2 — eine eins, eteß, erlich . — Scr cesCH 0 1 8 — Scree Scr 0 . f 1 1 4. 2 . 1 — 207 - Lal h sen, ibrten Er n die aug ft erhessen n Mal b. N il, unterbs Blattes — Nach srecher 1 chef den nach ds. ing. 122 ahn. Evangelische Warte drgan der Evangelischen Voltsgemeinschaft Erscheint zunächst wöchentlich am Samstag. Bezugspreis: 50 Pfg. monatlich frei ins Haus. Für Rücksendung ungewünschter Manusfripte wird nicht garantiert. Schriftleitung: Edwin Hamburger in Staden(Oberh.) Abonnements⸗ u. Anzeigen⸗Annahmestelle, Druck und Verlag: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher 1362. Postscheckkonto 8437 Frankfurt⸗M. Sonnabend, den 20. Mal 1020. Anzeigenpreise: die 30mm breite Kleinzeile auswärts 24 Pfg., am Ort 12 Pfg., die 90 mm breite Kleinzeile im Text 96 Pfg., Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Vergünstigung. Wesen und ziele der Evangelischen Volksgemeinschaft. Die E. V. i stim Sommer 1924 gegründet. Es handelt sich also bei ihr(was nicht immer erkannt wor⸗ den ist) um eine junge Bewegung, die den alten Par⸗ teien in voller Selbstverständlichkeit und Anabhängig⸗ keit gegenübersteht. Aber die E. V. stellt nicht nur eine junge, sondern auch eine neue Bewegung dar. Ihr Ziel, auf eine kurze Formel gebracht, ist: christliche Politik! Damit zieht sie eine klare Scheidelinie gegen die⸗ jenigen, welche alle Religion als„Privatsache“ erklären, darüber hinaus aber auch in der Praxis die private Bekundung und Betätigung christlichen Sinnes auf jede Weise zu verhindern und zu unterdrücken streben.— Zu⸗ gleich liegt in dem Bekenntnis und Willen der E. V. zu christlicher Politik die unmißverständliche Ablehnung jener Halbheit ausgesprochen, die wohl ein Christentum für den Hausgberauch gelten lassen und gepflegt sehen will, die Aenderung seiner Grundsätze und Maßstäbe im öffentlichen Leben jedoch als untunlich und unrichtig ansieht. Nicht, daß wir ein förmliches System echristlicher Politik aufstellen wolle, sondern nicht mehr, aber auch nicht weniger fordern wir als dies: daß jeder sich seiner Pflicht bewußt werde, auch in der Politik ganz Christ zu sein!— Wenn wir im Blick auf jene Forderung unsre E. V. oben eine neue Bewegung genannt haben, so wollen wir damit zum Ausdruck bringen, daß von allen Parteien die E. V. die einzige ist, die als Partei ausge⸗ sprochenermaßen in der christlichen Weltanschauung die obersten und allein ausschlaggebenden Normen für ihr politisches Handeln sucht. Darüber wird weiter unten noch einiges zu sagen sein. Diesem grundsätzlichen Unterschied zwischen der E. V. liegt, noch einen solchen hinsichtlich der Methode anzu⸗ reihen. Sind es nicht Millionen Gutgesinnter, die jedweder politischen Betätigung und Stellungnahme deshalb ent⸗ sagt haben, weil sie sich angewidert und abgestoßen fühl⸗ ten von der Art und Weise, in der sie andere„in Politik machen“ sahen? Ist es nicht für alle, die ihr Volk lieb haben, überaus schmerzlich zu beobachten, wie— zumal bei den Wahlkämpfen— der Gedanke der Volksgemein⸗ schaft mit Füßen getreten wird von Parteien, die, bloß um einander den Rang abzugewinnen, Lüge und Ver⸗ leumdung, Haß und Hetze, ja selbst rohe Gewalttat in ihren Reihen dulden? Die E. V. ist nicht gewillt, diese Verwilderung politischer Sitten auch bei sich einreißen zu lassen. Wie sie bisher bei ihrer Werbearbeit für alles marktschreie⸗ rische, händelsüchtige Gebahren verzichtet hat, wird sie auch fernerhin dem furchtlosen Streit mit andern Par⸗ 8!f7fPkT7PbPkPbPbdbfßfbfß'ff::.] ĩ vy. ĩ⅛•.0d......] Was gilt dir deine Bibel? Zum Bibelsonntag. Johannes 5,39. Suchet in der Schrift, denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben drinnen; und sie ist's die von mir zeuget. Warum hast du eigentlich eine Bibel zu Hause? Was machst du wohl damit? Liegt sie verstaubt in einer Ecke, oder steht sie schön sauber und unberührt bei vielen anderen Büchern im Schranke? Sage, wozu hast du eine Bibel zu Hause? Die Zahl derer, welche wissen, wozu die Bibel im Hause da ist, ist doch recht klein. Darum ist nun der Bibelsonntag da, damit recht viele einmal darüber nachdenken, warum sie eine Bibel haben. Es genügt nicht, daß jemand in seiner Jugend etwas über die Bibel gehört und auch einiges aus ihr gelernt hat. Dazu ist die Bibel nicht da, daß man von ihr etwas weiß, wie aus einem Buch über die Entdeckung Amerikas. Die Bibel soll viel⸗ mehr eine Fundgrube von Lebensweisheit sein. In einer Fund⸗ grube muß man suchen. Da liegen die Edelsteine unter anderem Gestein. das uns nicht so sehr interessiert. Auch Jesus will haben, so hören wir aus obigem Wort, daß wir in der Schrift suchen sollen. Nun denkt Jesus nur an das alte Testament. Das war die Schrift, welche die Schriftgelehrten studierten. Im Tempel zu Jerusalem und in den Synagogen wurde an allen Festtagen daraus gelesen und gelehrt. Das Buch hatte das An⸗ sehen, wie bei treuen evangelischen Christen die ganze Bibel. Jesus sagte von ihr:„Ihr meinet, ihr habet das ewige Leben drinnen.“ Ewiges Leben atmet dieses Buch. Wer ewiges Leben finden will, der suche in der Bibel. Nun haben wir aber mehr als die damaligen Juden. Wir haben noch das herrliche neue Testament. Darin tritt uns Jesus gegenüber. Wir lesen darin die größten Offenbarungen unseres Gottes. Hat das alte Testament von Jesus gezeugt d. h. auf ihn hingewiesen, so redet ja das neue Testament nur von Jesus. Und wir dürfen das Buch aufschlagen und dürfen darinnen 5 Von Christian Deutschmann. teien nach Möglichkeit aus dem Wege gehen und etwai⸗ gen Angriffen gegenüber sich auf eine Abwehr„fortiter in re, suaviter in modo“(Entschieden in der Sache, aber maßvoll in der Form), beschränken In gleicher Weise wird sie ihren Versammlungen eine Form zu geben ge⸗ dacht sein, die Ruhe und Sachlichkeit gewährleistet und einen Verlauf verhütet, wie er gemeinhin öffentliche politische Versammlungen so unerquicklich klar, daß wir schnell vorwärts kommen würden, wenn wir bereit⸗ williger den Masseninstinkten Rechnung trügen; es liegt uns indes nichts an Erfolgen, die wir nicht einer an⸗ ständig geführten Politik zu verdanken haben. Was will die E. V.? Darüber gibt das bekannte Programm Auskunft. Auf einzelne Forderungen soll im folgenden e'was näher eingegangen werden. Das Herzstück, der Kernpunkt unsces Programms ist dies: daß alle, die sich uns anschließen, mit uns eins sind in dein ernsten, ehrlichen Willen, dem christlichen Geiste auch imp olitischen Leben zur Geltung und zum Siege zu verhelfen. Ob aber die E. V. für ihn die richtige ist, ob er seinen Anschluß an sie vollziehen soll, das wird jeder hinreichend beurteilen können, wenn wir nunmehr kurz und in großen Zügen, alles Einzelne späterer Darstellung vorbehalten, jenen Dreiklang in Worte umzuschreiben versuchen, den die E. V. sich zur Losung, als Inschrift für ihr Banner gewählt hat: Christentum! Vaterland! Gemeinwohl! Christentum! Man hat uns wohl gefragt: was für ein Christen⸗ tum vertretet ihr denn, das der Katholiken oder das der Protestanten, kirchliches, freikirchliches oder Gemein⸗ schafts⸗,„positives“ oder„liberales“ Christentum? Die so fragten, gehörten zu den zahlreichen Leuten, die erst zufrieden sind, wenn sie jeden Menschen irgend⸗ wie etikettiert und einrubriziert haben. Wir haben ihnen geantwortet: unser Estrihentum ist dasjenige Jesu Ehristi. Es dogmatisch zu formulieren, ist nicht Sache einer politischen Partei. Auch wenn der oder jener von uns innerhalb seiner kirchlichen Gemeinschaft einer bestimmten„Richtung“ angehört, innerhalb der E. V. soll und will er nichts weiter als nur Christ sein. Uns kommt es auf den Tatbeweis des Christentums an: das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft. Der bayrische Generalstabskommissar Dr. v. Kahr hat die Parole geprägt:„Für die christliche, gegen die marxistische Weltanschauung!“ Viele haben es ihm nach⸗ gesprochen, wenige nur haben das Falsche und Irre— suchen, was für uns geschrieben steht. Als die Bibel nur lateinisch gelesen wurde, da konnte der einfache Mann keine Bibel lesen. Lange Zeit war die Bibel ein verschlossenes Buch. Erst Dr. Martin Luther hat uns den Schlüssel wieder gegeben. Er hat mit seinen Freunden zusammen uns beide Testamente aus den Ursprachen in die liebe deutsche Sprache übersetzt. Auch hat er dafür gesorgt, daß auch die einfachen Leute lesen lernten. Seit dieser Zeit können wir erst wieder das Heilandswort erfüllen: „Suchet in der Schrift!“ Wenn wir nun einmal darüber nachdenken, wem die Bibel schon gedient hat und heute noch dient, dann sehen wir eine große Anzahl von einander entgegengesetzt gerichteten Christen. Denn die Bibel dient den Lutheranern gerade so wie den Reformier— ten, den Kirchenchristen wie den Gemeinschaftschristen, den Strenggläubigen wie den Freigesinnten, den Pazifisten und den Nationalisten; alle berufen sich auf die Schrift. Manche sehen darin eine Schwäche der Bibel. In Wirklichkeit beruht auf die— ser Unerschöpflichkeit und Unbegrenztheit ihre große Segens— kraft. Denn nur so bietet sie ja in den verschiedensten Lagen und Bedürfnissen Halt und Kraft. Sie ist nicht das Buch einer Partei oder einer Richtung, sondern ist erhaben über den mensch— lichen Kleinlichkeiten. So nun die Bibel großen Bewegungen unter den Menschen gedient hat, will sie ebenso auch den einzelnen Menschen dienen. Deshalb ist sie nicht ein beliebiges Buch. Wir nennen sie: Bibel d. h. das Buch. Es ist das Buch, dem kein anderes gleicht. Es ist das Buch des Lebens. Menschen kommen und gehen, aber die Bibel bleibt. Menschen altern und sterben, die Bibel wird nie alt. Haben schon die Urgroßeltern aus ihr sich Trost und Lebensmut geholt, so steht auch für uns heutige Menschen noch genug davon drinnen. Es ist deshalb das beste Buch, das wir kennen. Wie in Pestalozzi, die christliche Lehre 1 zu lesen ist, schrieb der Romanschriftsteller Dickens an seine jüngste Tochter: Denn der führende dieser Gegenüberstellung erkannt. Marxismus ist keine Weltanschauung, sondern eine Wirtschaftslehre; die Weltanschauung aber, welche Kahr im Marxismus treffen möchte, ist der Materialismus, dem das Materielle, Stoffliche, Irdische alles, dem das Ideelle, der Geist, die Seele nichts ist. Ihm gilt auch unser rücksichtsloser Kampf, überall da, wo materielle — man sagt heut gern dafür:„wirtschaftliche“— Inter⸗ essen das Uebergewicht über ideelle erlangt haben. Wie weit materielles Denken auch ins politische Leben einge— drungen ist und seinen Schwerpunkt aus dem Geistigen ins Stoffliche verlegt hat, ist dafür nicht die Tatsache bezeichnend, daß man das Wesen der einzelnen Par⸗ teien dadurch am treffendsten zu bezeichnen glaubt, daß man die eine die Partei der Landwirtschaft, die andre die Partei der Industrie, die dritte die Partei der Industrie uff. nennt? Es ist kein Zweifel, daß ein zu enges Verflochten⸗ sein in die„Dinge dieser Welt“ die Klarheit und Sicher⸗ heit des Blickes trübt. Nur derjenige, dessen innerer Schwerpunkt nicht in, sondern über dieser sichtbaren Welt liegt(dazu aber bedarf er nicht bloß der Moral, sondern der Religion!), wird ihnen mit der nötigen Freiheit und Unbefangenheit gegenüberstehen und zugleich die sicher⸗ sten, weil absoluten und nicht nur relativen Maßstäbe für ihre Beurteilung und Bewertung haben. Auf diese höhere Warte stellt uns unser christlicher Glaube. Es stünde nach innen und außen besser um unser Volk, hätten wir es immer und überall bedacht:„was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ An der Neu⸗ beseelung unsres in allen seinen Schichten vom Materia⸗ lismus entseelten Volkslebens mitzuarbeiten, sieht die E. V. als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben an. Demgemäß wird sie alles bekämpfen, was daran hindert, und alles befördern, was dazu dient, die religibsen und sittlichen Werte und Kräfte des Christentums sich auf unser Volk auswirken zu lassen. Es versteht sich von selbst, daß sie sich für diesen Dienst an der Volksseele in erster Linie auf die Kirchen, wie alle andern Gemein⸗ schaften und Kreise, in denen ein lebendiges Christen⸗ tum der Tat gepflegt wird, stützen muß und will und ihnen dafür auf kulturpoltischem Gebiet ihre tatkräftige Unterstützung leiht. Um der Seele der deutschen Jugend willen fordert die E. V., daß die christliche Schule als Regelschule anerkannt und das Recht der Eltern durch entsprechende Maßnahmen gesichert werde. Der Staat muß ferner an der sittlichen Läuterung unsres Volks⸗ lebens dadurch mitwirken, daß er allem Schund und und lege ich ein Neues Testament bei, weil es das beste Buch ist, welches die Welt je gekannt hat, noch kennen wird, und weil es die besten Vorschriften zu einem guten Lebenswandel enthält. Laß dich durch dieses Buch allezeit leiten, ohne Rücksicht auf die Meinung anderer, so wirst du glücklich sein.“ Dieser bedeutende Mann hat demnach in der Bibel die Quelle des Glückes ge⸗ funden. Wieviele aber haben es schon lange aufgegeben, je noch⸗ mals im Leben glücklich zu werden. Sie haben gestrebt und ge⸗ arbeitet, hofften dadurch im Erfolge das Glück zu erhaschen. Doch es blieb aus. Eltern meinten durch ihr Kind glücklich zu sein. Aber das Kind ward krank und starb. Da war alles Glück fort. Eine Tochter sah alles Glück im Dasein ihrer Mutter. Aber die Mutter wurde alt und starb. Nun meinte sie, nie mehr glücklich sein zu können. Aber diese alle suchten ja im Vergänglichen das Glück. Dort ist es nicht zu finden. Hätten sie in diesen traurigen Lagen das getan, was Jesus uns zu tun heißt, hätten sie in der Schrift gesucht, dann wären diese irdischen Erlebnisse mit dem hellen Glanze ewigen Glückes bestrahlt worden und keine Hoff— nungslosigkeit hätte Platzgehabt. Wieviel Tränen hat die Bibel schon getrocknet, wieviel Freude hat sie voll gemacht. Wem hat sie nicht schon gut gedient, der in ihr gesucht hat nach ewiger Speise. Oberflächliche Leser werden sie vielleicht langweilig finden. In Bibelstunden ist es mir sogar schon begegnet, daß Anwesende eine vorgenommene Stelle für höchst gleichgültig hielten, bis die Erklärung dann den Schlüssel gab und die Vertiefung in die Stelle alle Augen aufleuchten ließ. Darum muß man in der Bibel suchen. Sie ist nicht dazu da, daß man sie wie einen Roman herunterliest. Und nun zum Schlusse nochmals die Frage: Weißt du, lieber Leser, warum du eine Bibel in deinem Hause hast? Merkst du jetzt, was es für ein köstlicher Schatz sie ist.? Den sollst du nicht vergraben wie es der ungetreue, schlechte Knecht getan hatte. Du sollst ein fleißiger Knecht sein, der Werte und ewiges Leben „Liebes Kind! Du trittst nun in's Leben hinaus und liegt mir dein Wohl sehr am Herzen. Beifolgend erhältst du deine Sachen herausholt. Darum: Suchet in der Schrift! Amen. Hr. — 5—— —— — N . S r e e e ä Sonnabend, den 29. Mai 1926. „Evangelische Warte“ Schmutz(im Wort und Bild auf der Bühne und im Handel mit Ernst und Strenge wehrt und darüber wacht, daß nicht eine laxe Gesetzgebung oder Gesetzes⸗ auslegung der Unsittlichkeit und dem Verbrechen Vor⸗ schub leiste. Gottesfurcht und Gottesvertrauen, Treue und Glaube, Wahrheit, Recht, Ehrlichkeit, Reinheit, Sitte und Zucht daß unser Volk dadurch wieder groß werde (wie es durch den Abfall davon klein geworden und tief gefallen ist), das ist der heiße Wunsch und das hohe Ziel der E. V., wenn sie auf ihre Fahne schreibt das er⸗ habene Wort: Christentum! 5(Schluß folgt.) Hilfe für die Landwirtichaft. Ziemlich scharfe Worte sind ausgesprochen worden auf der Tagung des Deutschen Landwirtschaftsrates in Darmstadt, aber das war ja vorauszusehen. Trotz der politischen Schwierigkeiten, die gerade in diesen Tagen der Reichsregierung im Zusammenhang mit der Flag⸗ genfrage, dem Aufwertungsproblem und der Fürstenab⸗ findung entstanden sind, hat nicht nur der Reichser⸗ nährungsminister Dr. Haslinde der Tagung von Anfang bis zu Ende beigewohnt, sondern am zweiten Tage ist auch der Reichskanzler Dr. Luther erschienen, um eine programmatische Erklärung über die agrar⸗ politischen Absichten der Reichsregierung im Rahmen der gesamten Wirtschafts- und Handelspolitik zu geben. Auch die anderen Reichsministerien und die Regierun⸗ gen der Länder, sowie die anderen Berufsstände hatten sich durch führende Männer vertreten lassen. Die An⸗ wesenheit des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht neben dem Präsidenten und den Vorstandsmitgliedern der Rentenbank war schließlich auch eine Anerkennung der Bedeutung nicht nur der Tagung und des Landwirt⸗ schaftsrates, sondern der Landwirtschaft überhaupt. Ueberblickt man den äußeren Verlauf der Tagung, ruft man sich nochmals den Wortlaut der Erklärungen der Reichsregierung, der Reichsbank und der anderen nicht landwirtschaftlichen Vertreter ins Gedächtnis zu⸗ rück, so sollte man meinen, daß die Landwirtschaft voll zufrieden sein könnte, daß für sie aufs beste gesorgt würde und daß für die deutsche Volkswirtschaft nun wirklich nicht mehr die Gefahr besteht, daß der größte in sich ge⸗ schlossene bodenständige Berufsstand, die Landwirtschaft, vor einem endgültigen Zusammenbruch steht. Aber trotzdem hat die Bereitschaft der Regierung, helfend einzuspringen, natürlich gewisse Grenzen, und es fragt sich nur, wo die Grenzen liegen. Der Reichs⸗ kanzler hat es angedeutet und der Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat es klar herausgesagt:„Ich bedauere ein Wort des Herrn Präsidenten ganz besonders, daß er nämlich darauf angespielt hat, der Landwirt müsse sich überlegen, nicht, wie er produziere, sondern, daß er sich seinen Besitz erhalte. Ich halte das für ein außer⸗ ordentlich gefährliches Wort und bedauere es auf das äußerste, wenn es etwa so aufgefaßt werden sollte, als ob die Landwirtschaft nicht in erster Linie auf die ge⸗ steigerte Produktivität hinarbeiten sollte. Die Reichs⸗ bank wird sich die Kreditnehmer ganz genau darauf an⸗ sehen, ob sie den Kredit lediglich zur Erhaltung ihres Besitzes zu haben wünschen. Es liegt mir daran, meine Herren, die Gewißheit zu haben, die Sie sehr oft außer acht lassen, daß die in Anspruch genommenen Kredite auch zurückgezahlt werden müssen. Wenn Sie glauben, ohne dieses Prinzip auszukommen, dann bitte ich Sie, davon überzeugt zu sein, daß Sie dann auch ohne die Reichsbank auskommen müssen. Wenn Sie glauben, ohne dieses Prinzip auszukommen, dann bitte ich Sie, davon überzeugt zu sein, daß Sie dann auch ohne die Reichsbank auskommen müssen.“— Diese eindeutigen Worte haben großes Erstaunen und eine gewisse Er⸗ nüchterung hervorgerufen. Anderseits aber hat die Reichsbank den festen Willen, da zu helfen, wo unbe⸗ dingt das Ganze auf dem Spiel steht. Dr. Schacht meinte, die Landwirtschaft werde zur Zeit dadurch be⸗ unxuhigt, daß die sämtlichen Kredite der Landwirtschaft, die um den 1. Dezember herum fällig sind, alle bezahlt werden müßten. Davon sei gar keine Rede; das Geld bleibe ja da und suche wieder nach Anlage. Wirklich getilgt werden müßten nur die 290 Millionen der Rentenbankkredite. Bezüglich der Rentenbankkredite Wer mich belennel. Von Erwin Gros. 1 10. Fortsetzung. „Was ist das— mit den welschen Dörfern?“ fragte Hans Heeger. „Die sind noch nicht lange gebaut von Christleuten, die aus Frankreich wegen ihres reformierten Glaubens ausgewandert sind. Wir wollen nachher mal auf die Burg einen Gang machen, dann kann ich euch das eine der welschen Dörfer zeigen, Fried— richsdorf heißt es nach dem vorigen Landgraf, der den armen Leuten Barmherzigkeit erwiesen hat.“ „Ich gehe mit; man hat vom Wein und noch mehr von dem abscheulichen Diskurs heißes Blut bekommen. Und Maienluft ist gut dagegen; da gehen alle Motten aus dem Kopf,“ sagte Peter Kitz und erhob sich.— Am nächsten Sonntag glich Halzhausen einem aufgestörten Ameisenhaufen. Am Morgen war in der lutherischen Kirche das heilige Abendmahl gefeiert worden, und zwar waren vorab die ledigen und jung verheirateten Gemeindeglieder die Besucher gewesen. Plötzlich eilte um Mittag durch das Dorf die Kunde, der Schultheiß habe für diesen Tag das Tanzen in der„Krone“ erlaubt. Zwar habe Pfarrer Heß kräftig widersprochen und dar— getan, daß in solchem Fall das Konsistorium in Homburg zu be— fragen sei verhallt; der Ingelheimische Amtmann stehe hinter dem Schultheiß Michel und decke ihn. sei die Reichsbank bereit, für die neue Ernte eine Reihe von Hilfsstellungen zu geben. Das sind Versprechungen von größter Tragweite, — hoffentlich läßt die Tat nicht auf sich warten. Das bleibt eben die bange Frage, ob nun bei den zuständigen Behörden entsprechend den mündlichen und schriftlichen Erklärungen in der praktischen Agrarpolitik ein Wandel eintritt, ob sich die zukünftige Wirtschafts⸗ und Handels⸗ politik im Reich und in den Ländern auch wirklich nach den in Darmstadt abgegebenen Exklärungen richten wird. Der Ernst der Stunde ist wohl allen Teilnehmern der Tagung und nicht zuletzt den verantwortlichen Ministern zum Bewußtsein gekommen; nun ist es aber an der Zeit, daß den Worten auch die Taten folgen. Ist es schon in der Politik und im Parlamentarismus ein Fehler, sich von den Wogen des Zufalls tragen zu lassen, so ist das bei wirtschaftlichen Fragen das Ende jeder sachlichen Arbeit. Ganz besonders gilt das für die Landwirtschaft, wo unter dem Zwange der Not der Ab⸗ bau der Intensität, der Uebergang zur extensiven Be⸗ triebsführung sehr schnell vor sich gehen kann, um nicht mit der Rentabilität auch den Grund und Boden zu verlieren, wo aber die Umstellung von extensiver zu in⸗ tensiver Wirtschaft, der Aufbau der Betriebe im Sinne der Steigerung der Produktivität und Rentabilität nur in einem langsamen organischen Tempo im Verlauf einer Reihe von Jahren vor sich gehen kann. Die Völkerbundsreform. Zu Beginn dieser Woche hat die vom Völkerbunds⸗ rat eingesetzte Studienkommission in Genf ihre Bera⸗ tung aufgenommen. Sie hat den Zweck, zu untersuchen, inwiefern die Ratsverfassung des Bundes einer Reform bedarf. Neben den Mitgliedern des Völkerbundsrates, den ständigen und nichtständigen Ratsmächten, sind auf der Konferenz Deutschland. Argentinien, China, die Schweiz und Polen vertreten. Bekanntlich wird Deutschland durch den Botschaften in Paris, Dr. v. Hoesch, vertreten. Die Sachlage ist schon deshalb schwierig, weil von allen möglichen Mächten Anspruch auf ständige Ver⸗ tretung im Rat erhoben wird. Man zählt etwa ein halbes Dutzend solcher Ansprüche, und es ist kaum abzu⸗ sehen, ob sich die Zahl dieser Anwärter nicht noch erheb⸗ lich vermehren wird. Daß es sich im Hinblick auf den kläglichen Verlauf der Märztagung hier um einen Be⸗ ratungsgegenstand handelt, dessen allgemeinpolitische Bedeutung von außerordentlicher Tragweite für die fernere Zukunft des Völkerbundes sein dürfte, steht außer jedem Zweifel. Man muß aus dem Dilemma, das durch die Struktur des Völkerbundsrates geschaffen ist, in irgendeiner Weise herauskommen. Das Ergebnis des ersten Beratungstages ist aller⸗ dings nicht vielversprechend. Zwar hob Präsident Motta am Schluß der Sitzung in einer reichlich optimistisch ge⸗ haltenen Zusammenfassung hervor, daß man sich nach dem Stande der Debatte über zwei Punkte schon voll⸗ ständig„einig“ sei. Erstens darüber, daß die Einstim⸗ migkeitsklausel nicht aufgehoben werden soll und dann darüber, daß der Ausschuß keine Vorschläge machen soll, die als Abänderung des Völkerbundspaktes ange⸗ ehen und ausgelegt werden könnten. Aeber den eigent⸗ lichen Kernpunkt der Ratsfrage, über die Erweiterung des Völkerbundsrates, ist jedoch keinerlei Einigung er⸗ zielt und wird wahrscheinlich auch nicht so rasch kommen. Im Mittelpunkt der ersten Verhandlungen der Studfenkommission stand die große Rede des französi⸗ schen Delegierten Paul-Boncour, dessen Warschauer Hetzrede uns allen noch in übelster Erinnerung ist. Auch in Genf konnte er es nicht unterlassen, Deutschland einen Hieb zu versetzen, indem er auf die Gefahr des„Berliner Vertrags“ hinwies. Er betonte aber auch die Zweck⸗ mäßigkeit des deutschen Eintritts in den Völkerbund, doch müsse, um einen„natürlichen Ausgleich“ herbeizu⸗ führen, die Zahl der nitchständigen Mitglieder gleich— zeitig erhöht werden. Demgegenüber machte der Vertreter Italiens, Sei— aloja, die treffende Bemerkung, daß ja die Zahl der nichtständigen Ratsmitglieder bereits früher im Hin⸗ blick auf die Möglichkeit des Beitritts von Deutschland Ein Entsetzen ging durch das Dorf, eine fieberhafte Auf— regung ergriff alle verständigen Leute. Selbst manche Katholiken sparten nicht mit Tadel. Denn ein Tanz am Abendmahlssonn— tag schlug allem alten Herkommen, jeder guten Sitte, ins Gesicht. Man will die lutherische Feier des heiligen Nachtmahles be— schmutzen und der öffentlichen Verachtung preisgeben,— das war der allgemeine Eindruck. Natürlich fanden sich unter der Jugend Burschen und Mäd— chen, die sich keck über dies alles hinwegsetzten, teils aus Leicht— sinn und Vergnügugnssucht, die keine Verantwortung kennt, teils aus Widerspruchsgeist der Jungen gegen die Alten, der ja immer vorhanden ist und vorhanden sein wird. Singend und johlend zog diese Schar durch die Dorfgassen zur „Krone“. Doch es waren nur wenige Mädchen, viel mehr Bur- schen; gerade der bessere Teil der Jungmädchenschaft hielt sich fern. „Vorwärts, wir holen uns Häusern!“ Einer gab die Losung aus, alle Burschen stimmten ein. Doch siehe, die betreffenden Häuser waren verschlossen. Da nahm die Bande Aexte und andere Werkzeuge und brach die Türen auf. Die in ihrem Hausrecht Vergewaltigten liefen, die einen zum Schultheiß, die anderen zum Amtmann Stubenrauch. Dieser sagte:„Was braucht ihr am hellichten Tage den Riegel an der Haustür vorzuschieben!“ Jener gab den Bescheid:„Das geschieht euch ganz recht, was unsere Tänzerinnen aus den mog, maliger„Ausgleich“ also wohl kaum am Platze sei. Im 1 übrigen sprach sich der italienische Delegierte gegen eine Vermehrung der ständigen Sitze aus mit der Begrün⸗ von vier auf sechs Staaten erhöht worden sei, ein noch dung, daß die Zahl der ständigen Ratssitze nach Auf⸗ 1 fassung der Verfasser des Völkerbundspaktes— zu wel⸗ 2 chem Seialoja selbst gehörte— nur mit dem Eintritt Deutschlands, der Vereinigten Staaten oder Rußlands von Fall zu Fall erhöht werden soll. Die Vertreter Japans und Schwedens stimmten im wesentlichen der italienischen Auffassung über die ständigen Ratsmitglieder zu, während der englische De⸗ 10 legierte, Lord Robert Cecil, jede Diskussion über die. ständigen Ratssitze überhaupt vermied und lediglich 9 von den nichtständigen Ratsmitgliedern sprach. Es ist daher anzunehmen, daß die weiteren Beratungen der ö Studienkommission sich ebenfalls auf die Frage der nichtständigen Ratsvertreter beschränken werden. Ohne große Auseinandersetzungen wird es dabei allerdings kaum abgehen. Wenn sich bis jetzt auch noch keine son⸗ 10 derlichen Hemmungen gezeigt haben, so werden sie wohl kaum auf sich warten lassen. Alsdann muß die Be⸗ 10 seitigung dieser Schwierigkeiten in einem Sinne versucht werden, der den von uns grundsätzlich zu fordernden Vorbedingungen entspricht. Wothenschau. In Polen hat am 12. Mai Marschall Pilsudstis an der Spitze des 2. Infanterieregiments aus Gegnet⸗ schaft gegen die Regierung Witos einen wohlgelunge. nen Staatsstreich vollbracht. Die Regierung flüchtete und war bald von den vermeintlich treuen Truppen ver lassen. Trotzdem zählte man bei den Straßenkämpfen in Warschau 300 Tote und 1000 Verwundete. Pilfudski“ war bald völlig Herr der Lage und hat eine neue Regie. rung gebildet. Außerdem sall die Nationalversamm- lung einberufen werden, welche einen neuen Präsiden⸗ ten der polnischen Republik wählen soll. Als Kandidat wird Graf Skrynski genannt. 0 In Deutschland hat Reichskanzler Dr. Luther es abgelehnt, bis zur Neubildung der Regierung die Geschäfte des Reichskanzlers weiter zu führen. Dr. [Geßler, welcher in seine Stelle treten sollte, lehnte gleichfalls ab. Dafür ist Dr. Marx zum zweiten Male Reichskanzler geworden. Auch nach dieser Aenderung dürfte das Reichskabinett in seiner gegenwärtigen Form nur vorübergehenden Bestand haben. In Berlin hat sich der Putsch bereits als Eule herausgestellt. Oberst v. Luck, der Führer des Sport vereins„Olympia“, der als am meisten belastet galt, mußte aus der Haft entlassen werden, da das vorgefun⸗ dene Material nicht den Erlaß eines Haftbefehls recht— fertigte. Was jeder Evangelische wijsen muß. „Linsenmus statt Erstgeburtsrecht“ — sagt Friedr. Muckermann im„Neuen Ufer“(„Ger mania“ 24. 4.) und meint damit den Vorschlag eine überparteilichen katholischen Aktion an Stelle des Zen trums.„Die Hauptfrage ist: Was kann eine solche überparteiliche Aktion leisten zur Verwirklichung kultur politischer Ziele? Mir scheint, sie kann— solange die parlamentarische Aera dauert— nicht entfernt soviel erreichen, als auch nur die kleinste geschlossene politischh Partei. Riesenversammlungen entscheiden heute we nig, wenig auch noch so flammende Reden. Wenn maß die wogenden Wasser nicht sofort in die Räder eine Betriebes leiten kann, verströmen sie bald wieder un genutzt. Jae eingehender man dies be trachtet, um so mehr kommt man auf den Gedanken, daß eine solche überparteiliche Organisation mit Rücksichh auf tatsächliche im politischen Leben zu realisierende Ergebnisse eine ästhetische Parade ist ohne auch nun ein einziges geladenes Gewehr. So meine ich denn. daß wir gewiß versuchen müssen, in die katholische, vo wiegend religiöse Aktion mehr Einheit und Leben 0 bringen, zweitens aber jede mit Loslösung spielende Kritik an der Zentrumspartei, zumal in der Tages presse, unterlassen. Es gibt Zeitschriften, in denen sich Derartiges für kleinere interessierte Kreise erbt — ꝗ ꝑ T—————— e r braucht ihr euren Mädchen eine unschuldige Freude zu ver wehren! Man ist doch nur einmal jung!“— Es war um die dritte Stunde dieses Sonntagsnachmittag daß Sybille Michel in die Wohnstube ihres Paten Vogelsbergen hereinstürmte:„Versteckt mich, daß sie mich nicht finden! Mei Vater will parduh, daß ich zum Tanze gehen soll, und die gan Gesellschaft ist wie toll hinter mir her.“ Keuchend kamen diese Worte über ihre Lippen, ihre Brei war wie ein wogendes Meer. 5 Meister Vogelsberger erhob sich aus dem Sorgenstuhl a Ofen, ging zum Fenster und warf einen Blick hinaus. Daß sprach er ganz ruhig und bedächtig:„Sybillchen, von Verstecen kann gar keine Rede sein. Hier im Hause bin ich der Herr, u da ist jedermann sicher, dem ich Sicherheit gebe. Hans, holt eln mal das Faustrohr, das wir neulich erbeutet haben, aus den Wandschrank. Es ist zwar nicht geladen, aber das schadet nichts“ Die erhobene Waffe in der linken Hand stellte sich nu Meistr Vogelsberger unter die offene Tür der Wohnstube. Jetzt dröhnt's wider die Pforte des Hauses. Stürmisch win sie aufgerissen und ein halbes Dutzend Burschen stürzt in den Flur. Doch stutzen sie, als sie den Mann und die Waffe sehe „Gebt die Sybille heraus, sie muß mit zum Tanz, ihr Vat hat's gesagt“, ruft der Vorderste. „Da ertönt die Donnerstimme Vogelsbergers:„Wenn. nicht draußen seid, bis ich drei gezählt habe, ist einer von eil ein toter Mann! Eins!— Zwei!— Drei!— 1 Der Hausflur war leer. 9 Sonnabend, den 29. Mai 1926. „Evangelische Warte“ Nr. 22. Aus eigener Kraft könne sich Der Staat dürfe die Die durchaus berechtigte Beschwerde des hessischen 0 5 5 5 a 8 55— dern läßt. Alle Mühe aber sollten wir uns geben, das schen Landeskirchentages wurde einstimmig eine Ent⸗ Zentrum von innen her zu erneuern“. de schließung angenommen, in der die äußerst schwierige Wir müssen Herrn Muckermann hier vollständig Finanzlage der evangelischen Landeskirche in Hessen be— echt geben. Wir auf der evangelischen Seite haben tont wird. Die Kirchensteuern hätten eine kaum noch ja genügend die Nachteile einer überparteilichen Aktion tragbare Höhe erreicht. verspürt und deshalb die E. V. guündet. die Kirche nicht mehr helfen. Der Kirchentag erhebe vor aller Oeffentlichkeit erneut Beschwerde darüber, daß der Aus Politik und Parlament. hessische Staat seinen geschichtlich und rechtlich unbe⸗ streitbaren Verpflichtungen nicht genügend nachkomme, 1 Schund und Schmutz. wie es in anderen deutschen Ländern, z. B. im benach- ber d Der Bildungsausschuß des Reichstages hat 8 1 des barten Baden, geschehen sei. che J. Gesetzes gegen Schund und Schmutz mit allen gegen Dienste nicht vergessen, die die christlichen Kirchen, und ber, acht sozialdemottatische und kommunistische Stimmen nicht zuletzt die evangelische, auf sittlich-religibösem, igll angenommen. Dabei wurde nach einem Antrag Dr.] geistig⸗kulturellem und sozial⸗charitativem Gebiete dem 11 ö den n r Volksganzen und damit dem Staate von jeher geleistet 1 0„Werden zwe ern einer periodischen Druck: haben, heute noch leisten und in Zukunft leisten müssen. ge 1 schrift. die innerhalb Jahresfrist erschienen sind, auf N 2 e e e e een Ohr die Liste gesetzt, so kann auch die periodische Druck- Landeskirche e ei , e ee ine auf die ie Asche V. lkspartei 5[Wenn die katholische Kirche an dem Staatszuschuß für ie unn Auf 1 25 ift schen olkspartei 1 beschlos'] die Kirchen in der Weise interessiert wäre wie die evan⸗ die, sen, aß e Schrif wegen ihrer politischen, sozialen, gelische Kirche, dann würde der Staat schon helfen, dann velsuh ethischen, religiösen oder weltanschaulichen Tendenz als] würde auch kein Gutachten der Gießener juristischen den solche nicht auf die Liste gesetzt werden kann. — hilfe für die Reichszentralen der Religionsgesellschaften sudst Genn 5 hatte mit 35 gegen 25 Stimmen von den 6 Millionen gelung flüchte pen ve kämpfe Pilfud! e Reh ersan rsida“ Landihe, lutheh ung. en. J e, lehll len M enderin wärtig als Ei es Spo stet gal vorgehn hls ul 1 10 006 lag ein, des Je. ine solh nig ku ange!“ unt pon. poll, heute l. Benn sen ider ein bieder!“ n dies anlen, alis der Einnahmen in Höhe von 3 400 000 Mark. Nach⸗ auch! dem noch der Gesamthaushalt 1926/27 genehmigt und ich d ein Antrag angenommen worden war, 5 Pfg. Zuschlag lische“ auf 100 Mark Steuerwert des Grundbesitzes zu erheben, ine wurde die Tagung geschlossen. j spiele“ der 190 Ein Hilferuf der evangelischen Landeskirche. 15 17 Darmstadt. In der letzten Sitzung des Evangeli⸗ g 1 J„Der Schuster stand wahrhaftig da wie der leibhaftige elde zu Satan. Der hätte weiß Gott geschossen und einen von uns kalt we Lemadt.„. nachm 0 Drinnen in der Stube aber ertönte ein fröhliches Gelächter, Vogelebes, und indem Sybille in dies Lachen einstimmte, wurde ihre Seele aden! 1 des Druckes ledig, der auf ihr gelastet hatte. nd die Hans Heeger wollte sein Pfeischen hinlegen, Sybille aber „ e wehrte:„Ich will euch doch nicht um euer Sonntagsvergnügen ih bringen!“ b„Habt ihr das Rauchen gern, Jungfer Sybille?“ fragte gel% Hans. i 5 ae„Ach ja, das sieht so gemütlich aus, wenn die blauen Wölk⸗ von, B chen durch die Straße ziehen.“ da e„Aber selber rauchen tätet ihr doch nicht!“ ans hu* Sybille machte lachend eine Gebärde des Entsetzens. ben, 77%„O,“ fuhr Hans fort,„ich habe schon einmal ein Frauens⸗ chadel ü, bild gesehen, die konnte paffen wie ein Mann.“ ua Und er erzählte, wie ihm Mariuschka die Pfeife aus dem ah 7 Munde genommen hatte. Ganz harmlos war seine Rede, so weit h und tief wie in einem fernen Brunnen lag diese Begebenheit. 115 I Sybille aber bekam plötzlich einen roten Kopf; denn ein son⸗ ö 0 1 derbarer Gedanke war in ihr aufgestiegen:„Wenn er jetzt die . 0 Pfeife aus dem Munde nähme und täte sie mir in den Mund Wel 1 stecken, so täte ich mich freuen, und zum Spaß einmal ziehen.“ 15 505% Natürlich meinte sie, man müsse ihr diese Verwegenheit an der hergestellt. Eine Woche der Kulturdebatten. Im Etat für 1925 wurden vom Reichstag als Bei⸗ 1 Million Mark und als Unterstützung für die Jung⸗ lehrer 6 Millionen Mark ausgeworfen. Der Reichsrat die Hälfte und die eine Million ganz gestrichen. In seiner Sitzung vom 8. Mai hat jedoch der Reichstag die Position mit der gesetzlichen Zweidrittelmehrheit wie— Auch die Sozialdemokratie trat unbe— schadet ihrer grundsätzlichen Einstellung für den Beschluß ein,„um dem Willen des Reichstags Geltung zu ver— schaffen“. Ungeborenes Leben. Der 8 218 des Strafgesetzbuches, dessen Beseitigung namentlich von sozialistischer Seite in leidenschaftlicher Agitation gefordert worden war, hat in eingehenden Beratungen im Rechtsausschuß und bewegter Aussprache im Plenum des Reichstages die folgende Aenderung er— fahren: Eine Frau, die ihre Frucht im Mutterleibe oder durch Abtreibung tötet oder die Tötung durch einen anderen zuläßt, wird mit Gefängnis bestraft. Ebenso wird ein anderer bestraft, der eine Frucht im Mutterleibe oder durch Abtreibung tötet. Der Versuch ist strafbar. Wer die im Abf. 2 bezeichnete Tat ohne Einwil⸗ ligung der Schwangeren oder gewerbsmäßig begeht, wird mit Zuchthaus bestraft. Ebenso wird bestraft, wer einer Schwangeren ein Mittel oder Werkzeug zur Abtreibung der Frucht gewerbsmäßig verschafft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Ge— fängnisstrafe nicht unter drei Monaten ein. Die Abänderung, die gegenüber den bisherigen Be— stimmungen eine erhebliche Milderung bedeutet, ist aus⸗ drücklich als vorläufige beine Aus der hessischen Landeskirche. Evangelischer Landeskirchentag. 1 Darmstadt. Unter dem Vorsitz des Präsidenten Freiherrn Heyl zu Herrnsheim trat hier der Evange— lische Landeskirchentag zu seiner 14. Tagung zusammen. Der Voranschlag enthält infolge des Fehlens eines Fehlbetrag von 1¼ Million Mark, der zum Teil durch ein Darlehen, zum Teil durch eine Sonderumlage der Kirchengemeinden gedeckt werden soll. In der heutigen Sitzung wurden die Ausgaben mit 4671 000 Mark be⸗ willigt, ebenso die Position Kirchensteuer in Höhe von 2% Millionen Mark, schließlich auch die Gesamtsumme Fakultät eingefordert Darüber sind wir uns alle klar! Sorgen wir dafür, daß bei einer ev. Landtagsauflösung die Evangelische Volksgemeinschaft ein beachtenswerter Faltor im hessischen Landtag wird, das ist der schnellste Weg, auf dem der evangelischen Kirche in finanzieller Hinsicht und auch auf anderen Gebieten das wird, was sie mit gutem Recht beanspruchen kann. Aus unserer Bewegung. Höchst a. M. Die Ortsgruppe der Evangelischen Volksgemeinschaft Höchst a. M. hatte am 17. Mai eine öffentliche Versammlung einberufen, um weitere Kreise mit unserer Bewegung bekannt zu machen. Nach der ersten Versammlung im Januar dieses Jahres hatte die Evangelische Volksgemeinschaft Höchst günstigen Boden gefunden, und so war es erklärlich, daß diesmal der große Saal des evangelischen Vereinshauses fast bis auf den letzten Platz gefüllt war von mehreren hundert Per⸗ sonen aus allen Kreisen der Bevölkerung. Gewiß hatte auch die Persönlichkeit des Herrn Pfr. Weidner, der von der vorigen Versammlung her in bestem Andenken stand, eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Nach Eröffnung der Versammlung dur kchden 1. Vorsitzenden der Orts⸗ gruppe, Herrn Pfarrer Ide, sprach als erster Redner Herr Studienrat Pröscher⸗Mainz über:„Notwendigkeit der Evangelischen Volksgemeinschaft“ und zeigte aus persönlichen Erlebnissen, wie heutzutage die römische Kirche da, wo sie die Macht hat⸗ es versucht, evangelische Beamte in ihrer beruflichen Wirksamkeit zu beeinträch⸗ tigen, und wenn sie nicht nachgeben, sie aus ihrem Wir⸗ kungskreis zu verdrängen sucht. Bei Behörden und Vor⸗ gesetzten, selbst oft bei evangelischen Vorgesetzten findet der Beamte selten den ihm gebührenden Schutz, weil hinter den katholischen Ansprüchen eine Macht und hinter den evangelischen Ansprüchen keine Macht steht, die zu fürchten ist. Aus Notwehr und zum Schutz ihrer Belange müssen deshalb die Evangelischen sich eine Macht schaf⸗ fen, die den Kampf aufnehmen kann. Religibse Be⸗ denken lassen sich dagegen nicht geltend machen, sondern, wie der Redner ausführte, fordert unser evangelisch— religiöses Bewußtsein uns dazu heraus, denn der Kampf der römischen Partei gilt nicht den evangelischen Per⸗ sonen, sondern dem evangelischen Glauben, der auf diese Weise in Deutschland zunächst zurügedrängt und schließ⸗ lich ausgerottet werden soll. Wem es nicht gleichgültig ist, ob seine Kinder oder Enkel evangelisch oder katholisch sind, wer nicht will, daß seine Enkel die evangelische geistige Freiheit mit römischem Knechtssinn eintauschen, muß die Evangelische Volksgemeinschaft mit Freuden be⸗ grüßen.— Der 2. Redner, Herr Werkmeister Mensinger⸗ Mainz, sprach über„Evangelische Volksgemeinschaft und Arbeiterschaft“. Der Redner, selbst ein Mann aus dem Arbeiterstand, führte aus, daß der bewußte evangelische Arbeiter nie mit gutem Gewissen der religionslosen und religionsfeindlichen Sozialdemokratie habe folgen kön⸗ nen, daß ihm aber keine andere Wahl geblieben sei, da es eine Unmöglichkeit für einen bewußten Arbeiter sei, eine der andern egoistisch-wirtschaftlich⸗kapitalistisch ein⸗ Doch solcher feinen Kunst waren die zwei Männer nicht mächtig. „Ich will dir etwas himmelfeines zeigen,“ sagte Meister Vogelsberger; er ging in die Ecke der Stube, wo auf erhöhter Pritsche die Schusterwerkstatt aufgebaut war, und holte ein Paar Frauenschuhe hervor. „Hast du schon mal solche Arbeit gesehen? Die kriegt die Frau Amtmännin Stubenrauch. Den Hans hat mir der liebe Gott selöst zugesandt. Zegen ihn bin ich ein grober Dorfschaster Wenn aber mal bekannt wird, daß er gerade so gut arbeitet wie der Hofschuhmacher in Homburg, der den Prinzen und Prin⸗ zessinnen die Stiefel anmessen tut,— dann sollst du mal sehen, was ich für einen Zuspruch kriege!“ Sybille nahm die Schuhe in die Hand und betrachtete sie voll ehrlicher Bewunderung. „Wären sie doch mein!“, das stand deutlich auf ihrem Ge— sicht.(Fortsetzung folgt.) Es gibt nur ein Oberreichenbach! Was Heimatliebe ist, mag uns folgende rührende Geschichte erzählen. Das ehemals isenburgische Dörfchen Oberreichenbach am Südostabhang unsres Vogelsberges, wollte einen Gemeinde⸗ bau aufführen und sich hierzu von seinem Landesherrn, dem Fürsten Karl J. von Isenburg⸗Birstein, freies Holz aus dessen Waldungen erbitten und schickte zu dem Zweck einen Bauer K. der Stirne ablesen können. nach Paris, wo der Fürst als Vasall Napoleons J. damals grade gestellten Parteien zu wählen. Auch religiöse Gründe hätten sie nicht zu den andern Parteien führen können, da für diese die evangelischen Belange belanglos waren. Jetzt sehe er in der Evangelischen Volksgemeinschaft die Möglichkeit, mit einer Partei zu gehen, für die im Leben der Grundsatz„Gerechtigkeit und soziale Liebe“ gelte, und deren Vertreter der Schutz evangelischer Interessen Herzenssache sei.— So wie der erste Redner, der in formvollendeter Rede seine Gedanken aussprach, reichen Beifall erntete, so auch dieser zweite Redner, der in Ausdruck und Redeweise sich als schlichter Mann des schaffenden Volkes zeigte. Aber gerade dies, daß er nicht mehr scheinen wollte, als was er war, daß er frei und mutig sich zu einer Sache bekannte, die sein Herz erfaßt hatte, hat einen starken Eindruck bei den Hörern hervor⸗ gerufen.— Sodann sprach Herr Pfarrer Weidner⸗Ober⸗ lais in ausführlicher Rede über„Wesen und Ziele der Evangelischen Volksgemeinschaft“. Man merkte es an seinen Worten, daß er in den letzten Monaten Kämpfe mit den Gegnern der Evangelischen Volksgemeinschaft ausgefochten hatte, und deren Einwände zur genüge kannte. Und indem er diese Einwände, die sachlichen und die gesuchten, mit Sachlichkeit und rücksichtsloser Offen⸗ heit widerlegte, stellte er klar heraus das Wesen der Evangelischen Volksgemeinschaft, daß, was sie sein will: ein Schatz der evangelischen Belange und das christliche Gewissen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben; und das Ziel der Evangelischen Volksgemeinschaft, daß, was sie will. Einigung aller Evangelischen aller Stände zu einer Volksgemeinschaft, der ihre evangelische Glau⸗ bensüberzeugung über alles geht. Anhaltender Beifall bewies ihm die freudige Zustimmung der Versammlung. — Zu der nachfolgenden Aussprache lagen soviele An⸗ meldung vor, daß die Redefrist für jeden Diskussions⸗ redner auf 10 Min beschränkt werden mußte. Es war zu erwarten, daß diesmal die Gegnerschaft der Parteien, die von der Evangelischen Volksgemeinschaft eine Min⸗ derung ihrer Stärke fürchten müssen, sich zeigen würde. Die Gründe, welche man gegen die Evangelische Volks⸗ gemeinschaft vorbrachte, waren die uns längst bekannten: „Zersplitterung“,„Politik und Religion haben nichts miteinander zu tun“,„es fehlen der Evangelischen Volks⸗ gemeinschaft die prominenten Persönlichkeiten“,„die Evangelische Volksgemeinschaft wird an Geldmangel sterben“ usw. Auch zwei Pfarrer aus der Umgebung von Höchst sprachen in sachlicher Weise ihre Bedenken aus und die persönlichen Gründe, die sie von Anschluß an die Evangelische Volksgemeinschaft abhielten. Der Beifall, der ihnen aus der Versammlung gezollt wurde, zeigte wieviel Verständnis die Mitglieder der Evangelischen Volksgemeinschaft für die persönliche Ueberzeugung eines Andersdenkenden haben. Aber der ungeteilte stürmische Beifall, der wiederholt die Schlußworte der Hauptledner des Abende unterbrach, zeigte deutlich hinter wem die Nersammelten standen, und daß sie das Gebot der Stunde erfaßt hatten, nämlich Zusammen⸗ schluß zu einer evangelischen Partei.— Leider verlief die Versammlung nicht ungestört bis zum Schluß. Zwischenrufe, welche von einzelnen Gegnern bei den Ausführungen der Schlußredner gemacht wurden, nahm die Versammlung ruhig hin, bis leider einer der Pfarrer sich zu unbegründeten Zwischenrufen hinreißen ließ. Hatten zuvor, wie schon gesagt, die Anwesenden Ver⸗ ständnis für die sachlichen Ausführungen der beiden Pfarrer gezeigt, so mußte jetzt der Zwischenrufer erleben, daß seine Worte einen Sturm der Entrüstung hervor⸗ riefen, und daß es evangelische Männer und Frauen wohl verstehen können, wenn ein Pfarrer erklärt:„ich kann nicht mitmachen“, daß sie es aber nicht verstehen können, wenn er in offenem Protest gegen eine evange⸗ lische Bewegung tritt, in die sie ihre evangelische Ueber⸗ zeugung hineintreibt. Solche Handlungsweise ist mir angetan, der evangelischen Sache allgemein zu schaden. Der Evangelischen Volksgemeinschaft tut sie keinen Scha⸗ den; das zeigte deutlich der Ausgang der Versammlung. Die Ortsgruppe Höchst hat wesentlichen Zuwachs erfah⸗ ren und ist erst recht von der Notwendigkeit der Be⸗ wegung durchdrungen.— Am nächsten Abend, den 18. Mai, war eine öffentliche Versammlung in Sossenheim, welche zur Gründung einer stattlichen Ortsgruppe dort führte. Darüber folgt Bericht an anderer Stelle. ** weilte. Es war etwa das Jahr 1810. Ruhig und sorglos auf Schusters Rappen wanderte dieser dahin, unbekümmert um die vielen Krieger, die in jener Zeiten die Landstraße bevölkerten, und um dies Raubgesindel, das Weg und Steg unsicher machte. Glücklich erreichte er nach vielen Tagen das Ziel seiner Wan⸗ derung und fand auch bald den Palast, den sein Fürst bewohnte, der freudigst seinen wackren Landsmann und treuen Untertan begrüßte und reichlich mit Speise und Trank versah. Nachdem der Fürst das Anliegen der Gemeinde bewilligt, sagte er zu ihm: „Nun müssen Sie sich aber auch einmal Paris ansehen.“ Das tat er denn auch, wobei ihn ein fürstlicher Kammerdiener den Weg zeigte. Es ging durch all die langen endlosen Straßen, vorbei an prächtigen Palästen, hochragenden Denkmälern, herrlichen Lustgärten, vorbei an Tausenden und Abertausenden von frem⸗ den Menschen, die eine fremde Sprache sprachen, fremde Sitten zeigten und unsren Wandrer sofremd, so kalt und teilnahmslos anschauten, daß es ihm weh ums Herz wurde. Es ergreift ihn plötzlich eine heiße Sehnsucht nach seinem fernen Oberreichen— bach, er hält es nicht mehr aus, will zum Schloß zurück, ergreift seinen Wanderstab, um die Rückreise anzutreten. Doch zuvor will er seinem Fürsten noch Lebewohl sagen. And als ihm dieser die Hand zum Abschied reicht und ihn zuletzt noch fragte:„Nun, lieber K., wie hat Ihnen Paris gefallen?“ Da traten dem biederen Bauer die Tränen in die Augen und kurz und bestimmt lautet seine Antwort:„Ja, Durchlaucht, Paris ist ganz schön, aber— es gibt doch nur ein Oberreichenbach.“ Wolf⸗Ranstadt. Ia Nummeihöszer Frledrsoh Werner I., Oher-Lale Sonnabend, den 29. Mai 1926. „Evangelische Warte“ ig aibgtrndgr L2aghäbeanand Iaul Wine Lal ungsaungigen Hel Ederen Das Publikum merkt rasch einen solchen Rückgang und schliesst daraus auf einen Rückgang der Firma! Es ist auch wichtig, dass die Reklamen u. Anzeigen nicht immer in ein u. derselben Zeitung veröffentlicht werden; allen Bevölkerungskreisen die Anzeigen zu lesen geben, das gibt dem Geschäftsmann die Möglichkeit, neue Kunden zu werben. ** „Gießener Zeitung“ empfiehlt Post Nidda(Oberhessen). Günstigste Eindeckung Verlangen Sie 1 Hubr-Brechkoks: Heizkräftigster, sparsamster 8 Brennstofi e e 1 Erhältl. in all. gröss. Kohlenhandlig. Erholungsuchende finden in einem Pfarrhaus in Oberhessen in waldreicher, ruhiger Gegend von Mat bis Sommergufenthalt. Pensionspreis 4.— Mk. 34 an die Geschäftsstelle dieses Blattes. September angenehmen „Anfragen unter Ew. An dlie Wasserhunte]! 19.— 25. 7. Gesellschaftsfahrt nach Hamburg-Lübeck Kiel. 110.-Mk. Seeverein Darmstadt, Heinrichstr. 99. 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