lkundt Intellig enz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 12. Juli 1851. lung N 0 un Wird geben um Dirag *. Die In, iu welch Bode. 5 n. adliche Wa, det Aicha in sogleich p Jung. 1 1 2 5 5 uc Wagn— br. Groedel 1 ſch,„„ W Amtlicher Theil. un die Lehre „Blattes. g 5 15 hie Die Großherzoglich Heſſiſche. *— 9„—* — Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks ends 8 Uhr, 5 Friedberg 35 g lun. an ſämmtliche Gr. Burgermeiſter und Polizei⸗Offizianten W des Regierungsbezirks. *. Betreffend: Verwundung und Beraubung des Handelsmannes Joh. 2 0 Joſeph Diehl zu Frankfurt a. M. durch 2 Königlich 8 Baleriſche Soldaten. . Am 6. dieſes Monats iſt im Frankfurter Stadtwalde ö 1 entwendet worden: stel eine goldene kurze Uhrkette, ſog. Weſtenkette, nebſt ed, einem goldenen Pettſchaft, mit einem bläulichen pars, Stein(Amethyſt), auf welchem ein gothiſches D n u Nn, eingeſchnitten war. i em., Sie werden dieſen Sachen Ihre Aufmerkſamkeit zu⸗ * wenden und im Falle deren Entdeckung augenblicklich An⸗ n. idernagelſ⸗ ufnahme. iſte werde zeige hierher erſtatten. g Friedberg den 8. Juli 1851. ö Bubi er. Bekanntmachung. Betreffend: Die ſtädtiſche Fiſcherei Es iſt mir ſchon zu verſchiedenenmalen zur Anzeige gekommen, daß hieſige Einwohner ſich unbefugter Weiſe deigehen laſſen, die Fiſcherei am ſog. langen Weiher aus— zuüͤben. Ich mache hiermit zur Warnung Jedermann auf die Strenge des deßfallſigen Geſetzes aufmerkſam, da für die Folge jede Uebertretung auf geſchehene Anzeige mit der geſetzlichen Strafe geahndet wird. Friedberg den 9. Juli 1851. f f Der Gr. Bürgermeiſter Bender. Miszellen. Schiller ſchrieb in einem Briefe an Karoline von Wolzogen: Ueberhaupt kommt mir vor— und das mag freilich ein eigennütziger Wunſch unſeres Geſchlechtes ſein— mir kommt vor, daß die Frauenzimmer geſchaffen ſind, die liebe heitre Sonne auf dieſer Menſchenwelt nachzuahmen und ihr eigenes und unſer Leben durch milde Sonnenblicke zu erheitern. Wir ſtürmen und regnen und ſchneien und machen Wind, Ihr Geſchlecht ſoll die Wolken zerſtreuen, die wir auf Gottes Erde zuſammengetrieben haben, den Schnee ſchmelzen und die Welt durch ihren Glanz wieder verjüngen. Sie wiſſen, was für große Dinge ich von der Sonne halte; das Gleichniß iſt alſo das ſchönſte, was ich von Ihrem Geſchlechte nur habe ſagen können, und ich habe es auf Unkoſten des meinigen gethan. Der wegen ſeines merkwürdigen Spielerglückes be— rühmte General Scott war eines Abends tief im Spiel mil dem Grafen Artois und dem Herzog von Chartres zu Paris, als man eine Bittſchrift von der Wittwe eines fraunzöſiſchen Offiziers brachte, die ihre verſchiedenen Un⸗ glücksfalle erzählte und um Hülfe bat. Eine Schüſſel wurde herumgereicht und jeder Anweſende legte ein, zwei auch drei Louisd'or hinein. Als ſie aber dem General ge— reicht wurde, der eben daran war, einen Wurf um fünf⸗ hundert Louisd'or zu thun, ſagte er:„Bitte, warten Sie einen Augenblick, hier gibts etwas für die Wittwe!“ Der Wurf war glücklich, Scott ſchüttete Alles in die Schüſſel und ſchickte ſie der erſtaunten Bittſtellerin. Auf einem Balle, an dem mehrere Seeofſiziere Theil nahmen, fragte einer derſelben, ein Lieutenant, auf eine Tänzerin zeigend, die ſich durch ihren ſchlanken und hohen Körperwuchs auszeichnete, ſeine Dame:„Wer iſt jene Fregatte?“ Die Dame, eine Freundin der großen Tänzerin, gab dem Lieutenant zwar die verlangte Auskunft, hatte aber nach Beendigung des Tanzes nichts Angelegentlicheres zu thun, als zu ihrer Freundin zu eilen und ihr die Worte des Lieutenants zu berichten. Der Lieutenant, dem die große Dame doch eben nicht übel gefallen haben mochte, ging, als zu einem neuen Tanze angetreten ward, zu die⸗ ſer, um ſich die Ehre eines Tanzes von ihr auszubitten, aber naiv erhielt er jetzt die Antwort:„Mein Herr, eine Fregatte kann von keinem Lieutenant geführt werden: ich muß Ihre Bitte daher abſchlagen.“ Als der große Churfürſt von Brandenburg nach dem Treffen bei Türkheim den General Dünewald fragte, wie ſich die Dragoner in der Schlacht bewieſen hätten, er— widerte Dünewald:„So, daß ſie auch den Teufel verjagt hätten, wenn er gekommen wäre!“ 218 29. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat Juni. Friedberg. 30. Getraute: 9. Heinrich Formhals, Bürger und Schuhmacher dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Wirthes Jonas Formhals ehelich lediger Sohn und Wilhelmine Stauby, 5. des hieſigen Bürgers und Fuhrmannes Kaspar Stauby eheliche ledige Tochter. Johannes Dönges, Bürger und Beſchließer des Gr. Burgſchloſſes dahier, des weiland hieſigen Bürgers 6. und Schloßgärtners Wilhelm Dönges ehelicher lediger Sohn und Maria Söller, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Philipp Söller eheliche ledige Tochter. Getaufte: 1. Ein unehelicher Sohn, Johann Heinrich, geb. den 10. Mai. 7. 1. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Anton Simmrock ein Sohn, Franz Joſeph, geb. den 10. Mai. 4. Dem auf Permiſſion dahier wohnenden Steinmetz und Ortsbürger zu Dorndiel Heinrich Rohmann ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 16. Mai. 6. ee Sohn, Georg Franz, geb. den 27. ai. 8. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Franz Albrecht Ruppel II. ein Sohn, Jakob Friedrich, geb. den 17. Mai. f Dem Lieutenant im 2. Bataillon des 4. Gr. Infan⸗ terie-Regiments Karl Auguſt Klar ein Sohn, Karl Ludwig Auguſt Philipp Chriſtoph, geb. den 9. Mai. Dem Vorſteher der Blinden-Anſtalt dahier Johann Peter Schäfer eine Tochter, Eliſabethe Louiſe, geb. den 6. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Muhl ein Sohn, Auguſt, geb. den 18. Mai. 30. 18. 19. 21. 26. 13. 29. 21. Dem Bürger und Handarbeiter Ludwig Jakobi dahier ein Sohn, Heinrich Chriſtian, geb. den 27. Juni. Dem Bürger zu Ortenberg und Locomotiv-Heizer auf 1 2 3 5 5 4 2) Inden der Mainweſerbahn dahier Johannes Köhler ein Sohn, 1 c e Georg Friedrich, geb. den 5. Juni. 3 90 4 1 U 1— l-„ Beerdigte: e u Maria Dorothea Schneider, des auf Permiſſion dahier 5 wohnenden Bauunternehmers und Buͤrgers zu Wies-⸗ Ba dorf in Rheinpreußen eheliches Töchterlein, alt 10 Monate und 14 Tage, 1 den 4. Juni. Eleonore Dorothea Hofmann, geborne Waltz, des wei- land hieſigen Bürgers und Sattlermeiſters Johannes— Philipp Hofmann hinterbliebene Wittwe, alt 82 Jahre Beka! und 6 Monate, 7 den 4. Juni. 1112 Das Des Gr. Stadtpfarrers und Lehrers am Gr. evang. übern wird ve 0 15 werd Predigerſeminarium dahier Wilhelm Heinrich Seel am 4. Juni todt gebornes Töchterlein. ing iim dach Des hieſigen Bürgers und Kupferſchmiedes Martin 1. Mondigler am 6. Juni todt gebornes Söhnlein. f ena 1 a Margaretha Eliſabetha Ruhland, geb. Lau, des weiland hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Johann Phi- lipp Ruhland hinterbliebene Wittwe, alt 63 Jahre,[ peffentli 1 den 16. Juni. 8160) Nc Friedrich Karl Graff, des hieſigen Burgers und ine ummllichen Bäckermeiſters Karl Friedrich Graff eheliches Söhn- en verkauft ha lein, alt 3 Monate und 8 Tage, f den 17. Juni. I laſſen, ſo wer Anna Margaretha Volp, geb. Gerhardt, des hieſigen Teen Bürgers und Todtenwärters Heinrich Volp Ehefrau, uhu 5 alt 39 Jahre und 3 Monate, f den 19. Juni. dchtigung bei Johannes Schwalm, des weiland hieſigen Bürgers Pawendung der und Fuhrmannes Johann Heinrich Schwalm hinter- Friedberg bliebener ehelich lediger Sohn, alt 71 Jahre, 2 Mo- 5 nate und 23 Tage, 7 den 24. Juni. N 5 Heinrich Steitz, des hieſigen Bürgers und Schneide-. Junetbe meiſters Johannes Steitz eheliches Söhnlein, alt 2 Elle) Man Jahre, 6 Monate und 14 Tage, 1ü den 27. Juni. 5 195 1) Knochenöl 2) Rüböl 3) Sparöl 4) Seife, weiße 5) Stearinlichter 6) Talg 7) Schmalz 8) Terpentinöl 9) Saalband 10) Packtuch 11) Bleiweiß 12) Hanf 13) Mening 14) Streichfeuerzeuge 15) Beile 16) Beißzangen 17) Erdſtößer 18) Handſägen Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c N Bekanntmachung. 1118) Montag den 11. Auguſt d. J., des Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf dem bieſigen Rathhauſe ein im Ort Rödelheim in der Frank⸗ furter Straße gelegenes Wohnhaus, welches zu jedem Geſchäft geeignet, gut gelegen und mit der Wirthſchafts⸗Gerechtigkeit verſehen iſt, nebſt einem dabei gelegenen Garten an den Meiſt⸗ und Letztbietenden öffentlich verſteigert werden. Rödelheim den 30. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Feen 3000— 4000 (1141) Gulden find aus der Gemeindekaſſe 19) Kratzen zu Fauerbach J. gegen Hypothek zu 5 pCt. aus- 20) Nagelbohrer zuleihen. 2109 Rechen 22) Reiſerbeſen⸗ 23) Schippen 24) Stemmeiſen 25) Knippel 26) Stopfhacken(eiſerne) 27) Hammerſtiel(Weißdorn) 28) Tracirleinen 29) Buchen⸗Scheitholz 30) Tannen⸗„ 310„ Wellen 32) Unterſchlaghölzer 33) Tuchbürſten 34) Rapbürſten 35) Cylindergläſer 36) Rabſcheibenfilze Butzbach den 30. Juni 1851. Der Gemeinde-Einnehmer Kuhl. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1139) Die Lieferungen nachgenannter Ma⸗ terialien ſollen vergeben werden, wozu Luſttra⸗ gende ihre Forderungen längſtens bis zum 17. Juli l. J. Vormittags 9 Uhr verſiegelt, unter der Aufſchrift„Materiallieferung betreffend/ auf dem Büreau des Gr. Materialverwalters Berle dahier, einreichen wollen, woſelbſt auch kläglich die Bedingungen eingeſehen werden können. Von den unter 1— 14 genannten Gegen⸗ ſtänden ſind Proben vorzulegen. wuerdach M. zu 20 Centner 37) Leinwand, alte 0 5 Centner 020 in Nr. 5 d 10. 389 Strobdecken, 3“ lang 2“ breit 12 Stück 1 i 20% 39) Dochtgarn 10 Pfund. „ Friedberg am 2. Juli 1851. 1 22 1 Die Magazins-Commiſſion. 45 1% Ceninez Bekanntmachung, 49 10 5 betreff: Brenn- und Nutzholz⸗Verſteigerung in 400 Ellen 00 10 Domanial- Burgwald, Reviers Ober- baden 5 1 7 f a 9 Pfund(1145) Dienſtag den 15. d. M. werden 5 1 in dem oben gedachten Walddiſtricte an die J 33 5 2 verſteigert: 40 500 Sti 78/ Stecken geſchält Eichen-Prügelholz, g 3%„ Eichen- und Nadel⸗Stockholz, 1 673 13425 Wellen geſchält Eichen-Reiſerholz, 6 0 12⁵„Nadel ⸗Reiſerholz, 6 5 Wagen, 18 Läſte Allerleiholz, 00 6 3 1275 Stück geſchälte eichene, zu Baumſtützen Ar; 24„ ſortirte Stangen. diiedberg 35„ Zeit und Ort der Zuſammenkunft: 400 Morgens 7 Uhr im Lohſchoppen nächſt des Win⸗ 7 terſteins. 6 Oberrosbach den 5. Juli 1851. 55 Der Großh. Heſſ. Revierförſter 50 des Reviers Oberrosbach doftait 300 Bing mann. 165 De 6. 1 Bekanntmachung. nag 100 Stecken(114) Freitag den 25. Juli, Morgens um Ger 30„ 10 Uhr, ſoll das her hieſigen Gemeinde gehö-. ig esc al 1000 Stuck rige Backhaus auf 6 Jahre verpachtet werden, eiſt Jr S 50 305 auch wird daſſelbe ſchon früher an einen tüch⸗ fund uf 24* tigen Bäcker abgegeben. a viedber 24„ Leidhecken den 28. Juni 1851. 72 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter —* Selz a m. ſion dahier zu Wies: „, alt 10 9 „ des wei⸗ Johannes t 82 Jahre Gr. evang. h Seel am es Martin nlein. des weiland dhann Phi⸗ 63 Jahre, ürgers und ches Soͤhn⸗ 7. Juni. des dieſigen Ip Ehefrau, uni. u Burgers alm binter⸗ re, 2 Mo⸗ Schneider in, alt 2 Juni. — 5 Centnit 12 Stüc 10 Mund. Lommiſſion. Ing, erfteigerung in Nroitts Ober d. M. werden ſricte an die hrügellolz, Stockdolz, holy,, 1 Baumſtüßen „menkunft! +L 41 ich des Wi, * — * 219 Braunkohlenverkauf. 6116) Indem man die Braunkohlen⸗Conſumenten der Wetterau davon benachrichtigt, daß auf den Bergwerken zu Bauernheim, Weckesheim, eie neue Creditperiode begonnen hat, Wölfersheim und Dornaſſenheim mit dem 1. Juli bemerkt man zugleich, daß gegen vorſchriftsmäßige irgſcheine Credit vom 1. Juli bis 31. December d. J. verbunden mit einer Zahlungs— fliſt bis zum 31. März 1852 geſtattet wird. Zur Vermeidung von falſchen Gerüchten diene noch zur Nachricht, daß auf dem Bauern⸗ himer, Dorheimer, Weckesheimer, ſtüheren Vereinbarung die Klötze nach gleichen Am 1. Juli 1851. Wölfersheimer und Dornaſſenheimer Bergwerke nach einer Maaßen geformt werden. Die Verwaltungen der Bergwerke zu Bauernheim L. Sto vch. Weckesheim und Wölfersheim Dornaſſenheim F. Storch. Fr. Schmidt. Bekanntmachung. 0142) Das Hüten der Schafheerde zu ſdhecken wird von Michaeli d. J. an ander⸗ it vergeben werden, diejenigen Schäfer, welche lens ſind ſolches zu übernehmen, können bei den Unterzeichneten hierüber nähere Auskunft epalten. eivbecen den 28. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Selz am. Oeffentliche Aufforderung. 160) Nachdem Karl Schneider von Södel ſane ſammtlichen, daſelbſt gelegenen, Immobi⸗ lun verkauft hat, um ſich anderwärts nieder⸗ laſſen, ſo werden deſſen bekannte wie unbe⸗ nte Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre orderungen binnen 4 Wochen von heute an hier anzuzeigen, widrigenfalls ſie keine Berück⸗ tigung bei Beſtätigung der Kaufbriefe resp. erwendung der Kaufſchillinge zu erwarten haben. Friedberg den 27. Juni 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Dr. Irle. v. Preuſchen. Immobiliar-Verſteigerung. 4161) Montag den 14. Juli d. J., Vor⸗ 1 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der Pfarrei Friedberg in der Gemarkung bauerbach II. zuſtehender Acker laut Inſerat 020 in Nr. 52 des hieſigen Intelligenzblattes it Folge eingelegten Nachgebots, nochmals ſfentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. Juli 1851. In Auftrag: g Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter B gerſteigerung von Früchten auf dem 5 Halm. 1162 Montag den 21. Juli d. J., Vor⸗ nittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die dießjährige Kornerndte von einem 1 Morgen 1 Viertel haltenden Grundſtück am Viehtrieb eben Ludwig Langsdorf, öffentlich meiſtbietend berſteigert. Die Flurſchützen dahier ſind ange⸗ tieſen den Steigliebhabern nähere Auskunft zu ictheilen. Friedberg den 9. Juli 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1163) Dienſtag den 26. Auguſt d. J., Pormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ lauſe die zum Nachlaſſe der dahier verſtorbenen Georg Schreibers Eheleute gehörende Hofraithe in hiefiger Stadt erbabtheilungshalber öffentlich ſtieiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. Juli 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bend e r. Immobiliar-Verſteigerung. (1164) Montag den 28. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe und ein 51½ Ruthen haltender Garten des hieſigen Bürgers Philipp Jung nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. Juli 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1165) Montag den 14. d. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſollen am Auguſtiner Schul⸗ hauſe dahier eine Parthie altes Bauholz, Brenn⸗ holz, alte Bretter, Stubenthüren, Wandſchränke und einiges Eiſen, meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 10. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de v. Verſteigerung. (11660 Montag den 14. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen im Burggrafiatshof dahier alte Baumaterialien, namentlich Fenſter und drei alte Remiſenthore, öffenttich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 9. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung. (4167) Freitag den 18. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſollen in der Gemeinde Oberau circa 95 Klafter Pflaſterarbeit unter den bei der Ver⸗ ſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen öf⸗ fenklich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden, wozu man qualificirte Steigliebhaber einladet. Obe rau den 9. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meides. Bekanntmachung. (1168) Dienſtag den 15. Juli, Vormittags 11 Ühr, ſollen in hieſiger Bürgermeiſterei 24 Klafter Uhrſeile zur Gemeinde-Thurmuhr an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Büdesheim den 8. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Heſe Pflaſter⸗ und Bauarbeits⸗ Verſteigerung. (1169) Donnerſtag den 17. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rath hauſe das Umlegen des Pflaſters einer Orts— ſtraße und die damit verbundene Maurerarbeit, beſtehend in Anlegung eines Kanals und An⸗ fertigung von 160[◻Klaäfter ordinärem Pfla⸗ ſter, ſowie die Lieferung von 6 Einſturzſand⸗ ſteinen und 18 Bütten Kalk, ſodann die Repa⸗ raturarbeiten im Pfarr- und Schulhaus, beſtehend in Maurer- und Schreinerarbeit und die Lie⸗ ferung von 214[Fuß Sandſteinplatten, öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Oberros bach den 7. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Jagdverpachtung. (1170) Mittwoch den 30. d. M., Nachmit⸗ tags um 1 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Jagd meiſtbietend öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden bei der Verpachtung eröffnet. Rendel den 8. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beck. N N Privat- Bekanntmachungen. Wohnungen zu vermiethen. (1150) In meinem von Dienſtbachs Erben erkauften kleineren Hauſe find zwei Wohnungen zu vermiethen und können baldigſt bezogen werden. Im größeren Hauſe ſind noch zwei Wohnungen zu vermiethen, welche ſogleich be— zogen werden können. Friedberg im Juli 1851. C. L. Glück. Ruſſenſteine (966) ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. Ch riſtian Ulrich. Eine Ziege (1171) hat zu verkaufen Friedberg. Feldwebel Rauber. Eine Haushälterin, (1172) welche in allen häuslichen Arbeiten erfahren iſt, wird baldigſt geſucht. Wo? ſagt die Exped. d. Blts. Gaſthaus-Verkauf. (1173) Der Unterzeichnete, durch anhaltende Krankheit ſeiner Gattin am Fortbetrieb ſeines Geſchäfts gehindert, beabſichtiget ſein dahier in der ſchönſten Lage der Stadt gelegenes Gaſt— haus, beſtehend: 1) in einem zweiſtöckigen, 9 Zimmer, Tanz⸗ ſaal, Küche, Küchenkammer, Speicher, gro⸗ ßem gewölbten Keller ꝛc. ꝛc. enthaltenden Wohnhaus nebſt angebauter verdeckter Ke⸗ gelbahn, 2) in einer Scheuer und 60 Fuß langer Stal⸗ lung, Holzſchoppen, Remiſe, großer Hof⸗ raum, Brunnen im Hof und 3) ein Garten beim Haus, unter ſehr annehmbaren Bedingungen entweder aus der Hand zu verkaufen oder wenn dies nicht geſchehen kann, ſolche einer öffentlichen Verſteigerung und zwar Montag den 14. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, auszuſetzen und ladet hiermit Kaufluſtige zur Einſicht der zu verkaufenden Lokalitäten und Entgegennahme der Verkaufsbedingungen höflichſt ein. Aſſenheim den 7. Juli 1851. Chriſt. Bertalott. Annonce. (117 Ich habe eine Parthie /¼ breites Mode Gedruckt von vorzüglicher Qualität und feſten Farben erhalten, die ich zu 9 kr. per Elle erlaſſen kann. Ferner empfehle ich einen ſehr ſchönen, breiten weißen Piqué zu 10 kr. per Elle. R. C. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Eine halbe Scheue zu vermiethen Chr. Glocken (1175) bat Friedberg 220 Friſch angekommen 417060 1) Aechtes Klettenwurzel⸗Oel, à Fläſchchen 30 Kreuzer, be⸗ währt als neues kräftigwirkendes Mittel, um den Haarwuchs mächtig zu befördern. 2) Pariſer Zahnperlen, in Etuis à 1 fl. 45 kr., anerkannt als bewährtes Mittel, um Kindern die gefährliche Periode des Zah— nens glücklich überſtehen zu helfen, bei Friedberg im Juli 1831. P. F. Sehmittner, nächſt der Burg. Ein vollſtändiges Logis (1177) iſt in meinem Hauſe zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Joh. Heil, in der Wolfenſtraße. Zu vermiethen. (1178) Ein vollſtändiges Logis iſt zu ver⸗ miethen und kann bis den 1. Oktober bezogen werden bei Friedberg. H. Heidt, Spenglermeiſter. Abgelagerter reiner Weineſſig (1179) bei H. M. Hirſchſprung in Okarben. Lebe wohl. (1180) Meinen Freunden und Bekannten, von welchen ich vor meiner Abreiſe nach Ame⸗ rika nicht perſönlich Abſchied nehmen konnte, ein herzliches Lebewohl. 5 Friedberg den 10. Juli 1851. Heinrich Martin Decher. Zu dier kau ſſe n. (1181) Ein Mutterſchwein mit 8 Ferkel bie⸗ tet der Unterzeichnete zum Verkaufe an. Vilbel. Simon, Poſthalter. Ein geſitteter Junge (1182) kann unter vortheilhaften Bedingun⸗ gen in die Lehre treten bei 5 Jacob Goldbeck, Meſſerſchmied. Verloren. 41183) In Nauheim oder deſſen Umgebung wurde eine lederne Geldtaſche mit 3 bis 4 fl. Münze verloren. Der redliche Finder erhält gegen Zurückgabe eine Belohnung bei der Expe⸗ dition d. Blts. Es befanden ſich in der Mitte 3 Coupons No. 23 und 60 von der Gemeinde Kaichen und No. 33 von Aſenburg⸗Büdingen, vor deren Ankauf gewarnt wird. Die Waſſerheilanſtalt in Marbach bei Marburg, 11184) unter der ärztlichen Leitung des Hin. Dr. med. Grebe in Marburg, iſt ſeit dem 1. Juni eröffnet. Nähere Auskunft auf Anfragen ertheilt der Kaufmann Wilbelm Hanſtein in Friedberg am Haagk. Einladung. (1185) Samſtag den 12. Juli, Vormittags 11 Uhr, findet zu Langsdorf in der Wohnung des ehemaligen Bürgermeiſters Köhler die Ge⸗ neralverſammlung der Mitglieder der allge- meinen Viehverſicherungsanſtalt zu Hungen Statt, wozu einladet Kolnhauſen den 6. Juli 1851. Der Vorſtand der Anſtalt: Dr. Groß. Bitte. (1186) Es iſt der Fall vorgekommen, daß taubſtumme Knaben— ich weiß nicht von wem verleitet— falſche Looſe zu einer Ausſpielung verkauft und ſo die gütigen Abnehmer getäuſcht haben. Ich bitte inſtändig, wenn je wieder et⸗ was Aehnliches ſich zutragen ſollte, die kleine Mühe nicht zu ſcheuen, und mir augenblicklich Anzeige davon zu machen, damit, wenn möglich, das Böſe im Keim erſtickt werden kann. Friedberg den 9. Juli 1851. In Abweſenheit des Directors der Taubſtummen⸗Anſtalt: Dr. Matthias. Selſerbrunnen, Station Großkarben, (1187) auf den kommenden Sonntag Har⸗ monie und Tanzmuſik. C. Muffert. Kirſchenfeſte auf dem Chauſ⸗ ſeehaus bei Ilbenſtadt. (1188) Bei der Dauer der hieſigen Kirſchen⸗ ernte werden jeden Sonntag vorzügliche Kir⸗ ſchenkuchen, ſowie reingehaltene Getränke, nämlich: Wein, vorzüglicher Aepfelwein ꝛc. ꝛc. verabreicht, wozu höflichſt einladet und einem zahlreichen Beſuche entgegen ſteht Gottfried Mörſchel Wittw., geborne Dikenberger. Hain muͤhle. (1189) Sonntag den 13. d. M. findet auf meiner Mühle gut beſetzte Tanzmufik ſtatt, wo⸗ zu höfllichſt einladet Konrad Faulſtich. Das Kirſchenfeſt zu Ockſtadt (1190) wird Sonntag den 13. d. M. bei dem Unterzeichneten abgehalten werden, wozu derſelbe zahlreich einladet mit dem Verſichern, daß er hinſichtlich guter Speiſen und Getränke, ſowie einer höflichen Bedienung, ſich die Zu⸗ friedenheit ſeiner Gäſte zu erwerben, ganz be⸗ ſonders beſtrebt ſein wird. N. Steyer. Sommertheater in Nauheim. (11911 Sonntag den 13. Juli 1851. Gri⸗ ſeldis. Dramatiſches Gedicht in 5 Acten von Halm. Wilhelm Kern. Frankfurter Gold-Cours vom 7. Juli 1851. — fl kr. Piſtolen 9 36-37 idee 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 46-47 Rand⸗Ducaten.„ 534½-—35 7 20 Frankſtücke 41 25 9 28729 Engliſche Souverains.. 11 54-55 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 4. Sonntag n. Trinitatis den 13. Juli. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. (Die vorige Woche war die Amtswoche des Herrn Stadtpfarrer Fertſch). Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Schenck. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Hunzinger. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche:“ Herr Candidat Hof meyer. Fruchtpreiſe. —— 9. Juli 31. Maiſ28. Mrz Gattung. Fried⸗ f Die⸗ berg Mainz burg 7 fl. kr. fl. kr. fl. f kr. Waizen pr. Malter 9— 8 59—— Korn„, 72 7.30% 6 53—— Gerſte„„ 5 30 50 31ʃ(—— Dale 4421417 * Polizei Taxe vom 12. bis zum 18. Juli. 2 — 5 Fried⸗ Butz. 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 3 3 2„ 7. 51215 44„ 7 11— 11 Lth. — Milchbrod 1.5 1 — Waſſerweck 115 ½ — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 1461 Fleiſch⸗Preiſe. 0 1 Ochſenfleiſch 1— 1 „ Kübfleiſch, gemäſtetes 8— 8 „Rindfleiſch, gemäſtetes 71 2 7777 „ Kalbfleiſch 6— 1 6— „„„ gemäſtetes 1 „ Schweinenfleiſch 9— 9— „ Hammellleiſch 8— 181— 7 Schaaffleiſch„ „ Wurſt veblos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14 „Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 144— 14— 1 Dörrfleiſch 14— 144— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 16— 116— „ Hammelcsfett 16— 16— Die Großherzoglich Heſfiſchen Bürgermeiſler Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Eine wahre 1 1 Am 8 Hachenden Uf bert eiue fle und Waſſer ſe ſo ſah, wi Augen, di 1 Nebe eine bes Fluſſes. 8 g f ur Stunde für die Städte Friedberg und Butzbach 15 1 00 gehabt haben, ſätzte ſch auff eu Ledenſchgſ ſie glüclch w le umme rache, ſo wohl das r. Fiſcherneſ Währ en, öffnete ln. Er tri ung eines i in ihren deteinen