J e i 9 en erg. 1 ag en verrichtt ſertſch. r Stadtkirche aur. r Stadtirge Sell. er Burglirche Seel. er Burglitche metlad. 5. Jutz. Di⸗ bug fl. kr. fl. Ik. 9 71830 7 15 650 — 1516 „ 0 ul Mainz Taxe und Butzbia Auguſt. —— —ͤ—e— Fried⸗ Buß⸗ berg. bah. tt. pf. kr. 5. * 1 ————— Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 65. Mittwoch den 20. Auguſt 1851. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Gr. Gens⸗ darmerie des Regierungsbezirks. Betreffend: die wiederholte Entweichung des Karl Ludwig Wilhelm Raſch, Sohn des Philipp Raſch, von Fauerbach II. Rubrikat iſt am 31. v. M. abermals aus dem Dienſte entlaufen, um ſehr wahrſcheinlich ſein früheres Vagabunden⸗ leben fortzuſetzen. Wir beauftragen Sie, auf denſelben zu fahnden und ihn im Betretungsfalle zu arretiren und an uns abzuliefern. Ein Signalement deſſelben fügen wir bei. Friedberg den 12. Auguſt 1851. J. B. d. D. Rauten buſch. Signale ment: Alter: 14 Jahre.— Größe: ungefähr 4½ Fuß.— Haare: blond.— Stirn: etwas breit.— Augenbraunen: blond.— Augen: grau.— Naſe: ſtark.— Mund: breit.— Kinn: rund.— Geſichtsfarbe: bleich.— Statur: der Größe nach ſtark.— Beſondere Zeichen: an der lin⸗ ken Wange eine Narbe. Kleidung: 1 grauen Turnerhut; 1 blaues Kamiſol; 1 Hoſe von geſtreiftem Baumwollenzeug; 1 ditto Weſte, roth geſtreift; 1 altes leinenes Hemd, deſſen Kragen inwendig mit neuem Tuch beſetzt iſt. Bekanntmachung, die Veredelung der oberheſſiſchen Schafzucht betreffend Mit Bezugnahme auf unſere betreffende Bekanntma⸗ chung vom 24. Auguſt 1850 bringen wir Nachſtehendes zur Kenntniß unſerer oberheſſiſchen Landwirthe: Von den, dem landw. Verein von Oberheſſenngehöri⸗ gen, zwei engliſchen Böcken iſt der eine, für Schmeer— zuchtvieh beſtimmt, wieder auf dem Vogelsberger— hofe bei Ulrichſtein, der andere für reines Vieh auf dem Gräfl. Solmſiſchen Gute Arnsburg bei Lich unter⸗ gebracht worden. Zu einem jeden dieſer Böcke können nur 60— 70 Stück Schafe zum Sprunge zugelaſſen werden, und zwar unter nachſtehenden Beſtimmungen: 1) Die Sprungzeit dauert vom 1. bis Ende September; für dieſe Zeit wird ein Weidegeld von 30 kr. per Stück Schafe entrichtet. 2) Diejenigen, welche den für reines Vieh beſtimmten Bock benutzen wollen, haben Beſcheinigungen ihres Bürgermeiſters(auf ſtempelfreiem Papiere) beizubrin⸗ gen, daß das betreffende Zuchtvieh auch reines Vieh ſei. 3) Die ſich zuerſt anmeldenden Schafzüchter haben den Vorzug vor den ſpäteren, die zuzutreibenden Schafe ſind auf Rechnung der Beſitzer auf die betreffenden Sprungplätze, Vogelsbergerhof und Arnsburg, hin⸗D— und nach der Sprungzeit auch wieder zurück⸗ zubringen. Diejenigen Schafzüchter Oberheſſens, welche eine beſtimmte Anzahl Schafe zu den engliſchen Böcken zum Sprunge treiben wollen, werden nun aufgefor⸗ dert, ihre Anmeldungen nebſt der Angabe der Zahl der zuzutreibenden Schafe längſtens bis zum 20. Au⸗ guſt d. J. und zwar die Beſitzer von Schmeervieh dei Herrn Revierförſter Haberkorn in Windhau⸗ ſen, die von reinem Vieh bei der Gräfl. Solms. Oeconomieverwaltung in Arnsburg bei Lich zu machen. Die Großh. Herrn Buͤrgermeiſter werden erſucht, vor⸗ ſtehende Bekanntmachung in ihren resp. Gemeinden zu ver⸗ offentlichen. Laubach den 1. Auguſt 1851. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen, Otto, Graf zu Solms⸗Laubach. Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Krieden. Erzählung von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.) Zu dem Bilde meines lieben Kaspar's gehört in⸗ deſſen noch Etwas, deſſen ich nicht vergeſſen darf. Die romantiſche Periode des Daſeins, die liebe Jugend, liegt weit hinter ihm. Mein Blick mußte kein Kennerblick ſein, ſtünde ergnicht jener Lebenshöhe nahe, von der es abwärts geht zum ſtillen Grab— ich meine damit den Stand⸗ punkt, zu dem ich ſelbſt nur noch anderthalb Schritte habe, nämlich den der Fünfziger, wenn er ihn nicht ſchon erreicht hat. Das iſt wieder eine Abnormität, da neuere Romantiker es meiſt mit lebenswarmen Jünglingen zu thun — 262 haben. Zur Beruhigung des geneigten Leſers ſetze ich hinzu: der October von Anno 1847 hatte ja auch unge⸗ mein warme, ſchöne Tage, faſt Frühlingstage; auch wird das Herz wieder warm, wenn es auf die blühenden Auen der Jugend blickt. Und überhaupt, iſt denn den reiferen, Jahren alle Poeſie geraubt? Ich ſage: Nein! Den Rah⸗ men meines Bildes zu vollenden, bitte ich meinen lieben Leſer und holde Leſerin, ſich noch folgendes lebhaft zu vergegenwärtigen. Es iſt ein netter, leichter, zurückgeleg⸗ ter Wagen, der langſam dahinrollt. In des Wagens rechter Ecke ſitzt ein behaglich ausſehender Mann von etwa neun und vierzig Jahren, von wohlgenährtem Aeußern und er⸗ klecklichem Umfange, der ſeine Pfeife raucht und freundlich in die Welt ſieht. Auf dem Bocke ſitzt Kaspar in dem Hechtgrauen und der gedachten Filzmütze. Er hat ſich bequem geſetzt, daß er dem Mann im Wagen und ſeinen Roſſen, deren Zügel er hält, gewiſſenhaft ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit, je nach Bedürfniß zuwenden kann. Der Himmel iſt tiefblau und wolkenlos; die Sonne ſendet noch bele⸗ bende Strahlen herab; die Luft iſt mild; das Feld und die Landſtraße leer und ſtill, und wir Beide plaudern ge—⸗ müthlich von Kaspar's Heimath und was dazu gehört. „Das kann ich Ihnen ſagen,“ fährt Kaspar fort, „es iſt ſchön im Vogelsberg, ſo ſchön als irgendwo auf des lieben Gottes Erde.“ „Glaub's, Kaspar,“ unterbrach ich;„bin zwar ſelbſt nie im Vogelsberg geweſen, kann alſo aus eigner An— ſchauung nicht urtheilen; allein mir kommt's doch ſo vor, es träfe bei ihm das Sprüchlein zu: Wo das Häslein geheckt iſt, da iſt es gern. Nicht ſo?“ „Herr!, rief Kaspar,„da müßt ich ein Klotz ſein, wenn mir meine Heimath nicht lieb wäre! Ich bin viel in der Welt herum gekommen, habe ſchöne Landſchaften geſehen; aber meinem Vogelsberg konnten ſie das Herz nicht abwenden. Wo man ſeine Jugend verlebt, wo man glücklich war(er ſeufzte leiſe), und wenn es eben auch nur eine kurze Zeit geweſen wäre, da zieht's Einen immer wieder hin, und wenn ich meinen guten Herrn verlaſſe, ſo gehe ich wieder in den Vogelsberg um— da zu ſterben.“ Dieſem Worte, das Kaspar mit Ausdruck geſprochen, folgte eine Pauſe. Mir that's leid, ihm vielleicht wehe gethan zu haben, und in meiner eigenen Bruſt regte ſich die Heimathliebe, die auch nach einem bergigen, wald— reichen, rauhen Lande hinwies. „Nun, Kaspar„ ſagte ich,„nichts für ungut, ich habe ja damit den Vogelsberg nicht verunehren oder ſchlecht machen wollen. Ich denke mir ihn etwa ſo wie den Hunsrücken, und da bin ich zu Haus. Ich weiß wohl, wie lieb die Heimath iſt, und wie das Herz, je älter es wird, ſich um ſo mehr wieder hingezogen fühlt zu den Spielplätzen ſeiner Kindheit. „Parol! da haben Sie recht!“ ſagte er und die Wolke war vorüber.„Sehen Sie,“ fuhr er fort,„mein Geburtsort iſt ein kleines Dorf in einem Thale des Vo— gelsbergs, durch welches ein Bach fließt, der im Herbſt und Frühling recht wild werden kann, beſonders wenn der tiefe Winterſchnee behende abgeht. Wald bedeckt überall die Höhen, und Ackerland und Wieſen liegen im Tahl⸗ grunde. Glauben Sie mir aufs Wort, hier herum machen ſie ein Leben vom Lorsbacher Thal, wo wir morgen hin— fahren, aber ich will nie mehr meine liebe Heimath ſehen, wenn das Thal nicht tauſendmal ſchöner iſt! Aber dort⸗ hin kommen keine müßigen Reiſenden, keine verrückten und verzückten Wiesbadner und Sodener Badegäſte, die darü— ber außer ſich gerathen könnten. Herr, manchmal ſehe ich das Volk, wie ſie ſich durch ihr eigenes Geſchwätz er— hitzen und dann Dinge ſehen, an die ein verſtändiger — Menſch nicht denkt. Man möchte davon laufen. Doch, um wieder auf mein Dorf zu kommen, ſo kann ich Ihnen ſagen, es liegt recht ſchön und man kann doch recht froh und glücklich ſein, wie ich das aus Erfahrung weiß; wenigſtens bin ich es dort geweſen in früherer Zeit.“— „Meines Vaters Haus war klein,“ fuhr er nach einer Weile fort,„das iſt wahr, aber wir waren zufrie— den in dem kleinen Häuscheu, vielleicht zufriedener, als die 1 155 Leute in ihren weiten Häuſern und Palläſten es ſind!/ „Glaub's ſchon, Kaspar,“ ſagte ich.„In den Pa⸗ läſten wohnt das Glück nicht immer; ſonſt wär's ja unge⸗ recht von Gott. Auch hab' ich das oft genug erfahren.“ „Parol! Da haben Sie recht,“ fuhr er fort.„Wenn ich ſo zurück denke, es waren unſrer fünf Kinder und das Stübchen etwa viermal ſo groß wie dieſe Chaiſe. Neben daran ein Kämmerchen halb ſo groß, und wir hatten Alle Platz. In der Stube ſtand ein Bett und darunter ein und in der Kammer war's ebenſo. Als freilich einmal eine herrſchende Krankheit kam, da gab's Luft. Es ſtar⸗ waren zufrieden. Schneider werden, aber dazu hatte ich kein Sitzleder und Schneidern getrieben wird. Nun ſollte ich Schuſter wer⸗ den, aber das gefiel mir auch nicht; endlich gar ein Leine weber. Gott erbarm' ſich! Das iſt das trübſeligſte Hand⸗ werk unter der Sonne. Nach acht Tagen lief ich auf und davon.“ „Was?, rief ich aus. hinein? „Behüt' mich Gott l“ ſagte er,„da hätt' ich ſtracks das Heimweh gekriegt; ich lief nur zu meiner Baſe, die eine Viertelſtunde von unſerm Dorfe wohnte, und dort holte mich mein Vater wieder ab.“ N „Da gab's wohl Riſſe,“ fragte ich. 1 1 5 „Doch nicht in die Welt „Paro, Herr! Etliche aus dem Salz; aber mein Vater war ein raiſonabler Mann; ſagte: Kaspar, wenn du kein Handwerk lernen willſt, ſo verdinge dich. Du biſt zu alt, um das ganze Jahr die Beine unter des Vaters Tiſch zu ſtrecken. Der Müller auf der rothen Mühle braucht ſo einen Dreiläufer, wie du einer biſt. Ich will mit ihm reden.“ Als mein Vater ſo ter ihm her. weinerliches Geſicht machte, denn— denn— es war ein ganz andrer Grund, warum ich zu keinem Handwerke mochte. „Was war denn das, Kaspar?“ fragte ich,„ob⸗ wohl ich ahnte, welche Melodie er pfeifen wuͤrde. die alte und doch ewig neue, in fende— der Liebe!“ „Sehen Sie,“ ſagte er und wußte nicht, wie er das Ding rund bringen ſollte;„ſehen Sie, bei uns iſt das ſo: die Kinder die mit einander confirmirt werden, die halten zuſammen durch das ganze Leben in treuer Lieb' und Kameradſchaft. Da gibt's meiſt Pärchen draus und das macht ſich ſo unter der Hand. Nun wohnte neben uns der Peterjacob, auch ſo ein Bäuerchen, das wie mein Vater mit ſo zwei kleinen Kühen fuhr, wie wir ſie in Vogelsberg haben. Der hatte ein Mädchen, friſch wie eine Kirſche und blühend wie eine Roſe. Wir Zwei hat⸗ ten mit einander als Kinder geſpielt und hatten uns da— zumal ſchon lieb. Hernachgehends, als wir Sonntags das Vieh hüteten, hielt ſich's immer zu mir, und wir plauderten, ſpielten, ſuchten Erdbeeren und eins brachte Dur und Moll verlau⸗ ſprach trabte ich hin- So konnte er nicht ſehen, was ich für ein Gewß Ediet 5) Die den Eolms⸗ Rödelheim zu zug Niedermorlt in ſährlichen geſcßlich r K 40% kr., ſowie di. Rollbett für die Kleinen, das Abends herausgezogen wurde, durherrn v. Behel Obermörlen in eben schenden Grundrente ben etliche meiner Geſchwiſter weg. Ueberfluß, Herr, war dhnusaug, n nicht da, das weiß Gott; aber wir hatten Kartoffeln und Als ich heranwuchs, ſollte ich ein din deßfalls beſtehen gen abgelöst werden Es werden daher ſprüche an dieſe E keine Luſt. Ich fürchtete immer den Utz, der mit den aue e en ſonft die Auszahlur von 1299 fl. 4½ an die resp. Bere. Die Anſprüche des bertn v. Wetzel z übrigens bereits ge Butzbach den 0 Verkauf ei 150) die Sein qu dendug und 8 fc holte in Julrmhof genannt, J alem geräumt 11 einem geräu mit der Froh gen, deſſen ö ſſc zwei gewo 30 Fuß Lange befinden, aus ) einer Scheun Montag den 9 ien de n ich Ihnen recht froh ung weiß; * Zeit., 1 ihr er nag aren zuftie⸗ dener, al d Palläſten In den Pa⸗ s ja unge⸗ g erfahren. fort.„Wenn der und das aiſe. Neben hatten Alle darunter ein zogen wurde, ellich einmal t. Es ſtar⸗ „Herr, war toffeln und lte ich ein Sitzleder und der mit den Schuſter wer⸗ gar ein Leine⸗ eligſte Hand⸗ lief ich auf in die Welt 1 ich ſtrats r Baſe, die und dot 5 aber men as par, wein dich. Du bit des Vaters othen Mühle iſt. Ich wil rabte ich hin 8 ich für 0 es war ein i Handwere gte ich, oe! zurde. Gewiß Moll verlau- dem andern die beſten. Augen. Nun ſollt ich nicht mehr hüten mit Annebärbel— das konnt' ich nicht überwinden, und wenn ich daran dachte, kamen mir die Thränen in die Es war daher kein Wunder, daß mich meines Vaters Rede hart traf, recht hart; denn der Müller hütete nicht, weil er Futter genug hatte, was nur arme Leute thun. Er ſah gar nicht nach mir um, und laut zu ſchluch⸗ 263 zen hütete ich mich. Er mochte daher der Meinung ſein, ich ſtimme ihm bei. Leben in der Mühle, wo alle Sonntage Kuchen gebacken würde und dergleichen. ſtanden; aber die Mühle lag vom Dorfe ab. Da ſah ich ja das Annebärbelchen nicht alle Tage. Kuchen? Trocknes Brod und Annebärbelchen wär' mir für alle Ewigkeit lieber geweſen.“ So ſprach er denn fort; lobte das Das hätte mir nun recht ange⸗ Was half da der (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. dc ⏑ι e ι⏑ Edictalladung. (1373) Die dem Herrn Grafen Max von Solms. Rödelheim zu Aſſenheim in der Gemar⸗ kung Niedermörlen zustehenden Grundrenten im jährlichen geſetzlichen Geldanſchlage von 72 fl. 10¼ kr., ſowie die dem Wilhelm Hugo Joſeph Freiherrn v. Wetzel, genannt v. Carben, zu Obermörlen in eben derſelben Gemarkung zu⸗ ſtehenden Grundrenten im jährlichen geſetzlichen Geldanſchlage von 8 fl. 22 ¼ kr., ſollen nach den deßfalls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmun⸗ gen abgelöſt werden. Es werden daher alle Diejenigen, welche An⸗ ſprüche an dieſe Gefälle machen aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, als ſonſt die Auszahlung der Ablöſungs⸗Kapitalien von 1299 fl. 4½ kr. und resp. 150 fl. 45 kr. an die resp. Berechtigten geſtattet werden wird. Die Anſprüche des Lehnhofs an die dem Frei⸗ berrn v. Wetzel zuſtehenden Grundrenten find übrigens bereits gewahrt. Butzbach den 2. Auguſt 1851. 5 Großh. Heſſ. Landgericht . Dr. Stockhauſen. Verkauf einer Hofraithe. 113535) Die Seiner Durchlaucht dem Fürſten zu Yſendurg und Büdingen zu Büdingen zu⸗ flehende Hofraithe im Großendorf dahier, der Junkernhof genannt, beſtehend aus: 1) einem geräumigen zweiſtöckigen Wohnhauſe, mit der Fronte nach Süden zu gele⸗ gen, deſſen erſter Stock, unter welchem ſich zwei gewölbte Keller von reſp. 36 und 30 Fuß Länge und 27 und 22 Fuß Breite befinden, aus Steinen ausgeführt iſt, 2) einer Scheune, Stallung und Brennhaus, 3) einem geräumigen Hofraum, ſoll Montag den 1. September d. J., Vormittags 9 Uhr, in dem Locale der Fürſtlichen Rentkammer da⸗ hier unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber einladet. Dieſe Hofraithe wird in weſtlicher Richtung von einer weiteren, Seiner Durch⸗ laucht dem Fürſten zu Aſenburg und Büdingen dahier gehörigen, aus einem einſtöckigen Wohn. hauſe, Kuhftalle, Schweinſtällen, Backhauſe und einem großen von Sandſtein erbauten Schaf⸗ ſtalle beſtehenden Hofraithe begränzt, welche in demſelben Termin mit oder neben der oben ge⸗ nannten Hofraithe verkauft werden ſoll. Büdingen den 29. Juli 1851. Fürſtlich Jſendurg⸗ und Büdingiſche Rentkammer Klingelhöffer. Bekanntmachung. (1377) Zur Nachachtung für das Publikum macht man hierdurch bekannt, daß die Franz Merkel Eheleute zu Okarben die zwiſchen ihnen ſeither beſtanden habende eheliche Gütergemein⸗ ſchaft aufgehoben haben und ferner nicht mehr in ſolcher leben wollen. Groskarben den 11. Auguſt 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (13800) Bei den Erdarbeiten in der Lindner Mark konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur Eickemeper. (Butzbach.) Strohlieferung. (1381) Freitag den 22. Auguſt d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die zum friſchen Füllen ſämmtlicher Betten der hieſigen Garniſon erforderlichen 1106 Gebund, à 16 Pfund, Korn⸗ ſtroh und 1260 Gebund, à 8 Pfd., Gerſtenſtroh auf dem Wege der Soumiſſion in Lieferung vergeben werden. Dies den Intereſſenten zur Nachricht mit dem Anfügen, daß die Lieferungs⸗ bedingungen von heute an zur Einſicht aufge⸗ legt find. Butzbach den 12. Auguſt 1851. In Auftrag Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1400) Die zum Nachlaß des Juſtus Rückert dahier gehörigen Mobilien ſollen Montag den 1. September, Vormittags 10 Uhr, durch Großh. Bürgermeiſter dahier verſteigert werden, was hiermit bekannt gemacht wird. Gleichzeitig werden etwaige Gläubiger des Juftus Rückert aufgefordert, bis zu obigem Termin ihre Anſprüche bei unterzeichnetem Land⸗ gericht anzumelden, widrigenfalls ſie bei der Nachlaßregulirung keine Berückſichtigung zu er⸗ warten haben. Friedberg den 7. Auguſt 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Immobiliar-⸗Verſteigerung. (14010 Montag den 25. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die auf den Namen Emmerich Müllers Erben und Wilhelm Hechlers Frau im Flurbuch zuge⸗ ſchriebenen Immobilien mit Ausnahme der Hof⸗ raithe, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 44 verzeichnet find, zu Folge eingelegten Nachgebots nochmals und zwar im Ganzen öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 18. Auguſt 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Büͤrgermeiſter Bender. Mobilien ⸗Verſteigerüng. (1402) Mittwoch den 3. September d. J., Vormittags 9 Uhr, werden im Gaſthaus zum goldenen Reichsapfel dahier das zum Nachlaſſe des verſtorbenen Emmerich Müller gehörende väterliche und errungenſchaftliche Mobiliarver⸗ mögen öffentlich meistbietend verſteigert. Der Verſteigerung werden ausgeſetzt: Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Porzellan, Glas, Holzwerk, Bettung, Kleider, Weißzeug, Schiff und Geſchirr, Küferhandwerksgeſchirr und ſonſtige Haushal⸗ tungsgegenſtände. Friedberg den 18. Auguſt 1851. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Strohlieferung. (1403) Mittwoch den 3. k. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 550 Ge⸗ bund Kornſtroh in die Betten der ledig caſer⸗ nirten Mannſchaft dahier, in dem Verwaltungs⸗ büreau auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben und die Liefe⸗ rungsbedingungen können von heute an in oben gedachtem Büreau eingeſehen werden. Die Gr. Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden er⸗ ſucht daſſelbe, im Intereſſen ihrer Gemeinden, gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 16. Auguſt 1851. In Auftrag Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1404) Donnerſtag den 21. Auguſt l. J., Vormittags 8 Uhr ſollen Erdarbeiten im Be⸗ trage von 352 fl. 44 kr. zur Herſtellung der Böſchungen im Hainborn bei Vilbel an den Wenigſtfordernden, unter den bei der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich verakkordirt werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt am Wegübergange im Hainborn. Friedberg den 13. Auguſt 1851. Der Gr. Bahn⸗Ingenieur Hochge ſand. Verpachtung. Samſtag den 23. d. M., Nachmittags U m 1 Uhr, (1405) ſollen in der Freiherrlich v. Löw'ſchen Burgwohnung zu Friedberg 3 Morgen, 3 Viertel, 3/ Ruthen Grabland in der Burg⸗Friedberger Gemarkung parcellen⸗ weiſe anderweit verpachtet werden, wozu Pacht⸗ liebhaber hiermit eingeladen werden. Florſtadt den 16. Auguſt 1851. Der Frhrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Jagdverpachtung. (1400) Mittwoch den 27. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll die Jagd des Moxſtädter Markwaldes, ungefähr 3000 Morgen, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunſt iſt um genannte Stunde auf dem Rathhauſe zu Niedermoxrſtadt. Obermoxſtadt am 16. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mickel. Jagdverpachtung. (1407) Dienſtag den 2. September d. J., Morgens 9 Uhr, ſoll bei dem Unterzeichneten die der Gemeinde Münſter zuſtehende Wald⸗ und Feldjagd unter den bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen auf 2 Jahre verpachtet werden. Münſter den 16. Auguſt 1851. b Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter An ſchick. Jagdverpachtung. ) Mittwoch den 27. d. M., Vormit⸗ 896 155 Uhr, ſoll die der Gemeinde Obermor⸗ ſtadt in ihrer gegen 1800 Morgen haltenden Gemarkung zustehende Jagd nochmals öffentlich meiftbietend verſteigert werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt um genannte Stunde auf dem Rath⸗ hauſe zu Niedermoxſtadt. Obermorſtadt am 16. Auguſt 1851. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Mickel. Jagd⸗ Verpachtung Mittwoch den 27. d. M., Mittags 22 W pn die Feldjagd der Gemarkung Nie⸗ dermoxſtadt, circa 17 bis 1800 Morgen haltend, auf hieſigem Rathhauſe auf ſechs nacheinander folgenden Jahren verpachtet werden. Niedermoxſtadt am 16. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Müller. Jagdverpachtung. 0) Donnerſtag den 21. d. M., Vor⸗ 2 5 9 Uhr, ſoll die Feld⸗ und Waldjagd in der Gemeinde Maibach unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen ander⸗ weit öffentlich verpachtet werden. Maibach den 16. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Y. Privat- Bekanntmachungen. Zu vermiethen. (139) Ein vollſtändiges Logis im mittleren Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann nächſten Monat bezogen werden. Simon Simon, breite Straße, Eck der Judengaſſe. W Meubel⸗Verſteigerung. (1388) Nächſten Donnerſtag den 21. d. M. laſſe ich in meiner Behauſung, wohnungsver⸗ änderungshalber nachſtehende gutgehaltene Meu⸗ bel, als: 4 Commode, 1 Sopha, 4 runde Tiſche, mehrere Schränke, worunter ein ſchöner Glas⸗ ſchrank, verſchiedene Spiegel, mehrere Bettſtellen und ſonſtige Hausgeräthe gegen gleich baare Zahlung verſteigern. Simon Simon, breite Straße, Eck der Judengaſſe. Annonce. (4363) Ein Nordiſches Handlungshaus ſucht gegen eine Provifion von 33 Procent, rechtliche und ſolide Perſonen, welche ausgebreitete Be⸗ kanntſchaft beſitzen, und die ſich mit dem Ver⸗ kaufe eines ſelbſt in den kleinſten Ortſchaften gangbaren Artikels beſchäftigen wollen. Reflek⸗ tirende belieben ihre Adreſſe mit genauer Angabe des Wohnorts unter G. U. an die Expedition dieſes Blattes fran o abzurichten. 50 Gulden (141) Vormundſchaftsgelder liegen zum Ausleihen bereit bei Chirurg Finkernagel in Friedberg. Annonce. (1412) Ich habe eine große Parthie/ breite feſtfarbige Kattune für Kleider, Hemden, Möbel und Vorhänge zurückgeſetzt, die ich, um damit zu räumen, von 9 bis 16 kr. per Elle verkaufe. R. E. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. 264 (13260 So eben habe friſch erhalten und empfehle beßtens: Wiener Putzpulver, in Packeten à 4 und 8 kr. N Feine Patent⸗Zahnſtocher, das Tauſend 30 kr., das Hundert 4 kr. Dentiſrice universel, 5 1 Beſeitigung der Zahnſchmerzen, à Flacon 30 kr. Gegen Hühneraugen, ſicheres Mittel um dieſelben ſchnell und ſchmerzlol zu vertreiben, in Schachteln à 18 kr. 5 Friedberg. P. F. Schmittner. Die Kartoffel⸗Krankheit (4392) entſteht durch ein Inſect, das ſich am Stengel anſetzt und durch Zer nagen deſſelben und 1 0 0 des Saftes das Kraut welk macht und ſich her nach den Knollen mittheilt. Als erprobtes Mittel empfehlen einige ökonomiſcht Zeitſchriften das Beſtreuen der Kartoffel-Staude mit Gyps, welcher durch ſein aäzende Beſtandtheile das Inſect tödtet. Ich halte daher mein Lager in Gyps beſtens empfohlen und bring gleichzeitig mein Steinkohlen⸗Lager ſowie meinen Dielhof, woſelbſt alle Sorten Holz in trockener Waare, als: Eichen, Kiefern und Erlen ꝛc. in allen Dicken und bis zu 44“ Länge vorräthig ſind, in empfehlende Erinnerung. 4 Friedr. Becker in Frankfurt a. M. von der Warte aus das erſte Haus links. Friſch angekommen (1176) J) Aechtes Klettenwurzel⸗Oel, à Fläſchchen 30 Kreuzer, be währt als neues kräftigwirkendes Mittel, um den Haarwucht mächtig zu befördern. 2) Pariſer Zahnperlen, in Etuis à 1 fl. 45 kr., anerkannt al! bewährtes Mittel, um Kindern die gefährliche Periode des Zah nens glücklich überſtehen zu helfen, bei Friedberg im Juli 1831. nächſt der Burg. Scheibenſchießen um Geldpreiſe (1413) welches zur Feier des Namenstages Sr. Königl. Hoheit des Großller zogs nächſten Sonntag den 24. und Montag den 25. d. M., abgehalten wird Der Schuß koſtet 12 kr. und man bittet deßhalb bei dem unterzeichneten Vorſtand um frühzeitige Beſtellung derſelben. Jagdwaffenpäſſe ſind nicht erforderlich. In wirthſchaftlicher Beziehung iſt beſtens geſorgt und ladet zur Theil nahme ein Friedberg den 18. Auguſt 1851. Frick. Der Schützenvorſtand: Schenck. Schmidt. Verkauf einer großen Hofraithe zu . Altenſtadt. (1414) Montag den 25. d. M., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll die der Frau Lieutenant Winther dahier zuſtehende Hofraſthe auf hieſigem Rathhauſe einer öffentlich meiſtbietenden und freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Die Hofraithe iſt in einer der Hauptſtraßen des Fleckens gelegen, beſteht aus Zſtöckigem Wohnhauſe, großer Scheuer und Stallungen, geräumigem mit Brunnen verſebenen Hofraume, iſt begrenzt von einem circa/ Morgen großen dazu gehörigen Gemüſe⸗ und Obſtgarten und eignet ſich bei der Frequenz des hieſigen Platzes zur Anlage eines jeden Etabliſſements. Alteyſtadt den 12. Auguſt 1851. Nachricht und Bitte. (1415) Allen Freunden und Freundinnen der Rettungs⸗Auſtalt für ſittlich ver⸗ wahrloſte Kinder zu Kloſter Arnsburg diene zur Nachricht, daß den 8. Oetober d. J. die Jahresfeier ſtattfinden wird. Da bisher alljähr⸗ lich mit dieſer Feier ein Verkauf von Handar⸗ beiten und dergl. zum Beſten der Anſtalt ver⸗ . nehmen Gaben mit Dank en gen. Anthes, Lehrer zu Lich; Bich man Pfr. daſelbſt; Deichert, Pfr. in Gil ningen; Schmidt, Kaufmann in Frau furt a. M.; Schick, Pfr. in Laubah Schäfer, Vorſteher der Blinden⸗Auf in Friedberg; Schwarz, Kaufman in Echzell; Uhrig, Pfr. in Pohlgönd, Lebewohl. (1416), Allen hiefigen und auswärtign Freunden ſagt bei ſeiner Abreiſe nach Amel ein herzliches Lebewohl Friedberg den 15. Auguſt 1851. ö Löb Schloß nebſt Famil, Rheinwein 1417) von — Ibm 12 Gibran Geſchmack verbal Friedberg. Ehr. Hecht Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedber g. P. F. Schmittner bunden war, ſo ſoll auch diesmal wieder den Freunden dieſer Sache Gelegenheit gegeben“ werden ihre Liebe thätig zu beweiſen. Di . I 66 — Au . Be der Preisvert In Folg. eins von Obe theilungen in und zwar: N 3). Die zur B. ſid auß jede die 0) für die be Rrivaten, Zucht ben ) Für jung lich, mind thum des 0) Fur ſelt die entw das erſt ſammt Halsrie eichnetere e Solchen 0 ehr zuerkann . un 9 zuge und ih inge fernung