N Intelligenz-Blatt fuͤr die den Regierungsbezirk Friedberg Sonnabend den 28. Juni 1851. werbe. Der alte Mann leiſtete gegen dieſe Beſchimpfung hartnäckigen Widerſtand und vergaß ſich in der Aufregung des Augenblicks ſo weit, daß er dem Kapitän einen Schlag verſetzte, der dieſen auf's Deck niederſtreckte. Solche Be— leidigung eines engliſchen Offiziers konnte keine Vergebung finden,— der Schmuggler ſollte für ſein Verbrechen mit dem Tode büßen. Ein einzelner Strang war an der Spitze der Vor⸗ derrae des Starbords befeſtigt und die ganze Mannſchaft gerufen, um Zeuge der Hinrichtung zu ſein. Eine Schlinge lden. a 4 r Art, 7 O 50 Provinz Oberheſſen iterzeichn. 1 u En im Allgemeinen, ahn. g —— im Beſonderen. 0 ortwäh f a a 3 Amtlicher Theil. Brocken kr. per Die Großherzoglich Heſſiſche i Regierungscommiſſion des Regierungsbezirk 1 Friedberg 1 an die Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Gr. Gens— le hen zum Aus darmerie des Regierungsbezirks. Jerd. drick. Der unten ſigualiſirte Robert Frank von Vilbel, enſch/ iſt in der Nacht vom 19. auf den 20. d. M. aus dem and agen g Filial⸗Correctionshaus zu Darmſtadt, in welchem er zur il, Amn h Strafverbüßung verhaftet war, entwichen. Sie werden genau nach demſelben fahnden und ihn rann Betretungsfalle arretiren und anher abliefern. — Friedberg den 22. Juni 1851. e Ouvrier. meter hatte u r von Lindhein Signalement: — „ Alter: 26 Jahre.— Größe: 6 Schuh 9 Zoll.— an aen Statur: ſchlank.— Geſichtsbildung: oval.— Geſichte⸗ dert Pai farbe: bleich.— Haare: blond.— Stirne hoch.— Au⸗ dung den u genbraunen: blond.— Augen: blau.— Naſe: ſpitz.— 110 an Mund: breit.— Zähne: geſund.— Kinn: rund. chung file Kleidung: 3 Hellblau geſtricktes Camiſol, dunkelgraue Tuchhoſen, b crler u, ziemlich neu, eine grün und ſchwarz geſtreifte Zeugweſte, — roth und blau geſtreiftes Halstuch, ein grobes Leinwand⸗ hemd, mit rother Farbe C. H. Nr. 217 gezeichnet, ein Paar 1 Bendelſchuhe. ne Des Loot ſen Nach e. Eine Seeſkizze. get, ungen Der Abend des 21. Septembers 1834 dämmerte be⸗ 1 reits, als eine kleine engliſche Kriegsbrig, die zur Unter— e drückung des Schmuggelhandels ausgerüſtet worden war, nen 150 4% ſich gegenüber der Kuͤſte von Galway träg auf den ſchwer— 5 1 fälligen, eintönigen Schwellungen des Meeres ſchaukelte. en, 18 b 1 Auf ihrem Deck wurde eine Scene von etwas mehr als aaa da 7 gewöhnlichem Intereſſe ausgeführt. Am Tage vorher war Vage eein kleines Boot, beladen mit Contreband⸗Artikeln, erwiſcht 42 worden, das ein alter Mann und ein Knabe ſteuerten, ang und der Kapitän der Brig, welcher Dracutt hieß, hatte befohlen, daß der alte Schmuggler mit Ketten geſchloſſen 74 wurde in den Strang geſchlagen und über des Verbrechers Kopf gelegt, während man das laufende Ende durch einen Haltblock am Deck befeſtigte. Bis zu dieſem Augenblicke war den Lippen des Kna⸗ ben kein Wort entſchlüpft. Er zitterte beim Anblick der ſchrecklichen Vorbereitungen; aber als man die verderbliche Schlinge feſt anzog, wich die Farbe aus ſeinem Geſicht, — plotzlich ſprang er vor und ſiel vor dem zürnenden Kapitän auf die Knie. „Gnade, Herr, Gnade!“ a „Für wen?“ fragte der Offizier und verächtlicher Spott lagerte auf ſeinem Munde. „Für den alten Mann, den Sie jetzt tödten wollen.“ „Er ſtirbt, Junge.“ „Aber Herr, er iſt mein Vater.“ „Gleichviel, und wenn er mein eigner Vater wäre. Der Mann, welcher einen engliſchen Offizier, der ſeine Pflicht erfüllt, ſchlägt, muß ſterben.“ „Aber man ſchlug ihn in Ketten,— man beleidigte ihn, Herr,“ flehte der Knabe. „Beleidigte!“ wiederholte der Kapitän.„Wer be⸗ leidigte ihn? „Sie, Herr,“ entgegnete der Knabe und ſein Geſicht glühte vor Unwillen. „Steh auf, Junge, und nimm Dich in Acht, daß Dir's nicht eben ſo geht,“ bemerkte der Kapitän mit rauher Stimme. Der alte Mann hörte die Bitte ſeines Sohnes, und als das letzte Wort von den Lippen ſeines Verurtheilers fiel, erhob er den Kopf und rief mit einem Blicke des entſchloſſenſten Trotzes: „Verlange keine Gunſt. Robert. Der alte Karl Kintock kann eben ſowohl jetzt ſterben, wie zu irgend einer andern Zeit,— laß ſie das Schlimmſte thun.“ Dann wandte er ſich gegen Kapitän Dracutt, nahm einen Ton der demüthigſten Bitte an und ſagte! „Machen Sie mit mir, was Ihnen gefällt, aber thun Sie meinem Jungen nichts zu Leide, denn er hat nichts verbrochen. Ich bin bereit für Ihr Urtheil und je eher Sie es ausführen, deſto beſſer.“ 1 a „Faßt den Strang!“ brüllte der Kapitän,—„jeder von Euch faſſe den Strang und ſei bereit, den Schurken aufzuſchwingen!“ Gehorſam dieſem Befehle reihte ſich die Mannſchaft am Deck auf und jeder nahm den Strang in die Hand. Robert Kintock blickte zuerſt auf ſeinen Vater und ließ dann ſeine Augen auf die Reihe von Männern fallen, die ſeine Henker werden ſollten. Aber er konnte keinen einzigen mitfühlenden oder erbarmenden Blick erſpähen. Die Ge— ſichter Aller waren ſtarr und kalt,— Jeder ſchien mit Begierde auf die Ausführung des mörderiſchen Werkes zu harren. „Was!“ rief der Knabe und eine Thräne entfiel ſeinen zitternden Wimpern,—„giebt es keinen Einzigen, der Mitleid fühlen kann?“ „Hinauf mit ihm!“ ſchrie der Kapitän. Robert bedeckte ſein Geſicht mit beiden Händen, und im nächſten Augenblicke ſchwebte ſein Vater an der Rae. Er hörte den gleitenden Strang und das Knackern des Blocks— und er wußte, daß er vaterlos ſei. Eine halbe Stunde ſpäter kniete der Knabe neben einer Leiche,— ſeine Lippen ſtammelten ein einfaches Gebet. Dann wand ſich ein unterdrückter, murmelnder Ton aus ſeiner Bruſt herauf, aber keiner von Denen, die um ihn ſtanden, wußten ſeine Bedeutung. Es war ein Gelübde ſtrenger Rache. Eben als die Leiche des alten Mannes vom Gang⸗ wege in das Waſſer glitt, zuckte ein blendender Blitzſtrahl durch den Himmel und in der nächſten Minute ſandten die ſchauerlichen Batterien der Natur ein Krachen herab, ſo lang und laut, daß die Mannſchaft ihre Hände an die Ohren legte, um den betäubenden Schall abzuhalten. Robert Kintock fuhr empor bei dem Getöſe und was in der Bruſt Anderer Entſetzen hervorrief, das ſchickte einen Schauder der Zufriedenheit in ſeine Adern. „O Rache! Rache!“ murmelte er leiſe zu ſich ſelbſt und warf die Augen über die ſchaumgekrönten Wogen, 202 die ſich bereits unter der Gewalt des plötzlichen Sturmes zu heben begannen. (Schluß folgt.) Miszellen. . Die Inſel, auf welcher jetzt die Stadt New⸗Pork mit ihren 300,000 Einwohnern liegt, von der ſie aber nur den dritten Theil einnimmt, verkauften einſt die Indianer an die Holländer für zehn Hemden, achtzig Paar Strümpfe, zehn Flinten, dreißig Stück Blei, dreißig Pfund Pulver, dreißig Beile, dreißig Keſſel und eine meſſingene Pfanne, und beide Theile meinten, ſie hatten einen guten Handel gemacht. Eine Dame in Leipzig ſuchte ein Dienſtmädchen. Es meldet ſich ein ſolches und producirt ihr Dienſtbuch, woraus hervorgeht, daß ſie ein Jahr beim Director D... in der Freiſchule, dann ein Jahr beim Director S.... auf der Thomasſchule und zuletzt ein Vierteljahr beim Director V.. in der Bürgerſchule gedient. Alsbald klappt Ma⸗ 1 dam das Buch zu und ſpricht:„Nein, meine Gute, ein Mädchen, das alle Schulen durch iſt, kann ich nicht ge- —— brauchen, Adieu!“ Kommt neulich ein Mann zu einem Goldarbeiter und erkundigt ſich ſehr angelegentlich darnach, welchen Werth wohl ein Stück Gold von anderthalb Fuß Länge und einigen Zoll Stärke habe.— Der Goldſchmied ſieht den Mann er⸗ ſtaunt an, überlegt eine Weile und meint endlich, das ließe ſich ſo augenblicklich nicht berechnen, der Andere möge nur ein wenig warten, er wolle ihm gleich Beſcheid bringen. Unterdeſſen der Mann nun ganz geduldig wartet, ſchickt der Goldſchmied zur Polizei und ſtatt des erwarteten Be⸗ ſcheides erſcheinen 6 Mann Conſtabler, um den Hauptſpitz⸗ buben in Empfang zu nehmen, der das Gold fußweiſe ver⸗ kaufen will.— Als man den Frager nun um weitere Aus⸗ kunft über den in ſeinem Beſitz befindlichen Schatz angeht, antwortet er harmlos:„Gold? ich haben?— Ich wlll ja erſt nach Californien und mir ein Paar Stücke holen; nun wollte ich mich doch erſt erkundigen, ob es auch der Mühe werth iſt.“ 5 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ννννννν fentlichen. Verſteigerung. Gegenwärtiges in ihren Gemeinden zu veröf— Friedberg den 17. Juni 1851. Für den Kirchenvorſtand Dr. Fertſch. laſſen. Altenſtadt den 18. Juni 1851. el. Bender. Kun ck (1020) Die Pfarrei Friedberg befitzt in der Gemarkung von Fauerbach 11. auf der ſoge⸗ nannten„Steinkaute“ ein Grundſtück, deſſen Flächengehalt 3 Morgen, 1 Viertel, 27 Ruthen (alten Ortsmaßes) beträgt. Ohne Erwerbung dieſes Grundſtückes kann der bekannte Baſalt⸗ Steinbruch daſelbſt nicht mit Erfolg weiter be⸗ trieben werden. Wir wurden deßwegen von mehreren Seiten veranlaßt, eine Veräußerung zu beantragen, worauf Gr. Oberconſiſtorium zu Darmſtadt uns ermächtigt hat, vorbehaltlich höchſter Genehmigung eine öffentliche Verſtei⸗ gerung zu veranſtalten. An Alle, welche etwa geneigt find, dieſe Gelegenheit zu einer loh⸗ nenden Unternehmung zu benutzen, ergeht dem⸗ gemäß hiermit die Bekanntmachung, daß zur Verſteigerung des fraglichen, beinahe 3½ Mor- gen haltenden Grundſtückes, Termin auf Montag den 7. Juli, Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe anberaumt iſt. Wegen den Bedingungen können die Luſttragenden das Nähere bei den Unterzeichneten erfahren. Die Gr. Herrn Bürgermeiſter aber werden erſucht, Verſteigerung eines Apparats. (1023) Montag den 30. Juni d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, wird an Ort und Stelle in den Gebäuden des verſtorbenen Gr. Stabsarztes Dr. Renz in der Uſavorſtadt dahier ein kupfer⸗ ner Deſtileur-Apparat öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 18. Juni 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben deer. Aufforderung. (1063) Die Inhaber der Partial⸗Obligatio⸗ nen des durch die hieſige Gemeinde am 1. März 1835 eröffneten Anlehens Nr. 103 über 100 fl., 5 78„ 200. werden hiermit aufgefordert die Zinſen hiervon vom 1. März 1850 bis dahin 1851 baldigſt, jedenfalls aber noch vor Ablauf dieſes Monats gegen Einſendung der Zinscoupons bei der hie— Immobiliar-Verſteigerung. (1074) Montag den 7. Juli d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die auf den Namen Emmerich Müller's Erben und Wilhelm Hechler's Frau im Flurbuch zugeſchrie⸗ benen Immobilien, wie ſolche im Intelligenz⸗ Blatt Nr. 44. verzeichnet ſind, zu Folge einge⸗ legten Nachgebots nochmals öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 26. Juni 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bien de r. Fruchtverſteigerung. (1075) Dienſtag den 8. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhaufe 60 Malter Korn, von den Frucht- Vorräthen des vereinigten Armenfonds dahier, öffentlich meiſt⸗ bietend malterweiſe verſteigert. Friedberg den 26. Juni 1851. * Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben derer, ſſe mehr nach fal wird zugt all i Braunkohlen⸗ Al 10 kr. der Centnet: u fie Braunkohlen⸗K lutbereitung zu 8 af Dee be f fällig khendes ae aß auf den Wü Gigenſcheine von d ane Creditzelt,! Hltsmäßige ür Weckes Hofraith (1016) Mome iags 11 Uhr. zuf freiwilligen ers Witwe de Firaße dahler ö Und wird bei an Eeßtbietenden ſog Friedberg Di Arbeit. (1077) Non Nachmittags um Kaghhause nachſtehe an die Winigſtneh a. Bil Untert ö J) Dachdeckrarbei 2) Veßbnndrrarbe 8) Gaafearbeit b. Bei Erbauur It) Inmerarbeit, ſigen Gemeindekaſſe in Empfang nehmen zu 2) Schreinerardei 1) Weißdinderard 5 5 e. Bei Untethalt Der Gemeinde⸗Einnehmer 0 auterarbeit ) Mfafferarbeif, ) Das Anliefern flafter Mauer bllafter Pf 2 Bütten Kal „ Bei Unter 0 1 0 Maurerarbeit andarbeit,; ag Anliefern laldeckel von Libilklafter J ſauſfrſeinen liedberg da Der —— — — * (407 200 9 81 den ine Oriedd er Sturntz — „Hark mit r nur den dianer an Strumpfe, d Pulber, e Pfanne, u Handel chen. Es h, woraus „ in der auf der 1 Director appt Ma⸗ Gute, ein nicht ge⸗ beiter und ſen Werth ind einigen Mann er⸗ das ließe moge nur h bringen. tet, ſchickt teten Be⸗ Hauptſpitz⸗ weiſe ver⸗ tere Aus⸗ 8 aggedd, ich will ja ſolen; nun der Mühe 5 nehmen zu 1 de⸗Einnehmer cel. tung. J, Vormit⸗ Nalbbauſe die Erden und 0 ſchrit⸗ ug Nachmittags 6 Wuhan b. enthen be aantlich meif⸗ Gargamel D Handarbeit, zuſammen 203 X Braunkohleuverkauf. 950) Den Braunkohlen⸗Conſumenten diene zur Nachricht, daß auf den beiden Fürſtlichen Braun⸗ pohlen⸗Bergwerken zu Weckesheim und Wölfersheim ſowohl auf eine reine Braunkohlen⸗ Ausförderung, als auf eine der erdigen Braunkohlen angemeſſene Aufbereitung mit dem Anfang tieſes Jahres ſtreng geſehen worden iſt und daß dadurch nunmehr Braunkohlen⸗Klötze geliefert perden, die in ihrer Güte denjenigen der Dorheimer und Bauernheimer Bergwerke in keiner Veiſe mehr nachſtehen.— Indem man dieſes im Intereſſe der Braunkohlen-Conſumenten veröf— ſantlicht, wird zugleich bemerkt, daß vom 16. Juni l. J. ab auf dem Weckesheimer Bergwerk die Braunkohlen⸗Klötze gegen Baarzahlung zu 9 kr. und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine zu 10 kr. der Centner, und auf dem Wölfersheimer Bergwerk zie Braunkohlen-Klötze gegen Baarzahlung und gegen Credit zu 11 kr. und die Klötze der älteren dufbereitung zu 8 kr. der Centner abgegeben werden.— Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen, Vor⸗ ſehendes gefälligſt mit dem weiteren Bemerken in ihren Gemeinden bekannt machen zu wollen, daß auf den Wunſch der Braunkohlen-Conſumenten über die Abfuhre der Kohlen ſogenannte Gegenſcheine von den betreffenden Untererhebern koſtenfrei ausgeſtellt werden, und daß eine gleich- unge Creditzeit, wie auf dem Gr. Dorheimer und Gräfl. Bauernheimer Bergwerk, gegen vor⸗ ſhriftsmäßige Bürgſcheine geſtattet wird.— Weckesheimer Bergwerk den 10. Juni 1851. Die Fürftlich N Bergverwaltung t oer ch. Hofraithe-Verſteigerung. (1076) Montag den 7. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hiefigem Rathhauſe, auf freiwilligen Antrag der Frau Ludwig Schä⸗ ftr's Wittwe deren Hofraithe in der Engels⸗ fraße dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert ind wird bei annehmbarem Gebot dieſelbe dem ketztbietenden ſogleich zugeſchlagen. Friedberg den 26. Juni 1851. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits⸗Verſteigerung. (1077) Montag den 7. Juli d. J. des Nachmittags um 2 Uhr, ſollen auf hieſigem Nathhauſe nachſtehende Arbeiten und Lieferungen on die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. a. Bei Unterhaltung des Rathhauſes: 10 Dachdeckerarbeit, veranſchl. zu 150 fl.— kr. ) Weißbinderarbeit,„„ 6% 45, 3) Glaſerarbeit,„„ 6„ 40„ 5b. Bei Erbauung eines Feuerleiterhauſes: 1) Zimmerarbeit, veranſch. zu 43/ 53. 2) Schreinerarbeit,„„ 20 4 2 Weißbinderarbeit, 1 50 7„ 52„ 4. Bei Unterhaltung der Straßen in der Stadt: J Maurerarbeit, veranſchl. zu 4% 45% 2) Pflaſterarbeit, 1 1 4%— ) Das Anliefern von 0,3 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen, 0,3 Cu⸗ bikklafter Pflaſterſteinen und 2 Bütten Kalk. 5 d. Bei Unterhaltung der Vicinalwege: Y Maurerarbeit, veranſchl. zu 35/ 10„ 201 31„ ) Das Anliefern von 83 laufenden Fußes Ka⸗ naldeckel von Rockenberger Sandſteinen, 0,7 Cl.ubikklafter Mauerſteinen, 8,2 Cubikklafter Chauffirſteinen und 8 Bütten Kalk. Friedberg den 26. Juni 1851. f Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 1 200 Gulden 1078) Stiftungsgelder liegen zum Auslei⸗ hen bereit bei Friedberg den 25. Juni 1851. Kirchenrechner Faatz. Arbeits-Verſteigerung. 1079) Montag den 30. d. M., Vormit⸗ ugs 11 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus dahier die Wagner⸗, Schmied und Schreinerarbeit zu einer neuen Schäferhütte, ſowie die Anfer⸗ igung von Pferchhorden für die Gemeinde Melbach wenigſtfordernd veraccordirt werden. Melbach den 24. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Keil. Arbeits⸗Verſteigerung. (1080) Montag den 30. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen dahier mehrere Arbeiten, als: 1) Das Planiren eines Weges von fl. kr. 100 laufenden Cubikklafter, ver⸗ anſchlagt zu 30— 2) denſelben zu chauſſiren, veran⸗ ſchlagt zu 150— 3) das Brechen von 8 Cubikklafter Chauſſirſteinen, Fahren und Setzen derſelben. Das Fertigen eines Steges: 1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 143 26 2) Schloſſerarbeit, 0 1 6— 3) Weißbinderarbeit,„„ 3 30 ſodann eine neue Feuerleiter, zwei neue Todten⸗ bahre und einen Aufbewahrungsbehälter öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden. Fauerbach II. den 26. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Holler. Kirſchenverſteigerung. (1081) Montag den 30. d. M., Nachmit⸗ tags 6 Uhr, werden die Kirſchen von 15 Bäu⸗ men an dem hinteren Burgberg und in dem vorderen Hirſchgraben an Ort und Stelle öf— fentlich verſteigert. Friedberg den 25. Juni 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Gras verſteigerung. (1082) Montag den 30. d. M., Vormit⸗ tags um 11 Ubr, ſoll das Heugras von circa 15 Morgen Pfarrwieſen meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Der Anfang iſt in der Brückwieſe. Oppershofen am 25. Juni 1851. Für den Kirchenvorſtand: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wolf. Bekanntmachung. (1083) Wegen eines erfolgten Nachgebots ſollen die herrſchaftlichen Vorwerksgebäude zu Bad Nauheim ö Dienſtag den 1. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle nochmals zum Verkaufe ausgeboten werden. Windecken den 25. Juni 1851. Kurfſtl. Heſſ. Renterei daſ. Deichmann. rr Privat- Bekanntmachungen. Wohnung zu vermiethen. (972) Im Manſardenſtock meines Hauſes 3 Zimmer, Kammer, Küche, Keller ꝛc. bis Mitte September zu beziehen. Ruths. Friedberg. Ruſſenſteine (966) find ſtets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich. Geloͤſchter Kalk, (1050) ſowohl zum bauen wie zum düngen zweckmäßig, iſt in großer Quantität billigſt zu haben bei Gottſchalk Simon, Seifenfabrikant in Fauerbach II. bei Friedberg. Verte nns (1068) Dienſtag den 1. Juli, Nachmittags um 3 Uhr, ſollen in dem Hauſe der Unter⸗ zeichneten 22 Stück reingehaltener 1849 r und 18501 Aepfelwein meiſtbietend verſteigert werden. Dortelweil den 21. Juni 1851. Schultheis Schneider's Wittwe. Einladung. (1084) Alle diejenigen Maurermeiſter, welche ein praktiſches Meiſterſtück noch nicht gemacht haben, werden hiermit eingeladen, ſich Sonntag den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Mineralbrunnen bei Schwalheim ein⸗ zufinden, um wegen einer Vorſtellung an die zweite Ständekammer zu Darmſtadt ſich zu be⸗ rathen und zu beſprechen. Okarben und Niederwöllſtadt den 21. Juni 1851. Jacob Wörner. J. Schmidt. M. Wißner. Im Feinwaſchen. (1085) empfiehlt ſich beſtens Katharina Will, Wittwe, im Hauſe des Herrn Schreiner Walther in der Freiheit. Geſchaͤftsempfehlung. (1086) unterzeichneter macht hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß er fich dahier als Küfer etablirt hat und empfiehlt ſich in allen in die⸗ ſes Geſchäft einſchlagenden Arbeiten unter Zu⸗ ſicherung guter Bedienung beſtens. Friedberg im Juni 1851. 5 8 Job. Müller, im elterlichen Hauſe gegenüber dem Hoôtel Trapp. Eine Scheune 1087) hat zu vermiethen i Heinrich Mühling. Ruſſenſteine (1088) find ſtets vorräthig zu haben bei Friedrich Strauch in Bönſtadt. Zu vermiethen. (1089) Ein vollſtändiges Logis hat zu ver⸗ miethen Bernhard Wagner. Sool⸗Bad (1044) 204 Nauheim. —— Sonntag den 29 Juni Großes Coneceert im Kurgarten. Entréegeld wird nicht erhoben. Hurſt. Gaſthaus⸗ Empfehlung. (10900 Unterzeichneter erlaubt ſich einem verehrten Publikum ſeine Gaſtwirth⸗ ſchaft beſtens zu empfehlen. Durch Erweiterung ſeines Saales und Aufſtellung eines Billards, ſowie durch gut bereitete Speiſen und reine Getränke bei reeller und freundlicher Bedienung, glaubt er dem Wunſche ſeiner Gäſte zur Zufrieden⸗ heit entſprechen zu können. Bad Nauheim. D. Fritz zur Krone. Oberheſſiſche Geſellſchaft für Natur- u. Heilkunde. 11091) Samſtag den 12. Juli d. J. wird die Geſellſchaft ihre Generalverſammlung zu Bad Nauheim, im Teichhauſe, halten. Freunde der Naturwiſſenſchaften willkommen. Außer den Mitgliedern der Geſellſchaft find auch alle andere Wer Vorträge zu halten beabſichtigt, wird gebeten, Gegenſtand und ungefähre Dauer derſelben, wo möglich vor der Verſammlung, dem Director, d. Z. Geh. Rath Dr. v. Ritgen zu Gießen, oder dem Unterzeichneten anzuzeigen. Die Ver⸗ ſammlung beginnt 11 Uhr und endet mit einem gemeinſchaftlichen Mittagsmahle, zu welchem von den Theuͤnehmern der Verſammlung auch Damen eingeführt werden können. Nauheim im Juni 1851. Im Auftrage: Dr. Bode. Zu vermiethen. (1092) In der Adam Kehriſchen Hofraitbe iſt ein vollſtandiges Logis und ein großer Heu⸗ boden zu vermiethen von Friedberg. Friedrich Müller. Schwalheimer Brunnen. (1093) Sonntag den 29. Juni 1851, Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik. Henkel. Preiskegel⸗Schieben in Butzbach. (109) Da das am 22. d. M. abgehaltene Preiskegel⸗Schieben im Deutſchen Hof nicht beendigt wurde, ſo wird daſſelbe den 29. und 30. d. M. fortgeſetzt. Gottfried Zell. Tanzmuſik zu Fauerbach II. (1095) Sonntag den 29, d. M. bei Fauerbach II. den 25. Juni 1851. J. Neiſel. Dem Verdienſte ſeine Krone! (1096) Das ſogenannte Curorcheſter des Soolbades Nauheim hat am verfloſſenen Sonn⸗ tage, durch ſeine an's Aſchgraue ſtreifenden muſi⸗ kaliſchen Leiſtungen, auf dem Nauheimer Teich⸗ hauſe einen unbeſchreiblichen Eindruck auf alle Anweſenden hervorzubringen nicht verfehlt. Wir rathen daher allen Muſikfreunden das Erhabene der Production des Curorcheſters, ſowohl was Gefühl wie Präciſion anlangt, durch ſelbſteigene Anſchauung ſich zu vergegenwärtigen, welche auf dem Teichhauſe gegen ein Entrée von 36 kr. à Perſon wohl noch manchmal zu haben ſein wird. Dem Curorcheſter ſelbſt aber wünſchen wir gute Beſſerung oder, was das Angenehmſte wäre, eine ewigdauernde Ruhe! Freunde der Muſikl Sommertheater in Nauheim. 11097) Sonntag den 29. Juni 1851. Er muß auf's Land. Luſtſpiel in 3 Acten von Friedrich. Wilhelm Kern. Berichtigung. a In der Anzeige des Herrn Vergverwalters Schmidt zu Dornaſſenheim in Nr. 48. und 49. l. Z. 5 v. u. kleiner geformte Klötze,(att kleinere gebrannte Klötze.„ di. Red. — Literariſche Anzeige. (1098) Bei E. Bindernagel in Fried⸗ berg ift vorräthig: NReueſtes Complimentirbuch oder Anweiſung in Geſellſchaften und in allen Ver⸗ hältniſſen des Lebens höflich und an⸗ gemeſſen zu reden und ſich anſtändig zu betragen. Nebſt einem Anhange, welcher die Regeln des Anſtandes und der feinen Lebensart enthält von J. J. Alberti. Preis 45 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 25. Juni 1851. fl. kr. Piſtolen 0 9 35-36 Friedrichsd or 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 47-48 Rand⸗Ducaten 5 34-35 20 Frankſtücke„ 9 29-30 Engliſche Souverains.. 11 54-55 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2. Sonntag n. Trinitatis den 29. Juni. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. (Confirmation der Mädchen, Abendmahl). Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Schenck. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Hof meyer. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Eger. ö Fruchtpreiſe. 125. Juni 81. Malſ 28. Mrz Gattung. Fried⸗ g Die⸗ berg] Mainz burg * fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 10— 8 59—— Korn 75 8 301 6 531—— Gerſte„ 75 6 451 5 31[(—— Hafer„„ I 4120 447 Polizei- Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Juni bis zum 4. Juli. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 85 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 1 3— 27 7 66— 5 7 44„ 7. 12— 112 1 f eth. 10 — Milchbrod ae — Waſſerweck 1405 —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 16 Fleiſch-Preiſe. 5 0 5 pf. 1 1 Ochſenſleiſch 11— 1— „Kühfleiſch, gemäſtetes 8— 181— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 e „ Kalbfleiſch 6— 6— „„„ gemäſtetes—.. 2 „ Schweinenfleiſch 94— 9 4 „Hammelfleiſch 8— 81— „ Schaaflleiſch 5—(—— „Wurſt veblos Schweinen 12— 12— „Bratwurſft 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 141— „ Doörrfleiſch 144— 14— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 16— 16— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſt er Bender. Krau 5. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. — 9 1 Die der Sturm VPogen vor 1 beängſtigend dem andern g„Licht Augenblicke Lichte, das der W uud trieb mit denden Küſte Aer einem TIeggebe zu legen,— halten, bis e wüßte, ſelb die Gewalt als die des 1 0 1„Jung fagte der um ſich auf Ja 5 ag/ 8 „Zu U „Es b „Und hene fra frahl fuhr 8 ja ie geh Sturmes * „I ſunkelten i „U pal. „Unt