ntelligenz-Vlatt fuͤr die 5 Provinz Oberheſſen l u. f im Allgemeinen, b den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 1 82. Sonnabend den 18. Oetober 1851. 8 Amtlicher Theil. Saen ge ver d. ene, de an, Jer der ele Oeffentliche Nachricht. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß heute Chriſtian Hecht von hier als Unteragent a für den Hauptagenten Heinrich Zitz zu Mainz zur Beför— gent: derung von Auswanderer über Liverpool nach New⸗York t. Namens der Schiffbefrachter Harnden und Comp. zu Liver⸗ ö 0 pool, conceſſionirt worden iſt. en* Friedberg den 10. Oktober 1851. 1 Großh. Heſſ. Regierungs⸗Commiſſion N des Regierungsbezirks Friedberg derdſt eine außer, August incluftee t Nn September⸗ Ouvrier. Origin u l. Ein Stücklein. Erzählung von W. O. v. Horn. 5 1 Fortſetzung.) inladung. + Fan ger Leid als das ſchöne junge Mädchen. Unter die Ori⸗ A., Nac ginalitäten des alten Herrn gehörte ein wahrer Weiber⸗ „e Bh aß. Ob der ein Ergebniß trüber Erfahrungen war oder b ine fleiſchgewordene Grille, iſt nicht wohl zu ſagen. Hierzu seiftſe lam noch die Sorge, wie er das Mädchen hüte vor— Ball. liebeleien; denn ſo viel Welterfahrung hatte er, daß er inſah, das habe ſeine erkleckliche Flauſen. Er nahm nun e den Maler dazwiſchen, ſcharfte ihm das Gewiſſen und be⸗ rnb, ſellte ihn zum Mitwächter über Käthchen. Die Haus⸗ l ordnung wurde noch ſchärfer gezogen und mit der Däm⸗ eg nerung was jeder Verkehr mit der Außenwelt abgeſchnitten. Der mißtrauiſche Alte viſitirte ſelbſt, und als er nach vier Wochen keine Contravention entdeckt, hielt er die Ordnung fur conſolidirt. „Der Maler wollte ſich todt lachen, Käthchen ſich die Augen ausweinen über den klöſterlichen Zwang, der ihr nicht einmal zuließ, des Nachbars Tochter Abends zu ſtrechen, und die war doch ein gar liebes Mädchen, die ſe dadurch kennen gelernt, daß ihre Gärten hinten am Bache an einander ſtießen. Neben dem Pfarrgarten wohnte tämlich der Renovator Lambrecht und ſeine Familie. Er, ein alter Mann, der das Geſchäft ſeinem Sohn übertragen, die Mutter, die neunzehnjährige Tochter und der Sohn, „Der Maler machte im Grunde dem Pfarrer weni⸗ Jahren, das war die Familie, die mit Recht des beſten Rufes genoß. „Der Maler war bald mit dem alten Lambrecht gut Freund, und Lambrecht's Wein ſchmeckte ihm gar trefflich. Der junge Lambrecht fand an dem jovialen Maler auch ae doch, und das war unbeſtreitbar, mehr an deſſen ichte. „Der Maler hatte bald weg, daß die Zwei ſich lieb hatten, und fand gar nichts bedenkliches dabei; im Gegen⸗ theile, da der junge Lambrecht ſo brav war, geſtel ihm die Geſchichte gründlich wohl. Er ließ es alſo nicht nur gehen, ſondern half, wo er konnte, die Gefahr des Ent⸗ decktwerdens von Seiten des Bruders abzuwenden. „So machte ſich das ganz vortrefflich und das Pär⸗ chen ſchwamm in einem Meer von Entzücken, wenn es ſich im Vaterhauſe ſah und ſprach, was ſich häufiger machte, als man hätte vermuthen ſollen. Der Alte ahnte nichts und Lambrecht's Eltern fanden keine Urſache, etwas ein⸗ zuwenden. Käthchen war ihnen eine liebe Tochter und dem jungen Lambrecht war's Ernſt. „Eines Tages trat er höflich in die Stube des Pfarrers. „Setz' Er ſich, Musje Lambrecht,“ ſagte der alte Herr.„Was führt ihn denn zu mir?“ „Eine wichtige Angelegenheit,“ ſagte Lambrecht mit Stottern und Erröthen.„Ich— ich habe mein ehrlich Auskommen und möchte mich— daher— verheirathen.“ „Hm, hm, hm!“ hob der Pfarrer an,„das eilt ja ſehr! Ich ſollte denken, Er ſei noch jung. Hat ja das canoniſche Eheſtandsalter noch nicht! doch das geht mich nichts an. Wie heißt denn die Braut?“ „Ja,“ ſagte der junge Mann, und der Boden unter ſeinen Füßen begann etwas zu wanken,„ja— da— wollte ich eben geziemendſt bei Ihnen anhalten um— die Hand Ihrer— Jungfer Nichte!“ „Nun war's glücklich heraus und die Bruſt athmete leichter. Das war aber gerade, wie wenn man Waſſer in ſiedendes Oel gießt. Der Pfarrer fuhr wie vom Blitz getroffen auf und ſchrie; „Was?“ was will Er? das Käthchen haben zur Frau? Alſo hinter meinem Rücken doch eine Liebelei! Ei, ſo ſoll Euch Gott beſſern! Er unverſchämter Burſche! Was fällt Ihm ein? Meine Nichte ſoll nicht heirathen und ins Elend ſtürzen. Das iſt mein Wille und Er weiß, daß da keine Maus einen Faden von abbeißt. Nun marſch! 330 5 9 ö unterſteh' Er ſich nie mehr mit ſo einem Gedanken ſich brecht mit wankender Stimme an,„ſo— ſo— komm' Aunmc u tragen. Marſch! ſag' ich.“ f ich doch wieder,— um— Sie zu bitten, mich zu procla⸗ 1 Wie der Wind war der bleiche Lambrecht hinaus. miren! Ich muß heirathen, die Eltern wünſchen es.“ 785 Draußen ſtand der Maler und fragte:„Alles ver⸗ loren?“ „O das iſt etwas Anderes,“ ſagte der Pfarrer.„Da muß Er als guter Sohn gehorchen. Nun, hat ja Brod Alles und für immer!“ rief händeringend der Jung. und ein ſchönes Auskommen. Wie heißt denn die Braut?(380) 1 ling und das arme Mädchen hört's und ſank weinend auf Doch— ich will gleich den Ausrufezettel ſchreiben, um de le den Herd in der Küche, wo ſie bebend des Ausgangs geharrt. ihn in die Agenda zu legen. Wie heißt Er?“ 1006 m 12. 5 5 3 U „Bald aber polterte es oben. Das Hochgewitter„Friedrich Lambrecht.“ 6 115 daß, zog heran. Der Alte kam und ſuchte Käthchen. Da gabs„Wie alt?“ eine Fluth von Vorwürfen, Drohungen und dergleichen.„Zwei und zwanzig Jahre.“ getann Der langen Rede kurzer Sinn aber war kein anderer, als„Geſchäft?-) Duc der, ſie dürfe nicht heirathen. Nun und nimmer nicht!„Landrenovator.“ ö a in leon Obirhe Der Umgang mit Lambrecht wurde ſtrengſtens unterſagt,„So ſagte der Pfarrer.„Die Braut heißt?/ 13 f duch und ſo dem Leben des armen Mädchens der einzige Reiz„Katharina Müller.“ N 15 dune 11 5 1 genommen. 5 b„Wie alt?⸗ b ge 1 Grie „Sie können ſich denken,“ ſagte der Oberamtmann,„Achtzehn Jahre.“ 7 1. nume ohn de „wie da das Leid hereinbrach, wie Thränenſtröme floſſen,„Der Vater heißt 2. N n e hen 3 wie die Liebe gegen den barocken Oheim nicht wuchs.„Andreas Müller.“ I Lite entbehren. er Maler rannte wie ein Raſender im Garten n e und brummte, und als ſich endlich ſein Grimm gelegt, ſagte er zu ſich: Wart, alter Knaſterbart, ich ſpiele dir einen Streich, wie dir noch keiner iſt geſpielt worden!. 0 a Fürs erſte tröſtete er nur das Mädchen, und als um zehn Uhr der Alte in den Federn lag, war am Gar⸗ tenzaun große Berathung, in der der Maler das Haupt⸗ wort führte. Anfänglich gab's eine Menge Einwendungen, aber des Malers ſiegende Beredſamkeit überwand ſie alle. „Käthchen ging nun nicht mehr vor die Thüre. Der Alte hatte hinter jedem Jalouſieladen des Oberhauſes ſein Obſervatorium. Er bemerkte, daß der junge Lambrecht jeden Tag am Hauſe vorbeiging und es nicht einmal von der Seite anſah. Sein Herz lachte in der Bruſt. Bei dem hats e 9092 7 zu ſich. Aber wohin ur ſo regelmäßig gehen?. 75„Der e des Pfarrers getreuer Poli⸗ zeiſpion. Den fragte er.„Er geht in Müllers, und ich glaube, das Käthchen wird bald ſeine Braut ſein,“ ſagte der getreue Stoffel.„Auch gut,“ ſagte der Pfarrer und ig. 8 1 e ee es ſo mit den im lieben Deutſchland bräuchli⸗ chen Handwerksnamen zu gehen pflegt, ſo war's auch im Dorfe. Der Müller waren drei, außer dem Pfarrer, da, und die Drei waren Brüder und reiche Bauern. Der eine der Gebrüder Müller hatte eine Tochter, die auch Käth⸗ chen hieß. Daß ſie buckelig und einäugig war, kuͤmmerte den Pfarrer nicht; ja es war ſogar in ſeinen Augen ein Vorzug, weil es ein Schutz war gegen mögliche Verſu⸗ chung zur Liebelei, die er, wie den Erbfeind alles Guten, haßte. Daß das arme Mädchen kränklich war, wußte er ar nicht. f 5 .„Ales ging nun im Hauſe ſeinen ſtillen geregelten Gang und der Alte ließ Alles Spioniren. Daß aber der junge Lambrecht jeden Abend über den Zaun ſtieg und an Käthen's Fenſter ſtand bis eilf— zwölf Uhr, das ahnte er nicht, machte ihm alſo auch keinen Kummer. Der Ma⸗ ler aber machte oft ein triumphirend Geſicht. „Es mochte gegen den Herbſt gehen, als wieder der junge Lambrecht nach höflichem Anklopfen in des Pfarrers Studirſtube trat. Wie befangen er dabei war, ſah der Alte wohl, aber er ſchrieb's auf des fruheren Auftritts unangenehmes Conto und dachte: freundlicher ſein! „Wie geht's, Musje Lambrecht?“ war ſeine freund⸗ liche Anrede„Setz' Er ſich! Was bringt Er mir Gutes?“ „Ob Sie mir gleich ſo ſehr abriethen,“ hob Lam— Du mußt um deſto „Gut; ich wünſche Gottes Segen!“ 2 „Lambrecht dankte und ſchob ſich ſo ſchnell als mog lich zur Thüre hinaus. „Wie ging's, fragte der Maler mit einem pfiffigen Schalksgeſichte. enden?/ „Courage, Freund!“ flüſterte ihm der Maler zu. „Gebt nur Euer Spiel nicht verloren, ſo lang Ihr den letzten Trumpf habt.“ 9 (Schluß folgt.) Mi s zellen. 1 In London, der Hauptſtadt der Welt, hält ein altes Weib eine Schule, wo ſie kleine Kinder in der unerſchöpf⸗ lichen Kunſt zu betteln unterrichtet. 15,000 Bettler, von denen ſich mancher täglich an zehn Thaler zuſammenbettelt; ſie haben ihre Bettlerclubbs, i denen ſie Abends zu Spiel- oder Tanzparthien ſich verei⸗ nigen. Auch gibt es ein Vermiethungslocal oder Magazin welches Krüppel, namentlich Kinder gegen eine tägliche Miethe verleiht; dieſe werden Morgens von da abgeholt und Abends dahin zurückgeliefert; die größten Krüppel und Jammergeſtalten ſind am theuerſten. — Einem Beamten wurde, wegen eines Vergehens, ſein Abſetzungsurtheil vorgeleſen. Nach deſſen Anhörung äußerte er:„Das kann vielen Menſchen das Leben koſten.“ Man nahm ihn hierauf feſt, damit er Aufſchluß über dieſe be denklichen Worte gäbe. muß ich das längſt beſeitigte Geſchäft wieder anfangen. Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 15. October 1851. 1 Aufgefahren] Verkauft Mi iſe Gattung wurden wurden bete ee (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen 2 22 12— Korn 5 1 1 10. Sei 16 16 75 59 Hafed——.— Kartoffeln 15 15 2„ Erbſen 8 1 1572 9 1 Mohnſamen.———.— „Ich habe vor 20 Jahren,“ ſagte 8 er dann,„Medicin ſtudirt und da ich jetzt ohne Brod bin, 2) 100 dedermanns Kenntniß ird, werden zugleich Vilhelm Zörb aufgeſ hen einer Ftiſt von d fichneten Gerichte ſo ust unberückſichtigt 8 1. „Sehr gut!“ ſagte der junge Mann; aber wie wird's eng en Berpachtung des brunnen 9) Der 5 71975 ſ. g. Sel die Berechtigung z betrieb an demſelbe dabei befindlichen, lindes und der dozl wird reitag den 24. d. In London leben an dem 2 lochwals einer öͤßße 12 Jahre vom Aue lusgeſetzt. Friedberg den Der Gr. Rentamtn Doma Main 2 4721) Donne Vormittags 8½ Friedberg mehrere der Gr. Heſſ. Ver dierungsblatt incl. Werkzeuge für Ma auer ze. ze. ferner und Räder, Kette tennholz an den n bei der Verffi den Bedingung öriedberg der Der Gro der Sec Immobili 20 Mon ö dum 4 5 halhhause de nach biegen Dürggz 0 1 0 0 00 Talhe, wit n 610 0 ö der lunge Friedber 9 d D D. * ſo— kon en Bekanntmachungen von Be⸗ * 100 hoͤrden. Pfarrer. 5. Renee du in ha ain⸗Weſer⸗Eiſenbahn. in die rauh Section Gießen. ſchreiben f Aa Bei den Erdarbeiten in der Lindner % en, n Park konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn i Oeſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. Bekanntmachung. 4718) Durch Verfügung Gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen vom 10. September l. J. iſt Wilhelm Zörb von Münzenberg für einen Verſchwender erklärt und es find dem⸗ felben hiernach die Ortsbürger Konrad Hitzel und Konrad Grieb als Curatoren beigege⸗ ben worden, ohne deren Zuſtimmung Rechtsge⸗ ſchäfte des Wilhelm Zörb fortan aller und jeder Gültigkeit entbehren. Indem dies hierdurch zu Jedermanns Kenntniß und Nachachtung gebracht nell als nöz wird, werden zugleich ſämmtliche Gläubiger des Vilhelm Zörb aufgefordert ihre Anſprüche bin⸗ — nen einer Friſt von drei Wochen bei dem unter⸗ einem pfffiger zeichneten Gerichte ſo gewiß anzumelden als ſie 15 n 80 8 aber wie wird'? utzbach den 4. October 5 air bn e robbe ga bel. ut beißt 2, er Maler ju 5. Mi g lung Jr de Jerpachtung des fiskaliſchen Mineral brunnens bei Okarben. hält ein alte d er unerſchöͤp,, Freitag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, 1 0 an dem Brunnen ſelbſt, nochmals einer öffentlichen Verpachtung auf 12 Jahre vom Anfange des Jahres 1853 an, ausgeſetzt. Friedberg den 11. October 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg e täglich Domänenrath Beau ß. * 0b Main- Weſer 3 8 g , Donnerſtag den 23. Oktober l. J. n Krürpel 2 8½% Uhr ſollen auf der Station Friedberg mehrere Büreaumöbel, ein Exemplar 9 5 u der Gr. Heſſ. Verordnungen(Archiv und Re⸗ Jangchen, gierungsblatt incl. 1850), Reißbretter ꝛc. ꝛc., nboͤrung auß Werkzeuge für Maurer, Zimmerleute und Stein⸗ i koſten.“ Nu ßhpauer 2c. ꝛc. ferner verſchiedene Karren, Wagen 1 be dieſe„und Räder, Ketten u. d. gl. altes Eiſen und J. 75 Brennholz an den Meiſtgebenden öffentlich unter Jadren, 7 den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ ene Brod l, denden Bedingungen, verſteigert werden. det anfangen Friedberg den 13. Oktober 1851. ö Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur — der Sectionen Friedberg und Vilbel Hochge ſand. . 1 Imma biliar⸗Verſteigerung. —) Montag den 1. Dezember d. J., 9 9 9595 um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des hieſigen Bürgers Eduard Ruths, nämlich: aglich au vi eterclubbs, il ddien ſich vere⸗ oder Magazis 0 No. 6½ 8% 60,5 U◻IKlafter 30% Ruthen Hof⸗ ee A a: Wohnhaus und Stall mit Waſchküche an Ant. Schwalm, 1 2)% 61,0 UKlafter 31 Ruthen Garten an 41 2 der Uſavorſtadt an Jakob Heß, N theilunghalber öffentlich meiſtbietend verſteigert. 9 7 Friedberg den 16. Oktober 1851. 5 In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 0 Bender. — 331— Hofraithe⸗Verſteigerung. (1730) Freitag den 24. October d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Chriſtian Vogt'ſche Hofraithe Pag. 10. Nr. 56. Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus und zwei Ställen neben Steinhäußer und Joh Bechſtein, zu Folge Verfügung Gr. Landgerichts dahier nochmals unter der Bedingung verſteigert, daß dieſes die letzte Verſteigerung ſei und dem Letzt⸗ bietenden nunmehr der Zuſchlag unwiederruflich ertheilt werden ſoll. Friedberg den 16. October 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Buder Grundſtücke-Verſteigerung. (1731) Dienſtag den 28. October, Morgens um 10 Ühr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende, zum Nachlaß des hier verſtorbenen Bürgers und Schuhmachers Juſtus Rükert ge⸗ hörende Grundſtücke meiſtbietend verſteigert, als: 47½ Ruthen Garten im Schützenrain und 24 1„auf dem Krämer. Friedberg den 16. Oktober 1851. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Jagdverpachtung. (1732) Mittwoch den 22. d. M., Mittags 12 Uhr, ſoll die Feld⸗ und Waldjagd in der Gemarkung Bodenrod auf dem Bürgermeiſterei⸗ Büreau auf drei Jahre unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet werden. Bodenrod den 15. October 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Obligations ⸗Verlooſung. (17133) Von den Partialobligationen der Gemeinde Niederurſel wurde die Nummer 34 im Betrage von 200 fl. auf den 31. Dezember l. J. zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber gedachter Schuldverſchreibung wird hierdurch aufgefordert dieſe Summe an dieſem Tage bei dem Gemeindeeinnehmer dahier in Empfang zu nehmen, indem von da an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Niederurſel den 1. Oktober 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Sei dee Obligations-Verlooſung. (1734) Bei der heute ſtattgefundenen Ver⸗ looſung von Partial⸗Obligationen hieſiger Ge⸗ meinde wurde die No. 51 zu 100 fl. gezogen; es wird der Inhaber derſelben hiermit aufgefor⸗ dert dieſen Betrag bis zum 1. Januar 1852 bei dem hieſigen Gemeinde-Einnehmer in Em⸗ pfang zu nehmen, da von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Fauerbach II. den 10. Oktober 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter N Obligations⸗Verlooſung. (1735) Von den Wörrſtädter Partial⸗Obli⸗ gationen auf Inhaber über je Einhundert Gul⸗ den iſt die Nr. 55 zur Auszahlung gezogen worden. Das Geld kann am 31. Dez. 1851, wo der Zinſenlauf davon aufhört, entweder bei dem Gemeinde-Einnehmer hierſelbſt, oder bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg in Empfang genommen werden. Wörrſtadt, Provinz Rheinheſſen, den 12. Oktober 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Gro ſch. Bekanntmachung. (1736) In Folge des mit dem 15. d. M. eintretenden Winterfahrplans der Main⸗Weſer⸗ Eiſenbahn findet die Abfertigung der nachverzeichneten Anſchlußpoftcourſe von demſelben Tage an wie folgt ſtatt: Von Friedberg nach Lauterbach 1 „ Lauterbach nach Friedberg 6„ Hersfeld „ Hersfeld nach Lauterbach 12„ „Friedberg nach Alsfeld „ Alsfeld nach Friedberg „ Gießen nach Büdingen „ Büdingen nach Gießen 9 5 0 „ Lich nach Laubach „ Laubach nach Lich „ Aſſenheim nach Friedberg 10„ „ Friedberg nach Aſſenheim 1 „ Gedern nach Ortenberg „ Ortenberg nach Gedern Frankfurt a. M. den 11. October 1851. Uhr Nachmittags. Morgens. 10„Abends. Nachts. 1 7 Nachmittags. 6 Morgens. 11½%% Vormittags. 8½„ Morgens. 7% Nachmittags. 10% Vormittags. Vormittags. Nachmittags. 5½) Morgens. 10„ Morgens. General⸗Direction der Gr. Heſſiſchen Poſten Freiherr v. Dörnberg. dt. Ankelein. Privat- Bekanntmachungen. 11 2 DP UNION. Reisegelegenheit nach Amerika. 1 9 25 Abfahrt von Mainz über Liverpool — jeden Mittwoch. 2 (113˙7) Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung — der eingegangenen Verbindlichkeiten, werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg. Chriſtian Hecht. 332 Es ſind zu verkaufen: (1709) Acht Reit⸗ und Wagenpferde, Ein zweiſpänniger Glaswagen mit Eifedern für 8 Perſonen, Ein einſpänniger Glas wagen 7 1 7, Eine einſpännige Droſchke mit federn. Näheres auf der Expedition dieſes Blattes. 2 Die auch in bieſiger Gegend ſo beliebte Dr. Borchardt'ſche aromatiſch⸗ medieiniſche Kräuter⸗Seife wird (927) in weißen, mit grüner Schrift be⸗ druckten und an beiden Enden cn mit nebenſtehendem Stempel ver. (A0 t ub pie ſebenen Packetchen à 6 Sgr. ver⸗ 8 K kauft und iſt hierorts ausſchließlich bei dem Unterzeichneten zu haben. Friedberg. P. F. Schmittner. Zu ver miethen (1601) eine freundliche, bequeme Wohnung in der Manſarde, ſogleich beziehbar, bei Friedberg. Ruths Lehrlingsgeſuch., (1682) In einer Colonialwaaren⸗Handlung an hieſigem Platze iſt eine Lehrlingsſtelle offen. Das Nähere bei der Exped. d. Blattes. Friedberg im Oktober 1851. Freiherrlich Rauiſches Anlehen von fl. 40,000 vom 14. October 1843. (1702) Bei der heute vor Zeugen Statt gehabten 3. Verlooſung obigen Anulehns iſt die Nr. 34 de fl. 250 zur Rückzahlung auf den 31. Dezember d. J. beſtimmt worden und kann der Betrag ſeiner Zeit bei dem Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Friedberg den 8. October 1851. Simon Lindheimer. Zu verkaufen. (172) Ein Mutterſchwein mit 7 Ferkeln hat zu verkaufen f Friedberg. J. Wetzſtein. Ge ſ uch. (17125) Eine geſunde Schenkamme wird ge⸗ ſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Anzeige. (1738) Das der Hannchen Mainz gehörige, in der Judenſtraße neben Herrn J. Goldbeck und S. Schwab gelegene Haus ſteht zum Verkaufe unter annehmbaren Bedingungen be⸗ reit. Das Nähere zu erfahren bei Liebmann Imroth in der Judengaſſe. Wagen ⸗ Verkauf. (1739) Ein einſpänniger Wagen ſteht bei dem Unterzeichneten aus freier Hand zu ver⸗ kaufen. Vilbel den 14. Oktober 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeifter Hi mk e l. Einladung (1740 zu der Verſammlung des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung, welche am Sonntag den 19. d. M. in der Kirche zu Altenſtadt gehalten wird und um 1 Uhr Nachmittags ihren Anfang nehmen ſoll. Friedberg den 15. October 1851. Der Vorſtand: Dr. Sell. Dr. Matthias. Zu vermiethen. (17410 Der Unterzeichnete beabſichtigt ſein zu Vilbel gelegenes Wohnhaus mit Garten vom Januar nächſten Jahres an zu vermiethen. Luſt⸗ tragende wollen ſich an Hrn. Apotheker Eiſenhut zu Vilbel oder an den Unterzeichneten ſelbſt wenden. Offenbach den 14. Oktober 1851. Dr. Lorenz. Geſchaͤfts⸗-Empfehlung. (1742) Einem verehrlichen Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich nunmehr einen Frucht⸗ und Mehlhandel etablirt habe, worin ich alle Mehlſorten und Arten Landesfrüchte beſtens empfehle. Gleichzeitig kann auch das gegenſeitige Eintauſchen aller Arten von Früch⸗ ten nach den laufenden Preiſen bei mir ſtatt⸗ finden, ſowie ich fortwährend für gutes Mehl, beſonders einen ausgezeichneten Blumenvorſchuß beſtens beſorgt ſein und dabei mir die Bemer⸗ kung erlaube, daß ich meine Abnehmer neben billigen Preiſen ſtets reell behandeln werde. Friedberg im Oktober 1851. ö Franz Stamm, Ecke der Kirch⸗ und Auguſtinerſtraße. Zu vermiethen. (173) Ein möbelirtes Zimmer iſt zu ver⸗ miethen bei Schreinermeiſter Deweil in der Burg. Entlaufener Hund. (ATA) Am letzten Montag entlief an dem Nauheimer Stationshauſe ein gelber Spitz mit * 1 0 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 18. Sonntag n. Trinitatis den 19. Oct. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche ö 5 Herr Diaconus Baur. 1 d Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Eckhard. 1 1. 83. U ruchtpreiſe. F ch t p U 9 A in 8. Oct.] 3. Oct. 20. Spt. Gattung. Fried⸗ Mainz Die⸗ d 7 191— Regierungde 2. kr. fl. kr. fl. kr. . pr. Malter 10 1045 9 15 orn„——— 18— 4 i Gerſte,„ 759 1 2 630 in ſünmliche Hafer N, 3 30 5 9 3 30 ö Polizei ⸗ Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach f vom 18. bis zum 24. October. Betreffend: 31 Er gol Vor etwa Damenuhr mit g it etwas hoch( ſchwarzem Kopf und ſchwarzer Schnauze; wer. Fried⸗ Butz fern und auf in denſelben an Louis Schudt auf der Mühle in z Brod ⸗Preiſe. berg. bach. hen eingravirt; Steinfurth wieder zurückbringt, erhält eine Be⸗ 8 kr. pf. k„bor, deren Auge lohnung von 1 Thlr. preuß. Courant. A Silber i 8 bon Silber iſt. i 1 Leib⸗Roggenbrod 3 21312(Sie werd de g k u b. 2 763 flchtet halt a. (1745) Allen meinen Freunden und Bekann⸗ 4 5 5 144— 131 Thäters 5 7 ken, welche ich bei meinem Weggange nach Lth. Lth pal Amerika nicht noch perſönlich ſprechen konnte,— Milchbrod 13 ¼ 14% Friedbe bringe ich liebend dieſen Scheidegruß.— Waſſerweck 114 5 Friedberg den 14. 9 1155 1— Gemiſchte(Tafel⸗» Brod 145%[ 17 einrich Heck. 65 Fleiſch-Preiſe. ö f Fahrpläne 1 Huta 1 11— 11 1. (4740) der Main⸗Weſer⸗Bahn für„ Rinde, gene, 7 2 7 i Groß. den Winterdienſt, den 15. October an⸗„ Kalbfleiſch e 8— betreffend: Zu fangend, ſind zu haben bei„ S„ ea r W f 5 8 7 5 1 weinenfleiſ. 11 2 8 Friedberg. C. Bindernagel 5 Haumelfſeſh 7 15 0 Falls ſich a„ Schaaffleiſch i 5 ain, der ſſch Frankfurter Gold-Cours 1 ae e 10 2 13 8 i bend vom 14. Oktober 1851.„ Schwartenmagen 161— 144—-— 5 „ Geraucherter Speck 20% 20 giedben —„Schinken 14— 14— Piſtolen 0 36 5 5 Saengeen a Friedrichs or 356.57 ausgelaſſen 20— 20—- Holländiſche 10 fl. Stücke 947-/4,˙½%½ eunausgelaſſen 18418 A Rand⸗Ducaten. 5 34-35%„ Nierenfett. 167— Betreffend 20 Frantſtücke 9 26527„JHammelsfett 16— 6 8 Engliſche Souverains. 1150-51 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter 8 Bender. r a u ß. fu Die vun abet diednal Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.