2— Provinz Intelligenz-Blatt fuͤr die Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M103. Mittwoch den 31. Dezember 1851. Das„Jutelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1852, ebenſo wie im Jahre 1851, wöchentlich zweimal Mittwochs und Samſtags) ausgegeben.— Das„Intelligenz⸗Blatt“ wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats⸗ und Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglicher Zeit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für /½ Jahr 40 kr.— Bei allen Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter 46 kr. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile oder deren Raum 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inf der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufg Friedberg. erate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den enommen.— Die Expedition des Intelligenzblattes. Amtlicher Theil. Oeffentliche Bekanntmachung. Nach einer Mittheilung Kurfürſtl. Heſſ. Landraths zu Hanau ſind in den Amtsbezirken Windecken und Na u- heim falſche Gulden und Halbguldenſtücke im Umlaufe. Man bringt dieß zur öffentlichen Kenntniß, damit das Publikum ſich vor Schaden hüte. Friedberg den 24. Dezember 1851. Gr. Heſſ. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Bu pri u. Bekanntmachung, die Annahme von Beſtellungen auf Guano betreffend. Den Bezug von gutem und billigen Guano anzubah⸗ nen, hatte ſich auch unſere landw. Centralbehörde zur Aufgabe gemacht, mit Rückſicht darauf, daß dieſer Bezug jedoch nur bei größeren Beſtellungen möglich iſt, erklärt ſich der landw. Verein von Oberheſſen gern bereit, ſeine Vermittelung hierzu eintreten zu laſſen. 1 Ueber den Gebrauch und Werth dieſes vorzüglichen Dungmittels findet man in No. 44 der dießjährigen Zeit— rift nähere Aufſchlüſſe. a 8 51 2155 5 75 Beſtellungen darauf ſelbſt wird aber hier noch bemerkt, daß der Preis von 100 Pfd. Zoll⸗ gewicht bis Franrfurt ſich auf 9 fl. 20 kr. berechnet, daß Beſtellungen ſpäteſtens bis zum 15. Januar 1852 bei dem Büreau des landw. Vereins in Laubach mündlich oder ſchriftlich einzureichen ſind, unter 2 Centner aber nichi an⸗ genommen werden können. Colnhäuſerhof den 18. Dezember 1851. In Abweſenheit des Präſidenten des landw. Vereins von Oberheſſen der Vicepräſident Dr. Gros. Wohl dem, der Krende an ſeinen Kindern erlebt. Erzählung von Guſtav Nieritz. (Aus deſſen Volkskalender 1852.) (Schluß.) Der Tünch fallt ab. Emiliens Leben war außer Gefahr, dagegen ver⸗ ſchlimmerte ſich Camilla's Zuſtand faſt ſtündlich. Sie litt an der galoppirenden Schwindſucht, gegen welche bisher kein Heilmittel etwas ausgerichtet hat. Auf des Medi⸗ cinalraths Drängen hatte man die bettlägerige Camilla in Morelli's Stube verſetzt und dieſer dagegen war von Martin in deſſen Wohnung aufgenommen worden, wo es ihm ſehr wohl ging. Auch auf Camilla ſchien der Um⸗ zug günſtig einzuwirken. Sie war heitrer als bisher, fühlte ihre Bruſt freier und lobte die jetzt um ſie herr⸗ ſchende Ruhe. Als Eleonore allein in der Dunkelheit eines Märzabends an dem ſchweſterlichen Krankenbette ſaß, erſchloß ſich Camilla's bisher ſchweigſames Herz zum er⸗ ſtenmale. g „Lorchen„— hob ſie an— ich will mich vor dir ſchuldig bekennen, aber mich auch zu entſchuldigen ver— ſuchen. Emilie iſt wirklich meine Tochter; allein ich ahnte in ihr mein Kind nicht und behandelte ſie deßhalb auch nicht mütterlich. Jener Leutnant von Brandtner iſt Emi— liens Vater. Er hatte mich in Wien heimlich verlaſſen F ̃— ü 7 * 10 — 769 — — 414— und ich war ihm nachgereiſet, um mich mit ihm wieder auszuſöhnen. Er befand ſich wieder hier, hatte eine reiche Erbſchaft gethan. Schnöde ſtieß er mich zurück, als ich ihn aufſuchte. Gram, Zorn und Verzweiflung ließen mich vergeſſen, was ich meinem Kinde ſchuldig; ich ſchickte es dem Vater zu mit der Aufforderung für daſſelbe zu ſor⸗ gen. Der Elende aber muß, da ihm meine Wohnung verborgen war, es euch in die Hände geſpielt haben. So kam es, daß ich von Emiliens Herkunft keine Ahnung hatte und ich in ihr nur eine laͤſtige Plage erkannte.“ Nach dieſer Mittheilung ſchwieg Camilla erſchöpft. Eleonore aber wollte jetzt nicht in ſie dringen, daß ſie auch vor der Mutter ihr Bekenntniß wiederhole. Auf⸗ fallig war es, daß Camilla kein Verlangen bezeigte, ihre kaum dem Tode entronnene Tochter zu ſehen. Sie ſchien den gegen deren Vater empfindenden Haß auf das ſchuld⸗ loſe Kind überzutragen, denn es pflegt nicht ſelten zu geſchehen, daß wir nicht die Sünde ſelbſt, ſondern nur die daraus hervorgegangene bittere Frucht verabſcheuen. Nach fünf Wochen ſchon befand ſich Camilla am Ende ihrer Tage. Zum Gerippe abgezehrt, lag ſie da. Dennoch gab ſie, wie alle ſolche Kranke, die Hoffnung der Wiedergeneſung keinen Augenblick auf. Eleonore aber hatte ihrer Mutter das Geheimniß entdeckt, welches über Emiliens Herkunft geſchwebt, und das Kind ſelbſt in die Krankenſtude heraufgeholt, damit es den Segen ſeiner Mutter empfange. b Einen lichten von Phantaſiren freien Augenblick der Sterbenden benutzend, führte Eleonore das Kind ſeiner Mutter zu und ſagte zu dieſer ſanft: ö „Hier iſt deine Tochter, Camilla! Die Mutter weiß Alles und liebt deßhalb Emilien noch mehr wie bisher. Emilie bittet dich um deinen Segen, Schweſter!, „Weshalb?, fragte die Kranke.„Meinet ihr etwa, daß ich ſterben muß? Ihr könnt es wohl kaum erwarten?/ Bei dieſen Worten drückte ſie mit ihrer dürren Kno⸗ chenhand ſo derb die des Kindes, daß dieſes zu weinen begann. g „Schaff' den Schreihals fort!“— gebot Camilla bitter—„Ich will Ruhe haben., 5 Eben phantaſirte Camilla wieder wild und laut, als Morelli, der faſt ganz wieder geneſen, leiſe in's Zim⸗ mer trat. Nach einem forſchenden Blicke auf die Sterbende ſprach er in tiefer Bewegung:„Der Tod ebnet jede Un— gleichheit. Er tilgt auch jegliche Feindſchaft aus. Ich verzeihe Dir!— Du warſt meine beſte und gelehrigſte Schülerin und ein reiches Talent ſtirbt mit Dir. Die viele Lobhudelei hat Dich verdorben auch ich mag meinen Antheil dabei haben. Der Tünch iſt nun vom Grabe abgefallen und nun erblickt man wieder die Todtenbeine darin. Horch! jetzt nennt Camilla meinen Namen. „Wie ſagt er? Momento“— Camilla's Stimme war im Verlöſchen—„momento— Mor— Morel— lil/ Tief erſchüttert beugte ſich der Meiſter über ſeine Schülerin nieder, die mit der letzten Sylbe ihre Seele ausgehaucht hatte. Mit bebender Hand machte er das Zeichen des Kreuzes auf die kalte, weiße Marmorſtirne. Mutter und Schweſter dagegen weinten laut um die Ge— ſchiedene. Zu deren Sterbebette hin führte Eleonore das Kind.„Sie iſt todt!,— ſchluchzte ſie—„deine Mutter! Aber ich will deine Mutter ſein, wie ich's jetzt ſchon ge— weſen bin., Der Tugend Lohn. Einige Zeit nach Camilla's Tode und Begräbniß er⸗ ſchien Herr Martin bei Niedners. „Ich habe,,— hob er bewegt zur jungen Hofleib⸗ wäſcherin an—„Ihnen ein großes Unrecht abzubitten. Auch ich hatte dem Gerüchte Glauben geſchenkt, welches über Ihr Verhältniß zu Emilien in der Leute Munde um⸗ herging. Ein glücklicher Zufall belehrte mich erſt kürzlich über meinen Irrthum. Während Emiliens Krankheit ſah ich Sie eines Morgens mit verweinten Augen in die Apotheke laufen. Ich errieth die Urſache Ihrer Beküm⸗ merniß und beſchloß, Ihnen den Beirath meines Haus— arztes, des Medicinalraths Baumgarten, anzubieten. Als ich in dieſer Abſicht in Ihre Wohnung trat, ward ich wieder meinen Willen hinter einen Betiſchirme Zeuge eines Zwiegeſprächs zwiſchen Ihnen und Camilla, welches das Geheimniß über Emiliens Herkunft in ein helles Licht ſetzte. Die unwiederſtehliche Begierde, Sie völlig flecken— los zu wiſſen, machte mich zum Lauſcher und ich entfernte mich nicht eher, als bis ich Alles wußte. Dieß iſt's, was ich Ihnen zu ſagen hatte. Noch Eins jedoch! Darf ich wohl fragen, ob Sie mit Ihrem Hausgenoſſen, dem Schreiber Schmiedel, in irgend einer Verbindung ſtehen? „In gar keiner!, verſetzte Eleonore.„Er iſt ein menſchenſcheuer und verſchloſſener Menſch., „Man behauptet,,— fuhr Herr Martin fort— „daß er einen verſteckten Plan gegen Sie auszuführen beabſichtigt. In dieſer Abſicht ſoll er die Wand, welche ſeine Stube von der Ihrigen ſcheidet, ſo dünn gemacht haben, daß er, wenn auch nicht Augen-, ſo doch Ohren- zeuge von dem Allen ſein kann, was in der Nachbarſtube vorgeht. Hierzu gehört unter Andern das Zuſammen⸗ treffen Camilla's mit Morelli, deſſen gehaltene Strafpre⸗ digt der Schreiber wörtlich wieder erzählt hat.“ „Der abſcheuliche Menſch!, rief Frau Niedner ent⸗ rüſtet aus.„Ha! wir werden den heimlichen Schleicher unſchädlich zu machen wiſſen.“ Schon am nächſten Morgen zog, zu Eleonorens Schrecken, Frau Niedner den Schreiber bei dem Arme in die Wohnſtube herein. 5 „Sperren Sie ſich nicht!, eiferte die Frau—„Wir haben ein Hühnchen mit Ihnen zu rupfen, Herr Duck⸗ mäuſer! Warum ziehen Sie den Kopf ſo tief in die Ach⸗ ſeln, he? wenn Sie ein gutes Gewiſſen haben? Sie kön⸗ nen mir ja nicht einmal frei in die Augen ſehen. War- um, frage ich, haben Sie die Wand abgekratzt, um uns zu belauſchen? Man hat uns vor Ihnen gewarnt und da habe ich mich denn genauer nach Ihnen erkundigt. Kein Menſch kennt den Advocaten, bei welchem ein Schreiber Schmiedel ſchreibt. Selbſt unſer Wirth weiß ſo gut wie nichts von Ihnen. Kurz, Sie ſind nicht, für was Sie ſich ausgeben. Was ſoll das heißen? Heraus mit der Sprache!/ Der Schreiber ſchien durch dieſe unvermuthete An— ſprache ſo verwirrt, daß er kein Wort zu erwiedern ver— mochte. Hierdurch wuchs der Mutter Muth noch mehr. „Werden Sie gleich antworten, Herr? Soll ich die Polizei herbeirufen? ſprach ſie. Schmiedel blieb noch immer ſtumm.—„Was ſoll das heißen? Warum beugen Sie das Angeſicht auf die Bruſt hernieder? Warum laſſen Sie die Haare ſo tief über die Stirne hängen? „Wenn Sie es wünſchen,— ſagte der Schreiber ſich emporrichtend—„ſo kann ich dieſe Haare entfernen. Ein Griff und eine ſchwarze Haartour verſchwand von einem blonden Haupte. mit Gummi aufgeklebter Schnurr- und Kinnbart war ebenfalls beſeitigt. Noch zwei Griffe und ein ——— vormal rin un Camill. mit gli Balu hierhei nenden von! dende G. 0 20 Mor Rode bieteſ circa witen.„Himmel! Herr Martin 1 riefen Mutter und Toch⸗ Nichte, die wie ihre Mutter bereits die Anlage zur rei⸗ delcheg ter zugleich.. a zendſten Stimme hat, aber um keinen Preis der Welt de un,„Ja, ich bins!“ ver te der junge Mann.„Solche zum übertünchten Grabe wie jene werden ſoll. lürllich Streiche bewirkt die Liebe. Aus Liebe zu Ihnen, Eleo⸗ tit h unore, verreiſete ich, aus Liebe zu Ihnen kehrte ich ſchon u de nach 3 Monaten zurück. 5 ich zum Schreiber, zu Ih⸗ Miszellen. dein. rem Hausgenoſſen, zum Wandkratzer und Horcher. An⸗; 99 5. — ae ze 44. kiebreiz Ihres Körpers 155 dart Ein Student hatte in einem Gaſthauſe viel von ſei⸗ 1. Ä8 die ſcheue Sittſamkeit, mit welcher Sie meine ſchwer be⸗ 8 1 10 geſprochen, ſo daß endlich rd rreuete Voreiligkeit zurückgewieſen. Die Verleumdung über. e e 1 5 e barſch ſagt: ih Itfr angebliches Verhältniß zu Emilien brach mir das Lietzt haben wir wirklich genug von dem gehört, was Sie Zeuge 6 Herz und ſchickte mich auf Reifen. Verzehreude Liebe können; ſagen Sie mir auch einmal, was Sie nicht kön⸗ 2 ö trieb mich zurück und in Ihr Haus, wo ich Ihren Edel⸗ 1 e 0 kane 1988. — muth gegen den unglücklichen Lehrer Ihrer Schweſter und. Studen en kann meine Zinne tcen⸗ gegen deren Kind erkannte. Jetzt aber bitte ich Sie nicht bezahlen, und es freut mich ſehr⸗ daß Sie das kön t ö 55 988 5.. 5 i 0 8 wenn Ihr Herz noch frei iſt, daſſelbe mir mit Ihrer Hand ſenel 0 Gelächter entſprach der Gaſt 55 10 zugleich zu ſchenken und mich dadurch zum glücklichſten N 0 Menſchen zu machen.“ 5 f i s a Ein Arbeiter führte ein Pferd vor die Thür, um es ** 5 Eleonore iſt jetzt Martins viel beneidete Gattin. Die zu ſatteln, legte aber den Sattel verkehrt auf und ſchnallte dene vormalige Wäſcherin thut was die reich bezahlte Sänge- ihn feſt. Ein Eckenſteher machte ihn darauf aufmerkſam: iſt ein rin unterließ: ſie bereitet ihrer Mutter und dem Lehrer„Dummerjahn, Du ſattelſt ja dat Pferd verkehrt!“ Ohne Camilla's ein ſorgenfreies und angenehmes Leben, erzieht ſich irre machen zu laſſen, antwortete er ganz gleichgültig: 8 mit gleicher Liebe, wie ihre eigenen Kinder, Emilien, ihre„Schafskopp, weeßt Du denn, wo ick hinreiten will?“ fubren 0 8 5 Be⸗ mittags 10 Uhr, ſollen im Nauheimer Gemeinde⸗ Obligations-⸗Verlooſung. welde Bekanntmachungen von Be wald, Diſtrikt Bauwald, 116 Stämme eichen ö 25 0 g gemadt hoͤrden Bau- und Werkholz, 4865 Eubikfuß enthal⸗(2101) Die Obligationsverlooſungsanzeige von a„ Eid, Meinte ee gere 2 Heldenbergen im Intelligenzblatt No. 94 vom 29. Obreu⸗ e. 5 5 9 225 November wird folgendermaßen abgeändert, die barſtube 5 Nauheim den 23. Dezember 185. erſtere hiermit für nicht gültig und als aufgeho⸗ anmen⸗ ö F Der Bürgermeiſter ben erklärt und iſt dieſe hier folgende nun gültig. tafprt⸗(2026) Etwaige Forderungen an den Nachlaß Hartmann. Bei der für 1851 ſtattgehabten Verlooſung von JJJJJJ%CCS7%%V%VVꝰꝰòùo⅛,.. er leg e h ner ent- v. d. H., find binnen 4 Wochen dahier anzu⸗(2030) Faſſer von ½ bis zu 2 Ohm hal⸗ 1 Ae be. e 9 155 01 zeigen und zu begründen, indem ſie ſonſt bei tend, ſind in den Anſtalts⸗Magazinen bieſiger e Daniel Brandt eicher 5 il 6 Nach- Strafanſtalt in großer Auswahl zu verkaufen. Handlung iel Brandt zu Hanau ne⸗ 9 der nunmehr erfolgenden Vertheilung des Nach 8 b 5 a 3 f ten Anlehen von 40000 fl.: 0 laſſes nicht berückſichtiget werden würden. Kaufluſtige belieben ſich an die unterzeichnete gocürte a b 9.5 prorens Großkarben den 7. Dezember 1851. Stelle zu wenden. Lit. A. No. 42 zu 3800 fl. rf, Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Marienſchloß den 12. Dezember 1851.„„„ 48 500„ ne ill Jäger. Sartorius. Die Großh. Zuchthaus-Receptur„ C.„ 59 5 5 f Aufforderung e N 5 69 7 250 4 0 1 1 8. 7 11 1 5 25 U „Bir Bekannte und unbekannte Gläubi⸗ Bekanntmachung., eee (2027) t Duck⸗ ger des verſtorbenen Bernhard Appel und deſſen(2098) Samſtag den 24. Januar k. J., 2) Aus dem am 1. Januar 1835 bei dem die Ach⸗ Wittwe Margaretha, geborene, Manicke, zu Nachmittags 2 Uhr, werden dem Johannes andlungshauſe Simon Lindheimer in Friedber J 9 5 5. 5 9 zie fon⸗ Heldenbergen, uf Mit zum 0 eines Rack 11 1 eee e 2 75 5 9 7 negocürten Anlehen zu 26000 fl.: 3 Arrangements auf Mitiwoch den 7. Januar] ger Gemarkung gelegene Grundſtücke in der Lit. A. No. 5 Dar. 1552, Vormittage 9 Uhr, unter dem Anfügen[ Gemeindeſtube daſelbſt zum drittenmal verſtei⸗ 8 5 8 89 100 19 f. um uns hierher vorgeladen, daß von den nicht erſchei⸗ gert und wird bemerkt, daß der Zuſchlag ohne„ e 5% 0„ und da nenden angenommen werden wird, ſie ſeien den Rückſicht auf den Schätzungswerth um jedes„„„ 104„ 100 Kein 1 von den erſcheinenden Gläubigern gefaßt wer⸗ Gebot ertheilt wird, ſobald der Vorſchrift des„,„ i eee * 5 0 denden Beſchlüſſen eigene 9 F. 59. pos. 3. des Geſetzes vom 16. Juli 1851 Ich bringe dieſes zur Kenntniß der Inhaber, ichreiber Großkarben am 11. Dezember 1899. nichts entgegenſtehet. 5 daß nach deren Willen die Kapitalien am 2. zut wie Großh. Heſſ. Landgericht Reichelsheim den 15. December 1851. Januar 1852 nunmehr bei Herrn Carl Peter Sie 9 Jager. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Brandt in Hanau und bei Herrn Simon Lind⸗ 1 Hildenbrand. heimer in Empfang genommen werden können, Holz⸗Verſteigerung. (2090) Mittwoch den 7. Januar 1852, Ma 10 Uhr, ſollen im Gräfl. Solms⸗ Roödelheim'ſchen Beinhardswalde öffentlich meiſt⸗ Bekanntmachung. (2099) Ein Kapital von 100 fl. liegt in der Gemeinde⸗ resp. Legatenkaſſe zu Oberrosbach 3— indem von da an keine Zinſen mehr vergütet werden. Heldenbergen den 22. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Paul 1 bietend verſteigert werden! gegen gerichtliche 15 8 zum Ausleihen bereit 9. . ir n Eichen⸗Scheitholz, und können zu jeder Zeit abgegeben werden. 5 11 1 9 5 2 8 Paige Ober ro eh ah den 27. Dezember 1851. Holz⸗Verſteigerung. 10h die 46„,„ Stockholz, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter(2102) Freitag den 2. Januar 1852, Vor⸗ N 90„„ Reisholz, 15 Blecher.. 1978 2 in ace 1 8 7 Klötze Eichen⸗Stammholz von 12—13“ f walde, Diſtrikt Kunſtbach, nachſtehendes Holz an Vas ſel t und 1520 Länge, eiu e e Aten n. 8. die Meiſtbletenden öffentlich verſteinert werden: al die 40 Stück Eichen⸗Stangenholz, zu Leiter-(2100) Freitag den 2. Januar künftigen 8½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, 2 5 bäumen, Deichſeln ꝛc. tauglich. Jahrs, Vormittags 10 Uhr, werden in dem 5 1„ Prügelbolz, 1 Forſthaus Beinhards dieſigen Rathhauſe circa 60 Malter Korn und 47%„ Eichen, Birken und Aspen⸗ am 27. Dezember 1851. N 60 Malter Gerſte, von der Pachtfrucht dar Stockſtecken, g chrtibel Der Gräfl. Revierförſter hieſigen Pfarrei, zweimalterweiſe öffentlich meiſt⸗ 3025 Eichen⸗, Birken⸗ und Aspen⸗Wellen, .. des Reviers Aſſenheim bietend verſteigert. 39 eichene Bauſtaͤmme, 1361 Eubikfuß ent⸗ fernen. Hartmann. Oppershofen den 26. Dezember 1851. haltend. rſchwalb 2 Für den Kirchenvorſtand Obermörlen den 27. December 1851. D s Bau- und Werkholzverſteigerung. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 1 1 0(2091) Dienſtag den 6. Januar 1852, Vor⸗ Wolf. König. DDr ̃ꝗ—ꝗri ———ů— Holzverſteigerung auf dem Burgwalle und an dem Burgberg zu Friedberg. (2103) Freitag den 2. Januar 1852, Nach⸗ mittags von 2 Uhr an, findet auf dahieſigem Burgwalle und am Burgberg die Verſteigerung von verſchiedenem Gehölze und abgängiger Obſtbäume, ſowie die von mehreren Cenfnern Heu und Grummet ſtalt. Friedberg den 27. Dezember 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. Holz⸗Verſteigerung. 04) In den Domanialwaldungen des Kees Altenſtadt ſollen verſteigert werden: 1) Montag den 5. Januar k. J., Morgens 10 Uhr, im ſog. herrſchaftlichen Hochholz 32 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 4 „ 17 Prügelholz, 14„„ Stcockholz, 1150 Wellen„ Reisholz, 100 17 Birken⸗ 5 50„ Aspen⸗ 1 1150„ Kiefern⸗„ 1 Stamm Buchen⸗Werkholz von 26“ mittlerem Durchmeſſer und 16“ Länge, 4 Stück, zu Kummetgeſtelle benutz⸗ bare, Buchen⸗Klötze von 13— 19“ mittlerem Durchmeſſer und 4—5“ Länge, 2) Dienſtag den 6. Januar k. Jahr, im ſog. Haincher Domanialwald und zwar Morgens 10 Uhr im Diſtrict Buchwald: 3500 Wellen Kiefern⸗Reisholz, 418 Stück„ Stangen von 1—3“ mittlerem Durchmeſſer und 18— 207 Länge, ſodann im Diſtrict Herrnhecken: 2 Stecken Eichen ⸗Scheitholz, 10 77 Aspen⸗ 67 2„Bauchen⸗Prügelholz, 1„ Eichen⸗ 1 16„ Aopen 1 1„Buchen⸗Stockholz, 1„ Eichen⸗„ 6„ Aopen⸗„ 175 Wellen Buchen⸗Reisholz, 50„ Eichen⸗ 5 500„ Aspen⸗ 2 300„Fichten⸗ 55 17 Stämme Aspen⸗Bauholz von 8-12“ mittlerem Durchmeſſer und 15—40“ Länge, 610 Stück Fichten⸗Stangen von 1/3“ mittlerem Durchmeſſer und 12—357 Länge, und endlich im Diſtrict Morgelacker: 50 Wellen Hainbuchen⸗Reisholz, was man hiermit unter dem beſonderen Anfü⸗ gen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß jedem inländiſchen Steigerer gegen Einlegung vor⸗ ſchriftsmäßiger Bürgſchaft bis zum Betrage von 20 fl. eine Zahlungsfriſt bis zum 30. Juni k. J. geſtattet wird, inſofern er nicht ſchon dieſe Summe an den Fiscus für auf Credit erhaltene Waldproducte verſchuldet. Heldenbergen den 28. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſtadt Rumpf. N Privat Bekanntmachungen. Neujahrwünſche. (2096) Ein Sortiment von 150 verſchiede⸗ nen der ſchönſten und neueſten Neujahrwüuſche, empfiehlt billigſt Louis Weis, den Apotheken gegenüber. 416 Die berühmten Dieffenba Punſcheſſenzen!! „bis jetzt unübertroffen!“ ſind an⸗ Haupt⸗Depot für Friedberg und Umgegend nur (2079) nach Liebig's Zeugniß gekommen und iſt das allein bei Wilhelm Fertſch. Deulscher Phoniæ, Verſicherungs-Anſtalt zu Frankfurt am Main, Grundkapital 3½ Millionen Gulden. 2035) Herrn Heinrich Rühl iſt die Agentur des Deutscllen Phönix für die Stadt Hungen und Umgegend übertragen. ſchaft von Großh. Regierung beſtaͤtigt worden. Darmſtadt im Dezember 1851. Carl Hemmerde, General⸗Agent des Deutschen Phönix. Auf vorſtehende Anzeige Bezug nehmend, erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich Anträge von Verſicherungen auf Mobilien, Waaren aller Art, ſowie landwirthſchaftliche Erzeugniſſe, übernehme. Vieh ꝛc. ꝛc., gegen feſte und billige Prämien Der Geſellſchaft Deutscher Phönix ſind die Rechte einer inländiſchen Geſellſchaft verliehen worden, und wer bei derſelben verſichern will, hat weder andere Formalitäten zu erfüllen, noch ſonſtige höhere Gebühren zu entrichten, als es bei den Verſicherungen der Aachener und Münchener Geſellſchaft und der Colonia der Fall iſt. Zu jeder näheren Auskunft bin ich ſtets bereit. Hungen den 8. Dezember 1851. Heinrich Rühl, Agent des Deutschen Phönix Zu verkaufe n. (2105) Zwei junge friſchmelkende Kühe, zum Fahren brauchbar, verkauft Friedberg. M. Jung. Zu ver miethen. 1 (2106) Ein heizbares möblirtes Zimmer für einen einzelnen Herrn iſt zu vermiethen bei Friedrich Staubi, dem Bahnhofe gegenüber. Friedberg den 29. Dezember 1851. 70,00 0 Gulden, (2107) zur Anlegung für Kaufſchillinge al⸗ ler Art, liegen bereit. Näheres bei dem Tom⸗ miſſionär G. Filß in Vilbel. Liebesgaben. (2108) Es findet in meiner Wohnung eine Ausſtellung, die gnadenreiche Geburt Jeſu Ehriſti, vorſtellend, ſtatt, zu welcher alle Menſchenfreunde höflichſt eingeladen find, indem der Zweck dieſer Vorſtellung der iſt, eine kleine Gabe bei denen zu erbitten, die das Elend einer armen Wittwe rührt, die ſchon 9 Jahre von der Gicht ſo zu⸗ ſammen gezogen iſt, daß man ihr das Eſſen eingeben muß und ohne Hülfe Anderer das Bett nicht verlaſſen kann. Ockſtadt den 28. Dezember 1851. Frau Eret. Todesanzeige. (2109) Dem Allmächtigen hat es gefallen am 22. d. M., Abends 11 Uhr, meine theure Gattin Katharina, eine geb. Neuſel, in ihrem 42. Lebensjahre und im 24. Jahre unſerer glück⸗ lichen Ehe durch den Tod in das beſſere Jen⸗ ſeits abzurufen. Sie ſtarb nach kurzem Kran⸗ kenlager ſanft und gottergeben in Folge eines Nervenfſebers. Mein und meiner beiden Kin: der Schmerz über den Verluſt der dahin geſchie⸗ denen Gattin und Mutter iſt unnennbar. Aus⸗ wärtigen Freunden und Bekannten widme ich dieſe Anzeige mit der Bitte um ſtille Theil⸗ nahme. Bellersheim am 23. Dezember 1851. Bopp, Bürgermeiſter. Todesanzeige. (2110) Allen Bekannten hiermit die Trauer⸗ nachricht, daß am 23. Dezember unſere geliebte Gattin und Mutter, die hieſige Hebamme Eli⸗ ſabetha Jung, geb. Bauer, in ihrem 53. Lebens⸗ jahre ihr zeitliches Leben beendigt hat, mit der Bitte, um ſtille Theilnahme an unſerem Schmerze. Gleichzeitig danken wir Allen, welche die Hin⸗ geſchiedene während ihrer Krankheit beſuchten und Denen, die ſich bei ihrer Beerdigung be⸗ theiligten. Friedberg. M. Jung und Kinder. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Neujahr 1882. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Broß. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kranz. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 8 Derſelbe iſt in dieſer Eigen⸗ 1 ben ———