3 ntelligenz-Vlatt fuͤr die . Provinz Oberheſſen 1158 im Allgemeinen, — den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. neregietung ezten Bldung 0 2 102. Sonnabend den 27. Dezember 1851. des * Das„Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1852, ebenſo wie im Jahre 1851, wöchentlich zweimal s betr.(Mittwochs und Samſtags) ausgegeben.— Das„Intelligenz⸗Blatt“ wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats- und Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglicher Zeit zur öffentlichen Kenntniß bringen. a 15 1 Kammer 0 Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr f 8 5 n Jahr 40 kr.— Bei allen Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. emeſter r. * 5 Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Pelitzeile oder deren Raum 4 kr. für die zweite 3 kr., für die dritte L. Pabſt. und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei —. der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den Cours 1 Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— 851. 0 riedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. —— 11 2 3 Anzeigen, welche in dem am 3. Jauuar erſcheinenden Blatte Auf— 1 nahme finden ſollen, bitten wir des Feſtes wegen ſchon bis zum „ 31. d. M. Morgens 10 Uhr gefaͤlligſt einzuſenden. 1 Die Expedition. eigen 0 1 warme Stube verſetzt worden war. Emilie ward von A m t l icher 7 0 E. Fieberhitze verzehrt, warf ſich ruhlos umher, begehrte un— eiertag. f 0 aufhörlich zu trinken, phantaſirte abwechſelnd, ſtöhnte, Bekannt m a ch ung. weinte, ſchrie, wollte auf den Kopf ſich ſtellen und dann Stadtkirche: 2 5. 8. l Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, wieder aus dem Bette ſpringen, ſo daß Eleonore eine daß der Ortsbürger Konrad Koch von Pohlgoͤns als ſchreckliche Nacht verlebte. Und wie langſam ſchlich die ae. Stadtkuche: Mäkler conceſſionirt und in dieſer Eigenſchaft heute ver- lange Winternacht dahin! Wie ſchrecklich dünkte ſolche der . pflichtet worden ifi. zärtlichen Wächterin ohne ärztlichen Beiſtand und ohne 0 1 Friedberg den 9. Dezember 1851. tröſtende Geſellſchaft! In der Kammer ſchlief die Mutter Burglirche: f Gr. Heſſ. Regierungscommiſſion den feſten Schlaf der äußerſten Erſchöpfung und dort ruhte des Regierungsbezirks Friedberg Camilla ſorglos auf ihrem Lager, während Eleonore in Ouvrier. ihrer Angſt verging. Burglinhe:„Sie ſtirbt, meine Emilie!“ klagte ſie, da die Kleine 1;; wiederholt zuſammenzuckte und mit gläſernen Augen vor ierta Wohl dem; N ein an ſeinen Kindern belebt ſich hinſtarrte. Verzweifelnd irrte ſie die Stube auf und feiertag Erzählung von Guſtav Nierltz. nieder. Dann trat ſie zum Bette der Schweſter, rief erſt ptadtkirche?(Aus deſſen Volkskalender 1852.) leiſe, dann ſärfer und ien ſtaͤrker: „Camilla! Camilla!“ . Dieſe regte ſich nicht. Da wagte es Eleonore, ſie „ irche Entdeckungen. leiſe zu rütteln. ae 4004 Die kleine, bald dreijährige Emilie lag tödtlich er—„Was haſt du nur?“ fuhr Camilla verdrießlich auf. krankt am Scharlachfieber. Sieben Tage und eben ſo N„Emilie“— ſchluchzte Eleonore und rang die Hände— zurglirche viele Nächte hindurch hatten Mutter Niedner und Eleop-„wird von— Minute zu Minute— ſchlechter. Ich 4 nore unausgeſetzt der Krankenpflege ſich gewidmet, alles fürchte, daß ſie uns ſtirbt.“ f 3 1 Andere dabei hintenanſetzend. Es war die achte Nacht,„Kann ich etwas dafür?“ verſetzte Camilla mürriſch— 1 ln als Eleonore mit ſchwer bangendem Herzen an dem Bett-„Stirbt die Kleine: nun ſo iſt ihr auf einmal geholfen + chen der Kranken ſaß, welches aus der Kammer in die und euch dazu.“ 8 3 8 9——————————— „O du Hartherzige!“ rief Eleonore aus und nahete ſich wieder der Kranken. Stiller und ſtiller ward dieſe. Ihr erſt hochrothes Antlitz nahm eine bleichere Färbung an und der Athem ſtockte von Zeit zu Zeit. 5 „Sie ſtirbt!“ jammerte Eleonore und ſuchte Troſt bei Camilla, welche ſich wieder niedergelegt hatte. „Camilla! mein Jeſus! Camilla! ſo habe doch Er— barmen mit mir und Emilien. Sie iſt ja dein“— „Nun höre ſogleich auf!“ unterbrach ſie Camilla ärgerlich. Soll man nicht einmal des Nachts Ruhe haben dürfen? Sie wendete ihr Geſicht nach der Wand und ſchloß die Augen. „Stirb, ja ſtirb, armes Kind!“ ſprach Eleonore außer ſich zu der Kranken. Du haſt ja weder Vater, noch Mutter mehr. Darum geh' du lieber zu deinem himmli⸗ ſchen Vater. Doch nein! ſtirb nicht Milchen! höre nicht auf meine Worte. Ich will dir Vater und Mutter zugleich ſein. Darum lebe ferner und werde wieder geſund. Ach, Herrgott! merk auf mein Wort! Vernimm mein Schreien, mein Flehen, denn ich will vor dir beten.“ Und die Jung⸗ frau betete mit Andacht, mit Inbrunſt, unter heißen Thrä⸗ nen. Sie bettete ihr Haupt neben die Kranke und weinte ſich ſatt. Endlich kam der heiß erſehnte Morgen. Cleonore lief zu ihrem Arzte und beſchwor ihn mit dick verweinten Augen um des Kindes Rettung. Als ſie wieder heim kam, fand ſie ihre Schweſter aufgeſtanden und des Kaffee's harrend. Da derſelbe noch nicht gekocht war, ſo brach Camilla in laute, bittre Klagen aus: „Um Alles in der Welt möchte ich noch eine ſolche Nacht, wie die vergangene nicht erleben. Was zu arg iſt, das iſt zu arg. Eine Mutter kann es nicht ſchlimmer um ihr Kind treiben als du um Emelie. Und du biſt auch ihre Mutter; leugne es nur nicht. Sieht ſie dir nicht zum Sprechen ähnlich? Geht ſie dir nicht über Alles? Sagen nicht alle Leute, daß du die Mutter ſeieſt? Für mich haſt du keinen Bettſchirm gegen die kalte Zugluft vor die Stubenthüre geſtellt, wie du wegen Emilie ge— than. Für mich haſt du noch nicht gewacht, geweint, ge— betet, den Arzt herbeigeholt; für mich,/— Jetzt riß auch Eleonorens Engelsgeduld.„Mir ſagſt du das, Camilla?, unterbrach ſie ihre Schweſter im auflo⸗ dernden Zorne.„Auf mich wirfſt du den Stein, der dir gebührte? So wäre wirklich dein Kaltſinn gegen Emilie nicht bloß eine kluge Verſtellung geweſen? Ha! ich will dich tief beſchämen!“ Aus ihrer Schublade holte ſie ein verſchloſſenes Sei— dentüchlein herbei, welches ſie vor Camilla ausbreitete. „Kennſt du das 2, fragte ſie dabei—„Es iſt daſſelbe Tuch, was ich dir einſt leihen mußte und welches du auf deiner eiligen Flucht mitgenommen hatteſt. „Was ſoll mit dem Tuche ſein?, fragte Camilla betroffen. „In dieſes Tuch— fuhr Eleonore mit erhobener Stimme fort—„war Emilie eingehüllt, als ſie uns vor drei Jahren in einem Hebekorbe überbracht worden war. Und drei Tage zuvor war bei der Hebeamme Heberlein in der Badergaſſe eine fremde junge Dame von einem Mädchen entbunden worden, welche eine Sängerin war und— Camilla Niedner hieß. Das Letztere habe ich erſt vor einem Jahre erfahren und es unſrer Mutter bisher verſchwiegen. 1 Beide überhörten in ihrer gewaltigen Aufregung ein ſchwaches Geräuſch hinter dem Bettſchirme, welches von einer dritten zwar fremden Perſon herrührte. Camilla war zur Leiche geworden. „Die Mutter“,— fuhr Eleonore fort—„wollte das Kind dem Findelhauſe übergeben und auch ich er⸗ kannte dieß als eine Nothwendigkeit, die ich meinem Rufe ſchuldig ſei. Als ich aber das verſtoßene, hilfloſe Weſen aus ſeiner Hülle nahm und dieſes Tuch erkannte, da errieth ich in dem Kinde dein Fleiſch und Blut und dieſes Blutes Stimme ſchrie ſo unwiderſtehlich zu mir um Er— barmen, daß ich, meinen guten Namen preisgebend und eine ſchwere Sorge übernehmend, die Mutter bewog, Emilie zu behalten. Und für dieſe Liebe und Aufopferung belohnſt du mich nun mit den bitterſten Vorwürfen?! Wehe! wehel Während dieſes Weherufs ward die Stubenthüre leiſe aufgeklinkt und, von dem Bettſchirm verdeckt, ſchlüpfte ein Mann hinaus. Camilla verharrte ſtumm und vernichtet. Auch Eleo⸗ nore ſchwieg. Sie nahm ihren Sitz am Krankenbette wieder ein und lauſchte bang den ſchweren Athemzügen des Kindes. Nach einer halben Stunde klopfte es vernehmbar an die Thüre und herein traten zwei Herren. „Sie wieder zurück, Herr Martin? rief Eleonore überraſcht aus, indem ſie in dem einen Herrn ihren einſti— gen Gläubiger erkannte. „Jal, verſetzte Martin bewegt.„Doch davon ein andermal. Mit Bedauern habe ich die Gefahr vernommen, in welcher Ihr kleiner Pflegling ſchwebt, und mir daher erlaubt, hier den Herrn Midicinalrath Baumgarten mitzu⸗ bringen, damit er des Kindes Zuſtand und die von ihrem Arzte angewendeten Heilmittel prüfe. „Sie ſind unſer Schutzengel! ſprach Eleonore in ihrer dankbaren Aufwallung. „Still!“ ſagte Martin—„machen Sie mich nicht erroͤthen. Der Medicinalrath unterſuchte nun die Kranke und gab dann die beſten Hoffnungen. Das waren Worte des Troſtes, die nicht mit Gold aufzuwiegen waren. Beim Weggehen ſagte Martin heimlich zu Eleonore: „Betrachten Sie meine Hand als die eines Freundes. Darum gehen Sie nicht an demſelben vorüber, ſollten Sie irgend eines Beiſtandes benöthigt ſein.“ Noch einmal erwachte Camilla's Stolz. „Die Herren“— ſprach ſie—„ſchienen mich gar nicht zu bemerken. Du hätteſt mich ihnen auch vorſtellen können, Lore! Mein Name iſt in ganz Deutſchland ge— kannt und hoch berühmt. Dabei hätte ich die Gelegen— heit benutzt, um den Medicinalrath über meinen Geſund— heitszuſtand zu befragen. Noch Eins! Lorchen verſprich mir heilig, der Mutter nichts zu entdecken. Hörſt du? nichts und Niemandem! (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Fruchtverſteigerung. (2047) Montag den 29. Dezember l. J., Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 Malter Korn von dem Frucht⸗ Vorrathe des Auguſtiner⸗Schulfonds dahier, zwei⸗ malterweis an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 17. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Haferverſteigerung zu Friedgerg. (2066) Mittwoch den 31. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum dahier circa 20 Malter Hafer, welche zu Stammheim lagern und daſelbſt in Empfang zu nehmen ſind, öffentlich verſteigert. Friedberg den 12. Dezember 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Edietalladung. (1989) Ueber das Vermögen des Johann Philipp Jung von Friedberg iſt der förmliche U Bender. litl 0 erſt diaber ing ein „wollte ich ex⸗ m Rufe Weſen ne, da dieſes um Er⸗ end und dewog, pftrung ürfen 2! enttüre chlüpfte d Eleo⸗ lendette emzügen nbar an Eleonore n einſti⸗ won ein nommen, ir daher miizu⸗ u idrem pgore in ich nicht uke und zorte des lconotre undes Freundes. llten Sie .— Concurs erkannt worden. Anſprüche jeder Art ſind deßhalb im Termin Mittwoch den 4. Februar 1852, Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiv⸗ dekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. In dem Termine ſoll zugleich ein Arrange⸗ ment verſucht und, wenn ein ſolches nicht zu Stande kommt, über die Wahl eines Maſſe⸗ curators und Verwaltung der Maſſe verhandelt werden. Gläubiger, die nicht in Selbſtperſon erſcheinen, haben ihre Mandanten mit Special⸗ vollmachten zu verſehen, gegenfalls angenommen wird, ſie wären der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beigetreten. Friedberg den 28. November 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. Verkauf von Fäſſer. (2030) Fäſſer von ½ bis zu 2 Ohm hal⸗ tend, find in den Anſtalts⸗Magazinen hieſiger Strafanſtalt in großer Auswahl zu verkaufen. Kaufluſtige belieben ſich an die unterzeichnete Stelle zu wenden. Marienſchloß den 12. Dezember 1851. Die F e i m. — 411— Bekanntmachung. (2089) Dienſtag d. 30. d. M., Vormittags 9½ Ühr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Beienheim, Diſtrikt Bauberg, nach⸗ ſtehende Holzſorten an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden, als: 51 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 1. 7„ Prügelholz, 54„„ Stockholz, 126„„ Reiſer und 13 Stämme Buchen⸗Werkholz von 15 bis 20 Zoll Durchmeſſer und 50 bis 120 Fuß Länge. Der Zuſammenkunftsort iſt in oben genann⸗ tem Diſtrikt. Beienheim am 22. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Holz ⸗Verſteigerung. (2090) Mittwoch den 7. Januar 1852, Morgens 10 Uhr, ſollen im Gräfl. Solms⸗ Rödelheim'ſchen Beinhardswalde öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden: circa 8 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 50 5 17 Prügelholz, 46„ Stockholz, 90*„ Reisholz, 7 Klötze Eichen⸗Stammholz von 12— 13“ Durchmeſſer und 15—20“ Länge, 40 Stück Eichen⸗Stangenholz, zu Leiter⸗ bäumen, Deichſeln ꝛc. tauglich. Forſthaus Beinhards am 27. Dezember 1851. Der Gräfl. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. Bau⸗ und Werkholzverſteigerung. (2091) Dienſtag den 6. Januar 1852, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen im Nauheimer Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Bauwald, 116 Stämme eichen Bau⸗ und Werkholz, 4865 Cubikfuß enthal⸗ tend, meiſtbietend verſteigert werden. Nauheim den 23. Dezember 1851. Der Bürgermeiſter Hartmann. Arbeits⸗Verſteigerung. (2092) Freitag den 2. Januar 1852, Vormittags 10 Uhr, ſoll in der Wohnung des Unterzeichneten das Reinigen der Synagoge und der Straße vor derſelben, auf das Jahr 1852 an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 24. Dezember 1851. Der Vorſtand der isr. Religionsgemeinde Maher Hir ſch. Privat⸗ Bekanntmachungen. Einladung zum Abonnement 104 auf den Wird lit. Beil a 7 tägl. b bog Vage Frankfurter Anzeiger m Abonnementspreis für Frankfurt 48 kr. neuen Regulativ, Zu Neubeſtellungen auf dieſes gern geleſene und vie rechtzeitig und vor Schluß dieſes Monats zu machen, um completter 12093) vom 1. Januar 1852 ab. Alle Poſtämter und Boten nehmen Beſtellungen an. Der„Frankfurter Anzeiger“ bringt die anziebendſten und Aufgabenz jede Woche einen au Schach-, Rechnen⸗, Räthſel⸗ 1. per Quartal; für auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß dem mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. lverbreitete Blatt wird hierdurch mit dem Bemerken eingeladen, ſolche Exemplare gewiß zu ſein. neueſten Novellen, Gedichte, Miscellen, launig und ernſt, sführlichen Pariſer Modebericht mit Modebild; ein Feuilleton für weibliche Handarbeiten aller und jeder Art, welches von litho graphirten Abbildungen begleitet, das Allerneueſte in Häkele, Stick⸗, Strick⸗, Filet⸗ Künſte und Handwerke, ausgeſtattet graphirten Abbildungen von einem der erſten und geachtetſten Kunſtkenner geſchrieben. Lebens, wodurch dem Leſer das ſehr o Täglich ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Börſe, Handels-, Fru Würzburg, München u. ſ. w. der Politik und des öffentlichen wird. Friedberg, Mainz, Köln, Neuß, Inhalt deſſelben. Dieſe Vielſeitigkeit des„Frankfurter Anzeigers“, täglich ein bunter Kranz der mannigfachſten Inſererate und und Bandarbeiten, mit den deutlichſten Erklärungen zur Anfertigung enthält. mit dem Vorzüglichſten aus dem Berei — wenn erforderlich in Farbendruck— verſehen. Ferner ein Feuilleton für Theater und Concert, d. h. u Ein Feuilleton für che der Technik u. ſ. w., und ebenfalls regelmäßig mit litho⸗ Tüchtige Fachmänner haben uns ihre Unterſtützung zugeſagt.— npartheiiſche Berichte über hieſige und auswärtige Bühnen- und Coneertleiſtungen, Täglich eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete ft unerquickliche Durchſehen großer politiſcher Zeitungen erſpart cht⸗, Getreide- und Oel⸗Berichte von Frankfurt, — Nach jedes maligem Erſcheinen des Frankfurter Amtsblattes kurz gefaßt den wie ſie nicht leicht ein anderes Journal bieten dürfte, wozu aber auch noch Bekanntmachungen in deutlichen und ſchönen Lettern kommt, dieſe Vielſei⸗ tigkeit hat unſerem Blatte in allen Kreiſen, in der Geſchäfts⸗, Beamten⸗ und Damenwelt die freundlichſte Aufnahme erworben und wird die Redaction nichts verabſäumen, durch Aufbieten a Der wie bei keinem ähnlichen Organe billige täglich mit dem Neueſten und Wiſſenswertheſten bekannt Muſterbeilagen ſeiner Familie einen reichen Sch Inſeraten, Erfolg garantirt werden. welche wir die Zeile mit 4 kr. berechnen, kann bei d Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. Frankfurt am Main, Dezember 1851. lier Kräfte dieſes Wohlwollen ſtets zu erh Abonnementspreis läßt es auch zu machen und durch Sammeln der Journale, ſowie der lithographirten Mode- und alten. weniger Bemittelten nicht ſchwer fallen, ſich atz der beſten Lectüre und belehrendſten Unterhaltung zu ſichern. er großen Verbreitung des„Frankfurter Anzeigers/ der beſte Die Medaction. Verſteigerung. 29 Dienſtag den 6. Januar 1852 läßt eee nachſtehende Gegenſtände öffent- lich meiſtbietend verſteigern: 5 eine Brennerei(Schwarz'ſcher Apparat) mit freiſtehendem Dampfkeſſel und zwei Recti⸗ ficatoren, à 150 Quort, 2 Kartoffelfäſſer, à 1200 Pfund, eine gußerne Kartoffelmühle, Küblfaß, l Waſſerreſervoir, 5 5 Maiſchbütten, à 500 Maas Maiſchraum, 4 Stückfaß, 6 Zulaff(Transportlaſt) und verſchiedene kleinere Fäſſer, 2 Wagen, worunter ein ſchwerer Mühlwagen, mehrere Pflüge, Eggen und ſonſtige Oeco⸗ nomiegeräthſchaften, 2 Pferde, einige hundert Malter Kartoffeln, Dickwurz, Weißrüben, eine große Quantität Streu⸗ und Futterſtroh und Spreu. Steinmühle bei Obererlenbach. Helmolt. Zu Verkaufen. i (2032) Ein ſehr ſchönes neues Sopha mit halbwollenem Ueberzuge für 33 fl., ſowie ein großer runder Tiſch mit gedrehter Säule für 18 fl., ſind bei Glück in Frieberg zu ver⸗ kaufen. Bekanntmachung. (2077) Forderungen an den dahier beſtan⸗ denen, nunmehr aufgelößten Geſangverein ſind ſogewiß bis zum 8. Januar 1852 bei dem un⸗ terzeichneten Vorſtande anzuzeigen, als ſonſt, bet Vertheilung des Geſellſchaftsvermögens dieſelben nicht berückſichtigt werden können. 9 Friedberg den 22. Dezember 1851. J. Falck. Karl Fritz. —— PPP — 412— Moriſon's Pillen. (2012) Die auch in Deutſchland immer mehr überhand nehmenden Nachah⸗ mungen der Moriſon'ſchen Univerſal⸗Kräuterarzeneien, wodurch der Ruf dieſer bekannten Medizin Noth leidet, veranlaſſen uns, das Publikum wie⸗ derholt auf dieſe Betrügereien aufmerkſam zu machen. Während die Wirkſam⸗ keit, Kraft und Unſchädlichkeit der ächten Moriſon'ſchen Pillen durch die Erfahrung hinlänglich erwieſen iſt, auch ſolche von den Aerzten ſelbſt öfters verordnet werden, enthalten die unächten Pillen meiſtens ſchaͤdliche Stoffe für die menſchliche Geſundheit und verdienen ganz den ſchon öffentlich gegen ſolche ſogenannte Moriſon'ſche Pillen ausgeſprochenen Tadel. Die nachgemachten Pillen werden häufig unter dem erdichteten Namen L. Morison verkauft, unter welchem Namen es aber niemals einen Präſidenten des unter⸗ zeichneten Collegs gegeben hat. Indem wir nun hiermit vor dieſen und andern ſchädlichen Nachahmungen warnen, zeigen wir zugleich an, daß wir in Deutſch⸗ land nur einen einzigen Agenten haben, nämlich die Herren Gebrüder Berck, Zeil, Lit. H Nr. 5(neue Nr. 17), in Frankfurt am Main, durch welches Handlungshaus alſo unſere Kräuterarzenei jederzeit ächt bezogen werden kann. London, im Monat Oktober 1851. Das Brittiſche Geſundheits-Collegium. Der Präſident: J. Morison. (2062) Außer in Glas und Steingut unterhalte ich nun auch in Specerei⸗Waaren ein großes Lager, da ich dieſer Branche eine größere Ausdehnung ge⸗ geben habe. Gute Waare uud ſehr billige Preiſe laſſen mich zahlreichen Zuſpruch erwarten. L. Goldmann jun. Wilhelm Hanſte in, in Friedberg, am Haagk, (2081) empfiehlt ſein Fabricat von ächter Arge- und Jamaica⸗Rum⸗ Punſcheſſenz mit vorzüglichem Aroma, die Flaſche zu fl. 1. 12 kr. Ferner: alle Sorten ſonſtiger Spirituoſen en Eros und en detail; ſehr ſchöne Stearin⸗ und Wachslichter, ſowie beſt marinirte neue holländiſche Häringe, zu billigſt geſtellten Preiſen. e Grogeſſenzen!! Rum de Jamaica, Arae de Batavia, (2059) in ganz ächter Waare, bei Wilhelm Fertſch. Bekanntmachung. 2056) Montag den 12. Januar 1852, Vormittags 10 Uhr, ſoll eine den herrſchaftli⸗ chen Schäferei⸗Beſtändern gehörende noch in einem ſehr guten Zuſtande ſich befindliche Schä⸗ ferhütte mit eiſernen Achſen und den dazu ge⸗ hörenden 28 Horden und 5 Salztrögen, öffent⸗ lich in der Wohnung des Unterzeichneten meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Niederrosbach den 17. Dezember 1851. Philipp Jacobi J. Ziegelei⸗Verpachtung. (2063) Eine gut gelegene Ziegelhütte, auf welcher mittelſt dreier Oefen jährlich eirca 250,000 Stück Waare gefertigt werden können, iſt unter annehmbaren Bedingungen zu ver⸗ pachten. Dieſelbe kann alsbald mit den vorhan⸗ denen Mobiliar⸗Inventar übernommen werden. Nähere Auskunft ertheilt die Expediton d. Blattes unter No. 2063. Punſch⸗ und Grogeſſenz, (209) feinen Arac de Batavia und Rum de Jamaica, empfiehlt in beſter Qua⸗ lität zu billigen Preiſen Friedberg. H. Hahn. Gefunden. (2095) Ein Kreuzzügel iſt zwiſchen Staden und Stammheim gefunden worden. Der Eigen⸗ thümer kann denſelben in der Bürgermeiſterei zu Stammheim in Empfang nehmen. Neujahrwünſche. (2006) Ein Sortiment von 150 verſchiede⸗ nen der ſchönſten und neueſten Neujahrwüuſche, empfiehlt billigſt Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Entlaufen. (2097) Samſtag den 20. d. M. ſind zwei Hunde entlaufen; der eine ein Metzgerhund, auf den Namen Sultan hörend; der andere ein Wachtelhund, auf den Namen Hutzelmann hörend, ſind entlaufen. Es wird gebeten die⸗ ſelben gegen eine gute Belohnung an den Po⸗ lizeidiener Seibert in Friedberg abgeben zu wollen. Kirchliche Anzeigen f für Friedberg. Sonntag n. Weihnachten den 28. Dez. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Bindewald 1. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Binde wald II. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kleinhanß. Fruchtpreiſe. — — Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg heim fl. kr. fle ke fl. Waizen pr. Malter 11010— Mainz l 5 9 50—— 830 Gerſte,„ 1 8— 1715 Hafer 7 7. D 4 10 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 27. Dez. bis zum 2. Januar. — 5 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. * kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 3 2 3 2 2 7 77 71— 0 4 7 7 144— 14.— d Lth. Lth — Milchbrod 14 14 ¼/ — Waſſerweck 114 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 17 Fleiſch-Preiſe. pf. 1 1 Ochſenfleiſch 111— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 8 „Rindfleiſch, gemäſtetes Ae „ Kalbfleiſch 6— 6— „„ gemäſtetes— 2— „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 6— 7— „ Schaaflleiſch 5——— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 16— 14— „ Schwartenmagen 161— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 144— „ Dörrfleiſch 14.— 14— „ Schweinenſchmalz, 8 ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 18— 116— „Hammelsfett 161— 16 Die Großberzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 124. Dez. 19. Dez. 18. Dez. 0 3 * — 9. 75 (Mitac Lobubehör 1 fl. 12 Semeſt und jede der Expe Mittwoch zerein y eintreten II aber hie gewicht daß Be em Bi