eigen . Intelligenz u 18. derrichtn; ell. 10. fuͤr die 5 srovinz Oberheſſ adtkirche.. b dae rovinz Oberheſſen tadttirh im Allgemeinen, get. d Il*** e en Regierungsbezirk Friedberg it. duch im Beſonderen. per. 35 N — 2 Mi Juli .. 4 Mittwoch den 16. Juli 1851. Kr Das Urtheil. 8„Nein 1 7 erwiederte der Greis, mit barſcher 1 e. 8 5. 3 imme, Julietta kann nicht die Deine werden;— denn — W Eine wahre Begebenheit, nacherzählt von F. v. Carnsdill. ſie wird nie das Weib einer Memme!““ 5 ö 5 797 1. 08 3 Memme? rief Perez entrüſtet, einer Memme! 99— 4 5 6 i Am Fuße eines Berges der Sierra Morena, an den 19— N e dhe S0 797 5 31 4 ichenden Ufern des Quadalquivir ſtand im 14. Jahrhun- meinen Arm zu leihen 5 1 05 1 10 1 1 ert eine kleine Wohnung, umſchloſſen von Roſenſträuchen meines Sbens zu hoch galt 88 Ae 175 9 05 eren ind Waſſerpflan,en und umſpült von den luſtigen Wellen Muthe?“. f e e az e les Fluſſes. Der Reiſende, der an einem gewiſſen Tage Eine Me rei i zur Stunde der Sieſta, in dieſes Häuschen getreten. Kind das zu ſaage if 155 1 85 1 1 r def nd Butbal würde ein bezauberndes B g Nene ee, e 9 7555 v zauberndes Bild zu betrachten, Gelegenheit Perez blieb unbeweglich; im Namen des Hi l Juli gehabt haben.— Ein ſaufter und anmuthiger Frauenkopf, erkläre dich deutlich G 5 5 5 10 5 ö b f die Schni 5 n g e di licher, Gomed a welch' unſeliges cützte ſich auf die chulter eines ſchönen jungen Mannes, Geheimniß liegt in deinen Worten? Zerreiß d N 55 don leidenſchaftlichen und ernſten Zügen.— Wenn man dichten Schleier, der mir die Wahrheit verbir 7 1 dia- A. ſo ſah, wie ſie ſich im Stillen die Hände drückten, wie denn zur Zeit des Todes meines Vaters War ich f ne 7 1. 1 ie glücklich waren, einander in die Augen zu ſehen, und von Sevilla, und bin meinem Ohei 0 C 1 N bk. H die ſtumme Sprache des Herzens zu ſprechen,— die folgt 205 bei meiner Wehr a one 165 „ 3 3 Sprache, ſo voll Reiz, ſo voll Beredſamkeit, ſo voll Poeſie nicht mehr, und die Stätte, an der ich Nahe ind elde 0 7 man konnte ſchnell errathen, welches Band dieſe beiden zurückließ, fand ich öde und traurig wie ein G 15 55 5 In Weſen vereinigte. Der junge Mann hieß Gil Perez, er ſehr jung noch begriff ich die Größe des Un lücks nicht Sch. rieb das Schuhmacher Handwerk in Sevilla, und mehr ſo ſehr, das meine Familie traf 1 05 d 1 1 als eine hohe Sennora die des Morgens nach der Kirche wollte ich die Urſache ſeines Todes wiſſen d. 1157 ging, blickte verſtohlen auf den Laden des jungen hübſchen i e 16% 1% ging, bli⸗ ſtohle jungen hübſcher fragte ich oft meine gute Mutter, aber ſtets antwortete 6% Arbeiters. Das Mädchen nannte ſich Julietta, und war ſie mir mit Thränen in den Augen:„ſpäter!“ und dieſe f be 1 00 85 Geſchöpf, das liebſte Mädchen, das Zeitpunkt ſollte er noch nicht erſchienen ſein 2 ieſer .. he Fiſchernetze rickte. Das Her i 9 b g 1 07 f Während ſie ſo beglückt beiſammen waren, ohne Laſt ihres e e ihre e I 99170 Zeugen, die ihre Liebe belauſcht oder eingeſchüchtert hät— größer, als ihr Haß!“ e b 8 -en, offnete ſich plotzlich die Thüre, und ein Mann trat„O! ſprich, ſprich Gomez, ich bin nun zwanzig Jahre Elan. Er trug aufgeſtülpte Hoſen und die ärmliche Klei⸗ alt, ich darf, ich muß jetzt alles wiſſen!“ 5 2. 7 dung eines Fiſchers.. Geſtalt war groß, aber kräf⸗ Julietta bebte; ſie ſtürzte ſich auf den Greis, als 2 tig in ihren Formen. Er ſchien eben nicht zufrieden mit wollte ſie die Worte auf ſeinen Lippen erſticken:„Schweigt U- dieſem Beſuch, denn er näherte ſich dem Paare und trennte Vater, ſchweigt, wenn ihr mich liebt! jammerte das ſchöne f 1 raſch die vereinigten Hände. Auf dieſe unerwartete Be⸗ Mädchen.“ , wegung trat Perez ein Paar Schritte zurück, und warf„Nein, ſagte der Fiſcher, der entſcheidende Augenblick 18— 667 einen unruhigen Blick auf den Fiſcher. iſt gekoms 31 b 957 91 0 A„Was haſt du denn heute Gomez? fragte er in ſei— e ch, ee, aud Here 9 f= wer ſchmerzlichen Ueberraſchung— iſt es dir unbekannt, Es ſind nun 10 Jahre, Glück und Zufriedenheit wohn⸗ 25 daß ich deine Tochter mit der ganzen Macht meiner Seele ten im Hauſe des Schuhmachers Perez. Dein 6 UK liebe? Haſt du nicht ſeit zwei Jahren dieſes Gefühl— Vater hatte ſich durch ſeinen Fleiß viele Kundſchaft er⸗ 0 U dieſe Leidenſchaft wachſen geſehen, bis der Beſitz Juliettas, worben, das Geſchäft ging mehr denn als gut, und die 10 4 mein eisige Ziel— meine ſchönſte Hoffnung wurde? Zukunft ſchien für ihn ſorgen zu wollen, er war am Wege 2291 122 Warum trennſt du nun unſere Hände, die die behaglicher Wohlhabenheit.... Zur ſelben Zeit kam 172 Liebe einander genähert, und die Gott hoffentlich bald der Stiftsherr Henriquez nach Sevilla..... er war a vereinen wird. der Abkömmling eines erlauchten Hauſes und ein Ver⸗ —— — 222— wandter Albuquerques; ausgeruüſtet mit allen Verdienſten eines gemachten Hoflings, genoß er die beſondere Gunſt oni Don Pede. 5 2 700 ald dieſen Annehmlichkeiten, war er doch nicht glücklich; er war von großer Eitelkeit, und ſo bildete eine Mißgeſtaltung die Qual ſeines Lebens 1 er war krumm, d. h. er hinkte.——— Er hörte von der Geſchicklichkeit des Schuhmachers Perez, und nahm ſeine Zuflucht zu ihm; aber alle Geſchicklichkeit Antonios ſchei⸗ terte an einer ſo auffallenden Unförmlichkeit. 6 „Deine Ungeſchicklichkeit verdient den Galgen! ſchrie der Stiftsherr, und warf die Sandalen deinem Vater in's Geſicht!—— obgleich nur ein ſchlichter Handwerker, achtete Perez auf ſeine Würde ſo gut als ov das geiſt⸗ liche Kleid oder der Degen ihn geſchmuckt hätte; er mäßigte ſich jedoch und erwiederte ihm ruhig und gelaſſen: Es wäre beſſer, ihr beſchuldigtet die Natur der Ungeſchick— lichkeit.“ 8 Bei dieſer Antwort ſteigerte ſich der Zorn des Don Henriquez zur Wuth; er erhob ſich, faßte nach ſeinem Stocke und führte einen ſolchen Hieb nach dem Kopfe deines Vaters, daß er zuſammenfiel um nie mehr aufzu— ſtehen! Die Hände Gil's ballten ſich krampfhaft. Was ſoll ich weiter noch ſagen?——— Als deine Mutter den Leichnam Antonio's in ihr Haus bringen ſah, faßte ſie Wuth und Verzweiflung....— ſie nahm einen Dolch, und wollte in dem Blute des Stiftsherrn den Mord ihres Gatten rächen; aber da erinnerte ſie ſich, daß ſie noch ein Kind hatte, eine arme Waiſe, für die ſie ſich erhalten mußte. Sie baute nun auf die Gerechtigkeit, den feigen Mörder zu beſtrafen; ſie brachte ihre Thranen, ihren Schmerz, zu den Stufen des Kapitels. J Gott weiß welch' rührende Bitten ſie an dieſe Voll⸗ ſtrecker des Geſetzes richtete, welch' demüthiges Flehen, ihr die Verzweiflung eingab, ſie zu rühren und zu erwei⸗ chen. Die Richter hörten ſie mit Theilnahme an und verſprachen ihr eine glänzende Genugthuung..... und acht Tage darauf wurde der Stiftsherr verurtheilt. „Zum Stricke?“ unterbrach ihn Perez. 5 „——— während der Dauer eines Jahres keiner Verſammlung des Kapitels beiwohnen zu dürfen!“ Es erfolgte eine lange Stille; Gil erhob ſich. „Ich danke dir, Gomez, ſagte er, mit bleichen Lippen und die Zähne knirſchend, aber du haſt dich getäuſcht:— das Kind, das ſeinen Vater nicht rächt, iſt mehr als eine Memme, es iſt ein——— Schurke!“ 1 Als der alte Fiſcher dieſes bleiche Geſicht und die in Wuth ſpielenden Muskeln deſſelben ſah, fühlte er Reue, in dieſem friedlichen und ſorgloſen Gemüthe, dieſen Sturm, dieſe Rachegedanken heraufbeſchworen zu haben. 0 5 „Wo gehſt du hin, Perez?“ fragte er ihn ängſtlich. „Grüßt mir meine gute Mutter!“ „Und dann?“ N „Dann?——— Lebe wohl Julietta, denke liebend F leb wohl Gomez! und er verließ die Hütte.“ 8 „O mein Vater, ſagte ſchluchzend die junge Spa⸗ nierin, was habt ihr gethan?“ (Fortſetzung folgt.) Miszellen. Ein Tuchhändler ſtand erwartend vor ſeiner Markt— bude, nachdem er die Waaren zum Verkauf ausgelegt hatte. Plötzlich wurden ſeine Augen von kräftigen Fingern be⸗ deckt und auf die Frage:„Wer iſt's?“ nennt der Kauf⸗ mann rathend der Reihe nach die Namen ſeiner Bekann— ten. Nach jedem einzelnen ertönt ein luſtiges Lachen. Endlich tritt der hinter ihm ſtehende gut gekleidete Mann hervor, ſcheint ſehr verlegen und bittet unter den artigſten Entſchuldigungen den Tuchhändler um Verzeihung, inden er ihn verkannt habe. Während dieſer Höflichkeit rieb ſich der Entrüſtete die gedrückten Augen, und rief dem Weg eilenden nach:„Das war ein dummer Spaß!“ Bald aber wurde er gewahr, daß es kein Spaß geweſen, denn er bemerkte zu ſeinem großen Schrecken, daß man ihm ein huge:„cdu Paar Stücke feinen Tuchs geſtohlen hatte. 05 Man hat ſchon manche Probe von dem köſtlichen Humor der deutſchen Kanoniere in Schleswig Holſtein, die das heißeſte Gefecht mit der Gleichgültigkeit eines Hand⸗ werkers bei ſeiner Arbeit mitmachen, erfahren. So von der Südbatterie bei Eckernförde am 5. April, wo ein Ka— nonier durch eine Kugel die Pickelhaube verlor und bewußt⸗ los niederſtürzte; als er nach einiger Zeit wieder zu ſich kam, war ſeine erſte Frage:„Wie wiet ſünn Jü nu?“ Einer der Kameraden, die ſich nicht hatten ſtören laſſen, 0 warf die Gegenfrage zurück:„Wat? büs du nich dod“ Ju diese gekommen ſoßen Hang ale, der Po agte. Et ekanntme — So hat Bonin erzählt, daß mehrere Kanoniere einer Inmodi Zwölfpfünderbatterie, die in herrlicher Poſition mit ſichtbarer(985) Denne Wirkung bedient wurde, als er zu ihnen geritten und in ö 10 1968 ſeiner leutſeligen Manier ſie belobt habe, ihn ganz cot 17 8 N00 amore umarmt und dabei dankend geäußert hätten:„Her“ haus un General, wie ſünd Sie ok dankbar; dat Se uns ſo'n ſchöne Seen Schlacht makt hebben.“ in dem hieftge Nach dem Bombardement Dresdens ſchrieb Rabener an bed den im Cölibat gleichgeſinnten Gellert folgende Zeilen: Ich Friedberg habe Alles verloren, und würde nun mit einer Frau hungern f müſſen, wäre ich ſo dumm geweſen, mich zu verheirathen; ſo hungere ich doch nur allein.— Meine Zukünftige muß wenigſtens 3000 Thlr. mehr haben, ſo hoch ſteigt mein pi Verluſt, nur kein eigenes Haus. Ich ſtelle mir das, d! ſchrecklich vor, eine Frau wegen des Hauſes zu nehmen, 3 5 und das Haus durch's Feuer zu verlieren— ohne daß die ſchenden Gru werthe Hälfte mit verbrennt. lh de Ein Blatt„Der Staatsbürger“ bringt unter„Ein he zun geſandt“ folgende komiſche Anzeige: Mit Rückſicht auf die Zu gun nächſtens wieder beginnenden Schießübungen der Bürger⸗ 1 8 5 5 5 zu Se wehr empfiehlt ſich zur ſchleunigen Anfertigung von Teſta⸗ Aglit wädin. menten, Fix, Notarius.. N Vormals hatte man auf der Bühne zu London, wie] mat, hat ſolc auf ſo vielen andern, keine Frauenzimmer. Als Karl J u 19 10 einſt ungeduldig wurde, daß das Schauſpiel noch nicht I e anfange, entſchuldigte ſich der Director,„daß die Königin] den genannten noch nicht raſirt ſei.“ den wird. Ein junger Engländer— ſo erzählt deſſen Reiſege“ dungen d fäbrte— knüpfte in Valenzia mit einem Zigeunermädchen ein zartes Verhältes an. Die Mutter ſchlug ihm vor, ihre Tochter zu heirathen. Der Engländer lehnte das ab, weil D 0 Ed er nach London zurückkehren müſſe und nicht reich genug e ſei, dort einen Hausſtand zu erhalten.„Wie!“ rief die] dn Glad Zigeunerin und lachte laut auf,„nicht reich genug in der Stadt der Guineen? Mit einer ſo ausgefeimten Spitzbübin, wie meine Tochter, ſind Sie in einem Jahre Millionär.“ Ein junger Pankee-Hauſirer machte einer woblhaben— den Wittwe in Pennſylvanien den Hof und ließ bei ſeiner Liebeserklärung den Wink fallen, daß ihrer ehelichen Ver bindung nur zwei Hinderniſſe im Wege ſtünden.„Nennt ſie!“ verſetzte die verliebte Wittwe.—„Das Erſte iſt, daß es mir an Mitteln fehlt, mir einen Kramladen einzurichten, ſagte der Hauſirer; und die Wittwe ſchickte ihm den andern Morgen einen Wechſel über die hiezu nöthige Summe. Als ſie wieder einander trafen, hatte der junge Mann ſich einen Laden gemiethet und einen store etablirt und die lächelnde dungen Schöne wollte nun auch das andere Hinderniß wiſſen, wel— J —— 2 — lleidete 9 q0n * den artige em foſtlice dig, Holſten deines Hanz en. So 50 wo ein Ka und bewuß wieder zu ſig un Ju nue ſtoren laſſeg u nich doden noniere eine mit ſichtbare nitten und iz n ganz co. aten:„Her ins ſo'n ſchön eb Rabener a de Zeilen: J. Hofraithe des hieſigen Bürgers Chriſtian Vogt ges ihrer Verbindung im Wege ſtehe.—„Das zweite Hin⸗ jerniß iſt, daß ich ſchon eine Frau habe!“ ſagte der Laufmann. Ein Schulmeiſter fragte ſeine Schuler nach den Bei⸗ amen Friedrich II. Sie waren alle genannt, bis auf die Bezeichnung: der Einzige. Um ihnen auf die Spur zu elfen, hob er ſeinen Daumen empor. Schnell rief ein zunge:„Friedrich der Däumling.“ In dieſen Tagen iſt in Berlin der ſonderbare Fall korgekommen, daß ein Mann, der ſich ſtets durch einen roßen Hang zur Ordnung und Pünktlichkeit ausgezeichnet atte, der Polizei ſelbſt den beabſichtigten Selbſtmord an—⸗ keigte. Er ſchrieb folgende Meldung und ſchickte ſie an den 223 Viertelcommiſſär:„Ich ziehe ſo eben von unten nach oben.“ Als man ſich näher wegen der ſeltſamen Anzeige erkundigte, fand man den Anmelder als Leiche; er hatte ſich aufgehängt. f Im Jahre 1772, am 18. Januar wurde unſer Schil⸗ ler in das Militär-Inſtitut auf dem würtembergiſchen Luſt⸗ ſchloſſe Solitüde als Schüler aufgenommen. In der Auf⸗ zählung ſeiner wenigen Habſeligkeiten, die er in dieſe An⸗ ſtalt mitgebracht, findet ſich aufgezeichnet:„An Geld— 43 Kreuzer.“ Ein Gefangener der Inquiſition bat einen Pater um Gotteswillen, ihm Nachricht zu verſchaffen, weßhalb er denn eigentlich verhaftet ſei.—„Es ſchickt ſich gar nicht, daß Ihr ſo neugierig ſeid!“ entgegnete der Pater. ekanntmachungen von Be— hoͤrden. u ααι Immobilien-Verſteigerung. 985) Donnerſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ ittags um 10 Uhr, wird die nachbeſchriebene ag. 10. No. 56. Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus und zwei Ställen, neben Johannes Steinhäußer und Johannes Bechſtein, n dem hieſigen Rathhauſe, öffentlich meiſtbietend unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1851. Abgang aus Friedberg: täglich 7 Uhr Abends. Das Perſonengeld beträgt bei 30 Pfund Freigepäck zwiſchen Homburg und Friedberg 40 kr. und von den Unterwegsorten im Verhältniß. Frankfurt a. M. den 9. Juli 1851. Bekanntmachung. (1192) Vom 13. d. M. an wird eine Perſonen-⸗Poſt⸗Verbindung zwiſchen Homburg und Friedberg in folgender Weiſe unterhalten werden: Abgang aus Homburg: täglich 9 Uhr Morgens. Ankunft in Friedberg: 10 Uhr 40 Minuten Vormittags zum Anſchluß an den um 11 Uhr 43 Minuten nach Langgöns abgehenden Eiſenbahnzug. Ankunft in Homburg: 8 Uhr 40 Minuten Abends. General⸗Section der Großh. Heſſiſchen Poſten Freiherr v. Dörnberg. vdt. Kölle. Frau hungen In Auftrag verbeirathen e 2 70 er roßh. Heſſ. Bürgerme künftige uu 5 ch ſteigt na ale wir b Edictalladung. g Die Ablöſung der dem Herrn Fürſten zu Solms⸗ zu nehmen Braunfels in der Gemarkung Dorfgill zu⸗ ohne daß di ftehenden Grundrenten. (1137) Die rubricirten Grundrenten, ihrem unter„Ein. Ahrlichen ſummariſchen Geldwerth nach, zu ͤchſicht auf 1 Fünfzehn Gulden 10% Kreuzer geſchätzt und 5 dem jüngſten Bezug nach, dem Herrn Fürſten der Bürge Ferdinand zu Solms⸗Braunfels zuſtehend, ſollen 1g von Tele, abgelöst werden. Wer etwa weiter Anſprüche zu haben ver⸗ ſondon, ul meint, hat ſolche ſogewiß binnen zwei Monaten * dahier geltend zu machen, als ſonſten das zu ae Karl I. Zweihundert Dreiundſiebenzig Gulden bios Kreu⸗ nech nich zer zwei Heller berechnete Ablöſungskapital an bie Köniſt den genannten Herrn Fürſten verabfolgt wer⸗ a den wird. 1 HpPungen den 5. Juli 1851. f eſſen Reiſegs Großh. Heſſ. Landgericht nermädchs Hofmann. m vor, Il Edictalladung. das ab, u. Die Ablöſung der dem Herrn Grafen zu Solms⸗ reich gend Laubach in der Gemarkung Inheiden zuſtehen⸗ 1/ rief! den Grundrenten betreffend. n ine,(1136) Die bezeichneten Grundrenten im genung, jährlichen Betrag don Einhundert ſieben und u Spitzbub zwanzig Gulden 46 ¾ Kreuzer ſollen abgelöſt MN ona“ werden. Dieſelben ſind erſt durch Allodification völbabe der Erbleihqualität und Erbleihgefälle der ſoge⸗ 1 an nannten Riedmühle bei Inheiden entſtanden und 6 bel fall, ſind bis jetzt noch von niemanden bezogen wor⸗ delichel 90 den, gehören jedoch dem genannten Herrn Grafen. en Au Wer nun etwa weiter Anſprüche zu haben „ e vermeint, hat ſolche ſogewiß binnen 2 Monaten . dahier geltend zu machen, als ſonſten das Ab⸗ „ ine, loſungskapital, von Zweitauſend Dreihundert in den in, Solden mit, Ausſtänden an den Herrn Grafen zum.“ Otto zu Solms-Laubach verabfolgt werden wird. Hungen den 5. Juli 1851. a Gr, Heſſ. Landgericht Hofmann. Immobiliar-Verſteigerug. (989) Donnerſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das nachbeſchriebene Grundſtück des hieſigen Bürgers Georg Rauſch I., nämlich: Gemarkung Stadt Friedberg. Pag. 211. No. 31. 350[◻Klftr. oder 178 Ruthen Garten in der 16. Gewann an Friedrich Jacob Oberländer, öffentlich meiſtbietend unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Burgermeiſter Bender. Oeffentliche Aufforderung. (1099) Eliſabetha und Margaretha Hoffmann beide Töchter des Johannes Hoff⸗ mann J. von Hochweiſel, und beide ſeit län⸗ geren Jahren abweſend, unbekannt wo, werden hierdurch auf Anſtehen ihres Vaters aufgefordert, zur Auseinanderſeßung ihres mütterlichen Ver⸗ mögens binnen einer Friſt von 6 Wochen zu⸗ rückzukehren oder einen Bevollmächtigten ſo ge— wiß zu ſtellen, als dies ſonſt auf ihre Koſten und Gefahr von Gerichtswegen geſchehen, und die Beſtätigung der betreffenden Urkunden ver⸗ fügt werden wird. Butzbach den 23. Juni 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Oeffentliche Aufforderung. (1160) Nachdem Karl Schneider von Södel ſeine ſammtlichen, daſelbſt gelegenen, Immobi⸗ lien verkauft hat, um ſich anderwärts nieder⸗ zulaſſen, ſo werden deſſen bekannte wie unbe⸗ kannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen binnen 4 Wochen von heute an dahier anzuzeigen, widrigenfalls ſie keine Berück⸗ fichtigung bei Beſtätigung der Kaufbriefe resp. Verwendung der Kaufſchillinge zu erwarten haben. Friedberg den 27. Juni 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Dr. Irle. v. Preuſchen. Steckbrief. (1193) Die mangelhafte Beſchaffenheit des biefigen Arreſtlocals hat die abermalige Selbſt⸗ befreiung eines Inhaftirten aus ſolchem er— möglicht. a In der ſtürmiſchen Nacht vom 10. auf den 11. Juli iſt der wegen Landſtreicherei dahier inhaftirte, außerdem der Theilnahme an mehreren in Cob— lenz, Rhenſe und Meſenich mittelſt Einſteigens zur Nachtzeit verübten Diebſtähle dringend ver⸗ dächtige Heinrich Hartmann von Erbach, im Herzogthum Naſſau, in Folge gewaltſamen Ourchbruchs aus dem hiefigen Arreſtlocal ent— wichen. Indem wir ein Signalement des Entwichenen nachſtehend folgen laſſen und dabei bemerken, daß derſelbe bei ſeiner Entweichung einen ärari⸗ ſchen grauen, blau und roth geſtreiften Teppich mitgenommen hat, erſuchen wir alle Juſtiz⸗ und Polizeibeamten, den Entwichenen im Betretungs⸗ falle zu arretiren und anher abzuliefern. Rödelheim den 11. Juli 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Signale ment Alter: 31 Jahre. Größe: 6 Fuß 9 Zoll. Haare: blond. Stirne: etwas breit. Augenbraunen: blond. Augen: grau. Naſe: ſpitz. Mund: proportionirt. Bart: ein rother, um das Kinn gezogener Backenbart. Kinn: rund. Geſichtsfarbe: etwas bleich. Statur: ſchlank. Beſondere Kennzeichen: keine. Kleidung: 1 ſchwarztuchene Schildkappe. 1 ruſſiſch grüner Rock. 1 Merinohalsbinde. 5 1 braune geköpperte ſommerzeugene Hoſe, 1 Paar Schnürſtiefel. 8 a Zur Beglaubigung Sames. Bekanntmachung. (119) Die auf den 31. Juli d. J. anbe⸗ raumte Verſteigerung eines Grundſtücks des hieſigen Bürgers Johannes Koch, laut Inſerat 986 in Nr. 51. des Friedberger Int.⸗Blattes, wird hiermit zurückgenommen Friedberg den 14. Juli 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1195) Es ſoll die Lieferung von 18 Ellen Tuch im Werthe von 2 fl. 54 kr. die Elle, 13½ Ellen Tuch im Werthe von 2 fl. 26 kr. die Elle, ö und von 14 Mützen zur Uniformirung des Bahnperſonals vergeben werden, wozu Luſttra⸗ gende ihre Forderungen mit Muſter längſtens bis zum 20. d. M. bei dem Unterzeichneten einreichen wollen. Friedberg den 12. Juli 1851. Der Gr. Bahn⸗Inſpector Hochge ſand. Bekanntmachung. (1190) Da mit nächſtem die hieſige Gemein⸗ dejagd wieder leiyfällig wird, ſo ſoll dieſelbe Samſtag den 19. d. M., Morgens 8 Uhr, anderweit verpachtet werden. Pachtungsfähige Liebhaber werden hierzu eingeladen. Obermörlen den 14. Juli 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter König: Pflaſter., Maurer⸗ und Schreiner- Arbeits⸗Verſteigerung. (11977) Dienſtag den 22. Juli l. J., Mit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf Ort und Stelle: das Anfertigen von 1,60[OKlafter Pflaſter⸗ arbeit, Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 16 fl.— kr Maurerarbeit 5 e Steinhauerarbeit 15„ A Weiß binderarbeit 75„ 7 ſodann das Anliefern von 1,5 O Klafter Kies und 2 Bütten Kalk, ſowie das Wegbringen des Schuttes und Kiesmeſſen, öffentlich verſteigert werden. Niederrosbach den 12. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. Privat⸗ Bekanntmachungen. Ruſſen⸗Backſteine (1147) ſind von heute an in dem Holzlager zu Niederwöllſtadt zu verkaufen und wird auf Verlangen Zahlungsfriſt bewilligt. Niederwöllſtadt den 9. Juli 1851. 3 fl. 30 kr. Belohnung (1198) erhält Derjenige, welcher eine auf dem Wege von dem kurheſſiſchen Chauſſeehaus bis Nauheim verlorene lederne Geldtaſche mit oder ohne deren Werthinhalt von circa 20 Gul⸗ den zurückgibt. Die Geldtaſche iſt mit dem Bilde, die Stadt Bonn darſtellend, geziert und enthält außerdem ein Schlüſſelchen. L. C. Trapp, Nachfolger, „Hotel Trapp.“ Eine halbe Scheuer (1199) hat zu vermiethen Joh. Falck. 224 0 Deutſcher Phönir, Verſſcherungsgeſellſchaft in Frankfurt a. N Grundkapital Fünf und eine halbe Million Gulden. (510) Dieſe Geſellſchaft verſichert gegen Feuersgefahr Mobilien aller Art, Vieh, Erndtevorräthe u. ſ. w. zu den billigſten Prämien... Proſpecte und Antragsformulare ſind gratis bei dem unterzeichneten * Hauptagenten, der zum Abſchluß von Verſicherungen ermächtigt iſt, in Empfang zu nehmen. e 5 Friedberg im März 1851. ö H. Hahn. (810 approbirte arom.⸗med. Kräuker⸗Seife iſt das beftgeeignetſte Mittel gegen Som- 2 räuter Seife Dr. Vorchardtis Teint und erhält denſelben in lebensfriſchem Anſehen; ebenſo eignet ſie ſich ganz vor⸗ S ziglich für Bäder. 1 „Haupt Kirſchenfeſt im Oſſenheimer Wäldchen (1200) wird Sonntag den 20. d. M. ſtattfinden, wobei zum Vergnügen der Luftſchiffer, Herr Brier einen ſchön verzierten Rieſen-Luftballon ſteigen läßt, in welchem ein Kirſchenkuchen unter obligater Muſikbegleitung die Luftfahrt mitmacht, Der Ballon hat die Beſtimmung, den Kirſchenkuchen der Induſtrie-Ausſtellung aus diesjährigen Frühlings⸗Kräutern erzeugt, ift in anerkannter Vortrefflichkeit in Friedberg nur bei dem Kaufman P. F. Schmiliner(à Original- packetchen 6 Sgr.) zu haben. Diete von dem Hohen Königl. Preuß Miniſterium der Medicinal- Angelegenheiten merſproſſen, ginnen, Hitzblattern, ſowie gegen ſpröde, trockene und gelbe Haut, ſie trägt zur Erfriſchung und Stärkung der Haut weſentlich bei, verſchönert und verbeſſert den nach London zu überbringen. Während des Aufſteigens ſpielt die Muſik das berühmte: „Sie ſollen ihn nicht haben“. Dieß iſt noch nie geſehen worden, weder im Süden noch im Norden. Aehle. Bekanntmachung. (1201) Donnerſtag den 17. und Freitag den 18. Juli, Vormittags um 8 Uhr, wollen die Erben des dahier verſtorbenen Philipp Reuß folgende Gegenſtände erbvertheilungshalber in ihrer Wohnung einer freiwilligen Verſteigerung gegen gleich baare Zablung an den Meiſtbie⸗ tenden ausſetzen, als: 10 115 Pferd, ſchwarz mit Bläß, 16 Jahre a 2) 2 vollſtändigen Wagen mit eiſernen ren, 3) ſämmtliches Pferdegeſchirr, 4) eine Fruchtfegemühle, 5) eine Kelter mit Stumpftrog, 6) Tiſche, Stühle, Bänke, Bettſtellen und ſonſtiges Hausgeräth, 7) Weißzeug und Kleidungsſtücke, 8) allerlei Küchengeräthſchaften, 9) allerlei Handwerksgeſchirr, 10) ein Pflug und eine Egge, 11) altes Eiſen, 12) Flachs und Garn Dorheim den 11. Juli 1851. Die Erben des Philipp Reuß III. 650 Gulden 4202 Vormundsgelder liegen zum Aus⸗ leihen bereit bei Georg Adam Ewald in Oberwöllſtadt. Ruſſenſteine (1203) ſind bei Unterzeichnetem ſtets zu ver⸗ kaufen Oberwöllſtadt. Brotzler. Verſtel gerung. (1204) Montag den 28. Juli, Morgens 9 Ubr, wollen die Erben der Philipp Hofmann's Wittwe in deſſen Behauſung folgende Gegen⸗ ſtände einer freiwilligen Verſteigerung ausſetzen, als: Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsſtücke, Tiſche, Stühle, Schränke, Bettladen, Kommode, Zinn, Kupfer und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Friedberg den 14. Juli 1851. 9 In Auftrag: Ch. Hoffmann. Friſcher Weißrübenſaamen (1205) iſt zu haben bei Friedberg. Johannes Supp. Warnung. (1206) Ich warne hiermit Jedermann, dem Ed. Perrin aus Darmſtadt, welcher in Auftrag des Unterzeichneten Geſchäfte halber die Provinz Oberheſſen hatte bereiſen ſollen, ſeinen Auftrag aber nicht erfüllt, ſondern das ihm ge⸗ ſchenkte Vertrauen mißbraucht hat, irgend etwas auf meinem Namen zu ereditiren, da ich für gar nichts hafte und alle Geſchäfte, welche der⸗ ſelbe in meinem Namen abgemacht oder ab⸗ machen will nicht annehme, alſo hinſichtlich der f Geſchäfte keine Verbindlichkeit habe. Darmſtadt den 11. Juli 1851. Philipp Reiß. Schuldſcheine (1207) für Gemeinden ſind vorräthig bei C. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedber g. Eine wahr 9 Die e ben dunkeln ein junger Jeine Kleider ſchwarzen man konnte dem dunkeln Lebhaftigkeit an Kummer on;— er en gallaſt; Mauern entz allen Moſche breitete die villa, und die vergolde die Dunſim an, ein S dunkel einer gegen den 2 Soutane, halten, fiel bedeckte zur Muangekor war, der lige behie