). 12 0 u N. Juni. ell. dach. Intelligenz-Blatt 1c fuͤr die , Provinz Oberheſſen Stadtkirche im Allgemeinen, el. 0 9. dae, den Regierungsbezirk Friedberg durgtiche im Beſonderen. — X 19. Mittwoch den 25. Juni 1831. i ſe. — Miszellen. Mains 2 4 2 „NaiſE Nr Dem„Oeſterreichiſchen Correſpondenten“ wird aus Nair 1* dem Tarnower Kreiſe Galizien eine Gräuelthat gemeldet, i die wirklich in unſerm Jahrhunderte gradezu unter die Un⸗ f. k. möglichkeiten zu gehören ſcheint. Ein Häusler im Dörfchen f 90 1 Polomyja, Namens Swiatek, war dem Wirthe daſelbſt ver⸗ 31— 5 dächtig, ihm ein paar Enten entwendet zu haben; und als . dieſer ſich Abends in deſſen Hüte vegab, um ihn darüber zur Rede zu ſtellen, wobei ihm ſchon von ferne ſtarker Braten⸗ geruch entgegenkam, ſuchte Swiatek ſchnell etwas vor ihm axe zu verbergen und hierbei entrollte ihm ein— vom Rumpfe * getrennter Mädchenkopf. Er ward ſogleich feſtgenommen ud Butzal und bekannte vor dem Gerichte, nachdem er ſich auf dem Jun. Wege dahin vergeblich ſelbſt zu tödten verſucht hatte, daß 1 dies ſeit dem Jahre 1846 das ſechſte Opfer ſeiner unmenſch⸗ — lichen Gier ſei. Er habe in jenem Jahre einmal aus Noth vom Körper eines in der Nachbarſchaft mit ſeiner Schenke berg. du verbrannten Wirthes im Vorübergehen ein Stück abgeloſt pf k.. und genoſſen, und dadurch ſei eine ſo unwiderſtehliche Sucht —— darnach in ihm entſtanden, daß er ſich bald darauf ſelbſt 2 ein Opfer ſuchte. Nach den in ſeiner Hütte gepflogenen 52 Erhebungen und der Ausſage ſeines eigenen Sohnes muß 13109 aber die Zahl der Opfer bedeutend größer(14— 20) ge⸗ 11 1% weſen ſein. Durch die fahrläſſige Verwahrung im Ge⸗ 105 9 richtsgefängniſſe fand er Gelegenheit, ſich ſelbſt zu erhängen. 106 1 Die entrüſteten Bewohner jener Ortſchaft machten ſeine Hütte alsbald dem Erdboden gleich. Er hatte außer dem f 1 Sohne auch noch Frau und Tochter, aus deren Vernehmung vielleicht nähere Aufſchlüſſe über dieſe grauenhafte Erſchei⸗ — 8.— nung gewonnen werden. 5 45 6 4 f In der Gemeinde St. Antoine, im Departements des . Doubs, ſo erzählt die Zeitſchrift„Siècle“, hat ſich ein — 00 ſeltſamer Vorfall ereignet, der leicht die ſchrecklichſten Folgen 94— 9 hätte haben können. Drei Stiere geriethen auf der Weide 5= in einen Kampf miteinander; der ſchwächere entfloh, und 1, wurde von den beiden Anderen verfolgt. Der Flüchtling 7 rettete ſich— in die Schulſtube, in welcher eben der Lehrer 6%, mit allen Kindern beiſammen waren! Vergeblich machte % der Lehrer den Verſuch, das Thier hinauszuſcheuchen; es 1— 0.9 faßte ihn vielmehr, und warf ihn über einen Tiſch. Und 6 itetzt begann eine furchtbare Scene. Die beiden anderen % Stiere waren nachgeſtürzt, und griffen den erſten an, und % in der Schulſtube ſelbſt, in welcher vierzig Kinder ſich be⸗ 6 fanden, begannen die furchtbaren Kämpfe der wuͤthenden geen Thiere von Neuem. Man kann ſich den allgemeinen Schrecken 14 1 J. das Angſtgeſchrei der Kinder, die ſich unter Tiſche und Bänke flüchteten, welche aber durch den Kampf der Thiere umgeſtürzt und zertrümmert wurden, denken!— Zum Glück gewann der Lehrer ſeine Faſſung wieder, und ergriff die Kinder einzeln, zog ſie unter den Füßen der kämpfenden Thiere hervor, und warf ſie durch ein Fenſter in den Garten. Wunderbarer Weiſe iſt keines derſelben ernſtlich verunglückt, ſondern nur einige haben leichte Contuſionen erlitten. Die Engländer gehen nicht nur mit Muth, ſondern oft mit froher Laune zum Schaffot. Iſt dem Verurtheilten die Sentenz, welche ihn zum Tode verdammt, vorgeleſen, ſo ladet er ſeine Verwandten und Freunde zu ſeinem Tode ein, wie man Gäſte zu einem Hochzeitsfeſte eiuladet. In London ſah man eine Frau in einem Miethswagen auf den Platz kommen, wo ihrem Manne der Kopf abgeſchlagen werden ſollte; ſie glaubte ihm durch ihre Gegenwart bei ſeinem Tode einen Beweis ihrer ehelichen Zärtlichkeit geben zu müſſen. Sobald ſie ſah, daß man zur Vollſtreckung des Urtheils ſchreiten wollte, ſtieg ſie aus dem Wagen, umarmte ihren Gatten, zog eine Flaſche mit Branntwein aus der Taſche, und ließ ihn noch einmal trinken, damit er ſich zu der bevorſtehenden Reiſe ſtärke. Dann umarmte ſie ihn noch einmal, ſagte ihm ohne ſichtbare Erſchütterung Lebewohl, ſtieg wieder in den Wagen, und legte ſich auf den Schlag, um der Execution gemächlich zuzuſehen. Verein gegen Bettelei. Durch Anſtände verſchiedener Art, beſonders Vorar⸗ beiten dazu, bis hierher daran verhindert, glaubt der unter⸗ zeichnete Ausſchuß ſeinen Vollmachtgebern und Mitbürgern dieſe Vorlage zu verſchulden und entledigt ſich hiermit die⸗ ſer Schuld. a 1 Freudigſt macht derſelbe die Mittheilung, daß der Verein ſich bis hierher erprobte und daß auch deſſen ferneres Beſtehen als geſichert erſcheint. Ja es iſt unſerem Vereine dadurch die beſte Anerkennung geworden, daß man ihn in verſchiedenen Städten nachahmte und auch dorten hat ſich, wie wir vernommen, das bei uns Bewährte gleichfalls be⸗ währt. g Unſer Verein— in den erſten 12 Monaten aus 319 Mitgliedern beſtehend, welche an Beiträgen 836 fl. 25 kr. lieferten, unterſtützte 4969 arme Reiſende, beſonders Hand⸗ werker, in einer Weiſe, wie dies in vielen größeren Städ⸗ ten nicht der Fall iſt und verausgabte dafur vom 1. April 1849 bis den 31. März 1850 493 fl. 23 kr. Außerdem erhielten in dem erſteren Zeitraume 23 Arme der nächſten Umgegend nicht nur ſtändige Gaben, welche ihnen in ihren Heimathsorten ſelbſt ausbezahlt wer⸗ den, ſondern es wurde auch noch auf andere Weiſe für deren Wohl geſorgt. Hierfür verausgabte man 27 fl. 12 kr. Unſeren Mitbürgern dürfte hierdurch klar werden, daß jedes hier bettelnde Individuum, entweder als bereits unterſtützt, oder der Unterſtützung nicht würdig, oder nicht bedürftig, Allmoſen nicht verdient“) und daß ſonach alle derartigen Gaben nicht wohl verwendet erſcheinen; nur »dieſem Grunde dürfen wir aber auch erwarten, daß keines unſerer Mitbürger durch ferneres Geben den Bettel unter ſtützen und den Verein ſelbſt gefährden werde. Wenn wir nun, was ſich nach dem vorſtehend Be— merkten und daraus, daß die Koſten der Verwaltung in dem erſten Zeitraum nur 69 fl. 26 kr. betrugen, von ſelbſt ergiebt, noch bemerken, daß außerdem, daß das vorgeſteckte Ziel erreicht wurde, auch noch ein Ueberſchuß geblieben iſt von 296 fl. 24 kr., ſo gereicht uns dies zur beſonderen Genugthuung. Dennoch glauben wir, um auch in ungünſtigeren Zei— ten und Verhältniſſen unſeren Verein dauern zu ſehen, die— jenigen unſerer Mitbürger, welche ſich unſerem Vereine noch nicht angeſchloſſen haben, auffordern zu ſollen, ihre Kräfte mit den unſerigen zu verbinden. Wir hoffen, Keiner werde zurückbleiben. Dieſer kurzen Darſtellung werden wir in nächſter Zeit auch das Reſultat der Rechnung des Vereins vom 1. April 1850 bis 31. März 1851 folgen laſſen. ) Als Beleg dafür dient, daß deßhalb einer bereits unterſtützten Ar⸗ men die Unterſtützung entzogen wurde, weil ein amtlicher Bericht beſagt: „die Rubrikatin ſei zwar in hohem Alter und ſchwach, werde vaber im Orte bei zahlreich vorhandenen Einwohnern der „Art unterſtützt, daß ſie im Ueberfluſſe lebe und mehr für „Naſchwerk und Schnaps ausgebe, als zur Führung einer „Haushaltung hinreiche ꝛc. Friedberg den 1. Juni 1851. Der Ausſchuß des Vereins gegen Bettelei. Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Zum Beſten genannter Anſtalt gingen im Monate Mai nach⸗ folgende Gaben und Geſchenke ein, welche wir hierdurch mit herzlichem Danke beſcheinigen: Ungenannt für Fidibus!) 12 fl.; B. M. 12 kr.; d. d. Exped. des Unterhaltungsblattes zu Friedberg 2 fl.; Vergütung aus dem Hospital— fonds zu Dieburg 5 fl.; von den Schülern des Lehrers Sauer zu Uff⸗ hofen 2 fl. 30 kr.; Frau Kriegscommiſſär Lang zu Darmſtadt 1 fl.; Eine Aktie des„Reuen Muſeums, zu Friedberg 3 fl.; durch Herrn Specht in Niederflörsheim in Worms geſammelt 15 fl.; Ergebniß eines Concerts von der Muſik der Gr. Garde⸗Chevauxlegers zu Darmſtadt 59 fl. 24½ kr.; Lehrer Veith zu Niedernhauſen 1 fl.; durch Herrn Prof. Dr. M. Carriere zu Gießen 5 fl.; Wagner in Crumbach bei Gießen 18 kr.; A. D. in Ockſtadt 24 kr.; Hausbüchſe 9 fl. 7 kr., in Rheinheſſen durch den Anſtaltscollecteur Pletſch geſammelt 146 fl. Summe 262 fl. 4½ kr.; Schloß Aſſenheim's Centner Reis. Schnei⸗ dermeiſter Klein eine Parthie Salbänder. NB. Der Rechenſchaftsbericht vom Auguſt 1849 bis zum 31. December 1850 iſt unentgeldlich in der Anſtalt zu haben. Das Haus iſt unter Dach und ſind noch Aktien 4 25 fl. zu 4 Procent zu haben. ) Es ſind der Anſtalt eine ſehr große Anzahl ſehr ſchöner Fidibus zum Verkauf geſchenkt worden, das Päckchen iſt für 6 kr. in der Anſtalt zu haben. Friedberg Anfangs Juni 1851. Schäfer, J. 8 Vorſteher der Blinden-Anſtalt. Eingegangene Beiträge für die Wittwe a Goldſchmidt. Für die Wittwe des zu Großkarben verſtorbenen iſraelitiſchen 198 Religionslehrers Goldſchmidt ſind durch Bürgermeiſterei⸗Seeretär Mör⸗ ſchel zu Altenſtadt bei Unterzeichneter eingegangen: Von Herz Becker 1 fl; N N. 12 kr.; Simon Meyer 18 kr.; Lehrer Brandeis 18 kr.; Salomon Adler 18 kr.; Lazarus Oppenheimer 12 kr.; J. S. 1 fl.; H. W. 6 kr.; Salomon Meyer 30 kr.; Süß⸗ kind Adler 18 kr. Gerſon Prager 6 kr.; S. V. 12 kr.; H. H. 12 kr.; J. J. 12 kr. N. N. 12 kr.; Gottſchalk Simon 12 kr.; N. N. 12 kr. M. 24 kr.; Heinrich Brack 11. 12 kr.; Pfarrer Köhler 24 kr.; N. N 12 kr.; Dr. Köhler 24 kr.; Hirſch Haas Wtw. 9 kr.— 7 fl. 15 kr. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Monat Mai. Friedberg. Getraute: 4. Joh. Adam Hofmann, hieſiger Bürger und Metzger— meiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Sattler— meiſters Joh. Philipp Hofmann ehelich lediger Sohn und Chriſtiane Charlotte Storck, geb. Herold, des wei— land hieſigen Bürgers und Poſtillons Chriſtian Herold eheliche Tochter und Wittwe des dahier verſtorbenen Bürgers und Fuhrmanns Philipp Storck. 4. Joh. Friedrich Ludwig Bruſius, Gr. Schulvicar zu Kirchlothheim, im Regierungsbezirke Biedenkopf, des zu Lollar, im Regierungsbezirke Gießen, verſtorbenen Schullehrers Joh. Bruſius, ehelich lediger Sohn und Marie Friederike Valentin, des hieſigen Bürgers und fe Schreinermeiſters Wilhelm Valentin ehelich Tochter. 8.(Zu Hanau) Ferdinand Heinrich Moritz von Schenck zu Schweinsberg, Großh. Heſſ. Lieutenant bei dem zweiten Bataillon des vierten Infanterieregiments, des Majors Philipp Eduard von Schenck zu Schweins— berg ehelich lediger Sohn und Marie Helene Louiſe Amalie Wagner, des Kurfſtl. Heſſ. Bauconducteurs Ludwig Wagner zu Witzenhauſen eheliche Tochter. 5 ledige 18. Heinrich Muller, Bürger und Metzgermeiſter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Michael Müller ehelicher lediger Sohn und Anna Katharine Ritzel, des hieſigen Bürgers und Huf⸗ ſchmiedemeiſters Wilhelm Ritzel eheliche ledige Tochter. 25. Wilhelm Hanſtein, hieſiger Bürger uud Kaufmann, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Johannes Hanſtein ehelicher lediger Sohn und Dorothea Geiß, des Ortsbürgers und Oeconomen, wie auch Gemeinde⸗ rath⸗Mitgliedes Joh. Konrad Geiß zu Stammheim, im Regierungsbezirke Friedberg, eheliche ledige Tochter. Getaufte: 4. Dem hieſigen Bürger und Pumpenmacher Heinrich Bender eine Tochter, Anna Maria Eliſabetha, geb. den 19. April. 4. Dem hieſigen Bürger und Zinngießer Joſeph Boretti ein Sohn, Joſeph Luitgarde, geb. den 21. April. 6. Dem bieſigen Bürger und Eiſenbahnwärter Georg Buchecker ein Sohn, Joh. Philipp, geb. den 21. April. 11. Dem Großh. Oberfeldwebel Johannes Scharmann ein Sohn, Heinrich, geb. den 9. April. 11. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Auguſt Seibert eine Tochter, Karoline Wilhelmine, geb. den 26. April. Dem dahier wohnenden Ortsbürger zu Rockenberg und Taglöhner Heinrich Wahl eine Tochter, Marga⸗ rethe, geboren den 6. Mai. 18. Dem Bürger in Wenningen und dahier wohnenden Amalie, geb. den 19. April. ledige Buchhalter Franz Powalky eine Tochter, Mathilde 12 Adolph 1 Geomekel gierungebe 2 Jahte, Joh. Mart wie duch A und 11 M Job, Hein 1 rig aus alt 39 Jal 22. Juſtus Rück alt 51 Jah —— Bekanntmac — A Oeffent (867) Jerderun an das füt concu ber Balthasar Die im Liguldationster Auf 1982) Nach Magedh, gebor bade don Rödelhef dunn der in Lol. K 6 pCt.! l ds Harleihers Han Hauſergaſe Schnier Graf g a Garten. J Die Büblericche käagen worden, ben ſo hat e n 8 Auna menllich find en Wucn f. Tant Schilin 05 ittwe, ö 1 Beerdigte: Nhe 2. Adolph Wilhelm Wieſenbach, des dahier wohnenden 0 k Sig. Geometers Ludwig Wieſenbach aus Büdesheim, Re⸗ N Wb; gierungsbezirks Friedberg, eheliches Söhnchen, alt * 5 t.. 2 Jahre, 9 Monate und 14 Tage, 1 den 1 Mai. 7 7 N* 7. Joh. Martin Simon, hieſiger Bürger und Gaſtwirth, enzblatitg' wie auch Mitglied des Gemeinderaths, alt 66 Jahre — und 11 Monate, 7 den 4. Mai. o; 10. Joh. Heinrich Adam Lenz, Eiſenbahn-Conducteur, ge— al. bürtig aus Beresburg, im Regierungsbezirk Alsfeld, alt 39 Jahre, 4 Monate und 23 Tage, 1 den 8. Mai. 30. 12. Juſtus Rückert, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 51 Jahre, 6 Monate und 22 Tage, T den 10. Mai. 199 15. Katharine Wilhelmine Volp, hieſigen Bürgers und Todtengräbers Chriſtian Volp, alt 75 Jahre, 10 Monate und 20 Tage, 1 den 13. Mai. Chriſtina Eliſabethe Müller, des hieſigen Bürgers und Weißgerbermeiſters 20. ehelich 20. Wittwe des weiland Chriſtian Heinrich Muller ledige Tochter, alt 23 Jahre, 2 Monate, und 18 Tage, geſtorben den 18. Mai. Des hieſigen Bürgers, Mehlhändlers und Wirthes Heinrich Wind I. noch nicht getauftes Söhnchen, alt 6 Tage, 7 den 19. Mai. Marie Briel, Töchterchen der Anna Eliſabetha Gro— nauer, geb. Briel, alt 1 Jahre 9 Monate und 27 Tage, t den 29. Mai. N Megzger⸗ f Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. c UÆα⏑ Oeffentliche Ladung. 5 Forderungen oder ſonſtige Anſprüche un das für concursfällig erkannte Vermögen ter Balthaſar Dietz Eheleute von Rendel ſind in Liquidationstermine Nittwoch den 9. Jul. l. J., Vormittags 8 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigend erfolgenden Aus⸗ ſhluſſes bei dem unterzeichneten Gerichte anzu⸗ igen und näher zu begründen. Groskarben den 17. Mai 1851. Gr. Heſſ. Landgericht Jäger. Bötticher. Nuf forderung. (982) Nach Eintrag im hieſigen Gerichts⸗ Hpothekenbuch entliehen am 2. April 1803 J) Schuhmachermeiſter Albrecht Ernſt Bühler ind deſſen Ehefrau Katharine, geborne Scheidt, ) Johann Georg Schönberger und Klara Margaretha, geborne Müller, deſſen Ehefrau, teide von Rödelheim, 570 dem 5 f Fonas Lauer in Frankfurt ein Kapital von melt 4800 fl. à 6 pCt. und verpfändeten zur Sicher⸗ und Anna 5 des Darleihers ihre gemeinſchaftliche, in der ger Sohn „des wei⸗ an Herold erſtorbenen erſtorbenen Sohn und urgers und lich ledige n Schenck t bei dem regmments, Schweins⸗ lene Louiſe ouducteurs he ledige tet dahier, und Huf zeuen Häuſergaſſe neben Herrn Berensfeld und ze Tochter. Schreiner Graf gelegene Hofraithe nebſt Hof ind Garten. aufmann g N 1 Die Bübleriſche Hälfte dieſer Schuld iſt ab⸗ Jehan fetragen worden, der Schönbergeriſche Schuld⸗ tdea Geiß, theil dagegen iſt im Jahr 1803 auf den Gemeinde- fäufer der halben verunterpfändeten Hofraithe zammbeim, johann Georg Dieterle in Rödelheim und deſſen e Tochter. Ihefrau, Maria Eliſabethe, geborne Müller, bergegangen und ſolches in dem Hppotheken⸗ lug vorgemerkt worden. Eben ſo hat ein mehrmaliger Uebergang der „ Heilntich Letwforderung Statt gefunden. 2 geb Namentlich finden ſich im Hypothekenbuch Jo⸗ tha, ged. 5 Valentin Meidinger, Johannes Meidinger, Hecretär Schilling und Frau Maria Roſine ph Borelti boch, Wittwe, ſämmtlich von Frankfurt, als April Leſſtonare eingetragen und erſcheint Letztere als . dermalige Inhaberin der Obligation. Aprl..Die Erben der inmittelſt verſtorbenen Johann 24 Apil georg Dieterle's Eheleute wollen die älterliche mann ein hulbe Hofraithe dem Sohn Karl Dieterle da⸗ In erb⸗ und eigenthümlich überlaſſen und haben „ auguft In Ausfertigung eives Kaufbriefes gebeten. Da ken(doch die Beſtätigung des Kaufbriefec nicht er⸗ ö geb. ſolgen kann, bevor die Hypothek vom 7. April 1803 vorgelegt wird, ſolche aber ſich nicht auf⸗ Nockenberg fuden läßt, ſo ergebt hiermit an Denjenigen, Mar- belcher aus dieſer Schuld⸗ und Pfandverſchrei⸗ „ bang rechtliche Anſprüche bilden zu können glau⸗ ben, Aufforderung, ſolche binnen 60 Tagen bei der unterzeichneten Gerichtsbehörde geltend zu machen, widrigenfalls ſie damit, ohne beſondere Fräcluſion ausgeſchloſſen, die desfallſigen Ein⸗ 0 webnende träge im Hppothekenbuch aber gelöſcht werden ſollen. Rödelheim den 11. Juni 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Immobiliar-Verſteigerung. (987) Donnerſtag den 26. Juni d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des hieſigen Bürgers und Inſtrumentenmachers Glück, die von dem⸗ ſelben erkaufte, vormals Heinrich Dienſtbachiſche kleine Hofraithe, vor dem ehemaligen Mainzer⸗ thore, unter den Bedingungen der Verſteigerung und dem vorgelegt werdenden Abtheilungs⸗Plan öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 16. Juni 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Braunkohlen-Verkauf. (983) Auf dem Gr. Dorheimer Braunkoh⸗ lenbergwerk können nunmehr ſehr vorzügliche Braunkohlen, ſowohl von Reihen als auch von Haufen und aur Schoppen von der dleß jährigen Aufbereitung verabfolgt werden. Die Preiße der Kohlen ſind: 10 für verklötzte Kohlen von Reihen und Haufen 12 kr. per Centner oder für 14 Klötze, 2) für ſolche aus Schoppen 13 kr. per Centner, 3) für grobe oder ſogenannte Holzkohlen 14 kr. per gemeſſenen Centner. Der Bezug der verklötzten Kohlen von Reihen wird den Braunkohlen⸗Conſumenten ganz be⸗ ſonders empfohlen, indem derſelbe mit nicht unbeträchtlichem Vortheil für ſie verbunden iſt. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird für die Kohlen, welche vom 1. Juli bis 31. De— zember d. J. bezogen werden, Credit bis zum 31. März des Jahres 1852 und für diejenigen, welche vom 1. Januar bis zum 30. Juni 1852 bezogen werden, Credit bis zum 30. September 1852 geſtattet, jedoch nur in der Weiſe, daß diejenigen, welche auf einen neuen Bürgſchein Kohlen beziehen wollen, nachzuweiſen haben, daß die früber auf Credit bezogenen Kohlen bezahlt ſind. Es liegt daher im Intereſſe der Braun⸗ kohlen⸗Conſumenten, welche Kohlen auf Credit beziehen wollen, ſogleich für dasjenige Quantum Bürgſchaft beizubringen, welches ſie im Verlauf 7550 bemerkten halbjährigen Perioden be— dürfen. Sämmtliche Geſchirre, welche auf dem Gr. Dorheimer Braunkohlen⸗Bergwerk Kohlen ver⸗ laden, find bis auf Weiteres bei der Kurfürſt⸗ lich Heſſiſchen Nauheimer Chauſſeegeldbarriere gänzlich und auf den ſämmtlichen Gr. Heff. Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſee⸗ geldes dann befreit, wenn ſie dieſelben geladen paſſiren. Dorbheimer Bergwerk den 14. Juni 1851. Die Gr. Bergverwaltung Jäger. Hofraithe⸗Verſteigerung. (10200 Donnerſtag den 26 Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag des hieſigen Einwohners und Handelsmannes Löb Schloß wegen Veränderung ſeines Wohnſitzes, deſſen in der hiefigen Judengaſſe gelegene, erſt neu er— baute Hofraithe neben Samuel Stern und Simon Battenberg öffentlich meiſtbietend ver ſteigert. Friedberg den 18. Juni 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Braunkohlenverkauf. (1019) Die Braunkohlen⸗Conſumenten der Umgegend werden davon in Kenntniß geſetzt, daß auf dem hieſigen Werk der Verkauf von den Reihen in dieſen Tagen begonnen hat. Die Qualität der hieſigen Kohlen iſt dieſelbe wie auf den übrigen Werken und bedarf keiner Anpreißung, indem Jedermann die Probe machen kann. Die Preiße bleiben einſtweilen noch die früher herabgeſetzten, und zwar: für Klötze 14 Stück auf den Centner gegen Baarzahlung 10 kr. 5 17 „ Holzkohlen den Centner * 0 7 „ Bürgſcheine 11„ 14„ Wegen des Verborgens bezieht man ſich auf die gemeinſchaftliche Bekanntmachung der ſämmtlichen Werke vom 17. Auguſt 1850. Auch befindet ſich noch eine Parthie älterer ſehr gut ausgetrockneter Klötze in Vorrath, welche, da ſie keineswegs ſchlechter ſind als die neuen von Haufen, zu denſelben Preißen abgegeben werden. Auf Verlangen endlich können kleinere gebrannte Klötze zu 20 Stück auf den Centner abgegeben werden, wofür der Preiß à 11 und 12 kr. beſtehen bleibt in Oſſenheim iſt abgelöſt. Das Brückengeld Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim am 15. Juni 1851. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Oeffentliche Ladung. (1061) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche aͤn das Vermögen der Adam Nickels Eheleute von Obereſchbach, gegen welche Concursproceß erkannt worden, ſind im Liquidationstermin Mittwoch den 20. Auguſt l. J., Vormittags 8 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigend erfolgenden Aus⸗ ſchluſſes von der Maſſe bei dem hieſigen Ge⸗ richte anzuzeigen und zu begründen. Großkarben am 17. Juni 1851. i Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Bötticher. Bekanntmachung. (1062) Mittwoch den 23. Juli l. J., Nach⸗ mittags 4 Uhr, ſollen dem Johannes Rack III. zu Dornaſſenheim ſechs in daſiger Gemarkung gelegenen Grundſtücke auf dem Rathhauſe da⸗ ſelbſt öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 20. Juni 1851. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Aufforderung. (1063) Die Inhaber der Partial⸗Obligatio⸗ nen des durch die hieſige Gemeinde am 1. März 1835 eröffneten Anlehens * Nr. 103 über 100 fl., r e werden hiermit aufgefordert die Zinſen hiervon vom 1. März 1850 bis dahin 1851 baldigſt, jedenfalls aber noch vor Ablauf dieſes Monats gegen Einſendung der Zinscoupons bei der hie⸗ ſigen Gemeindekaſſe in Empfang nehmen zu laſſen. 0 Altenſtadt den 18. Juni 1851. 7 Der Gemeinde⸗Einnehmer Ku n cke l. Grasverſteigerung. 34) Das diesjährige Heugras von nach⸗ n Grfl. Solms, Laubach ſchen Wieſen, ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und gegen vorſchrifismaßige Bürgſcheine Credit bis Martini d. J. bewilligt werden, nämlich: 1) die zu Altenſtadt den 26. d. M., von Morgens 9 Uhr an, in der Behauſung Herrn des Gaſtwirths Holzapfel daſ., und 2) die zu Höchſt an mittags von 2 Uhr an, und zwar zu Heu und Grummet, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Altvater daſelbſt. Engelthal den 18. Juni 1851. 0 Der Grfl. Solms⸗Laubach' ſche Rentmeiſter Grup p E. Gras⸗Verſteigerung. (1065) Donnerſtag den 26. Juni d. J. Vormittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhaus die Heuerndte von circa 8 Morgen gemeinheitlichen Wieſen öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden in einzelnen Abtheilungen verſteigert. Oberwöllſtadt den 22. Juni 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach. Gras ⸗Verſteigerung. (1066) Samſtag den 28. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörige Heugras von ohngefähr 50 Morgen Wieſen öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung auf Ort und Stelle ver⸗ ſteigert werden. Der Anfang iſt hinter der Zuchthausanſtalt Marienſchloß. ö Rockenberg den 23. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wettner. 6 d Hauptagenten, der zum Abſchluß von Verſicherungen ermächtigt iſt, in Empfang demſelben Tage, Nach⸗ — 200 Deutſcher Phönir, Verſicherungsgeſellſchaft in Frankfurk a. M. Grundkapital Fünf und eine halbe Million Gulden. (810 Dieſe Geſellſchaft verſichert gegen Feuersgefahr Mobilien aller Art, Vieh, Erndtevorräthe u. ſ. w. zu den billigſten Prämien. Proſpecte und Antragsformulare ſind gratis bei dem unterzeichneten zu nehmen. Friedberg im März 1851. H. Hahn. Braunkohlen 1 50 (4010 liegen große Vorräthe auf der Grube bei dem Heſſenbrückeuhammer und werden fortwäh⸗ rend zu folgenden Preiſen abgegeben: holzige zu 17 kr., grobe zu 13 kr., Brocken zu 10 kr. und feine Brocken zu 8 kr. per Centner. 0 Nia ch rü cht! 183 Gulden f (1087) In einigen Wochen wird eine Lehr⸗(1070) Vormundſchaftsgelder liegen zum Aus. lingsſtelle in einem gemiſchten Waaren⸗Geſchäfte] leihen bereit bei An 9 80 n e der die Hand⸗ Friedberg. Ferd. Frick. ung erlernen will, einige Vorkenntniſſen und 5 brave Exziehung hat, 15 mit oder 15 Lehr⸗ Ein junger Menſch, ö geld in dieſe Stelle einzutreten Gelegenheil dar⸗(1071) welcher im freien Handzeichnen ge⸗ geboten. Bei wem? ſagt die Exped. d. Blts. die 00 2 J 11 1 erlernen will, kann in, a 5 f g e Lehre treten bei 1 Verſtei gerung. Wilhelm Zimmermann (1068) Dienftag den 1. Juli, Nachmittags in Friedberg. um 3 Uhr, ſollen in dem Hauſe der Unter⸗ zeichneten 22 Stück reingehaltener 18491 und 1850r Aepfelwein meiſtbietend verſteigert werden. Dortelweil den 21. Juni 1851. Schultheis Schneider's Wittwe. Zu beachten. (1069) Inſerate zur Aufnahme in die Nauheimer Curliſte werden entgegen genommen bei C. Bindernagel, Veröffentlichung. (1072) Ich Endesunterzeichneter hatte in gegen den Großherzoglichen Bürgermeiſter Koch dahier eine frivole Adminiſtrativunterſuchung veranlaßt, was ich hiermit bekenne und erkläre, daß dies bloß auf Anreizung anderer Perſonen, ſowie aus Bosheit und Uebereilung von mit geſchehen iſt. Das demſelben hierdurch zuge⸗ fügte Unrecht anerkennend, habe ich ihn, den und unterlaſſe nicht, es hiermit zu veröffentlichen.. Lind heim am 18. Juni 1851. 5— Friedrich Keppler 1. Literariſche An zeige. 1 (1073) Bei C. Bindernagel in Friedberg werden Beſfellungen auf die Leipziger Ill 4 f 40 „Illuſtrirte Zeitung“, men; auch liegen daſeloſt einzelne Nummern derſelben zur Einficht offen, Unter den literariſchen Erſcheinungen, welche den gewaltigen induſtriellen Stoff, den die welche jeden Sonnabend in groß Folio erſcheint und vierteljährlich fl. 3. 36 kr. koſtet, angenom⸗ ö Londoner Induſtrie⸗Ausſtellung bietet, in Wort und Bild zu verarbeiten unternommen haben, ver dient die Leipziger„Illuſtrirte Zeitung“ neben allen ähnlichen glänzenden Erſcheinungen des Aus⸗ Die Anſtrengungen, welche von ihr gemacht werden, um an landes hervorgehoben zu werden. n Eleganz, Fülle und Correctheit der Bilder, ſowie an unterhaltender und inſtructiver Form des Textes ſich auszuzeichnen, verdienen in der That, daß das deutſche Publikum, anſtatt nach 41 ö N N ich in dieſem vaterländiſchen Unternehmen Belehrung undd“ Unterhaltung ſucht. Die„Illuſtrirte Zeitung“ hat einen eigenen, ſo unterrichteten als verläßlichen ein fle ländiſchen Erſcheinungen zu greifen, Berichterſtatter Herrn F. G. Wieck, nach London geſchickt und bedarf, um ihren Abonnentenkreis zu befriedigen, ſeit 1. Juni einer Auflage von 12,500 Exemplaren, welche das Ve dienſt dieſes Blattes wohl am beſten bezeichnet. 3 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. B indernagel in Friedberg. N 1 Gemeinſchaft mehrerer Bewohner von ae Herrn Bürgermeiſter, um Verzeihung gebeten] 8 1 15 * 1 4 n erbreitung das Ver⸗ Regierun an die Gn Der u iſt in der! FilialCorrec Senafperbuß Sie we in Vetretungt Friedt a Alter: Statur; ſchl furde! bleich genbraunen Mund: bre Helbl. gemlich neu loth und ble end, mit r Lendelſchuhe