blatt 5 r d ene Provinz Oberheſſen e im Allgemeinen, 21 den Begierungsbezirk Friedberg 2 im Beſonderen. * Verhholz e„ 85. Sonnabend den 8. Mai 1851. n. Sep⸗ die Zuſam⸗ ald Köppern f Regierungsblatt⸗Auszüge. Der Spieler. Bürgermeifter Nr. 7 enthält: 1) Bekanntmachung des Gr. Miniſt. der Juſtiz Ein Lebensbild. Nach dem Franzöſiſchen. . vom 4. März, Veränderungen in der Bezirks⸗Einthellung der Landge⸗ 0 —— ktichte Gladenbach und Biedenkopf betr.— 2) Bekanntmachung, die Ver⸗ 1 gütung der Brandſchäden in der Gemeinde Fürſtengrund, R.-B. Erbach N f betr.— 3) Ueberſicht der für das Jahr 1851 genehmigten Umlagen zur Einen Augenblick ſpäter, und der Zug wäre ohne S e en g 8 fee die, u ic du an eon and dane ac, dag ace r zur Beſtreitung von Communalbeduͤrfniſſen in den Gemeinden des Frie- ſagte ich zu mir ſelbſt und lehnte mich, noch erſchöpft und 1 7 densgerichtsbezirks Mainz.— 5) Ueberſicht der für das Jaber 1881 go. athemlos vom ſtarken Laufen, in eine Ecke des Waggons ö nebmigten Umlagen zur Beſtreitung der. Communalbedͤͤrſniſſe in den eines Morgenzuges der Eiſenbahn von Verſailles nach en, leiſtet Gemeinden des R.-Bez. Nidda.— 6) Verzeichniß rechtskräftig gewor. Paris. Drei andere Paſſagiere und ein Hund waren dener, bekannt zu machender Straferkenntniſſe der Gerichte der Provinz meine ganze Reiſe eſellſchaft in dieſem W 5* 3 Oberheſſen; 66 Fälle(12 Weibsperſonen) darunter a. Zuchthausſtrafen: ganz geſellſchaf ſem agen, und ich Gewinn⸗ lebenslänglich, Raub und Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, 10 betraf mich bald darüber, ſie aufmerkſam zu beobachten. die Jahre- Jahre Brad ues J. wegen 14 Aae eie,. C wegen Es iſt eine alte Gewohnheit von mir, auf Reiſen mir Brandſtiſtung, 4 J. eruntreuung und nterſchlagung, 3½ J.(2) wegen meine Gefährten zu beobachten und nach meinen phyſiog⸗ Naten ent. Diedſtählen un Landſtreicherei; 3% J. ausgeg Dicpfiall 3, J. Roth nomiſchen Studien mir irgend eine Geſchichte oder ein zuchtverſuch, 2 J. Körperverletzung und Entwendung, 2½ J.(3) 8 5 s aa 0 Schriftfälſchungen, ausgez. Dieb fahl, Landſtreicherei, 2¼ Jahre Mein⸗ Abenteuer in Gedanken auszuſpinnen, wovon ſie die Haupt⸗ eibrenten, eid, 2 J.(6) Körperverletzung, Meineid, Diebſtahl, Lanoſtreicherel; und handelnden Perſonen ſind. Auf dieſe Weiſe kürzt . n ee man ſich am leichteſten die Fahrt und kann ſich auch in * i ausgez. Diebſta au„ Jahren Diebſtahl mit Einbruch, ahre 111 alle.* Beuren, di(5) Einbruch, Diebſſahler, 5 Abweſenheitserklärungen: Zeu⸗ der langweiligſten Geſellſchaft ziemlich gut amuſiren.— haben ſud, genvernehmung zur Conſtatirung der Abweſenheit des Balthaſar Hof⸗ Gerade neben mir ſaß ein bleicher junger Mann, in ele— meiſter aus Bechtolsheim und des Heinrich Maurer aus Mainz; ganter, aber nachläſſiger Kleidung, der ſo in die Lectare Heinrich Wilhelm Brandner und Georg Brandner, beide aus Worms eines Buches vertieft war, daß er ſelbſt bei meinem Ein⸗ und Philipp Eiſer aus Oppenheim ſind definitiv für abweſend erklärt ſteigen kaum die Augen von ſeinem Buche erhob. In ahn worden.— 8) Die nſt nachrichten. Am 12. März wurde dem kathol. n 5 n aß Pfarrer Lu torf zu Oberwoöllſtadt vie kathol. Pfarrſtelle zu Sulzheim, der einen Ecke ſaß ein ältlicher Herr, in jenem glücklichen „ R.⸗B. Mainz, und dem lathol. Pfarrer Koch zu Sulzheim die kathol. Zuſtande, zwiſchen Schlaf und Wachen, deſſen Phyſignomie 105 bei Pfarrſtelle zu Oberwollſtatt. N. B. Friedberg, übertragen, ſodann der meine Aufmerkſamkeit ganz beſonders in Anſpruch nahm. 4 Deweil. für die evang. Pfarrstelle zu Frichborn und Eisenbach orasenurte Pee. Sein bleiches Geſicht war hager und voll Runzeln, ſein bb e 21 8 e Haar grau und dünn, und die dicken, buſchigen Augen⸗ 5 audt zu Großbieberau die ev. Pfarrſtelle zu Bornheim, R.⸗B. Worm N 3 S 2 Num, der die 5— 9) Characterverleihung. Am 1. März wurde dem braunen verbargen beinahe ſeine tiefliegenden, glanzloſen een bel un Landjägermeiſter Freiherrn v. Dörnberg zu Darmſtadt, in Anerken⸗ Augen, die er nur von Zeit zu Zeit auf den leſenden lift 0 et 3. jungen Mann richtete.— Bah, dachte ich, das iſt vermuth⸗ 3 1 4 e eee 2 5 ich ein ſtr Ohei i jungen, lei i ee zu Bobenbauſen II., R.⸗B. Nidda, mit fahrlich 1197 fl. wovon jedoch 5 5 99 8 e n 19 a auf die Dauer von 10 Jahren eine jährliche Abgabe von 300 fl. zu ent⸗ deffen mit ſich in die adt nu. 0 nkte ich richten iſt; die evangel. Pfarrstelle zu Königsberg, R.⸗B. Gießen, mit meine Aufmerkſamkeit auf die Perſon in der andern Ecke fährl. 523 fl.— 11) Geſtorben ſind: am 2. Febr. penſ. Schullehrer und erkannte in ihr eine Dame, ebenfalls blaß, aber mehr 3 Fritzges zu Götzen! Schullehrer Gre mm zu Hemmen au 4. Schul. intereſſant als ſchoͤn. Ihre Kleidung war äußerſt einfach, en e een;— 10 e Seam ar un Altenau; 1 aber auſtäͤndig und offenbar aus den Händen eines der 17. Militärpenſtonär Jung zu Köngernheim; am 25. Geheime Ober⸗ erſten Damenſchneider hervorgegangen. Ihr ganzes Weſen 5 65 en d 1 Penflolar— wollte mich winden n 93 den höheren 1 N a 0. 5 N e ö höre. Ihre großen blauen Augen waren voll Geiſt und hein Röe, ven Biesburg in Maß; am 1. Poſirpebler K feli Verſtand, ihr Mund freundlich und anmuthig, und in der zu Wimpfen. kleinen, äußerſt zart geformten Hand führte ſie ein kleines Riechfläſchchen, deſſen ſie ſich ſehr oft bediente. Ihr gegen— ztiebberg über lag auf der Bank ein kleiner engliſcher Wachtelhund von ſeltener Schönheit, welcher von Zeit zu Zeit mit ſei⸗ — ner Herrin die freundlichſten Blicke wechſelte. Die Dame ſchien kränklich und von einer Bruſtkrankheit befallen; denn ſie legte häufig ihre Hand auf's Herz, bei welcher Gelegenheit ich denn einmal bemerkte, daß ſie ein ſehr ſchöͤnes koſtbares Armband trug. Dieſe Perſonen bildeten meine Reiſegeſellſchaft. Der vermeintliche Onkel ſchlief bald; bald ſah er ſich gedanken— los um; der leichtſinnige Neffe las ohne Unterlaß weiter; die Dame ſeufzte oft; der kleine Hund ſchnarchte, und ich ſchwelgte in dem vollen Genuſſe eines wachen Traumes, und ſpann mir allerhand ſeltſame Geſchichten über die Perſonen aus, die mich umgaben. Meiner Anſicht nach waren die Dame und die beiden anderen Perſonen einan— der vollkommen fremd, und die Dame, die ganz allein in einem Wagen der erſten Klaſſe fuhr, ihre einfache aber äußerſt geſchmackvolle und elegante Toilette, ihr ſchüch— ternes, zurückhaltendes Weſen, ihr koſtbares Armband mit edlen Steinen, gaben meiner Phantaſie einen weiten Spiel⸗ raum, den die Ankuuft an unſerm Beſtimmungsorte nur allzufrühe ſtörte. Der Zug hielt: aber der junge Mann las weiter; die Dame ſeufzte wieder und legte die Hand auf's Herz; der ältliche Herr drückte ſich von Neuem in die Ecke, und keines ſchien zuerſt aufſtehen zu wollen. Da verabſchiedete ich mich aufſtehend mit einer leichten Verbeugung von meinen Reiſegefährten, verließ den Wagen und ſah mich bald darauf im Beſitze eines Zimmers in einem Hotel garni. Nach eingenommenem Mittagsmahle ging ich in's Theater und von da, auf das Zureden eines Freundes, in ein geheimes Spielhaus. Zu meiner nicht geringen Ueberraſchung erkannte ich hier in dem oſtenſiblen Beſitzer der Spielhölle denſelben alten Herrn, den ich am Morgen im Eiſenbahnwaggon getroffen und dem ich die Eigenſchaft eines mürriſchen alten Onkels angedichtet hatte. Wir trafen nur wenige Geſellſchaft hier, und das Spiel hatte noch nicht begonnen; die Croupiers aber ſaſſen auf ihren hohen Stühlen zu beiden Seiten des Tiſches und legten jene einfältige Gleichgültigkeit an den Tag, wie man— gleichviel ob ſie natürlich oder künſtlich iſt— ſtets an ſolchen Menſchen bemerkt. Der alte Herr ſaß am einen Ende der Tafel und umkrallte in nervöſer Aufregung eine maſſive goldene Doſe, während ſeine Augen unruhig zwiſchen den Goldhaufen vor ihm und der Thüre hin— und herzulaufen ſchienen. Die letztere öffnete ſich bald, und hereintrat— mein anderer Reiſegefährte, der junge Mann, den ich für den Neffen des Alten gehalten. Wie⸗ wohl erſt wenige Leute da waren, begann doch ſogleich das Spiel— Rouge et noir— alle Stimmen verſtumm⸗ ten, und Nichts war mehr zu hören, als die eintönigen Worte, womit die Croupiers den Erfolg jedes Spiels an— zeigten, und das Klimpern des Goldes, das die ſchwarzen Rechen der Spieler einſtrichen. Ich ſpiele nicht ſelbſt, und darum, ſowie weil ich von allen Anweſenden nur meine beiden Reiſegefährten kannte, war meine Aufmerkſamkeit ſozuſagen nur auf dieſe beiden concentrirt, deren Benehmen ſie noch ſteigerte. Der junge Mann verlor namhafte Summen, legte Rolle um Rolle auf den grünen Tiſch, die immer ſchon im nächſten Augenblick die Beute des Croupiers wurden; das Blut ſtieg ihm in die bleichen Wangen, und tiefe Seufzer ent⸗ ſtiegen von Zeit zu Zeit unwillkürlich ſeiner Bruſt. Ich weiß nicht, was mir dieſes peinliche Intereſſe an dem jungen Mann einflößte: aber mit jedem Umſchlagen der Karten ging mir ein tiefer Stich durch's Herz; denn ein o hartnäckiges Ausharren im Spiel und eine ſo hart⸗ näckige Spielwuth waren mir noch gar nicht vorgekommen. Auch die übrigen Spieler ſchienen meine Empfindungen 140 zu theilen; denn es dauerte nicht lange, ſo ſpielte nur mein junger Reiſegefährte noch allein, und die Anderen bildeten nur ſtumme Zuſchauer. Um ein Uhr Morgens etwa verließ er den Spieltiſch und zwar, wie ich wohl mit Recht vermuthete, ohne einen einzigen Napoleon mehr zu beſitzen. Ich folgte ihm auf dem Fuße und trat mit meinem Freunde in ein benachbartes Kaffeehaus, um dort zu Nacht zu ſpeiſen. „Sie ſcheinen ſehr aufgeregt von den Scenen, die Sie heute Abend geſehen haben,“ ſagte mein Freund, „und es wundert mich um ſo mehr, daß Sie nicht ſelbſt ſpielen, weil Sie weder das Intereſſe verbergen können, das Sie am Spiele nehmen, noch die Freude oder den Geſchmack daran. Sollten Sie wirklich nicht auch einmal pointiren wollen?“ Mit Nichten,“ verſetzte ich; ich werde niemals ſpielen. Zwar leugne ich nicht, daß mich das Spiel und beſonders ein ſolches Hazardſpiel, wie wir es heute ge— ſehen haben, ſtets intereſſirt. Aber mein Intereſſe iſt eigentlich nur ein phyſiognomiſches und pſychologiſches, und heute Abend nahm es meine Theilnahme vorzugsweiſe in Anſpruch, weil ſowohl der Bankhalter als der junge Mann, der ſo viel verloren hat, heute Morgen auf der Eiſenbahn hieher meine ſchweigſamen Reiſegefaͤhrten waren und weil ich gerade dieſe beiden Männer, denen das blinde Glück eine ſo verſchiedene Stellung anwies, für Onkel und Neffe hielt.“ „Der junge Mann, den Sie meinen, iſt ein Oberſt in ruſſiſchen Dienſten,“ verſetzte mein Freund;—„er iſt der Graf Z., der um ſeiner vielfältigen Verluſte willen eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Sie wiſſen ja, welch' ungeheure Reichthümer die Mehrzahl des vornehmen ruſſiſchen Adels beſitzt; auch dieſer Graf ſoll einſt ſehr reich geweſen ſein, nun aber allerdings nicht mehr viel von ſeinem Vermögen ſein eigen nennen können. Er kommt eben von Neapel, wo er ſo ungeheure Summen verloren haben ſoll, daß ich ſie nicht zu nenneu wage. Er iſt ein wahnwitziger, leidenſchaftlicher Spieler, den auch die hartnäckigſten Verluſte und unwandelbares Unglück nicht haben von ſeiner Krankheit heilen können. Den Bankhalter kenne ich nicht; ich ſah ihn heute Abend zum erſten Male dort; aber er ſoll ein Spanier ſein, der das Spiel um eine ſehr bedeutende Summe gepachtet hat. Allein da kommt Monſieur Clement, der angebliche Eigen⸗ thümer jenes Salons; ich will Sie ihm vorſtellen, dann können Sie leicht etwas Näheres über den Bankhalter erfahren.“ (Fortſetzung folgt.) Miszellen. Die Erſten, welche glaubten, ſich den Schnupftabak in die Naſe ſtopfen zu müſſen, wurden verhöhnt und dann ein wenig verfolgt. Der engliſche König Jakob J. ſchrieb gegen die Tabaksſchnupfer ein Buch Miso Capnos. Einige Jahre ſpäter excommunicirte der Papſt Urban VIII. die Perſonen, die in der Kirche Tabak nahmen.— Die Kaiſerin Eliſabeth glaubte, der Excommunicationsſtrafe noch eine Sanktion beifügen zu müſſen: ſie geſtattete den Küſtern, Denjenigen die Tabatieren zu confiseiren, die in der Kirche ſchnupften. Amurat IV. verbot das Tabakſchnupfen bei Gefahr des Naſenabſcheidens. Am Schwanenfluſſe in Neuholland hat ein deutſcher Botaniker kurzlich eine Blume entdeckt, die, wenn die Sonnen⸗ ſtrahlen darauf fallen, einen Rauch von ſich gibt, wie eine brennende Tabakspfeife.— Manche Frau fände in einem ſolchen Blumenſtock vollen Erſatz für ihren abweſenden Mann! Der Gras ) Die dee um uten l ds Gtoßh. Schl Nai, Nachmittags telle verfeigett. Der Aang geſch guben, näht der? Friedberg den Ar Gr. Rentamin Doms Beka 612) Dig J Uhr, oll im lunoden von eir ir den alsdann Ledingungen an d rd gegeben werd Fotſthaus B. am 1. Mai Hol„Ve (113) Das beute felge do Helle näher eröff Meile zugiſchagen ur nochmalgen 1 ont Vormittags 9* Hirſch daher Jud Difriets 12 ¼ Stecke 8612% Stück ind District 5630 Stick Ee die zu 54 einſp Bon Kaub und Ockſtadt ar dreiherrl. —. — 2 e — — — *— —— — „ 2 8 — — 2 Cbiffz. meſſer ſo ſpielte nur ie Anderen 5 9 orgeng Scenen, die ein Freund, Hhicht ſelbſt gen konnen, de oder den auch einmal de niemals s Spiel und s heute ge⸗ Jntereſſe iſt chologiſches, orzugsweiſe der junge en auf der Arten waren das blinde für Onkel ein Oberſt yer iſt uſte willen wiſſen ja, vornehmen einſt ſehr mehr viel nnen. Er e Summen meu wage. pieler, den res Unglück nen. Den Abend zum n, der das achtet hat, liche Eigen⸗ len, dann Bankbalter gnurftabal, t und dann . schrieb s. Einige I. bie ie Kaiſerin noch eine 0 Kuſtern, det Kirche nupfen bel n deutſchet 6 Sonnen- wie eine 10 einem del Mann! Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. dv MM ν Mobiliar⸗Verſteigerung. (702) Dienſtag den 6. Mai d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, wird in der Behauſung der dahier verſtorbenen Heinrich Dienſtbachs Ehe— kute vor dem ehemaligen Mainzerthore die be— nits begonnene Mobiltarverſteigerung fortge— ſezt und dabei ausgeboten eine Parthie Werk— und Nutzholz, etwas Handwerkszeug und ſon⸗ ſige Gegenſtände. Friedberg den 28. April 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter We nid e r. Grasverſteigerung. 6110 Die diesjährige Grasbenutzung an dem Burgberge und in den Umgebungen des Großh. Schloſſes wird Dienſtag den 6. Mai, Nachmittags um 3 Uhr, an Ort und Stelle verſteigert. Der Anfang geſchieht an dem hinteren Hirſch⸗ graben, nächſt der Vorſtadt zum Garten. Friedberg den 29. April 1851. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Bekanntmachung. 6120) Dienſtag den 6. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll im Oſſenheimer Wäldchen das Unroden von circa 2 Morgen Waldland un⸗ ter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bidingungen an den Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden. Forſthaus Beinhards am 1. Mai 1851. Der Gräfliche Revierförſter des Reviers Afſenheim Hartmann. Holz ⸗Verſtei gerung. 113) Das heute in verſchü den en Diſtricten beiſteigerte Holz konnte, wie an Ort und Ale näher eröffnet worden iſt, nur zum Theile zugeſchlagen werden. Zur nochmaligen Verſteigerung kommen Montag den 5. Mai, Vormittags 9 Uhr, Pirſch dahier und Diſtrict Haide: 12½¼ Stecken Nadelprügelholz und 8612½ Stück Nadelwellen; und Diſtriet Straßheimer Hecken: 5630 Stück Eichenwellen und tie zu 54 einſp. Wagen abgeſchätte Nutzung don Laub und Moos. Ockſtadt am 28. April 1851. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung. polzverſteigerung in den Gr. Domanial⸗ waldungen des Reviers Hochweiſel, Forſts riedberg. (4 Dienſtag den 6. Mai 1851 werden in dem Diſtrict Iſſel nachſtehende Holzquanti⸗ alen öffentlich meiſtbietend, unter den vorher im Wirthshauſe zum bikannt zu machenden Bedingungen, verſteigert: 2 7 Stecken e 2 5 rügelholz, 9 209„ Erlen⸗ 5* 23/„ Nadel⸗Stockholz, 427„ Erlen⸗ 1 6) 425 Stück Eichen⸗Wellen, 7) 2825» Nadel- und Erlen-Wellen, 8) 9„ Pappel⸗Stämme mit 406 Cbikfß.(von 10— 24 Zoll Durch⸗ meſſer und 12— 40 Fuß Länge), 141 9) 73 Stück Nadel-Stämme mit 1257 Cbikfß.(von 5½— 13 Zoll Durch⸗ meſſer und 12— 60 Fuß Länge), 10) 14 Stück Eichenſtämme mit 101 Ebkfß. 11) 56 ü» Erlenſtämme 7 491„ 12) 1 Birkenſtamm 1 11 13) 1625 Nadelſtangen 1 1328 14) 47 Erlenſtangen„ 197 15) 129 Eichenſtangen 280 Zuſammenkunft am obigen Tage des Mor- gens 8 Uhr im genannten Diſtricte am Brunnen. Bodenrod den 27. April 1851. Der Gr. Heſſ. Revierverwalter des Reviers Hochweiſel H. Bindewald. N Privat- Bekanntmachungen. Aepfelwein (696) den Schoppen zu 2 kr. verzapft G. Ulrich, zur Main⸗Weſer⸗Bahn. Moͤbel⸗-Lager. (662) Alle Arten Möbel, ſelbſt verfertigt, für deren Güte ich garantire, ſind in großer Aus- wahl zu möglichſt billigen Preiſen bei mir zu haben. Zugleich empfehle ich mein Lager von Strohſtühlen und gut gearbeiteten Sophas. Friedberg den 15. April 1851. J. Pfeffer, Schreinermeiſter.— Faß⸗Verſteigerung. (697) In dem Lager der Dr. Rentz Erben in Friedberg, gegenüber dem Herrn Salz— mann, laſſe ich den 5. Mai d. J., Mittags 1 Uhr, 8 Stück ſehr gute Stückfäſſer verſteigern. Großenlinden den 23. April 1851. Jean Goſſi. GERN. (709) Ein gefitteter junger Mann, der die Tiſchlerprofeſſion erlernen will, findet bei Un— terzeichnetem eine offene Stelle. Friedberg. feffer. Waaren⸗Empfehlung. (715) Mit ſchönen neuen Waaren für Herrn⸗— und Damenkleider, als: Tuch und Bulkskin, Zephir, Cassenets, baumwollnen, halb- und ganzwollnen Sammtſtoffen, Thibets, Merinos, Orleans, Lustres, Changeants, Paramattas, Cameleons, Ghynghams, Wollenmouſſlin, ſei⸗ denen Kleiderſtoffen, ferner mit Barchent, Zwil— lich, Leinwand, glatten und brochirten Gar- dinenzeugen, Franzen, Borden, Gimpen, piqué- Bettdecken und Röcken, Multum, Finets, Chates und Tücher, Bettfedern und Flaumen, Tiſch- und Handtüchergebild ꝛc. ꝛc. empfiehlt ſich Friedberg im April 1851. S. G. Katzenſtein. Ein Parthiechen Cattune, welche ich zurück- geſetzt habe, gebe ich à 6, 8 und 10 kr. per Elle ab. Zu vermiethen. (716) In dem Stabsarzt Renziſchen Hauſe in der Burg dahier iſt ein Logis, aus 8 heiz⸗ baren Stuben und Kammer beſtehend, auf Verlangen auch in zwei Abtheilungen, zu ver— miethen. Liebhaber wollen ſich bei dem Un— terzeichneten melden. Friedberg den 1. Mai 1851. G. Trapp II., Hofgerichts⸗Advocat. Zu Verkaufen. (717) Ein gutes Zugpferd ſteht dahier verkaufen. Näheres bei der Exped. deſes Bitte Wirthſchafts⸗Eroͤffnung. (718) unterzeichneter macht die ergebenſte Anzeige, daß er Sonntag den 4. Mai ſeine Wirthſchaft eröffnet und ladet Freunde und Bekannte mit dem Bemerken höflichſt ein, daß ſtets für gute Speiſen und Getränke beſtens ge⸗ ſorgt ſein wird. Friedberg den 1. Mai 1851. . ritz Netz, in dem ehemaligen Hieronpmus'ſchen Hauſe vor dem Mainzerthore. Zu verkanfen. (719) Bei Heinrich Mühling find Kartoffel zu verkaufen. Tapetenlager (7200 nach den neueſten Muſtern unterhält und verkauft ſtets zu den Fabrikpreißen Friedberg den 1. Mai 1851. Carl Chr. Weis. Ju Ver hanf e n. (721) Ein blindes Pferd, ſieben Jahre alt, ſteht zu verkaufen bei Carl Berg in Friedberg. Bekanntmachung. (722) Einhundert Ohm guten, reinen 18501 Apfelwein(mit und ohne Faß), können in je⸗ 905 1 ae Quantität käuflich bezogen wer⸗ en bei Holzhauſen den 28. April 1851. Wilhelm Fahz, Küfermeiſter. (123) Commiſſions-Lager von Fenſterglas zu den Fabrikpreiſen bei L. Goldmann, jun. in Friedberg. Ver fte iger un g. (724) Montag den 5. Mai, Vormittags um 9 Uhr, werden die zum Nachlaſſe der Gütchen Hanau gehörigen Mobilien, als ver— ſchiedene Kurzwaaren, Möbel, Bettung, Weiß⸗ zeug, zwei große Lampen ꝛc. in deren Woh⸗ nung in der Judengaſſe gegen gleich baare Zahlung an den Meiſtbietenden verſteigert. Jacob Hanau. Privatunterricht durch Seminariſten. (725) Diejenigen Eltern, welche demnächſt für ihre Kinder Unterricht durch Seminariſten wünſchen, werden erſucht, ihr deßfallſiges Be⸗ gehren bis zum 10. Mai mündlich oder ſchrift⸗ lich bei dem Unterzeichneten vorzubringen. Dr. Curtman. Muſik verein in Friedberg. (726) Samſtag den 3. Mai, Abends 8 Uhr, General-Verſammlung im Sie ckſchen Locale. Wichtige Beſprechung über einige Gegenſtände. Der Vorſtand. Schwalheimer Brunnen. Sonntag den A. Mai (727) Harmonie- und Tanzmuſik, wozu höf⸗ lichſt einladet Henkel. — 142— Sool⸗Bad Nauheim. Sonntag den A4. Mai (128) großes Blech⸗Inſtrumental⸗Coneert im Kurgarten. Hurſt. Ausverkauf. (688) Wegen Aufgabe meines Geſchäfts gebe meinen Vorrath in Tuche, Bukskins, Paletot⸗ und Rockſtoffe, Weſten⸗ zeuge, Piqués, Drills, Laſtings, Satins, Baumwollen⸗ Sammete ze. unter den Fabrikpreiſen ab. Frankfurt a. M. K. W. Kellermann, kleiner Kornmarkt 5 Mayer Hirſch, (729) empfiehlt ſich mit ſeinen neu erhaltenen verſchiedenen, ſehr ſchoͤnen modernen Kleiderſtoffen, gewirkten franz. Shawls und Sommertuͤchern, Seidenzeug und weiße Waaren, Vorhangszeugen nebſt Franzen und Spitzen, ſehr guten Zwilch, Barchent, Bettmeubles, wollenen und baumwollenen Damaſt, Leinwand, ganz leinen, unterm Preis, ferner mit einer ſchönen Auswahl Tuch, Bukskins und Weſten unter Zuſicherung der reellſten und billigſten Bedienung. Deulscher Phöniæ, Verſicherungs-Geſellſchaft in Krankfurt a. M. (730) Folgendes ſind die Reſultate der in der ſechſten General-Verſammlung vom 14. April 1851 abgelegten Rechnung des Jahres 1850: fl. kr. Gründen 5,500,000— Einnahme für Prämien und Zinſen. 443,419 54 Total⸗Summe der baaren Reſerven 386,863 6 Reſerve für noch nicht liquidirte Schäden 58,229 27 Der Protocoll-Auszug und Rechnungs-Abſchluß können von Jedermann bei dem unterzeichneten Haupt-Agenten eingeſehen werden. Zu Verſicherungen ladet gleichzeitig ein: Friedberg den 30. April 1851. Der Haupt⸗Agent des deutſchen Phoͤni 9. Phoͤnix Fürſtliche 10 fl. Looſe, (73) deren Ziehung am 15. Mai 1851 mit den Hauptgewinnen von 16000 fl., 5000 fl., 1500 fl. u. ſ. f., ſind bei Unterzeichnetem zu haben. Auch liegen Ziehungsliſten zur Einſicht offen bei Jacob Hanau. Der neue Fahrplan der Main⸗Weſer⸗Bahn (732) iſt zu haben bei E. Bindernagel. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Miſericord. den 4. Mai. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Schenck. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags wird der Gottesdienſt ausgeſetzt. Fruchtpreiſe. r— 30. Apr. 25. Apr. 28. Mrz. Gattung. Fried⸗; Die⸗ . berg Mainz burg . 7 fl. fr. fl. kr. fl.] kr. Waizen pr. Malter 7 30 739 70 Korn„* 6 301 617146— Gerte„ 5 ne Hafer„ 7 31301 4/313— Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis zum 9. Mai. = i Fried⸗ Butz⸗ Brod Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 22 213 7 N 5— 5— 4„ 7 10 Nh 10 11 . th. — Milchbrod 15% 15 — Vaſſerweck 116% — Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 146 f[ 17 Fleiſch-Preiſe. 5 1 Ochſenfleiſch 11 5 11 1 „ Kühfleiſch, gemäſtets 8—[8 „ Rindfleiſch, gemäſtetes ae „ Kalbfleiſch 5— 4 5— „„„ gemmäſtetes— 2 2 „ Schweinenfleiſch 9— 9— „Hammelfleiſch 8— 81— „ Schaaflfleiſch 5——— „ Wurſt v.blos Schweinen 12— 12 „Bratwurſt 14— 144— „Schwartenmagen 14— 14— „Geräucherter Speck 18— 18 „Schinken 144— 14— „ Doörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 16— 16— „Nierenfett 16— 116— „Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſſer Ben de r. K rauß' Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Be Die ih Anleitung d für das erſt Mai l. J, terzeichneten Friedbe. 11 Nr. 8 en dung für die g. heſſen bitt. Umlagen zur 8 des Frkdmnsgerit 1551 gauhmig . den Gemein Jahr let ge israelischen deer Umlagen z für 185ʃ¼. Heſſ. Ludewig dllatur der Sl