Wen. er Söll. un demirdt def. Dürrn e. 18* 5 enken Friedberg bücher, Andach arnſaß öffneten, mit d treten oder Nu. wir hierdurch ei artbürcau der 2. n) zu bewel 5701 1 8 Eulagen u *. wurden außen Lentenanſte“ perrn Neutaß ipel; un Vill. 9 2 4117 J der Kaoſterka 1 de Sie verſuchte zu lächeln, doch mißlang dies. Schauſpielerleben iſt ein ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg * im Beſonderen. M98. Sonnabend den 13. Dezember 1851. Wohl dem, der Freude an ſeinen Rindern erlebt. Erzählung von Guſtav Nieritz. (Aus deſſen Volkskalender 1852.) (Fortſetzung.) Die Wiederkehr. „Ein ſonderbarer Menſch, der Schreiber!“ ſprach eines Abends Frau Niedner zu ihrer Tochter.„Ein wahrer Menſchen⸗ und noch größrer Kinderfeind. Haſt du ſchon mehr wie einen einſilbigen Gruß von ihm vernommen und ihn je ein freundliches Geſicht gegen Milchen machen ſehen?“ Er ſcheint kränklich zu ſein, der arme Menſch!“ . verſetzte Eleonore.„Das kommt von dem ſteten Sitzen und Bücken.“ i b 3 5 Hier ging die Stubenthüre auf und eine Dame in iſekleidern trat herein. 5 228„Guten Abend% ſprach ſie mit etwas rauher, heiſ'rer imme.„Wie gehts?“! 38„Mit wem haben wir die Ehre zu ſprechen?“ fragte i utter betroffen. 45. Fremde ſetzte den Hut mit dem Florſchleier ab, ſtrich ſich die Haare aus der Stirne und verſetzte: „Bin ich denn in den paar Jahren ſo gar unkennt⸗ ich geworden?“ g 15 9 Mutter und Tochter ſprangen auf und ſtarrten die Dame an, deren Geſicht ſchmal und lederfarbig, ausſah. „Ich bin Camilla!“ ſagte ſie endlich, wie unwillig über der Ihrigen Schweigen. 5 5 1 e mit dieſem mehr ſchreckhaft als freudig ausgeſprochenen Aus rufe fielen Mutter und Eleonore der Tochter und Schweſter um den Hals, wobei Camilla die rüſſe nur duldete, ſtatt zu erwiedern. N 1„Wie iſt dir's bisher gegangen?“ fragte die Mutter. „Nicht immer zum Beſten“— verſetzte Camilla und huſtete.„Nichts als Cabale und Neid. Ach, Mutter, das ſchreckliches, iſt nichts als 7 0 endes Elend? Wenn man auch jährlich einige tauſen Thaler Gehalt bekommt, ſo fliegen ſie eben ſo ſchnell wie, der fort, daß man an ein Sammeln gar nicht denken kann. „Du ſiehſt ſo gelb und kränklich aus“— bemerkte die Mutter. 5. „Das rührt von der leidigen Schminke her“— ent⸗ egnete Camilla—„welche die Haut zerfrißt und ſie jederhaft macht.“ „Auch redeſt du etwas heiſer und huſteſt“— fuhr die Mutter fort. „Kein Wunder das!“ ſprach Camilla—„Eine Sängerin möchte eine Stimme von Stahl und Eiſen haben, ſo viel wird jetzt von ihr verlangt. Dazu iſt die Witte⸗ rung ſo rauh und eine Erkältung auf der Reiſe ganz naturlich. Nun habe ich aber das unſtäte Leben ſatt und gedenke, mich hier zu erholen und neue Kräfte zu gewinnen.“ „Wenn dir es nur bei uns gefallen wird“— meinte die Mutter—„du wirſt's viel beſſer gewohnt ſein.“ „Man muß zuweilen aus der Noth eine Tugend machen“— erwiederte Camilla„Seid ihr denn nicht in etwas beſſere Umſtände gekommen? Ich habe euch ja aus Wien Geld zugeſchickt.“ „Es liegt noch unangerührt im Schranke“— fiel Eleonore ein. „Wirklich?“ antwortete Camilla erfreut.„Da ſieht man die guten Wirthinnen. Aber nun ſeid ſo gut und beſorgt mir etwas Wärmendes, Herzſtärkendes. Die Reiſe auf dem Dampfwagen hat mich angegriffen und ausgekältet.“ Die Mutter eilte in die Küche, das Gewünſchte zu beſorgen. Während dem erſchien ein Kofferträger mit Camilla's Reiſegepäck, welches aus einigen leichten und, wie ſich ſpäter zeigte, ziemlich werthloſen Bündeln beſtand. „Bezahle den Mann für ſeine Bemühung“— gebot Camilla ihrer Schweſter—„ich kann mit den verklom— menen Fingern nicht in meine Börſe.“ Der Mann ging und es trat eine Stille im Stüb— chen ein, welche nur durch Camilla's zeitweiliges Huſten unterbrochen wurde. Plötzlich erſcholl durch die offene Kammerthüre herein eine Kinderſtimme, welche bittend ausrief: „Lieb' Mütterchen, mich durſtet! Einmal Waſſer!“ „Was iſt das?“ fragte Camilla betroffen und hef⸗ tete ihr Auge durchbohrend auf ihre Schweſter.„Biſt du verheirathet, Lore, oder habt ihr Ziehkinder angenommen?“ Eleonore erröthete, nicht vor Schaam, ſondern aus Zorn, indem ſie antwortete:„Das Kind in der Kammer wurde uns heimlich in's Haus getragen und aus Mitleid behielten wir den verlaſſenen Findling.“ „So?!“ ſprach Camilla gedehnt—„Hm! alſo ein Findelkind! Sehet doch an!“(Fortſetzung folgt.) Miszellen. 5 Ein Geizhals war ſeinem Ende nahe. Der herbei⸗ derufene Arzt erklärte, daß der Kranke höchſtens noch 48 —— Stunden zu leben habe. Sterbende,„in drei Monaten iſt erſt Georgi, den Miethzins bis dahin ſchon bezahlt., Ein Rekrut, eben erſt zur Armee gekommen, 1813 über die Zeil in Frankfurt am Main, offenen Fenſter einer Unterſtube einen Papagei. Erfreut über dieſen ihm unbekannten ſchönen Vogel, blieb er ſtehen, ſein buntes Gefieder bewundernd. Ploͤtzlich rief der Papagei:„Guten Morgen!“, Erſchreckt griff der Rekrut nach ſeiner Feldmüͤtze und ſtotterte verlegen:„Verzeihen Ew. Gnaden; hob halt „Das wäre ſchrecklich,, rief der 394 und ich habe ging und ſah im g'meint, Sie wären a Vogel!, und eilte beſchämt davon. Hartenrod, Reg.⸗Bez. collecte zum Neubau einer Achtzig Gulden 44¼ kr. eingekommen. dieſen erfreulichen Erfolg hiermit veröffentlichen, fühlen wir uns zugleich verpflichtet, nahme, die ſie bei dieſer Gelegenheit bethaͤtigt haben, unſern wärmſten Dank auszudrücken. 5 Friedberg den 8. Dezember 1851. Anzeige und Dank. Bei der in den letzten 8 Tagen fur das Kirchſpiel Biedenkopf, veranſtaltete Haus⸗ Kirche, ſind in unſerer Stadt Indem wir unſern Mitbürgern für die Theil⸗ Der ev. Kirchenvorſtand: Dr. Fertſch. Bender. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn Section Gießen. (13800 Bei den Erdarbeiten in der Lindner Mark konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. Markt⸗ Verlegung zu Friedberg. 41863) Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der in dem Großh. Heſ⸗ ſiſchen Landkalender auf den 24. December d. J. angeſetzte Viehmarkt in hiefiger Stadt nicht an dieſem Tage, ſondern den 17. December d. J. dahier abgehalten wird. Die Gr. Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den erſucht dies in ihren Gemeinden noch beſon⸗ ders bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 13. November 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edicetalla dung. (1917) Nachverzeichnete Grundrenten, als: 1) die dem Herrn Grafen Adolph zu Aſenburg⸗ Wächtersbach in der Gemarkung Aſſenheim zuſtehenden, im jährlichen geſetzlichen Geld⸗ anſchlage von 100 fl. 40 kr. 3 hell., 2) die von dem Gr. Heſſ. Miniſterial⸗Director Friedrich Freiherr v. Schenk zu Schweins⸗ berg in Darmſtadt, dem Kurheſſ. Ober⸗ gerichtsrath Moritz Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg zu Rotenburg, dem Ernft Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg, dem Jorſtmeiſter Karl Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg zu Schmalkalden und von dem Kurfürftl. Heſſ. wirklichen Geheimen⸗ rathe Dr. Wilhelm Freiherrn v. Schenk zu Schweinsberg, dem Friedrich und Adam Geibel, Adam Wagner J. und der Wittwe des Johann Wagner von Bönſtadt erblich verliehenen Grundrenten, und zwar: a) in der Gemarkung Aſſenheim im Geld—⸗ anſchlage von 7fl. 29 kr. 1 hell. und 5) in der Gemarkung Bönſtadt im Geld⸗ „Janſchlage von 14 fl. 47 kr. 3 hell., 3) die dem Oeconomen Karl Friedrich Heim⸗ burg zu Bönſtadt, in der Gemarkung Bönſtadt, zuſtehenden im Geldanſchlage von 15 fl. 40 kr. 3 hell., 4) die dem Herrn Grafen Friedrich von Leiningen⸗Weſterburg zu Schloß Ilben⸗ ſtadt in der Gemarkung Vönſtadt zuſtehen⸗ den, im Geldanſchlage von 30. 10 kr 5) die dem Königl. Baieriſchen Reichsrathe Georg Freiherrn v. Franckenſtein zu Mün⸗ chen in der Gemarkung Friedberg, zu⸗ 4 im Geldanſchlage von 68 fl. 23 bi 6) die dem Königl. Preuß. Kammerherrn und Oberforſtmeiſter Karl Freiherr v. Löw in Friedberg, dem Gr. Heſſ. Kammerherrn und Major Wilhelm v. Löw J. in Löwen⸗ ruhe bei Offenbach, dem Herz. Naſſ. Hof⸗ gerichtsrathe Ludwig Freiherr v. Löw in Wiesbaden, dem Gr. Heſſ. Kammerherrn Wilhelm v. Löw II. in Staden, dem Gr. Heſſ. Kammerherrn und Rittmeiſter à la suite Auguſt Freiherr v. Löw in Beſſun⸗ gen bei Darmſtadt, und dem Auguſt und Oskar v. Löw zu Löwenthal bei Wiſſels⸗ heim, die beiden Letzteren vertreten durch den Gr. Regierungsrath Küchler zu Gie⸗ ßen, in der Gemarkung Friedberg gemein⸗ ſchaftlich zuſtehenden, im Geldanſchlage von 107 fl. 33 kr. 3 hell., 7) die dem Kammerherrn und Rittmeiſter Freiherrn Auguſt Löw von und zu Stein⸗ furth in der Gemarkung Ober- und Unter⸗ florſtadt zuſtehenden, durch Allodification von Erblehn entſtandenen, im Geldan⸗ ſchlage von 272 fl. 18/ kr., ſollen nach den deßfalls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden. Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen bekannten und unbekannten Betheiligten hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche ſo gewiß binnen 2 Monaten bei dem unterzeich⸗ neten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Aus⸗ zahlung der Ablöſungskapitalien an die genann⸗ ten Berechtigten geſtattet werden würde. Friedberg den 15. November 1851. Großh. Hef. Landgericht daſ. Dr. Irle. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (1930) Montag den 15. Dezember, Vor“ mittags um 10 Uhr, ſoll auf freiwilligen An' trag des Eigenthümers die auf der breiten Straße mit No. 11 bezeichnete Hofraithe einer öffent⸗ lichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Dieſelbe beſteht in einem dreiſtöckigen Wohnhauſe, zwei Scheunen, einem Brau⸗ und Brennhaus mit eini⸗ gen Nebengebäuden und Stallung für jegliches Vieh, nebſt großem verſchloſſenem Hofraume. Auf Verlangen können auch 60 Morgen Acker⸗ land mit verpachtet werden. Friedberg den 27. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. WVerſteigerung. von Feſt⸗ und Weihnachtsgeſchenken. (1953) Auf freiwilligen Antrag und wegen Wohnungsveränderung des Herrn C. C. Na⸗ gel I. dahier werden Dienſtag den 16. Dezember d. 3 Vormittags 9 Uhr, im Saale des hieſigen Rathhauſes nachverzeich⸗ nete Gegenſtände, welche ſich ganz beſonders für Feſt⸗ und Weihnachtsgeſchenke eignen, öf⸗ fentlich meiſtbietend verſteigert, als: Stamm⸗ bücher, Pappe⸗ und Etuiarbeiten, Jugendſchrif⸗ ſanderholz, Kinderſpiele, Albums, Schreib- und Schulmappen und ſonſtige dahin gehörende Ge⸗ genſtände, wobei noch bemerkt wird, daß ſämmt⸗ liche Artikel von ſchöner geſchmackvoller Arbeit ſind und ſich im beſten Zuſtande befinden. Friedberg den 1. Dezember 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Arbeits⸗Verſteigerung. (1996) Samſtag den 13. d. M, des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen die bei der hiefigen Garniſon in den Jahren 1852 und 1853 vor⸗ 5 PCt. Zinſen, kommenden Schreiner-, Schloſſer⸗, Schmiede⸗, Zimmer⸗, Maurer- und Pflaſter⸗, Weißbinder⸗, Spengler⸗ Glaſer⸗, Wagner⸗, Gürtler⸗, Kiefer⸗, Bürſtenbinder⸗, Seiler⸗, Siebmacher⸗, Dreher⸗ und Sattelbock⸗Arbeiten, unter Zugrundelegung der ſeitherigen Accordspreiße durch Abbieten von Procenten, auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem An⸗ fügen zur Nachricht, daß die Accordsbedingungen täglich in dem Verwaltungsbüreau beſagter Gar⸗ rniſon eingeſehen werden können. Butzbach den 7. Dezember 1851. n Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. 140 Gulden werden aus der Kirchenkaſſe zu Bru⸗ chenbrücken gegen gerichtliche Verſicherung ver⸗ liehen. Friedberg den 8. Dezember 1851. Der Kirchenrechner Heidt. Holz⸗Verſteigerung. (2002) Freitag den 19. d. M., Vormittags präcis 9 Uhr, ſollen in dem Wickſtädter Walde verſteigert werden: g 28 Stecken Buchen⸗Scheitholz, n⸗„„ (1998) ½ Eiche 31%„ Buchen⸗Prügelholz, 2„ Eichen⸗ 1 79„ Buchen⸗Reisholz, 76„ Eichen⸗„ 500 Wellen Weichholzreiſig, 875» Dorn i rn, 11 Klötze Eichen⸗Stammholz von 8— 16“ Durchmeſſer und 15— 45 Länge, 1 Klotz Buchen⸗Stammholz von 13“ Durch⸗ meſſer und 40“ Länge, 1 Stück Eichen⸗ und 80 Stuͤck Fichten⸗Nutz⸗ holzſtangen. Die Zuſammienkunft iſt im Diffrikt Schiffloch. Forſthaus Beinhards am 8. Dezember 1851. Der Gräfl. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. 120 fl. Kirchenkapital, (20030 gegen doppelte Sicherheit und zu liegen bei Unterzeichnetem zum Ausleihen bereit. Niedermörlen den 9. Dezember 1851. ten, lackirte Blechwagren, ſeine Etul von Pali⸗ Kempf, Kirchenrechner. . r — W — 7. I. 8 rmeiftr. t u Bru⸗ 1 nung vn⸗ . emichner. d.. 0 ittags u Baldt Holz ⸗Verſteigerung. (2004) Montag den 15. d. M., Vormit⸗ tags 9 Ühr, werden in den Diſtrikten Straß⸗ heimer Wald und oberer Theil des Straß⸗ heimer Waldes 48 Stecken Eichen- und 1 Buchenſcheitholz, 18„ Eichenprügelholz, 24„ Eichenſtockholz und 1275 Stück Eichenwellen an den Meiſtbietenden verſteigert. Zuſammenkunft: auf dem Straßheimer Hofe. Ockſtadt am 9. Dezember 1851. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt An g ede e Solz Vie er ſte iger un g. (2003) Mittwoch den 17. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Moxſtädter Markwald, Diſtrikt Au, nachſtehendes Holz ver⸗ ſteigert werden: g 55 41 Stecken Eichen⸗Scheitholz lr Qualität, 64„„ 10 2r 7 29 1„ Prügelholz, 2450 Stück eichene Wellen, 27 Stämme eichenes Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. Die Zuſammenkunft iſt um genannte Stunde bei der Ziegelhütte bei Niedermoxſtadt. Obermoxſtadt den 5. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mickel. Bekanntmachung. (2006) Die Gemeinde Södel ſucht eine In⸗ duſtrielehrerin, welche im Stande iſt die weibliche Jugend in den nöthigen Handarbeiten zu unter⸗ richten. Luſttragende wollen ſich gefälligſt, mit den nöthigen Zeugniſſen verſehen, an den Unter⸗ zeichneten wenden. Södel am 10. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Bekanntmachung. (2007) Montag den 15. Dezember l. J., Morgens 10 Uhr, ſoll das Anfertigen von 10 Stück neuen ledernen Feuereimern an den We⸗ nigſtfordernden in Accord gegeben werden. Steinfurth am 8. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Thönges. Faſelochs⸗Verkauf. (2008) Dienſtag den 16. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll ein abgängiger gemeinheitli⸗ cher Faſelochs, rothſcheckig, öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden gegen gleichbaare Zahlung verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 10. Dezember 1851. Der Großh. e o ſt. Obligations-Verlooſung. (2009) Durch das Loos wurde heute die Nummer 31 der Partial⸗Obligationen hieſiger Gemeinde mit 200 fl. zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber derſelben wird hiermit aufgefor⸗ dert, dieſe Summe gegen Rückgabe der Urkunde und der nicht fälligen Zinscoupons, bis den 31. December l. J. bei dem Handlungshaus Simon Lindheimer in Friedberg in Empfang zu nehmen, iudem von dieſem Tag an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Steinbach den 9. Dezember 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Höck. 2 50 Gulden. (2010) liegen in der katholischen Kirchenkaſſe gegen hypothekariſche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Holzhauſen den 9. Dezember 1851. Weisbrod, Kirchenrechner. re — 395— Privat- Bekanntmachungen. Zu Weihnachtsgeſchenken empſiehlt (2000) die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg ihr wohlaſſortirtes Lager von Kinder⸗ und Jugendſchriften, Bilderbücher, Andachts⸗ bücher und ſonſtigen zu Geſchenken paſſenden Werken. Louis Moeis, den Apotheken gegenüber, (1975) empfiehlt ſeine in großer und ſchöner Auswahl aufgeſtellten Weihuachts— geſchenke für Kinder und Erwachſene. Kataloge werden gratis abgegeben. Friedberg im Dezember 1851. Schön geräucherte Aale (1978) empfing und empfiehlt als etwas Delikates Friedberg den 3. Dezember 1851. H. Hahn. Zu Weihnachts⸗Geſchenken (197) kann ich eine ſchöne Auswahl der neueſten Bänder, fein geſtickte kleine und große Kragen, Schleier, leinene und ſeidene Taſchentücher, Herrenbinden, baumwollene und ſeidene Regenſchirme, Muffs, Pelz⸗ ſtauchen, Pellerins und ſonſt viele paſſende Gegenſtände billigſt empfehlen. S. G. Simon jun., Modehandlung neben den drei Schwerdtern. Carl Buppuch, der Poſt gegenüber, (2010) empfiehlt ſein großes Lager in den neueſten Pelzwaaren, als: Muffe, Pellerins, Pulswärmer u. ſ. ſ. w. Moriſon's Pillen. (2012) Die auch in Deutſchland immer mehr überhand nehmenden Nachah⸗ mungen der Moriſon'ſchen Univerſal⸗Kräuterarzeneien, wodurch der Ruf dieſer bekannten Medizin Noth leidet, veranlaſſen uns, das Publikum wie— derholt auf dieſe Betrügereien aufmerkſam zu machen. Während die Wirkſam⸗ keit, Kraft und Unſchädlichkeit der ächten Moriſon'ſchen Pillen durch die Erfahrung hinlänglich erwieſen iſt, auch ſolche von den Aerzten ſelbſt öfters verordnet werden, enthalten die unächten Pillen meiſtens ſchaͤdliche Stoffe fur die menſchliche Geſundheit und verdienen ganz den ſchon öffentlich gegen ſolche ſogenannte Moriſon'ſche Pillen ausgeſprochenen Tadel. Die nachgemachten Pillen werden häufig unter dem erdichteten Namen L. Morison verkauft, unter welchem Namen es aber niemals einen Präſidenten des unter— zeichneten Collegs gegeben hat. Indem wir nun hiermit vor dieſen und andern ſchädlichen Nachahmungen warnen, zeigen wir zugleich an, daß wir in Deutſch⸗ land nur einen einzigen Agenten haben, nämlich die Herren Gebrüder Berck, Zeil, Lit. H Nr. 5(neue Nr. 17), in Frankfurt am Main, durch welches Handlungshaus alſo unſere Kräuterarzenei jederzeit ächt bezogen werden kann. London, im Monat Oktober 1851. Das Brittiſche Geſundheits-Collegium. Der Präſident: J. Morison. Zu Weihnachtsgeſchenken (2013) geeignet, empfehle ich in ſchöner Auswahl alle Sorten goldene und ſilberne Cylinder- und Spindeluhren, ſowie Gold- und Silberwaaren in mo— dernſter Fagon zu möglichſt billigen Preiſen. L. Hanau, Uhrmacher in den drei Schwerdtern, 396 Empfehlung. Feine Tuchröcke, Bukskin, Hoſen, Bournouſe, Kaputzen, Schlafröcke und Weſten, (2014) empfiehlt zu äußerſt billigen Preiſen Friedberg den 10. Dezember 1851. Tiedrich Schleuning, Ludwigsſtraße. Empfehlung. (1982) Unter zeichnete erlaubt ſich nach vol⸗ lendetem Unterricht und vorzüglich beſtandenem Examen ſich in allen Functionen der Hebamme beßtens zu empfehlen und bittet, mit dem Verſpre⸗ chen ſchneller und aufmerkſamer Bedienung, bei vorkommenden Fällen um gütige Berückſichtigung. Friedberg im Dezember 1851. Helene Müller, wohnhaft bei Fr. Kautz auf der breiten Straße. Mühlen ⸗ Verkauf. (19360 unterzeichneter iſt geſonnen Dienſtag den 16. Dezember d. J. ſeine Mühle mit einem Gange, Scheuer und Stallung, ſowie 18 Mor⸗ gen Ländereien auf hieſigem Rathhauſe zu ver⸗ kaufen. Kaichen den 26. November 1851. Friedrich Penſel. Blumenvorſchuß (1980) in noch nie ſo ſchön da geweſener Qualität, nebſt den anderen Mehlſorten, em⸗ pfiehlt auf bevorſtehendes Weihnachtsfeſt Friedberg. Franz Stamm. Schmiede⸗Werkſtätte. (2001) Dienſtag den 23. d. M., Vormit⸗ tags 10 Ubr, läßt die Unterzeichnete ihre an der Hauptſtraße gelegene Schmiedewerkftätte nebſt allem erforderlichen Handwerksgeſchirr, auf 9 Jahre öffentlich an den Meiſtbietenden verpachten. Okarben den 6. December 1851. Wittwe Becker. Gute Lebkuchen (2013) in allen Sorten, empfiehlt Friedberg. Conrad Stelz in der Uſergaſſe. Bekanntmachung. (2016) Mittwoch den 17. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, bin ich willens einen Theil meiner Hausmobilien und ſonſtigen Geräthſchaften, als: 3 Kleiderſchränke, ein Kommod, nach neueſter FJagon, 12 Tiſche, 10 Bänke, 15 Stühle und eine Kelter ꝛc., einer freiwilligen öffentlichen Ver⸗ ſteigerung ausſetzen zu laſſen und lade Kauf⸗ liebhaber hierzu höflichſt ein. Steinfurth am 8. Dezember 1851. Kaspar Petri. Marinirte Häringe, (2017) in vorzüglicher Quali⸗ tãt, empfiehlt Friedberg. P. F. Schmittner. Zu Verkaufen. (2018) Ein ¼ Morgen haltender, mit Obſtbäumen bepflanzter Garten, wird billig verkauft. Nähere Auskunft ertheilt M. Jung. = Zu Verkaufen. (2019) Eine vollſtändige Ladeneinrichtung ſteht zu verkaufen. Zu erfragen bei dem ge⸗ richtlichen Taxator Schwarz. Empfehlung. (2020) Meine Kinder⸗Spielwaaren bringe ich auf bevorſtehende Weihnachten in empfeh⸗ lende Erinnerung. Friedberg im Dezember 1851. W. Ma 9. Ein Brille, (2021) in einem rothſaffianenen Etui, iſt am 8. Dezember Abends von der Wolfengaſſe bis an das Mainzerthor verloren gegangen. Der⸗ jenige, welcher es an Leopold Buchecker zu⸗ rückoringt, erhält eine angemeſſene Belohnung. Ge. ſ iu ch. (2022) Eine mit guten Zeugniſſen verſehene Hausmagd wird auf nachſten Petritag auf ein benachbartes Gut in Oienſt geſucht. Das Nähere bei W. Bechſtein No. 308 in Friedberg. Verſteigerung. (2023) Dienſtag den 6. Januar 1852 läßt Unterzeichneter nachſtehende Gegenſtände offent⸗ lich meiſtbietend verſteigern: 5 eine Brennerei(Schwarz'ſcher Apparat) mit freiſtehendem Dampfkeſſel und zwei Recti⸗ ficatoren, à 150 Quart, 2 Kartoffelfäſſer, à 1200 Pfund, eine gußerne Kartoffelmühle, Kühlfaß, Waſſerreſervoir, 5 5 Maiſchbütten, a 500 Maas Maiſchraum, 4 Stückfaß, 0 6 Zulaſt(Transportlaſt) und verſchiedene kleinere Faäſſer, f 2 Wagen, worunter ein ſchwerer Mühlwagen, mehrere Pflüge, Eggen und ſonſtige Oeco⸗ nomiegerathſchaften,. 2 Pferde, b einige hundert Malter Kartoffeln, Dickwurz, Weißrüben, eine große Quantität Streu⸗ und Futterſtroh und Spreu. Steinmühle bei Obererlenbach. Helmolt. Warnung! (202) um das Publikum vor Schaden zu bewahren, warne ich hiermit Jedermann dem bei mir in Dienſten geſtandenen Kalk- und Ruſſen⸗ ſteinbrenner Jakob Waſſen Zahlungen für mich zu behändigen, da ich die Erfahrung gemacht habe, daß derſelbe Gelder erhoben hat, ohne ſolche abzuliefern und im Buch als nichtbezahlt auf⸗ ſchreiben ließ. Bönſtadt den 9. Dezember 1851. Adam Geibel. Tanzunterricht. (2025) Meinen verehrlichen hohen Gönnern mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich kurz nach Neujahr meinen Tanzunterricht wie⸗ der beginne. Ich erſuche deßhalb freundlichſt alle Eltern, Vormünder und Vorſteher von In⸗ ſtituten, ihre deßfallſige Anzeige bei Herrn Bierbrauer Simmrock dahier gefälligſt ma⸗ chen zu wollen. Friedberg im Dezember 1851. Herm. Moſeler, Tanzlehrer. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 3. Advent⸗Sonntag den 14. Dezember. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Müller 1.. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: 1 Herr Candidat Welcker. Fruchtpreiſe. —— 10. Dez.] 5. Dez. J 4. Dez. Gattung. Fried⸗ in, Gerns⸗ berg Mainz] heim . fl. kr. fl. kr. ff. kr Waizen pr. Malter 11 301145—— Korn„, 77 9 57 10 G 7 122 7* 7 45 Hafer 2 E 44— Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis zum 19. Dezember. — l Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. * a kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 2 32 20 7 7. 1— 17— 44„ 77 144.— 14— Lth. Lth — Milchbrod 144 14 — Waſſerweck 14 —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16107 Fleiſch⸗Preiſe. f. f 5 3 pf. 1 Ochſenfleiſch 11— 411— „ Kühfleiſch, gemäſtetes. „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7726 „ Kalbfleiſch 6— 16— „„„ gemäſtetes—— 14—— „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 1 „ Schaaflleiſch 8——-„— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 16— 14— „ Schwartenmagen 164— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken E „ Doörrfleiſch 4— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 181— 116— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedber g. wie beſch gutn ausge Wo eige Ron nun; mit der heim! fahre. beſter bewe gnüg Bew ſel b ſchlo Stoc ſie d aufkl tetes einer ter d