eigen rg. arte verichtt ut. Stadtkirche er J. Stadtkich: tel. Burak; Vurgkirche; axe nd Butzbach tember. 12 — 1 1 1— . — S 2 1 — ntelligenz-Blatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 95. Mittwoch den 17. Dezember 1851. as„Jutelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1852, ebenſo wie im Jahre 1857, wöchentlich zweimal (Mittwochs und Samſtags) ausgegeben. — Das„Intelligenz⸗Blatt“ wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats⸗ und Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglicher Zeit zur öffentlichen Kenntniß bringen. a Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— Bei allen Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter 46 kr. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Pet — Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet. der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine itzeile oder deren Raum 4 kr. für die zweite 3 kr., für die dritte Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Wohl dem, der Ireude an ſeinen Kindern erlebt. Erzählung von Guſtav Nieritz. (Aus deſſen Volkskalender 1852.) (Fortſetzung.) Der neue Blaubart. Camilla machte es in der mütterlichen Wohnung, wie der Igel in der Fabel, welcher den Hamſter um ein beſcheidenes Plätzchen in deſſen Höhle bat und dann ſeinen gutwilligen Hauswirth hinausdrängte. Sie verlangte eine ausgezeichnete Beköſtigung, nahm den größten Theil der Wohnung für ſich in Beſchlag und machte ſonſt noch die eigenwilligſten Anſprüche. Die Zeit tödtete ſie mit Ruhen, Romanleſen und durchhecheln Anderer. ü Einige Wochen hatte ſie in der mütterlichen Woh⸗ nung und Pflege verlebt, als ſie ſich endlich eines Tages mit der kleinen Emilie, welche Mittagsruhe hielt, allein ſah. „Endlich“— ſprach Camilla zu ſich ſelbſt—„iſt der Zeitpunkt gekommen, wo ich meiner Schweſter Ge⸗ heimniß erſpähen und die Heuchlerin entlarven kann. Er⸗ fahren werde ich, wer derjenige iſt, dem ſie alle Tage die beſten Bißchen zuträgt, wer die Stube im erſten Stocke ich mit einem elenden Winkel be⸗ bewohnt, während ich mi ele inkel gnügen muß, und warum ſie ſo geheimnißvoll mit dieſem Bewohner thut.“ 5 Camilla holte hierauf aus dem Verſtecke den Schlüſ⸗ ſel zur oberen Stube hervor, welchen ſie erſpäht hatte, ſchloß das ſchlafende Kind ein und begab ſich in das obere Stockwerk. Durch die leiſe geöffnete Vorhausthüre nahete ſie der unverſchloſſenen Stubenthüre, welche ſie vorſichtig aufklinkte. Sie trat in ein kleines, aber nett ausgeſtat⸗ tetes Zimmer, wo auf einem Tiſche noch die Ueberreſte einer gehaltenen Mittagsmahlzeit zu ſchauen waren. Un⸗ ter den vorhandenen Möbeln gewahrte ſie ein Pianoforte, auf welchem ein Stoß von Muſikalien lag. Schon glaubte Camilla das Zimmer ohne Bewohner zu finden, als ſie hinter dem Ofen in einem hohen Lehnſtuhle einen Schläfer von vorgerücktem Alter entdeckte. Derſelbe hielt das Haupt auf die Bruſt gebeugt, ſo daß man ſein Geſicht nicht, wohl aber deſto mehr die Platte auf dem Oberhaupte be— merken konnte. Das rechte Bein des Mannes war unge— wöhnlich dick und mit Hanfwerg umwickelt. Neben ihm lag in der Stuhlecke eine Krücke. 5„Ein Liebhaber iſt's nicht“— ſprach Camilla bei dieſem Anblicke—„den meine Schweſter hier verbirgt. Macht ſie vielleicht die Erbſchleicherin bei dieſem Alten und fürchtet in mir eine Nebenbuhlerin?“ Hier drehet ſich Camilla erſchrocken um, denn ſie hoͤrte eilige Tritte nahen und erblickte gar bald ihre Schweſter hinter ſich, welche ſie mit verſtörtem Antlitze und leiſer, athemloſer Stimme anredete: „Du hier, Camilla? O komm' ſchnell fort von hier, bevor er munter wird.“ „Wer iſt denn der Er?“ fragte Camilla ſpöttiſch— „daß du dich ſo vor ihm fürchteſt? Iſt er etwa ein Ritter Blaubart, welcher das unberufene Betreten ſeines geheim— nißvollen Zimmers blutig ahnen will? O dieſer da ſieht nicht aus, als könne er mich bei den Haaren umherſchleifen, wie mir als Blaubarts Gattin oft genug auf der Bühne geſchehen iſt.“ „Du ſollſt Alles erfahren“— entgegnete Eleonore; —„nur komm fort von hier, ehe' es zu ſpät wird.“ „Dahinter ſteckt ein Geheimniß“— ſprach Camilla, nicht von der Stelle weichend—„und da ich ein Weib bin, ſo“ 7 Ein heftiger Huſtenanfall verhinderte den Nachſatz. Da fuhr der Schläfer zuſammen. Der Lehnſtuhl knackte unter der haſtigen Bewegung des aufſtehenden — 398— 1 Mannes und eine, Camilla electriſirende Stimme rief aus: „Wer da? Biſt du es mein liebes Lorchen? Hah!“ Der letzte Ausruf galt Camilla, welche mit kreide⸗ weißem Antlitze hinter ihrer raſch vorgetretenen Schweſter hervorſtarrte und ſich jetzt lieber tauſend Meilen weit weg⸗ gewünſcht hätte. Der Schläfer war für Camilla wirklich zum Ritter Blaubart geworden, welcher jetzt ſeine Krücke erfaßte und ſolche drohend gegen Camilla ausſtreckte. If dieſe da nicht“—„hob er mit ſchrecklichem Blicke und furchtbarer Stimme an—„mein Schatz im Acker? Der Demant, den ich ſchleifen, die Perle, die ich in Gold faſſen zu müſſen wähnte? Hm! nichts als ein Irrlicht wareſt Du, das nach kurzem Leuchten in den Sumpf zu— rückfiel, aus welchem es ſich erhoben hatte. Du wagſt es, mir unter die Augen zu treten? Mir, den du arm und elend gemacht, dem du den Glauben an gute Menſchen, an Gottes Gerechtigkeit und Fürſehung geraubt haſt? Wo wareſt du, als ich, vom Schlage getroffen, hilflos und verlaſſen auf meinem Schmerzenslager ruhete? Camilla, Undankbare! küſſe die harten, ſchwielenreichen Hände dei— ner engelgleichen Schweſter da, welche mich hierher ge— leiteten, meiner pflegten, für mich arbeiteten— für mich, der ich das gute Kind nicht einmal mit einem Becher kal— ten Waſſers erquickt hatte! Was thateſt du für mich, der ich Alles für dein Glück geopfert habe? Aber des Himmels Strafe bleibt nicht aus. Wo ſind ſie geblieben all' deine Liebhaber, vom Leutnant Brandtner an bis auf den unga— riſchen Edelmann, mit welchem du in die weite Welt gingeſt? Sie haben von dem Lohne deiner Kunſt gezehrt, Alles verſchwendet und dich dann im Stiche gelaſſen. Wo iſt ſie geblieben deine glockenreine Silberſtimme? Zur kräch⸗ zenden Kaffetrommel iſt ſie geworden, welche nach Einölung ſchreit. Dein unvergleichlicher Triller? Ach, in einen Lun⸗ genhuſten, in dieſes Todtenglöcklein hat er ſich umgewan⸗ delt, das dein nahes Ende einläutet! Woher ich das Alles weiß? Glaubſt du etwa, eine Primadonna ſei keine res publica, von welcher die Zeitungen nichts beſagten? O ich bin dir nachgefolgt, wohin du auch fliehen mochteſt. Entdeckteſt du nie vor dir anf der Bühne das glühende Augenpaar, welches inmitten deiner Bewundrer drohend und ſegnend auf dir ruhte? Das waren meine Augen, Undankbare! der ich im Geiſte nie von deiner Seele wich. Das werde ich auch nicht in deiner bangen Todesſtunde thun, wo ich als ein drohendes Geſpenſt vor dir hin treten werde. Nicht memento mori werde ich dir dann zu⸗ ſchreien, ſondern memento Morelli!“ Der erzürnte Geſangmeiſter hatte dieſe lange Straf— predigt gehalten, ohne durch Eleonorens verſuchte Ein— ſprache ſich unterbrechen zu laſſen. Ein guter und ein gefallener Engel ſtand das Schweſterpaar vor dem Sit— tenprediger. An der dünnen Nachbarwand ſtand aber noch Jemand und zwar weder ein Eugel, noch ein Teufel, ſon— dern nur ein Horcher: der Schreiber Schmiedel, dem kein Wort entging. 5 Die abgekanzelte Sängerin ſprach jetzt ſchnippiſch zu ihrer Schweſter:„Der Alte iſt rein verwirrt. Was will er von mir? Was hat er zu zanken? Habe ich nicht aus Wien Geld hergeſchickt? Wegen elender 200 Thaler macht er ſo viel Redens. Tauſende betrogen worden. Narren mit ſich ſelbſt zanken.“ Ei, ich bin wohl um viele Unten in der Wohnſtube angelengt, fuhr Camilla erbittert fort:„Iſt's auch recht, wenn man den Kindern das Brod wegnimmt und es den Hunden vorwirft?“ Eleonore ſah ihre Schweſter mit einem Blicke an, in welchem ſich Entrüſtung und Erſtaunen ausdrückten. Camilla aber ſagte wieder:„Während der Alte, der euch nichts angeht, wie ein Graf wohnt und bedient wird, muß ich mich kümmerlich behelfen, den ſchädlichen Dunſt ein— athmen und mir obendrein von einem fremden Kinde die Ohren voll ſchreien laſſen.“ „Von einem fremden Kinde?“ entgegnete Eleonore mit tiefem Entſetzen. „Nun ja! habt ihr nicht ſelbſt mir verſichert, daß Emilie ein Findelkind ſei? Oder geht ſie euch etwa näher an?“ Stumm ſchüttelte Eleonore den Kopf, als begriffe ſie die Worte ihrer Schweſter nicht. Dann ging ſie und zog aus einem Schubfache die 50 guldige Banknote her⸗ Reben fh 1 der Schweſter zurückgab. Dieſe ent⸗ ich auch nicht, i i 1 nicht, ihr Geſchenk wieder an ſich zu „„Wann ich wieder bei Stimme bin“— ſagte ſie— will ich euch die paar Gulden mit Zinſen wiedererſtatten. Wenn ich nicht Morelli's Wohnung bekommen kann, muß ich mich nach einer andern umſehen.“ a Das Letztere that ſie auch; allein ſie fand gar bald, daß die mütterliche Wohnung und Pflege doch immer den Vorzug behielt und mit nur 50 Gulden nicht zu erſetzen war. (Fortſetzung folgt.) Miszellen. Jemand hatte einen neuen Bedienten angenommen und ſchickte denſelben zu einem Freunde mit einer Empfehlung und Einladung zum Mittagseſſen.„Eine Empfehlung,“ ſagte dieſer,„ich werde aufwarten.—„O nein,, erwie⸗ derte der Bediente,„Euer Gnaden ſollen nur miteſſen, auf⸗ warten werde ich, das iſt meine Schuldigkeit. Bei ſeinem Abſchiedsbeſuche, den ein von der Univer⸗ ſität abgehender Student einem Profeſſor derſelben machte, ſagte er zu dieſem, unter andern Complimenten:„Ihnen verdanke ich Alles, was ich weiß.—„Ach,“ erwiederte der Profeſſor ebenfalls höflichſt,„erwähnen Sie doch nicht einer ſolchen Kleinigkeit!) 1 Komm' und laß den alten Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N νιοννννννν Edietalla dung. (1970) In Folge Concurserkenntniſſes gegen den Israeliten Gombel Wallenſtein von Wohn⸗ bach wird Liquidationstermin auf Donnerſtag den 15. Januar 1852 unter dem Anfügen anberaumt, daß, wer ſeine Forderung anzumelden unterläßt, ohne weitere Bekanntmachung ſich als ausgeſchloſſen zu be⸗ trachten hat. 5 Hungen am 1. Dezember 1851. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Eid ig a d ung. (1989) leber das Vermögen des Johann Philipp Jung von Friedberg iſt der förmliche Concurs erkannt worden. Anſprüche jeder Art ſind deßhald im Termin Mittwoch den 4. Februar 1852, Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiv⸗ dekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. In dem Termine ſoll zugleich ein Arrange— ment verſucht und, wenn ein ſolches nicht zu Stande kommt, über die Wahl eines Maſſe⸗ curators und Verwaltung der Maſſe verhandelt werden. Gläubiger, die nicht in Selbſtperſon erſcheinen, haben ihre Mandanten mit Special⸗ vollmachten zu verſchen, gegenfalls augenommen wird, ſie wären der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beigetreten.* Friedberg den 28. November 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. Edietallad nung, (1990) Ueber das Vermögen der Chriſtine Bertalott zu Aſſenheim iſt der Eoncurs erkannt worden. Anſprüche jeder Art ſind deshalb im Termin Mittwoch den 28. Januar 1852, Morgens 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſio⸗ dekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. In dem Termin ſoll zugleich ein Arrangement verſucht, und, wenn ein ſolches nicht zu Stande dem kein duppisg . Wai ich nicht Thaler im viele 0 en alten Camilla Kindern t 7 ˙¹ icke an, rückten. der euch ird, muß unſt ein⸗ Linde die Eleonore V Emilie tt an% degriffe J ſie und note der⸗ neſe ent⸗ ſich zu le ſie— erſtatten. un, muß memmen pfehlun ehlung, erwie⸗ ſen, auf⸗ Univer⸗ machte, „Ihnen * twiederte och nicht kommt, über die Wahl eines Curators und Verwaltung der Maſſe verhandelt werden. Gläubiger, die nicht in Selbſtperſon erſchei⸗ nen, haben ihre Mandanten mit Specialvoll⸗ machten zu verſehen, gegenfalls angenommen wird, ſie wären den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beigetreten. Friedberg den 26. November 1851. Großh. Heſſ. Landgericht D e Edictalla dung. 91) Zufolge der Amtshypothekenbücher ben Gerichtes Georg Moerler und deſſen Ehefrau dahier am 11. November 1823 dem Glaſermeiſter Johann Georg Wagner zu Fried⸗ berg über ein— angeblich nachher nicht zur Auszahlung gekommenes— Darlehen von, 700 fl., ein Pfandrecht an verſchiedenen Im⸗ mobilien in hieſiger Gemarkung beſtellt. Da die hierüber ausgefertigte Pfandverſchreibung abhanden gekommen iſt, ſo werden auf den An ⸗ trag der Kinder der Verpfänder alle diejenigen, welche aus derſelben Anſprüche herleiten zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen von heute an ſo gewiß dahier geltend zu machen, als widrigenfalls der betreffende Eintrag in den SHppothekenbüchern gelöſcht werden wird. 5 Nauheim am 29. November 1851. Kurfürſtliches Juſtizamt Kroeber. vdt. Schlarbaum. Edicetalla dung. (1992) Wer an den unter der Rechtswohl⸗ that des Inventars angetretenen Nachlaß der zu Vilbel verlebten Philipp Drommershauſen Ehe⸗ leute Anſprüche machen will, hat ſolche im Termin Mittwoch den 14. Januar 1852, Vormittags 9 Uhr,. ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt bei der beliebt werdenden Verfügung über den Nach⸗ laß keine Rückſicht auf ihn genommen wird. Großkarben am 3. Dezember 1851. Großh. Heſſ. Landgericht gr. Holz⸗Verſteigerung. (2002) Freitag den 19. d. M/ Vormittags präcis 9 Uhr, ſollen in dem Wickſtädter Walde verſteigert werden: * 28 Stecken Buchen-Scheitholz, ½„„ Eichen⸗„ 31½„ Buchen⸗Prügelholz, 2„ Eichen⸗ 1 7„ Buchen-Reisholz, 76„ Eichen⸗„ 500 Wellen Weichholzreiſig, 875» Dorn, 11 Klötze Eichen⸗Stammholz von 8— 16“ Durchmeſſer und 15— 45“ Länge, 1 Klotz Buchen⸗Stammholz von 13“ Durch⸗ meſſer und 40“ Länge, 1 Stück Eichen⸗ und 80 Stück Fichten⸗Nutz⸗ holzſtangen. ö 30 7 Die Zufammenkunft iſt im Diſtrikt Schiffloch. Forſthaus Beinhards am 8. Dezember 1851. 09110 Der Gräfl. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. Edietalladung. (2026) Etwaige Forderungen an den Nachlaß der am 10. Mai 1849 verſtorbenen Eliſabetha, Conrad Knippenbergers Wittwe zu Holzhauſen v. d. H., ſind binnen 4 Wochen dahier anzu⸗ zeigen und zu begründen, indem ſie ſonſt bei der nunmehr erfolgenden Vertheilung des Nach⸗ laſſes nicht berückſichtiget werden wurden. Großkarben den 7. Dezember 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius. 399 Aufforderung. (2027) Bekannte und unbekannte Gläubi⸗ ger des verſtorbenen Bernhard Appel und deſſen Wittwe Margaretha, geborene Manicke, zu Heldenbergen, werden zum Verſuche eines Arrangements auf Mittwoch den 7. Januar 1852, Vormittags 9 Uhr, unter dem Anfügen hierher vorgeladen, daß von den nicht erſchei⸗ nenden angenommen werden wird, ſie ſeien den von den erſcheinenden Gläubigern gefaßt wer⸗ denden Beſchlüſſen beigetreten. Großkarben am 11. Dezember 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger Edietalladung. (2028) Nachdem über das Vermögen des Beigeordneten Heinrich Walther von Utphe und über das Vermögen des David Albert und ſei— ner zweiten Ehefrau Juliana, gebornen Winn, von Röthges Concurs erkannt worden, werden die Gläubiger des Erſteren auf Montag den 2. und die der Letzteren auf Donnerſtag den 5. Februar künftigen Jahrs, Morgens 9 Uhr, unter der Aufforderung vorgeladen, ihre An⸗ ſprüche und Vorzugsrechte in dieſen Liquidations⸗ terminen bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſ— ſes von der Maſſe geltend zu machen. Zu⸗ gleich ſoll die Güte verſucht, in deren Entſtehung aber nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen oder durch Bevollmächtigte vertre⸗ tenen Gläubiger Verfügung wegen Verfilberung der Maſſe getroffen, ein Curator beſtellt und ein Gläubigerausſchuß erwählt werden. Hungen den 20 November 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorf. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (2029) Zur Erbauung eines Güterſchuppens auf der Station Vilbel ſollen auf der Station daſelbſt, Dienſtag den 6. Januar 1852 Vor⸗ mittags 8 Uhr, nachfolgende Arbeiten und Lieferungen an die Wentgſtnehmenden öffentlich verakkordiret werden. —— 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 180 fl. 10 kr. 2) Steinhauerarbeit„„ 60— 3) Zimmerarbeit 1„221»— 9 4) Schreinerarbeit 1„ 50 ½ 54„ 50 Schloſſerarbeit 57„ 40„7—„ 6) Glaſerarbeit„„ 30% 42„ 7) Weißbinderarbeit„„ 99 7 26„ 8) Spenglerarbeit„„ 9) Das Brechen von Steinen in dem Stein⸗ bruche am Rothenberg bei Vilbel veran— ſchlagt zu 28 fl. 10) Das Fahren derſelben veranſchlagt zu 32 fl. 11) Lieferung von 4,100 Stück Backſteine ver⸗ anſchlagt zu 57 fl. 24 kr. 12) Lieferung von 4,800 Cubikklafter Maurer⸗ ſand veranſchlagt zu 21 fl., 30 k. Der Plan, Voranſchlag und die Steig⸗ bedingungen können täglich auf dem Sections⸗ Büreau dahier eingeſehen werden. Friedberg den 7. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Verkauf von Fäſſer. (2030) Fäſſer von ½ bis zu 2 Ohm hal⸗ tend, ſind in den Anſtalts⸗Magazinen bieſiger Str eafanſtalt in großer Auswahl zu verkaufen. Kaufluſtige belieben ſich an die unterzeichnete Stelle zu wenden. Marienſchloß den 12. Dezember 1851. Die Großh. Zuchthaus⸗Receptur Keim. Immobiliar-Verſteigerung. (2031) Die zum Nachlaß der verlebten An⸗ dreas Hebbels Wittwe zu Ortenberg gehörigen, dahier gelegenen Immobilien, welche in dem Flurbuche auf den Namen Karl Stief zu Alten⸗ ſtadt eingetragen ſtehen, und zwar: a) Flur I. No. 93. 67[AKlftr. Hofraithe, be⸗ 1 ſtehend aus Wohnhaus und Scheuer ꝛc., giebt dem Gr. Fiscus für 1 e 12 kr. jähr⸗ ich, b)„ I.„ 90. 9[IKlftr. Grabgarten im Ort, unmittelbar bei der Hofraithe gelegen, werden Dienſtag den 23. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert. Bemerkt wird noch, daß die Hofraithe an der von Ortenberg und Büdingen nach Frankfurta. M. führenden Hauptſtraße liegt und früher in der⸗ ſelben Färberei betrieben wurde— und wegen ihter vortheilhaften Lage zu jedem Geſchäftsbe⸗ trieb geeignet erſcheint. Altenſtadt den 8. Dezember 1851. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgerichts Großkarben Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Kreu der. Holz⸗Verſteigerung. (2082) Freitag den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem hieſigen Walde, Diſtrikt Filshardt, nachſtehendes Gehölz einer öffentli⸗ chen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 54 Stecken tannenes Prügelholz, 6000 Stück tannene Wellen, wobei noch bemerkt wird, daß eine Zahlungs⸗ friſt bis Johannitag 1852 gegen genügende Bürgſchaft geleiſtet wird. Langenhein den 10. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Bekanntmachung. (2033) Aus dem hieſigen Gemeindewalde werden ſchöne junge Fichtenbäumchen(zu Chriſt⸗ bäumchen) gegen einen geringen Preis abge⸗ geben, welches man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Maibach den 14. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Holz⸗Verſteigerung. 203) Dienſtag den 23. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden im hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Forſtenwald: 181 Stecken Eichen-Scheitholz, 23„„ Prügelholz, 53„„ Stockholz, 1850 eichene Wellen, ſodann 48 Stämme Bau- und Werkholz von 12—22“ mittlerem Durchmeſſer und 8 Stück Rehen und Wetter, öffentlich an die Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung gemacht werdenden Bedin- gungungen, verſteigert. Niederwöllſtadt den 15. Dezember 1851. Der Großh.„ e Keo ſt. rr Privat Bekanntmachungen. Ge ſau ch. (2022) Eine mit guten Zeugniſſen verſehene Hausmagd wird auf nächſten Petritag auf ein benachbartes Gut in Bienſt geſucht. Das Nähere bei W. Bechſtein No. 308 in Friedberg. Gute Lebkuchen 5) in allen Sorten, empfiehlt Weg Conrad Stelz in der Uſergaſſe. —————ä 400 Zu Weihnachtsgeſchenken empſiehlt (2000) die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg ihr wohlaſſortirtes Lager von Kinder- und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachts— bücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken. Empfehlung. Feine Tuchröcke, Bukskinhoſen, Bournouſe, Kaputzen, Schlafröcke und Weſten, (2014) empfiehlt zu äußerſt billigen Preiſen Dezember 1851. Friedrich Schleuning, Ludwigsſtraße. Friedberg den 10. * Deutscher Phòöniæ, Verſicherungs-Anſtalt zu Frankfurt am Main, Grundkapital 5% Millionen Gulden. (2035) Herrn Heinrich Rühl iſt die Agentur des Deutschen Phönix für die Stadt Hungen und Umgegend übertragen. Derſelbe iſt in dieſer Eigen— ſchaft von Großh. Regierung beſtaͤtigt worden. Darmſtadt im Dezember 1851. Carl Hemmerde, General-Agent des Deutschen Phönix. Auf vorſtehende Anzeige Bezug nehmend, erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich Anträge von Verſicherungen auf Mobilien, Waaren aller Art, ſowie landwirthſchaftliche Erzeugniſſe, Vieh ꝛc. ꝛc., gegen feſte und billige Prämien übernehme. Der Geſellſchaft Deutscher Phönix ſind die Rechte einer inländiſchen Geſellſchaft verliehen worden, und wer bei derſelben verſichern will, hat weder andere Formalitäten zu erfüllen, noch ſonſtige höhere Gebühren zu entrichten, als es bei den Verſicherungen der Aachener und Münchener Geſellſchaft und der Colonia der Fall iſt. Zu jeder näheren Auskunft bin ich ſtets bereit. Hungen den 8. Dezember 1851. Heinrich Rühl, Agent des Deutschen Phönix. Em pefehlun g. (2020) Meine Kinder⸗Spielwaaren bringe ich auf bevorſtehende Weihnachten in empfeh⸗ lende Erinnerung. Friedberg im Dezember 1851. W. May. Warnung! (202) Um das Publikum vor Schaden zu bewahren, warne ich biermit Jedermann dem bei mir in Dienſten geſtandenen Kalk- und Ruſſen⸗ ſteinbrenner Jakob Waſſen Zahlungen für mich zu behändigen, da ich die Erfahrung gemacht habe, daß derſelbe Gelder erhoben hat, ohne ſolche abzuliefern und im Buch als nichtbezahlt auf⸗ ſchreiben ließ. Bönſtadt den 9. Dezember 1851. Adam Geibel. 4 bis 500 fl. (2086) liegen gegen gerichtliche Hypothek in das Landgericht Friedberg zum Ausleihen bereit. Bei wem? ſagt die Exped. d. Blattes. Zu Verkaufen. (2037) Ein neuer einſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen, ein Schlitten, in gutem Zu⸗ ſtande und ein desgleichen ganz neuer, ſind zu verkaufen bei Schmiedmeiſter Göbel. Petterweil. Eine Geldbörſe (2038) mit Inhalt iſt gefunden worden. Der Eigenthümer kann dieſelbe gegen Erſtattung der Inferatgebühren bei Heinrich Carl Hoff⸗ mann in Schwalheim in Empfang nehmen. Zu vermiethen. (2039) Ein Logis, beſtehend in 4 heizbaren Zimmern nebſt Küche, Holzſtall und Waſchküche, hat zu vermiethen. Friedberg. Wilhelm Netz. Zu Verkaufen. (2040) Ein Werner'ſcher Kochofen mit Cir⸗ culation iſt No. 21 zu verkaufen. Friedberg im Dezember 1851. Bekanntmachung. (2041)(Altenſtadt.) Nachſtehende Bauar⸗ beiten, bei Erbauung einer Scheuer und Stal⸗ lung, auf dem Landgute des H. Grein zu Alten⸗ ſtadt ſoll auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſtfordernden vergeben werden, wozu die Zeichnungen und Voranſchläge bei dem Unter⸗ zeichneten offen liegen. Die Gebote müſſen läng⸗ ſtens bis zum 20. Dezember eingegeben ſein: 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 1000 fl.— kr. 2) Steinhauerarbeit„ 480% 20„ 3) Zimmerarbeit„„ 400„ 25„ 4) Dachdeckerarbeit 1 v 150%— 5) Schreinerarbeit„„ 300 24, 6) Schloſſerarbeit„ 164„ 35% 7) Glaſerarbeit„„ 95„ 12 8) Weißbinderarbeit„ 183„18 9) Pflaſterarbeit 1„ 27„—„ Altenſtadt den 10, Dezember 1851. Mittelſtädter, d Baucandidat. Conditorei⸗Waaren (202) in ſchöner Auswahl, empfiehlt zu bevorſtehendem Weihnachtsfeſte Friedberg. Friedr. Noll. Nicht zu uͤberſehen! (2013) Eine friſche Sendung der ſchönſten Goldleiſten habe ich wieder erhalten, welche ſich vortrefflich zu Portraits, QOelgemälden, Pfeiler⸗ und allen ſonſtigen Spiegeln eignen uͤnd die ich wegen erſtgenannter Gegenſtände, die oft als Chriſtgeſchenke gegeben werden mö⸗ gen, grade jetzt, da die Weihnachten nahe find, in empfehlende Erinnerung bringe mit der Be⸗ merkung, daß ich auch das Einrahmen obiger Gegenſtände unter Zuſicherung prompter und reeller Behandlung beſorge. Friedberg im Dezember 1851. 5 Fr. Hanſtein, Glaſermeiſter, wohnhaft neben dem Rathhaus. Für Israeliten! (201) Mazzes in bekannter vorzüglicher Qualitat, liefere ich auch diesmal ſehr billig und ſehe zahlreichen Beſtellungen entgegen. a Abraham Naumann aus Biſſes. Rechtfertigung auf das Inſerat 2024 No. 98 des Intell.⸗Blts. (2015) Als Geſchäftsführer des Adam Geibel habe ich zwar Gelder für denſelben eingenom⸗ men, allein da derſelbe ein nachläſſiger Befrie⸗ diger, beſonders für mich, bisher geweſen iſt, ſo habe ich ſolche Einnahmen nicht mit Unwiſſen⸗ heit, ſondern mit Vorwiſſen des genannten Geibel an mich bezogen und an dem au denſelben zu fordern habende Guthaben abgeſchrieben. Und dennoch hat er, nachdem dieſes geſchehen, Zah⸗ lungsforderungen an eine und dieſelbe Perſon gebildet.— Dem aufmerkſam gemachten Publikum bringe ich dieß zur Erkenntniß und fordere jeden auf, ſeine vermeintliche, etwaige Beſchuldigung an mich an ſeinem gehörigen Orte darzuthun, deſſen ich jedoch glaube, nicht gewürdigt werden zu kön⸗ nen. Daß mich dieß nun Adam Geibel würdigen will, kann ich ihn nicht verdenken, denn wenn ich denſelben nicht ſchon klagend belangt hätte, ſo würde er wohl ſolche Herunterſetzung an mir nicht haben zu ſchulden kommen laſſen. Allein hier⸗ mit bin ich keineswegs mit Geld befriedigt, und ein jeder Geſchäftsfreund mit Geibel, gebe zum Schluß dieſes ſein eigenes Urtheil.—— Ich aber werde, ſobald unſere anhängig gemachte Unter⸗ ſuchung zu Ende iſt, das Urtheil veröffentlichen. Bönſtadt den 14. Dezember 1851. Jakob Waſem. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. .——— *I