9. den g. Ju berichte; till. Stadtkirche Intelligenz-Blatt fuͤr die 1 Provinz Oberheſſen Stadttrch; N im Allgemeinen, cel. 0** en den Regierungsbezirk Friedberg ell. dngſihe im Beſonderen. iſch. — M 53. Mittwoch den 9. Juli 1831. ie. f 8 ö N Auffallendes iſt. Fräulein v. Valliere verſprach alles 1 f A m t l 1 ch E r T 0 el. und voll Troſt und Hoffnung verließ ſie der Geliebte a 65 4.— N mit 1 Jägern, an deren Spitze Mainz 17 Die Großherzoglich Heſſiſche i err v. Valliere und Lenoir bereits begeben hat— „ 5 8 17 5 8 a He uEZ ten. Sie können denken, daß ich eine ſo ſchöne Jagd— 0 5* 0 Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks gelegenheit nicht verſäumte. Ich begegnete Herrn Deau- 144 Friedberg mont, meinem Gönner im Hofe und folgte ihm auf dem * an die Gr. Bürgermeiſter des Regierungsbezirks, ſowie 4 0 2 ie N 2. l 5 5 b 5 o eſter — die Polizeibeamten zu Arnsburg, Engelthal und geſchehen wäre, jedes Plätzchen, jeden Schritt könnte ich 3 N f Wickſtadt. noch bezeichnen, ich entſinne mich noch jedes Wortes, je— b Betreffend: Die Einsendung der Viebſtandd- Tabellen für das Jahr der Geſte des Herrn Beaumont. Er folgte ſchweigſam and Bußbach 1851. den Jägern, bis ein kleiner Fußpfad, links der Straße 1 Die Aufſtellung und Einſendung der Viehſtandstabel' kam, den er dann einſchlug, ich blieb dicht hinter ihm. Juli. So ging er lange Zeit fort, den Kopf gegen die Bruſt len für das Jahr 1851 werden Sie bis zum 15. Juli d. — unfehlbar bewirken. Bei der Aufnahme und Angabe der Fr, Biß, Durchſchnittspreiße ꝛc. werden Sie mit der groͤßten Sorg⸗ berg. bach falt zu Werke gehen. tr. pf. kt.. Friedberg den 29. Juni 1851. N Ouvrier. 3 130. 4 9. 2 2 16% 0 Oeffentliche Nachricht. 1157 15 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, 13, daß heute Collector Kuhl von Butzbach als Unteragent für 16 te den Hauptagenten Dr. Strecker zu Mainz zur Beförderung für Auswanderer über Antwerpen conceſſionirt worden iſt. e., Zugleich wird den Gr. Bürgermeiſtern zur Nachricht ur und Beaufſichtigung nach der Verordnung vom 25. Januar 5 717 d. J. bemerklich gemacht, daß außer Kuhl bis jetzt Nie⸗ 61 mand weiter als Agent für Aus wanderer im Regierungs— —— bezirk conceſſionirt iſt. 9 95 Friedberg den 5. Juli 1851. 9 Großh. Regierungs⸗Commiſſion des a- Regierungsbezirks Friedberg 1 05 Ouvrier. 1 15 N * 10 Der Sohn eines Kuhhirten. 16 607 Nach dem Franzöſiſchen von Franz von Carneville. 2 0(Schluß.) 760 Es ſchien, daß bei dieſer leidenſchaftlichen Unter— 16 7 redung ſich Beaumont einige Drohungen gegen ſeinen pam Nebenbuhler erlaubte, was bei einer ſo aufgeregten . Stimmung eines jungen verliebten Mannes nichts her öfter welche geſchoſſen hatte, erzählte. geſenkt und die Flinte nachläſſig auf der Schulter; wir hörten die Schüſſe der Jäger und wenn uns ein Wild aufſtieß, konnte ich meiner Gewohnheit gemäß nicht unter— laſſen zu rufen. 5„Ein Haas! Ein Haas!... Herr, geben Sie Acht, die Diane iſt hinter ihm!“ Er ſchoß nicht, er ging immer tiefſinnig fort; end⸗ lich ſpürte ich eine Kitt Repphühner; ich machte Herrn Beaumont darauf aufmerkſam, er ſetzte ſich zurecht, ſein Hund ließ ſie aufſtehen, aber er, ſonſt ein ausgezeichneter Jäger, ſchoß ſo ſchlecht, daß er dieſen ſchönen Schuß fehlte und alle Hühner waren beim Teufel! „Heute iſt ein ſchlechter Tag für mich,“ ſagte er und lud ſeine Flinte wieder. „Er wußte nicht, wie wahr er geſprochen hatte. Wir traten wieder unſeren Weg an und beſchäftigten uns weder mehr mit der Jagd noch mit den Jägern, als wir an ein dichtes Unterholz kamen, indem ich einige Tage vorher die Spuren einer Wildſau entdeckt zu haben glaubte. Einen Eber ſchießen zu ſehen, wäre für mich ein unſäg— liches Vergnügen geweſen, ich, ein Junge von 9 Jahren, der noch nie eine ſolche Beute vor ſich liegen ſah und der dafür ganz überſpannt war, von den näheren Einzelheiten dieſer Jagd, die ihm Herr Beaumont, der im Jahre vor— Ich näherte mich leiſe und Schritt für Schritt dem Geſtrüppe, und da ich ein Geräuſch in den Blaͤttern und Gezweige vernahm, ſo rief ich: Ein Eber! ein Eber!“ „Ein Eber? ſagte Herr Beaumont gleichgültig.“ Er ſchlug an, verfolgte die Richtung, die ich ihm mit dem Finger bezeichnete und ſchoß. Ein Schrei ließ — 214— junge Mädchen, hätte ihr Leben koſten können, die Mei⸗ ür nung meines Vaters und die meinige haben glücklicherweiſe a ſich hören. Beaumont warf ſeine Flinte weg und ſtürzte in's Geſträuche, ich folgte ihm. Herr Lenoir lag darin ausgeſtreckt, die ganze Ladung war ihm in den Schlaf gegangen;—— Nun näherte ſich auch die Jagd, und das Erſte, was Herr Valliere ſah, war ſein künftiger Schwiegerſohn, getödtet, und vor dem Leichnam ſtehend, ſeinen Verwandten, den Nebenbuhler Lenoirs. Eine ſolche⸗ Scene läßt ſich nicht ſchildern, dieſer Tag wurde ein Tag der Trauer; nach einigen Stunden traf der Verhaftsbefehl für Beaumont ein und er wurde in's Gefaͤngniß abgeführt. Ich begriff nun, was meine Aufgabe ſei, und ich darf es ohne Rühmens ausſprechen, ich habe ſie würdig in ihrem ganzeu Umfange erfüllt. 5 Meine Angaben waren klar, einfach und ſtimmten Punkt für Punkt mit den Ausſagen Beaumonts überein, was hätten wir auch für eine Urſache gehabt zu lügen; aber an dieſen Mord knüpften ſich ſonderbare Umſtände; zum Erſten die Liebe des Mörders zu Fräulein v. Valliere, zum Zweiten die Freundſchaft zu mir, ſeinem einzigen⸗ von ihm aufgeforderten Zeugen, man rechnete mir jede einzelne Wohlthat an, die ich von ihm empfangen hatte, und die Familie des Herrn Lenoir wollte mich ſogar zum Mit⸗ ſchuldigen erklart wiſſen; ich geſtand alles, ich berichtete ſogar den Richtern unbekannte Umſtände, welche Seitens des Angeſchuldigten, noch mehr Güte für mich bekun⸗ deten, als man glaubte; aber ich blieb feſt und unabän⸗ derlich auf meiner Ausſage; ich ſagte ſelbſt, daß es, wenn es in dieſer Sache einen Schuldigen gäbe, ich allein es ſein müſſe; denn ich hatte den Ort bezeichnet, ja, ich kann ſagen faſt Feuer commandirt. Herr Valliere zeigte ſich als guter Verwandter, ohne Zweifel in Rückſicht ſeiner ſelbſt und der Familie, er gab ihm die rühmlichſten Zeug⸗ niſſe, Beaumont wurde für unſchuldig des Mordes erklärt und ſeiner Haft entlaſſen. Gott weiß mit welch' inniger Zaͤrtlichkeit, mich der arme, junge Mann nach ſeiner Be— freiung umarmte; aber ſo oft er ſich bei Herrn Valliere vorſtellen wollte, fand er die Thüre verſchloſſen. Sie ſind reich, ſagte ihm eines Tages Herr Valliere und die ſterblichen Richter erklärten Sie unſchuldig: zie⸗ hen Sie daher in Frieden; ich ging für Sie vielleicht weiter, als es ſich mit der Ehre eines Mannes verträgt. Doch die Rückſicht für die Familie ſchloß mir den Mund. Gehen Sie nun, mein Herr.. „Wie mein Herr, Sie könnten glauben...“ „Sie ſind frei, mein Herr, noch einmal Sie ſind unſchuldig.“ „Aber, rief der unglückliche Jüngling, Sie, der mich erzogen hat, der mich ſeit meiner früheſten Kindheit kennt, Sie halten mich für einen gemeinen Mörder?“ „Sie ſind frei und unſchuldig, mein Herr; ich habe ſonſt nichts mehr zu ſagen und bitte ſie, mein Haus voll— ſtändig zu meiden.“ „Herr Valliere kannte wahrſcheinlich die Anſicht ſeiner Tochter, da Beaumont kein Hinderniß in den Weg gelegt wurde, ſich ihr vorzuſtellen; er traf ſie traurig und einſilbig, ſie empfing ihn, wie Jemand deſſen Beſuch man erwartet; ſie hörte geduldig die Erzählung ſeines unglück⸗ lichen Abentheuers, ſeine Liebesbetheuerungen an, aber kalt, gemeſſen, faſt unempfindlich antwortete ſie ihm: „Herr Beaumont zwiſchen mir und Ihnen iſt ein blu⸗ tiges Hinderniß getreten, das ich wohl bedauern, aber nie mehr beſeitigen kann.“ Vergebens betheuerte er ſeine Unſchuld, vergebens rief er Gott zum Zeugen über das Geſchehene, vergebens bat er ſie, ſie, die ihn liebte, möge nicht ſtrenger ſein, als die, die ihn richteten. „Der Ausſpruch ihrer Richter, antwortete ihm das nicht dieſe Macht.“ 5 V Alſo in der That auch Sie können mich für ſchul⸗ dig halten?“ verſetzte traurig Herr Beaumont, und ver- ließ das Schloß, um nie mehr dahin zurückzukehren... Er kam nun zu meinem Vater, dem Kuhhirten, fuhr ü Herr Martin fort; unſere armſelige Hütte wählte er zu ſeinem Aſyle, als man ihm das Schloß verſperrte. Er war bleich und leidend, er zog mich an ſich, küßte mich, dankte mir und ſegnete mich; dann verlangte er Papier, ich mußte es erſt beim Krämer des Orts holen, denn wir hatten keines in unſerer Hütte. Er ſchrieb einige Zeilen, und beauftragte mich dies Geſchriebene dem Pfar⸗ rer zuzuſtellen. ch will auch zu Fräulein Valliere gehen,“ ſagte ich ihm und eilte davon. Ich fand das Fräulein allein. Als ich vor ihr ſtund, weinte ich erſt, dann ſagte ich ihr, wie Herr Beau⸗ mont bleich und krank ſei, und daß er mich geküßt und geſegnet habe, und ſchilderte ihr meine Furcht die mir an⸗ fänglich der vermeintliche Eber und ſpäter der unglückliche Getodtete eingejagt habe. Sie ſah mich forſchend an, und fragte mich um mein Alter... Ich wurde geſtern 10 Jahre, ſagte ich mit einer ruhigen und reinen Stirne, und mein ſanfter Blick ruhte, ohne keck zu ſein, auf dem des Fräuleins. Als ich vor ſie trat, weinte ich, als ſie mich aber wohl geprüft hatte, war es das Fräulein, welches in Thränen ausbrach. „Sprichſt du wahr?“ rief ſie. Und mich bei der Hand nehmend, lief ſie, indem ſie mich nachzog, in das Kabinet ihres Vaters. f „Mein Vater, das iſt ein ſchuldloſes Kind, hören Sie es; es iſt kein Mitſchuldiger, es ſpricht wahr.“ Sie ließ mich meinen Bericht nochmals erzählen, hielt ſich bei den Einzelheiten lange auf, und ich mußte wohl zwanzigmal dieſelbe Sache wiederholen. „O, geliebter Vater! ſagte ſie endlich, da er un⸗— ſchuldig iſt, welches Unrecht begehen wir an ihm und müſſen wir es nicht gleich gut machen! Lauf' mein Junge, führe ihn hierher.“ Es war faſt nur ein Sprung den ich machte von —— + 2 — . Monats- Ber Im Monat . Gontard in Fit J. 30 kr. aus Scauf in Rödelhe Fürrperw. Stau Sledenrolh in G eim 24 kr; d. ddenheim 3 fl. d. 8 Gedann f.) 1 Bekannte 1 Oeff! (106 J) den zan das Vermot Ton Obereſchba erkannt worden Mittwo⸗ 90 2 bei Meidung f ſchluſſes von d Lichte arzuzeigen Großkarben 0 5 0 Oeffentli (1090) Eliſt Hoffmann bei mann J. von He eren Jahren ab dem Schloß bis zur Hütte; aber es war zu ſpät: Herr Beaumont war nicht mehr, er hatte ſich vergiftet und war ſanft in den Armen meiner Mutter geſtorben, welche ſei⸗ nen Kopf unterſtützte und ihn nur ohnmächtig glaubte. euch auf An zur Auseinander moögens binnen rüczzukehren od wiß zu feellen, Wiſſen Sie nun auch, Herr Vicomte, was die wenigen d Gefahr ve Zeilen enthielten, die ich zum Pfarrer tragen mußte, da wir keinen Notar im Orte hatten? Es war nichts mehr und nichts weniger als eine Schenkung aller ſeiner Güter, zu Gunſten des Hirtenjungen, zum Lohne, daß er ſtets bei der Wahrheit geblieben und ſeine Unſchuld überall erklärt habe. Ich weis wohl, ſchrieb er, daß es heißen wird, ich[ habe damit die Mitſchuldigen bezahlt. Wohlan! Gott ſieht und hört mich, er nimmt mir die Kraft, länger den Ver- dacht zu ertragen, ich werde vor ihm ſtehen und er wird über mich richten.... Nein, man wird nicht die jungen Jahre dieſes Kindes mit einer Anſchuldigung beſudeln, ich mache es reich, weil es das einzige Weſen war, das mich wahrhaft liebte, das mich vertheidigte. ö Und warhaftig Herr Vicomte, von dem Tage an, wo der Unglückliche ſtarb, zweifelte Niemand an ſeiner Unſchuld. Fräulein v. Valliere gelobte ledig zu bleiben, und Sie wiſſen, daß ſie Wort gehalten hat; ſie that mehr, ſie adoptirte mich, häufte neue Güter zu denen, die mir Herr Beaumont hinterlaſſen hatte, und ſorgte mütterlich die Beffätigung 155 werden wi Butzbach d (Butzbe (1103) N. rmittags un Mierdoſerne e Meltbietend 90 ett werden. Butzbach d Cel l Edt Die Müſung N Vaudach. den Grund 11360 much 80 wanzi, weden 00 der Tiblchn die Mei die Mi fücherwſt q für ſchül⸗ und ver dren. ten, ful ihlte er N errte. Er üͤßte mich, er Papiet, len, denn died einige dem Pfar⸗ en,“ ſagte ch vor ihr Herr Beau⸗ geküßt und die mir an⸗ unglückliche nd an, und geſtern 10 Stirne, und uf dem des als ſie mich in, welches indem ſie Lind, hören vahr.“ s exzaͤhlen, ich mußte 1 „da er un u ihm und mein Junge machte vol ſpat: He tet und wal welche seu tig glaubt a die wenigen nußte,. nichts mebl ſeiner Gütel daß er stel! Huld üͤberal 1 r meine Erziehung. Nach dem Tode ihres Vaters, ver⸗ baute ſie all ihr Geld meinem Geſchäfte an, und ich bin gewiß, daß ich der Erbe auch dieſes Vermögens ſein erde. Gott gebe, daß ich es erlebe.— das iſt meine Geſchichte, Herr Vicomte, des Mannes, um deſſen Toch— tir ſie nachſuchen. Ich gebe Sie Ihnen unter zwei Be—⸗ ongungen: die Erſte iſt, daß meine Tochter ſie liebt, die 215 Büdingen 6 kr.; Sp. für einen Bericht 18 kr.; Ph. Uhrig in Pohlgöns jährl. Beitrag 2 fl. 42 kr.; d. Univerſitätsdiener 8 11 Gehen, Vergütung für ein blindes Mädchen aus Crumbach 12 fl. 48 kr.; d. Specht in Niederflörsbeim von Stabsf. Schenk zu Darmſtadt geſammelt bei den Unteroffizieren und Soldaten der Gr. Heſſ. Gardeunterofftziers⸗ Compagnie, der Pionir⸗Compagnie, des Garderegiments⸗Chevauxlegers, des Artillerie⸗Corps, des Gensdarmerie-Corps, des 1. und II. Infan⸗ terie-Regiments mit Stab 156 fl. 10 kr.; d. denſ. 14 fl.; Th. zu Fried⸗ berg 1 fl. Hausbüchſe 12 fl. 33 ½ kr.; d. den Collekteur geſammelt zweite, daß ich meine Geſchichte beim Hochzeitsmahl wie⸗ der erzählen werde. „Zugeſtanden!“ ſagte der Vicomte. 94 fl. 59 kr. Summe 320 fl. 36 ½¼ kr. Ferner: Frl. G. ein Paar baumw Strümpfe; d. Pfarrverw. Briegleb zu Lißberg 2 Aufſteckskämme; Schneider Genacke zu Thalitter 1 Pack Salband; Pfo. H. zu B. 1 Tiſch. Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Im Monat Juni gingen zum Beſten obiger Anſtalt ein: Lehrer Biedenkapp in Niederroßbach 1 fl. 30 kr.; aus der Schule zu Großwinternheim 2 fl. 12 kr.; Lehrer Schauf in Rödelheim 30 kr.; Frau v. Braun in Darmſtadt 2 fl. 42 kr.; Schuhm. Waas 30 kr.; Lehrer Klippel in Gries⸗ kim 24 kr.; d. Steuercom. Höhle in Wörrſtadt von Pf. Olberter in Büdingen 2 fl.; Kammerrath Nückel Gedern 6 kr.; eine chriſtliche Frau in C. Gontard in Frankfurt 10 fl.; d. arrverw. Staudinger in Gernsheim 1 fl. Etiedenroth in Grünberg 6 kr.; Br. 1 fl.; ldenheim 3 fl.; d. Pf. Scriba in n Gedern 1 fl.; Cant. Roth in Frau 5 dem ich noch, Mit dem herzlichſten Dank für alle dieſe Gaben verbinde ich die dringende Bitte an alle Freunde der Anſtalt, auch in Zukunft ſich das Gedeihen derſelben recht angelegen ſein zu laſſen und ſich namentlich durch Zeichnen von Aktien an dem Hausbau betheiligen zu wollen, in⸗ N um allem Irrthum zu begegnen, ausdrücklich bemerke, daß das Gerücht viel zu voreilig war, eines ſehr bedeutenden Vermögens hat kommen laſſen, welches die Hand⸗ reichung der Liebe überflüſſig mache. dieſe beſteht die Anſtalt nach wie vor. Friedberg den 1. Juli 1851. wenn es die Anſtalt in den Beſitz Nein, durch dieſe und allein durch . P. Schäfer, Vorſteher der Blinden-Anſtalt. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. dN Oeffentliche Ladung. (4061) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche 11 8 der Adam Nickels Eheleute on Obereſchbach, gegen welche Concursproceß ſrkannt worden, find im Liquidationstermin Mittwoch den 20. Auguſt l. 33 9 Vormittags 8 Uhr, lei Meidung ſtillſchweigend erfolgenden Aus⸗ ſchluſſes von der Maſſe bei dem hieſigen Ge⸗ lichte anzuzeigen und zu begründen. Großkarben am 17. Juni 1851. 123 8 Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Bötticher. Oeffentliche Aufforderung. 0) Eliſabetha und Margaretha en beide Töchter des Johannes Hoff⸗ mann J. von Hochweiſel, und beide ſeit län⸗ eren Jahren abweſend, unbekannt wo, werden bierdurch auf Anſtehen ihres Vaters aufgefordert, zur Auseinanderſetzung ihres mütterlichen Ver⸗ mögens binnen einer Friſt von 6 Wochen zu⸗ rückzukehren oder einen Bevollmächtigten ſo ge⸗ wiß zu ſtellen, als dies ſonſt auf ihre Koſten und Gefahr von Gerichtswegen geſchehen, und die Beſtätigung der betreffenden Urkunden ver⸗ fügt werden wird. ü Butzbach den 23. Juni 1851. f Großh. 14 e bel. (Butzbach). Fohlenverkauf. 1103 Mittwoch den 9. Juli d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in der hieſigen Reitercaſerne ein ſechs Wochen altes Fohlen meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſtei⸗ gert werden. 1 Butz bach den 28. Juni 1851. In Auftrag: Cellar ius, Oberquartiermeiſter. Edictalla dung. Die Ablöſung der dem Herrn Grafen zu Solms⸗ Laubach in der Gemarkung Inheiden zuſtehen⸗ den Grundrenten betreffend. (11360 Die bezeichneten Grundrenten im jährlichen Betrag von Einhundert ſieben und zwanzig Gulden 46 ¼ Kreuzer ſollen abgelöſt werden. Dieſelben find erſt durch Allodification der Erbleihqualität und Erbleihgefälle der ſoge⸗ nannten Riedmühle bei Inheiden entſtanden und ſind bis jetzt noch von niemanden bezogen wor⸗ den, gehören jedoch dem genannten Herrn Grafen. Wer nun etwa weiter Anſprüche zu haben vermeint, hat ſolche ſogewiß binnen 2 Monaten dahier geltend zu machen, als ſonſten das Ab⸗ löſungskapital von Zweitauſend Dreihundert Gulden mit Ausſtänden an den Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach verabfolgt werden wird. Hungen den 5. Juli 1851. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. Die Ablöſung der dem Herrn Fürſten zu Solms⸗ Braunfels in der Gemarkung Dorfgill zu⸗ ſtehenden Grundrenten. (1137) Die rubricirten Grundrenten, ihrem jährlichen ſummariſchen Geldwerth nach, zu Fünfzehn Gulden 10 ¼ Kreuzer geſchätzt und dem jüngſten Bezug nach, dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels zuſtehend, ſollen abgelöſt werden. Wer etwa weiter Anſprüche zu haben ver⸗ meint, hat ſolche ſogewiß binnen zwei Monaten dahier geltend zu machen, als ſonſten das zu Zweihundert Dreiundſiebenzig Gulden vier Kreu⸗ zer zwei Heller berechnete Ablöſungskapital an den genannten Herrn Fürſten verabfolgt wer⸗ den wird. Hungen den 5. Juli 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (1138) Die auf den 31. d. M. anberaumte Verſieigerung der ehemaligen Balthaſer Schmidt⸗ ſchen, jetzt Dietrich Wilhelm Finkernagel'ſchen Hofraithe laut Inſerat 988 in Nr. 47 des hie⸗ ſigen Intelligenzvlattes, wird hiermit zurückge⸗ nommen. Friedberg den 7. Juli 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗ Bahn. (1139) Die Lieferungen nachgenannter Ma⸗ terialien ſollen vergeben werden, wozu Luſttra⸗ gende ihre Forderungen längſtens bis zum 17. Juli I. J. Vormittags 9 Uhr verſiegelt, unter der Aufſchrift ⸗Materiallieferung betreffende auf dem Büreau des Gr. Materialverwalters Berle dahier, einreichen wollen, woſelbſt auch täglich die Bedingungen eingeſehen werden können. Von den unter 1— 14 genannten Gegen⸗ ſtänden find Proben vorzulegen. 1) Knochensl 20 Centner 2) Rüböl 10„ 3) Sparöl 20 1 4) Seife, weiße. 5) Stearinlichter 7 6) Talg 12 1 7) Schmalz 2 5 8) Terpentinöl 10„ 9) Saalband 400 Ellen 10) Packtuch 50 17 11) Bleiweiß 50 Pfund 12) Hanf 50 13) Mening 50„ 14) Streichfeuerzeuge 500 Stück 15) Beile 6„ 16) Beißzangen 6. 17) Erdſtößer 6„ 18) Handſägen 6 7 19) Kratzen 97 20) Nagelbohrer— 5 21) Rechen 36„ 22) Reiſerbeſen 400„ 23) Schippen 8 24 24) Stemmeiſen A 25) Knippel 61* 26) Stopfhacken(eiſerne) 50 27) Hammerſtiel(Weißdorn) 300„ 28) Tracirleinen 6 29) Buchen⸗Scheitholz 100 Stecken 30) Tannen⸗ 1 30. 310„ Wellen 1000 Stück 32) Unterſchlaghölzer 1 33) Tuchbürſten 24* 34) Radbürſten 24„ 35) Cylindergläſer 100„ 36) Radſcheibenfilze 200„ 37) Leinwand, alte 5 5 Centner 38) Strohdecken, 3“ lang 27 breit 12 Stück 39) Dochtgarn 10 Pfund. Friedberg am 2. Juli 1851. Die Magazins⸗Commiſſion. Dankſagung. Allen Denjenigen, welche uns bei dem in der Nacht vom 29. auf den 30. v. M. dahier ausgebrochenen Brande freundlichſt zu Hilfe eilten, ſagen wir hiermit öffentlich unſern aufrichtigſten und herzlichen Dank. Oſſenheim den 3. Juli 1851. Im Namen und Auftrag der ganzen Gemeinde der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Ko pp. (11400 —ͤ—ä6ĩ——— ͥ.ͤ—— 1— — —— 3000— 4000 (1141) Gulden find aus der Gemeindekaſſe zu Fauerbach 1. gegen Hypothek zu 5 pCt. aus⸗ zuleihen. Butzbach den 30. Juni 1851. Der Gemeinde-Einnehmer Kuhl. Bekanntmachung. (1142) Das Hüten der Schafheerde zu Leidhecken wird von Michaeli d. J. an ander. weit vergeben werden, diejenigen Schäfer, welche willens ſind ſolches zu übernehmen, können bei dem Unterzeichneten hierüber nähere Auskunft erhalten. Leidhecken den 28. Juni 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Selz am. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. Section Gießen. (11113) Samſtag den 12. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen auf dem Sectionsbüreau dahier die bei Erbauung einer Schlupfdohle am Holzwege in der Gemarkung Großenlinden ent⸗ ſtehenden Maurer- und Steinhauerarbeiten, zu⸗ ſammen veranſchlagt zu 808 fl., ſowie die Lieferungen von circa 16 Cubikklafter Mauer⸗ ſteinen, 134 Bütten Luftkalk und der Transport von 6 Cubikklafter Mauerſand aus dem Ein⸗ ſchnitte in dem Lindner Markwalde an genannte Bauſtelle durch öffentliche Verſteigerung in Ac⸗ cord gegeben werden. Gießen den 4. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeyer. Bekanntmachung. (1144) Freitag den 25. Juli, Morgens um 10 Uhr, ſoll das her hiefigen Gemeinde gehö⸗ rige Backhaus auf 6 Jahre verpachtet werden, auch wird daſſelbe ſchon früher an einen tüch⸗ tigen Bäcker abgegeben. Leidhecken den 28. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Selz am. Bekanntmachung, betreff.: Brenn⸗ und Nutzholz⸗Verſteigerung in dem Gr. Domanial- Burgwald, Reviers Ober⸗ rosbach. (1145) Dienſtag den 15. d. M. werden in dem oben gedachten Walddiſtricte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 78%½ Stecken geſchält Eichen⸗Prügelholz, 3%„ Eichen⸗ und Nadel⸗Stockholz, 13425 Wellen geſchält Eichen⸗Reiſerholz, 12⁵„ Nadel⸗Reiſerholz, 5 Wagen, 18 Läſte Allerleiholz, 1275 Stück geſchälte eichene, zu Baumftütze ſortirte Stangen.. Zeit und Ort der Zuſammenkunft: Morgens 7 Uhr im Lohſchoppen nächſt des Win⸗ terſteins. Oberrosbach den 5. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing man n. Kir ſchenverſteigerung. (11460) Freitag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Kirſchen von den Bäumen auf dem Vicinalweg von Fauerbach nach Oſſen⸗ heim, auf der Stelle öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Fauerbach II. den 7. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Holler. x — 28— Privat- Bekanntmachungen. Oberheſſiſehe Geſellſchaft für Natur⸗ u. Heilkunde. 1091) Samſtag den 12. Juli d. J. wird die Geſellſchaft ihre Generalverſammlung zu Bad Nauheim, im Teichhauſe, halten. Außer den Mitgliedern der Geſellſchaft ſind auch alle andere Freunde der Naturwiſſenſchaften willkommen. Wer Vorträge zu halten beabſichtigt, wird gebeten, Gegenſtand und ungefähre Dauer derſelben, wo möglich vor der Verſammlung, dem Director, d. Z. Geh. Rath Dr. v. Ritgen zu Gießen, oder dem Unterzeichneten anzuzeigen. Die Ver⸗ ſammlung beginnt 11 Uhr und endet mit einem gemeinſchaftlichen Mittagsmahle, zu welchem von den Theilnehmern der Verſammlung auch Damen eingeführt werden können. Nauheim im Juni 1851. Im Auftrage: Dr. Bode. Verſteigerung. (1129 Donnerſtag den 17. Juli, Vormit⸗ tags 10 Uhr, laßt Unterzeichneter in ſeiner Be⸗ hauſung 70 Ohm vorzuglichſt reingehaltenen Obſtwein faßweiſe, offentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigern. Butzbach im Juli 1851. g Johannes Wießler. Zu vermiethen. (11310 Ein möblirtes Zimmer in der Nähe des Bahnhofs iſt gleich zu beziehen. Näheres ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Ruſſen⸗Backſteine (1147) ſind von heute an in dem Holzlager zu Niederwollſtadt zu verkaufen und wird auf Verlangen Zahlungsfriſt bewilligt. Niederwoöllſtadt den 9. Juli 1851. Kapitalien (1148) verſchiedener Größe habe ich zum Ausleihen in Auftrag und konnen theils gleich, theils ſpaäter empfangen werden. Friedberg. Joh. Phil. Jung. Zu vermiethen. 41149) Eine halbe Scheuer hat zu vermie⸗ then H. Schutt. Wohnungen zu vermiethen. (1150) In meinem von Dienſtbachs Erben erkauften kleineren Hauſe ſind zwei Wohnungen zu vermiethen und können baldigſt bezogen werden. Im größeren Hauſe find noch zwei Wohnungen zu vermiethen, welche ſogleich be⸗ zogen werden können. Friedberg im Juli 1851. 5 C. L. Glück. Zu vermiethen. (1181) Ein vollſtändiges Logis im zweiten Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis den 1. November bezogen werden. Wilhelm Netz auf der breiten Straße. Zu vermiethen. (1152) Eine vollſtändige freundliche Woh⸗ nung in meinem Hauſe am Eck der Kirchgaſſe habe ich zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden. Friedberg den 6. Juli 1851. Johann Philipp Jung. Zu verkaufen. ö (1159) Ein einſpännig gebrauchter Wagen iſt billigſt zu haben bei Gebr. Groedel. Ein junger Menſch, (115) welcher geſonnen iſt die Schuhma⸗ cherprofeſſion zu erlernen, kann in die Lehre treten. Wo? ſagt die Exped. d. Blattes. 1 2 Feldberg⸗Parthie. Neger (1155 Zur Beſprechung einer Feldberg⸗ Parthie werden Luſthabende auf Donnerſtag den 10. Juli, Abends 8 Uhr, eingeladen, ſich bei H. Hahn einzufinden. Omnibusfahrt nach Homburg. (1156) Jeden Sonntag Morgen um halb 9 Uhr fahre ich mit einem Wagen von hier nach Homburg und um 7 Uhr Abends von dort wieder zurück. Perſonentaxe 30 kr. N Friedberg den 7. Juli 1851. Thomas Becker. Frl. Leonie Peters, Harfenvirtuoſin aus Paris, (1157) wird in einigen Tagen in Nauheim ein Concert zu geben die Ehre haben. Das Nähere wird durch das Programm zur Kennt⸗ niß des reſp. Publikums gebracht werden. 1 Zu beachten. 0 (1188) Inſerate zur Aufnahme in die Nauheimer Curliſte werden entgegen genommen bei C. Binderna gel“ Literariſche Anzeige. (1189) Bei C. Bindernagel in Friedberg werden Beſtellungen auf die Leipziger 1 an ſämmtl Betreffend „Illuſtrirte Zeitung“, welche jeden Sonnabend in groß Folio erſcheint und vierteljährlich fl. 3. 36 kr. koſtet, angenom⸗ men; auch liegen daſelbſt einzelne Nummern derſelben zur Einſicht offen. Unter den literariſchen Erſcheinungen, welche den gewaltigen induſtriellen Stoff, den die Londoner Induſtrie-Ausſtellung bietet, in Wort und Bild zu verarbeiten unternommen haben, ver⸗ dient die Leipziger„Illuſtrirte Zeitung“ neben allen ähnlichen glänzenden Erſcheinungen des Aus⸗ landes hervorgehoben zu werden. Die Anſtrengungen, welche von ihr gemacht werden, um an Eleganz, Fülle und Correctheit der Bilder, ſowie an unterhaltender und inſtructiver Form des Textes ſich auszuzeichnen, verdienen in der That, daß das deutſche Publikum, anſtatt nach aus⸗ ländiſchen Erſcheinungen zu greifen, ſich in dieſem vaterländiſchen Unternehmen Belehrung und Unterhaltung ſucht. Die„Illuſtrirte Zeitung“ hat einen eigenen, ſo unterrichteten als verläßlichen Berichterſtatter Herrn F. G. Wieck, nach London geſchickt und bedarf, um ihren Abonnentenkreis zu befriedigen, ſeit 1. Juni einer Auflage von 12,500 Exemplaren, welche Verbreitung das Ver⸗ dienſt dieſes Blattes wohl am beſten bezeichnet. 4 0 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. — 2 Am 6. 0 werdet we Betreffend Es i gekommen, heigehen la