Hag lden. er Art, Nach uterzeichnetg in Empfan ahn. 5 dem Kaufman 2 zu baden. Dit Angelegenheit liel gegen Som e paut, fie tag d verdeſſert den t ſich ganz vor. —— chen ergnügen del gen läßt, il rt mitmachf, ſc⸗Ausſtellung im Norden. lehle. ſolgende Gegen⸗ gcrung ausſetzen, iageflücke, ich, zommode, Zinn, „ erzeugt, i In telligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 36. Sonnabend den 19. Juli 1851. Das UÜUrtheil. Eine wahre Begebenheit, nacherzählt von F. v. Carnéville. (Schluß.) II. Die eint Seite des Alkazar's war durch einen gro— gen dunkeln Platz eingeſchloſſen, hier ſchritt eines Abends ein junger Mann mit ungleichen Schritten auf und ab; eine Kleider waren ſtaubig und in Unordnung, die dichten ſchwarzen Haare hingen über ſeine Schlafe herab, und man konnte eine ganze Geſchichte von Schmerz leſen, aus dem dunkeln Glanze ſeiner Augen, aus der convulſiviſchen Lebhaftigkeit ſeiner Bewegungen, und aus der Miſchung von Kummer und Haß, die in ſeinen Zügen ausgedrückt char;— er blieb ſo geraume Zeit ſtehen, den Blick auf den Pallaſt gerichtet, als wollte er die Inſchriften der Mauern entziffern, die ſie nach ihrer Flucht noch an ihren alten Moſcheen ſtehen ließen.——— Nach und nach breitete die Dämmerung ihren dunſtigen Nebel über Se— villa, und nur die Dome der arabiſchen Akademien, und die vergoldeten Pfeile der Kirchen, ſchimmerten noch durch die Dunſtmaſſe——— plötzlich hielt der Unbekannte an, ein Schauder durchzuckte ihn, als er in dem Halb⸗ dunkel einen Mönch unterſcheiden konnte, der die Richtung gegen den Alkazar einſchlug.———. Eine lange ſeidene Soutane, um den Leib mit einem goldenen Gürtel feſtge⸗ halten, fiel bis an die Ferſen des Mönches herab und bedeckte zur Hälfte die ſammtenen Sandalen.— Als der Neuangekommene nicht mehr ferne von dem jungen Manne war, der ihn mit einer ängſtlichen Spannung feſt im Auge behielt, verließ dieſer plotzlich ſeinen Hinterhalt und ſtürzte ſich auf den Mönch, indem er ihm zurief:„Don Henriquez.... ich bin's!“ „Aber wer biſt Du? murmelte der Mönch, mit einer von Ueberraſchung und Furcht gemiſchten Stimme.“ „Du kennſt mich nicht? erwiderte Gil mit wildem Ausdrucke.——— Du kennſt nicht den Sohn des An⸗ tonio Perez! Du haſt wohl in Deiner Hoheit vergeſſen, oder dich nie darum bekümmert, daß das Opfer deines Uebermuthes, ein Kind hatte, und daß das Kind nun zum Me ſeit 8 Tagen halte ich hier Wache, um dich allein zu finden und dir ſagen zu können, daß du meinen Vater auf eine ſchändliche Weiſe getödtet und meine arme Mutter zu 10 martervollen Jahren der Verzweiflung und des bitterſten Schmerzes verurtheilt eee. ich werde dir ein glänzendes Vermögen ſichern.... ich mache dich mächtig und angeſehen“h) „Und vielleicht auch glücklich? unterbrach ihn Perez Leben bringen „Wohl nicht, aber ſie werden dazu dienen, ſeinem Andenken einen ſchönen Gedächtnißſtein zu ſetzen.“ „Und du, niederträchtiger Mönch, du denkſt, daß ich je um dieſe Bedingungen dem Mörder meines Vaters ver— geben werde?“ „Jeſus Chriſtus hat auch ſeinen Henkern verziehen! ſtotterte der Stiftsherr...... du wirſt mein Vergehen ſicher vergeſſen, wenn du meine lebhafte Reue und den feſten Willen ſehen wirſt, es nach Kräften gut zu machen.“ „O! nein, nein! ſchrie Perez, du tilgſt dein Verbre⸗ chen nicht durch Thränen, ſelbſt wenn du ſie dein ganzes Leben durch vergießen ſollteſt dein Gold konnte wohl die Richter beſtechen, aber ich, ich bin weniger käuf— lich als das Geſetz...... ja ich werde ſtrenger ſein ſogar, als Gott!“ Indem er dies ſprach, faßte Gil den Mönch an der Gurgel. Ein verzweifelter aber kurzer Kampf entſpann ſich, der mit einem Dolchſtich und mit dem Schmerzſchrei eines Sterbenden endete. „eee — 226— Gil neigte ſich über den Körper des Stiftsherrn, als wollte er unterſuchen, ob noch ein Funke Leben in ihm ſei— er fand keinen.—— Der Schweiß rieſelte ihm in dicken Tropfen über die bleiche kummervolle Stirne;— die Arme gekreuzt, ſah er mit bittrer Traurigkeit, mit einem heimlichen Schrecken, das Blut des Gemordeten, an ſeinen Händen und Kleidern klebend:„Gomez! Gomez! rief er, fürwahr es gehört Muth, viel Muth dazu, einen Mord zu begehen, ſelbſt wenn ein Vater dadurch gerächt wird!“ III. Einer ſo wachſamen Polizei, wie der des Don Pedro, konnte ein ſolcher Mord nicht unbekannt bleiben, und es war unmöglich, daß der Urheber deſſelben den Nachfor— ſchungen und der Strafe lange entgehen konnte. In der That, war man der Sache bald auf der Spur und Perez wurde verhaftet. Da Gil alles ohne Zaudern geſtand, ſo ging die Unterſuchung mit außergewöhnlicher Schnelligkeit vor ſich, und nachdem die Richter, keinem Milderungsgrund Gehör gaben, der die Schwere ſeines Verbrechens hätte mindern können, ſo wurde er zum Tode mit dem Strange verurtheilt. Sein Gefängniß blieb unbarmherzig allen denen ver⸗ ſchloſſen, die dem Unglücklichen nahe ſtanden und ihn ge— liebt hatten. Vergebens irrte ſeine troſtloſe Mutter Tag und Nacht vor den ſchwarzen Mauern ſeines Kerkers um— her——— vergebens verſuchte Julietta mit ihren Thrä— nen das eiſerne Herz der Kerkermeiſter zu rühren... umſonſt bemühte ſich Gomez, zu Gil zu duͤrfen, um ſeine Verzeihung zu erlangen, denn er war es ja, der den ſorg— loſen Jüngling zu dieſem Schritt verleitet, an dieſen Ab— grund gebracht hatte; aber alles ſcheiterte an der barba— riſchen Strenge der Wächter, und Gil mußte in ſich ſelbſt die Kraft ſuchen, die ſchreckliche Einſamkeit zu ertragen, aus der ihn nur der Henker befreien ſollte.—— Das Todesurtheil war bald bekannt in Sevilla und der König davon unterrichtet, war begierig, die Einzeln— heiten dieſer That kennen zu lernen; er ließ daher den Verurtheilten vor ſich bringen. Er erſchien ruhig, kalt, weder frech noch ſchwach. „Ihr ſeid angeklagt des Mordes an Don Henriquez?“ ſagte ihm der König. „Ich habe ihn eingeſtanden!“ „Was bewog euch zu dieſem Verbrechen?“ „Um meinen Vater zu rächen, der auf eine unwür⸗ dige Weiſe gemordet wurde.. Jaber Don Henri⸗ quez war ein Vornehmer.“—— „Don Henriquez, nahm ſchnell der König das Wort, war ein Menſch.“—— Mit wenigen Worten, aber mit dem Ausdrucke der Aufrichtigkeit, der nur unverdorbenen Herzen eigen iſt, er⸗ zählte Gil dem Könige ſeine Geſchichte, legte ihm die Gründe dar, die ihn zur Rache beſtimmt hatten, und die kia en Art und Weiſe wie er dieſe Rache vollführt hat. Gil war beredtſam, überzeugend und wahr. Der König hörte ihm aufmerkſam zu, keine Miene verrieth eine Theilnahme, eine Billigung oder ſonſt ein Intereſſe; als Gil geendet hatte, wendete ſich Don Pedro gegen den primer assermente(erſten Richter) mit der Frage:„zu welcher Strafe wurde der Mörder des An⸗ tonio Perez verurtheilt?“ 208) Jehan 1 theilen. ſchrrherg vn „Er mußte auf ein Jahr die Verſammlungen des ai, geboren de Kapitels meiden.“ Agen Jahren ab Don Pedro runzelte die Stirne und rief mit auf gebrachtem Tone.„Das Geſetz ſoll weder Standesunter— ſchiede zulaſſen, noch ſonſt Privilegien kennen! So ver— nichte ich andurch den Spruch des Kapitels, und verur⸗— theile Gil Perez, ſich auf ein Jahr aller Schuſterarbeit zu enthalten, und beim heiligen Jakob, ſo geſchehe es!“ bende Schweſter ugoriſch verwal frb⸗ oder ſonſſge en find daher b daten bei unterze end zu machen, geben und Joh kflätt werden w Vußz bach def Don Pedro war damals noch jung und in der erſten Periode ſeiner Regierung, und noch rein von den Aus., ſchweifungen und Grauſamkeiten, die ſpäter ſein Andenken Versteigern entehrten; insbeſondere ſetzte er einen beſonderen Werth. darin, eine große Ehrerbietung vor dem Geſetze an den Tag zu legen. ittags 2 Uhr Tie Früchte vo Als der König dies unerwartete Urtheil geſprochen Tücken, als: hatte, erbleichte Gil über dieſe plötzliche unverhoffte Gnade, 2 Morgen ſeine Füße wankten, und er fiel beſinnungslos vor Don“ Pedro nieder— die Freude wie der Schmerz ſind zwar tödtlich, aber Gil wollte nicht ſterben; nach mehrſtündiger Bewußtloſigkeit kam er zu ſich, und wer beſchreibt ſein 11209) N. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. f ν Steckbrief. (1193) Die mangelhafte Beſchaffenheit des hieſigen Arreſtlocals hat die abermalige Selbſt⸗ befreiung eines Inhaftirten aus ſolchem er⸗ möglicht. In der ſtürmiſchen Nacht vom 10. auf den 11. Juli iſt der wegen Landſtreicherei dahier inhaftirte, außerdem der Theilnahme an mehreren in Cob⸗ lenz, Rhenſe und Meſenich mittelſt Einſteigens zur Nachtzeit verübten Diebſtähle dringend ver⸗ dächtige Heinrich Hartmann von Erbach, im Herzogthum Naſſau, in Folge gewaltſamen Durchbruchs aus dem hieſigen Arreſtlocal ent- wichen. f Indem wir ein Signalement des Entwichenen nachſtehend folgen laͤſſen und dabei bemerken, daß derſelbe bei ſeiner Entweichung einen ärari⸗ ſchen grauen, blau und roth geſtreiften Teppich mitgenommen hat, erſuchen wir alle Juſtiz- und Polizeibeamten, den Entwichenen im Betretungs⸗ falle zu arretiren und anher abzuliefern. Rödelheim den 11. Juli 1851. Signalement: Alter: 31 Jahre. Größe: 6 Fuß 9 Zoll. Haare: blond. Stirne: etwas breit. Augenbraunen: blond. Augen: grau. Naſe: ſpitz. Mund: proportionirt. Bart: ein rother, um das Kinn gezogener Backenbart. Kinn: rund. Geſichtsfarbe: elwas bleich. a Erſtaunen, als er ſich im Schatten eines Hügels befand, ½„ vor ſich die blühenden Ufer des Quadalquivir, und die freundliche Fiſcherhütte Gomez's die er nie mehr zu ſehen 1 1 e I beſchreibt ſein Entzücken, als er 17„ 2 fühlte, daß es kein Traum ſei, daß die Wirklichkeit in! umfange, denn er ſah Gomez, der ihm ſagte: du biſt einn 1 wackrer Junge, Gil!“——— er ſah ſeine Mutter mit! freudeſtrahlenden, dankbarem Blicke, wie ſie ihn küſſend,* in die Worte ausbrach:„Sei geſegnet mein vielgeliebter[1 Sohn!“——— Er ſah endlich die ſchöne Julietta, welche mit ſüßer Stimme ihn bat:„Laß uns Gott dan 2 f 17¹ ken, mein Gatte! dſenlich mei bemerkt, daß Statur: ſchlank. besen ſind d Beſondere Kennzeichen: keine. kunft zu e Kleidung: driedberg 1 ſchwarztuchene Schildkappe. 1 ruſſiſch grüner Rock. b Großh. Heſſ. Landgericht 1 Merinohalsbinde. b Dr. Gilmer. 1 braune geköpperte ſommerzeugene Hoſe, 1 Paar Schnürſtiefel. Lieferu Zur Beglaubigung(A2) Sames. 19 1 Jagdverpachtun g. dag (41700 Mittwoch den 30. d. M., Nachmitl⸗ dan tags um 1 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde andzmen 9 zuſtehende Jagd meiſtbietend öffentlich verpachtet wuigfion werden. Die Bedingungen werden bei der riedbe Verpachtung eröffnet. 0 Rendel den 8. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Lerſelge Beck. der 0 N. . Dun Asdruct dn igen iſt, eb. gte ihm Rü en, und zy hat. hr. eine Mien r ſonſt ei Don Pedn et) mit dei er des Ap lungen dei lief mit auf landesunter f So ver, und verun terarbeit zu e eb in der erſten u den Aus/ in Andenken eren Werth ſctze an den geſprochen offte Gnade s vor Don ſind zwar rſtuͤndigen chreibt Ney gels befan, ir, und die hr zu ſehen ken, als et lichkeit ihn du biſt eil Mutter mit ihn küſſend, vielgeliebter te Julieta, Gott dan⸗ — Lerſteigerung von Früchten auf dem b Halm. 4162) Montag den 21. Juli d. J., Vor⸗ mttags 11 Uhr, wird in hiefigem Rathhauſe de dießfährige Kornerndte von einem 1 Morgen 1 Viertel haltenden Grundſtück am Viehtrieb mben Ludwig Langsdorf, öffentlich meiſtbietend urſteigert. Die Flurſchützen dahier ſind ange⸗ mieſen den Steigliebhabern nähere Auskunft zu eitheilen. N Friedberg den 9. Juli 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Oeffentliche Aufforderung. 208) Johann Georg Möckel von Langen. ban, geboren den 27. October 1768, iſt ſeit hungen Jahren abweſend, und es hat ſeine noch bende Schweſter um Ueberlaſſung des ſeither dratoriſch verwalteten Vermögens angeſtanden. Erb⸗ oder ſonſtige Anſprüche an dieſes Vermö⸗ gen find daher binnen einer Friſt von 2 Mo⸗ inten bei unterzeichnetem Gericht ſogewiß gel⸗ und zu machen, als ſonſt dem Antrag ſtatt gegeben und Joh. Georg Möckel für verſchollen erklärt werden wird. Butzbach den 9. Juli 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. derſteigerung von Früchten auf dem Halm. 1209) Montag den 28. Juli d. J., Nach⸗ nittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe ie Früchte von den nachverzeichneten Grund⸗ ücken, als: 2 Morgen Waizen im Lachenfeld an Poſt⸗ meiſter Helmolt, %„ Gerſte im Kleingalgenfeld an Georg Steinhäußer, 5%½„ Gerſte am Schützenrain an Hein⸗ rich Müller, „„ Gerſte am Steppgensgrund an Johannes Zimmermann, 1„ Waizen am Diebsweg an Gott⸗ 1 lieb Kettinger, „ Waizen im Lachenfeld an Gr. Hofgerichts⸗Advocat Trapp III., 1„ Waizen daſelbſt an Poſtmeiſter Helmolt, %„ Waizen am Niederrosbacherweg an Heinrich Salzmann, 1„ Gerſte vor der Oberwöllſtädter Höhe an Poſtmeiſter Helmolt, 5 1 Waizen im Lachenfeld an Poſt⸗ meiſter Oelmolt, öffentlich meiſtbietend verſteigert und zugleich bemerkt, daß die ſtädtiſchen Flurſchüen ange⸗ wieſen ſind den Steigliebhabern etwa nöthige Aus kunft zu ertheilen.. Friedberg am 16. Juli 1851. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Lieferung von Sandſteinen. (42100 Montag den 28. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe das Anliefern von 10 Stück Sandſteinen für die hieſige Stadt nach dem Muſter der auf dem Alleeplatze in der Ludwigsſtraße dahier vor⸗ handenen öffentlich mittelſt Verſteigerung an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben. Friedberg den 16. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung eines Grundſtücks in der Gemarkung Fauerbach II. (12110 Montag den 21. Juli, Vormittags — 227— 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe zu Folge eingelegten Nachgebots ein der Pfarrei Friedberg gehörendes Grundſtück in der Gemarkung Fauer⸗ dach II. 3 Morgen, 1 Viertel, 27 Ruthen hal⸗ tend, nochmals öffentlich meiſtbietend unter dem Anfügen verſteigert, daß Nachgebote nun nicht mehr angenommen werden. Friedberg den 16. Juli 1851. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1212) Zur Anfertigung einer Einfriedigung für die Station Vilbel ſollen Dienſtag den 29. Juli Vormittags 9 Uhr auf der hieſigen Station Schreinerarbeiten veranſchlagt zu 257 fl. 11 kr. Weißbinderarbeiten 1„ 93% 24 unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtneh⸗ menden öffentlich verakkordirt werden. Friedberg den 15. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur. der Section Vilbel Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1213) Zur Erbauung des Werkſtättenge⸗ bäudes in dem hieſigen Bahnhofe ſollen Montag den 21. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, auf dem Sections⸗Büreau die nachbezeichneten Arbeiten an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden: 1) Schloſſerarbeiten in 5 Looſen, fl. kr. veranſchlagt zu 3464 02 2) Pflaſtererarbeiten, veranſchl. zu 434 07 3) Lieferung von 2gußeiſernen Wen⸗ 512 381 40 deltreppen, veranſchlagt zu Gießen den 15. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeper. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1214) Dienſtag den 22. Jult, Nachmittags um 2 Uhr, wird im Wirthshauſe zum Hirſch dahier die Pflaſtererarbeit an den Wenigſtfor⸗ dernden verſteigert. Ockſtadt den 16. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Backhaus verkauf. (1215) Donnerſtag den 24. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das dahier von der ver⸗ lebten Peter Hocks II. Wittwe hinterlaſſene Backhaus, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stall, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Jeder auswärtige Steigerer hat ſich bei der Verſteigerung über ſeine Zahlungsfähigkeit aus⸗ zuweiſen. Rendel den 15. Juli 1851. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. 1 e ck. Jagd⸗ Verpachtung in der Wald- und Feldgemarkung von Altenſtadt. (42100 Die Jagd in der bieſigen Wald- und Feldgemarkung, welche auf einer Fläche von 24 Nan N und Normalmaaß ausgeübt werden kann, wird Freitag den 1. Auguſt d. J., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier auf 6 Jahre unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verpachtet. Altenſtadt den 12. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter KTA Holz ⸗Verſteigerung. (12170 Donnerſtag den 24. Juli, Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, wird der Reſt des pro 1851 in hieſigem Gemeindewald gefällten eiche⸗ nen Werkholzes, circa 150 Stämme an Ort und Stelle verſteigert. Lindheim den 14. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter och. Obligations-Verlooſung. (1218) Nachdem in der heutigen Gemeinde⸗ rathsverſammlung die in Gemäßheit des Vor⸗ anſchlags für 1851 vorzunehmende Partial⸗ Obligationen⸗Verlooſung ſtattgefunden hat und die No. 100 und 107, jede von 100 fl., durch das Loos zur Rückzahlung herausgekommen find, ſo wird ſolches mit dem Anfügen zur öffent⸗ lichen Kenntniß gebracht, daß die Inhaber ge⸗ dachter Partial-Schuldverſchreibungen gegen deren Rückgabe die Beträge bis zum 1. Sep⸗ tember d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Altenſtadt den 13. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Privat⸗ Bekanntmachungen. Friſcher Weißrübenſaamen (1205) iſt zu haben bei Friedberg. Johannes Supp. Ruſſenſteine (966) ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich. Die Waſſerheilanſtalt in Marbach bei Marburg, (1184) unter der ärztlichen Leitung des Hrn. Dr. med. Grebe in Marburg, iſt ſeit dem 1. Juni eröffnet. Nähere Auskunft auf Anfragen ertheilt der Falten Wilbelm Hanſtein in Friedberg am aagk. Ruſſenſteine (1203) ſind bei Unterzeichnetem ſtets zu ver⸗ kaufen Oberwöllſtadt. Brotzler. Verſteigerung. (12040 Montag den 28. Juli, Morgens 9 Uhr, wollen die Erben der Philipp Hofmann's Wittwe in deſſen Behauſung folgende Gegen⸗ ſtände einer freiwilligen Verſteigerung ausſetzen, als: Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsſtücke, Tiſche, Stühle, Schränke, Bettladen, Kommode, Zinn, Kupfer und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Friedberg den 14. Juli 1851. In Auftrag: Ch. Hoffmann. Zu vermiethen. (4219) Ein Logis und Scheuer, welche gleich bezogen werden können, hat zu vermiethen H. Schutt. Friſcher Weißrübſaamen (1220) iſt billig zu haben bei f Friedberg. 15 Ph. Wilh. Sieck. Empfehlung. (4221) Kleine weiße Erbſen zur Stoppel⸗ ſaat ſind zu haben bei 5 Jacob May, Fruchthändler in Friedberg. ——. — 3 Haupt⸗Kirſchenfeſt im Oſſenßbeimer Wäldchen (1200) wird Sonntag den 20. d. M. ſtatlfinden, wobei zum Vergnügen der Luftſchiffer, Herr Brier einen ſchön verzierten Rieſen⸗Luftballon ſteigen läßt, in welchem ein Kirſchenkuchen unter obligater Muſikbegleitung die Luftfahrt mitmacht. Der Ballon hat die Beſtimmung, den Kirſchenkuchen der Induſtrie⸗Ausſtellung nach London zu überbringen. Während des Aufſteigens ſpielt die Muſik das berühmte: „Sie ſollen ihn nicht haben“. Dieß iſt noch nie geſehen worden, weder im Süden noch im Norden. Aehle. Mein Wohnhaus (1222) iſt zu vermiethen und kann bis Ende Auguſt bezogen werden. f Sattler Schäfer's Wittwe. Geſuch. (1223) Ein gebildetes Mädchen vom Lande, 30 Jahre alt, eine Waiſe, mit Feinnähen, Klei⸗ dermachen und allerlei weiblichen Handarbeiten vertraut, ſpricht rein Deutſch und Franzöſiſch, ſucht Unterkunft bei einer honorabeln Familie. Näheres zu erfahren bei der Redaction dieſes Blattes. Ein Brandweinbrennereigeſchirr, (12220 ganz vollſtändig nebſt guſſener Kar⸗ toffelmühle, der Keſſel 82 Maas haltend, iſt ſehr billig und unter vortheilhaften Bedingun⸗ gen bei J. L. Rappolt in Friedberg zu verkaufen. Ein vollſtändiges Schmiedegeſchirr (1225) iſt zu verkaufen bei Heinrich Stein in Rodheim, Regierungsbezirk Nidda. 3 0 0 0 fl. 1226) liegen gegen doppelten Einſatz zum Ausleihen bereit. 0 Friedberg den 16. Juli 1851. In Auftrag: Mep9er Schwarz. Eiſenbahn⸗Frachtbriefe 4227) ſind vorräthig bei CE. Bindernagel. Soolbad Nauheim. (1228) Sonnabend den 19. d. M., Nach⸗ mittags um 6 Uhr, läßt der unterzeichnete Luftſchiffer im Kurgarten einen großen Rieſen⸗ Ballon aufſteigen und ladet zu recht zahlreichem Beſuche ergebenſt ein. Brier. Zu beachten. (1229) Inſerate zur Aufnahme in die Nauheimer Curliſte werden entgegen genommen bei C. Bindernagel. Lich. (1230) Das fünfte Wetterauer Muſikfeſt findet zu Lich am 27. und 28. Juli d. J. ſtatt. Am 1. Tage Concert und Ball, am 2. Tage Tanzbeluſtigung im Wald, wozu freundlichſt einladet Das Feſteomité. Concert- Anzeige. (12310 Sonntag den 20. Juli 1851 wird der Unterzeichnete im Bad Salzhauſen ein Vocal und Inſtrumental⸗Eoncert zu geben die Ehre haben. A. Struth aus Darmſtadt. Preiskegelſchieben. (1232) Sonntag den 20. d. M. findet bei dem Unterzeichneten ein großes Preiskegelſchie⸗ ben ſtatt. Sollte daſſelbe an dieſem Tage nicht beendigt werden können, ſo wird Sonntag den 28. l. M. damit fortgefahren. Zu zahlreicher Theilnahme ladet ein Altenſtadt den 16. Juli 1851. Jacob Kötter. Nauheimer Teichhaus. (1233) Sonntag den 20. Juli iſt auf dem Naubeimer Teichhauſe Harmonie ⸗ und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt 1 8 7651 enkel. Sommertheater in Nauheim. (1234) Sonntag den 20. Juli 1851. Das Schloß Greifenſtein oder: Der Sammt⸗ ſchuh, Ritterſchauſpiel in 5 Acten, nebſt einem Vorſpiel: Zulima, in 1 Act von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. Kern. — Literariſche Anzeige. (1235) In der C. J. Edler'ſchen Buch⸗ handlung in Hanau if erſchienen und in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei C. Bin⸗ dernagel, zu haben: Der kleine Engländer oder die Kunſt die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hilfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Fünfte vermehrte Auflage. Von Prof. Dr. A. F. Grün. 12. broch. 5 Sgr. oder 18 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 14. Juli 1851. fl. kr. Miſtorpßpn 9.36½-37% Friedrichsd' or 9 58½—59½ Holländiſche 10 fl. Stücke 94849 ½ Rand⸗Ducaten. 5 35-36 20 Frankſtücke 9307-81 ½ Engliſche Souverains 1155-56 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5. Sonntag n. Trinitatis den 20. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet! Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche! Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. 5 Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kißner. Fruchtpreiſe. .—— 16. Juliſg 1. Mai 28. Mrz Gattung. Fried⸗ Die⸗ berg Mainz burg — fl. kr. fl. kr. fl. kr Waizen pr. Malter 8— 8159—— Ker! 8— 6 53—— Gerſte„ 75 5 451 531[(—— Hafer„ 4115 4147 I—-— Erzählung An ei ige Wand im Abendlt des den H ſie an dem halten wür Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 19. bis zum 25. Juli. S 5 Fried⸗ Butz. Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3— 2 2 77 7, 5 3 N 5 7 44„ 7 11 211. 5 Lth. Lth. Milchbrod 14% 15 — Waſſerweck 115% — Gemiſchte(Tafel-) Brod 1 6+½ 16½ Fleiſch-Preiſe. pf. 8 1 Ochſenfleiſch. 111— 11 5 „ Kühfleiſch, gemäſtetes S „ Rindfleiſch, gemäſtetes e „ Kalbfleiſch 6— 6— „„„ gemäſtetes„ „ Schweinenfleiſch 10— 19— „Hammelfleiſch 8— 8— „, Schagflfleiſch 5——— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12 „Bratwurſt 14.— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14.— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 16— 16— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſte en der. K ra u ß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. waldete. Seitenthal und von B Thal burchh feuden folgte J 1 ſſch ir enen gelern 9 Und neue Id. dentenahre! berſſtat ſtud als der ande Und ö Walther, de N Ich u rich, der al Dann J Name zu Landsmann bindung ſe ſhenſchafte nuß, hab nh 0 alen Beſt einer 125