lnjeigg berg onen verrich er Sell. *— der Stadtkit Müller. der S tadtkith * Sell. der dunn r zertſg. der Burglirht leffenbach. September — Ftied⸗ Buß berg. daß 16— 6607 16— 407 20 21 7 4 1. 4 65 1* 911607 910007 10 1 16467 6 74 1 2 Hürhn, 21 Intelligenz-Dlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 78. Mittwoch den 17. September 1851. Amtlicher Theil. Betreffend: Den diesjährigen Recrutirungsrath in der Provinz Oberheſſen. Nach einer Benachrichtigung des Vorſitzenden der Gr. Regierungs⸗Commiſſion zu Gießen finden die Sitzungen des Recrutirungsraths fuͤr die Provinz Oberheſſen vom 6. bis 10. Oktober d. J. zu Gießen Statt. Es iſt dabei, zur Erleichterung dieſes Geſchäfts und zum Beſten der zum Theil weit herreiſenden Reclamanten, die Einrichtung ge⸗ troffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfol⸗ gende Tage beſtimmt worden ſind, an welchen diejenigen Individuen, welche beim Recrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher ſind vorzukommen, während an andern Tagen dieſelben den Angehörigen anderer Bezirke nachſtehen müſſen. Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt nun folgende: 6. Oktober für den Regierungsbezirk Alsfeld, 7 6„„ 1 Biedenkopf, 8 7„„ 1 Friedberg, 9. 57 1 7 Nidda, 10. 7„„ 7 Gießen. Sie haben dies alsbald zu veröffentlichen und weiter bekannt zu machen, daß alle zur Muſterung des laufenden Jahrs gehörigen Militärpflichtigen, ſowohl die, welche ſpe⸗ ziell geladen werden, als auch die, welche ohne Einladung aus freiem Willen vor dem Recrutirungsrath erſcheinen und daſelbſt Reclamationen vorbringen, oder ſich einer ärztlichen Unterſuchung unterwerfen wollen, vorzugsweiſe an dem Tage, der nach der obigen Eintheilung für ihren Bezirk be⸗ ſtimmt iſt, Morgens halb 8 Uhr auf dem Büreau Gr. Regierungscommiſſion(im Regierungsgebäude), verſehen mit einem verſiegelten, von dem betreffenden Gr. Bürgermeiſter ausgeſtellten Signalement ihrer Perſon, und allen ſonſtigen für ihre Reclamation ſprechenden Be⸗ weismitteln(Zeugniſſe der Aerzte, Schullehrer, Geiſtlichen, Ortsvorſtände, glaubhafter Privatperſonen, deren Zeugniſſe jedoch, da ſie nicht in Amt und Pflichten ſtehen, gerichtlich beeidigt ſein müſſen) ſich zu melden; ſowie auch, daß alle bei der letzten Truppenergänzung von den Regimentern und U Corps als untauglich zurückgewieſenen Recruten, welche zur definitiven Entſcheidung über ihre Tauglichkeit oder Untaug⸗ lichkeit bei dem Recrutirungsrath erſcheinen müſſen, eben⸗ falls mit einem verſchloſſenen, von dem betreffenden Bür⸗ germeiſter ausgeſtellten Signalement ihrer Perſon und dem von dem Militär erhaltenen vorläufigen Entlaſſungs— ſchein, Morgens halb 8 Uhr in dem oben bezeichneten Büreau ſich einzufinden haben. Friedberg am 10. September 1850. Du ver i e An Dieſelben. Betreffend: Den durch die jüngſten Rheinüberſchwemmungen in der Provinz Starkenburg angerichteten Schaden. Ein Comité zu Darmſtadt hat in Folge des großen Unglücks, welches durch Ueberſchwemmungen und Quellwaſſer in den am Rhein gelegenen Gemarkungen der Provinz Star⸗ kenburg im Monat Auguſt d. J. entſtanden iſt, ſich zur Aufgabe geſtellt, Beiträge zur Linderung des Elends der Beſchädigten zu ſammeln, und beſchloſſen, auch die Mildthä⸗ tigkeit der Bewohner der Provinz Oberheſſen anzuſprechen. Indem wir Sie hierauf aufmerkſam machen, beauftragen wir Sie, Subſcriptionsliſten in Ihren Gemeinden offenzu⸗ legen und die Einwohner zur Zeichnung von Beiträgen ein⸗ zuladen, überhaupt dieſem Unternehmen Ihre möglichſte Sorg⸗ falt angedeihen zu laſſen und demnächſt die Subſeriptions⸗ liſten an uns einzuſenden. Friedberg den 10. September 1851. Du orie Dieſel be an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre, ſowie die Großh. Gendarmerie des Regierungsbezirks. In Unterſuchungsſachen gegen Konrad Mann von Holzhauſen wegen Bruchs polizeilicher Confination. Wir beauftragen Sie hierdurch, Nachforſchungen nach dem Rubrikaten zu halten und denſelben im Betretungsfalle zu verhaften und hierher abzuliefern. Friedberg den 11. September 1851. Ouvrier. Betreffend: ——— Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Frieden. Erzählung von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.) „Ja, angeſchafft! rief ich; wie du's verſtehſt. In unſerm Dorfe ſind nur noch anderthalb Burſche, nämlich der ſcheele Jörg, der ein Kerl iſt, ſo lang wie unſer Ca⸗ pitän, der Kaſſeler, und der Hannes, der iſt ſo dünn, wie ein Nähfaden, und wenn er drei Schuh hoch iſt, ſo iſt er ein Rieſe. Das waͤr' denn doch ein hundsſchlechter Ge— ſchmack!. i 5 „Bleib' mir mit den Mädchen vom Leibe! rief der Fulder. Aus den Augen, aus dem Sinn, heißt's da, und iſt ſonſt keiner da, nehmen ſie auch den Ausſchuß. Trau! ſchau, wem. 0 „Aber es war ſo einer, der überall Unrath ſah, ſonſt nicht übel. Ich dachte: machſt mir meinen Gaul nicht ſcheu, wenn ich auch einen hätte. Das Bärbelchen wird kein Narr ſein und den ſcheelen Jörg nehmen, der als Spatzenſcheuche in einem Erbſenlande dienen konnte, oder den kleinen Hannes, der ihm bis an den Ellenbogen reicht! Fehlgeſchoſſen, guter Bruder Fulder! das muß ich doch beſſer wiſſen! Und mir die Treue brechen? Nein, da muß etwas anders im Spiele ſein!. „Zu ſolcherlei Reden und Gedanken war nicht mehr lange Zeit, denn bald hörten wir den Kanonendonner bei Leipzig. Wir kamen mitten in die Schlacht, die den Fran⸗ zoſen den Garaus machte. Da pochte das Herz! So ein Kanonendonner, Herr das iſt ein Gekrach! Die Erde bebt einem unter den Beinen und man könnte ſchwören, der jüngſte Tag ſei da- Und wie ging's zu? Herr meines Lebens! da kamen Wagen voll Verwundeter, daß einem das Herz blutete, die jammerten, heulten— aber fort ging's ohne Erbarmen. 5 „Als wir näher kamen, wurde Halt gemacht. Die Adjutanten ſprengten da herum wie Irrwiſche im Moor. Da dachte ich nicht mehr heim, ſondern wie ich mich ſal— viren und zu den Deutſchen kommen könnte. Jetzt erſt war ich feſt entſchloſſen, mich für die Franzoſen nicht todt ſchießen zu laſſen. Als wir uns ein bischen erholt hatten, kam der Befehl, vorzurücken. Wir marſchirten durch ein Dorf, wo in den Häuſern keine Seele mehr war. Jen— ſeits des Dorfes war ein Bach, und über dieſen führte eine Brücke. „Halt! dachte ich, könnteſt du unter die Brücke ſchlüp⸗ fen, ſo wärſt du geborgen. Ich that, als ob ich vor Schmerz am Beine nicht weiter könnte, und blieb zurück. Niemand kümmerte ſich um mich und das Regiment mar⸗ ſchirte hinüber. Kaum waren die letzten über der Brücke, flugs war ich drunter. Nun erſt ſah ich, daß es eine Holzbrücke war. Ein Weidenbaum war drunter heraus— gewachſen, recht buſchig und dick. Der Stamm bog ſich unter der Brücke heraus, daß man ſich darauf ſetzen konnte. Das Waſſer war wild. Fiel ich hinein, ſo war's aus, denn ich konnte ſchwimmen wie ein eiſerner Keil. Um das zu verhüten, ſteckte ich das Bajonett in den Boden und ſtemmte den Kolben gegen die Bruſt. So wär's gegan— gen, aber ſchlief ich ein(und ich war müde genug dazu), ſo purzelte ich doch herunter. Da nahm ich denn den Riemen, womit ich den Mantel aufſchnallte und band mich feſt an den Stamm der Weide, und betete herzlich, daß mich Gott ſchützen möge in ſolcher bedenklichen Lage. „Noch nicht lange hatte ich geſeſſen, da kam Caval— lerie und eine Batterie. Das ging über die Brücke weg, daß ſie ächzte und krachte. Wenn ſie einbräche! dachte ich. Die Angſt des Todes legte ſich auf meine Seele. „Es war gegen Abend. Immer neue Regimenter — 294— 67õ7 uackel ae dae 1 Menschen zogen über die Brücke weg. Wenn ich meinen Ohren trauen könnte, ſo entfernte ſich der Kanonendonner. Mit der Nacht hörte er auf. Jetzt hätte ich ruhig ſein können, aber ich war durchnäßt und der Abendwind pfiff eiſig mit dem Zuge des Waſſers durch die Brücke. Ich zitterte, dle nic f, Zum Glücke hatt' ich noch ein wenig Branntwein in mei, n ich nich, ner Weidenflaſche. Der erwärmte und erquickte mich, fire, wie aber bald darauf ging Alles wüſt im Kopfe herum und amn kamen an ich ſchlief ein. Denken Sie ſich, lieber Herr, bei ſolchem dnagoner, 51 Wetter, in dem man im Vogelsberg keinen Hund vor der iin dir order Thüre herumgeführt hätte, mußte ich ſechszehn bis acht— aner schwieg zehn Stunden machen. Die Nahrungsmittel waren ſchlecht Das w und ihrer wenig. Die Mundportion war für einen hoh⸗ nicht U len Zahn. Kein Wunder, wenn da Uebermüdung, c in mei Schwäche und Schlaf einen um den Gebrauch der Sinne Hose er bringen. Hätt' ich da die Kriegsliſt mit dem Anbinden Wag nicht gebraucht, ſo war ich ſchnurſtracks ein Kind des To— 0 lh 1 des, und wie ging's dann meiner Braut und Mutter? ile 0 Das waren ſchwarze Gedanken! Aber, ach! wie ſchmerz⸗ e ten mich Bruſt und Rippen, als ich gegen Tag erwachte. Als die Es hummerte und knallte ſchon wieder und dießmal hörte Da fel mir n ich mit Schrecken, daß mir der Schall näher kam. Es erſterben und wurde mit jeder Viertelſtunde ärger. Bald jagten Ein⸗ 1 ich. K ae über die Brücke; dann ganze Haufen. Endlich kamen fen Zeit, und Wagen, dann Kanonen. Ich hörte die Franzoſen fluchen ſchon zeitweis und läſtern, und ſchloß daraus, ohne daß ich etwas ver⸗ Len das Hei ſtand, daß ſie flohen, denn ſonſt hätten ſie jubilirt. peſaß von de „Näher und näher kam das Schlachttoben. Immer geugende Kra wilder und regelloſer flohen die Franzoſen über die. das T Kugeln ſchlugen hier und da ein; andere platzten mit ſchauer⸗ lichem Krachen. Ich empfahl meine Seele 0 1 70 2 in Todesangſt. Wie? wenn ſie auf den Einfall kämen, 1 5 Lebens, die Brücke abzubrechen oder in Brand zu ſchießen? ſo war ich verloren. Da mögen ſie ſich wohl denken, wie mir's 7 zu Muthe war; ich dachte an das Lied, das ich hundert⸗ Vekanntm. mal geſungen: g 1 Muß ich denn ſterben? g 15 5 Bin noch ſo jung, ſo jung; 1 ain„ und zweifelte keine Minute mehr dran, daß nun mein 8 Stündlein würde ſchlagen und ich von Annebärbelchen ge⸗ 413800 5 ſchieden würde vor der Copulation. 1 de f. 195 91 Todesgedanken beſchaftigt, vernahm ich nun, Hazen den F anzoſen wieder vorrückten. Ich vernahm Deutſch Der G und noch eine vermaledeite Sprache, die ich für ruſſiſch 1 oder koſackiſch hielt. Bei dem Gedanken an dieſe Unholde, 1 Oeffent von denen man im Vogelsberg erzählt hatte, ſie ſpießten 1837) Cre die Säuglinge auf ihre Lanzen und nähmen ſie ſo mit ſich e Georg an hinweg, viel mir das Herz vollends in die Schuhe. Jetzt ſhöugen, Güt % un 4 kam's in meiner Nähe zum Gefecht. Au i ide J% und 8. 1„Auf meiner Weide e und a war ich nicht mehr ſicher. Ich kroch daher in die Höß, en N lung unter dem Stamme, die das Waſſer wenn' 0 i ſtand, ausgewaſchen haben mußte. N 900 e 2 5 15„Das war mein Glück!— ſie verbarg mich auch diikdberg ig. „Sie haben, lieber Herr, fuhr Kaspar nach einer Pauſe fort, gar keine Vorſtellung, was ſo eine Schlacht bs heißt. Dieſes Donnern, Hummern, Trommeln, Blaſen,(530) Non Schreien, Aechzen und Wimmern unter einander iſt ent⸗ ſetzlich. Ueber eine Stunde hatte die Geſchichte da herum . caumanlagen ö gedauert, da ſchlug eine Kugel in die Brücke; dann eine Vuſag wat, zweite, dritte, vierte— ſie krachte und brach zuſammen. ache gema Ein Tragbalken fiel gerade auf den ſattelarti von da 1 a ebogenen in d Weidenſtamm, wo ich geſeſſen. Der hätte 07 bischen 1 Mir Habe lachenden Erben zugeführt.— Bald darauf hörte in n ich's patſcheln im Waſſer. Es ſetzten, das konnte ich(bm d lugend erſpähen, entſetzliche Kerle hinüber. Es waren Donne wilde Geſichter mit langen Bärten, kunterbunt gekleidet, . meinen Ohe n Man, Ill deine quackelige Geſtalten mit Lanzen und Gäulen, die ig ſein fun ein Haarbreit ſchöner waren, als ſie ſelbſt. Zu dieſen pfiff eig Figuren kam die Teufelsſprache— das waren die Koſaken, J ann ſie Menſchenfreſſer! Hu! wenn mich einer gefunden! der itwein 1a ätte mich offenbar ſogleich verzehrt, wenn er nämlich, gucke ni vie ich nicht zweifelte, einen ſo großen Hunger gehabt fe herum g ätte, wie ich ihn hatte. Die Koſacken ſetzten hinüber; c, bei fag ann kamen andere, auch Ruſſen müſſen's geweſen ſein, dund vor en Dragoner, die ſetzten ebenfalls an der Furth über, und 8 de don der andern Seite her hörte ich, wenn der Kanonen— onner ſchwieg, wohl'mal ein deutſches Wort. zehn bis ach! waren ſchlech für einen hob„Das waren Stunden, lieber Herr, die ich meiner Uedermüdung lebtag nicht vergeſſe. Dabei Froſt, naſſe Kleider, da das ach der Sinn Vaſſer in meiner kleinen Erdhöhle durchſickerte, und einen dem Anbinden Zärenhunger, ohne Hoffnung ihn zu ſtillen. Allgemach Lind des Te ſog ſich das Schlachtgewühl zurück. Der Kanonendonner lallte aus der Ferne bumm, bumm, bumm, und ich dachte meinem Elende freudig: Nun laufen die Franzoſen! und Mutter „wie ſchmerz Wan n„Als die Angſt nachließ, kam mächtiger der Hunger. 05 5 5 a fiel mir mein Heimwehbrod auf der Bruſt ein. Hun⸗ * 5 0 erſterben und am Heimweh ſterben läuft auf eins hinaus, 2 Ein ſachte ich. Hatte auch ziemlich Ruhe gehabt in der letz 3 0 gen Zeit, und mußte nicht, da das Riechen an dem Brode een fuchen hon zeitweis geholfen, das Eſſen von Grund aus ge— ch etwas ver, zen das Heimweh helfen? der Gedanke war wichtig und ü eſaß von dem Hunger unterſtützt eine ſo wunderbar über— ben. Immer eugende Kraft, daß ich raſch die Kordel abriß, an der es er die Brücke 9 das Tuch entfernte, wo hinein es geſchlagen war, n mit ſchauer ind an der ſteinharten Kruſte mit aller Kraft zu nagen an und harte ſegann. Neues Leben durchſtrömte mich nach dem Genuſſe; Einfall kämen, leue Lebens⸗ und Heimkehrhoffnung regte ſich. Ich kroch — 295— aus meiner Höhle, worin ich wie ein Krebs in der ſeinen ſteckte, und krabbelte auf das Ufer. Alles war todtſtill. Die Dörfer aber brannten im weiten Kreis, ſchauerlich anzuſehen. Jetzt trat der Mond aus den Wolken und rings um mich erblickte ich— Leichen! (Fortſetzung folgt.) Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Wir beſcheinigen hierdurch mit herzlichem Danke die Liebesga⸗ ben, welche zum Beſten unſerer Anſtalt im Monat Auguſt eingingen, als: Für Fidibus 48 kr.; Ueberzahlung für ein Waſchſeil 3 fl.; Frau Geheimeräthin Müller v. d. H. 5 fl.; Finanzrath Dreves zu Arolſen 3 fl. 30 kr.; Fidibus 2 fl. 30 kr.; Zinſen 24 fl. 5 kr.; Reinertrag eines Concerts zu Salzhauſen d. Steuercommiſſär Winterſtein zu Nidda 63 fl. 33 kr.; Kerſt, Vorſt. d. höhern Töchterſchule 1 fl.; Zinſen 2 fl. 30 kr.; von den Kurgäſten der Kaltwaſſerheilanſtalt zu Michelſtadt d. Pf. Ame⸗ lung in Kurheſſen 13 fl. 29 kr.; Frl. Fehr in Büdingen 30 kr.; aus der Gemeinde Dreieichenhain 6 fl. 42 kr.; Gemeinde Beſſungen für M. Daum 37 fl. 30 kr.; Spenglermeiſter Scheuermann 30 kr.— Aus Frankfurt: Johanna R. 12 kr.; Rahling 1 fl. Pfr. Zimmer 10 fl.; Fr. Schmid⸗Lindheimer 7 fl.; de Barp⸗Gontard 5 fl.; Frl. Reimers 12 fl.— Poſtzeichen Friedberg 1 fl.; durch die Redaktion des Lauter⸗ bacher Anzeigers 10 fl. 30 kr.; Ung. einen Stempelbogen 10 kr.; 27. Auguſt 27 kr.; Berginſpekt. Storch 33 kr.; Fidibus 12 kr.; Heildiener Ruppel 1 fl. 6 kr.; Hausbüchſe 16 fl. 25 kr.; Anſtaltskolekteur Pletſch 152 fl. 15% kr. Summe 374 fl. 27½ kr. Sonſtige Geſchenke. H. Falk 2 Bund Roggenſtroh; Dr. Stein⸗ berger in Marienſchloß 1 Pack getragene Kleider.— Da die Anſtalt ſich täglich erweitert und demnach mehr Bedürfniſſe erheiſcht und wir auch keine weitere Einnahme haben, als was die Liebe ſpendet, ſo bitten wir alle Menſchenfreunde unſer nicht zu vergeſſen.— Der Herbſt bietet ja ſo viele Gelegenheiten dar auch der Armen zu gedenken, und wer ift wohl ärmer, als ein— Blinder?— Friedberg den 1. September 1851. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden-Anſtalt. ſeßen? ſo war! en, wie mir's ich hundert⸗ Zekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ιεν Rain Weſer⸗ Eiſen bahn. 1 Section Gießen. 5 j 2 1 7 5 Bei den Erdarbeiten in der Lindner därdelchen ge un damen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn heſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. f Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. Oeffentliche Aufforderung. 4 e ſpießten 1537) Etwaige Eigenthumsanſprüche an die, 2* 10 f 5 Renneberg'ſchen Concursmaſſe dabier ſie ſo m ehörigen, Güterſtücke No. 155%, 29%, 236%, Schuhe. Ieh meiner Weide in die Hoh; wenn's hoch % und%s des Flurbuchs, worüber Eigen⸗ eu fehlen, ſind binnen 6 Wochen on heute an dahier geltend zu machen, widri⸗ genfalls die Kaufbriefe ohne Rückſicht darauf leſtätigt werden. e den 4. September 1851. ig nich aut Großh. Heſſ. Landgericht N 5 Dr. Irle. v. Preuſchen. ir nach einn O bſt⸗Verſteigerung. eine een(1339) Montag den 22. September d. J., , Blasen, Vormittags 9 Uhr anfangend und die darauf 98 ſſt en ßolgenden Tage wird das Obſt in den ſtädtiſchen ander 10 Saumanlagen dahier und zwar Montag und de da helun Dienſtag, wobei der Anfang bei der St. Georgs⸗ „ bann ell! Capelle gemacht wird, in folgenden Diſtricten: uſammal vom Rain am Exercierplatz, . gun vom Meier'ſchen Beſoldungsſtück, ig gebogen im großen und kleinen Wildkautsgraben und mein lichen, in der Feldgemarkung, auf het bdann Aiene ich J Donnerſtag den 25. September, e Vormittags 9 Uhr, N 10 1 pobei der Anfang an dem ſtädtiſchen Bleich⸗ garten in der Burg⸗Vorſtadt gemacht wird in folgenden Diſtrieten: im ſtädtiſchen Bleichgarten, im Seergraben, in der Ockſtädtergaſſe, am Schützenrain, im großen und kleinen Haingraben, auf dem neuen Friedhof und im Stadtſchreibereigraben, öffentlich meiſtbietend verſteigert, wozu Steig⸗ liebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 10. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1563) Montag den 22. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths dahier das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Mannſchaft parthienweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 12. September 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Obligations-Verlooſung. (15640 Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung, betr. die beiden Anlehen der hieſigen Stadtkirche bei Samuel und Simon Lindheimer, ſind folgende Partial-⸗Obligationen rückzahlbar geworden: 1) von dem Anlehn von 15,000 fl. Nr. 99 (à 200 fl.) und Nr. 67 und 17(jede à 100 fl.); ſodann 2) von dem Anlehn von 6,000 fl. Nr. 36 (à 200 fl.) und Nr. 1(a 100 fl.). Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß ge⸗ ſetzt, um bis zum 1. Januar 1852 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz da⸗ hier zu erhebeu, indem die Zinszahlung mit dem gedachten Tage aufhört. Zugleich wird wiederholt erinnert, daß von den frühern Verlooſungen die beiden Nummern 38 und 76(jede à 100 fl.) noch immer nicht beigebracht wurden; daß wir aber wünſchen müſſen, der bereit liegende Betrag möchte bal⸗ digſt in Empfang genommen werden. Friedberg den 12. September 1851. Für den ev. Kirchenvorſtand: Dr. Fertſch. Bender. Obſtverſteigerung zu Friedberg. (1565) Mittwoch den 24. d. M., Nachmit⸗ tags von 2 Uhr an, werden die diesjährigen Aepfel und Birnen in den Umgebungen des Großherzoglichen Schloſſes und am Burgberg, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Die Verſteigerung beginnt am hinteren Hirſch— graben. Friedberg den 13. September 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Bekanntmachung. 1) Die Lieferung von 120 Ctr. mageren Stückkohlen und 30 Ctr. Steinkohlengries für die hieſige Anſtalt, ſowie 2) die Verwerthung des in hieſiger Anſtalt erzielt werdenden Düngers und Abfall⸗ ſtrohes auf drei hintereinander folgende Jahre vom 1. October l. J. an, ſollen im Soumiſſionswege vergeben werden, weßhalb man die Intereſſenten unter 1 erſucht, ihre Forderungen und die unter 2, ihre Gebote bis zum 21. September l. J. Abends, verſiegelt und portofrei einzuſenden oder in den vor dem Directorial⸗Büreau dahier befindlichen Soumiſſionskaſten einzulegen. Man bemerkt hierbei, daß die Lieferung unter 1 franco anher zu geſchehen hat und daß ſich bei 2 der nöthige Dünger für den Menagegar⸗ ten vorbehalten wird. 3) Soll der vorräthige Dünger in zwei Ab⸗ theilungen an die Meiſtbietenden ſowie die Lieferung einer größeren Quantität Kartoffeln für die Menage hieſiger Anſtalt in kleineren Parthien an die Wenigſtfor⸗ dernden f Montag den 22. September l. J., Vormittags 10 Uhr, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Marienſchloß am 9. September 1851. In Auftrag: (1566) Der Verwalter Bauer. Bekanntmachung. (1567) Samſtag den 20. September d. 82 Mittags 1 Uhr, ſoll die der Gemeinde Rödgen zuſtehende Obſternte, beſtehend in 150 Malter Aepel und etwas Birn, zur öffentlichen Verſtei⸗ gerung gebracht werden, wobei bemerkt wird, daß ſich etwa 40 Malter Brechäpfel darunter befinden, ſowie auch, wie bekannt iſt, ein aus⸗ gezeichnetes Weinobſt dahier wächſt. Rödgen den 11. September 1851. Der Bürgermeiſter Kr auch. Aepfelverſteigerung. (1368) Freitag den 19. d. M., Vormittags 9 Ühr, werden die Aepfel von den hieſigen ge⸗ meinheitlichen Baumſtücken in einzelnen Abthei⸗ lungen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Okarben den 12. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hen ſſe l. Jagdverpachtuug. (1569) Freitag den 19. d. M., des Mittags 12 Uhr, ſoll die Jagd in hieſiger Feldgemarkung einer nochmaligen Verpachtung vorgenommen werden. Die Großh. Bürgermeiſter werden erſucht in ihrer Gemeinde dieſes zu veröffentlichen. Utphe den 12. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Böſch er. Aepfelverſteigerung. (1570) Montag den 22. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen die Aepfel der Gemeinde Lan⸗ genhain an circa 130 Malter, ſowie eine Parthie Pachteräpfel, an circa 120 Malter, einer öffent⸗ lichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Langenhain den 12. September 1851. Der 4 Bürgermeiſter u t h. Aepfelverſteigerung. (1371) Donnerſtag den 18. September d. J., Nachmittags 2 Uhr, werden die diesjährigen hiefigen Gemeindeäpfel, circa 50 Malter, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Altenſtadt den 12. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. 70 0 Gulden (1572) find am 1. December l. J. gegen in liegenden Gütern beſtehenden doppelten Ein⸗ ſatz in die Landgerichtsbezirke Friedberg und Großkarben bei der Milden⸗Stiftung dahier zu entleihen. Höchſt a. d. N. den 9 September 1851. Für die Stiftungs⸗Behörde: Bingmann, Pfarrer. Aepfelverſteigerung. (1573) Freitag den 19. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Oberwöllſtadt gehörigen Aepfel in Abtheilungen auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Oberwöllſtadt den 15. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach. 296 Privat- Bekanntmachungen. 1 (13260 So eben habe friſch erhalten und empfehle beßtens: 1 Wiener Putzpulver, in Packeten à 4 und 8 kr. 1 Feine Patent⸗Zahnſtocher, das Tauſend 30 kr., das Hundert 4 kr. 1 Dentiſrice universel, 0 Beſeitigung der Zahnſchmerzen, à Flacon 30 kr. Gegen Hühneraugen, ſicheres Mittel um dieſelben ſchnell und ſchmerzlol b zu vertreiben, in Schachteln à 18 kr. Friedberg. P. F. Sehmittner. Geſchäftseröffnung. (1549) Einem geehrten Publikum die ergebenſte Anzeige, daß ich meine Wirthſehaft, Conditorei und Bäckerei eröffnet habe. Durch freundliche und reelle Bedienung, ſowie ſchöne und gute Waare, vorzügliche, billige Weine und Bier, werde ich mir das Vertrauen de„ mich Beehrenden zu erwerben und zu erhalten bemüht ſein. 0 74 Friedberg im September 1851. 52 (1498) Vortheilhafte Einkäufe ſetzen mich in den Stand jetzt beſonders Jillige Preiſe ſtellen zu können. Heinrich Walz, Uſergaſſe e. 139 . .—* Ich erlaſſe: 2 Cattune„ breit, die billigsten zu 8, 9 und 10 kr. ö dies„„„, i 158 Gedrucktes in blau und mode zu 9, 10 und 11 kr. daß der fel Napolitain in Wolle die neueſten zu 15, 16 bis 23 kr. 4 55 die nächſten Orleans ſchwarze feine Waare zu 20, 22 bis 30 kr. ditto Lustre in den neueſten Modefarben zu 22 bis 27 kr. Thibet ¼ zu 48, 53 und 60 kr. f Leder⸗Leinen von beſonderer Dauer zu 9, 10, 11, 12 bis 16 kr. Handtücherzeug zu 5, 7 und 10 kr. ö Weiße Waaren, als fagonnirte und glatte Moll, Jaconnel, Shurling zu den billigſten Preiſen, welche ſich von ſämmtlichen Artikel N 2Sinter⸗Shawls% Per 85 18 0 0 N 1 inter⸗Sha J groß zu fl. 2½., fl. 3. bis fl. 4.—* Long⸗Shawls zu fl. 5., fl. 6. bis 9 fl.— een 8 G. W. Wüſtner, 4 Mit 2 Römerberg No. 34 in Frankfurt a. Mine Masſchr berg ernannt HFPried 0 1 0 De 130,000 Ruſſenſteine Zu verkaufen. l. d. M. w (1523) aus der Wölfersheimer Fabrik hat(1875) Rum und mehrere Sorten Liquen, daß von heu zu verkaufen Fabri dat per Fache 5 10 15 iu baben dei Lachmittags Friedberg. Metzger Weller. irth Wagner in Friedberg eie Subſcri 8 Zu ver miethen. 0 ſlägen offen Steinkohlen,(18760 Ein voblſtändiges Logis hat zu 100 g 9 5 (41888) vorzüglicher Oualität, ſind wieder mfethen oe Huff bei mir angekommen und werden billig verkauft. Friedberg. Johannes Fillmaß. Friedberg im September 1851. N 5 II, versagt wagt den dh Zur Beachtung. n mu lei q 9 i em Bahnhof(1577) Aepfelmühlen, Kelterſchrauben u!“ Fried 80 fl. Vormundſchaftsgelder wien fa 10 8 1707 garantirt wird, (1888 1) liegen gegen gerichtlt 7 ö erden ſtets nach neueſter Art angefertigt bei 01 Aa e ee gerichtliche Sicherheit Friedberg. Johannes Fillma, Aſſenheim. Küfer G. Bopp. Auch med ſichenbi 1 entlaufen. Einladung zur Kirchweihe. (1557) Am verfloſſenen Dienſtag Morgen(15 u dem nächſten S f 5 5 ſchwarzgrau gefleckter Hühnerhund mit und Mad e 2 5. der daß 0 A. Johann urzem, ſchwarzgrauem Behang und ſpitzem Kopf, Kirchweihfeſte lade ich meine zahlreichen Freunde dahier 1 den Ruf Hektor hörend, abhanden gekommen, und Gönner mit dem Bemerken ein, daß fi weiſter 5 ue Finder wird gebeten denſelben gegen wohlbeſetzte Tanzmuſik in meinem Saale, ſowi S N ei 15 1955 Belohnung an Büchſenmacher Engel J für gute Speiſen und Getränke beſtens geſorgt if hn in Friedberg abzugeben. Heldenbergen den 14. September 1851. gerd Zu vermiethen. Johannes Pauly, Gaſtwirth. 11 chelich (487) Ju dem von mir erkauften Eichſchen Schuldſcheine* Hauſe iſt der mittlere Stock zu vermiethen, 5 g 347 15 f welcher im September bezogen werden kann.(1579) für Gemeinden ſind vorräthig hier Peter Decher. bei C. Bindernagel. Domi Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.