— ung. Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 4. October 1851. ider Gröde 2 78. Enggäßchen. 1 g. 2 2 2 2 n Hag Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Kreden. U une len Erzählung von W. O. v. Horn. much meſtdieten CFortſetzung.) u 1851.„Als ich aber ſah, wie das Ding ſtand, dacht ich, gders Bum Kaspar, es iſt deine Pflicht, daß du von der Leber redeſt, . wie's ein ehrlicher Vogelsberger thun muß, der die Leute ng gebrauch nicht am Narrenſeil herumführen will. Sag's rund heraus en fit zu und öffne ihnen die Augen, daß ſie wiſſen, woran ſie ſind. * f„Eines Sonntagabends, wo ich aufgeſchüttet, die —— im pferde verſorgt, des Chriſtinchen's Kühe gefüttert hatte, 2 ſaßen wir ſo allein um den warmen Ofen. Da ging mir A das Herz auf und ich erzählte von meiner Mutter und Boche meiner Braut, die daheim harre, und was ich geträumt und wie ich keine Ruhe mehr habe. „Ach, liebſter Herr, heute noch, und es ſind nun ſchon ſchier vier und dreißig Jahre ins Land gegangen, blutet mir das Herz. Chriſtinchen ſaß bleich wie ein Todtes da und der alte Mann ſah ſein armes Kind an, das mit Mühe die Thränen zurückhielt. Als ich geendet, ging ſie, ohne gute Nacht zu ſagen, fort und kam nicht wieder. „Der Müller und ich ſaßen ſtill einander gegenüber. „Kaspar, ſagte er endlich, du haſt als ein ehrlicher Menſch an uns gehandelt, das Zeugniß geb' ich dir mit Freuden; auch heute haſt du's gethan und ich habe Reſpect gefunden. De caelben gegen eren dei L. Ki? Empfang nehmen, —— Inzeige. n be, Jahr 1864 don zorn. 1 5 5 b — auh! vor deinem treuen Sinn; aber nun müſſen wir uns tren⸗ ben Aich nen.— Siehſt du, fuhr er dann nach einer Weile, wo er ſtill und betäubt dageſeſſen, fort, ich meinte es ſehr gut mit dir. Meine Mühle iſt frei und Chriſtinchen's Erbe. Daß ſie dich lieb hat, hab' ich ſchon lang wegge⸗ habt. Du haſt nichts gethan, dem Mädchen den Kopf uu verrücken, das iſt wahr, aber es iſt ſchlimm, wie es eben iſt. Du ſollteſt mein Schwiegerſohn werden, Kas⸗ par, ſo wahr Gott über uns iſt und hört, was ich dir ſage. Nun iſt's vorbei. Geh' morgen ſchon fort, Kaspar. Je eher, je beſſer. Findeſt du dein Annebärbelchen treu, ſo heirathe es in Gottes Namen. Iſt's anders, ſo komm wieder und wir nehmen dich mit Freuden auf. „Wieder eine Weile ſaß der Müller ſtille da, und ich auch, und die Thränen ſtanden mir in den Augen, Se, Drauf ſagte er: Kaspar, laß uns rechnen! Dann geh Fritten, Ind packe dein Bündel und geh' in Gottes Namen vor „Lag noch. Es iſt beſſer für mein Kind; ich hab's eben b, überlegt. f 5 p 680„Was ſollte, was konnte ich ſagen? Weinend drückte — it des braven Mannes Hand und ging, mein kleines Bün⸗ 8 del zu packen. Er hatte mir Kleider gegeben, und nun beſchenkte er mich reichlich, und ehe der Tag graute, ging ich ſchweren Herzens weg von der Mühle, wo mir das Glück entgegengekommen war. Aber dennoch wurde mein Herz bald wieder leicht, denn ich that meine Pflicht, ich blieb meinem Worte, meinem Schwure treu. Dort würde ich doch kein Glück gehabt haben, denn ein Treuloſer iſt nie von Gott geſegnet! Nicht wahr, liebſter Herr?“ „Gewiß, ſagte ich, innig bewegt von der kernhaften Aechtheit ſeiner Geſinnung und Grundſätze.“ „Ach Gott,“ ſeufzte er, wie ſollte es kommen!— Doch— ich will forterzählen.„Ich wanderte dann in raſtloſer Eile der Heimath zu. Lieber Gott, überall herrſchte Elend, Krankheit, Mangel, wo die Armeen hergezogen waren. Ueberall begegnete ich jetzt noch ganzen Regimen⸗ tern Ruſſen, Preußen und Gott weiß von was für Völ⸗ kern, die alle dem Rheine zuzogen, wo der alte Blücher hinüber wollte, wie mir ein Preuße erzählte, und wollte das Babel, wie er Paris nannte, in die Erde hinein ver— brennen. Auf der Mühle hatte ich von den Welthändeln nichts gehört, und den alten Müller kümmerten ſie nicht. Von dem Preußen, der eine Strecke mit mir wanderte, hörte ich von der Schlacht bei Hanau, wo er dabei ge⸗ weſen und bleſirt, und dann zurück ins Lazareth geſchickt worden war, aus dem er nun wieder zu ſeinem Regimente zog, deſſen Standquartiere bei Frankfurt waren. „Mir bebte das Herz in der Bruſt, wenn ich an die guten Menſchen dachte, die ich verlaſſen hatte, und die mich ſo lieb gehabt hatten, und es bebte mir, wenn ich dachte, die Kriegsereigniſſe könnten mein armes Dorf auch berührt, und vielleicht ſo getroffen haben, wie das, wo ich zuerſt ein Obdach gefunden. Sonſt hab' ich immer gehört, das Herz würde einem leichter, wenn man ſich der Hei⸗ math nähere. Mir wurde es ſchwerer. Es war die Vor⸗ ahnung deſſen, was mir bevorſtand. Kein guter Stern führte mich nach Caſſel. Dort war Alles geſäubert von den Franzoſen und ihren Speichelleckern. Der alte Herr war wieder da. Darüber jubelten Viele; Andere machten ſauere Geſichter. Ich weiß ſelber nicht, wie es kam, daß ich ſo arglos, mir nichts, dir nichts, in das Caſſel hinein⸗ lief! Ich ſollte es bereuen lernen. Man hatte mir ge— ſagt, der alte Herr ſei ſo in die alte Zeit hinein verliebt, daß ſeine Soldaten alle wieder müßten Haarzöpfe tragen, und da ſie die Haare kurz geſchnitten gehabt hätten, ſo ſeien die Zöpfe alle hinten angebunden. „Daß dich der Kuckuck! dachte ich; die Geſchichte mußt du denn doch auch'mal anſehen. So ſchritt ich denn dem Markte zu; aber da erkannten ſie mich. Kas⸗ par! hieß es hier; Kaspar! dort. Alle Bekannten kamen herzu. Als aber der Offizier meiner Compagnie es hörte ich ſei da, ließ er mich ohne weiteres auf die Wache ſetzen als einen Deſerteur. b „Da iſt mir doch das Herz in die Schuhe gefallen, und ich dachte im Stillen: dort mußt du dein Glück in die Schanze ſchlagen, um hierher in deine Heimath zu kommen und als ein Gefangener behandelt zu werden. Ja, wie ich hörte, ſollte ich gar vor ein Kriegsgericht geſtellt werden, und da handelte es ſich um Leben und Tod! Meine Lage war ſchlimm, recht ſchlimm, und ich ſaß da in der Wache ſo troſtlos, als ging's morgen zu Grabe. „Schon am andern Tage trat das Kriegsgericht zu⸗ ſammen und ich wurde vernommen. Da hab' ich aber meine Sache ſelbſt geführt. Als mich der Auditor fragte, wie ich heiße? ſagt' ich: Herr Auditor, ich heiße noch grade ſo wie damals, als ich mit Ihnen ausmarſchirte.“ „Was gab's denn da?“ fragte ich meinen Kaspar mit herzlichem Lachen. b „Ei nun, ſie lachten auch Alle. Aber liebſter Herr, war das nicht eine dumme Frage? Das wußt' er ja ſo gut wie ich, was braucht' er noch zu fragen? „Als er mich fragte: wie alt ich ſei? ſagt' ich: noch nicht alt genug, um Soldat zu werden, aber der Schultheiß, der Spitzbube, der hat mich dran gemacht ſtatt des kruppigen Hannes! Da lachten die Narren abermals, und es war doch wahr. „Als er mich endlich fragte, warum ich aus dem Glied gegangen ſei, da konnt' ich mich nicht mehr halten. Weil ich mich nicht wollte todtſchießen laſſen für den ſpeck⸗ gelben Franzoſen, den Hieronymus, ſagt' ich, den Gott verdamme, und weil ich zu den Deutſchen übergehen wollte, um für meinen Herrn, den Kurfürſten, das Land erobern zu helfen.“ 0 „War denn das auch wahr, Kaspar? fragte ich. „Parol! Herr,, rief er aus,„es war mein Wille; aber mit den Menſchenfreſſern, den Koſacken, wollt' ich auch nichts zu thun haben. Wär' ich zu Deutſchen ge⸗ kommen, ſo hätt' ich meinen Mann geſtanden. Das ſagt' ich ihnen auch unter die Naſe. Sie lachten nicht und Mancher drunter bekam eine Pille, die nicht gut ſchmeckte. Sehen Sie, liebſter Herr, wenn ich einmal von der Leber zu reden anfange, dann geht's tüchtig. Alles, was ich ſagte ſchrieb der Auditor haarklein nieder, daß ich erſtaunte. Als das Verhör zu Ende war, wurde ich wieder auf die Wache geführt. Wie ich ſpäter hörte, kam das Protocoll vor den Kurfürſten, und der ſprach mich völlig frei; aber weil ich ſo treue Geſinnung an den Tag gelegt, ſollte ich wieder in mein Regiment geſteckt werden. Das war der Lohn der Treue. „Da waren denn alle meine Pläne, Hoffnungen und Ausſichten zu Waſſer geworden! Das war's, was ich mir alſo in der erſehnten Heimath geholt: Ich wollte mir die Haare ausreißen; doch es ſollte noch beſſer kommen. ö„Ich war auf der Wache, weil ich noch nicht zum Regiment abgeführt werden konnte, deſſen zweites Batail⸗ lon noch in Hanau ſtand. Da gab's mit einem Mal einen mächtigen Lärm vor der Wache. Kaspar! mein Kaspar! 0 0 ich eine Weiberſtimme ſchreien. Ich will ihn ſehen! rief ſie. Ich ſprang ans Fenſter. Da wollte ein Gendarm eine arme Frau wegzerren.— Es war meine Mutter. „O Herr Lieutenant, rief ich, erbarmen Sie ſich! es iſt meine alte Mutter, die mich todt geglaubt hat! Ihrem Götzen.“ ſelbſtzufrieden an, und entgegnete, während er eine Rauch⸗ „Nein, gnädige Frau, ich ver⸗ N driedberg den! 314. „Er war ein guter Menſch, hatte vielleicht auch eine alte Mutter. Er ließ die Frau herbringen. Ach, das war ein recht trauriger Auftritt! Sie fiel mir um den Hals 119 weinte bitterlich. Und doch dankte ſie Gott, daß ich ebe. andern dienten. Sie zog— bettelnd durchs Land. ich— mußte Soldat bleiben. „Es war zu viel Elend auf einmal. Mir brach ſchier das Herz.— „Endlich fragt' ich: Was macht denn mein Anne— bärbelchen, Mutter? 6 5 8 „Sie ſah mich groß an. Haſt du dann meinen Brief nicht gekriegt? fragte ſie. Sei ſtill, Kaspar, von dem miſerablen Mädel! Es hat, als du drei Wochen von Kaſſel fort warſt— den Hannes geheirathet!“ Armer Kaspar! ſagte ich aus tiefbewegter Seele; denn das war zu viel für ihn. Das hatte er nicht ver⸗ dient. Es war ein trauriger Lohn für ſeine Treue. Noch jetzt nach vier und dreißig Jahren füllten ſich die Augen des ehrlichen Menſchen mit Thränen. Er drehte ſich um, pfiff und die Pferde flogen da⸗ hin im raſcheſten Lauf. Man mochte es erkennen, wie er den Sturm in ſeiner Seele erſt ſich wollte legen laſſen, ehedenn er weiter in ſeiner Geſchichte fortfuhr, die einen ſo trüben Charakter anzunehmen begann. 8 Endlich kamen wir an eine Stelle, wo der Weg auſtieg. Die Roſſe hielten an im Lauf und gingen Schritt. Kaspar wandte ſein ernſtes, wehmüthiges Geſicht mir wieder zu (Schluß folgt.) Miszellen. 5 Ein berühmter Prediger rauchte außerordentlich gern Tabak. Einmal kam eine ältliche Dame in ſein Zimmer, und als ſie ſah, daß er wieder die Pfeife im Munde hatte, hob ſie einen Finger empor, und ſagte, als ſei ſie höchſt“ unangenehm überraſcht von dieſer häßlichen Gewohnheit des berühmten Mannes:„Ei, ei, da opfern Sie wiederum Der Geiſtliche ſah ſie ganz ruhig und wolke von ſich blies: brenne ihn.“ Die Wahrheit iſt: ein Brod, welches ſtarke Zähne fordert; eine Braut, die ein Jeder ſcheut; ein Buch in dem Niemand gerne lieſt; ein Waſſer, in dem ſich Niemand gerne wäſcht; eine Lauge, die ſchwer verwundet; eine Speiſe, die Niemand ſchmecken will. 1 be. Aber was hört' ich, die Schuldner hatten ihr das Häuschen genommen, die Aeckerchen verſteigert; zwei meiner Geſchwiſter waren an dem Lazarethfieber geſtorben. Die att Und ch 5 —— — boftaithe! den 5) Montag 105 11 Uhr, wird 1 nachbeſchriebene Hof 18 cn 55, ig. 10. No. 5 Stein 1 J Folge eingelegten N. fuld ed ver Friedberg den 2. Groß Der Gt Marktverlegur (1659) Der in de d auf den A4. un ſenmte Altenffädter Ard nicht an dieſen und 30. October d. Ir Art, daß den 2 zy Krämermarkt abg Die Gr. Bürgerme Idiiedberg werden um deſes in Ihren resp. ſcſt erſucht. Altenſtadt den 27. Der Gre Bekann 4669) Monng Ittags um 11 Uhr Echulhauſe dahier Afen gegen gleichba ſtenden verfleigert! Der Fdruchtve 1000 Freitag d r, werden auf Markt⸗ Bericht. 5 Friedberg, am 1. October 1851. Aufgefahren] Verkauft 5 l Gattung wurden wurden eee (Mltr.)(Mltr.) fl kr, Waßenß 10 10 10 2 Ln 3 3 9 5 Gerne 33 33 6 59 Hafer en 18 18 3 2 Kartoffelnn 34 34 2 24 Erben———— Mohnſamen..————— NB. Das aufgefahrene und verkaufte Korn war Saatkorn, wodurch der Preis ſich etwas außergewöhnlich erhöhte. 5 Bender. l Gemeindekorn qt A ſigert. Den Herrn cg, welchen dieſes Lohl ſchon bekannt 0 Pfaffenwiesbal Merkt, daß m wieſem 80 de an d Oberhilberght Der Kette dlerd Ma Lekanntmachungen von Be⸗ 14 hoͤrden. 2 N Nοπ⏑] Hain- Wee Eiſen bahn. Section Gießen. (1380) Bei den Erdarbeiten in der Lindner 8 Land N rk koͤnnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn n Beschäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. Hofraithe-Verſteigerung. (1655) Montag den 6. October d. J., Vor⸗ neinen Brie mütags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe bar, von den die nachbeſchriebene Hofraithe des hiefigen Bür⸗ Woch gers Chriſtian Vogt N „Vochen von bag. 10. No. 56. Hoftaithe, beſtehend in Wohn⸗ 7 0 baus, zwei Ställen neben Johs. wegter Seele; Steinhäußer und Johs. Bech⸗ a 1 ſtein, 5 1 nicht dn zu Folge eingelegten Nachgebots, nochmals öf⸗ Treue. Noch fentlich meiftdietend verſteigert. ſch die Augen Friedberg den 22. September 1851. ö In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Ur 5 3 r brach ſchig * Nein Anne; de flogen da⸗ lennen, wie er Bender. ie legen laſſen, r, die eine Marktverlegung zu Altenſtadt. (1659) Der in dem diesjährigen Landkalen⸗ r Weg auſtieg da auf den 24. und 25. October d. J. be⸗ Iritt. Kas fünmte Altenſtädter Vieh⸗ und Krämermarkt ut. Kaspal wird nicht an dieſen Tagen, ſondern den 29. ur wieder zu und 30. October d. J. ftattfinden und zwar in det Art, daß den 29. der Vieh⸗ und am 30. der Krämermarkt abgehalten wird. 5 Die Gr. Bürgermeiſter im Regierungsbezirk Friedberg werden um gefällige Veröffentlichung a dieſes in Ihren resp. Gemeinden dienſtfreund⸗ erorntlich gern ſchſt erſucht. en Zimmer, Altenſtadt den 27. September 1851. Munde hatte, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ci ſie dochſt 3 ewobndeit de! Bekanntmachung. 2c wiederun(1669) Montag den 6. d. M., des Vor⸗ — rubig und mittags um 11 Uhr, ſollen am Auguſtiner⸗ Ai Schulhauſe dahier drei noch brauchbare alte er ane Rauch Oefen gegen gleichbaare Zahlung an die Meiſt⸗ fran, ich vel dötenden verſteigert werden. Friedberg den 2. October 1851. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. gb ſtarke Zähl . Buch in den ſich Nieman eine Speiſ Fruchtverſteigerung. reitag den 10. Oktober, Morgens 10 914 auf hieſigem Rathhauſe 60 Ach⸗ el Gemeindekorn an den Meiſtbietenden ver⸗ — feigert. Den Herrn Oekonomen wird der Vor⸗ 1 zug, an 77 Korn zum Ausſäen hat, t. wohl ſchon bekannt ſein. fenwiesbach den 26. September 185 1. * 4 Bürgermeiſter Rupp. Obligations-Verlooſung. 146710 Von den Oberhilbersheimer Partial⸗ b Obligationen à 100 fl. wurde die No. 23 zur Auszahlung gezogen. Der Betrag kann am 10 5 1 Januar 1852 bei dem Gemeindeeinnehmer 39 zu Oberhilbersheim oder bei dem Handlungs⸗ haus Simon Lindheimer in Friedberg in Em⸗ gang genommen werden. Zugleich wird be⸗ 2 merkt, daß von der gezogenen Nummer von 1 dieeſem Tage an der Zinſenlauf aufhört. — Oberhilbersheim den 24. September 1851. * Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter g Bran d. Kettenlieferung. 11672) Montag den 6. October l. J., Me Witte lpteiſt — 315 tags 12 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten eine Brunnenkette von 60 Fuß Länge unter den vor der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen wenigſtnehmend vergeben werden. Rodenbach am 30. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Herrmann. Obligations-Verlooſung. hauſe Lindheimer zu Friedberg negoclürten Anlehen ad 2000 fl. die Partial⸗Obligation Nr. 3 mit 100 fl. auf den 31. Dezember d. J. zur Rück⸗ zahlung gezogen. Der Inhaber gedachter Schuldverſchreibung wird hiermit aufgefordert dieſe Summe an dieſem Tage bei hiefiger Gemeindekaſſe in Em⸗ pfang zu nehmen, indem von da an keine wei⸗ 1 5 vergütet werden. 8; odheim den 1. October 1951. (1673) Bei der heute ſtattgefundenen Ver⸗ Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter looſung wurde von dem mit dem Handlungs- Jae o be Rückzahlung Stadt Alzeyer Obligakionen. (1674) Bei der dießjährigen Verlooſung zur Rückzahlung Stadt Alzeyer Obligationen wurden folgende Nummern der erſten Serien gezogen, als: 2, 0 1, 89, A,, e e ee,, 20, 2, 131,1 . ige ic.. Den Inhabern dieſer bligationen wird vom 1. Januar 1852 an, gegen Aushändigun der Original⸗Obligationen und der nicht fälligen Zins⸗Coupons, der Nennwert durch 55 Gemein, dekaſſe zu Alzey oder das Handlungshaus Simon Lindheimer zu Friedberg ſogleich bei An⸗ meldung ausbezahlt. Vom 1. Januar 1852 an hört der Zinſenlauf der obigen Nummern auf. Alzey den 15. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter H. G. Seubert. Privat- Bekanntmachungen. Die Frankfurter Lebens- Versicherungs- Gesellschaft (468) mit einem Grund⸗Capital von drei Millionen Gulden, leiſtet Verſicherungen zu äußerſt billigen Prämien. Den auf Lebenszeit Verſicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn⸗ Antheil von 50 PpEt. oder ein Rabatt von 10 pEt. auf die Jahres⸗ Prämie bewilligt. Die Prämien können in halb- oder vierteljährigen Raten ent⸗ richtet werden.— Die Geſellſchaft übernimmt auch Kapitalien auf Leibrenten, welch' Letztere außergewöhnlich hoch feſtgeſetzt ſind.— Verſicherungen werden durch den unterzeichneten Hauptagenten, bei welchem auch Proſpectus und Antragsformulare unentgeldlich zu haben ſind, auf's Prompteſte vermittelt. Friedberg im October 1851. H. Hahn. Fuͤrſtlich Yſenburg⸗Buͤdingenſches Anlehen von fl. 100,600. d. d. Büdingen den 16. Februar 1847. (1647) Bei der heute vor Zeugen Statt gehabten zweiten Verlooſung obigen Anlehens, ſowie einer weiteren außerordentlichen Verlooſung von fl. 6000— ſind nachſtehende Nummern zur Rückzahlung den 31. December l. J. beſtimmt worden und können deren Beträge ſeiner Zeit bei den Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Lit. A No. 9. 10. 17. 29. 42. à fl. 1000= fl. 5000— 17% 3„ 1. 17 25. 80. 33. 42. 45. 52. 58. 94. 98. à fl. 500= fl. 6000— fl. 11000— Büdingen den 12. September 1851. Heinemann Lismann in Büdingen. Simon Lindheimer in Friedberg. Empfehlung. (46460 Mein Waarenlager iſt in carrirten halbwollenen und gedruckten baum⸗ wollenen Kleiderſtoffen, wollenen und baumwollenen Hoſenzeugen, Barchent, Bettzeugen, weißen und gefärbten Futterzeugen, Bieber, Moulton, Leinenwaaren und allen dahin einſchlagenden Artikeln beſtens aſſortirt und verſpreche ich ganz billige Preiſe. 1 Friedrich Wiſſenbach in Frankfurt a. M., unten am Eck der Hoöllgaſſe. Nauheimer Kirchweih. 316 (1678) Sonntag den 5. und Montag den 6. October großer Ball im Kur⸗ haus zu Nauheim. Entréekarten für Herrn à 24 kr., welche in Zahlung ange⸗ nommen werden. Hurſt zum Kurhaus. Kirchweihfeſt. (1662) Sonntag den 5. und Montag den 6. Oktober d. J., als an den Tagen des Kirchweihfeſtes dahier iſt in meinem großen Saale gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Nauheim den 28. September 1851. D. Fritz zur Krone. Waaren⸗ Empfehlung. (1676) Einem verehrlichen Publicum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich nunmehr meinen neu eingerichteten Laden bezogen habe und verfehle nicht, meine Waaren, beſtehend in wollenem Tuche in allen Farben und Qualitäten, Bukskin, Caſtorin, drap de Russie et Ciperienne, Weſtenſtoffen, weißer Leinwand (ganz Leinen), Hemdenflanell und Espagnoletts, Bieber und in noch andern in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln in empfehlende Erinnerung zu bringen, wobei ich mir die Bemerkung erlaube, daß ich meine Kunden wie bisher, neben billigen Preiſen, ſtets reell behandeln werde. Friedberg. Seligmann Hirſchhorn. Zu vermiethen (1601) eine freundliche, bequeme Wohnung in der Manſarde, ſogleich beziehbar, bei Friedberg. Ruths. Zu vermiethen. (1576) Ein vollſtändiges Logis hat zu ver⸗ miethen Friedberg. Johannes Fillmar. Zur Beachtung. (1577) Aepfelmühlen, Kelterſchrauben und Schrotmühlen, für deren Güte garantirt wird, werden ſtets nach neueſter Art angefertigt bei Friedberg. Johannes Fillmar, Zeugſchmied. Blauer Vitriol! (1838) in vorzüglicher Qualität bei Friedberg. Wilhelm Fertſch. Polka ⸗Jacken (1642) in großer Auswahl ſind billig zu haben bei Friedberg. Eonrad Diehl am Marktplatz. Auch empfehle ich meine ſeither geführte Strick⸗ und Stickwolle, Strick-, Häkel⸗ und Nähſeide, echt engliſches Strick⸗ und Nähgarn, ſowie auch Plüſchtaſchen, Herrenjacken, Palatinen, alle Sorten Winterſchuhe und in dieſes Fach ein⸗ ſchlagende Artikeln zu den billigſten Preiſen. Friedberg. Conrad Diehl. Blauer Vitriol (1664) billigſt bei Gebrüder Grödel am Enggäßchen. Drei Tauſend Gulden (1677) liegen gegen gerichtli t Ausleihen bereit. Näheres bei 25 5 b. Bl. Zu vermiethen. (4678) Ein Logis für eine fille Hausbaltung oder einen ledigen Herrn iſt zu vermiethen bei Philipp Engel. 230 Gulden Vormundsgeld (1679) liegen zum Ausleihen bereit bei Friedberg. Wilh. Schenk. Einladung (1680) zur Jahresfeier der Rettungs⸗Anſtalt zu Kloſter Arnsburg, welche nicht den 8., ſon⸗ dern den 9. d. M. Vormittags 10 Uhr ſtattfindet. Der Vorſtand. Ge ſ uch. (16810 Es wird ein Werkführer für eine grö⸗ ßere Ziegelei geſucht der ſich über ſeine Kenntniſſe genügend auszuweiſen vermag. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt auf portofreie Anfrage unter An⸗ gabe der Nummer dieſes Inſerates die Expedi⸗ tion dieſes Blattes. Lehrlingsgeſuch. (1682) In einer Colonialwaaren⸗Handlung an hieſigem Platze iſt eine Lehrlingsſtelle offen. Das Nähere bei der Exped. d. Blattes. Friedberg im Oktober 1851. Nauheimer Teichhaus. (1683) Sonntag den 5. und Montag den 6. October wird auf hieſigem Teichhauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert. Ich erlaube mir meine verehrten Freunde zu dieſem Ver⸗ gnügen mit dem Bemerken höflichſt einzuladen, daß ich für gute Weine und Speiſen— beſon⸗ ders vorzügliche Karpfen— ſowie für gute Mufik beſorgt ſein werde. Nauheim den 30. September 1851. Henkel. Okarber Brunnen. (1684) Sonntag den 5. October findet auf dem Okarber Brunnen in meinem Saal ein Ball ſtatt, Anfang 4 Uhr, aufgeführt von dem Friedberger Mufikverein. Muffert. Kirchweihfeſt zu Soͤdel. (1685) Sonntag den 5. und Montag den 6. October, auf die Södeler Kirchweihe, findet im Saale des Unterzeichneten Tanzmufik ſtatt, wozu höflichſt einladet Södel. Jacob Fourier. Do Kirchliche Anzeigen für Friedberg. * 16. Sonntag n. Trinitatis den 5. Oct, Pfarramtliche Functionen verrichtet; Herr Stadtpfarrer Sell. g Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Fritſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche; Herr Diaconus Baur. 1 (Abendmahl.) b Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Thudichum. Fruchtpreiſe. 1 1. Oct. 426. Sh. 12 I Gattung. 17550 Mainz nrg Def 5 955 5 50 5 5 2 0 untl b. e e ee Polizei N für die Städte Friedberg und Bubtag 2 entwendet worder vom 4. bis zum 10. October. 3 hierdurch davon i f die deßfabſſge W. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 9 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. i machen if. 8 kr. pf. k.. Friede 1[Leib⸗Roggenbrod 31413. 2„ 7. 61614 6— 4 e 12 12— Milchbrod 1147 — Milchbro 211 5 — Waſſerweck 115 1 Aus dem Leben — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 ä. 17 Fleiſch-Preiſe. b 15 1 Ochſenfleiſch 11 5 11 3 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 8„Sie ſeh „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 4.2 Hoffnungen 8 „ Kalbfleiſc 7— 8 Taaue „„, gemäſtetes—.— ö 1 ſtatt „ Schweinenfleiſch 11—[11/— mein Glück we „ Hammelfleiſch 27—8—„Was ſe „ Schaaffleiſch 5 I et und „ Purff v. blos Schweinen 12— 12— Oi bend ha „Bratwurſt 16— 14- old hatte gab „Schwartenmagen 16— 14— mung zu unterſt „Geräucherter Speck 20— 20— blieb in mei „ Schinken 14 i wi un sean „ Sorrfleiſch 14— 114— lde „ Schweinenſchmalz,—„Ich blick ausgelaſſen. 20— 20— Ach, ich unausgelaſſen 18— 18— den Weiber „Nierenfett 16— 16— ſagte ich eder „ Hammelsfett 16— 16%— beetle die Die Großherzoglich Heſfiſchen Bürgermeiſter Sie Bender. Krauß.„und dr Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.