Dran telligenz-Vlatt fuͤr die 5 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 6. Sonnabend den 18. Jauuar 1831. Das Mühlchen in der Morgenbach. Eine Begebenheit aus dem Jahre 1716. (Fortſetzung.) Als nun die Frauen bei einander ſaßen und der „Schultheiß in der Wirthsſtube mit den Gäſten ein Spiel⸗ chen machte, ſprach die Gevatterin vertraulich: Nun, wirds denn bald mit deinem Mariechen und dem Jakob? Du haſt das doch ſchon lange vor? Ja freilich, ſagte ſeufzend die Müllerin, aber denke dir, das dumme Ding will ihn abſolut nicht. Das Mädchen iſt geſcheidter wie du, verſetzte die Schultheißin. Ich ſage dir, ich möchte ihn nicht und— wenn wir zweie auch allein auf der Welt wären, wie weiland Adam und Eva! Ei ſieh' mal— was haſt du denn gegen ihn? rief ſcheinbar gereizt die Müllerin. Glaub's wohl, wenn er um dein Käthchen freite, du gäbſt ihm den Laufzettel; aber auf was will denn das arme Muͤllersmädchen hoffen? Es kommt kein Prinz und kein Graf und ein tüchtiger Müller iſt nicht zu verachten. Einen, wie den, kriegte ſie noch, wenn ſie auch ſonſt keiner möchte, entgegnete die Wirthin. Warum eilſt du denn ſo? Iſt das Kind etwa ſchon altersgrau? Iſt ſie nicht bildhübſch? Darum nicht, ſagte die Müllerin; aber ſiehſt du, der Jakob hat Vermögen, iſt Müller und Mühlaͤrzt und du ſelber ſagteſt, du habeſt nie beſſeres Mehl und gerollte Gerſte gehabt als die, die er mahlt und rollt. Guck, fuhr ſie fort, da hab' ich dir auch ein Pröbchen mitgebracht. Die Schultheißin nahms dankbar an und ſagte da— rauf: das iſt ſchon alles recht gut; aber zwiſchen gutem Mahlen und Heirathen iſt ein großer Unterſchied. Wenn ich denn Kerl ſo anſehe, überläufts mich allemal. Sieht er nicht aus wie ein ausgeheckter Strauchmörder? Haſt du auch gehört, daß heut vor acht Tagen wieder eine Mord— that an der Clemenskirche verübt worden iſt?— Mein Mann hat einen Brief von Bingen gekriegt, der ihm be— fiehlt, den rothen Jorg und den Balthes im Aug' zu be— halten, weil man Verdacht auf ſie hat, daß ſie's gethan hätten Die haben allen Potentaten gedient und mit denen geht der Jacob um! Sie ſitzen allemal bei einander. Sind ſie allein, ſo reden ſie eine Sprache, die der Teufel ver— ſteht. Sie ſpielen immer Landsknecht oder würfeln nach Soldatenart und um vieles Geld. Letzthin ſind ſie einmal ſtreitig geworden. Da hat dein Jakob den rothen Jörg bei der Kehle gefaßt, daß er ſchier erſtickt iſt. Da rief der: Willſt du mir's machen wie dem Juden? Brich mir nur das Maul nicht auf! Und obgleich der Jakob vor— her noch ſchäumte vor Wuth, ſo war er doch auf dieſe Worte wie ein Lamm. Ich that, als ſchliefe ich, als der Jakob an dieſe Thüre kam, um zu ſehen, ob's niemand im Nebenſtübchen gehört hätte. Der Müllerin ſträubten ſich die Haare zu Berge. Sie ſchwieg eine lange Weile und ſeufzte dann, weil ſie ſich erinnerte, daß ſie von dem Jakob hundert Gulden ge— liehen hatte und er darauf pochte, um Mariens Hand zu erhalten. Sie hatte von dem Geld dem Mädchen auch nichts geſagt, weil ſie durch die Heirath mit Jakob des Zurückbezahlens wäre überhoben worden. Jetzt fiel ihr das wie eine Centnerlaſt auf die Seele, zumal ſie ſelber zu Mariechen geſagt, das Mühlchen ſei ſchuldenfrei. Du wirſt doch nicht glauben; der Jakob ſei ein Mör— der? fragte ſie endlich und das Entſetzen, das ſich ihrer bemeiſtert hatte, ſchien der Schultheißin mit dieſer Frage in Verbindung zu ſtehen. Ich weiß es nicht; ſagte ſie kurz. Ach du lieber Gott, rief die Muüllerin, der Jacob iſt der frommſte Menſch von der Welt, der... Bleib mir damit vom Leibe fiel ihr die Gevatterin ins Wort. Oft ſind gerade die eifrigen Kirchenläufer und Roſenkranzbeter die allerſchlimmſten, die's dick hinter den Ohren haben. Zum großen Bedauern der Müllerin kam der Schul— theis herein und ſetzte ſich zu ihnen. Die Frauen ließen ihr vertrauliches Geſpräch ſogleich fallen und der Schul— theiß ſuchte einen andern Stoff, der ihn mehr anſprach. Die Muͤllerin brach jedoch bald auf und lud nun den Schul⸗ theiß und ſeine Frau aufs dringendſte ein, doch auch einmal in der Mühle vorzuſprechenz wenn ſie auch keinen Kaffee habe, ſagte ſie, der zu armen Müllersleuten nicht komme, ſo wolle ſie doch einen Aepfelkuchen backen, der auch nicht zu verachten ſei, denn ſie habe noch Grünäpfel vom vori— gen Jahr, die ſo friſch ſeien, als kämen ſie eben von dem Aepfelbaum hinter der Mühle. Das komme daher, ver— ſetzte ſie, weil ſie etwas zu Rathe zu halten wiſſe, und ihr Keller ſei ganz unübertrefflich, weil er ganz im Felſen liege; auch könne ſie ein Glas Aepfelwein vorſetzen, der freilich kein Rießling ſei, aber ſich doch trinken laſſe. Sie ſollten's einmal probiren. 1 — t.... ̃. p Die Gevattersleute verſprachen zu kommen, und nachdem ſich die Müllerin vielmal bedankt fur die ſchöne Aufwartung, ging ſie wieder nach dem Hauſe der Baſe um Mariechen abzuberufen, da es ſchon vier Uhr geſchlagen. Die Mädchen wurden da recht unangehm geſtört. Mariechen hatte ihr Abenteuer in Nothgottes zum erſten— mal dem lieben Jakobinchen erzählt und ſo lebendig er⸗ zählt, daß ein ſcharfes Mädchenauge, wie das Jakobinchens, ſchnell herausfand, daß der junge Student oder Kaufmann, „5 ſie wußte ja nicht, was er eigentlich war, recht tief in dem Herzen Mariechens ſaß, und daß ſie das Bild jener Stunde gar oft vor ihre Seele zurückrufe. Sie hatte Mariechen zwar geſagt, es ſei gar nicht gut, daß ſie ſich in den ſchönen Menſchen ſo in Gedanken hin⸗ einverliebe, da ſie doch ihr Lebtag ihn nicht wiederſehe, aber es that ihr hintennach leid, denn es waren ein paar helle Thränen in Mariechens Auge ſichtbar geworden. Den⸗ noch wollte ſie ihr noch manches darüber ſagen, aber die Mutter kam und der Heimweg wurde angetreten unter Stimmungen, die weit unangenehmer waren als die auf dem Herwege. In beider Herzen lag ein ſcharfer Stachel. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ⏑ Hofraithe⸗ Verſteigerung. (20) Montag den 20. Januar l. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die von dem hieſigen Bürger Guſtav Gerlach erſteigerte Georg Rauſche Hofraithe meiſtbietend verſteigert, als: Pag. u. Nro. Hofralthe, beſtehend in Wohn⸗ 53 34 haus und Stall an Guſtav Ger⸗ lach. Zins der pia corpora 40 kr. 2 hlr. Friedberg den 2. Januar 1851. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter. Bender. Verſteigerung. (22) Dienſtag den 21. JI. M. und den fol⸗ genden Tag, von Morgens 9 Uhr und Nach⸗ mittags 2 Uhr anfangend, wird in hieſigem Rathhauſe der Mobiliarnachlaß der dahier ver⸗ ſtorbenen Heinrich Hanſtein'ſchen III. Eheleuten, beſtehend in Zinn, Eiſen, Holzwerk, Bettung, Weißzeug, eine Partie Dünger ꝛc, benebſt zwei Schafe meiſtbietend verſteigert. Sodann werden in Auftrag der Curatoren Donnerſtag den 23. l. Mts., Morgens um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Immobilien zur meiſtbietenden Verſteigerung gebracht: Pag. Nr. 1) 51 302 Hofraithe, als Wohnhaus mit Scheuer an Karl Kiefer, 2) 130 41 39,3 ◻Klafter 20 Ruthen Gar⸗ ten in der dritten Gewann an der Langgaſſe an folgendem Stück. Der Stadtkirche Zins 5 kr. 2¼ hlr., 3) 130 42 39,3[◻Klafter 20 Ruthen daſelbſt an Engelhard Bechſtein, Zins der Stadtkirche 5 kr. 2½ hlr., 4) 293 17 255,6[◻0Klafter, 130 Ruthen Acker im großen Wartfeld an Helene Engel, 5) 348 6 310,6 Q◻OKlafter, 158 Ruthen im großen Wartfeld an Heinrich Waas II. Schließlich werden ſämmtliche Gläubiger hier⸗ mit aufgefordert, ihre Rechnungen bis längſtens den 23. J. Mts. bei dem Unterzeichneten einzu⸗ reichen. Friedberg den 2. Januar 1851. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgrichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Grundſtücke⸗Verſteigerung. (23) Montag den 17. Februar l. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das von dem bieſigen Bürger Johannes Gerſter von dem Peter Möbus'ſchen Immobiliar⸗ nachlaß ſeiner Zeit erſteigertes, in der Ge⸗ markung Burg-⸗Friedberg liegendes Grundſtück meiſtbietend verſteigert, als: Pag. u. Nro. 732 6 77,9[◻0Klafter= 40 Ruthen Acker zwiſchen der Pfingſtweide an Philipp Klein. Friedberg den 2. Januar 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (21) Donnerſtag den 23. l. Mts., Mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50—60 Malter Korn und 10- 20 Malter Gerſte von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds dahier, zweimalterweis, meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 2. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Güter ⸗Verſteigerung. (75) Freitag den 24. Januar d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in hiefigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag der Kinder und Erben der dahier verſtorbenen Philipp Philippis Eheleuten deren Güterſtücke in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II. und Ockſtadt, im Ganzen circa 40 Morgen, beſtehend in Garten, Acker⸗ land und Wieſen unter dem Anfügen öffentlich meiſtbietend verſteigert, daß die große Wieſe in der Gemarkung Ockſtadt abtheilungsweiſe und zwar per Morgen dem Meiſtgebot ausgeſetzt wird. Die Flurſchüßen der verſchiedenen Gemar⸗ kungen find angewieſen den Steigliebhabern etwa gewünſcht werdende Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 13. Januar 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobiliar⸗Verſteigerung. (76) Montag den 27. Januar d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, läßt Frau Heinrich Mül⸗ ler II. Wtw. dahier in ihrer Behauſung nach⸗ ſtehende Mobiliar⸗ und Oeconomie⸗Gegenſtände öffentlich freiwillig verſteigern, als: 2 dunkelbraune Wallachpferde von 6 und 8 Jahren, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 zweiſpännige Wagen mit eiſernen Achſen, 3 Pflüge, 4 Eggen, 1 Fruchtfegemühle, verſchiedenes Pferdegeſchirr, circa 15 Fuder Korn und Walzenſtroh, eine Parthie Erbſen⸗ und Haferſtroh, desgleichen Heu und Grummet, eine große Parthie Spreu, Dickwurz und Kohlraben, wozu Steigliebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 12. Januar 1851. In Auftrag Der Großh. Hefſ. Bürgermeiſter Bender. Oeffentliche Aufforderung. (88) Ausweislich eines im Sppothekenbuche noch offen ſtehenden Eintrags, ſtellten Friedrich Koch et uxor Anna Margaretha, am 21. Febr. 1809 der Gräflichen Rentkammer zu Büdingen, wegen eines in Pacht genommenen Iſenburgiſchen Gutes in Florſtadt, eine Caution von 1500 fl. durch Verpfändung mehrerer in Florſtädter Ge⸗ markung gelegener Güterſtücke. Die Erben des inzwiſchen verſtorbenen Cautionsſteller beabfich⸗ tigen nunmehr die verpfändeten Güterſtücke zu theilen, behaupten, daß die Caution erloſchen ſei, können jedoch die darüber ausgeſtellte Ur⸗ kunde nicht vorlegen. f Es werden daher alle Diejenigen, welche noch Anſprüche aus mehrgedachter Urkunde herzuleiten gedenken, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an geltend zu machen, als ſonſt die Löſchung fraglichen Eintrags vorge⸗ nommen werden wird. Friedberg den 10. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (89) Nach dem Sypothekenbuch des Ritter⸗ ſchafts⸗Directorlums der ehemaligen unmittel⸗ baren Reichsritterſchaft Mittelrheiniſchen Kreiſes diesſeits Rheins, entlieh der Freiherr Ferdinand zu Wetzel, genannt v. Carben, im Jahre 1768 bei dem Herrn Grafen von Solms⸗Rö⸗ delheim ein Kapital von 36,000 fl. und ver⸗ pfändete dagegen neben mehreren Spezial⸗Un⸗ terpfändern auch generell ſein ſämmtliches Vermögen. Die Schuld iſt nach beigebrachter Beſcheinigung längſt getilgt, dagegen die zur Löſchung des offenſtehenden Pfand⸗Eintrags er⸗ forderliche Urkunde nicht beizubringen. Etwaige Anſprüche aus dieſer Urkunde ſind daher binnen einer zerſtörlichen Friſt von ſechs Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte ſo gewiß anzu⸗ melden und zu begründen, als ſonſt der bean⸗ tragten Löſchung flattgegeben wird. Butzbach den 6. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Verſteigerung. (90) Dienſtag den 28. I. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 40,24[◻Klafter Gelände von dem alten Fried⸗ hof mit der Einfriedigungsmauer, am ſog. Schützenrain liegend, meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 16. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holzverſteigerung. (91) Künftigen Montag den 20. d. M., von Morgens 10 Uhr an, werden in dem Engel⸗ thaler Wald, am Erbſtädter Weg, nachſtehende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert: 1) 1 Stecken buchen Prügelholz, 25141„ eichen rundes Werk⸗ und Nußzholz, ganz vorzügliches, ler SSS — — 2 2 2 — 9 2 * 3) 100 Stecken birken desgl. 4) 13 buchen langes Reisßolz, 5) 30„ birken desgl. 6) 650 Stück desgl. Wellen und 7) 1825„ weichen desgl. Die Zuſammenkunft iſt punkt 10 Uhr auf dem Erbſtädter Weg im Holzſchlag ſelbſt. Engelthal am 15. Januar 1851. Der Gräfl. Solms Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é. Eichen Bau- und Werkholzverſteigerung im Revier Arnsburg. (92) Montag den 27. Januar ſollen auf dem Herd: 34 Stämme 5— 10 Zoll dick 436 Cbkfß. 30„„ 11—15„„„= 996„ 20* 16—20 77 1 1250* 6 s verſteigert werden. Der Anfang iſt Vormittags 9 Uhr und die Zuſammenkunft in Arnsburg. Der Gräfl. Solmſ. Rentamtmann Fabricius. Holzverſteigerung. (93) Montag den 20. d. Mts, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Diſtrikte /un⸗ tern Theil des Straßheimer Waldes“ 22½ Stecken Birken⸗, 11„ Eichen- u. Scheitholz; 9* 1 8 5 259 ½„ Birken u. Eichen⸗ 5 27%„ Duchen- u. 01- 23½„ Weiden⸗ holz; 11„ Birken⸗ u. 5 11½/% ↄ„ Weiden⸗ Stockholz; 10250 Stück Birken⸗ u. Eichen⸗ 202⁵„Buchen- u. Wellen; 887„ Weiden⸗ 5 Wagen Allerleiholz; 32 Stämme Birken⸗ u. Eichen⸗Werkholz u. 108 Stück dergl. Stangenholz an den Meiſtbietenden verſteigert. ee auf dem Straßhbeimer Forſt⸗ hauſe. Ockſtadt am 15. Januar 1851. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Genehmigung der Holzverſteigerung in Aſſenheim. (9) Die am 10. d. M. in hieſigem Auwald abgehaltene Holzverſteigerung wird hiermit ge⸗ nehmigt mit dem Anfügen, daß Auswärtige gegen Erlegung der Bürgſcheine die Holzabfuhr⸗ ſcheine Dienſtags bei dem Gemeindeeinnehmer dahier in Empfang nehmen können. Aſſenheim den 11. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter chmidt. Bekanntmachung. (9) Donnerſtag den 23. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, ſoll das hinterlaſſene Mobilar⸗ vermögen der verſtorbenen Karl Müllers Ehe⸗ leuten zu Langenhain einer öffentlichen Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt werden, als: 1) 1 Ochſenkarn, 2) Pflug und eiſerne Egge, 3) circa 20 Ctnr. Heu, 4 15-20 Malter Kartoffeln, 5) 1 Fuder Roggen⸗ und 1 Fuder Sommerſtroh, 6) 2 Kiſten, 7) 2 Bettladen, 8 8) mehrere verſchiedene Hausgeräthſchaften ꝛc. Langenhain den 15. Januar 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. — 23— Holz ⸗Verſteigerung. (96) Dienſtag den 21. Januar d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen im Groskarber Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Oberwald, 213 eichen Bau- und Werkholzſtämme, 11,173 Cubikfuß haltend, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Oberwald. Groskarben den 14. Januar 1851. Der ie l % Holz ⸗Verſteigerung. (97) Dienſtag den 21. d. M. ſollen in hie⸗ ſigem Gemeindewald, Diſtrikt Waſſerdüll, fol⸗ gende Holzſortimente meiſtbietend verſteigert werden: 2 Stecken buchen Scheitholz, ** 17. nadel 16/%„ buchen Prügel holz, 24%* eichen 0 birken 1 2„ nadel 4 1 aspen 2795 weiden 53% buchen Stockholz, . e 46 buchen Wellen, eichen 551 birken aspen 224 weiden„ nadel 78 Cubikfuß eichen Stammholz, 39„ nadel„ buchen 34 birken 16„ eichen Stangen, 7 5— Stangen, 3 5 nadel Stangen. Der Anfang iſt um 9 Uhr, die Zuſammen⸗ kunft vor den Tannen. Sämmtliches Holz ſteht ſehr günſtig zum Abfahren. Niederrosbach den 15. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. a NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Eine brave Magd (60) wird geſucht. Von wem? ſagt die Ex⸗ pedition d. Bl. Zu Ber m e. (810 In meinem neben Herrn Kaufmann Goldmann gelegenen Hauſe iſt eine vollſtändige Wohnung zu vermiethen. Siemon Siemon. Anzeige. (84) Jeden Tag find friſche Faſtenbrätzeln zu haben bei N Friedberg. F. Reitz. Mit geſottenen Faſtenbretzeln (98) empfiehlt ſich F. W. Reuß. Zum Verkaufen. (99) Einen jährigen Eber hat zu verkaufen Bauernheim den 13. Januar 1851. Konrad de lle r. Großkarber Selſerbrunnen-Caſino. (100) Sonntag den 19. Januar. Anfang: präcis Abends 5 Uhr. NB. Ein Klavier⸗ Virtuoſe wird erwartet. Mobiliar-Verſteigerung. (101) Donnerſtag den 23. dieſes Monats will Unterzeichneter folgende Gegenſtände an die Meliſtbietenden verſteigern laſſen: 2 2 Kühe, 1 Rind, 2 Aae 1 29 0 175 2. Wägen, 1 Chaiſe, Pflug, Egge, Fegemühle, Tiſche, Bänke, Fäſſer, Bütten, Metzger⸗Werk⸗ zeug und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Johannes Walz. Empfehlung. (102) Unterzeichneter empfiehlt ſich auf die nächſten Maskenbälle mit einer en 8 von Larven, Brillen und Bärten aller Art, ſo⸗ dann ſein Lager in Parfümerie, Toiletten⸗Seife und ſonſtigen kosmetiſchen Artikeln zu den billig⸗ ſten Preiſen. H. Diehl, Heilgehülfe, Wohnung: Breite Straße bes 8 Frucht⸗ händler May(im Maulbeerbaum). Ge (103) Ein Landgut von 100 bis 150 Morgen guten Ackerfeldes, im Großherzogthum Heſſen gelegen, wird zu kaufen geſucht. Anerbietungen mit der Nummer dieſer Anzeige und M. K. verſehen, befördert die Redaktion. Omnibus-Fahrt. (104) Geehrtem Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich mit meinem neu hergeſtellten Omnibus⸗Wagen jeden Sonntag und Montag, ſowie jeden Mittwoch und . nach Niederwöllſtadt und zurück ahre. Die Abfahrt in Büdingen iſt Morgens präcis halb 7 Uhr; die Ankunft am Niederwöllſtädter Bahnhöfe halb 11. ↄUhr zum Anſchluß an den Eiſenbahnzug nach Frankfurt a. M. Die Abfahrt in Niederwöllſtadt präcis 4 Uhr Nachmittags; über Altenſtadt, Lindheim, Düdels⸗ heim hierber. Der Preis für die Perſon iſt 30 kr. Büdingen den 10. Januar 1851. Jacob Dotters Wittwe. Dankſagung. (105) Für die aufopfernde Thätigkeit der Ge. meinden Ober- und Unterflorſtadt bei dem auf meinem Gute ausgebrochenen Brande am 3. d. Mts., ſage ich hiermit meinen aufrichtigſten Dank. Zugleich verſpreche ich, da allem Anſcheine nach der Brand angelegt iſt, demjenigen, der den Brandſtifter gerichtlich überführt, eine Be⸗ lohnung von 200 fl. Beſſungen den 7. Januar 1851. Auguſt Löw von und zu Steinfurth. Zum Vermiethen. (106) In einem Hauſe nächſt der Stadtkirche iſt ein möblirtes Zimmer zu vermiethen, auch wird die Koſt beigegeben. Bei wem? ſagt die Expedition d. Bl. Friſch angekommen! 107) Hufländiſche Bruſttabletten, Isländiſche 1875 ſowie feinſte Vanille⸗Chocolade bei .F. Schmittner, nächſt der Burg. Nicht zu uͤberſehen! (108) Hiermit mache ich einem geehrten Publicum die ergebenſte Anzeige, daß ich neben meiner Mehl- und Oelmühle auch eine Gyps— mühle eingerichtet habe und daß ich von heute an Gyps in allen Quantitäten zu billigen Prei⸗ ſen abgebe, dabei ſind in ſchöner Auswahl Die⸗ len und Latten zu billigen Preiſen zu haben. Höchſt an der Nidder ½ Stunde unweit Altenſtadt a. d. Straße den 12. Januar 1851. Joſeph Druch, Müller. —— Masſeenbull im Hotel Trupp. (109) Der Unterzeichnete beehrt ſich, ergebenſt anzuzeigen, daß am 25. Februar d. J. in ſeinem Saale ein Maskenball ſtattfinden wird. Das Nähere beſagt die Subſcriptionsliſte. Friedberg den 18. Januar 1831. I. C. Trapp Nachfolger. Maskenball bei Gerlach. (1100 Eintrittskarten für einzelne Perſonen à 30 kr., ſind bei den Herren Heinrich Hahn, Jakob Faatz, G. Gerlach und in den drei Schwertern zu haben, und bei VBalldiener Künzenbach liegt die Liſte zur Einzeichnung auf Familien— karten fortwährend offen. ö Friedberg den 15. Januar 1851. Das Comité. Kirchliche Anzeigen für Fr“ berg. f 2. Sonntag nach der Erſcheinung den 19. Januar. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Engel. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schenck. Masken ⸗Garderobe. 00 Zu dem dahier ſtattfindenden Maskenballe habe ich eine reiche Auswahl Masken⸗Anzüge, Masken und ſonſtige Erforderniſſe zu den billigſten Preißen zu verleihen und zu verkaufen. Auch werden alle Arten Anzüge in Auftrag verfertigt. Friedberg. Konrad Diehl, auf dem Markt. Aechter weſtindiſcher Rum (72) von vorzüglichem Geſchmacke billig bei L. Goldmann junior. Allgemeine Fruchtpreiſe. —— 15. Jan. 3. Jan. 7. Dez. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Alter] 7/30] 8 35 7 30 Korn 75 636 6 10] 65 Gerſte„ 75 4 35 ᷣ 5—-—5— Hafer„ 25 3201 3140] 35 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 18. bis 24. Januar. ilitär⸗Stell. Anſtal a M 2 2— 5 Fried⸗ Butz⸗ ilitär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt 8 brebepreife, f ln. dg für das Großßerzogthum Heſſen. c e Vorſteher Dr. jur. Friedrich Vogel. 0 Wee 93— 4 5 — Caution 40,000 fl.— Rn ee Hauptbüreau: Darmſtadt, Grafenſtraße E. 138. 2 1— 65 15 (11) Zu der 185 1r Aſſecuranz⸗Geſellſchaft ſind bereits nahe an 200 Anmel⸗—Gemiſchte(Tafel-) Brod 166 17 dungen erfolgt; in dieſer zahlreichen Betheiligung von Mitte Dezember bis jetzt 5 5 liegt wohl die ſicherſte Anerkennung der Vortheile, welche die Einrichtung der Fleiſch-Preiſe. bas Anſtalt den Betheiligten darbietet. n pf. pf. s 1 1 5 1 Ochſenfleiſch 111 Zur weiteren Beitrittserklärung ladet ein„ Kühfleiſch, gemäſtetes 89 der Geſchäftsführer der Geſellſchaft Rindfleiſch, gemäſtetes 7 26 2 G. F. Nau 1 ee ace 17„ 1 ſtete—B 1 zu Friedberg.„ Schweinenfleiſch 0 i eee „ Hammellleiſch, 3 1 5 2 9„ S lei ch——— Entgegnung des Inſerats Nr. 49 vom Literariſche Anzeige. Wurst b. blos Schweinen 1 8 8. Januar 1851. 1„ Bratwurſt 144— 14— 2) Was Herrn Michael Schmidt aus Alten⸗](118) Bei C. Bindernagel in Fried-„ Schwartenmagen 144— 14— Aae 22 05 hat 17 1 Engelthal ge⸗ berg iſt vorräthig:„Geräucherter Speck 18,— 18— lagertes Waldheu zu proclamiren, weiß Niemand Weber's„ Schinken l zu begreifen. Hat er ſolches wohl aus Aerger Sede ena 144— 14— 25 4 4 2 7„ 0 7— 70 ſo bedauere ich ſeine Schwäche nur Volks⸗Kalender e f. 18 Ueberhaupt kömmt dieſe Warnung viel zu 85 unausgelaſſen 15193 ſpät, da dieſes Heu verkauft und der Gewinn für das Jahr„Nierenfett 18 0 im Sack iſt.— 1 88 1„ Hammelsfett 16 96 den 15. Januar 1851... Die Großherzogli f 5 ö doe Nathan Bing. Preis 44 kr. 18 e 125 5 e e Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. 12 2 der Fry genbac 0 Ende e Hauſe der Kir aufgeſch mel ab Mühe wußte, mahlen 9 Mühle zu rau Rede dein pf das K ſollte, ohne ſein a Jetzt 9 chen u ſind, nahe u gegang geben Marie der in ar 9 nach gut e ſoll nachb. denn ä 0 ſagte 0 ſteh⸗ 0