l derg e Suadtirhe 855 end. der Stadtkircht * 79 1 der Burgkirch * Seel. 1. der Burgkirche: W 2 88. — 28 4 Mai. Nu Taxe und Butzbach 16. Mai. Fried Buß⸗ berg. bach. Keen genz- Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 14. Mai 1831. Spieler. Nach dem Franzöfiſchen. (Schluß.) 2. Mit dem Schlage eilf Uhr trat ich wieder in Mr. Der Ein Lebensbild. Clemens Spielzimmer und fand abermals Capitän Carlo mit gefalteten Händen ängſtlich harrend am Tiſche ſitzen. Er blickte unverwandt auf die Thüre, als erwarte er Jemanden; denn der ruſſiſche Oberſt war noch nicht da. Bald nach mir kam er indeß, anſcheinend betrunken, ſetzte ſich an den Tiſch und ſtierte gierig auf das Gold, das in Haufen vor ihm lag. Capitän Carlo ſchien ihn mit dem größten Intereſſe zu betrachten; allein der Ruſſe hatte für nichts Anderes Augen, als für das Spiel und die Gold— haufen, die vor ihm auf dem Tiſche lagen. „Faites votre jen,— le jeu est fait!“ ſagte der Croupier und wollte eben die Karten miſchen, als der Ruſſe mit wilder ungeſtümer Stimme rief:„Hundert Napoleons auf Roth!“ Der Croupier hielt inne und ſah den Obriſten an; da dieſer aber kein Geld auf den Tiſch legte, ſagte er kaltblütig:„Um Vergebung, mein Herr! Sie müſſen das Geld einſetzen!“— Der Oberſt ſchien ſehr betroffen, ward abwechſelnd leichenblaß und feuerroth und ſuchte vor Ent⸗ rüſtung lange vergeblich nach Worten.—„Wie können Sie es wagen, ſo mit mir zu reden?“ fragte er endlich, wandte ſich dann zum Gehen und ſetzte leiſer hinzu: „Nachdem ich geſtern eine ſo bedeutende Summe an Ihrer Bank verlor, hätte ich nicht erwartet, daß Sie mir, weil ich zufällig meine Börſe vergeſſen, einen ſo unbedeutenden Credit verſagen würden!“ In dem ganzen Betragen dieſes Mannes und beſonders in dem Tone, womit er dieſe Worte ſprach, lag Etwas, das auch bei den übrigen Gäſten die Luſt am Spiele niederzuſchlagen ſchien. Einer um den Andern verließ das Zimmer, und ehe ich mich deſſen verſah, war ich noch der einzige Fremde, der zu⸗ rückblieb. Capitän Carlo war offenbar zerſtreut und ängſt⸗ lich und erwiderte einige eigentliche Bemerkungen, die ich machte, verkehrt; denn ſeine Gedanken waren anderswo. Da binnen mehr als einer halben Stunde keine neuen Gäſte mehr gekommen waren und ich nicht ſpielte, ſo wollten die Eroupiers eben ihre Kaſſen und Geräthſchaften einräumen und ich nach meinem Hute greifen, als die Thüre plotzlich wieder aufging und der Oberſt wieder ein⸗ trat. Aber welche Veränderung war mit ihm vorgegangen! wie ſah er aus! Seine Zuͤge waren bleich und verſtört, ſeine Lippen kreideweiß; ſein Haar hing ihm verwirrt und unordentlich um die Stirn; ſeine rechte Hand ſtak in ſeiner Bruſt; er zitterte heftig und ſein gläſerner, er— loſchener Blick wanderte ſcheu und unſtät umher. Er ſchien einen Verſuch zu machen, ſich zu ſammeln und wie— der aufzuraffen, verlangte Champagner und trank Glas auf Glas ſo raſch, als ihm der Diener eingoß. Der Trank ſchien ihn wieder nüchtern zu machen, und der Croupier miſchte von Neuem die Karten, als ob er den Fremden über ſeine Abſichten ſondiren wollte.„Heben Sie die Karten gefälligſt ab, wenn's beliebt!“ ſagte er. „Noch einmal Roth!“ rief der Oberſt, zog die Hand aus der Bruſt und legte ein prächtiges Armband auf den Tiſch von unverkennbar hohem Werthe.»Es iſt hundert— tauſend Franken unter Brüdern werth!“ fuhr er zum Croupier gewandt fort;„nun, wo iſt denn jetzt Ihr Muth, mein ſchöner Herr, der mir vor einer halben Stunde die elende Summe von hundert Napoleons verweigerte? fürchten Sie ſich etwa oder konnen Sie meinen Einſatz nicht decken? Capitän Carlo öffnete ruhig und ohne ein Wort zu reden eine vor ihm ſtehende kleine Caſſette, nahm daraus Banknoten bis zum Werth von hunderttauſend Franken und legte ſie gleichmüthig neben das Armband. Das Spiel begann.„Schwarz gewinnt!“ rief der Croupier und ſchlug um. Der Oberſt hatte abermals verloren, und das werthvolle Armbaud war nun Eigenthum der Bank. Das Blut erſtarrte mir in den Adern, als ich in dem Geſchmeide das Armband der jungen Dame erkannte, welche am Tage zuvor unſere Reiſegefährtin auf der Eiſenbahn geweſen war. Mir ſchwindelte, und ich mußte mich am Tiſche halten, um nicht umzuſinken, und halb ohnmächtig vor Staunen und Aufregung wollte ich eben meinen Hut ergreifen und mich aus dem Salon entfernen, um mich in der freien Luft zu erholen, als mich die Stimme des Capitän Carlo wieder an die Stelle bannte. „Herr Oberſt,“ ſagte er zu dem Ruſſen,„ich weiß, Sie ſind nicht mit baarem Gelde verſehen. Weun Sie aber dieſes Taſchenbuch voll Banknoten von mir als An— lehen annehmen wollen, ſo können wir ja morgen mit einander abrechnen!“ Was mochte ihn wohl dazu beſtim— men, eine ſo peinliche Scene noch zu verlängern? i Das Anerbieten ward angenommen, ſo befremdlich und räthſelhaft mir es auch ſchien; das Spiel begann — 152— von Neuem, und ich brauche wohl kaum zu ſagen mit welchem Erfolg— in wenigen Minuten war Alles ver- loren. 5 „Wir wollen nun quitte ou double ſpielen!“ ſagte der Colonel in einem Anfall äußerſter Verzweiflung. Aber der Bankhalter ſchüttelte weinend den Kopf. „Nein,“ ſagte er,„ich will nicht mehr weiter ſpie— len! Die Summe, die Sie mir bereits ſchulden, iſt ſchon weit größer, als ihr Vermögen noch iſt. Indeſſen will ich doch unter Einer Bedingung mit Ihnen ſpielen: ich will dieſe Summe noch verdreifachen, wenn Sie Ihre Gemahlin als Einſatz oder Pfand geben!“ Bei dieſen Worten ſtieß der unglückliche Spieler einen Schrei aus, ſo gräßlich, ſo herz- und ohrzerreißend, wie wohl kaum je Einer in einem Tollhauſe gehört wor— den war. Nie, niemals werd' ich ihn vergeſſen! Er ſtel rücklings in ſeinen Stuhl zurück, ſein Haar ſtand ihm zu Berge, kalter Schweiß perlte auf ſeiner Stirne, und ſein ganzer kräftiger Körper zitterte wie Espenlaub. Er ſchien zuſammenbrechen zu wollen, als er von ſeinem Stuhle aufſtand; dann aber erfaßte er den Tiſch mit beiden Hän⸗ den, ſtieß ihn mit beinahe übernatürlicher Kraft und Hef— tigkeit von ſich und wankte aus dem Zimmer. Ich war zu tief erſchüttert, als daß ich den Eindruck hätte ruhig beobachten können, welchen dieſe unheimliche Scene auf den Capitän Carlo machte. Dieſer ſtand raſch vom Stuhle auf und rief, ohne zu bemerken, daß ich hin— ter ihm ſtand, zu meiner größten Verwunderung in einem Tone, worin die tiefſte Rührung ſich ausſprach:„Arme, unglückliche Julie! mein armes Kind! Er liebt ſie alſo noch immer, und es iſt noch nicht Alles verloren! Ihre Ehre iſt ihm noch heilig— er kann noch gerettet werden!“ Dann wandte er ſich um, erblickte mich und fuhr zitternd fort:„Ich habe die tiefe Theilnahme wohl bemerkt, die Sie, mein Herr, an dieſem unglücklichen Manne nehmen! Sie haben nun ſelber geſehen, daß noch nicht jeder gute Funken in ihm erloſchen iſt. Noch liebt er ſeine Frau und möchte ihren Namen nicht in die ſchmachvollen Thaten eines Spielerlebens verwickelt ſehen. Nein, nein! er iſt noch nicht verloren! Er kann noch immer wieder Glück und Reichthum finden. Der geſtrige und der heutige Abend und meine Handlungsweiſe haben ihn von ſeiner aberwitzigen Leidenſchaft geheilt... Ich bin Ihnen, mein Herr,“ fuhr er darauf, zu mir allein gewendet, leiſer fort,—„einige Aufklärungen ſchuldig, ohne welche Ihnen das Geſchehene und Miterlebte ein Räthſel ſein würde. So erfahren Sie denn, daß dieſer unglückliche Spieler der Gemahl meiner einzigen Tochter iſt, von welcher mich, wie von meinem theuren Vaterlande eine lange Verban— nung trennte. Dieſe Verbannung und die Verfolgung, welcher ich ausgeſetzt war, zwangen mich ſogar, ſelbſt vor meinen theuerſten Angehörigen geheim zu halten, daß ich noch und an welchem Orte und unter welchem Namen ich lebe. Ich hatte ein ziemliches Vermögen auf der Flucht geborgen, und es war mir in meiner Verbannung gelungen, durch Sparſamkeit, Mäßigkeit und Fleiß dies noch zu ver— mehren. Endlich gelang es meinen Bitten und dem Ein— fluß der Freunde und Fürſprecher, welche mir mein Ver— mögen erwarb, die Verzeihung meines großmüthigen Kaiſers für mich zu erwirken, und mit unnennbaren Glückesahnungen kehrte ich in mein Vaterland zurück, um nach langjähriger Trennung meine Tochter wieder an mein Herz drücken zu können. Allein zu meinem namenloſen Schmerz erfuhr ich bei meiner Heimkehr, was für ein tückiſcher Dämon den Gemahl meiner Tochter beherrſche und in welches Unheil ſeine blinde, zügelloſe Spielwuth ihn und mein Kind ge— bracht habe. Niemand kannte ihren Aufenthalt oder wußte, was aus ihnen geworden war; aber gleichwohl gelang es meiner unermüdlichen Bemühung, ihre Spur aufzufinden, und das, was ich von ihrem Schickſale hörte, war ganz geeignet, meine Beſorgniſſe um mein Kind und meinen Eifer, ſie wieder aufzufinden, noch zu ſteigern. Ich ge— wann bald die Ueberzeugung, daß mein Einſchreiten ſo lange keinerlei Erfolg verſpreche, bis er Alles verloren habe. Seine Ländereien waren ſchon ſeit lange verkauft worden; aber ich war ja reich und konnte im geeigneten Zeitpunkte ihm Alles wieder erſetzen. Da ich wußte, daß er nach Paris kommen würde, beeilte ich mich, den Charak⸗ ter eines Eigenthümers dieſes Spielſalons anzunehmen, in der Hoffnung, auf dieſe Weiſe und dadurch, daß ich ihn um unbeſchränkte Beträge ſpielen ließ, jenen erſehnten Augenblick zu beſchleunigen, wo ich in Erfahrung bringen würde, daß er ſein Allerletztes auf's Spiel geſetzt und verloren habe. Dann wollte ich mich zu erkennen geben, meine Kinder wieder aufnehmen und ihnen eine neue ge⸗ ſicherte Stellung im Leben ſchaffen. Dieſes Armband, mein Herr, enthält das Bildniß meines angebeteten Wei⸗ bes, von welchem es auf meine Tochter vererbt worden war. Ich kenne meine Julie allzugut, um nicht zu wiſſen, daß ſie dies Geſchmeide nur im alleräußerſten Nothfall weggeben würde! Sehen Sie nun, was die Liebe über die Arme vermocht hat. Sehen Sie überhaupt, was die diebe thut! Sie hat ihm den letzten Schatz geopfert, den ſie beſaß, um ſeinen beleidigten Stolz zu ſchonen, und er hat ſich geweigert, ihren Namen in einem unrechtmäßigen Beginnen zu compromittiren. Alſo lieben ſie einander noch, und Alles kann noch gut gehen. Ol rief der alte Mann und Thränen ſtanden ihm in den glanzloſen Augen, o, daß es doch ſchon morgen wäre, daß ich mein Kind umarmen und ihm ſeine Ruhe, ſeinen Gatten, ſeinen Wohlſtand wiedergeben könnte, daß ich ihm allen Kummer verziehe, den er mir verurſacht hatl⸗ „Wenn's nur das iſt,“ ſagte ich zu dem Capitän, von einer bangen Ahnung und Unruhe bedrängt,„wenn Sie nur wiſſen wollen, wo Sie Ihre Tochter ſinden kön⸗ nen, ſo kann ich Ihnen helfen. Ich weiß, wo ſie wohnen; laſſen Sie uns ohne Säumen ſie aufſuchen!,— Ein Miethwagen brachte uns ſchnell in mein Hotel garni. „Iſt der Oberſt Graf Z. zu Hauſe?“ fragte Capitän Carlo haſtig den Portier des Hotels. „Plait-il?“ fragte dieſer. „Dieſer Herr wuͤnſcht zu wiſſen, ob der Gemahl der Balkonzimmer wohnen, Dame, welche neben mir in dem zu Hauſe ſei,“ fragte ihn; denn ich vermuthete, daß der Oberſt unter einem fremden Namen hier wohne. „Nein, er iſt ausgegangen,“ war die Antwort. „Und ſeit wann? iſt er ſchon lange weg?“ darauf wieder, verſetzte der Portier. ihn noch nicht wieder zurückkehren.“ „Gehen wir hinauf!“ drang ich in den alten Herrn. „Die Gräfin ſcheint zu Hauſe 10 ſein./ 1 0 be⸗ flügelte die Schritte des greiſen Vaters. Kaum konnte ich ihm mit dem Lichte folgen. Bald ſtanden wir vor der Zimmerthüre, und Capitän Carlo pochte; aber Alles blieb ſtill. Wir pochten abermals und lauter, und die einzige Antwort, die wir vernahmen, war das klägliche Winſeln eines kleinen Hundes. Die Thür war verſchloſſen; aber kein Schlüſſel ſteckte von innen. Wir verſchafften uns einen Hauptſchlüſſel und ließen öffnen. Mit zitternden Händen nahm mir der Greis das Licht hinweg und trat ein. Das Zimmer war dunkel; der Hund bellte. Inſtinkt⸗ mäßig folgte ich dem Capitän. Da näherte er ſich dem „Seither ſah ich Belle, und— o Schauder über Schauder! welch' ein — — = ese Ledenſch 2 Monats- Be Für obige bud weiden herd welt, daß det Düaburg, im La Dr Sch Offenbach(il. rum 1 fl. d. 1 Bekanntn Hofrai 164% Freie 10 Uhr, wird uhe der hieffge Vannes Koch ſchen Neat, als: Wohn d Gärſchen, b öriedberg den ö Du 0 N ain Se 181) Freit, Rittags um 9 J Ureau dahler d das Wuſätte ſffentliche Verft s dend ˖ „Er kam um eilf Uhr nach Hauſe und ging bald ee Schreinerard 2 Glaßerarbeit i Seenglerarb. Weißbindera 9 die Zerligun, ſerrahmen a 0 9 zu d Voran dingungen 10 ehen werden. * gelang K 1 aufſufiden, im geeigneten wußte, daß „den Charak, anzunehmen, urch, daß ich den erſehnten drung bringen 1 geſctzt und kennen geben, eine neue ge⸗ ſes Arnband, ebeteten Wei⸗ ererbt worden cht zu wiſſen, ten Nothfall die Liebe über pt, was die geopfert, den benen, und er iurechtmaßigen ſie einander tief der alte loſen Augen, daß ich mein arten, ſeinen len Kummer em Capitan, ingt,„wenn t finden kon⸗ ſie wohnen; hen!/— Ein tel garni. ragte Capitän 1 Gemahl der met wohnen, dete, daß der bne. Antwort. e920 1b ging bold aher ſah ich liche Winſeln es K ſ0 ünzige ke Frau auf dem Bette, im Blut gebadet, das aus einer tefen Wunde in ihrem Arme gequollen. Blaue Flecken in einem tadellos ſchönen Hals deuteten an, daß das Kind des vornehmen Polen— erwürgt worden ar. Kraftlos, ohne Beſinnung ſtürzte der Vater über de Leiche ſeiner Tochter. Armer Vater! dafür alſo hatte Dir das Schickſal Dein Leben gefriſtet und Deine Habe erhalten?.. ſen Tag, nachdem der Leichnam der Gräfin Julie ohne Gepränge auf dem Kirchhofe des Montmartre der Erde K ürückgegeben worden war, brachte die Polizei den ent— ale. Spieler auf. Er war wahnſinnig geworden, eil er ſich dem Teufel des Spiels allzu zügellos ergeben! zn einem Irrenhauſe ſieht er ſeiner Aufloͤſung entgegen, pährend der Vater der Gräfin, den Tod im Herzen, in ſin Vaterland zurückkehrte. Entſetzliche Warnung für den Spieler! Ein Beiſpiel mehr, welche gräßlichen Opfer deſe Leidenſchaft verlangt!— Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Für obige Anſtalt gingen im Monate März folgende Gaben ein und werden hierdurch mit herzlichem Danke beſcheinigt, dabeiz wird be⸗ gerkt, daß der 10. Zögling, ein Jüngling aus Dieburg, Reg.-Bez. Dieburg, im Laufe des Monats eingetreten iſt. Dr Schatzmann in Darmſtadt 7 fl. 44 kr.; d. Hrn. Lebeau in dffenbach(Frl. Diehlers Schule) 1 fl.; Hr. Cand. Schmidt in Viel⸗ unn 1 fl.; d. einen Geſchwornen in Gießen geſammelt 1 fl.; Ungen. ä 153 ö ſirchterlicher Anblick bot ſich meinem Auge! Entſeelt lag 48 kr.; nachträglich von einer Verlooſung in Gießen 58 kr.; d. den evang. Verein zu Frankfurt a. M. 3 fl. 48 kr.; d. die Red. d. Offenb. Wochenbl. 8 fl. 6 kr.; Hr. Pfarrvik. M. aus H. 1 fl.; M. Arns zu Rödelheim 1 fl.; Hr. Gottſch. Simon zu Fauerbach 1 fl.; Hr. Sp. 18 kr.; Fr. Herle, geb. Günther zu Frankfurt a. M. 8 fl. 45 kr.; Pfarrer Fuhr von Oberrosbach 48 kr.; Ungen. in Offenbach 1 fl.; d. Hrn. Pfr. Kraus zu Arheiligen 42 kr.; F. R. zu Nidda 1 fl.; Hr. Pfarrer Habicht zu Echzell 1 fl.; Hr. Lehrer Pabſt 1 fl.; Hr. Bürgerm. Möbs in Get⸗ 55 1 15 5 228 f Langsdorf in Nidda 1 fl.; d. den An⸗ altscollecteur Ple. 20 kr.; Hausbüchſe 3 fl. 25 5. ſammtſumme 274 fl. 54½ kr. 0 4 f r Friedberg den 1. April 1851. J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden-Anſtalt. Aufruf. Der geſtern im Bahnhofe zu Niederwöllſtadt verun— glückte Conducteur Lenz von hier hinterläßt eine äußerſt troſtloſe und kranke Wittwe nebſt einem unerzogenen Sohne. Da dieſelbe ganz ohne Vermögen iſt und auch nicht einmal Anſpruch auf Wittwengehalt hat, ſo iſt ſchleunige Hülfe höchſt nöthig.— Zur Empfangnahme milder Gaben fur genannte Wittwe erklären ſich die Unterzeichnen bereit. Friedberg den 9. Mai 1851. Dieffenbach, Profeſſor; Cronenberg, Land— gerichtsdiener; Hartmann Walz II.; J. Stein— häuſer, Bäcker; Hatteroth, Kaufmann; Hoff— mann, Hauptmann; Mayer Hirſch, Kauf— mann; Wahl, Apotheker; Trapp II-, Advokat. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c ν νει Hofraithe-⸗Verſteigerung. (6444) Freitag den 30. Mai, Morgens um 10 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe die Hof⸗ nithe der hieſigen Bürger und Bierbrauer Jo⸗ hannes Koch'ſchen Eheleute meiſtbietend verſtei⸗ gert, als: Wohn- und Brauhaus nebſt Stallung ud Gärtchen. a Friedberg den 14. April 1851. ö In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗ Bahn. Section Gießen. 6510 Freitag den 16. d. M., des Vor⸗ ittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Sections⸗ büreau dahier die nachbenannten Arbeiten für das Werkſtättengebäude im Bahnhofe durch öffentliche Verſteigerung an die Wenigſtneh— menden loosweiſe in Accord gegeben werden: 0 Schreinerarbeiten, veranſchlagt zu 5760 fl. 17.2 2 H Glaſerarbeiten, 1 162„ 3) Spenglerarbeiten,„„ 1671„ Weiß binderarbeiten,„„ 5818„ ) die Fertigung von 48 Stück Fen⸗ ſterrahmen aus Gußeiſen, veran⸗ ſchlagt zu 2906„ Die Voranſchläge, Zeichnungen und Steig⸗ bedingungen können vom 12. d. M. an ein⸗ geſehen werden. Gießen am 7. Mai 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. Edietalla dung. (776) Alle, welche auf eine von Matthäus Senſel von ßlorſtadt dem Oberſteiger Sieg in Aſſenheim am 6. März 1811 errichtete, von dieſem an Heinrich Schmidt in Hanau am 25. Juli 1824 cedirte und angeblich auf niſſen Tochter Catharina Brandt, geborene Schmidt, vererbte Obligation über 120 fl. An⸗ ſprüche machen zu können glauben, werden, da die behauptete Abtragung nicht genügend nach— gewieſen werden kann, aufgefordert, ſolche in⸗ nerhalb drei Monaten von dem erſten Ein— rücken dieſer Ladung an, dahier geltend zu machen, widrigenfalls die beantragte Löſchung erfolgen wird. Friedberg den 1. Mai 1851. Großh. Heſſ. Landgericht DF Srl Bekanntmachung. (777) Mittwoch den 14. Mai l. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die Anlieferung von Turngerüſten, für die Realſchule, vervoranſchlagt zu 33 fl. 37 kr., an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 12. Mai 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobiliar-Verſteigerung. (17S) Montag den 19 Mai d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, läßt Herr Bauunternehmer Wagner, wegen Veränderung ſeines Wohnſitzes in ſeiner ſeitherigen Wohnung in der Burg dahier, nachſtehende Mobiliargegenſtände, als: 1 Sopha, eine Commode, Tiſche, Stühle, Bett⸗ ſtellen, Schränke, Spiegel, Lampen, verſchie⸗ denes Porcellan und Glaswerk, zwei Oefen mit Steinkohlenfeuerung und ſonſtige Gegen⸗ ſtände öffentlich freiwillig verſteigern. Friedberg den 11. Mai 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobiliar-Verſteigerung. (779) Donnerſtag den 22. Mai d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag der Kinder und Erben der dahier verſtorbenen Freifrau Major von Breidenbach zu Breiden— ſtein in deren früherer Wohnung bei Herrn Chriſtian Wagner vor dem ehemaligen Main— zerthor dahier, nachſtehehende Mobiliar-Gegen⸗ ſtände, als: Bettung, Kleider, Weißgerätb, Porcellan, Glas, Holzwerk, Meubles verſchie⸗ dener Art und ſonſtige Hausgeräthe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 12. April 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender Mobilien ⸗Verſteigerung. (780) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden auf freiwilligen An⸗ trag des hieſigen Bürgers Heinrich Raab in deſſen Wohnung nachſtehende Mobiliargegen⸗ ſtände, als: Tiſche, Stühle, Bettſtellen, Schränke, ein Commod, Fäſſer und Kleidungsſtäcke öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 11. Mai 1851. Ju Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (781) Montag den 19. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Batall— lonsverwaltungsraths dahier, die Umänderung von 150 Stück getragener Torniſter nach neueſtem Muſter, auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſt— nehmenden in Accord gegeben und die Accords— bedingungen können von heute an in obener— wähntem Büreau eingeſehen werden. Friedberg den 12. Mai 1851. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Aufforderung. (782) Unerachtet unſerer Bekanntmachungen vom 22. Juli und 30. September 1850 find mehrere gezogene Nummern von den beiden Anlehen der hieſigen Stadtkirche bis heute noch nicht erhoben worden. Namentlich ſind noch nicht zurückgezahlt: a) von dem Anlehen à 15,000 fl. die Nr. 38 und 76, jede zu 100 fl.; b) von dem Anlehen vom 1. Juli 1846 die Nr. 20 und 22, jede zu 100 fl.— Wir fordern deßwegen die uns unbekannten Inhaber der gedachten Nummern hierdurch wie— derholt auf, die betreffenden Capitalien obne längeren Verzug bei dem hieſigen Kirchenrech— ner, Herrn Faatz, in Empfang zu nehmen, in⸗ dem die Zinszahlung vertragsmäßig bereits aufgehört hat. ö Friedberg den 9. Mai 1851. Der evang. Kirchenvorſtand Dr. Fertſch. Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (783) Montag den 19. d. M., Vormittags um 8 Uhr, ſoll auf dem Sectionsbüreau dahier die Fertigung der Maurer⸗ und Steinhauer⸗ arbeit zu dem Viaducte an der Weglänge in der Gemarkung Leihgeſtern, veranſchlagt zu 3367 fl. ſowie die Lieferung von 435 Bütten Kalk an die Wenigſtfordernden durch öffent⸗ liche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Butzbach den 10. Mai 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeper. Main⸗Weſer⸗Bahn. (7810) Donnerſtag den 15. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden Böſchungsarbeiten an dem Bahndamme des Viadukts über das Roſenthal dahier, veranſchlagt zu 223 fl. 42 kr., unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an die We⸗ nigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 10. Mai 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Bekanntmachung. (785) Montag den 19. Mai, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Beienheimer Ge⸗ meindewald nachſtehende Holzſorten öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: 1) 63½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 29 107% 1„Stammprügelholz, M„ Stockholz, 49 215⁵ 1„ Reiſer. Beienhe im am 10. Mai 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Kapitalaufnahme. (786) Die Gemeinde Wohnbach beabfichtigt unterm 8. Juli d. J. ein Capital von 2500 fl. jedoch in kleineren Capitalien aufzunehmen. Vielſeitigen Anmeldungen zur Darleihe ſieht bis dahin entgegen Wohnbach am 8. Mai 1851.. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Logis (741) für einen einzelnen Herrn iſt zu ver⸗ 1 bei Joh. Hanſtein III. neben der oſt. Zu verkaufen. (762) Der Unterzeichnete iſt geſonnen, wegen Auswanderung nach Nordamerika, Freitag den 16. Mai, Morgens 9 Uhr, ſein Haus- und Acker⸗ geräthe öffentlich meiſtbietend zu verkaufen. Steinfurth. Peter Schmiermund. Kattun e (7187) verkauft, um damit aufzuräumen, zu außerordentlich billigen Preiſen H. Müllers Wittwe in der Uſergaſſe. Ge ſ u ch. (788) Für einen Geſellen, ſowie einen Lehr⸗ ling iſt eine Stelle offen bei Schmiedmeiſter Ph. Ritzel. — Die Frankfurter Lebens- Versicherungs- Gesellschaft (468) mit einem Grund⸗Capital von drei Millionen Gulden, leiſtet Verſicherungen zu äußerſt billigen Prämien. 5 Den auf Lebenszeit Verſicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn— Antheil von 50 pEt. oder ein Nabatt von 10 pCt. auf die Jahres- Prämie bewilligt. 5 Die Prämien können in halb- oder vierteljährigen Raten ent⸗ richtet werden.—. Die Geſellſchaft übernimmt auch Kapitalien auf Leibrenten, welch' Letztere außergewöhnlich hoch feſtgeſetzt ſind.— Verſicherungen werden durch den unterzeichneten Hauptagenten, bei welchem auch Proſpectus und Antragsformulare unentgeldlich zu haben ſind, auf's Prompteſte vermittelt. Friedberg im März 1851. H. Hahn. Tapeten (789) in den ſchönſten Muſtern und äußerſt billig, ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. David Groedel Söhne. J. B. Clemens, 5 Bleidenſtraße Ur. 16 zunächſt der Katharinenpforte in Frankfurt a. M., (790) empfiehlt ſein neu errichtetes 2 7 in 8 55 Weißen Waaren und Strumpfwaaren unter Zuſicherung billiger und durchaus reeller Bedienung. fl. 10 Looſe, (790 garantirt durch einen Verein deutſcher Fürſten, ſind zu haben und werden ſolche nach der Ziehung coursmäßig wieder angekauft. Ziehungsliſten liegen zur Einſicht offen. ö Friedberg. David Groedel Söhne, neben Herrn Metzgermeiſter Windecker. 3 u erk qa u e n. (792) Ein in gutem Zuſtande ſich befind⸗ licher gebrauchter, leichter zweiſpänniger Wa⸗ gen, ſowie auch mehrere neue, ſtehen zu ver⸗ verkaufen. Zugelaufen.. (797) Am 7. d. M. iſt dem Unterzeichneten kaufen dei ein Hühnerhund zugelaufen und derſelbe gegen etterweil. a 5 geg 15 Seller Erſtattung des Futtergeldes und Inſeratgebühren von dem Eigenthümer in Empfang genommen werden. Oberwöllſtadt den 12. Mai 1851. Ein Logis (7938) für einen einzelnen Herrn hat zu ver⸗ miethen Müllers Wittwe in der Uſergaſſe. Anzeige. (791) Ich mache hiermit die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich nebſt meinem Poſamentir-⸗ und Kurzwaarengeſchäft nun auch Stick⸗ und Häckelwolle, ſowie alle einſchlagenden Ar⸗ tikel mir angelegt habe, welche ich einem verehrten Publicum beſtens empfehle. J. Hoffmann, Poſamentier. 30 bis 40 Centner Dankſag ung. (798) Allen denen, welche meinem verunglückten Manne die letzte reichten und meine troſtloſe Zukunft zu er⸗ leichtern ſuchen, meinen innigſten Dank. Lenz, Wittwe. Frankfurter Gold⸗Cours vom 9. Mai 1851. (795) vorzüglich gutes Heu werden in ein⸗—— zelnen Partieen per Centner 1 fl. 20 kr. ab. kr gegeben bei. fl. N J. L. Rappold dahier. Piſtole n. 935.36 f Friedrichsd' or 9 57 7½—58 Zu verkaufen. Holländiſche 10 fl. Stücke 9 45-46 (796) Bei Hofſattler Döpfner in Homburg Rand⸗Ducaten 5 35-36 b. d. H. ſtehen mehrere gebrauchte Chaiſen, 20 Frankſtücke 9267-7 Ein⸗ und Zweiſpänner, mit und ohne Glas⸗ Engliſche Souverains 1151-52 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. verdeck, ſowie mehrere Droſchken, billig zu Franz Ewald, Polizeidiener. von nah und fern, Ehre erwieſen, ſowie denen, welche mir in meiner hartbedrängten Lage hülfreiche Hand Mit blatts für Hecht da Bekannt Immo (0 Nun gend um 10! hause in Auftr Viiwe nacht ligen meiſbieten 1 poffatthe hen und