In; berg sd ben 10.. der— ver Stadtlirg, Voting. der S der Stadtkur * Seel. D)der e 1 der Burgkirh t dettſc. der durzkirch Krenz. Taxe irg und Bußbac . November. Fried Buß 12 ein — 5 Stück Arbeit! zum Gutenberg 8 fleiſch“ in Mainz im Jahr 1397 geboren wurde. Sein Mutter Elſe oder Eliſabeth zum Gutenberg. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Negierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 91. Mittwoch den 19. November 18531. Von einem Deutſcheu, auf den wir ſtolz ſein können. Von W. O. von Horn. Wenn der Gevatter am Sonntagnachmittag ſich an den Tiſch ſetzt und in ſeiner Bibel das Kapitel lieſt, aus welchem der Pfarrer den Text nahm, denkt er nicht daran, daß vor vier Hundert Jahren das ſo leicht Niemand konnte, er ſei denn erſtaunlich reich geweſen. Fragt er nun: Ei, warum denn? ſo antworte ich ihm ganz einfach, weil's damals noch keine ſo gedruckte, ſondern nur geſchrie⸗ bene Bibeln gab, die aber, weil ſie mit ebenſo viel Kunſt, als Fleiß und Ausdauer abgeſchrieben werden mußten, ſehr ſelten und ſehr theuer waren. Nur reiche Klöſter, Kirchen und Fürſten konnten ſich einen ſo koſtbaren Schatz erwerben. Denkt Euch einmal, die ganze Bibel ſauber und ſchöͤn, Wort für Wort abzuſchreiben! Das war ein ungeheures Da kam das Gotteswort nur in wenige Hände und die Leute lernten daraus hoͤchſtens nur die Sonntags⸗Evangelien und Epiſteln kennen, die beim Got— tesdienſt abgeleſen wurden, wenn ſie ſie verſtanden— da ſie lateiniſch und nicht deutſch geleſen wurden. Nicht nur das Wort Gottes war damals ſelten im Lande, ſondern auch andere Bücher, daraus man etwas Gutes und Nütz⸗ liches hätte lernen können. Es war daher auch kein Wunder, daß man mit dem Worte der Schrift ſagen konnte:„Finſterniß deckte die Völker.“ Daß wir heutzutage für wenig Geld gute Bücher kaufen und leſen können, das verdanken wir, nächſt Gott, der jeden heilſamen Gedanken in dem Geiſte der Menſchen erweckt, einem Deutſchen, einem Mainzer, der Johannes Gutenberg, oder genauer: Johannes Gensfleiſch hieß und in dem Hofe„zum Gens— Vater hieß Frielo oder Friedrich Gensfleiſch und ſeine Da mit ihr die Familie zum Gutenberg ausſtarb, ſo nahm ihr Mann ihren Geſchlechtsnamen zu dem Seinigen, wie das in jener Zeit häufig vorkam. Das Geſchlecht der Gensfleiſche und Gutenberge war ein edles und angeſehenes in der Stadt Mainz. Zwiſchen dieſen reichen und edlen Familien und denen der Zünfte und übrigen Bürger beſtand ein alter Haß, weil die edeln Geſchlechter meiſt die Herrſchaft be⸗ ſaßen, und oft und vielfach die Bürger unterdrückt hat⸗ ten. Da gab's denn immer Neid und Hader. So auch in Mainz im Jahre 1420. Der Aufruhr der Bürger noͤthigte die edeln Familien, die auch Altbürger genannt wurden, aus der Stadt zu flüchten. Die Gensfleiſche flüchteten nach Straßburg, blieben aber dort wohnen, als der Friede hergeſtellt war, und die Altbürger zurückkehren durften. Die Jugend des Johannes Gutenberg, ſowie die Orte und Gelegenheiten, wo er ſeine vielfachen Kenntniſſe erwarb, ſind vollig unbekannt; das aber iſt gewiß, daß er in den Jahren 1436 bis 1438 in Straßburg mit mehreren Mannern in Verbindung trat, um Siegel zu machen, Steine zu ſchleifen, aber auch vermittelſt einer von ihm erfundenen Preſſe die erſten, unvollkommenſten Verſuche machte, Bücher zu drucken. War auch ſeine Familie frü— her reich und mächtig, ſo verurſachte doch die Flucht aus Mainz große Verluſte und Gutenberg mußte, um ſich zu ernähren, ſeine erlernten vielen Künſte anwenden und Anderen theilweiſe lehren, und ſich ihres Geldes bei ſeinen koſtſpieligen Arbeiten und Verſuchen bedienen. In Straß⸗ burg hat er aber noch kein Buch gedruckt, das iſt gewiß. Man ſollte denken, man wäre ſchon weit früher darauf gekommen, Bücher zu drucken, da man Heiligen— bilder, mit Reimen und Sprüchen dabei, druckte. Das geſchah aber ſo: In eine Tafel von Birnbaumholz wurde das Bild ausgeſchnitten und die Sprüchlein auch, ſo daß das, was auf das Papier gedruckt werden ſollte, hoch war, das Andere vertieft und weggeſchnitten wurde. Dies Hohe wurde nun mit Schwärze oder Farbe beſtrichen und ver— mittelſt eines Reibers auf das Papier gedruckt. Von dieſer Art, ein Bild und dazu auch Worte zu vervielfältigen, zum Buͤcherdrucke war kein weiter Weg, und doch kam Niemand auf den Gedanken, als Gutenberg. Er ſchnitt nun zuerſt Holztafeln voll Worte, die erhaben ſtanden und beſtrich dieſe mit Schwärze; allein da mußte er ebenſo viele Tafeln ſchneiden, als er Blattſeiten haben wollte, und mit dem Abdrucken durch den Reiber ging's eben auch nicht; der Druck wurde nicht überall gleich. So kam er denn auf den Gedanken, eine Preſſe zu machen, durch die man den gleichmäßigen Druck machen könnte. Da er ſelbſt kein Geld hatte, ſo mußte er mit fremdem Geld arbeiten und das bereitete ihm Proceſſe und Unge— mach. Endlich ging ihm beim Simuliren über die Sache ein Licht auf. Er dachte:„wenn du die einzelnen Buch— ſtaben aus der Holztafel herausſchnitteſt, ſo könnteſt du ſie zuſammenſetzen, wie du wollteſt, und könnteſt daraus immer neue Worte bilden! Gedacht, gethan! Jetzt hatte er beweg⸗ liche Buchſtaben und konnte weit mehr leiſten als früher; denn die in die Holztafel geſchnittenen Worte blieben natürlich immer dieſelben; jetzt aber, wo ſie beweglich waren, konnte er viel mehr ausrichten. Wir wollen uns das durch ein Beiſpiel klar machen. Hatte er die loſen Buchſtaben: A B E N D— ſo konnte er daraus bil⸗ den die Worte: Abend, Ab, End, Bad, Baden, Band, Denz wenn er nämlich die Buchſtaben verſetzte und anders zuſammenfügte; hatte er ſie aber in die Holz⸗ tafel feſt eingeſchnitten, ſo konnte er damit nur das eine Wort: Abend drucken. Da ſeht Ihr, was das ein wei— ter Fortſchritt war! Dennoch fand Gutenberg bald, daß ſich die Holzbuchſtaben leicht abnutzten, alſo unſauber druckten, nicht lange hielten und daß es doch auch eine entſetzliche Mühe und Zeitaufwand verurſachte, ſo viele A-B⸗C aus Holz zu ſchneiden, als zu einem größern Buche, beſonders aber zu einer Bibel nöthig waren. So ſann er denn darauf, Buchſtaben aus Metall, Blei, Zinn oder Kupfer zu machen. Ehe er jedoch Dies ausführte, verließ er Straßburg und ging nach Mainz. Hier hatte er mit einem reichen Mainzer Bürger, Namens Fuſt, einen Ver⸗ trag geſchloſſen in der Art, daß er eine Druckerei in Mainz anlegen, das Druckgeräthe vervollſtändigen wolle, wozu Fuſt das Geld ſchießen ſollte. Der Gewinn ſollte zwiſchen Beiden getheilt werden; Gutenberg ſollte das Ka⸗ pital mit ſechs Procent verzinſen, Fuſt dagegen jährlich einen Beitrag zu den Koſten liefern.. Hätte es der ehrliche Gutenberg mit einem rechtlichen Manne zu thun gehabt, ſo hätte aus dieſer Verbindung endlich der Lohn fuͤr all' ſein Mühen, Denken und Ringen hervorgehen können; allein Fuſt war ein Pfiffikus, dem Geld und Geldgewinn über Alles ging, der in Gutenberg nur einen Mann erblickte, den er wohl brauchen könne. Während alſo Fuſt nur Geldgewinn ſuchte, ſtrebte Gutenberg eine Kunſt zu erfinden, die aller Welt die Thore des Erkennens öffnete. So kam er denn auch in Mainz auf den Gedanken, ſtatt der hölzernen Buchſtaben, metallene zu gießen. Dabei war auch der neue Vortheil, daß dieſe Buchſtaben regelmäßiger, gleich groß und doch viel kleiner und feiner gemacht werden konnten, als die hölzernen. Das war ein neuer und großer Fortſchritt in der wunderbaren und herrlichen Kunſt, die der Welt ſo unbeſchreiblich viel nützen ſollte. Dies bewerkſtelligte er ſo; Ueber ſauber aus Meſſing geſchnittene Buchſtaben goß er Blei. Hierdurch erhielt er die vertieften Formen, in denen er nun zinnerne und erzene Buchſtaben goß. Erwägt man, daß er ſo in Einem Tage viel Hunderte von A-B⸗C gießen konnte, während auf die früheren Holzbuchſtaben außerordentlich viele Zeit mußte verwendet werden, ſo ergibt ſich abermals ein bedeutender Fortſchritt. Es iſt ein herrliches Zeugniß fur Gutenberg, daß er nun ſogleich daran ging, eine Bibel zu drucken. Dem Worte Gottes ſollte zuerſt die neue Kunſt dienſtbar wer— den und hier zeigt ſich ein frommes, dankbares Gemüth, das die von Gott geſchenkte Einſicht auch ſogleich zur Ehre Gottes anwenden wollte. Er begann den Druck im Jahre 1452 und im Jahre 1455 war er vollendet; aber dies Werk hatte ungeheure Koſten verurſacht und die lange Zeit ſeiner Dauer legt auch dafür Zeugniß ab, wie unvoll— kommen noch die Einrichtung der Druckerei und wie wenig geübt die Kunſt der Drucker war. Um dieſe Zeit war auch Peter Schöffer aus Gerns— heim in die Verbindung mit Gutenberg und Fuſt getreten. Schöffer war ein ſehr geſchickter Mann, der beſonders die Schönheit der Buchſtaben hervorbrachte, weil er ſehr ſchön ſchrieb, aber auch ein beſſeres Verfahren zur Herſtellung noch dauerhafterer Buchſtaben erſaun. Fuſt erkannte die 366 Brauchbarkeit Schöffer's, und da er den falſchen Gedanken ſchon mit ſich herumtrug, ſich von Gutenberg zu trennen und die Vortheile des Druckens allein für ſich zu gewin⸗ nen, ſo ſuchte er den Schöffer ſich recht anzuheimeln und gab ihm endlich ſogar ſeine Tochter zum Weibe. 5 Jetzt, wo Gutenberg nach langem Mühen, Opfern und Sinnen am Ziele war, jetzt ſollte den wackern Mann. der härteſte Schlag treffen. Fuſt, ein habgieriger und falſcher Menſch, verlangte plötzlich von Gutenberg ſein ihm dargeliehenes Kapital mit allen Zinſen, die er ihm doch mündlich erlaſſen hatte. Gutenberg war ein gutmüthiger, ſtiller Mann, der ſich nur mit ſeinen Wiſſenſchaften abgab, in Welthändeln aber nur geringe Erfahrung hatte. Darauf baute auch der falſche Fuſt und hing dem armen Gutenberg, der nicht bezahlen konnte, einen Proceß an, indem er noch allerlei Schleichwege ging und Lügen vorbrachte. g Reichthum und ſein Anſehen drehte er die leider oft wäch⸗ lerne Naſe des Rechts zu ſeinem Vortheil und gewann gegen alles Recht den Proceß. Da der arme Gutenberg nicht bezahlen konnte, ſo ſprach überdies das erkaufte Ge⸗ 0 richt dem Fuſt die ganze Druckerei als Eigenthum, zum Erſatze ſeiner Forderungen zu. 0 Dias geſchah im November 1455. Denkt man ſich in die Lage des armen Gutenberg, ſo blutet Einem das Herz. Alle Frucht ſeiner Mühen, der Preis ſeines Lebens und Strebens war ihm auf eine nichtswürdige, ſchändliche eise entriſſen von dem Manne, den er arglos und voll Vertrauen in ſeine Kunſt eingeweiht hatte. Es war im Anfang eines rauhen Winters. Ohne Brod, ohne Hülfs⸗ mittel und Geld, ohne Unterſtützung und ohne Recht, was lollte er in Mainz anfangen? Noch einige Zeit weilte er daſelbſt, niedergebeugt und gedrückt; dann nahm der Mann, dem die Welt die hohere Einſicht, die Mittel des Erken⸗ nens danken ſollte, den Wanderſtab und verließ ſeine Va⸗ terſtadt zum zweiten Male, bettelarm und hülflos, und, was mehr iſt— betrogen um ſeinen Glauben an die Ehr⸗ lichkeit der Menſchen!— Und wohin wandert der treffliche und doch ſo arme 0 Durch ſeinen , 6 ernten, Ing ließen; ind ſoffnung. 1 E i Der alte Fr ig von Preu ſchloßgarten ſpa tmachmittag„ Wie er ſo hen daherkomme üccen, ſo daher iglich anſieht. 55 erkennt ſchneider iſt. War's, der lichtfuß anreden Der Konig in zu und der Moher des Der Burſe and ſagt: Aus Was will ſönig. Arbeiten Jurſche. Kann Er ſagt weiter der Mann? Wieder nach Straßburg zieht er hin, wo er auch 3 Ha! ha! ſchon ſo bittere Erfahrungen gemacht hatte. Dort hoffte eb' Er Acht er eine Druckerei einrichten zu können, und wieder einen 0 Pfuscher bin!“ ehrlichen Lebensunterhalt ſich zu gründen. Mit dieſer in ein ſo tücht Hoffnung, die den gebeugten Mann noch aufrecht hielt, Da lacht kam er nach Straßburg. Er bot Alles auf, reiche, ihm as der Köni bekannte Leute, dazu zu bewegen, die nöthigen Geldmittel N herbeizuſchaffen, um den auszuführen; aber Alles mit Macht über ihn, was er geſäet hatte. Beide die Erfindung Schöffer's, ſchönere und dauerhaftere Buchſtaben zu verfertigen, vor ihm geheim gehalten und übten ſie jetzt aus, wo ſie ihn auf die Seite geſchoben hatten. Sie drückten einen prächtigen Pſalter, der noch heute ein Prachtſtück der Buchdruckerkunſt iſt, wurden ſtein⸗ reich, während der edle Gutenberg, dem ſie Alles verdankten, darbte, und kau i* hatte, wohin er ſein kummervolles Haupt niederlegen ſollte, Als in Straßburg alle Hoffnung verſchwand, u der arme Mann am Rande der Verzweiflung ſtand, ſchien ihm noch einmal ein Glücksſtern aufzugehen. Er kam in Verbindung mit dem Syndikus Dr. Conrad Humery in Mainz, und dieſer, ein reicher Mann, ließ ſich bereit finden, die Geldmittel zu einer neuen Druckerei in Mainz herzuſchießen. Gutenberg kehrte in die Vaterſtadt zurück, wo er das Härteſte erfahren hatte, daß die Treuloſen ihn um Alles betrogen hatten, und richtete die Druckerei wie⸗ Plan, den er in der Seele trug, 1 blieb erfolglos und die Noth kam 4 1 während Fuſt und Schöffer ernteten, Recht verrätheriſch ſchlau hatten der Erfinder der Kunſt, ſufzählen! ſchen 1 0 5 Won ein. Er mußte hier wieder von Vornen anfangen, ſic zu 2»er ſchon einmal am glücklichen Ziele geweſen war. Er zudeimeln„ hute wieder von unten auf; er ſetzte wieder ſeine ganze geide. in Kraft daran, die neue Druckerei beſtmöglichſt einzurichten, un endlich den Lohn ſeines Fleißes und Denkens ſo weit zu ernten, als es Fuſt und Schöffer ihm zu erringen ülrig ließen; und dennoch betrog ihn auch dieſe letzte un Hoffnung. 1(Schiuß folgt.) a „I Ein e Anekdote. n ö Der alte Fritz(Ihr kennt ihn ja Alle, den trefflichen Ars du Hnig von Preußen!) ging einmal in ſeinem ſchönen 1 3 2 Shloßgarten ſpazieren. Es war ein gar hübſcher Som⸗ — allerlei. wrnachmittag, und der Konig wohl aufgelegt. 1 enen. Wie er ſo dahingeht, ſieht er einen Handwerksbur⸗ 1 et wache ſcen daherkommen, der, mit ſeinem Felleiſen auf dem and gewann Rücken, ſo daherum ſpaziert und ſich alles Schöne ver⸗ me Gutenberg grüglich anſieht. An dem ganzen leichtfertigen Weſen des akaufte Oe, Penſchen erkennt der König auf der Stelle, daß es ein entgum, zun Schneider iſt. Wart', denkt der König, du mußt mal den Bruder deichtfuß anreden, ob er auch Grütze im Kopfe hat! Der Konig, der im bürgerlichen Rocke ging, trat auf ihn zu und der Schneider erkannte ihn nicht. Woher des Weges? fragt der König. Der Burſch lüftet vor dem alten Herrn ſein Käpplein denkt man ſch et Cinem das ſciues Lebens ige, ſchäudliche rgles und voll Es war in ſurd ſagt: Aus Sachſen! „ obne Hülfs⸗ Was will Er denn hier im Lande thun? fragt der ne Recht, was Konig. Zeit weilte er Arbeiten und mir etwas verdienen, antwortete der atm der Mann, Burſche. Kann Er denn das in Dresden und Leipzig nicht? ſungt weiter der König, dem der Burſche gefiel. Doch, ſagt der; aber man will doch auch die Welt ſchen und in Berlin kriegt unſer Einer, wenn er ſein Hand⸗ werk verſteht, mehr Geld, als dort. So? fährt der König fort: verſteht Er es denn? Ha! ha! lacht der Burſche, was eine dumme Frage! eb' Er Acht, ich gehe gleich nach Berlin, wenn ich ein fuſcher bin! Nein; ich will mich nicht rühmen, aber ich in ein ſo tüchtiger Schneider, wie der alte Fritz ein König. Dia lacht der König laut auf. Kerl, ſagt er, wenn us der König gehört hätte, er ließe Ihm ein Vierteldutzend küfzahlen l nel des Erken⸗ nließ ſeine Va⸗ dülſtos, und, n an die Ehr⸗ d doch ſo arme in, wo er auch „ Dert hoffte wieder einen Mit deeſer aufrecht hiel, , teiche, ihn gen Geldmitte — 367— Fehlgeſchoſſen, rief luſtig der Schneider; er gabe mit eher ein Vierteldutzend Friedrichsd'or! . Nun, ſagte der König, weil Er eine ſo gute Mei⸗ nung von ihm hat, ſo muß ich, als Freund und Diener des Königs, Ihm das Vierteldutzend geben. Damit fährt der König raſch in den Säckel und gibt dem Schneider drei Friedrichsd'or in Gold. Der mochte denken, der alte Herr gibt dir, um den Spaß voll zu machen, drei Dreier. Nun, auch gut, du nimmſt ſie und bedankſt dich; aber wie guckt der Schneider, als wirklich drei Goldſtücke in ſeiner Hand blinken! Raſch zieht er ſein Käpplein und ſagt: Ach Gott, der König! Und wenn ich's denn wäre, ſo wär' ich ja dein Kamerad, ſagte herzlich lachend der Köuig. Bitte tauſendmal um Vergebung! flehte der Schneider. Geh' nur, ſagte der König, und wend' es gut an. Ach, ich will's überall verkündigen, wie gnädig Eure Majeſtät ſind, rief dankbar der glückliche Schneider. Das laß Er mir bleiben! rief da der alte Fritz. Halt' Er mir fein das Maul! Sonſt kämen am Ende alle Schnei⸗ dergeſellen und Jeder wollt's probiren, wie Er. Nein, ich brauche mein Geld nöthiger. Halt Er ja ſein Maul! Der Schneider verſprach's und machte ſich fröhlich davon. Miszellen. Unſere elegante Herren und Damen halten viel auf elegante Handſchuhe.— In Braſilien dagegen wuͤrde es in guter Geſellſchaft für eine Beleidigung angeſehen werden, wenn ein Herr einer Dame eine behandſchuhte Hand reichen wollte. Man würde glauben, er verhüllte die Hand wegen — einer Hautkrankheit. Allzu höflich! Ein Franzoſe wurde von einem Eng⸗ länder gefragt:„Welche Zeit es ſei?“—„Zehn Uhr, mein Herr, wenn Sie befehlen!“ war die höfliche Antwort. Ein ander Mal ſaß ein Engländer iu der Kirche, und als der Prediger bei den Worten:„Laßt uns beten,“ denſelben zufällig auſah, entgegnete derſelbe ſich verbeugend:„Ich ſtehe Ihnen zu Dienſten.“ Als ein bekannter Komiker kürzlich in einer Geſell⸗ ſchaft war, in welcher Dreizehn am Tiſche ſaßen und Ei— ner dies mit Schrecken bemerkte, ſagte der Komiker:„Be— ruhigen Sie Sich, ich eſſe für zwei!“ er Seele trug v dit Noth kan hoffe erntetel, Bekanntmachungen von Be⸗ Donnerſtag den 27. November l. I, Morgens 9 Uhr, bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden. In demſelben Termine wird nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der perſönlich erſcheinenden oder durch Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger ein Curator und ein Gläubigerausſchuß gewählt und über die Verſilberung der Maſſe Beſtim⸗ Hungen den 22. September 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorf. Hofraithe-Verſtelgerung. (4818) Donnerſtag den 18. Dezember, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des abweſenden Bürgers und Schneiders Karl Schleuning, beſtehend in einem Friedberg den 3. November 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter lau ban hoͤrden. 1 dauerhaften RUN νπννν 1 gebalten un a , geſchobn Rain ⸗Weſer⸗Eiſenbahn—. Seut ge 10 Section Gießen. 1, aer e(1380) Bei den Erdarbeiten in der eindner mung getroffen werder, „ wurden 1 Fark können fleißige Arbeiter gegen guten Lohn er. beſchäftigung erhalten. 1 J Gießen den 12. Augu 51.. 3 10 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur ne Eickemeyer. ü en 1775 Edicetalla dung. e169) Nachdem üer den Nachlaß des aher er an Weller 11. von Wölfersheim wegen eine 172 70 ein 1 Humer 1 U berſchuldung von 7051 fl. 28¼ kr. der Con⸗ Wohnhaus, meiſtbietend verſt ger ic ben bas erkannt worden it, werden alle diejenigen, Manz nelche irgend einen Anſpruch an dieſen Nachlaß let 7770 u bilden haben, aufgefordert, ihre Rechte bei Jeidung ſtillſchwetgenden Ausſchluſſes von der Paſſe Bender. Edictalladung. (1882) Philipp Steuler und deſſen Ehefrau Anne Catharine dahier haben zufolge der Amts⸗ hypothekenbücher folgende, angeblich längſt ab⸗ getragene, aber noch nicht gelöſchten Hypotheken errichtet: 1) am 24. Februar 1775 dem Joh. Jacob Wagner und deſſen Ehefrau Anne Eliſa⸗ beth dahier über ein Anlehen von 200 fl., 2) am 17. April 1786 dem Joh. Phil. Kel⸗ ler zu Melbach über ein Anlehen von 300 fl., 3) am 20. Mai 1791 der Anne Agathe Scheuner dahier über ein Anlehen von 45 fl. 14 Albus 4 Heller. Da die ausgefertigten Originalurkunden ab⸗ banden gekommen ſind, ſo werden auf den Antrag der damaligen Beſitzer der verpfändeten Immobilien alle diejenigen, welche aus jenen Pfandverſchreibungen Anſprüche herleiten zu können glauben, hiermit aufgefordert, dieſelben binnen ſechs Wochen von heute an ſo gewiß dahier geltend zu machen, als widrigenfalls die betref ſenden Einträge in den Hypothekenbüchern wer⸗ den gelöſcht werden. Nauheim am 10. November 1851. Kurfürſtliches Juſtizamt Kroeber. vat. Schlarbaum. Edietalla dung. (1883) Etwaige Anſprüche an die von Jo⸗ hannes Jörg II. Eheleuten von Kleinkarben dem hieſigen Mathildenſtift über ein Darlehn von 250 fl. unterm 13. November 1845 errichtete Obligation, welche nach erfolgtem Abtrag des Capitals verloren gegangen ſein ſoll, ſind bin⸗ nen vier Wochen ſogewiß dahier geltend zu ma⸗ chen, als ſonſt die Obligation für erloſchen er⸗ klärt und der Eintrag im Hppothekenbuch ge⸗ löſcht werden wird. Großkarben den 6. November 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. ger Güterverpachtung. (1881) Donnerſtag den 20. November d. J. Vormittags 9 Uhr, wird in hieſigem Rathha uſe zu Folge eingelegter Nachgebote der Beſoldungs⸗ garten des Herrn Geometer Karl Bindernagel am ſog. Brachbrunnen in Abtheilungen, ſodann die Abtheilungen 4 und 5 des Ackergartens, welche bei der Verpachtung vom 4. November d. J. die Genehmigung nicht erhielten, nochmals öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 17. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beh d ene Güter ⸗Verſteigerung. (1885) Donnerſtag den 27. November d. J., Vormittags 10 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag die der Ehefrau des hieſigen Bürgers Daniel Chriſtian Julius Fritz in deren elterli⸗ chen Erbtheilung zugefallenen Güterſtücke in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach II. in dem hieſigen Rathhauſe öffentlich meiſtbietend unter dem Anfügen verſteigert, daß bei annehm⸗ baren Geboten den Letztbietenden ſogleich der Zuſchlag ertheilt wird. Flurſchüß Briel dahier iſt beauftragt den be⸗ treffenden Steigliebhabern etwa nöthige Aus⸗ kunft zu ertheilen. Friedberg den 17. November 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1886) Montag den 24. d. Mts., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsrath dahier die Abände⸗ rung von 270 Stück Torniſter, alter Ordonnanz, nach neueſtem Muſter auf dem Wege der Soumiſ⸗ ſion in Accord gegeben und die Lieferungsbe⸗ dingungen können von heute an in obengedachtem Bürxeau eingeſehen werden. Friedberg den 16. November 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1887) Donnerſtag den 20. d. Mts., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths die Lieferung von 270 Torniſterkäſtchen auf dem Soumiſſionsweg in Accord gegeben und die Lleferungsbedingun⸗ gen können von heute an in oben erwähntem Büreau eingeſehen werden. Friedberg den 16. November 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. (1888) Mittwoch den 26. November d. J., Vormittags um 11 Uhr, werden auf dem Rath⸗ 368 baus zu Kaichen etwas über 5 Malter Kirchen⸗ korn verſteigert. i Der Kirchenvorſtand. Lieferungen verſchiedener Bedürfniſſe für die Garniſon Butzbach. (1889) Die Lieferungen nachbenannter Be⸗ dürfniſſe für die Garniſon Bußbach ſollen auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſt⸗ verlangenden in Accord gegeben werden und zwar: Freitag den 21. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, der Bedarf an Brod, Gerſtenſchroth, Weizenkleie, Leinkuchen, Brennöl, Stearinlichter und Hell⸗ thran, ſodann Stroh zum Fullen einzelner Betten in dem 1. Halbjahr 1852. Montag den 24. dieſes Monats, um 10 Uhr Vormittags, das Brennholzbedürfniß pro 1852, beſtehend in 36 Stecken Buchen- und 188 Stecken Eichen⸗ ſcheitholz. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen jeden Tag auf dem Verwaltungsbureau beſagter Gar⸗ niſon eingeſehen werden können, woſelbſt auch die Soumiſſions-Formulare für die Holzliefe⸗ rung in Empfang zu nehmen ſind. Butzbach den 11. November 1851. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. (Butzbach). Verkauf getragener Mon⸗ tirung und Reitzeugs. (1890) Donnerſtag den 27. dieſes Monats, des Vormittags von 9— 12 und des Nachmit⸗ tags von 1—5 Uhr, ſollen in der hieſigen Reitercaſerne eine Anzahl getragener Mäntel und ſonſtige Montirungsſtücke, ſodann ausran⸗ girtes Reitzeug und Caſernerequiſiten, wobei viele Teppiche meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, erſucht man zugleich die Herrn Bürger⸗ meiſter dieſen Verkauf in den unterhabenden Gemeinden geeignet bekannt machen laſſen zu wollen. Butzbach den 14. November 1851. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (18910 Samſtag den 6. December, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung der Schul⸗ beſoldung, als: ½ Malter Gerſte, 19½„Korn, 1½ Fuder Kornſtroh und 1%„ Gerſtenſtroh, öffentlich wenigſtnehmend bei mir vergeben werden. Utphe den 13. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beöſch er. Fruchtverſteigerung. (1892) Künftigen Donnerſtag den 20. d. M., Mittags 12 Uhr, ſollen auf hieſigem Rath⸗ hauſe 9 Malter und 6 Meſten Kirchenkorn öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Södel den 15. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Faſelochs verkauf. (1893) Donnerſtag den 20. d. M. ſoll ein der Gemeinde Bauernheim zuſtehender Faſelochs öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Die Verſteigerung geſchieht in hieſiger Bürgermeiſterei. Bauernheim den 15. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 250 Gulden (1891 liegen in der katholiſchen Kirchenkaſf, Nee hypothekariſche Sicherheit zum Ausleihe) ereit. Holzhauſen den 10. November 185 1. Weisbrod, Kirchenrechner, d νι. Privat⸗ Bekanntmachungen. 300 Gulden (1877) werden gegen gerichtliche Verſicherung aus der Concursmaſſe des J. C. Nagel II. ver, liehen. f Friedberg. Der Maſſecurator Hei dt Zu dera f e n. 1 (1846) Ein ſtarkes militärfrommes Reit, pferd, das ſich auch zum Fahren eig dürfte, ſteht in Butzbach zu verkaufen. wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes, ſowt auch Herr Gaſtwirth Seulburger im Löwen g Butzbach. a Verſteigerung. (1875) Wegen Aufgabe des Oeconomieg ſchäfts läßt der Unterzeichnete in ſeiner Beha ung Mittwoch den 26. d. M., von Vormittags 10 Uhr an, 0 ſteigern: ein zehnjähriges hellbraunes Wallachpferd, eine trächtige Kuh, ein jähriges Rind,(Schwyzer Race), folgende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend 1 ein leichter zweiſpänniger Wagen mit a ö Achſen, ein Pflug, eine Egge, 1 verſchiedenes Pferdegeſchirr, 1 eine Parthie Ketten, eine Partbie Spreu, eine Parthie Waizen⸗ und Haferſtroh, eine Fruchtfegemüble und dergl. 9 Vilbel den 11. November 1851. N Friedrich Hummel z Eine Wohnung g (1876) iſt zu vermiethen und kann zu jedn. Zeit bezogen werden bi 5 5 Friedberg. Philipp Windecken Ein Schmiedgefelle, (1895) tüchtig im Huf⸗ und Wagenbeſchla ſucht eine Stelle. Näheres durch die Expeditio dieſes Blattes. Braunſchweiger Flachs, 4896) ſowie 3 Braunſchweiger Werg(Hede) iſt wieder friſch angekommen bei Vilbel im November 1851. 8 W. Kullmann Zugelaufener Hund. (1897) Am Freitag den 7. November iſt mir ein junger Jagdhund zugelaufen, der Eigenthümet kann denſelben gegen Erſtattung des Futtergeldes und der Inſeratgebühren in Enßfaug nehmen. Ilbenſtadt. Johs. Sch ch. Fahrplan (1898) der Eiſenbahnen, Dampfſchiffe, Omnibus ꝛc. nebſt einem Verzeichniß der Sehens würdigkeiten in Frankfurt a. M. à 4 kr. zu haben bei Friedberg. E. Bindernagel. 3 — —— A! Be Eds wir! mann zu Bi Eigenſchaft he Friedb 1 Donner 8 Uhr, wird retiſche Prüf. tiſche Prüfun Fried 11—v—v—-—-—— J. g Von einem 9 Tief 0 45 helm abwerfe, der konnte, und o ſehr bedur niß nun ver. in Streit ger u lag, wah vielen Gehü heim Eidſch eimniß ih Verden. Geſchaft N