enung. EE en und id ö kr. 6 und Zugleich Node ⸗ 5 Garn⸗ Artileln. ( Jaftwirth ſtehende tit, ficht wann 1% Juhr Hotheim. ind Vieh Friedberg d. Blis. mit be⸗ 25, dirſes Mein f an det ö bach. ch.. vonner⸗ Lobiliat gt abge⸗ Ball — ——„—-—ęͥ z Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 8. Sonnabend den 25. Januar 1851. Das Mühlchen in der Morgenbach. Eine Begebenheit aus dem Jahre 1716. (Schluß.) Der Reiſende war indeſſen nach Trechtlingshauſen gekommen und bei dem Schultheißen eingekehrt. Mit Er⸗ ſtaunen ſah er hier die Bewaffneten und erſchrack nicht wenig, als man ihm mittheilte, was ihm bevorgeſtanden. Es war ein junger Mann von blühendem Ausſehen. War er auch anfangs recht erſchrocken, als er von dem Mordanfall hörte, der auf ihn ſollte gemacht werden, ſo kehrte doch bald ſein beſonnener Muth zurück. Laßt mich ruhig fortreiten, ſagte er, ich habe zwei gute Piſtolen und folget ihr mir leiſe nach. Ich werde laut ſingen, damit man euer Gehen nicht höre und damit die Spitzbuben mich auch ordentlich hören. Wie geſagt, ſo gethan. Er ritt ſingend ſeines Weges bis an die Clemenskirche. Auf einmal fühlte er, daß Einer das Pferd beim Zügel faßte. Das Thier bäumte ſich und ein wohlgezielter Schuß ſtreckte den nieder, der das Pferd hielt; aber ehe die Helfer naheten, empfing der Reiter einen Schlag an den Kopf, daß er beſinnungslos vom Pferde ſtürzte. In demſelben Augenblick aber waren auch die beiden Mörder ergriffen. Nicht ohne Mühe wurde eine Laterne ange— zündet und erſt jetzt waren die beiden Schultheiße im Stande, alles zu überſchauen. Jakob lag todt an der Erde. Die Kugel hatte ihn grade in der Stirn getroffen. Die beiden andern waren der rothe Jorg und Balthes. Erſt jetzt aber merkte man, daß der Reiſende blutend an der Erde lag und mit einem Fuße noch im Bügel hing. Hätte nicht einer der Burſchen das Pferd gefaßt, ſo würde es ihn noch weit geſchleift haben. Schnell hob man ihn auf; aber er war bleich und das Blut rann ihm vom Kopfe nieder. Während die Aßmannshäuſer die Raubmörder feſſelten, trugen ihn die andern nach der Morgenbacher Mühle, wohin auch der Leichnam Jakobs gebracht wurde. Todesſchrecken ergriff die alte Müllerin, als der Trupp nahete und ſie erfuhr, was geſchehen war. Jakobs Leichnam wurde in ſeine Kammer gelegt, welche der Schul— theis bewachen ließ. Mit dem Pferde des Verwundeten war ein Burſche nach Bingen gejagt, um den Arzt zu holen und dem Gerichte die Geſchichte anzuzeigen. Mariechen war ſogleich nach der Landung zu ihrer Baſe geeilt und hatte dort in Angſt und Gebet die Stun⸗ den verlebt, bis ſie den Ausgang vernahm. Dieſer er— ſchütterte ſie heftig und die Nacht, welche ſie im Hauſe der Baſe verlebte, war eine der ſchwerſten ihres Lebens. Kaum graute der Morgen, ſo eilte ſie der Mutter zu Hülfe. Wie fand ſie aber den Zuſtand der Mühle verändert! In der Stube lag unter den Händen des Arztes der Ver⸗ wundete, der irre redete und die Binden von ſeinem Kopfe immer abreiſen wollte. In der Kammer ſaß das Gericht und vernahm die Zeugen. Die ganze Mühle war voller Menſchen. Kaum war ſie eingetreten, als ſie ebenfalls vor den Richter gefordert wurde. Alles, was ſie gehört und was ſie an dem Tage erlebt und gethan, erzählte ſie getreulich, ſowie auch, daß Jakob oft ganze Nächte außer dem Hauſe geweſen. Schon jetzt lagen die Grunde des ſchwerſten Ver— dachts bei dem Verbrechen, bei dem er auf friſcher That ſeinen Tod gefunden hatte; denn das Geld, die Kleidungs— ſtücke, an denen überall noch Blutflecken ſich befanden, die Uhren und Ringe— alles deutete auf eine Reihe ähnlicher Verbrechen wie das letzte. Auf inſtändiges Bitten der Wittwe und ihre Tochter wurde die Leiche des Mörders ſammt ſeiner Kiſte und ſeinen übrigen Habſeligkeiten nach Trechtlingshauſen ge— bracht, wohin ſich das Gericht begab, um die andern Theil— nehmer zu verhören. Dieſe leugneten wohl, aber des Amtmanns Fragen verwickelten ſie ſo in Widerſprüche, daß am Morgen des Tages noch ihre Geſtändniſſe zahl— reiche Verbrechen an den Tag brachten an denen Jakob Theil genommen und deren Schauplatz die Clemenskirche geweſen war. Sie wurden nach Mainz gebracht und gegen Oſtern dort gehängt, Jakob aber noch an demſelben Tage eingeſcharrt. Der Kranke mußte in der Mühle bleiben, weil ſein Zuſtand ſehr bedenklich war. Der Arzt wich nicht von ihm Tag und Nacht. Erſt nach vier Tagen erklärte er ihn außer Gefahr, aber der ſorglichſten Pflege bedürftig. Dieſe uͤbten Mutter und Tochter aus. Als Mariechen ihn zum erſtenmal erblickte, hätte ſie faſt laut aufgeſchrieen, denn ſie erkannte auf deu erſten Blick den, der ſie in Nothgottes aus der Kirche getragen. Er ſchlummerte und ſah ſie nicht; aber als er erwachte, ſah er ſie lange Zeit an, gleichſam als ſuche er in ſeinem Gedächtniß nach Ort und Zeit, wo er das theure Bild — — 30 geſehen, das hier ſo freundlich vor ihn hintrat wie ein ſchöner Traum. Ob er's gefunden?— Er lächelte mild und reichte ihr die matte Hand, denn zum Sprechen fühlte er ſich zu ſchwach. 8 Nun wich Mariechen nicht mehr von ſeinem Bette. Ich muß ihm vergelten, was er an mir that, ſagte ſie zu ſich und das, was als tieferer Beweggrund aus den geheimſten Falten des Herzens heraus ſie antrieb, das kannte ſie ja ſelber nicht oder geſtand es ſich doch nicht. Der Arzt kam oft und freute ſich der treuen Pflege, die ſein Leidender hatte. Jetzt erſt bat der Kranke ſelber den Arzt, ſeiner alten Mutter in Mainz alles genau zu berichten und ihr zu ſagen, daß ſie ſelbſt ihn nicht beſſer pflegen könne, als es hier geſchehe. n Als aber der Brief die Mutter erreichte, ließ die Mutterliebe ſie nicht ruhen. Sie kam ſelber, um den theuren Sohn pflegen zu helfen. Da ſah ſie denn, wie das Mädchen Tag und Nacht ſorgte und wachte, und wie wahr das ſei, was der Doctor geſchrieben. 3 Eins beunruhigte die Mutter doch. Es ſiel ihr nicht ſchwer zu beobachten, wie des Sohnes Blicke dem Mäd— chen folgten; wie ſie auf der Thüre ruhten, durch die ſie eintreten mußte, und wie ſie leuchteten, wenn ſie nun kam. Ja er erzählte ihr eines Tages, das ſei das Mädchen, das er in Nothgottes am Wallfahrtstage aus dem Ge— dränge getragen, wie er ihr damals erzählt habe.— Und damals ſchon ſprach aus des Jüngslings Worten eine Begeiſterung, die einen tieferen Grund zu haben ſchien als ein augenblickliches Wohlgefallen. Indeſſen hoffte ſie, die Entfernung, ſobald er geneſen, werde ihn auch inner⸗ lich heilen. Darin aber hatte ſich die ſtolze Mainzerin denn doch verrechnet. Die unverwüſtete Jugendtraft ihres Sohnes half mehr zu ſeiner Geneſung als die ärztliche Kunſt. Schon nach vier Wochen, in der Hütte der Armuth zu— gebracht, konnte er ausgehen, und dies that er gerne, wenn ihn Mariechen in das herrliche Thal der Morgen— bach begleitete. Dieſe Spaziergänge waren für das ungekünſtelte Naturkind die ſeligſten Stunden; denn daß er ihre ganze Seele einnahm, war jedem klar, der ſie in ſeiner Nähe ſah. Einſt kehrten ſie an einem Nachmittag zurück und der junge Mann führte Mariechen an ſeiner Hand. In ihren Zügen lag die reinſte Wonne glücklicher Liebe. Mutter, ſagte der junge Walter, ich muß dir ein Bekenntniß ablegen, das dir aber kaum mehr fremd ſein kann. Ich liebe Mariechen. Sie hat mir das Leben ge⸗ rettet und durch ihre Pflege erhalten. Ein reineres Herz gibt's nicht. Gib uns deinen Segen! Die Mutter wendet gar vieles ein. Sie wies darauf hin, daß Mariechen ſo arm ſei. Hat uns nicht Gott geſegnet? fragte er. Sie meinte: Mariechen paſſe nicht in die Stadt. O, lachte Walter, ein ſo klarer Verſtand findet ſich ſchneller in das, was du Stadt nennſt, als du es vermutheſt! Sie meinte endlich: ihre Familie würde doch großen Anſtoß daran nehmen! i Weißt du was, Mutter, fiel ihr ſchnell der Sohn in die Rede, ſo werde ich Müller und bleibe hier bis an mein Lebensende. Nur mit ihr will ich leben. Ohne deinen Segen wird ſie mein liebes Weih nicht, das hat ſie mir heute geſagt; aber ich werde, wenn du ihn verſagſt, ehelos bleiben und nie glücklich werden können. Willſt du das? O vergiß nicht, daß du dem Mädchen das Leben deines Sohnes dankſt! Das wirkte, und ehe der Abend kam, ſegneten ſie die beiden Mütter und das glücklichſte Paar umſchloß das Mühlchen in der Morgenbach. Wie ſtaunten die Mädchen in Trechtlingshauſen, als am Sonntage darauf das Paar aufgerufen wurde!— Und welch ein Jubel war am Tage der Hochzeit in dem Mühlchen! Mit Einſtimmung der Müllerin wurde das Mühlchen verkauft und die hundert Gulden, die ſie dem Jakob ſchuldete, deſſen Herkunft man nie erfuhr, wurden mit Bewilligung des Gerichtes zu einem Armencapital der Kirche zu Trechtlingshauſen geſchenkt, wo Walter eine Seelenmeſſe für Jakob ſtiftete. Die ſchönen Töchter des goldenen Mainz, welche an⸗ fangs die Näschen rümpften, meinten indeſſen bald, der junge Walter habe eine ganz allerliebſte Frau und es ſei zum Verwundern, wie ſchnell ſich die ſchöne Müllerin aus der Morgenbacher Mühl' die Sitte und feine Art der — Stadt angeeignet, ohne die natürliche Demuth, die ſie ſo 1 wunderſchön kleide, abgelegt zu haben. Die Mutter aber war ſtolz auf die bewunderte Schwiegertochter und der junge Walter ſagte vieltauſendmal: die Wallfahrt nach Nothgottes habe ihm das Glück ſeines Lebens gebracht und im Morgenbacher Mühlchen ſei ihm ein Frühling aufgegangen, deſſen Blüthen unvergänglich ſeien. Im Glücke ihrer Kinder lebte die alte Müllerin auf, die, obwohl ſie den Sitten ihres Standes treu blieb, ſich dennoch unendlich glücklich in dem Hauſe ihres Schwieger— ſohnes fühlte, wo man ſie achtete und ehrte. Wenn aber das holdſelige Weib bei dem geliebten Gatten ſaß und er ſie küßte, ſagte er immer: Warum zürnſt du mir jetzt nicht, wie damals unter dem alten Nußbaume zu Nothgottes? Und ihre Antwort war die ächt rheiniſche: Du Wüſter! aber ſie lächelte dabei ſo ſelig, daß man leicht errathen konnte, es ſei ihr auch damals mit dem Zürnen kein rechter Ernſt geweſen. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Verſtei gerung. (90) Dienſtag den 28. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 40,24 U◻Klafter Gelände von dem alten Fried⸗ hof mit der Einfriedigungsmauer, am ſog. Schützenrain liegend, meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 16. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobiliar⸗Verſteigerung. (76) Montag den 27. Januar d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, läßt Frau Heinrich Mül⸗ ler I. Wtw. dahier in ihrer Behauſung nach⸗ ſtehende Mobiliar⸗ und Oeconomie⸗Gegenſtände öffentlich freiwillig verſteigern, als: 2 dunkelbraune Wallachpferde von 6 und 8 Jahren, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 Mutterſchweine, 2 zweiſpännige Wagen mit eiſernen Achſen, 3 Pflüge, 4 Eggen, 1 Fruchtfegemühle, verſchie⸗ denes Pferdegeſchirr, circa 15 Fuder Korn und Waizenſtroh, eine Parthie Erbſen- und Haferſtroh, desgleichen Heu und Grummet, eine große Parthie Spreu, Dickwurz und Kohlraben, wozu Steigliebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 12. Januar 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.. Oeffentliche Aufforderung. (1310 Johannes Balſer aus Okarben, ge⸗ boren am 1. Dezember 1780, Sohn des daſelbſt verſtorbenen Georg Helfrich Balſer, welcher ſeit ſeiner Jugend, unbekannt wo? abweſend iſt, deſſen etwaige Leibes⸗ oder Teſtaments⸗Erben, oder ſonſtige Erbprätendenten werden hierdurch aufgefordert, ſich binnen drei Monaten ſogewiß zur Empfangnahme deſſen ſeither curatoriſch ver⸗ walteten, 291 fl. 3 kr. betragenden Vermögens dahier anzumelden und zu legitimiren, als ſonſt Johannes Balſer für todt erklärt und das Ver⸗ mögen deſſen nächſten dahier befindlichen Sei⸗ tenverwandten ausgeantwortet werden wird. Großkarben am 21. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Ine num del be Sud vereint Fri (13 um in der Aba urnen Bekanntmachung. Dienſtag den 28. l. M., Morgens W wird in hieſigem Rathhaufe, Folge eingelegten Nachgebots, die Chriſtian Vogt'ſche Hofraithe nochmals meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 22. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de t. Verſteigerung. Dienſtag den 28. l. M., Morgens e wird in hieſigem Rathhauſe die Unterhaltung von drei Faſelochſen auf den Zeit raum von drei Jahren, an den Wenigſtnehmen— den verſteigert, und zwar einen auf Koſten der Stadtkaſſe und zwei Ochſen auf Koſten des vereinigten Armenfonds dahier. Friedberg den 22. Januar 1851. g Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben dee ve Verpachtung. Dienſtag den 28. l. M., Morgens e werden in hieſigem Rathhauſe zwei, in der Burggemarkung liegende, der von Schrau⸗ tenbach'ſchen Stiftung gehörende Grundſtücke auf ſechs nacheinander folgende Jahre meiſtbietend verpachtet, als: 10 147[◻Klafter am Sodenweg und 2) 41 L◻IKlafter auf der Eller. Friedberg den 23. Januar 1851. In Auftrag a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n de n Mobilien ⸗Verſteigerung. 135) Mittwoch den 29. l. M., Morgens 8 werden in Auftrag des Tobias Tha⸗ ler dahier, in der Wohnung des hiefigen Bür⸗ gers und Gerbers Heinrich Hellwig, mehrere Mobilien meiſtbietend verſteigert, als: ein zweiſpänniger, mit eiſernen Axen verſehener Wagen, ein Kleiderſchrank, Tiſche, Stühle ꝛc. Friedberg den 23. Januar 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ie. Faſelochs⸗Verſteigerung. (1360) Donnerſtag den 30. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird in der Wohnung des Bürgers und Oekonomen Chriſtian Hanſtein auf dem Haugk ein gut gehaltener, zum Schlach⸗ ten brauchbarer Faſelochs an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 22. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n de Gutsverpachtung zu Kaichen. (137) Mittwoch den 19. Februar 1851, Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in dem Gemeindehaus zu Kaichen, das in der Kaichener Gemarkung gelegene, dem Gr. Heſſiſchen Fiscus gehörige Gut, die Heide oder das Hochholz genannt, 147½ Morgen Orts⸗ oder 114 Normal⸗Mor⸗ gen haltend, auf 9 Jahre vom Anfange künfti⸗ gen Jahres an, öffentlich meiſtbietend verpachtet. Die Verpachtung geſchieht in zehn Abtheilungen, wovon jede der neun erſten an einem Stück 15 Morgen hält, auf die letzte aber nur 12½ Morgen kommen. Auch kann die Verpachtung im Ganzen ſtattfinden, wenn Pachtluſtige dazu vorhanden ſind. Friedberg den 21. Januar 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Concurrenz-Erdͤffnung. (138) Künftiges Frühjahr wird die Stelle einer Lehrerin bei hieſiger Kleinkinderſchule va— kant. Allenfallſige Luſttragende aus hieſiger Stadt, welche ihre Befähigung zu dieſem Amte 1 nachzuweiſen im Stande ſind, wollen ſich binnen acht Tagen, vom Erſcheinen dieſer Aufforderung im Intelligenzblatte an gerechnet, in ſchriftlicher Eingabe an das unterzeichnete Vorſtands-Mit⸗ glied wenden.. Friedberg am 22. Januar 1851. Der Vorſtand der Kleinkinderſchule: Für denſelben: Prof. Ph. Dieffenbach. Localſection des Gewerbvereins zu Friedberg. Monatliche Sitzung Samſtag den 25. Januar, Abends 8 Uhr. (139) Vorträge über die Fortleitung der Wärme und ihre Anwendung bei den verſchie— denen Heitzungsarten.— Lein oder Kitt, welcher im Waſſer aushält.— Das Formen und Fer⸗ tigen feſter Gegenſtände, wie z. B. Modelle, Vaſen und künſtliche Felſen aus Papier und Pappmaſſe.— Vorlage der neuen Muſterzeich⸗ nungen. Friedberg den 20. Januar 1851. Für den Vorſtand: G. Trapp II. Bau⸗ und Werkholz⸗Verſteigerung. (140) Donnerſtag den 30. Januar 1851, Vormittags 10 Uhr, ſoll im Nauheimer Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Bauwald, 136 Stämme eichen Bau- und Werkholz, 5773 Cubikfuß kur⸗ heſſiſchen Maßes enthaltend, die Stämme haben 12 bis 40 Zoll Durchmeſſer, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Nauheim den 22. Januar 1851. Der kurheſſiſche Bürgermeiſter Hartmann. Genehmigung einer Holzverſteigerung zu Burggräfenrod. (141) Die am 13. Januar d. J. im Ge— meindewald Burggräfenrod abgehaltene Bau— und Werkholz-Verſteigerung iſt genehmigt und kann, ſobald der Weg fahrbar iſt, abgefahren werden. Burggräfenrod am 20. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mo ſchero ſch. Gül Ver fte ig ns. (142) Mittwoch den 29. Januar l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen in dem Frhrl. v. Löw'ſchen Wald zu Niedermoxſtadt, Diſtriet Löw'ſche-Ecke und Aßelhöll: 1) 16 Stecken buchen Scheitholz, 2) 4230 Stück buchen Durchforſtungswellen, 3) 450„ Weichholzwellen und 4) 6300, buchen Bohnenſtangen, welche auch zu Zaungerten brauchbar ſind, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt in dem Diſtrict Löw'ſche-Ecke. Steinfurth den 22. Januar 1851. Der Frhrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. Bekanntmachung. (143) Dienſtag den 18. Februar, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll das Wohnhaus des Adam Groß zu Dornaſſenheim auf dem Rathhaus da— ſelbſt zum drittenmal öffentlich verſteigert wer— den und wird bemerkt, daß der Zuſchlag ohne Rückſicht auf die Taxe ertheilt wird, ſobald der Erlöß zur Tilgung der Hypothekſchuld und der Forderung des weiter klagend aufgetretenen Gläu— bigers hinreicht. Reichelsheim den 20. Januar 1851. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Pil de nge aen d. Bekanntmachung. (140 Der Windecker Krämermarkt, welcher bisher im Monat Februar ſtattfand, wird in der Folge immer den dritten Pfingſttag abge— halten, welches Betheiligten hiermit zur Nachricht bekannt gemacht wird. Windecken am 22. Januar 1851. Der Bürgermeiſter Dietz. Holz Verſteigerung. (145) Montag den 27. Januar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in hiefigem Gemeinde— wald, Diſtriet Domberg: 5 Stecken eichen Scheitholz, 17*„ Prügelholz, 2 buchen Prüugelholz, 17 eichen Stockholz, 300 Stück buchen Wellen, 50„ eichen Wellen, 794 Cubikfuß eichen Bau- und Werkholz, unter den vor dem Beginne der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Rodenbach den 20. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Herrmann. rr Privat- Bekanntmachungen. Zu verkaufen. (126) Eine noch in ſehr gutem Holz ſtehende Scheuer, 60 Fuß lang und 32 Fuß breit, ſteht auf den Abbruch zum Verkauf bei Johannes Jockel im Schwanen zu Obermörlen. Omnibus-Fahrt. (10) Geehrtem Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich mit meinem neu hergeſtellten Omnibus⸗Wagen jeden Sonntag und Montag, ſowie jeden Mittwoch und i nach Niederwöllſtadt und zurück ahre. Die Abfahrt in Büdingen iſt Morgens präcis halb 7 Uhr; die Ankunft am Niederwöllſtädter Bahnhofe halb 11 Uhr zum Anſchluß an den Eiſenbahnzug nach Frankfurt a. M. Die Abfahrt in Niederwöllſtadt präcis 4 Uhr Nachmittags; über Altenſtadt, Lindheim, Düdels⸗ heim hierber. Der Preis für die Perſon iſt 30 kr. Büdingen den 10. Januar 1851. Jacob Dotters Wittwe. Nicht zu uͤberſehen! 5 (108) Hiermit mache ich einem geehrten Publicum die ergebenſte Anzeige, daß ich neben meiner Mehl- und Oelmühle auch eine Gyps⸗ mühle eingerichtet habe und daß ich von heute an Gyps in allen Quantitäten zu billigen Prei ſen abgebe, dabei ſind in ſchöner Auswahl Die— len und Latten zu billigen Preiſen zu haben. Höchſt an der Nidder % Stunde unweit Altenſtadt a. d. Straße den 12. Januar 1851. Joſeph Dauch, Müller. (129) Dem Publikum mache ich hiermit be— kannt, daß ich künftigen Samſtag den 25. dieſes mein Spezerei-Geſchäft eröffnen werde. Mein Laden iſt im Eckhauſe des Herrn Reuß an der Freiheit. Friedberg im Januar 1851. Guſtav Dieffenbach. 300 fl. Curatelgeld (146) zum Ausleihen bei Glaſermeiſter Weckerling. Ne. 1 7 (147) bat die Wanduhr gewonnen. Obereſchbach den 20. Januar 1851. F. Mager. 1 Nur Austranderer nach Ameriltal (IAS) hält der Unterzeichnete die regelmäßige. Poſt- Schifffahrt der Herren Strecker, Klein& Stöck zwiſchen Antwerpen und New⸗ York beſtens empfohlen. Pünktliche Abfahrt am 1. und 15. eines jeden Monats. Nähere Auskunft ertheilt gerne Die Haupt-Agentur von Friedberg. Wilhelm Fertsch. Die Magdeburger Feuer- Versicherungs- Gesellschaft (149) übernimmt zu billigen, feſten Prämien Verſicherungen gegen Feuers⸗ gefahr ſowohl in Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche und unbe⸗ wegliche Gegenſtände. In der Billigkeit ihrer Prämienſätze ſteht dieſelbe gegen keine andere ſolide Anſtalt nach, auch gewährt ſie bei Verſicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile. Der unterzeichnete Agent ertheilt über die näheren Bedingungen ſtets bereitwillig Auskunft und nimmt Verſicherungs-Anträge gerne entgegen. Friedberg. Wilhelm Fertsch, Agent der Magdeburger Feuer-Verſicherungs-Geſellſchaft. Skeinkoßlen⸗, Gyps⸗ und Holz⸗Lager. (1500 Fette Stückkohlen erlaſſe den Centner à fl. 1. 12 kr., ferner beſtes Fett⸗ ſchrot(zu Keſſel⸗, Herd⸗ und Ofenbrand) und ſchweres Schmiedegries billigſt. . Auch empfehle mein Lager in Dung⸗Gyps und übernehme die Lie⸗ ferung per Eiſenbhan an alle Stationsorte. Mein Holzlager bringe in bekannter ausgetrockneter Waare in empfeh— lende Erinnerung. Fried. Becker in Frankfurt a. M., Friedberger Chauſſee Nr. 22, von der Warte aus das erſte Haus links und von der Stadt aus das letzte Haus rechts. Masken⸗Garderobe. (10) Zu dem dahier ſtattfindenden Maskenballe habe ich eine reiche Auswahl Masken⸗Anzüge, Masken und ſonſtige Erforderniſſe zu den billigſten Preißen zu verleihen und zu verkaufen. Auch werden alle Arten Anzüge in Auftrag verfertigt. Friedberg. Konrad Diehl, auf dem Markt. Zu vermiethen. (155) Ein vollſtändiges Logis im mittleren Stock meines Hauſes iſt Anfang des Monats aufden, (251) Ein Paar Chaiſepferde nebſt Chaiſe und Geſchirr find billig zu verkaufen. Wo? zu erfragen er Expedition. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 3. Sonntag nach der Erſcheinung den 26. Januar. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Fitting. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schnabel. Fruchtpreiſe. 22. Jan. 17. Jan. 7. Dez. Gattung. Fried⸗ g Die⸗ berg J Mainz] burg . f fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 740 755 7 30 Korn„„ 6 30 6 94 65 Gerſte„ 77 450 4471 5— Hafer„ 7 31301 3 4414 35 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 25. bis 31. Januar. Zu verkaufen. (152) Ein zweiſtöckiges Wohnhaus, 25 Fuß breit und 37 Fuß lang, von eichen Holz erbaut, ſteht auf den Abbruch zu verkaufen bei Bönſtadt. Adam Wagner J. Zu bert ga nf e (153) Ein dunkelbraunes Wallachpferd, 9 Jahre alt, hat zu verkaufen Heinrich Hanſtein IV. in Friedberg. Zu verkaufen. (150 Eine 6jährige trächtige Kuh, ein zwei⸗ jähriges trächtiges Mutterſchwein, ſechs Springer und circa 18 Centner Heu ſind aus freier Hand zu verkaufen bei Johannes Müller III. zu Wölfersheim. Mai zu beziehen. 5 Friedberg. Wilhelm Fertſch. Ein vollſtändiges Logis (130) hat zu vermiethen Bernhard Wagner. pf e p. (157) Ein brauner Hofhund iſt entlaufen; wer ihn zurückbringt, oder Auskunft über den⸗ ſelben ertheilen kann, erhält eine angemeſſene Belohnung. Näheres bei der Expedition d. Bl. n z ei ge. (158) Bei Unterzeichnetem kann ein Schuh— machergeſelle auf längere Zeit Arbeit erhalten. Niederweiſel den 21. Januar 1851. C. Koch ly. 2 ö Fried⸗ Butz⸗ Brod⸗Preiſe. berg. bach. N 5— kr. pf. kr. pf. 10 Leib⸗Roggenbrod 2 2 2 2 2 77 77 51— 4 3 4 7. 77 8 9 5 992 .. Lth. — Milchbrod 195% 575 —Waſſerweck 106 —Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 146/ G17 Fleiſch-Preiſe. 5 . pf. 4 11 Ochſenfleiſch 11111 0 „ Kühfleiſch, gemäſtetes S „ Rindfleiſch, gemäſtetes e „ Kalbfleiſch 6— 6 2 1„„ gemäſtetes E „] Schweinenfleiſch 9— 19— „ Hammelfleiſch 1 „ Schaaflleiſch n „ Wurſt v.blos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 14— 144 „Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14151 „Dörrfleiſch 144 1 „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 2212 unausgelaſſen 16„16— „Nierenfett 16 316— „ Hammelsfett 161 165 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.