ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 1 11. Mittwoch den 3. Februar Amtlicher Theil. af chu g. Betreffend: Die im Jahre 1851 zu ſtellenden Vormunds⸗ und Cura⸗ telrechnungen. Alle Vormünder und Curatoren des hieſigen Bezirks, welche im Jahr 1851 Rechnungen zu ſtellen haben, werden aufgefordert, ſolche bis zum 15. März d. J. bei Vermei⸗ dung der ihnen ſonſt namentlich zugehenden, mit Strafe von 30 kr. verbundenen Erinnerung zur Abhör dahier ein— zureichen. Die Gr. Bürgermeiſter haben dieſes in ihren Orten auf gewöhnliche Weiſe öffentlich bekannt zu machen und wie geſchehen binnen 8 Tagen berichtlich anzuzeigen. Friedberg den 28. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Df. Jr le. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 58 enthält: 1) und 2) zwei allerh. Verordnungen vom 10. und 14. d. M.: die Verweiſung der Streitigkeiten der Aachener und Münchener⸗, ſowie der Feuerverſicherungs-Geſellſchaft„Colonia- an die ordentlichen Gerichte betr.— 3) Bekanntmachung des Großh. Miniſteriums des Innern vom 14. d. M, die Eintheilung der evan— geliſchen Oecanate in den Provinzen Starkenburg und Oberheſſen betr.— 1) Die evangeliſchen Decanate Aſſenheim, Friedberg und Rodheim werden in zwei Decanate zuſammengezogen und dem De— canate Friedberg die Pfarreien: Aſſenheim, Altenſtadt, Bonſtadt, Bruchenbrücken, Fauerbach 11. Florſtadt, Friedberg, Höchſt a. d. N., Niederrosbach, Niederwöllſtadt, Oberau, Oberrosbach, Oſſenheim und Stammheim, dem Decanate Rodheim aber die Pfarreien: Büdes— heim mit Heldenbergen, Burggräfenrod, Großkarben, Kaichen, Klein— karben, Niedereſchbach, Niederurſel, Obereſchbach, Okarben, Petterweil, Rendel, Rodheim mit Holzhauſen, Rödelheim, Steinbach und Vilbel zugetheilt; 2) das Decanat Schlitz wird aufgehoben, die dazu gehö— rigen Pfarreien werden dem Decanate Lauterbach zugetheilt; 3) die Pfarrei Billertshauſen wird von dem Decanat Kirtorf getrennt und mit dem Decanate Alsfeld vereinigt; 4) die evangeliſchen Decanate Erbach und Michelſtadt werden unter der Benennung Erbach-Michel—⸗ ſtadt zu Einem Decanate verbunden, jedoch wird die Pfarrei Brens— bach davon getrennt und mit dem Decanate Reinheim vereinigt; 5) die evangeliſche Pfarrei Lampertheim wird von dem Decanate Lin- denfels getrennt und wieder dem Decanate Zwingenberg zugetheilt und 6) die mit Spachbrücken unirte Pfarrei Habitzheim wird von dem Decanate Breuberg getrennt und mit dem Dekanate Reinheim vereinigt.— 4) Bekanntmachung deſſelben Miniſteriums vom 14. d. M, die Arzneimitteltaxe für das Großherzogthum Heſſen betr.— 5) Bekanntmachung des Gr. Juſtizminiſteriums vom 3. Dec., die Veri— fication der Civilſtandsregiſter der Provinz Rheinheſſen für das Jahr 1849 betr.— 6) Bekanntmachung des Gr. Finanzminiſteriums vom 11. Dec., den Stempel von Spielkarten betr.— 7) Bekanntmachung, die Annahme von Reiſenden an den Unterwegsorten des Lauterbach⸗ Hersfelder Poſtwagen-Courſes betr.— 8) Bekanntmachung, die Niederſchlagung eines Theils der zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinde Keſtrich für 1850 genehmigten Um⸗ lagen betr.— 9) Ordensverleihungen: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben verliehen: am 1. Dec, dem Hoftheater-Oeconomie— Inſpector Beck dahier das Ritterkreuz und am 2. dem Oberſteuer— boten Bender dahier das ſilberne Kreuz des V.-O. Pilipps des Großmüthigen.— 10) Namensveränderungen. Es wurde geſtattet: am 20. Nov. der Adoptivtochter des Lohnbedienten Walloth dahier, Louiſe Margarethe Friederike Schneider, künftig den Namen „Walloth«, am 29. den legitimirten Kindern des Kinzebach aus Lollar, Eliſabethe, Heinrich und Melchior Becker, künftig den Namen „Kinzebach⸗ und am 7. December der Adoptivtochter des hieſigen Bürgers und Poſamentiers Mylius, Anna Barbara Kaifer, künftig den Namen„Mplius“ zu führen.— 11) Dienſtnachrichten. Am 25. Nov. wurde dem Pfarrer Treffert zu Kempten die kath. Pfarr⸗ ſtelle zu Lämmerſpiel, R.⸗B. Darmſtadt, übertragen. Am 20. wurde der präſentirte Decan und Pfarrer Meper zr Büdingen für die evang. Pfarrſtelle zu Obermockſtadt, am 2. Dec. der präſenkeirte Pfarramts⸗ candidat Clemm aus Lich für die evang. Pfarrſtelle zu Wolf, R. B Nidda, beſtätigt— und wurden der Fiscalanwalt in Rheinheſſen Henco und der Richter an dem Kr.-G. zu Mainz Gredy zu Mitglie⸗ dern und Räthen bei dem Obergerichte daſelbſt ernannt. Am 3. wurde dem kath. Schullehrer Schmitt zu Lorſch die 1. kath. Schullehrer⸗ ſtelle zu Gonſenheim, R.-B. Mainz, und am 5. dem Schullehrer Reifert zu Obermodau die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Heppenheim a. d W., R. ⸗B. Worms, übertragen.— 12) Am 29. Mai wurde dem bisherigen Poſtexpeditor Süffert zu Aſſenheim die nachgeſuchte Entlaſſung aus dieſem Dienſte ertheilt.— 13) In den Ruheſtand wurde verſetzt: am 25. Nov. der Secretär, Regiſtrator und Proto— kolliſt bei dem vorhinnigen Oberſtudienrath, Oberſtudienraths-Seere— tär Kutſcher dahier in dieſer Eigenſchaft.— 14) Erledigt ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Beuern, RB. Gießen, mit jährl. 542 fl.; die evang. Schullehrerſtelle zu Obereſchbach, R.-B. Friedberg, mit jährl. 439 fl. nebſt 32 fl. Vergütung für Heizung des Schullocals,— wo— von jedoch auf die Lebensdauer des penſ. Schullehrer Koch jährl 100 fl. an denſelben abgegeben werden müſſen. Der redliche Sohn. 1 In dem Ladenſtübchen des hochbejahrten Dorfkrämers Hermann Walther waren alle Anweſenden ſehr trübe ge ſtimmt. Selbſt die Freude, daß ſein Sohn Guſtav in dieſen Tagen heimkehre aus dem Soldatendienſte, konnte die Furchen der Sorge nicht von der Stirne bannen. Sein Weib lag krank, und das ſchmerzte tief ihn in der Seele ſchon, obgleich Dorothea, ſeine Tochter, ſanft und innig 1 und aufmerkſam, wie ſolches die fromme Kindesliebe thut, der Kranken als ein Troſtesengel ſtets zur Hülfe ſtand. Aber das Blei des Kummers hatte der Betrüger M... vom benachbarten Dorfe ihm auf die Bruſt gewälzt, denn ihm hatte Hermann viele Waaren, an Werth 1200 Gul— den, anvertraut, und derſelbe war flüchtig gegangen und ließ alle Schulden unbezahlt. Nun ſollte Hermann Walther auch ſeine Schuld tilgen, welche bei dem reichen Kauf— mann Vernet in der Rheinſtadt K. im Gläubigerbuche noch nicht ausgelöſcht war. Aber er konnte leider nicht zahlen, denn für das Wiedergeneſen ſeines Weibes hatte derſelbe bereits gewichtige Summen verwendet, obwohl bis hierher fruchtlos, und nun mußte der Schwergeprüfte noch deu Geldverluſt durch den Betrüger M... tragen. Da ſaßen die Armen beiſammen und zitterten und weinten. Gern hätte der Vater und die Tochter ihre Zähren vor der Mutter verborgen, aber wie konnten ſie? Hatte ja dieſelbe in dem Briefe des Kaufmanns Vernet geleſen, daß ihr Mann binnen dreien Tagen zahlen müſſe, ſonſt würde der— ſelbe, nach dem Rechten, gewißlich in den Schuldenthurm zu K. geworfen. Sie jammerte bang auf und dieſer ſchwarze Herzenskummer verſchlimmerte uoch ihr Krankheitsübel. Verſteigern konnte Hermann nichts laſſen, denn er wohnte nur in der Miethe; dabei waren ſeine Hausgeräthe werth— los und wenige.„Wann werden dieſe Pfrüfungen enden?“ ſeufzte die Kranke, und Hermann, geſtützt auf das glau— bensvollſte Gottvertrauen, ſprach ihr Muth ein mit dem Bibelſpruche:„Wen Gott lieb hat, den züchtiget er!“ und tröſtete ſie mit dem Wechſel alles Irdiſchen, und daß viel— leicht ihrer Familie, wenn auch ſpät, doch ein Glücksſtern aufgehe. „Jeſus, Maria und Joſeph!“ ſchrie auf einmal Do— rothea laut und beſtürzt auf, die ſeither, an das ſchmale Fenſtergeſimſe den Kopf gelehnt, dem Geſpräche der Eltern zugehorcht hätte.„Da kommt ja Vernet, begleitet von einem Amtmanne, zweien Gerichtsdienern und Soldaten! Das halbe Dorf zieht ihm nach! Vater! Mutter! Da iſt er ſchon! Er kommt in unſer Haus! Gott ſteh' uns beil⸗ Das Klopfen an der Thüre bedeutete die Forderung um Einlaß, und die laute Weiſe deſſelben verrieth Men— ſchen, welche auf den ſichern Einlaß ein Recht haben mochten. Dorothea raffte ſich muthig zuſammen, war ſie ja faſt auf Alles vorbereitet, mit den Ihrigen, was da kommen werde. Das Mädchen öffnete die Thüre und hereintraten der Kaufmann Vernet und die Gerichtsdiener, in der Mitte der Amtmann. Die Soldaten harrten draußen, jedes Auftrags gewärtig. Dorothea ging voraus, ohne nur zuvorkommende Aufmerkſamkeit für die Eintretenden zu äußern, ſah ſie doch in dieſen Männern gleichſam die Todtengräber für das Lebensglück ihrer Familie. „Könnt Ihr zahlen, Hermann Walther?“ fragte der Amtmann mit ziſchelnden Worten, welche ein necken— der Huſten unterbrach. „Gott weiß es, ich zahlte gerne, doch Unglücksfälle bitterſter Art ſuchten mich heim, darum verzeihe man mir, ich kann jetzt nicht zahlen!, ſprach Walther und vom Krankenbette her unterſtützte ſein Wort das leidende Weib. „Das Auge Vernet's zuckte wild-ſpöttiſch und eine Hölle loderte in demſelben. Es blieb ſtarr auf den Amt— mann gerichtet. Der verſtand den Blick. „Und ſind auch ſonſt keine Güter zur Entſchädigung Vernet's da?“ fragte der Amtmann heftig.—„Keine l“ verſetzte Walther dumpf und ging nach dem Krankenbette hin, um ſein Weib, das in heißen Fiebergluthen litt, zu beruhigen. .„So ſeid Ihr dem Schuldthurme verfallen, und jetzt ſchon werdet Ihr dahin abgeführt!“ ſprach hart und herz⸗ los der Amtmann und rief den Soldaten durch's Fenſter zu, daß ſie herbeikommen ſollten, um den Gefangenen zu überwachen. b Die Gerichtsdiener ergriffen nun den Walther und ſchraubten ihm die Daumen zuſammen. Dorothea drängte ſich nach ihrem Vater hin, gleichſam um die rauhe Ge— richtsdienerhand von ihm abzuwehren. Doch der Amtmann griff in die aufgelöſeten Haarlocken des Mädchens und ſchleuderte daſſelbe zurück. Dorothea warf ſich jetzt dem Kaufmanne zu Füßen und flehte deſſen Herz um Mitleid und Erbarmung an. Doch auch dieſe Bitte war umſonſt. Krampfhaft verzerrte Vernet ſein gräuliches Geſicht und blieb ſtumm! Walther wollte von ſeinem Weibe und von ſeiner Tochter Abſchied nehmen, aber auch dieſes Lebewohl ver— ſagte man ihm. Sie ſtießen ihn fort. Da hörte man plötzlich ein Röcheln und Aechzen und Stöhnen. Es war die Kranke. Der Schrecken hatte ſie gelähmt, und der Jammer gab ihrem Herzen den Todesſtoß.„Gott vergib euch!“ rief ſie noch und verſchied. Dorothea blieb ſprach⸗ los, als ihr Vater vom Krankenbette fortgeriſſen wurde, der noch ſeines Weibes letzten Kampf geſehen und ſcheidend ihr Sterbewort gehört hatte. Dorothea lag ohnmächtig am Boden. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Oeffentliche Aufforderung. (159) Peter Bopp von Melbach, geboren im Jahr 1777, alſo über 70 Jahre alt, der ſchon ſeit langer Zeit von Hauſe abweſend und über deſſen Schickſal nichts zur Kenntniß ſeiner An- gehörigen gekommen iſt, wird hiermit aufgefor— dert, etwaige Erb- oder ſonſtige Anſprüche an die von ſeinem Vater Philipp Bopp herrühren— den, gegenwärtig im Beſitz des Conrad Bopp in Melbach befindlichen Immobilien, binnen 3 Monaten dahier geltend zu machen, widrigen⸗ falls er für verſchollen, Conrad Bopp als Eigen⸗ thümer der fraglichen Immobilien betrachtet und demgemäß weiter verfügt werden wird. Gleichzeitig werden, da auch Eberhard Hul— derich von Melbach über verſchiedene andere, ſeiner verſtorbenen Ehefrau von Seiten des Philipp Bopp, resp. deſſen Sohnes Johann Heinrich Bopp, zugefallene Grundſtücke dispo⸗ niren will, ohne das Eigenthum urkundlich nach— weiſen zu können, alle übrigen etwa Berechtigten aufgefordert, ihre Anſprüche an den Boppiſchen Immobiliarnachlaß binnen der obigen Friſt da— hier zu begründen oder ſich zu gewärtigen, daß ſolche bei Beſtätigung von Veräußerungen un⸗ berückſichtigt bleiben. Friedberg den 21. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Main ⸗Weſer⸗ Bahn, 6363) Samſtag den 15. Februar l. J. ſollen die der Bauverwaltung gehörenden Grundſtücke auf die Dauer von 5 Jahren an den Meiſtbieten— den verpachtet werden. Die Verſteigerung geſchieht an Ort und Stelle, weßhalb die Zuſammenkunft für die Verpach— tung der Grundſtücke in der Gemarkung Vilbel Vormittags 11 Uhr im Hainborn, in der Ge— markung Kloppenheim Nachmittags 1 Uhr an der Dortelweiler Gemarkungsgrenze, in der Ge— markung Okarben Nachmittags 2 Uhr am Selzerbrunnenweg feſtgeſetzt wird. Auf dem Büreau des Unterzeichneten, f 2 1 0 l ſowie auf der Station Vilbel können die Steigbe⸗ dingungen täglich eingeſehen werden. Friedberg den 25. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Sektion Vilbel Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (462) Mittwoch den 12. Februar l. J. ſollen die der Bau-Verwaltung gehörenden und neben der Bahn gelegenen Grundſtücke auf die Dauer von 5 Jahren an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verpachtet werden. Die Zaſammenkunft für die Verpachtung der Grundſtücke in der Gemarkung Friedberg iſt Vormittags 8 Uhr am Uſathor, in der Gemar— kung Fauerbach 11. Vormittags 9 Uhr am Hain⸗ graben, in der Gemarkung Bruchenbrücken Vor⸗ mittags 10 Uhr am Lindenbaum, in der Ge— markung Niederwöllſtadt Vormittags 11 Uhr an der alten Schlagshohle. Die E des Ul Frie! 0 E 1 (60% faß des da zt Nez Dom aumeden, ſtelüng men werde nur der Be zu obigem Curatot zu bezahle erhoben w Friedb 9 (181) J Oſeenheimer Fibruar d. Holzortime werden gehören öͤtiedbe 9 (202) 9 Uhr, ſol Na (03) Maag 10 gemacht Stelle, fragte necken⸗ und jetzt d herz⸗ Fenſter enen zu ther und drängte zuhe Ge⸗ mtmann und etzt dem Mitleid umſonſt cht und ewet ohl ver⸗ man Es war und der t vergib ſprach⸗ wurde, Die Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht bereit. Friedberg den 25. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Oeffentliche Aufforderung. (160 Forderungen jeder Art an den Nach- laß des dahier verſtorbenen penſionirten Stabs⸗ arzt Renz ſind bis zum Donnerſtag den 27. Februar d. J. anzumelden, widrigenfalls auf dieſelben bei Rich⸗ tigſtellung des Inventars keine Rückſicht genom- men werden kann. Zugleich werden die Schuld— ner der Verlaſſenſchaftsmaſſe aufgefordert, bis zu obigem Termin ihre Schuld an den beſtellten Curator Hofgerichtsadvokat Trapp II. dahier zu bezahlen, gegenfalls Klage gegen dieſelben erhoben werden wird. Friedberg den 20. Januar 1851. Großh. Heſſ. Landgericht J. A. d. L. le. Holzverſteigerung. (1810 In dem Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſchen Oſſenheimer Wäldchen ſollen Freitag den 7. Februar d. J, Morgens 10 Uhr, nachſtehende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert werden: 6 Stecken buchen Scheitholz, 21„„ Prügelholz, 9 1„ Stockholz, 68„„ Reisholz. Forſthaus Beinhards am 29. Januar 1851. Der Gräfliche Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. Verſteigerung. (201) Mittwoch den 12. Februar l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, werden in Auftrag des hieſigen Bürgers Joſeph Geck in deſſen Wohnung in der Vorſtadt zum Garten einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausge— ſetzt, als: 1) ein Pferd, 2) ein einſpänniger Wagen mit eiſernen Axen, 3) Pflug, Egge und ſonſtige zur Oeconomie gehörende Gegenſtände. Friedberg den 3. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz ⸗Verſteigerung. (202) Freitag den 7. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald in den Diſtricten Roſt und Roſengarten 58 Stämme eiche Bau⸗ und Werkholz öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrict Roſengar⸗ ten, wobei noch beſonders bemerkt wird, daß den auswärtigen Steigerer gegen genügende Bürgſcheine Zahlungefriſt bis Martini 1851 geſtattet iſt. Höchſt an der Nidder den 1. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Main⸗Weſer⸗ Bahn. (203) Samſtag den 8. Februar l. J. Vor⸗ mittags 10 Uhr ſoll in dem Steinbruche bei Ockſtadt die Herſtellung einer Böſchung, veran⸗ ſchlagt zu 145 fl. 30 kr., an den Wenigſtbie⸗ tenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle, öffentlich veraccordirt werden. Friedberg den 31. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. 1 Verſteigerung der Straßenuuterhaltungsarbeiten im Vaubezirk Friedberg pro 1831. (178) An den nachbemerkten Terminen, jedesmal Morgens um 10 Uhr, ſollen die bei der Un— terhaltung der Straßen im Baubezirk Friedberg im Jahr 1851 vorkommenden Arbeiten, als: Steinbrechen, Steinbeifuhr, Steinaufſetzen und nehmenden verſteigert werden: Steinzerſchlagen ꝛc. öffentlich an den Wenigſtneh— ————— 888 8 Ort und Local der Verſteigerung[82 88 8 re B88 5 8 Tag der Verſteigerung. 25 2282 0 D 2 15 Se 1 t. 5 SS N Local. 5 8 5 28 1 Donnerſtag den 6. Februar Eberſtadt Gaſthaus zum Schwanen XVi Hölzer 2JFreitag den 7. Februar Niedermörlen Gaſthaus zum Löwen 1 Diehl 4 9 28 g II Weide 3 Samſtag den 8. Februar Friedberg Gaſthaus zum Anker III Kreß 4 Montag den 10. Februar Niederwöllſtadt Gaſtwirth Puth IV IGötz 5 3 N Schäfer 5 Dienſtag den 11. Februar JIlbenſtadt Chauſſeehaus VI Falch * 8 l VIIII dei 6 Mittwoch den 12. Februar Obereſchbach Gaſthaus zum Homburgerhoff XIII 5 7 Donnerſtag den 13. Februar Steinbach Gaſthaus zum Schwanen XIVIMichel . 9 N XVLützel 80 Samſtag den 15. Februar Niedermoxſtadt Rathhaus 25 Jager 9 Dienſtag den 18. Februar Lindheim Gaſtwirth Koch IX[Weigel 8 1 XI Groß 10[Mittwoch den 19. Februar Büdingen Salinenhof XII ae 11 Donnerſtag den 20. Februar Altenſtadt Gaſthaus zum Adler VIII IVacat Friedberg den 29. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Sto d ha ſe n. Holzverſteigerung. (20) Freitag den 7. Februar l. J., Mor- gens 9 Uhr, ſollen in dem Frhrl. von Löw'ſchen Walde zu Steinfurth, Diſtrict Södler Bergs— tannen: 39 Stecken kiefern Prügelholz, 197*„ Stockholz, 1300 Stück„ Wellen, 800„ Weichholzwellen, 12 kiefern Stämme— 193 Cbkf., 30 Stück dergl. Rüſthölzer, 25„„ Hopfenſtangen, und 1100„„ Bohnenſtaͤngen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 31. Januar 1851. Der Frhrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. Holz⸗Verſteigerung. (205) Donnerſtag den 6. d. Mts., Vormit- tags 9 Uhr, ſoll in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Höchſterweg, 15 Stück eichen Bau- und Werkholzſtämme, 10 Stecken eichen Werkholz, 36„„ Scheitholz, 18„ buchen Stockholz, 23„ eichen Stockholz, 17 Längwieden, 750 Stück Baumſtützen, 500„ buchen und eichen Wellen, öffentlich verſteigert werden. Gegen vorſchrifts⸗ mäßige Bürgſcheine wird bis 1. September 1851 creditirt. Die Zuſammenkunft iſt im Holzſchlag daſelbſt. Bönſtadt am 1. Februar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weitzel. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (206 Die Lieferung nachgenannter Mate⸗ rialien ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden, wozu die Bedingungen auf dem Büreau des Materialverwalters dahier täglich eingeſehen werden können. Längſtens bis zum 18. Februar l. J. Vormittags 10 Uhr ſind die verſiegelten Gebote mit der Aufſchrift„Materialliefexung einzureichen, worauf unmittelbar deren Eröff⸗ nung erfolgt, welcher die Intereſſenten beiwohnen können. 1) Knochenöl 10 Centner 2) Rübol—* 23) Sparöl 10„ 49) Seife weiße 74* 59) Talg 8„ 6) Terpentinöl 5„ 7) Baumwollenabfälle 83 8 Hanf 225 1 99 Menning 7„ 72 300 Stück 20 Stecken 36 Simmer 500 Stück 10) Streichfeuerzeuge 11) Tannenſcheitholz 12) Holzkohlen 13) Hammerſtiele(Weißdorn) 14) Bodenbeſen 24„ 15) Schrupper 1 16) Staubbeſen 2 2 17) Dochte 300 Ellen 18 Dochtgarn 6 Pfund 19) Cylindergläſer 100 Stück 20) Saalband 400 Ellen 219 Packtuch 30„ 22) Feilenhefte 200 Stück 23) Lohrinde, gemahlene 6 Centner 24) Radſcheibenfilze 100 Stück 25) Fenſterpapier 6 Rieß 26) Pappdeckel 100 Stück 27) Pappdeckel(Unterlage nuter Stoßplatten) 500„ 28) Korkſtopfen in Schmierbüchſen 50* 29) Coakskörbe 50„* 30) Tafelglas 50* 31) Glaspapier 50 Blatt 32) Kreide geſchnittene 6 Pfund 33)„ gemahlene 10„ 34) Putzleder 12 Stuͤck 35) Leinwand alte 5 Centner 36) Spitzſtränge 36 Stück 37) Schwämme 3 Pfund. Von den unter Nr. 1 bis 10 genannten Gegen- ſtände find Proben mit den Geboten vorzulegen. Friedberg den 31. Januar 1851. Gr. Magazins-Commiſſton. Jagd- Verpachtung. (207) Dienſtag den 11. d. Mts., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll die der Gemeinde dabier gehörige Feld⸗ und Waldjagd auf hie⸗ ſigem Rathbaus unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffent— lich meiſtbietend verpachtet werden. Vilbel den 1. Februgr 185“. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Hinte l. Bekanntmachung. Betr.: Holzverſteigerung in den Großh. Doma— uialwaldungen des Forſtreviers Oberrosbach. (208) Mittwoch den 12. d. Mts. wer⸗ den in dem Diſtricte Burgwald an die Meiſt- — 1 4½ Stecken buchen ⸗, 6¼ Stecken birken⸗ 1 Stecken nadel Prügelholz; 8 Stecken birken- und nadel Stockholz; 2475 Wellen buchen-, 7000 Wellen birken⸗, eichen⸗, 550 Wellen nadel Reisholz; 4 Wagen Schlagabraumholz; 4 Stämme Nadelbauholz von 8 bis 13“ Durchmeſſer und 30 bis 45“ Länge. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteigerung: im Lohſchoppen auf dem Winterſtein präcis 8½% Uhr. Oberrosbach den 1. Februar 1851. Der Großh Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach bietenden öffentlich verſteigert: Bingmann. Privat- Bekanntmachungen. 424 Dung f Gyps. Zu meinem in Niederwöllſtadt beſtehenden Geſchäfte in Dielen, Bauholz, Ruhrer Skeinkohlen Platten halte ich jetzo auch beſtändig ung⸗Gyps auf dem Lager und verſichere meine geehrten Abnehmer der billigſten Bedienung. Kried. Lud. Böing. Skeinkohlen⸗, Gyps⸗ und Holz⸗Lager. (150) Fette Stückkohlen erlaſſe den Centner à fl. 1. 12 kr., ferner beſtes Fett— ſchrot(zu Keſſel-, Herd- und Ofenbrand) und ſchweres Schmiedegries dilligſt. Auch empfehle mein Lager in Dung-Gyps und übernehme die Lie⸗ ferung per Eiſenbahn an alle Stationsorte. Mein Holzlager bringe in bekannter ausgetrockneter Waare in empfeh— lende Erinnerung. 5 Fried. Becker in Frankfurt a. M., Friedberger Chauſſee Nr. 22, von der Warte aus das erſte Haus links und von der Stadt aus das letzte Haus rechts. Die Preußiſche National⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft in Sketlin, gegründet auf ein Kapital von drei Millionen Thaler, (209) übernimmt Verſicherungen auf faſt alle verbrennbaren Gegenſtänden und leiſtet vollen Erſatz für jeden Schaden, welcher durch Brand oder Blitzſchlag herbeigeführt wird, ſowie für die Koſten, welche durch Löſehen und Aus⸗ räumen verurſacht, als auch für diejenigen Gegenſtände, welche in letzterem Falle abhanden kommen, vernichtet und beſchädigt werden. Ihre Prämien ſind feſt und die Verſicherten zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet. Die Dauer der Verſicherung bleibt lediglich dem Antragenden zu beſtimmen überlaſſen; wer die Prämien von 6 Jahren vorausbezahlt, erhält davon nicht allein 10 Procente Rabatt, ſondern hat auch noch die Verſicherung des ſiebenten Jahres frei; bei Vorausbezahlung der vierjährigen Prämie iſt das fünfte ein Freijahr. Die vollſtändigen Rechnungsabſchlüſſe und die Statuten können zu jeder Zeit bei dem Unterzeichneten eingeſehen werden, derſelbe vermittelt Verſſcherungen zu den billigſten Prämien und ertheilt Auskunft über alle das Aſſecuranz-Weſen betreffende Anfragen, auch werden von ihm die Verſicherungs-Bedingungen gratis verabreicht. Vilbel im Januar 1851. G. Filß, Agent der Preußiſchen National-Verſicherungs-Geſellſchaft. Zu Verkaufen. (185) Ein ſchwarzes Wallachpferd, noch im guten Zuſtande, hat zu verkaufen Friedberg. Johs. Horn. Nicht zu uͤberſehen! (108) Hiermit mache ich einem geehrten Publicum die ergebenſte Anzeige, daß ich neben meiner Mehl- und Oelmühle auch eine Gyps— mühle eingerichtet habe und daß ich von heute an Gyps in allen Quantitäten zu billigen Prei- ſen abgebe, dabei find in ſchöner Auswahl Die⸗ len und Latten zu billigen Preiſen zu haben. Höchſt an der Nidder % Stunde unweit Altenſtadt a. d. Straße den 12. Januar 1851. Joſeph Dauch, Müller. Bir e nn e rei ver ſte i geß eng. (210) Montag den 17. Februar, Morgens 10 Uhr, will Unterzeichueter ein vollſtändiges Braudweinbrennereigeſchirr, welches ſich noch in gutem Zuſtande befindet, ſowohl im Einzelnen als auch im Ganzen öffentlich meiſtbietend ver— ſteigern laſſen. Obermörlen den 1. Februar 1851. Maximilian König III. Zum Verkaufen.“ (211) Ein neuer Wagen mit eiſernen Achſen, welcher zum Fahren für 2 Kühe oder 1 Pferd eingerichtet iſt, ſowie einen Schaufelpflug, hat zu verkaufen Friedrich Schäfer, 8 Schmiedemeiſter in Großkarben. Verlorenes. (212) In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar iſt auf der Chauſſee von Butzbach bis auf die Obermörler Höhe eine Wagemücke ver⸗ loren gegangen; der redliche Finder wird ge⸗ beten, dieſelbe gegen eine Belohnung an Müller Ludwig Schudt in Steinfurth zurückzugeben. Verpachtung. (213) Der Unterzeichnete will Samſtag den 22. Februar, Morgens 10 Uhr, ſeine Wirth⸗ ſchaftsgebänden, beſtehend aus einem geräumigen zweiſtöckigen Wohnhaus mit Tanzſaal, Scheuer, Stallung und ein Brauhaus mit vollſtändigem Braugeſchirr, ſowie die in der Nähe von Staaden gelegene Sommerwirthſchaft mit einem Tanz⸗ boden und Felſenkeller, welche ſeit mehreren Jahren mit dem beſten Erfolg betrieben wurde, ferner 10 Morgen Güterſtücke, auf 9 Jahre verpachten; auch werden ſammtliche Gegenſtände ſchon früher aus der Hand verpachtet. Leidhecken den 30. Januar 1851. Heinrich Weil. Em pefeh lung. (214] Vorzügliches Matzenmehl iſt bei bal⸗ diger Beſtellung per Malter zu 8 fl. 20 kr. bei dem Unterzeichneten zu haben. Nachträglich wird bemerkt, daß Auswartige auf der hieſigen 1 Gemeinde-Maſchine zugleich backen önnen. Heldenbergen den 31. Januar 1851. K. Reeh, Müller. Zum Verkaufen. 5 (215) Eine friſchmelkende Kuh, wovon unter zweien die Wahl gegeben wird, ſteht zu ver⸗ kaufen bet Pb. Stork's Wittwe. Literariſche Anzeige. (216) Bei E. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt vorräthig: Erinnerungen Heinrich Iſchokke von i F. W. Genthe. Ein Supplement zu Zſchokkes Schriften. Preis 1 fl. 27 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. * Regjeru an die 6 ſowie di, Betreffe W alsbald! und die Aiſtatoren Domkaplt Nr. und indir von Gott weſen ist, ſchrieben