eigen 8 den 31. 05 1 n verrichig 1 aut. N Stadtlirch utelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen 00 im Allgemeinen, 8 den Regierungsbezirk Friedberg W 1 A im Beſonderen. — 69. Mittwoch den 3. September 1851. N Die Kartoffelkrankheit. früherer Zeit, in vorigem Jahrhundert, ſchon in unſerer . Juli 112. Juß 74 Aus der Freiburger Zeitung theilt die Darmſtädter aun] eng mit:„In einem früheren Artikel wurde das Nähere über 1. e Geſtalt der Kartoffellaus(Aphis vastatus) berichtet, 8% die jetzt in ungeheurem Maßſtabe ihre Verheerungen wieder 7 Nähere Beobachtungen haben das Reſultat 1⁵ 5 begonnen hat. a — aer daß die Kartoffellaus mit ihrem Saugrüſſel in die — i Anſatzpunkte der Stengel am Hauptſtengel einſticht, ſo die Saugadern und Nahrungskanäle der Pflanzen(ähnlich den Taze Adern des Menſchen) unterbricht, den Saft ausſaugt, wo— and Vußbe durch natürlich immer die oberſten Blätter zuerſt dürre wer— e weil ſie zuerſt ſo des Nahrungsſtoffes beraubt ſind. Die Aeſte der Kartoffelſtaude werden nun lahm und bei 1 5. September 5 b e Anſchauung kann man ſich überzeugen, daß die 5 Fiüd⸗ Duß⸗ berg. kr. pf. Stengel, d. h. die kleineren Röhrchen leer, etwas in Ver⸗ weſung übergegangen ſind, wogegen die Stengel der geſun— bah. den ſich voll und feſt anfühlen.— Die Kartoffelläuſe ſind E ſetr lebhaft und laſſen, wenn ſie auf der Haut laufen, ein e rätzenartiges Jucken zurück. Ihre Vermehrungsfähigkeit iſt 5 2 34 abelhaft— ein Weibchen(ohne Männchen) läßt vom Juli 11 214% is September 5,904,900,000(fünf tauſend neun hundert fel. und vier Millionen, neun hundert tauſend) Nachkommen 14% zurück. Die Eier, welche röthlich— ungefähr wie röthli— 1.7 cher Schimmel— ausſehen, legen ſie dagegen in die zu— 106% ff ſammengebogenen dürren Blätter, wo man auch ihre Neſter erblickt.— Ein Kartoffelfeld, das mit Aſche und Gyps be— . e ſtreut war, war ganz frei von dieſen Läuſen— wogegen 1 1 das nebenanſtehende unbeſtreute dieſe Läuſe in ungeheuerer 3 4 Menge hatte.— Mehrere Verſuche mit aufgelöſter Aſche, 72 64 Gyps und Salz geben das Reſultat, daß die Läuſe, kaum —— berührt, fertig waren. Vorzüglich iſt bei Aſche- und Gyps⸗ 10 10 ſtreuungen darauf zu ſehen, daß der Thau noch ſteht. Fehlt 8,7 der Thau— ſo ſind Aſche, Gyps und Salz mit Waſſer 1 aufzulöſen und die Kartoffel damit zu beſprengen. Das 1. letztere ſoll deßwegen geſchehen, weil von Seite der Pflanze U- die Salztheile ſchneller eingeſogen werden, wodurch eine der 16— 66, Laus ſchaͤdliche Subſtanz in die Kartoffelſtaude hineinkommt 14— 16 und wodurch ſie von ſelbſt abſtehen muß, zu ſaugen. Iſt 14 5„die Kartoffelkrankheit weit vorgeſchritten, ſo ſind die dürren „ Stauden abzuſchneiden und die noch grünen mit Salzwaſſer, 16 6 Aſche oder Gyps zu beſtreuen. Dieſe Stoffe dienen nun %%, agleich als Dungungsmittel und ſind alſo nicht verloren.“ %% So weit der Artikel, der zur Beachtung empfohlen zu wer⸗ guru den verdient. Es reihen ſich hieran noch folgende Betrach— 11½%0 tungen: Die Kartoffelkrankheit iſt nicht neu, ſie iſt auch in Gegend aufgetreten, wie alte, neunzigjährige Leute ſich ge— nau zu erinnern wiſſen. Sie haben von ihren Eltern gehört, daß mehrere Jahre hindurch anhaltend dieſelben Erſcheinun— gen an den Kartoffeln ſich zeigten, wie wir ſie jetzt wahr— nehmen. Man ſuchte damals, wie man auch jetzt bei dem Auftreten der Krankheit gethan hat, die Urſache in der Knolle und glaubte durch Setzkartoffeln aus anderen Gegen— den Abhilfe ſchaffen zu müſſen. Man ſchritt zu dieſem Mittel und da die Krankheit ſich verlor, ſo glaubte man die Ur⸗ ſache derſelben richtig erkannt zu haben. Früher als in unſerer Gegend trat vor längeren Jahren die Krankheit in den Rhöngegenden auf. Sie dauerte dort ſieben bis zehn Jahre lang an und zeigte ſich gerade ſo wie bei uns bald in höherem, bald in niederem Grade. Die Leute aus dor⸗ tiger Gegend tröſteten unſere Vogelsberger bei ihren Klagen mit den Worten:„Ihr Leute es hilft Euch Alles nichts. Wir haben die Krankheit auch gehabt. Die Krankheit dauert ſieben bis zehn Jahre. Sie muß ihre Zeit haben und dann verſchwindet ſie wieder.“ Auch in Sachſen iſt dieſelbe ſchon früher vorgekommen. Sieben Jahre hindurch wären nun allerdings unſere Kartoffeln von der Krankheit ergriffen worden. Allein die Krankheit hat ſich nicht verloren, ſie tritt vielmehr in dieſem Jahre nur noch ſtärker auf. Wir haben alſo Gelegenheit gehabt dieſelbe genau zu beobachten. Naturforſcher ſcheinen endlich der Krankheit auf die Spur gekommen zu ſein. Folgende Thatſachen ſtehen durch Er⸗ fahrung feſt: Die Krankheit beginnt nicht im Knollen, ſie liegt auch nicht im Knollen, da Kartoffelpflanzen, bei wel— chen ganz geſunde, vollkommen ausgewachſene Knollen aus Gemarkungen, in welchen die Kartoffeln in einem Jahre vor der Krankheit nicht ergriffen waren, bei Verpflanzung davon ergriffen wurden, ja noch ſtärker als diejenigen Kar— toffelpflanzen, für welche die Setzkartoffeln aus der von der Krankheit ergriffenen Gemarkung ſelbſt genommen waren. Eben ſo wurden die aus vollkommen reifen, von geſunden Knollen erhaltenen, keimfähigen und fehlerfreiem Saamen erzogenen Kartoffelpflanzen von der Krankheit ergriffen— ein Beweis, wie in der Knolle ſelbſt die Urſache nicht liegen konnte, denn ſonſt hätte entweder die Keimkraft verloren gehen oder jedenfalls geſchwächt werden muͤſſen. Bei geſun⸗ den Knollen wäre aber die Erſcheinung vollkommen uner— klärlich geweſen. Die mehrjährige Beobachtung hat nun ferner gelehrt, daß die Krankheit im Kraute beginnt und erſt nachher der Knolle ſich mittheilt. Sie hat ſer— ner gelehrt, daß dieſelbe immer regelmäßig in den Mona⸗ ten Juli und Auguſt eintritt. Man hat daher die Urſache in der Witterung geſucht. Man hat das eine Jahr zu naß, das andere zu trocken finden wollen, man hat geſagt, die Witterung war trockenheiß und der nun einfallende naß⸗ kalte Regen hat zerſtörend eingewirkt. Allein wir haben ſeit 1845 ſehr verſchiedene Witterung gehabt und es ſind dieſelben Witterunge veränderungen von 1845— 1851 gerade ſo vorgekommen, wie in früheren Jahren in derſelben ab⸗ wechſelnden Weiſe, wie ſie unſeren, der gemäßigten Zone eigenthümlichen, klimatiſchen Verhältniſſen ganz entſprechen. Es wäre daher, wenn die Witterungsverhältniſſe die Krank⸗ heit hervorbringen ſollten, doch ſehr auffallend, warum nicht früher die Krankheit in ſo verbreiteter Weiſe vorkam. Man hat daher die Urſache in einer Art Melthau finden wollen, welcher ſich auf dem Kartoffelkraute niederſchlage. Es wäre aber, wenn der Krankheitsſtoff aus der Atmosphäre der Kar⸗ toffelpflanze mitgetheilt würde ſehr auffallend, wenn von 1845 an bis jetzt jährlich unausgeſetzt und zwar ſo allge— mein ein ſolcher Mehlthau gefallen ſein ſollte. Man müßte alsdann die Krankheit auch zunächſt an den oberen Blät— tern der Pflanze wahrnehmen, auf welche ein ſolcher Thau aus der Luft ſich niederſchlagen würde. Man müßte ſie gleichmäßig und gleichzeitig an allen Kartoffeläckern in einer Gemarkung bemerken. Allein die Krankheit beginnt nicht an den oberen ſtärkeren Blättern, ſondern an den zärteren, kleineren, aus dem Hauptſtengel auslaufenden Stengeln, wovon man ſich deutlich überzeugen kann, wenn man ein Kartoffelfeld unterſucht, in welchem die erſten Spuren des Welkens und Schwarzwerdens der Blätter zum Vorſchein kommen. Schreiber dieſes hat mehrere Aecker, auf welchen die Kartoffeln noch vollkommen kräftig ſtanden und üppig in Grün und Blüthe wucherten, unterſucht und aber gefun— den, daß die aus dem Hauptſtengel auslaufenden zärteren Blattſtengel in der Mitte der Pflanze zuerſt ergriffen waren und das Schwarzwerden der zärteren Blätter am Blattſtiele begonnen hatte. Es kann alſo die Ur⸗ 278 wird ſich davon überzeugen können. Man wende dagegen nicht ein, ein ſolches Inſect ſei zu klein und könne nicht ſolche Zerſtörung anrichten. Gerade wo die Blattſtiele in die Nebenſtengel und dieſe wieder in den Hauptſtengel ein- münden, droht jeder Pflanze die meiſte Gefahr und eben an dieſen Stellen ſetzt ſich das Inſect in zahlloſer Menge an und eben hier beginnt die Krankheit und das Abſterben, indem zunächſt einzele Seitenſtengel mit ihren zarten Blättern abſterben. Blumenzüchter wiſſen ja, wie ſie ihre Monatroſen von den kleinen grünen Läuſen, die ſich oft in zahlloſer Menge an die Blätter und die Blattſtiele anſetzen, reinigen muͤſſen, wenn der Roſenſtock nicht abſterben ſoll. Auch dieſe ſehr kleine, freilich noch ſicht— bare, Laus am Roſenſtock nagt nicht das Holz an, ſondern ſaugt den Saft aus, zerſtört die Athmungsorgane des Ro— ſenſtockes gerade ſo, wie die Kartoffellaus die Athmungs⸗ organe der Kartoffelpflanze. In dieſem Jahre, ſagt man, iſt die Krankheit noch ſtärker als jemals! Und doch haben wir grade für die Entwickelung der Kartoffelpflanze ganz vor⸗— treffliche Witterung, wie wir ſie in keinem Jahre beſſer wünſchen könnten— aber auch für die Vermehrung der Inſecten. Da die Witterung vorher ſehr feucht war, nun— mehr aber trocknes, heißes Wetter eingetreten iſt, ſo vermeh⸗ ren ſich die Inſecten ſehr ſchnell und in zahlloſer Menge. Wer die Bäume beobachtet, wird häufig an denſelben die Blätter ſchon früh welkend finden, wenn er aber dieſelben näher unterſucht, an der unteren Fläche der mit ſchwarzen Flecken bedeckten, zuſammenſchrumpfenden und abſterbenden Blätter, welche dem Baume ein trauerndes Anſehen geben, eine zahlloſe Menge grüner Läuſe entdecken. Wer Eſchen, Halbflügler angehöriges Inſect entdecken. ſich hin und wieder an den Gemüſen insbeſondere an Wür⸗ Erlen und dergl. beobachtet, wird auch an ihnen die Blät⸗ ter häufig bereits welkend bemerken, aber auf ihrer unteren Fläche auch ein ſchwarzes, größeres, dem Geſchlechte der Eben ſo zeigen eberen cgeſorben 1 7 f spät kommk. i ſpit . Ein franzi gaton S. nach be Baron vern auch ſeiner Kron Monſeigneur, unn ſie nun, einm ni dieſer Plage Zur Zeit, ſe⸗Walde eroffn Auſtalt, weniger in den Gebirgen machen. Eines — Bekanntmac ö d Ediet (139) Wer an ſing die ſogenannten Knollen in dieſem Jahre ſehr häufig. Ihle Jerncgen de ſache der Krankheit nicht in der Luft liegen, ſonſt könn⸗ ten nicht einzelne Pflanzen zunächſt allein ergriffen werden und die Krankheit würde ſich nicht nach und nach verbrei— Früher warf man die knotigen Pflanzen als untaugliche weg,[ Nahen v. d. Hehe f f Die Wan w dn Land wenn ſie auch noch ſo ſtark und vollkommen waren. Die[ ut unh mug Erfahrung hat aber gelehrt, daß in dieſen Knoten en aden he ten, ſonſt müßte ſich dieſelbe auf die oberſten Blätter zunächſt niederſchlagen und den ganzen Acker gleichmäßig ergreifen. Will man endlich noch ein Bedenken gegen die Art, wie man nach den neueſten Entdeckungen die Krankheit erklärt, deßhalb ſagen, weil dieſelbe früher nie ſo allgemein geweſen ſei, ſo möge man ſich daran erinnern, daß es ſo der Welt⸗ lauf iſt. Es geht in der Pflanzenwelt nicht anders her, wie in der Menſchenwelt. Manche Krankheiten, die zunächſt nur einzeln ſich zeigten, hier und da auftraten, ſind allge— mein und zum Erbübel geworden wie z. B. die aus dem Morgenland zu uns gekommene Blatternkrankheit. Aehn⸗ lich verhält es ſich in der Pflanzenwelt. Dafür daß die Kartoffelkrankheit von einem Inſecte herrührt, welches in die Anſatzpunkte der Stengel am Hauptſtengel einſticht, ſo den Nahrungsſaft ausſaugt und das Abſterben der Pflanze vor der vollkommenen Zeitigung des Knollens bewirkt, wo— durch nun dieſer nothwendig krankhaft werden muß, ſpricht Folgendes: Der Beginn der Krankheit fällt regelmäßig in diejenige Zeit, in welcher dieſes von Naturforſchern ge— nau beobachtete Inſect zum Vorſchein kommt, in die Monate Juli und Auguſt; die Krankheit zeigt ſich zunächſt am Kraute und zwar gerade da, wo die Kartoffellaus ihren Sitz hat und ihre Thätigkeit entwickelt, an den aus dem Haupt⸗ ſtengel auslaufenden zarten Seitenſtengeln und den Stellen, an welchen die Blattſtiele aus den Seitenſtengeln auslaufen. Wer noch nicht ſtark angegriffene Kartoffeln, ſobald die erſten Spuren der Krank⸗ heit zum Vorſchein kommen, genau beobachtet und unterſucht, zu ſpät ſein. Würmchen ſitzt, welches die Faſern der Pflanze zerſtört, der Pflanze den Nahrungsſtoff entzieht, den Stengel ausſaugt und auf dieſe Weiſe das Abſterben der Pflanze erfolgt, Man hat daher, um die Pflanze zu retten, nur nothwendig, die Auswüchſe abzuſchneiden und ſo tief auszuhöhlen, daß Wurm und Eier zerſtört werden, worauf die Pflauze zum Setzen vollkommen ſich eignet. Dieſe Auswüchſe, an den Gemüſen werden aber hin und wieder in dieſem Jahre ſehr häufig wahrgenommen— eben weil die Witterung der Ent, wickelung und Vermehrung der Inſecten in hohem Grade günſtig iſt. Hiernach können wir denn auch mit voller Sohn des Milipp B. Ace machen wi Munten ſogewiß d ng zu begründen, düfgetretenen, ſein! dudern des Johar duhr 1833 unter in der Stadt Bet Abanp gelebt, her botheriger Legitima bird. Großkarben! Sicherheit erwarten, daß die Kartoffeln von der bekannten Krankheit in dieſem Jahre ſehr ſtark ergriffen werden.“ Eben dies muß aber wieder dahin führen, daß bei dem Ab— ſterben der Kartoffelpflanze, dieſelbe Urſache zum Grunde liegt, aus welcher die Knoten an den Gemüſen, das Zu ſammenſchrumpfen, Trauern, Welkwerden und Abſterben des Laubwerks an den Bäumen erfolgen,— nämlich ein Angreifen der Pflanze durch die an den aus dem Haupt— ſtengel auslaufenden Seitenſtengel und an den aus dieſem auslaufenden Blattſtielen ſich anſetzende und in zahlloſer Menge ſich einniſtende Kartoffellaus. Man ſcheue ſich da⸗ her nicht die angegebenen Mittel anzuwenden. Wo das Kraut freilich ſchon völlig ſchwarz geworden iſt, wird es Allein wo erſt ein Angreifen der Pflanze ſtatt gefunden hat, kann man die ergriffenen Stengel noch leicht abpflücken und das Kartoffelfeld mit Laugen aus Aſche, Salz oder Gyps ſehr ſtark begießen. Dieſe Netz 570 00 Stiftur Aeindekaſſe 9 ſchen aaf gege beldenbergen dende da d f Ilanſtiele ge üptſtengel en, ahr und eb loser Men das Abſterbes, mit ihren uchter wiſſg tunen äuſe, der und de de Roſenſtak lich noch ich, Jan, ſonden gane des R die Athmungz, ſgagt man, it och haben wit ze ganz vo Jah 9885. Jahre beſſn„Monſeigneur,“ antwortete er, un geg mittel ſchaden der Pflanze eonne nig durchaus nicht, dungen vielmehr ben Boden noch obendrein, ſind auch nicht koſtſpielig. Aſche⸗ iufloſung im Waſſer kann ſich jeder leicht bereiten und zur Salzlauge läßt ſich auch das gröbere, und wohlfeilere Dung⸗ aſalz leicht verwenden, das hier dieſelben Dienſte thut, wie das Kochſalz. Insbeſondere für die höher liegenden Gebirgs— cheile unſeres Vogelsbergs, für welche der Kartoffelbau ſo endlich wichtig iſt, dürfte es jetzt Zeit ſein, die genannten Mittel anzuwenden, da wohl dort noch nicht, wie in den niederen Gegenden die Kartoffeln ſchon völlig in dem Grade abgeſtorben ſind, daß man mit der Abhilfe für dieſes Jahr zu ſpät kommt. = Miszellen. Ein franzöſiſcher Prinz erkundigte ſich einſt bei dem Baron S. nach dem Befinden der Gemahlin. Der halb taube Baron vernahm die 5 995 N 91 habe 5 iner Krankheit gefragt. Er litt eben an der Grippe. 215„es iſt alles umſonſt; ich J wehrung dalkann ſie nun einmal nicht los werden; es ſcheint, ich muß cht war, nuf itt ſo vermeh⸗ eser Mengt. denſelden die aber dieſelben mit ſchwarzen d abſterbenden Inſehen geben, Wer Eſchen, nen die Bläh⸗ f idrer unteren Geſchlechte dir Eben ſo zeigen mit dieſer Plage leben und ſterben. Zur Zeit, als das Eiſenbad in Ruhla im Thürin⸗ ger⸗Walde eröffnet wurde, beſuchte auch Gothe die junge Anſtalt, weniger in der Abſicht, dieſelbe zu beſichtigen, als in den Gebirgen der Umgegend mineralogiſche Studien zu an Eines Tags unternahm er mit dem Frhrn. v. 279 Stein eine größere Wanderung, die zugleich dem alten In— ſelsberg mitgelten ſollte. Die Wanderer hatten jedoch das Ziel ihrer Tour noch nicht zur Hälfte erreicht, als es an— fing, ziemlich ſtark zu regnen. Stein trieb zur Eile, doch Göthe war nicht von ſeinen mineralogiſchen Forſchungen abzubringen; da verlor endlich der ſchon durchnäßte Stein die Geduld und ſagte lebhaft„Sie, der Sie durchaus Steine zu unterſuchen ſich abmühen, ſagen Sie mir doch, zu wel— cher Gattung ich gehöre?“— ohne Beſinnen antwortete Göthe:„Zu den Kalkſteinen, denn wenn dieſe naß werden, brauſen ſie auf.“ In einer kleinen Provinzſtadt hörte ein Arbeiter, daß auf dem Poſtbüreau ein Brief unter ſeiner Adreſſe vorhan— den ſei, er bekam daher großes Verlangen, den Brief ab— zuholen, aber er hatte kein Geld, um das Porto dafür zu bezahlen. Als der Poſtoffiziant ihm den Brief gezeigt hatte, fragte er jenen, was das Porto koſte, und machte Miene, das Geld in der Taſche zuſammen zu ſuchen, zugleich ſtellte er aber auch dem Poſtoffizianten vor, wie unangenehm es für ihn ſei, daß er nicht leſen könne und bat, ihm den Brief vorzuleſen. Dieſer war ſogleich zu dem Dienſte be— reit, er erbrach den Brief und las ihn laut vor. Der Ar— beiter hörte mit größter Spannung zu, als aber der Brief zu Ende war, rief er aus:„Schönen Dank, wenn ich einmal Geld habe, werde ich den Brief abholen, bis dahin heben Sie ihn nur wohl auf,“ und eilig lief er davon. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. Butzbach ſollen Bekanntmachung. (14810 Auf Verfügung Gr. Landgerichts hofer-Rockenberger Mark durch den Markvor⸗ ſtand derſelben. Arbeits⸗Verſteigerung. N νιν‚ιι Edictalladung. Montag den 8. September d. J., Vormittags 9 Uhr, in dem Gaſthaus zum Deutſchen Hofe dahier (1485) Samſtag den 6. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen im Gaſthaus zum Anker dahier verſchiedene Maurer-, Weißbinder- und aus der Concursmaſſe des Karl Becker und Gottfried Zell folgende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden, als: 1) circa 25 Ohm verſchiedene weiße und rothe Weine mit den Fäſſern, dete an Wü,(1439) Wer an das ſeither curatoriſch ver schr haufig La Vermögen des am 26. April 1760. zu 15 Rodheim v. d. Höhe gebornen, in den 17 Tor auglice we Jahren mit den Landgraflich Heſſiſchen Truppen waren. Di. nach Amerika marſchirten und dort angeblich Spenglerarbeiten im Schullehrer-Seminar da- hier, ſo wie an den Bezirksgefängniſſen zu Friedberg und Großkarben an die Wenigſtfor⸗ dernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 1. September 1851. 5 a i Größe 5 ö ö ten en verſtorbenen Johannes Vorbach(John Furbeck) 2) 15 leere Fäſſer don verſchiedener 5 Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter — da Sein des Pdilipp Vordach, Erbe oder ſonſtige 3) ein Plockwagen, des Baubezirks Friedberg . gerte, e Anſprüche machen will, hat ſolche binnen ſechs 4) eine Chaiſe, Stockhauſen. gel ausſaug Monaten ſogewiß dahier anzumelden und ge⸗ 5) ein Schlitten,. e g ganze erfolg. pörig zu begründen, als ſonſt ſolches dem bereits 6) zwei Wagen und zwei Chaiſengeſchirre. Grasverſteigerung. Recht von den 1 7 indern des Johannes Vorbach, welcher im Jahr 1833 unter dem Namen John Turbeck in der Stadt Bethlehem, in der Grafſchaft den 28. Auguſt 1851. a e Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Krauß. ir nothwendig! aufgetretenen, ſein zuböhlen, daß Pflanze zus (1486) Samſtag den 6. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinde Bauernheim gehörige Grummetgras in der Be— hauſung des Gaſtwirths Höres an die Meiſtbie⸗ Grummetgrasverſteigerung. püchſe an del em Jahre ſeh Albany gelebt, herleitenden Prätendenten nach riger Legitimation ausgeantwortet werden Montag den 8. September, Mor⸗ 1 ſoll das diesjährige Grummet⸗ tenden in Abtheilungen verſteigert werden. Bauernheim den 27. Auguſt 1851. i ens 10 Uhr,. Heer Bij 5 urg der El i roßtarben den 18. August 1851. 1 circa 200 Morgen, auf den hieſigen Ge⸗ Der r hohem Grad Großh. Heſſ. Landgericht meindewieſen in mehreren Abtheilungen und ö 1 mit volle Jäger. Looſen öffentlich zur Verſteigerung gebracht Jagdverpachtung. der befand! eee 9 75 erſucht die Herren Bürgermeiſter im Kae ene das See 5g fen werden](1339) Stiftungskapital liegen in hieſiger Intereſſe ihrer Ortsangehörigen dieſes bekannt eee 1 5 aa be 8 ß bei dem Ab. Gemeindekaſſe gegen 5 pCt. Zinſen zum Aus- e es August 1851. haus dahier auf 3 Jahre unter den vor der zum Grund leihen 621 en, A 1881, Utphe de Der Großh. Heſſ. Bürgermeister Verſteigerung eröffnet werbenden Bedingungen iſen, das Zl, itenberg D Gemeinde⸗Einnehmer Becher. öffentlich meiſtbietend verpachtet. 5 Absterben 5 Dott 0 Fauerbach J. den 30. Auguſt 1851. * VJ. ein. Grummetgras⸗Verſteigerung. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter f nme 10 Main ⸗Weſer⸗ Eiſenbahn.(1488) Freitag den 5. September l. 3. Schneider. dem Hall Section Gießen. Vormittags 10 Uhr anfangend, ſoll das der Zgagdverpach tung. aus diesen 5 5. September d. J. hieſigen Gemeinde gehörende Grummetgras von 5 1 1 85 n dee(14800 Freitag den n ant dem Sectiond⸗ kirea 150 Morgen Wieſen durch den Unter-](II88) Fteitag ven 5, Sephmber o. Jon u% b, des Vormittags Uhr, ſoll s in hieſigem eichneten meistbietend verſteigert werden. die Jagd in der hieſigen Gemarkung auf einem ſcheue ſich büreau die Chauſſirung eines Wege in h 9e 8 Florſtadt den 27. Augut 1851. Flächengehalt von etwa 3000 Morgen auf dem Wo da Bahnhofe, veranſchlagt 15 237 fl., Uhu. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter] Gemeindehauſe dahier zur nochmaligen Verpach⸗ , nic Selens en eien e Fubilafnr in Accord Appel. tung kommen und werden Pachtliebhaber ein— it daun ſteinen durch öffentliche Verſteigerung in Accor iber der 1750 gegeben 4. Auguft 1851 Bekanntmachung. Kaichen den 29. nagelt gest 5 Stengel eien een, ee. f öne Ficht en, das Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Steng lons⸗Ingenieur](148) Sehr ſchöne Cichtenpflanzen 10 15 9 Der e Ing 1000 zu 1 fl, ſind zu haben in der Oppers⸗ Hahn. 5 Nah⸗„ Gras verſteigerung. (1489) Samſtag den 6. September l. J., Nachmittags 2 Uhr, wird das der Gemeinde Oſſenheim zuſtehende Grummetgras bei Gaſt⸗ wirth Krick meiſtbietend verſteigert. Oſſenheim den 27. Auguſt 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Ko pep. Bekanntmachung. (1490) Die Kellereigeſchäfte der fürſtlichen Kellerei Münzenberg find vom 1. April d. J. an den Heinrich Klein daſelbſt von Sr. Durch⸗ laucht dem Fürſten von Solms Braunfels über— tragen worden, was man hierdurch zur allge⸗ meinen Kenntniß bringt. Griedel den 30. Auguſt 1851. Fürſtlich Solms⸗Braunfelſiſche Rentei daſelbſt Mengel.“ Grummetgras⸗- und Haferverſtei⸗ . gerung. (14910) Freitag den 5. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörige Grummetgras, ſowie von ungefähr ſechs Morgen der Hafer öffentlich meiſtbietend auf hieſigem Rathhauſe verſteigert werden. Fauerbach II. den 30. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter liber Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Seetion Gießen. (1380) Bei den Erdarbeiten in der Lindner Mark konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. Privat- Bekanntmachungen. Annonce. (4492) Longshawls und viereckige Shawls, größte Sorten aus feinſter Wolle von fl. 5. bis fl. 9. per Stück. Kleine und mittelgroße wol⸗ lene Tücher von 48 kr. bis fl. 2. per Stück. Pepeline, ein Wolle mit Seide vermiſchter Stoff für Damenkleider und Weſten von 20 bis 30 kr. per Elle. Verſchiedene wollene Kleider⸗ ſtoffe ohne Seide von 16 kr. an per Elle. R. C. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Gefunden. (1493) Eine gefundene Vorſtecknadel mit Stein kann der ſich als Eigenthümer Legitimi⸗ rende bei mir in Empfang nehmen. Friedberg den 30. Auguſt 1851. F. A. Wagner. Grummetgras⸗Verſteigerung. (1494) Die Unterzeichneten laſſen Freitag den 5. September d. J., Voimittags 11 Uhr, das ihnen zuſtehende in der Gemarkung Nie- derwöllſtadt gelegene Grummetgras von 66 Mor⸗ gen in einzelnen Parzellen auf dem Rathhaus zu Niederwöllſtadt öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigern. Friedberg den 1. September 1851. Boing. Helmolt. Zwei Weißbindergeſellen 1495) können gegen guten Lohn bei mir Arbeit erhalten. Friedberg. Johs. Hieronimus. Schuldſcheine (14960 für Gemeinden ſind vorräthig bei C. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. — 2 Die Frankfurter Lebens- Versicherungs- Gesellschaft (468) mit einem Grund⸗Capital von drei Millionen Gulden, leiſtet Verſicherungen zu äußerſt billigen Prämien. 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