rg. den 28.80 n deri zertſc. T Stadtlirc aut. r Stadtkirg zur. * Burgkirch zertſch. Vottesdienſt z j geſetzt. —— ei ſe. 8. Jui Il. J Nainz due Tage m 3. Octbt N Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 77. Mittwoch den 1. October 1851. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Gr. Gens— darmerie des Regierungsbezirks. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Konrad Löffler von Geln⸗ haar wegen Widerſetzung. Sie erhalten hierdurch den Auftrag, den ſich als Zinn⸗ gießer, Kaffemühlſchärfer und Keſſelflicker herumtreibenden Nubrikaten bei deſſen Habhaftwerdung zu arretiren und an⸗ 1 her abzuliefern. Friedberg den 25. September 1851. Dt e Die ſſel be an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Einſendung der Gemeindevoranſchläge für 1852. Diejenigen von Ihnen, welche noch nicht die rubri⸗ cirten Voranſchläge an uns eingeſendet haben, werden hieran mit Friſt von 8 Tagen erinnert, gegenfalls Wartboten ab⸗ geſendet werden muͤſſen Friedberg den 19. September 1851. Ouvrier. Aufruf zur Unterſtützung der Waſſerbeſchädigten in der Provinz Starkenburg. Die gewaltigen, zu dieſer Jahreszeit faſt unerhörten Ueberſchwemmungen des Rheines haben leider auch mehreren Gemeinden der Provinz Starkenburg einen ungeheuren, ſaum überſehbaren Schaden zugefügt. Von den Winter⸗ ſtüchten konnte nur ein Theil gerettet werden, während die Sommerfrüchte in weiter Ausdehnung ganz zu Grunde ge⸗ gangen ſind, des ſonſtigen Schadens am uͤberſchwemmten Gelände nicht zu gedenken. a Gewiß! dieſes harte Schickſal, welches unſere Mit⸗ kürger betroffen, kann nicht unberückſichtigt bleiben. Um daſſelbe einigermaßen lindern zu helfen, rufen wir auf zur Unterſtützung derjenigen Beſchädigten, welche der Hülfe be— dürfen, und ihre Anzahl iſt groß. Zur Empfangnahme der eingehenden Geldbeiträge hat ſich der mitunterzeichnete Straßen- und Flußbaukaſſe-Rechner Raupp bereit erklärt, der darüber durch Quittung oder Aazeige in der Darmſtädter Zeitung beſcheinigen wird. Hat dieſer wohlgemeinte Aufruf den gewünſchten raſchen Erfolg, ſo werden wir dafür beſorgt ſein, daß die eingehen— den Gelder den beſchädigten Gemeinden nach Verhältniß der amtlichen Ermittelungen des entſtandenen Schadens zufließen und die Vorſtände dieſer Gemeinden in Verbindung mit den Geiſtlichen die Vertheilung nach Maßgabe der Hülfsbedürf— tigkeit der Beſchädigten vornehmen. Im Intereſſe derſelben wünſchen wir daher noch, daß ſich an recht vielen andern Orten des Landes Hülfsvereine bilden und ihre geſammel— ten Gelder entweder hierher abliefern oder bezüglich deren Verwendung mit uns in Benehmen treten möchten. Ueber den Eingang und die Vertheilung der Unter— ſtützungen werden wir öffentliche Rechenſchaft geben. Darmſtadt, am 10. Auguſt 1851. C. W. Dieffenbach, Kaufmann. Elwert, Rech⸗ nungskammerath. Fußner, Gaſtwirth. Grimm, Ober⸗ baurath. Gros, Advocat. Guntrum, Geh. Regiſtrator. Heim, Reg.⸗Rath. Kahlert, Bürgermeiſter. Kares, Reviſor. Mohr, Rittmeiſter. Piſtor, Stadtrichter. Rau, Steuercommiſſär. Raupp, Straßen⸗ und Fluß⸗ baukaſſe⸗Rechner. Reuning, Oberpoſtmeiſter. Nitſert, Stadtpfarrer. Seederer, Staatsſchuldentilgungsk.-Kaſſier. Seederer, Hauptmann. R. L. Venator. Wittmann, Bürgermeiſter zu Beſſungen. Auch die Expedition des Friedberger Intelligenz⸗Blattes erklärt ſich zur Annahme von Beiträgen bereit. Aus dem Leben eines Vogelsbergers in Krieg und Kieden. Erzählung von W. O. v. Horn. (Fortſetzung.) „Ach ja, Mutter, ſagte Annebärbelchen, und die Thränen rannen ſtromweis aus ihren ſchönen Augen, ich will's wohl gern glauben, aber ich war doch ſelbſt in der Stadt und der Buͤrgermeiſter ſagte, die Nachrichten laute— ten, daß er bei Leipzig abhanden gekommen ſei. Das Regiment ſei darauf in einem Gefechte hart mitgenommen worden. So wiſſe Niemand, was aus ihm geworden. Nun iſt's doch ſchon November und nächſt Advent, und iſt auch keine Nachricht von ihm da. Ach, er iſt todt, rief ſie aus und hielt die Schürze vor die weinenden Augen. Da hab' ich's nicht mehr aushalten können, und bin hineingelaufen und ihr um den Hals gefallen und da— war ich wach— denn der Müller machte die Thür auf und ſagte freundlich: ich muß nur'mal ſehen, ob du noch lebſt! Es iſt ſchon zehn Uhr! 8 Ich rieb mir die Augen und bat ihn, er möge mir's doch ja verzeihen, weil ich gar zu müde geweſen ſei. Er beruhigte mich und ging, ich aber war mit einem Sprung aus dem Bett und kleidete mich an, that aber einen Mül⸗ lerwamms an von hellem Tuch, den mir der alte Mann hingelegt. 5 „Darauf bin ich denn an den Bach gegangen, mich zu waſchen, und dann ins Zimmer. „Ausgeſchlafen? fragte mich lachend Chriſtinchen. Du mußt wohl recht müde geweſen ſein? 5 „Ich dachte: ſo müde als ich jetzt hungrig bin, ſagte aber freundlich ein paar entſchuldigende Worte und ſetzte mich an den Tiſch, wo ſie mir Kaffee einſchenkte und ein Stück Milchkuchen dazu legte. Liebſter Herr, wenn man lange gedarbt hat und trocknes Commisbrod gewürgt und höchſtens einen Schluck Schnapps dazu, ſo iſt es nicht zu ſagen, was einen ſolch ein Labſal erquickt. Mit heller Pläſir ſah mir das Mädchen zu, wie es mir ſchmeckte, und ich mußte ihr aus der Schlacht erzählen. „Nun aber, Kaspar,, fiel ich ihm ein,„hat Er denn Alles ſo haarklein erzäht, wie mir? Auch, daß Er ſich unter die Brücke ſalvirt?“ Er lachte. Parol! Herr, da haben Sie's getroffen, das verſchwieg ich! Das Teufelsmadel ſah ohnehin ſo neckiſch und ſpöttiſch drein, daß ich mich nicht wollte von ihr auslachen laſſen und hänſeln!“. „Das dacht' ich mir wohl, Kaspar,, verſetzte ich. „Unſer einer kann ſo etwas beurtheilen, aber ſo ein naſe— weiſes Madchen konnte am Ende darüber ſpotten und das wäre denn doch unangenehm geweſen. Nicht wahr?“ „Parol! lieber Herr, ſo iſt's“ ſagte der ehrliche Menſch und wollte eben wieder anheben; allein der Abend ſank herab und es wurde kühl. Wir wollen jetzt aber die Thiere laufen laſſen, ſagte ich, und den Wagen heraufziehen. Das war ſchnell geſchehen. Die Unterredung hatte für heute ihr Ende erreicht. Mein Freund ergötzte ſich unendlich an Dem, was ich ihm von dieſen Mittheilungen ſeines Kaspar's erzählte, da er ihm ſelbſt nie die Pforten ſeines Herzens erſchloſſen. Am andern Morgen, als wir am Kaffeetiſch ſaßen, ſteckte Kaspar ſein Geſicht mit aller Freundlichkeit zur Thür herein und fragte:„Fahren wir heute?“ Als ich bejaht, nickte er und verſchwand. Auch heute 310 mußte ich allein mit Kaspar fahren, weil der Freund abgehalten war. Unſer Weg führte ins Nie ee wo wir in der Mühle bei Eppſtein unſern mittaͤglichen Ruhepunkt in Ausſicht genommen. Kaum hatten wir die ebene und fahrbare Straße erreicht und meine Pfeife dampfte, ſetzte ſich Kaspar quer. „Ich habe,, ſagte er,„dieſe Nacht faſt nicht ſchlafen kön⸗ nen, ſo war ich voll von den Bildern jener Tage, von denen ich ihnen geſtern erzählt. Da iſt mir denn Alles wieder ſo recht friſch ins Andenken gekommen. Wenn Sie darum nichts dagegen haben, ſo fahre ich fort.“ Als ich meine Zuſtimmung gegeben, fuhr er denn alſo fort:„Ach! der Traum, den ich in jener Nacht in der Mühle geträumt, hat mir recht auf der Seele gelegen, wie ein centnerſchwerer Stein; denn im Vogelsberg ſagt man, Alles, was man in der erſten Nacht in einem Hauſe träume, wo man noch nicht geſchlafen, das ſei, wenn's in die Vergangenheit und Gegenwart ſchaue, wahr, und betreffe es Zukünftiges, prophetiſch, und zudem war's noch in einer Frohnſonntagsnacht!— Ich konnte gar keine Ruhe finden. Dazu war ich wildfremd. Schreiben, lieb⸗ ſter Herr, kann ich nicht, wie ich ſchon geſagt, und der treue Fulder war Gott weiß wo! Sollt' ich gleich dem — 2 den eum ; eſer a n! Selon ) Bei den Erd ne fleißige Ar achältigung er 2 Hießen ue Oeffentliche N 1652 Johannes 1.15 Jahre 1830 ina, geborene Sch 4819, ſtammien dlel S u den J. Juni 1772 m 12. December 177 gib den 11. November gau des Todes ſeiner an Hause abweſend u ant; Johann Wilhe Chriſtinchen alle meine Geheimniſſe auf das ſchnippiſche Näschen hängen? Das ging nicht. So l warten, bis ich einen vertrauten Freund im Dorfe würde gewonnen haben. Wie ſollt ich aber den gewinnen? Ich kam nicht ins Dorf, als Sonntags in die Kirche. Der Müller haßte das Wirths hausbeſuchen, und ich war kein Freund davon und hatte auch kein Geld. chen Feldzug nicht qurd ſbabon nahm der allen, ſalerliche Erbſchaft in teren werden nun d der, oder deren etwo L odſr Verttagserben, a gan dem Nachlaſſe des Förſtadt ſogewiß bin So unter-(lend zu machen, w blieb's denn zu meinem Kummer, und ich merkte allmäh— dichtend und der Na lich, wie das Heimweh in meiner Seele wieder Platz ge, me en ze wann. Mein Brod, mein einziges Heilmittel, hatte ich driedberg dun 1e unter der Brücke gegeſſen, und ich merkte nun recht, wie Gn es nur zum Dranriechen beſtimmt war und nicht zum Eſſen. Dr. Ir Heffentli. gern wär' ich dann in der Mühle geblieben. Als der Müller ſah, daß ich treu und fleißig war, das Müllerweſen Hätt' ich's wieder gehabt und einen Brief geſchrieben— f verſtand und auch ſonſt in Haus und Ackerbau tüchtig zu⸗ ſtinchen lächelte mir alle Tage lieblicher und freundlicher zu. Sie neckte und plauderte gar gerne mit mir und that mir zu lieb, was ſie konnte. Sie war ſchön, Herr, ſehr ſchön, und die Mühle war frei. Ich glaub', ich hätt' ſie zur Frau gekriegt und der Alte redete ſo verblümt vom Immerdableiben und dergleichen. Manchmal, daß ich's ehrlich geſtehe, war ich in Gefahr, mich in das liebe e 23. Oktober l. Mädchen zu verlieben; aber, da ſah ich wieder mein Anne⸗ bärbelchen im Traum und Alles war aus und vorbei. (Fortſetzung folgt.) an die erwahnte Berechtigung Anſpruche zu (1633) Das Ver ſervenen Heinrich Sch 0 10 fl. überſchuld riff und arbeitete, wurde er mi ee Bang griff 5 r mir gar gut und das Chri⸗ ale Lapfendung alls mit den bekannt dis dahin verglichen, meldeten Forderung kmlich Weihnachten 75 den folgenden Jah l mit Zinſen bezah Ale noch unbekanr n aufgefordert, ff latung zu dem Vera fils dieselbe unterſe Friedberg den . Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ν νιιν Edietal⸗La dung. (1418) Die in dem Flurbuch der Gemar⸗ kung Trais⸗Münzenberg auf den Namen der Beſitzer des gemeinſchaftlichen Pferch⸗ oder Vog⸗ teiguts, namentlich des Herrn Fürſten von Solms Braunfels und der Herrn Grafen von Solms Rödelheim und Solms Laubach unter 202% eingetragene Hutberechtigung von 150 Stück Schafen und Pferchberechtigung von 300 Stück, iſt an die Mitglieder der Schäfereigeſell⸗ ſchaft zu Trais⸗Münzenberg, Bürgermeiſter Tag und Conſorten, verkauft worden. Da nun, außer der erwähnten Beziehung im lurbuch weiterer Eigenthumsbeweis nicht vor⸗ liegt, ſo wird hiermit veröffentlicht, daß, wer haben vermeint und in deſſen Folge die Ver⸗ außerung nicht zulaſſen will, ſo gewiß binnen 3 Monaten ſich dahier anzumelden und ſeinen Einſpruch gehörig an uns auszuführen hat, als ſonſten keine Rückſicht darauf genommen und der Kaufcontract beſtätigt werden wird. Hungen den 12 Auguſt 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Verlooſung Stadt Niddaer au porteur Obligationen. (1547) Bei der am 3. d. M. Statt gefun⸗ denen 13. Verlooſung des durch das Handlungs- haus Herrn Simon Lindheimer in Friedberg ad 65,000 fl. a 3½ pCt. Zinſen negoclirten Anlehens hieſiger Stadt wurden folgende Num⸗ mern: Lit. B. Nr. 85= 300 fl. und Lit. D. 258= 100 fl. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember l. J. beſtimmt. den Intereſſenten unter dem Anfügen mitgetheilt, daß es Ihnen frei ſteht, den Betrag bei obigem Handlungshaus oder an der Stadtkaſſe dahier in Empfang zu nehmen und daß vom 1. Ja⸗ nuar an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Nidda den 6. September 1851. Der Großh. 5 1 ee Bekanntmachung. 25 (1634) Die Lieferung nachſtehender Bedürf⸗ niſſe für die Menage hieſtger Anſtalt, als; 1) eine größere Quantität Kartoffeln, 2) 1200 Stück Weißkraut, 3) 1200 Stück Wirfing, 5 4) 20 Centner untererdige Kohlraben, 5) 20 Centner gelbe Rüben, 6) 2 Centner Zwiebeln und 5 30 Ohm Sauerkraut, Dieſes wird Arbeits (1684 0 5 9.— „ Wenn St t. uhr er dem er Nacht u 'etle gelegen, delsberg ſag einem Hauſt ſei, wenn's 7 wahr, Und zudem war's ute gar keink reiben, lieb, igt, und der c gleich den d ſchmppiſche ußte ich denn Dorfe würde winnen? Ich Kirche. Der ich war kein So unter⸗ erkte allmäh⸗ det Platz ge⸗ tel, hatte ich un recht, wie 1 zum Eſſen. schrieben— 4. Als der Mulletweſen iu tüchtig zu⸗ ud das Chri⸗ d fteundlicher mir und that „, Herr, ſeht ich harr fe perblümt von u, daß ich! in das liebe er mein Ann d vorbel. 7 Duſes wi fügen mügethell detrag bel obigen Suattlaſſe dan ß dom J.. Aurgütct wert Donnerſtag den 2. October l. J., Vormittags 10 Uhr, u leineren Abtheilungen einer öffentlichen Ver⸗ ia ausgeſetzt werden. arienſchloß den 23. e 1851. Der Verwalter B auer. * Nain⸗Weſer⸗Eiſenbahn Section Gießen. (1380) Bei den Erdarbeiten in der Lindner Nark konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Zeſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeper. Oeffentliche Aufforderung. (1632) Johannes Schreitz 1. in Florſtadt ſarb im Jahre 1830; aus ſeiner Ehe mit Ka⸗ arina, geborene Schroh, geſtorben im Jahre 829, ſtammten drei Söhne: Johannes, gebo⸗ zen den 3. Juni 1774, Johann Peter, geboren den 12. December 1776 und Johann Wilhelm, geb den 11. November 1787. Erſterer war zur zeit des Todes ſeiner Eltern ſchon lange Zeit don Hauſe abweſend und ſein Aufenthalt un⸗ gekannt; Johann Wilhelm war aus dem ruſſi⸗ chen Feldzug nicht zurückgekehrt, und in Folge davon nahm der allein anweſende Johannes die ilterliche Erbſchaft in Beſitz. Auf Antrag des kchteren werden nun deſſen oben genannte Brü⸗ der, oder deren etwaige Leibes⸗, Teſtaments⸗ oder Vertragserben, aufgefordert, ihre Erbrechte an dem Nachlaſſe des Johannes Schreitz I. von Florſtadt ſogewiß binnen drei Monaten dahier geltend zu machen, widrigenfalls ſie als darauf berzichtend und der Nachlaß als alleiniges Eigen⸗ hum des Johann Peter Schreitz angeſehen wer⸗ den würde. zriedberg den 19. September 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Oeffentliche Ladung. 3) Das Vermögen des nunmehr ver⸗ 1 Schneider II. von Sodel iſt nu 495 fl. überſchuldet. Deſſen Sohn Philipp hal ſich gegen Uebernahme des Nachlaſſes und unter Verpfändung ſeines ſämmtlichen Vermö⸗ gens mit den bekannten Gläubigern des Erblaſ⸗ ſers dahin verglichen, daß er 60 pCt. der an⸗ gemeldeten Forderungen in drei gleichen Zielen, nämlich Weihnachten d. J. und Martini der beiden folgenden Jahren, die beiden letzten Zie⸗ len mit Zinſen bezahlt. 1 i Alle noch unbekannten Gläubiger werden hier⸗ mit aufgefordert, ſich im Termin Donnerſtag den 23. Oktober l. J., Vormittags, über Bei⸗ tetung zu dem Vergleiche zu erklären, widrigen⸗ falls dieſelbe unterſtellt werden wird. Friedberg den 19. September 1851. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. * 1 Arbeits⸗Verſteigerung. 1654) Donnerſtag den 2. October, des mige um 11 Ühr, ſollen auf hieſigem Kathhauſe die bei Erbauung eines neuen Kanals krforderliche Arbeiten und Lieferungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 11 fl. 47 kr. 2) Pflaſterarbeit,„„5 7 12 3) Handarbeit, 7* 14% 48„ Das Anliefern von 0,6 Cubikklafter Mauer⸗ inen, O,5 Cubikklafter Bachſteine zum Pflaſtern, 31 laufende Fuß Canaldeckel, einen Einſturzſtein und 4 Bütten Kalk. Friedberg den 18. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1635) Montag den 6. October d. J., Vor⸗ 311 mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebene Hofraithe des hieſigen Bür⸗ gers Chriſtian Vogt Pag. 10. No. 56. Hoftaithe, beſtehend in Wohn⸗ baus, zwei Ställen neben Johs. Steinhäußer und Johs. Bech⸗ ſtein, zu Folge eingelegten Nachgebots, nochmals öf⸗ fentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 22. September 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1656) Donnerſtag den 9. Oktober, Mor- gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe der verſtorbenen Georg Schrei⸗ bers Eheleute dahier gehörende Hofraithe, be⸗ ſtehend in Wohn⸗ und Backhaus, Scheuer und Stallung, nochmals öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. ö Die Hofraithe und dazu gehörenden Neben⸗ gebäude befinden fich in einer der frequenteſten Straßen hieſiger Stadt, in welchen ſchon ſeit längeren Jahren eine Bäckerei mit gutem Er⸗ folg betrieben wird, wobei der Steigerer gleich⸗ zeitig auf eine entſprechende Kundſchaft rechnen kann; auch eignen ſich die Gebäude ihrer gün⸗ ſtigen Lage wegen zu einer andern Gewerbs⸗ anlage. Die Verſteigerung erfolgt erbabtheilungshalber und im Intereſſe minderjähriger Erben und werden Steigerer hiermit eingeladen. Friedberg den 29. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits⸗Verſteigerung. (16377) Montag den 6. October l. J. ſoll die Reparatur an hieſiger Kirche, beſtehend in Maurerarbeit, verſleigert werden. Der Voran⸗ ſchlag kann auf dem Büreau des Bürgermeiſters zu jeder Zeit eingeſehen werden. Der Anfang 10 1 Verſteigerung beginnt Vormittags um r. Weckesheim den 27. September 1851. Für den Kirchenvorſtand: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter N Braun. Holz ⸗Verſteigerung. (1658) Freitag den 3. Oktober l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden im Rodheimer Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Wellenberg und Vorderwald: 200 Stecken buchen Stockholz, 13„ eichen* 31„ nadel 0 66„ eichen Wellen 546„ nadel„ öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Bemerkt wird, daß der Anfang im Wellen⸗ berg gemacht wird und die Zuſammenkunft auf der Waldbahn oberhalb der Köpperner Chauſſee iſt. Rodheim den 27. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürger meiſter Jas o bi. Marktverlegung zu Altenſtadt. (1639) Der in dem diesjährigen Landkalen⸗ der auf den 24. und 25. October d. J. be⸗ ſtimmte Altenſtäpter Vieh⸗ und Krämermarkt wird nicht an dieſen Tagen, ſondern den 29. und 30. October d. J. flattfinden und zwar in der Art, daß den 29. der Vieh⸗ und am 30. der Krämermarkt abgehalten wird. Die Gr. Bürgermeiſter im Regierungsbezirk Friedberg werden um gefällige Veröffenklichung dieſes in Ihren resp. Gemeinden dienſtfreund⸗ lichſt erſucht. Altenſtadt den 27. September 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Privat- Bekanntmachungen. Anzeige. (162) Die Großberzoglich Heſſiſche conceſſtonirte Generalagentur des Hauſes F. J. Wichel⸗ hauſen& Compagnie in Bremen übernimmt zu den dilligſten Preiſen Auswanderer mit völlig freier Station von Mainz bis zu den überſeeiſchen Häfen. gens und Abends Kaffee nebſt Butter und Brod. f„Die Paſſagiere erhalten Mor⸗ Mittags ein halb Pfund Schweinen⸗ oder Ochſenfleiſch nebſt reichlichem Gemüſe, alles gekocht und von beſter Qualität. Da die Preiſe aufs billigſte geſtellt, die Paſſagiere ab Mainz durchaus keine Ausgaben irgend einer Art mehr zu machen haben, ſo glauben wir behaupten zu dürfen, daß unſere Beför⸗ derung die reellſte und billigſte ſei. Es fahren die Schiffe ſtets am erſten und fünfzehnten eines jeden Monats und zwar zunächſt: nach New ⸗Porck 2 den 1. October das dreimaftige Schiff Gliſabeth, Capitain Dannemann. „ 15.„ das dreimaſtige Schiff Charlotte, Capitain Günther. „ 1. November das dreimaſtige Schiff Alfred, Capitain Balleer. „15. 1 das dreimaſtige Schiff Meta, Capitain de Harde. nach Baltimore: den 1. October das dreimaſtige Schiff Johannes, Capitain v. Tritzen. „ 153. 1 das dreimaſtige Schiff Erie, Capitain Tegeler. „ 1. November das dreimaſtige Schiff Julius, Capitain Klockgeter. „ 15. 1 das dreimaſtige Schiff Harveſt, Capitain Fuller. nach New⸗ Orleans: den 1. October das dreimaſtige Schiff Itzſtein& Welcker, Capitain Boſſe. „ 15. 1 das dreimaſtige Schiff Uhland, Capitain Meyer. den 1. November das dreimaſtige Schiff Heinrich v. Gagern, Capitain Reimers. nach Galveſton in Texas: den 1. October das Schiff Herſchel, Capitain Raſchen. Die Auswanderung über Bremen gewinnt namentlich für den Herbst eine außer⸗ ordentlich große Ausdehnung, Nachdem im Laufe dieſes Jahres bis zum 15. Auguſt ineluſive circa 21,000 Paſſagiere befördert wurden, beträgt die Zahl der ſich allein für den September⸗ Monat angemeldeten Perſonen über 6,000. Das Geſchaͤftslocal iſt in Mainz, Rheinſtraße Nr. 497. Deer General⸗ Agent: Heinrich Sandt. 312 Nauheimer Kirchweih. 89 (1660) Sonntag den 5. und Montag den 6. October großer Ball im Kur⸗ haus zu Nauheim. Hurſt zum Kurhaus. Einladun zum Abonnement auf den„Frankfurter Anzeiger.“ Abonnement pr. Quartal As kr. (1825) Der Anzeiger erſcheint außer Montags täglich und bringt unter der Rubrik „Was giebt es Neues?“ eine Ueberſicht über die Tagesbegebenheiten aus dem Gebiete der N Politik und des gewöhnlichen Lebens; ferner ein Coursblatt nach den öffentlichen Notirungen; Frucht-, Getreide⸗ und Oel⸗Berichte aus nah' und fern; Das Amtsblatt der freien Stadt Frankfurt, ſo vollſtändig als erforderlich; unterhaltende und belehrende Aufſätze; intereſſante Erzählungen; Miscellen; Schach⸗Aufgaben; Theater⸗ und Conzert⸗Berichte; „ IJInſerate aller und jeder Art, als Geſchäftsempfehlungen, Dienſtgeſuche, Anerbieten, Ver⸗ ſteigerungen, Vermiethungen ꝛc. ꝛc. Als beſondere Beilagen werden jährlich 104 lithographirte Blätter beigegeben, enthaltend: für Damen: Muſter zum Häkeln, Sticken, Stricken, zu Filet⸗ und Band⸗Arbeiten; Abbildungen der neueſten Pariſer Moden, nebſt erklärendem Texte zur Ausführung; für Gewerbtreibende ꝛc.; bildliche Darſtellungen der neueſten Vorkommniſſe in der Induſtrie (Abbildungen neuer Maſchinen, Draperien; Werkzeuge ꝛc. ꝛc.). Mit dem 1. Oktober d. J. beginnt ein neues Quartal. Alle Poſtämter und Boten nehmen Beſtellungen an und beſorgen Probeblätter. Fuͤrſtlich Yſenburg⸗Buͤndingenſches Anlehen von fl. 100,000. d. d. Büdingen den 16. Februar 1847. (1647) Bei der heute vor Zeugen Statt gehabten zweiten Verlooſung obigen Anlehens, ſowie einer weiteren außerordentlichen Verlooſung von fl. 6000— ſind nachſtehende Nummern zur Rückzahlung den 31. December l. J. beſtimmt worden und können deren Beträge ſeiner Zeit bei den Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Lit. A No. 9. 10. 17. 29. 42. à fl. 1000 S fl. 5000— 1% ß„ 5 0 33 42. 45. 52. 58. 94. 98. à fl. 500 fl. 6000— fl. 11000— Büdingen den 12. September 1851. Heinemann Lismann in Büdingen. Simon Lindheimer in Friedberg. Mittwoch den 1. October 1851 Abend unterhaltung im Gerlach'ſchen Saale dahier, (4661) Blech⸗ und Streichmuſik, ausgeführt von Mitgliedern des Groß. Heſſ. 2. Infanterie-Regiments zu Darmſtadt. Entrée für Herrn 12 kr. „„ Damen 6„ Anfang 7½ Uhr. *Kirchweihfeſt. (1662) Sonntag den 5. und Montag den 6. Oktober d. J., als an den Tagen des Kirchweihfeſtes dahier iſt in meinem großen Saale gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Nauheim den 28. September 1851. D. Fritz zur Krone. 663) Donnerſtag den 2. October 1851, Geſucht 1626) wird ein geſittetes Mädchen daß Pußarbeiten erlernen will. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Faß ⸗Verkauf. (1640) Weingrüne Fäſſer, 8, 4 und 2 Ohn haltend, werden billig abgegeben bei 5 Joh. Peter Menger zu Windecken, Verſteigerung. r Vormittags 9 Uhr, werden in der Wohnung der Unterzeichneten nachſtehende Gegenſtände: Com mode, Sopha, Schränke, Tiſch, Stühle, Weiß, zeug und ſonſtige Hausgeräthſchaften meiſtbie⸗ tend gegen gleichbaare Zahlung verſteigert. 9 J. Schäfer's Wittwe, Blauer Vitriol (1664) biligſt bei 9 I Gebrüder Grödel; 2 am Enggäßchen. Aus den eben e 0 Verſteigerung. a (1665) Freitag den 3. Oktober, Nachmittags 1 Uhr, läßt die Unterzeichnete 17 reine leere Stückfaß und 8 Zuläſt öffentlich meiſtbietend verſteigern. ö g Dortelweil im September 1851. WAs iche . Schultheis Schneiders Wittwe Kaspar, es iſt A n e n pie's ein ehrlic (16660 Ein noch ſehr wenig gebrauchter licht am Narret einſpänniger Wagen mit eiſernen Axen ſteht zum und öffne ihnen Verkaufe aus freier Hand bei„Eines E Vilbel den 25. September 1851. Pferde verſorgt Joh. Jako b's III. Wittwe. ſaßen wir ſo all 0 3 n vergangener Woche wurde bei mei Kloppenheim ein Sack mit Mehl gefunden. Der 5 85* i n rechtmäßige Eigenthümer kann denſelben gegen und wie ich keine Erſtattung der Inſertionsgebühren bei L. Kitzs Auch, leb Wittwe in Kloppenhem in Empfang nehmen. ſchon ſchier vier 5 5 5 blutet mir das z Literariſche Anzeige. u und der alte 4 Niühe die Thrä Spi n nu ſt u be, q gute d ein Volksbuch für das Jahr 1852. 118 Mul 9 1 Herausgegeben von Meusch 8 a W. O. v. Horn. 7 Freuden; auch Siebenter Jahrgang. Mit 1 Stahlſtich nach v. bor deinem trer Heideck und vielen Holzſchnitten von Richter. gen.— Siehſt Der Spinnſubenſchreiber hat wieder die alt: er ſtil und be bekannte Geſellſchaft um ſich verſammelt. Der it di. Gevatter meint, der Schmiedjacob habe voriges 15 e Jahr noch nicht all ſein Pulver verſchoſſen. Eibe. Daß ſie Wenn er wolle, könne er noch Manches zur lab Du ha Kurzweil und Manches zur Belehrung vortra⸗ verrücken, de gen. Einmal eine Geſchichte, wie ſie auf den(ben; Dorfe paſfirt. Einmal eine Räthſelnuß zum 10 n. D Krachen. Einmal ein luſtiges Anekdötlein zum ar, ſo wahr 6 Lachen, und vor allen Dingen ſolle er das be⸗ ge. Nun iſt's liebte„Alte Gold“ nicht vergeſſen, das kerniger als das californiſche ſein ſoll. Da hat ſich denn der Schmied jacob zurecht ja noch geſetzt, ſein Pfeiflein angezündet und angefan⸗ Wieder und w gen zu erzählen, bis endlich ein dickes Buch*„Wieder 0 N mit 15 Bildern, welches ch auch, 5 f ei C. Bindernagel in Friedberg für 45 kr. zu haben iſt. 8 9. drauf ſagte er Die Jahrgänge 1847 bis 1851 find zum ſelben Preis durch dieſelbe Handlung zu be⸗ ziehen.(1668) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.