(1:0) Niedergirmes ausgef. 1900 Gieß Weilburg 1. 22(111) — Sc Wetzlar⸗N. 2. 1900 Gießen 4. 5:0(370) — Daubringen 1. 1: 2 Platz n. spielfähig Butzbach 2.— Hermannstein Merenberg— Rolli, der Stürmer. Roman von Falk Heldburg. 1. Fortsetzung. Eine große tiefschwarz Der Fahrer öffnete eifrig Gestalt zwängt Augenblicke un Würde eines Mannes, Zwei Aussichtsherren. binden, versuchten über die auf das Spielfeld zu tun. und starrten und starrten ten das Spiel, Aus den Pfiffen nen der glücklicheren Zuschauer Auge das Bild des großen, erbitterten der dem fabelhaften Wagen r Ordner auf die Schulter und fragte: Eine kräftige, rol harrte tiefatmend einige ganz mit der e sich durch die d schritt dann dem Eingange zu cht durch bunte Arm⸗ hinweg einen Blick sich fast die Hälse aus Aber sie hör⸗ kenntlich gema — sie sahen nichts. 1 0 er und Kassierer hören können. Rufen und Rau⸗ wie es nur Ordn⸗ des Schiedsrichters und dem N entstand vor ihrem entstiegen war, tippte einem diese „Wie steht's?“ Der fuhr herum und riß der „Herr Direktor— „Wie steht's?“ klang e Der Ordner zupf „Eins zu eins, Herr n Hut herunter. Verzeihung, ich hatte. s noch einmal. te verlegen an der st r Zuschauer wandte sich dieser Großkotz 2“ mit der gelbweißen Ein in der letzten Reihe stehende „Wer war denn richtete sich quf. „Direktor Kornberg“, antwortete er. „Der Kali⸗Kornberg?“ fragte der Neugierige respektlos a“, erwiderte der Ordner kurz und abweisend. So, so“ brummte der Besucher und stürzte sich wieder in Handball: Pol.⸗S Nachzutragen sind: Gau Marburg der Gäste, jedoch die schießen! A der Torlinie retten. Paus kam und es burger 1:0 f. W im Rücken. Das S Treffer einschießen. ins Aus. Eine Fl dern bei verteiltem stützung auf sich an stungen. die dann auch noch in die Flut. Mannschaft von erstarrte Schab schwer verbergen. „Erkundigen! Marbach— Dreihausen 1˙1 0 VfB Kurhessen Marbu Breidenstein 1.— Fre Hesselbach 1.— Wallau 2. Wiesenbach 2. Eckelshausen— Gemünden 1. abgebr.) Wehrda 1. 0:1 chenhausen 1. F. n. angetr. H. n. angetr. SpV. Wetzlar 3.— Waldgirmes, Waldg. n Oberndorf— Erda 0.1 Steinbach 2.— 1900 Gießen 4. V. Butzbach 2:5(0:2) TW Lollar 2:1(111) — Roth 70 — Caldern 13:1(7:1) — Erksdorf 1. 11 Langenstein ausgef. VfL 8— Pol. ⸗Sp SpV. Butzbach 2.— 4, 1. Weihnachtsfeiertag „2. Weihnachtsfeiertag Garb. nicht angetreten. Werdorf 1.— Aßlar 1. Aßlar 1.— Werdorf 1. Werdorf 1.— Garbenheim 1. — Weidelbach 6:0 Erdhausen— Wommelshausen 174 Dillenburg 3. Sarnau 1.— Gladenbach 1. 41 Hohensolms 770 Aus Dillenburg Dillenburg— SV. Wetzlar 14(0:1) Trotz überlegenem Spiel der Dille Wetzlarer! Die Dillenburger Läuferrei der Platzbesitzer wohl auch die beste Die Vorlagen kamen d wie oft mußte der Ball seine linie und einen Teil des nburger ein 4:1⸗Sieg der piel immer wiede he war besser als die Anfang ging noch den Sieg kämpfen öfters schön durck Verständigung. schußgewandten geschossen wird. rauf Gelegenheit Ball neben das Gehäuse. Der obektive Beobachter mußte allerdings annehmen, die n der zweiten Hälfte alle Register ihres gestiegenes Können aufziehen und mit es für Wetzlar brenzlich aus, Wetzlarer Verteidigung klärt Wetzlar zu einzelnen Wetzlarer Sturmes liegt wieder Anschluß an seine Gewühl, Szuskalski Benner 1 im letzten Moment auf e Seite der Gäste macht einen Ge⸗ Blech, dieser legt an Kaletsch Tor in die lange Ecke ihre Läufer verl Gäste, zumal sie den st Rücken haben, Schon gleich nach Beginn sieht Dillenburg drängt stark, doch die alles. Nach bangen 10 Minuten kommt schönen Angriffen, die verraten, aber zunächst ohne Erfolg. im Angriff. Ihr Rechtsaußen geht durch, im Wetzlarer Tor e die Gefährlichkeit des Flanke entsteht vor dem wehrt ab, den Nachschuß kann 9 Breidenbacher würden i in letzter Zeit der besseren P Tore sorgen. genangriff. Die Flanke kommt zu durch, welcher zum 1. burg drängt auf Ausgleich, wiegend in die Hälfte und Regenschauer im Stürmer verknallen alles, oft so hintereinander mehrere Ecken, stand trotz überlegenem Spie egen das Spiel por⸗ arken Wind Dillenburger hr sichere Sachen, erzi edoch auch ohne Erfolg. der Dillen⸗ deren, der frieren kleidehäuschen gerann lles war froh, als dieser Kampf zu Ende war.„oh“ Bottenhorn— 1900 Gießen 3:2(3:2) abgebrochen ung pfiff der Ersatz⸗Schiedsrichter Wieß⸗ chtem Spielfeld obiges Spiel an. Es er K f, der die Platzmannschaft nach tscheidung des Spielleiters Hochwurf t 1.0 in Führung sah. Die Gäste 19 0 mit dem stürmischen Wind lichener und Wetzlar zeit⸗ m Sturm sehr gefähr⸗ r Steilvorlage von diger greifen it spielt Wetzlar piel wird ausgeg weise mit schönen Kombinationszügen i lich. Kaletsch rast eben wieder mit eine ft nach innen, beide Vertei all über diese zu dem in der M leicht einschießen kann. uschauer der Wetzlarer zu geben— aber ängt vorübergehend, im det der nach innen gelaufene Rechts⸗ ritten Nachschuß auf Das Spiel ist ver Stunde zu spie en, erzielt eine Ecke, t, Blech stoppt Wohlgemuth zum dritten auf das Dillen⸗ gewaltig, ersterer knapp am Pfosten t Wohlgemuth auf Nach der Halbze Mit einiger Verspät ner⸗Gladenbach auf schle entwickelte sich ein har einer zweifelhaften En auf der Torlinie— mi durch ihren Ha ins Tor setzte. des Halblinken Strasstoß brach feiner Schuß d des Spieles. versuchte Gießen den 15 Minuten Spielzeit pfiff der Spieler des Platzverei Gästemannschaft ein un einen seiner Kameraden ein. Bottenhorner Spieler, der zunächst tätlich geworden war, herausgestellt hatte. pfiff er das aufs Spielfeld drangen, ab. Wir hören dazu noch folgen! Pause sprach der Schied die selbst die beteiligten des Schiri anerkannten. Mittelstürmer, reklamierte 5 Spieler verfolgten dies wollte scheinbar Wohlgemuth ab, läu ihn an, er hebt den? gelaufenen Wohlgemu für Wetzlar. Die zahlreich mitgef atmen auf, es scheint eine es dauert nicht lange, Anschluß an eine Ecke sen außen der Dillenburger im d Tor durch viele Beine ein. ist wieder in Frage ges Wetzlar kommt jetzt zum Zu welche Hoffmann fein zur Brust und läßt dn besser stehenden Weitere Angriffe rollen Wohlgemuth stürmen Bälle streichen anke von Kaletsch nimm lich durch, doch ert schießen. ne Vorlage ve den Verteidiger, brechten aus, Kurz darauf ging 1 in Führung. te der Platzmannschaft Wendung im illenburg dr das Wetzlarer teilt, der Sieg stellt, noch ist g, wird überleg d schlugen verein burger Tor, Blech und schießt oft und scharf, aber die und schießt ein, aber der Schiri kommt noch mehrmals gefä konnte der Sturm nicht plazi rechten Flügel erhält dann ei Mitte, umspielt den angreifen mit der Spitze an dem ent zum 4. Tor für We immer wieder nn auf dem on der bedrängten stößt den Ball Torwart vorbei, flach tzten 10 Minuten än⸗ Resultat. Wetzlar hat ngen verdient gewon⸗ n den letzten Spielen kleinen Platz, spielt viel de⸗ ohne die gewohnte Unter⸗ d daher auch nie so recht Der Spielleiter Gießener Spielführer nichts davon gehört. der Schiedsrichter, d spielte, pfiff ab und stell schaft dann wie oben ant Netz. Die le piel nichts mehr am auf Grund seiner besseren Stürmerleistu nen. Die Läuferreihe kam nicht zu gezeigten Aufbau⸗Arbeit durch den fensiv, wodurch die Stürmer meistens gewiesen waren un in Fahrt kamen. Die Dillenburger Läufer f. waren im Nahkampf meisten des Gegners Hälfte, der D kombinieren, machte sauer, brachten aber selten einen plazierten Schiri Beck⸗Gießen leitete zu Aus dem Hinterland Die Witterung macht durch die Rechnung. getragen, und die wenigen Hesselbachs 1. trat nicht an und ließ die so lau kampflos zukom Breidenstein 1. Gäste erschiener s Sieger, drückten das Spiel in burger Angriff konnte au Wetzlarer Verteidi 1 eee 17 friedenstellend. 3. W. von Noth 70 ab. Mornshausen 1.— Der bisher ungeschlagene vorletzten Sonntag eine konnte nach 10 Minuten dur m kam Daut en Ausgleich und ging g. Nach der Paus⸗ d plötzlich lag Jetzt rafft sich Morn das Spiel auf windung aber einem schön vorgetragene Partie auf 42 und dami hören wir noch von an hausen mußte zu diesem ler mit Ersatz antreten. Auch hatte die übertreffbaren Halbl des Spieles zu verlieren. es somit möglich, e diesmal vielen Spielen einen, Strich hl Treffen wurden nicht aus⸗ 55 ele erbrachten magere Lei⸗ Mittelstürmer de bereits schon Woche auf einen späteren Termin verlegt. Wiesenbach— Breidenbach e Die Wiesenbacher haben au einmal die Gelegenheit bietet, auf die einsame Bergeshöhe zu U gott alle Hoffnungen auf eine wetter waren kaum 50 nicht mal auf ihre Kosten e Momente, keine technischen menarbeit auf beiden Seiten. dauernd herniederprasselnden Wallau⸗Butzbach lag Dautphe wieder chenes Pech. Wenn sich Anzahl Zuschauer cht der Wetter⸗ seneinnahme zunichte. Anhänger erschienen, eine größere ocken, dann ma 0 Spiel wegen Bei diesem Hunden Dadurch litt zeigte kaum aufregend Einzelleistun⸗ gen und keine Zusam fegenden Wind und Regen, hätte die bittersüßen Aufregungen des Spiels wie ein Kunstspringer Tormann heraus, ratlos, Lauf inne— der blonde S Der Direktor hatte indessen die Tribüne erreicht. Er schob sich durch die dichten Bankreihen, Drei Herren standen auf, und Begrüßung. Kornber möglich? Scheint s lecht zu stehen?“ Keiner anwortete. Der Sport⸗Club For internationa und immer wieder brandeten die Angriffswogen ßen gegen das bewehrte 0 jugendliche e Wie ein Orkan brauste es über den Üten— der rechte es folgte eine fast dienstliche ein Schrei— das Spielfeld: e auf, Tausende brü „Wie ist das] dem Schützen— ringsum See e der Verteidige i „Pfui, pfui!“ Elf me- ter!!“ Direktor Kornberg nick und wischte sich die Stirn. Aber Roland Lichti hatte sich schon die Arme aus, atmete tief. Der Spie Tausende. 9 und kalt trat der — hinter reifen auf dem ö i ner Sekunde zu spät, geworfen Weiß führte 21. wor Begeisterung. Daz der Rot⸗Wei⸗ Tor— jeder sah hinreißender, one und zum Handwer bene Routine nieder. die Tausende ringsum ju kümmert um Meinungen von gestern, ohne Mitleids für gefallene Größen. de Mehr und mehr zog in der kleidsamen schlank und geschmei klug überwand er di Die vier in der reißender Schwung k gewordene Kunst, in Hier wurde ein tausend Kämpfen erwor belten, unbe⸗ eiter eme Atemlos schwiegen die Mittelstürmer herzu, n neuen He 05 — dem gelbweißen Quers Mittelstürmer Roland Lichti, weißen Tracht, dig, federnd und mühelo. e Hindernisse, spielte, f Vorstandsloge ko Mit einem Ruck Ball im Netz: Rot raste die Menge Spiel ging weiter. „Wie lange noch?“ fragte Korn s, beherrscht und hatte, hing der hre Nervosität nur richtete sich Kornberg auf, stürmer, dessen scharfgeschossener zeigte auf den Mittel enge eben um Haaresbreite das dem Aufstöhnen der fehlt hatte, und knurrte: Wer ist das, Lange?“ Der Angeredete war der tung und nebenbei Abteilungsleiter in Fortung⸗Armbinde gesellschaft. „Lichti,“ antwortete er leise,„Roland Lichti.“ Näheres berichten! der Lärm an. Er stoppte den ließ den gegneris Vorsitzende sah hast Fortuna wehrte sich mi Sieben Mann teln, und doch hängnis nicht aufzuhal Geschlossen spielten „Rolli!“ Rhythmi mers über den Platz. Rolli nahm den i und schoß wuchtig durch die Hände des 11 Vorsitzende des Spout⸗Clubs For⸗ fühlte es jeder im der Kornbergschen Aktien⸗ en Ball in vollem L Boden iegte die Torwarts—— hm zugespielt Der Mittelstürmer bekam 5 hart über den Ball, startete, immer die chen Mittelläufer, den hinter sich— unruhig Tosend schwoll da eine weite Vorlage. Lederkugel am Fuß, rechten Verteidiger, ließ den linken Mannschaft kein technisch hochstehendes Spiel 11 nie richtig an den 5 5 ege über die Außen⸗ Berges hinunter machen. Dadurch kam ns Stocken, die Spieler hatten keine zu frieren und verloren alle Lust am an, da sah man, daß jeder zäh um 1 Die Wiesenbacher rechte Seite kam es fehlte aber in der Mitte an der nötigen Bis dann wieder eine Flanke von rechte vom Halblinken exakt gestoppt und blitzschnell ein⸗ Eine feine Leistung! Breidenbach hat kurz da⸗ auszugleichen, aber der Halblinke schiebt den latzseite und Rückenwind schon für die nötigen kam aber nicht dazu. Nur der Ausgleich ge⸗ uf Die letzte Viertelstunde brachte rein gar hr, meistens war das Leder aus. den Spieler kam dann auch noch nach dem Um⸗ t, um dort für kurze Minuten Schutz zu Einer nach dem an⸗ der eine Flanke von links,. ön 900 durch einen Kop Allerdings nicht lange. Ein e den Ausgleich und ein es Halbrechten von Bottenhorn das Ergebnis Gleich darauf war Halbzeit. Nach der Pause n Sieg für sich zu erringen. Plötzlich, nach Schiedsrichter ab. Ein, zwei n auf den Mittelstürmer der t mit Zuschauern auf Nachdem der Spiel⸗ Spiel, da die Zuschauer Fünf Minuten nach der dem Platzverein eine Ecke zu, Bottenhorner Spieler als Irrtum Der Spielführer der Gäste, eben der daraufhin beim Spielleiter. Min⸗ e Szene aus größter Nähe bei dieser Gelegenheit den herausgestellt haben. Der Spieler hatte Erst nach weiteren zehn Minuten merkte aß der betreffende Spieler immer noch mit⸗ te den Spieler. den die Platzmann⸗ geführt, vom Platze schaffen wollte. gegen Wallaus 2. unverständlicherweise wichtigen beiden Punkte dem FV Wal⸗ hatte Frechenhausen 1. zu erwarten. Die n aber nicht. s 2. fertigte die mi Dautphe 1. 2:4(1:2). Meister Mornshausen mußte am einstecken. Mornshausen, Eckball(Selbsttor) in Führung e auf und erzielte durch seinen sogar kurz vor Halbzeit Dautphe weiter im An⸗ ausen mit 31 im Hintertreffen. ausen auf und konnte durch Handelsmeter Nach einer kurzen in Front und konnte nach durch den Halblinken die dergebnis herstellen. Dazu Seite: Die Mannschaft von Morns⸗ Erkrankung einiger Spie⸗ das bisher gute Zusam⸗ Platzmannschaft das Pech, den un⸗ Sch. durch Verletzung am Anfang Dem starken Sturm von Dautphe war chwächten Gegner niederzuringen. t neun Mann spielende 1. Elf Schwächeüber⸗ was zu tun sei, hielt er rmer setzte an zum latz— eine Frau schrie erteidiger stand hinter der Mittelstürmer stürzte. r den Ball ins Feld zurück. gellte es auf,„raus mit dem Kerl! Elfmetet! schob den schwarzen Hut weit ins Ge⸗ wieder erhoben, breitete lleiter wies auf die Elf⸗ em Tormann mit warzen Trikot, der sich berg, der Protektor von ig auf die Uhr.. t dem Mute der Verzweiflung. as Tor, verteidigten mit allen Mit⸗ weiten Rund, daß daß die Entscheidung nahte. otweißen Jungen durch.. sch dröhnte der„Spielname“ des Stüt⸗ das Ver⸗ eitete 15 bekla der Gru bauen Erdbau U Lola Boden. Rahmen schaften Alerdin den. S filedenhe Vohubrg U Unt Bicchoffe Manne Anentsc Bei schl den eil die Er nute de ist das klare A U Am gung di zum Ee Vusech e Bodens Durch g Platels auf das len bie ließ L weiter ee Der scuft einen Beiden faire N Be spielte len. 2 Tor. linlen auf 2. Halbli das S Zehn! einem von S. — wu Mit ar pe n den lußen⸗ h kam keine t am zäh um te jam nötigen hte dom ell ein⸗ kur d. iebt den nen die ter hes und mit nölgen fleig ge⸗ teip gar en an⸗ den Um⸗ Ste zu 40— 00 hen ter Uh an Es chaft duch Hohrurf te ghen ks, con Kopfall e. ein und en Ergebn er Pant lich, put Ein, zue rmer der uern auf et Spiel⸗ geworden Zuschauel nach der Edle zu, Irrtum eben det tet. Min⸗ ter Nähe. den Rel dalle win merlte er not mit⸗ Platznann⸗ fen wolle dlicherwess F Wol⸗ uten. Die lende 1. Ef ch mußte at ornshaulen in Führung dulch seinen vor Halbheit iter im An Hintertreffen. Handelsmeter Scwächeüber⸗ konnte nach alblinten die Dautphe 0 leberzuu inden bteitele hoben, die Elf⸗ r Montag, den 4. Januar 1932. Allgemeine Hessrsche Sportzet tung. Rund um den Blankenstein Die Gladenbacher Ligamannschaft, die bisher ohne Punkt- verlust die Tabelle anführte, fuhr stark ersatzgeschwächt nach Sarnau und mußte dort eine 41Niederlage hinnehmen. Sar⸗ nau spielte sehr hart, was zur Folge hatte, daß Gladenbach weitere Verletzte, die wohl auf eine Zeit lang ausgeschaltet sind, zu beklagen hat! Trotz der Niederlage ist Gladenbach, Meister der Gruppe 1 der 2. Bez.⸗Klasse Gau Marburg.— Wommels⸗ 3 0 0 kam der Meisterschaft in der Gruppe 2 mit einem 4˙1 in Erdhausen näher. Hat. Aus Löhnberg Löhnberg 1.— Weilburg 1. 2:2(1:1); Lokalderby! Dazu nach einiger Spieldauer aufgeweichter Boden. Trotzdem wickelte sich das Spiel, wohl hart, aber im Rahmen des noch Erlaubten bei Gleichwertigkeit der Mann⸗ schaften und gleichen Torgelegenheiten zum Unentschieden ab. Allerdings hätte Löhnberg gewinnen können, wenn es den ihm in den letzten Minuten zugesprochenen Elfmeter verwandelt hätte. Anfangs nur mit 10. Mann spielend, ist Löhnberg doch im Vorteil und erzielt die Führung. Weilburg gelingt jedoch durch Fernschuß der Ausgleich. So bleibts bei offenem Feldspiel bis zur Pause. Nach Halbzeit drückt L. und erzwingt das zweite Tor. L. drängt weiter und bringt W. nacheinander drei Ecken bei, jedoch ohne Erfolg. Weilburg macht sich nun wieder frei und macht Durchbrüche. Bei einem Gedränge infolge Eckballs kommt Weilburg durch Selbsttor eines Löhnberger Läufers zum Ausgleich. Die nun sich für Löhnberg noch bietende Sieg⸗ elegenheit durch Elfmeter wird. wersiebt. Ecken 63 für Löhn⸗ erg. Schiedsrichter Philipp, Gießen, leitete zur vollsten Zu⸗ friedenheit. Zum ersten 2 tale ist es Weilburg gelungen, aus Löhnbrg einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. rm⸗ Aus Oberndorf Oberndorf 1.— Erda 1. 0:1 Unter der guten Leitung des Schiedsrichters Wacker⸗ Bischoffen kämpften am gestrigen Sonntag in Oberndorf obige Mannschaften im Verbandsspiel. Während das Vorspiel ein Unentschieden einbrachte, sah man diesmal Erda als Sieger. Bei schlechten Bodenverhältnissen lieferten sich beide Mannschaf⸗ ten ein spannendes Spiel. In der ersten Spielhälfte haben die Erdaer mehr vom Spiel, weshalb sie auch in der 38 Mi⸗ nute den Siegestreffer für sich buchen können. Nach der Pause ist das Spiel ausgeglichen, bis in den letzten zehn Minuten eine klare Ueberlegenheit der Erdaer dem Spiel sein Ende bringt. Aus Leihgestern Leihgestern 1.— Großen⸗Buseck 1. 10:5(6:1) Am Sonntag hatte die erste Mannschaft der Spielvereini⸗ gung die gleiche des FC. 1926 Großen⸗Buseck im Verbandsspiel zum Gegner. Leihgestern nahm Revanche für die in Großen⸗ Bused erlittene 2:1 Niederlage. Trotz des schweren und glatten Bodens zeigte die Platzelf ein vorzüg liches Kombinationsspiel. Durch gute Flügelbedienung und exakte Flanken gelang es der Platzelf bis Halbzeit sechs schöne Tore vorzulegen, welche alle auf das Kontd des Halblinken A. kommen. Die Gäste vermoch⸗ ten bis dahin nur ein Tor entgegenzusetzen. Nach der Pause ließ n nach, was die Gäste auch ausnutzten und zwei weitere Tore aufholten. Leihgestern nahm sich dann wieder zu⸗ sammen und Großen⸗Buseck war nur noch ebenbürtig im Feld. Der Mittelstürmer und der Halbrechte der Leihgesterner Mann⸗ schaft erzielten jeder noch zwei Tore während die Gäste noch einen Handelsmeter und einen Strafstoß verwandeln konnten. Beiden Mannschaften gebührt ein Lob für ihre ritterliche und faire Spielweise. Schiedsrichter Willer⸗Wetzlar war gut. Aus Sleinbach Steinbach 1.— Daubringen 1. 1:3(0:3) Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Daubringen spielte zunächst bergab und konnte das Spiel überlegen gestal⸗ ten. Aber erst nach zwanzig Minuten Spielzeit fiel das erste Tor. Es war ein überraschender Fernschuß des Daubringer linken Verteidigers. Zehn Minuten später erhöhten die Gäste auf 2:0, um kurz vor Schluß der ersten Halbzeit durch ihren Halblinken noch ein Tor vorzulegen. Nach der Pause wurde das Spiel verteilter. Erfolge gab es zunächst keine mehr. Zehn Minuten vor Schluß kam die Platzmannschaft dann zu einem billigen Ehrentor. Der Halblinke der Gäste wollte einen von Steinbach getretenen Eckball ins Feld köpfen, statt dessen — wurde es ein Eigentor.— Beide Mannschaften warteten mit ausgeglichenen Leistungen auf. Lobende Erwähnung ver⸗ dient der Tormann der Platzmannschaft, der großes Können zeigte. Steinbach 2.— 1900 Gießen 4. 2:6(0:4) Am Sonntag weilte die vierte Mannschaft der Gießener Blau⸗Weißen in starker Aufstellung in Steinbach um ihr letztes Verbandsspiel zu bestreiten. Die Gäste mußten gewinnen, um Meister ihrer Gruppe zu werden. Der Platz war— wie bei diesem Wetter nicht anders zu erwarten— in nicht bester Verfassung. Wasserpfützen gab es genug. Trotzdem legten beide Mannschaften flott los; vor allem gefielen die Gießener durch ihr technisch besseres Kombi⸗ nationsspiel. Die Torerfolge blieben auch nicht aus Der Rechtsaußen der Gäste erwischte das Leder und schoß mit Wucht Weiß!“ brauste es,„Rot-Weiß!“ „Rot⸗Weiß! Rot⸗ Direktor Kornberg stand auf, verabschiedete sich von den Herren und schritt an einer Front sich verbeugender Funktionäre vorbei in der Richtung auf seinen Wagen. Doch plötzlich machte er die Bewegung eines Menschen, der etwas Wichtiges vergessen hat. Seine Augen suchten die lange Doppelreihe der Logenplätze ab Da saß sie, die schöne Frau, ganz links, das Glas auf ein Rudel gerichtet, in dem sich der rot⸗weiße Mittelstürmer Luft verschaffte. In ihrem himmel⸗ blauen, hermelinbesetzten Samtkape gehörte sie wohl mehr auf einem Rennplatz.„Ich hätte ihr doch sagen sollen, daß es beim Fußball immer gut bürgerlich zugeht,“ dachte er. Aber dann nahm sein Gesicht doch den Ausdruck von heimlicher Genugtuung an, und die kühle Gelassenheit, die er so gerne zur Schau trug, ging in eine fast jugendliche Freude über. Er drehte sich mehr⸗ mals um. Aber die Dame, der seine Aufmerksamkeit galt, hatte anscheinend nur Augen für das Spiel. Die Siegesfeier. 0 Im Vereinsheim der Rot⸗Weißen 1 Hochbetrieb. Der geschäftige Wirt lächelte. Wenn die Rot⸗ ten, war er bald ein gemachter Mann. Immer wieder mußfke sich der Hauskapellmeister ans Klapier setzen und das Vereinslied spielen, das alle Anwesenden laut mitsangen. Immer wieder erklang der Kehrreim des Liedes, das keinen Verfasser hatte und doch jedesmal die Herzen höher schlagen ließ: „. Wir wollen sie entfalten, die Fahne rot und weiß. Weil wir zusammenhalten, 5 winkt uns des Sieges Preis 1 Die jugendlichen Helden der ee en Miittelpunkt des Interesses. Sportleute und so eißen so weiter sieg⸗ 0 chaft standen im 1 che, die vorgaben, . 5 zu sein, umdrängten die Spieler. Besonders wurde Roland Ferber unvergleichliche Stürmer und Torschütze gefeiert. Ferelehent er noch nie gesehen hatte, reichten ihm beglück⸗ Verein hat die Hand, klopften ihn auf die Schultern und nannten sessional zwe Männer, denen man den Beamten auf den ersten Ni. 1. aus 16 Meter Entfernung zum ersten Tor ein. Das zweite Tor folgte in kurzem Abstnd; der Halbrechte der Gießener war der Torschütze. Die Steinbacher fanden sich dann besser zusammen und hatten einige Zeit mehr vom Spiel. Der gefährliche Gie⸗ ßener Rechtsaußen konnte dann aber den Bann brechen und einen Alleingang mit einem 30 für seine Mannschaft beenden. Die 1900er übernahmen dann wieder das Kommando und er— höhten bis zur Pause auf 40 0 In der zweiten Halbzeit setzten die Gäste auch„bergauf“ ihr überlegenes Spiel fort. Nach fünf Minuten köpfte der Halblinke der Gäste eine Flanke von rechts zum fünften Tor ein. Der gleiche Spieler konnte wenige Minuten später auf der gleichen Weise einen Eckball zum sechsten Treffer eindrük⸗ ken. Kurz vor Schluß holte die Platzmannschaft nach einem Durchbruch ein Tor und angefeurt durch die Zuschauer bald darauf noch ein zweites Tor auf. Dann pfiff der korrekt am⸗ tierende Schiedsrichter Seitz⸗ Gießen ab. Kritik. Die Steinbacher bemühten sich, die bessere Spielweise der Gäste durch Eifer auszugleichen. Ihr famoser Tormann verhinderte eine höhere Niederlage. Die Gästemann⸗ schaft war in allen Teilen gut besetzt. Ein Lob verdient der Sturm. Die Gießener Mannschaft ist damit mit 18:2 Punkten Gruppenmeister. Sie bestritt dieses Spiel mit folgender Mann⸗ schaft: Kraft; S Büchner; K. Glitsch, Rohrbach, Bende; Rohn, Enders, Reichel, Mengel, Arnold. 8 Alis Mleseil Wieseck 1.— Watzenborn⸗Steinberg 1. 1:3(0:2) Gestern weilte die erste Mannschaft des FC.„Teutonia“ in Wieseck zum Gesellschaftsspiel. Um das Können jüngerer Spie⸗ ler zu prüfen, versuchte es diesmal Steinberg mit einer Neu⸗ aufstellung und trat mit fünf Mann Ersatz an. . Bodenverhältnisse stellten große Anforderungen an die Spieler. Trotzdem waren beide Mannschaften eifrig am Ball und lieferten sich ein ansprechendes Spiel. Wieseck versuchte durch Eifer und Wucht der Feldüberlegenheit der Gäste beizu⸗ kommen. Durch schönes Aufbauspiel; ausgehend von der Ver⸗ teidigung, wurden die Gäste dem Wiesecker Tor immer wieder gefährlich. Ein gut verwandelter Elfmeter brachte Steinberg Die für das erste Quartal 1932 ausgestellten Abonnementsrechnungen sind den Vereinen zugegangen. Wir erwarten Vor⸗ auszahlung derselben oder zu mindestens rechtzeitige Zahlung der jeweils für einen Monat fälligen Beträge. Der Verlag. Für die richtigen Lösungen sind insgesamt 25 Preise im Wert von 144.50 N. M. ausgesetzt. Ueber die Teilnahme-Bedingungen war al⸗ les erforderliche in der Nummer 52 der„AHS.“ vom 28. Dezember 1931 mitgeteilt. Diese Nummer, die auch den Beginn des spannenden Preis-Romans„Nolli, der Stürmer“, enthält, wird Interessenten auf Ver⸗ langen gerne zugestellt. Wir bringen die fünf zu erratenden Köpfe noch—⸗ mals zum Abdruck und zwar mit den erforderlichen Ziffern. Lösungsschein. Ausfüllen, ausschneiden und bis zum 31. März 1932 an den Verlag der„Allgemeinen Hessischen Sport- Zeitung“, Abtlg. Preisaufgabe, einsenden. Die Zahlen und die Namen der Einsender deutlich schreiben. Wenn Postversand, auf richtige Frankierung achten. Blick ansah, drängten sich herbei, nur damit sie im Büro er⸗ zählen konnten, daß sie mit der gesamten Rot⸗Weiß⸗Mannschaft auf du und du ständen. Handwerksmeister zückten ihr Taschen⸗ geld, das für eine ganze Woche bestimmt war, auf den Tisch: „Noch eine Runde für die Mannschaft!“ Dr. Kurth klopfte ans Glas, zum Zeichen, daß er reden wollte. Ein Unentwegter, der immer noch einmal das Vereins⸗ lied gespielt haben wollte, wurde mit sanfter Gewalt zur Ruhe gebracht. Klar und einfach, ohne Pathos und Pose sprach der Führer. Von harter Arbeit, von Widerständen und Mißerfolgen, aber auch von der Freude, die ihn und alle seine Freunde im Vor⸗ stande beseelt hätte, als sie sahen, daß ihr Streben belohnt wurde. Er dankte der Ligamannschaft für ihren tapferen Kampf. Er erwarte aber auch, daß sich alle Spieler und Mit⸗ spieler die Treue zum Verein und zum Sport, die Opferwillig⸗ keit und Anspruchslosigkeit bewahren würden. Er schloß: „Und nun wollen wir hoffen, daß uns auch der Spielab⸗ schluß mit Stade Francais am nächsten Sonntag Anerkennung und Ehre einbringen wird 7 0 Inzwischen war ein Kellner zu Roland Lichti getreten. Er hatte ihm etwas zugeflüstert. Rolli ging hinaus Warm und feucht schlug ihm die Nachtluft entgegen. Aus dem Schatten eines Baumes, der seine kahlen, nur eben vom ersten jungen Grün überhauchten Aeste und Zweige gespenstisch emporreckte, trat eine junge Dame. „Guten Abend, Herr Mittelstürmer,“ rief sie „oder darf man jetzt Rolli sagen?“. „Guten Abend] Sind Sie es, Fräulein Hilde?“ „Wer wohl sonst? Hatten Sie jemand anders erwartet „Ich war nur überrascht!“ 0. 2 Hoffentlich angenehm. Es ist spät, doch ich, mußte Sie be⸗ gtückwünschen. Sie haben fabelhaft gespielt. Wirklich— fabel⸗ haft! Wieviel zartduftende rosarote und blaßblaue Liebesbriefe haben Sie schon erhalten?“. 0 Roland mußte lachen, und die beiden gingen übermütig, 9 langsam die Straße hinunter. Wer ist wer? Lösung: Roland Lichti, genannt Rolli Bild Nr. Direktor Kornberg Bild Nr. Hilde Gorenflo Bild Nr. Felipe Ximenez Bild Nr. Maria Hedemann Bild Nr. Münk Wohnort: Straße und Haus⸗Nr.: Vereinsangehörigkeit: Bin Abonnent seit: Liefern Sie mir die„Ag SZ.“ vom 1932 ab. (Datum) „Nie mad hat mir geschrieben, und niemand wird mir schrei⸗ ben! Ich hätte auch kaum die Zeit, mich auf solche Briefe ein⸗ e Nach Geschäftsschluß muß ich trainieren, und im uro „Oh,“ fiel sie ein.„im Büro könnten Sie sogar Gedichte machen, wenn Sie wollten!“ Ob er es wirklich nicht wußte, daß sie, die allmächtige Sekre⸗ tärin des mächtigen Prokuristen Windecker, ihm nach Möglichkeit alle zeitraubenden Arbeiten fernhielt? Bei der Verteilung der Arbeit bedachte sie beispielsweise den gutmütigen Brockmann et⸗ was mehr. Diesem machte es nichts aus, und dem Roland Lichti Har damit geholfen. Der konnte dann, wie er es so oft tat, seinen Träumereien nachhängen. Nur das war ihr jetzt zur Gewißheit geworden: Von ihr, von Hilde Gorenflo, träumte er nicht „Lichti,“ fuhr sie fort,„wollen Sie mich nicht ein Stündchen ins Kaffee begleiten?“ „Wie gern, aber heute geht es nicht. Meine Freunde erwar⸗ ten mich.“ „Ihre Freunde,“ sagte sie gepreßt,„immer Ihre Freunde und der Sport! Ich glaube, Sie vergessen über Ihren Fußball ganz, 1175 5 einen Frühling und— im Frühling auch junge Menschen gibt!“ Sie blieb stehen und sah ihn groß an. „Rolli, Rolli!“ tönte es da vom Vereinsheim herüber,„wo steckst du nur?“ „Hören Sie es nicht,“ sagte er hastig.„daß man mich sucht? Ich muß gehen. Entschuldigen Sie mich, bitte. Fräulein Hilde. Aber heute habe ich nur Dienst, strengen Dienst... Gute Nacht und nicht böse sein!“ Er ging schnell nach dem Lokal zurück. „Dieser Tölpel,“ dachte Hilde, und um so was regt man sich Der soll mit seinem Fußball selig werden.“ Dann ging auch sie. Die Bäume rauschten im Nachtwind. Es begann zu regnen. Aber schon war Hilde mit ihren Gedanken wieder bei dem Stürmer. Natürlich liebte er eine andere. Aber wen? Sie würde es herausbekommen. Fortsetzung folgt. auf. S 3 —— N Montag, den 4. Januar 199 Allgemeine Hessische Sport-Zeitung in der 30. Minute die Führung. Kurz darauf wurde durch eine F Linksaußen auf 2:0 für St. erhöht. In hã der zweiten Spielhälfte war die Aeberlegenheit der Gäste klar. Trotzdem gelang es dem Gastgeber bei einem schön vorgetrage⸗ nen Angriff sein Ehrentor zu schießen. Wieseck versuchte nun das Resultat zu halten, mußte sich aber kurz darauf noch ein⸗ mal geschlagen bekennen. Beide Mannschaften befleißigten sich einer anständigen Spielweise. Recht gute Leistungen zeigte der Wiesecker Tor⸗ mann.— Bei Steinberg waren die fünf Ersatzleute recht eifrig. Schiedsrichter Noll-Gießen leitete gut. Aus Daubringen Wir werden gebeten, zu dem Spiel Daubringen gegen Lol⸗ lar vom 27. Dezember 1931 noch folgende Zeilen zum Abdruck zu bringen: Sofort nach Anpfiff schneller Durchbruch von Lollar, Ball geht ins Aus. Abstoß vom Daubringen Tor. Mittelfeldspiel. Die Spieler fallen oft infolge der Glätte und viele Bälle gehen ins Aus. Allmählich finden sich die Spieler mit dem Boden besser ab; Angriffe wechseln; beide Torhüter bekommen Arbeit. Durch Strafstoß geht Daubringen in Führung. Bald danach gleicht Lollar aus. Der Kampf wird aufgeregter, die Lollarer Hintermannschaft zeigt Schwächen und schießt oft Bälle ins Aus. Kurz vor Halbzeit erzielt Daubringen den zweiten Treffer. Nach der Pause feuern die Zuschauer die Spieler dau⸗ ernd an; Schiri⸗Entscheidungen werden kritisiert, ohne daß sich der Schiedsrichter jedoch beirren läßt. Daubringens Läufer⸗ reihe schafft unermüdlich, gut unterstützt durch eine schlagsichere Verteidigung. Bei einem Gedränge fällt das dritte Tor. Lollar stellt um, der Sturm kommt gut vor. Ein Strafstoß wird unhaltbar zum zweiten Treffer für Lollar vertbandelt. Hin und her wogt der Kampf; Daubringen erzielt durch schön ge⸗ tretenen Eckball das vierte Tor. Lollar setzt alles auf eine Karte und kann durch einen Weitschuß den dritten Treffer er⸗ zielen. Das Spiel wird nervöser, die Zuschauerx werden un⸗ ruhig, beide Tore kommen nochmals ernstlich in Gefahr, jedoch wird zählbares nicht mehr erreicht. Aus Etkelshausen Eckelshausen 1.— Caldern 1. 13:1(7:1) Caldern weilte mit seiner ersten Mannschaft in Eckelshau⸗ sen, um das fällige Verbandsspiel gegen die erste Mannschaft von Eckelshausen auszutragen und mußte mit 13:1 Toren ge⸗ schlagen den Heimweg antreten. Das Spiel wurde von Anfang bis zum Schluß in der Calderschen Spielhälfte ausgetragen. Caldern mußte sich auf vereinzelte Durchbrüche beschränken, welche für Caldern jedoch nur das Ehrentor einbrachten. R. Alus Alsfeld Alsfeld— Lauterbach 3:1(0:0) Alsfeld gegen Lauterbach! Wer kennt nicht diese beiden Lokalgegner! Schon seit Jahren lieferten sich beide Mann⸗ schaften erbitterte Kämpfe und nie konnte man den Sieger vor⸗ aussehen. So auch gestern. Obwohl Alsfeld mit drei Mann Ersatz antrat, machte sich doch langsam ihre Feldüberlegenheit bemerkbar; bis zur Halbzeit war das Spiel zum Teil aus⸗ geglichen. Nach dem Wechsel aber kamen die Platzbesitzer immer mehr auf und konnten in kurzen Abständen drei Treffer erzielen, denen die Gäste nur einen entgegensetzen konnten. Bei den Gästen war der Tormann die Stütze der Mannschaft ohne ihn wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Sonst hat die Mannschaft aber gegen früher viel nachgelassen. Bei Alsfeld lieferten alle bis auf den Rechtsaußen und Halblinken ein gutes Spiel, und die ganze Mannschaft zeigte den erforderlichen Siegeswillen. Handball Vf. Wetzlar— Pol.⸗Spv. Butzbach 2:5(0:2) Das Spiel litt außerordentlich durch die schlechten Boden⸗ verhältnisse. Butzbach verlor außerdem schon in der 4. Minute seinen Mittelläufer durch Verletzung. Es ist ein Zeichen der vorzüglichen Schußkraft der Gäste von der Polizei, wenn sie trotzdem so eindeutig gewinnen konnten; außerdem besaßen sie jedoch einen hervorragenden Tormann, der sein Heiligtum mit großem Können verteidigte. Radsport Die ersten Amateurrennen in Frankfurt Die ersten Amateur-Radrennen in der Frankfurter Fest⸗ halle brachten am Sonntag bei gutem Besuch in allen Konkur⸗ renzen recht spannende Kämpfe. Besonders interessant verlief das„Einstunden⸗Mannschaftsrennen“, das im Zeichen langer und erbitterter Jagden stand. Die Mannschaft Fries⸗Bär⸗Sos⸗ senheim konnte hier einen überraschenden Sieg landen. Mit einer Runde wurden die Favoriten Gleim-Hohbein Zweite. Ergebnisse: Hauptfahren:(5 Runden): 1. Gleim⸗Quartett; 2. Roth⸗Ad⸗ ler 1 Lg. zurück; 3. Siehl⸗Offenbacher Herrenfahrer 1 Lg.; 4. Frank⸗ Germania 1. Punktefahren:(60 Runden): 1. Rogler⸗ Germania 15 Pkte.; 2. Fries RV. Sossenheim 11 Pkte., 3 Siehl⸗Offenbacher Herrenfahrer 11 Pkte.; 4. Tigler⸗Velocipedclub Fr. 5 P. 2. Punktefahren:(60 Runden): Hermann-⸗Velociped⸗Club Fr. 5 Pkte., 2. Löber⸗Quartett 3 Pkte.; eine Runde zurück: 3. Bär RV. Sossenheim 16 Pkte.; 4. Gleim 12 Pkte Stundenmannschaftsrennen: 1. Fries⸗Bär(Sossenheim) 43,840 Em 26 Pkte.; eine Runde zurück: 2. Gleim⸗Hohbein(Quar⸗ tett⸗Velocipedelub) 28 Pkte., 3. Rogler⸗Sauer(Germania⸗ Sossenheim) 26 Pkte.; zwei Runden zurück: 4. Roth⸗Löber (Adler⸗-Quartett) 13 Pkte. Dreistundenrennen in Dortmund Por nur etwa 5000 Zuschauern wurde am Neujahrstage in der Dortmunder Westfalenhalle als letzte Vorprüfung zu den Six days ein Drei⸗Stunden-Mannschaftsrennen veranstaltet, das mit dem etwas überraschenden Siege von Rieger-Schenk endete. Drei⸗Stunden⸗Mannschaftsfahren: 1. Rieger⸗Schenk, 128.100 Kilometer, 17 P.; 2. Meyer⸗Manthey, 15 P.; eine Runde zurück: 3. Rausch⸗Hürtgen, 34 P. 4 Vopel⸗Korsmeier, 31 P.; 5. Osz⸗ mella⸗Pützfeld, 31 P.,; 6. Dülberg⸗Tietz, 62 P.; 7. Schoen-Göbel, 20 P.; 8. Kroll⸗Maidorn, 18 P. Silvesterrennen in Basel Im Vordergrund der Silvesterrennen auf der Winder cad— rennbahn in Basel stand ein Steherländerkampf Deutschland ge⸗ gen Schweiz, der von den Einheimischen Gilgen-Läuppi gegen Sawall-⸗Möller mit 4:0 Punkten gewonnen wurde. Die beiden Deutschen bestritten dann noch mit Gilgen ein 27-Kilometer⸗ Rennen, das Sawall sicher gewann. Als Sieger aus dem Inter⸗ nationalen Fliegerkampf ging der Belgier Scherens hervor, während Weltmeister Falck-Hansen nur Dritter hinter dem Schweizer Richli wurde. Sechstageschluß in Brüssel In der Nacht der Jahreswende herrschte im Brüsseler Velo⸗ drom riesiger Trubel. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Akteure befanden sich in Silvesterstimmung und trieben allerhand Allotria. Eine Stunde vor Mitternacht gab das mehr als 20 Runden zurück an letzter Stelle liegende deutsch-franzö⸗ sische Paar Kroschel-Pecqueux auf. Ihrem Beispiel folgten später die Paco, Martin, van Buggenhout und Debrucker. Am Nachmittag des Neujahrstages verlief das Rennen wieder überaus lebhaft. Es gab mehrere Jagden, in denen sich das Feld etwas mehr zusammenschob. Tonangebend waren wieder die Holländer Pülnenburg⸗Braspenning Mit ihnen gewann das weitaus stärkste Paar im Feld. Von den zwanzig gestarteten Mannschaften fuhren nur neun bis zum Schluß durch. Pariser Neujahrsrennen 1 Die Pariser Winterbahn wartete am Neujahrstage mit einem Dreistunden-Mannschaftsrennen auf, das einen sehr be⸗ wegten Verlauf nahm. Fast ununterbrochen wurde gejagt und die in den drei Stunden zurückgelegte Strecke betrug nicht we⸗ niger als 133,125 Kilometer. Als das stärkste Paar im Felde erwiesen sich die Franzosen Wambst⸗Broccardo, die mit Runden⸗ vorsprung gegen die Belgier Mortier-Meulemans sowie Peix⸗ Dayen gewannen. Erst zwei weitere Runden zurück folgte das Gros des Feldes. Werbt für die H. H. S. Z.! Was den Sportsmann interessiert. Von den süddeutschen Fußballfeldern Für diesen Sonntag stand eigentlich ein recht umfangreiches Spielprogramm auf der Tagesordnung, neben den Schlußspielen um die Süddeutsche Meisterschaft, waren noch in einzelnen Gruppen Verbandsspiele nachzuholen, gleichzeitig setzten die Po⸗ kalspiele in größerem Amfange ein. Doch das Regenwetter machte verschiedentlich einen Strich durch die Rechnung. Zahl⸗ reiche Plätze waren spielunfähig, so daß die Spiele abgesetzt werden mußten. Wo aber trotzdem Fußballkämpfe zur Durch⸗ er gelangten, da setzte der nasse Boden den Spielern er zu. F In ben Schlußspielen um die Süddeutsche Meisterschaft fielen in der Abteilung Nord⸗ west die angesetzten Begegnungen FK Pirmasens— Wormatia Worms und SV Waldhof— FW Saarbrücken aus. Doch einigte man sich in Waldhof zu einem Freundschaftsspiel, das mit einem 2·˙0 220)Sieg der Saarmannschaft endete. In der Abteilung Südost gab es nur zwei Begegnungen. Die SpVgg. Fürth fer⸗ tigte den VfB Stuttgart mit 370(2:0) ab, ebenso kehrte der alte Rivale der Fürther, der 1, FC Nürnberg aus Rastatt mit einem leichten 5 0-Sieg gegen den F Rastatt nach der Noris zurück. In den Verbandsspielen gab es nur in der Fruppe Main eine Begegnung von Bedeu⸗ kung. Der FSW Frankfurt blieb gegen den VfL Neu Isenburg mit 3.0(2:0) erfolgreich und holte sich damit endgültig den zweiten Platz dieser Gruppe. Bei Rotweiß Frankfurt setzte sich die Pechserie fort, diesmals mußten die Bockenheimer mit einer 3:1.(170)⸗Niederlage die beiden Punkte lassen. Eintracht Frankfurt hatte diesmals Union Niederrad zum Gegner. Der Mainmeister kämpfte recht lustlos und konnte gerade noch mit 3˙2(3:1) einen knappen Sieg sicherstellen. Bei den Freundschaftsspielen, deren Zahl an diesem Sonntag naturgemäß sehr gering wax, buchte der WTC Wien einen 673⸗(4:1) ⸗Erfolg gegen den 1. IC Pforzheim, ebenso konnte Austria Wien dem Freiburger FC mit 3:2(1:0 das Nachsehen geben. Süd schlägt Nord 5:2(3:1) 12 000 Zuschauer im Mannheimer Stadion. Verdienter Sieg. Zum traditionellen Freundschaftstreffen zwischen den beiden Fußballmannschaften von Nord⸗ und Süddeutschland hatten sich am Neujahrstage im Mannheimer Stadion 12000 Zuschauer eingefunden. Den Massen wurde ein sehr schöner und an span⸗ nenden Momenten reicher Kampf geliefert, obwohl der schnee— Es liegt Veranlassung vor, die Herren Berichterstatter um strikteste Objektivität bei der Abfassung ihrer Berichte zu bitten, da wir vom Redaktionstisch aus nicht alles prüfen können. Die Berichterstatter wollen von der Verantwortlichkeit ihrer Berichte sich selbst bewußt bleiben. Die Schriftleitung. bedeckte Boden den Spielern manches Mal zu schaffen machte. Schiedsrichter Wingenfeld⸗Fulda hinterließ einen ausge⸗ zeichneten Eindruck. Zwischenrunde um den Bundespokal Das Zwischenrundenspiel um den Fußball⸗Bundespokal zwi⸗ schen dem Norddeutschen Sportverband und dem Südostdeut⸗ schen Fußballverband wird am 10. Januar in Hamburg auf dem Platze des SC. Viktoria in Hoheluft ausgetragen. Länderspiele des D. F. B. Foür das kommende Jahr hat der Dae B. folgende Länder⸗ spiele abgeschlossen und die Termine festgelegt: 6. März gegen die Schweiz in Leipzig, 1. Juli gegen Finnland in Helsingfors; 25. September gegen Schweden in Nürnberg; 30. Oktober gegen Ungarn in Budapest. Für 1933 sind bisher Länderspiele gegen Italien am 1. Januar in Italien und gegen Frankreich am 5. März in Deutschland vorgesehen. Sommerspielsperre. Die auf dem letzten Bundestag für das ganze Bundes⸗ gebiet beschlossene Sommerspielsperre beginnt am 3. Juli und endet mit dem 30. Juli nächsten Jahres. Mittel zur Betreuung erwerbsloser Jugendlicher Nachdem der Deutsche Fußball-Bund seinen Landesverbän⸗ den bereits im Oktober 20 000.— Reichsmark für ihre Arbeit in der Fürsorge für erwerbslose Mitglieder zur Verfügung stellte, hat der Bundes vorstand auf Vorschlag des Bundesju⸗ gendausschusses neuerdings beschlossen, weitere 11 500.— Ruk. an die Landesverbände zu geben. Mit diesem Betrag soll die Durchführung solcher Kuürse ermöglicht werden, in denen er⸗ werbslose Jugendliche aus älteren Jahrgängen zu Füh⸗ rern von Jugendabteilungen bezw. ⸗gruppen herangebildet werden sollen. Peter Szabo trainiert Rot⸗Weiß Frankfurt Peter Szabo, der bekannte ungarische Fußball⸗Internatio⸗ nale ist vom Sport⸗Club Rot⸗Weiß Frankfurt als Trainer ver⸗ pflichtet worden. Zuletzt betätigte sich Szabo als Trainer bei Germania 94 Frankfurt, die unter seiner Obhut ansehnliche Fortschritte machte. Rot⸗Weiß Frankfurt hat jedenfalls mit der Verpflichtung des sympathischen Ungarn keinen schlechten Griff getan. Fußball⸗Torstangen sollen geändert werden Sonst hat der DFB keine Sorgen. Wie bekannt wird, hat der DB einen Vorschlag des Schiedsrichter. Bohn-Mannheim genehmigt, nach dem der rechteckige Torbalken so geändert werden soll, daß er(im Durch— schnitt) Trapezform erhält. Damit wird erreicht, daß Schüsse an die Innen- oder Außenkante des Tores im gleichen Ausfall⸗ winkel zurückgehen, wie sie einfallen, so daß ein Schuß an die Innenkante stets ins Tor, ein Schuß an die Außenkante ins Aus prallen würde. Nach Auffassung von Dr. Bauwens würde für diese Aenderung keine Regeländerung erforderlich sein. Beneidenswerter Deutscher Fullball-Bund, der im Augen⸗ blick innerer und äußerer Krise keine anderen Sorgen hat... 8 Verbandsspiele im Gau Gießen⸗Wetzlar Aenderungen für den 10. Januar 1932: VfB Gießen 2.— Hermannstein, Bernhard⸗Wieseck, nicht Rabe Nauborn 2.— Schwalbach, Dauser⸗Wetzlar, nicht Koob Leihgestern— Garbenteich, Noll⸗Gießen Steinbach— Lollar, verlegt auf 14. 2. 1932. Am 17. Januar 1932: Aßlar— Burgsolms, Rabe⸗Gießen Steindorf— Löhnberg, Wallbott⸗Steinberg Nauborn— Aßlar 2. Dietz⸗Wetzlar 1900 Gießen 2.— Ehringshausen, Bernhard⸗Wieseck Burgsolm⸗ 2.— Hermannstein, Drescher⸗-Garbenheim SC. Wetzlar 2.— Oberbiel, Willer⸗Wetzlar Lollar— Großen⸗Buseck, L. Schäfer⸗Gießen* Steinberg— Steinbach, Seitz⸗Gießen Obershausen— Niedershausen 2., Wolf⸗Bissenberg Odersbach— Merenberg 1. Kleemann⸗Bissenberg Gräveneck— Wirbelau, Dragässer⸗Weilburg Ulm— Tiefenbach, Volkwein⸗Biskirchen Berghausen— Schwalbach. Presber⸗Stockhausen Hermannstein 2.— Garbenheim, Dauser⸗Niedergirmes Bieber— Niederweisel, Böcher-Gießen 1900 Gießen 3.— Wieseck, Schmidt⸗Butzbach Lich— Dutenhofen, Kreuder⸗ Grünberg VfB Gießen 3.— Heuchelheim, Becker⸗Dutenhofen Steinberg 2.— Steinbach 2., Noll⸗Gießen Grünberg— Laubach 2. Kreiling-Gießen Freienseen— Bobenhausen, Naumann⸗Laubach Vorbandsspiele im Gau Marburg Am 10. Januar 1932. 2. Bez.⸗Klasse: Dreihausen Frankenberg(Busch-Butzbach) Gladenbach— Marbach dure Erdhausen— Breidenstein(Eidam-Marburg) Frechenhausen Biedenkopf(Wießner) Wommelshausen— Feudingen(Spurck-Butzbach) Gauklasse: Erksdorf— Langenstein(Grote-Mainzlar) Allendorf— Speckswinkel(Koditz) Caldern— Buchenau(Schneider-Marbach) Ockershausen 2.— Germania 2.(Rösser) Endbach 1.— Sinkershausen 1.(Zacharias) Dernbach 1.— Wommelshausen 2.(Schwarz⸗Gl.) Erdhausen 2.— Hartenrod 1.(Enders) Bottenhorn 2.— Lixfeld 1.(Graf) Breidenbach 2.— Niedereisenhausen 1.(Barth) Gönnern 1.— Steinperf 1.(Sack) Hesselbach 1.— Banfe 1.(Eckel) Feudingen 2.— Wallau 2.(Kühn) Erndtebrück 1.— Laasphe 2.(Boß) Kombach 1.— Dautphe 1.(Feußner⸗Friedensdorf) Eckelshausen 2.— Hammerxtshausen 1.(Born) Buchenau 2.— Mornshausen 1. e e Holzhausen 1.— Wolfgruben 1.(Feuring⸗Wallau) Cölbe 2.— Michelbach 1.(Hahn-Schweinsberg) Unterrosphe 1.— Sarnau 2.(Becker-Mellnau) Eermania 3.— Bürgeln 2.(L. Rupp⸗Niederwalgern) Cappel 2.— Wehrda 2.(Lemmer) VfB 3.— Schönstadt 2.(Nowack) Leidenhofen 2.— Leidenhofen 1.(Bier) Wiesenbach 2.— Oberdieten 1.(Schmidt Br.) Dautphe 2.— Roth 1.(Reichel) Breidenstein 2.— Wallau 3.(Pfeiffer⸗Breid.) Frechenhausen 2.— Wolzhausen 1.(Feuring) Lohra 2.— Damm 1.(SHahn⸗Marburg) Haddamshausen— Niederwalgern 2.(Scheld⸗Gl.) Oberwalgern 1.— Noth(Abels, Marburg, Untergasse 1) Altenvers— Weipoltshausen(Eidam⸗Niederwalgern) Gladenbach 2. Frohnhausen(Hof⸗Erdhausen) Holzhausen— Lohra(Vocken roth) Nachtrag: VBK 2.— Bürgeln(Klee) 5 Dreihausen— Rüddingshausen(Baier) Brieslasen. (Ohne Verantwortung der Schriftleitung.) Zum Eingesandt in Nr. 51 erhalten wir folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung 8 Die Frage, wann sind alle Möglichkeiten des Schieds⸗ richters erschöpft, ein Spiel weiterzuleiten, ist wie folgt zu beantworten: 1. Wenn Publikum auf den Platz eindringt, keine Platzord⸗ nung vorhanden ist, die den Schiedsrichter vor Bedrohungen schützt, so ist für den Schiedsrichter die Möglichkeit zur Wei⸗ terleitung eines Spieles nicht mehr gegeben. Der Platzver⸗ ein hat Platzordner zu stellen und ist für die Vorkommnisse verantwortlich. Bei Störungen genannter Art ist das Spiel für die Platzmannschaft verloren. 8 5 Ist aber Platzordnung in der erforderlichen Anzahl vor⸗ handen, die dem Ansturm des Publikums nicht gewachsen ist, so hat der Schiedsrichter zu versuchen, unter Mithilfe beider Mannschaften den Platz zu räumen. In Ddiesem Falle hat ja der Schiedsrichter seine Platzordner zur Seite, die ihn auch weiterhin schützen werden.(Evtl. Spielabbruch und Wieder⸗ holung. 5 Alt Platzordnung vorhanden, die bei Zwischenfällen selbst den Schiedsrichter bedroht, das Publikum durch ihr Verhalten auf den Platz eindringen läßt, ja sogar zuläßt, daß Spieler den Schiedsrichter tätlich angreifen, ohne dagegen, einzuschrei⸗ ten, dann ist jegliche Möglichkeit zur Weiterführung eines Spieles genommen.. a 192 Es ist gut vom grünen Tisch aus zu sagen, die Möglich⸗ keiten waren nicht erschöpft, denn die Herren kennen die Si⸗ tuationen nur durch die Berichte und Gegenberichte. Als Schiedsrichter auf einem Platz ein Spiel zu leiten, wo das Publikum die Entscheidungen des Schiedsrichters kritisiert, durch Zurufe versucht Entscheidungen zu bestimmen, Drohungen ge⸗ gen den Schiedsrichter ausspricht, die Platzordnung. sich hieran beteiligt, ist nicht leicht, denn der Schiedsrichter muß sich jeder⸗ zeit darauf gefaßt machen, daß Publikum und Platzordnung ja sogar eine Mannschaft von beiden gegen ihn tätlich Stel⸗ lung nimmt. In solchen Fällen halte ich es für gerecht, wenn diese Spiele für die Gäste gewonnen erklärt werden, und, nicht daß die Gastmannschaft sich nochmals in einen solchen Hexen⸗ kessel begibt. 5. Müller ⸗B. Sport-Zerndt- Wetzlar Langgasse 24 Ruf 3038 liefert 1—— Reparaturen⸗Montage⸗ aan in eigener Werkstatt Anleitung für Anfänger (über 10 Jahre aktiver Skiläufer im D. S. V.) Fordern Sie bitte Liste über Wintersportartikel Nürl Overbeck, dleben, Felnmech.-Meisler Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen Neue und gebrauchte Maschinen in Raul und Miete Rodheimerstr. 38 Telephon Nr. 3715 1 4 läufe in d bett gro tene en aber Hint f