a 9 eigen b enz 1 en N. Juni verrichtet; l 1 fuͤr die — 1 0 1 Ob gate Provinz Oberheſſen mag im Allgemeinen, — 4 den Regi bezirk Frie db Burgirche;: döer. im Beſonderen. Burglirche! 8 f 3. Mittwoch den 2. Juli 1831. i N* 5 Des Lootſen Mache.„Nenne ſie ſchnell.“ 1 E S 25„Die erſte iſt, daß ſie mich in Frieden gehen laſſen, 1 ine See ſkizze⸗ und die andere, daß Sie keinen der Schmuggler beläſtigen, Nang; 5(Schluß.) wenn ſie zufällig dort ſein ſollten.“ 8 . 2 55 N 5„Ich verſpreche es, ſagte der Capitain,„und nun beef f. K. Die Finſterniß war eben ſo ſchnell gekommen wie geh' an Deine Arbeit. Aber merk' Dirs, wenn Du mich g 5— 7 der Sturm und Alles, was ſich außer den brechenden hintergehſt— beim heiligen Georg—, ſo ſchieß ich Dich „ Wogen vom Deck der Brig unterſcheiden ließ, war die auf der Stelle nieder.“ ( beängſtigende klippige Küſte, wenn ein Blitzſtrahl nach Die Brig war bald vor den Wind gebracht und dem andern den Himmel erhellte. 5 Robert Kintock ſtellte ſich auf die Vorderrae an der Star— 5„Licht, ho!“ rief vorn ein Mann und im nächſten bordſeite, von wo ſeine Befehle entlang bis zum Mann age Augenblicke hafteten Aller Augen auf einem glänzenden am Steuer paſſirten. Das ſpringend ſtürzende Fahrzeug nd Butzbad Lichte, das plotzlich zwiſchen den fernen Felſen aufflammte. ſchoß den zackigen Klippen entgegen und jedes Seemanns 1 Der Wind hatte jetzt ſeine volle Heftigkeit gewonnen Herz pochte in ſchauerlichen Gefühlen, als ſie an einer 4. Juli. und trieb mit Rieſenkraft die unglückliche Brig der bran⸗ fiuſter drohenden Felſenmaſſe vorüberflogen, an der ſich — denden Küſte voll Klippeu und Riffen unwiderſtehlich zu. faſt die Seiten der Brig rieben. Dahin flog das Schiff Fund- Bt Außer einem erbleichte jedes Geſicht vor Angſt. N und dichter und furchtbarer wurden die Klippen, welche 2 4 Vergebens verſuchten ſie es, die Brig in den Wind auf allen Seiten ihre Häupter erhoben. 1 10 zu legen,— kein Segel wollte auch nur einen Augenblick„Port!“ brüllte der Knabe. 5 3— ü halten, bis 3— es zuletzt den Matroſen gelang, ein Vorder⸗ Auf kurze Zeit kämpfte und ein Sturmſegel feſt zu machen. 2 3% die Brig brav gegen das wogende Meer, aber bald zeigte ue eth. 0 11754 1 ſich, daß ſie zuletzt doch an die Küſte getrieben werden müßte, ſelbſt wenn ſie ſich im Winde halten ſollte; denn die Gewalt der einwärts rollenden Wogen war größer als die des Windes. „Junge, weißt Du, was fuͤr ein Licht das iſt?“ fragte der Kapitän, indem er ſich am Tackelwerk feſthielt, f 1 ſich aufrecht zu erhalten. „Ja, Herr,“ antwortete Robert—„es iſt Bullymore's Crag.“ „Zu was iſt es dort?“ „Es bezeichnet die Einfahrt in einen kleinen Hafen, Herr, der rückwärts davon liegt.“ „Und kann ein Fahrzeug von dieſer Größe hinein⸗ gehen?“ fragte der Capitain weiter, und ein Hoffnungs— ſtrahl fuhr über ſein Geſicht. „O ja, Herr; ich habe mein ganzes Leben an dieſer Küſte zugebracht und ich kenne jede Ecke an ihr.“ „Kannſt Du die Brig hineinbringen in dieſem Sturme?“ „Ja Herr,“ entgegnete der Knabe und ſeine Augen funkelten in ſonderbarer Gluth. „Und willſt Du's thun?“ Capitain. „Unter zwei Bedingungen.“ forſchte begierig der „Port iſt's!“ „Feſt N ſo 105 „Feſt iſt's!“ „Starbord— ſchnell!“ „Ay, ay, Starbord iſt's!“ „Feſt— ſo!“ „Feſt iſt's!“ In dieſem Augenblicke ſchoß die Brig an einer uber— hängenden Klippe vorbei, und eben, als ein blendender Blitzſtrahl durch den Himmel zuckte und alle die Schauer ringsum enthüllte, hoͤrte man einen lauten Schrei von dem jungen Lootſen. Aller Augen richteten ſich auf ihn. Er ſtand am äußerſten Ende der Rae und hielt ſich au der Linken feſt. Plötzlich kruͤmmte er ſich zuſammen wie ein Tiger, der nach ſeiner Beute ſpringen will, und er— reichte dann mit einem kräftigen Sprunge die herüber— ragende Klippe. „Rache! Rache!“ war Alles, was die dem Verhäng— niß verfallene Mannſchaft hörte,— fort ging es in die toſende Brandung! „Breckers! ein Riff!“ ſchrie der Mann vorn.„Star— bord— ſchnell!“ Aber es war zu ſpät. Ehe das Ruder noch halb gewendet werden konnte, fühlte man deutlich ein dumpfes ſchauerliches Knarren des Kiels, und im nächſten Augen— blick kam ein Krach, der die tobenden Elemente laut über— ſchallte. Die ſchweren Maſten ſanken zuſammen und trie— ben leewärts fort, in wenigen Minuten gefolgt von großen Maſſen der Trümmer und Ladung des unglück⸗ lichen Schiffes. Schrei auf Schrei rang ſich empor von der mit dem Tode ringenden Mannſchaft. Aber ſie war in dem Bereiche einer Macht, die kein Erbarmen kennt. Der Sturmkönig nahm ſie Alle zur Beute! Am nächſten Morgen ſtieg ein kleines Häufchen Wreckers an den Felſen herab und ging am Strande hin. Er war mit Trümmern des Wracks bedeckt, und hie und da lagen die verletzten und verſtümmelten Leichen der Mannſchaft. Unter dem Häufchen befand ſich Robert Kintock, der begierig die durch den Tod verzerrten Züge prüfte, als gäbe es eine unter ihnen, die er zu finden wünſchte. Endlich blieb er ſtehen und beugte ſich über eine, an deren Schulter ein goldenes Epaulette prangte. Es war der Capitain der Brig— der Mörder ſeines Vaters! Der Knabe ſtellte ſeinen Fuß auf den hingeſtreckten Kör— per,— ſeine Augen funkelten befremdend,— ein Schauer fuhr uber ſein Geſicht,— er ſtammelte: „Vater, Du biſt furchtbar gerächt.“ 0 8 Der Knabe ſprach die Wahrheit. Furchtbar in ihrem Plane und furchtbar in ihrer Ausfuhrung war die Rache des Lootſen geweſen. 0 Miszellen. Cin koloſſaler und unglaublich verwegener Diebſtahl wurde unlängſt in London ausgeführt. Abends um 6 Uhr ging der Nachtzug auf der großen Weſtbahn von Plymouth nach London ab; auf der Station Bridge⸗ water wurden die unterwegs angehäuften Briefe wie ge⸗ wöhnlich in einem Tender unmittelbar hinter dem Poſtwa⸗ gen verſchloſſen und der Zug fuhr dann ohne weitern An⸗ halt in 70 Minuten nach Briſtol, wo man entdeckte, daß der Tender erbrochen, die Briefſäcke aufgeſchnitten und alle Geldbriefe und Packete für Banquiers entwendet wor⸗ den waren. Selbſt die Verzeichniſſe, in welche alle recom⸗ mandirten Briefe und werthvollen Packete eingetragen wer⸗ den, hatten die Diebe mitgenommen, ſo daß man den Um⸗ fang des Verluſtes nicht genau feſtſtellen kann. Einige wollen denſelben auf zweimalhunderttauſend Pfund Ster⸗ ling berechnen. Die Londoner Polizei wurde gleich nach Ankunft des Zuges in der Hauptſtadt von dem unglück⸗ lichen Vorfalle in Kenntniß geſetzt und ihre geſchickteſten Agenten machten ſich ſofort auf, um wo möglich den Die⸗ ben auf die Spur zu kommen. Noch hiermit beſchäftigt, erfuhren ſie, daß ſchon wieder an demſelben Abend auf der- ſelben Bahn der Poſttender des von London nach Plymouth beſtimmten Zuges, welcher um 9 Uhr abgeht, zwiſchen Briſtol und Bridgewater erbrochen und ausgeplündert worden ſei. Diesmal aber gelang es, ſich der muthmaß⸗ lichen Uebelthäter zu bemächtigen. So wie die Entdeckung des Diebſtahls gemacht wurde, ließ einer der mitfahrenden Bahndirectoren, Herr Barlow, alle Paſſagirwagen ſchließen und zwei anſtändig gekleidete Herren, die von Briſtol aus mitgefahren waren und allein in einem Coups erſter Claſſe dicht hinter dem Poſttender ſaßen, verhaften. Man fand bei ihnen mehrere der entwendeten Packete und zwei Krepp⸗ Masken, falſche Bärte und ähnliche Gauner-Utenſilien. Die Gefangenen befinden ſich gegenwärtig in den Händen der Polizei; der eine heißt Poole, der andere weigert ſich ſei⸗ nen Namen anzugeben. Von den auf dem erſten Bahn⸗ zuge geſtohlenen Sachen iſt bis jetzt noch keine Spur ent⸗ deckt worden, indeſſen iſt wohl kaum zu bezweifeln, daß beide Verbrechen von derſelben Gaunerbande, wahrſcheinlich von deuſelben Individuen verübt wurden und zwar muth⸗ 206 maßlich in folgender Weiſe. Die Diebe wußten ſich Plätze unmittelbar hinter dem Tender in einem Coupé zu ver⸗ ſchaffen und als der Zug in Bewegung war, ſtiegen ſie mit größter Lebensgefahr aus dem Wagen, traten hinüber auf den ſchmalen Gang, der auf der Seite des Tenders herläuft und öffneten die Thür deſſelben mit den Inſtru⸗ menten, wie ſie Gauner bei ſich zu führen pflegen. Dies gethan, hatten ſie gewonnen Spiel, um ſo mehr, da das Innere des Tenders von einer Lampe erleuchtet iſt. Ob einer von den Poſtbeamten dabei hilfreiche Hand leiſtete, wird die eingeleitete Unterſuchung ergeben; vor der Hand hat der Vorfall die Folge, daß man eine Wache in alle Poſttenders ſetzen wird. N Ein Advokat erzählte folgenden ſpaßhaften Vorfall: Bei irgend einer Klagſache mußte eine Dame als Zeuge vor Gericht erſcheinen und wurde natürlich von dem Richter vor allen Dingen nach ihrem Namen und ihrem Alter ge— fragt. Sie antwortete, daß ſie 28 Jahre alt ſei und ſagte dann aus, was ſie wußte. Nach ihr trat ein anderer auf, ein Mann, der aber ſo handgreiflich log, daß das Gericht ſich genöthigt ſah, ihn mit ſtrenger Strafe zu bedrohen, wenn er aſichtlich auch nur die geringſte Unwahrheit ſage. Der Mann ließ ſichl indeſſen in ſeinem Luͤgen nicht irre machen und der Richter mußte Gerichtsdiener rufen laſſen, die den Zeugen ins Gefängniß abführen ſollten, wenn er noch ein⸗ mal von der Wahrheit abweiche. Die Dame hatte die ganze Zeit zitternd leichenbkaß da geſtanden und endlich ſprach ſie mit bewegter Stimme:„Herr Präſident, ich habe Ihnen etwas mitzutheilen.. Der Vorgang hat mein Ge⸗ wiſſen gerührt und ich muß geſtehen, daß ich auch von der Wahrheit abgewichen bin und das Gericht getäuſcht habe.“ —„Erklären Sie ſich näher.“—„Herr Präſident, ich gab an, daß ich 28 Jahre alt ſei, ich ſtehe aber wirklich im drei⸗ unddreißigſten;“ antwortete die Dame mit geſenktem Blick und ſchamroth. Alle Anweſenden mußten bei dieſem mehr naiven als verdienſtlichen Geſtänduiſſe lächeln und der Prä⸗ ſident erklärte zur Beruhigung der Dame, daß, ſo ſtreng auch das Geſetz ſei, ein wenig Koketterie ſelbſt dem Gerichte gegenüber kein Verbrechen ſei. Auch eine Genugthuung! Der Herzog von Lewis er zählt in ſeinen„Denkwürdigkeiten“ folgendes: Der Präſident der Londoner Gemeindekammer hat das Recht, daß, wenn l ein Mitglied in der Rede ſich zu einem ſehr ungebührlichen Ausdruck hinreißen läßt, er verlangen kann, daß der Schul⸗ dige am Fuße der Tribüne niederkniee und fußfällig um Verzeihung bitte. Nun hatte eines Tages in der Hitze des Streits ein Mitglied geäußert: die Kammer ſei durch und durch der Beſtechlichkeit zugänglich. Als er deshalb der oben erwähnten Strafe unterlag, ſagte er, während er ſich bei dem Aufſtehen dem Anſchein nach die Kniee abklopfte:“ Auf Ehre, in meinem Leben iſt mir keine ſo ſchmutzige Kammer vorgekommen! Der Sohn des cleviſchen Canzlers von Hymnen kam bei Friedrich Wilhelm I. um eine Anſtellung ein. Friedrich Wilhelm ſchrieb eigenhändig an die Räthe des General- directoriums:„Sollen examiniren, ob er Verſtand und Kopf; hat er das, ſoll er in die kurmärkiſche Kammer, iſt er ein dummer Teufel, ſoll ihn die cleviſche Regierung zum Rath machen, dazu iſt er gut genug!“ Auf einem Jahrmarkte bemerkte ein Kaufmann, wie eine geſchickte Hand aus dem Gedränge hervor einen uner— laubten Griff thun wollte.„Heda!“ rief er,„ſo kann ich's nicht geben!!“—„Ja,“ ſagte eine Stimme,„anders kann ichs nicht brauchen.“ 4 1 bil des Darlehen ban Haufe Shun Ein and Gatten. Die Bübleriſch lagen worden, authell dagegen Käufer der halbe Johann Geotg d Eheftau, Maria fbergegangen un buch vorgemertt Eben ſo hat e Alivforderung! Namentlich fi aum Valentin Secretär Schi Koch, Wiltwe Ceſſionare eing dbermalige uh Die Erben d Georg Dikterl Halbe Hofraith hier erb⸗ und e Am Ausfertigun jedoch die Bea folgen kann, be 1803 borgelegt! fuden läßt, ſo dacht aus dieſe dung nechllche Ar be, duſonmun ber Unggkichnet machen, widrigen ätlufon ausge 0 im Hypo en. Rödelheim — Immob 085) Donn itags um 10 Hofraithe des! bag. 10. No. haus un „ Stkeinha in dem hieftgen auler den bei d enden Bed 1 dtiedberg! 0 platz zu ver⸗ ſtiegen e ten hinüber es Tenderz en Jnſtru⸗ gen. Dies ür, da das et it. Ob ind leistete, der Hand ache in alle U Vorfall: als Zeuge dem Richter in Ater ge⸗ e und ſagte anderer auf, das Gericht u bedrohen, ihrheit ſage. ute machen ſſen, die den er noch ein⸗ ie hatte die und endlich ent, ich habe t mein Ge⸗ uch von der iuſcht habe.“ dent, ich gab flich im drei⸗ enktem Blick dieſem meht id der Pra⸗ „o ſueng dem Gerichte Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 1 NUN MN N Aufforderung. (982) Nach Eintrag im hieſigen Gerichts bopotbekenbuch entliehen am 2. April 1803 ) Schuhmachermeiſter Albrecht Ernſt Bühler und deſſen Ehefrau Katharine, geborne Scheidt, ) Johann Georg Schönberger und Klara Margaretha, geborne Müller, deſſen Ehefrau, beide von Rödelheim, von dem Seilermeiſter Zonas Lauer in Frankfurt ein Kapital von 1800 fl. à 6 pCt. und verpfändeten zur Sicher⸗ heit des Darleihers ihre gemeinſchaftliche, in der neuen Häuſergaſſe neben Herrn Berensfeld und Schreiner Graf gelegene Hofraithe nebſt Hof und Garten. Die Bübieriſche Hälfte dieſer Schuld iſt ab⸗ getragen worden, der Schönbergeriſche Schuld⸗ antheil dagegen iſt im Jahr 1803 auf den Käufer der halben verunterpfändeten Hofraithe Johann Georg Dieterle in Rödelheim und deſſen Ehefrau, Maria Eliſabethe, geborne Müller, übergegangen und ſolches in dem Hypotheken⸗ buch vorgemerkt worden. Eben ſo hat ein mehrmaliger Uebergang der Activforderung Statt gefunden. Namentlich finden ſich im Hypothekenbuch Jo⸗ hann Valentin Meidinger, Johannes Meidinger, Secretär Schilling und Frau Maria Rofine Koch, Wittwe, ſämmtlich von Frankfurt, als Ceſſionare eingetragen und erſcheint Letztere als dermalige Inhaberin der Obligation. Die Erben der inmittelſt verſtorbenen Johann Georg Dieterle's Eheleute wollen die älterliche halbe Hofraithe dem Sohn Karl Dieterle da⸗ hier erb⸗ und eigenthümlich überlaſſen und haben um Ausfertigung eines Kaufbriefes gebeten. Da jedoch die Beſtätigung des Kaufbriefes nicht er⸗ folgen kann, bevor die Hypothek vom 7. April 1803 vorgelegt wird, ſolche aber ſich nicht auf⸗ finden läßt, ſo ergebt hiermit an Denjenigen, welcher aus dieſer Schuld⸗ und Pfandverſchrei⸗ bung rechtliche Anſprüche bilden zu konnen glau⸗ ben, Aufforderung, ſolche binnen 60 Tagen bei der unterzeichneten Gerichtsbehörde geltend zu in Lewis er⸗ achen, widrigenfalls ſie damit, ohne beſondere räcluſion ausgeſchloſſen, die desfallſigen Ein⸗ der Präſident fräge im Hppothekenbuch aber gelöſcht werden „daß, wenn ollen. agebührlichen ß der Schul⸗ fußfallg un der Hitze des tei durch und deshalb der ibrend er ſich e abllopfte? zige Kammer byanen kan . Feen des General herſtand und Kammer, IU ge Negierunm Rödelheim den 11. Juni 1851. i Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Immobilien⸗Verſteigerung. (985) Donnerſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird die nachbeſchriebene Hofraithe des hieſigen Bürgers Chriſtian Vogt 0 Pag. 10. No. 56. Hofraithe, beſtehend in Wohn. haus und zwei Ställen, neben Johannes Steinhäußer und Johannes Bechſtein, in dem hieſigen Rathhauſe, öffentlich meiſtbietend unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1851. In Auftrag Großb. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobilien-Verſteigerung (986) Donnerſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird in hiefigem Rath⸗ Hauſe das nachbeſchriebene Grundſtück des hiefigen Bürgers Johannes Koch, als: Gemarkung Stadt Friedberg. pag. 375. No, 1. 143 UKlftr. oder 72, Ru⸗ then Acker im Größwarthfeld an Konrad Heß zu Ockſtadt, gibt 18 Kreuzer Til⸗ gungs⸗Rente, öffentlich meiſtbietend unter den bei der Ver⸗ 207 ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen verſteigert. Friedberg den 16. Juni 1851. N In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ider. Immobiliar-Verſteigerung. (988) Donnerſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ mittags 10% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebene, ehemalige Balthaſer Schmidt⸗ 1 70 jetzt Dietrich Wilhelm Finkernageliſche Hof— raithe: Pag. 31. No. 182. Hofraithe, als: Wohnhaus, Holzſchoppen u. Stall an Chriſtian Müller, gibt 54 Kreuzer Tilgungs⸗Rente, öffentlich meiſtbietend unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobiliar⸗Verſteigerug. (989) Donnerſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das nachbeſchriebene Grundſtück des hieſigen Bürgers Georg Rauſch I., nämlich: Gemarkung Stadt Friedberg. Pag. 211. No. 31. 350[IKlftr. oder 178 Ruthen Garten in der 16. Gewann an Friedrich Jacob Oberländer, öffentlich meiſtbietend unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Fruchtverſteigerung. (1075) Dienſtag den 8. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe 60 Malter Korn, von den Frucht-Vorräthen des vereinigten Armenfonds dahier, öffentlich meiſt⸗ bietend malterweiſe verſteigert. Friedberg den 26. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Oeffentliche Aufforderung. (1099) Eliſabetha und Margaretha Hoffmann beide Töchter des Johannes Hoff⸗ mann J. von Hochweiſel, und beide ſeit län⸗ geren Jahren abweſend, unbekannt wo, werden hierdurch auf Anſtehen ihres Vaters aufgefordert, zur Auseinanderſezung ihres mütterlichen Ver⸗ mögens binnen einer Friſt von 6 Wochen zu⸗ rückzukehren oder einen Bevollmächtigten ſo ge⸗ wiß zu ſtellen, als dies ſonſt auf ihre Koſten und Gefahr von Gerichtswegen geſchehen, und die Beſtätigung der betreffenden Urkunden ver⸗ fügt werden wird. Butz bach den 23. Juni 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Bekanntmachung. (1100) Mittwoch den 30. Juli l. J., Nach⸗ mittags 4 Uhr, ſollen vier den Caspar Kinſel's Eheleuten zu Dornaſſenheim gehörige Grund⸗ ftücke in daſiger Gemarkung auf dem Rath⸗ hauſe daſelbft öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 25. Juni 1851. Herz. Naſſ. Landoberſchulteißerei Hildenbrand. Bekanntmachung. (11010 Die zum Staatsdomainengute zu Bad Nauheim gehörigen, in den Gemarkungen von Nauheim und Schwalheim gelegenen G ſtücke, beſtehend in 9990 00 173 Morgen Land, 22¼„ Wieſen und 14„ Garten, ſollen Montag den 7. und Dienſtag den 8. Juli d. J., von des Morgens 8 Uhr an, auf dem Rathhauſe zu Nauheim im Einzelnen auf 6 oder 9 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Windecken am 27. Juni 1851. Ku ffürſtlich Heſſ. Renterei daſ. Deichmann. Holzmacher arbeit. (1102) Das Kleinmachen des Brennholzes für das hieſige Lazareth ſoll auf ein Jahr lu Accord gegeben werden. Luſttragende zu dieſer Arbeit können auf dem Lazarethbüreau zu jeder Zeit die Accordsbedingungen erfahren und ihre Forderungen zu Protokoll geben, welches letztere Donnerſtag den 3. Juli d. J., Morgens um 11 Uhr, geſchloſſen wird. Friedberg den 30. Juni 1851. Ju Auftrag: Fuhr, Hauptmann. (Butzbach). Fohlenverkauf. (1103) Mittwoch den 9. Juli d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in der hieſigen Reitercaſerne ein ſechs Wochen altes Fohlen meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſtei⸗ gert werden. Butzbach den 28. Juni 1851. In Auftrag: Cellar ius, Oberquartiermeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1100) Montag den 7. Juli, Mittags 11 Uhr, ſollen auf hiefigem Rathhauſe nachbenannte Arbeiten für 1851 an die Wenigftnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden: a. Bei Reparatur der Fluthſchleuße: k . 1) Steinhauerarbeiten, veranſchl. zu 236 40 2) Maurerarbeit,„„ 39 24 3) Die Anlieferung von 34 Bütten Kalk 45 20 b. Bei Reparatur an den Gemeinheitlichen Gebäuden: 1) Weißbinderarbeiten, veranſchl. zu 13 30 2) Schreinerarbeiten,„„ 9 52 c. Bei Reparatur der Schulhofraithe: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 16 28 2) Schreinerarbeit, 5 1 9 20 3) Weißbinderarbeiten,„„ 16 40 Aſſenheim den 29. Juni 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. d Æ⏑ Privat- Bekanntmachungen. Die auch in hieſtger Gegend ſo beliebte Dr. Borchardt'ſche aromatiſch⸗ medieiniſche Kräuter⸗Seife wird (927) in weißen, mit grüner Schrift be⸗ 0 druckten und an beiden Enden 5 mit nebenſtehendem Stempel ver⸗ A0 0 e ſehenen Packetchen à 6 Sgr. ver⸗ r kauft und iſt hierorts auschließlich ä bei dem Unterzeichneten zu haben. Friedberg. P. F. Schmittner. Nachricht! (1087) In einigen Wochen wird eine Lehr⸗ lingsſtelſe in einem gemiſchten Waaren⸗Geſchäfte offen. Einem jungen Menſchen, der die Hand⸗ lung erlernen will, einige Vorkenntniſſen und brave Erziehung hat, iſt mit oder ohne Lehr⸗ geld in dieſe Skelle einzutreten Gelegenheit dar⸗ geboten. Bei wem? ſagt die Exped. d. Olts. — 208 Die Frankfurter Lebens- Versicherungs- Gesellschaft (468) mit einem Grund⸗Capital von drei Millionen Gulden, leiſtet Verſicherungen zu äußerſt billigen Prämien. Den auf Lebenszeit Verſicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn⸗ Antheil von 30 pEt. oder ein Rabatt von 10 pCt. auf die Jahres⸗ Prämie bewilligt. Die Prämien konnen in halb- oder vierteljährigen Raten ent⸗ richtet werden.— Die Geſellſchaft übernimmt auch Kapitalien auf Leibrenten, welch' Letztere außergewöhnlich hoch feſtgeſetzt ſind.— i Verſicherungen werden durch den unterzeichneten Hauptagenten, bei welchem auch Proſpectus und Antragsformulare unentgeldlich zu haben ſind, auf's Prompteſte vermittelt. Friedberg im März 1851. 7 H. Hahn. (1103) Wie bekannt, iſt die Anwendung der verſchiedenen Zahnpulver(von Holz⸗ oder Brodkohle, Tabacksaſche ꝛc.) nicht allein unzureichend, die Zähne vollſtändig von allem Anſatze zu reinigen und ihren Glanz wiederherzuſtellen, ſondern es wirken auch noch dieſe Mittel in Pul⸗ verform auf die Dauer theils nachtheilig auf das Zahnfleiſch, theils ſchädlich auf den Zahnſchmelz. Dieſe Thatfſachen haben zu langjährigem Sammeln von Erfahrungen und Forſchungen über eine zweckmäßigere Form eines Zahnmittels Veranlaſſung gegeben und das Er⸗ gebniß dieſer Studien iſt Dr. Suin de Boutemard's aromatiſche Zahnpasta. Es iſt nämlich die Paſten⸗(Seifen-) Form als diejenige Form erprobt worden, welche mit der das Hahnfleiſch ſtärkenden Wirkung zugleich die zuverläſſigſte, unſchädliche Reini- gung der Zähne, die Zerſtörung der ſich auf den Zähnen bildenden thieriſchen und vegetabiliſchen Paraſiten, ſowie einen wohlthätigen Einfluß auf die ganze Mundhöhle und deren Geruch verbindet, und alſo mit Recht als das Zeſte empfohlen werden kann, was zur Cultur und Conſervation der Zähne— eines ſo weſentlichen Theiles menſchlicher Schönheit und Geſundheit— und zur Verhütung krankhafter Affectionen derſelben geeignet iſt. Dr. Suin de Boutemard's Zahnpaſta,— welche in Hriedberg nur bei P. F. Schmittner zu haben iſt,— kann alſo nach dem jetzigen Standpunkte der kosmetiſchen Chemie als das Höchſterreichbare in Bezug auf Pahnkultur bezeichnet werden; der Preis eines Packetchens(für einen mehr monatlichen Gebrauch ausreichend) iſt auf 12 Slbgr. feſtgeſtellt. Großes Hauptſchießen um Geldpreiſte (1106) auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen Sonntag den 6. Juli Schnappſchießen und Montag den 7. Juli Hauptſchießen. An beiden Tagen Harmonie- und Tanzmuſik und wird in wirthſchaft— licher Beziehung beßtens geſorgt. Schwalheimer Mineralbrunnen den 28. Juni 1851. F üer den Vorſtan d: Henkel, Platzmeiſter. Geſchaͤftsempfehlung. (1086) Unterzeichneter macht hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß er ſich dahier als Küfer etablirt hat und empfiehlt ſich in allen in die⸗ ſes Geſchäft einſchlagenden Arbeiten unter Zu⸗ ſicherung guter Bedienung beſtens. Friedberg im Juni 1851. Job. Müller, im elterlichen Hauſe, gegenüber dem Hotel Trapp. Zu vermiethen. (1107) Ein freundliches und bequemes Logis für eine kleine Haushaltung hat zu vermiethen und iſt baldigſt zu beziehen bei Jacob Heß in der Meßgergaſſe. Lehrlingsgeſuch. (4108) Zwei junge ſolide Leute, mit den erforderlichen Vorkenntniſſen verſehen, können in einer Buchdruckerei als Lehrlinge eintreten. Nähe⸗ res durch die Expedition dieſes Blattes. Schloſſer werkzeug. (1109) Bei den Kindern des verſtorbenen Schloſſermeiſters Ludwig Seibert zu Hungen iſt f vollſtändiges Schloſſerwerkzeug zu ver⸗ aufen. 5 Einladung! (1110) Alle Baubandwerker im Regierungs⸗ bezirke Friedberg, welche ihr theoretiſches Mei⸗ ſterſtück noch nicht gemacht haben, ſowie diejeni⸗ gen, welche daſſelbe ſchon gemacht und nicht für gültig angenommen worden iſt, werden Sonntag“ den 6. Juli, Nachmittags 2 Uhr, bei Herrn! Gaſtwirth Bertallot zu Aſſenheim höflich eingeladen, um eine Vorſtellung an die zweite Ständekammer zu Darmſtadt einzureichen. Okarben den 28. Juni 1851. M. Wißner. J. Wörner. . P. Stroh. J. Schmidt. Zu beachten. (1110 Inſerate zur Aufnahme in die Nauheimer Curliſte werden entgegen genommen bei C. Bindernagel. Berichtigung zu Nr. 1096. (1112) Die Muſikgeſellſchaft, welche Sonn⸗ tag den 22. d. M. auf dem Teichhauſe zum Tanze aufſpielte, war nicht das Nauheimer Curorcheſter, welches vielmehr an ſelbigem Tage im Curgarten muſicirte. Auch iſt an jenem Tage ſo wenig, wie früher, auf dem Teichhauſe ein Entrée von 36 kr. erhoben worden. f Ein Feind der Unwahrheit. Vorläufige Erklärung. (1113) Auf die Annonce„Nr. 1096„dem Verdienſt ſeine Krone /, diene dem verehrlichen Publikum einſtweilen zur Nachricht, daß wir dieſe ſchamloſe Lüge gerichtlich verfolgen und das Reſultat ſpäter bekannt machen werden. Die Nauheimer Muſikgeſellſchaft. — Literariſche Anzeigen. 4110 Bei G. W. Niemeyer in Ham⸗ burg iſt in Ilir Auflage erſchienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Friedberg bei C. Bindernagel: a Der bewährte Arzt für Unter- Regierur 1 die G Betreffend Wir dächtigen K zu fahnden an das Gr. leibskranke. Guter Rath und ſichere Hülfe für Alle, welche an Magenſchwäche, ſchlechter Verdauung, und den daraus entſpringenden Uebeln, als Magen⸗ drücken, Magenkrampf, Verſchleimung, Ma⸗ genſäure, Uebelkeiten, Erbrechen, Aufſtoßen, Sodbrennen, Appetitloſigkeit, hartem und auf⸗ getriebenem Leibe, Blähungen, Herzklopfen, kurzem Athem, Seitenſtechen, Rückenſchmerzen, Beklem⸗ mung, Schlafloſigkeit, Kopfweh, Blut⸗Andrang nach dem Kopfe, Schwindel, vielen Arten von Au⸗ genkrankheiten, periodiſchen Krämpfen, Hppo⸗ chondrie, Hämorrhoiden u. ſ. w. leiden. bewährten Anſichten und practiſchen Erfahrun⸗ 2 Dr. E. Fränkel.— 8. geh. Preis r. (1115) In der C. J. Edler' ſchen Buch⸗ handlung in Hanau iſt erſchienen und in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei C. Bin⸗ dernagel, zu haben: Der kleine Engländer oder die Kunſt die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen ö Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hilfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Fünfte vermehrte Auflage. Von Prof. Dr. A. F. Grün. 12. broch. 5 Sgr. oder 18 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Aas — N Friel b 7 1 4 a Nach „Also Vicomte v. ſten Mani Sohn eine a„Ja, 5 hirten, die keicher gen viel hunde „Nic deute, und ben habe. „Sie fangen 2 U 7„O,