dumber 185 8 51. peſ. Bi 5 enkaſſe in Af. 22 5 laßt der Un 15 U ö 40 15 Kelter mit Ha . tz zur Krone, rn cxugt, if bei dem*. ..) jn ſuben. Di A-Angelegen hein Mutel gegen Sen elbe Haut, ſie ti und verbessert! fie ſich ganz 9. — ch, Buksk intelſtoffe ts reich a nter Zuſichenn fuͤr die Provinz SOberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. ½ 72. Sonnabend den 13. September 1851. Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Kieden. Erzählung von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.) Nach kurzer Zeit waren wir am Ziel. Er verſorgte die Pferde, ich mich, und blieben von einander entfernt, bis die Sonne ſchon tief in Weſten ſtand. Ich hatte Kaspar's nicht mehr gedacht, denn des Schönen viel ſchaute mein Auge. Als ich von der Höhe zurückkam, wo eine alte Ruine ſtand, war er ſchon zur Abfahrt fertig. Ich ſtieg ein. „Herr,“ ſagte er, indem er ſich wieder zurecht ſetzte, „ich muß Ihnen doch meine Geſchichte auserzählen. „Wenn Sie ſich erinnern, ſo war das im Jahr 1813 im Anfang des Octobers, als wir von Kaſſel abmarſchir⸗ ten. Es regnete viel. Parol! es war ein ſchönes Regi⸗ ment, doch der Koth tief auf der Straße.“ „Aber Kaspar?“ ſagte ich,„hat Er denn das Heim—⸗ weh nicht gekriegt? Ich ſollte denken, ſo weit wäre er noch nie von ſeiner Heimath geweſen und von der Mut⸗ ter und dem Annebärbelchen?“ „Das hätt' ich ſchier vergeſſen zu erzählen,“ ſagte er.„Gewiß hatt' ich das Heimweh! Ach, du lieber Gott, wieviel Thränen vergoß ich! aber vor meinen Ka⸗ meraden durft' ich mich's nicht merken laſſen. Die lachten mich aus. Nachts aber, Nachts— ach, da überließ ich mich meinem Leid. Einer war dabei, dem ging's nicht beſſer als mir. Es war ein Fulder. Der ſagte zu mir: Ich hatt' auch das Heimweh. Weißt du, wie ich mich kurirt?— Ich ſchrieb heim und ließ mir ein Stück Brod ſchicken. Da roch ich dran, wenn mir das Flennen an⸗ kam, und huſch! war's weg. Mach's auch n „Ach Freund und Bruder, ſagt' ich, ich kann ja nicht ſchreiben! 1 1 „Nichts weiter als das? rief er aus. Ich bin eines Schulmeiſters Sohn und kaun ſchreiben wie unſerm Amt⸗ mann ſein Scribent. Kauf' Papier und morgen ſchreibꝰ ich dir einen Brief, der ſich gewaſchen hat, und du be⸗ zahlſt einen Schnaps. 5 f „Das war mir gleich recht und ich ſpürte ordentlich ſchon wie mir das Herz leichter wurde. N „Gleich am andern Morgen kaufte ich Papier, und da es ein Sonntag war, hatte der Fulder Schulmeiſters⸗ ſohn Zeit, mir den Brief zu ſchreiben. Wir ſetzten uns allein auf die Kammer, da wir Raſttag hatten. i „Er ſagte: nun, Alter, was ſoll ich denn ſchreiben? „Schreib viel tauſend Grüße, ſagte ich, und wie's mir ergangen; ſchreib auch, wie das Alles der Schultheiß, der Halunke, gethan, und das Annebärbelchen ſolle mir treu bleiben und nur den zwergen Hannes nicht nehmen, der mein Unglück war, und meine Mutter ſolle ſich nicht todt weinen und ſolle mir ein Stück Brod ſchicken gegen das Heimweh, das mir ſchier die Seele abdrücke. „Das muß ich ſagen, der Fulder machte ſeiner Ab⸗ kunft Ehre. So eine Schulmeiſters Art iſt doch etwas Rares! Da ſtecken die Conduiten ſchon im Holz und ſie erben's wie die Hühnerhunde das Stehen. Hat doch der Fulder all' meine Gedanken hingeſchrieben haarklein, und keinen vergeſſen, nicht einmal einen halben. Und das war ſo beweglich, daß ich bitterlich weinen mußte. Wüßt ich's nur noch, Sie würden ſich verwundern, lieber Herr. Mein linkes Ohrläppchen hätt' ich drum gegeben und gäb's heut' noch drum, wenn ich das hätte fertig bringen können. Freilich, die Gaben ſind verſchieden ausgetheilt, und man kann ſich keine geben! „Der Brief ging ab und es waren noch keine vier— zehn Tage verfloſſen, da kam Antwort. Das war eine Luſt! Hundertmal mußte mir ihn der Fulder leſen, bis ich ihn von Anfang bis zu Ende auswendig wußte. Nun trug ich ihn auf der Bruſt mit mir herum.“ „Von wem war er denn?“ fragte ich Kaspar'n, der das nicht geſagt. „Parol! da hab' ich mich übereilt!“ rief er aus. „Verzeihen Sie, er war von Annebärbelchen und meiner Mutter. Sie ſchrieben, daß ſie Alles wüßten und ſchier ſich todt geweint hätten. Nun wollten ſie ſich tröſten, da ſie doch nun auch wüßten, daß und wo ich lebe. Daß ſie für mich beten wollten und daß Annebärbelchen mir treu bleiben wolle bis in den Tod. Auch lag ein Stück Brod drinnen, das dick und groß genug war, daß ich's nicht würde abgerochen haben bis an den jüngſten Tag.“ „Half's denn, Kaspar?“ fragte ich.„Das iſt ja ein leichtes Mittel, einen armen am Heimweh leidenden zu kuriren.“ „Ob's geholfen! Parol! Herr, es that's. Der Ful⸗ der ſagte mir, wie ich's machen ſolle, nämlich, ich ſolle es auf der Bruſt tragen und alle Morgen und Abend dran riechen. Um es beſſer verwahren zu können, nähte ich's in einen Tuchlappen, machte Bändel dran und hing's ſammt dem Brief um den Hals. Er trug ein wenig dick auf aber die Unterofficiere und Officiere bemerkten's doch * Intelligenz-Vlatt 0 nicht unter dem Uniformsrock. Wie's der Fulder befohlen, ſo machte ich's und richtig, mein Heimweh verging. f „Daß ich's ehrlich bekenne, ich wär' auch nicht ganz ungern Soldat geweſen, wenn nur das Todtſchießen nicht geweſen wäre; denn ein Bräutigam und Todtſchießen, das ſind zwei Dinge, die ſich gar nicht paſſen. Zudem für die Franzoſen! wär's noch unſer alter Herr, der Kurfürſt ge⸗ weſen! Der aber war in Prag und betete auch kein Va⸗ terunſer für den Hironymus und den Napoleon, der ihn um's Land gebracht, wie mich um mein Bärbelchen. Ich dachte recht oft an den alten Landesvater, weil mir's nun grad ſo ging, nur uit dem Unterſchied, daß ich noch für den, der mich um's Annebärbelchen brachte, in den Krieg ziehen mußte, was er nicht brauchte. „Doch ich muß nun wieder von unſerm Marſch er⸗— Wir ſahen alle trübſelig drein, als uns der Kö— Das Vivat, welches die Un⸗ zahlen. nig Hieronymus beſchaute. 2 290 teroffiziere riefen, blieb uns allen in der Kehle ſtecken. Da hab' ich denn auch den dürren gelben Franzoſen zum erſten Mal und gottlob! zum letzten Mal geſehen und mir ging's abermals wie unſerm Kurfürſten in Prag: ich Sie ſagten, er ſei von einer Inſel im Meere zu Haus, da hätten ſie alle ſo Geſichter wie geräucherter Speck. Er machte ſich auch betete auch kein Vaterunſer für ihn. faſt alle Raſttag. und kamen richtig an. „Ach, das quälte mich und ängſtete mich, und ich mußte alle Tage dreimal an meinem Stücke Brod riechen, daß mir das Heimweh nicht das Herz abdrückte, das wie— der hervorkam wie eine Maus aus dem Loch, darin ſie ſich verkrochen hatte. Der Fulder tröſtete mich. Sei kein Eſel, ſagte er liebreich. Geſtorben ſind ſie nicht, denn ſo ein Weibsleben ſtirbt ſo leicht nicht. einen andern angeſchafft in deinem Dorfe, ſagte er. Mir kam keiner. Vielleicht hat (Fortſetzung folgt.) 1 Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 10. September 1851. nicht viel mit uns zu ſchaffen und wir uns ebenſo wenig mit ihm, etliche ſtille Stoßgebete abgerechnet, die aber etwa ſo klangen, als wünſche man ihn in die Hölle. Ich hätt' ihm gern den Hals umgedreht von wegen meines Anne— bärbelchen's. „Das war ein Marſch! Herr, ich ſag' Ihnen, der Koth auf der Landſtraße war ſchuhtief! les Herzleid. war; dort Einer. Da blieb hier Einer zurück, der marode Kamen auch alle nicht wieder, und — Aufgefahrenſ Verkauft; Gattung wurden wurden Matetee (Mltr.)(Mltr.) fl kr. Waizen 14 14 9 2⁵ Ann 6 6 8— Gerſte. 66 66 6 14 Es war ein hel⸗ Hafer 54 54 3 30 Kartoffeln. 10 N 6 2 20 Erbſen—— 2 2 Mohnſamen. 8.. 3 beim Licht beſehen, deſertirten ſie alle in die Heimath und verbargen ſich, denn die Geſchichte hatte bald ein Ende, Da kamen ſie zum Vorſchein. Damals ſah ich ihnen nich in die Karten, ſonſt hätt' ich's grad ſo gemacht. Wir machten kurze Tagmärſche, weil wir kaum gehen konnten und uns die Schuhe ſchier von den Füßen in Stücke fielen. Von daheim hörte ich kein Wort. Der Fulder ſchrieb mit Alle Leute bekamen Briefe nachgeſchick 54 0 J fee f f ſich s 5 313) Dienftag de Ahr, sollen die hieſig 1 öffentlich* rbach II. de Jaue 1 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. in er ene Section Gießen. (13800 Bei den Erdarbeiten in der Lindner Mark konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeper. Bekanntmachung. (1502) Montag den 15. September, Nach⸗ mittags um 2 Ubr, werden in hieſigem Nath⸗ hauſe mehrere ſtädtiſche Grundſtücke in der Burg⸗ und Stadtgemarkung auf ſechs nachein⸗ anderfolgende Jahren meiſtbietend verpachtet. Die Flur⸗ und Gartenſchützen find beauftragt auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 4. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 11303) Montag den 15. September, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Kartoffelernte von nachſtehenden Grundſtücken in hieſiger Stadtgemarkung meiſtbietend verſtei⸗ gert, als: 1) ein Grundſtück im Großgalgenfeld, 2) ½ Morgen im kleinen Wartfeld und 3). ½ Morgen in der Gartengemarkung. Die Schützen Briel und Stritzinger find be⸗ auftragt auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 4. September 1851. In Auftrag Großh. Hef. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bendel. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1525) Montag den 15. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Sections⸗ büreau Fundamentirarbeiten des Schienengleiſes im hieſigen Bahnhofe, veranſchlagt zu 330 Gul⸗ den, ſowie das Legen deſſelben, veranſchlagt zu 320 Gulden, durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Gießen den 4. September 1851. Der Gr. Sections⸗Ingenieur Eickemeper. Oeffentliche Aufforderung. (1537) Etwaige Eigenthumsanſprüche an die, zur Georg Renneberg'ſchen Concursmaſſe dahier gehörigen, Güterſtücke No. /,%, 2, 2% und%ũ des Flurbuchs, worüber Eigen⸗ thumsurkunde fehlen, find binnen 6 Wochen von heute an dahier geltend zu machen, widri⸗ genfalls die Kaufbriefe ohne Rückſicht darauf beſtätigt werden. Friedberg den 4. September 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Verſteigerung. (1538) Montag den 15. September, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hiefigem Rathhauſe die Erndte von 1½¼ Morgen Kartoffeln und ½ Morgen Kraut im Kleingalgenfeld meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. September 1851. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. O bſt⸗Verſteigerung. (1339) Montag den 22. September d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend und die darauf folgenden Tagenwird das Obſt in den ſtädtiſchen Dienſtag, wobei der Anfang bei der St. Georgs⸗ vom Rain am Exercierplatz, vom Meier'ſchen Beſoldungsſtück, in der Feldgemarkung, ſodann Donnerſtag den 25. September, Vormittags 9 Uhr, olgenden Diſtricten: im ſtädtiſchen Bleichgarten, im Seergraben, in der Ockſtädtergaſſe, am Schützenrain, im großen und kleinen Haingraben, auf dem neuen Friedhof und im Stadtichreibereigraben, liebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 10. September 1851. Bender. a Aepfelverſteigerung. (1340) Donnerſtag den 18. September l. J., des Nachmittags um 1 Uhr, ſollen die der Ge⸗ theilungen an Ort und Stelle öffentlich meiſt⸗ Oberrosbach den 11. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſtet Blecher. Frucht lieferung. (15410 Bei der hieſigen Saline ſoll die Lieferung von 40 Achtel Korn 192 Pfd. cöln. ſchwer und 20 Achtel Gerſte 165 Pfd. cöln. ſchwer für den Monat October d. J. auf dem Wege der Soumiſſton unter den in dem Actua⸗ Baumanlagen dahier und zwar Montag und Kapelle gemacht wird, in folgenden Diſtricten: im großen und kleinen Wildkautsgraben und wobei der Anfang an dem ſtädtiſchen Bleich⸗ f arten in der Burg⸗Vorſtadt gemacht wird in 8 öffentlich meistbietend verſteigert, wozu Steig⸗ Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſten meinde Oberrosbach zuſtehende Aepfel in Ab? bietend verſteigert werden. 10 Fasel ch Ounſiag de 5 5 15 ſol ein de Aepfelver Or Aepfelde Der 6 * Aepfelv, (1845) Dienſſag did Vormittags 10 eindeäpfel, circa an auf Ort und E rt werden. Rendel den 8. Se Der G. 14 4 1 Obligation (1846) Bei der Am 31. Dezembe i gezogenen Part gabe derſelben bei d dung genommen w Rödelheim den Der Vor Hei 5 ald nah ug ziate des kurfürßllichen Salzamtes zur Einſicht ein Enz, offen liegenden Bedingungen vergeben werden. ibnen nim Luſttragende hierzu haben ihre deßhalbige An⸗ emacht. 1 erbietungen verſiegelt mit der Aufſchrift„Frucht⸗ gehen k lieferung betreffend längſtens bis zum 16. d. M. Se, ann Morgens 9 libr dabier einzureichen. Bei Ab- Sulücke fieln iauf des Termins wird zu Eroffnung der ein⸗ r ſchrieb ar Zegebenen Soumiſſionen. geſchritten, und Nach- f nachgeſch. Zebote finden keine Berückſichtigung. s Nauheim den 9. September 1851. Der Salinen ⸗Inſpector nich, und 10 R. Ludwig. drod nec, Faſelochs verkauf. e, das we, 11542) Dienſtag den 16. d. M., Nachmit⸗ ich, darin ſe kags 1 Uhr, ſoll ein der bieſigen Gemeinde ge⸗ ich. Sei e göriger Faſelochs auf dem Rathhauſe dahier ncht, d A neiſtbietend verſteigert werden. i denn ſo Kleinkarben den 9. September 1851. — bat ſſch Der Grog. eg ed meier Ne er. r 0 e l. Aepfelverſteigerung. 11813) Dienſtag den 16. d. M., Vormittags Uhr, ſollen die hieſigen Gemeindeapfel baum⸗ kpeiſe öffentlich meistbietend verſteigert werden. Fauer bach II. den 10. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Holler. Aepfelverſteigerung. Nittelpreiſt 4154) Mittwoch den 17. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Oſſenheim gehörigen Aepfel in Abtheilungen auf 1 5 Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. 11545) Dienſtag den 16. September d. J., des Vormittags 10 Uhr, ſollen die hieſigen Ge⸗ meindeäpfel, circa 70 Malter, in Avotheilun⸗ ar Nontag ud gen auf Ort und Stelle meiſtbietend verſtei⸗ der St. Georg⸗ Zert werden. een Dikrien: Rendel den 8. September 1851. Der Großh.* e ck. 54 32 Oſſenheim den 9. September 1851. 8* Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 6 14 b Ko pp. 5 4 Aepfelverſteigerung. ac, utgabe u Obligations ⸗Verlooſung. 11546) Bei der heute ſtattgehabten Verloo⸗ fung des aprocentigen israelitiſchen Gemeinde⸗ Anlehens wurde No. 68(100 fl.) zur Abtragung beſtimmt. Am 31. Dezember d. J. kann der Betrag der gezogenen Partial⸗Obligation gegen Rück⸗ gabe derſelben bei dem israel. Rechner in Em⸗ pfang genommen werden. Rödelheim den 7. September 1851. Der Vorſtand der israel. Gemeinde. 3 Verlooſung Stadt Niddaer au porteur 40 Obligationen. (1847) Bei der am 3. d. M. Statt gefun⸗ denen 13. Verlooſung des durch das Handlungs- f haus Herrn Simon Lindheimer in Friedberg 1 165l. ad 65,000 fl. a 3½ pCt. Zinſen negociirten 5 Burgermeiſt Anlehens hieſiger Stadt wurden folgende Num⸗ 8 mern: Lit. B. Nr. 83= 300 fl. und Lit. D. 258= 100 fl. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember l. J. beſtimmt. Dieſes wird den Intereſſenten unter dem Anfügen mitgetheilt, daß es Ihnen frei ſteht, den Betrag bei obigem Handlungshaus oder an der Stadtkaſſe dahier in Empfang zu nehmen und daß vom 1. Ja⸗ nuar an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Nidda den 6. September 1851. i Der Großh. 17 Fee h l. crtembet, d aetichen Bliig⸗ gemacht wird u d Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ruſſenſteine (966) find ſtets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich. 291 Deutſcher Phönir, Verſicherungsgeſellſchaft in Frankfurt a. M. Grundkapital Fünf und eine halbe Million Gulden. (810) Dieſe Geſellſchaft verſichert gegen Feuersgefahr Mobilien aller Art, Vieh Erndtevorräthe u. ſ. w. zu den billigſten Prämien. 5 Proſpecte und Antragsformulare ſind gratis bei dem unterzeichneten Hauptagenten, der zum Abſchluß von Verſicherungen ermächtigt iſt, in Empfang zu nehmen. Friedberg im März 1851. H. Hahn. Ueuer vortrefflicher practiſcher und billiger Jahnkitt, in Etuis mit beigepackter genauer Anweiſung zum Gebrauch 30 kr. (1349) Mittelſt dieſes neuen, durchaus unſchädlichen Mittels kann man jeden ſchadhaften und hohlen Zahn auf die leichteſte Weiſe dauerhaft auskitten, ſo daß derſelbe gleich andern geſunden Zähnen wieder vollkommen tauglich wird. Die durch Zutritt von Luft und Speiſen öfters entſtehenden Zahnſchmer⸗ zen, ſowie ein übel riechender Athem, werden dadurch gänzlich beſeitigt. Denſelben empfiehlt P. F. Schmittner. Friedberg. Annonce. (1832) Meine neuen Waaren für die Winter-Saiſon, als: Tuch, Bukskin, Paletot- und Weſtenſtoffe, Shawls, Kleider⸗ und Mäntelſtoffe ꝛc., ſind jetzt ſämmtlich eingetroffen und iſt mein Lager dadurch ſtets reich aſſor⸗ tirt worden. Ich erlaube mir daſſelbe meinen geehrten Abnehmern unter Zuſicherung der billigſten Preiſe beſtens zu empfehlen. Heinrich Mack, breite Straße No. 379. Annonce. David Strauß, Döngesgaſſe No. 8 neu in Frankfurt a. M. (4497 empfiehlt zur bevorſtehenden Winter-Saiſon ſein reichhaltiges Lager in allen Sorten Tuchen, Paletot⸗Stoffen, niederländiſchen, franzöſiſchen und engliſchen Bukskins, Weſten ꝛc., ſowohl en gros als en detail zu äußerſt billigen Preiſen. Für Tapetenbedürfende. Verſieigerung von franzöſiſchen Papier-Tapeten. (1848) Donnerſtag den 18. September, Vormittags 10 Uhr, werden im Vergantzimmer im Braunfels in Frankfurt eine große Parthie Pariſer Glanz⸗Tapeten mit Borduren, zu großen und kleinen Zimmern eingetheilt, öffentlich verſteigert. Geſchäftseröffnung. (1349) Einem geehrten Publikum die ergebenſte Anzeige, daß ich nächſten Sonntag den 14. d. M. meine Wirthſchaft, Conditorei und Bäckerei eröffnen werde. Durch freundliche und reelle Bedienung, ſowie ſchöne und gute Waare, vorzügliche, billige Weine und Bier, werde ich mir das Vertrauen der mich Beehrenden zu erwerben und zu erhalten bemüht ſein. Friedberg im September 1851. Heinrich Walz, Uſergaſſe. 292 Empfehlung. (1850) Meine Meßwaaren erhalten, bin ich in allen meinen Artikeln auf's Vollkommenſte aſſortirt und kann ich beſonders eine ſchöne Auswahl der neueſten Bänder und Stickereien billigſt empfehlen. ö G. Simon jun., Modehandlung neben den drei Schwertern. Eine Manſardenwohnung, (1425) beſtehend in Zimmer, Kabinet mit Alkoven, Küche, Keller ꝛc, iſt zu vermiethen und baldigſt zu beziehen. Friedberg. Ruths. Gegen Harthöͤrigkeit. Aecht engliſches Gehör⸗Oel in Flagon à 2 fl. 24 kr. (14760) Durch Anwendung dieſes neu erfun⸗ denen Oels, werden alle organiſchen Theile des Ohres ungemein geſtärkt, das Trommelfell erhält ſeine natürliche Spannung wieder, wodurch die Harthörigkeit ſehr bald ſicher geheilt wird. Bei Friedberg. P. F. Schmittner. 130,000 Ruſſenſteine (1523) aus der Wölfersheimer Fabrik hat zu verkaufen Friedberg. Metzger Weller. Steinkohlen, (1535) vorzüglicher Qualität, ſind wieder bei mir angekommen und werden billig verkauft Friedberg im September 1851. Carl Frick, nächſt dem Bahnhof. Limburger Kaͤſe, (15360) bei Abnahme von 4 Pfund, à 9 kr. per Pfund bei L. Goldmann junior. 80 fl. Vormundſchaftsgelder (15510 liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit bei Aſſenheim. Küfer G. Bopp. Wechſel (1532) auf Newyork und Philadelphia bei Chriſtian Hecht. Bekanntmachung. (1333) Bernhard Goldſchmidt aus Sprendlingen iſt von heute an nicht mehr in meinen Dienſten. Münzenberg den 10. September 1851. Abraham Löb. Baumfrevel. (1351) Ein ſchlechter verruchter Menſch, den ich ſchon mehrmals vergeblich verfolgte, ſchnitt mir in der Nacht vom 5. auf den 6. d. M. in meinem Garten 6 junge Obſtbäume ab. Der⸗ ſelbe trägt gewöhnlich ein dreckiges, graues Tur⸗ nergewand und eine grüne öſtreicher Mütze; wer mir nähere Auskunft ertheilt, ſo daß ich den Thäter gerichtlich belangen kann, erhält eine Be⸗ lohnung von 10 fl. Friedberg den 10. September 1851. Wilhelm Stritzinger, Gartenſchütz. Ein Kindermädchen (1555) wird geſucht. Von wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Fohlen-Ausſpielung. (1556) Wegen eingetretener Hinder niſſe kann die Ausſpielung meiner beiden Fohlen erſt Sonn⸗ tag den 28. d. M. ſtattfinden, was ich hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringe. Niederwöllſtadt den 10. September 1851. Phil. Speck. Entlaufen. (1337) Am verfloſſenen Dienſtag Morgen iſt mir ein weißgefleckter Hühnerhund mit ſpitzem Kopf und kurzem Behang, auf den Ruf Hektor hörend, abhanden gekommen, der redliche Finder wird gebeten denſelben gegen eine gute Beloh— nung an Büchſenmacher Engel in Friedberg abzugeben. Zu verkaufen. (1558) Ein Faſelſchwein, 1 Jahre alt, guter Race, hat zu verkaufen Bäckermeiſter Rupp in Oberwöllſtadt. Kirchweihfeſt zu Dorheim. 61559) Sonntag den 14. d. M. findet bei Unterzeichnetem Tanzmuſik ſtatt, wozu er höflichſt einladet. Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt. Dorheim den 11. September 1851. Konrad Bingel II., Gaſtwirth zur Sonne. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1560) Sonntag den 14. und Montag den 15. September, an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen; unter Zuſicherung beſter Bedienung ladet hierzu höflichſt ein J. Neiſel. Kirchweihfeſt zu Dorheim. 15610) Zur Feier des diesjährigen Kirchweih⸗ feſtes findet Sonntag den 14. und Montag den 15. d. M. in dem neuen Saale des Unterzeich⸗ neten Tanzmuſik ſtatt. Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt und ladet zu recht zahlreichem Beſuche ergebenſt ein Dorheim. W. Bingel. Okarber Brunnen. (1562) Sonntag den 14. September gut beſetzte Tanzmuſik. Muffert. Frankfurter Gold-Cours vom 10. September 1851. —— fl. kr. Piſtolen 9 36-37 Friedrichs d'or 9 57-58 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 477748 Rand⸗Ducaten. 1 5 35-36 20 Frankſtücke 2829 Engliſche Souverains.. 11 50-51 Kirchliche Anzeigen flüür Friedberg. 13. Sonntag n. Trinitatis den 14. Sey, Pfarramtliche Functionen petri Herr Stadtpfarrer Sell. b Vormittags predigt in der Stadtkirchſ i Herr Conrector Müller. Nachmittags predigt in der Stadtkirch Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkircheſ Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirch⸗ Herr Candidat Dieffenbach. Fruchtpreiſe. 10. Sep. 25. Juli 12.3 Gattung. Fried⸗ a Die⸗ berg Mainz burg : f kr fl. ret Waizen pr. Malter 9259 7 83 Urn„ 8— 1715 60 Gerſte„„ 20— 4— 1 510 Hafen?! 31301——1 4 Polizei- Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbac 1 Regierungs⸗ des Recrutirt vom 13. bis zum 19. September. — 2. Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. gf. 1 Leib⸗Roggenbrod 31— 3 2. 52,53 45, 75 11 8 1112 — Milchbrod 171 175 6 — Waſſerweck 115 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 1 Fleiſch-Preiſe. 5 1 Ochſenfleiſch 11 0 11 47 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 8— 1 8 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 27 „ Kalbfleiſch 8— 1 6 1„„ gemäſtetes— „ Schweinenfleiſch 11— 10 „Hammellleiſch 8.— 8— 5 Schaaffleiſch 5——— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12 „ Bratwurſt 16— 14 1 Schwartenmagen 16— 14— „ Geräucherter Speck 20— 18 „Schinken 14— 14 „Dörrfleiſch 144— 14— „ Schweinenſchmalz, 200 ausgelaſſen 20— 18 unausgelaſſen 18— 16— „Nierenfett 16— 16— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeister Bender. Krau hb. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedber g. * 1 75 Regierun an die Gre Vetreffend Nach bis 10. Ott ur Elleicht Theil weit troffen work gende Tage Individuen, eben, ſche dͤeselben der 1—̊—„—̃ͤ ͤ—— 5= S S SSS AS A 2* 5 S S 2 2 2 2 2 2 2.2 S . —