eigen 9. 23. Febr. verrichtet: Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M17. Mittwoch den 26. Februar 1831. unſere verehrlichen Abonnenten ſehen wir uns veranlaßt hiermit zu benachrich— tigen, daß die Fortſetzung dieſes Blattes von Nr. 18 ab nur an Diejenigen ver— abfolgt wird, welche den Abonnements-Preis gezahlt, resp. eingeſandt haben; Gemein— den ſind ſelbſtredend hiervon ausgeſchloſſen. Die Expedition des Friedberger Intelligenz⸗Blattes; Ferner 1 Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre, ſowie die Großh. Gendarmerie des Regierungsbezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen wegen Entwendung von Klei— dungsſtücken zum Nachtheil mehrerer Knechte des Pachters Grein in Wickſtadt. Sie werden hiermit beauftragt, auf den des rubricir— ten Diebſtahls verdächtigen, ſich ſeit bereits mehreren Jahren mit einem Heimathſcheine in die Wetterau begeben habenden Heinrich Kasper von Wettſaaſen, zu fahnden und ihn im Betretungsfalle zu arretiren und an Großh. Land— gericht dahier abzuliefern. Friedberg am 14. Februar 1851. ee e e Di, b. an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Den Abgang der Landgeſtütsbeſchäler auf die Geſtüts⸗ ſtationen in der Provinz Oberheſſen. Daß die Großh. Landbeſchaler auf die Geſtütsſtation nach Altenſtadt am 2. März l. J. von Darmſtadt dahin abgehen, dies haben Sie alsbald in Ihren Gemeinden bekannt zu machen. Friedberg den 23. Februar 1851. eee Bekanntmachung. Zwiſchen Kirchgöns und Gießen iſt ein Geldbeutel mit 5 fl. gefunden worden;— wer ſich als Eigenthümer auszuweiſen vermag, kann ſich dahier binnen 4 Wochen anmelden, gegenfalls dem Finder dieſes Geld überlaſſen wird. Friedberg den 17. Februar 1851. Gr. Heſſ. Regierungscommiſſion Ougri er. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 3 enthält: 1) Verordnung vom 25. Januar, die Be⸗ ſeitigung der bei Beförderung von Auswanderern beſtehen— den Mißbräuche betreffend.— 2) Bekanntmachung, die Er⸗ hebung des Chauſſeegeldes, hier die Abänderung des Längenverzeich— niſſes betreffend.— 3) Bekanntmachung, die Vergütung für die in 1851 in Geld zu berichtigenden Beſoldungs- und Penſions-Natu⸗ ralien betr.— 4) Orden: Penſ. Hofkammer-Regiſtrator Zehfuß ſilb. Kreuz des V.⸗O. Philipps d. G.; Regierungsrath Heim Com- thurkreuz 2 Kl. deſſ. Ordens.— 5) Namensdberänderungen: Adoptivtochter des Cigarrenfabrikanten Neubert zu Offenbach, Katha— rina Lanio, darf künftig den Namen„Neubert“ und Emil Schmidt aus Gießen, künftig den Familiennamen„Müller- führen.— 6) Promotionen an der Gr. Landesuniverſität Gießen im Jahre 1850 zur a) philoſ. Doctorwür de: Emil Steinmetz aus Gießen; Joſeph Moltban aus Niederingelheim; Wilhelm Minrath aus Weinsheim; Johann Baptiſt Keller aus Bensheim; Chriſtian Wiener aus Darmſtadt;— b) zur Doctorwürde der Heilkunde: Wilhelm Hillebrand aus Gießen; Franz Chriſtian Sommer aus Gauböckelheim; Carl Hofmann aus Gießen; Theodor Schildwächter aus Homberg a. d. Ohm; Guſtav Heumann aus Darmſtadt; Adolph Dittmar aus Fürth; Hermann Trapp aus Friedberg; Friedrich Jacob Ackermann aus Gronau; Georg Jung⸗ mann aus Neckarſteinach;— e) medieiniſche Ehrendiplome erhlelten: Medieinalrath und Phyſieatsarzt Ur. Pilgram zu Butz— bach als Erneuerung der Promotion vor 50 Jahren; Stabsarzt Zöll zu Darmſtadt.— 7) Dienſtnachrichten: Decan Baumann er⸗ hielt die kath. Pfarrſtelle zu Virnheim, Pfarrer Gardt die kath. Pfarrſtelle zu Bingen; Pfarrer Rauth die kath. Pfarrſtelle zu Bretzen— heim, Pfarrer Kilian die kath. Pfarrſtelle zu Unterſchönmatteuwaag; 5— 66 Rector Reutzel die evangel. Pfarrſtelle zu nan ber. bach und dem Schalvicar Fiſcher wurde die evangel. 10. ſtelle auf dem Helmhof bei Wimpfen übertragen. Reviſions⸗„ leur Schlapp zu Mainz wurde von der Uebernahme der Sie e eines Niederlage-Verwalters bei dem Haupt- Zoll? Amte e der Controleur zu Bingen, Ackermann, zum Ae erwalte r zu Mainz; der Aſſiſtent Zimmer zu Mainz, zum Controleur zu Bingen; der Hauptzollamtsgehulfe Erb zu Mainz zum e und Ernſt Henſing zum Gehulfen bei dieſem Hupen 2 Dem Schulvicar Reinheimer zu Kaichen wurde 1 910 ebangel. Schullehrerſtelle daſelbſt; dem Schulboicar Faulſtuch 5 toßouch, 0 daſige evangel. Schullehrerſtelle und dem Schulvicar Dieß zu Ze 5 bauſen die 2. kath. Schullehrerſtelle daſelbſt; dem Schullehrer Amen; die 2. evang. Sa ullehrerſtelle zu Meſſel; dem Schulvicar arommel⸗ bein die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Neckarſteinach übertragen und präſentirter evangel. Pfarrer Kammer fur Dernour e beſtatigte Advokat⸗Anwalt Kramer zu Mainz wurde zum Michtor 75 dem Kreisgerichte daſeloſt, und O.-Fin.⸗Kam.⸗Sec.⸗Acceſſiſt Mere zum Geh. Seer.-Acceſſiſten bei dem Ginanzminiſterium ernannt.„Richter an dem Kreisgerichte zu Alzey Ur. Schmitt, erhielt auch die Zunc⸗ tionen eines Unterſuchungsrichters far den Bezirt auf die Dauer von weiteren 3 Jahren. Dem Schulvicar Spamer zu Biedenkopf wurde die 5. evangel. Schullehrerſtele daſeloſt, und dem Lehrer der 4. evangel. Schule zu Wimpfen a. B., N aper, die 4. evang Schul⸗ lehrerſtelle puls, ſowie dem Lehrer an der 5., Strein, die 4. Stelle daſelbſt übertragen.— 8) In den Ruheſt and N 18 ſetzt: der Schullehrer Keller zu Affhollerbuch. 8 a ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Leidhecken, Aeg.⸗Bez. toda, mi jährl. 1087 fl.; die kath. Pfarrſtelle zu Kempten, Neg.⸗Oez. Mainz, mit jahrl. 681 fl.; die kat). Pfarrſtelle zu Alzey, Aeg. vez. Worms, mit jäbrl. 711 fl. 36 kr.; die Phyſicatsarztſteue zu Langen, deg.-Vez. Darmſtadt; die 2. evangel. Schullehrerſtelle zu Dicken dach Reg⸗vez. Heppenheim, mit jährl. 265 fl. 59 kr., neoſt 8 fl. VBergatung fur Heizung; die 2 kath. Schullehrerſtelle zu Bretzendeim, Aeg. Bez. Mainz, mit jährl. 300 fl.; die 5. mit einem evangel. Lehrer zu be⸗ ſetzende Schullehrerſtelle zu Alzey, mit jahrl. 500 fl. ohne Wohnung; die 6. evangel. Schullehrerſtelle zu Aczey mit japrl. 300 fl 9 Wohnung; die 7. mit einem kathol, Lehrer zu beſetzende e ſtelle zu Alzey mit jahel 300 fl. ohne Wohnung; die Stelle 110 Revierforſters von dem Forſtrevier Dudelsheim, Corſts Nidda, mit der etatsmaßigen Beſoldung der 3 Klaſſe; concurrenzfahige Bewer⸗ ber um dieſelbe haben ſich binnen 6 Wochen bei der Großh. Ober. forſt⸗ und Domanendirection zu melden.— 10) Geſtoroen ſind: Fruchtmeſſer Breider zu Vilbel; penſ. Amtmann Wurſchmitt zu Dieburg; penſ. Gendarmeriebrigadier Lang zu Fricdberg; penſ. Schullehrer Neubauer zu Overtlingen; Schullehrer Folſing zu Meiches; Schullehrer Hartmann zu Wimbach; penſ. Gendarm Wenzel zu Schotten; Penſionar der Saline Theodorodalle, Bei⸗ ſiegel zu Karlshalle; Kreisgerichtsbote Lecerf zu Oſthofen; evang. Pfarrer Guntrum zu Eberſtadt. Der redliche Sohn. (Fortſetzung.) 5. Der Gefängnißthurm, in welchem wegen ihrer Schul— den ſogenannte Betrüger aufbewahrt wurden, ein graues alterthümliches, vielzerriſſenes Gebäude, erhob ſich aus den Tiefen des öſtlichen Walles der Rheinſtadt K. Die ungeheuren Steinmaſſen, die ſchmalen Fenſter mit den ver⸗ ſchlungenen eiſernen Stangen, die zahlloſen Spinngewebe, die Niſtung von Fledermauſen, die zerfallenen Treppen, welche zu einer eiſenbeſchlagenen Thüre hinlenkten: dies Alles enthielt ſo viel Schreckhaftes, daß wer von Außen den freien Blick um das Gebäude ſchweifen ließ, bang die Augen niederſchlug und im Herzen für Alle tiefes Mir⸗ leid fühlte, welche dem Grenzſteine ihrer Lebenszeit in dieſen Mauern des Unmuths entgegenharrten. Abſtoßend war das Ausſehen der verzerrten Gramgeſtalten, welche grinſend durch die Eiſenſtäbe blickten. Eingekerkerten waren zumeiſt ſchwarzgelb und die Augen lagen matt in der eingeſunkenen Höhle, denn der giftige Hauch der Kerkerluft verzehrte die Geſundheit; Gram und oft auch verzweiflungsvoller Lebensüberdruß ſchlug die Denkkräfte der Seele in tödtliche Feſſeln. Das Junere des Thurmes kam ſeinem Aeußeren ganz ähnlich. Die Gemächer ſahen trüb, ja nachtdüſter aus, und nur ſpär⸗ Hermann ärmlichſten Strohſacke. Die Wangen der lich fiel das Sonnenlicht durch die Eiſengitter. Die Gange dehnten ſich lange hin, aber ſehr ſchmal. Zu beiden Seiten ſtarrten Thüren von Menſchenbehältern mit ſchwerem Metall beſchlaßen und mit gewichtigen großen Schloßvorhängen ſcharf verwahrt. Eine Oellampe beleuchtete den Gang. Dumpfes Schweigen lagerte rings, welches zuweilen nur von den Seufzern der Unglücklichen und dem Kettengeklirre durchdröhnt wurde. In einem dieſer Gräber für die Lebendigen fand auch Walther ſeinen Aufenthalt, der des Betrugs an⸗ getlagt, aber deſſen aus eigener Schuld ſich doch nicht be⸗ wußt war. In der Mauerniſche lag der Greis auf dem Der irdene Krug und das Stück Brod daneben auf der hölzernen Bank bezeichneten den Schuldner, welcher nicht zahlen kann und ſich ſomit als Betruger erwieſen. Vom rechten Arme ſchräg zum linken Fuße herunter war er mit Feſſeln gebunden. Die einzel⸗ nen grauen Haarlocken hingen zerſtreut ihm über die Stirne herab. Er ſah trub aus, denn die Blaͤſſe des Kummers bedeckte ſein Angeſicht. Oft richtete er ſich vom Stroh⸗ lager auf und betete mit der innigſten Ergebung in die Fugungen Gottes. Was könnte wohl auch im Glück die Brut uns mehr beſeligen und in Stürmen das Herz mehr erheben, als das Sichbeugen unter die Hand des Herrn, weiche bald durch Blumen und bald durch Dornen leitet, aber daun doch gewiß zu unſerm Beſten! So tröſtete ſich auch der Alte mit der Ruhe des guten Bewußtſeins, daß er dieſe Strafe der Verbannung aus dem Kreiſe der Leben— den nicht verdient habe. Das allein nur pflückte jede neue Knospe der Heiterkeit von ſeinem Herzen ab, wenn er eines Weibes gedachte und der Kämpfe deſſelben auf dem Sterbebette; wenn er gedachte ſeiner Tochter und ſeines Sohnes, wie ſie in frommer Liebe um ihn weinen und ihm nicht helfen können. Helfen wollen und nicht können, iſt eine Wunde, welche mehr ſchmerzt in der Seele, als alle Pein des Körpers. Er hatte von Beiden nichts mehr ſeit der Gefangeunehmung gehört. Zuweilen richtete ſeine Sehnſucht zu dem Wärter die Fragen: Ob er von Guſtav, ob er von Oorothea keine Kunde vernommen habe? Der Wärter horte dann zwar den Unglücklichen, blieb aber ſtumm und gung, ihn nicht eines Blickes würdigend, zur Thure hinaus. Eines Tages hatte die Morgenglocke das Grauen des Tages verkündet. Hermann Walther ſchleppte ſich nach ſeiner ſchon angenommenen Gewohnheit zu der von Wurmern benagten hölzernen Bank, zum friſchen Trunk Waſſers und zum Brodſtücke die Hand ausſtreckend. Als er den Krug berührte, trank er ſtatt des Waſſers den koͤſt⸗ lichſten— Wein. Er ſtaunte. Er glaubte noch zu träumen. „Was iſt das?“ fragte ſein Wort die ſtarren Wände. Er verſuchte den Kraftſaft noch einmal, der ihm alsbald die Lebensgeiſter anfriſchte und die mürben und abgewelkten Glieder des Koͤrpers ſtärkte. Zur Seite des Kruges ſtand ein Körbchen mit koͤſtlichen Speiſen angefüllt. Mehr hätte der Verlaſſene nicht erwarten dürfen am Abend ſeines Lebens und in dieſer Gruft. Aber ein Räthſel blieb es ihm, weſſen Herz ihn bemitleidete und weſſen Hand ihm die Gaben der chriſtlichen Milde dargeboten. Auf dem Tiſche ſtanden Blumen und die Dornenkrone des Erlöſers (denn das Bild des Gekreuzigten hing an der Mauer über dem Tiſche) war hinweggenommen und mit einem Kranze friſcher, ſüßduftender Roſen vertauſcht, vielleicht fuͤr den armen Dulder das Sinnbild, welches ihm deuten ſoll, wie das ungetrübteſte Heil oft aus Stürmen geboren wird. Selbſt das altergraue Gemach des Gefängniſſes ſah freundlicher aus; von der Seite blickte man durch ein ſtets ſonſt verſchloſſen geweſenes und nun geöffnetes Fenſter ligenben Tha — Bekannt 1 Edit 50 Ech 9 hal Goßb. lan, Alle dek ſid daher im Le Mutwoch Vo bei Vermeieung den und zu begt Prätlufpodccnek! Buß bach de Ftuchtver (278) Dien mags 11 U Caffhauſe zum; Juchem des far lich berſteigert Gare und 12 M FDriedderg der Dun Gr. Rentamt Deme Beka! (206) Jreiag 8 Uhr, sollen in meinde Veientein Im Su MS J% 4) 120 ö 5) 5 Stam 22 30 . Juß b. an den Meiffbie⸗ man hiermit unt Offenklichen Rennt gerer zum Gebot den Jahren 1849 meindekaſſe mit üchſand ſind. Veienheim! De Die Ouuge den Seitn em Metall Lordungen den Gan vellen nur lengeklirre fand au trugs an⸗ nicht be⸗ auf dem as Stück neten den ſomit als um linfen die einzel⸗ die Stirne Kummers n Stroh⸗ ug in die Glück die erz mehr s Herrn, zen leitet, 'oſtete ſich eins, daß der Leben⸗ jede neue wenn er auf dem und ſeines einen und fonnen, ele, als ts mehr tete ſeine Guſtav, 4 Der eb abet end, zur Grauen ppte ſich der von en Trunk end. Als den koſt⸗ träumen. Wände. alsbald gewelkten ges ſtand ehr halte A ſeiues blieb es ind ihm juf dem Erlöſers Mauer 1 in ſchöne von grünen Fruchtbäumen und tiefblauen Bergen begrenzte Gegenden. In der Nähe ragte das Frauenkloſter der barmherzigen Schweſtern mit ſeinen Schiefergiebeln aus dem Obſtbaumſchatten hervor und man ſah, wie da— hin zahlreiche müde und alte Pilger wandelten, welche in das Gras des Kloſterhofes ſich niederließen un) daſelbſt durch die Bewohner dieſer heiligen Mauern bewirthet wurden. Neugierig trug Hermann Walther die hölzerne Bank zum Fenſter, und labte den an die Nacht der Ker— kergruft gewohnten Blick an dem Blüthenſchmucke der um⸗ liegenden Thäler. (Schluß folgt.) Miszellen. Vor Luther ſollte einſt ein Kandidat der Theologie über das Evangelium vom guten Hirten predigen. Als derſelde gleich bei den Worten: Ich bin ein guter Hirte ſtecken blieb, ſagte Luther zu ihm:„Steigt nur von der Kanzei herab; ein gutes Schaf mögt Ihr wohl ſein, aber kein guter Hirte.“ Als der berühmte Schauſpieler Ochſenheimer in Wien auftrat und Alles von ihm entzückt war, rief ein ſchlechter Schauſpieler:„Ach, wäre ich doch nur die Hälfte von dieſem großen Künſtler!“—, worauf ihm der Komiker Weidmann Leakne erwiederte:„Seien Sie ruhig, mein Lieber, die erſte Sylbe von ihm ſind Sie ja ſchon.“ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. U. Edictalla dung. (28) Gegen Adolph Eſchbächer zu Rocken⸗ berg hat Großh. Hofgericht formellen Concurs erkannt. Alle bek nnte und unbekannte Anſpruche ſind daher im Termin Mittwoch den 2. April J. J., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des Rechtsnachtheils anzumel⸗ den und zu begründen, daß ſonſt ohne weiteres Präcluſivodeciet Ausſchluß von der Maſſe eintritt. Butzbach den 4. Jebruar 1851. Großh. E77 3 bel. Fruchtverſteigerung zu Buß bach. (278) Dienſtag den 4. März d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe von den 1850. Früchten des fiscaliſchen Speichers daſelbſt öffent⸗ lich derſteigert: 53 Malner Korn, 10 Malter Gerſte und 12 Malter Hafer. Friedberg den 12. Februar 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domanenrath Beau ß. Bekanntmachung. (298) Freitag den 28. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Ge⸗ meinde Beienbeim, Diſtrikt Bauberg: 10 173 Stecken buchen Scheitholz, 27 6„„ Prugelpholz, 3„„ Siockyolz, 4) 129„„ Reiſer, 5) 5 Stämme buchen Werkholz von 13 bis 22 Zoll Durchmeſſer und 20 bis 50 Fuß Länge, an den Meiſtbietenden verſteigert werden, was man hiermit unter dem beſonderen Aufugen zur offentlichen Kenntniß bringt, daß nur ſolche Stei⸗ gerer zum Gebot zugelaſſen werden, welche von den Jahren 1849 und früher an die bieſige Ge⸗ meindekaſſe mit der Bezahlung nicht mehr im Rückſtand ſind. Beienheim den 18. Februar 1851. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Edictalla dung. (3170 Da zur Sprache gekommen, daß die ſchon ſeit lange Zeit in völlig unbekanntem Aufenthalt abweſenden Brüder Ehriſtian Weil und Johann Gübert Weil von Bellersheim öffentlich aufzurufen ſeien, damit wegen ihrer Beerbung verfügt werden könne, ſo werden die ſelben aufgefordert, ſich innerhalb 3 Monaten anzumelden, indem ſonſten ihr Ableben unter- ſhellt und demgemaß weiter verfügt werden wird. Hungen den 13. Februar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edietalla dung. 5 (318) Bei der Güterabgabe von Seiten der Wuülwe des Adam Reuhl 1. von Holzbeim iſt zur Sprache gekommen, daß auf das uber- gebene Gut noch 70 fl. an Chriſtoph Wellers Erben zu bezahlen ſeien. Das nahere Verhalt— niß iſt jedoch eben ſo wenig als wer dieſe Chri⸗— ſtoph Welleriſchen Erben find, zu ermitteln ge— weſen und wird deßhalb offentlich bekannt gemacht, daß, wer Anſpruche zu machen gedenkt, ſolche ſo gewiß binnen 3 Monaten anzeigen und be⸗ gründen muß, als ſonſten der bereits bei dem Burgermeiſter deponirte Betrag an die Erben zurückgegeben werden würde. Hungen den 19. Februar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Hofraithe⸗Verſtelgerung. (319 Dienſtag den 4. März, Morgens um 10 Uhr, wollen die Konrad Fauſt'ſchen Eheleute dahier in hieſigem Rathhauſe ihre an dem neuen Schulbauſe belegene Hofraithe einer meiſtbieten— den Verſteigerung ausſetzen, welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß brangt Friedberg den 24. Februar 1851. In Auftrag Der Groß. Heſſ. Burgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (320) Dienſtag den 4. März, Morgens um 10 Uhr, wird in hüeſigem Rathhauſe die Hof— raithe des J. C. Nagel 11. meiſtbietend ver— ſteigert mit dem Anfugen, daß nunmehr land— gerichtliche Genehmigung nicht vorbehalten und ſofort die Genehmigung ertheilt werden wird. Friedberg den 24. Februar 1891. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (321) Montag den 3. k. Mis., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung: u) von 200 Bajonettſcheidenhaken, und b) die Abanderung von 200 Taſchen und Bajonetiſcheiden nach neuer Ordonnanz, in dem oben gedachten Verwaltungsbureau auf dem Soummiſſtonsweg an die Wenigſtnebmenden in Accord gegeben und die Steigerungsbe— dingungen können von heute an in oben gedach⸗ tem Bureau eingeſehen werden. Dies den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 20. Februar 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Strohlieferung. (322) Montag den 3. k. Mts., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 500 Ge— bund Kornſtroh in die Betten der ledig caſernir- ten Mannſchaft dahier, in dem Verwaltungs- bureau auf dem Soummiſſionsweg an die Wente ſtnebmenden in Accord gegeben und die Lieferungsbedingungen können von heute an in oben gedachtem Bureau eingeſehen werden. Die Gr. Herrn Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den erſucht, daſſelbe im Intereſſe ihrer Gemein⸗ den gefalligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 20. Februar 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Obderquartiermeiſter. Jagd- Verpachtung. (328 Die Jagd in hieſiger Gemarkung ſoll Donnerſtag den 27. Februar, Morgens 10 Ubr, auf hieſigem Rathhaus öffentlich an die Meiſtbietenden verpachtet werden. Obbornhofen den 19. Februar 1851. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Schmid. Holz ⸗Verſteigerung. (324) Donnerſtag den 27. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, ſollen in dem Frhrl. von Low'ſchen Wald bei Wiſſelsheim: 4 Stecken kiefern Prügelholz, 3350 Stück dergl Wellen, und 2000„ dergl. Prügelholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurt? den 22. Februar 1851. Der Frhrl. von Löw'ſche Revierförſter Weigand. Holzverſteigerung. (325) Donnerſtag den 27. Februar l. J., des Vormittags um hald 9 Uhr, ſoll in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt große Johannisheck(oberhalb dem Löwenhof), nach⸗ ſtehendes Holz, als: 17 Stecken eichen Scheitholz, 97„„ Prügelholz, 665„„ Stockholz, 72 Stämme Bau ⸗, Werk und Nutz⸗ bolz, 3701 Cubditkfuß enthaltend und 2 Schichten Werkſcheitholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt am Eingang des oben genannten Walddiſtricts.. Oberros bach den 21. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Eichen Bau- und Werkholz⸗Verſteigerung in dem Altenſtädter Gemeindewald. (326) Dienſtag den 4. März d. J., Vor- mittags 9 Uhr, kommt in dem hieſigen Gemeinde- wald nachſtehend verzeichnetes eichen Bau- und Werkholz zur öffentlichen Verſteigerung: A. Diſtrikt Eichwald: 7 Stämme eichen Bauholz, 653 Cubikſuß, B. Diſtrikt Haale: 16 Stämme eichen Bauholz, 1233 Cubikfuß, 5„„ Werkholz, 99 7 Altenſtadt den 22. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Holz⸗Verſteigerung 0 (327) Montag den 3. März l. J., Morgens 10 Uhr, ſollen im Florſtädter Gemeindewald: 10 1 Stecken buchen Scheitholz, 2) 80„eichen 1 3) 12„„ Prügelholz, 4 2„ birken 1 59 5„eichen Stockholz, 6) 1625 Stück eichen Wellen, 7) 325„ birken Wellen, 10 Fuß lang, 8) 850„ aspen 1„„„. 9) 1500„ ſalweiden„„ 10) 100„ buchen Baumſtützen, 11) 183 Meichen Stangen von 4— 5“ Durchmeſſer, 696 Cubikfuß haltend, 12) 256 Stück eichen Stämme Bau⸗ und Werkholz, 8115 Cubikfuß haltend, meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt auf der ſ. g. Kahlplatte. Florſtadt den 22. Februar 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Holz-⸗Verſteigerung. (328) Montag den 3. März d. J., Morgens 10 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeindewald Langenhain, Diſtrikt Hühnerpfad, folgendes Werk— und Nutzholz einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 1) 42 eichen Bauftämme, 2) 12 erlen Stämme, 3) 82 Stück erlen Rüſtreiteln, zugleich wird noch bemerkt, daß eine Zahlungs⸗ friſt bis Martinitag 1851 geſtattet wird. Langenhain den 20. Februar 1851. Der e n u f h. Bekanntmachung. (329) Donnerſtag den 27. und Freitag den 28. Februar d. J. werden in den Domanial⸗ waldungen des Reviers Hochweiſel, Forſts Fried⸗ berg, in dem Diſtrikte Iſſel nachſtehende Holz⸗ ſortimente öffentlich meiſtbietend unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert. Bemerkt wird hierbei nur noch, daß der Abfuhrtermin des Holzes bis 1. Oktober d. J. erſtreckt wird: 15 27 Stecken nadel Scheitholz, 20 75„erlen 1 3) 157„ nadel Prügelholz, 4) 1„ birken 1 2„ erlen„ 6) 105 ¼„birken und nadel Stockholz, 7 50 Stück birken Wellen, 8) 5400„nadel und erlen Wellen, 9) 1 birken Stamm mit 8 Cubikfuß, 10) 239 nadel Stämme mit 2529 Cubikfuß, 11) 4 erlen 2 5 232„ 125 6 birken Stangen„ 32 13) 381 nadel 5 6 591 17 14) 10 erlen„„ 39. Die Zuſammenkunft iſt des Morgens 8 Uhr im obigen Diſtrikt am Brunnen und wird das Brenn- und Bauholz gleichzeitig verſteigert werden. Bodenrod den 21. Februar 185 l. Der Großh. Heſſ. Revierverwalter des Reviers Hochweiſel Binde wald. 250 Gulden (330) liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 22. Februar 1851. Hildebrand, Kirchenrechner. Bekanntmachung. (381) Freitag den 28. dieſes Monats, Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Gaſtwirths W. Bingel in Dorheim folgende geeichte Fruchtgemäße, als: zwei Kornmeſten, eine Hafermeſte, ein Geſcheid, ein/ Geſcheid, ein/ Geſcheid, alt Friedberger Maaß, ſowie ein Simmer, ein Sechter und ein Geſcheid — 8— Hanauer Maaß, öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Windecken am 22. Februar 1851. . Kurfürſtliche Rentei daſelbſt Deichmann. Bekanntmachung. (832) Die am 20. l. Mts. abgehaltene Holz⸗ verſteigerung im Freiherrl. von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſeleck iſt genehmigt worden und kann das Gehölz nach den ſchon bekannten Bedingungen abgefahren werden. f Friedberg den 24. Februar 1851. In Auftrag: F a a tz. Privat- Bekanntmachungen. Militärſtellvertretungs⸗Anſtalt von Carl Schwarz in Darmſtadt, f Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. (80) Die Statuten der ſich in obiger Anſtalt bildenden Aſſecuranz-Geſellſchaft pro 1851, welche ſchon eine größere Anzahl Mitglieder zählt, können bei mir in Empfang genommen werden und lade ich die Betheiligten zum alsbaldigen Beitritt hiermit freundlichſt ein. NB. Die Einlage iſt auf fl. 175. herabgeſetzt. Der Agent H. Hahn. Braunkohlen (333) liegen große Vorräthe auf der Grube bei dem Heſſenbrückenhammer und werden fortwäh⸗ rend zu folgenden Preiſen abgegeben: holzige zu 17 kr., grobe zu 13 kr., Brocken zu 10 kr. und feine Brocken Eentner. zu 8 kr. per Annonce. (2877) Sehr ſchönes leinenes und baumwol⸗ lenes Einſchußgarn zu billigen Preiſen, ſowie auch eine neue Sendung Flachs iſt dieſer Tage bei mir angekommen. Butzbach den 16. Februar 1851.„ Moſes Mayer. Steinkohlen. (302) Ich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich von jetzt an fortwährend ein Lager in Stein⸗ kohlen unterhalte mit dem Bemerken, daß ich ſtets eine ausgezeichnete Sorte Kohlen für Feuer⸗ arbeiter zum Schmieden führe und ſolche zu den äußerſt billigen Preiſen erlaſſe. Friedberg im Februar 1851. Carl Frick, dem Bahnhof gegenüber. Muſikverein in Friedberg. (334 Sechſte Abendunterhaltung des Muſfik⸗ vereins Mittwoch den 26. d. M. bei G. Philippi im ſteinernen Haus. 5 Der Vorſtand. Anzeige. (335) F. D. Flore gibt ſich die Ehre, ſeinen geehrten Subſeribenten anzuzeigen, daß er Don- nerſtag den 27. d. Mts., Abends präcis 6¼ Uhr, im Saale des Herrn Gerlach eine muſi— kaliſche Unterhaltung geben wird, worin er ſich in mehreren Piegen auf der Flöte produciren wird. Erklärung und Abfertigung! (836) Die Rolle eines Bettlermädchens hat fich auf dem Gerlach'ſchen Balle ſo bewährt gefunden, daß die Unternehmerin mit vieler Mühe Einen Gulden und zwei Kreuzer zuſammen⸗ brachte, welcher Betrag ſchon am verfloſſenen Mittwoch der armen Nachbarsfamilie Sch. ver⸗ macht wurde. Dies dem beſorgten Einſender von Nr. 315 d. Bl., welcher wahrſcheinlich auch einen Kreuzer opferte, zur Nachricht, mit dem Bemerken, daß, wenn ihn die allenfalls gegebene Kleinigkeit reut, das Bettelmädchen bereit iſt, von eigenem Vermögen Rückerſtattung zu leiſten. Gemäſtetes Kuh⸗ und Rindfleiſch, (337) das Pfund zu 7 kr. und das Pfund Servelatwurſt zu 24 kr., wird verkauft von Friedberg den 23. Februar 1851. Heinrich Hedderich, Metzgermeiſter. Jide em ert he n. (338) Eine Wohnung im 3. Stocke meines Hauſes, beſtehend in 6 heizbaren Zimmern, welche auf Verlangen auch getrennt werden, hat zu vermiethen G. Philippi im ſteinernen Haus. Großer Gaſthofverkauf im Großherzogthum Heſſen. (339) Die Unterzeichneten ſind geſonnen ihren Gaſthof„zum deutſchen Hof zu Butzbach, wel⸗ cher an der Hauptſtraße von Frankfurt a. M. nach Kaſſel und nur 80 Fuß von der Eiſen— bahn entfernt liegt, einer freiwilligen Verſtei⸗ gerung, Donnerſtag den 20. März l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in loco auszuſetzen, wozu Steigliebhaber eingeladen werden. Außer den umfaſſenden, bedeutenden und im beſten Zuſtande befindlichen Räumlichkeiten fügt man an, daß der hierzu gehörige Flächengehalt 800 ◻HKlafter beträgt und unſer Etabliſſement zu jedem groß⸗ artigen Fabrik- und anderm Geſchäft geeignet erſcheint. Beſonders wird noch bemerkt, daß dabei ein mit reichhaltigem Waſſer verſehener Brunnen, deſſen Qualität nach chemiſchem Gutachten vor⸗ züglich zur Bierbrauerei als gut befunden, be— findlich iſt. Bußbach am 20. Februar 181. Carl Becker& Comp. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. „ 1— 1 18 — A Negerung an die Grof Betreffend: Sie w daß die Hau 1) die für d 8 auf d 2 die für de auf d. Hunge vom 1. 5 Mt ſcht offen läge Friede t Nr. 2 Berufung der a as laufende e 0 durch die wegen 59 perſ 9580 wegen 33 die ebangel. fe pf, mit jährl. 1 6 N etittlicw wie 5 0 es ung 9