. * 8 1 ö —— — organ der epangelischen Voltsgemeinschaft Erscheint zunächst wöchentlich am Samstag. Bezugspreis: 50 Pfg. monatlich frei ins Haus. Für Rücksendung ungewünschter Manustripte wird nicht garantiert. Schriftleitung: Pfarrer Hamburger in Staden(Oberh.) Abonnements⸗ u. Anzeigen⸗Annahmestelle, Druck⸗ und Ausgabestelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher 1362. Postscheckkonto 8437 Frankfurt⸗M. Verlag: Evangelische Volksgemeinschaft. Anzeigenpreise: die 30mm breite Kleinzeile auswärts 30 Pfg., am Ort 15 Pfg., die 90mm breite Kleinzeile im Text 120 Pfg., Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Vergünstigung. 1. Jahrgang. Auszug aus den Nichflimen der Evangelischen Boltsgemelnfcha Der Crist muß sich wie kein anderer für das Schick⸗ sal seines Volkes und das Wohl aller Volksgenossen verantwortlich fühlen. Dieses Verantwortungsgefühl gibt uns das Recht und legt uns die Pflicht auf zur Gründung der Evangelischen Volksgemeinschaft, umso⸗ mehr als keine der bestehenden Parteien die evangeli⸗ schen Belange wirksam vertreten und die überragende Bedeutung christlicher und sozialer Gedanken für die Gesundung unseres kranken Volkslörpers in den Par⸗ lamenten bisher ins Licht gestellt hat. Von dem Mutterboden evangelischen Christentums aus muß unserem Volk die innere Kraft zugeführt wer⸗ den, die es zur Wiedergesundung braucht. Das gesamte Kultur⸗ und Geistesleben des Staates ist mit den Kräf⸗ ten des Evangeliums zu durchdringen. Evangelisch⸗ sozialer Anschauung muß auf dem großen Gebiet der Volkswirtschaft zum Sieg verholfen werden.— Nach diesen Grundsätzen formen wir unser Programm. 1. Kultur. Alle feine Kultur und Lebensfreude wächst nur auf dem Mutterboden der religiosen Ehrfurcht, und die Menschen sind auf allen Gebieten nur dann produl⸗ tiv, wenn ihr Geist vom Hauch der Religion befruchtet ist. In Fragen der Weltanschauung gilt darum unser Kampf dem Atheismus und Materialismus— nicht inder dem Altramontanismus, der im neuzeitlichen Staat weit mehr als früher in der Macht sitzend das Evangelium und das deutsche Volkstum bedroht. Wir wollen gütige Verständigung und gerechten Ausgleich zwischen Staat und Kirche. tes sind. Das gegenseitige Verständnis der Konsessionen zu fördern, liegt im Wesen des Evangeliums. Der Einfluß der evangelischen Kirche dungswesen, Kunst und Literatur ist zu wah bei der Jugendpflege. 5 ebenso Wir wollen Naum schafsen fi haf volle Auswirkung christlicher Geisteskräfte im öffent⸗ ge lichen Leben. Der Eckpfeiler aller Kutur ist die Schule. Sie soll zu den lebensnotwendigen Keuntnissen, zur Sitten⸗ und Charakterbildung verhelfen. Rechte christliche Er⸗ ziehung muß durch die Schule gesichert sein, weil sie für Familie und Gemeinde, für Volk und Staat von grund⸗ legender Bedeutung ist. Der Religionsunterricht, der — nn——.—— r Lolensongtag. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Offenbarung Johannes 14,13. Heute gehen wir hinaus auf den Gottesacler, wo die Reihen der Gräber liegen. Dort liegen Grab au Grab die Exwachsenen, hier liegen die Kinder, Hügel an Hügel. Es ist ein ernster Gang zu diesen Gräbern. Ach, sie haben alle einmal gelebt, haben alle anderen Menschen etwas gegolten. Dann sind unsere Lieben, die kleinen und die großen, dahingegangen. Wir ha⸗ ben ihnen hier auf dem Gottesacker eine Stätte berei⸗ tet, haben die Erde zur Erde, die Asche zur Asche, den Staub zum Staube gelegt. Einen Erdhügel haben wir darüber aufgeworfen, ein Kreuz haben wir darauf gestellt. Da ruhen sie alle so still, so brüderlich neben einander. Was soll aber das Kreuz auf diesen Gräbern? Nicht alle haben ja ein Kreuz. Dort steht eine abge⸗ brochene Säule, das Bild der Hoffnungslosigkeit, das Bild der Zerstörung. Darunter steht:„Unsere Minna verlorenes Glück“. Wie sieht das Denkmal so trost⸗ los aus, wie klingt aus der Inschrift hervor der dumpfe Ton der Resignation. Schauen wir uns um nach all diesen Grabsteinen mit ihren verschiedenen Aufschrif⸗ ten, dann ist es gerade so, als ob die einzelnen Hinter⸗ bliebenen um die Gräber stünden und ihr Glaubens⸗ bekenntnis ablegten. Was sind das oft farblose, nüch⸗ terne Aufschriften, wenn wir lesen:„Das arme Herz, vom Schmerz bewegt, kommt erst zu Ruh', wenn's nicht mehr schlägt“, oder„wer liebend wirkt, bis ihm die Kraft gebricht, und segnend stirbt, ach den vergißt man nicht“. Weiter als über den Tod sind die Schrei ber dieser Inschriften nicht hinausgekommen. Der Tod ist ihnen das große Halt, das Ende. Slaubst du auch, daß es mit dem Tode zu Ende sei? Du denkst vielleicht, das sei der natürlichste und 1 Das ist notwendig, weil dieselben Menschen Glieder der Kirche und des Staa- dem Grund des Christentums die Sammlung aller auf das Volksbil⸗ die Inflation schwer gese . eee zusbesondere der christlichen Erziehung dient, muß or⸗ dentliches Lehrfach in allen Schulen bleiben. 2. Volkswirtschaft. Materialismus und Egoismus— Mangel an echt christlichem Geist und Brudersinn— ist es, was zu der unheilvollen Vergiftung des Wirtschaftslebens und der furchtbaren Verschärfung der sozialen Gegensätze geführt hat, welche eine große Gefahr für die deutsche Volks⸗ wirtschaft bedeuten. Aeußere soziale Forderungen und Maßnahmen bauen das wirtschaftliche Leben allein nicht auf. Mahrhaft soziale Gefinnung wüchst nur auf dem Boden des Christentums. Den Arbeitgebern aller Art legt die größere wirt⸗ schaftliche Macht, die sie in Händen haben, um so größere Verantwortung auf. Ist auch ihre Lage vielfach unter den obwaltenden Verhältnissen schwierig, so ist es doch Somabend, den 21. November 10. eine zwingende sittliche Pflicht für sie, sich vor eineß Ausnützung ihrer Macht gegenüber wirtschaftlich Schwächeren zu hüten, vielmehr bis an die Grenze der Moglichkeit Opfer zu bringen, um nicht ohne Not Ar⸗ beiter brotlos werden zu lassen, um nicht unnötig die Arbeitszeit heraufzusetzen oder den Lohn herabzudrül⸗ den. Die Arbeiter sind nicht eine Masse, die nur abge lohnt zu werden braucht, sondern gleichzuachtende Voltsgenossen, die um ihre Gleichberechtigung ringen und ein Recht auf Anerkennung, Verständnis und Wür⸗ digung ihrer Lage und auf Berücksichtigung ihrer ma⸗ teriellen und seelischen Lage haben und denen auch die Freiheit zu gewer unterbunden werden darf. Die Evangelische Volksgemeinschaft erstrebt auf ichem Zusammenschluß Vollskreise und Berufe zum Aufbau der Volkswirt⸗ schaft. Sie wendet ihre Fürsorge besonders dem durch Mittelstand und dem zauernstand zu und und Land mit Die Evangelische Volks⸗ hädigten um sein Dasein schwer rin will allen schaffenden E gleicher Freudigkeit dienen. inschaft kämpft gegen alle u n und hen Ein ungen und erbl l Hilfe für die Schäden unf eingerung der Kluft zwi 3. Staat. Wir achten die Verfassung und lehnen jede gewalt⸗ saine Aenderung ab. Wir würdigen das Vergangene in Ehrfurcht und achten das Bestehende verständnisvoll. e 66 einfachste Glaube. Aber wenn du einmal ruhig da⸗ rüber nachdenkst, so wirst du merken, wie ungeheuer schwer es ist, so zu glauben. Denn wenn du nur lebst, um zu sterben, dann frage dich, wozu du da bist? Hat denn dein Leben überhaupt einen Zweck? Es gäbe ja gar keine Vollkommenheit in deinem Leben! Wir kommen, lernen einiges, schaffen weniges, dann läuten die Glocken vom Turme unser Leben aus. Sie singen ein Abschiedslied:„Es war einmal“. Wirklich, ist das ein Leben? Wir stehen am Gottesacker! Mehr soll⸗ ten wir von unseren lieben Verstorbenen nicht sagen können? Wir können, Gott sei dank, mehr sagen. Da sehen wir die Kreuze stehen. Darunter lesen wir:„Anser Heinrich— lasset die Kindlein zu mir kommen“, oder „Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Ge⸗ winn“, oder„aus Gnaden seid ihr selig geworden, nicht durch euch“. Aus diesen Inschriften ist ein anderer Glaube zu lesen. Da kommt einem der Tod nicht vor als das Ende. Nein, er ist ein neuer Anfang. Hinter dem Tode öffnet sich das persönliche Fortleben in der Ewig⸗ keit. Deshalb pflanzen wir auf die Gräber das Kreuz, das Zeigen des Glaubens und der Hoffnung. An sol⸗ chen Gräbern stehen wir nicht voller Verzweiflung und Trostlosigkeit. An diesen Gräbern stehen wir voll Zu⸗ versicht und sprechen wie der Apostel Paulus:„Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch un⸗ seren Herrn Jesum Christum.“ Ueber den Gräbern sprechen wir:„Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben“. Nicht alle die To en sind selig, sondern nur die, die in dem Herrn ster⸗ n. Wir haben es also in der Hand, uns ein seliges sichern. erben zu Der Tod kann kommen als der d, er kann auch kommen als der sanfte Freund, der einen müden Erde heimholt zu den ewigen Hüt⸗ ten. Die de für den einen ein Schrecken enpilger bezogen we nicht Nummer 3. * 1 e Wir erstreben die Einheit des Reiches, aber unter Berücksichtigung und Erhaltung der Eigenart der deut⸗ schen Stämme. . In der des Vaterlandes betrachten wir die Schaffung einer wirklichen Volls⸗ und Schiasalsgemein⸗ schaft als unsere vornehmste Aufgabe. In Deutschlands größter Not muß bei allseitigem gutem Willen und trotz Meinungsverschiedenheiten im einzelnen eine gemein⸗ same Arbeit aller Berufsstände erreicht werden können. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir erwarten die Rettung und den Aufstieg von Volk und Vaterland in erster Linie durch christliche Perfoönlichleiten. Die Reichstagung der Evang. Volksgemeinschaft in Gießen beschloß von der Fertigstellung eines ausführ⸗ lichen Programmes abzusehen. e war der Meinung, daß die kommende Machtverteilung im Reichstag und in den Landtagen sich weniger bestimmt nach Pro⸗ grammsätzen, die von den Wellen des Zeitstromes über⸗ lutet werden, als vielmehr nach der Haltung der Par leien zu dent Tagesfragen. Diese treten unabhängig von Programmen auf. Deshalb verzichtet die Evang. Volksgemeinschaft auf ein ausführliches Programm und wird von ihrer Grundeinstellung aus zu den jeweilig die Lage beherrschenden Einzelproblemen Stellung neh men. Die Leitsätze der Evang. Volksgemeinschaft können von der Geschaäftsstelle(Pfarrer Weidner⸗Ober⸗Lais) en; 500 Stück kosten 10.— Mark. Not öh N Was sich katholische Lehrer Seen ad Ieraben N an Offenbacher Simulanschulen leiten. Man schreibt aus Offenbach a. M.:„Im benach⸗ barten Seligenstadt fand in der zweiten Augustwoche die Elfhundertjahrfseier zu Ehren der Schutzheiligen Marzellinus und Petrus statt. Die Festlichkeiten hat⸗ ten, wie sich die„Offenbacher Zeitung“! von ihrem ei genen Berichterstatter in Nr. 192 melden ließ, den aus⸗ gesprochenen Hauptzweck, die Glaubens⸗ und Ueberzeu gungstreue der Katholiken zu betätigen und die Er⸗ neuerung und Wiederbelebung der alljährlichen großen Wallfahrt zu den Schutzheiligen zu sichern. Die„Of⸗ fenbacher Zeitung“ wußte weiter unterm 14. August (Freitag) zu melden, daß man unter den Fremden zahl⸗ reiche Schultinder, worunter ganze Offenbacher Klas⸗ 2 sen, sah, die sich köstlich über das Geschaute freuten. Sänger so getröstet spricht:„Jerusalem, du hochge⸗ baute Stadt, wollt Gott, ich wär in dir!“ Es muß nach dem Tode einen Flug in die Gottesferne geben ein Eingehen in die Kälte der ewigen Lieblosigkeit. Wer sich aber in seinem Leben an Gott gehalten und unseren Heiland Jesus Christus liebgewonnen hat der wird dem wärmenden Lichte des ewigen Leben- entgegeneilen. Darum sind selig die Toten, die in dem Herrn sterben. Wir stehen am Gottesacker, zwar trauernd um un⸗ sere Lieben hier und in der Ferne, wenn wir besonders noch unserer im Weltkriege Gefallenen gedenken. Aber über der Trauer grüßt uns ein Himmelsglanz. Die Seligkeitshoffnung aus der Offenbarung des Johannes versöhnt uns mit dem Sterben. Die alten Märtyrer des Urchristentums sahen den Himmel für sich geöffnet und lebten ganz in dem Gedanken der einstigen Selig keit. Wir wollen heute am Totensonntag uns zu die sen Kämpfern und Siegern setzen und von ihnen ler⸗ nen, wie das ewige Leben den zeitlichen Tod über⸗ windet. Denn während wir auf dem Gottesacker an den Gräbern derer stehen, die uns voraus gegangen sind, müssen wir an die Stunde unserer eignen Heim⸗ rufung denken. Wir wissen diese Stunde nicht, ob sie frühe oder spät kommt. Wir wissen nur eines: Sie kommt bestimmt. Dann müssen wir bereitet sein, dem Jammertal dieser Erde lebewohl zu sagen. Dann müssen wir die ewige Heimat wissen. Dann laßt uns n dem Herrn sterben zur ewigen Seligkeit. Ein Tag der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit: o Ewigkeit so schöne, mein Herz an dich gewöhne, 5 mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Br. Amen. * Sonnabend, den 21. November 1925. eee Anwesenheit der Offenbacher Klassen gibt sung, einige Bemerkungen zu machen. Die Os ache Volksschulen(Simultanschulen!) werden gegenwärtig von 4 585 evangelischen und 2 729 katholischen Kindern besucht. Es ist sicher, daß in jeder Klasse mehr evan⸗ gelische als katholische Kinder sind. Wie kommen ganze Offenbacher Klassen, wie kommt ein(katholischer) Leh⸗ rer nun dazu, mit seiner Klasse, also auch mit den evan⸗ gelischen Kindern, am 14. August einen Ausflug nach Seligenstadt zu machen, wo gerade ausgesprochen ka⸗ tholische Kundgebungen stattfinden 5 Warum benutzt er dazu nicht den katholischen Feiertag(15. August) und geht mit seinen kat schen Kindern allein hin? Evangelische Eltern müssen sich diesen Besuch in einer Stadt, in der für den oben ausgesprochenen Saunt⸗ zweck“ geworben wurde, ganz entschieden verbitten. Wir wissen sehr wohl, daß der katholische Lehrer nicht wagen wird, am 15. August mit seinen katholischen Kindern nach Seligenstadt zu gehen. Warum nimmt er aber am 14. August die evangelischen Kinder mit 2 Man denke sich den umgekehrten Fall, daß ein evange⸗ lischer Lehrer seine katholischen Kinder in eine Stadt führen würde, in der gerade eine evangelische Kund⸗ gebung abgehalten würde! Dieser Fall ist ganz un⸗ denkbar. Kein Katholik ließe sich das gefallen, und kein evangelischer Lehrer würde das wagen! Es kommt nun noch eins hinzu. In unseren Simultan⸗ schulen sehen die katholischen Geistlichen streng darauf, daß kein Ausflug an einem Tage stattfindet, an dem sie in der betreffenden Klasse Religionsunterricht ha⸗ ben. Der katholische Lehrer— der Fall ist auch vor⸗ gekommen— geht trotzdem mit seiner„ganzen Klasse“ nach Seligenstadt. Der evangelische Geistliche wird von ihm nur benachrichtigt, daß die Klasse nach Seli⸗ genstadt geht!“ Ankauf des Pyrmonter Sthlosses durch eiren kathollschen Orden? Nach dem„Hannoberschen Kurier“ soll das Schloß in Pyrmont verkauft werden. Unter den Personen bezw. Organisationen, die das Schloß zu kaufen beab⸗ sichtigen, befindet sich ein katholi e Orden, der in ihm eine Mssionsanstalt einrichten möchte. (Anmerkung der Schriftleitung. Worum auch nicht! Die katholische Kirche wäre mehr wie töricht, wenn sie bei der Gleichgültigkeit und Lauheit der Evangeli⸗ schen nicht überall„Missionsanstalten“ ja klar sind, schaffen würde. And da gibt es noch evan⸗ gelische Christen, die die Evang. Volksgemeinschaft nicht für nötig halten!). Die Geklennatur des römisthen Kathollismus. D. E. K. In dem Buche des bekannten protestan⸗ tischen Erzbischofs Söderblom„Einigung der Chri⸗ stenheit“, übersetzt von Pfarrer R. Katz, Halle a. S. bei C. Ed. Müller 1925 findet sich auf S f gender Satz: S „Versteht man unter Sekte eine religi öse Gemeinschaft, deren Programm d hält, sich von der übrigen Christe gibt es keinen Teil der Kirche, auf den diese D besser paßte, als Rom.“ heit Am 5. Oktober ist eine Ho Köln eröffnet worden. se für unsere evangelische Kirche voll, weil mit der Hochschule eit gelische Kirchenmusik verbunden und weil zum er⸗ sten Male der Kirche selbst das Recht zugestanden ist, einen Dozenten zu dieser Hochschule zu entsenden. Für dieses Amt ist Herr Pastor Plath aus Essen berufen worden. Er wird lesen über Liturgik und Gesangbuch⸗ kunde am Freitag jeder Woche von 11,30 bis 12,30 und von 3 bis 5 Uhr. Die evang e Abteilung bedarf evangelischen Krei⸗ eilung über⸗ ahme in das ür Musik in ist deswegen bedeutungs⸗ lbteilung für evan⸗ flügelt wird. Vorau nicht vorhanden ist, Institut ist das Begabung. Me Vorlesungen begin für das ganze 8 dazu 10 Mark Einse gewährt werden. 9 Hochschule, Professor Brau 3 bis 5, zu richt Sollte! sind noch andere? en den. Auch wer t in das Inst werden kann, k als Hospit beiwohnen. Er hat dann für das S gebühr von 2,50 Mark zu zahlen. Nis. Die im Jahre 20 Stipendien können sind an den Direktor der els in Köln, Wolfstraße e Quelle versagen, so ipendien vorhan⸗ tut aufgenommen den Vorlesungen mester eine Hör⸗ 1 1 ebühr. r r Aus unserer Bewegung. Friedberg i. H. er fand am 11. November im „Deutschen Haus“ eine Werbeversammlung für die Evang. Volksgemeinschaft statt, in der Bürgermeister Völker ⸗ Lich sprach. Er ging aus von den Beweggrün⸗ den, die zur Gründung der Evang. Volksgemeinschaft geführt haben, er sprach von den Nöten, die unsere evangelische Kirche zur Zeit durchzumachen hat und von den Zeiten, denen die Evang. Volksgemeinschaft nach⸗ strebt. Einige prograr sche Sätze seien hier ange- führt: Die Leute von der Evang. Volksgemeinschaft wollen keine Nationalisten sein, aber sie lieben ihr Va⸗ terland, sie wollen keine Sozialisten sein, aber sie tre- schwach geworden ist, onswerk. „Evangelische Warte en ein für jedes soziale Werk. Die Evang. Volks⸗ gemeinschaft macht keinen Anterschied zwischen Nepu⸗ blikanern oder Monarchisten; sie zieht keinen Tren⸗ nungsstrich zwischen bürgerlich und nicht bürgerlich; sie will verbinden, nicht trennen; sie will alle evange⸗ lischen Deutschen sammeln zum Dienste für die evan⸗ gelische Kirche und für den evangelischen Glauben. Mit einem Gelöbnis, daß die Evang. Volksgemein⸗ schaft alle ihre Kräfte dem Dienste an der Kirche und dem Dienste für das Vaterland widmen wolle, schloß die von einem tiefen sittlichen Ernst und religiösem Empfinden getragene Rede.— Die Ausführungen machten auf die Zuhörer einen sichtlichen Eindruck. In der Aussprache wurden nur zustimmende Erklä⸗ rungen abgegeben. Eisenbahn⸗ Lokomotivführer G. Rayß führte aus, daß er sich darüber gefreut habe, un⸗ ter den Wahlvorschlägen zur Kreis⸗ und Provinzial⸗ wahl auch einen solchen der Evang. Volksgemeinschaft gefunden zu haben, der Evangelische wisse jetzt, wie er zu wählen habe. Er bedauerte, daß von den Orts⸗ geistlichen Niemand in der Versammlung da sei, da doch ohne Zweifel die Herren Pfarrer die Berufensten sei⸗ en, für christliche Betätigung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, für den evangelischen Glauben und für die evangelische Kirche einzutreten.— Auch ver⸗ schiedene auswärtige Herren hatten es sich nicht nehmen lassen, zu der Versammlung zu erscheinen. Die Bil⸗ dung einer Ortsgruppe wurde ins Auge gefaßt. Nidda. Am Sonntag, den 18. Oktober predigte zur Feier des Jahresfestes der Ostasien⸗Mission im Vormittagsgottesdienst Pfarrer Marz aus Darmstadt über das Thema:„Wer soll Mission treiben, um die noch zu zwei Dritteln heidnische Menschheit der Erde zum Christentum zu bekehren?“ Die Anwort lautet, daß jeder Gläubige an seinem Teile dazu helfen kann und soll. Redner sprach dann speziell über die Verhält⸗ nisse in Ostasien, schilderte die seelische Not der Japaner und Chinesen und bat um Hilfe für das dortige Missi⸗ Im anschließenden Kindergottesdienst er⸗ zählte Pfarrer Hoch von Selters von den Japanern und ihrer Bekehrung. Nachmittags hielt Missionsin⸗ spektor Devaranne aus Berlin einen gut besuchten Vortrag über„Anteil der Mission am Neubau der Menschheit“. Pfarrer Laut erstattete den Jahresbe⸗ richt. Abends 8 Uhr fand ein Lichtbildervortrag statt über„Kulturbilder aus dem zerstörten Japan“, wobei die oben genannten Geistlichen Ansprachen hielten. Der erst seit kurzem bestehende, aber sehr rührige und eifrige Posaunenchor Wallernhausen hat sich durch seine Mitwirkung um die Veranstaltung sehr verdient gemacht. n Aus Nah und Fern. Jahresfest des Oberhessischen Vereins für Innere Mission. Das diesjährige Jahresfest des Oberhessischen Ver⸗ eins für Innere Mission wurde in Gießen am 9. No⸗ vember abgehalten. Am Vorabend eröffnete ein Fest⸗ gottesdienst in der Stadtkirche, den Pfarrer Dr. Nitter⸗ Marburg abhielt, und der durch den Gießenre Kir⸗ chengesangverein mit geeigneten Vorträgen verschönt wurde. Am 9. November vormittags begannen dann die Verhandlungen, eingeleitet durch gemeinsamen Gesang und einem von Stiftdechant Lenz⸗Lich gesprochenen Gebet. Alsdann erstattet der Vorsitzende, Oberstudi⸗ enrat Dr. Weimar⸗Gießen den Jahresbericht von 1924. An Stelle des seitherigen Vorsitzenden Prof. Dr. May⸗ er⸗ Gießen, welcher aus Gesundheitsrücksichten den Vor⸗ sitz niederlegen mußte, wurde Prof. Dr. Weimar ⸗Gie⸗ zen ernannt. Außerdem waren noch zurückgetreten das Vorstandsmitglied Kaufmann, für den Herr Horst, und der seitherige Schriftführer Pfarrer Adolf, für welchen Staatsanwalt Knaus gewählt wurde. Die Mitglie⸗ derzahl hat leider etwas abgenommen, was mit der traurigen Wirtschaftslage zu erklären ist. Demgegen⸗ über sind aus dem gleichen Grunde die Ansprüche, die an den Verein gestellt wurden, gewachsen. Für die Herberge zur Heimat wurden besonders Mittel bean⸗ sprucht zur Einführung von notwendigen Verbesse⸗ rungen. Das Eleonoren-Hospiz in Bad-Nauheim hat gute Fortschritte gemacht. Auf dem Boden der In⸗ neren Mission steht die Volksmission in Oberhessen. Von derselben wurden durch Missionar Walter 13, Mis⸗ sionar Schuster 12, Pastor Sorst 6 Evangelisationswo⸗ chen abgehalten, die alle segensreich für die betreffen⸗ den Gemeinden waren. Der Verein hat ferner dadurch ein zu begrüßende Einrichtung getroffen, daß er die freien Krankenschwestern in einer Vereinigung gesam⸗ melt hat. Um für das Werk der Inneren Mission bei dem Volke größeres Verständnis zu gewinnen, wurde im vergangenen Jahre in vielen Gemeinden der Bet⸗ helfilm vorgeführt. 8 Der dadurch erstattete Rechnungsbericht zeigte, daß die Finanzen des Vereins gut geordnet sind und sich noch Ueberschüsse ergeben haben. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt.§ 6 der Satzung wurde darnach da⸗ hin geändert, daß die Wahl der Vorstandsmitglieder nicht mehr für 3, sondern für 6 Jahre vorgenommen werden soll. Zum Schlusse hielt Prof. D. Niebergall⸗Marburg einen Vortrag über:„Der Unglaube und die Degene⸗ rationserscheinung in unserem Volk“. Einleitend zog der Redner einen Vergleich zwischen der Revolution des 9. November 1918 und der Reformation Luthers, der am 10. November seinen Geburtstag hat. Luther hat es allein mit dem„Glauben“ zu tun, d. h. mit der Ver⸗ antwortung des Menschen für sein ganzes Denken, Füh⸗ len und Handeln Gott gegenüber. Wo dieser Glaube da treten Degenerationserschei⸗ 8 in Arbeitshetze, Mammonismus, Maftgel 5 Autorität, Alkoholismus, Ehenöte, Selbst⸗ mord, alles Symptome der nachlassenden, erschlaffen⸗ den Verbindung mit dem Glauben. Was ist dagegen zu tun? Glauben verkündigen! Das ist die Größe der Inneren Mission. Das heißt: Gott verkündigen als den Gott, der Sinn in die Welt bringt. rr Der Friedhof. Den Friedhofssteg schritt ich um Mitternacht; das Mondlicht tastete mit weichen Händen auf Grab und Gitter, um mit holder Macht das Grausen feierstill zu überblenden. So heimatselig laden Busch und Baum, 1 die 5 die Gräber mit den Wurzeln rühren und deren Häupter, summend wie im Traum, mit Windeswellen leise Zwiesprach führen. Und Kreuz und Hügel so geheimnistraut; sie winken als der Schluß von allen Fragen, als könnten sie mit leisem Geisterlaut 5 auf alles, alles Sinn und Antwort sagen. So schwer ist mir. Als müßt ich weinend nun an jener Trauerweide niedersinken und langsam, langsam von dem großen Ruhn vorahnend eine heilige Welle trinken.. Schüler. Fiir die Evangellsthe Vollsgemeinschast sind bei den am 15. November 1925 stattgefundenen Provinzialtagswahlen folgende Stimmen mit abgegeben worden: Albach: 66 Sozd., 2 Dem, 2 D. Volksp., 107 Deutschnation. Volkspartei u. Landbund; ö Allendorf⸗Lahn: 137 Sozd., 3 Dem., 14 D. Volksp., 154 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 17 Kom., 1 Mittelst. Vgg. Allendorf⸗Lumda: 2 Zentr., 119 Sozd. 25 Dem., 26 Di Volksp., 266 Deutschn. u. Landb., 3 Ev. Volksgem., 4 Kom. 1 Mittelst. Vgg., 1 Bürgerl. Partei. Allertshausen: 30 Sozd., 1 Dem., 1 D. Volksp., 52 Deutschn. u. Landb., 3 Ev. Volksg., 3 Bürgerl. P. Alten⸗Buseck: 250 Sozd., 10 Dem., 5 D. Volksp., 172 Deutschn. u. Landb., 5 Ev. Volksg., 7 Kom., 1 Mittelst. Vgg., 2 Bürgerl. P. Annerod: 36 Sozd., 5 Dem., 102 Deutschn. u. Landb. Bellersheim: 42 Sozd., 1 Dem. 2 D. Volksp. 216 Deutschn u. Landb., 1 Kom. Beltershain: 2 Sozd., 1 D. Volksp. 36 Deutschn. u. Landb. Bersrod: 43 Sozd., 1 D. Volksp., 92 Deutschn. u. Landb., 2 Ev. Volksg. f Bettenhausen: 17 Sozd., 2 Dem. 3 D. Volksp. 184 Deutschn. u. Landb., 1 Kom. Beuern: 1 Zentrum, 159 Sozd., 14 Dem., 13 D. Volkp., 191 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 9 Ev. Volksg., 11 Kom., 2 Bürgerl. P. Birklar: 1 3., 116 Sozd., 10 Dem., 6 D. Volksp., 116 Deutsch⸗ nationale, 1 Bürgerl. P.— Burkhardsfelden: 74 Sozd., 1 Dem., 3 D. Volksp., 120 D.⸗N. u. Landb., 6 Ev. Volksg., 2 Mittelst. Vgg. Climbach: 38 Sozd., 6 Dem., 4 D. Volksp., 71 Deutschn u. Edb. Daubringene 72 Sozd., 16 Dem., 8 D. Volksp., 29 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 16 Kom. Dorf⸗Gill: 1 Sozd., 2 D. Volksp., 198 Deutschn. u. Ldb., 1 Ev. Volksg. Eberstadt mit Arnsburg: 1 Zentr., 27 Sozd., 3 Dem., 1 D. Volksp., 209 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg. Ettingshausen: 22 Sozd., 6 D. Volksp., 226 Deutschn. u. Landb., 1 Kom. Garbenteich: 4 3., 232 Sozd., 19 Dem., 10 D. Volksp., 123 Deutschn. u. Landb. 5 Ev. Volksg., 1 Kom., 4 Mittelst. Vgg. Geilshausen: 24 Sozd., 13 Dem., 48 D. Volksp., 120 Deutsch⸗ nationale u. Landb., 4 Ev. Volksg. Gießen: 473 Zentrum, 2816 Sozd., 1120 Dem., 1888 D. Volksp., 1 190 Deutschn., 3 Eintracht, 225 Evang. Volksg., 359 Kom., 1191 Mittelst. Vgg., 32 Bürgerl. P. Göbelnrod: 13 Sozd., 2 Dem., 4 D. Volksp., 114 Deutschn. u. Landb., 2 Ev. Volksg., 13 Kom., 2 Mittelst. Vgg. Großen⸗Buseck: 3 3., 306 Sozd., 124 Dem., 22 D. Volksp., 389 Deutschn. u. Landb., 4 Ev. Volksg., 11 Kom,, 9 Mittelst. Vgg. 5 Bürgerl. P. Großen⸗Linden: 3 3., 561 Sozd., 55 Dem., 86 D. Volksp 227 Deutschn., 8 Ev. Volksp., 2 Kom., 37 Mittelst. Vgg., 6 Bür⸗ gerl. P. Grünberg: 17 3., 185 Sozd., 41 Dem., 286 D. Volksp., 299 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 10 Ev. Volksg., 3 Kom., 32 Mittelst. Vgg., 2 Bürgerl. P. Grüningen: 1 3., 149 Sozd., 12 Dem., 8 D. Volksp., 182 Deutschn., 9 Ev. Volksg., 7 Kom. 1 Mittelst. Vgg., 1 Bürgerl. P. Harbach: 1 3., 66 Sozd. 1 Dem., 133 Deutschn. u. Landb., 2 Kom. Hattenrod: 23 Sozd., 1 D. Volksp. 119 Deutschn. u. Landb. Hausen: 99 Sozd., 3 Dem. 6 D. Volksp., 46 Deutschn. u. Ldb., 50 Ev. Volksg., 9 Kom., 1 Bgrl. P. Heuchelheim: 9 3., 593 Sozd. 150 Dem. 79 D. Volksp., 298 Deutschn. u. Landb. 10 Ev. Volksg. 27 Kom., 13 Mittelst. Vgg. 5 Bürgerl. P. Holzheim: 4 Zentr., 106 Sozd., 7 Dem., 10 D. Volksp., 402 Deutschn. u. Landb., 8 Ev. Volksg., 2 Mittelst. Vgg. Hungen: 51 Sozd., 26 Dem., 60 D. Volksp., 118 Deutschn. u. Landb., 19 Ev. Volksg., 1 Kom. Inheiden: 29 Sozd., 5 Dem. 5 D. Volksp. 61 De Landb., 2 Mittelst. gg. ee Kesselbach: 62 Sozd. 41 Dem., 8 D. Volksp., 34 Deutschn u. Landb., 1 Ev. Volksg., 1 Mittelst. Vgg. 22 — 889 0 95 * 9 us, . sen⸗ en dse gen — t „ 1 N ation. „ 154 Dh 2 D om. 1 lschn. 7² 72 Vgg., eutschn Landb. Zandb, utschn. Volkp. Kom, deutsch⸗ ö 5 N. ulschn eutschn. „ Obb. 9% 1 8 ischn, U. Sp. 123 st. Vgg. Deutsch 1888 D. 85, 359 deutschn Vollsp., ft. Vg. Voller 6 Vür⸗ ep, 299 dom, 32 p., 18² erl. P. Landb., Landb⸗ i. Wb, sp., 28 sst. Bag lter, L Deulscht c deulschn Sonnabend, den 21. November 1925. „Evangelische Warte“ —— 1 Zentr., 222 Sozd., 45 Dem., 46 D. Volks p., 172 Deutschn, u. Landb., 10 Ev. Volksg., 9 Kom, 3 Mittelst. Vgg., 2 Bürgerl. P. Langd: 1 Zentrum, 48 Sozd., 2 Dem, 160 Deutschn. u. Ldb., 7 Ev. Volksg., 1 Mittelst. Vgg. Lang⸗Gons: 2 Zentrum, 304 Sozd., 19 Dem., 26 D. Volksp., 443 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 14 Ev. Volksg., 18 Mittelst. Vgg., 3 Bürgerl. P. Langsdorf: 34 Sozd., 40 Dem. 5 D. Volksp., 180 Deutschn. u. Landb., 3 Ev. Volksg., 2 Kom. Lauter: 3 Sozd., 3 Dem., 1 D. Volksp., 68 Deutschn. u. Ldb., Leihgestern: 3 Zentrum, 248 Sozd., 33 Dem. 19 D. Volksp., 286 Deutschn. u. Landb., 11 Ev. Volksg., 11 Kom, 12 Mittelst. Vgg., 2 Bürgerl. P. Lich: 15 Zentrum, 317 Sozd., 56 Dem., 95 D. Volksp., 231 Deutschn. u. Landb., 4 Eintracht, 141 Ev. Volksg, 13 Kom. 10 Mittelst. Vgg., 4 Bürgerl. P. Lindenstruth: 86 Sozd., 2 Dem., 2 D. Volksp., 67 Deutschn. u. Landb., 2 Ev. Volksg., 6 Kom., 2 Mittelst. Vgg. Lollar: 8 Zentrum, 490 Sozd., 81 Dem., 117 D. Volksp., 162 Deutschn. u. Landb., 18 Ev. Volksg., 7 Kom, 49 Mittelst. Vgg., 9 Bürgerl. P. 8 Londorf: 2 Zentrum, 110 Sozd., 54 Dem. 24 D. Volksp., 87 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 7 Ev. Volksg., 1 Kom. 3 Mit⸗ telst. Vgg. Lumda: 55Sozd., 5 Dem., 11 D. Volksp., 74 Deutschn. u. Landb., 3 Kom., 4 Mittelst. Vgg. Mainzlar: 66 Sozd., 10 Dem., 15 D. Volksp., 145 Deutschn. u. Landb., 1 Mittelst. Vgg. Münster: 12 Sozd., 1 Dem., 40 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg. Muschenheim mit Hof⸗Gill: 14 Sozd. 109 Deutschn. u. Landb., 8 Ev. Volksg. Nieder⸗Bessingen: 39 Sozd., 2 Dem., 4 D. Volks p., Deutschn. u. Landb., 6 Ev. Volksg., 3 Kom., 1 Mittel. Vgg. Nonnenroth: 5 Sozd., 6 Dem., 8 D. Volksp., 111 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 1 Kom. Obbornhofen: 62 Sozd., 3 Dem., 2 D. Volksp., 113 Deutschn. u. Landb. Ober⸗Bessingen: 1 Zentrum, 25 Sozd., 5 Dem., 6 D. Voltsp., 115 Deutschn. u. Landb., 2 Ev. Volksg., 1 Mittelst. Vgg. Ober⸗Hörgern: 2 Sozd., 2 D. Volksp., 176 Deutschn. u. Ldb., 2 Ey. Volksg., 5 Mittelst. Vgg. Odenhausen: 29 Sozd., 2 Dem., 9 D. Volksp. 73 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 3 Mittelst. Vgg. Oppenrod: 6 Sozd., 44 Deutschn. u. Landb. Queckborn: 28 Sozd., 61 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 5 Kom. Nabertshausen: 9 Sozd., 1 Dem., 6 D. Volksp., 5 Deutschn. u. Landb., 2 Bürgerl. P. Keinhardshain: 2 Sozd., 103 Deutschn. u. Landb. RNeislirchen: 2 Zentrum, 111 Sozd., 30 Dem., 28 D. Volksp., 117 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 4 Kom, 6 Mittelst. Vgg. Kadheim: 12 Sozd. 1 Dem., 2 D. Volksp, 74 Deutschn. u. Landb. KNüdgen: 126 Sozd., 7 Dem., 9 D. Volksp., 72 Deutschn. u. Landb., 2 Ev. Volksg., 2 Kom. Dem, 3 D. Volksp., 80 Röthges: 1 Zentrum, 14 Sozd., 1 Dem. 1 D. Volksp., 17 Deutschn. u. Landb. 2 RNüddingshausen: 1 Zentrum 143 Sozd., 22 Dem., 3 D. Volksp., 116 Deutschn, u. Landb., 6 Ev. Volksg., 1 Bürgerl. P. Kuttershausen mit Kirchberg: 1 Zentrum, 91 Sozd. 5 Dem., 7 D. Volksp., 82 Deutschn. u. Landb. 2 Ev. Volksg., 7 Kom., 3 Mittelst. Vgg. Saasen mit Wirberg: 1 Zentrum, 78 Sozd., 4 Dem., 8 D. Bolksp., 91 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 3 Mittelst. Vgg. Stangen rod: 1 Zentrum, 37 Sozd., 2 Dem., 3 D. Volksp., 97 Deutschn. u. Landb., 1 Kom., 1 Bürgerl. P. Staufenberg: 2 Zentrum, 142 Sozd., 8 Dem., 13 D. Volks p., 92 Deutschn. u. Landb., 2 Ev. Volksg., 1 Kom., 1 Mittelst. Vgg., 1 Bürgerl. P. Steinbach: 3 Zentrum, 135 Sozd., 3 Dem., 4 D. Volksp., 259 Deutschn. u. Landb., 8 Mittelst. Vgg. Steinheim: 28 Sozd., 4 Dem., 97 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg. Stockhausen: 6 Sozd., 1 Dem., 57 Deutschn. u. Landb. Trais⸗Horloff: 108 Sozd., 22 Dem., 5 D. Volksp., 55 Deutschn. u. Landb., 2 Kom. Treis⸗Lumda: 3 Zentrum, 144 Sozd., 55 Dem., 7 D. Volksp., 195 Deutschn. u. Landb., 3 Ev. Volksg., 1 Mittelst. Vgg. Trohe: 7 Zentrum, 48 Sozd., 2 Dem., 7 D. Volksp., 9 Deutschn. u. Landb., 1 Ev. Volksg., 5 Kom., 23 Mittelst. Vgg. Utphe: 1 Zentrum, 66 Sozd., 6 Dem., 4 D. Volksp., 108 Deutschn. u. Landb., 1 Kom. Villingen: 1 Zentrum, 144 Sozd., 11 Dem., 14 D. Volksp., 193 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 6 Ev. Volksg., 12 Kom. 1 Mittelst. Vgg., 4 Bürgerl. P. Watzenborn⸗ Steinberg: 4 Zentrum, 414 Sozd., 15 Dem., 19 D. Volksp., 277 Deutschn. u. Landb., 48 Ev. Volksg., 9 Kom., 13 Mittelst. Vgg., 4 Bürgerl. Weickhartshain: 4 Sozd., 46 Deutschn. u. Landb. Weitershain: 18 Sozd., 7 Dem., 4 D. Volksp., 198 Deutschn. u. Landb., 1 Kom. Wieseck: 11 Zentrum, 698 Sozd., 59 Dem., 78 D. Volksp., 208 Deutschn. u. Landb., 1 Eintracht, 10 Ev. Volksg., 195 Kom., 25 Mittelst. Vgg., 41 Bürgerl. P. * Die einzelnen Parteien haben folgende Stimmen und Sitze erhalten: Zentrumspartei: 5925 Stimmen gleich 2 Sitze(1922: 4441 Stimmen gleich 1 Sitz). Sozialdemokratische Partei: 35 334 Stimmen gleich 12 Sit⸗ de(1922: 42 187 Stimmen gleich 14 Sitze). Deutsche Demolratische Partei: 6035 Stimmen gleich 2 Sitze(1922: 8021 Stimmen gleich 2 Sitze). Deutsche Volkspartei: 7798 Stimmen gleich 2 Sitze(1922: 41321 Stimmen gleich 3 Sitze). Nr. g. Deutschnationale Volkspartei und Hessischer Landbund im Kreise Gießen: 13 868 Stimmen gleich 6 Sitze(1922: 12 745 Stimmen gleich 5 Sitz). Hessischer Landbund und Deutschnationale Volkspartei im Kreise Alsfeld: 4380 Stimmen gleich 1 Sitz(1922: 5 523 Stim⸗ men gleich 1 Sitz). Hessischer Landbund und Deutschnationale Volkspartei im Kreise Büdingen: 5091 Stimmen gleich 2 Sitze(1922: 5 718 Stimmen gleich 2 Sitze). Hessischer Landbund und Deutschnationale Volkspartei im Kreise Friedberg: 8 881 Stimmen gleich 3 Sitze(1922: 11 102 Stimmen gleich 4 Sitze). Hessischer Landbund und Deutschnationale Vollspartei im Kreise Lauterbach: 3 730 Stimmen gleich 1 Sitz(1922: 4816 Stimmen gleich 1 Sitz). Hessischer Landbund und Deutschnationale Volkspartei im Kreise Schotten: 4649 Stimmen gleich 2 Sitze(1922; 4882 Stimmen gleich 1 Sitz). Evangelische Volksgemeinschaft: Sitz(1922: 0). Kommunistische Partei: 2999 Stimmen gleich 1 Sitz(1922: 3942 Stimmen gleich 1 Sitz). Bei der Abstimmung erhielten noch Stimmen: Liste Eintracht: 589 Stimmen. Mittelstands vereinigung: 1990 Stimmen. Bürgerliche Partei: 1508 Stimmen. 3044 Stimmen gleich 1 Gewählt sind für die Zeit vom 1. Dezember 1929: Zentrumspartei: 1. Theodor Schröder, Friedberg, Rechtsanwalt, 2. Friedrich May, Gießen, Fabrikdirektor. Sozialdemokratische Partei: 1. Anton Lux, Landtagsabgeordneter, Nieder⸗Florstadt 2. Dr. Albert Aaron, Rechtsanwalt, Gießen, 3. Bernhard Rechthien, Bürgermeister, Vilbel, 4. David Meinhardt, Musiklehrer, Alsfeld, 5. Heinrich Kipper 8., Burgermeister, Ober-Seemen 6. Heinrich Laudon, Dreher, Wieseck, 7. Georg Hildner, Beigeordneter, Büdingen, 8. Hermann Walz, Bürgermeister, Lauterbach, 9. Friedrich Wilh. Wiesenbach, Bürgermeister, Büdesheim, 10. Frau Christine Noll, geb. Simon, Hausfrau, Gießen, 11. Karl Schott, Staatsförster, Schotten, 12. Otto Ottilie, Gewerkschaftsangestellter, Gießen. Deutsche Demokratische Partei: 1. Justizrat Dr. h. c. Heinrich Reh, Rechtsanwalt, Alsfeld, 2. Kommerzienrat Heinrich Langsdorf, Friedberg. Januar 103 Deutsche Volkspartei: 1. Neuenhagen, Ludwig, Präsident des Landgerichts, Gießen, 2. Christ, Heinrich, Mühlenbesitzer, Lollar. Deutschnationale Volkspartei und Hessischer Landbund: Kreis Gießen: 1. Wilhelm Fenchel, Landwirt, Ober⸗Hörgern. 2. Karl Schmahl, Amtsgerichtsdirektor, Gießen, ö 3. Otto Schneider!., Landwirt Utphe, 4. Karl Schwalb, Landwirt, Gr.⸗Buseck, 5. Adolf Noll, Fabrikant, Gießen, 6. Ernst Alfred Rompf, Landwirt, Lang⸗Göns Kreis Alsfeld: 1. Karl Hesse, Landwirt, Otterbach. 1 Kreis Büdingen: 1. Gustav Mogk 1. 2. Karl Roemheld, Nidda, Kreis Friedberg: K. Breidenbach, Landwirt, Dorheim, 5 Konrad Ph. Diehl, Landwirt u. Bürgermeister, Hochweisel, Franz Kissel, Oberbadmstr., Beig., Bad⸗Nauheim. Kreis Lauterbach: 1. Friedrich Jost, Bürgermstr. u. Kreis Schotten: 1. Theodor Cellarius, Friedrich Wilhelm Landwirt, Grund⸗Schwalheim, Geh. Justizrat, Oberamtsrichter i. N., S Landw., Bermutshain. Landwirt, Schotten, Stein Landwirt, Stumpertenrod. Evangelische Voltsgemeinschaft: 1. Theodor Völker, Bürgermeister, Lich— Kommunistische Partei: 1. Jakob Schäfer, Schneider, Bad⸗Nauheim. ** de Wenn wir dieses ausführliche Wahlresultat ver⸗ öffentlichen, so geschieht das nur, um unsern Freunden zu zeigen, daß man der Evangelischen Volksgemein⸗ schaft gleich bei ihrem ersten Auftreten so außerordent⸗ lich große Sympathie entgegenbrachte, daß ihr Kandi⸗ dat, Herr Bürgermeister Völker⸗Lich soviel Stim⸗ men auf sich vereinigte, daß er als Mitglied des Pro⸗ vinzialtages für die Provinz Oberhessen gewählt ist. Weitere recht günstige Wahlergebnisse Kreistagswahlen erzielt: im Kreis Schotten wurden 702 Stimmen abgegeben, wo⸗ mit 2 Sitze der Epangelischen Volksgemeinschaft zufielen; im Kreis Büdingen sind es 742 Stimmen(1 Sitz); im Kreis Lauterbach 528 Stimmen(1 Sitz); im Kreis Gießen wurden 762 Stimmen erzielt; im Kreis Friedberg 650 Stimmen und im Kreis Alsfeld 375 Stimmen. wurden bei den Personalnachrichten. Zum Vereinsgeistlichen des Landesvereins für Innere Mission ist Pfarrer Reinhard Dreves von Dresden gewählt worden. Bellersheim. Dem Pfarrer August Gerich zu Hopfmanns⸗ feld wurde die hiesige evangelische Pfarrstelle übertragen. Burkhards. Unser Ort hat in dem Pfaxrer Emil Breunlin, jetzt noch in Wingershausen, einen neuen Ortsgeistlichen er halten. Lauterbach. Unser Stadtpfarrer Heinrich Schlösser erhielt die 1. evangelische Pfarrstelle mit der gleichzeitigen Amtsbezeich⸗ nung„Oberpfarrer“ übertragen. Lauterbach. Unser Pfarrer Schlösser wurde zum Dekan des Dekanats Lauterbach gewählt. Lang⸗Göns. Pfarrer Wilhelm Wahl, bisher in Gimbsheim, erhielt die hiesige Pfarrstelle. Nidda. Unser Pfarrer Laut wurde vom Dekanatstag zum Stellvertreter des Dekans gewählt. Schlitz. Stadtpfarrer Voeckner wurde zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Lauterbach gewählt. Maulbach. Unserm seitherjgen Pfarrverwalter Hermann Müller ist die hiesige evangelische Pfarrstelle nunmehr defintiv übertragen. * Wieviel Geld 2 wird nicht heutzutage für untaugliche Futterkalke weggeworfen? Walk i st aber nicht Kalk! 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