eigen g. 3. M ürz. derrichtet; rtſch. Stadtkirche: el. Stadtkirche: tſch. Burgſirche: At. Burgkirche: Adel. axe ind Butzbach Natz. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 25. Mittwoch den 26. März 1851. Amtlicher Theil. Das Nachweiſungsbuͤreau fuͤr Auswanderer in Bremen iſt aus dem Bewußtſein einer jetzt ziemlich allgemein aner— kannten, hier ſchon ſeit Jahren wirklich geübten Pflicht her⸗ vorgegangen— der nämlich, den Auswanderern nicht allein eine moͤglichſt gute und billige Ueberfahrt, ſondern auch ſonſt denjenigen Schutz, den Rath, die Hülfe zu gewähren, deren ſie oft ſo bedürftig ſind und doch in der gewünſchten Weiſe bisher meiſtens ermangelten. Bremen hat den als Verſchiffungsplatz für Paſſagiere erlangten Ruf durch ſeine zahlreichen vortrefflichen Schiffe, die Kunde und Humanität ſeiner Seefahrer, zweckmäßige Geſetze und die Sorgfalt der Behörden, letztere zu überwachen, gegründet: neuere Ein⸗ richtungen unter denen das im vorigen Jahre eröffnete großartige„Aus wandererhaus“ zu Bremerhaven einen ehrenvollen Platz einnimmt, befeſtigen denſelben. Aber die Erkenntniß, daß es dem Intereſſe, wie der in fraglicher Beziehung erlangten Stellung unſeres Staates entſpreche, auf der betretenen Bahn voranzugehen, mußte zu weiteren Anſtrengungen auffordern. Die gedachten Vorzüge Bremens haben gegründete Klagen Seitens der von unſerem Hafen aus expedirten Auswanderer höchſt ſelten zugelaſſen. Nichtsdeſtoweniger ſind mitunter durch eine geringe Bekanntſchaft der hier an— kommenden Auswanderer mit den betreffenden Verhältniſſen hin und wieder wirklich Unzuträglichkeiten entſtanden. Die— ſen vorzubeugen hat die hieſige Handelskammer das, ledig⸗ lich uneigennützigſte Fürſorge bezweckende, Nachweiſungsbüreau für Auswanderer gegründet, deſſen vom Senat bereits obrigkeitlich genehmigte und auf alle Art erleichterte Wirkſamkeit im März d. J. beginnen wird. Daſſelbe hält drei verſchiedene Comptoirs, nämlich im Bahnhofsgebäude, am Altenwalle (dem Landungsplatze der Oberweſer Dampf ſchiffe) und am Markte,(dem Mittel— punkte der Stadt) täglich geöffnet. An jeder dieſer Stationen fungirt ein be⸗ ſonderer beeidigter Beamter, der durch eine von der Handelskammer delegirten Direction beaufſichtigt, außerdem vom Senate controllirt wird, feſt beſoldet iſt und in kei⸗ nem Falle irgend eine Vergütung für ſeine Dienſtleiſtungen annehmen darf. Die letzteren ſind vielmehr durchaus unentgeltlich und beſtehen vor⸗ nehmlich darin: 1) jedem Auswanderer die Adreſſe eines Gaſtwirths und die Taxe zu behändigen, nach welcher er das Logis, die Beköſtigung und den Transport ſeiner Effecten zu bezahlen hat. Die Gaſtwirthe ſtehen nicht allein unter Controlle der Polizeidirection, ſondern haben ſich außerdem einer ſteten Aufſicht der Direction des Nachweiſungsbüreaus unterworfen, welche auch feſtgeſetzt hat, wie viele Per— ſonen in jedem Lokale aufgenommen werden dürfen. Sodann erhalten die Auswanderer 2) ein Verzeichniß der in Bremen obrigkeitlich conceſſionir⸗ ten Schiffsmäkler und Schiffsexpedienten, unter Bei⸗ fuͤgung der Wohnungen derſelben; 3) eine Liſte, enthaltend die Durchſchnittspreiſe ihrer Haupt— bedürfniſſe, namentlich der Matratzen, wollenen Decken, Blechgeſchirre u. ſ. w.; 4) Verhaltungsregeln für ihren Aufenthalt in Bremen, in Bremerhaven und auf dem Seeſchiffe; 5) Verhaltungsregeln bei der Ankunft am überſeeiſchen Beſtimmungsorte; 6) zuverläſſige Belehrung und Auskunft auf ſpezielle Fra— gen, namentlich wo und wie etwaige Beſchwerden von den zuſtändigen Behörden raſch erledigt werden, inſo⸗ fern dies nicht ſchon durch Vermittelung der Direction geſchehen ſollte. Eine Aufmunterung zur Auswanderung liegt nicht im Zwecke des Nachweiſungsbüreaus; auch gewährt daſſelbe niemals Geldunterſtützungen. Dagegen wird daſſelbe auf das Eifrigſte befliſſen ſein, denjenigen, die entſchloſſen ſind, von unſerem Hafen aus das Vaterland zu verlaſſen und eine neue Heimath zu ſuchen, alle ſonſtige Erleichterungen zu verſchaffen und über— haupt in dem Sinne thätig zu ſein, welcher die„deutſchen Geſellſchaften“ in Nordamerika belebt und der Wirkſamkeit derſelben ſo große Segnungen bereitet hat. Wir wollen uns redlich beſtreben, das vorgeſetzte wichtige Ziel zu erreichen, dies wird aber nur dann mög— lich ſein, wenn die Zwecke des Nachweiſungsbüreaus zu möglichſt allgemeiner Kenntniß gelangen, und zu deren Verbreitung ſollen die gegenwärtigen Zeilen auffordern. Bremen im Februar 1851. Die Direetion des Nachweiſungsbüreaus für Auswanderer. Bettel oder Arbeit. (Iſt zum Leſen geſchrieben.) (Eingeſandt.) Schon manches Wort iſt über den Bettel vor den Thüren auf Straßen und Markten in den letzten paar Jahren geredet worden und Vieles hat ſich wirklich zum Beſſern gewendet. Auch unſere Stadt hat ſich ja eines Vereines„ſog. Armen-Vereins“ zu erfreuen, der zum Zwecke hat, den Bettel vor den Thüren abzuſchaffen; und von ſeiner Nutzbarkeit zeugen gewiß die vielen anderwärts ins Leben gerufenen Vereine nach hieſigem Muſter. Der Bettel iſt der größte Krebsſchaden, der an unſerm Volke und ſeiner Wohlfahrt nagt. Dieſes behauptete ſchon Luther und nach ihm viele mit uns. Hauber ſagt in den Schulblättern aus Süddeutſchland:„Das blinde Al— moſengeben iſt von höchſt ſchädlichem Einfluß auf den öko⸗ nomiſchen und ſittlichen Zuſtand der Geſellſchaft.“— Am furchtbarſten verpeſtet der Bettel die arme Kinderwelt nach Leib, Seele und Geiſt. Bettelkinder ſind die beſten Kunden der Conditoreien). Luther hat in ſeinem noch erhaltenen Haushaltungsbuche unmittelbar nach den„Bettlern“„Diebe“ aufzuführen gehabt. Wer den„Hausbettel«, d. h. vor den Thüren, nährt, der nährt den„Hausdiebſtahl.“ Es iſt keine Frage,„unter den Urſachen des gegenwärtigen Ver⸗ derbens nimmt die große Sorgloſigkeit der Leute gegenuber der Bettel nicht die letzte Stelle ein.,— Ein Volks- und Armenfreund berechnete, daß eine Stadt von etwa 8000 Seelen täglich 60 Bettelnde in ihren Mauern hat. Ein ) Bei uns in Friedberg der Weck⸗ und Wurſtläden, ſo daß einer ſagt:„Wer den Weg nach Oberroßbach nicht weiß, gehe nur den Wurſtſchalen nach.“— um ſich Etwas hineinwerfen zu laſſen. jeder dieſer Bettler trägt durchſchnittlich den Werth von 30 kr. davon— bei einem bettelnden Handwerksburſchen fand man 12 fl. kleine Kreuzer in den Stiefeln— das macht täglich 30 fl. und in einem Jahre 10,950 Gulden. Und wenn man dies auf den dritten Theil ermäßigt, ſo macht das für ein Land wie Würtemberg, jährlich 775,426 fl., und auf ſechs Bettler nur je fünf unwürdige gerechnet, bleiben 600,000 fl. übrig, als blind und entſittlichend für Almoſen vergeudet.— Das ſind Zahlen, die mehr ſprechen als die beredteſte Zunge zu ſagen vermag.— Soll dieſem Schaden gründlich abgeholfen werden, ſo ſei man aller Orten darauf bedacht, dem herumziehenden Bettler, ſei es wo es wolle, Nichts mehr zu reichen. Bekommen die Bett— ler Nichts mehr, dann bleiben ſie von ſelbſt weg und wer⸗ den genöthigt im Schweiß ihres Angeſichts ihr Brod zu eſſen. Wer nicht will arbeiten, der ſoll auch nicht eſſen. Wenn der Hunger nagt, dann werden die faulen Hände ſchon wieder zur Arbeit greifen, wozu ſie geſchaffen ſind. Dazu hat Niemand Hände, daß er ſie ſchlaff hohl hinhält, Für Kinder, die noch wenig arbeiten können, rufe man Arbeitsſchulen ins Leben, was mit wenigen Mitteln moglich iſt; nur guter Wille und vereinte Kraft, dann muß es gelingen, wie ſolches viele Exempel in der Nähe und Ferne beweiſen. Statuten-Entwürfe und viele Sitzungen, in denen man hin⸗ und herredet, bedarf es da nicht; eben ſo wenig„große Geiſter“ oder Leute und Männer von„Gewicht“; auch nicht viel Geld und Zeit, Alles das braucht man nicht, ſondern die alleinige Ueberzeugung, daß es da und da fehlt, und daß man helfen wolle. Mittel und Wege finden ſich von ſelbſt. Wer aber die Hand an den Pflug legt, ſehe nicht zurück. f 45 Sodann werden Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. c NN Edictalladung⸗ (423) Nach erkannten Concurſen werden alle diejenigen, welche Anſprüche an das Vermögen des Waldſchützen Georg Bender von Hungen bilden können auf Montag den 28. April und alle Gläubiger des Wirthes und Schuhmachers Heinrich Becker von Trais⸗ münzenberg auf Donnerſtag den 1. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, bei Meidung Ausſchluſ⸗ ſes von der Maſſe zur Anmeldung ihrer For⸗ derungen vorgeladen. Wer liquidirt ohne per⸗ ſönlich zu erſcheinen wird ſo angeſehen als trete er den Beſchlüſſen bei, welche die Mehrheit der anweſenden Gläubiger über Verſilberung der Maſſe und Wahl eines Curators und Gläubiger⸗ ausſchuſſes faſſen wird. 8 Hungen den 22. Februar 1851. 0 Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff. Bekanntmachung. (44) Die zu dem Nachlaſſe des verſtorbenen penſionirten Großh. Stabarztes Renz dahier gehörigen Immobilien, beſtehend in: a) einem dreiſtöckigen ſehr ſchönen Wohnhauſe nebſt Neubau und Holzſtällen in der Burg gelegen, g p) in einem an der Uſa gelegenen Haupt- und Nebengebäude, welches ſich ganz be⸗ ſonders zum Betriebe einer Gerberei oder eines derartigen Geſchäfts eignet, ferner 0c) ein vollſtändiger Branntweinbrenn⸗Apparat oll 0 Mittwoch den 16. April, Morgens 9 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Mittwoch den 2. April, Morgens 9 Uhr, die ebenfalls zum fraglichen Nachlaſſe gehö⸗ renden Getränke, als circa 9 Stück rein gehaltener 18461 Bergſträßer Wein, 2 Stück rother Lützelſächſer 18461, ſodann 8 Stück Aepfelwein und 8 Stück Zwetſchenbrannt⸗ wein, ſowie eine Anzahl ſehr gut gehaltener Fäſſer aller Größe verſteigert, wozu man Steigliebhaber unter dem Anfügen einladet, daß die Verſteigerungsbe⸗ dingungen im Termin bekannt gemacht werden. Friedberg den 27. Februar 1851. Groß. Heſſ. Landgericht Dre. Gläubigeraufforderung. (A6) Ueber das Vermögen der Gebrüder Dotterus Rothſchild II. und Samuel Hirſch Rothſchild zu Heldenbergen iſt der förmliche Concurs erkannt worden und werden daher deren ſämmtliche bekannte wie unbekannte Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen und Vorzugsrechte Mittwoch den 30. April l. J., Vormittags 10 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen und zwar bei Vermeidung ſtillſchweigend eintretenden Aus⸗ ſchluſſes von der Concursmaſſe. Groskarben den 8. März 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Oeffentliche Aufforderung. (479) Die Erben der Magdalene Geck von Beienheim haben ein zu deren Nachlaß gehöriges Grundſtück 546,4 1/91 156 Klafter Acker auf dem Dornaſſenheimerweg verkauft, können aber ihr Eigenthum nicht urkundlich nachweiſen. Es werden deßhalb etwaige Berechtigte hier⸗ durch aufgefordert, ihre Anſprüche an das be⸗ zeichnete Grundſtück binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls ohne Rückſicht darauf der ſtattgehabte Verkauf beſtätigt werden wird. Friedberg den 7. März 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Bekanntmachung. (478) Montag den 28. April d. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll die in Kaichen gelegene, den Friedrich Penſels Eheleuten daſelbſt gehö⸗ rige Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Mühlwerk mit 1 Gang und etwa 9 Morgen Gelände auf dem Rathhaus zu Kaichen unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen verſteigert und ſofern ein annehm⸗ bares Gebot geſchieht, alsbald zugeſchlagen werden. Groskarben den 17. März 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Edictalladung. (499) Die Kinder des verſtorbenen Wirths und Zieglers Chriſtian Höres zu Oſſenheim haben die Erbſchaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Anſprüche jeder Art an den Nachlaß ſind deßhalb bei Georg Maul zu Oſſenheim oder im Termin Mittwoch den 9. April d. J., 5 Morgens 9 Uhr, dahier anzuzeigen, gegenfalls ſie bei der Ver⸗ theilung des Nachlaſſes nicht berückſichtigt werden. Alle Schul dner des Ehriſtian Höres werden zugleich aufgefordert, bis zu obigem Termin ihre Schuld an Georg Maul zu bezahlen, gegenfalls ſie ſofort gerichtlich belangt werden. ö Friedberg den 16. März 1851. Großh. Oeſſ. Landgericht Dr. Oeffentliche Aufforderung. (499) Die Pfandſcheine Nr. 18361 und getan de Vurftigrung onen 4 iu ben Emma loobach, Jorſt 434) Dienfag 115 im 1.. dem Trappſchen& Eichen lohtinden din verſeigert.. nommen, und krfe ſogleich wenn/ de 1 Aue übrig dem Ausgebot eroff Die nden in de Maunſolze rein ge Offfanden, werden g bene geerndtet ul Abtheilung die enig leddeln ergibt, ſow gewonnen wird, Dad Biſtandsalle⸗ ertrag iſt: — A. in den Groß Frauenwa Ab von Wjährigem „ 40,2, 60⸗ un Laftreideln Burgwald Schl. 1 40 bon 27üährigem Be do- und jährt kedeln Burgwald Schla Abt bon löjährigem Be „N- und Alan reideln 9 Mainzerhien 9 Ad uon den. ihr „ und 30 ag tien Summe in den D b. in den E der Gemeinde Oö 9 bon 19⸗ u ibi, al und 2h reldeln ar Gemeinde Od 1 8 Ab on Iüährigem 8 Jihrigen da der Gemeinde O hulen ins nur guter gen, wie deweiſen. man hin⸗ ig„große Ne; auch 18295 find nach dahier gemachter Anzeige ab⸗ handen gekommen, es werden deßhalb diejenigen, welche rechtliche Anſprüche an dieſe Pfänder zu machen haben, aufgefordert, ihre Anſprüche an dieſelben binnen ſechs Wochen dahier geltend zu machen, anſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die verpfändeten Gegenſtände abgegeben werden. Friedberg den 19. März 1851. Für die Pfandhaus- Verwaltung: Faaß. Carl Klein. Bekanntmachung. Die Verſteigerung des 185 1r Ergebniſſes an Eichenlohrinden in den Grßh. Domanial⸗ und in den Eommunalwaldungen des Reviers Ober- rosbach, Forſts Friedberg betreffend. (43) Dienſtag den 1. April d. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, werden zu Friedberg in dem Trapp'ſchen Gaſthaus die nachverzeichneten Eichenlohrinden öffentlich an die Meiſtbieten— den verſteigert. Nachgebote werden nicht ange⸗ nommen, und erfolgt der definitive Zuſchlag ſogleich wenn/ des Abſchätzungspreiſes geboten werden. Alle übrigen Bedingungen werden vor dem Ausgebot eröffnet. Die Rinden in den ſämmtlichen, vorher vom Raumholze rein geſtellten Eichenſtockausſchlag— Beſtänden, werden auf Rechnung der Waldeigen⸗ ſthümer geerndtet und auf jeder Verſteigerungs— Abtheilung diejenige, welche ſich von den Laſt— reideln ergibt, ſowie die, welche durch Klopfen gewonnen wird, von der übrigen ſortirt.— Das Beſtandsalter und der geſchätzte Natural⸗ ertrag iſt: A. in den Großh. Domanialwaldungen: Frauenwald Schlag Nr. XIII., Abtheilung 1, don 20jährigem Beſtand 482 Ctr. „ 40⸗, 60⸗ und 80 jährige Laſtreideln 25„ 507 Ctr. Burgwald Schlag Nr. VII., Abthl. Litr. a., 1 Abtheilung 2, Hon 27jährigem Beſtand 498 Ctr. „ 55⸗ und 69 jährigen Laſt⸗ reideln 47„ 545 Ctr. Burgwald Schlag Nr. VII. Abthl. Litr. b., Abtheilung 3, bon 15jährigem Beſtand 85 Ctr. „ 27 und 41jährige Laſt⸗ reideln 13„ 98 Ctr. Mainzerhecken Schläge Nr. III. u. IV., Abtheilung 4, von 22⸗ u. 23jährigem Beſtand 347 Ctr. „ 34⸗ und 35jährigen Laſt⸗ kreideln 10„ 357 Ctr. Summe in den Domanialwaldungen: 1507 Ctr. B. in den Communalwaldungen: der Gemeinde Obermörlen Matzenplacken, Abtheilung 5, von 19⸗ u. 20 jährigem Beſtand 320 Ctr. „31 und 32jährigen Laſt⸗ reideln 30„ 350 Ctr. ter Gemeinde Ockſtadt Schlag Nr. XVI., Abtheilung 6, von 19 jährigem Beſtand 324 Ctr. „ Z3jährigen Laſtreideln 6„ 330 Ctr. der Gemeinde Oberrosbach Salzberg chlag VII., Abtheilung 7, on 20jahrigem Beſtand 466 Ctr. „40 jährigen Laſtreidelnn 34„ 500 Ctr, Summe in den Communalwaldungen: 1180 Ctr. Hauptſumme: 2687 Ctr. Kaufliebhaber, welche von den Lobſchlägen vor— ler Einſicht nehmen wollen, haben ſich zu wen— ten wegen Verſteigerungs- Abtheilung 1 an Forſtſchutzgehülfen Schlitz zu Niedermörlen; 2 und 3 Großh. Förſter Schnauber zu Winter- fein; 4. an Großh. Forfeſchütz Blecher zu Ober⸗ josbach; 5 an Forſtſchütz Köhler zu Obermörlen; — 90— 6 an Großh. Förſter Gröninger zu Ockſtadt; und 7 an Forſtſchütz Engel zu Oberrosbach. Oberrosbach, Ockſtadt und Obermörlen am 1. März 1851. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers O berrosbach 5 Bing mann. Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Blecher. Klein. König. Steinfahren. (483) Montag den 7. April l. J., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll bei Herrn Gaſtwirth Schneider zu Wölfersheim die Herbeifuhr von 6 Cubikklafter Baſalt aus den Wiſſelsheimer Brüchen auf die Straßenſtrecke von Sodel bis zur Landesgrenze bei Dorheim loosweiſe an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Nidda den 15. März 1851. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Nidda L i n d. Dachdeckerarbeit. (49 Montag den 31. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Vögler die zur Herſtellung des Kirchthurmdaches zu Berſtadterfor⸗ derliche Dachdeckerarbeit, veranſchlagt zu 185 fl., öffentlich an den Wenigſtnehmenden dahier in Accord gegeben werden. Berſtadt den 15. März 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Bekanntmachung. (481) Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der Stadt Großenlinden jährlich drei Krämermärkte geſtattet ſind, welche für das Jahr 1851 abgehalten werden: 1) Dienſtag den 8. April, 2) Dienſtag den 1. Juli, 3) Dienſtag den 2. September, jedesmal 8 Tage nach Gießer Lätari-, Gießer Johanni- und Gießer Bartholomämarkt. Ich erſuche alle Ortsvorſtände dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Auch diejenigen Krämer, welche Stände von hier ausgeſtellt zu haben wünſchen, ſolches als⸗ bald an mich gelangen zu laſſen. Schließlich bemerke ich noch, daß den erſten Markt kein Standgeld erhoben wird. Großenlinden den 14. März 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Menges. Verſteigerung. (521) Donnerſtag den 27. März, Nachmit— tags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle in der Stadtgemarkung mehrere Haufen Weiden— reiſer meiſtbietend und das Setzen einer Parthie Weidenſetzlinge wenigſtnehmend verſteigert. Der Anfang geſchieht auf der ſogenannten Pfingſt⸗ weide. Sodann werden Freitag den 28. März, Mittags 2 Uhr, am ſog. langen Weiher mehrere Haufen Weidenreiſer meiſtbietend und das Setzen einer Parthie Weidenſetzlinge wenigſtnehmend verſteigert. Der Anfang dieſer Verſteigerung iſt zunächſt dem neuen Thore auf dem Seer— graben. Nach Beendigung dieſer Verſteigerung wird das Meierſche Beſoldungsſtück, beſtehend in 29 Parzellen auf drei Jahre, ohne Obſt, meiſtbietend verpachtet und iſt der Anfang an der ſog. Seemühle. Friedberg den 24. März 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender Mobiliar-Verſteigerung. (522) Montag den 31. März d. J. und die fol⸗ genden Tage bis zur Beendigung, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, wollen die Erben der verlebten Georg Schäfer Zr Eheleuten zu Reichels— heim in deren daſelbſt hinterlaſſenen Behauſung 2 Kühe, mehrere Hühner, 2 Gänſe, ein Sopha, 2 Kommode, mehrere Tiſche, eine Parthie Stühle, mehrere Kleiderſchränke, 2 Glasſchränke, mehrere Kiſten, viele männliche und weibliche Kleidungs⸗ ſtücke aller Art, mehrere Bettſtellen, Kupfer, Zinn, Meſſing, Glas, Porzellan, ſowie ſonſt noch allerlei Hausrath, nebſt einer Parthie Waizen, Korn, Gerſte, Hafer und Kartoffeln, freiwillig meiſtbietend verſteigern laſſen. Mit der Verſteigerung des Viehes wird der Anfang gemacht und gegen Beibringung genü⸗ gender Burgſcheine den Steigerern der Kleidungs⸗ ſtücke, Möbel und Hausgeräthſchaften Credit bis Martini l. J. bewilligt. Reichelsheim den 21. März 1851. Schmid, Bürgermeiſter. Main⸗Weſer⸗ Ciſenbahn. Section Gießen. (523) Samſtag den 29. d. Mts., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen Erdarbeiten zunächſt des hieſigen Bahnhofes, veranſchlagt zu 4350 Gulden, durch öffentliche Verſteigerung in Ac⸗ cord gegeben werden. Gießen am 23. März 1851. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur Eickemeper. Bekanntmachung. (820 Der Voranſchlag der hieſigen israe⸗ litiſchn Religionsgemeinde pro 1851 iſt zur Einſicht aller Betheiligten 8 Tage lang bei dem Unterzeichneten offen gelegt, was hierdurch zur Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 24. März 1851. Der Vorſtand der israel. Religions⸗Gemeinde Maher Hir ſch. Holz⸗Verſteigerung. (525) Mittwoch den 2. und Donnerſtag den 3. April l. J., Morgens 9 Uhr anfangend werden in dem Wehrheimer Gemeindewald: 1) im Diſtrikt Oberloh 4. Theil: 440 Stück fichten Leiterbäume, 2750 5„ Hopfenſtangen, 3600 5„Bohnenſtangen, 2500„„Wellen; 2) im Diſtrikt Hesberg 4. Theil: 102 erlen Stämme zu 1767 Cubikfuß, 127 Klafter birken und erlen Prügelholz, 18800 Stück birken und erlen Wellen, öffentlich verſteigert. Es wird bemerkt, daß der Anfang im Ober⸗ loh geſchieht und von da im Hesberg fortgeſetzt wird. Wehrheim den 15. März 1851. Der Bürgermeiſter Ji ger. Holz⸗Verſteigerung. (526) Künftigen Freitag den 28. l. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden auf dem Graflich Solms ⸗Rödelheimiſchen Braunkohlenbergwerk bei Bauernheim über 50 Stecken Brennholz und mehrere Haufen Zimmerſpäne meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Oſſenheim am 19. März 1851. Der Rentmeiſter eis. N N νε Privat- Bekanntmachungen. Empfehlung. (517) Auf bevorſtehende Ausſaat iſt bei Unterzeichnetem zu haben; Deutſcher, Luzerner und weißer Kleeſamen aus 1850r Erndte hie⸗ ſiger Umgegend. Sodann alle Sorten Erbſen ohne Fliegen, Wicken, Gerſte und Hafer. Friedberg den 18. März 1851. Jacob May, Frucht- und Mehlhändler. Zugleich bemerke ich, daß ich eine friſche Parthie Saamenkuchen zu möglichſt billigem Preiſe abgebe. acob Map. — 100— Militäarſtellvertretungs⸗Anſtalt zu Darmſtadt. Caution fl. 45000— in liegenden Guͤfern. (ASS) Um Denzjenigen, die bereits meiner Anſtalt beigetreten ſind und noch beitreten wollen, eine größere materielle Sicherheit zu bieten, habe ich mich mit dem Kaufmann Herrn Carl Hemmerde hier verbunden und hat derſelbe den Werth von Fünf und Vierzig Tauſend Gulden in liegenden Gütern deponirt, worüber die betreffende Beurkun⸗ dung ſich in den Händen des unten genannten Ausſchuſſes befindet. In Bezug auf obige Anzeige laden wir hierdurch die Eltern und Vormünder der Conſcriptionspflichtigen des Carl Schwarz. Jahrs 1851 ergebenſt ein, uns ihr Vertrauen zu ſchenken und recht bald ihren Beitritt zur Aſſekuranz⸗Geſellſchaft pro 1851 zu erklären. Die Herren Miniſterialrath Emmerling, Rechnungsrath Rohde und Gemeinderath Harres haben ſich bereit erklärt ſich der Geſchäfte des Ausſchuſſes der 511 Geſellſchaft unterziehen zu wollen. Darmſtadt im März 1851. Carl Hemmerde. Nähere Auskunft in Bezug auf obige Anzeigen wird mit Vergnügen Empfang nehmen der Agent für den Regierungsbezirk Friedberg Carl Schwarz. ertheilen und Beitritts Erklärungen in H. Hahn. Anzeige. (436) Das unterzeichnete Commiſſions-Bureau iſt in den Stand geſetzt, Allen, welche bis ſpäteſtens den 15. April d. J. deshalb in frankirten Briefen bei ihm anfragen(alſo das geringe Porto nicht ſcheuen), ein nicht außer Acht zu laſſendes Anerbieten unentgeldlich zu machen, welches für den Anfragenden noch in dieſem Jahre ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark oder viertauſend Thaler Preußiſch Courant zur Folge haben kann. Lübeck, im März 1851. Commiſſions- Büreau, Petri⸗Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. Abonnements (527) auf das täglich erſcheinende Frankfurter Journal und die damit derbundene„Didaskalia“ wolle man zeitig bei den zunächſt gelegenen Poſtan⸗ ſtalten einreichen. Preis vierteljährlich bei allen deutſchen(auch öſterreichiſchen) Poſtämtern: 2 fl. 33 kr.— 1 Thlr. 13 Sgr. 8 Pf.= 2 fl. 8 kr. C.⸗M., ausschließlich der geſetzlich be⸗ ſtehenden Stempel⸗ und Beſtellgebühren.— Als eines der verbreitetſten Blätter Deutſch⸗ lands eignet es ſich ganz beſonders zur Aufnahme von Anzeigen aller Art. Frankfurt a. M., im März 1851. Die Expedition des Frankfurter Journals. 6 00 Gulden 5 (832) liegen zum Ausleihen in hieſiger Stat bereit; bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (833) Hiermit mache ich die ergebene An⸗ zeige, daß ich mit friſchen Garten⸗ und Feld⸗ Sämereien den billigſten Preiſen erlaſſen werde. Preis⸗Courante werden gratis ertheilt. Vilbel im März 1851. W. Kullmann. Hofraithe⸗Verſteigerung. (83 Die unterzeichneten Vormünder beab⸗ hannes Schmidts Eheleuten dahier gehörige Hofraithe, beſtehend in einem ſehr geräumigen zweiſtöckigen Wohnhaus, Scheuer, Stallung bringen wollen. 5 Dauernheim am 19. März 1851. J0 b 1 55 ö Vormünder. Zu dee t uf beſtens verſehen bin und dieſe zu ſichtigen die zum Nachlaß der verſtorbenen Jo⸗ lokal, ſowie einem Felſenkeller und Garten bi der Hofraithe, im Termin Freitag den 11. April, Nachmittags um 1 Uhr, öffentlich zu verſteigern was ſie hiermit zur Kenntniß des Publikum! Holzſchoppen, Brandwein- und 10 7% Zu verkaufen. (187) Ein 11 Jahr altes, ganz fehlerfreies braunes Wallachpferd zum Zug- und Oekono— miedienſt ſehr brauchbar wird verkauft, blos weil es kein angenehmes Reitpferd iſt. Aus⸗ geber d. Bl. ſagt wo? Empfehlung. (328) Alle Sorten Saamen ſind auch für dieſes Jahr wieder friſch und billig zu haben bei Wilhelm Schmidt, neben dem Landgericht. 3 oer kauf e n. (329) 100 Stück Jährlingshämmel, welche aber auch in kleinen Stämmen abgegeben wer⸗ den, hat zu verkaufen G. M hel, Schäfer in Wohnbach. Bekanntmachung. (530) Durch heute ſtattgehabte Verlooſung iſt die Actie Nr. 54 der Caſino-⸗Geſellſchaft rück⸗ zahlbar geworden. Dexen Betrag kann bis zum 1. Juli d. J. gegen Zurückgabe der Urkunde und den dazu gehörigen, noch nicht verfallenen Zins⸗Coupons aus der Geſellſchaftskaſſe dahier in Empfang genommen werden. Friedberg den 18. März 1851. Der Vorſtand der Caſino-Geſellſchaft. Aepfelbaͤumchen!! (531) 5, 6 bis Sjährige, aus dem Kern und ſehr ſchön gezogen, werden innerhalb 14 Tagen bis 3 Wochen aus der Baumſchule in dem Garten des Directors zu Marienſchloß zu höchſt billigem Preiſe abgegeben. Kaufluſtige wollen ſich an C. Nispel daſelbſt wenden. (835) Eine noch im guten Zuſtande 42 Fuß lange und 32 Fuß breite Scheuer ſteht auf dens Abbruch zu verkaufen bei. Gebrüder Gübler, Bauernheim. —— Frankfurter Gold-Cours vom 21. März 1851. Piioſeen 9 Friedrichs dos: 9 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 47-48 Rand⸗Ducaten. e 5 20 Frankſtückke 9 Engliſche Souverains.. 11 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 0 * 3 0 Ano Wer i dat, us da Markte in alten armen ein reicher biren ausge mädchen ein hundert Th. habe, nam wollt, et w ja auch wahr zu kommen, f Breslau habe ſchichte. Leſet Zwei e gerade ſo au auch, und w hall überall Wilrwe, die Jahren, Ei geſagt: Ge wär' mir li brächteſt; gut, wenn Wir haben viel, und dit uß. Die e aber der Zu ſanntlich wa 15 eines? as ſo deen 12 ig hben se 10 in die Au e hub 9 ue U 55 J. ſei Nan, hat und Eſſer Ene lagen vil ot gerne 60