(Haft. Intelligenz-Blatt —— den, leiſtt Gewinn fuͤr die die Jahres,. 8 Provinz Oberheſſen eibrenten im Allgemeinen, 2 den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. ahn. 2 Sonnabend den 6. September 1 70. 1851. it 4 kr. *, à Flacon Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1851. Die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1851 bringen wir unter Bezug auf unſer Ausſchreiben vom 10. Januar d. J. Amtsblatt No. 2 in Erinnerung; erwarten aber, daß vorſchriftsmäßiger Sortenzettel nebſt Beurkundung nicht fehlt, auch ſchlechte Münzen nicht eingeſendet werden. Friedberg den 2. September 1851.. Ouvrier. ind schmerzlos nittner. M. Binter⸗Saiſon ot⸗Stoffen, kins, We⸗ Preiſen. wuders bllige. Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Krieden. Erzählung von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.) Ich war recht geſpannt, wie es nun mit den diplomati⸗ ſchen Unterhandlungen der Mutter würde gegangen ſein, die, wie Kaspar geſagt, ſich auf das Herumkriegen ihres Mannes verſtand. Während ich meine Gloſſen über die weibliche Eheſtandspolitik machte, die in allen Himmels— gegenden und in allen Schichten der Geſellſchaft dieſelbe bleibt, nur mehr oder weniger fein und ſpitzöhrig, aber Jurling zu immer auf Schleichen und Umwegen ihr Ziel verfolgt, ichen Artikelt und mit Schmeicheln oder Schmollen es ſicher erreicht, 935 hatten die raſchen Thiere die ebene Strecke zurückgelegt. Der Zügel ruhte. Kaspar machte rechts kehrt und zeigte mir wieder ſein von ſüßen Erinnerungen verklärtes An⸗ geſicht. n n„Sie können ſich denken,“ hob er wieder an,„daß — mich Annebärbelchen's Rede ſtutzig machte. Ich blieb noch 9 eine Weile ſitzen und dachte darüber nach. Endlich fand ich, daß ſie recht hatte. Mein Entſchluß ſtand feſt, ich wollte nun in die rothe Mühle. 10 0 „Als ich in das Haus trat, hörte ich ſchon, wie die Mutter meinen Vater bearbeitete. Aus dem ſanften Tone, sern mit dem er ſprach, entnahm ich, daß der Sieg meiner —* Mutter ganz nahe ſei. Ich trat alſo ſchnell hinzu und alan fagte: Ich hab' mich anders beſonnen; ich will nun in die Mühle gehen. „Meine Mutter lief an wie ein geſottener Krebs. . un tel * Du Erzeſel, rief ſie, was fällt dir denn ein? Erſt kommt er und lamentirt, bis ich den Vater herumzukriegen ver⸗ ſpreche, und wie ich es bald fertig habe, pfeift der Wind aus einem andern Loche! Geh' hin und werd' des Mül⸗ lers Sackeſel. Sie warf den hölzernen Kochlöffel in die Stube. Mein Vater zog mir eine Geſalzte hinter das Ohr und ging ihr nach. Ich rieb die Dachtel ein und dachte: ſie wird ſich ja verſöhnen laſſen! Ich kannte ihr gutes Herz. „Das geſchah denn auch, und da am andern Tage Sonntag war, ſo ging mein Vater nach der Kirche in die Mühle, und als er nach eilf Uhr nach Hauſe kam, war's fertig. Ich bekam zwölf Gulden und einfaches Zugehör, und war zufrieden. „Nachmittags trieb ich mit Annebärbelchen die Kühe auf eine einſame Waldwieſe, wo wir recht plaudern konn⸗ ten. Sie freute ſich, daß ich in die Mühle kam. Siehſt du, Abends, wenn du feierſt, kommſt du herauf zu mir, und im Winter kommſt du in unſere Spinnſtube. Sonn- tags ſind wir den ganzen Nachmittag bei einander. Wärſt du Holzhauer, ſo gingen die Abende für uns verloren, denn du wärſt zu müde. So iſt's beſſer! O, das war ein gar ſchöner Nachmittag, weil es eben der letzte war, wo wir zuſammen hüteten. Schon Montags fruͤh nahm ich das kleine Bündel, das alle meine Habſeligkeiten um⸗ ſchloß, und zog in die Mühle. Dort war eine kurioſe Wirthſchaft. Der Müller war etwa ſechzig Jahre alt und ſchon recht baufällig. Er trug den ganzen Tag die Schnappsbuttel in der Hoſentaſche mit ſich herum und ſchnupfte ganz abſcheulich. Dabei hatte er rothe entzün⸗ dende Augen, zitterte mit den Händen und war ein recht unappetitlicher Menſch. Schon um acht Uhr Abends ſchlief er wie ein Sack, und keine Macht hätte ihn wach ge bracht, zumal wenn er in die vermaledeite Schnappsbuttel tiefer hineingeblickt als gut war, was regelmäßig in der Woche ſiebenmal vorkam. Dieſer alte Mann hatte ſſch die Narrheit einfallen laſſen, ein junges hüͤbſches und raſches Ding zu heirathen, deren Vater, ja, was ſag' ich? deren Urgroßvater er faſt hätte ſein können. Die Mül⸗ lerin war neunzehn Jahre alt, als er ſie heirathete, und das waren nun fünf Jahre her. Im Vogelsberg ſagt man: wenn ein alter Mann ein rechter Narr wird, ſo heirathet er ein junges Ding; und ich ſag's auch. Da hatt' ich's recht vor Augen. Die hackte ihm das Mus auf dem Kopf. Er mußte pariren wie ein Lehrjunge, und zu Allem ja ſagen, was ſie that. Sagte ſie: Alter geh'! —— DFF— 5 — —— zen eee e Aufgefahtenſ Verkauft' „Zu mir ſagte ſie, Kasparchen, halt dich zu mi, Gettang 1 1 wurden Mittelpreſſ ſo haſt du's gut. Mit dem Alten iſt nichts anzufangen!(Mltr.)(Mtr.) f Das war nun leider mehr als wahr, wenn etwas mehr als wahr ſein könnte. Ich that meine Schuldigkeit, ge⸗ 5 3 3 15 horchte pünktlich und ging meinen Weg ſtille. Abends Gere 20 10 ging ich zu Annebärbelchen, wie wir's verabredet hatten. 1 1 8 120 2* (Fortſetzung folgt.) Erbſen 5—— ſo ging er, und: Bleib'! ſo blieb er. N Pantoffelregiment, daß ſich's Gott erbarme; allein es war — 282— Das war ein Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 3. September 1851. 9 2 Mohnſamen Einen Acert au iu driedberg Bimſte Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c ον N Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (1380) Bei den Erdarbeiten in der Lindner Nun können fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. g Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeper. 570 Gulden (1359) Stiftungskapital liegen in hieſige Gemeindekaſſe gegen 5 pCt. Zinſen zum Aus⸗ leihen bereit. Heldenbergen den 6. Auguſt 1851. Der Gemeinde⸗Einnehmer Dott. Grummetgrasverſteigerung. (1482) Montag den 8. September, Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll das diesjährige Grummet⸗ gras, circa 200 Morgen, auf den hieſigen Ge⸗ meindewieſen in mehreren Abtheilungen und Looſen öffentlich zur Verſteigerung gebracht werden. 5 5. Man erſucht die Herren Bürgermeiſter im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen dieſes bekannt machen zu laſſen. Utphe den 26. Auguſt 1851.. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bö cher. E Verſteigerung feiner Liquere und Cigarren. (1500) Die im Intelligenzblatt No. 68. Inſerat 1479 angezeigte Verſteige⸗ rung von 800 Flaſchen feiner Liquere und 25000 Stück Cigarren wird ein⸗ getretener Hinderniſſe wegen nicht Mon⸗ tag den 8., ſondern Donnerſtag den 11. September, Vormittags 9 Uhr anfangend, in dem hieſigen Rathhauſe abgehalten. Friedberg den 4. September 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Birn⸗ und Aepfelverſteigerung. (1501) Dienſtag den 9. September, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle die Birnen von 19 Bäumen und die Aepfel von 16 Bäumen, ſowie 6 Haufen Auflesäpfel in den Obſtbaumanlagen der Gartengemarkung meiſtbietend verſteigett mit dem Anfügen, daß der Anfang auf dem Seergraben am Simon'ſchen Garten gemacht wird. Gartenſchütz Stritzinger iſt beauftragt auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 3. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Bekanntmachung. (1502) Montag den 15. September, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe mehrere ſtädtiſche Grundſtücke in der Burg- und Stadtgemarkung auf ſechs nachein⸗ anderfolgende Jahren meiſtbietend verpachtet. Die Flur⸗ und Gartenſchützen ſind beauftragt auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 4. September 185 1. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 41503) Montag den 15. September, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Kartoffelernte von nachſtehenden Grundſtücken in hieſiger Stadtgemarkung meiſtbietend verſtei⸗ gert, als: 1) ein Grundſtück im Großgalgenfeld, 2) ½ Morgen im kleinen Wartfeld und 3) ½ Morgen in der Gartengemarkung. Die Schützen Briel und Stritzinger find be⸗ auftragt auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 4. September 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1504) Freitag den 12. d. M. Vormittags 9 Uhr werden auf dem Bauplatze im Roſen⸗ thal mehrere Partieen zum Bauen unbrauchbar gewordenes Ruͤſtholz, Zimmerſpäne ꝛc. öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 2. September 1851. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenienr der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1505) Dienſtag den 16. d. M. Vormittags 9 Uhr wird auf dem Bauplatze im Roſenthal das Räumen und Planiren der Grundſtücke ꝛc. veranſchlagt zu 290 fl. in 4 Looſen öffentlich an die Wenigſtnehmenden unter den bei der Verſteigerung bekannt- gemacht werdenden Be⸗ dingungen verſteigert werden. Friedberg den 2. September 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochge ſand. Grummetgras⸗Verſteigerung. 1506) Von circa 35 Morgen Freiherrlichen Wieſen in hiefiger Gemarkung ſoll das Grum⸗ metgras Montag den 8. September l. J., Nachmittags 1 Uhr, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Sobald der Voranſchlag erreicht wird, erfolgt mit dem Zu⸗ ſchlag die Genehmigung und wird Zahlungsfriſ 0 bis Martini l. J. gegen Bürgſchaft geſtattet, Die Zusammenkunft iſt präcis Nachmittags 1 Uhr bei der Oelmühle. Ober mörlen den 1. September 1851. . Rentei⸗Kaſſe daſ. Bekauntmachung. (1507) Dienſtag den 16. September, Mor⸗ gens 10 Uhr, werden auf meinem Büreau 150 Achtel Gemeinde⸗Korn aus diesjähriger Ernte an den Meiſtbietenden verſteigert. Dabei wird bemerkt, daß dieſes Korn reines Klebkorn iſt, welches ſich vorzüglich gut zur Ausſaat 29. Auguſt 1851. Der Bürgermeiſter eignet. Pfaffenwiesbach den 3 um Ausleihen. (1808) In der Kirchenkaſſe zu Södel liegen bis zum 25. November d. J. 660 fl. ge gerichtliche Hypotheken zum ausleihen bereit J. Raab, Kirchenrechner. Grummetgrasverſteigerung. 1509) Donnerſtag den 11. d. M. ſoll das Grummetgras von eirca 200 Morgen Gemeinde⸗ wieſen guter Qualität, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Man erſu cht die Herrn Bürgermeiſter dieſe Bekanntmachung veröffentlichen zu laſſen. Inheiden den 2. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bü Henckel . Privat⸗ Bekanntmachungen. Eine Manſardenwohnung, 1425) beſtebend in Zimmer, Alkoven, Küche, Keller ꝛc, baldigſt zu beziehen. Friedberg. Preis-Kegelſchieben. den 7. September findet Unterzeichneten ein großes Sollte daſſelbe an die⸗ (1469) Sonntag dahier im Garten des Preiskegelſchieben ſtatt. ſem Tage nicht beendigt werden können, ſo wird während der Dauer jeden Tag von Mittags 3 Uhr fortgefahren. Die näheren Beſtimmungen beſagen die Zettel. Freunde des Kegelſpiels ladet hö bittet Beſtellungen zeitig zu mache Friedberg im September 1851. Georg Philippi. Ruſſenſteine (966) find ſtets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich Zu verkaufen. (1510) unterzeichnete iſt geſonnen ihr halbes Haus, gelegen neben Meyer Goldmann, welches ü Kabinet mit ö iſt zu vermiethen und flichſt ein und 12 Sten 4 15 2 Nitkelſt di . Bei Friedberg. 9 Zu ver Ein halber bare, 1 Ohſtbäume befinden, ſpachten. Ausgeber Aeckerde 3 3] recht entlich meiftbietend Fauerbach II. d Waan Penn if zu each bezog werden der in der Jurg. Nene holländi rgermeiſſer delen didng de driedberg. Dud Zahlungeftz Agſchaft 22 dee a dumber 1851. Rent. faſe Nl edel. dung. Tauſchrecht beſitzt und kann der Käufer ſechs Jahre in der unterſten Etage wohnen, aus freier Hand zu verkaufen. Liebhaber wollen ſich ge⸗ fälligſt an David Hirſchhorn wenden. Friedberg den 4. September 1851. Benediet Caſſela's Wittwe. fu ch (18110) Einen Ackerknecht, welcher mit Kühen umzugehen verſteht, ſucht Johannes Füller in Friedberg. Bimſtein⸗Seife in 2 Sorten à 15 und 9 kr. per Stück. (1512) Mittelſt dieſer Seife kann man die Haut auf eine Weiſe reinigen, wie es keine an⸗ dere Seife vermag, und ſelbſt den rauheſten Händen nach kurzer Zeit eine Weichheit erthei⸗ len. Bei Friedberg. P. F. Schmittner. Zu verpachten. (1513) Ein halber Morgen Garten hinter dem Schützenrain, worin ſich gute tragbare September, Mo, memem Büren dus diesjährign cult. Dabu u biints Klebkon gut zur Ausſau 29. Auguf 186 l Bürgermeiftt Kupp. hen. u Soͤdel len Obſtbäume befinden, iſt auf mehrere Jahre zu derpachten. Ausgeber dieſes ſagt von wem. Aeckerverpachtung. (1511) Dienſtag den 9. d. M., Vormittags 10 Uhr, will der Unterzeichnete in der Wohnung des Herrn Neiſel dahier nachfolgende Grund⸗ tücke, als: Nrg. Vtl. Rth. 12 3 13 zwiſchen den Hohlen am Irrgang, 2 1 31 am Bachhöhlchen, — 3 20 auf der Friedberger Lehmkaute, 1— 2 durch den Bauernheimer Weg, . 660 fl. ges— 3 31 rechts der Dorheimer Hohl, chen bereit. öffentlich meiſtbietend auf drei Jahre verpachten. „ Kuchen Fauerbach II. den 3. September 1851. 0 W. Alles. gerung. 5 7. N. fel bas Zu vermiethen. udn Gemeinde(1515) Ein möblirtes Zimmer für einen ich miiftdietend Argermtifiet dieſ qu laſen. det 1851. F. Burgermeiſg del. * nachungen, ohnung, ier, Labinkt mi 1 brrmiethen uud Nuths. hieben. Stender fut Anttin tin groß zaßelbe an du ganen, ſo ug 4 ben Mituß tagen die 3² 1 dofich en ichen 1851. z ppilipe ine ti 10 nue digen Herrn iſt zu vermiethen und kann ſo⸗ kleich bezogen werden bei Zimmermeiſter Ben⸗ ber in der Burg. Neue holländiſche Vollhäringe (13160 à Stück 5 kr., ſowie beſte Sar⸗ dellen billig bei 5 N Friedberg. Wilhelm Hanſtein auf dem Haagk. ei gs. (15170 Den 30. Auguſt d. J. iſt Unter⸗ eichnetem ein großer wolfſtreifiger Dockenhund nit geſpaltener Naſe entlaufen. Derjenige, der mir ihn zurückbringt, erhält eine gute Belohnung. Kloppenheim. Philipp Scheurich. (1518) Die gegenwärtige Meſſe beſuchende Herren Buchbinder bitte ich meine älteren Proben von Buchbinder⸗ ſchriften gegen neuere vermehrte Hefte umzu⸗ guſchen und empfehle mich bei Bedarf von Schriften zu geneigtem Andenken. ö Benjamin Krebs, alte Mainzergaſſe 36 nächſt dem Hauptzollamt. Kirchweihfeſt zu Wiſſelsheim. (1319) Sonntag den 7. und Montag den F. d. M. wird das hieſige Kirchweihfeſt gefeiert, Bozu ich meine Freunde und Gönner mit dem Zemerken höflichſt einlade, daß an dieſen Tagen hut beſetzte Tanzmuſik, ſowie kräftige Speiſen und Getränke bei mir anzutreffen find. Wiſſelsheim den 2. September 1851. Nicolaus, Gaſtwirth zum grünen Baum. 283 Einladung z u r Feier der landwirthſchaftlichen Preisvertheilung am 8. September 1881 zu Melbach. (1470 Man beehrt ſich hierdurch zur Theilnahme an den Feierlichkeiten dieſes Tages unter Mittheilung der Feſtordnung ergebenſt einzuladen. Programm: 25 i 1 55 10 15 0 einige Gewehrſalven angekuͤndigt. a r verſammeln ſich die Theilnehmer vor dem Rat 8 Uhr begeben ſich dieſelben in einem e F e ſt zu ge auf dem vor dem Ort in ſuͤdweſtlicher Richtung gelegenen Feſtplatze in folgender Ordnung Voran die Muſik mit der Feſtfahne; hierauf der Geſangverein, an die⸗ ſen ſchließt ſich die Preisvertheilungs-Commiſſion mit den Beamten des landw. Vereins und den Mitgliedern des Ortsvorſtands an; ſodann folgen die Mitglieder des landw. Vereins und des Feſtcomités; dann feſtlich geſchmückte Wagen und zum Schluſſe Landwirthe und ſonſtige Feſttheilnehmer. Auf dem Feſtplatze angekommen, begrüßt nun der Geſangverein den feſt— lichen Tag mit einem Fe ſtgeſang. . Die Preisvertheilungs-Commiſſion wird hierauf die Beſichtigung des zur Preisbewerbung aufgeſtellten Viehes vornehmen, ſowie ein Preispflügen abhalten und hiernach die Vertheilung der Preiſe vornehmen. Nächſtdem Reſtauration. ö Hierauf beginnen die Beluſtigungen der Jugend, als: Erſteigung eines Kletterbaums, Sacklaufen, Uebung auf dem Balancierbaume und dann die Verlooſung von angekauften Rindern, Hammellämmern, Ruchadlopflug und ſonſtigen landw. Geräthſchaften. Zum Schluß Tanzbeluſtigung. Melbach am 27. Auguſt 1851. In Auftrag des Feſtcomités: Keil, Bürgermeiſter. Friſch angekommen (11760 1) Aechtes Klettenwurzel⸗Oel, à Fläſchchen 30 Kreuzer, be— währt als neues kräftigwirkendes Mittel, um den Haarwuchs mächtig zu befördern. 2) Pariſer Zahnperlen, in Etuis à 1 fl. 45 kr., anerkannt als bewährtes Mittel, um Kindern die gefährliche Periode des Zah— nens glücklich überſtehen zu helfen, bei Friedberg im Juli 1831. P. F. Sehmittuer, nächſt der Burg. J. L. Lemmè Frankfurt am Main Katharinenpforte No. 1. (1499) empfiehlt zur Meſſe ſein äußerſt reich und geſchmackvoll aſſortirtes La⸗ ger in pybets, ächt engliſchen Mie huistres, Mousselines des laine, Mantelstoſfen und allen ſonſtigen Modeartikeln in verſchiedenen Qualitäten und zu den billigſten Preiſen. Ein großes Commissions-Lager von wollenen Long-Shiaꝛols und vier eckigen Tuchern wird zu den Fabrikpreiſen abgegeben. i n 284 Sool⸗Bad Nauheim. (1520) Bei günſtiger Witterung Sonntag den 7. Auguſt Concert des Nauheimer Muſikvereins i m Kurgarten. Geſchäfts-Eröffnung. (1468) Ich zeige hiermit an, daß von jetzt folgende ſpirituöſe Lacke aus meiner neu errichteten Fabrik en gros und en detail zu beziehen find: 22 Petersburger Möbellack à Schoppen „ Möbelpolitur„ 17* Kopaglach el! 1 braunn Pariſerla ck Goldlacek Maſtixlack 988 Weier ag Lack für Eiſen und Blech Alle dieſe Lacke mit einem Schwamm, Baumwolle oder feinen Haarpinſel aufgetragen, trocknen in Zeit von 2 bis 3 Minuten.. Da ich die Bereitung des Lacks in der vorzüglichſten Fabrik in Petersburg erlernte, aus welcher durch mich bedeutende Sendungen nach Deutſchland gemacht wurden, mein Fabricat dem Petersburger in keiner Hinſicht nachſteht, ſowie durch das Etabliſſement in meiner Vaterſtadt be⸗ deutend billiger geliefert wird, ſo hoffe ich geneigte Anerkennung zu finden. Friedberg im Auguſt 1851. 0 2 N ö Friedrich Roßbach, Lackfabricant und Händler, Ludwigsſtraße No. 56. 28 30 1 30 48 . 1 1 1 2 1 1 Annonce. David Strauft, Döngesgaſſe No. 8 neu in Frankfurt a. M. (1497) empfiehlt während der Meſſe und zur bevorſtehenden Winter⸗Saiſon ſein reichhaltiges Lager in allen Sorten Tuchen, Paletot⸗Stoffen, niederländiſchen, franzöſiſchen und engliſchen Bukskins, We⸗ ſten ꝛc., ſowohl en gros als en detail zu äußerſt billigen Preiſen. * Faß ⸗Verſteigerung. (1521) Freitag den 12. d. M., von Vormittags 8 Uhr an, läßt der Unter⸗ zeichnete in ſeiner Wohnung eine große Partie Fäſſer, beſtehend in 74 und 2 Ohm, Zulaſt und Stückfaß, ſowie eine noch faſt neue Kelter mit Holz⸗ ſchrauben meiſtbietend verſteigern, wozu er Kaufliebhaber einladet. Bad Nauheim den 2. September 1851. D. Fritz zur Krone. bekannte Geſellſchaft um ſich verſammelt. Der Gevatter meint, der Schmiedjacob habe voriges Jahr noch nicht all' ſein Pulver verſchoſſen. Wenn er wolle, könne er noch Manches zur Kurzweil und Manches zur Belehrung vortra⸗ gen. Einmal eine Geſchichte, wie ſie auf dem Dorfe paſfirt. Einmal eine Räthſelnuß zum Krachen. Einmal ein luſtiges Anekdötlein zum Lachen, und vor allen Dingen ſolle er das be⸗ liebte„Alte Gold“ nicht vergeſſen, das ja noch kerniger als das californiſche ſein ſoll. Da hat ſich denn der Schmiedjacob zurecht geſetzt, ſein Pfeiflein angezündet und angefan⸗ gen zu erzählen, bis endlich ein dickes Buch daraus geworden, mit vielen Bildern, welches bei C. Bindernagel in Friedberg für 45 kr. zu haben iſt. Die Jahrgänge 1847 bis 1851 ſind zum ſelben Preis durch dieſelbe Handlung zu be⸗ ziehen.[111524 Ein vollſtändiges Logis (1522) im zweiten Stock hat zu vermiethen Chriſtian Weith, in der Uſergaſſe. 130,000 Ruſſenſteine (1523) aus der Wölfersheimer Fabrik hat zu verkaufen Friedberg. Metzger Weller. Literariſche Anzeige. Spin nun ſtu be, ein Volksbuch für das Jahr 1832. Herausgegeben von W. O. v. Horn. Siebenter Jahrgang. Mit 1 Staylſtich nach v. Heideck und vielen Holzſchnitten von Richter. Der Spinnſtubenſchreiber hat wieder die alt— Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5 12. Sonntag n. Trinitatis den 7. Sept. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Eandidat Schnabel. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Hofmeier. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Bindewald I. Fruchtpreiſe. 3. Sept. 25. Juli ii Fried⸗ berg fü 9 20 7 50 5 544 3132 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach Gattung. Waizen Korn Gerſte Hafer pr. Malter vom 6. bis zum 12. September. Fried⸗ berg. kr. pf. Brod⸗Preiſe. Leib⸗Roggenbrod 7, , 2 7 Milchbrod Waſſerweck Gemiſchte(Tafel⸗) Brod Fleiſch-Preiſe. Ochſenfleiſch Kühfleiſch, gemäſtetes Rindfleiſch, gemäſtetes Kalbfleiſch „„ gemäſtetes Schweinenfleiſch Hammelfleiſch Schaaflfleiſch Wurſt v. blos Schweinen Bratwurſt Schwartenmagen Geräucherter Speck Schinken Dörrfleiſch Schweinenſchmalz, ausgelaſſen unausgelaſſen Nierenfett [Hammelsfett 70 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiffe Bender. Krauß5. O — = EE Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernag el in Friedberg. 7 2222— ö Haus. Opfer. Kerl! „Nach ei Freundlich Geſ bleiben, ſagte dann ſo allein chen. Wer ſch Unrech Ich ſetzte ſich zu u und Birnen, 2 nir doch gar du denn dei der Ich dir gefallen. Das Von da an bli aus; aber ich gends Dorfe ber Füße ich. 7 3 Dochen ſteter tete, nahm ich Grund agen mich ſch „Er iſt nicht gut th. haderte mir, daß ſie vochte, von en. echt leiden, a aufdecken.“ „Das W wie ging ie m und trugen „Wie 0 „Das 6