nage! ritdbetg Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen 5 im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M.. Sonnabend den 11. Januar 1831. Das„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1851, ebenſo wie im Jahre 1850, wöchentlich zweimal (Mittwochs und Samſtags) ausgegeben.— Das„Intelligenz⸗Blatt“ wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats- und Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglcher Zeit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— Bei allen Poſtverwaltungen Semeſter 46 kr. des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile oder deren Raum 4 kr. für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Johannes Bramm von Arnshain und Conſorten wegen thätlicher Verletzung der Amts⸗ und Dienſtehre. Der Zimmergeſelle Johannes Hauf von Kirtorf iſt mit einem auf ein Jahr giltigen, am 7. Auguſt d. J. nach Friedberg ausgeſtellten Heimathsſchein von Kirtorf abgereiſt und ſein gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt. Da ſeine Vernehmung in obiger Sache erforderlich iſt, ſo be⸗ auftragen wir Sie, im Falle er ſich in einem Ihrer Orte aufhält, demſelben aufzugeben, ſich alsbald und bei Ver⸗ meidung der Arretirung bei Gr. Landgerichte Homberg zu ſiſtiren; auch uns davon, daß es geſchehen, berichtliche An— zeige zu machen. Friedberg den 30. Dezember 1850. Dürr ien Die ſelbe an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre, ſowie die Gr. Gendarmen dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Diebſtahl mittelſt Einbruchs zum Nachtheil des Handels- manns J. G. C. Lindheimer zu Frankfurt a. M. Am 1. auf den 2. Januar d. J. ſind die nachver— zeichneten Gegenſtände zu Frankfurt a. M. entwendet wor⸗ den. Wir tragen Ihnen auf, deßhalb Nachforſchungen an— zuſtellen und, wenn Sie etwas entdecken, uns alsbald Anzeige zu machen. Friedberg den 3. Januar 1850. Ou t nem 1) Ein circa 2“ langes bleiernes Waſſerſteinrohr nebſt dazu gehörigem kupfernem Seiher; 2) eine große Kaffeekanne von engliſchem(Britania) Metall, deren unterer Rand abgenommen iſt; 3) das meſſingene Auslaufrohr, der kupferne Keſſel, einige Schrauben und Meſſingtheile einer Handſpritze; 4) einige Schlüſſel. 7 Das Mühlchen in der Morgenbach. Eine Begebenheit aus dem Jahre 1716. (Fortſetzung.) Bei dieſer Angelegenheit war ſie mit ihren Gedanken, denn der Jakob hatte das Mädchen lieb und hatte heute ſo etwas fallen laſſen vom Fortgehen, wenn er nicht Hoffnung habe, fur immer in der Mühle zu bleiben.— Es war gar ſeltſam— aber mit einemmale brach der Mutter und der Tochter der Faden. Sie bückten ſich beide zur Spuhle, ihn zu ſuchen. Als er wieder angeſponnen war, ſagte die Mutter: Marie, weißt du auch was Neues? Was denn? fragte das Mädchen. Der Jakob will fort! Glück auf die Reiſe! Laßt ihn laufen, Mutter! Du dummes Ding, haſt gut reden, kollerte die Mut— ter. Was fangen wir dann an? Wir nehmen einen andern! Hätteſt du erlebt, was ich ſchon in meinem Witt⸗ wenſtande erlebt habe, du würdeſt anders reden! So einen wie den Jakob kriegen wir nicht wieder. Was haſt du nur gegen ihn? Gar nichts, ſagte Marie, ich kann ihn nur nicht leiden! Was hat er dir denn gethan, du tolles aberwitziges Ding? Thut er dir nicht alles zu Gefallen? Hat dir noch letzten Mittwoch den ſchönen Rosmarin von Bingen mitgebracht!. Er hätt' ihn für ſich behalten können! Schäm' dich, Mariechen, rief die Mutter. Nach meiner Zufriedenheit fragſt du nicht. Ich werde alle Tage baufälliger und ſo gehts grade der Mühle. Was ſoll aus dir werden, wenn ich nun ſterbe? Wer ſchützt dich in dieſen argen Zeitläuften? Wer baut die Mühle? Der Jacob hat Geld, wir keins! Und iſt er nicht ein ſittſamer, fleißiger und verſtändiger Menſch? Verſteht er nicht bei ſeinem Mahlen auch noch die Kunſt als Mühlarzt? Was hätt' ich ausgeben müſſen, ſeit er in der Mühle iſt, wenn ich alles, was er mit ſeiner kunſtreichen Hand poſſelt, haͤtte bezahlen ſollen? Du liebe Zeit, ich hatte können eine Hypothek auf's Mühlchen machen, und ſo iſt's doch ſchuldenfrei. Sag' mir einen Burſchen zu Trechtlings⸗ hauſen, Aßmannshauſen oder Heimbach, der ſo zurückge— zogen und ſparſam lebt wie er? Frag' den Schultheiß, ob einer ſo wenig in ſein Haus kommt, wie er, zu trinken oder zu knöcheln. Alles ſpart er ſich. Und wer iſt ſo fromm wie er? Er verſäumt keine Frühmeß und kein Hochamt. Ueber ſeiner Kiſte hängt ein Weihwaſſerkeſſel— chen und ein Palmbuſch. Er betet morgens und abends den Roſenkranz. Und gelt, was hat er dir einen ſchönen Roſenkranz mitgebracht, als er an der Moſel war oder in Koblenz? Siehſt du Mariechen, ich könnt' mir kein größer Glück wünſchen, als wenn du ihn heiratheteſt. Wie lieb hat er dich! Er hat auch ſo auf den Buſch bei mir ge— klopft und ich muß einmal im Ernſte mit dir reden. Jetzt ſind wir ſo ſchön allein und er ſchläft ſchon. nee Mutter, rief das Mädchen, ſage, ich ſoll in die Klauſe ſpringen, in den Rhein laufen, ich thu's lieber als das! Ei du gottvergeßnes Ding! ſchalt die Mutter. Gelt er iſt dir zu alt? Nun, laß dich jung hängen, ſo wirſt du nicht alt! Dein Vater war auch zwölf Jahre älter wie ich, und als er ſtarb, war er doch noch ein junger Burſche gegen mich. Wie alt iſt er denn? Wenn noch ein paar Jährchen um ſind, biſt du eine alte Jungfer. Nein Mutter, ſprach Mariechen darauf ruhig und feſt; gebt den Gedanken auf. Ich kann einmal den tücki⸗ ſchen, verſtockten Menſchen nicht leiden. Wer niemanden ehrlich anſehen kann, taugt nichts. Er iſt ein Geizhals, ein Pfennigfuchſer. Für ſeine Frömmigkeit geb' ich keine Hand voll Kleie. Das gute Gewiſſen fehlt ihm. Gegen uns ſtellt er ſich wie ein Lamm und iſt doch inwendig ein reißender Wolf. Ich hab' ihn einmal bös geſehen, da war er ein wahrer Teufel und hätt' ich nicht abgewehrt, er hätte den Mann, der ihn beſchuldigt hatte, er habe gegen Recht gemaltert mit dem Beil todt geſchlagen. Ihr meint, er wär' ſo fromm? Wo geht er denn Nachts, 14— wenn alles ſchläft, hin? Meint ihr, ich ſchliefe immer wie ein Sack? Geht jetzt an ſein Bett! Wenn er im Hauſe iſt, ſollt ihr mich nicht mehr als euer Kind anſehn. Nein, Mutter, lieber ſterben will ich als ſeine Frau werden! Und zwingt ihr mich, ſag' ich am Altar noch nein oder ſpringe gar in den Rhein, wenn ich nicht in's Kloſter gehe! Da ſchlugs auf der Stubenuhr zwölf und die Mut⸗ ter ſagte: Wir wollen ſchlafen gehen! Zuvor nahm ſie das Licht, ging in Jakobs Kammer— und— das Bett war leer. Sie ging in die Mühle— er war nicht da. Gedankenvoll kam ſie wieder und legte ſich ſtill zu ihrem Kinde; aber ſie ſchlief nicht und hörte, wie nach ein Uhr der Jakob leiſe die Treppe hinauf nach ſeiner Kammer ſchlich. Mariechen hatte zwar keinen beſtimmten Argwohn ausgeſprochen, aber es heißt in dem Liede: Ein Fünklein, das da fährt ins Stroh, Kann leicht zur Flamme lohen; Wo der Verdacht ins Herz ſich ſchleicht, Da wächſt er ſchnell, da wächſt er leicht; Der Glaube wankt, Vertrauen weicht, Und Ruh iſt dann entflohen! So ſtands bei der Müllerin. Das Fünklein war ins Stroh gefahren! Was mag nur das Kind mit dem„reißen⸗ den Wolfe“ gemeint haben? fragte ſie ſich, als ſie Nachts wach im Bette lag. Zu fragen wagte ſie nicht, weil ſie die Sache lieber im Dunkeln laſſen als zu einer Gewiß⸗ heit kommen wollte, die vielleicht alle ihre Hoffnung zu nichte machen konnte. Wie ſie aber ſo ſann und grübelte kam ihr eine recht ungelegene Erinnerung. Vor einem halben Jahre war's, da ging ſie einmal Morgens nach Jakobs Kammer, der eben elligſt in die Mühle gerufen worden war, weil ein Zahn am Kammrade gebrochen war, der ſchnell gemacht werden mußte. Sie trat hinein, weil ſie ſein Bett machen wollte. Sorgfältig hatte immer Jakob ſeine große eichene Kiſte verſchloſſen gehalten. Jetzt ſtand der Deckel auf. Er mußte in der Eile vergeſſen haben ihn zu verſchließen. Das alte Sprüchlein: Die Eva iſt noch nicht todt. beſtätigte ſich auch bei ihr. Eine unbezingliche Neugierde ergriff die Alte und leiſe trat ſie zur Kiſte. Da lagen allerlei Kleider, die ſie nie an dem Jakob geſehen; feine Kleider, wie ſie die Herrenleute tragen, und in der Ecke unten ſtand ein kleiner Sack voll Geld, ſo viel, wie ſie niemals geſehen. Sie ſchlug die Hände vor Verwunde— rung zuſammen. Ja, als ſie das Deckelchen der kleinen Nebenlade hob, da lagen darin drei Uhren, zwei ſilberne und eine von purem Gold und etliche goldene Ringe. Gar gerne hätte ſie noch mehr geſehen, aber das Herz pochte ihr, wenn ſie dachte, der Jakob könne kommen. Sie deckte die Nebenlade wieder zu und machte ſich aus dem Staube. Kaum war ſie auf dem Speicherchen, da ſprang er auch eilig die Treppe herauf, ſchloß ſeine Kiſte und lief ſchnell wieder hinunter.(Fortſetzung folgt.) für ihn in der Perſon des Andreas Rau von Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalla dung. (19060) Anſprüche aller Art an das für con⸗ cursfällig erklärte Vermögen des Heinrich Rahn II. von Altenſtadt ſind bei Meidung ſtillſchwelgend erfolgenden Ausſchluſſes in dem auf Mittwoch den 29. Januar 1851, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidations-Termine bei unter⸗ eichneter Gerichtsſtelle anzuzeigen und näher 8 0 zu begründen. Zugleich wird der— unbekannt wo?— abweſende Heinrich Rahn II. von Altenſtadt aufgefordert, in dieſem Termine zu erſcheinen und ſeinen Gläubigern gegenüber ſeine Rechte zu wahren, als ſonſten der einſtweilen Altenſtadt beſtellte Curator definitiv beſtätigt wird und deſſen Handlungen ſo angeſehen wer— den als ſeien ſie von ihm ſelbſt vorgenommen worden. Groskarben den 25. November 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jag e. Main⸗Weſer⸗Bahn. (87) Mittwoch den 15. Januar l. J. Vor⸗ mittags 11 Uhr ſoll auf dem Bahnhofe zu Vilbel altes Gus⸗ und Schmiedeeiſen, Karren, Brennholz ꝛc. an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Bezahlung öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 3. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Sections„Ingenieur der Sektion Vilbel Hochgeſand. Mobilien ⸗Verſtefgerung. (38) Mittwoch den 15. l. Mts., Morgens um 9 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr anfan⸗ gend, wird der Mobiliennachlaß der verſtorbenen Georg Schreibers Eheleuten in deren Wohnung in der Wilhelminenſtraße, beſtehend in Holzwerk, Bettung, Weißzeug, Frauenkleider, Zinn, Eiſen d., meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 6. Januar 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verpachtung des Mineralbrunnens a zu Vilbel. (35) Der dem Großh. Heſſ. Fiscus gehörige Mineralbrunnen zu Vilbel mit der dabei be— undlichen Wohnung für den Pächter deſſelben, wird Dienſtag den 28. dieſes Monats, Vormit⸗ tags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Vilbel, auf 6 Jahre, von dem Tage der ertheilt werdenden Genehmigung an, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 2. Januar 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Wie ſenverpachtung zu Stammheim. (386) Mittwoch den 15. dieſes Monats. Mit⸗ tags 12 Uhr, wird zu Stammheim in der Be- hauſung des Gaſtwirths Herrn Metzler die 7 Morgen, 84 Klafter haltende fiskaliſche Wieſe, der See genannt, auf 6 Jahre, vom Anfang dieſes Jahrs an, öffentlich verpachtet. e Friedberg den 4. Januar 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Bekanntmachung. Betr.: Holzverſteigerung in dem bei Oberros— bach gelegenen Domanialwald Keller— berg. (43) Mittwoch den 15. d. Mts. ſollen in dem oben genannten Walddiſtricte: ½ Stecken birken Scheitholz, 47„ buchen ⸗, 10 Stecken birken⸗, 8„ nadel ⸗, 3% Stecken aspen⸗ Prügelholz, 2 Stecken nadel ⸗, 5 Stecken aspen⸗ Stockholz, Wellen buchen⸗, 1250 Wellen birken⸗, Wellen aspen⸗ und nadel⸗ Reiſerholz, 1 Nadelbolzſtamm von 6“ Durchmeſſer und 25“ Länge; 1 birken Schiebkarren⸗ baum, 10 Stück Nadelholzſtangen zu Baumpfählen und 25 Stück Nutzgerten, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Verſteigerung beginnt präcis 9 Uhr. Oberros bach den 2. Januar 1851. a Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Auf for dexun g (55) Die Inhaber der Partialobligationen der Gemeinde Sbererlenbach, welche ihre fälligen Zinscoupons noch nicht eingeſendet haben, wer⸗ den hierdurch aufgefordert, dieſelben bis zum 21. Januar l. J. bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer zu Friedberg abzugeben, da an genanntem Tage der hieſige Gemeinderech⸗ ner zur Einloſung ſich daſelbſt einfinden wird. Obererlenbach den 8. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Cloos. Holz-Verſteigerung. 156) Montag den 13. und Dienſtag den 14. d. Mts., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, ſoll in hieſigem Gemeinde walde nachſtehendes Holz einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 17½ Stecken buchen Prügelholz, 50 5„Stockholz, 23„ eichen Scheitholz, 56 1 7 Prügelholz, 17„„ Stockholz, 20„„Reisholz, 64 Stämme„ Bau, Werk⸗ und Nuß⸗ holz, welche zuſammen 3678 Cubikfuß enthalten und 42 Stück eichen und buchen Deichſeln und Langwitten Bemerkt wird noch, daß vor der Verſteigerung die Verkaufsbedingungen bekannt gemacht wer⸗ den und daß das Bau⸗, Werk- und Nutzholz, ſowie die Deichſeln und Langwitten am erſten Tage zur Verſteigerung kommen. Södel am 7. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reiß. —— 15— uf ore (57) Anſprüche an den geringen Nachlaß des am 23. Juli v. J. zu Gießen verſtorbenen Geometers Heinrich Jäger von Steinfurt, ſind im Termine Freitag den 14. Februar d. J., Vormittags 8 Uhr, dahier anzumelden, als ſonſt geeignet darüber verfügt werden wird. Altenſchlirf den 3. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daf. 7 Weidig. Pilger. Bau- und Werkholz-⸗Verſteigerung. (58) Montag den 13. Januar 1851, Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll im Gemeindewald Burg⸗ gräfenrod, Diſtrikt Unterwald: 1) 90 Stämme eichen Bau- und Werkholz, 10031 Cubikfuß enthaltend und 2) 1 Stamm buchen Werkholz, 116 Cubik⸗ fuß enthaltend, meiſtbietend verſteigert werden. Bemerkt wird, daß ſich vorzügliches Bauholz dabei befindet. Burggräfenrod am 8. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mo ſchero ſch. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Z- u Vermieten. (28) In meiner Wohnung bei Wittwe Erbs find 2 möblirte Zimmer zu vermiethen und können ſolche gleich bezogen werden. Friedberg im Januar 1851. Konrad Ho eck. ** Nicht zu uͤberſehen. (49) Herr Nathan Bing aus Höchſt a. d. N. erkaufte im vorigen Jahre von dem Grafen von Solms Laubach eine Partie Waldheu, welches in Engelthal lagert. Ich bringe ſolches blos aus dem Grunde zur Kenntniß des Publikums, damit dieſes Heu nicht etwa, als auf den Wieſen gewachſen, in Kauf kommt. Altenſtadt im Januar 1851. Michael Schmidt. Anzeige. (310 Indem ich die ergebene Anzeige mache, daß ich unter heutigem Tage dahier ein Kam— machergeſchäft errichtet habe, bitte ich unter der Zuſicherung reeller und billiger Bedienung um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg den 2. Januar 1851. err nächſt der Burg. Zum Verkaufen. (89) In Rodheim iſt bei Georg Weller III. ein rothſchäckiger Faſelochs von 7 Jahr zu verkaufen. Eine brave Magd (60) wird geſucht. Von wem? ſagt die Ex⸗ pedition d. Bl. lbdufever Hund. (61) Am verfloſſenen Donnerſtag, den 2. Januar, iſt mir ein grauer Schäferhund mit graugelber Schnauze und Beinen, kurzem Schwauz und lockigem Haar entlaufen. Wer über deſſen jetzigen Aufenthalt Auskunft ertheilen kann, oder ihn zurückbringt, erhält eine gute Belohnung. Heinrich Kopp, Schäfer in Aſſenheim. Mobilien-Verſteigerung. (62) Montag den 13. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr anfangend, laſſen die Unterzeichneten 1 L zum ſteinernen Haus die zum Nachlaß der Ph. Philippis Wittwe gehörigen Mobilien, als: 2 1 Gold, Silber, Zinn, Kupfer, Porzelain, Blech, verſchiedenes Küchengeräthe, Betten, 1 Sopha, 3 Kleiderſchränke, Tiſche, Stühle und ſonſtige Möbeln, einer öffentlichen Verſteigerung gegen baare Zahlung ausſetzen. Friedberg den 8. Januar 1851. l Dee Erben Aufforderung. (63) Alle Diejenigen, welche Zahlungen an den Nachlaß der Ph. Philippis Wittwe zu leiſten haben, werden erſucht ſolche binnen 14 Tagen an G. Philippi zu berichtigen, indem von da ab die Rückſtände gerichtlich beigetrieben wer⸗ den. Forderungen an genannte Maſſe wolle man ebenfalls innerhalb 14 Tagen einreichen, da ſpäter eingehende nicht berückfichtigt werden können. Friedberg den 8. Januar 1851. Die Erben. Zu Verkaufen. 3 1 (604) Bei Unterzeichnetem find einige träch⸗ tige Mutterſchweine aus freier Hand zu ver⸗ kaufen. Straßheimer hof. Sei tz. Eine brave Hausmagd (65) kann bis zu Petritag in Dienſt treten bei Friedberg. Ruths. Muſikverein zu Friedberg. (66) Montag den 13. Januar Verſammlung des Muſikvereins im Sieck'ſchen Locale, Abends 5 Uhr. Tagesordnung: Wahl des Vorſtandes und Abhörung der Rechnung. Der Vorſtand. en. (67) Am 3. Weihnachtsfeiertage wurde eine ſchwarze S.-Clarinette mit neuſilbernen Klappen auf dem Wege von Friedberg nach Rodheim verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieſelbe gegen eine gute Belohnung an Jacob Faatz in Friedberg abzugeben. . e ee (68) Kapitalien in jeder beliebigen Größe, Kaufſchillingsgelderabtretungen können zu jeder Zeit durch Unterzeichneten gemacht werden. Marcus Strauß in Vilbel. Maskenball bei Gerlach. (690 Sonntag den 16. Febr. d. J. wird im Gerlach'ſchen Lokale ein Masken— ball ſtattfinden, wozu bereits eine Einladung in Umlauf geſetzt und mit zahl— reichen Unterſchriften verſehen worden iſt. Diejenigen, welchen dieſe Einladung aus Verſehen nicht zugekommen ſein ſollte, können bis zum Nachmittage des Balltages Eintrittskarten im Ger- lach'ſchen Hauſe, bei Herrn Jakob Faatz und in den drei Schwertern erhalten; Zugleich werden die bereits unterzeichneten Theilnehmer auf Montag den 13. d. M., Abends 8 Uhr, in das Gerlach'ſche Lokal zur Wahl der Ball— vorſteher ꝛc. eingeladen. Friedberg den 6. Januar 1851. Das Comitt. —[ Masken ⸗Garderobe. (10) Zu dem dahier ſtattfindenden Maskenballe habe ich eine reiche Auswahl Masken⸗Anzüge, Masken und ſonſtige Erforderniſſe zu den billigſten Preißen zu verleihen und zu verkaufen. Auch werden alle Arten Anzüge in Auftrag verfertigt. Friedberg. Konrad Diehl, auf dem Markt. Masten, Costums, Dominos. (J) Unterzeichneter erlaubt ſich einem geehrten Publikum ergebenſt anzuzeigen, daß zu bevorſtehendem Maskenball eine große Auswahl Masken, Coſtüms und Dominos billig zu verleihen ſind und können Beſtellungen darauf ſchon jetzt gemacht werden. 5 4 Friedrich Schleuning, Ludwigsſtraße. Aeehter weſtindiſcher Rum (72) von vorzüglichem Geſchmacke billig bei L. Goldmann junior. Ankündigung. Vom 1. Februar d. J. an erſcheint im Verlag des Unterzeichneten: Unterhaltungsblatt fuͤr Oberheſſen (73) Wöchentlich 1. Mal. Selbſtändige Artikel und Mittheilungen aus den beſten belletriſtiſchen und humoriſtiſchen Blättern Deutſchlands. Ohne beſtimmte politiſche Tendenz, der heiteren und angenehmen Unterhaltung gewidmet. Anzeigen aller Art finden darin Aufnahme und es ſind Maßregeln getrof— fen, welche dem Blatt und mithin den darin enthaltenen Inſeraten die weiteſte Verbreitung ſichern. Es wird Freitags ausgegeben und durch die Poſt und die Bezirksboten verſchickt.— Beſtellungen bitten wir auf den Poſtämtern zu ma⸗ chen; in Friedberg bei dem Verleger ſelbſt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Erſter Sonntag nach der Erſcheinung den 12. Januar. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Anthes. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Frank. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Oeſer. Fruchtpreiſe. ———— 2. Jan. 3. Jan. 7. Dez. Gattung. Friev⸗ 5 Die⸗ berg Mainz burg 0. fl. kre fl. kr. fl. ſer. Waizen pr. Malter 7 30 8 5 730 Kom„% 630 6 10 65 Gerſte 7 75 1 5— 1 5— Hafer„ 7 330 3 01 35 Polizei- Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 17. Januar. Abonnementspreis, der durch die Poſt erhoben wird, für die Monate 0 Fried⸗ Butz⸗ Februar und März 18 kr., von da ab vierteljährlich 24 kr. Inſerate für die Brod⸗Preiſe. berg. bach. geſpaltene Zeile 2 kr. 5 kr. pf. kr. pf. Friedberg im Januar 1851. f Buch⸗ und Steindruckerei 5 Leib⸗Roggenbrod 214 21 von 27 77 8 3 9 2 2**„ 7 7. 5 einri criba. ech.“ tb. 9 ch 8— Milchbrod 2 1 5% 1 5 5 2 5— Waſſerweck 116 8%%% o—Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 17 (70 Das populärſte und nützlichſte aller unſerer Unternehmungen aber iſt die bereits Fleiſch-Preiſe. 5 50,000 Abonnenten zahlende 1 Ocſenſeiſo 111 Me ye r'ſche 5 Ab we r 1„ Rindfleiſch, gemäſtete 2 Groſchen-Vibliothek der deutſchen Claſſiker! e eee In derſelben werden des deutſchen Schriftſatzes köſtlichſte Perlen vereinigt und— Jeder„ Schweinenfleiſch 91— 9 kann Eigenthümer der Bibliothek— die ihm Freude und Genuß für's ganze Leben„ Hammelfleiſch 6 ſchafft— werden, der zu ihrer Anſchaffung einen täglichen Auf⸗ 5 n Gen 5 1 wand von 2 Pfennigen nieht ſehent!!! 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