and. d. n. d zugt. u gegen empfang 850. meiſter 5 5 t alle in Amerika, ei Frank- Familien, Amerika d wegen an mich Noll und den; und St. Louis der rerll⸗ hetſch. Ne. rhalb der tin dedeu⸗ auctſteinen ie mit daß daſeldſt che ſich zu zu haben tiedberg 0 nüͤbel. — Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M. 2. Sonnabend den 4. Januar 1851. Das„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1851, ebenſo wie im Jahre 1850, wöchentlich zweimal Mittwochs und Samſtags) ausgegeben.— Das„Intelligenz⸗Blatt“ wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats- und Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglicher Zeit zur offentlichen Kenntniß bringen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— Bei allen Poſtverwaltungen Semeſter 46 kr. des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. 1 Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile oder deren Raum 4 kr. für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt au Friedberg. fgenommen.— Die Expedition des Intelligenzblattes. Eine eugliſche Spielerbande. Nach den mündlichen Mittheilungen eines Londoner Polizeibeamten. Von Dr. W. Seyffarth. (Schluß.) Merton gegenüber ſtellte mich Sandford als einen alten bewährten Freund vor, welchen er ſeit Monaten nicht geſehen. Nach dem Ballet bat er uns ihn in das nahe europäiſche Kaffeehaus zu begleiten. Wir ſagten zu und verließen die Loge. gehen, ſtieß jemand an Merton. Es war der Obercom— miſſar. Unter leichter, ſich entſchuldigender Verbeugung gleitete ſein Blick an uns vorüber, ohne anzudeuten, daß er uns kenne. Es dünkte mir möglich, daß ſolches in Be— zug auf mich wegen meiner veränderten Kleidung der Fall ſei. Als ich aber einige Stufen tiefer um mich ſah, be— merkte ich meinen Irrthum. Ich begegnete einem ſcharfen, ſchnellen Blick, der mir aus dem überwolbten Auge zuflog, Erſtaunen und Aufmunterung ausdrückte und eben ſo raſch verſchwand. Wie wenig ahndete er, daß es für mich keines Sporns nach dem Ziele bedurfte, welches wir Beide ver— folgten! Wir ſpeiſten und leerten drei oder vier Flaſchen Wein. Sandford war ausgelaſſen heiter; eine Anekdote jagte die andere, ein Scherz den andern. Ich war ihm eine neue reiche Beute, und ſein lebhafter Geiſt ſchwelgte bereits im Vorgenuß des Sieges über meine herrlichen Vorſätze und über das meiner Frau verpfändete Wort. Um ein Uhr ſchlug er vor aufzubrechen. Merton war dies um ſo lieber, je unruhiger und zerſtreuter er geworden. Als wir auf der Straße waren, ſagte Sandford zu mir: Wollen Sie mit uns gehen, Robert? Oder haben Sie ſich in Ihren Ehepakten verpflichtet, auch nicht zuzuſehen, wenn Andere ſpielen?“ Im Begriff die Treppe hinabzu⸗ Keineswegs, antwortete ich; nur fordern Sie mich nicht zum Mitſpielen auf. „Nicht die Probe“, ſpöttelte Sandford;„vor mir iſt Ihre eheliche Tugend vollkommen ſicher.“ Nicht lange ſo ſtanden wir in einer der auf den Strand ausmündenden Straßen vor einem ſcheinbar ſtillen, ehrbaren Hauſe. Sandford's leiſes, eigenthümliches An⸗ klopfen wurde ſchnell erwiedert. Dann flüſterte er ein mir unverſtändliches Paſſirwort durch das Schlüſſelloch und die Thür ging auf. Ueber Flur und Treppe kamen wir in den erſten Stock, wo die Laden dergeſtalt ſorgfältig, beinah hermetiſch geſchloſſen waren, daß von Allem was hier geſchah, auf der Straße unmöglich etwas vernommen werden konnte. Das Zimmer ſchwamm in Licht. Eine Roulette, Würfeln und Karten waren in Thätigkeit, ein Seitentiſch mit Wein und Getränken beſetzt. Außer der Bande mochten ein halbes Dutzend Perſonen anweſend ſein. Die Bande zählte meines Bedünkens elf oder zwölf fein gekleidete Herren, deren Geſichter ganz geeignet waren mir einige Beſorgniß einzuflößen, ob Einer oder der Andere in mir den Polizeiſpion erriethe oder erkannte. Indeß be— ruhigte mich die Ueberzeugung, daß ſolches kaum möglich. Meine tägliche Runde lag von dieſem Stadttheile weit ab und außerdem war ich in London wenig gekannt. Den⸗ noch richteten ſich eine Menge ſcharf forſchender Blicke von mir auf Sandford und namentlich war Einer, ein Ausländer, höchſt unangenehm fragſüchtig.„Jen réponds“ fertigte ihn endlich Sandford ab und fuͤgte einige leiſe Worte bei, welche dem Patron ein boshaftes Lächeln ent⸗ lockten und ihn gegen mich außeroroentlich aufmerkſam machten. Das ſtellte mich vollkommen ſicher; denn führte ich auch Piſtolen, ſo ſah ich doch ein, daß ſie gegen ſo verwegene Geſellen mir wenig oder nichts helfen würden. Man forderte mich zum Spiele auf. Ich lehnte entſchieden . 5 N . — 4 ab, ließ mir dann nachgerade merken, daß ich der Ver⸗ ſuchung nicht widerſtehen könne, und ſetzte mich mit mei⸗ nem neuen Freunde, dem Ausländer zum Ecarté. Er geſtattete mir zu gewinnen, und als wir aufhörten, war ich um zehn Pfund Teufelshandgeld reicher. Merton ſaß bei den Würfeln und verlor ſtarke Summen, für welche er, als ſeine Kaſſe erſchöpft war, ſchriftliche Bekenntniſſe gab. Die Art, wie man ihn betrog, war faſt uberteck. Dennoch, ſtatt es zu bemerken, ſchien er nicht den leiſeſten Zweifel zu hegen, daß Alles in ſchönſter Ordnung ſei, und folgte blindlings den Rathſchlägen ſeines treuen Sand— ford, welcher ſelbſt nicht ſpielte. Gegen ſechs Uhr Mor⸗ gens brach die liebenswürdige Kumpanſchaft auf. Jeder entfernte ſich einzeln durch eine Hinterthür und erhielt beim Fortgehen das Paſſirwort fur den nächſten Abend. Wenige Stunden ſpäter wartete ich dem Obercom— miſſär auf. Er bezeugte mir wegen meines Debut ſeine volle Zufriedenheit, mahnte aber wiederholt zu Geduld und Vorſicht. Im Beſitz des Paſſirwortes wäre es leicht ge— weſen, noch denſelben Abend die Bande aufzuheben, dadurch jedoch unſer Zweck nur theilweiſe erreicht worden. Weil nämlich die Brüderſchaft im Verdacht ſtand falſche Bank— noten auszugeben, kam es darauf an, Beweis zu ihrer diesfallſigen Ueberführung zu erlangen. Außerdem war es wünſchenswerth Merton zu ſeinem Eigenthume und zu den Verſchreibungen zu verhelfen, um die er geprellt worden. Sieben oder acht Tage geſchah nichts das beſondere Erwähnung verdiente. gerieth Merton tiefer in Schulden. Auch die Juwelen ſeiner Schweſter, die er ſich heimlich zu verſchaffen gewußt, hatte er geſetzt und verloren, und jetzt ging er auf Sand— ford's Rath damit um ſein Erbgut gegen eine möglichſt hohe Summe zu verpfänden, um nicht blos ſeine Ehren⸗ ſchulden einzuloͤſen, ſondern auch Mittel zu erhalten, ſeine Verluſte zurückzugewinnen. Ich ſah, daß ein neuer Be⸗ trug ſich vorbereitete. Merton hielt ſich für einen ausge— zeichneten Ecartéſpieler. Alſo ſpielte man Ecarté mit ihm, ließ ihn gewinnen und ſtellte ſich darob ſehr ungeberdig. Genau in dieſelbe Schlinge war ich gefallen. Kein Wun⸗ der, daß ich den Plan durchſchaute und einen Hauptſchlag erwartete. Inzwiſchen war ich nicht müßig. Ich vertraute Sandford, daß ich in London ſei um einen Theil von Oheim Paßgrove's Vermächtniſſe, vier bis fünf tauſend Pfund, in Empfang zu nehmen, womit ich dann nach meinem lieben Yorkſhire zurückeilen wolle. Sie hätten ſehen ſollen, welche Teufelsfreude bei dieſer wie zufälligen Aeußerung in dem Schurken aufglühte. Er war ein pfiffiger abgeriebener Menſch, und doch ſo dumm zu glau— ben, ein Mann, den er um ſein Vermögen gebracht, werde ihm das ſo leicht vergeſſen. Die Entſcheidung nahte mit raſchem Schritt. Morgen ſollte Merton's Pfandſchilling und gleichzeitig, wie ich mir hatte entlocken laſſen, mein Mondſcheinlegat ausgezahlt werden. Faſt übermüthig durch ſeine Ecartégewinnſte und auf Anrathen Sandford's beſchloß Merton, ſeine in den Händen der Bande befindlichen Papiere nicht baar einzu— löſen, ſondern das baare Geld dagegen im Ecarté zu ſetzen. Anfangs wurde dies unbedingt verweigert. Als jedoch Merton darauf beſtand und Sandford es eine ſach— gemäße Conceſſion nannte, wollte man es ſich gefallen laſſen, daß die Hauptſchlacht in ſolcher Weiſe und in Ecarté geliefert würde. Der von beiden Theilen herbeigeſehnte Tag erſchien und mit Herzklopfen harrte ich des Abends. Nur die acht Führer der Bande ſollten anweſend ſein, außer mir kein Fremder, ich auf Grund meines Mond— ſcheinlegats. Vorher hatte ich eine Gelegenheit benutzt, Merton aufmerkſam zu machen, wie es ſeinerſeits gut Jeden Abend wurde geſpielt und jeder Bruſt zu ſtocken. ſein dürfe, vor Anfang des Spiels ſich zu überzeugen, daß nächſt ſeinen Verſchreibungen und Juwelen der Mehr⸗ betrag ſeiner zu riskirenden Summe in Gold oder Bank- noten aufgelegt würde, und er ſolches verſprochen. Da— mit waren meine Vorbereitungen beendigt und kurz vor Mitternacht öffnete mir das Paſſirwort die Hausthür. Ich traf die Geſellſchaft in heftigen Wortwechſel. Merton forderte, wie ich ihm geſagt, daß genau ſo viel aufgelegt würde als er mitgebracht, und forderte das um ſo be— ſtimmter, je gewiſſer er des Gewinnes zu ſein glaubte, je vollſtändiger er alle Verluſte zurück haben wollte und je mehr der Betrag der von den Gegnern vorgezeigten Papiere und Juwelen hinter ſeiner Baarſchaft zurückblieb. „Ach, hier iſt Robert!“ rief Sandford bei meinem Ein⸗ treten:„Der kann die fehlende Summe auf eine oder zwei Stunden vorſtrecken. Gegen eine Tantième /, flüſterte er mir zu.„Ich bürge für die Rückzahlung.“ „Danke ſchön“, antwortete ich kurz;„ich will mein Geld nicht fortgeben, bis ich es verloren!“ Ein ſpöttiſches Lächeln ſtreifte über Sandford's Zuge; aber er ſchwieg. Darauf wurde einer von der Brüderſchaft ausgeſendet das Manco zu holen, und kehrte nach Ver— lauf einer halben Stunde mit einem Packet Banknoten zu⸗ rück. Was ich gewünſcht und gehofft, geſchah; die Noten waren falſche. Merton bemerkte es nicht, zählte ſie durch, erklärte die Summe für genügend, und das Spiel begann. Im Fortgange deſſelben erinnerte mich Alles ſo lebhaft an den Abend, welcher mein Unglück beſiegelt hatte, daß mir der Kopf ſchwindelte und ich ein Glas Waſſer nach dem andern trank, meine fliegenden Pulſe zu beruhigen. Glück— licher Weiſe war die Bande zu ſehr in das Spiel ver⸗ tieft meine Aufregung zu beachten. Merkon verlor in Einem fort. Die Sätze wurden verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht. Sein Hirn brannte. Er ſpielte oder verlor vielmehr mit der Tollheit eines Wahnſinnigen. „Was iſt das?“ rief plötzlich Sandford,„hörte Keiner ein Geräuſch unten?“ Ich hatte es gehört und hätte am beſten ſagen können was es geweſen. Alles war wieder ſtill. „Zieh die Signalglocke, Adolph“, gebot Sandford dem nahe am Drücker Stehenden. Während alle der Ant— wort lauſchten, ruhte das Spiel und ſchien der Athem in Die Antwort kam. Ein⸗, zwei⸗, dreimal ſchlug die Glocke an.„Alles in Ordnung!“ lachte Sandford;„nun weiter geſpielt; der Spaß wird ohnedies bald aus ſein!“ Zu den von mir getroffenen Anſtalten gehörte, daß zwei Polizeidiener in Civilkleidung mittels des ihnen ge— gebenen Paſſirwortes ſich das Haus öffnen laſſen, den Pförtner ergreifen und knebeln ſollten. Dies war alſo geſchehen und Urſache des Geräuſchs geweſen. Andere Dienerſchaft war zu Vermeidung möglichen Verraths nicht im Hauſe. Ferner hatte ich jene Beiden mit der Signal— glocke bekannt gemacht und wie ſie dieſelbe zu beantworten hätten. Auch das war geſchehen. Endlich ſollten zwanzig Mann die mit dickem Teppich belegte Treppe heranſchleichen und unweit der Stubenthür ſtehen bleiben, bis ich ſie rufen würde, um die Bande zu faſſen. Ich durfte an⸗ nehmen, daß auch dies erfolgt, ebenſo daß meiner Anord— nung gemäß die Hinterthür des Hauſes beſetzt ſei. Meine einzige Beſorgniß blieb daher, daß die Bande etwas merken und Zeit gewinnen möchte, die Lichter auszulöſchen, die falſchen Banknoten in's Feuer zu werfen und durch einen mir unbekannten Ausgang zu entſchlüpfen. Allein auch dieſer Beſorgniß glaubte ich mich überhoben, ſobald das Spiel wieder begonnen, verſicherte mich meiner Piſtolen, ſtand auf, ging langſam an die Thuͤr, öffnete ſie ein wenig, 2 2 A 2 e D — — blickte einen Moment hinaus, als wolle ich horchen ob Alles ſtill, und war hoch erfreut, die Mannſchaft regungs— los aufgeſtellt zu ſehen. Die Thür angelehnt laſſend, trat ich zu dem Tiſche wo Merton ſpielte. Es war das letzte Spiel, der letzte, höchſte Satz. Merton verlor. Todtenbleich ſprang er vom Stuhle, ſtarrte aus glühenden, rollenden Augen wild umher und ſtieß durch die gekniffenen Lippen einen fürchterlichen Fluch. Sandford und ſeine Genoſſen räumten ruhig die Beute vom Tiſche, eine dä— moniſche Freude im Geſichte. Plötzlich wie von Wahnſinn gepackt brüllte Merton:„Bube, Betrüger, Schuft! Du biſt der Teufel der mich verlockt und vernichtet hat!“ und ſtürzte auf Sandford. „Verſteht ſich“, antwortete Dieſer eiſigkalt und ſtieß ihn mit kräftiger Fauſt zurück;„auch denke ich meine Sache recht gut gemacht zu haben. Heulen und Schreien, alter Junge, wird Dir nicht viel helfen.“ Voreiliges Jubeln Euch vielleicht ebenſo wenig, Freund Cardon! warf ich ein und raffte ein Packet falſcher Banknoten auf, während Merton ſprachlos und zitternd in ohnmächtiger Wuth daſtand. Mich will bedünken, daß Merton nicht gegen gleichen Satz geſpielt hat; dieſe Noten 7 „Hund! brüllte Sandford;„willſt Du Dein Leben los ſein?“ und ſprang auf mich zu, mir die Noten zu entreißen. Ich war ſo ſchnell wie er, und hielt ihm die ge⸗ ſpannte Piſtole entgegen. Er prallte zurück, mit ihm die Bande.„Zwingt ihm die Papiere ab!“ ſchrie Sandford, der Erſte der ſich gefaßt;„packt ihn, erdolcht, erwürgt ihn!“ Zurück Ihr Alle! donnerte ich den Andrängenden zu und ſtieß rückwärts die Thür auf, Eure Stunde hat ge— ſchlagen; Polizei, thu Deine Pflicht! Im Nu war das Zimmer umſtellt, jeder Einzelne gefangen, ohne Widerſtand entwaffnet.— Sandford oder Cardon oder wie er eigentlich heißen mochte, wurde nebſt Dreien ſeiner Genoſſen auf Lebens— zeit deportirt; die Uebrigen kamen in's Zuchthaus und auf die Tretmühle. Merton erhielt natürlich ſeine Wechſel— verſchreibungen, Juwelen und Gelder zurück, ließ die Er— fahrung ſich eine Warnung ſein und blieb den Spielhäuſern fern. Er und ſeine Mutter belohnten mich in reichem Maße, und was ich gethan, wurde durch die Zufrieden— heit meiner Vorgeſetzten der erſte Schritt zu meiner jetzi— ſind falſch! gen Stellung. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. rr Bekanntmachung. (2) Auf Antrag der Betheiligten ſoll die zum Nachlaß des Heinrich Hock zu Aſſenheim gehörige Erbleih⸗Mühle nebſt Gelände Mittwoch den, 8. Januar, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim nochmals öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 27. Dezember 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle. Holz-Verſteigerung. (5) Montag den 6. Januar 1851, Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in den Gräflich Solms⸗ Rödelheimiſchen Beinhards-Waldungen nach— ſtehende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert: 70 Stecken buchen Prügelholz, N 1„ Stcockholz, 140 7„ Reisholz, 1200 Wellen eichen 1 Forſthaus Beinhards am 28. Dezember 1850. N Der Gräfl. Solms⸗Rödelh. Revierförſter Hartmann. Bekanntmachung. Betr.: Holzverſteigerung in dem Gr. Domanial⸗ wald Burgwald, Reviers Oberrosbach. (7) Mittwoch den 8. Januar 1851 werden in dem oben genannten Walddiſtricte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 4¼ Stecken birken, 2 Stecken nadel Prügelholz, 5 7 5 5„ Stockholz, 200 Wellen buchen, 7900 Wellen birken, eichen, 2850 Wellen nadel Reiſerholz, 3 Wagen, 8 ½ Laſte Allerleiholz, 5 Stämme nadel Bauholz von 6 bis 8½“ Durchmeſſer und 15 bis 25“ Länge, 7 Stangen Nadelholz von 3½ bis 5“ Durchmeſſer und 15 bis 20 Länge. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteigerung um 9 Uhr, im Lohſchoppen auf dem Winterſtein. Oberros bach den 24. Dezember 1850. Der Großh Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Holz⸗Verſteigerung. (6) Dienſtag den 7. Januar 1851 ſollen in den Gräflichen Waldungen zu Wickſtadt, Diſtrikt Hardt und Schiffloch öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden: 1 Stecken buchen Scheitholz, 21„leichen Scheitholz, 38„ buchen Prügelholz, 6„ eichen 7 20„ obſtbaum„ 17„ buchen Stockholz, 29„leichen„ 9 17 obſtbaum 63„ buchen Reisholz, 39„ eichen„ 83„ obſtbaum„ 2„weiden„ 37 Stämme eichen Bau- und Werkholz, 3„ obſtbaum„ Das Obſtbaumholz ſteht größtentheils vor Wickſtadt an den nach Aſſenheim führenden Wegen und iſt hauptſächlich für Dreher und Schreiner geeignet. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 10 Uhr im Walde ſelbſt am Steinbruch. Forſthaus Beinhards am 28. Dezemher 1850. Der Gräfl. Solms⸗Rödelh. Revierförſter Garti n. Holzverſteigerung. (8) Montag den 6. Januar 1851, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Beien— heim, Diſtrikt Bauberg: 1) 147¼ Stecken buchen Scheitholz, 25 51„„ Prügelholz, 95„„ Stockholz, 4) 116„„ Reiſer, 5) 21 Stämme„ Werkholz, von 14 bis 23 Zoll Durchmeſſer und 20 bis 40 Fuß Länge, an den Meiſtbietenden verſteigert wer— den, was man hiermit unter dem be—⸗ ſonderen Anfügen zur öffentlichen Kennt— niß bringt, daß nur ſolche Steigerer zum Gebot zugelaſſen werden, welche von vorhergehenden Jahren an die hie— ſige Gemeindekaſſe mit der Bezahlung nicht mehr im Rückſtande ſind. Beienheim den 24. Dezember 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (20) Montag den 20. Januar l. J., Mor- gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die von dem hiefigen Bürger Guſtav Gerlach erſteigerte Georg Rauſche Hofraithe meiſtbietend verſteigert, als: Pag. u. Nro. Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ 53 34 haus und Stall an Guſtav Ger⸗ lach. Zins der pia corpora 40 kr. 2 hlr. Friedberg den 2. Januar 1851. 9 In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter. Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (21 Donnerſtag den 23. l. Mts., Mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Ratbhauſe 50—60 Malter Korn und 10-20 Malter Gerſte von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds dahier, zweimalterweis, meiſt— bietend verſteigert. Friedberg den 2. Januar 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (22) Dienſtag den 21. l. M. und den fol⸗ genden Tag, von Morgens 9 Uhr und Nach⸗ mittags 2 Uhr anfangend, wird in hlefigem Rathhauſe der Mobiliarnachlaß der dahier ver⸗ ſtorbenen Heinrich Hanſtein'ſchen III. Eheleuten, beſtehend in Zinn, Eiſen, Holzwerk, Bettung, Weißzeug, eine Partie Dünger ie,, benebſt zwei Schafe meiſtbietend verſteigert. Sodann werden in Auftrag der Curatoren Donnerſtag den 23. l. Mts., Morgens um 10 Ubr, in hieſigem Rathhauſe die Immobilien zur meiſtbietenden Verſteigerung gebracht: Pag. Nr. 1) 51 302 Hofraithe, als Wohnhaus mit Scheuer an Karl Kiefer, 2) 130 41 39,3[◻Klafter= 20 Ruthen Gar- ten in der dritten Gewann an der Langgaſſe an folgendem Stück. Der Stadtkirche Zins 5 kr. 2½ blr., 3) 130 42 39,3 OKlafter= 20 Rulhen daſelbſt an Engelhard Bechſtein, Zins der Stadtkirche 5 kr. 2½ hlr., 4) 293 17 255,6[◻Klafter, 130 Ruthen Acker im großen Wartfeld an Helene Engel, 5 5) 348 6 310,6 UKlafter, 158 Ruthen im großen Wartfeld an Heinrich Waas II. Schließlich werden ſämmtliche Gläubiger hier⸗ mit aufgefordert, ihre Rechnungen bis längſtens den 23. J. Mts. bei dem Unterzeichneten einzu⸗ reichen. Friedberg den 2. Januar 1851. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgrichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Grundſtücke⸗Verſteigerung. Montag den 17. Februar l. J., Mor⸗ 33 10 hr, wird in hieſigem Rathhauſe das von dem hieſigen Bürger Johannes Gerſter von dem Peter Möbus'ſchen Immobiliar⸗ nachlaß ſeiner Zeit erſteigertes, in der Ge⸗ markung Burg⸗Friedberg liegendes Grundſtück meiſtbietend verſteigert, als: u. Nro. 1 6 779[◻IKlafter= 40 Ruthen Acker zwiſchen der Pfingſtweide an Philipp Klein. Friedberg den 2. Januar 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 1 Obligations⸗Verlooſung. (24) Da bei der heutigen Verlooſung von den für das Jahr 1850 zum Abtragen beſtimmten 200 fl. die Nr. 62 und die Nr. 75 mit à 100 fl. rückzahlbar geworden ſiud, ſo werden die In⸗ haber dieſer Partial-Obligationen hiermit auf⸗ gefordert, dieſe Beträge längſtens bis zum 10. Januar k. J. bei hieſiger Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, da von dieſem Tage an keine weitere Zinſen vergütet werden. Södel am 28. Dezember 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Rei z. Mobiliar⸗Verſteigerung. (25) Donnerſtag den 9. Januar d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr anfangend, wollen die Hein⸗ rich Starks Eheleute zu Oberwöllſtadt in ihrer Hofraithe nachſtehende Mobiliar- und Oeconomie⸗ Gegenſtände, als: 4 Kühe, wovon 3 als Zug⸗ kühe zu gebrauchen ſind, 2 einjährige Rinder, 3 Schweine, 10 Schaafe, 2 Wägen, 1 Pflug und Egge, eirca 20 Fuder Korn- und Waizen⸗ ſtroh, eine Parthie Heu uud Grummet, öffentlich freiwillig verſteigern laſſen. Oberwöllſtadt den 2. Januar 1851. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach Faſelochs⸗Verſteigerung. (260 Dienſtag den 7. Januar, Morgens um 10 Uhr, wird ein der Gemeinde zuſtehender Faſelochs meiſtbietend verſteigert. Ockſtadt den 31. Dezember 1850. Der 2 e e i n. Privat- Bekanntmachungen. Beachtenswerth! (498% Wie und wo man für 8 Thaler Preußiſch Courant in Beſitz einer baaren Summe von ungefähr Zweimalhundert Tauſend Thalern gelangen kann, darüber ertheilt das unterzeichnete Commiſſions⸗Büreau unent⸗ eldlich nähere Auskunft. Das Büreau wird auf desfallſige, bis ſpäteſtens den 31. Januar 1851 bei ihm eingehende frankirte Anfragen prompte Antwort ertheilen, und erklärt hiemit ausdrücklich, daß, außer dem daran zu wendenden geringen Porto von Seiten des Anfragenden, für die vom Commiſſions⸗Büreau zu ertheilende nähere Auskunft Niemand irgend etwas zu entrich⸗ at. 11075 Lübeck, im Dezember 1850. Commiſſ ions Büreau, Petri⸗Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. Caſinoball. 5) Sonntag den 12. Januar findet ein 8 im Trapp'ſchen Saale ſtatt. Eröffnung um halb 8 Uhr. Dies den Mitgliedern des Cafinos zur Nach⸗ richt. Die Vorſteher. Zu verkaufen. (27) Ein achtjähriges dunkelbraunes Wallach⸗ pferd, ganz fehlerfrei, ſteht zu verkaufen bei Gerhard Billaſch in Fauerbach II. Zu vermiethen. (28) In meiner Wohnung bei Wittwe Erbs find 2 möblirte Zimmer zu vermiethen und können ſolche gleich bezogen werden. Friedberg im Januar 1851. Konrad Ho eck. Zu ver miethen. (29) Eine vollſtändige, Familienwohnung iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Wittwe Rauſch in der Badgaſſe. Ge u ch. (30) In eine kleine Haus haltung dahier wird ein ſolides Mädchen geſucht, welches bürgerlich kochen und alle Hausarbeit verrichten kann. Guter Lohn und humane Behandlung werden zugeſichert. Wo? ſagt die Exped. d. Blattes. eg (31) Indem ich die ergebene Anzeige mache, daß ich unter heutigem Tage dahier ein Kam⸗ machergeſchäft errichtet habe, bitte ich unter der Zuſicherung reeller und billiger Bedienung um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg den 2. Januar 1851. Kon rad Ho eck, nächſt der Burg. Anzeige. (32) Auf bevorſtehende Oſtern ſind Matzen zu haben unter Zuſicherung ſchöner Waare und möglichſt billigen Preiſen bei Koppel Kirſchner und Jermias Kulp in Großkarben. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag nach Neujahr den 5. Januar. Pfarramtliche Functionen verrichtet: 0 Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Stock. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Müller. Fruchtpreiſe. L 2. Jan. 20. Dez. 7. Dez. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg J Mainz] purg f 5 fl. kr H. r. f. str. Waizen pr. Malter 7 30 811 730 Korn 77 6 30 6 221 615 Gerſte„ 75 440 45445— Hafer„ 15 31301 31451 35 Polizei- Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 10. Januar. — 5 Fried⸗ Butz⸗ 8 Brod-Preiſe. berg. 905 8 kr. pf. kr. pf. 10 Leib⸗Roggenbrod 2 1 211 21„„ 4413142 4 7 7 9 5 9 2 . th. Lth. — Milchbrod 185 5 — Waſſerweck 1. 8 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146/17 Fleiſch-Preiſe. 0 . pf.. 1 Ochſenfleiſch 11— 11 4 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 7 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 72 6 2 „ Kalbfleiſch 6— 6 2 „„5 1 gemäſtetes—— e— „ Schweinenfleiſch 9 „Hammellleiſch 7 17 Schaaffleiſch 3 „Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 14— 14— „] Schwartenmagen 14— 44— „ Geräucherter Speck 18— 18— „Schinken 14— 14— „ Doörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 18. 16 „Rierenfett 160— 116— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 2 . 1 8— .— ̃¶