weiten enschauer Die Aus⸗ elcaft 'on. Lei⸗ hen. zahl⸗ g und es spannende wann die dh. eis) 1. Gießener K Hassig KN. Saar⸗ Gießener . 6 1577 Limburg 7 bricht s 7.274, 1. Sgar⸗ mannen): Limburg nr Saar⸗ Morburg (Friedel hrenberg), fen auf. ) Saar⸗ lat 1880 durch das hiedstichter eter) 1. Zeit. ufgegeben. burg 10h. Marburger 877 6.024%, lire Puis⸗ , die über tlich Auß⸗ inden und f Minen Miete n Mr. 37c¹ 8 dungen Geblockt zu 9 — 3 0 Einzelpreis 20 Ryf. 8 2 A. U.. 2 allgemeine hessische Sport⸗5eitung Einzelpreis 20 Rpf. verbreitet im Bezirk hessen⸗Hannover des W. S. V. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, Dill und Marburg Bezugspreis: durch die Vereine, wenn obligatorisch einge⸗ führt, vierteljährlich 1,50, für sonstige Bezieher viertel. jährlich 2,40 Mk. Erscheint jeden Dienstag. Redaktionsschluß: 8 Uhr vormittags. spielt für Wetzlar ein neuer Mann, Ackermann als Mittelläufer. 5 der Verein Roth vollauf über das gute Gelingen zufrieden sein. Abonnements⸗ und Anzeigen-⸗Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Tel. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 531 Frankf.⸗M. Druck und Verlag: Albin Klein, Gießen. Verantwortlich: Klein jun. und Georg Burgeleit. Anzeigenpreise(bis auf Widerruf): a) im Anzeigenteil für die 30 mm breite Petitzeile od. deren Raum 24 G.⸗Pfg., für Anzeigen mit bestimmtem Platz oder im textlichen Teil die 90 mm breite Petitzeile oder deren Raum 96 G.⸗Pfg. 7. Jahrg. Dienstag, den 9. August 1932 Auftakt zur Fußballfaison 193233 Sportverein Wetzlar schlägt Kurhessen Marburg 3:2 Ein guter Start der Wetzlarer, welche während der Sperre unter guter Leitung eifrig trainiert haben und daher den kom⸗ menden Spielen in ihrer jetzigen Verfassung aussichtsreich ent⸗ gegensehen! Bei gutem Besuch zeigten beide Mannschaften ein sehr gutes Spiel, welches die Massen stets in Begeisterung brachte. Die Wetzlarer waren im Sturm und Verteidigung besser, die Mar⸗ burger hatten ein Plus in der Läuferreihe, welche bei den Wetz⸗ larern noch verbessert werden muß. Der Spielverlauf: Marburg wählt den Wind— schöne An⸗ griffe der Wetzlarer bringen zwei Chancen, werden jedoch aus⸗ gelassen— Schreier, der neue Mann im Wetzlarer Tor, greift erstmalig ein. Marburg kommt wieder vor, ihr Halbrechter schießt am leeren Tor vorbei. Benner 1 köpft im letzten Mo⸗ ment zur Ecke, abgewehrt, Strafstoß für Marburg— aus. Wetzlar eine Zeit lang im Marburger Strafraum, Blech ver⸗ schießt. Hoffmann schießt an den Pfosten. Marburg kommt im Gegenangriff zur Ecke nach Abwehr von Schreier. Acker⸗ mann macht Hand, den Strafstoß fängt Schreier. Marburg im Angriff, Benner 1. täuscht raffiniert, Schreier hält im Fallen, Hertstein macht Hand, Strafstoß für Marburg geht aus. Eine Flanke von Blech Linksaußen fängt der Marburger Hüter vorzüglich, Blech ist nach Vorlage von Diehl wieder durch, sein Schuß geht außen ans Netz. Diehl schießt den Marburger Hüter an. Gegenangriff Marburgs, Benner 2. ist überspielt, der Linksaußen schießt mit langem evt. haltbarem Schuß zur Führung ein. Marburg weiter im Angriff, kritisch für Wetzlar. Flanke von rechts hält Schreier. Marburg im Angriff über den linken Flügel, endet mit wunderschönem Schuß von Adorf in die lange Ecke. 2:0 für Marburg. Marburg im Angriff. Schreier hält. Wetzlar bricht durch über den rechten Flügel, Hand von Marburg im Strafraum— kein Pfiff. Fischer⸗Wetz⸗ lar verliert den Ball, Ackermann stoppt den Marburger, gibt feine Vorlage zu Blech, dieser geht allein durch, überspielt und schießt kraftvoll ein. 2:1.— Halbzeit.— Als linker Läufer Nach 2 Ecken für Wetzlar, 1 für Marburg, startet Diehl einer Vorlage nach, kurzer Kampf vor dem Marburger Tor, Diehl ist Sieger, schiebt ruhig in die Ecke 2:2, mächtiger Beifall. 5 Mi⸗ nuten beiderseitige Angriff, Diehl legt Blech vor, dieser flankt zu Hoffmann, welcher direkt im vollen Lauf verwandelt. 3:2 für Wetzlar. Wechselnde Angriffe auf beiden Seiten bringen keiner Partei mehr einen Erfolg. W. Z. W. 1900 Gießen— Eintracht Siegen 4.1(l: i De Gießener Blau-Weißen begannen die diesjährige Spiel⸗ saison recht verheißungsvoll. Sie hatten mit der Siegerländer Mannschaft einen guten Griff getan. Die Gästemannschaft spielte Rund um den Marburger Schl Germania Marburg— Vfb. Neu⸗Isenburg 2:2 Diesmal eröffnete Germania die Saison mit einer guten süddeutschen Oberliga-Mannschaft. Allerdings muß zugegeben werden, daß die Erwartungen, die man auf diese süddeutsche Elf setzte, nicht restlos erfüllt wurden. Germania stand in stärk⸗ ster Aufstellung und zeigte auch ein gutes Spiel. Vor allem Happ im Tor scheint durch die neue Trainingsschule allerhand gelernt zu haben. Die erste Hälfte war ziemlich ausgeglichen, während in der zweiten Hälfte die Gäste ein Plus hatten. Das Spiel war jederzeit ein faires und hatte in Kunze Gießen einen gerechten Leiter. VfB K. spielte in Wetzlar und verlor mit 2:3. Die zweite Mannschaft des VfB K. unterlag gegen Roda 01, während die vierte Elf gegen Wehrda 2. mit 3:1 Sieger blieb. In Noth an der Lahn waren Polkalspiele. In der Liga⸗ Klasse gab es nur einen Kampf, da nur zwei Gegner gemeldet hatten. Ockershausen 2.— Niederwalgern 1. 1:0. Die Marburger Vorstädter waren jedoch reichlich verstärkt. Wenn man eine zweite Mannschaft meldet, so soll man auch eine solche spielen lassen. Die Spieler von Niederwalgern be— nahmen sich gegen den Spielleiter recht unsportlich und dürfte sich der Gauvorstand mit diesem Verein noch zu befassen haben. Zur A-⸗Klasse hatte kein Verein gemeldet, während in der B⸗Klasse Lohra Sieger blieb(sh. Ergebnisse). Ein kleines Tanzvergnügen bildete den Schluß der Veranstaltung und kann Am kommenden Sonntag empfängt VfB.⸗Kurhess. Marburg die 1. Elf von Hessen 09 Kassel. Beginn 3 Uhr. FV. Cölbe begeht sein Stiftungsfest und eröffnet den Reigen einen fairen und technisch nicht schlechten Fußball; leider konnten sie die auch für sie vorhandenen Torchancen durch ihren zaudern⸗ den Sturm nicht ausnutzen. Die 1900er, die in neuer Aufstel⸗ lung antraten, weisen noch einige Schönheitsfehler in ihrer Mannschaft auf, die jedoch wohl in den nächsten Spielen zu kor⸗ rigieren sein dürften. Darüber später mehr. Das Spiel lei⸗ tete Schiri Köhler⸗Gießen, der seit kurzer Zeit wieder in die Gilde der Pfeifenmänner eingetreten ist, in feiner Manier— wie es sein soll, man merkte nichts von ihm. Die erste Halb⸗ zeit verlief im großen und ganzen ohne aufregende Momente. Beide Mannschaften verpaßten bei flottem Spiel manchen ge— botenen Erfolg. Nach viertelstündigem Kampf, die Einheimi⸗ schen drückten etwas, kam Siegen unerwartet durch seinen Mit⸗ telstürmer durch langen Schuß in die linke Torecke zum Führungs⸗ tor. Nur wenige Minuten später konnte der Gießener Mittel⸗ stürmer Lippert den Ausgleich herstellen. Dabei blieb es, trotz einer ganzen Reihe von Eckbällen, bis zur Pause. In der 2. Halbzeit wurde das Spiel lebhafter. Rasch wechselte der Bull von einem zum anderen Tor. In der 50. Spielminute konnte Arnold⸗1900 durch einen von Lippert vorgelegten Ball auf 2:1 für die Platzbesitzer erhöhen. Die Gäste versuchten nachzuziehen. Das Spiel wurde schärfer. Auch als 1900 in der 68. Minute durch Lippert auf 3:1 erhöhen konnte— Jäckel hatte eine sau⸗ bere Flanke hereingetreten— ließen die Gäste in ihrem Wider⸗ stand nicht nach. Aber ihre Aktionen scheiterten an der Gie⸗ ßener Hintermannschaft und litten sehr darunter, daß die Gäste⸗ Läufer zu defensiv spielten. Trotz der vielbeinigen Verteidi⸗ gung konnte Arnold⸗1900 dann kurz vor Spielschluß noch ein viertes Tor für seine Vereinsfarben erzielen und damit den verdienten Sieg sicher stellen. Kritik: Die Gästehintermannschaft war gut. Die Läufer⸗ reihe zeigte allerdings wenig Aufbauarbeit und der Sturm hatte keinen richtigen Torschützen. Das Zuspiel in der Mannschaft war sehr präzise.— Von 1900 hatte Schlarb 2. im Tor manchen schwachen Moment(Fußabwehr, Herauslaufen ufw.), die den Fachmann für die kommende Saison mit leiser Sorge erfüllen. Die Verteidigung mit Zeiler und Luft war gut besetzt. In der Läuferreihe fiel Schlarb 1. als rechter Läufer durch ungenaues Zuspiel auf. Lippert als Mittelstürmer machte seine Sache sehr gut. Immer wieder riß er den Sturm nach vorne und verteilte die Bälle schnell und genau. Auch schien er sich mit seinen Nachbarleuten(Arnold und Göbel) recht gut zu verstehen. Die Außenstürmer fielen dagegen ein wenig ab, ohne darum nichts geleistet zu haben.— Auf alle Fälle waren Wilhelmi und Henrich gut ersetzt. Im Anschluß an das Spiel fand in allen Räumen der Lie⸗ bigshöhe anläßlich des 32. Stiftungsfestes der 1900er ein har⸗ monisch verlaufenes Sommerfest statt. oßberg am Samstagabend mit einem Spiel Cölbe 1.— Ockershausen 1. — Am Sonntag sind dann Pokalspiele. Wir wünschen der Veranstaltung einen guten Verlauf. Die Verbandsspiele im Gau Marburg beginnen am 21. August 1932. Vereine, befleißigt Euch einer fairen und ritter⸗ lichen Spielweise! Der Gau-⸗Schiedsrichter⸗Referent hielt mit einigen Schieds⸗ richtern auf dem VfB K.-Platz eine praktische Belehrungsstunde ab, die zum Nutzen eines Jeden gewesen sein dürfte. Auch ein Teil der sonstigen Sportplatzbesucher nahm regen Anteil. um den Verbleib in der Sonderklasse Kurhessen der Glücklichere.— Hessen 09 2:1 geschlagen. 7000, Personen waren Zeugen dieses Kampfes um den Ver— bleib in der Sonderklasse. Kurhessen gewann das bedeutungs⸗ volle Treffen recht glücklich. In der ersten Halbzeit führte ein Strafstoß des Mittelläufers Wuth zum ersten Erfolg für Kur⸗ hessen. Kurze Zeit später fiel auch das zweite Tor durch Luckhardt. Nach dem Wechsel war Hessen 09 meist tonangebend, da die Läuferreihe der Kurhessen zu defensiv spielte. Aber der Sturm der Hessen war von allen guten Geistern verlassen. Ein Elfmeterfall, der wegen Händespiel des rechten Verteidigers der Kurhessen gegeben wurde, wurde verschossen. Erst eine schöne Flanke des Rechtsaußen wurde von Schrader, der inzwischen mit dem Mittelstürmer getauscht hatte, durch Kopfball verlängert und führte zum einzigen Erfolg für Hessen 09. Gegen Schluß lagen die Hessen dauernd stark im Angriff, aber Kurhessen ver—⸗ stärkte die Verteidigung und konnte mit viel Glück das Ergebnis halten. Nr. 32 Streife durch den Bezirk Immer noch Debatte um die Gruppe Lahn! Der„Wetzlarer Anzeiger“ Nr. 179, vom 2. August, brachte folgende„amtliche(2) Verlautbarung“, die ihm von der „Pressestelle des Gaues Gießen-Wetzlar“(2), unterzeichnet mit G. 3., zugestellt worden ist: Nach dem Rücktritt des SC. Wetz⸗ lar⸗Niedergirmes list nicht zurückgetreten, sondern abgestiegen, gleichwie die Sportogg. Dillenburg, die überhaupt nicht er⸗ wähnt ist!) haben auch Butzbach und Wiesenbach auf die Zu⸗ gehörigkeit zur 1. Bezirksklasse verzichtet. Dadurch ist auch dem Wetzlarer Sportverein und den beiden Gießener Vereinen, VfB und 1900, der Verbleib in der 1. Klasse unmöglich geworden, so daß sie ebenfalls in der 2. Bezirksklasse spielen wollen. Das alles ist eine Folge der falschen Politik einiger Vereine, die sich nicht entschließen konnten, für eine Auffüllung und Zweiteilung der Gruppe Lahn zu stimmen. Wenn man zu den 10 Vereinen des Vorjahres außer den zwei abgestiegenen Bezirksligisten VfB Gießen und Ockershausen noch die vier Vereine Weilburg, Sinn, Gladenbach und Wommelshausen hinzunahm, konnte man 2 Gruppen mit je 8 Vereinen bilden. Das war im Vergleich zu den andern drei Gruppen 1. Bezirksklasse(Fulda, Kassel und Südhannover), die bedeutend weniger Vereine in ihrem Bereich umfassen, durchaus nicht zuviel usw. usw.— In Nr. 181, vom 4. August, erschien eine Erwiderung des Wetzlarer Sportvereins: die Meldung in Nr. 179 stimmt nicht. Wir selbst haben nicht die Absicht, auf die Zugehörigkeit zur 1. Bezirksklasse zu verzichten, und auch die beiden Gießener Vereine tragen sich, soweit wir unterrichtet sind, nicht mit solchen Gedanken. Am 17. Juli ist die Bildung einer Gruppe von 10 Vereinen beschlossen worden; das ist zwar keine ideale Lösung, aber an diesem Beschluß dürfte jetzt wohl nichts mehr geändert werden können. Wir hätten auch lieber eine Auffüllung auf etwa 14 Vereine und eine Zweiteilung gesehen, vertreten aber nach wie vor den Standpunkt, daß für alle Vereine des Lahnkreises die Bildung eines besonde⸗ ren„Lahnbezirkes“ der günstigste Ausweg aus dem Wirrwarr ist, zumal zwischen den derzeitigen und vergangenen Vertre⸗ tern der Bezirksliga und einem großen Teil der Vereine der 1. Bezirksklasse nur wenig oder überhaupt kein Anterschied in der Spielstärke besteht.— Zu diesen Ausführungen ist zu bemerken: die Gaue Göt⸗ tingen und Harz⸗Weser(Gruppe Südhannover), Kassel(Gruppe Kassel) und Fulda(Gruppe Fulda) haben allerdings viel weni⸗ ger Vereine als die Gaue Marburg, Gießen-Wetzlar und Dill. Gruppe Lahn), dafür aber, wie man in dem Anschriftenverzeich⸗ nis leicht feststellen kann, eine ganze Anzahl vom Vereinen, die zahlenmäßig stärker und daher doch auch wohl pekuniär lei⸗ stungsfähiger sind. Uebrigens ist für jede der drei anderen Gruppen auch nur eine Besetzung mit 10 Vereinen vorgesehen, die sicher auch durchgeführt wird(bei der Gruppe Fulda sich von selbst ergibt und von den Vereinen in Südhannover selbst be⸗ schlossen ist!) In diesem Jahre wird also, wie der Wetzlarer Sw richtig andeutet, keine Aenderung mehr herbeigeführt wer⸗ den können, da am 17. Juli die Vereine des Lahnkreises auch selbst ihr Schicksal bestimmt haben. Wenn daraufhin der eine oder andere Verein verzichtet, so muß er diesen Schritt vorher wohl erwogen haben und begründen können. Deshalb ist es aber nicht nötig, daß die„Pressestelle des Gaues Gießen-Wetz⸗ lar“(wer ist das eigentlich und wo arbeitet sie?) nun gleich die ganze Gruppe Lahn zu sprengen sucht, indem sie verbreitet, daß die drei größten Vertreter derselben jetzt auch noch zurück⸗ treten würde. Von einer„amtlichen“ Verlautbarung kann dabei aber gar keine Rede sein, denn die drei genannten Ver⸗ eine haben bereits für die 1. Klasse ihre Meldungen nach Kassel eingeschickt und dabei ihre Wünsche betr. freier Sonntage usw. geäußert. Die„Pressestelle“ scheint also schlecht unterrichtet gewesen zu sein oder mit ihrer Alarmmeldung außer der oben genannten noch besondere Absichten verbunden zu haben. Es wäre aber im Interesse aller Vereine und Instanzen besser ge— wesen, dieses Vorhaben zu unterlassen. Pokalspiele Die Meldungen zu den Polkalspielen der Gruppe 1(Gau⸗ klassen und 2. Bezirksklasse) sind in den Gauen Dill, Gießen⸗ Wetzlar und Marburg so spärlich ausgefallen, daß hier wahr⸗ scheinlich keine Runden zusammen kommen.(Laut Beschluß des Vereinsvertretertages des Gaues Gießen-Wetzlar am letzten Sonntag in Wetzlar werden für den Gau Gießen-Wetzlar auch in den unteren Klassen die Polkalspiele durchgeführt. Darüber an anderer Stelle. D. Red.) Auch in den an⸗ dern vier Gauen des Bezirkes stehen die Anmeldungen hinter den Erwartungen zurück. Dagegen hat sich die Zahl der Teil- nehmer in der Gruppe 2(1. Bezirksklasse und Bezirksliga) * e Dienstag, den 9. August 1932. Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung gegenüber dem Vorjahre erfreulicherweise vermehrt. Bis zum Schluß der Meldefrist haben nämlich zugesagt? SC 03, Kur⸗ hessen und Sport aus Kassel, VfB und 1900 aus Gießen, Wetz⸗ larer Sportverein, Frohnhausen, Wallau, Bottenhorn, Neuhof, SC 05 Göttingen, Witzenhausen, Bad Lauterberg und SV 05 Einbeck, also zusammen 14 Vereine. Davon haben sich verschie⸗ Ergebnisse g hessen⸗ Hannover Kurh. Kassel— Hessen 09 Kassel 2:1(2:0) Borussia Fulda— Weidenau 91:0(4:0) Rot⸗Weiß Homburg— Hessen Hersfeld 013(02) Melsungen 08— SC 03 Kassel 171 Spielv. Kassel— Hessen-Preußen 121 Einbeck 05— Germania Osterode 52(4:0) Spogg. Göttingen— FC Grone 12(011) Germania Marburg— Pf. Neu⸗Isenburg. 2 Wetzlarer SpV— Kurh. Marburg 32(12) 1900 Gießen— Eintracht Siegen 41(111) Frohnhausen— VfB Gießen 0:4(011) Wallau 1.— Wommelshausen 1. 2:3(2:0) Steindorf— Aßlar 12(1:1) Ehringshausen— Weilburg 2˙1 Werdorf 1.— Biskirchen 1. 3:1(Spielabbr.) Wetzlarer SpV 2.— SC Wetzlar⸗Niedergirmes 2. 4.1 Garbenteich 1.— Steinberg 1. 4.7(2:3) VfB Gießen 2.— Leihgestern 1. 218(1:2) Lollar— Lich 31 Tiefenbach 1.— Bissenberg 1. 0:9 Holzhausen 1.— Stockhausen 1. 1:1(Spielabbr.) Steinberg 2.— Steinbach 02 7:0(6:0) VfB Gießen 3.— Leihgestern 2. 1:2(0:2) Alm 1.— Braunfels 1. 2:0(1:0) Ulm 2.— Braunfels 2. 81 Wetzlarer SpV 5.— Schwalbach 2. 3:3 1900 Gießen Igd.— Weilburg 1. Igd. 6:1(3:0) VfB Gießen 1. Igd.— Garbenteich Igd. 0:0 Ulm Igd.— Bissenberg Igd. 04 Frohnhausen 2.— Steinbach DT 1: Frohnhausen Igd.— Haiger Igd. 2: Sarnau 1.— Cappel- 414 Kirchhain 1.— Cölbe 1. 2:0 Erdhausen 1.— Weidenhausen 1. 4:0 Roda 1.— VfB Kurh. Marburg 2. 1:0 Wehrda 2.— VfB Kurh. Marburg 4. 1:3 Kirchhain Igd.— Cölbe Igd. 0:2 Endbach Igd.— Gladenbach Igd. 4.0 Pokalspiele in Neustadt: A-⸗Klasse: Sieger: Allendorf 1. B⸗Klasse: Sieger: Allendorf 2. C-⸗Klasse: Sieger: Wasenberg 1. Pokalkämpfe in Noth: A: Ockershausen 2.— Niederwalgern 1. 1:0 B: Großseelheim— Oberwalgern 1:70 Lohra— Niederweimar 20 Cappel 2.— Großseelheim 1:0 Lohra— Cappel 2. 2:0 1 0 2 1 Sportler! sl l. dert de f. H.. dene sicher von dem Gedanken leiten lassen: gelingt, bei den Meisterschaftsspielen den 1. Tabellenplatz(also eventuell die Bezirksmeisterschaft) zu erreichen, so können wir vielleicht die Bezirkspokalmeisterschaft gewinnen und dann mit den anderen Bezirken des WSW die weiteren Spiele austragen, und das bringt Geld ein! wenn es uns nicht Pokalspiele in Dautphe: 1. B⸗Klasse: Breidenbach— Eckelshausen 7:0(4:0) 2. B⸗Klasse: Friedensdorf— Dautphe 211 Wiesenbach— Sinkershausen 3:0 Friedensdorf— Wiesenbach 0.1 1. Gauklasse: Sieger: Wolfgruben 2. Gauklasse: Sieger: Obereisenhausen 2. Aus dem Hinterland Die Ruhepause ist vorbei, König Fußball hat wieder seinen Einzug gehalten. Selbstverständlich war sogleich überall reger Betrieb und auch die nächsten Sonntag dürften uns noch inter⸗ essante Treffen bringen. Pokalspiele in Dautphe. Der Dautpher Einladung waren erstklassige Hinterländer Vertreter gefolgt, um der Veranstaltung die nötige Zugkraft zu geben. Wiesenbach spielte 2. Bez.-Klasse, zeigte rechte gute Leistungen und blieb schließlich verdienter Pokalsieger. Nach⸗ dem Friedensdorf gegen Dautphe 2:1 gewonnen hatte, besiegte Wiesenbach hintereinander Sinkershausen 3:0 und Friedens⸗ dorf 110. In der 1. Bezirksklasse sah man nur ein Treffen: Breiden⸗ bach— Eckelshausen 7:0(4:0). Schon der Halbzeitstand von 4:0 deutet an, daß die Breidenbacher durchweg gleichmäßig über⸗ legen waren. In der 1. Gauklasse holte sich die Siegespalme Wolfgruben und in der 2. Gauklasse Obereisenhausen 2. Platzweihe in Erdhausen. Die rührige Leitung des Sportvereins„Kickers Erdhausen“ hat es mit Hilfe seiner Mitglieder und der Gemeinde fertig⸗ gebracht, aus einem schiefen und unebenen Gelände, eine brauch⸗ bare Platzanlage zu schaffen, die manchem Gelände der 2. Be⸗ zirksklasse über sein wird. Die Arbeit verdient höchste Aner⸗ kennung, zumal das Werk fast ohne jede finanziellen Zuschüsse vollendet wurde. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Lehrer Osthaus, schilderte in seiner Ansprache, wieviele Mühe und Ar⸗ beit es gekostet hat, bis der Platz in diesen brauchbaren Zu⸗ stand gekommen ist. Nach vollbrachter Tat ist aber die Freude um so größer, und Erdhausen hat berechtigten Grund, stolz auf diese geleistete Arbeit zu sein. Der Bürgermeister des Ortes, Herr Dr. Haun⸗Hartenrod und Kreisjugendpfleger Schulz⸗ Endbach brachten in ihren Reden zum Ausdruck, welch wichtige Bedeutung die Anlage für die Jugend hat. Die Fußballspiele selbst wurden eröffnet durch die beiden Jugendmannschaften von Endbach und Gladenbach. Endbach blieb 2:1 Sieger. Dann folgte Erdhausen 1.— Weidenhausen 1. 4:0. Erdhausen spielte durchweg besser wie der Gast und siegte daher verdient. Weidenhausen hätte aber ob seiner eifrigen Spielweise den Ehrentreffer verdient gehabt. Die Veranstaltung erhielt ihren Glanzpunkt, als zwei erst⸗ klassige Vertreter unseres Hinterlandes das Spielfeld betraten: Wommelshausen— F Wallau 3:2(0:2). Beide Mannschaften wurden won den zahlreichen Zuschauern freudig begrüßt und man wußte es sogleich, da standen sich zwei Gegner gegenüber, die nicht nur Fußballspielen, sondern auch fair und anständig bleiben würden. Das Spiel nahm zwar einen etwas überraschenden Ausgang, denn wohl die allerwenig⸗ e.—— Die Landsknethte Sportroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (14. Fortsetzung.) Am Montagabend saßen die Landsknechte im Klubhaus zu⸗ sammen. Zur Besprechung stand das gestern stattgefundene Punktspiel.* „Wir wollen das Unangenehme und Bedauerliche gleich vorweg nehmen, um nachher um so länger bei dem erfreulichen Teil verweilen zu können,“ meinte Bringhoff. Er sah Karl Schäfer an. „Leider hat sich unser rechter Innenstürmer gestern in der zweiten Halbzeit zu einer großen Ansportlichkeit hinreißen lassen und dadurch bald den schwer erkämpften Sieg in Frage gestellt.“ „Der Gegner hatte mir zuerst in gemeiner Weise ein Bein gestellt!“ rief Karl Schäfer erregt.„Ich lasse mir doch nicht alles gefallen.“ „Das brauchen Sie auch gar nicht,“ entgegnete Bringhoff ruhig.„Aber der Schiedsrichter ist doch allein die gegebene Person, Ihnen durch Bestrasung des Gegners Genugtuung zu verschaffen.“ „Das haben wir ja gesehen! Nichts hatte der Unparteiische gemerkt. Der Mittelläufer konnte ruhig weiter holzen,“ ent⸗ gegnete der Stürmer kurz und herrisch. „Der Schiedsrichter hatte bei dem schlechten Boden ein schweres Amt. Das müssen wir doch berüchsichtigen,“ versuchte Bringhoff einzulenken. „Das mag ja sein. Aber wenn mich jemand in so gemeiner Weise zu Fall bringt und der Schiedsrichter sieht es nicht, dann zahle ich dem Sünder eigenhändig seine Ausschreitung zurück. Oder sollte der gegnerische Mittelläufer etwa straffrei aus⸗ gehen? Dann hätte er seine Fouls immer wieder versucht. Wie ich ihn da aber im Strafraum in den Dreck legte, war ihm mit einem Male die Lust zu weiteren Ansportlichkeiten ver⸗ gangen.“ „Sie stehen auf einem ganz falsche Standpunkt,“ entgegnete Bringhoff. „Es hätte ebenso gut sein können, daß der feind⸗ selige Mittelläufer für die Anrempelung die Feindseligkeiten fortgesetzt hätte. Dann wäre die beste Holzerei im Gange ge— wesen. Der Gegner konnte sich allerdings in diesem Falle wohl zufrieden geben. Wurde er doch durch ein Tor, das uns bald den Sieg gekostet hätte, genug für Ihr unfaires Spiel ent⸗ schädigt. 5 Am meisten betrübt hat mich, daß Ihr unsportliches Be⸗ nehmen durchaus nicht die Folgeerscheinung einer plötzlichen Er⸗ regung war. Ungefähr fünf Minuten vergingen, ehe Sie Gele⸗ genheit hatten, sich an dem Gegner zu rächen. Trotzdem will ich nicht annehmen, daß Sie mit voller Ueberlegung gehandelt haben. Aber Ihr Verhalten ist doch ein Beweis dafür, daß Sie trotz sonstiger guter Leistungen es noch nicht im geringsten ge⸗ lernt haben, sich zu beherrschen.“ „Wenn dir ein Gegner dumm kommt, Karl, kannst du ja ebenso gut ein paar Stunden nach dem Spiel einen Boxkampf mit ihm ausführen,“ meinte Ernst Gehle.„Da hat dir kein Schiedsrichter was zu sagen. Höchstens daß du mit dem Straf⸗ gesetzbuch in Konflikt kommen kannst...“ „Zieht die Sache bloß nicht ins Lächerliche!“ rief Karl Schäfer außer sich.„Aber so ist das ja. Immer bin ich der Sündenbock. Ich brauche nur den Schiedsrichter oder einen Gegenspieler schief anzugucken, dann heißt es gleich: Schäfer kann sich nicht beherrschen! Haben Sie früher immer fair ge— spielt, Herr Bringhoff? Ist Ihnen niemals eine Entgleisung passiert? Ich glaube das jedenfalls nicht. Eine Strafpredigt zu halten ist entschieden leichter... Wenn ich durch mein Be⸗ nehmen auf dem Spielfeld die Siege der Mannschaft in Frage stelle, dann ist es wohl besser, meinen Platz einem andern zu überlassen!“ Damit stand er auf, öffnete die Tür und schlug sie hinter sich zu. Langsam verhallten seine Schritte auf dem Flur... Totenstille herrschte im Zimmer. Bringhoff war ans Fenster getreten. drehte er sich und sagte mit leiser Stimme: Unterricht abbrechen.“ Theo Hansen sprang auf. „Herr Bringhoff, ich möchte Sie für meinen Kameraden Schäfer um Verzeihung bitten. Ich kenne ihn. Er hat das wirklich nicht so gemeint. In seiner Aufregung weiß er nicht, Nach einer Weile „Ich möchte den sten hätten nach einem so glänzenden Auftakt der Wallauer an einen Sieg der tüchtigen Leute aus Wommelshausen gedacht. Die Wallauer waren zunächst überlegen, die Aktionen waren systemvoller und ruhiger, aber diese Ueberlegenheit wurde nur durch zwei Treffer ausgedrückt, während es derer weit mehr sein konnten. 5 Nach der Pause kam der Umschwung. Wommelshausen gab sich keineswegs geschlagen, hatte noch genügend Kraftreserven, um die Wallauer Spielweise zu zerstören. So langsam merkte man, der Wallauer 2:0-Vorsprung stand auf wackeligen Beinen. Ein unhaltbarer Schuß des Wommelshausener Halbrechten brachte den ersten Treffer. Das war das Signal für Wommels⸗ hausen jetzt um so forscher um den Besitz des Leders zu ringen. Die Wallauer wurden unsicherer, dabei verstand sich die Hinter⸗ mannschaft wieder mal nicht und schon saß der Ausgleich. Kurz vor Schluß fiel ganz überraschend sogar noch der Siegestreffer und jo mußten die Wallauer einen bereits sicher erscheinenden Sieg wieder abtreten. Die Hauptsache aber war, das Spiel war fesselnd, schön und fair. Schiedsrichter Engelter⸗Marburg verdient das Prädikat„sehr gut“. 2 Alls Watenborn⸗Gleinberg f Garbenteich 1.— FC„Teutonia“ 1. 4:7(2:3). FC.„Teutonia“ 2.— Steinbach 2. 7:0(6:0). Am ersten Sonntag nach der Sperre weilte Steinbachs 2. als Gast in Steinberg. Die Teutonen hatten eine spielstarke 2. Mannschaft zur Stelle, der man das seitherige intensive Trai⸗ ning ansehen konnte. Auch die Steinbacher waren sehr eifrig, konnten aber den Teutonen nicht gefährlich werden. Die Ein⸗ heimischen hatten das Spiel vollkommen in der Hand und ge⸗ wannen nach Belieben. Schiri L. Schäfer⸗Gießen leitete korrekt. Die 1. Mannschaft trug in Garbenteich ein Gesellschaftsspiel aus. Das Spiel stand ganz im Zeichen eines Lokalkampfes. Nach dem Anpfiff entwickelte sich sofort ein flottes Spiel. Beide Mannschaften setzten ihr ganzes Können ein. Aber schon nach 15 Minuten führten die„Teutonen“ 2:0 durch Eigentor der Gar⸗ benteicher und durch einen schönen Schuß des Mittelstürmers. Darauf gibt es einen unliebsamen Auftritt zwischen Garben⸗ teichs Linksaußen und Steinbergs rechtem Läufer. Die Folge war, daß Steinberg von der 15. Minute ab mit 10 Mann spielen mußte. Die Garbenteicher nutzten die Verwirrung aus und können zum ersten Gegentor einsenden. Aber die Teutonen spie⸗ len ihr System unentwegt weiter, und bald gelingt es dem Halblinken, auf Vorlage des Linksaußen zum dritten Male ein⸗ zuschießen. Kurz vor der Pause schießt dann Garbenteich sein zweites Tor.— Halbzeit. 3:2 für Steinberg.— Gleich nach der Pause entsteht ein kritischer Moment vor dem Tor der Ein⸗ heimischen, bei dem der Mittelstürmer der Teutonen unfair gelegt wird. Der Elfmeter wird verwandelt. Garbenteich geht nun mächtig aus sich heraus und zwingt die Teutonen, ihr ganzes Können zu entfalten. Als darauf die Teutonen bei einem schönen Durchbruch das 5. Tor buchen können, scheint das Spiel entschieden zu sein. Doch da winkt den Einheimischen ein Erfolg. Ihr Mittelstürmer kann einen Handelfmeter zum drit⸗ ten Tore einschießen. Nun geht der Kampf mit aller Macht weiter. Die letzten Kräfte werden eingesetzt. Noch zweimal muß sich der Garbenteicher Torhüter geschlagen bekennen. Dann folgt noch ein Selbsttor des Steinberger rechten Verteidigers, der eine Rückgabe zu einem prächtigen Tor verwandelt und das spannende Spiel ist zu Ende. Schiri Spurk, Butzbach, leitete einwandfrei. * 0 1900 Gießen 1. Igd.— Weilburg 1. Igd. 6:1(3:0). Das erste Spiel nach der Sperre war für die Blauweißen sofort ein schöner Erfolg. Die sonst als recht spielstark bekannt Weilburger Jugendelf zeigte in diesem Rückspiel recht mäßige Leistungen und konnte der hiesigen 1. Jugend, die fast zur Hälfte mit Ersatz antrat, nie gefährlich werden. Das Spiel an sich war ziemlich lahm. 1900 war etwas schneller und hatte die besseren Torschützen, die beim Gegner ganz zu fehlen schienen. . ͥ¶ũDd0ã⁵ ͤĩ 0 y was er sagt. Jetzt tut es ihm sicher schon leid. Er wird mor⸗ gen selber zu Ihnen kommen und Sie um Entschuldigung bit⸗ ten... Ich verbürge mich für ihn, daß so etwas wie vorhin nie wieder passiert. Wir elf Spieler und Sie, Herr Bringhoff, gehören nun einmal zu sammen. Es darf nichts zwischen uns stehen. Vor einer Stunde, als Sie noch nicht hier waren, haben wir einstimmig beschlossen, Sie zu bitten, uns nicht mehr mit „Herr“ und„Sie“ anzureden, sondern mit„Du“. Wir möch⸗ ten dadurch auch äußerlich zum Ausdruck bringen, daß wir die Schüler sind und Sie unser Meister. Der Trainer, sichtlich überrascht und ergriffen, trat auf Theo Hansen zu und legte ihm die Hand auf die Schulter, „Einen besseren Spielführer, eine bessere Mannschaft kann ich mir nicht wünschen, sagte er mit bewegter Stimme. * „Wer dem Sport sich hat ergeben, der ist unser Freund; doch bedingt dies, daß er's eben dann auch ehrlich mit uns meint.“ Am andern Tage machte sich Theo Hansen auf den Weg zu Karl Schäfer, der draußen in der Vorstadt wohnte. Er war Maschinenschlosser. Vor zwei Jahren war sein Vater gestorben. Seit dieser Zeit mußte der damals Neunzehnjährige für sich und seine Mutter das Brot verdienen. Theo stieg die zwei Treppen zu der bescheidenen Wohnung hinauf. Er war noch nie bei Karl Schäfer zu Besuch gewesen. Auf das Klingeln öffnete seine Mutter. „Guten Tag, Frau Schäfer. Meine Name ist Hansen. Ist Ihr Sohn wohl zu Hause?“ „Karl ist eben fortgegangen. Aber er kann jeden Augen⸗ blick wiederkommen. Bitte, treten Sie ein.“ „Ich möchte Sie nicht bei Ihrer Arbeit stören.“ „Nein, Herr Hansen, ich habe Zeit.“ Sie wollte ihn in die Stube führen. der geöiffneten Küchentür vorbei. „Sie sind ja gerade beim Plätten, Frau Schäfer. Da kann ich ebenso gut in der Küche auf Karl warten.“ Theo nahm am Fenster Platz, während Frau Schäfer wie⸗ der ihrer Arbeit nachging. Fortsetzung folgt. 5 Dabei kamen sie an Gießen bei de mit 21 Toten biet nicht ge u n Am vergaf einem neuen don Btouffel ledes Mal di Mannschaften Manpschaften von öl. Es sontäglichen lemt haben. Heonnenes 8 Shußversnöge Nen durchal n Spielen d ug und Ulm Können und Kleemann Aus nt Am kom sttende des 2 Welder, auf Kaffee Ebel. aus der Prap Lehrbrettes vt känden, den empfehlen. M Abend durch Eine gan daden noch il 14 Vereine. nicht zugelas band nicht na Vereine! gabe von Sen müssen in dop licher Einwill Ann auch per suandes erfolg Ausführliches Fuße, Gewit daten Duane dap, muß di allsgeatmet e obigem nicht Beginn lar am 28 getrennt auf in Sächbearb il. Lon sin burtsdatum g Munnscast 6 namhaft den Arche untliche Nn Gruppe. 0 Aal in de Eindn Turnerin Auch au nerinnen ret 8 S —— S * einbachs 2. spieltarke we Trai⸗ sehr eiftig Die Ein⸗ ind und ge⸗ tete kottelt. Ichaftspiel kallampfes piel. 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Man merkte den Leihgesternern deutlich an, daß sie die G⸗wöchige Ruhepause nicht unnütz haben vorübergehen lassen und fleißig trainiert haben. Schon in der 5. Minute hatte sich Leih⸗ gestern gefunden und kam durch seinen Rechtsaußen in Führung. In der 15. Minute verwandelte der Halbrechte eine Ecke durch schönen Kopfball zum zweiten Tor. Jetzt raffte sich Gießen auf und konnte eine Ecke erzielen, welche zum einzigen Tor führte. Das zweite Tor war ein Selbsttor des linken Ver⸗ teidigers von Leihgestern. Nach der Halbzeit zog Leihgeistern alle Register auf und konnte in regelmäßigen Abständen noch sechsmal erfolgreich sein, und so das Resultat auf 82 stellen. Schiri Mengel⸗1900 Gießen war gut. Die zweite Mannschaft von Leihgestern weilte ebenfalls in Gießen bei der dritten Mannschaft des VfB und konnte knapp mit 2:1 Toren Sieger bleiben. Schiri Rogalla⸗Butzbach konnte hier nicht gefallen. R. Aus Ulm Am vergangenen Sonntag hatte der FC. Sturm, Ulm, auf seinem neuen Platze als erste Gäste die beiden Mannschaften von Braunfels verpflichtet. Zwei schöne, faire Spiele sahen jedes Mal die Ulmer als glückliche Sieger. Die beiden ersten Mannschaften trennten sich mit 2:0(1:0), die beiden zweiten Mannschaften, die anschließend spielten, mit dem hohem Resultat von 8:1. Es zeigt sich, daß beide Ulmer Mannschaften in dem sonntäglichen Training der letzten 6 Wochen schon sehr viel ge⸗ lernt haben. Besonders die zweite Mannschaft enttäuscht durch besonnenes Zusammenspiel, gute Abwehrarbeit und schnelles Schußvermögen aufs angenehmste. Beide Ulmer Mannschaften geben durchaus spielstarke Gegner in ihren Klassen ab. Vor den Spielen der Aktiven kreuzten die 1. Jugenden von Bissen⸗ berg und Ulm die Klingen. Bissenberg konnte durch besseres Können und größere Reife einwandfrei 4:0 siegen. Schiri Kleemann leitete ohne Tadel. Was man amtlich hört Am kommenden Freitag spricht abends 8 Uhr der Vor⸗ sitzende des Verbands⸗Schiedsrichter⸗Ausschusses, Herr Gustav Welcker, auf dem A. O. Gau-Schiedsrichtertag in Gießen, im Kaffee Ebel. An Stelle langatmiger Erklärungen werden Fälle aus der Praxis an Hand von Zeichnungen und mit Hilfe des Lehrbrettes vorgeführt. Der Besuch ist auch den Vereinsvor⸗ ständen, den Spielausschußmitgliedern und Spielern sehr zu empfehlen. Mitglieder der Schiedsrichtervereinigung werden den Abend durch Musikvorträge verschönern helfen. * Eine ganze Reihe von Vereinen im Gau Gießen-Wetzlar haben noch rückständige Verbandspauschale zu zahlen(insgesamt 14 Vereine]). Die Vereine sind solange zu den Verbandsspielen nicht zugelassen, wie sie ihren Verpflichtungen gegen den Ver⸗ band nicht nachgekommen sind. Vereine werden nochmals darauf hingewiesen, daß bei Ein⸗ gabe von Seniorenanträgen folgendes zu beachten ist: Anträge müssen in doppelter Ausführung mit ärztlichem Attest und elter⸗ licher Einwilligung eingereicht werden. Für den Jahrgang 1915 kann auch persönliche Vorstellung bei den Herren des GaL-Vor⸗ standes erfolgen. Anträge für den Jahrgang 1916 erfordern ausführliches ärztliches Attest, wobei als Mindestangaben gelten, Größe, Gewicht, allgemeine Körperkonstitution, Befund der in⸗ neren Organe, Spirometerwert. Wo kein Spirometer vorhan⸗ den, muß dies der Arzt bescheinigen, und Brustumfang ein- und ausgeatmet angeben. In Zukunft werden alle Anträge, welche obigem nicht entsprechen, als nicht eingegangen betrachtet. 1 Beginn der Handball⸗Verbandsspiele im Gau Gießen⸗Wetz⸗ lar am 28. August 1932. Vereine melden ihre Mannschaften getrennt auf vorgeschriebener Meldekarte bis spätestens 14. 8. 32 an Sachbearbeiter für Handball H. Glock, Butzbach, Bismarckstr. 17. Von sämtlichen Spielern ist Vor- und Zuname sowie Ge⸗ burtsdatum anzugeben. Die Vereine haben für jede gemeldete Mannschaft einen Schiedsrichter oder Schiedsrichter-Anwärter namhaft zu machen. Da Teilnahme unterer Mannschaften an den DT⸗Spielen in diesem Jahr nicht in Frage kommt, spielen sämtliche Mannschaften des Gaues voraussichtlich in einer Gruppe.(6 bis 8 Mannschaften.) Termine werden am 17. August in der„Ap Sg.“ bekanntgegeben. Eindrucksvolle Siege heimischer Turner und Turnerinnen beim 35. Mittelrheinischen Kreisturnfest Auch aus unserer engeren Heimat konnten Turner und Tur⸗ nerinnen recht erfolgreich in Trier abschneiden. So gewann der letzte Deutsche Turnfestsieger im Zwölskampf Karl Reuter vom TW. 1846 Gießen den Zwölfkampf und O. Sinnwell vom TV. Bad Nauheim wurde in dieser Klasse Dritter. R. Seth vom TV. Großen⸗Linden wurde Siebenter im Zehnkampf. Frl. Else Bickelhaupt vom MTV. Gießen erreichte im Hochsprung die respektable Höhe von 1,52 Meter und wurde mit dieser Leistung Erste. Dieselbe Turnerin gewann den 80 Meter⸗Hürdenlauf in 13,5 Sekunden und wurde noch Siegerin im Vierkampf der Turnerinnen. Frl. Feber vom TV. Braunfels holte sich den Sieg im 800⸗Meter⸗Lauf mit der recht guten Zeit von 237,5 Min. Frl. Käthe Fohnemann vom TV. 1846 Gießen wurde Fünfte im Siebenkampf der Turnerinnen. Neue Bücher. Ein Erinnerungswerk an die Olympischen Spiele in Los Angeles erscheint schon drei Wochen nach Spielschluß im Ver⸗ lage Emil Wernitz, Berlin N 65, Müllerstr. 10. Das Buch ist von dem bekannten Fachmann Arthur E. Grix geschrieben, enthält viele, zum Teil eigens für dieses Werk aufgenommene Bilder und kostet nur 2,.95 RM. Bei Sammelbestellungen ge⸗ währt der Verlag auf 10 Bücher ein elftes gratis. Besonders Vereine tun gut, sich dieses Vorzugsangebot zu bedienen. Vereinsvertretertag in Wetzlar. Am letzten Sonntagmorgen trafen sich die Vertreter von Vereinen des Gaues Gießen-Wetzlar in Wetzlar, um dem Gau⸗ Fußballsachbearbeiter ihre Wünsche betr. Gruppeneinteilung zu den kommenden Verbandsspielen vorzutragen. Herr Hugo Henkel begrüßte die Versammlung und führte dann u. a. aus: Wenn man geglaubt hätte, daß die Vereine die Sperre dazu benutzen würden, auch in verwaltungstechnischer Hinsicht, innerhalb ihres Vereins Anordnungen zu treffen, die einen reibungslosen Verkehr zwischen Instanz und Verein garantieren könnte, so zeigte gerade der Eingang der Mannschaftsmeldun⸗ gen, daß hier immer noch zuviel gesündigt wurde. Es könne nicht seine Aufgabe sein, die Ursachen in jedem Verein fest⸗ zustellen, aber allgemeine Richtlinien müßten hier einmal klar herausgestellt werden. An die Spitze eines jeden Vereins gehöre ein Kopf, der nicht nur fähig ist, sondern auch gewillt sei, si der gestellten Aufgaben zu unterziehen. Um diese Aufgabe lösen zu können, müsse er immerhin in großen Zügen die Satzung und die Ordnungen des WSW beherrschen. Weiterhin gehöre dazu ein Stab von Mitarbeitern, die sich in die Materie einarbeiten wollten. Aufgabe des GW sei es, innerhalb der Vereine in diesem Sinne Kleinarbeit zu leisten. Aber es sei festgestellt, daß durch Ueberlastung des GV mit Aufgaben, die nicht auf dem Verwal⸗ tungsgebiet liegen,— bedingt durch die vielen Fälle, die auf Grund der Strafbestimmungen weitergeleitet würden,— dieser sich seiner eigentlichen Aufgabe nicht unterziehen könne. Es sei unbedingt erforderlich, daß auf diesem Gebiete Wandel ge⸗ schaffen würde, denn nur dann wären die Vereine vor Schaden bewahrt, wenn sie in der Lage seien, ergangene Verfügungen, die in ihrer eindeutigen Abfassung keinerlei Schwierigkeiten bieten, richtig zu verstehen und auszuführen. Nach kurzer ergiebiger Aussprache wurden wie folgt eingeteilt: die Gruppen Bezirksklasse 2: Abt. 1: SC. Wetzlar. Ehringshausen, Weilburg, Aßlar, Bissen⸗ berg, Löhnberg, Steindorf, Biskirchen, Burgsolms, Ober⸗ biel, Wetzlarer SV 2. Butzbach, Laubach, Steinberg, Lollar, Leihgestern, Dau⸗ bringen, Ettingshausen, VfB Gießen 2., 1900 Gießen 2. Gauklasse 1: Hirschhausen, Holzhausen, Niedershausen, Stockhausen, Merenberg, Gräveneck, Ulm, Allendorf-Ulm, Weilburg 2., Löhnberg 2. Braunfels, Hermannstein, Nauborn, Werdorf, Oberndorf, Wetzlarer SV. 3., SC Wetzlar 2., Aßlar 2., Burgsolms 2. Abt. 3: Steinbach, Garbenteich, Dutenhofen, Wieseck, Nieder⸗ weisel, Großen⸗Buseck, Lich, Heuchelheim, Butzbach 2., VfB Gießen 3., 1900 Gießen 3. Abt. 2: Abt. 1: Abt. 2: Abt. 4: Geilshausen, Villingen, Ulrichstein, Flensungen, Grün⸗ berg, Wetterfeld. Gauklasse 2: Abt. 1: Allendorf DT., Hasselbach, Oberhausen DT, Odersbach, Waldhausen, Aborn, Gaudernbach, Merenberg 2. Abt. 2: Essershausen, Laubuseschbach DT, Weinbach DT, Wir⸗ belau, Hirschhausen 2., Wirbelau 2. Abt. 3: Leun, Tiefenbach, Alm 2., Bissenberg 2., Biskirchen 2., Holzhausen 2., Stockhausen 2., Allendorf 2. Abt. 4: Niederbiel, Albshausen, Bonbaden, Philippstein Di, Braunfels 2., Oberbiel 2., Oberndorf 2., Burgsolms 3. Abt. 5: Büblingshausen, Kölschhausen, Berghausen, Bechlingen, Werdorf 2. Ehringshausen 2., Hermannstein 2. Abt. 6: Garbenheim, Waldgirmes, Büblingshausen 2., Nau⸗ born 2., Schwalbach, Steindorf 2., SW Wetzlar 4. Abt. 7: Bieber, Krofdorf, Steinbach 2., Daubringen 2., Lollar 2., Dutenhofen 2., Großen⸗Buseck 2., Leihgestern 3. 2. 1900 Gießen 4. Abt. 8: Hochweisel, Muschenheim Di, Lich 2., Leihgestern 2., Steinberg 2., Niederweisel 2., Butzbach 3., Garbenteich 2. Abt. 9: Bobenhausen, Freienseen, Ruppertsburg, Nonnenroth, Ettingshausen 2., Laubach 2., ev. noch Weickartshain u. Ruppertenrod. Für die Durchführung der Verbandsspiele ist erforderlich, daß das Spielfeld eingezäunt— und wenn nicht anders, durch Seile abgesperrt wird; im anderen Fall darf der Schiri nicht an⸗ pfeifen und der Platzverein verliert das Spiel. Gleichfalls vor dem Spiel sind dem Unparteiischen die Platzordner per⸗ sönlich vorzustellen und dem Schiri mit der Mannschaftsmeldung schriftlich einzureichen. Der Portoersparnis halber brauchen im Gau Gießen⸗Wetzlar die beiden amtlichen Schiriberichte nur an die Adresse des Fußballsachbearbeiters gesandt zu werden, der die Berichte für die Schiri-Organisation gesammelt nach dort ab⸗ führt. Noch einige kurze Bemerkungen über die Schiri-Frage, dann war das Tagungsprogramm erschöpft. Die nachfolgende Auslosung zu den Verbands-Pokalspielen (Nauborn mußte nachträglich noch eingereiht werden) ergab fol⸗ gendes Programm: 14. 8. 1. Schwalbach— Hirschhausen(Petry ⸗Wetzlar) 2. Braunfels— Bonbaden(Willer⸗Wetzlar) Steinbach— Butzbach(Schnaut⸗Lollar) Steinberg— Hermannstein(Rabe⸗Gießen) Nauborn Freilos Sieger aus Spiel 1— Nauborn Sieger aus Spiel 3— Sieger aus Spiel 4 Sieger aus Spiel 2 Freilos 28. 8. 9. Sieger aus Spiel 6—8 10. Sieger aus Spiel 7 Freilos 4. 9. 11. Sieger aus Spiel 910. Sieger aus Spiel 11 nimmt an der Zwischenrunde teil. 8 N 9 Die 10. Olympischen Spiele in Los Angeles Jetzt insgesamt 12 Olympia⸗Medaillen Mit dem glanzvollen Schlußtag der Leichtathletit, der auch den Abschluß der Ringkämpfe im griechisch⸗römischen Stil brachte, erfuhr die deutsche Olympia⸗Bilanz eine keineswegs unerfreuliche Aufbesserung. Sie enthält jetzt insgesamt ein Dutzend Olympia⸗Medaillen, von denen auf die einzelnen Sport⸗ arten entfallen: Schwerathletik: eine Goldmedaille durch Ismayr, eine filberne durch Wölpert, eine bronzene durch Straßberger; Ringen: eine Goldmedaille durch Brendel, so⸗ wie drei Silbermedaillen durch Sperl, Ehrl und Földeak; Leichtahtletit: drei Silbermedaillen durch Jonath im 100⸗Meter⸗Lauf, die 4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel(Körnig, Hendrix, Borchmeyer, Jonath) sowie Ellen Braumüller im Speerwerfen, zwei Bronzemedaillen durch Eberle im Zehnkampf und Tilly Fleischer im Speerwurf. Zwei Goldmedaillen, sechs silberne und vier bronzene ist zwar nicht gerade viel als Ausbeute der ersten Hälfte der Olym⸗ pischen Spiele 1932, aber noch sind sie ja nicht zu Ende, noch haben vor allem unserer Ruderer und Boxer Gelegenheit, unser Medaillenkonto ein wenig aufzufüllen, während wir in den Wasserkonkurrenzen einschließlich des Wasserballs wohl kaum noch olympische Lorbeeren ernten dürfen. 5 * Ein Tag der Rekorde Der Dienstag brachte in Los Angeles eine Fülle von, Kämpfen, aber auch eine Fülle von großen Leistungen und Ueberraschungen. Bei anhaltender Gluthitze wohnten über 70 000 Menschen auf den verschiedenen Kampfstädten den Er⸗ eignissen bei. In der Leichtathletik gab es eine Anzahl von Entscheidun⸗ gen. Für die hervorragende Konkurrenz spricht die Tatsache, daß wieder fast alle Wettbewerbe mit einem Weltrekord, wenig⸗ stens aber mit einem neuen olympischen Rekord endeten. packendste Ereignis des Tages war der 800 Meter⸗Endlauf, den der Engländer Hampson in der neuen Weltrekordzeit von 149,8 Minuten gewann. Dr. Peltzer konnte in das eminent schnelle Rennen nicht eingreifen, er wurde nur Neunter,— Den 100⸗ Meter⸗Endlauf der Damen holte sich Stella Walsh-Polen in der Weltrekordzeit von 11,9 Sekunden(1). Fräulein Dollinger⸗ Deutschland wurde nur Fünfte.— Einen amerikanischen Sieg gab es im Diskuswerfen der Damen. Hier siegte Miß Cope⸗ land⸗AS A. mit der Weltrekordleistung von 40,56 Meter; Flei⸗ scher⸗Deutschland 36,06 Meter und Heublein⸗Deutschland 36,64 Meter. Einen weiteren Erfolg für Amerika gab es im Weit⸗ sprung, wo leider der Deutsche Köchermann nicht in die Ent⸗ scheidung kam. Gordon⸗AS A. war mit 7,62 Meter siegreich vor Redd⸗Kanada 7,61 Meter. Recht erfreuliche deutsche Leistungen gab es auch in einer Reihe von Vorkämpfen. Drei vierte Plätze für Deutschland Die sensationellen Ergebnisse der ersten Tage wirkten sich am Mittwoch in Los Angeles in einem Rekordbesuch aus. Allein bei den Leichtathleten im Kolosseum fanden sich über 100 000 Zuschauer ein. Es war ein Tag der Amerikaner, denn bis auf das 50⸗Kilometer⸗Gehen konnten sie alle leichtathleti— Das schen Entscheidungen des Mittwochs gewinnen. Mit dem 110⸗ Meter⸗Hürdenlauf fing es an. Hier siegte erwartungsgemäß Georg Saling⸗AS A. in 14,6 Sek. Welscher⸗Deutschland, für den es schon ein Erfolg war, daß er überhaupt in den Endlauf kam, mußte sich mit dem sechsten Platz begnügen.— Mit außer⸗ ordentlicher Spannung wurde die 200 Meter⸗Entscheidung er⸗ wartet. Nachdem Borchmeyer in der Vorentscheidung ausge⸗ fallen war, kam als einziger Deutscher nur Arthur Jonath in den Endlauf. Jonath hatte seine Vorentscheidung in 21.5 Sek. vor dem Südafrikaner Walters und dem Neger Eddie Tolan gewonnen. Im Endlauf hatte Jonath die ungünstige Außen⸗ bahn erwischt, er konnte hinter dem in der neuen olympischen Rekordzeit von 21.2 Sek. siegenden Tolan und dessen Lands⸗ leuten Simpson und Metcalfe nur Vierter werden.— Amerika⸗ nische Siege gab es auch im Diskuswerfen und Stabhochsprung: Hier lauteten die Ergebnisse wie folgt: Diskuswerfen: 1. An⸗ dersson⸗UAS A. 49,49 Meter, 2. Laborde⸗RSA. 48,47 Meter. Stabhochsprung: 1. Miller⸗AS A. 4.315 Meter(Weltrekord), 2. Nishida⸗Japan 4,30 Meter.— Das 50⸗Kilometer⸗Gehen stellte bei der großen Hitze außerordentliche Anforderungen an die Teilnehmer. Die beiden teilnehmenden Deutschen Hähnel und Sievert hatten mit dem 4. und 6. Platz einen ganz netten Achtungserfolg. Sieger wurde der Engländer Green in der mäßigen Zeit von 4:50,10 Std. Bei den Vorkämpfen dem Ta⸗ ges gab Dr. Peltzer im dritten Vorlauf zum 1500⸗Meter⸗Rennen an aussichtsloser Stelle liegend auf.— Im ersten Vorlauf zum 80-Meter⸗Hürden-Rennen der Damen stellte Frl. Didrickson⸗ USA. mit 11,8 Sek. eine neue Welthöchstleistung auf.— Beim Freistilringen, an dem Deutschland nur im Weltergewicht mit dem Hamburger Földeak teilnimmt, sind bislang erst zwei Ent⸗ scheidungen gefallen. Im Schwergewicht siegte der Schwede Richthoff und auch im Mittelgewicht kam mit Ivar Johannsson ein Schwede zum Sieg. Bei den weiteren Entscheidungen im Freistilringen konnte sich der Deutsche Földeak im Weltergewicht nicht durchsetzen, er verlor seinen dritten Kampf gegen den Ka⸗ nadier Macdonald und konnte nur Vierter werden.— Bei den Bahnrennen der Radfahrer wurde der Holländer van Eg⸗ mond Olympiasieger im 1000-Meter-Malfahren vor dem Fran⸗ zosen Chaillot. Gray-Australien holte sich den Titel im Zeit⸗ fahren. Neue Enttäuschungen für Deutschland Der sechste Tag der Olympischen Spiele in Los Angeles brachte wieder ausgezeichnete Leistungen und auch einige Ueber⸗ raschungen. Leider waren diese, soweit sie sich auf die deutsche Mannschaft bezogen, von wenig erfreulicher Natur. Zu den bisherigen Enttäuschungen gesellten sich zwei neue: auch Helene Mayer und Adolf Metzner haben versagt. Beide waren in⸗ disponiert. Helene Mayer konnte, nachdem sie vor zwei Tagen die Vorrunde ohne Niederlage überstanden hatte, in der Ent— scheidung nur Vierte werden. Der Sieg fiel an Frl. Preiß⸗ Oesterreich. Adolf Metzner, der sich in der Vorwoche einen Knochen riß zugezogen hatte und sogar einige Tage im Streckenverband liegen mußte, war vollkommen außer Form Er gewann zwar seinen Vorlauf, mußte aber schon im Zwischenlauf aus⸗ — Dienstag, den 9. August 1932. Allgemeine Hessische Sportzeitung. Nr. 32 x-—(—õ7—ä—œ—s.—ů scheiden. Sehr tapfer hielt sich der Leipziger Speerwerfer Wei⸗ mann, der das Speerwerfen mit einer neuen olympischen Best⸗ leistung von 68,18 Meter eröffnete, später jedoch gegen die fin⸗ nische Werfergarde ins Hintertreffen geriet. Er rettete jedoch noch einen guten vierten Platz.— Das 80⸗Meter⸗Hürdenlaufen der Frauen wurde von Babe Didrickson-US A. in der neuen Weltrekordzeit von 11,7 Sek. gewonnen. Mit einer neuen Weltrekordleistung endete auch der Dreisprung durch Nambu⸗ Japan mit 15,78 Meter.— Ein hervorragendes Rennen mit einem hinreißenden Finish brachte die 1500-Meter⸗Entscheidung. Sieger blieb der Italiener Beccali in 3.51,2 Min. Am Vormittag wurde das olympische Straßenrennen über 100 Kilometer ausgetragen. Hier endeten drei Italiener in Front. Italien gewann auch den Mannschaftskampf. Die für Deutschland startenden Deutschamerikaner zeigten, daß sie keine Nennpraxis haben, sie endeten im Mittelfeld der 36 Teilneh⸗ mer. Das erste Spiel des olympischen Hockeyturniers wurde von Indien gegen Japan ganz überlegen mit 11:1(4:0) ge⸗ wonnen. Das Wetter war im Donnerstag weiterhin sehr schön. Alle Veranstaltungen hatten auch wieder einen starken Besuch. Deutsche Teilerfolge Mit dem Verlauf des Freitags in Los Angeles kann der deutsche⸗ Sport im Gegensatz zu den Vortagen einigermaßen zu⸗ frieden sein. Es wurden zwar keine durchschlagenden Erfolge erzielt, aber unsere Vertreter hielten sich in den einzelnen Kämpfen recht gut. Vor 50 000 Zuschauern bestritten im Kolosseum die Zehn⸗ kämpfer den Hauptbestandteil des leichtathletischen Programms. Deutschland war hier durch Sievert, Eberle und Wegener ver— treten. Der erste Teil des Kampfes brachte 100-Meter⸗-Lauf, 400⸗Meter⸗Lauf, Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen. Eine Sensation war das 400⸗Meter⸗Entscheidungs⸗Nennen. Hier siegte der Amerikaner William Carr in der neuen Welt- rekordzeit von 46,2 Sek. vor seinem Landsmann Eastman, der seine alte Weltrekordzeit von 46,4 Sek. erreichte. Nur mit Pro⸗ test aufgenommen wurde der Sieg des Finnen Lethinen im 5000⸗Meter⸗Lauf, weil er im Endkampf des Laufes den Ame⸗ rikaner Hill behindert haben sollte. Erst nach längerer Bera⸗ tung erkannte das Oberste Schiedsgericht den folgenden Ur⸗ teilsspruch an: 1. Lethinen⸗Finnland 14,30 Min.(Olympischer Rekord), 2. Hill⸗AS A., Handbr. zurück, 6. Syring⸗Deutschland 14,56 Min. Der sechste Platz Syrings ist als Erfolg anzu⸗ sprechen. Einen sehr schönen Erfolg hatte Erwin Casmir in der Endrunde des Florettfechtens. Im Kampf gegen die Fechter⸗ Elite der Welt konnte er einen sehr achtbaren fünften Platz belegen. Dabei trennte ihn vom dritten und vierten Platz nur die höhere Trefferzahl. Das Endergebnis war: 1. Marzi⸗Ita⸗ lien 9 Siege; 2. Lewis⸗USA. 6 Siege; 3. Gaudini⸗Italien, 4. Guaragna⸗Italien, 5. Erwin Casmir, alle 5 Siege, 4 Nieder⸗ lagen. Deutscher Erfolg im Zehnkampf Auch am Samstag wurde die deutsche Mannschaft in Los Angeles nicht vom Mißgeschick verschont. Im Zehnkampf, dem 60 000 Zuschauer ihre stärkste Aufmerksamkeit schenkten, lag der prächtige deutsche Athlet nach der 7. Uebung klar in Front. Eine Goldene Medaille und ein Weltrekord waren in Sicht, als sich der Deutsche beim Stabhochsprung eine Fußverletzung zuzog, die ihn um alle Aussichten brachte. Zur allgemeinen Ueberraschung kam dafür der zweite Deutsche, der Freiburger Eberle, der auf private Kosten nach Los Angeles gefahren ist, plötzlich in Front, um den großen Erfolg eines dritten Platzes zu erringen. Eberle überbot noch den Deutschen Rekord und auch Sievert kam trotz seiner Verletzung als Fünfter noch über seinen eigenen alten Rekord. Dieser unerwartet große Erfolg unserer Zehnkämpfer macht so manche Enttäuschung der letzten Woche wieder wett. Der erste Platz fiel mit der neuen Weltrekord⸗ leistung von 8462,230 Punkte an den Amerikaner Bausch. Das Ergebnis des Zehnkampfes war: 1. Bausch⸗AS A. 8462,230 Punkte,(100 Meter in 11,7; Weit⸗ sprung 6,95 Meter, Kugel 15,32 Meter, Hochsprung 1,70 Meter, 400 Meter 54,2, 110 Meter Hürden 16,2, Diskus 44,68 Meter, Stabhoch 4,00 Meter, Speer 61,91 Meter, 1500 Meter 5,1 Min.); 2. Achilles Järvinen⸗ Finnland 8292,48 P., 8. Eberle⸗Deutsch⸗ land 8030,80 P., 4. Charles⸗ ASA. 7985,00 P., 5. Sievert⸗Deutsch⸗ land 7941,07 P., 6. Prjölä⸗Finnland, 7. Coffmann⸗AS A. 8. Tisdall⸗Irland, g. Wegener⸗Deutschland, 10. Bacsalmasy⸗ Ungarn. Der Moderne Fünfkampf hat den Deutschen ebenfalls einen Achtungserfolg gebracht. Remer und Miersch waren unter den ersten Sechs. Der Sieg fiel natürlich wie bei allen bisherigen olympischen Spielen an den Schweden Oxenstierna, 5. Remer⸗ Deutschland, 6. Miersch-Deutschland, 17. Naudee-Deutschland. (24 Teilnehmer.) Bei den Staffel⸗Vorläufen kam Deutschland sowohl mit der A4⸗mal⸗100-, wie mit der 4⸗-mal-⸗400⸗Meter⸗Staffel in den End⸗ lauf. Amerika lief in beiden Staffeln schon bei den Vorläufen Weltrekord, und zwar über 4 mal 100 Meter 40,6 Sek. und über 4 mal 400 Meter 311,8 Min. Die letzte leichtathletische Konkurrenz des Tages war das 3000⸗Meter⸗Hindernislaufen, bei dem aber versehentlich eine Runde zuviel gelaufen wurde. Die Strecke war also 3450 Me⸗ ter lang. Sieger blieb der Finne Isohollo in 10733,4 Min. * Im Wasserballturnier dürfte bereits im ersten Spiel die Entscheidung gefallen sein. Ungarn schlug Deutschland 6:2(2:0) und hat nun nichts mehr zu fürchten. Unsere Mann⸗ schaft wird sich mit der„Silbernen“ begnügen müssen. Die Un⸗ garn waren klar überlegen und in allen Einzelheiten besser als die deutsche Mannschaft, die unter ihrer Form kämpfte. Die beiden Ehrentore schossen Schulze und Aki Rademacher. Schwach war Erich Rademacher im Tor, der drei Bälle hätte halten müssen. Im zweiten Spiel trug Amerika einen 6:1-Sieg über Brasilien davon. Fabelhafte Ergebnisse gab es bereits in den Vorkämpfen der Schwimmer. Deutsche waren hier nicht beteiligt. Zahllose⸗ male wurden die olympischen Rekorde verbessert. Besonders be— merkenswert war das starke Hervortreten der Japaner. Fünf Ninger holen vier Medaillen! Im vollbesetzten Auditorium fielen am späten Samstag⸗ abend bereits die ersten Entscheidungen im griechisch-römischen Ringen. Im Leichtgewicht fiel der erste Preis an den Schwe⸗ den Malmberg. Sperling-Deutschland kam noch zu einer Sil⸗ bermedaille, da er in einem technisch überlegen geführten Kampf einen Punktsieg über den Finnen Reini davontrug. Entschieden ist auch bereits über die Plazierung im Mittel⸗ gewicht. Die Goldmedaille holte sich der Finne Kokkinen. Den zweiten Platz in dieser Gewichtsklasse erreichte der Deutsche Földeak.— Im Schwergewicht hat sich der Deutsche Gehring seine Chancen, Olympiasieger zu werden, durch eine vermeid⸗ bare Niederlage verdorben. Nach seinem großen Sieg über den Favoriten Westergren-Schweden ließ Gehring im Kampf gegen den Tschechen Urban allen Angriffsgeist vermissen und unter⸗ lag knapp nach Punkten. Einmal Gold, dreimal Silber Brendel gewinnt eine Goldmedaille für Deutschland Sperling, Ehrl und Földeak erhalten eine silberne. Im Bantamgewicht siegte Brendel sehr sicher nach Punkten gegen Nizzola⸗Italien. Brendel setzte sich damit an die Spitze seiner Klasse und gewann eine goldene Medaille für Deutschland. Im Weltergewicht siegte Johannsson überlegen. Deutsch⸗ land war hier nicht beteiligt. Im Federgewicht errang Ehrl-Deutschland einen ganz über⸗ zeugenden Punktsieg über Koskela-Finnland und wurde dadurch Zweiter seiner Klasse. Weltrekorde am laufenden Band Ein Sonntag amerikanischer Staffelsiege 100 000 Zuschauer waren am Sonntag noch einmal ge⸗ kommen, um von den Leichtathleten Abschjed zu nehmen. Die Leichtathletik in Los Angeles hat eine nie gesehene Serie von Höchstleistungen und eindrucksvollen Triumphen für die ameri⸗ kanischen Athleten gebracht. Diese Glückssträhne sollte auch am Sonntag nicht abreißen. Gleich mit der ersten Entscheidung des Tages, 4 mal 100 Meter für Damen, wurde sie eingeleitet. Die amerikanischen Damen liefen diese Strecke in der Weltrekordzeit von 47 Sekunden. Wie manche Herrenstaffel wäre froh, wenn sie diese Zeit erreichen könnte. Ein Meter zurück passierte Kanada in 47,1 Sek. das Ziel. Dann folgten England, Holland, Japan und Deutschland. Auch Deutschland hatte sich an der Staffel beteiligt. Da wir jedoch keine Staffel von Läuferinnen zur Verfügung hatten, bestand für uns von vornherein keine Chance. Für die Reichs⸗ farben liefen Heublein, Braumüller, Fleischer und Dollinger, also zwei Werferinnen, eine Mehrkämpferin und eine Läuferin. 4 mal 100 Meter in 40 Sekunden Silberne Medaille für Deutschland Als am Sonntagnachmittag nach dem fabelhaften Finale in der 4⸗-mal100⸗Meter⸗Staffel für den siegreichen Amerikaner zunächst inoffiziell eine Zeit von glatt 40 Sekunden bekannt- gegeben wurde. Als amtlich für den Sieger die Zeit von 40 Se— kunden durch den Lautsprecher ertönte, da brach ein wahrer Taumel von Beifallsstürmen los. Die amerikanischen Läufer Kiesel, Toppino, Dyer und Wi⸗ koff haben diese märchenhafte Leistung vollbracht. Trotz der in den letzten Tagen durch die Verletzung Geerlings notwendig gewordenen Umstellung hat die deutsche Vertretung dennoch ihren Amsterdamer Erfolg wiederholen können. Unsere Sprinter Körnig, Hendrix, Borchmeyer und Jonath haben uns die silberne Medaille erobert, denn sie wurden vor Italien, Kanada, Japan und England in 40,8 Sek. zweiter Sieger. 4 mal 400 Meter in 3.08,2 Minuten Erst am Samstag hatte die amerikanische Mannschaft mit 3:11,8 Min. im Vorlauf über 4 mal 400 Meter einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er sollte keinen Tag leben, denn schon am Sonntag wurde er um mehr als 3 Sek. auf 3:08,2 Min. ver⸗ bessert. Das ist ein Durchschnitt von 47 Sek. für 400 Meter pro Läufer. Man weiß bald nicht mehr, wo eigentlich die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit liegen sollen. Für Deutschland liefen Büchner(48), Nehb(48,4), Metznor (49,4) und Dr. Peltzer(48,8 Sek.). Leider machte sich bei Metz⸗ ner seine Verletzung geltend und die Mannschaft wurde nur Vierter mit 3:14,6 Min. Weltrekord im Damen⸗Hochsprung Die Frauen taten es nicht billiger als die Männer: auch der letzte Frauen-Wettbewerb im Olympischen Stadion brachte noch eine Weltbestleistung für die amerikanischen Farben: Miß Shilley übersprang 1.665 Meter. Die Deutsche Helma Notte warf bei 1,55 Meter die Latte. Ganz Los Angeles zollte den Marathonläufern die größte Aufmerksamkeit. Die Zuschauer im Stadion hielten aus, bis gegen Abend der Letzte, der über die Strecke kam, einpassiert, war. Hunderttausende umsäumten den langen Weg, auf den 28 Teilnehmer aus 18 Nationen der Erde gegangen waren. Für Deutschland startete der Deutschamerikaner de Bruyn. Der auch in Deutschland bekannte Südamerikaner Zabala setzte sich bald an die Spitze des Feldes und siegte in der neuen olympi⸗ schen Rekordzeit von 2:31:36 Stunden. Der Deutsche de Bruyn, der fast durchweg auf dem 20. Platz lag, placierte sich als 15. Nach der Ehrung brach der Sieger Zabala doch vor Erschöpfung und Erregung zusammen. Japan hat die schnellsten Schwimmer In Los Angeles stellten die Söhne des„Fernen Ostens“ die schnellsten Schwimmer der Welt; zur großen Enttäuschung der Amerikaner, die hier schon Goldmedaillen sich zugeteilt hatten. Ueber 100 Meter Crawl gab es ein sensationelles Rennen, das der 15jährige japanische Schüler Myazaki in der olympi⸗ schen Bestzeit von 58,2 Sek. vor seinem Landsmann Kawaishi in 58,5 Sek. gewann. Dr. Baraniys Protest war abgewiesen und der Ungar war zum Endlauf nicht zugelassen worden. Im Wasserball unterlag Japan den Amerikanern klar 10:0(3:0). Im Segeln ist Deutschland durch den erst 18jährigen Hamburger Bähr vertreten. Nach anfänglichen Mißerfolgen, liegt er in der Einheitsklasse— die Teilnehmer erhalten täg⸗ lich ein neues Boot auf der ungewohnten Strecke im Außen⸗ hafen— an dritter Stelle. Länderklassement: 1. Holland, 2. England, 3. Deutschland. Insgesamt konkurrieren elf Länder. Sportneuigkeiten Schalke 04 konnte die im Meisterschaftsendspiel durch die Eintracht Frankfurt erlittene Niederlage wettmachen. Der westdeutsche Meister gewann verdient mit 2:0 Toren. Der süddeutsche Fußball⸗Meister Eintracht Frankfurt schlug in Berlin von 12 000 Zuschauern den Deutschen Altmeister Hertha-BScC überlegen mit 4·2(3:1) Treffern. Berlins Fußballmeister Tennisborussia schlug in Kopenha⸗ gen den dänischen Meister Boldklubben 93 sehr sicher mit 511. Ein Leichtathletik⸗Repräsentativkampf zwischen den Grup⸗ pen Main und Hessen wurde in Mainz von den Mainischen knapp mit 65:63 Punkten gewonnen. Die beste Einzelleistung bot Berg⸗Frankfurt im Kugelstoßen mit 15,29 Meter. Bonneder⸗Regensburg vollbrachte bei einem Klubkampf zwi⸗ schen Jahn Regensburg und Nürnberger SC., den Regensburg knapp gewann, im Hochsprung mit 1,92 Meter eine ganz her⸗ vorragende Leistung. Der Deutsche Bantamgewichtsmeister Metzner-Köln vertei⸗ digte seinen Titel in der Kölner Rheinlandhalle durch einen Punktsieg über Hinz-Barmen erfolgreich. Rudolf Carraciola siegte auf Alfa Romeo auch im Klausen⸗ paß⸗Rennen in der Rennwagenklasse überlegen. Der Beste in der Sportwagenklasse war Hans Stuck⸗Berlin auf Mercedes⸗ Benz. Der Luxemburger Mazzapzhi verunglückte tödlich. Bei den Deutschen Rudermeisterschaften in Passau wurden Titelträger: Dohme(Guben) im Einer; RC am Wansee im Zweier„ohne“, WSV Godesberg im Doppelzweier; Sturm⸗ vogel Spindlersfeld im Vierer„ohne“, Undine Saarbrücken im Vierer mit Steuermann und Lübecker RG. im Achter. Titelträger bei den Deutschen Kanu⸗Kurzstreckenmeister⸗ schaften in Frankfurt wurden: Hanseat-Hamburg im Einer Kanadier; Oesterr. Kajak⸗Verband im Einer Kajal; Alstereck Hamburg im Zweier Kanadier und Rheinstern Köln im Zweier Kajak. EA— 5 Hugust Best, Wetzlar Beste Bezugsquelle für Qualitätssportartikel. PPP.rTeTTTecTeTT—T—T—T—T—T—T—T—T—— Die Deutsche Turnerschaft hat einen Werbefilm für das 15. Deutsche Turnfest 1933 in Stuttgart„Turner heraus!“ soeben fertiggestellt. Amateurrennen in Frankfurt Die Amateurrennen am Mittwochabend auf der Frankfurter Stadionbahn bringen als Hauptnummer diesmal den„Preis vom Reichsausschuß“, ein über 25 Kilometer führendes Einzel⸗ fahren, das zahlreiche Wertungen vorsieht. Außer einem Haupt- fahren gibt es noch ein Dreier-Mannschaftsrennen, sowie den Kampf um die„Armbinde des Stadions“. Faltboote alle Marken zu Werftpreisen, sowie eigene Anfertigung v. 68.-Mk. an. SPORT-ZERNDT, WETZLAR Ruf 3038 Langgasse 24 1. Spezial-Geschäft feiner Sportartikel. Kärl Overbeck, dienen, Feinmech.-Meisler Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen Neue und gebrauchte Maschinen in Kaul und Miete Rodheimerstr. 58 Telephon Nr. 3715 Vordrutke f. Mannsthafts⸗Aufstellungen (an die Schiedsrichter). Geblockt zu 20 Stück. Preis pro Block 80 Pfg. Mannschafts⸗Meldebogen (an die Instanzen). 7 Pfennig. sind nur zu beziehen durch den Verlag der„Allg. Hess. Sport⸗ zeitung“ Südanlage Nr. 21 Gießen Fernspr. 2825 u. 2526 Abgabe nur unter Voreinsendung des Betrages zuzügl. Porto. Preis das Stück n mehreren Fußballvereinen stheinen die Vorstandsmitglieder nicht Hand in Hand zu arbeiten und infolgedessen ijt dort ein großes Durtheinander vorhanden! Schon wiederholt ist es vorgekommen, daß von der„As S3“ von dem einen Vorstandsmitglied so viel und von einem anderen Vorstandsmitglied eine andere Zahl Exemplare fast zur gleichen Zeit bestellt worden sind. Keiner weiß vom andern. Das sind doch Zustände, die für die betreffenden Vereine sehr nachteilig sind. Für uns gilt stets die zuletzt eingegangene Bestellung. Der Verlag. betb 1 daher 7. 50 — aus Eine weitere Deubschla dings nicht if Jenn Künst an Jau Ba songa, Kar Die weitet h fünster Pl ie man erwe lischen Können Deulsche war v Im ausve dug im 100 die Inhaberin neuen olympi Plat belegte! 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