igen heinung errichtet: b. adtkirche: adtkirche: urgkirche: uͤrgkirche: * rinnen f SES! 10 gaermeifter 14 1 3 1 See Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M13. Mittwoch den 12. Februar 1851. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Unterſuchung gegen Gemeinderechner Georg Bertram von Nidda wegen Veruntreuung und Schriftfälſchung. Rubrikat, welcher wegen Veruntreuung und Schrift⸗ fälſchung bei Gr. Landgerichte Nidda in Unterſuchung ſtand, iſt am Abend des 5. d. M. aus dem daſigen Gefangniſſe entwichen. Sie werden auf denſelben fahnden, im Betretungsfalle ihn arretiren und an uns abliefern. Sein Signalement iſt beiläufig folgendes: Alter: 34 Jahre.— Größe: circa 605“.— Haare: blond.— Augen: grau.— Augenbraunen: blond.— Naſe: gewöhnlich.— Mund: gewohnlich.— Bart: blond, Hambacher.— Kinn: oval.— Geſicht: oval.— Ge⸗ ſichtsfarbe: bleich.— Statur: unterſetzt. Kleidung: bei ſeiner Entweichung trug er einen braunen Oberrock von Bieber, eine dunkelgraue Tuchhoſe, geſtreifte Weſte, ein feines Hemd mit Falten, Stiefel, keine Kopf— bedeckung. Friedberg am 6. Februar 1851. nnn Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 1 enthält: 1) Edict, die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1851 betr. Ludwig III. von Gottes Gnaden ze. In Gemäß⸗ beit der Artikel 2 und 3 des Recrutirungsgeſetzes vom 20. Juli 1830 verordnen wir hierdurch, wie folgt: Einziger Artikel. Zur Ergän⸗ ung der Feldtruppen im Jahre 1851 ſind Ein Tauſend Sechshundert ann erforderlich, welche aus den Aufrufsfähigen des Jahres 1850 ausgehoben werden ſollen. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unter⸗ ſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt den 18. Dec. 1850. Lud wei g. Frhr. v. Schäffer-Bernſtein.— 2) Bekannt⸗ machung, die Vertheilung des Recrutenbedarfs von 1851 auf die Provinzen betr.(Taugliche: Provinz Starkenburg 1646, Oberheſſen 1547, Rheinheſſen 1310; zu Stellende: Prov. Starkenb. 585, Oberh. 350, Rheinh. 465.)— 3) Dienſtnachrichten. Am 16. Dec. 1850 wurde dem Schulvicar Sander zu Wallertheim die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Offenheim, Reg-Bez. Worms, übertragen. Am 18. wurden die Hofgerichtsaſſeſſoren Frhr. v. Lehmann und Schenck zu Darmſtadt zu Räthen bei dem dortigen Hofgerichte ernannt.— 4) In den Ruheſtand wurden verſetzt: am 18. Dec. 1850 der Geh. Juſtizrath Stockbauſen dahier, auf Nachſuchen, in ſeiner Eigenſchaft als Mit⸗ glied des hieſigen Hofgerichts, unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte; an demſelben Tage der Phyſikatsarzt Dr. Buch zu Langen, mit Rückſicht auf ſein vorgerücktes Lebensalter und ſeine ge⸗ ſchwachte Geſundheit.— 5) Exledigt find: die 1. evang. Pfarrſtelle zu Büdingen, mit jährl. 1041 fl., Fürſt Aſenburg⸗Büdingen'ſches Präſentationsrecht; die evang. Pfarrſtelle zu Siefersheim, mit jähr⸗ lich 1007 fl. Der redliche Sohn. 2 (Fortſetzung.) Das Landhaus zum goldenen Rebſtock, eine Tagereiſe weit von der Rheinſtadt K. gelegen, war von Gaͤſten um— ringt und man erfreute ſich des erwachenden Frühlings und der lauen Abendluft, welche leicht in den Blüthen— zweigen der Baume ſpielte. Daͤmmerungsgrauen ſpann ſich immer trüber und trüber um die Gegend und zwang die lärmenden Gäſte bald in das Landhaus, wo beim friſchen Trunk Weines die Anweſenden ſich noch erquickten. Alle Gäſte ſchienen froh. Nur Einer derſelben ſchien ſich nicht in den hier waltenden Frohſinn theilen zu können. Tief im Zimmer, beim einſamen Tiſche, ſaß ein junger Mann im Reiſemantel, ſtumm und in ſich verſenkt. Seine Nachbarn kümmerten ſich wenig um den ſteinernen Gaſt, über deſſen Lippen noch keine Sylbe geklungen war. Bläſſe und Roͤthe wechſelten in dem ſonſt anmuthigen Ge— ſichte. Nur zuweilen glänzte das große ſchwarze Auge unter dem Hute hervor. Selten griff er nach dem Glaſe, welches wie Wermuth ihm zu ſchmecken ſchien. So mitten unter dem Geräuſche blieb er in ſich gekehrt, gleich dem Tiefſinne, welcher Alles um ſich her vergißt und den Aus— weg aus Dornenſchluchten des Unglücks finden mochte. Auffallend ſprach aber auch hin und wieder aus ſeinem Antlitze ein Spannen in plötzlicher Bewegung und ein ſie— gendes Lächeln, als ſei es das Erwachen kriegeriſchen Kraftgefühles und dann wieder verdunkelten, wie Herbſt— nebel die Flur, Kummerſchatten ſein ganzes Weſen. Noch immer ſaß der Fremde ſchweigend. Ein Chor fahrender Bergbewohner trat ſo eben ein und ließ ſich in den artigſten Geſangesweiſen hören, und alle Gäſte lauſch⸗ ten überraſcht und entzückt den Aelplern. Immer kräftiger und bald wieder ſchwermüthiger klangen die Lieder der Bergmannsfreiheit und der Bergmannsſehnſucht. Jeder⸗ mann reichte den rüſtigen Söhnen der Schweizerthaler und der Alpenkuppen das gefüllte Glas, und faſt jedes Lied— chen mußten ſie wiederholen. Der Fremde ſaß, vom Gram im innerſten Herzen bewegt. Er dachte an die ſchönen Tage der Kindheit und an einen guten Vater und an die ſanfte Schweſter und an die jüngſt geſtorbene Mutter, und auch an das Un— glück, welches die Seinen ſo zernichtend heimgeſucht. Er blieb ſtille, vertieft in's Gedenken an ſein Heimathdörf— chen, und rückte leiſe den grünen Hut und eine Thräne perlte uͤber das vom nahen Lichtſchein erhellte Angeſicht. Es mochte jedoch ihn ſelbſt angenehm berühren, daß er vereinſamt ſaß und keine nachbarliche Neugierde ihn in ſeinem Sinnen und Betrachten ſtörte. War ein Plan zum Glücke der Seinen im Innern ihm aufgeſtiegen, daß ein freundliches Lächeln ihm über die Wangen glänzte, dann blieb dieſes Freudenbild auch nur im Plane, da Ver⸗ hältniſſe ſeinen Entſchlüſſen ſich entgegenthürmten, die felſenſchroff emporſtarrten und auch nicht den kleinſten hellen Ausſichtspunkt zur Vollendung gewährten. Der junge Mann war Guſtav Walther, der Sohn Hermann's. Er hatte mit Ehren die Soldatenkleidung abgelegt und ſich bieder und emſig während ſeiner Dienſt— zeit bewieſen. Er hatte den vortrefflichſten Abſchied er— halten. Der Oberſt des Regiments kannte ſeinen Werth und hatte geprüpft ſeine Wiſſenſchaft, und empfahl ihn kurz vorher noch dem Wohlwollen des Königs. Die Gnade des Königs beſtimmte den Sohn des Landkrämers zum Offizier, eine Auszeichnung, welche nur den Söhnen aus vornehmer Familie ſonſt geworden. Aber Guſtav er⸗ ſehnte ſchon längſt den Tag der Entlaſſung, um heimzu— kehren in ſein Dorf und daſelbſt dem alten Vater die Geſchäftsmühen zu erleichtern. War ja derſelbe hochbe— jahrt und bedurfte der kindlichen Stütze. Doch Guſtav, welchem die Abſchiedsſtunde vom Kriegerſtande endlich ſchlug und der die nahe Zukunft im elterlichen Hauſe mit Roſen und Freude ſich ſchon beſäumte, wollte ſich aus dem Zeughauſe gerade entfernen, als noch ein Brief mit ſchwarzem Siegel eintraf, von ſeiner Schweſter Dorothea geſchrieben. Zitternd erbrach er das Schreiben und ſah und las und erfuhr das Schrecklichſte. „Komme nur heim zu mir jetzt, daß wir berathen, wie denn der Vater noch zu retten ſei; todt iſt die Mut— ter, und der altersſchwache Vater ſoll doch nicht im Schul— denthurme ſterben! Wenn ich ihn doch nur daraus be— freien konnte und würde zum Opfer dafür mein Leben gefordert!“ Das Grab der Mutter iſt in der Mitte des Kirchhofes und iſt dieſelbe Gruft, in der die Großmutter ruht und welche mit dem großen Leichenſteine bezeichnet iſt. Ich habe daſſelbe mit grünen Raſen und mit Blumen ausgeſchmückt. Wenn Du kommſt, gehe nur nicht in unſer Haus, bevor Du erſt an ihrem Grabe geweilt und für ſie gebetet haſt. Ich ſehe ſtündlich auf dieſe theuere Stätte von dem Fenſter meiner Kammer herunter, und höre das Flittergold im Winde rauſchen, welches ich um das ſchwarze Kreuz gewunden habe. Dann denk' ich an den Vater und an Dich und weine!“ Guſtav hatte dieſes Briefchen wieder vor ſich gehabt, und das machte ihn ſo theilnahmlos für die Freuden des Geſanges der Bergleute. Faſt war es ihm, als müſſe er die Zeit beflügeln, um bald bei ſeiner Schweſter zu ſein. Aber noch eine ganze Tagereiſe lag vor ihm. In ſeiner roſenfarbenen Laune ſtieg der Wirth bald dieſem und bald jenem Tiſche zu und ermunterte die Gäſte zum Trinken. So nahte der Wirth auch dem Fremden mit dem freundlichſten Abendgruße. Guſtav Walther er⸗ wiederte faſt unwillkührlich die Alltagshöflichkeit des Wirthes. In dieſem erhob ſich aber die Neugierde gewaltig, eine — 50 ſeiner hervorſtechendſten Naturanlagen, und mit einer Miene, welche von Theilnahme den Ausdruck abgeben ſollte, konnte er ſich nicht genug wundern, daß in ſeinen ſchönen Gaſtzimmern und bei dem guten Weine Jemand lautlos und ſtill und in ſich gekehrt bleibe. Einſilbig entgegnete Guſtav Walther dem Fragenden. Der emſige Wirth, deſſen Neugierde hiermit noch keine Befriedigung finden konnte, nahm das Wort wieder und ſprach zu Guſtav:„Wenn Ihr heute bei mir zu übernachten gedenkt, ſo muß ich bedauern, daß ich mit be— quemem Lager und freundlichem Stübchen nicht mehr dienen kann. Auch Alles, Saal und Fremdenzimmer, iſt ſchon ausbedungen von einer Anzahl Schützen und Jäger, welche gerade heute ein Feſt bei mir begehen wollen. Es iſt nicht wenig Ehre für mein Haus, daß man unter ſeinen geräumigen Dächern ſolche große Feſte zu feiern beſtimmt. Aber auch trefflichſt ließ ich mein Haus verzieren und ein halber Wald durchgrünt den Saal und! Maiblumen duften auf allen Tiſchen!“ 5 „Alſo kein Zimmer mehr für mich 2, fragte der Fremde. „Ja doch!“ verſetzte der Gaſtwirth.„Droben in Nro. 16. der Fremdenſtuben iſt noch ein Seitenzimmerchen. Wenn Euch das der reiche Muſikalienhändler Schmidt ab⸗ geben will, nun ſo bin ich dabei. Der iſt heute, gleich wie Ihr, gar zu verſtimmt, und ich glaube, daß Ihr ganz zu dieſem Herrn paſſet. Ich hab' es ſchnell herausgebracht, warum der reiche Mann ſo, düſter blickt. Sein Sohn iſt einberufen zum Soldatwerden. Nun ſucht er einen jungen Mann, der für denſelben ſich einſtelle. Er bot große Summen aus. Allein umſonſt ſeithin. Das Geſetz des Königs gebietet, daß ein Jeder, welcher für einen Andern ſich einſtellen will, bereits drei Jahre muß als Soldat gedient und ſich dabei ein gutes Zeugniß über braves Ver— halten erworben haben. Solchen Tugendhelden kann er nicht finden, und nach dreien Tagen ſchon iſt die Zeit für den Abzug des Sohnes aus dem Elternhaus zum Rekruten— leben bezeichnet. Es gibt ſo viel der armen Menſchen in der Welt, wenn davon nur Einer wüßte, der könnte für den Sohn des Kauſmannes einſtehen und bei ſonſt reichſtem Erfolge noch ſein Glück machen! Guſtav Walther fühlte brennende Glut in allen Adern. Sein ganzes Weſen ſchien verändert wie von einem Zau⸗ berſchlage. Die Augen ſtrahlten Freudenblicke auf den ge⸗ ſchwätzigen Wirth. Er trank in haſtigen Zügen ſein Glas ohr 15 voll treibender davonſtürmender Unruhe:— „Führt mich zu dieſem Muſikalienhändler i dieſen Augenblic noch!/ 1. 5 5 5 „Geduldet Euch nur; der Kellner ſoll Eu i a führen!“ ſprudelte der Wirth mit faſt 10 den 2 dem Fremden zu, in ſich eine unausſprechliche Freude fühlend, daß es ſeinem Verſtande und ſeinem Redefluß ge⸗ lang, den ſtummen Gaſt doch in einige Bewegung geſetzt zu haben. a Der Rebſtockwirth zog an dem Mahnglöckchen und verabſchiedete ſich, indem draußen gewaltiges Lärmen rege ward und tobendes Pferdegewieher die Ankunft der Jäger und Schützen deutete. »Ich wünſchte,“ rief der Geſchwätzige noch von der Thüre her,„daß Ihr dieſem Feſte angeſchloſſen wäret, vielleicht kämen beſſere Gedanken in Euer Gehirn, denn Ihr ſcheint ja gar ſo verlegen, und ſcheint Schweres im Herzen zu bergen!“ Der Wirth verſchwand. Ein Kellner kam. Walther folgte ihm. e (Fortſetzung folgt.) 90 Jen sc S1 fe nich fle Vortheil! durch den Gebrauch blem Ha nich ſelbſ — Bekann Outs (130 0 mich 1 qu Küchen, galcgene, den Gut, die d. 14½ Morg gen haltend, en Jahres Die Verpe wobon jede Morgen bal Morgen ion im Ganzen vorhanden Friedbel Aer Gr. Me auge J. deſſen Schi Oehorigen gate dert, etage die von ſeinen din, gegenwa in Mlldach d Monaten dab fals er füt v thümer der f demgemäß Gleich zel derich von feiner bert Milpp Bay Heinich Bor miten will, 9 wilſen zu kön düfgeſordert f Inmobilarn nit euer den sollt, 0 ſchoͤnen lautlos agenden. mit noch t wieder und ein u duften Fremde. oben in merchen. große geſetz des u Andern Soldat wes Ver⸗ fann er Zeit für Nekruten⸗ uſchen in Innte ſur reichſtem 9 hinauf⸗ 1 Worten e Freude defluß ge⸗ g ſe 6. Antwort eines Indiers auf eine Herausfor⸗ derung. Ich habe zwei Gründe, weshalb ich mich nicht mit Ihnen ſchießen kann und will. Der eine iſt der, daß ich Sie treffen kann, und der andere beſteht darin, daß Sie mich treffen können. Ich ſehe gar nicht ein, was fur ein Vortheil mir daraus erwüchſe, wenn ich Ihnen eine Kugel Ich wüßte nicht den geringſten Gebrauch von Ihrem Körper zu machen, wie etwa von einem Haſen oder einem Reh, wenn ich es tödtete. durch den Kopf jagte. 1 gehalten einem Uebel auszuweichen, als mich demſelben bloszuſtellen. Ich habe große Angſt, daß Sie mich treffen könnten. Und da dies der Fall iſt, ſo ziehe ich es vor, Was mich ſelbſt betrifft, ſo habe ich es immer für zweckmäßiger mich in einiger Entfernung von Ihnen zu halten. Wenn Sie aber denn doch ihre Piſtolen einmal probiren wollen, ſo nehmen Sie zu dem Zwecke nur irgend einen beliebigen Gegenſtand— etwa einen Baum, oder ſonſt etwas, das ungefähr von meiner Statur iſt; und treffen Sie dann, ſo benachrichtigen Sie mich davon, und ich werde die Sache ſo aufnehmen, als ob ich mich an derſelben Stelle befunden und Sie mich ſelbſt getroffen hätten. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Gutsverpachtung zu Kaichen. (187) Mittwoch den 19. Februar 1851, Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in dem Gemeindehaus zu Kaichen, das in der Kaichener Gemarkung gelegene, dem Gr. Heſſiſchen Fiscus gehörige Gut, die Heide oder das Hochholz genannt, 147½ Morgen Orts- oder 114 Normal⸗Mor⸗ gen haltend, auf 9 Jahre vom Anfange künkti⸗ gen Jahres an, öffentlich meiſtbietend verpachtet. Die Verpachtung geſchieht in zehn Abtheilungen, wovon jede der neun erſten an einem Stück 15 Morgen hält, auf die letzte aber nur 12¼ Morgen kommen. Auch kann die Verpachtung im Ganzen ſtattfinden, wenn Pachtluſtige dazu vorhanden ſind. Friedberg den 21. Januar 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Oeffentliche Aufforderung. (159) Peter Bopp von Melbach, geboren im Jahr 1777, alſo über 70 Jahre alt, der ſchon ſeit langer Zeit von Hauſe abweſend und über deſſen Schickſal nichts zur Kenntniß ſeiner An⸗ gehörigen gekommen iſt, wird hiermit aufgefor⸗ dert, etwaige Erb⸗ oder ſonſtige Anſprüche an die von ſeinem Vater Philipp Bopp herrühren— den, gegenwärtig im Beſitz des Conrad Bopp in Melbach befindlichen Immobilien, binnen 3 Monaten dahier geltend zu machen, widrigen— falls er für verſchollen, Conrad Bopp als Eigen- thümer der fraglichen Immobilien betrachtet und demgemäß weiter verfügt werden wird. Gleichzeitig werden, da auch Eberhard Hul— derich von Melbach über verſchiedene andere, ſeiner verſtorbenen Ehefrau von Seiten des Philipp Bopp, resp. deſſen Sohnes Johann Heinrich Bopp, zugefallene Grundſtücke dispo⸗ niren will, ohne das Eigenthum urkundlich nach⸗ weiſen zu können, alle übrigen etwa Berechtigten aufgefordert, ihre Anſprüche an den Boppiſchen Immobiliarnachlaß binnen der obigen Friſt da— hier zu begründen oder ſich zu gewärtigen, daß ſolche bei Beſtätigung von Veräußerungen un⸗ berückſichtigt bleiben. 8 Friedberg den 21. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Jagdverpachtung in Langgöns. (166) Dienſtag den 18. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehaus dahier die Aus⸗ übung der Jagd in der Gemarkung Langgöns, ungefähr 6100[OIMorgen enthaltend, auf 6 Jahre unter den bei der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen verpachtet werden. Langgöns den 20. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Dern. Eetrgllcoung. (217) In Folge Concurserkenntniſſes gegen den Israeliten Heinemann Bamberger zu Bel— lersheim, iſt Liquidationstermin auf Donnerſtag den 6. März beſtimmt worden, und haben bekannte wie un— bekannte Gläubiger, bei Vermeidung Ausſchluſſes, ihre Forderungen anzuzeigen, auch wegen der ferneren Behandlung des Concurſes, ſowie wegen etwaigen Vergleichs ihre Erklärung abzugeben, indem ſonſten nach den Beſchlüſſen der Mehr— heit der erſcheinenden Gläubiger verfügt wer— den wird. Hungen den 26. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Frucht Verſteigerung. (218) Donnerſtag den 13. l. Mts., Nach- mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds 50—60 Malter Korn und 10—20 Malter Gerſte, zweimalterweiſe, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 5. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (235) Freitag den 14. I. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden in den ſtädtiſchen Bauman⸗ lagen mehrere Haufen Ausputzholz an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert. Der Anfang geſchieht an dem Seeergraben, zunächſt am neuen Thor. Friedberg den 10. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobiliar-Verſteigerung. (236) Donnerſtag den 20. d. M., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die zur Concursmaſſe des Philipp Schneider J. dahier gehörigen Immobilien, beſtehend in einer Hof⸗ raithe und circa 10 Morgen Güterſtücke, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Bemerkt wird noch, daß auswärtige Käufer nur unter der Bedingung zur Verſteigerung zu— gelaſſen werden, wenn ſie ſich über ihre Zahlungs- fähigkeit genügend ausweiſen können. a Södel am 7. Februar 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Bekanntmachung. (237) Ein Pferde-Leitriemen mit vier Theilen iſt heute am Bainhardsforſthaus gefunden wor den. Der Eigenthümer kann denſelben gegen Erſtattung der Inſeratgebühren bei Wilhelm Vorbach dahier in Empfang nehmen. Holzhauſen den 7. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſſer Ried. Holz⸗Verſteigerung im Revier Bingenheim. (238) Freitag den 14. Februar l. J. ſollen im Berſtädter Markwald: 38½ Stecken buchen Scheitholz, 63½¼„„ Prügelholz, 31 5„ Stockholz, 1314„„ Reiſer, ſowie 6 Stämme buchen Werk- und Nutzholz von 3—4 Fuß Durchmeſſer und 646 Cubik⸗ fuß enthaltend, brauchbar zu Schaufeln, jeder Art Wagnerholz und zu Hack- brettern, 8 meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft und der Anfang iſt an oben genanntem Tage des Morgens um 9 Uhr am Häuſerhofſchlag. Häuſerhof den 4. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter für denſelben Schmidt. Faſelochs-Verſteigerung. (239) Donnerſtag den 13. d. M., Mittags 1 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten ein der Gemeinde zuſtehender Faſelochſe verſtei⸗ gert werden. Derſelbe iſt Zjährig und ſehr gut gehalten. Niederrosbach den 10. Februar 1851. Der Großh. Seſſ. Bürgermeiſter Gero h 100 Gulden (240) liegen im Kirchenkaſten zu Rodheim vor der Höhe zum Ausleihen bereit. Der Kirchenvorſtand. Holz⸗-Verſteigerung. (241) Donnerſtag den 13. d. Mts., Mor⸗ gens 9 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewalde nachſtehendes Holz verſteigert werden: 16 Stecken eichen Prügelholz, 4„ buchen„ 6„ fichten„ 5 17 9 Stockholz, 20„„ Reisholz, 74„deichen und buchen Reisholz, 3 Stück eichene Werkholzſtaͤmme, 34„ Nadelholzſtämme, 102„ dergl. Stangen. Södel am 5. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Bekanntmachung. (242) Der Müller Chriſtian Müller dahier iſt geſonnen, ſeine im hieſigen Orte an dem vereinigten Uſa- und Wetter ⸗Fluſſe gelegene Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Roll gange nebſt dem dazu gehörigen Gelände, be— ſtehend in circa 100 orgen Gärten, Aecker und Wieſen, Mittwoch den 26. Februar l. 8. Vormittags 10 Uhr, in der Mühle ſelbſt öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen freiwillig zu verkaufen und ladet Kaufluſtige ergebenſt ein. Bemerkt wird, daß die Mühle nur eine halbe Stunde von der Main-Weſer⸗Eiſenbahn entfernt und mit dieſer durch Chauſſee verbunden iſt, 75 daß dieſelbe jeden Tag eingeſehen werden ann. Bruch enbrücken bei Friedberg den 3. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be ſt. Edictalla dung. (243) Dingliche und perſönliche Anſprüche an die Concursmaſſe des Baders Conrad Stier und deſſen Ehefrau Chriſtine, geb. Erle zu Reichelsheim, find 8 Dienſtag den 11. März l. J., Morgens 9 Uhr, bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der vor⸗ handenen Maſſe dahier zu liquidiren. Reichelsheim den 8. Februar 1851. Herzogl. Naſſ. Juſtizamt Hildenbrand. Holz⸗Verſteigerung. 241) Donnerſtag den 20. Februar l. J., ormittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem 5 7 55 von Ritter'ſchen Walde bei Hof aſſeleck nachſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbietenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden: 18 eichen Bauſtämme, circa 2966 Cubikfuß enthaltend, 32 Stecken eichen Scheitholz, 5 1„ Prügelholz, 2* birken 17 4925 Stück eichen und birken Wellen, 4062„ tannen Wellen, 18» Backwellen und 2300„ tannene Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt auf Hof Haſſeleck. Friedberg den 10. Februar 1851. In Auftrag: Fa a z. S οτιο⏑. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ge ſ u ch. 5 (225) Ein tüchtiges braves Hausmädchen wird geſucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. Entlaufene s Schwein. (245) Am vergangenen Montag den 3. Feb⸗ ruar d. J. iſt mir ein Springer(Eber) ent⸗ lanfen. Der gegenwärtige Beſitzer wolle den⸗ lben gegen eine gute Belohnung an mich zurückgeben. G. Philippi, im ſteinernen Haus. Muſikverein in Friedberg. (246) Dritte wöchentliche Abendunterhaltung des Muſikvereins Mittwoch den 12. Februar d. J. bei Alb. Foucar in der Uſergaſſe. Der Vorſtand. Zum Verkaufen. (247) Zwei ganz gute fehlerfreie Pferde, ein Schimmel 8 Jahre und ein Brauner 10 Jahre alt, habe ich zu verkaufen und können gegen genügende Bürgſcheine auch auf Credit abgegeben werden. Altenſtadt den 9. Februar 1851. Heinrich Holzapfel. Zu der mi et he n. (248) In den Liebfrauengärten find 2 Viertel 28 Rüthen Garten zu vermiethen. E. Suhrada. Feine Reißfedern (249) und vollſtändige Reiß⸗ zeuge billigſt bei C. Bindernagel. — 52— Maskenball bei Gerlach Sonntag den 16. Februar. (250) Eintrittskarten für einzelne Perſonen à 30 kr., ſind bei den Herren Heinrich Hahn, Jakob Faatz, G. Gerlach und in den drei Schwertern zu haben, und bei Balldiener Künzenbach liegt die Liſte zur Einzeichnung auf Familien— karten fortwährend offen. Friedberg den 9. Februar 1851. Das Comite. Militärſtellvertretungs⸗Anſtalt von Carl Schwarz in Darmſtadt, Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. (80) Die Statuten der ſich in obiger Anſtalt bildenden Aſſecuranz-Geſellſchaft pro 1851, welche ſchon eine größere Anzahl Mitglieder zählt, können bei mir in Empfang genommen werden und lade ich die Betheiligten zum alsbaldigen Beitritt hiermit freundlichſt ein. NB. Die Einlage iſt auf fl. 175. herabgeſetzt. Der Agent . H. Hahn. Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. (2310 In dem Verſicherungs-Geſchäft unſerer Geſellſchaft hat das Jahr 1850 ſeinen gedeihlichen Fortgang behauptet und ſteht dem erſprießlichen Reſultate des Jah⸗ res 1849 nicht nach. Es wird daher der Abſchluß von 1850 gleichfalls den Intereſſenten eine gute Dividende leiſten.— b f Mit Ablauf 1849 erſchienen 6619 Perſonen mit 7,771,100 Thalern verſichert, welche ſich mit Schluß 1850 auf 6804 Perſonen mit Sieben Millionen 959,400 Thalern geſteigert haben. Von Todesfällen kamen 145 Perſonen mit 197,900 Thalern zur Anmeldung. Geſchäfts-Programme und Antrags-Formulare ertheilen die Herren Agenten der Geſellſchaft, ſo wie Unterzeichneter(Spandauer-Brücke No. 8.) be⸗ reitwilligſt und unentgeldlich. Berlin den 11. Januar 1851. Lobeck, General⸗Agent. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geſchäfts-Programme bei uns un⸗ entgeldlich ausgegeben werden. Friedberg und Laubach den 30. Januar 1851. g Die Agenten der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft Nau. Zöckler. eiche: (252) So eben iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Zur Regierungsgeſchichte des Groß herzogibums Heſſen. Zuſammenſtellung von Geſetzen, Verordnungen und landesherrlichen Verkündigungen von f 1816 bis 1830. Ein Handbuch für heſſiſche Bürger. Herausgegeben von Dr. Joſeph Mayer. brochirt. Preis 28 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. . Nr. 2e tungen und B auf den außer haben in Gem Mt. 2 des E ſchäftsordnun Kammer der für die zweite gnädig zu e 1850 wurder der Steuere Steuercontre 9, wurde der den St.⸗B. K der Oberſteue St.⸗B. Grün Oft. 1850 fſt de Hehülfen bei d rakters als C Huuptmann 2 berſezt. Am 8. Juf⸗Reg. zum Oberlleut der penſ. Ober I. wurde der N. tempor wurden verſe — 8) Geſtoy