vert zi nen ben etete lun n dune erte N en me len fil lm: l „Hella ie Na 8„Nur 1 „ mit kn ekt vg „dit zu ju schaun N fleiux V dem dacht aß immal it und! er auf de ang. J e aber. hilf x lachen n Jun e Baul. e heine 9 aus! 9 nat N Mul iten fil d gewes Ml. — 12 e „ 2 e N S — — len. Fange. len in der sächsischen Landessynode die Richtungsunter⸗ der Bekenntnistreue. * e Evangelische Warte drgan der Evangelischen Volksgemeinschaft 0 N Hauptschriftleiter: Edwin Hamburger in Staden(Oberhessen). Verantwortlich für Politik und Wirtschaft: Edwin Hamburger, für den Unterhaltungsteil: W. Greb in Weisenau bei Mainz. Für Rücksendung ungewünschter Manuskri Brief aus Sachjen. Von Pfarrer Kirchner-Coswig. Unser Land steht noch immer im Zeichen der Wah⸗ Das Ergebnis der Landtagswahl vom 31. Oktober ist in diesem Blatt schon mehrfach besprochen worden. Es ist leider nicht so ausgefallen, daß man für die näch— sten Jahre eine Besserung in den innerpolitischen Ver⸗ hältnissen Sachsens erhoffen kann. Das gleiche gilt von den Gemeinderatswahlen, die in sämtlichen politischen Gemeinden Sachsens am 14. November stattgefunden pte wird nicht garantiert, 2— haben. Nun steht uns noch eine Wahl bevor: die zur Landessynode. Da unsere Landeskirche am 1. Oktober eine neue Verfassung bekommen hat, ist eine völlige Neuwahl der Synode notwendig. Sie gewinnt dadurch besondere Bedeutung, daß die Zahl der Abgeordneten gegen früher nicht unwesentlich verringert worden ist. Von den 60 zu wählenden Mitgliedern sind nur 20 geistlichen Standes. Ihnen stehen 40 zu wählende welt— liche Mitglieder gegenüber. Ein Mitglied stellt die heologische Fakultät der Landesuniversität und 13 Mitglieder sind vom Landeskirchenausschuß zu berufen. Unter diesen insgesamt 74 Mitgliedern der Landes— node wird also das weltliche Element gegenüber dem geistlichen bedeutend überwiegen. Es kommt demnach gerade bei der Wahl der geistlichen Mitglieder sehr darauf an, die richtigen Männer zu finden, denn wenn guch bei der Abstimmung die weltlichen Mitglieder den Ausschlag geben, so haben doch bei den Beratungen selbst die Geistlichen infolge ihrer Sachkenntnis meistens die Führung. Die Wahlvorbereitungen sind lebhaft im Im Gegensatz zu anderen Landeslirchen spiel— schiede bisher eine geringe Rolle. Die mittlere und die rechte Gruppe in der Synode stehen auf dem Boden Aber auch bei der sogenannten synodalen Linken kann man nicht sagen, daß sie ausge⸗ sprochenermaßen der Sammelboden des kirchlichen Libe⸗ kalismus sei. Auch in ihren Reihen stehen Männer von durchaus bekenntnistreuer Haltung. Immerhin sind in der Kirche selbst die beiden Richtungen da, und von beiden Seiten werden lebhafte Anstrengungen gemacht, die Männer der eigenen Richtung in die Synode zu bringen. Der Wahlkampf wird sich also nicht ganz ver— meiden lassen, aber man kann nur wünschen und hof⸗ fen, daß er sich in Bahnen bewegt, die weitab liegen von denen des politischen Wahlkampfes. 5 Kürzlich sind von unserer obersten Kirchenbehörde eine Reihe Zahlen aus der Kirchenstatistik von 1925 veröffentlicht worden, die sehr bezeichnend sind. Für das Verhältnis der Taufen zu den Geburten ergibt sich für 25 gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung von 8,4 auf 80,6 Prozent, von Trauungen zu Eheschließun⸗ gen von 81 auf 84,4 Prozent und bei kirchlichen Bestat⸗ fungen zu Todesfällen von 95,2 auf 95,8 Prozent. Auch die Zahl der Abendmahlsbesucher weist eine kleine Stei⸗ gerung auf. Die Austrittsbewegung hat allerdings an⸗ gehalten. Die Landeskirche hat 32 410 Mitglieder vor⸗ 1 Rüstel das Fest! 1 Matthäus 11, 10. Dieser ist's, von dem geschrie⸗ ben steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir g her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. Als ich in der ersten Adventswoche in den Schulsaal unserer llesigen Volksschule trat, waren die Wände so weihnachtlich mit „Jannengrün geschmückt. An der einen Wand hing ein großer bventskranz aus Tannenzweigen. Die Kinder hatten unter Anleitung ihres Lehrers das Schulzimmer festlich geschmückt. So tistet man auch in vielen Familien in der Adventszeit zum kom⸗ menden Feste. Es muß schon etwas nach Weihnachten aussehen, ehe dies Freudenfest da ist. Adventszeit ist Wartezeit, Rüstzeit. Auch damals, ehe Jesus kam, war eine Rüstzeit. Schon der frophet Maleachi hat diese Zeit vorausgesagt, hat auf den Weg⸗ lereiter Johannes hingewiesen mit den Worten:„Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Lort redet durch den Propheten Gott der Vater. Hier bezieht der Sohn Gottes das Wort des Vaters auf sich. Johannes wird ber als der Engel, als der Bote bezeichnet. Alle Propheten baren ja Boten Gottes, die göttliche Aufträge den Menschen aus⸗ urichten hatten. Johannes hatte den Weg für das Kommen sesu zu bereiten. Was war es doch, was Johannes der Weg⸗ bereiter tat? Er ging an den Jordan, taufte und predigte Buße lurt und ernst. Es muß eine gewaltige Gestalt gewesen sein. furchtlos und wuchtig schleuderte er jedem seine Sünden und ehler in das Gesicht. Buße sollte jeder tun! Vom Bösen sollte der seinen Sinn und sein Streben auf das Gute richten. Seine use war eine sinnbildliche Handlung dafür. Das Taufen latte bei ihm wirklich den Sinn, mit welchem alte Mütterchen hen kleinen Enkelchen die Taufe hier zu Lande erklären, wenn se sagen;„Der Herr Pfarrer hat das Schwesterchen gewaschen.“ wiegend an das Dissidententum verloren. Erscheint Samstags.— Bezugspreis 50 Pfennig monatlich, Abonnements⸗ und Anzeigen ⸗Annahmestelle, Druck und Verlag: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher 1362 und 1145. Postscheckkonto 8437 Frankfurt a. M. Sonnabend, den II. Dezember 1926. sionsaustausch mit den Katholiken steht die evangelische Kirche günstig da. Dem Austritt aus ihr stehen 667 Uebertritte zu ihr von der katholischen Kirche gegenüber. Erfreulich ist auch, daß im Vogtland und Erzgebirge in dem einen Monat Oktober ds. Is. drei neue Kirchen ge— weiht werden konnten, nämlich in Ellefeld i. V. und in Oelsnitz i. Erzgeb., wo zwei neue Kirchen geweiht wer— den konnten. Die Kirche in Neuölsnitz ist durch den Umbau eines Kinos würdig hergestellt. Eine neue kirchliche Einrichtung, mit der bis jetzt die besten Erfahrungen gemacht werden, sind die immer mehr aufkommenden Rüstzeiten für Kirchengemeinde⸗ vertreter. Den Anfang damit hat der Bund für eine lebendige Volkskirche gemacht, der seinen Sitz in Dres— den hat. Er besitzt allerdings in seinem schön gelegenen und gut eingerichteten Bundeshaus in Krummenhen— nersdorf b. Freiberg eine geradezu ideale Stätte für derartige Veranstaltungen. Erst kürzlich, Anfang No⸗ vember, fand wieder eine solche Rüstzeit dort statt unter der Leitung des Dresdener Oberkirchenrates Reimer. Die Absicht bei diesen Kirchengemeindevertreter-Rüst⸗ zeiten geht nicht nur daraufhin, die Besucher für ihr wichtiges Amt in der Kirche durch Einführung in kirch— liche Verfassungsfragen und ähnliches, sondern vor allem durch biblische und religiöse Vertiefung zu rüsten, getreu dem Grundsatz dieses Bundes:„Von innen nach außen.“ Der Gedanke der Rüstzeiten, der auch in an⸗ deren Gegenden Deutschlands rüstig vorwärts schreitet, hat in unserem Lande einen ganz besonders günstigen Nährboden gefunden, wohl hauptsächlich auch bedingt durch die Hast und Unruhe des industriellen Lebens, die in manchen Seelen den Wunsch weckt, sich fern von der Stadt in ländlicher Stille einmal ganz und gar den religiösen und kirchlichen Fragen einige Tage lang zu widmen. Aus den Kreisen der Kirchenbeamten ist jetzt auch der Wunsch nach besonderen Rüstzeiten für sie gekommen, und diesem Wunsche wird im neuen Jahre Rechnung getragen werden. Aber auch die weibliche und männliche Jugend, die Berufsarbeiter der verschie— densten Zweige der Missionsarbeit, die kirchlichen Frauenbünde und viele andere haben den großen Segen solcher Rüstzeiten erkannt und zahlreiche derartige Ver— anstaltungen bereits abgehalten. Für das neue Jahr ist eine große Fülle solcher Rüstzeiten geplant. Wie heiß gerade in unserem Lande der Boden ist, zeigt die Tatsache, daß bei uns nicht nur der Ausgangs- punkt und Mittelpunkt des Freidenkertums ist, sondern daß neuerdings Sachsen auch der stärkste Sektenboden geworden ist. Die bekanntlich am rührigsten arbeitende Sekte der Ernsten Bibelforscher hat in keiner Stadt Deutschlands eine so große Gemeinde aufzuweisen, wie in Dresden, und es gibt in unserem Lande auch wohl kaum einen Ort mehr, der nicht von der Agitation die— ser Sekte behelligt worden wäre. Sie lassen sich auch durch keine Mißerfolge zurückschrecken. Immer wieder kommt es vor, daß ihre mit großem Aufwand an Geld vorbereiteten Versammlungen geradezu Aber sie lassen nicht locker, und Kraft kläglich besucht werden. Ja, bei Johannes war an nichts anderes gedacht. Wie das Wasser beim Untertauchen in das Wasser den Schmutz vom Kör⸗ per wäscht, so soll die Seele reingewaschen werden von der Sünde. Wenn Jesus kommt, da ist äußerlich festliches Kleiden eine recht schöne Aufmerksamkeit. Kommt doch ein hoher Gast zu uns. Aber der Herr begnügt sich nicht mit der äußeren Erscheinung. Er sieht auf die Seele. Das wollen wir uns merken für die Vorbereitung auf unser diesjähriges Weihnachtsfest. Jetzt beginnt die Zeit, da in den Häusern das Fest vorbereitet wird. Besonders für die Frauen beginnt eine wahre Plage. Da wird geputzt, gewaschen, gebacken, eingekauft und was alles noch. Wenn dann die Ad—⸗ ventszeit vorüber ist, das schöne Weihnachtsfest gekommen, dann sind sie außer Atem von der vielen Arbeit. Dann fehlt ganz die festliche Stimmung. Darum liebe Frauen. Bei aller Schätzung eures Fleißes, eurer Reinlichkeit und Ordnungsliebe übertreibt nicht die äußerliche Zurüstung des Festes. Denkt daran, daß schon vor Weihnachten es festlich in eurem Hause sein muß. Du tust viel wertvolleres, wenn du deine Kinder um dich sammelst, ihnen vom lieben Christkind erzählst, mit ihnen Advents- und Weih⸗ nachtslieder singst. Wie wenig Mütter tun das heute noch! Aber es ist doch ein große Liebestat, die ihr euren Kindern zukommen laßt. Es ist ein Stück Erziehung. Wie gerne werden einmal später eure Kinder an diese feierlichen Adventsstunden zurück⸗ denken und Sehnsucht haben, der Mutter solche Feierstunden der Kinderjahre zu danken. Wundert euch doch nicht, daß die Kinder heute kein Dankgefühl mehr für die Eltern haben. Was tun denn die Eltern, um überhaupt das Gemüt der Kinder zu wecken? Da mußt du allerdings dich auch selbst richtig für das Fest vorbereiten. Johannes hatte recht, wenn er die Buße als die Vorbereitung für das Kommen des Herrn ansah. Auch wir wol⸗ Im Konfes⸗ Anzeigenpreise: die 30mm breite Kleinzeile auswärts 24 Pfg., am Ort 12 Pfg., die 90 mm breite Kleinzeile im Text 96 Pfg., Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Vergünstigung. Rummer 50. sondern arbeiten solange, bis ihnen doch auf irgend— welche Weise eine gutbesuchte Versammlung ermöglicht ist. Ihre Hauptwerbearbeit entfalten sie freilich durch Flugblätter und durch persönliche Bearbeitung der Ein— zelnen, wobei sie bisweilen eine Zudringlichkeit bewei⸗ sen, der gegenüber das Verhalten gewisser Geschäfts⸗ reisender als sehr gelinde bezeichnet werden muß. In ihren Prophezeiungen sind sie freilich vorsichtiger ge— worden. Sie geben keinen zahlenmäßigen Termin mehr für den von ihnen behaupteten baldigen Anbruch des tausendjährigen Reiches an. Aber an Kirchenfeind— schaft und besonders an Haß gegen die Pfarrer unserer Kirche lassen sie es ebensowenig fehlen wie früher. Sachsen hat aber auch noch seine Spezialsekten, so na— mentlich die sogenannten Lorenzianer im Erzgebirge, die Sekte„Hirt und Herde“ in der Gegend von Meerane und die neuerdings besonders rührige Sekte:„Bund der Kämpfer für Glaube und Wahrheit“. In einem der nächsten Briefe hoffen wir, über diese nicht ganz un⸗ interessanten Sektenbewegungen Bericht geben zu können. Gegen Martin Spahn. Verfehlte Versuche der Deutschnationalen. Nachfolgenden Artikel entnehmen wir dem in Dieburg erscheinenden Zentrumsblatt„Star⸗ kenburger Provinzial- Zeitung“ Nr. 273 vom 25. November 1926. Da dieser Artikel nach mancher Hinsicht interessant ist, so wollen wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten.(Die Schriftleitung.) Eine der traurigsten Erscheinungen der inneren Zerrissenheit des nachkriegszeitlichen Deutschlands ist wohl die Spaltung des deutschen Katholizismus. Sie trat so deutlich zu Tage bei den jüngsten Reichstags⸗ debatten, in denen bei den Angriffen der Rechten gegen die Kulturpolitik des Zentrums von den Deutschnatio⸗ nalen u. a. auch der Abg. Dr. Martin Spahn vorge⸗ schickt wurde. Es mußte jeden Zentrumsanhänger be⸗ sonders schmerzlich treffen, daß gerade dieser von uns allen so hoch verehrte Name, dessen einstiger Träger noch lebendig als Vorkämpfer der katholischen Interessen und der Zentrumsideale in aller Gedächtnis lebt, in Zu⸗ sammenhang gebracht wurde im Kampfe gegen das Zentrum. Dr. Martin Spahn glaubte besonders wirk— sam gegen die Kulturpolitik des Zentrums auftreten zu können, wenn er seinen Vater gewissermaßen als Recht—⸗ fertigung für den eigenen Frontwechsel als Kronzeugen anrief. Damit erzielte er aber gerade die entgegenge— setzte Wirkung, die er hatte erzielen wollen. Auch Dr. Martin Spahn weiß ebenso gut wie wir, daß sein Vater Peter Spahn in keinem der kritischen Augenblicke, an denen die Nachkriegszeit doch so reich war, auch nur irgendwie von der politischen Linie, die die Zentrums⸗ fraktion des Reichstags einschlug und dann konsequent innehielt, nicht einverstanden gewesen wäre. Daß Dr. Martin Spahn plötzlich noch als Wort⸗ führer der Deutschnationalen auftrat, zeigt am besten a len vor dem Feste uns überlegen, wo wir anders werden müssen. Wie können wir dem lieben Heiland begegnen, wenn wir es noch so sehr an der Liebe fehlen lassen? Gewiß liebst du etwas. Aber was ist es denn? Liebst du deinen Heiland? Liebst du deinen himmlischen Vater? Liebst du deinen Nächsten? Wenn du auf die beiden ersten Fragen mit„Ja“ antwortest und auf die dritte„Nein“ sagen mußt, dann sind die ersten Fragen falsch beantwortet. Lies bitte einmal nach im 1. Johannesbrief 4, 20. Dort steht geschrieben:„So jemand spricht: ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bru⸗ der nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?“ Du siehst, lieber Leser, es gehört eine aufrichtige, furcht⸗ lose Selbsterkenntnis dazu, in rechter Weise diese Adventszeit zu durchleben. Heute kommt kein Johannes mehr, um dich auf deine Fehler aufmerksam zu machen. Du mußt es selbst tun. Du mußt ernst machen das ganze Jahr hindurch, aber besonders in dieser Wartezeit mit dem ersten Satz unter den fünfundneun⸗ zig Sätzen, die unser Dr. Martin Luther am 31. Oktober 1517 an die Schloßkirche zu Wittenberg schlug:„Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!(Mth. 4, 17) hat er gewollt, daß alles Leben der Gläubigen Buße sein soll.“ Darum rüstet das Fest, aber vergeßt unter dem äußeren Zurüsten nicht die innere Be⸗ reitung! Ach, mache du mich Armen Zu dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein; Mach es zu deiner Krippen, So werden Herz und Lippen Dir ewig dankbar sein. Amen. Hr. cc— 3 Sonnabend, den 11. Dezember 1926. die große Verlegenheit, in die diese Partei durch die ge⸗ schickte Rede des Zentrumsabgeordneten Prof. 422575 Schreiber geraten war, der mit so großer Wärme und innerer Wahrhaftigkeit die Angriffe der Rechten auf das Zentrum zurückgewiesen und das alte und doch ewig neue Kulturprogramm des Zentrums gegenüber deren Verdächtigungen verteidigt hatte. Dr. Schreiber konnte schon darauf hinweisen, daß zu einem großen Teile die heutigen Deutschnationalen nicht als Nach⸗ folger der ehemals christlich gesinnten Altkonservativen angesprochen werden können. Dafür hat sich die Deutsch— nationale Volkspartei zu sehr mit liberalen Elementen durchsetzt. Ja, man darf ruhig behaupten, und der Beweis ist sehr schnell und leicht erbracht, daß die Deutschnationalen zu ihrem größten Teile überhaupt in keinem inneren Verhältnis mehr zur christlichen Kul— tur stehen, geschweige denn, daß sie, wie es in den letzten Jagen und Wochen in Parlament und Rechtspresse ge⸗ schah und wie es auch von Dr. Martin Spahn versucht wurde, sich als bessere Vertreter und Verteidiger einer christlichen Kulturpolitik aufwerfen können als das Zentrum. 5 Schon der Abg. Dr. Schreiber konnte die Ausfüh⸗ rungen Martin Spahns als unrichtig und seine Angriffe gegen das Zentrum als verfehlt sofort zurückweisen, und das besonders in Fragen des Reichsschulgesetzes. Er lonnte nachweisen, daß gerade die Deutschnationalen im Reiche wie in Preußen gegen die christliche Weltanschau— ung in Schulfragen gestimmt hatten. Und wenn der Abg. Spahn als besonderen Trumpf die badischen Ver— hältnisse heranziehen zu können glaubte, so hat er auch da fehlgeschossen, was ihm Dr. Schreiber in seiner Er⸗ widerung nachweisen konnte, was aber auch der Abg. Stegerwald einige Tage später auf einer großen Zen— trumsversammlung in Osterfeld nochmals unterstrich. Gerade Stegerwald hat hier treffend ausgeführt, daß die Kulturpolitik der Köder sein soll, mit dem das Zen— trum für eine Koalition mit den Deutschnationalen ein— gefangen werden soll.„Die Quintessenz des Spahn— schen Verhaltens“, so führte Stegerwald aus,„läuft darauf hinaus, daß die Zentrumspartei, um sie für eine Rechtskoalition mürbe machen zu können, die Schul- frage zum Eckstein ihrer ganzen Politik machen solle. Das ist für eine große Partei mit Veranwortung im Zeitalter größter außenpolitischer Wirren und inner— politischer Gährungen eine Unmöglichkeit. Wenn heute in Deutschland eine christlich⸗konservative Partei be⸗ stände mit volkstümlicher Gesellschafts⸗ und staatspoliti⸗ scher Praxis— auch wenn sie nur 30 bis 40 Abgeord⸗ nete zühlte— dann würde damit der christl. eingestellte evangelische Volksteil einen viel größeren Einfluß auf die gesamte deutsche Politik gewinnen, wie heute mit der starken Deutschnationalen Volkspartei, und würde sich weiterhin die Zentrumspartei einmütig für eine Koalition mit einer solchen Partei einsetzen.“(Durch uns hervorgehoben. D. Schriftltg.) Im übrigen nagelte gerade Stegerwald, der aus seiner früheren engen Zusammenarbeit Martin Spahn und dessen Entwicklung genau kennt, diesen auf die vielen Widersprüche fest, in die er sich verwickelt, wenn er dem Zentrum zum Vorwurf macht, was er bei seinen jetzigen Parteifreunden nicht zu tadeln findet. Konfessionelles Taktgefühl. Uns wird von einem Freunde aus Gedern eine Zahlkarte übersandt. Sie trägt das Postscheckkonto Frankfurt a. M. 23 340 des Herrn Kaplan Brandstetter in Cassel. Auf anhängender Fahne wird mit der An⸗ rede:„Mein lieber Christ, ich bitte Dich, hilf uns!“ um Sendung von einer Mark für den Kapellenbau der Diasporagemeinde Niederzwehren bei Cassel gebeten. Dornenwege. Roman von Clara Meller. Z. Fortsetzung. „Was recitierten Sie für ein hübsches Gedicht bei meiner Ankunft“, fragte der kleine Referendar. „Eigene Angelegenheiten“, entgegnete sie gelassen und steckte ihr Notizbuch in die Tasche. Da trat Dore aus dem dichten Gehölz, sofort wandten sich die Herren, sie zu begrüßen. Diesen Moment benutzte Urle und sprang auf der verdeckten Seite, von ihrem hohen Sitz, direkt auf den elastischen Waldboden. Der schwarzäugige Dr. phil. Theo Münster stieß einen Schreckensruf aus, er eilte zu ihr, sie aber legte mit stolzer Grazie die langen Zöpfe auf den Rücken zurück und ging zur Schwester. „So leicht werden Sie uns heute nicht los, in dem Sturm kann man nicht einmal sagen: errötend folgt er ihren Spuren,— da heißt es: fauchend fliegt er ihre Wege!“ scherzte Referendar Stollberg und sah den Theologen Max Dachenhausen mit dem interessanten, schmalen Gesicht von der Seite an. „Sie sind unverbesserlich,“ schalt Dore,„da müssen wir schon Gnade vor Recht ergehen lassen und uns Ihrem Schutze anver— trauen, unbeachtet, daß es eine vulkanartige Aufregung im Städtchen geben wird.“ „Dann läßt das alte Nettchen mit den Korkzieherlocken bei der Kränzchen-Einladung wieder bestellen: einen schönen Gruß von Fräulein Schmalbach und Sie möchten heute abend zu einem Täßchen Tee kommen und ob Sie schon wüßten, daß Herr Refe— rendar Stollberg mit der schönen Urle spazierxen gegangen sei!“ ahmte er selbst drollig nach. 8 „Die bringt alles fertig“, schaltete Dachenhausen ein. Theo Münster schüttelte den Kopf:„Nein, Ihr irrt, dazu findet niemand Zeit, alles grübelt nur über die neuaufgetauchte Dichterin, die sich hinter dem Pseudonym so konsequent verbirgt!“ „Muß ein gescheites Frauenzimmer sein! Mein Alter kann die ganzen Gedichte auswendig.— Es hat auch schon im Willing— schen Kegelklub eine große Wette gezeitigt, die meisten behaup— ten, es müsse die kürzlich zugezogene Prinzessinnen-Erzieherin Wagner sein!“ „Evangelische Warte“ Bei der Sendung liegen Künstlerkarten als Gegen⸗ leistung. Niemand dürfte etwas gegen diese Fürsorge des Herrn Kaplan für den Bau seiner Diasporakirche einzuwenden haben, wenn er unter der römischen Be⸗ völkerung solche Gaben sammelt. Was sollen aber solche Sammlungen bei der Bewohnerschaft von Gedern be— deuten? Nach der Volkszählung 1925 hat Gedern 1812 evangelische und nur 24 römisch-katholische Einwohner. Wir dürfen demnach von einem evangelischen Orte sprechen. Warum bettelt man wieder bei den Prote⸗ stanten? Will man sie veranlassen, ihre Gaben für römische Zwecke auszugeben, damit für evangelische nichts mehr bleibt? Wir wissen es nicht. Unsere Glaubensgenossen aber bitten wir, zu bedenken, welche Mittel der römischen Kirche zur Verfügung stehen, und wie wir ganz auf die Liebestätigkeit im eignen erden Kreise angewiesen sind. Gerade unsere evangelische Sache bedarf heute mehr denn je der Unterstützung der Glaubensgenossen. Jedenfalls würde es nicht unserem Taktgefühl entsprechen, bei Andersgläubigen um Gaben für evangelische Diasporaarbeit anzuhalten. —— ĩ ä— D,...... Aus unserer Bewegung. 5 neue Ortsgruppen in Rheinhessen. Mainz, 4. Dezember. Reichsgeschäftsführer Weidner sprach kürzlich in Wöllstein, Sprendlingen und Horrweiler. Die erfreuliche Folge dieser Versammlungen war die Gründung von Ortsgruppen in Wöllstein, Neu-Bamberg, Sprendlingen, Horr⸗ weiler und Aspisheim. Horrweiler. Am 24. November berief auch hier die Evange— lische Volksgemeinschaft eine Versammlung, die sehr gut besucht war. Herr Pfarrer Weidner sprach über das Thema:„Wa— rum brauchen wir im Hessischen Landtag eine evangelische Par⸗ tei?“ Seine eindrucksvollen Ausführungen fanden dankbare und aufmerksame Zuhörer, sodaß man den Eindruck gewann, hier handelt es sich um etwas, was unbedingt nötig ist und kommen muß. Das Ergebnis seines Vortrags war die Grün- dung einer Ortsgruppe Horrweiler, zu der sich schon gleich 32 Mitglieder durch schriftliche Eintragung zusammenfanden. Auch die erschienenen Zuhörer aus Aspisheim bezeugten ihre Zuneigung zur Evangelischen Volksgemeinschaft dadurch, daß auch sie sich zur Gründung einer Ortsgruppe noch am glei— chen Abend bereit fanden. e Vom Wachstum unserer Bewegung. Allmählich ist unsere Bewegung in ganz Hessen bekannt ge— worden. Teilweise hat die Versammlungsarbeit dazu beige— tragen, teilweise auch unsere Evangelische Warte. Aber auch die Gegner haben es sich nicht nehmen lassen, ihre Leser auf uns aufmerksam zu machen. Als die sozialdemokratische„Mainzer Volkszeitung“ ihre Leser in einer Notiz mit uns bekannt machte, stellte sie folgenden Satz voraus:„Um einem tiefgefühlten Man— gel abzuhelfen.“ Das Blatt scheint uns damit das Richtige aus— gedrückt zu haben. Wenn wir auf die Entwicklung unserer Evan⸗ gelischen Volksgemeinschaft zurückblicken, dann war unsere Be— wegung wirklich eine Notwendigkeit, um„einem tiefgefühlten Mangel abzuhelfen.“ Die Wahlflauheit war bei den letzten Wahlen der einzig mögliche Protest der Wähler, ihre Unzu— friedenheit mit den bestehenden Parteien zum Ausdruck zu brin— gen. Was hätten sie anders tun sollen? Die Wahlen stellten ein Jagen nach guten Gewinn abwerfenden Pöstchen dar. Wie viele merkten, daß das Volk dabei ganz übersehen wurde. Das Volk hatte zu wählen! Vor der Wahl wurde ihm alles ver— sprochen, nach der Wahl war es Nebensache. Dann ging das Feilschen um die Pöstchen an. Dies lann nur aufhören, wenn die Volksgemeinschaft da ist. Wie oft hat man dies Wort gehört, aber niemand konnte sie er⸗ reichen. Die materielle Wirtschaft schuf nur Gegensätze. Aber im Volk ist das religiöse Denken nicht abgestorben. Es schläft gewiß in vielen, ist aber bereit, jederzeit aufzuwachen, lebendig N 0 ern Aufgebot und so liebliche Gedichte schmieden. Seit wann flöten Krähen Nachtigallieder? Dann wäre allerdings mein Interesse bedeutend abgeschwächt, denn ich wähnte dahinter eine maien— zarte Gestalt, die eben erst die seelenvollen Dichteraugen auf— schlägt. Was meinen Sie Fräulein“, wandte er sich an die beiden schweigsamen Schwestern. „Ich bin erstaunt, daß über Dilettantenergüsse so interessiert disputiert wird!“ warf Urle zögernd ein. „Aber hören Sie mal, da steckt ein Talent, ein schönes Talent!“ „Die ersten Anemonen“, rief sie und verbarg ihr glühendes Gesicht abwendend beim Blumenpflücken. Theo Münster eilte ihr nach, ebenfalls leichte Frühlings— sterne, Leberblümchen, Schneeglöckchen und wohl gar schon Him— melschlüsselchen zu suchen. Leicht abfallend senkte sich der Wald in ein lichtes Tal, wo aus dichtgedrängten Blumenköpfchen der wundervolle Zauber morgenjunger Lenzluft strahlte. Nur vereinzelt hervortretende moosige Steine bildeten den sammetweichen, grünen Kontrast, und eine silberweiße Birke wehte mit ihrem feinrieselnden, grünen Schleier kosend über die zarten Sonnenkinder.„Poeten— steg“ war der oben entlang führende Weg von einem tiefempfin— denden Menschenkind genannt und es mußte wohl dieses blü— hende Tal eine geheimnisvolle Kraft auf alle Herzen üben, Urle hätte sich mögen hineinwerfen in die üppige Blumenpracht, so kinderglücklich, warm und hell zog es durch ihre Seele, war es Liebe oder wortlose Liedwellen, die im Innern brandend die Wände sprengen wollten? Es war ein süßes, jugendliches Chaos, das ungeklärt in ihr tobte, das sie selbst nicht verstand. Theo Münster neigte sein tiefernstes Gesicht mit den Feuer— augen, und nur ihr verständlich kam es in innigem Tonfall von seinen Lippen: „Du bist die Anmut in der Schönheit Kleid, Vom Himmelstau der Reinheit übergossen, Du bist die Seele aus dem Blick der Zeit, Vom Morgenrot der Jugend zart umflossen! „Bist Du von Sinnen Stollberg? Eine aus dem! letzten gel abzuhelfen.“ Am Montag begann in Genf die Dezember-Ratstagung de. Völkerbundes. Von deutscher Seite nehmen daran der Reicht außenminister Stresemann, Staatssekretär von Schubert un Ministerialdirektor Dr. Gauß als Führer der deutsthen Del gation teil. Das Programm der Tagung umfaßt 22 Punkt unwichtige und äußerst wichtige. Zu den letzteren gehöß z. B. Punkt 8, Schiedsgerichtbarkeit und Sicherheit, Punkt Herabsetzung der Rüstungen. Bei der Besprechung dieses Pun tes wird eine Denkschrift der vorbereitenden Abrüstungskos mission vorliegen, die allein 400 Seiten umfaßt, ein Zeicheyß! wie verwickelt dieses Kapitel ist. Schon die Erläuterung de Rüstungsbegriffes hat bei der Festlegung zu ganz gegenteilige Ansichten geführt, bei welcher leider die für Deutschland so u heilvolle französische Ansicht siegte. Der Punkt 10, Herabsetzun der Streitkräfte hängt unmittelbar damit zusammen. Währe Deutschland bis in die äußersten Grenzen gezwungen wurde, wir es den anderen Staaten kaum einfallen, tun. Ein weiterer Punkt soll die Finanzlage Danzigs regel dasselbe Punkt 16 beschäftigt sich mit der Weltwirtschafts konferenz. Punh 20 bringt die auf keiner Tagung fehlenden Fragen des Saarge bietes, des Schmerzenskindes des Völkerbundes, zur Sprache Man kann den Verhandlungen nur die besten Wünsche entgegen bringen, ohne sich darüber zu täuschen, daß für Deutschland nich viel Ersprießliches dabei herauskommen wird.— Vom Reichstaß wurde das Gesetz gegen Schund und Schmutz nach langen Ven handlungen und vielen Kuhhändeln angenommen. Noch in de 3. Lesung beantragte die Sozialdemokratie den Passus, dun den die Kirchenvertreter in der Prüfungskommission mitzurede haben, zu streichen. Aber der Antrag fiel durch, sogar mit eine ganz respektablen Mehrheit. Das Gesetz war sicher sehr notwen] dig, aber was nützt die Beseitigung der Schundschriften, solang in den Städten Tausende und Abertausende zusammengepferch sind, wo Familien von 10—15 Köpfen in 2—3 Zimmerwohnun gen hausen, in denen sich so viel abspielt, was Kinder nie sehes, dürften. seine Erfolge haben.— In Hessen errangen die Koalitionspat teien bei der Abstimmung über die Auflösung des Landtage einen ganz knappen Sieg. Der Landtag wird also noch ein hal Erst wenn hier Abhilfe geschaffen ist, kann das Geself 5 bes Jahr im Amte bleiben. Das Resultat der Abstimmung gil jedenfalls zu denken! Vor allen Dingen zeigt sich eine ungeheun Müdigkeit des Volkes, zur Wahlurne zu gehen. Der Deutsch hat anscheinend das ihm gegebene parlamentarische System not nicht ganz verstanden. Hoffen wir, daß wenigstens der Evan gelische bei der nächsten Wahl sich seiner Pflicht erinnert u seine seither so gern geübte Lauheit ablegt. zu werden. Wenn der Materialismus trennt, die christliche Ida, der Gerechtigkeit und Liebe einigt. Daß wir durch diese eva gelische Idee es wagten, die Volksgemeinschaft unserem liebe deutschen Volke zu schaffen, war, wie wir heute erkennen, d richtige Weg. Um einem tiefgefühlten Mangel abzuhelfe mußte die Evangelische Volksgemeinschaft geschaffen werde Als ein Freund mir seine Mitgliedschaft erklärte, sagte er da Wort:„Ist Eure Sache von Gott, so wird sie bestehe⸗ bleiben!“ Auf über zwei Jahre sehen wir zurück. Unser Werk iß in dieser Zeit rasch vorwärts gegangen. In allen hessischen Pre vinzen bestehen Ortsgruppen. Ebenso vergrößert sich ständig di Anhängerschaft in Hessen-Nassau. Im übrigen Deutschland wii ken Vertrauensmänner für weitere Ausbreitung. Wo wir hin kommen, finden wir offene Ohren und willige Anhänger. Be reits im Jahre 1925 stellten wir versuchsweise bei den Wahle zu Kreis- und Provinztag in Oberhessen Kandidaten auf une erreichten, ohne daß wir uns durch Agitation haben viel bekan machen können, fünf Mandate. Zwei Organe, eines in Nord deutschland und eines in Süddeutschland, tragen jetzt unsere Ge danken in die breite Oeffentlichkeit. Ja, es ist richtig, wie dil, „Mainzer Volkszeitung“ schreibt:„Um einem tiefgefühlten May Du bist ein Lied, das in den Lüften schwebt, Das nicht der Laut der Sterblichen kann formen, Du bist die Göttin, die mein Schicksal webt, Die Fäden reichen Dir entzückt die Nornen!“ Da stand sie still und lauschte, selbst die verkörperte Poesit die Lider mit den schwarzen, langen Wimpern bedeckten di 1 Augen, nur halb im wachen Traum und unbemerkt spanne sich die Lichtfäden des geheimnisvollen Sichverstehens von Het zu Herzen. Die tiefe gewaltige Liebe war es nicht, die da i Innern vibrierte, aber der da stand, und den die Liebe über mannt hatte in ihrem herrlichen Ideal, er hätte sie wecken un fesseln können, wäre nicht das egoistische Selbstgefühl dazwische 11 getreten, ihm raunend, niemand kann den Sieg Dir streiten, D 010 bist reich und schön, sie ist arm, nicht viele dürfen ihrem Herzen, zuge folgen, warte, warte, sie zu begehren. Wie oft war später dieser Zauberglanz des Lenztages uit ein leuchtender Meteor in der Erinnerung aufgeflammt und dann dachte er an jene stolze Frauenseele in der fernen Fremd * Auf dem Klostergute Königsborn im Rheinland wurde zu, großen Jagdessen gerüstet, Herr und Frau Wendtland bestiege ihre Pferde, um zur Jagd zu reiten. Am weiten, großen Torboge der in einem Turm endend, wie zwei ineinander gekette Händ die mächtige Ringmauer schloß, hielt letztere ihr Pferd an, dreh ihre goldknäufige Reitpeitsche mit den blitzenden Diamante 0 0 du 0 0 herum, kniete in den Sattel und pochte an das Fenster des Die ners, der mit seiner Frau die Wohnung inne hatte. „Aber Petronella, soll Dein Pferd scheuen“, rief ihr Mam f zurück, dem man auf den ersten Blick den reichen Großgrundse besitzer ansah, dem das ständige Befehlen den Stempel herrische⸗ Kälte aufgedrückt hatte. Die Angerufene saß schon wieder fest im Sattel und wei ihr tiefgrünes Sammetkleid zurecht:„Sorge nicht, Allar kenns meine Extravaganzen!“ Indem sah die junge Frau heraus:„Madame befelle?“ „Sage, daß Edmund den Hauslehrer wieder heimschickt, di Jungens brauchen sich heute nicht zu plagen! Se hett jo Je da komme de Kinner doch dörch!“ setzte sie, scherzend in rh nischem Dialekt hinzu. 0 10 at 0 Zonnabend, den 11. Dezember 1926. e ente benützt, um ihn jahrelang im Gefängnis zu hal⸗ Woihnachten im Gefüngnt 1800 eihnachten im Gefängnis. 5 5 ö iges 0 Der große norwegische Bauernsohn Hans lung Nielse n Hauge, der Erwecker seines Landes 10 ele aus geistiger Erstarrung zu neuem religiösen Le- dach ben, mußte viel leiden. Unter anderem wurde lletung 10 eine veraltete Verordnung von seinen Gegnern and go u ten. Doch blieb er seiner Sache und seinem Glau- dena 0 ben bis zu seinem Tode im Jahre 1824 treu. Wi ul Das ergreifende Bild seines Wesens und Le un bens wurde von Jakob B. Bull! in einer fesseln— ude, wi den Erzählung dargestellt und jetzt von Pauline zöselbe Klaiber⸗Gottschau ins Deutsche übersetzt.(Siehe Jigs regen, Bücherecke.) ten Puh, Es ist am Weihnachtsabend 1805. ö des Slang. Assessor Collett und Polizeipräsident Wulfsberg hatten das ur Sprae Ferhörzimmer verlassen. Unter dem Tor sahen sie zwei Män— e entgegn ger warten. chland nh Der Polizeipräsident blieb u Reichs spagte:„Was wollt ihr hier?“ langen Un Der eine von den beiden, ein buckeliger Mann mit großen Noch in zeblauen Augen und einem mageren Gesicht, nahm den Hut ab assus, dung und grüßte. mitzuree.„Wäre es nicht möglich, daß wir mit Hans Nielsen Haug r mit eie brechen könnten?“ fragte er in schüchternem Tone. im Vorbeigehen stehen und cht notun. Der Polizeipräsident sah ihn scharf an.„Nein,“ sagte er, teß, clan das geht nicht.“ f 5 engepfech ging ein trauriger Schatten über das Gesicht des meiwohmmn dütkligen, Mannes. 1 er nie sche„Nur ein paar Worte!“ bat er. Er stand, mit dem Hut u das b der Hand, da und sah den Polizeipräsidenten gerade an. alitionspap,„Nein, nein,“ wehrte dieser ab.„Woher kommt Ihr denn?“ l Landtage fragte er dann, indem er beide musterte. joch ein l„Von Bergen,“ antwortete der Bucklige. mung gh„Auf dem Seeweg 250 g e ungehenn„Nein, zu Fuß,“ lautete die Antwort.. f der euch„Zu welchem Zwecke?“ fragte der Polizeipräsident im Ver— Ehsten hörton. 5 d g 1 10„um Hans Nielsen Hauge zu befuchen,“ antwortete wieder inert iu der Bucklige. „Im!“ Das Gesicht des Polizeipräsidenten bekam einen merkwürdig weichen Ausdruck, der aber sofort wieder verschwand. ascacr Je„Nein,“ sagte er.„Es ist gegen das Gesetz. Ich kann es 0 0 icht erlauben.“ Damit wendete er sich ab. A bah, Der Bucklige zögerte einen Augenblick, setzte dann seinen seren 5 langsam wieder auf und sah seinen Weggenossen an— kennen, e mit hosfnungslosem Blick. Darauf entfernten sich die beiden abhuheleg änner. 10 werde Der Polizeipräsident Wulfsberg aber zog, als er durch's sagte er un tor hinausging, seinen Halskragen zurecht.„Das ist rührend,“ fe waar er zu Assessor Collett. ler Werl. Und die beiden Beamten grüßten nach allen Seiten, als sie essschen ho purch die von lebhaftester Weihnachtsgeschäftstätigkeit erfüllte 0 fündig) Rathaus⸗ und Kirchstraße heimwärts wanderten. schland 19„Fröhliche Weihnachten, Herr Präsident!“ o ir h,„Fröhliche Weihnachten, Herr Assessor!“ hängen, e Sie trennten sich an der Ecke der Oststraße. den Wahlen men auf ul viel bekang ges in Nod Hans Nielsen Haug saß auf der harten Pritsche in seiner kinsamen Zelle, das Gesicht in den Händen vergraben. Das Essen war unberührt. Das Talglicht brannte langem, qualmenden Dochte. it unser 0 Hauge war tief gebeugt, und in seiner Seele stand ein har⸗ lig, ue ier Kampf. fühlen Mü An diesem heiligen Abend, dem großen Fest der Barm— mit nis auf. ausgeschlossen. Warten. herzigkeit auf der Welt, fühlte er den tiefen Schmerz des Ver⸗ „Evangelische Warte“ Im Familienkreis lassenseins und das Grauen der Einsamkeit stärker als an irgend einem andern Tag dieses ganzen langen Jahres. War es Gottes Wille, daß er hier, von Licht und Leben ausgeschlossen, den Rest seiner Tage verbringen sollte? „Ich bin das Licht und das Leben,“ lautete die Antwort in seinem tiessten Innern. „Ja, ja,“ flüsterte er.„Dein Wille geschehe!“ Aber wieder tauchten versuchende Gedanken aus der Finster Er sah die Gesichter seiner beiden Freunde vor sich. Sie waren den weiten Weg über die Berge gewandert, um mit ihm zu sprechen; aber die Gefängnistür blieb verschlossen. Alle die Tausende, die es so nötig hatten, mit ihm zu reden, waren So sollte er nun den Rest seiner Tage hier ver bringen müssen, im Dunkel und in der Einsamkeit, in untätigem Nie wieder die Sonne sehen, nie wieder die Gesichter der Lieben schauen! Sein Kopf sank noch tiefer herab. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlaffen!“ flüsterte er in seinem Schmerz. Nicht sein Werk vollbringen dürsen! Nicht im Tode das Haupt neigen dürfen und sagen:„Herr, es ist vollbracht!“ Die Tränen tropften zwischen seinen Händen herab; die Schultern unter dem grauen Kittel bewegten sich in schluchzendem Beten. Dann war es lange ganz still in der dunklen Zelle. Hans Nielsen Hauge betete. Er betete zu dem Gott, vor dem er sich schon als Kind gebeugt hatte. Betete um Licht im Dunkel, um Rettung von Sünde und Versuchung, um Trost in seiner großen Seelennot. Da plötzlich zitterten ferne Klänge herein in seine müden Sinne. Ein glückseliger Ton, der an Stärke zunahm und schließ lich überall wie ein Jubel hervorbrach. Die Weihnachtsglocken waren es, die über der großen Stadt das Fest einläuteten. Hans Nielsen Hauge sank mit gefalteten Händen auf die Knie. Tränen stürzten ihm aus den Augen. Ein unsägliches Glücksgefühl durchbebte ihn, als hörte er in der Ferne die Glok len des Himmelreichs. Der Herr hatte ihm Antwort gegeben. Die erlösende Botschaft der Weihnacht war zu ihm in seine Einsamkeit gekommen.„O Gott, du mein Gott!“ murmelte er „Dir sei Lob und Dank in alle Ewigkeit!“ Und draußen stimmten die Glocken ein in festlichem Triumph, ein Tönegebraus wogte über die dunkle Stadt hin. „Fröhliche Weihnachten!“ wurde in Tausenden festlich er— leuchteter Wohnstätten gerufen.„Fröhliche Weihnachten!“ flüsterte es tief drinnen in dem Herzen des einsamen Mannes. Hans Nielsen Hauge erhob sich von den Knien und stand nun aufrecht in der dunklen Zelle, wo das ärmliche Talglicht mit trüber, rötlicher Flamme brannte. Er faltete seine Hände, und kurz nachher drang das Lied N eee r* 0 8 un e 5 8 r „Jesus meine Zuversicht“ mit vollen Tönen aus der engen Zelle des Rathausgefängnisses. Die Gefangenen in den ande— ren Zellen hoben den Kopf und horchten verwundert auf. Der Wärter hielt überrascht auf dem Gange an. Aber draußen in der Winterkälte und Dunkelheit standen zwei schweigende Männer; sie schauten durch das Dunkel zu Hans Nielsen Hauges Zelle empor. Und sie hörten diese Stimme, die sie unter Tausenden erkannt hätten, diese Stimme, die ihnen Augen und Sinn für das Beste und Höchste geöffnet hatte. Atemlos lauschten sie auf den Gesang,; sie hielten einander an der Hand, wie zwei Kinder auf der Wanderschaft im frem— den Lande. So standen sie wortlos da, bis der letzte Ton ver— hallt war. Als aber Hauge sich getröstet und gestärkt wieder nieder— setzte, richtete er sich plötzlich verwundert wieder auf— 1 D 2 N 1 N Nr * DDr e FFP. 2 Draußen unter seiner Zelle ertönte Liedergesang. Die bei— den Männer waren es, die das Lied für die Notleidenden, den Angstruf der Verlassenen um Errettung sangen. Zart und fein drangen die Töne aus dem Abenddunkel und durch die Winterlälte in die Zelle herein. Hans Nielsen Haug wurde von tiefer Wehmut ergriffen. Diese beiden, deren Gesichter er im Rathausflur zu erkennen gemeint hatte, waren seine Freunde; diese beiden, die den weiten Weg von Bergen hergewandert waren, um mit ihm reden zu lönnen. Er hatte das Gefühl, als müsse er inwendig verbluten. Hier saß er, ohne ihnen helfen zu können;, er konnte sie nicht erreichen, konnte den vielen Tausenden, die auf ihn warteten, lein Wort des Trostes senden! Jetzt verstummte der Gesang draußen; die beiden Männer starrten traurig und niedergeschlagen hinauf zu dem halbdunkeln, vergitterten Fenster hoch droben in der grauen Mauer. Plötzlich sahen sie einen hellen Schein da droben. „Sieh!“ rief der eine der beiden Männer und ergriff den anderen am Arm. Die Helle nahm zu; ein einsames Lichtlein mit einem traurig qualmenden Docht wurde hoch emporgehoben und warf seinen warmen, blutigroten Schein in die Dunkelheit hinaus. „Siehe!“ rief der andere und brach in Tränen aus. Hans Nielsen Hauge war's, der den Sieg des Lichts aus der Dunkelheit, aus der Einsamkeit des Gefängnisses heraus verkündigte. „Gott sei Lob und Dank!“ murmelte Samson Trage, der gefalteten Händen hinausstarrte— Das Licht droben im Fenster sank herab und verschwand; Abenddunkel ward tiefer als vorher; aber die beiden Män— ner starrten noch immer glücklich und dankbar zu dem Fenster hinauf. Sie hatten von ihm da drinnen eine Botschaft erhal— ten, die Aufforderung, unerschütterlich Gott zu vertrauen, die Versicherung, daß das Licht siegen werde. Und diese Botschaft wollten sie weitertragen durch das ganze Land, von Dorf zu Dorf, überallhin, wo immer sich Brüder befanden. Während sie noch schweigend draußen standen, erschien aber⸗ mals die kleine Helle droben am vergitterten Fenster. Und gleich darauf brannte das Licht wie vorher. Dann erschien ein Arm mit der Lichtschere; das Licht wurde geputzt, und die kleine Flamme streckte sich plötzlich klar und hell empor. Ein Schluchzen erschütterte die beiden Männer; sie harten verstanden. Es galt, die Gemeinde des Herrn auf Erden zu reinigen, das Licht Gottes rein zu erhalten, damit es den Men⸗ schen klar leuchten könne. „Hast du ihn verstanden?“ flüsterte Samson Trage dem andern zu. „Ja, ja,“ antwortete der Bucklige, der lämpfte. Jetzt ertönte Gesaug aus der Zelle. „Ein' seste Burg ist unser Gott!“ Und das kleine Licht droben, von einer bebenden Hand gehalten, leuchtete während des Gesanges, bis die letzte Strophe verklungen war. Dann sank es langsam hinab und verschwand. Die beiden Männer standen noch lange Hand in Hand. Dann murmelte der Bucklige:„Fröhliche Weihnachten, Hans Hauge! Gott schenke dir da drinnen eine gesegnete Weihnacht!“ Langsam gingen die beiden Männer fort, Samson Trage voran und Ole Rörsveen, der bucklige Mann, hintendrein. Es war der Mann, der von Bergen nach Trondhjem gewandert war, um Hans Nielsen Hauge zu treffen, der Mann, dessen Rllk— ken krumm geworden war, weil er Hans Nielsen Hauges Bücher Hunderte von Meilen über die Berge und durch die Täler im ganzen Lande herumgetragen hatte. Aber Polizeipräsident Wulfsberg und Assessor Collett hör— 1. o mit. das mit den Tränen —— 2 „Sie können nach dem Paukboden gehen, ihre Rappiere liegen 2— ormen, in meinem Zimmer, und wenn der Direktor Berg kommt, so fer⸗ bt, ligt ihn draußen ab, was auf meinem Grund und Boden geschieht en geht niemand etwas an, hörst Du?“ perle Pot bedecten gerlt spanpe „Gewiß Herr, dschüs ok!“ igur war zu üppig, das Gesicht zu männlich. Unter einer schma⸗ ens von 90 en Stirn trat eine gebogene, große Nase hervor, die hellblauen ht. die n 0 ugen waren zu klein und der Mund zu schmallippig, aber das e a Jace Kolorit verwischte die Fehler, nicht jede Geschmacksrich— ie wecken U 1 damit und nahm es als selbstverständlichen Tribut ihrer Persönlichkeit i streiten,? auf. hren ene Pferde an, von hier aus konnten sie die ganzen üppigen Felder gentages! übersehen, fürwahr ein stolzer Besitz! eslommt 1 Das Herbe, Unnahbare in Xaver Wendtlands Gesicht ver⸗ enen Fress„ borf kommen und ritt ihm in gestrecktem Lauf entgegen. 1d nude Die Augen seiner Frau leuchteten auf, sie folgte dem ge⸗ land belle wiegten Reiter mit den Blicken,— was für ein lustiger Waid⸗ en Torbohe annstag würde es werden, sie mußte heute ihren ersten Reh⸗ gelette Hün bock zur Strecke bringen, oder sie verlor die Wette um eine ir an, die“ Ehampagnerbowle.—— f g n Dia man Plötzlich hörte sie ein Geräusch neben sich:„Gegrüßt sei ter deß 2 Maria die Gebenedeite,“ sprach ein tiefe, klare Stimme, ein le. Mönch verneigte sich und schlug das Kreuz. i fief iht No Sie reichte ihm die Hand herunter:„Bruder Innozenz, Sie kommen zur unxrechten Zeit, haben Sie länger in Rheindorf zu un?“ „Ich komme soeben vom Kloster herüber, die Gnadengaben inserer Gläubiger einzuholen!“ i „Schön, dann auf Wiedersehen, morgen Mittag essen Sie bei uns!“ Sie grüßte kurz, er verneigte sich unterwürfig und I Großgtu mpel hertis J gel und 5 Aar le besele) fort stürmte der geduldige Rappe. 155 haft Ein finsterer Blick aus den eben noch demütig gesentten gelt y Augen folgte ihr und ein noch düsterer, schmerzlicher, fiel auf 15 in ch, das imposante Klostergut:„Alles, alles 12 weltliche Hände, tlückwärts gedrängt um einen großen Schritt ö Auf einer kleinen Anhöhe hielten beide jetzt erfreut ihre Schön war die Herrin von Königsborn nicht zu nennen, die Nein, sie konnten es noch immer nicht verwinden, daß der Krieg ihnen ihr schönes Besitztum aus der Hand gezwungen. Stundenweit dehnte sich der Wald hinter dem großen Häuserkomplex, welcher in seiner dunklen Vornehmheit, einem Bistum gleichend, mit den Zinnen und Türmen, weithin bis zu dem schwerfällig dahin gurgelnden Rhein sah. Tief versteckt in hohem Buschwerk, das den Eichenwald fast unheimlich dichtete, lagen in kurzen Zwischenräumen drei fischreiche Teiche und im Tal, wo der Vergbach steil abstürzte, klapperte einst ihr Mühlrad jung wählt ja das Aristokratische, Feine— sie wurde bewundert in gleichmäßigem Schaffenston, denn ihre Felder lohnten den Fleiß hundertfältig. Hinter den breiten Klostermauern aber, meinte man einen Zaubergarten des Abendlandes zu erblicken, seltene Blumen be⸗ lebten die Rabatten und Rundelle, dazwischen leuchtete das köst— lichste Obst, von der frühreifen Erdbeere, bis zu den farben— ö schönen Sammetpfirsichen, großbeerigen Trauben und der ab— teste sich noch, da sah er das Gespann des Landrats von Rhein⸗ sonderlichen Mispel, die sich nur Winters Frosthauch beugt. Was „ 5 5 5 hatten die Mönchlein in jahrhundertelangem Ameisenfleiß für Schätze in den weiten Räumen aufgestapelt, und bedurfte es damals angestrengten Fleißes und großer List, unbemerkt von habgierigen Augen alles fortzubringen. In dunkler Nacht waren die schwerbeladenen Wagen fortgefahren, strenggläubige Freunde halfen vieles verbergen, bis erhöhte Sicherheit gestattet, es in ihren schützenden Hafen zu holen. Die Bewohner von Rheindorf erzählten noch heute mit felsenfester Ueberzeugung, es läge eine große Menge Geldes in dem Klostergarten vergraben, da aber der Bruder, welcher damit betraut gewesen, plötzlich ohne Sterbe— sakramente starb, wußten sie den Ort nicht wieder zu finden. Nun kamen sie bei ihren Bettelreisen stets in einer Vollmond⸗ nacht und schlichen betend durch den Park, hoffend ein Wunder werde ihnen den Platz offenbaren, wenn sie die Seele des Armen sündenrein gebetet hatten. Bruder Innozenz wendete sich jetzt ab und ging nach Rhein— dorf hinunter,— aus der Ferne hallten die ersten Schüsse der Jäger, er zuckte zusammen, als habe ein Fluch von ungläubigen Lippen ihn getroffen:„Es wird Zeit. daß die Mission ihr Werk beginnt, wir müssen uns an die Fersen dieses üppigen, tollen Weibes heften, erst ziehe unser Geist ein, und dann— dann fasse unser Fuß wieder Wurzel, dazu verhelfe uns die gebenedeite Mutter Gottes!“ * „Den Tag vergesse ich in meinem Leben nicht, zu viel Wald— mannsheil, zu guter Wein, zu vortreffliches Mahl, dazu Witz wie drei löllsche Karnevals zusammen nicht zeitigen, komm, laß sie allein Fortung versuchen, wir kommen noch bis zur Bibliothek in unser Divaneckchen!“ Mit diesen Worten nahm Hauptmann Weinhold Xaver Wendtlands Arm und beide schwankten durch die reich beschlagene Eichentür. Seine Frau sah ihnen lächelnd nach, vorteilhaft hob sich ihr blonder Kopf von den schweren, blauen Sammetvorhängen, die die hochbogigen, gemalten Fenster bis zum kunstvollen Fuß— bodenbelag deckten. „Nella,“ rief ihr Schwager, ein Au de Cologne-Fabrikant aus Köln,„nimm Kavers Stelle ein, Du spielst ja besser wie er!“ Ohne Zaudern setzte sie sich und bald mischte sich der spröde Klang der Taler, mit den kurzen Ausrufen und Bemerkungen der Spieler, je nachdem es der innere Charakter diktierte. Ein lautes Durcheinander erweckte die Schläfer in ihrem halbdunklen, lauschigen Zimmerchen. Sich der Gäste erinnernd. erhob sich der säumige Wirt gemächlich und stellte sich, die Hände auf dem Rücken gekreuzt in die Tür, wartend, ob sich die Wogen der Unterhaltung nicht sänftigen würden, „Bon jour, Xaver, as-tu gepennt,“ rief der Landrat.„Dich ereilt das Glück im Schlaf! Natürlich wer so ein herrliches Weib sein eigen nennt!“ „Hörst Du Nella, Herr Landrat nennt Dich„herrlich“, well Du verstandest ihm sein Geld abzugewinnen!“ Sie lachte ihr hartes, seelenloses Lachen, ihre tadellosen Zähne blitzten, sie sprang auf, hob ihr blauschillerndes Seiden— kleid leicht geschürzt in die Höhe und zeigte ihm die klingenden Münzen im Schooß. „Jet für mi Sparkassenboch“, rief sie scherzend. „Hat es forsch gegangen“, fragte Hauptmann Weinhold. „Ei behüte, immer daß die Kirche im Dorf bleibt,“ schaltete Rentier Baumann ein und rückte seinen Sessel seitwärts, um dem Diener, der starken Kaffee servierte, den Durchgang zu er— möglichen.(Fortsetzung folgt.) —— —— r——————————— 4 1. Sonnabend, den 11. Dezember 1926. Ewpangelische Warte“ ten das Weihnachtslied jeder in seinem strahlend erleuchteten Was bedeutet die Gründung dieser Institutionen für die Heim, und sie gingen am Morgen des Christfestes in die Kirche,, Blinden? In ihnen find alle pädagogischen Mittel Anwen⸗ um den Trost des Wortes Gottes und das Evangelium dung, die geeignet sind, dis Blinden zu charaktervollen Persön⸗ von der Erlösung verkündigen zu hören, während der, lichkeiten zu erziehen. Durch einen guten Schulunterricht ist für den das Wort Gottes alles auf Erden war, eingeschlossen[für eine geistige Entwicklung und Ausbildung in weitestem hinter Schloß und Riegel saß und auf Gerechtigkeit hoffte und] Maße gesorgt. Besondere Unterrichtsmethoden sowie Anwen⸗ wartete, voller Angst und Sorge, wie es denen gehen würde, dung der für den Blindenunterricht geschaffenen besonderen die er die Seinigen nannte.—— Hilfsmittel verschaffen den 1 10 Ae bee welcher dem eines Schülers der Volksschule gleichkommt. Gelehrt wer⸗ Zeit⸗ und Gegenwartsfragen. den in der Blindenschule alle Fächer, die der Lehrplan der Volks⸗ is i i 5 ähig zu schule aufweist. Mit der Schule ist eine Lehrwerkstätte ver⸗ Warum ist es b de 1 8 bunden, in welcher die schulentlassenen Blinden in einem für e 1 das Wort ergreife, so geschieht es sie geeigneten Handwerk gründlich unterwiesen werden.(Stuhl⸗ deshalb, weil mir das Wohl meiner Schicksalsgenossen sehr am flechten, Korbflechten, Herstellen von Bürstenwaren aller Art.) Herzen liegt. Ich bin selbst durch Kriegsverletzung erblindet Aul diese Weise geistig und technisch ausgerüstet, tritt der 18⸗ bis und seit 1920 als Lehrer an der hessischen Blindenanstalt zu 20 jährige Blinde 1 5 Ul 51 e e 797 8 Friedberg tätig, stehe also stets mit Blinden in engster Fühlung⸗ felt g n. e 5 Sich nahme. Infolgedessen bin ich mit der Blindheit und ihren selbst zu 5 ili del.— i Folgen genau vertraut. Aber auch die Mittel und Wege habe] und e e selbst zu ernähren, 1 1 ildtä 75 55 ich kennen gelernt, die dazu angetan sind, die furchtbaren Wir⸗ Glut ae angewiesen zu sein, ist wahrlich ein groß kungen der Erblindung ganz beträchtlich herabzumindern und 5 2. 5 0 den ihr schweres Los erträglich zu gestalten. Darum 15 1 u die Plofbe e 1 gerade betrachte ich es als eine selbstverständliche Pflicht, die[ier euren Kindern 5 591 5 e b 5 1 Oessentlichteit über obige Frage aufzuklären und ganz besonders ihr, daß der Schatten 175 Blindheit mit seinen Fo h bens den Eltern and Erziehungsberechtigten blinder Kinder zu zei- schwer auf ihnen lastet? Nein und nochmals nein! Ist es nicht gen welches ber größte Liebesdienst ist, den sie ihren vom Schick⸗ 515 8 höchste und heiligste Pflicht, für das leibliche und seelische . 1 05 schwer heimgesuchten Pflegebefohlenen erweisen können, Wohl eurer blinden. Kinder zu sorgen und ihre Zukunft ficher⸗ 15 1 il züftter Aflent Umständen verpflichtet sind zustellen? Ist es nicht für euch selbst ein Trost und eine“ Be— 8 ben 5 0 5 4100 1 Rein ruhigung, wenn ihr wißt, daß euer blindes Kind sein schweres auberlich Regen sie sich schon dadurch, daß die Blinden in ihrer Los leichter zu ertragen vermag, 5550 es erwerbsfähig ist und Bewegungsfreiheit ganz erheblich behindert sind. Weit folgen sich dadurch selbst versorgen kann? 1 8 laßt die Lichtlosen schwerer aber sind die Wirkungen der Erblindung auf das see⸗ des Segen⸗ teilhaftig werden, der durch Emiehung und Unterricht lische Leben. Deren Bedeutung in ihrem vollem Umfang zu in der Blindenanstalt ausgestreut wird. J. Kranz, Blindenlehrer. erfassen, ist einzig und allein nur den Blinden möglich. Ich will jedoch davon absehen, die seelischen Einwirkungen der Monsur⸗Verbol und Anderes. Blindheit einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen. Du wunderliche Welt, die du im menschlichen Hirne ebenso Vielmehr soll es meine Aufgabe sein, zu zeigen, wie dieselben wunderliche Gedanken zu obiger Sache entstehen lässest! Du in ihren Folgen wesentlich vermindert eee e 5 träumest von Recht und übest Justiz! Jenes Verbot kann nur Soll der von der Tücke des Schickals mit Blindheit ge⸗ aus dem Geiste der Klassenjustiz geboren sein. Sie feiert ihre schlagene Mensch zeitlebens unter den furchtbaren Folgen der Triumphe im Staate, im sogenannten„Freistaate“. Beide, Erblindung leiden? Nein und abermals nein! Es gibt Mit- Staat und Justiz(nicht Recht!), sind einer Quelle entsprungen: tel und Wege, diese Schäden bis zu einem gewissen Grade zu der Gewaltl Sie sind ein und dasfelbe. Was haben die dyna⸗ beseitigen. Ich bin selbst als Blinder diese Wege gegangen stischen Hausmächte der herrschenden Parteien in die inneren und fasse die dabei gemachten Lebenserfahrungen in die Sätze Angelegenheiten irgendeines Verbandes sich einzumischen? B. Bull. Einzig berechtigte Uebersetzung aus dem Norwegischen Entwicklung Norwegens einen nachhaltigen Einfluß ausgeübt hat, tritt in diesem Buche vor uns. Hans Nielsen Hauge war ein zusammen: Erziehe die Blinden zu brauchbaren Bürgern! Mache Haben die Gesetzmacher, deren Rechtsgefühl noch mit einer kilo⸗ 1 aus dem Volke, ein Bauernsohn, welcher bis zu seinen sie zu nützlichen Gliedern der menschlichen Gesellschaft! Be- meterdicken Eiskruste überdeckt ist, etwa Mitleid gehabt mit den[. Leben⸗Jahr selbst e ee 0 1 Hofe 5 0 fähige sie zur Leistung nutz- und verdienstbringender Arbeit![armen Studenten, die in der Mensur mit allerhand Schmarren[War. Frühzeitig 1 ark religibs ee Arif Hinweg mit dem Vorurteil, mit dem man uns Blinde zu) sich selber zeichnen, die dabei ihr eignes, kostbares Blut mit be⸗ 1796 fühlte er in sich die Berufung, für— Menschen zweiter Klasse herabwürdigt und uns den Stempel] wußtem Sinn so leichtfertig verspritzen? Ich glaube nicht.] der und die Erneuerung der Kirche zu wirken. Bis zum Jahre menschlicher Minderwertigkeit aufdrückt! Wir fordern von un.] Wohl aber dies scheint mir aus dem Mensur-Verbot hervorzu. 1804 durchzog er 6; eren sehenden Mitmenschen, daß sie uns als vollwertige und blinzeln: Der eingefleischte Haß gegen alles, was an uralte seine erbaulichen Ansprachen und seelsorgerlichen Gespräche ein, gleichberechtigte lieder in die Gemeinschaft der Menschen auf: Wehr⸗ und Mannhaftigkeit erinnert. Dem deutschen Volke muß tiefgehende religiöse Bewegung im ganzen Lande hervorgerufen nehmen. Zu dieser Forderung sind wir berechtigt, weil wir tat⸗ seine Kraft gebrochen werden. Da fängt man am besten bei Sie richtete sich gegen die in der Staatskirche und unter ihten lächlich in der Lage sind den Kampf ums Dasein mit eigener denen an, aus denen die Blüte des Geistes einst kommen soll.] Geistlichkeit vielfach herrschende religiöse Gleichgültigkeit Kraft zu führen, und zwar dadurch, daß wir der Allgemeinheit] Wenn das Leben, das schöne Gesicht, das Blut der Studenten Dabei war Hauge ein treuer Anhänger seiner Kirche. Im Jahre und damit uns selbst einen Dienst erweisen können, indem wir so bedroht ist durch die Mensur, daß euer warmes Herz sich er⸗ 1804 wurde Hauge auf Grund eines aus dem Jahre 1741 stam⸗ nutbringende Arbeit leisten. Wir wollen uns nicht durch Al⸗ barmt und diesen Kindlein, die nicht wissen, was sie tun, ihr[menden Verbotes aller privaten Erbauungsversammlungen und mosen und Bettelpfennige einen kümmerlichen Lebensunterhalt gefährliches Spielzeug durch ein Verbot wegnehmt, warum ver⸗ aller Laienpredigten verhaftet und mußte ein schwere⸗ Marty⸗ sichern! Einzig und allein durch Arbeit wollen und können wir bietet ihr Herren von der Gesetzesküche nicht auch den Ring- rium erdulden. Das Buch erzählt uns das Leben dieses Tiere auch alle, alle, die da unter dem geschliffenen Messer d jüdischen Schächters verenden(nicht sterben) müssen? Fühlt den Schmerz des wachen Tieres auch? Fühlt ihr oder seht in die Tränen des Tieres auch? Oder seid ihr so hart, daß eu dieses entgeht? Es ist nur ein Tier, gelt? Und ihr geht h und kitzelt euren Gaumen mit duftenden Gerichten, euer Magen ist Trumpf, euer Herz, es schlägt und ist doch tot. Und iht hört nicht den Schrei des mit Tränen durchtränkten, im wachen Schmerze vergossenen Blutes! Wann wird uns Armen ein Eß⸗ löser kommen, der uns wehrlose Geschöpfe aus den Marterhänden des Menschen befreit und uns einen raschen, sanften Tod be⸗ schert? Ihr Gesetzemacher verbieten Mensur und Duell, ihr ver⸗ bietet den Kindern, Schlachthäuser zu betreten, um sie vor Ver⸗ rohung zu schützen, aber die schändliche, scheußliche Tierquäle ra des Schächtens rührt und kümmert euch nicht. Ihr Protest— anten, wann erwacht ihr endlich zum empo⸗ renden Protest? Wann kommt euer Gott⸗Gewissen zum Durch⸗ bruch, daß es sich wahrhaft eins fühlt im Leben und Leider mit allen Geschöpfen? Ihr erhebt euren Blick zu eurem Er⸗ löser Jesus Christus und wagt es nicht, der gequälten Krearur in solch Geringem ebenso zum Erlöser zu werden! Und di, Evangelische Volksgemeinschaft und Evangelischer Bund, wem dein Gefühl und Wille echt ist, hier erwächst dir auch eine Auf⸗ 0 gabe zur künftigen Gesetzes⸗ und Parlamentsarbeit! Die ge⸗ schliffenen Waffen des Geistes habt ihr, es gilt sie zu nützen, Seltsam, höchst seltsam, vom Mensur⸗Verbot sind wir ausge gangen und sind zu einem scheinbar so fremden, gar nicht in 0 Verbindung damit stehenden Kapitel gelangt. 0 Wirklich: höchst seltsam! N. B. Nachdem nun auch noch eine dritte Seite sich über daz Mensurverbot geäußert hat, schließen wir die Debatte über 1 dieses Kapitel. Wertvolle Anregungen konnten wir aus“ jedem der erschienenen Aussätze schöpfen. Unsere treuen“ Leser und Mitarbeiter aber fordern wir auf, weiterhin ume dieser Rubrik uns mit Artikeln über aktuelle Zeit⸗ u. Gegen⸗ wartsfragen zu versehen. Die Schriftleitung. Blitherbesprechung. Hans Nielsen Hauge, der Erwecker Norwegens. Von Jakob von Pauline Klaiber⸗Gottschau. Verlag von J. F. Steinkopf in Stuttgart. Geb. in Lwd. 5 l. Ein Mann, welcher im 19. Jahrhundert auf die kirchliche 2 uns und unserer Familie ein menschenwürdiges Dasein gewähr⸗ kampf, den Boxkampf, das Rodeln, das Schwimmen, das Auto- bedeutenden Mannes in spannenden und lebensvollen Ka. a leisten. Arbeit bietet uns neben materiellen Vorteilen hohe][Rasen, den Rennsport, das Bergesteigen usw.? Oder gibt's da piteln. Sein Bild tritt deutlich vor die Augen. Wir dürfen ideelle Güter. Nur die Arbeit kann uns die innere Zu- keine Knochenbrüche, ist da kein Menschenleben bedroht, fließt von seiner Jugend an teilnehmen an seiner religiösen Entwick friedenheit, das Unterpfand jeglichen Lebensglücks verschaffen.] da kein Blut? Ach so, ich erinnere mich, die Rennsportler, Rad⸗ lung, die mit einem feinen Gefühl für das, Was Sünde ist, be⸗ N So können auch wir arbeitende Blinde lebensfrohe und glückliche] ler, Boxer usw. tragen ja keine Waffen, die sind ja ungefährlich![ginnt. Wunderbare Lebensrettung zeigt den gnädigen Gott, den Menschen sein. Edeldenkende Menschen haben längstens die][ Da dürfen schon Knochen und Rippen brechen, da kommt's auf über seinem Leben wacht. Wir sehen ihn dann in seiner Er⸗ Wege zu diesem Lebensglück der Blinden gefunden. Erziehung] mehr oder weniger Tropfen Blutes nicht an. weckungsarbeit bis die schwere Zeit des Martyriums folgt. Das zu charaktervollen Persönlichkeiten, geistige Ausbildung und Er⸗ Gut denn, wenn euer Erbarmen mit dem in der Mensur so 15. Kapitel, welches an anderer Stelle der heutigen Nummer werbsbefähigung sind die drei Faktoren, die zur Erreichung leichtsinnig verspritzten Studentenblute echt und tief ist, so will mit Erlaubnis des Verlags abgedruckt ist, zeigt jedem Leser zu⸗ dieses Zieles führen. Sie finden vollste Beachtung in den für] ich's auf die Probe stellen. Folgt mir, ihr Herren Gesetze⸗ gleich die vorzügliche Aebersetzung von Pauline Klaiber⸗Gott⸗ die Blinden zum Zwecke einer geistigen und technischen Aus-] macher, zu den Schlachthöllen der Groß⸗, Kreis⸗ und Klein⸗ f bildung geschaffenen Blindenanstalten. städte im deutschen Lande. Seht ihr die armen, unschuldigen J nachtsgeschenk sehr empfehlen. Hr. schau. Wir möchten dieses vortreffliche Buch als passendes Weih⸗ 0 2228— ͤ——- Tee ee Reine Weine Evangelijche i Oual., 10 Pfd. Blumenhaus Dietz in jeder Preislage, zum Teil eigene Crescensen terstützt uns evang. Dose 10,50 M. Klee- u. Buchhandlun 915 a 104 n Seltersweg 38 Gleßen Fernsprecher 13 albe un 5 8 i. Helchenten get kante machn 5% pig] Größtes Spezialgeschalt Oberhessens Bestellungen von 2.— mehr. W. Krieger, SND Honigversand, 3 empfiehlt Mk. an werden post⸗ Rietberg 50, in Westf.]] Vermittlung von Blumenspenden nach in Faß und Flaschen frei ausgeführt. allen Orten Deulschlands. ö 6 Warlburgbuchholg. 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