de, 9 t lich lich sauh 1 u She uu den 5 . 2. Jahrgang. Erscheint zunächst wöchentlich am Samstag. Bezugspreis: 50 Pfg. monatlich frei ins Haus. Für Rücksendung ungewünschter Manuskripte wird nicht garantiert. Schriftleitung: Edwin Hamburger in Staden(Oberh.) Organ der Evangelischen Volksgemeinschaft Abonnements⸗ u. Anzeigen⸗Annahmestelle, Druck und Verlag: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher 1362. Postscheckkonto 8437 Frankfurt⸗M. Sonnabend, den 1. Mai 1926. Anzeigenpreise: die zo mm breite Kleinzelle auswärts 24 Pfg., am Ort 12 Pfg., die 90 mum breite Kleinzeile im Text 90 Pfg., Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Vergünstigung. Nummer 18. Der gegenwärtige Stand unserer Cache in Deutschland. Darüber lesen wir in der Märznummer der in Eime in Hannover erscheinenden Monatsschrift„Die Tate Ganz im Stillen und von der Oeffentlichkeit in ihren Anfängen wenig beachtet hat sich da eine Be wegung auf politischem Gebiet vollzogen, die zu Großem berufen scheint, und mit der sich die bisherigen politischen Parteien bald werden befassen müssen, sofern sie es licht bereits schon getan haben. Daß unsere ganze Politik seit langem durch ein widerwärtiges Lügen- und Intrigienspiel vergiftet ist, daß unsere Parlamente vom Reichstag an bis zu den Kreistagen rettungslos beherrscht werden vom Kampf um die Futtergrippe, von brutalen selbstischen Inter essen und vom grundsatzlosen Kuhhandel, das ist schon eine alte Klage. In der Gegenwart aber haben Tau ud sende und Abertausende das Gefühl: So schlimm ist es das Han, nacht sch * ublhe, 11 neulbeh n in rig tien u. zurück! — — — E 11 och nie gewesen wie jetzt. Und darum kann und darf das so nicht lange mehr weiter gehen, sonst wird unser deutsches Volk und Vaterland in Grund und Boden rui niert. Dies schreckhafte Gefühl hat sich nun auch der evangelischen Christen hin und her im Reich bemächtigt. Selbst die Stillen im Land sind aufgewacht und fühlen syre politische Verantwortung, sind in ihrem Gewissen getroffen von der Frage: Warum versäumt gerade ihr Christen es, die Heilkräfte des Christentums, die ihr be sitzt, in euer krankes Volk auf dem wichtigsten Gebiete, dem der Politik, hineinzugießen? Darum haben sie, weil der einzelne machtlos ist, sich zu Gesinnungsge⸗ meinschaften oder ähnlichen Gebilden zusammengeschlos— sen und zwar meist unabhängig voneinander in den ver— schiedenen Gegenden des deutschen Reiches. Es ist ein sicheres Zeichen für eine elementare Bewegung, für die die Zeit erfüllt ist, wenn sie vermöge einer Art unter ldischer chemischer Verbindung an verschiedenen Orten zu gleicher Zeit selbständig auftritt. In Westfalen, besonders in Minden⸗Ravensberg, sst der alte christliche-soziale Ruf, den Stöcker seiner Zeit erschallen ließ, niemals zum Schweigen gekommen. Darum war es dort verhältnismäßig am leichtesten, die alten Truppen wieder zu sammeln. Die schristlich-soziale Gesinnungsgemeinschaft Westfalens ist bereits so er— starkt, daß bei den Provinziallandtagswahlen insge⸗ amt 14345 Stimmen abgegeben wurden. Wenn trotz⸗ dem kein Sitz errungen wurde, so liegt das an dem Wahl gesetz, nach welchem solche erhebliche Minderheiten zu— gunsten der großen Parteien einfach unterdrückt werden können. Und dabei ruft man nach dem Auslande hin: Wir verlangen Schutz der deutschen Minderheiten! Welch nen Lande walten, dann kann man sie auch von anderen fordern!— Dagegen hat man bei den Kreistagswahlen in Bielefeld 3 Sitze und in Minden 1 Sitz errungen. Schöne Aufangserfolge! Das Organ unserer westfäli schen Brüder ist„Das Wort der Stunde“, monatlich er scheinend, Schriftleiter Ludwig Reese, Bielefeld, Goeben straße 13. Eine bereits sehr gesestigte Christlich-soziale Ge⸗ sinnungsgemeinschaft haben wir ferner in Württem⸗ berg. Dort sind es die alten Gemeinschaftskreise, ernste Christen, bei denen unser Gedanke gezündet hat. Ueber das ganze Land verbreitet gibt es überaus rührige Ortsgruppen, die sich immer mehr ausdehnen. Dort hat man wohl die christlich-sozialen Probleme am klarsten durchgearbeitet und schöpft bewußt aus den tiefsten Quellen schristlichen Glaubens. Bei den Gemeinderats wahlen im Herbst von den anderen Parteien kaum be achtet, ja verachtet, haben unsere schwäbischen Freunde so überraschende Erfolge gehabt, daß den andern die Augen aufgegangen sind. In Stuttgart, wo z. B. die Deutsche Volkspartei 8735 Stimmen aufbrachte, haben unsere Christlich-Sozialen schon 5729 Stimmen gehabt und 1 Sitz errungen, ebenso in Ludwigsburg, Metz lingen, Eltlingen, Gerlingen je und in Rutesheim 2. Dabei konnte nur mit den bescheidensten Mitteln ge arbeitet werden.„Die Christlich-sozialen Blätter“, Herausgeber Reallehrer Simpsendörser, Korntal, ist eins der gediegensten Monatsblätter, über die wir ver fügen. Es folgt der„Christliche Volksdienst“ in Bayern, namentlich in Nürnberg, der ganz in unserem Sinne ar beitet. Hier ist es der rührige Studienrat Oberndörser, der die Bewegung in Gang gebracht hat, in den Stadt rat gewählt ist und in demselben eine sehr einflußreiche Stellung einnimmt. Von Nürnberg ausgehend, ist die Bewegung im Begriff, sich über ganz Bayern auszu breiten. Ihre Monatsschrift hat den Titel„Der christ⸗ liche Vollsdienst“, Schriftleiter Karl Böhm, Nürnberg, Regensburger Straße 2. Groß angelegt und für das ganze Reichsgebiet ge⸗ dacht ist die„Evangelische Volksgemeinschaft“ in Ober⸗ hessen, nach Pfingsten 1925 in Gießen ihre stark beschickte Gründungsversammlung hatte und äußerst tatkräftig und mit großem Erfolge vorgeht. Sie hat bereits die unter der Leitung des Pfarrers Mosel in der Uckermark stehende, ebenfalls über ganz Deutschland in kleineren Kreisen verbreitete„Christliche Volkspartei Deutsch— lands“ am 15. Dezember 1925 in sich aufgenommen. Ferner hat sie im Januar 1926 einen Rednerschulungs kursus in Oberlais mit großem Erfolg abgehalten und gibt schon eine richtige Zeitung, die„Evangelische Warte“, die wöchentlich in Gießen erscheint, heraus. Ihr Schriftleiter ist Pfarrer Hamburger in Staden, Ober hessen. Die Evangelische Volksgemeinschaft, vielfach ge tragen von den Kreisen des Evangelischen Bundes, geht von der Wahrung der Interessen des evangelischen Volktstums und der Abwehr der überhand nehmenden Macht des Katholizismus aus, kommt aber dann eben falls zur Vertretung evangelischechristlicher Grundsätze auf dem Gebiete des Wirtschaftslebens und der Sozial politik, die den Christlich-sozialen Gesinnungsgemein— schaften die Hauptsache sind. Mit letzterer steht sie in enger Fühlung und Arbeitsgemeinschaft. In ähnlicher Weise als Abwehrorgan ist unter der üblen Regierung des famosen Ministerpräsidenten Zeig ner die„Evangelische Partei in Sachsen“ entstanden. Anfänglich hatte die junge Partei mit Schwierigkeiten zu kämpfen, beginnt sich aber neuerdings durchzusetzen. Ihr Organ ist das lAtägige Blatt„Fürs christliche Haus“, Max Knappe, Dresden., Hauptstraße 18 Nehmen wir ferner hinzu die Christlich-soziale Ge sinnungsgemeinschaft für die Provinz Sachsen, welche die „Evangelische Volksstimme“ herausgibt, sowie die in Berlin, welche noch kein Blatt besitzt, dafür aber bei den Stadtverordnetenwahlen bereits 2 Sitze gewonnen hat, endlich die bereits starte ostfriesische Bewegung, die sich hoffentlich mit unserer hannoverschen vereinigen läßt, so läßt sich ertennen, daß der Christlich-soziale Gedanke marschiert und nicht mehr aufzuhalten ist. Wothensthau. Deutschland ist durch das Sekretariat des Völker bundes eingeladen worden, Vertreter für die Kommif sion des Völkerbundes zur Beratung der Zusammen— setzung des Rates zu entsenden. In der Antwortnote teilt Reichsaußenminister Dr. Stresemann mit,„daß die Teilnahme an den Beratungen der Kommission die Freiheit der Entschließung der deutschen Regierung hin sichtlich des Eintritts Deutschlands in den Völterbund nicht berühren kann.“ Leider ist in Amerika die Durchbringung des Frei gabegesetzes für das im Kriege beschlagnahmte deutsche Eigentum im Repräsentantenhaus unmöglich gemacht worden. Das Gesetz ist von Garner als„Diebstahl“ bezeichnet worden. Unsere deulsche Regierung hat begonnen, sich auch — ein Pharisäertum! Erst lasse man Gerechtigkeit im eige— ————— e wurde. Die Heiden haben sich nicht so leicht von ihren alten Wo aber gepredigt wird, da müssen auch Leute da sein, Die deulsche Mosse. Gebräuchen trennen können. Da haben die Missionare ihren welche der Predigt zuhören. Demnach ist nur dann evangelischer 1 alten heidnischen Sitten umgedeutet. Die Heiden opferten g. B. Gottesdienst möglich, wenn Gläubige anwesend sind. Ohne Ge Zur Erinnerung an Luthers„Deutsche Messe“ 1526. Tiere ihren alten Göttern. Durch dieses Tieropfer wollten sie[meinde ist kein Gottesdionst denkbar. Damit hat aber Dr. Mar— 0 c a ö eee 5 da das Christentum unter den Heiden Johannes 4,24. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit an— beten. Von einer„Deutschen Messe“ wollen wir heute reden. Wenn wir von Messe hören, dann denken wir immer nur an die römische Kirche. Dort wird täglich vom Priester die Messe am Hochaltare gelesen. Wenn wir also von Messe reden, denken wir an Kerzenbrand, an Weihrauchduft, an goldene und silberne Priestergewänder, an das Verwandeln von Brot und Wein, an die Wiederholung des Opfers auf Golgatha. Das ist aber die „römische“ Messe. Denn diese Messe wird nicht in der deutschen Muttersprache gelesen, sondern in einer fremden Sprache, in der lateinischen. Dr. Martin Luther wollte seinen lieben Deutschen eine Messe schenken, die in der heimatlichen Sprache gesprochen wird. Deshalb nennt er sie:„Die deutsche Messe“. Da räumte Luther auf mit der fremden lateinischen Sprache. Jeder Gläubige kann berstehen, was in der Kirche Luthers gesprochen wird. Dort elingt kein Wort fremdländisch. Dort ist alles so heimatlich, Port ist jedes Wort deutsch, wie wir es gelernt haben von Ju gend auf. Dort reden wir deutsch mit unserem Herrgott. Wozu auch die fremde Sprache? Wenn wir zur Kirche kommen, dann wollen wir ja doch in der Hauptsache zu unserem Gott sprechen und Gott mit uns reden lassen. Wäre es nicht recht töricht, wenn wir glauben wollten, Gott verstehe unser Deutsch nicht? Danken wir unserem Luther, daß er mit seiner„Deutschen Messe“ uns die deutsche Sprache im deutschen Gottesdienst geschenkt hat. Dr. Martin Luther hat aber noch mehr aus der römischen Messe beseitigt. Die Messe ist nämlich entstanden in einer Zeit, in Europa ausgebreitet sich versöhnen mit den Gottheiten. Die Gnade der Götter wurde erkauft durch die Hingabe der Tiere. Nun kamen die Missionare auf den Gedanken, aus dem heiligen Abendmahl ein Ersatz für das heidnische Opfer zu machen. Sie waren viel besser daran, als die Heiden. Was waren die Tiere? Sie opferten ja den Gottessohn! Wie viel mehr mußten sie da die Gnade Gottes er werben! So entstand aus dem schlichten Herren- und Bruder mahl der Urchristenzeit die Opferung Jesu unblutig in der Messe. Aus den vielen Göttern aber machten sie die heiligen Märtyrer, Daraus entstand dann das große Heer der Heiligen in der römischen Kirche. Da war kes nun Dr. Martin Luthers Aufgabe, alles heidnische, das sich in die römische Kirche in den Jahrhun derten eingeschlichen hatte, zu entfernen. Seine Richtschnur da bei war die Bibel. Was nicht im Evangelium seine Begründung hatte, das entfernte er— Etwas fehlte in der römischen Messe ganz. Das war die Verkündigung des Gotteswortes. Zu Luthers Zeiten wurde in der römischen Kirche viel weniger gepredigt wie heute. All mählich legt ja die römische Kirche etwas mehr Wert auf die Wortverkündigung. Damals wurde jedoch nur von den Ordens, leuten meist nur in der Fastenzeit gepredigt. Das waren dann jene Fastenpredigten, die uns Friedrich von Schiller in der Kapuzinerpredigt in Wallensteins Lager vor Augen führt. Es, war ein fades Moralisieren, ein Schimpfen ohne tlese religtöse Begründung, Auch da führte Luther wieder zurück zu der Uebung in der Urchristenheit. Aus den ersten l christlichen Jahr hunderten wird uns berichtet, daß jeden Sonntag von den „Bischöfen“(das waren ursprünglich die Geistlichen in den ein zelnen Gemeinden) das Wort Gottes in der Form der Predigt ö verkündet wurde. Deshalb stellte auch Luther die Predigt wie.“ der in den Mittelpunkt unseres Gottesdienstes, tin Luther wieder eine Lehre von der römischen Messe bekämpft. Denn die römische Messe wird ja gelesen einerlei ob Laien da sind oder nicht. Ja viele Messen sind solche ohne daß außer dem Priester und dem Meßner noch jemand anwesend ist. Dann ist edie Messe eine Handlung, die einfach abgemacht wird. Es ist eine Opferhandlung, die verrichtet wird. Vie Verrichtung ist die Hauptsache. Dr. Martin Luther aber machte den Gottesdienst zur Gemeindeseier. Die Gemeinde soll vor Gott treten, soll ihn um Vergebung der Sünde bitten, soll zu ihm beten, soll Gott die Ehre geben. Somit hat Luther den christlichen Gottesdlenst gereinigt von allem Uuchristlichen. Er hat dazu beigetragen, daß wir Gott wieder in der rechten Weise anbeten Nicht irgend welche Zerimonien und Formeln, keine Kerzen und lein Weihrauchduft, keine Gewänder und kein Meßnerklingeln ist die rechte An betung. Auch kein Priester und kein Opfer in heidnischem Sinne gehört dazu. Nein„Gehorsam ist besser als Opfer“. Und Jesus lehrt uns, worin die rechte Anbetung besteht.„Die Gott anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Da tritt teiner für uns ein. Wir müssen selbst zu Gott kommen und müssen beten und flehen. Rur diese Anbetung hat die Ver heißung. Denn Jesus sagt;„So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben.“ Dieser Gedenktag an Luthers„Deutsche Messe, erinnert uns wieder einmal daran, was wir Evangelische an unserer Kirche haben, wie sie uns in die Nähe unseres Gottes führt, wie sie dazu hilft, immer bessere Menschen zu werden, wie sie uns der Liebe unseres Gottes gewiß macht, wie sie uns der ewigen Selig teit entgegenführt. Diese Kirche wollen wir lieben und ihr treu bleiben unser Leben lang. Amen Hr. * Sonnabend, den 1. Mai 1926. nach Osten zu orientieren. Es werden gegenwärtig mit Rußland Verhandlungen geführt. Das Bekanntwerden, daß ein deutsch⸗russischer Vertrag bevorstehe, hat in Frankreich und England großes Aufsehen hervorgerufen. Kurz vor Ostern sind von den Tschechen im Hult⸗ schiner Ländchen 23 Reichsdeutsche festgenommen wor— den, die aus dem Kreise Ratibor zum Besuch der Ver— wandten hinübergereist waren. Sie wurden unter der Beschuldigung, sich durch Zugehörigkeit zum Reichsver⸗ band heimattreuer Hultschiner gegen das tschechische Ge— setz zum Schutze des Staates vergangen zu haben, in das Hultschiner Gerichtsgefängnis eingeliefert. Von deut⸗ scher Seite ist alles getan worden, um die baldige Frei— lassung dieser Verhafteten zu erwirken. Insbesondere ist der Präsident der politischen Staatsverwaltung in Troppau, Sramel, persönlich gebeten worden, sich für die baldige Aufklärung der Angelegenheit einzusetzen. In Paris haben am 14. April große Kund— gebungen gegen die Teuerung stattgefunden, an denen sich mehrere Tausend Beamte beteiligt haben. Es kam zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Nach Angabe der Polizeipräfektur sind dabei 80 Personen verwundet worden, darunter zehn Polizeibeamte. Es wurden 453 Verhaftungen vorgenommen. In Marokko haben die Verhandlungen für einen Friedensschluß begonnen. Von französisch-spanischer Seite sind sehr scharfe Bedingungen gestellt worden, welche bei der Denkart Abd el Krims, der gar nicht den Frieden um jeden Preis sucht, den Friedensschluß ge— fährden können. In China sind die Truppen Wu-Pei-Fus in Peking eingerückt und haben sich mit der Nationalarmee ver— ständigt. Inzwischen ist Tschang-Tso⸗Lin ebenfalls bis in die Nähe der Hauptstadt vorgerückt und hat Peking beschossen. In der Zeit vom 18. bis Reichsgesundheitswoche statt. Es ist dabei an die Ge— sundheit des Körpers gedacht. Sicher ist es wichtig, daß in unserem Volke die Bekämpfung der Krankheiten ge— fördert wird. Wäre nicht eine Reichsgesundheitswoche ebenso oder noch viel nötiger für die Seelenkrankheiten unseres Volkes? Unser Herr Jesus hat dem Gicht— brüchigen erst die Seele geheilt, dann erst den Körper. Eine Abordnung der mexikanischen Studienkom⸗ mission wurde am 16. April vom Reichspräsident von Hindenburg empfangen. Bei einem Ausflug nach Pots— dam, den die preußische Staatsregierung veranstaltete, machte der Vertreter der Mexikaner in einem Trink— spruch über den Reichspräsidenten folgende Ausfüh— rungen:„Erheben Sie mit mir Ihre Gläser auf das Wohl des Herrn Reichspräsidenten, des Feldmarschalls von Hindenburg, mit dessen großer und ernster Gestalt Deutschlands Bestrebungen und Wünsche verknüpft sind, und von dem man einmal sagen wird wie von Wa— shington:„Er war der erste im Kriege, der erste im Frieden und der erste im Herzen seiner Mitbürger.“ Im Kriminalgerichtsgebäude in Moabit hat der Kutisker⸗Prozeß begonnen, der als Vorläufer der Bar— matprozesse anzusehen ist. Im sächsischen Landtage ist es zu einer Trennung der Rechtssozialisten von den Linkssozialisten gekom⸗ zum 24. April fand die Wer mith bekennel. Von Erwin Gros. 6. Fortsetzung. Hans Heeger nahm Abschied von Frau Margarete:„Gott vergelt's euch, daß ich an eurem Tisch sitzen und mein Herz ein— mal erleichtern durfte. Ihr könnt euch nicht denken, wie mir manchmal zumute wird, wenn man heimatlos geworden ist und unstät und flüchtig wie Kain. Oft meine ich, der Zorn Gottes wäre über mir, weil ich in sein Gericht eingegriffen habe, aber wenn's noch einmal wäre, lönnte ich nicht anders handeln. Ach, es war ein Mädele, so jugendfrisch und schön, wie eure Sybille.“ „Ja ja“, seufzte Frau Margarete,„ihr seid nicht der einzige, der vor den Franzosen flüchtig geworden ist. Neulich ist in Gonzenheim eine arme Frau eines Kindleins genesen, dessen Vater unterwegs gestorben ist. Und wie unser Pfarrer Heß von Seulburg erzählt hat, ist von dem Pfarrherrn von Gonzenheim ein alter Mann von fünfundsiebzig Jahren begraben worden, der aus Kreuznach gebürtig und ein wohlhabender Bürger war; die letzten zwei Jahre hat er das Bettelbrot der Armut essen müssen. Ja, die Franzosen, die verstören die ganze Welt!“ „Würde es euch freuen, Jungfer Sybille, wenn ich hier bliebe?“ fragte Hanns Heeger auf dem Wege zu Meister Vogels— berger. „Ich will mein Möglichstes tun“, war die Antwort,„daß ihr wieder ein Dach über euer Haupt bekommt. Dann vergehen die schlimmen Gedanken,“ erwiderte Sybille mit spröder Stimme. Das Haus Vogelsberger lag nahe am Obertor. Der Meister war eine untersetzte breitschulterige Gestalt. Er trug im Unter schied von seiner Zeit, die den Knebelbart bevorzugte, einen mächtigen, roten Vollbart, daß man bei seinem Anblick an einen altgermanischen Recken gemahnt wurde. Haus Heeger brachte bescheiden seine Bitte um Arbeit vor, Sybilli unterstützte sie kräftig, indem sie etliches von seinem schweren Schicksal erzählte Meister Vogelsberger kratzte sich hinter den Ohren:„Ja, ich bin ja ebensoviel Ackermann wie Schuster. Im Sommer aber, da schrumpft die Schusterei ein, denn die ganze Jugend läuft barfuß. Gegen den Herbst könnte ich manchmal einen Gesellen brauchen; ihr seid zur un rechten Zeit gekommen. Aber bis mor gen seid ihr natürlich mein Gast. Ihr sollt nicht vergeblich das Handwerk gegrüßt haben. Ich bin auch einmal auf der Walze gewesen bis nach Wien an der Donau.“ Indem er noch redete, kam das alte Weiblein herein, dessen Graslast Haus Heeger getragen hatte. Mit großer Freude be grüßte sie den Gesellen und begann ihrem Sohne und Sybille gegenüber bis an den Himmel seine Gutheit zu loben. Sybille aber schaute jetzt den Burschen mit viel freierem Ge— 1 727 Türe „Evangelische Warte“ men. Beide bilden getrennte Fraktionen. Zu den Rechtssozialisten zählen 23, zu den Linkssozialisten 18 Abgeordnete. Der preußische Innenminister Severing hat die Auflösung der Kleinkaliberschützenvereine, welche von den feindlichen Kommissionen ruhig geduldet wurden, verfügt. Wus jeder Evangelische wissen muß. Nichtachtung evangelischer Eltern. Recht eigenartig und bemerkenswert ist die Stel— lung gewisser„weltlicher“ Schulmänner zu den Bekennt⸗ nissen. „Deutsche Tageszeitung“ vom 6. April 1926 aus Berlin⸗ Neukölln. Der über die Neuköllner Grenzen hinaus genügend bekannte Stadtrat Dr. Löwenstein hat neulich in seinem Amtsgebiet eine„Umgruppierung“ vorgenommen. Die evangelischen Schüler der 17. Ge— meindeschule in der Weserstraße wurden in der weit entlegenen Glogauer Straße neu eingeschult. Die große Erregung der Elternschaft über die Maßnahme ließ den Stadtschulrat kalt. Was aber die katholischen Kinder der 17. Gemeindeschule anlangte, so nahm Dr. Löwen— stein zuvor mit den katholischen Geistlichen und der katholischen Elternschaft Rücksprache und ließ es darauf zu, daß die katholischen Kinder in der Weserstraße ver— blieben. Die evangelischen Kinder aber haben künftig den weiten Schulweg zu machen. Rückgang der protestantischen Schüler in Bayern. In Bayern droht dem Protestantismus die ernste Gefahr, im öffentlichen und geistigen Leben immer mehr in den Hintergrund gedrängt zu werden. Die evange— lischen Schüler an den humanistischen Gymnasien sind nämlich in steter Abnahme begriffen. Die Februar— nummer des„Evangelischen Schulblattes“ beschäftigt sich ernst mit diesen bedenklichen Zuständen. Die sämt— lichen fränkischen protestant. Gymnasien in Nürnberg Fürth, Ansbach, Erlangen, Bayreuth, Hof und Koburg zählen nur 18 evangelische Schüler mehr als Regens— burg und Passau katholische! Aus Polifit und Parlament. Eine neue Methode im Kampf gegen die Schule. Aus einer Mitteilung der„Mitteldeutschen Heimat— korrespondenz“, herausgegeben vom Evangelisch-sozialen Preßverband der Provinz Sachsen vom 24. Februar 1926, geht hervor, daß die Kommunisten im Kampf gegen die christliche Schule einen neuen Weg einschlagen. Sie agitieren nicht mehr für die weltlichen Schulen, sondern versuchen, in den bestehenden christlichen Schulen kom— munistische Sprengzellen zu schaffen, um auf diese Weise die christlichen Schulen von innen heraus zu gefährden. Sie fordern darum ihre Anhänger jetzt direkt auf, die Anmeldungen für die weltliche Schule, soweit sie schon vorgenommen sein sollten, wieder rückgängig zu machen, und die Kinder in die christlichen Schulen zu schicken. Tatsächlich sollen auch schon z. B. in Halle einige An⸗ müt an:„Er muß doch ein grundguter Mensch sein, wenn er einer fremden, alten Frau nur für ein Vergelt's Gott! hilft, obgleich er mit deenselben Händen einen Franzosen ersäuft hat, wie eine unnützige Katze. Er muß seine Schwester sehr geliebt haben, drum kann man's verstehen.“ Sie verabschledete sich nun von Hans:„Na, dann müßt ihr nun morgen früh weiter. Gott bringe euch glücklich wieder heim!“ Hans Heeger aber erwiderte:„Vielleicht finde ich in Hom— burg Arbeit; dann komme ich am Sonntag mal herüber und be— suche euch.“ „Das wäre sehr schön“, sagte Sybille und reichte ihm die Hand. Er nahm sie, wie man ein Kleinod empfängt. In ihm war plötzlich starte Scham:„Ich bin gar nicht wert, daß mir so ein feines Mädchen die Hand gibt, nachdem vor knapp zwei Stun— den ich das Zigeunermensch neben mir gehabt habe und wie ein dummer Krammetsvogel durch den Lockvogel und sein süßes Ge— tue mich beinahe fangen ließ.“- „Nun macht's euch aber bequem“, sagte Meister Vogels— berger, als Sybille gegangen war,„zieht eure Schuhe aus und nehmet die Schlappen hier. Ich füttere unterdessen das Vieh und Mutter backt uns Speck und Eier.“ Nachdem sie das Mahl gehalten hatten, und Mutter Vogels— berger wieder in der Küche hantierte, erzählte Hans dem Mei— ster von dem geplanten Ueberfall, und wie der Schultheiß die Sache so merkwürdig gelassen aufgenommen habe. „Ja, ja, Hans, der hat euch nicht geglaubt. Wenn der Herr Jesus Christus zu ihm käme, täte er ihm voll Mißtrauen die weisen. Nur vor dem Ingelheimschen Amtmann, dem Herrn Stuben rauch, und vor dem Freihertn selbst liegt er auf den Knieen wie vor einem wundertätigen Heiligenbild. Ja, aber was machen wir? Das ist mir ganz klar, daß sie es auf das Gehöft von meinem Nachbar Peter Kitz abgesehen haben. Der ist der einzige am Obertor, der zwei Pferde gat. Den will ich mal rufen, dann wollen wir gemeinsam beraten. Die Weibsleute brauchen vorläufig noch nichts zu wissen, die machen nachläufig noch Geschrei genug wie eine Herde Gänse.“ Peter Kitz kam, er war ein langer, hagerer Mann; in dem schmalen Gesicht sprang eine mächtige Nase hervor; dies und die hohe, kantige Stirne gaben dem Gesicht etwas Kühnes. Dieser Mann kannte so leicht keine Angst; das ersah man auf den ersten Blick Nachdem er die Sache erfahren hatte, begann er scharf zu fragen und ebenso scharf und rasch den Plan zu den Gegenmaß regeln zu entwickeln, „Also, ihr sagt, daß es vierzig bis fünfzig Zigeuner sind, dann genügen auf unserer Seite zwanzig beherzte Männer, zehn kommen in mein Haus und hiere ins Haus,— die anderen zehn Maßnahme wird vielleicht einen Rückgang der welt⸗ Einen besonders bezeichnenden Fall bringt die Nr. 18. meldungen für die weltliche Schule auf diese Aufforde⸗ rung hin wieder zurückgezogen worden sein.— Diese lichen Schulen bewirken. Aber viel wichtiger ist es, daß dadurch die christlichen Eltern auf den Plan gerufen werden, ihre Schulen gegen eine solche Unterminierung zu schützen. Im Mai stehen wieder Elternbeiratswahlen bevor. Es kann nicht dringend genug auf den Ernst den“ Lage hingewiesen werden. Bei Zeiten muß angefangen werden, den Abwehrkampf gegen die Feinde der christ— lichen Schulen zu organisieren. Die Konkordatsfrage. In vatikanischen Kreisen wird, nach einer römischen Meldung des„Berliner Tageblattes“(1926, 169), die Reise des Nuntius Pacelli nach Rom mit der noch un— erledigten Angelegenheit des Konkordats mit dem Deut— schen Reiche in Zusammenhang gebracht. Pacelli, heißt es, sei nach Rom gekommen, um über einige Punkte der Grundlage des Konkordats mit dem Kardinal-Staats⸗ sekretär Gasparri Rücksprache zu nehmen. Das„Ber— liner Tageblatt“ bemerkt dazu,„daß offizielle Verhand⸗ lungen über die Konkordatsfrage zwischen dem Reich und dem päpstlichen Stuhl noch nicht eingeleitet sind, Ebensowenig unseres Wissens zwischen dem preußischen Staat und der Kurie“. * Jugend und Politik. Alle Verständigen sind sich darüber einig, daß die vorzeitige parteimüßige Beeinflussung junger Menschen verderblich ist, und daß das Hereintragen der Partei politik selbst in die Schule eine gewaltige Gefahr be— deutet. Mehr und mehr regen sich auch aus den Par— teien heraus Stimmen nüchterner Zurückhaltung. So gibt jetzt die„Frankfurter Ztg.“ an leitender Stelle Ausführungen des Privatdozenten Dr. Mommsen(Göt⸗ tingen) Raum, in denen auf Grund der Erfahrungen in der politischen Jugendbewegung selbst für eine Herauf— setzung des Wahlalters eingetreten wird: „Gerade weil ich der politischen Jugendbewegung mehrere Jahre angehört habe, halte ich es für notwen— dig, einmal sehr nachdrücklich auszusprechen, daß die po— litische Jugendbewegung in dem Sinne, wie alle Ver— ständigen sie erhofften, restlos gescheitert ist, und zwar in allen politischen Lagern. Eine politische Jugend bewegung, die versucht, von innen heraus sich neue po— litische Ideale zu erarbeiten, anstatt rein zweckmäßig für eine bestimmte parteimäßige Richtung einzutreten, gibt es heule in nennenswertem Umfang nicht mehr. Die starke Bindung der politischen Jugendorganisationen an politisch maßgebende Kreise der Aelteren hat zu einer sehr bedauerlichen Erscheinung geführt, die für fast alle Richtungen gilt. Von den in der politischen Jugend— bewegung führend tätig gewesenen jungen Menschen ist ein erschreckend hoher Prozentsatz in dieser Tätigkeit innerlich und zum Teil auch äußerlich gescheitert. Ueber diese Tätigkeit wurde nicht nur die Vorbildung für den Beruf, sondern auch durch das Ueberwiegen rein organi— satorischer Betätigung die wirklich politische Bildung vernachlässigt. Die Zahl z. B. der in dieser Tätigkeil halten sich im Wächterhäuschen versteckt, die fallen dem Gesindel in den Rücken. Dann sollt ihr einmal sehen, wie sie ausreißen. „Ob man die Nachbarn schon heute abend mal beruft?“ fragt Meister Vogelsberger. „Ich denke, wir lassen alle ruhig schlafen bis morgen früh, denn die Halunken werden nicht kommen, bevor es neun Uhr läutet, bis dahin haben sie ihren Rausch auszuschlafen. Es wäre aber gut, wenn wir ein Paar Flinten hätten. Wenn's plötzlich von vorne und von hinten kracht, das gibt Respekt.“ „Wollt ihr auch bei der Partie sein?“ fragte Vogelsberger seinen jungen Gast. „Ei, meint ihr vielleicht, Meister, ich wollte vorher meinen Kratzfuß machen und mich heimlich verdrücken? O nein, den Spaß will ich doch miterleben.“ g „Das kann unter Umständen ein teurer Spaß werden,“ brummte Peter Kitz. „Ich meine aber, wir müßten doch dem Ingelheimschen Amt— mann eine Meldung machen“, meinte Hans Vogelsberger. Da aber fuhr Peter Kitz zornig auf:„Das gibt's nie und nimmer. Wie ein Kuckuck hat er sich in unser Nest gesetzt und macht sich breit und breiter. In alle Dinge steckt er seine Nase, und wenn er morgen früh mit dabei ist, und wenn er auch mit vollgestrichenen Hosen im Keller säße, dann täte er nachher sein großes Maul aufreißen, er hätte Holzhausen gerettet. Da sähe man es wieder, wie notwendig er für uns wäre, und dabei hat der Freiherr ihn nur darum hierher gesetzt, nur auf eins soll er spannen, nur für uns soll er sorgen, daß wir unsern lutherischen U Glauben verleugnen und wieder katholisch werden. Auch der 1 Schultheiß kriegt nichts gesagt. Das ist ein Judas, der hat seinen Herrn verkauft und hat sich dem Hohenpriester in Rom zugeschworen.“ „Dann sind auch seine Frau und seine Tochter römisch?“ sragte voll Hast Hans Heeger. Kraftvoll schüttelte Peter Kitz das Haupt:„Vor denen ziehe“ ich den Hut, das sind treue Bekennerinnen; die bleiben fest, auch wenn sich der Schultheiß das Maul franselich schwätzt.“ Das war am andern Morgen ein geheimes Rennen und Laufen. Die Frauensleute schimpften auf die jungen Männer, die nicht ins Feld wollten; nach und nach gewann aber die Neugierde die Oberhand und preßte ihnen die Seele fast aus dem Leibe heraus; denn sie merkten zuletzt, daß da etwas Nicht— alltägliches sich vorbereitete. Waren vielleicht die Wildsauen vom Gebirge herabgekom— men, und man wollte am hellichten Tage Jagd darauf machen? Wenn das nur der Amtmann Stubenrauch nicht gewahr wurde! Die Burschen aber lachten nur und verschwanden in den Häusern von Peter Kitz und Hans Vogelsberger; die„gestan⸗ denen Männer“ aber verbargen sich in dem Wächterhäuschen am 1 —— siish. und die Jugend nicht vorher zu nötigen, durch den 0,% Wahlzettel sich parteimäßig festzulegen.“ och un—— 05 Sonntagsgedank i hei onntagsgebanken. lte he Maiensonntag!— Der Mai ist gekommen, die Bäume schla— Staa, gen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus. Der „Ber Himmel öffnet sein Sonnenhaus, und ein Jubelchor gefiederter erhanz Sänger stimmt an die Frühlingshymne am ersten Maiensonntag. Rel Wacht auf, ihr Menschen, und höret das Klingen und Singen, et i, das Lied des neuerwachenden Lebens! Macht Türen und Fen⸗ shisch ster auf, der Frühling ist da, auf sonnenhellen Wegen zieht er durchs Land, streut Blumen und Blüten über die Erde und eine Lerche über dem Feld singt uns den Maiensegen. Dahin sind die rauhen Tage, Stürme und Frost, Maienzeit 1 ist wieder, der Frühling ist erwacht. Wer könnte mit grämigem daß WN Gesicht das Wunder schauen, das uns der Mai gebracht? Wo ien ist die Seele, die in dieser Zeit nicht auch ein Sehnen fühlt, ein Parte Heimweh nach einem Wunderland, nach nie endendem Frühling, ahr h. nach unendlichem Leben? Die Blumen im Hag, der Flieder am . Nen Strauch, die Vöglein im Walde, der blühende Mai sie alle ig. 8 fingen heute das Lied vom ewigen Leben, vom ewigen Sieg, Stell“ vom ewigen Triumph. Der Sieg des Lebens über den Tod (Oö! vollendet sich erst im Maien. gen, Und ihr Menschen, die ihr heute am ersten Maiensonntag Hera den herrlichen Frühling, das neue Leben rings um euch seht, llernet vom Frühling und vom Erwachen des Lebens. Dann wegun wird das Alte und Welke, das dürre Laubwert von selber faulen, nolwe so wie draußen am Busch die toten Blätter fielen, als neues die g. Leben in die Zweige drang. lle Vu Laßt Frühlingssonne herein in eure Herzen, damit das id zue Leben erwache! Wecket das Gute, laßt Maien werden und alles Juge! Schöne erblühen, dann werdet ihr einst des Herbstes mit seinen „ü o i üßig 1 1 Alls unjerer Bewegung. onen e In Mainz versammelten sich am 19. März ds. Is. zu ein nachmittags um 3 Uhr, viele Freunde unserer E. V. aus fasta Nassau, Starkenburg und besonders aus Rheinhessen. Juge⸗ Wie ganz anders sah es diesmal aus als vor einem bens Jahr, wo zu einer ähnlichen Versammlung nur wenige ätigt““ erschienen waren. Studienrat Pröscher⸗Mainz er⸗ U öffnete und begrüßte die Erschienenen. Alsdann sprach für Pfarrer Weller Bretzenheim und zuletzt der Reichs⸗ orm geschäftsführer Weidner. Abends fand eine öffent⸗ Bild liche Versammlung im evangelischen Vereinshause statt. 7447% 3 2 eee, 1. Eingang des Dorfes. Der Hinterhalt durfte nicht zu früh los⸗ f elt brechen; darin war den Burschen nicht zu trauen, denn sie sahen Aste das bevorstehende Gefecht nicht anders an, denn eine Kirmes⸗ ben, schlägerei. b f 8 5 Merkwürdig war die Bewaffnung,— Stöcke, Säbel, Dresch⸗ ien flegel, Mistgabeln; auch zwei Flinten hatte man. Die eine da⸗ neun. von war eine Donnerbüchse und so schwer, daß man nur aufge⸗ Es ui legt schießen konnte. Man mußte dann dem Feinde erst zu⸗ 5 fill rufen:„Bleib mal einen Augenblick stehen, ich will dich tot— g schießen!“ Diese Büchse kam in den Hinterhalt und sollte das gelsbeh Zeichen zum Los brechen geben. 5 Erwartungsvolle Stille.— Schon hat das Glöcklein vom er melt Turm neun Uhr geläutet, nichts ist zu hören und zu sehen. i 1„Na, Hans, was sagt ihr dazu?“ fragte Meister Vogels nein berger. b werde„Ich will einmal nach Rodheim zu spekulieren“, antwortete 5 der Geselle. hen M Da erscholl vom Obertor ein Schuß, dann wildes Rufen und schen y Schreien. Richtig, da zog die Zigeunerhorde daher. Fast alle ger,. Männer waren mit Flinten oder Faustrohren oder Säbeln be⸗ 2 1 waffnet. Mit wüstem Gebrüll und tollen Gebärden suchten sie a ich den Mut zu stärken. seine u Und richtig— sie zogen auf den Hof von Peter Kitz los. 1 0 0 Da krachte von dort aus ein Schuß, und aus dem Tor stürzten ahher fünf Männer, allen voran der lange, hagere Bauer selbst, und . du von drüben aus dem Hause Vogelsberger gesellten sich andere abe 1 fünf dazu. Die Zigeuner stutzten einen kurzen Augenblick. Man ein⸗ chien sie ja erwartet zu haben! Doch der Hauptmann feuerte luherle e an, da rückten sie vor, indem sie schrien:„Waffen weg, Waffen Au veg, sonst schießen wir euch alle tot!“ a del Plötzlich aber erscholl in ihrem Rücken ein gewaltiger er in 9 Donnerschlag und ein wildes Kampfgeschrei! Da entsank dem % Haufen aller Mut; etliche schossen ihre Gewehre aufs Gerade— b rönise vohl los, nur ein Schuß traf. Hans Vogelsberger erhielt eine Wunde am rechten Arm, daß ihm der Säbel entfiel. denen!“(Jortsetzung folgt.) en fe l. 10 7 7 0 Neues aus dem japanisthen Leben en 685 n 0, und der Japan⸗Mifsion. r f Von Missionsdirettor O. Or. Witte. was% 8. Fortsetzung. 1 Aus all diesen Tatsachen geht hervor, daß die Mission in heulte, Japan keineswegs eine unbedeutende Winkelsache ist, sondern uf wude ine umfassende und tiefgreifende Geistesbewegung, die sehr vaht 11 sroße Erfolge hat. Zu diesen Erfolgen hat auch unsere Mission den 10 en gut Teil beigetragen. Auch wir haben, wie alle Missionen, die 1 nu zweierlei Richtung wirkt: Wir haben in der großen Oessent⸗ Sonnabend, den 1. Mai 1926. (F „& vangelische Warte“ stehenden Studenten, die nicht einmal bis zum Examen kamen oder an seinen Klippen scheiterten, ist eine recht erhebliche.“ „Es ist selbstverständlich, daß eine Heraufsetzung des Wahlalters diesen Uebelstand nicht allein beseitigen kann, aber es ist klar, daß der Anreiz zu parteimäßiger Beeinflussung der Jugendlichen sehr erheblich gemindert wird, wenn mit ihren Stimmen erst nach Jahren zu rech— nen ist. Nun hat man gesagt, daß gerade vom Standpunkt der Demokratie aus politische Bildung der Jugend ein unbedingtes Bedürfnis sei. Das ist gewiß richtig, aber gerade im Interesse der politischen Bildung der Jugend ist unbedingt nötig, ihr Zeit zu geben, sie zu erwerben, Am Schlusse dieser Abendversammlung wurde eine Ortsgruppe gegründet, zu welcher sich sogleich 30 An— wesende als Mitglieder der E. V. bei Studienrat Prö— scher anmeldeten. Auch Freunde aus Laubenheim, Kost⸗ heim und Hechtsheim erklärten sich zur Gründung von Ortsgruppen bereit. In beiden Versammlungen wurde der Wunsch nach weiteren Versammlungen in Rhein- hessen laut.„Man warte auf die E. V.“, so wurde aus— geführt. Allerlei. Die Not der Junglehrer. Eine in Berlin abgehaltene und aus ganz Preußen stark besuchte Kundgebung des Preußischen Lehrerver— eins stellte fest, daß 30 000 preußische Junglehrer seit langem einen Elendsweg gingen, der unaufhaltsam ins Verderben führe. Die Berufsentfremdung greife immer weiter um sich. Der Staat müsse um seiner selbst willen die Junglehrerschaft vor dem völligen Zusammenbruch retten, dann werde auch diese sich zu ihm bekennen und mitarbeiten am deutschen Volksstaat. Im Verlauf der Kundgebung wurde eine Ent— schließung einstimmig angenommen, in der schärfster Ein— spruch gegen die vom Preußischen Staat mit vollständig unzulänglichen Mitteln betriebene Lösung der Jung— lehrerfrage eingelegt wird. Die Junglehrernot werde allmählich zu einer Kul— turschande. Abhilfe schaffen könne nur ein Gesetz, durch das die Klassenfrequenz so weit herabgesetzt werde, daß sämt— liche Stellungslose Beschäftigung erhalten. Ein— stimmige Annahme fand ferner ein Antrag, der besagt, daß der Kultusminister Becker nicht das Vertrauen der preußischen Junglehrerschaft besitze. Die Forderungen der Junglehrerschaft sollen durch die Vertreter des Preußischen Lehrervereins dem Landtag und der Re— gierung vorgetragen werden. Deutschlands Verarmung. Während im Jahre 1913 die vierte Klasse von 45 Prozent aller Reisenden und die dritte Klasse von 45 benutzt wurde, ergibt sich jetzt folgendes Bild: vierte Klasse 75 Prozent, dritte Klasse 22 Prozent. Darmstadt. Der Mittelrheinische Verband evan⸗ gelischer Arbeitervereine hält seine diesjährige Ver— bandstagung am Samstag, den 19. und Sonntag, den 20. Juni ds. Is. in Darmstadt ab. Namhafte Führer der evangelischen Arbeitervereine haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, sodaß diese Tagung, über welche demnächst weitere Mitteilungen folgen werden, eine recht bedeutsame zu werden. verspricht. * Aufkäufer von Altertümern. In jedem Dorf und in sehr vielen Familien gibt es irgend eine Erinnerung an vergangene Zeiten, die sorgsam gehütet wird. Gegenwärtig besteht die Ge— fahr, daß die Zahl solcher Altertümer zurückgeht. Es ziehen nämlich Sammler von Dorf zu Dorf, die die Geldknappheit aus— nützen und alles, was ihnen unter die Finger kommt, aufzu⸗ lichkeit die Geisteskräfte Jesu wirksam machen geholfen, und wir haben einzelne Menschen gewonnen, die zu Gemeinden gesam— melt werden. Von diesen Erfahrungen mit einzelnen Menschen sollen einige Beispiele folgen. 6. Erfahrungen mit einzelnen Menschen in Japan. 1. Fräulein K. F. lebte in Tokyo im Hause einer verheira— teten Tante. Ueber diese Familie kam schweres Leid dadurch, daß alle vier Kinder dieser Tante kurz hintereinander starben. Unter dem Eindruck dieses erschütternden Ereignisses kam Fräu⸗ lein K. F. in Fühlung mit unserer Mission und wurde von Pfarrer Akaschi getauft. Zwei Jahre später erkrankte Fräulein K. F. selbst schwer an Typhus und wurde, als sie genesen war, noch ernster in ihrem Glauben. Sie war Zahnärztin in einem Krankenhause in Tokyo. Ein junger Botaniker, Herr J. in Fukuoka, ein entfernter Verwandter von ihr, wollte sie heiraten. Er wandte sich in dieser Sache an Pfarrer Akaschi. Dieser suchte nach japanischer Sitte einen Mittelsmann aus, der mit Fräulein K. Fis Familie und mit ihr selbst verhandelte. Die Eltern des Fräuleins K. F. waren keine Christen, der Bräutigam und seine ganze Verwandtschaft auch nicht. Fräulein K. F. stimmte ihrer⸗ seits der Ehe zu, unter der Bedingung, daß ihre Ehe schristlich ge— traut werde. Pfarrer Akaschi hat das Paar im Beisein der Brautmutter und vieler nichtchristlicher Verwandter christlich ge— traut, und die junge Frau hängt auch heute treu an ihrem Glauben. Es ist dies heute bei der Tyrannei, die die Familie ausübt, noch selten, daß eine junge Japanerin die christliche Trauung durchsetzt. In dem umgekehrten Fall, wenn der Bräu— tigam Christ ist, die Braut aber nicht, ist es erheblich leichter. Als in Kyoto einmal eine junge Christin unserer Kirche in gleicher Weise wie Fräulein K. F. die christliche Trauung für die ihr von den nichtchristlichen Eltern aufgezwungene Ehe mit einem nichtchristlichen Japaner forderte, war die Familie des Bräutigams so entsetzt, daß sie von dem Heiratsplan zurücktrat. Die junge Christin blieb ganz still und fest, obwohl ihre Eltern ihr das Leben sehr sauer machten. Schließlich gaben die Eltern nach. Es kam eine Ehe zustande mit einem anderen jungen Japaner, der selbst und dessen Familie mit dem Christsein der jungen Frau und mit der christlichen Trauung des Paares ein— verstanden war. 2. Nicht immer zeigen die jungen Japanerinnen solche Willensfestigkeit. Sie bekommen sie eigentlich immer erst dann, wenn ihnen wirklich der christliche Glaube zur persönlichen Heilsge— wißheit geworden ist. Ein früher reicher Kaufmann in Tokyo machte Bankrott und kam in große Not. Er hatte zwei Töchter. Die zweite Tochter wurde von einer sehr wohlhabenden Familie für den ältesten Sohn zur Frau begehrt. Nun ist es in Japan feste Sitte, daß die zweite Tochter erst dann heiraten darf, wenn die älteste schon verheiratet worden ist. Der Vater hoffte von der Heirat der zweiten Tochter mit dem wohlhabenden jungen Nr. 18. kaufen suchen: Bilder, Schnitzereien, Zinngerät, Möbel, Wirts- hausschilder, Gläser, Urkunden, Bücher, Handschriften usw. Na⸗ türlich entsprechen die Kaufsummen, die geboten werden, nicht im entferntesten dem tatsächlichen Wert der Gegenstände. Die Auf— käufer bringen das aufgekaufte Material in die Stadt und ver— kaufen es dort mit hohem Gewinn weiter an Museen und Sammlungen und Antiquare. Unsere Dörfer werden unter— dessen immer noch ärmer an den wenigen kostbaren Erinne— rungen, die sie aus der Vergangenheit noch aufzuweisen haben. Es sei deshalb gewarnt vor wilden Aufkäufern und Sammlern. Wo ein Verkauf unbedingt vorgenommen werden soll, wende man sich mit der Bitte um Rat an sachverständige Stellen, die dann wenigstens entsprechende Preise bezahlen. Obernhof a. d. Lahn. Das bekannte Schloß Langenau bei Obernhof a. d. Lahn, eine der schönstgelegenen Burgen des Lahntals, die vor dem Krieg von dem Burgenkenner Bodo Eb— hardt erneuert wurde, ist vom Grafen Kanitz an einen gemein— nützigen Verein unter Leitung des Schriftstellers Emil Engel— hardt verpachtet worden. Am 1. Mai soll dort ein Erholungs- heim eröffnet werden. Es ist sehr zu begrüßen, daß solche Herren— sitze breitesten Kreisen zu leiblicher Erholung, geistiger und künstlerischer Anregung und froher Feriengeselligkeit zur Ver— fügung gestellt werden. * Bauernreime. Wie die Tat, so die Saat; die Ernte liegt in Gottes Rat.— Was viel Hände erbau'n, kann ein Eismann verhau'n.— Warmer Regen und Sonnenschein sollen im Mai die Gespielen sein. Was schadet ein leerer Keller, hat man noch Taler und Heller.— Halt rein den Stall und rein das Haus, die Krankheit zieht von selber aus. Zieh, Schimmel, zieh; der Arbeit gibt's noch mieh(mehr).— Wer jetzt im Wirtshaus Phrasen drischt, sagt dreschend später„Wieder nischt!“ Noelle Blther. Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Seit mehreren Jahren ist das bekannte und geschätzte Hand— wörterbuch(Verlag J. C. B. Mohr, Paul Siebeck in Tübingen) vergriffen. Der Verlag hat eine Neu-Auf— lage für Ende dieses Jahres in Aussicht gestellt. Diese wird von den Professoren Gunkel-Halle, Zscharnack⸗ Königsberg, Bertholet-Göttingen, Faber-Tübingen und Stephan-Halle herausgegeben. Etwa 500 Gelehrte und führende Praktiker des In- und Auslandes haben ihre Mitarbeit an dem Unternehmen zugesagt. Die 2. Auf— lage wird als eine völlige Neubearbeitung der 1. be⸗ zeichnet. Der Aufbau des ganzen Werkes, die Anord— nung des weitverzweigten Stoffes ist wesentlich straffer als bei der 1. Auflage. Der Hauptunterschied dieser gegenüber liegt jedoch in der inneren Umstellung. Der wissenschaftlich gebildete Leser findet in dem Werk einen Querschnitt durch die Theologie unserer Tage, einen Abriß der gesamten Religionswissenschaft; der religiös interessierte Gebildete kann sich über die Auswirkungen des Religiösen alter Zeiten und Völker ebenso gut unterrichten wie über die wogenden christlichen Strö— mungen der unmittelbaren Gegenwart und ihre Ver— quickung mit sozialen, politischen, ästhetischen, welt— anschaulichen Lebensbewegungen. Mann auch für seine wirtschaftliche Existenz viel Gutes und wollte der ältesten Tochter eine Ehe aufdrängen mit einem älteren, liederlichen Mann, der sie zur Frau begehrte. Die Tochter, schon von den westlichen Ideen der Frauenrechte erfüllt, weigerte sich, einfach so, um aus dem Wege geschafft zu werden, diesen liederlichen Mann ader einen anderen, unbekannten, be— liebigen Japaner zu heiraten. Der Vater aber drängte sie sehr hart. In dieser inneren Not kam sie zu Pfarrer Akaschis Ver⸗ sammlungen, mit dem sie durch Freunde bekannt geworden war. Sie kam sehr fleißig und war sehr ernst im Suchen des Heils. Nach einiger Zeit erfuhr der Vater es, daß seine Tochter die christlichen Versammlungen besuchte und glaubte, dies sei der Grund ihrer Weigerung. Nun verbot er der Tochter, weiter zu uns zu kommen. Die Tochter kam jedoch trotzdem noch eine ziem⸗ liche Zeit. Schließlich aber erlahmte ihr Widerstand, sie heiratete den liederlichen Mann und kam niemals wieder. 3. Der Student der Chemie T. U., Sohn eines Bankiers im Tschiba-Bezirk, nahe bei Tokyo, kam sehr eifrig in Pfarrer Akaschis Gottesdienste. Plötzlich merkte man ihm eine große Veränderung an, er war sehr gedrückt und verstört. Fragen darf man in solchem Falle in Japan nach dem Grunde nicht. Pfarrer Akaschi konnte ihm nur sagen, wenn er Kummer habe, solle er fleißig zur Predigt kommen. Das tat der junge Mann auch. Nach einem halben Jahre erst erfuhr Pfarrer Akaschi den Grund. Der Vater hatte sein Geld verloren, blieb aber Direktor der Bank, die ihm früher gehört hatte. Nun spekulierte er mit frem⸗ dem Geld, verlor wieder, fing, entlassen, ein schlechtes Leben an und endete im Irrenhaus. Das war des Sohnes Gram. Kurz vor des Vaters Tode hatte er sich taufen lassen und wurde ein sehr entschiedener, ernster Christ. Sein Bruder wurde etwa zu gleicher Zeit in Sapporo Christ und kam dann auch zum Studium nach Tokyo. Hier kam er bei dem furchtbaren Erdbeben am 1. September 1923 ums Leben. Nun gab es einen harten Kampf um das Begräbnis mit den buddhistischen Verwandten. Die hatten schon vorher beiden Brüdern Not gemacht wegen ihres christlichen Glaubens. Jetzt wollten sie durchaus die Leiche des Verunglückten mit buddhistischen Ehren bestatten, der Bruder aber forderte ein christliches Begräbnis, da der Verstorbene mit Freuden ein Christ gewesen sei. Da man sich durchaus nicht einigen konnte, wurde die Leiche ohne religiöse Feier beigesetzt, und die Familie stiftete 200 Goldmark für ein Liebeswerk. Jetzt ist der junge Chemiker in einer Fabrik in Tokyo angestellt. Er ist ein treues Glied unserer Gemeinde. Jeden Sonntag fährt er in seine ganz streng buddhistische Heimatstadt und hält dort eine christliche Sonntagsschule ab. Und viele Kinder kommen und hören das Evangelium. Das macht natürlich besonderen Eindruck, wenn nicht nur unsere Pfarrer, sondern auch andere Christen so eifrig die Jesus-Botschaft verkündigen. (Fortsetzung folgt.) Sonnabend, den 1. Mai 1926. * u, ZICARFET TE KOSTE T Nu à PFE NME ND Sr HO GANZ VORZUANT CH AblER-COtAπρνe NG: ORESDEN Existenz. Zum Besuch der Wirte und Privatkundschaft des nördlichen Ober⸗ essens mit täglich benötigten Reisevertreter sofort Musterkollektion. Herren, wel kommen wünschen, wollen Off. unter K. gesucht. Gebrauchsartikeln wird Herr als Der Verkauf erfolgt nach einer lche Dauerstellung mit gutem Ein⸗ H. an den Verlag der Zeitung unt. Angabe des Alters u. bisheriger Tätigkeit einsenden. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim⸗Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Goldgelb geräucherte Schueinsköpfe mit dicker durchwach- sener fleischiger Backe 9 Pld. Postkolli M. 5 20 9„ Euter Rauchfl. M. 5.40 9% Schweinekleinfl. M. 3.50 Billiger reeller N S868 9 pfd gelbe Broden M. 3.80 9„ rote Kugeln. M. 3 80 9„ Tilsiter... M. 7 65 9„ dan Edamer. M 7.40 9„ dan. Schweizer M. 9.45 200 Stek. Harzer. M. 3.95 ab Nortorf. 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